Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ELFABRIO 2mg / ml konzentrat zur herstellung einer infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Elfabrio 2 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Durchstechflasche enthält 20 mg Pegunigalsidase alfa in einem Volumen von 10 ml oder 5 mg
Pegunigalsidase alfa in einem Volumen von 2,5 ml, in einer Konzentration von 2 mg/ml.
Die Stärke gibt die Menge von Pegunigalsidase alfa unter Berücksichtigung der Pegylierung an.
Pegunigalsidase alfa wird in Tabakzellen (Nicotiana tabacum BY-2-Zellen) mittels rekombinanter
DNA-Technologie hergestellt.
Der Wirkstoff, Pegunigalsidase alfa, ist ein kovalentes Konjugat von prh-alpha-GAL-A mit Macrogol(Polyethylenglycol - PEG).
Die Stärke dieses Arzneimittels sollte nicht mit der eines anderen pegylierten oder nicht pegylierten
Proteins derselben therapeutischen Klasse verglichen werden. Für weitere Informationen, siehe
Abschnitt 5.1.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede 10-ml-Durchstechflasche enthält 46 mg Natrium.
Jede 2,5-ml-Durchstechflasche enthält 11,5 mg Natrium.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Klare, farblose Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Elfabrio wird angewendet für eine langfristige Enzymersatztherapie bei erwachsenen Patienten mitbestätigter Morbus Fabry Diagnose (Mangel an α-Galaktosidase).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Elfabrio muss von einem Arzt überwacht werden, der über Erfahrung in der
Behandlung von Patienten mit Morbus Fabry verfügt.
Bei der Verabreichung von Elfabrio an Patienten, die zum ersten Mal behandelt werden oder bei denenin der Vergangenheit schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf Elfabrio aufgetreten sind, solltengeeignete medizinische Unterstützungsmaßnahmen bereitstehen.
Eine Vorbehandlung mit Antihistaminika und/oder Kortikosteroiden kann für Patienten ratsam sein,bei denen zuvor Überempfindlichkeitsreaktionen auf Elfabrio oder auf eine andere
Enzymersatztherapie (ERT) aufgetreten sind (siehe Abschnitt 4.4).
DosierungDie empfohlene Dosis von Pegunigalsidase alfa beträgt 1 mg/kg Körpergewicht, verabreicht einmalalle zwei Wochen.
Hinweise zur Verdünnung, siehe Abschnitt 6.6.
Patienten, die von einer Behandlung mit Agalsidase alfa oder beta wechseln
In den ersten 3 Monaten (6 Infusionen) der Behandlung mit Elfabrio sollte die Vorbehandlungbeibehalten werden, wobei diese je nach entsprechender Verträglichkeit des Patienten schrittweiseabgesetzt werden kann.
Besondere PatientengruppenNieren- oder Leberfunktionsstörung
Bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Ältere Menschen (≥ 65 Jahre)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Elfabrio bei Patienten, die älter als 65 Jahre sind, wurde nichtuntersucht, und es können keine alternativen Dosierungsschemata für diese Patienten empfohlenwerden. Ältere Patienten können mit der gleichen Dosis wie andere erwachsene Patienten behandeltwerden (siehe Abschnitt 5.1).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Elfabrio bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0-17 Jahrenist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungNur zur intravenösen Infusion.
Elfabrio darf nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln über dieselbe Infusionsleitung gegebenwerden.
Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Nach der Zubereitung sollte die verdünnte Lösung als intravenöse Infusion verabreicht und durcheinen 0,2-μm-Inlinefilter mit geringer Proteinbindung gefiltert werden.
Der Patient sollte nach der Infusion für 2 Stunden auf infusionsbedingte Reaktionen (IRR) überwachtwerden; siehe Abschnitt 4.4.
Weitere Einzelheiten zum Umgang mit Elfabrio vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Heiminfusion
Die Heiminfusion von Elfabrio kann in Betracht gezogen werden, sofern der Patient die Infusionen gutverträgt und über mehrere Monate keine mittelschweren oder schweren IRR entwickelt hat.
Die Entscheidung, auf die Heiminfusion des Arzneimittels umzustellen, ist nach Beurteilung und
Empfehlung des behandelnden Arztes zu treffen. Der Patient muss medizinisch stabil sein. Für die
Heiminfusion müssen entsprechende Infrastruktur, Ressourcen und Verfahren, einschließlich
Schulungen, vorhanden bzw. eingerichtet sein und dem medizinischen Fachpersonal, das die
Heiminfusion durchführt, zur Verfügung stehen.
Die medizinische Fachkraft muss während der Heiminfusion und für eine bestimmte Zeit nach der
Infusion jederzeit erreichbar sein.
Der behandelnde Arzt und/oder das medizinische Fachpersonal muss den Patienten und/oder die
Betreuungsperson vor Beginn der Heiminfusion entsprechend schulen. Die im häuslichen Umfeldeingesetzte Dosis und Infusionsgeschwindigkeit sollten denen entsprechen, die zuvor in der Klinikangewendet wurden; sie dürfen nur unter Aufsicht des behandelnden Arztes geändert werden.
Infusionsgeschwindigkeit und Dauer der Infusion
Tabelle 1: Empfohlene Dosis und Infusionszeit für die intravenöse Verabreichung von Elfabrio
Erstinfusion 1 mg/kg Körpergewicht alle 2 Wochen
Körpergewicht Gesamtvolumen Infusionszeit Infusionsgeschwindigkeit*(kg) (ml)unter 70 150 ml nicht unter 3 Stunden 0,83 ml/min (50 ml/h)70-100 250 ml nicht unter 3 Stunden 1,39 ml/min (83,33 ml/h)> 100 500 ml nicht unter 3 Stunden 2,78 ml/min (166,67 ml/h)
Erhaltungsinfusion
Die zu erreichende Infusionsdauer hängt von der Verträglichkeit für den Patienten ab. Die
Steigerung der Infusionsgeschwindigkeit sollte schrittweise erfolgen, beginnend mit der bei der
Erstinfusion angewendeten Geschwindigkeit.1 mg/kg Körpergewicht alle 2 Wochen
Körpergewicht Gesamtvolumen Infusionszeit Infusionsgeschwindigkeit*(kg) (ml)unter 70 150 ml nicht unter 1,68 ml/min (100 ml/h)1,5 Stunden70-100 250 ml nicht unter 2,78 ml/min (166,67 ml/h)1,5 Stunden> 100 500 ml nicht unter 5,56 ml/min (333,33 ml/h)1,5 Stunden
*Die Infusionsgeschwindigkeit kann im Falle einer Infusionsreaktion angepasst werden (siehe
Abschnitt 4.4)
Treten bei den Patienten während der Infusion infusionsbedingte Reaktionen auf, einschließlich
Überempfindlichkeitsreaktionen oder anaphylaktische Reaktionen, muss die Infusion sofort gestopptund eine entsprechende medizinische Behandlung eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Patienten, bei denen während der Heiminfusion unerwünschte Ereignisse auftreten, müssen die
Infusion sofort abbrechen und sich an einen Arzt wenden. Nachfolgende Infusionen müssen unter
Umständen in einer Klinik durchgeführt werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Infusionsbedingte ReaktionenEs wurde über infusionsbedingte Reaktionen (IRR) berichtet, definiert als alle mit der Infusionzusammenhängenden unerwünschten Ereignisse, die nach Beginn der Infusion und bis zu 2 Stundennach Ende der Infusion auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Die am häufigsten beobachteten Symptomevon IRR waren Überempfindlichkeit, Juckreiz, Übelkeit, Schwindelgefühl, Schüttelfrost und
Muskelschmerzen.
Die Behandlung von IRR muss sich nach dem Schweregrad der Reaktion richten und bei leichten bismittelschweren Reaktionen eine Verlangsamung der Infusionsgeschwindigkeit und eine Behandlungmit Arzneimitteln wie Antihistaminika, Antipyretika und/oder Kortikosteroiden umfassen. Obwohl beieinigen Patienten nach einer Vorbehandlung IRR auftraten, kann eine Vorbehandlung mit
Antihistaminika und/oder Kortikosteroiden Folgereaktionen in den Fällen möglicherweise verhindern,in denen eine symptomatische Behandlung erforderlich war (siehe Abschnitt 4.2).
ÜberempfindlichkeitIm Rahmen von klinischen Studien wurden bei Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet(siehe Abschnitt 4.8). Wie bei jedem intravenös verabreichten Proteinprodukt können allergischbedingte Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, wie lokales Angioödem (einschließlich
Schwellung von Gesicht, Mund und Rachen), Bronchospasmus, Hypotonie, generalisierte Urtikaria,
Dysphagie, Ausschlag, Dyspnoe, Flush, Brustkorbbeschwerden, Pruritus und verstopfte Nase. Wenneine schwere allergische oder anaphylaktische Reaktion auftritt, wird empfohlen, Elfabrio sofortabzusetzen und die geltenden medizinischen Standards für die Notfallbehandlung zu befolgen.
Bei Patienten, bei denen während der Elfabrio-Infusion schwere Überempfindlichkeitsreaktionenaufgetreten sind, ist bei einer erneuten Verabreichung von Elfabrio Vorsicht geboten, und es sollteeine angemessene medizinische Unterstützung unmittelbar bereitstehen. Darüber hinaus sollte für
Patienten, bei denen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen nach einer ERT-Infusion, einschließlich
Elfabrio, aufgetreten sind, eine angemessene medizinische Unterstützung unmittelbar bereitstehen.
ImmunogenitätIn klinischen Studien wurde eine behandlungsinduzierte Entwicklung von Anti-Drug-Antikörpern(ADA) beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Das Vorhandensein von ADA gegen Elfabrio kann mit einem höheren Risiko für infusionsbedingte
Reaktionen verbunden sein, und schwere IRR treten mit größerer Wahrscheinlichkeit bei ADA-positiven Patienten auf. Patienten, die unter der Behandlung mit Elfabrio infusionsbedingte oder
Immunreaktionen entwickeln, sollten überwacht werden.
Außerdem sollten Patienten, die ADA-positiv gegen andere Enzymersatztherapien sind, bei denen
Überempfindlichkeitsreaktionen auf Elfabrio aufgetreten sind, sowie Patienten, die auf Elfabrioumgestellt werden, überwacht werden.
Membranoproliferative Glomerulonephritis
Ablagerungen von Immunkomplexen sind während der Behandlung mit ERT als Ausdruck einerimmunologischen Reaktion auf das Arzneimittel möglich. Während der klinischen Entwicklung von
Elfabrio wurde ein einziger Fall von membranoproliferativer Glomerulonephritis berichtet, der auf
Immunablagerungen in der Niere zurückzuführen war (siehe Abschnitt 4.8). Dieses Ereignis führte zueiner vorübergehenden Verschlechterung der Nierenfunktion, die sich nach Absetzen des
Arzneimittels besserte.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 46 mg Natrium pro 10-ml-Durchstechflasche, entsprechend 2 % der vonder WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der
Nahrung von 2 g.
Dieses Arzneimittel enthält 11,5 mg Natrium pro 2,5-ml-Durchstechflasche, entsprechend 1 % der vonder WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der
Nahrung von 2 g.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen und In-vitro-Metabolismusstudiendurchgeführt. Pegunigalsidase alfa ist aufgrund seines Metabolismus ein unwahrscheinlicher Kandidatfür Cytochrom-P450-vermittelte Arzneimittelwechselwirkungen.
Elfabrio ist ein Protein und daher wird davon ausgegangen, dass es über die Peptidhydrolyseverstoffwechselt wird.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftBisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Daten aus der Anwendung von Pegunigalsidase alfa bei
Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirektegesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Als
Vorsichtsmaßnahme soll vorzugsweise eine Anwendung von Elfabrio während der Schwangerschaftvermieden werden, es sei denn dies ist eindeutig erforderlich.
StillzeitEs ist nicht bekannt ob Pegunigalsidase alfa/Metabolite in die Muttermilch ausgeschieden werden.
Die zur Verfügung stehenden pharmakodynamischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass
Elfabrio in die Milch ausgeschieden wird (für Details siehe Abschnitt 5.3). Ein Risiko für das
Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffenwerden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Elfabrio verzichtet werdensoll bzw. die Behandlung mit Elfabrio zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillensfür das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
FertilitätEs gibt keine Studien zur Bewertung der möglichen Auswirkungen von Pegunigalsidase alfa auf diemenschliche Fertilität.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine eingeschränkte Fertilität (siehe
Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenBei manchen Patienten wurde Schwindelgefühl oder Vertigo nach der Verabreichung von Elfabrioberichtet. Diese Patienten sollten bis zum Abklingen der Symptome auf das Führen von Fahrzeugenoder das Bedienen von Maschinen verzichten.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten Nebenwirkungen waren infusionsbedingte Reaktionen, gemeldet bei 6,3 % der
Patienten, gefolgt von Überempfindlichkeit und Asthenie bei jeweils 5,6 % der Patienten.
In klinischen Studien kam es bei 5 Patienten (3,5 %) zu einer schwerwiegenden Reaktion, die mit
Elfabrio in Verbindung gebracht wurde. Bei vier dieser Reaktionen handelte es sich um eine bestätigte
IgE-vermittelte Überempfindlichkeitsreaktionen (Bronchospasmus, Überempfindlichkeit), die bei der
Erstinfusion von Elfabrio auftraten und innerhalb eines Tages nach dem Auftreten abklangen.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie im Folgenden beschriebenen Daten geben die Daten von 141 Patienten mit Morbus Fabry wieder,die Elfabrio in 8 klinischen Studien erhalten haben, wobei die Dosierung von 1 mg/kg alle zwei
Wochen oder 2 mg/kg alle vier Wochen für mindestens eine Infusion in bis zu 6 Jahren eingehaltenwurde.
Die Nebenwirkungen sind Tabelle 2 zu entnehmen. Die Daten sind nach Systemorganklasse geordnet.
Die Häufigkeiten sind definiert als: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 2: Unter der Elfabrio-Behandlung gemeldete Nebenwirkungen
Systemorganklasse Häufigkeit
Häufig Gelegentlich
Erkrankungen des Überempfindlichkeit*
Immunsystems Typ-1-Allergie*
Psychiatrische Erkrankungen Agitiertheit* Schlaflosigkeit
Erkrankungen des Parästhesie* Syndrom der ruhelosen Beine
Nervensystems Schwindelgefühl* periphere Neuropathie
Kopfschmerzen* Neuralgie
Brennen
Tremor*
Erkrankungen des Ohrs und Vertigodes Labyrinths
Gefäßerkrankungen Flush
Hypotonie*
Hypertonie*
Lymphödem
Erkrankungen der Atemwege, Bronchospasmus*des Brustraums und Dyspnoe*
Mediastinums Rachenreizung*verstopfte Nase*
Niesen*
Erkrankungen des Übelkeit* gastroösophageale Refluxerkrankung
Gastrointestinaltrakts Abdominalschmerz* Gastritis
Diarrhoe Dyspepsie
Erbrechen* Flatulenz
Erkrankungen der Haut und Ausschlag* Hypohidrosedes Unterhautgewebes Erythem*
Pruritus*
Skelettmuskulatur-, Arthralgie
Bindegewebs- und Schmerzen des Muskel-
Knochenerkrankungen und Skelettsystems*
Erkrankungen der Nieren und membranoproliferative Glomerulonephritis
Harnwege chronische Nierenerkrankung
ProteinurieErkrankungen der Brustwarzenschmerz
Geschlechtsorgane und der
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen und Asthenie* Extravasat an der Infusionsstelle
Beschwerden am Schüttelfrost* Ödem
Verabreichungsort Brustkorbschmerz* grippeähnliche Erkrankung
Schmerz* Schmerzen an der Infusionsstelle
Systemorganklasse Häufigkeit
Häufig Gelegentlich
Untersuchungen erhöhte Körpertemperatur *erhöhte Leberenzymwerteerhöhter Protein/Creatinin Quotient im Urin
Leukozyten im Urin positiverhöhte Harnsäurewerte im Bluterhöhtes Gewicht
Verletzung, Vergiftung und Infusionsbedingtedurch Eingriffe bedingte Reaktion (IRR)*
Komplikationen
Herzerkrankungen supraventrikuläre Bradykardie*
Extrasystolen Linksherzhypertrophie
Die folgenden bevorzugten Begriffe wurden in Tabelle 2 zusammengefasst:
* Überempfindlichkeit umfasst: Arzneimittelüberempfindlichkeit
* Agitiertheit umfasst: Nervosität
* Abdominalschmerz umfasst: abdominale Beschwerden
* Ausschlag umfasst: makulapopulösen Ausschlag und Ausschlag mit Juckreiz
* muskuloskelettale Steifigkeit, die als Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems erfasst wird, umfasst: Myalgie
* Asthenie umfasst: Unwohlsein und Ermüdung
* Brustkorbschmerz umfasst: Brustkorbbeschwerden und Thoraxschmerz nicht kardialen Ursprungs
* Schmerz umfasst: Schmerz in einer Extremität
* peripheres Ödem als Ödem erfasst
* Bevorzugte Begriffe, die als IRR betrachtet werden, wie im folgenden Abschnitt beschrieben.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenInfusionsbedingte Reaktionen (Nebenwirkungen innerhalb von 2 Stunden nach der Infusion)
IRR wurden bei insgesamt 32 Patienten (22 %) gemeldet: 26 Patienten (23 %) wurden mit 1 mg/kgalle zwei Wochen und 6 Patienten (20 %) mit 2 mg/kg alle vier Wochen behandelt. Zu den amhäufigsten gemeldeten, mit IRR assoziierten, Symptomen bei einer Dosierung von 1 mg/kg zählten:
Überempfindlichkeit, Schüttelfrost, Schwindelgefühl, Ausschlag und Jucken. Bei der Dosis von2 mg/kg war Schmerz das am häufigsten berichtete Symptom. Die IRR waren meist leicht oder mäßigausgeprägt und klangen mit fortlaufender Behandlung ab; bei 5 Patienten (alle männlich, Dosis1 mg/kg) traten jedoch 5 schwere IRR auf. Diese 5 IRR waren auch schwerwiegend. Bei vier dieser
Ereignisse handelte es sich um bestätigte Überempfindlichkeitsreaktionen vom Typ I, von denen 3zum Abbruch der Studie führten. Ein weiterer Patient wurde später aus der Studie ausgeschlossen,nachdem eine weitere mäßige IRR aufgetreten war. Alle 5 Patienten erholten sich jedoch mitentsprechender Behandlung innerhalb eines Tages nach dem Auftreten. Die IRR traten überwiegendinnerhalb des ersten Jahres der Behandlung mit Elfabrio auf; im zweiten Jahr und darüber hinauswurde keine schwerwiegende IRR beobachtet.
ImmunogenitätIn klinischen Studien entwickelten 17 von 111 Patienten (16 %), die mit Elfabrio in der Dosierung1 mg/kg alle zwei Wochen behandelt wurden, und 0 von 30 Patienten, die 2 mg/kg alle vier Wochenerhielten, behandlungsinduzierte Anti-Drug-Antikörper (ADA).
Membranoproliferative Glomerulonephritis
Während der klinischen Entwicklung von Elfabrio wurde bei einem von 136 Patienten ein schwerer
Fall von membranoproliferativer Glomerulonephritis gemeldet, nachdem die Behandlung mehr als2 Jahre erfolgt war. Der Patient war zu Beginn der Infusionen ADA-positiv. Das Ereignis führte zueiner vorübergehenden Verringerung der eGFR und einer Verstärkung der Proteinurie, ohne dasszusätzliche Anzeichen oder Symptome auftraten. Eine Biopsie ergab, dass dieses Ereignis durch einen
Immunkomplex ausgelöst wurde. Nach Absetzen der Behandlung stabilisierten sich die eGFR-Werte,und es wurde berichtet, dass die Glomerulonephritis abgeklungen war.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es gibt keine Berichte über eine Überdosierung von Elfabrio während klinischer Studien. Dieuntersuchte Höchstdosis von Elfabrio betrug 2 mg/kg Körpergewicht alle zwei Wochen und es wurdenkeine spezifischen Anzeichen und Symptome nach den höheren Dosen identifiziert. Die häufigstenberichteten Nebenwirkungen waren infusionsbedingte Reaktion und Schmerz in einer Extremität. Bei
Verdacht auf Überdosierung ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel,
Enzyme, ATC-Code: A16AB20.
WirkmechanismusDer Wirkstoff von Elfabrio ist Pegunigalsidase alfa. Pegunigalsidase alfa ist eine pegylierterekombinante Form der menschlichen α-Galaktosidase A. Die Aminosäuresequenz der rekombinanten
Form ähnelt der des natürlich vorkommenden menschlichen Enzyms.
Pegunigalsidase alfa ergänzt oder ersetzt α-Galaktosidase A, das Enzym, das die Hydrolyse derendständigen α-Galaktosylgruppen von Oligosacchariden und Polysacchariden im Lysosomkatalysiert, wodurch die Anreicherung von Globotriaosylceramid (Gb3) und Globotriaosylsphingosin(Lyso-Gb3) verringert wird.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitWirksamkeitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Pegunigalsidase alfa wurden bei 142 Patienten (94 Männer und48 Frauen) untersucht. 112 von ihnen erhielten Pegunigalsidase alfa 1 mg/kg jede zweite Woche.
Substrat
Die Analysen von Nierenbiopsien therapienaiver Patienten, die mit Pegunigalsidase alfa in einer
Phase-I/II-Studie behandelt wurden, zeigten eine Reduktion des Substrats Globotriaosylceramid (Gb3)aus den peritubulären Kapillaren, gemessen mittels BLISS (Barisoni Lipid Inclusion Scoring System)von 68 % in der Gesamtpopulation (einschließlich Frauen, klassischer Männer und nicht klassischer
Männer, die verschiedene untersuchte Dosen erhielten; n = 13) nach 6 Behandlungsmonaten. Darüberhinaus zeigten 11 von 13 Probanden mit verfügbaren Biopsien nach 6-monatiger Behandlung eineerhebliche Reduktion (≥ 50 %) ihres BLISS-Score. Die Lyso-Gb3-Werte im Plasma sanken nach12 Monaten Behandlung um 49 % (n = 16) und nach 60 Monaten Behandlung um 83 % (n = 10). Ineiner Phase-III-Studie, in der Patienten von Agalsidase beta auf Pegunigalsidase alfa umgestelltwurden, blieben die Lyso-Gb3-Werte im Plasma nach 24 Monaten Behandlung stabil (+3,3 nM
Mittelwert, n = 48).
Nierenfunktion
Die Nierenfunktion wurde anhand der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR -
CKD-EPI-Formel) bewertet, und ihre annualisierte Steigung fungierte als der primäre
Wirksamkeitsendpunkt in zwei Phase-III-Studien bei zuvor mit ERT behandelten erwachsenen Fabry-
Patienten: BALANCE (Hauptstudie), eine randomisierte, doppelblinde Studie mit Head-to-Head-
Vergleich zu Agalsidase beta nach der Umstellung von Agalsidase beta in Monat 12 (primäre
Analyse) und Monat 24, sowie eine offene einarmige Studie nach der Umstellung von Agalsidase alfa,beide gefolgt von einer Langzeitverlängerungsstudie.
Aus der Hauptstudie lässt sich keine endgültige Schlussfolgerung zur Nichtunterlegenheit gegenüber
Agalsidase beta, gemessen an der annualisierten eGFR, ableiten, da die Daten für den Vergleich desprimären Endpunkts in Monat 12 aufgrund des Studiendesigns und der Größe der Studie allein nichtaussagekräftig genug waren. Dennoch schienen die medianen eGFR-Steigungen von Pegunigalsidaseund dem Vergleichswirkstoff Agalsidase beta von Studienbeginn bis Monat 24 nahe beieinander zuliegen. In Monat 12 betrugen die mittleren Steigungen der eGFR -2,507 ml/min/1,73 m2/Jahr für den
Pegunigalsidase-alfa-Arm und -1,748 für den Agalsidase-beta-Arm (Differenz -0,759 [-3,026; 1,507]).
In Monat 24 betrugen die medianen Steigungen dereGFR -2,514 [-3,788; -1,240] mL/min/1,73 m2/Jahr für den Pegunigalsidase-alfa-Armund -2,155 [-3,805; -0,505] für den Agalsidase-beta-Arm (Differenz -0,359 [-2,444; 1,726]).
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Elfabrio eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der
Behandlung von Morbus Fabry gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei
Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Im Laufe des klinischen Entwicklungsprogramms wurden die pharmakokinetischen (PK)
Plasmaprofile von Pegunigalsidase alfa in einer Dosierung von 0,2, 1 und 2 mg/kg alle zwei Wochenbei erwachsenen Patienten mit Morbus Fabry untersucht. Die pharmakokinetischen Ergebnisse für alledrei Dosisstufen zeigten, dass das Enzym während der gesamten zweiwöchigen Intervalle mit einer
Plasmahalbwertszeit (t1/2) von 53-134 Stunden über alle Dosisgruppen und Besuchstermine hinwegvorhanden war. Der Mittelwert der AUC0-∞ stieg mit zunehmender Dosis an Tag 1 und während dergesamten Studie an. Die Mittelwerte für die dosisnormierte AUC0-2wk ähnelten sich in allen
Dosisstufen, was auf eine lineare Dosisproportionalität hinweist. Bei Patienten, die 1 und 2 mg/kg
Elfabrio erhielten, nahmen die mittlere t1/2 und die AUC0-∞ mit zunehmender Behandlungsdauer zuund die Cl- und Vz-Werte entsprechend ab, was auf eine gesättigte Clearance hindeutet.
Pegunigalsidase alfa ist ein Protein und daher wird davon ausgegangen, dass es über die
Peptidhydrolyse verstoffwechselt wird. Es ist daher nicht zu erwarten, dass eine eingeschränkte
Leberfunktion die Pharmakokinetik von Elfabrio in klinisch signifikanter Weise beeinflusst. Das
Molekulargewicht von Pegunigalsidase alfa liegt bei ca. 116 kDa, was dem Doppelten des Cut-off-
Werts für die glomeruläre Filtration entspricht, so dass eine Filtration und/oder ein proteolytischer
Abbau in den Nieren ausgeschlossen ist.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Untersuchung des kanzerogenen oder mutagenen
Potenzials von Elfabrio durchgeführt.
In der 6-Monats-Studie zur chronischen Toxizität an Mäusen wurde eine Zunahme der Inzidenzund/oder des mittleren Schweregrades der multifokalen Nephropathie und der interstitiellenlymphozytären Infiltration in den Nieren sowie der hepatozytären Vakuolisierung und der
Hepatozytennekrose in der Leber nur bei männlichen und weiblichen Tieren festgestellt, denen diehohe Dosis von 40 mg/kg/Injektion verabreicht wurde (das 3,2-Fache der Humanexposition, in Bezugauf die AUC, nach einer Dosis von 1 mg/kg); bei Affen wurde eine erhöhte Inzidenz von Kupffer-
Zell-Hypertrophie in der Leber festgestellt (7,6-fach über der beim Menschen erreichten AUC nacheiner Dosis von 1 mg/kg). Alle Befunde gingen während der Erholungsphase zurück.
In tierexperimentellen Studien wurde eine geringe systemische Exposition des Fötus (zwischen 0,005und 0,025 % der systemischen Exposition der trächtigen Weibchen) und der gesäugten Jungtiere(maximal 0,014 % im Vergleich zur systemischen Exposition der Mutter) nach wiederholter
Behandlung der trächtigen Weibchen oder Muttertiere mit Pegunigalsidase alfa nachgewiesen. Studienzur Fertilität und zur embryofötalen Entwicklungstoxizität ergaben keine Hinweise auf eine
Beeinträchtigung der Fertilität, Embryotoxizität oder Teratogenität. Allerdings wurden keine Studienzur pränatalen und postnatalen Entwicklungstoxizität mit Pegunigalsidase alfa durchgeführt, und die
Risiken für Fötus und Jungtier während der späten Schwangerschaft und Laktation sind nicht bekannt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumcitrat (Ph.Eur.)
Citronensäure
Natriumchlorid
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
4 Jahre.
Verdünnte InfusionslösungDie chemische und physikalische Stabilität nach der Zubereitung wurde für 72 Stunden sowohl bei2 °C-8 °C als auch bei unter 25 °C nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Wenn es nicht sofortverwendet wird, liegen die Lagerungszeiten und -bedingungen vor der Verwendung in der
Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht länger als 24 Stunden im Kühlschrank(2 °C-8 °C) oder 8 Stunden bei Lagerung unter 25 °C betragen, es sei denn, die Verdünnung erfolgteunter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
10-ml-Durchstechflasche (15R Klarglas), verschlossen mit einem überzogenen Gummistopfen undversiegelt mit einer abnehmbaren Schutzkappe aus Aluminium.2,5-ml-Durchstechflasche (6R Klarglas), verschlossen mit einem überzogenen Gummistopfen undversiegelt mit einer abnehmbaren Schutzkappe aus Aluminium.
Packungsgrößen zu 1, 5 oder 10 Durchstechflaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungElfabrio ist ausschließlich zur intravenösen Infusion bestimmt. Eine aseptische Technik ist zuverwenden.
Die Durchstechflaschen sind zur einmaligen Verwendung bestimmt.
Bei vermuteter Verunreinigung darf eine Durchstechflasche nicht verwendet werden. Schütteln oder
Rühren dieses Arzneimittels sind zu vermeiden.
Bei der Zubereitung der Infusion dürfen keine Filternadeln verwendet werden.
Die Anzahl der Durchstechflaschen, die verdünnt werden müssen, sollte auf der Grundlage desindividuellen Patientengewichts bestimmt werden. Die benötigten Durchstechflaschen sollten aus dem
Kühlschrank entnommen werden, damit sie Raumtemperatur annehmen können (nach etwa30 Minuten).
Verdünnung1) Bestimmen Sie die Gesamtzahl der für die Infusion benötigten Durchstechflaschen.
Die Anzahl der benötigten Durchstechflaschen richtet sich nach der Gesamtdosis, die für jedeneinzelnen Patienten benötigt wird; die Ermittlung der Gesamtdosis basiert auf einergewichtsabhängigen Dosierung.
Ein Beispiel für die Berechnung der Gesamtdosis bei einem 80 kg schweren Patienten, dem1 mg/kg verschrieben wurde, lautet wie folgt:
- Patientengewicht (in kg) ÷ 2 = Dosisvolumen (in ml)
- Beispiel: 80-kg-Patient ÷ 2 = 40 ml (zu entnehmendes Volumen).
- In diesem Beispiel werden 4 Durchstechflaschen zu je 10 ml (oder 16 Durchstechflaschenzu je 2,5 ml) benötigt.
2) Lassen Sie die benötigte Anzahl Durchstechflaschen vor der Verdünnung Raumtemperaturannehmen (ca. 30 Minuten).
Führen Sie eine Sichtprüfung der Durchstechflaschen durch. Das Arzneimittel nicht verwenden,wenn die Schutzkappe fehlt oder beschädigt ist. Das Arzneimittel nicht verwenden, wenn
Partikel oder Verfärbungen sichtbar sind.
Die Durchstechflaschen nicht schütteln oder rühren.
3) Entnehmen Sie dem Infusionsbeutel die gleiche Menge 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-
Infusionslösung wie in Schritt 1 berechnet und verwerfen Sie diese.
4) Entnehmen Sie das erforderliche Volumen der Elfabrio-Lösung aus den Durchstechflaschen undverdünnen Sie sie mit 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-Infusionslösung auf das in dernachfolgenden Tabelle 4 angegebene Gesamtvolumen, basierend auf dem Patientengewicht.
Tabelle 4: Mindest-Gesamtinfusionsvolumen für Patienten nach Körpergewicht
Patientengewicht Mindest-Gesamtinfusionsvolumen< 70 kg 150 ml70-100 kg 250 ml> 100 kg 500 ml
Spritzen Sie die Elfabrio-Lösung direkt in den Infusionsbeutel.
Die Lösung darf NICHT in den Luftraum innerhalb des Infusionsbeutels injiziert werden.
Drehen Sie den Infusionsbeutel vorsichtig um, um die Lösung zu mischen, und vermeiden Siestarkes Schütteln und Rühren.
Die verdünnte Lösung sollte unter Verwendung eines 0,2-μm-Inlinefilters mit geringer
Proteinbindung verabreicht werden.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Chiesi Farmaceutici S.p.A.
Via Palermo 26/A43122 Parma
Italien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/23/1724/001
EU/1/23/1724/002
EU/1/23/1724/003
EU/1/23/1724/004
EU/1/23/1724/005
EU/1/23/1724/006
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 4. Mai 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.