Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels REPLAGAL 1mg / ml konzentrat zur herstellung einer infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Replagal 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 1 mg Agalsidase alfa*.
Jede Durchstechflasche mit 3,5 ml Konzentrat enthält 3,5 mg Agalsidase alfa.
*Agalsidase alfa ist das auf gentechnologischem Weg in einer menschlichen Zell-Linie produziertemenschliche Protein α-Galactosidase A.
Sonstige(r) Bestandteil(e) mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 14,2 mg Natrium pro Durchstechflasche.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Eine klare und farblose Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Replagal ist zur langfristigen Enzym-Ersatz-Therapie bei Patienten mit bestätigter Diagnose des
Morbus Fabry (α-Galactosidase A Mangel) angezeigt.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Replagal muss von einem Arzt beaufsichtigt werden, der über Erfahrungen in der
Behandlung von Patienten mit Morbus Fabry oder anderen ererbten Stoffwechselkrankheiten verfügt.
DosierungReplagal wird jede zweite Woche in einer Dosierung von 0,2 mg/kg Körpergewicht durch intravenöse
Infusion über einen Zeitraum von 40 Minuten verabreicht.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenStudien an Patienten über 65 Jahren wurden nicht durchgeführt, und für diese Patienten kann derzeitkeine Dosierungsverordnung empfohlen werden, da die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit noch nichtnachgewiesen wurden.
Patienten mit LeberfunktionsstörungenEs wurden keine Studien an Patienten mit Leberfunktionsstörungen durchgeführt.
Patienten mit NierenfunktionsstörungenBei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosierungsanpassung erforderlich.
Bei Vorliegen einer beträchtlichen Nierenschädigung (eGFR < 60 ml/min) kann die Nierenreaktionauf eine Enzymersatztherapie eingeschränkt sein. Für Dialyse-Patienten oder Patienten, die eine
Nierentransplantation erhalten haben, liegen nur begrenzte Daten vor; es wird keine Dosisanpassungempfohlen.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Replagal bei Kindern im Alter von 0-6 Jahren ist bisher nochnicht erwiesen. Zurzeit vorliegende Daten werden in Abschnitt 5.1 beschrieben; eine
Dosierungsempfehlung kann jedoch nicht gegeben werden.
In klinischen Studien mit Kindern (7-18 Jahren), die Replagal 0,2 mg/kg alle zwei Wochen erhaltenhatten, sind keine unerwarteten Sicherheitsprobleme aufgetreten (siehe Abschnitt 5.1).
Art der AnwendungHinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Verabreichen Sie die Infusionslösung über einen Zeitraum von 40 Minuten über eine intravenöse
Leitung mit integriertem Filter.
Replagal nicht gleichzeitig mit anderen Mitteln über dieselbe intravenöse Leitung infundieren.
Bei Patienten, die ihre Infusionen gut vertragen, kann die Replagal-Infusion zu Hause und in
Gegenwart eines verantwortlichen Erwachsenen durch den Patienten oder durch den Betreuer des
Patienten (Selbstverabreichung) in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung darüber, ob ein Patientauf die häusliche Infusion und/oder Selbstverabreichung umgestellt werden kann, sollte nach
Beurteilung und Empfehlung des behandelnden Arztes erfolgen.
Der behandelnde Arzt und/oder die Pflegekraft sollten den Patienten und/oder Betreuer vor Einleitungder Selbstverabreichung entsprechend unterweisen. Dosis und Infusionsgeschwindigkeit sollten zu
Hause konstant gehalten und nicht ohne Aufsicht einer medizinischen Fachkraft geändert werden. Die
Selbstverabreichung sollte engmaschig vom behandelnden Arzt überwacht werden.
Patienten, bei denen während der häuslichen Infusion/Selbstverabreichung unerwünschte Ereignisseauftreten, müssen die Infusion sofort beenden und eine medizinische Fachkraft kontaktieren.
Nachfolgende Infusionen müssen gegebenenfalls in einer klinischen Einrichtung verabreicht werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Idiosynkratische Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion13,7 % der in klinischen Studien mit Replagal behandelten erwachsenen Patienten zeigtenidiosynkratische Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion. Vier von 17 (23,5%) pädiatrischen
Patienten im Alter von 7 Jahren oder älter, die an klinischen Studien teilnahmen, entwickelten im Laufvon 4,5 Behandlungsjahren (mittlere Dauer etwa 4 Jahre) mindestens eine infusionsbedingte Reaktion.
Bei drei von 8 (37,5%) pädiatrischen Patienten unter 7 Jahren trat über einen mittleren
Beobachtungszeitraum von 4,2 Jahren hinweg mindestens eine infusionsbedingte Reaktion auf.
Insgesamt war der Prozentsatz der Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion bei weiblichen
Patienten signifikant niedriger als bei männlichen Patienten. Die häufigsten Symptome waren
Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit, Pyrexie, Rötung und Müdigkeit. Ernsthafte infusionsbedingte
Reaktionen wurden gelegentlich berichtet; zu den Symptomen gehörten Pyrexie, Rigor, Tachykardie,
Urtikaria, Übelkeit/Erbrechen, angioneurotisches Ödem mit Engegefühl im Hals, Stridor undgeschwollene Zunge. Weitere mögliche Symptome im Zusammenhang mit der Infusion können
Schwindel und Hyperhidrose sein. Eine Bewertung kardialer Ereignisse ergab, dass
Infusionsreaktionen mit hämodynamischem Stress einhergehen können, der bei Patienten mitvorhandenen kardialen Manifestationen der Fabry-Krankheit kardiale Ereignisse auslöst.
Die Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion traten im Allgemeinen innerhalb der ersten2-4 Monate nach Beginn der Behandlung mit Replagal auf; es wurde jedoch auch ein späteres
Einsetzen (nach 1 Jahr) berichtet. Diese Wirkungen gingen mit der Zeit zurück. Wenn leichte odermäßige akute Infusionsreaktionen auftreten, muss sofort ärztliche Versorgung aufgesucht werden, undgeeignete Maßnahmen müssen ergriffen werden. Die Infusion kann vorübergehend (für5 bis 10 Minuten) unterbrochen werden, bis die Symptome nachlassen, und die Infusion dannfortgesetzt werden kann. Leichte und vorübergehende Reaktionen erfordern möglicherweise keinemedizinische Behandlung oder einen Abbruch der Infusion. Darüber hinaus kann eine orale oderintravenöse Vorbehandlung mit Antihistaminen und/oder Corticosteroiden, 1 bis 24 Stunden vor der
Infusion, in den Fällen, in denen eine symptomatische Behandlung erforderlich war, das nachfolgende
Auftreten von Reaktionen verhindern.
ÜberempfindlichkeitsreaktionenEs sind Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet worden. Wenn schwere
Überempfindlichkeits- oder anaphylaktische Reaktionen auftreten, muss die Behandlung mit Replagalsofort abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden. Die gegenwärtigenmedizinischen Standards zur Notfallbehandlung sind einzuhalten.
Antikörper gegen das ProteinWie bei allen proteinhaltigen Arzneimitteln können die Patienten Antikörper gegen das Proteinentwickeln. Bei etwa 24 % der mit Replagal behandelten männlichen Patienten wurden IgG-
Antikörperreaktionen mit niedrigem Titer beobachtet. Bei der männlichen pädiatrischen Populationwar dieser Prozentsatz niedriger (7%), wie die begrenzten Daten gezeigt haben. Diese IgG-Antikörperschienen sich nach etwa 3-12 Monaten Behandlungszeit zu entwickeln. Nach 12 bis 54 Monaten
Therapie waren 17 % der mit Replagal behandelten Patienten immer noch antikörper-positiv, während7 % aufgrund des allmählichen Verschwindens der IgG-Antikörper Anzeichen für die Entwicklungeiner immunologischen Toleranz zeigten. Die übrigen 76 % waren durchgehend antikörper-negativ.
Bei pädiatrischen Patienten im Alter über 7 Jahren wurde 1 von 16 männlichen Patienten während der
Studie positiv auf IgG-Antikörper gegen Agalsidase alfa getestet. Bei diesem Patienten wurde kein
Anstieg der Häufigkeit unerwünschter Ereignisse festgestellt. Bei pädiatrischen Patienten im Alterunter 7 Jahren wurde von den 7 männlichen Patienten während der Studie keiner positiv auf IgG-
Antikörper gegen Agalsidase alfa getestet. In den klinischen Prüfungen wurden bei einer sehrbegrenzten Anzahl von Patienten positive IgE-Antikörpertiter ohne Zusammenhang mit Anaphylaxiefestgestellt.
Patienten mit NierenfunktionsstörungenBei Vorliegen einer erheblichen Nierenschädigung kann die renale Antwort auf die Enzym-Ersatz-
Therapie eingeschränkt sein, möglicherweise wegen zugrunde liegender irreversibler pathologischer
Veränderungen. In solchen Fällen bleibt der Verlust der renalen Funktion innerhalb der erwarteten
Grenzen des natürlichen Fortschreitens der Erkrankung.
NatriumDieses Arzneimittel enthält 14,2 mg Natrium pro Durchstechflasche, entsprechend 0,7 % der von der
WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrungvon 2 g.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Replagal darf nicht zusammen mit Chloroquin, Amiodaron, Benoquin oder Gentamicin angewendetwerden, da diese Substanzen die intrazelluläre α-Galactosidase-Aktivität hemmen können.
Da α-Galactosidase A selbst ein Enzym ist, ist es ein unwahrscheinlicher Kandidat für durch
Cytochrom P450 vermittelte Interaktionen zwischen Arzneimitteln. In klinischen Studien wurden denmeisten Patienten gleichzeitig Arzneimittel zur Behandlung neuropathischer Schmerzen (wie
Carbamazepin, Phenytoin und Gabapentin) verabreicht, ohne dass sich Hinweise auf
Wechselwirkungen ergeben hätten.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen nur sehr begrenzte Daten über Replagal-exponierte Schwangere vor. Tierexperimentelle
Studien mit Expositionen während der Organogenese ergaben keine Hinweise auf direkte oderindirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft oder embryonale/fetale
Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Replagal in die Muttermilch übergeht. Bei der Anwendung bei stillenden
Frauen ist Vorsicht geboten.
FertilitätDie an männlichen Ratten durchgeführten Reproduktionsstudien ergaben keine Auswirkungen auf diemännliche Fertilität.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenReplagal hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Reaktionen im Zusammenhang mit der
Infusion, die bei 13,7 % der in klinischen Studien mit Replagal behandelten erwachsenen Patientenauftraten. Die meisten Nebenwirkungen waren ihrer Stärke nach leicht bis mäßig.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn der Tabelle 1 sind Nebenwirkungen aufgeführt, die bei den 344 in klinischen Studien mit Replagalbehandelten Patienten berichtet wurden, darunter 21 Patienten mit Nierenerkrankung im Endstadiumin der Vorgeschichte, 30 pädiatrische Patienten (im Alter von ≤ 18 Jahren) sowie 17 weibliche
Patienten. Die nach dem Inverkehrbringen spontan gemeldeten Nebenwirkungen sind ebenfalls darinenthalten. Die Informationen sind nach Organsystemklassen und Häufigkeit (sehr häufig ≥ 1/10;häufig ≥ 1/100, < 1/10; gelegentlich ≥ 1/1.000, < 1/100) geordnet dargestellt. Die Nebenwirkungen,deren Vorkommenshäufigkeit als 'nicht bekannt“ (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Datennicht abschätzbar) klassifiziert wurde, stammen aus den Spontanmeldungen nach dem
Inverkehrbringen. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nachabnehmendem Schweregrad angegeben. Das Auftreten eines Ereignisses bei einem einzelnen
Patienten wird angesichts der Anzahl der behandelten Patienten als 'gelegentlich“ definiert. Es istmöglich, dass ein einzelner Patient mehrere Nebenwirkungen aufweist.
Für Agalsidase alfa sind die folgenden Nebenwirkungen festgestellt worden:
Tabelle1
Systemorganklasse Nebenwirkung
Sehr häufig Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Stoffwechsel- und Ödem peripher
Ernährungsstörungen
Erkrankungen des Kopfschmerz, Geschmacks- Parosmie
Nervensystems Schwindel- störung,gefühl, Hypersomnieneuropathischer
Schmerz,
Tremor,
Hypästhesie,
Parästhesie
Augenerkrankungen Tränensekretion Kornealreflexverstärkt abgeschwächt
Erkrankungen des Tinnitus Tinnitus
Ohrs und des verschlimmert
Labyrinths
Herzerkrankungen Palpitationen Tachykardie, Tachyarrhythmie Myokardischämie,
Vorhofflimmern Herzinsuffizienz,ventrikuläre
Extrasystolen
Gefäßerkrankungen Hypertonie,
Hypotonie,
Rötung
Erkrankungen der Dyspnoe, Heiserkeit, Sauerstoff-
Atemwege, des Husten, Naso- Engegefühl des sättigung
Brustraums und pharyngitis, Halses, erniedrigt,
Mediastinums Pharyngitis Rhinorrhoe Sekretion im
Rachenraumerhöht/ klebrige
Sekretion
Erkrankungen des Erbrechen, abdominale
Gastrointestinaltrakts Übelkeit, Beschwerden
Abdominal-schmerz,
Diarrhoe
Erkrankungen der Ausschlag Urtikaria, angio-
Haut und des Erythem, neurotisches
Unterhautzellgewebes Pruritus, Akne, Ödem, Livedo
Hyperhidrose retikularis
Tabelle1
Systemorganklasse Nebenwirkung
Sehr häufig Häufig Gelegentlich Nicht bekannt
Skelettmuskulatur-, Arthralgie, muskulo- Gefühl der
Bindegewebs- und Gliedmaßen- skeletale Schwere
Knochenerkrankungen schmerzen, Beschwerden,
Myalgie, periphere
Rücken- Schwellung,schmerzen Gelenk-schwellung
Erkrankungen des Überempfind- anaphylaktische
Immunsystems lichkeit Reaktion
Allgemeine Brustkorb- Brustenge, Ausschlag an
Erkrankungen und schmerz, Ermüdung der
Beschwerden am Schüttelfrost, verstärkt, Injektionsstelle
Verabreichungsort Fieber, Wärmegefühl,
Schmerzen, Kältegefühl,
Asthenie, grippeähnliche
Ermüdung Erkrankung,
Beschwerden,
Unwohlsein
Siehe auch Abschnitt 4.4.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenDie im Rahmen der Erfahrungen nach dem Inverkehrbringen berichteten infusionsbedingten
Reaktionen (siehe auch Abschnitt 4.4) können bei Patienten mit Morbus Fabry unter Miteinbeziehungder Herzstrukturen kardiale Ereignisse wie Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern, ventrikuläre
Extrasystolen, Tachyarrhythmien), Myokardischämie und Herzinsuffizienz einschließen. Diehäufigsten infusionsbedingten Reaktionen waren leicht und umfassten Schüttelfrost, Pyrexie,
Hitzegefühl, Kopfschmerz, Übelkeit, Dyspnoe, Tremor und Juckreiz. Weitere infusionsbedingte
Symptome können Schwindel, Hyperhidrose, Hypotonie, Husten, Erbrechen und Ermüdung sein. Fällevon Überempfindlichkeit einschließlich Anaphylaxie sind berichtet worden.
Kinder und JugendlicheDie in der pädiatrischen Population (Kinder und Jugendliche) berichteten unerwünschten
Nebenwirkungen waren im Allgemeinen die gleichen wie bei Erwachsenen. Reaktionen im
Zusammenhang mit der Infusion (Pyrexie, Dyspnoe, Schmerzen im Brustkorb) sowie
Schmerzverschlimmerung traten jedoch häufiger auf.
Sonstige besondere PatientengruppenPatienten mit NierenfunktionsstörungenDie unerwünschten Nebenwirkungen bei Patienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium in der
Vorgeschichte waren die gleichen wie bei der allgemeinen Patientenpopulation.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
In klinischen Prüfungen sind Dosierungen bis 0,4 mg/kg wöchentlich verwendet worden. Das
Sicherheitsprofil bei diesen Dosierungen unterschied sich nicht von dem der empfohlenen Dosis von0,2 mg/kg alle zwei Wochen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Verdauungstrakt- und Stoffwechsel-Arzneimittel - Enzyme,
ATC-Code: A16AB03
WirkmechanismusMorbus Fabry ist eine Störung der Glykosphingolipid-Speicherung, die durch fehlende Aktivität deslysosomalen Enzyms α-Galactosidase A verursacht wird und zu einer Ansammlung von
Globotriaosylceramid (Gb3 oder GL-3, auch als Ceramid-Trihexosid (CTH) bekannt) führt, dem
Glykosphingolipid-Substrat für dieses Enzym. Agalsidase alfa katalysiert die Hydrolyse von Gb3durch Abspaltung eines endständigen Galactose-Rests von dem Molekül. Es hat sich gezeigt, dass die
Behandlung mit diesem Enzym die Ansammlung von Gb3 in vielen Zelltypen, einschließlich der
Endothel- und Parenchymzellen, reduziert. Agalsidase alfa wurde in einer menschlichen Zelllinieproduziert, um ein menschliches Glycosylierungsprofil zu erzielen, das die Aufnahme durch Mannose-6-Phosphat-Rezeptoren auf der Oberfläche der angezielten Zellen beeinflussen kann. Mit der Wahleiner Dosis von 0,2 mg/kg (als Infusion über 40 Minuten) in den klinischen Zulassungsstudien wurdebeabsichtigt, die Fähigkeit der Mannose-6-Phosphat-Rezeptoren zur Aufnahme der Agalsidase alfa inder Leber vorübergehend zu sättigen und eine Verteilung des Enzyms auf andere relevante
Organgewebe zu ermöglichen. Die an den Patienten gewonnenen Daten weisen darauf hin, dass zum
Erreichen einer pharmakodynamischen Reaktion mindestens 0,1 mg/kg erforderlich sind.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Sicherheit und Wirksamkeit von Replagal wurde in zwei randomisierten, Placebo-kontrollierten
Doppelblindstudien und offenen Erweiterungsstudien an insgesamt vierzig Patienten mit Morbus
Fabry Diagnose auf der Grundlage von klinischen und biochemischen Daten beurteilt. Die Patientenerhielten die empfohlene Dosis von 0,2 mg/kg Replagal. Fünfundzwanzig Patienten beendeten die
Studie und nahmen anschließend an einer Erweiterungsstudie teil. Nach 6 Monaten Therapie ergabsich bei den mit Replagal behandelten Patienten eine signifikante Verringerung der Schmerzen(gemessen anhand des Brief Pain Inventory, einer validierten Messskala für Schmerzen) im Vergleichzu den Patienten, die Placebo erhalten hatten (p=0,021). Dies ging mit einer signifikanten
Verringerung bei der Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von chronischenneuropathischen Schmerzen sowie bei der Anzahl der Tage mit Schmerzbehandlung einher. Inspäteren Studien an männlichen pädiatrischen Patienten im Alter von über 7 Jahren wurde nach 9 und12 Monaten Replagal-Therapie eine Verringerung der Schmerzen im Vergleich zumprätherapeutischen Ausgangswert beobachtet. Diese Schmerzverringerung dauerte bei 9 Patientenwährend der 4-jährigen Behandlung mit Replagal an (bei Patienten im Alter von 7 - 18 Jahren).
Wie Messungen mit validierten Instrumenten ergaben, führten 12 bis 18 Monate Behandlung mit
Replagal zu einer Verbesserung der Lebensqualität (QoL: quality of life).
Nach 6-monatiger Therapie stabilisierte Replagal die renale Funktion; dagegen wiesen die Patienten,die Placebo erhalten hatten, einen Rückgang auf. Nierenbiopsieproben ergaben eine signifikante
Zunahme in der Fraktion der normalen Glomeruli sowie eine signifikante Abnahme in der Fraktion der
Glomeruli mit mesangialer Erweiterung bei den mit Replagal behandelten Patienten, im Gegensatz zuden mit Placebo behandelten Patienten. Nach 12 bis 18 Monaten Erhaltungstherapie verbesserte
Replagal die anhand der Inulin-basierten glomerulären Filtrationsrate gemessene renale Funktion um8,7 ± 3,7 ml/min (p=0,030). Eine längerfristige Therapie (48-54 Monate) führte bei männlichen
Patienten mit normaler prätherapeutischer GFR (≥ 90 ml/min/1,73 m2) und bei Patienten mit leichterbis mäßiger Nierendysfunktion (GFR 60 bis < 90 ml/min/1,73 m2) zu einer Stabilisierung der GFR,und bei männlichen Fabry-Patienten mit schwerwiegenderer Nierendysfunktion (GFR 30 bis< 60 ml/min/1,73 m2) verlangsamte sich die Verschlechterung der Nierenfunktion und die Progressionzum Endstadium einer Nierenerkrankung.
In einer zweiten Studie durchliefen fünfzehn Patienten mit Hypertrophie des linken Herzventrikelseine 6-monatige Placebo-kontrollierte Studie und nahmen anschließend an einer Erweiterungsstudieteil. Die Behandlung mit Replagal ergab anhand einer Messung per Magnetresonanzbilderzeugung(MRI) eine Verringerung der linksventrikulären Masse um 11,5 g in der kontrollierten Studie,während die Patienten, die Placebo erhalten hatten, eine Zunahme der linksventrikulären Masse von21,8 g aufwiesen. Darüber hinaus bewirkte Replagal in der ersten Studie mit 25 Patienten auch einesignifikante Verringerung der kardialen Masse nach 12 bis 18 Monaten Erhaltungstherapie(p < 0,001). Replagal wurde außerdem mit einer verbesserten myokardialen Kontraktilität, einer
Verringerung der durchschnittlichen QRS-Dauer und einer damit einher gehenden verringerten
Septumstärke bei der Echokardiographie in Zusammenhang gebracht. In den durchgeführten Studienkamen zwei Patienten mit Rechtsschenkelblock nach der Therapie mit Replagal zu normalen
Befunden zurück. In den späteren informationsoffenen Studien zeigte die Echokardiographie sowohlbei männlichen als auch bei weiblichen Fabry-Patienten, die 24 bis 36 Monate mit Replagal behandeltworden waren, eine gegenüber dem prätherapeutischen Ausgangswert signifikante Reduktion derlinksventrikulären Masse. Die durch Echokardiographie beobachtete Reduktion der LV-Masse beimännlichen wie weiblichen Fabry-Patienten über einen Zeitraum von 24 bis 36 Monaten Replagal-
Behandlung war mit einer bedeutenden Symptomverbesserung verbunden, gemessen nach der NYHA-bzw. der CCS-Klassifikation bei Fabry-Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oder pektanginösen
Symptomen zu Behandlungsbeginn.
Im Vergleich mit dem Placebo verringerte die Behandlung mit Replagal auch die Ansammlung von
Gb3. Nach den ersten 6 Monaten Therapie wurde eine durchschnittliche Verringerung von etwa20 - 50 % in Plasma und Urinsediment sowie in den Leber-, Nieren- und Herzbiopsieprobenbeobachtet. Nach 12 bis 18 Monaten Behandlung wurde im Plasma- und Urinsediment eine
Verringerung von 50 - 80 % beobachtet. Die metabolischen Auswirkungen wurden auch mit einerklinisch signifikanten Gewichtszunahme, vermehrtem Schwitzen und vermehrter Energie in
Verbindung gebracht. In Übereinstimmung mit dem klinischen Wirkungsspektrum von Replagalführte die Behandlung mit dem Enzym auch zu einer reduzierten Ansammlung von Gb3 in vielen
Zelltypen, einschließlich der renalen glomerulären und tubulären Epithelzellen, der renalen kapillaren
Endothelzellen (kardiale und dermale kapillare Endothelzellen wurden nicht untersucht) und derkardialen Myocyten. Bei männlichen pädiatrischen Fabry-Patienten ging der Gb3-Spiegel im Plasmanach 6-monatiger Therapie mit Replagal 0,2 mg/kg um 40 - 50 % zurück. Diese Reduktion hielt nachinsgesamt 4-jähriger Behandlung bei 11 Patienten an.
Bei Patienten, die ihre Infusionen gut vertragen, kann in Betracht gezogen werden, die Replagal-
Infusion zu Hause durchzuführen.
Kinder und JugendlicheBei männlichen pädiatrischen Fabry Patienten im Alter von 7 Jahren und älter kann Hyperfiltration dieerste Manifestation eines krankheitsbedingten Befalls der Nieren darstellen. Ein Rückgang ihrerhypernormalen eGFR wurde innerhalb von 6 Monaten nach Einleitung der Replagal-Therapiebeobachtet. Nach einjähriger Behandlung mit Agalsidase alfa 0,2 mg/kg alle zwei Wochen, reduziertesich die anomal hohe eGFR in dieser Untergruppe von 143,4 ± 6,8 auf 121,3 ± 5,6 ml/min/1,73 m2;dieselben eGFR stabilisierten sich im normalen Bereich während einer vierjährigen Therapie mit
Replagal 0,2 mg/kg, ebenso wie die eGFR der Nicht-Hyperfiltrierer.
Bei männlichen pädiatrischen Patienten im Alter von mindestens 7 Jahren war die Variabilität der
Herzfrequenz zu Studienbeginn anomal, verbesserte sich aber bei 15 der Jungen nach 6-monatiger
Behandlung mit Replagal. Diese Verbesserung wurde bei 9 Jungen im Verlauf der 6,5-jährigen
Therapie mit 0,2 mg/kg Replagal im Rahmen einer offenen Langzeitverlängerungsstudieaufrechterhalten. Bei 9 Jungen mit einer zu Studienbeginn im Normbereich für Kinder (< 39 g/m2,7 bei
Jungen) liegenden auf die Größe2,7 indizierten linksventrikulären Masse (LVMI) blieb der LVMI-Wertwährend der 6,5-jährigen Therapie unterhalb des Schwellenwertes einer linksventrikulären
Hypertrophie (LVH). In einer zweiten Studie mit 14 Patienten im Alter von mindestens 7 Jahrenentsprachen die Ergebnisse in Bezug auf die Variabilität der Herzfrequenz den früheren Befunden. Indieser Studie wies zu Studienbeginn lediglich ein Patient eine LVH auf, die im Verlauf stabil blieb.
Für Patienten im Alter zwischen 0 und 7 Jahren deutet die begrenzte Datenlage keine spezifischen
Sicherheitsprobleme an.
Studie mit Patienten, die von Agalsidase beta zu Replagal (Agalsidase alfa) gewechselt sind100 Patienten [nicht vorbehandelte (n=29) oder zuvor mit Agalsidase beta behandelte und zu Replagalgewechselte (n=71)] wurden bis zu 30 Monate lang in einer offenen, nicht kontrollierten Studiebehandelt. Eine Analyse ergab, dass schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei 39,4% der von
Agalsidase beta gewechselten Patienten berichtet worden waren; im Vergleich dazu waren es 31,0%bei den Patienten, die bei Eintritt in die Studie nicht vorbehandelt waren. Die von Agalsidase beta zu
Replagal gewechselten Patienten wiesen ein Sicherheitsprofil auf, das den Beobachtungen andererklinischer Erfahrungen entspricht. Infusionsbedingte Reaktionen sind bei 9 Patienten der nichtvorbehandelten Population aufgetreten (31,0%), verglichen mit 27 Patienten der gewechselten
Population (38,0%).
Studie mit verschiedenen DosierungsschemataHinsichtlich der durchschnittlichen Veränderung des LVMI seit Behandlungsbeginn sowiehinsichtlich anderer Endpunkte (Status der kardialen Funktion, Nierenfunktion undpharmakodynamische Aktivität) waren die Unterschiede zwischen den erwachsenen Patienten, die52 Wochen lang 0,2 mg/kg intravenös jede zweite Woche erhalten hatten (n=20), und denjenigen, diemit 0,2 mg/kg wöchentlich behandelt worden waren (n=19), in einer randomisierten offenen Studiestatistisch nicht signifikant. In jeder Behandlungsgruppe blieb der LVMI im Therapiezeitraum der
Studie stabil. Insgesamt zeigte die Vorkommensrate von SUEs nach Behandlungsgruppe keine klarersichtliche Auswirkung des Behandlungsschemas auf das SUE-Profil der unterschiedlichen
Behandlungsgruppen.
ImmunogenitätEs hat sich nicht gezeigt, dass Antikörper gegen Agalsidase alfa mit klinisch signifikanten
Auswirkungen auf die Unbedenklichkeit (z.B. Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion) oder
Wirksamkeit in Zusammenhang gebracht werden können.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Den erwachsenen männlichen Patienten wurden Einzeldosierungen im Bereich von 0,007 - 0,2 mg
Enzym pro kg Körpergewicht durch 20 - 40 Minuten dauernde intravenöse Infusionen verabreicht,während die weiblichen Patienten 0,2 mg Enzym pro kg Körpergewicht durch 40 Minuten dauernde
Infusionen erhielten. Die pharmakokinetischen Eigenschaften blieben im Wesentlichen unbeeinflusstvon der Dosis des Enzyms. Nach einer einzelnen intravenösen Dosis von 0,2 mg/kg hatte Agalsidasealfa ein biphasisches Verteilungs- und Eliminationsprofil im Kreislauf. Die pharmakokinetischen
Parameter waren bei männlichen und weiblichen Patienten nicht signifikant unterschiedlich. Die
Eliminations-Halbwertzeiten betrugen 108 17 Minuten bei männlichen Patienten, verglichen mit89 28 Minuten bei weiblichen Patienten, und das Verteilungsvolumen betrug bei beiden
Geschlechtern etwa 17 % Körpergewicht. Die nach Körpergewicht normierte Klärrate betrug 2,66bzw. 2,10 ml/min/kg bei männlichen bzw. weiblichen Patienten. Aufgrund der Ähnlichkeit derpharmakokinetischen Eigenschaften von Agalsidase alfa bei männlichen und weiblichen Patientenwird erwartet, dass die Gewebeverteilung in den wichtigsten Geweben und Organen bei männlichenund weiblichen Patienten ebenfalls vergleichbar ist.
Nach sechs Monaten Replagal-Behandlung zeigten 12 von 28 männlichen Patienten eine veränderte
Pharmakokinetik mit einer deutlichen Beschleunigung der Klärrate. Diese Veränderungen hingen mitder Entwicklung von Antikörpern mit niedrigem Titer auf Agalsidase alfa zusammen, bei denuntersuchten Patienten wurden jedoch keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Sicherheitoder Wirksamkeit beobachtet.
Auf der Grundlage der Analyse von Leberbiopsien, die männlichen Patienten mit Morbus Fabry vorund nach der Anwendung entnommen wurden, wurde die Gewebe-Halbwertzeit auf über 24 Stundengeschätzt, und die hepatische Aufnahme des Enzyms wird auf 10% der verabreichten Dosis geschätzt.
Agalsidase alfa ist ein Protein. Es wird nicht erwartet, dass es an Proteine bindet. Es wird erwartet,dass sein Stoffwechselabbau dem Verlauf anderer Proteine folgen wird, z.B. der Peptid-Hydrolyse.
Agalsidase alfa ist ein unwahrscheinlicher Kandidat für Interaktionen zwischen Arzneimitteln.
NierenfunktionsstörungenDie renale Elimination von Agalsidase alfa wird als unwesentlicherer Klärungsweg betrachtet, da diepharmakokinetischen Parameter durch eine eingeschränkte Nierenfunktion nicht verändert werden.
LeberfunktionsstörungenDa erwartet wird, dass der Metabolismus über Peptid-Hydrolyse erfolgt, wird nicht erwartet, dass einegestörte Leberfunktion die Pharmakokinetik von Agalsidase alfa in klinisch signifikanter Weisebeeinflussen wird.
Kinder und JugendlicheBei Kindern im Alter von 7-18 Jahren erfolgte die Klärung von Replagal aus dem Kreislauf bei einer
Dosierung von 0,2 mg/kg schneller als bei Erwachsenen. Die durchschnittliche Klärrate von Replagalbei Kindern im Alter von 7-11 Jahren, bei Jugendlichen im Alter von 12-18 Jahren bzw. bei
Erwachsenen betrug 4,2 ml/min/kg, 3,1 ml/min/kg bzw. 2,3 ml/min/kg. Die pharmakodynamischen
Daten deuten darauf hin, dass bei einer Replagal-Dosierung von 0,2 mg/kg der Rückgang von Gb3 im
Plasma bei Jugendlichen und kleinen Kindern mehr oder weniger vergleichbar ist (siehe
Abschnitt 5.1).
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe lassen die präklinischen Daten keinebesonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Ein genotoxisches und kanzerogenes Potenzial istnicht zu erwarten. Reproduktions-Toxizitätsstudien an weiblichen Ratten und Kaninchen haben keine
Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder den sich entwickelnden Fötus gezeigt. In Hinsicht auf
Geburt oder peri-/postnatale Entwicklung wurden keine Studien durchgeführt. Es ist nicht bekannt, ob
Replagal die Plazenta passiert.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Mononatriumphosphat, Monohydrat
Polysorbat 20Natriumchlorid
Natriumhydroxid
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
2 Jahre.
Die Lösung ist bei 25 °C 24 Stunden lang chemisch und physikalisch stabil.
Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollte das Produkt sofort verwendet werden. Wenn es nichtsofort verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen der gebrauchsfertigen
Lösung vor der Anwendung in der Verantwortlichkeit des Benutzers und würden normalerweise nichtmehr als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C betragen, sofern die Verdünnung nicht unter kontrollierten undgeprüften aseptischen Bedingungen stattgefunden hat.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
3,5 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung in einer 5 ml Durchstechflasche (Glas vom
Typ I) mit einem Stopfen (mit Fluorharz beschichtetes Butyl-Gummi), einer aus einem Stückbestehenden Versiegelung (Aluminium) mit Schnappdeckel. Packungsgrößen mit 1, 4 oder10 Durchstechflaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Handhabung- Berechnen Sie die Dosis und die Anzahl der benötigten Replagal-Durchstechflaschen.
- Dosisanpassungen dürfen nur auf Anweisung des behandelnden Arztes erfolgen.
- Verdünnen Sie das Gesamtvolumen des benötigten Replagal-Konzentrats in 100 ml einer9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Infusionslösung. Es ist unbedingt darauf zu achten, die
Sterilität der zubereiteten Lösung sicherzustellen, da Replagal keine Konservierungsmittel oderbakteriostatischen Mittel enthält; die aseptische Technik ist einzuhalten. Nach der Verdünnungsollte die Lösung vorsichtig gemischt, aber nicht geschüttelt werden.
- Da die Lösung kein Konservierungsmittel enthält, wird empfohlen, die Anwendung so schnellwie möglich nach der Verdünnung zu beginnen (siehe Abschnitt 6.3).
- Die Lösung muss vor der Anwendung optisch auf Feststoffteilchen oder Verfärbungenuntersucht werden.
- Nur zur einmaligen Anwendung. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial istentsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Takeda Pharmaceuticals International AG Ireland Branch
Block 2 Miesian Plaza50-58 Baggot Street Lower
Dublin 2
D02 HW68
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 03. August 2001
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 28. Juli 2006
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.