Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels XENPOZYME 20mg pulver zur herstellung einer konzentrat-infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Xenpozyme 4 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Xenpozyme 20 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Xenpozyme 4 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 4 mg Olipudase alfa*.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Durchstechflasche enthält 0,60 mg Natrium.
Xenpozyme 20 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Jede Durchstechflasche enthält 20 mg Olipudase alfa*.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Durchstechflasche enthält 3,02 mg Natrium.
Nach Rekonstitution enthält jede Durchstechflasche 4 mg Olipudase alfa pro ml. Jede
Durchstechflasche muss vor der Anwendung weiter verdünnt werden (siehe Abschnitt 6.6).
*Olipudase alfa ist eine rekombinante humane, saure Sphingomyelinase, die mittels rekombinanter
DNA-Technologie in Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters (CHO) hergestellt wird.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Pulver zur Herstellung eines
Konzentrats).
Weißes bis cremefarbenes, lyophilisiertes Pulver.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Xenpozyme ist als Enzymersatztherapie zur Behandlung von Manifestationen eines Mangels an saurer
Sphingomyelinase (ASMD) außerhalb des zentralen Nervensystems (ZNS) bei Kindern, Jugendlichenund Erwachsenen mit Typ A/B oder Typ B indiziert.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Xenpozyme sollte unter Aufsicht eines Arztes erfolgen, der über Erfahrung in der
Behandlung von ASMD oder anderen angeborenen Stoffwechselstörungen verfügt. Die Infusion von
Xenpozyme ist von medizinischem Fachpersonal zu verabreichen, das Zugriff auf geeignetemedizinische Notfallmaßnahmen hat, mit denen mögliche schwere Reaktionen wie schwerwiegendesystemische Überempfindlichkeitsreaktionen behandelt werden können.
DosierungDer rasche Abbau von angereichertem Sphingomyelin (SM) durch Olipudase alfa führt zur Bildungvon proinflammatorischen Abbauprodukten, die infusionsbedingte Reaktionen und/odervorübergehend erhöhte Leberwerte verursachen können.
Die Behandlung mit Xenpozyme muss immer mit einer Dosissteigerung gemäß den Schemata unten(siehe Tabellen 1 und 2) eingeleitet werden, um das Risiko von infusionsbedingten Reaktionen,einschließlich Akute-Phase-Reaktionen und Erhöhungen der Lebertransaminasen zu minimieren. Alle
Anweisungen zur Dosierung und Verabreichung (siehe unten) sowie zur Zubereitung und Handhabung(siehe Abschnitt 6.6) sind zu befolgen, um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden (siehe
Abschnitt 4.9). Bitte beachten Sie, dass die Dosissteigerung für Kinder und Jugendliche von der für
Erwachsene abweicht. Zusätzlich zum Schema zur Dosissteigerung muss die Infusionsrate bei jeder
Dosis schrittweise erhöht werden (siehe Tabellen 3 und 4).
Zum Vorgehen nach versäumten Dosen siehe Informationen ebenfalls unten. Eine Heiminfusion sollteerst nach Abschluss der Dosissteigerungsphase in Betracht gezogen werden.
Die Xenpozyme-Dosis hängt bei Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) ≤ 30 vom tatsächlichen
Körpergewicht und bei Patienten mit einem BMI > 30 vom optimalen Körpergewicht ab (siehe
Abschnitt zu Patienten mit einem BMI > 30).
ErwachseneDosissteigerungsphase
Die empfohlene Anfangsdosis von Xenpozyme bei Erwachsenen beträgt 0,1 mg/kg* (für zusätzliche
Hinweise siehe auch den Unterabschnitt zu versäumten Dosen), daran anschließend sollte die Dosisgemäß des in Tabelle 1 aufgeführten Schemas zur Dosissteigerung erhöht werden:
Tabelle 1: Dosissteigerung bei Erwachsenen
Erwachsene Patienten (≥ 18 Jahre)
Erste Dosis (Tag 1/Woche 0) 0,1 mg/kg*
Zweite Dosis (Woche 2) 0,3 mg/kg*
Dritte Dosis (Woche 4) 0,3 mg/kg*
Vierte Dosis (Woche 6) 0,6 mg/kg*
Fünfte Dosis (Woche 8) 0,6 mg/kg*
Sechste Dosis (Woche 10) 1 mg/kg*
Siebte Dosis (Woche 12) 2 mg/kg*
Achte Dosis (Woche 14) 3 mg/kg* (empfohlene
Erhaltungsdosis)
*Bei Patienten mit einem BMI ≤ 30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei
Patienten mit einem BMI > 30 wird wie weiter unten beschrieben ein optimales Körpergewichtzugrunde gelegt.
Erhaltungsphase
Die empfohlene Erhaltungsdosis von Xenpozyme beträgt 3 mg/kg* alle 2 Wochen.
*Bei Patienten mit einem BMI ≤ 30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei
Patienten mit einem BMI > 30 wird wie weiter unten beschrieben ein optimales Körpergewichtzugrunde gelegt.
Kinder und JugendlicheDosissteigerungsphase
Die empfohlene Anfangsdosis von Xenpozyme bei Kindern und Jugendlichen beträgt 0,03 mg/kg*,daran anschließend sollte die Dosis gemäß dem in Tabelle 2A aufgeführten Schema zur
Dosissteigerung erhöht werden:
Tabelle 2A: Dosissteigerung bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche (0 bis < 18 Jahre)
Erste Dosis 0,03 mg/kg*(Tag 1/Woche 0)
Zweite Dosis (Woche 2) 0,1 mg/kg*
Dritte Dosis (Woche 4) 0,3 mg/kg*
Vierte Dosis (Woche 6) 0,3 mg/kg*
Fünfte Dosis (Woche 8) 0,6 mg/kg*
Sechste Dosis (Woche 10) 0,6 mg/kg*
Siebte Dosis (Woche 12) 1 mg/kg*
Achte Dosis (Woche 14) 2 mg/kg*
Neunte Dosis (Woche 16) 3 mg/kg* (empfohlene
Erhaltungsdosis)
*Bei Patienten mit einem BMI ≤ 30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei
Patienten mit einem BMI > 30 wird wie weiter unten beschrieben ein optimales Körpergewichtzugrunde gelegt.
Erhaltungsphase
Die empfohlene Erhaltungsdosis von Xenpozyme beträgt 3 mg/kg* alle 2 Wochen.
*Bei Patienten mit einem BMI ≤ 30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei
Patienten mit einem BMI > 30 wird wie weiter unten beschrieben ein optimales Körpergewichtzugrunde gelegt.
Patienten mit BMI > 30
Bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen mit einem Body-Mass-Index (BMI) > 30 wird das
Körpergewicht zur Berechnung der Xenpozyme-Dosis mithilfe der folgenden Methode (für
Dosissteigerungs- und Erhaltungsphase) geschätzt:
Körpergewicht (kg) für die Dosisberechnung = 30 × (tatsächliche Körpergröße in m)2
Beispiel:
Für einen Patienten mit:
einem BMI von 38,einem Körpergewicht von 110 kg,einer Größe von 1,70 m.
Zur Berechnung der zu verabreichenden Dosis wird ein Körpergewicht von 30 × 1,702 = 86,7 kgverwendet.
Versäumte DosenEine Dosis wird als versäumt betrachtet, wenn sie nicht innerhalb von 3 Tagen nach demvorgesehenen Datum verabreicht wird. Wenn eine Dosis von Xenpozyme versäumt wird, sollte dienächste Dosis wie unten beschrieben so schnell wie möglich verabreicht werden. Danach sollten die
Gaben alle 2 Wochen ab dem Datum der letzten Verabreichung erfolgen. Das Schema zur
Dosissteigerung für die Verabreichung von Xenpozyme verhindert eine schnelle Freisetzung von
Kataboliten, die zu schwerwiegender Toxizität wie Leberentzündung/Transaminasenerhöhungen,schweren und lebensbedrohlichen infusionsassoziierten Reaktionen oder sogar zum Tod führenkönnen (siehe Abschnitt 4.4, pct. 4.8 und 4.9). Ein Patient, bei dem keine weitgehende Entlastung erfolgtist oder bei dem aufgrund versäumter Dosen eine erneute Ansammlung vermutet wird, sollte die
Behandlung mit einer niedrigeren Dosis wieder aufnehmen.
Tabelle 2B: Xenpozyme-Dosierungsempfehlungen für Erwachsene sowie Kinder und
Jugendliche nach einer oder mehreren versäumten Dosis(en)
Aufeinanderfolgende Dosissteigerungsphase Erhaltungsphaseversäumte Dosen
Bei Versäumnis einer Die zuletzt vertragene Dosis sollte Die Erhaltungsdosis sollte verabreicht
Infusion* verabreicht werden, bevor die und der Behandlungsplan
Dosissteigerung gemäß dem Schema für entsprechend angepasst werden.
Erwachsene (Tabelle 1) oder für Kinderund Jugendliche (Tabelle 2A) fortgesetztwird.
Bei Versäumnis von 2 Eine um eine Dosisstufe niedrigere Dosis Eine Dosis unterhalb deraufeinanderfolgenden als die zuletzt vertragene Dosis (mit einer Erhaltungsdosis (d.h. 2 mg/kg) sollte
Infusionen* Mindestdosis von 0,3 mg/kg) sollte verabreicht werden. Anschließendverabreicht werden, bevor die sollte für die folgenden Infusionen die
Dosissteigerung gemäß Tabelle 1 oder Erhaltungsdosis (3 mg/kg) alle 2
Tabelle 2A fortgesetzt wird. Wochen verabreicht werden.
Bei Versäumnis von 3 Für Erwachsene, die das Schema zur Für Erwachsene, die 3 oder mehroder mehr Dosissteigerung nicht abgeschlossen aufeinanderfolgende Erhaltungsdosenaufeinanderfolgenden haben, ist das Schema zur Dosissteigerung versäumt haben, während derer sich
Infusionen erneut mit der ersten Steigerungsdosis, Sphingomyelin möglicherweise wiederwie in Tabelle 1 beschrieben, zu beginnen. angesammelt hat, wird dembehandelnden Arzt empfohlen, das
Für Kinder und Jugendliche, die das Schema zur Dosissteigerung mit der
Schema zur Dosissteigerung nicht ersten Steigerungsdosis entsprechendabgeschlossen haben, ist das Schema zur Tabelle 1 erneut zu beginnen.
Dosissteigerung erneut mit der ersten
Steigerungsdosis, wie in Tabelle 2A Für Kinder und Jugendliche, die 3beschrieben, zu beginnen. oder mehr aufeinanderfolgende
Erhaltungsdosen versäumt haben,während derer sich Sphingomyelinmöglicherweise wieder angesammelthat, wird dem behandelnden Arztempfohlen, das Schema zur
Dosissteigerung mit der ersten
Steigerungsdosis entsprechend Tabelle2A erneut zu beginnen.
* Falls die nächste geplante Infusion nach einer versäumten Dosis eine Dosis von 0,3 oder 0,6 mg/kgist, sollte diese Dosis gemäß Tabelle 1 und Tabelle 2A bei 2 aufeinanderfolgenden Infusionenverabreicht werden.
Überwachung der Transaminasewerte
Transaminasewerte (Alaninaminotransferase [ALT] und Aspartataminotransferase [AST]) sollten vor
Einleitung der Therapie bestimmt und während jeder Dosissteigerungsphase überwacht werden (siehe
Abschnitt 4.4). Wenn die Transaminasewerte vor Infusionsbeginn über den Ausgangswert hinauserhöht sind und mehr als das 2-Fache der ULN (Upper Limit of Normal, oberer Grenzwert einer
Standardnormalverteilung) betragen, kann die Xenpozyme-Dosis in Abhängigkeit vom Ausmaß der
Transaminaseerhöhung angepasst (Wiederholen oder Reduzieren der vorherigen Dosis) oder die
Behandlung vorübergehend ausgesetzt werden. Benötigt ein Patient eine Dosisanpassung oder ein
Aussetzen der Behandlung, sollte die Wiederaufnahme der Behandlung bei Erwachsenen entsprechenddem in Tabelle 1 und bei Kindern und Jugendlichen entsprechend dem in Tabelle 2A aufgeführten
Schema zur Dosissteigerung und den Empfehlungen im Falle versäumter Dosen (siehe Abschnitt zuversäumten Dosen) erfolgen.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenBei Patienten über 65 Jahren wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe
Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe
Abschnitt 5.2).
Art der AnwendungXenpozyme ist nur zur intravenösen Anwendung bestimmt. Die Infusionen sind schrittweisedurchzuführen, vorzugsweise mit einer Infusionspumpe.
Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe
Abschnitt 6.6.
Nach Rekonstitution und Verdünnung wird die Lösung als intravenöse Infusion verabreicht. Nur in
Abwesenheit von infusionsbedingten Reaktionen darf die Infusionsgeschwindigkeit während der
Infusion schrittweise erhöht werden (bei infusionsbedingten Reaktionen siehe Abschnitt 4.4). Die
Infusionsgeschwindigkeit und die Infusionsdauer (+/- 5 min) eines jeden Schrittes der Infusion sind in
Tabelle 3 und Tabelle 4 aufgeführt.
Bei der Bestimmung der Infusionsgeschwindigkeit in den Tabellen 3 und 4 ist die Dosis aus dem
Schema zur Dosissteigerung zu verwenden, die entweder in Tabelle 1 (Erwachsene) oder in Tabelle2A (Kinder und Jugendliche) aufgeführt ist.
Tabelle 3: Geschwindigkeit und Dauer der Infusionen bei erwachsenen Patienten
Dosis* Infusionsgeschwindigkeit Ungefähre(mg/kg) Infusionsdauer Infusionsdauer
Schritt 1 Schritt 2 Schritt 3 Schritt 420 ml/h 60 ml/h0,1 n. z. n. z. 35 minüber 20 min über 15 min3,33 ml/h 10 ml/h 20 ml/h 33,33 ml/h0,3 bis 3 220 minüber 20 min über 20 min über 20 min über 160 minh: Stunde; min: Minute; n. z.: nicht zutreffend
* Dosierung aus dem Schema zur Dosiserhöhung in Tabelle 1
Tabelle 4: Geschwindigkeit und Dauer der Infusionen bei Kindern und Jugendlichen
Infusionsgeschwindigkeit Ungefähre
Dosis* Infusionsdauer Infusionsdauer(mg/kg)
Schritt 1 Schritt 2 Schritt 3 Schritt 40,1 mg/kg/h fürdie gesamte0,03 n.z. n.z. n.z. 18 min
Dauer der
Infusion0,1 mg/kg/h ab0,1 n.z. n.z. 35 minüber 20 min 0,3 mg/kg/h0,1 mg/kg/h 0,3 mg/kg/h ab0,3 n.z. 60 minüber 20 min über 20 min 0,6 mg/kg/h0,6 80 min1 0,1 mg/kg/h 0,3 mg/kg/h 0,6 mg/kg/h ab 100 min2 über 20 min über 20 min über 20 min 1 mg/kg/h 160 min3 220 minh: Stunde; min: Minute; n.z.: nicht zutreffend
* Dosierung aus dem Schema zur Dosiserhöhung in Tabelle 2A
Während der Infusion sollte auf Anzeichen und Symptome von infusionsbedingten Reaktionen (IAR;infusion-associated reactions) wie Kopfschmerzen, Urtikaria, Fieber, Übelkeit und Erbrechen sowieandere Anzeichen oder Symptome einer Überempfindlichkeit geachtet werden. Je nach Schweregradder Symptome kann die Infusion bei Bedarf verlangsamt, unterbrochen oder abgebrochen undgeeignete medizinische Maßnahmen können eingeleitet werden.
Bei schwerer Überempfindlichkeitsreaktion und/oder anaphylaktischer Reaktion sollte die Behandlungmit Xenpozyme unverzüglich abgebrochen werden (siehe Abschnitt 4.4).
Am Ende der Infusion (wenn die Spritze oder der Infusionsbeutel leer ist) sollte die Infusionsleitungmit 0,9 % (9 mg/ml) Natriumchlorid-Injektionslösung mit der gleichen Infusionsgeschwindigkeit wieim letzten Teil der Infusion gespült werden.
Heiminfusion während der Erhaltungsphase
Für Patienten, die mit der Erhaltungsdosis behandelt werden und ihre Infusionen gut vertragen, kanneine Heiminfusion unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal in Erwägung gezogen werden. Die
Entscheidung für einen Wechsel der Patienten auf eine Heiminfusion sollte nach Beurteilung und auf
Empfehlung des verschreibenden Arztes erfolgen.
Bei der Verabreichung von Xenpozyme muss eine geeignete medizinische Betreuung, einschließlichin Notfallmaßnahmen geschultes Personal, vorhanden sein. Bei anaphylaktischen oder anderen
Akutreaktionen sind die Infusion von Xenpozyme unverzüglich abzubrechen, geeignete medizinische
Maßnahmen einzuleiten und ein Arzt zu konsultieren. Bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionensollten nachfolgende Infusionen nur in einer Umgebung erfolgen, in der eine Ausrüstung für
Wiederbelebungsmaßnahmen verfügbar ist. Bei der Heiminfusion sollten die Dosis und
Infusionsgeschwindigkeit identisch mit denen sein, die im klinischen Umfeld angewendet wurden unddürfen nicht ohne Anordnung durch den verschreibenden Arzt geändert werden. Bei versäumten
Dosen oder verspäteter Infusion sollte der verschreibende Arzt kontaktiert werden, da nachfolgende
Infusionen möglicherweise in einem überwachten klinischen Umfeld erfolgen müssen.
4.3 Kontraindikationen
Lebensbedrohliche Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktion) gegen Olipudase alfa oder einender in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile (siehe Abschnitt 4.4).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Keine Überwindung der Blut-Hirn-Schranke
Es ist nicht zu erwarten, dass Xenpozyme die Blut-Hirn-Schranke überwindet oder zentralnervöse
Manifestationen der Erkrankung beeinflusst.
Infusionsbedingte Reaktionen (IAR; infusion-associated reactions)
In klinischen Studien traten bei ca. 58 % der mit Xenpozyme behandelten Patienten IAR auf. Zudiesen IAR zählten Überempfindlichkeitsreaktionen und Akute-Phase-Reaktionen (siehe
Abschnitt 4.8). Die häufigsten IAR waren Kopfschmerzen, Urtikaria, Fieber, Übelkeit und Erbrechen(siehe Abschnitt 4.8). IAR traten normalerweise während der Dauer der Infusion bis zu 24 Stundennach Abschluss der Infusion auf.
Schwerwiegende Nebenwirkungen, einschließlich Todesfälle, sind nach Überdosierung während der
Dosissteigerungsphase aufgetreten (siehe Abschnitte 4.2 und 4.9).
Überempfindlichkeit/Anaphylaxie
Von Patienten, die mit Xenpozyme behandelt wurden, sind Überempfindlichkeitsreaktioneneinschließlich Anaphylaxie berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8). In klinischen Studien traten
Überempfindlichkeitsreaktionen bei 7 (17,5 %) Erwachsenen und 9 (45 %) Kindern und Jugendlichenauf, darunter ein pädiatrischer Patient mit Anaphylaxie.
BehandlungDie Patienten sollten während und für einen gemäß klinischer Beurteilung angemessenen Zeitraumnach der Infusion engmaschig überwacht werden. Die Patienten sind über die möglichen Symptomeeiner Überempfindlichkeit/Anaphylaxie aufzuklären und anzuweisen, bei Auftreten von Symptomenunverzüglich medizinische Hilfe aufzusuchen. Die Behandlung der IAR richtet sich nach dem
Schweregrad der Anzeichen und Symptome und kann eine vorübergehende Unterbrechung der
Infusion von Xenpozyme, Senkung der Infusionsgeschwindigkeit und/oder eine geeignetemedizinische Behandlung umfassen.
Bei schwerer Überempfindlichkeit oder Anaphylaxie ist Xenpozyme unverzüglich abzusetzen undeine geeignete medizinische Behandlung einzuleiten. Der Patient, bei dem es in der klinischen Studiezu Anaphylaxie kam, unterzog sich einer individuell angepassten Desensibilisierungstherapie, die esdem Patienten ermöglichte, die langfristige Behandlung mit Xenpozyme in der empfohlenen
Erhaltungsdosis wieder aufzunehmen. Der verschreibende Arzt muss die Risiken und den Nutzen dererneuten Gabe von Xenpozyme nach einer Anaphylaxie oder schweren Überempfindlichkeitsreaktionabwägen. Wird eine erneute Verabreichung von Xenpozyme nach einer Anaphylaxie in Erwägunggezogen, sollte sich der verschreibende Arzt hinsichtlich der erneuten Verabreichung mit dem lokalen
Vertreter von Sanofi beraten. Bei solchen Patienten ist bei der erneuten Verabreichung von
Xenpozyme äußerste Vorsicht geboten und es muss eine geeignete Ausrüstung für
Wiederbelebungsmaßnahmen verfügbar sein.
Bei leichten oder mittelschweren IAR kann die Infusionsgeschwindigkeit verlangsamt oder die
Infusion vorübergehend unterbrochen, die Dauer der einzelnen Schritte bei einer Einzelinfusionverlängert und/oder die Dosis von Xenpozyme verringert werden. Wenn bei einem Patienten eine
Dosisreduktion erforderlich ist, sollte die erneute Dosissteigerung gemäß dem in Tabelle 1 für
Erwachsene und in Tabelle 2A für Kinder und Jugendliche beschriebenen Schema erfolgen (siehe
Abschnitt 4.2).
Patienten können zur Vermeidung oder Verringerung allergischer Reaktionen mit Antihistaminika,
Antipyretika und/oder Glucocorticoiden vorbehandelt werden.
ImmunogenitätBei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen wurden während der klinischen Studienbehandlungsbedingte Antikörper gegen das Arzneimittel (ADA; anti-drug antibody) berichtet (siehe
Abschnitt 4.8). IAR und Überempfindlichkeitsreaktionen können unabhängig von sich entwickelnden
ADA auftreten. Die Mehrheit der IAR und Überempfindlichkeitsreaktionen war von leichter odermittelschwerer Ausprägung und mit klinischen Standardverfahren zu behandeln.
Bei Patienten, bei denen eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion auf Olipudase alfa auftrat, kannein Test auf IgE-ADA in Erwägung gezogen werden.
Auch wenn in den klinischen Studien kein Verlust der Wirksamkeit berichtet wurde, kann ein Test auf
IgG-ADA in Erwägung gezogen werden für den Fall, dass das Ansprechen auf die Therapie nachlässt.
Vorübergehende Erhöhungen der Transaminasewerte
In klinischen Studien wurden vorübergehende Erhöhungen der Transaminasewerte (ALT oder AST)innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Infusion während der Dosissteigerungsphase von
Xenpozyme berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Zum Zeitpunkt der nächsten vorgesehenen Infusion warendiese erhöhten Transaminasewerte im Allgemeinen auf die Werte vor der Infusion von Xenpozymezurückgegangen.
Die Transaminasewerte (ALT und AST) sollten einen Monat vor Einleitung der Xenpozyme-Therapiebestimmt werden (siehe Abschnitt 4.2). Während der Dosissteigerung oder bei Wiederaufnahme der
Behandlung nach versäumten Dosen sollten die Transaminasewerte innerhalb von 72 Stunden vor dernächsten vorgesehenen Xenpozyme-Infusion bestimmt werden. Wenn die Transaminasewerte zu
Beginn bzw. vor einer Infusion während der Dosissteigerung mehr als das 2-Fache der ULN (Upper
Limit of Normal, oberer Grenzwert einer Standardnormalverteilung) betragen, sollten die
Transaminasewerte zusätzlich innerhalb von 72 Stunden nach dem Ende der Infusion bestimmtwerden. Wenn die Transaminasewerte vor Infusionsbeginn über den Ausgangswert hinaus erhöht sindund mehr als das 2-Fache der ULN betragen, kann die Xenpozyme-Dosis in Abhängigkeit vom
Ausmaß der Transaminaseerhöhung angepasst (Wiederholen oder Reduzieren der vorherigen Dosis)oder die Behandlung vorübergehend ausgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Nach Erreichen der empfohlenen Erhaltungsdosis kann die Untersuchung der Transaminasewerte im
Rahmen der routinemäßigen klinischen Behandlung der ASMD erfolgen.
NatriumgehaltDieses Arzneimittel enthält 0,60 mg Natrium pro 4-mg-Durchstechflasche oder 3,02 mg Natrium pro20-mg-Durchstechflasche, entsprechend 0,03 % beziehungsweise 0,15 % der von der WHO für einen
Erwachsenen oder Jugendlichen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der
Nahrung von 2 g und ≤ 0,08 % beziehungsweise ≤ 0,38 % der für ein Kind unter 16 Jahren maximalvertretbaren täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Da es sich bei
Olipudase alfa um ein rekombinantes humanes Protein handelt, sind keine Cytochrom-P450-vermittelten Arzneimittelwechselwirkungen zu erwarten.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen AlterFrauen im gebärfähigen Alter wird geraten, während der Behandlung sowie bei Absetzen von
Xenpozyme bis 14 Tage nach der letzten Dosisgabe, eine wirksame Empfängnisverhütungsmethodeanzuwenden.
SchwangerschaftBisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Olipudase alfa bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Die
Anwendung von Xenpozyme während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, dienicht wirksam verhüten, wird nicht empfohlen, es sei denn, der mögliche Nutzen für die Mutterüberwiegt die möglichen Risiken, einschließlich derer für das ungeborene Kind.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Olipudase alfa in die Muttermilch übergeht. Olipudase alfa wurde in der Milchsäugender Mäuse nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.3). Ein Risiko für Säuglinge kann nichtausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen oder die
Behandlung mit Xenpozyme zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind alsauch der Nutzen der Therapie für die Frau zur berücksichtigen.
FertilitätEs liegen keine Daten zu den Wirkungen von Olipudase alfa auf die männliche und weibliche Fertilitätbeim Menschen vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekteschädliche Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenDa in klinischen Studien von Hypotonie berichtet wurde, kann Xenpozyme geringen Einfluss auf die
Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben (siehe Abschnitt 4.8).
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsSchwerwiegende Nebenwirkungen wurden bei mit Xenpozyme behandelten Patienten berichtet undkamen in Form von Extrasystolen im Kontext einer anamnestisch bekannten Kardiomyopathie beieinem (2,5 %) erwachsenen Patienten und in Form von anaphylaktischer Reaktion, Urtikaria,
Ausschlag, Überempfindlichkeit und erhöhtem Alaninaminotransferasewert bei jeweils einem (5 %)pädiatrischen Patienten vor. Die Inzidenz schwerwiegender IAR aufgrund von Überempfindlichkeitwar bei Kindern und Jugendlichen höher als bei Erwachsenen.
Die am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) waren Kopfschmerzen(31,7 %), Fieber (25 %), Urtikaria (21,7 %), Übelkeit (20 %), Erbrechen (16,7 %),
Abdominalschmerzen (15 %), Myalgie (11,7 %), Pruritus (10 %) und Erhöhung des C-reaktiven
Protein-Werts (10 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie aus 4 klinischen Studien (eine Verträglichkeitsstudie mit erwachsenen Patienten, ASCEND,
ASCEND-Peds und eine Verlängerungsstudie mit Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen)gepoolte Sicherheitsanalyse umfasste insgesamt 60 Patienten (40 Erwachsene sowie 20 Kinder und
Jugendliche), die Xenpozyme in einer Dosis von bis zu 3 mg/kg alle 2 Wochen erhielten.
Nebenwirkungen, die in der gepoolten Sicherheitsanalyse der klinischen Studien berichtet wurden,sind in Tabelle 5 nach Systemorganklasse angegeben, wobei folgende Häufigkeitskategorienverwendet wurden: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100),selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlageder verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 5: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei mit Xenpozyme behandelten Patienten inder gepoolten Analyse der klinischen Studien
Systemorganklasse Häufigkeit
Sehr häufig Häufig
Erkrankungen des Anaphylaxie und
Immunsystems Überempfindlichkeit
Erkrankungen des
KopfschmerzenNervensystems
Okuläre Hyperämie,
AugenerkrankungenAugenbeschwerden, Augenjucken
Herzerkrankungen Palpitationen, Tachykardie
Gefäßerkrankungen Hypotonie, Hitzewallung, Flush
Pharynxödem, pharyngeale
Erkrankungen der
Schwellung, Engegefühl im Hals,
Atemwege, des Brustraums
Giemen, Kehlkopfirritation,und Mediastinums
Dyspnoe, Rachenreizung
Übelkeit, Diarrhö, Schmerzen im Oberbauch,
Erkrankungen des
Abdominalschmerzen, abdominale Beschwerden,
Gastrointestinaltrakts
Erbrechen gastrointestinale Schmerzen
Leber- und
Leberschmerzen
Gallenerkrankungen
Angioödem, fixes Exanthem,
Ausschlag, papulöser Ausschlag,makulöser Ausschlag,
Erkrankungen der Haut und makulopapulöser Ausschlag,
Urtikaria, Pruritusdes Unterhautzellgewebes erythematöser Hautausschlag,juckender Ausschlag,morbilliformer Ausschlag,
Knötchen, Makula, Erythem
Skelettmuskulatur-,
Knochenschmerzen, Arthralgie,
Bindegewebs- und Myalgie
Rückenschmerzen
Knochenerkrankungen
Schmerz, Schüttelfrost, Schmerzenan der Katheterstelle,
Allgemeine Erkrankungenkatheterstellenbedingte Reaktion,und Beschwerden am Fieber
Pruritus an der Katheterstelle,
Verabreichungsort
Schwellung an der Katheterstelle,
Ermüdung, Asthenie
Systemorganklasse Häufigkeit
Sehr häufig Häufig
Erhöhung der
Alaninaminotransferase, Erhöhungder Aspartataminotransferase,
Untersuchungen C-reaktives Protein erhöht Erhöhung des Serum-Ferritin-
Werts, C-reaktives Proteinanormal, Erhöhung der
Körpertemperatur
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenInfusionsbedingte Reaktionen (IAR) einschließlich Überempfindlichkeit/anaphylaktische Reaktionen
IAR wurden bei 55 % der Erwachsenen und bei 65 % der Kinder und Jugendlichen berichtet.
Symptome einer IAR, die am häufigsten bei erwachsenen Patienten berichtet wurden, waren
Kopfschmerzen (22,5 %), Übelkeit (15 %), Urtikaria (12,5 %), Arthralgie (10 %), Myalgie (10 %),
Fieber (10 %), Pruritus (7,5 %), Erbrechen (7,5 %) und Abdominalschmerzen (7,5 %). Symptomeeiner IAR, die am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen berichtet wurden, waren Fieber (40 %),
Urtikaria (35 %), Erbrechen (30 %), Kopfschmerzen (20 %), Übelkeit (20 %) und Ausschlag (15 %).
IAR traten normalerweise während der Dauer der Infusion bis 24 Stunden nach Abschluss der Infusionauf.
IAR in Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeit, einschließlich Anaphylaxie, traten inklinischen Studien bei 26,7 % der Patienten auf, darunter 17,5 % Erwachsene und 45 % Kinder und
Jugendliche. Die am häufigsten berichteten Symptome einer IAR in Zusammenhang mit einer
Überempfindlichkeit waren Urtikaria (20 %), Pruritus (6,7 %), Erythem (6,7 %) und Ausschlag (5 %).
Ein pädiatrischer Patient in den klinischen Studien erlitt eine schwere anaphylaktische Reaktion.
Darüber hinaus kam es außerhalb eines klinischen Studienprogramms bei einem 16 Monate alten undmit Xenpozyme behandelten Patienten mit ASMD Typ A zu 2 anaphylaktischen Reaktionen. Beibeiden Patienten wurden IgE-Antikörper gegen Olipudase alfa nachgewiesen.
Bei 2 Erwachsenen und 3 Kindern und Jugendlichen waren die Symptome der IAR mit
Veränderungen der Laborwerte (z. B. C-reaktives Protein, Ferritin) verbunden, was auf eine Akute-
Phase-Reaktion hinweist.
Erhöhte Transaminasewerte
In den klinischen Studien wurden bei manchen der mit Xenpozyme behandelten Patienten währendder Dosiseskalationsphase vorübergehende Erhöhungen der Transaminasewerte (ALT oder AST)innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach einer Infusion berichtet. Diese erhöhten Werte gingen im
Allgemeinen bis zur nächsten vorgesehenen Infusion auf die Transaminasewerte vor der vorherigen
Infusion zurück.
Insgesamt gingen die mittleren ALT-Werte nach 52-wöchiger Behandlung mit Xenpozyme um 45,9 %und die AST-Werte um 40,2 % im Vergleich zu den Ausgangswerten zurück. Bei erwachsenen
Patienten wiesen alle 16 Patienten mit erhöhten ALT-Werten zu Studienbeginn und 10 von12 Patienten mit erhöhten AST-Werten zu Studienbeginn Werte im Normbereich auf.
ImmunogenitätInsgesamt bildeten 16 von 40 (40 %) erwachsene Patienten und 13 von 20 (65 %) Kindern und
Jugendlichen, die mit Xenpozyme behandelt wurden, während der Behandlung Antikörper gegen das
Arzneimittel (ADA). Die mediane Zeit zur Serokonversion nach der ersten Infusion von Xenpozymebetrug bei Erwachsenen ungefähr 33 Wochen und bei Kindern und Jugendlichen 10 Wochen. Die
Mehrheit der ADA-positiven Patienten (11 von 16 Erwachsenen und 8 von 13 Kindern und
Jugendlichen) zeigten ein geringfügiges ADA-Ansprechen (≤ 400) oder wurden wieder ADA-negativ.
Vier der 16 erwachsenen ADA-positiven Patienten und 5 der 13 ADA-positiven Kinder und
Jugendlichen hatten neutralisierende Antikörper, welche die Aktivität von Olipudase alfa hemmten.
Sechs Patienten bildeten einmalig neutralisierende Antikörper und 3 Patienten zeigten einunregelmäßiges Ansprechen. Ein pädiatrischer Patient zeigte ein durch die Behandlung verstärktes
ADA-Ansprechen. Bei einem pädiatrischen Patienten kam es zu einer anaphylaktischen Reaktion undder Bildung von IgE-ADA sowie IgG-ADA mit einem Spitzentiter von 1.600.
Es wurden keine Auswirkungen von ADA auf die Pharmakokinetik und Wirksamkeit von Xenpozymebei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen beobachtet. Bei Patienten, die behandlungsbedingte
ADA bildeten, traten bei einem größeren Anteil behandlungsbedingte IAR (einschließlich
Überempfindlichkeitsreaktionen) auf als bei Patienten ohne behandlungsbedingte ADA (75,9 % vs.
41,9 %).
Kinder und JugendlicheAbgesehen von einer höheren Inzidenz von IAR in Zusammenhang mit einer Überempfindlichkeit bei
Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen war das Sicherheitsprofil von Xenpozymebei Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen ähnlich.
Langzeitanwendung
Insgesamt war das Muster der Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen sowie Kindern und
Jugendlichen bei der Langzeitanwendung beobachtet wurden, ähnlich dem im ersten Jahr der
Behandlung.Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Fälle einer Xenpozyme-Überdosierung wurden bei Kindern und Jugendlichen während der
Dosissteigerung berichtet. Bei einigen dieser Patienten traten innerhalb von 24 Stunden nach
Behandlungsbeginn schwerwiegende Nebenwirkungen auf, darunter auch Todesfälle. Zu denwichtigsten klinischen Befunden gehörten Atemstillstand, Hypotonie, deutlich erhöhte Werte bei
Leberfunktionstests und gastrointestinale Blutungen.
Es ist kein spezifisches Antidot bei einer Überdosierung von Xenpozyme bekannt. Im Falle einer
Überdosierung muss die Infusion sofort gestoppt und der Patient in einem Krankenhaus engmaschigauf die Entwicklung von IARs, einschließlich Akute-Phase-Reaktionen, überwacht werden. Zur
Behandlung von Nebenwirkungen siehe Abschnitte 4.4 und 4.8.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel für das alimentäre System und den Stoffwechsel,
Enzyme. ATC-Code: A16AB25
WirkmechanismusOlipudase alfa ist eine rekombinante, humane, saure Sphingomyelinase, die die Anreicherung von
Sphingomyelin (SM) in den Organen von Patienten mit einem Mangel an saurer Sphingomyelinase(ASMD) reduziert.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit von Xenpozyme wurde in 3 klinischen Studien (ASCEND bei erwachsenen
Patienten, ASCEND-Peds bei pädiatrischen Patienten und eine Verlängerungsstudie bei erwachsenenund pädiatrischen Patienten) an insgesamt 61 Patienten mit ASMD untersucht.
Klinische Studie bei erwachsenen Patienten
Die Studie ASCEND ist eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studieder Phase II/III mit wiederholter Dosisgabe bei erwachsenen Patienten mit ASMD Typ A/B und B.
Insgesamt 36 Patienten wurden randomisiert im Verhältnis 1:1 einer Behandlung mit Xenpozyme oder
Placebo zugewiesen. Die Behandlung wurde in beiden Gruppen als intravenöse Infusion einmal alle2 Wochen verabreicht. Bei Patienten, die Xenpozyme erhielten, wurde die Dosis von 0,1 mg/kg aufeine Zieldosis von 3 mg/kg erhöht. Die Studie wurde in 2 aufeinanderfolgende Phasen eingeteilt: einerandomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Phase zur Primäranalyse bis Woche 52, an die eineverlängerte Behandlungsphase von bis zu 4 Jahren anschloss.
Patienten, die in der Phase zur Primäranalyse in den Placeboarm randomisiert wurden, wechselten inder Verlängerungsphase auf die aktive Behandlung und wurden auf die Zieldosis von 3 mg/kgauftitriert, während die Patienten im ursprünglichen Xenpozyme-Arm die Behandlung fortsetzten.
Patienten, die in die Studie aufgenommen wurden, hatten eine Diffusionskapazität der Lunge für
Kohlenmonoxid (DLCO) ≤ 70 % des Sollwerts, ein Milzvolumen von ≥ 6-Fachen der Norm gemäß
Magnetresonanztomografie (MRT) und Werte von ≥ 5 auf der Splenomegalie-bezogenen Skala (SRS).
Insgesamt waren die demografischen und krankheitsspezifischen Merkmale zu Studienbeginn bei denbeiden Behandlungsgruppen ähnlich. Das mediane Patientenalter betrug 30 Jahre (Spanne:
18-66 Jahre). Das mittlere (Standardabweichung, SD) Alter zum Zeitpunkt der ASMD-Diagnosebetrug 18 (18,4) Jahre. Zu Studienbeginn waren bei 9 von 36 erwachsenen Patienten (25 %)neurologische Manifestationen zu erkennen, die mit der klinischen Diagnose ASMD Typ A/Bübereinstimmten. Die anderen 27 Patienten wiesen eine klinische Diagnose auf, die mit ASMD Typ Bübereinstimmte.
Diese Studie beinhaltete zwei voneinander getrennte primäre Wirksamkeitsendpunkte: die prozentuale
Veränderung der DLCO des Sollwerts und des Milzvolumens (MN; multiples of normal) gemäß MRTzwischen Studienbeginn und Woche 52.
Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte waren die prozentuale Veränderung des Lebervolumens (MN) undder Thrombozytenzahl zwischen Studienbeginn und Woche 52. Pharmakodynamische Parameter(Ceramid-Wert und Lyso-Sphingomyelin [eine deacetylierte Form von SM]-Wert) wurden ebenfallsbeurteilt.
In der Xenpozyme-Gruppe wurden in der 52-wöchigen Phase zur Primäranalyse im Vergleich zur
Placebogruppe Verbesserungen bei der mittleren prozentualen Veränderung der DLCO (% des
Sollwerts) (p = 0,0004) und dem Milzvolumen (p < 0,0001) sowie dem mittleren Lebervolumen(p < 0,0001) und der Thrombozytenzahl (p = 0,0185) beobachtet. In Woche 26 der Behandlung, demersten Zeitpunkt der Endpunktbeurteilung nach Dosisgabe, wurde eine signifikante Verbesserung dermittleren prozentualen Veränderung der DLCO (% des Sollwerts), des Milzvolumens, des
Lebervolumens und der Thrombozytenzahl festgestellt.
Die Ergebnisse der Phase zur Primäranalyse bis Woche 52 sind in Tabelle 6 aufgeführt.
Tabelle 6: Mittelwerte (SD) der Wirksamkeitsendpunkte zu Studienbeginn und adjustierte
Mittelwerte (SE) der prozentualen Veränderung vom Studienbeginn bis Woche 52
Placebo Xenpozyme Differenz p-Wert*(N = 18) (N = 18) [95%-KI]
Primäre Endpunkte
Mittlere DLCO bei Studienbeginn 48,5 (10,8) 49,4 (11,0) n. z. n. z.
(in % des Sollwerts)
Veränderung der DL
CO des
Sollwerts vom Studienbeginn bis 3 (3,4) 22 (3,3) 19 (4,8) 0,0004
Woche 52 (%) [9,3; 28,7]
Mittleres Milzvolumen zu 11,2 (3,8) 11,7 (4,9) n. z. n. z.
Studienbeginn (MN)
Veränderung des Milzvolumens 0,5 (2,5) -39,4 (2,4) -39,9 (3,5) < 0,0001vom Studienbeginn bis Woche 52 [-47,1; -32,8](%)
Sekundäre Endpunkte
Mittleres Lebervolumen zu 1,6 (0,5) 1,4 (0,3) n. z. n. z.
Studienbeginn (MN)
Veränderung des Lebervolumens -1,5 (2,5) -28,1 (2,5) -26,6 (3,6) < 0,0001vom Studienbeginn bis Woche 52 [-33,9; -19,3](%)
Mittlere Thrombozytenzahl zu 115,6 (36,3) 107,2 (26,9) n. z. n. z.
Studienbeginn (109/l)
Veränderung der
Thrombozytenzahl vom 2,5 (4,2) 16,8 (4,0) +14,3 (5,8) 0,0185
Studienbeginn bis Woche 52 (%) [2,6; 26,1]
* Statistisch signifikant nach Korrektur für multiples Testenn. z.: nicht zutreffend
Zusätzlich ging Lyso-Sphingomyelin, das im Plasma von ASMD-Patienten erheblich erhöht vorliegt,signifikant zurück, was eine Abnahme des Sphingomyelingehalts in den Geweben widerspiegelt. Dieadjustierten Mittelwerte der prozentualen Veränderung zwischen Studienbeginn und Woche 52(Standardfehler, SE) betrugen beim Lyso-Sphingomyelin-Plasmaspiegel vor der Infusion in der
Behandlungsgruppe unter Xenpozyme -77,7 % (3,9) und in der Placebogruppe -5,0 % (4,2). Derhistopathologisch beurteilte Sphingomyelingehalt in der Leber nahm zwischen Studienbeginn und
Woche 52 in der Behandlungsgruppe unter Xenpozyme um 92,0 % (SE: 8,1) (verglichen mit +10,3 %[SE: 7,8] in der Placebogruppe) ab.
Siebzehn von 18 Patienten, die zuvor Placebo erhielten, und 18 von 18 Patienten, die zuvor in der
Phase zur Primäranalyse 52 Wochen lang mit Xenpozyme behandelt wurden, begannen eine bis zu 4-jährige Behandlung mit Xenpozyme bzw. setzten diese bis zu 4 Jahre lang fort. Die anhaltenden
Auswirkungen von Xenpozyme auf die Wirksamkeitsendpunkte bis Woche 104 sind in den
Abbildungen 1 und 2 sowie Tabelle 7 aufgeführt.
Abbildung 1: Darstellung der adjustierten Mittelwerte und 95%-Konfidenzintervalle derprozentualen Veränderung der DLCO des Sollwerts vom Studienbeginn bis Woche 104- mITT-Population
Die senkrechten Balken stellen die 95%-KI der adjustierten Mittelwerte dar.
Adjustierte Mittelwerte und 95%-KI gemäß einem gemischten Modell mit wiederholten Messungen(MMRM; mixed model repeated measures) für die Daten bis zu Woche 104.
Die Patienten der ursprünglichen Placebogruppe erhielten bis Woche 52 Placebo und wechseltendanach zu Xenpozyme.
Abbildung 2: Darstellung der adjustierten Mittelwerte und 95%-Konfidenzintervalle der
Veränderung des Milzvolumens (in MN) vom Studienbeginn bis Woche 104 - mITT-
Population
Die senkrechten Balken stellen die 95%-KI der adjustierten Mittelwerte dar.
Adjustierte Mittelwerte und 95%-KI gemäß einem gemischten Modell mit wiederholten Messungen(MMRM) für die Daten bis zu Woche 104.
Die Patienten der ursprünglichen Placebogruppe erhielten bis Woche 52 Placebo und wechseltendanach zu Xenpozyme.
Tabelle 7: Adjustierte Mittelwerte der prozentualen Veränderung (SE) zwischen Studienbeginnund Woche 104 des Lebervolumens (in MN) und der Thrombozytenzahl (109/l) bei mit
Xenpozyme behandelten Patienten nach 104 Wochen
Vorherige Olipudase-alfa-Gruppe
Woche 52 (Beginn Woche 104verlängerte
Behandlungsphase)
N 17 14
Prozentuale Veränderung des -27,8 (2,5) -33,4 (2,2)
Lebervolumens (SD)
N 18 13
Prozentuale Veränderung der 16,6 (4,0) 24,9 (6,9)
Thrombozytenzahl (SD)
N: Anzahl Patienten
Verlängerungsstudie bei erwachsenen Patienten
Fünf erwachsene Patienten, die an einer unverblindeten Dosissteigerungsstudie mit ASMD-Patiententeilnahmen, setzten die Behandlung in einer unverblindeten Verlängerungsstudie fort und erhielten
Xenpozyme für eine Dauer von bis zu > 7 Jahren.
Im Studienverlauf wurden bei Erwachsenen anhaltende Verbesserungen der DLCO (% des Sollwerts),des Milz- und Lebervolumens sowie der Thrombozytenzahl im Vergleich zum Ausgangswertfestgestellt (siehe Tabelle 8).
Tabelle 8: Mittlere prozentuale Veränderung (SD) der Wirksamkeitsparameter zwischen
Studienbeginn und Monat 78
Monat 78(N=5)
Prozentuale Veränderung der DLCO (% des Sollwerts) (SD) 55,3 % (48,1)
Prozentuale Veränderung des Milzvolumens (SD) -59,5 % (4,7)
Prozentuale Veränderung des Lebervolumens (SD) -43,7 % (16,7)
Prozentuale Veränderung der Thrombozytenzahl (SD) 38,5 % (14,7)
N: Anzahl Patienten
Kinder und JugendlicheDie Studie ASCEND-Peds (klinische Studie der Phase I/II) ist eine multizentrische, unverblindete
Studie mit wiederholter Verabreichung zur Untersuchung der Sicherheit und Verträglichkeit der Gabevon Xenpozyme über 64 Wochen bei pädiatrischen Patienten < 18 Jahren mit ASMD (Typ A/B und
B). Darüber hinaus wurden in Woche 52 exploratorische Wirksamkeitsendpunkte in Bezug auf
Organomegalie, Lungen- und Leberfunktion sowie Längenwachstum beurteilt.
Bei insgesamt 20 Patienten (4 Jugendliche im Alter von 12 bis < 18 Jahren, 9 Kinder im Alter von 6bis < 12 Jahren und 7 Kleinkinder/Kinder im Alter von < 6 Jahren) wurde die Xenpozyme-Dosis im
Rahmen eines Dosissteigerungsregimes von 0,03 mg/kg auf eine Zieldosis von 3 mg/kg erhöht. Die
Behandlung wurde bis zu 64 Wochen lang als intravenöse Infusion einmal alle 2 Wochen verabreicht.
Die in die Studie aufgenommenen Patienten hatten ein Milzvolumen von ≥ 5-Fachen der Norm gemäß
MRT. Die Patienten waren über alle Altersgruppen von 1,5 bis 17,5 Jahren verteilt und beide
Geschlechter waren gleichermaßen vertreten. Das mittlere (SD) Alter zum Zeitpunkt der ASMD-
Diagnose betrug 2,5 (2,5) Jahre. Zu Studienbeginn waren bei 8 von 20 pädiatrischen Patienten (40 %)neurologische Manifestationen zu erkennen, die mit der klinischen Diagnose ASMD Typ A/Bübereinstimmten. Die anderen 12 Patienten wiesen eine klinische Diagnose auf, die mit ASMD Typ Bübereinstimmte.
Die Behandlung mit Xenpozyme führte in Woche 52 zu Verbesserungen bei der mittlerenprozentualen Veränderung der DLCO des Sollwerts (in %), des Milz- und Lebervolumens, der
Thrombozytenzahl und der Entwicklung des Längenwachstums (laut Z-Scores für Körpergröße) im
Vergleich zum Studienbeginn (siehe Tabelle 9).
Tabelle 9: Mittelwerte (SD) der Wirksamkeitsparameter und adjustierte Mittelwerte (SE) derprozentualen Veränderung vom Studienbeginn bis Woche 52 (alle Alterskohorten)
Ausgangswert Woche 52(N = 20) (N = 20)
Mittlere DLCO in % des Sollwerts (SD) 54,8 (14,2) 71,7 (14,8)
Veränderung der DLCO* des Sollwerts (%) 32,9 (8,3)95%-KI 13,4; 52,5
Mittleres Milzvolumen (in MN) (SD) 19,0 (8,8) 9,3 (3,9)
Veränderung des Milzvolumens (in MN) (%) -49,2 (2,0)95%-KI -53,4; -45,0
Mittleres Lebervolumen (in MN) (SD) 2,7 (0,7) 1,5 (0,3)
Veränderung des Lebervolumens (in MN) (%) -40,6 (1,7)95%-KI -44,1; -37,1
Mittlere Thrombozytenzahl [109/l] (SD) 137,7 (62,3) 173,6 (60,5)
Veränderung der Thrombozytenzahl (%) 34,0 (7,6)95%-KI 17,9; 50,1
Mittlere Körpergröße als Z-Scores (SD) -2,1 (0,8) -1,6 (0,8)
Veränderung der Z-Scores der Körpergröße (SD)* 0,6 (0,4)95%-KI 0,38; 0,73
*Die DLCO wurde bei 9 pädiatrischen Patienten im Alter von ≥ 5 Jahren untersucht, bei denen der Testdurchgeführt werden konnte. Die Veränderung der Körpergröße (Z-Score) wurde bei 19 pädiatrischen
Patienten untersucht.
Zusätzlich waren die adjustierten Mittelwerte der Plasmaspiegel von Ceramid bzw. Lyso-
Sphingomyelin vor der Infusion nach 52 Wochen Behandlung im Vergleich zum Ausgangswert um57 % (SE: 5,1) bzw. 87,2 % (SE: 1,3) vermindert.
Die Wirkungen von Xenpozyme auf Milz- und Lebervolumina sowie Thrombozytenzahl und die
Körpergröße (Z-Scores) wurden bei allen in die Studie eingeschlossenen pädiatrischen Alterskohortenbeobachtet.
Verlängerungsstudie bei pädiatrischen Patienten
Zwanzig pädiatrische Patienten, die an der ASCEND-Peds-Studie teilnahmen, setzten die Behandlungin einer unverblindeten Verlängerungsstudie fort und erhielten Xenpozyme bis zu > 5 Jahre.
Im Studienverlauf wurden bei pädiatrischen Patienten anhaltende Verbesserungen der
Wirksamkeitsparameter (DLCO (% des Sollwerts), Milz- und Lebervolumen, Thrombozytenzahlen,
Körpergröße (Z-Scores) und Knochenalter) bis Monat 48 beobachtet (siehe Tabelle 10).
Tabelle 10: Mittlere prozentuale Veränderung oder Veränderung (SD) zwischen Studienbeginnund Monat 48 (alle Alterskohorten) der Wirksamkeitsparameter
Monat 48n 5
Prozentuale Veränderung der DLCO (% des Sollwerts) (SD) 60,3 (58,5)n 7
Prozentuale Veränderung des Milzvolumens (SD) -69,1 (4,1)n 7
Prozentuale Veränderung des Lebervolumens (SD) -55,4 (11,0)n 5
Prozentuale Veränderung der Thrombozytenzahl (SD) 35,8 (42,4)n 5
Veränderung der Körpergröße (Z-Scores) (SD) 2,3 (0,8)n 7
Veränderung des Knochenalters (Monate) (SD) 18,5 (19,0)n: Anzahl Patienten
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Xenpozyme eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei der
Behandlung des Mangels an saurer Sphingomyelinase gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bez. Informationenzur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die Pharmakokinetik von Olipudase alfa wurde bei 49 erwachsenen Patienten mit ASMD aus allenklinischen Studien untersucht, die eine oder mehrere Dosen erhalten hatten. Bei der Dosis von3 mg/kg einmal alle 2 Wochen betrugen die mittlere (prozentualer Variationskoeffizient, % VK)
Spitzenkonzentration (Cmax) und die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve über ein
Dosierungsintervall (AUC0-τ) im Steady State 30,2 µg/ml (17 %) bzw. 607 µg·h/ml (20 %).
ResorptionEs erfolgt keine Resorption, da Xenpozyme intravenös angewendet wird.
VerteilungDas geschätzte mittlere (% VK) Verteilungsvolumen von Olipudase alfa beträgt 13,1 l (18 %).
BiotransformationOlipudase alfa ist ein rekombinantes humanes Enzym und wird vermutlich proteolytisch zu kleinen
Peptiden und Aminosäuren abgebaut.
EliminationDie mittlere (% VK) Clearance von Olipudase alfa beträgt 0,331 l/h (22 %). Die mittlere terminale
Halbwertszeit (t1/2) reichte von 31,9 bis 37,6 Stunden.
Linearität/Nichtlinearität
Olipudase alfa zeigte über den Dosisbereich von 0,03 bis 3 mg/kg eine lineare Pharmakokinetik. Nacheinem Schema der Dosiserhöhung von 0,1 mg/kg bis zur Erhaltungsdosis von 3 mg/kg einmal alle2 Wochen war die Akkumulation von Olipudase alfa im Plasma minimal.
Besondere PatientengruppenEs gab keine klinisch bedeutsamen geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Pharmakokinetik von
Olipudase alfa.
Populationspharmakokinetische Analysen deuteten darauf hin, dass die Exposition bei asiatischen(n = 2) Patienten und Patienten anderer Ethnien (n = 2) innerhalb des Expositionsbereichs lagen, derbei kaukasischen Patienten beobachtet wurde.
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre alt)Populationspharmakokinetische Analysen wiesen auf keinen Unterschied bei der Exposition vonälteren Patienten hin (in den klinischen Studien zu Xenpozyme waren nur 2 Patienten im Alterzwischen 65 und 75 Jahren eingeschlossen).
Kinder und JugendlicheDie Pharmakokinetik von Olipudase alfa wurde bei 20 pädiatrischen Patienten, darunter 4 Jugendliche,9 Kinder und 7 Kinder/Kleinkinder, beurteilt (Tabelle 11). Die Exposition gegenüber Olipudase alfawar bei pädiatrischen Patienten geringer als bei erwachsenen Patienten. Diese Unterschiede wurdenjedoch nicht als klinisch bedeutsam erachtet.
Tabelle 11: Mittelwerte (%VK) pharmakokinetischer Parameter von Olipudase alfa nach Gabevon 3 mg/kg alle 2 Wochen bei Jugendlichen, Kindern und Kindern/Kleinkindern mit ASMD
Altersgruppe Alter (Jahre) Cmax (µg/ml) AUC0-τ (µg·h/ml)
Jugendliche (n = 4) 12 < 18 27,5 (8) 529 (7)
Kinder (n = 9) 6 < 12 24,0 (10) 450 (15)
Kinder/Kleinkinder < 6 22,8 (8) 403 (11)(n = 7)
Beschreibende Statistik der Post-hoc-Schätzer der Exposition im Steady State mithilfe derpopulationspharmakokinetischen Analyse.
AUC0-τ: Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve über ein Dosierungsintervall; Cmax:
maximale Plasmakonzentration; n: Anzahl der Patienten.
Eingeschränkte LeberfunktionOlipudase alfa ist ein rekombinantes Protein und wird vermutlich proteolytisch abgebaut. Daher istnicht zu erwarten, dass eine Leberfunktionsstörung die Pharmakokinetik von Olipudase alfabeeinflusst.
Eingeschränkte NierenfunktionVier Patienten (11,1 %) mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion (60 ml/min ≤ Kreatinin-Clearance< 90 ml/min) wurden in die ASCEND-Studie aufgenommen. Die Pharmakokinetik von Olipudase alfazeigte bei Patienten mit leichter Nierenfunktionsstörung keine klinisch bedeutsamen Unterschiede. Die
Auswirkungen einer mittelschweren bis schweren Nierenfunktionsstörung auf die Pharmakokinetikvon Olipudase alfa sind nicht bekannt. Es ist nicht zu erwarten, dass Olipudase alfa über die Nierenausgeschieden wird. Daher ist nicht zu erwarten, dass eine Nierenfunktionsstörung die
Pharmakokinetik von Olipudase alfa beeinflusst.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei einmaliger
Gabe und Toxizität bei wiederholter Gabe, die an Wildtyp-Tieren (Mäusen, Ratten, Kaninchen,
Hunden und Affen) durchgeführt wurden, lassen die präklinischen Daten bei Dosen, welche die fürden Menschen empfohlene maximale Dosis (MRHD) um das 10-Fache überschreiten, keinebesonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Studien zur Beurteilung der Mutagenität und deskanzerogenen Potenzials von Olipudase alfa wurden nicht durchgeführt.
Bei Knockout-Mäusen für die saure Sphingomyelinase (ASMKO-Mäuse, ein Tiermodell für die
ASMD) trat nach Verabreichung von Einzeldosen von Olipudase alfa in Form von intravenöser
Bolusinjektion, die ≥ 3,3-mal höher waren als die MRHD, Mortalität auf. Allerdings zeigen Studienzur Toxizität bei wiederholter Gabe, dass die Verabreichung von Olipudase alfa über ein Schema zur
Dosissteigerung zu keiner substanzbezogenen Mortalität führte und den Schweregrad anderer
Toxizitätsbefunde reduzierte, und zwar bis zur höchsten getesteten Dosis, die 10-mal höher war als die
MRHD.
Bei trächtigen Mäusen, die täglich mit Olipudase alfa in einer Dosierung behandelt wurden, die geringerwar als die Exposition beim Menschen unter der empfohlenen therapeutischen Erhaltungsdosis und
Anwendungshäufigkeit, wurde eine erhöhte Anzahl von Exenzephalie beobachtet. Diese Inzidenz wargeringfügig höher als die aus früheren Kontrolldaten. Die Relevanz dieser Beobachtung für den
Menschen ist nicht bekannt. Die tägliche intravenöse Anwendung von Olipudase alfa bei trächtigen
Kaninchen führte in Dosierungen, die die Exposition beim Menschen in der empfohlenentherapeutischen Dosierung und Häufigkeit signifikant überstiegen, nicht zu fötalen Fehlbildungen oder
Abweichungen.
Bei Mäusen, denen am 7. postpartalen Tag 3 mg/kg Olipudase alfa verabreicht wurde, wurde Olipudasealfa 2 Tage nach der Verabreichung in der Milch nachgewiesen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Methionin
Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O
Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O
Saccharose
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
Ungeöffnete Durchstechflaschen60 Monate.
Rekonstituiertes Arzneimittel
Die chemische, physikalische und mikrobiologische Haltbarkeit nach Anbruch und Rekonstitution mitsterilem Wasser für Injektionszwecke wurde für bis zu 24 Stunden bei 2°C - 8°C oder 6 Stunden bei
Raumtemperatur (bis zu 25°C) nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das rekonstituierte Arzneimittel sofort verwendet werden. Falls die
Verdünnung nicht sofort erfolgt, ist der Anwender für die Lagerungsdauer und -bedingungen nach
Anbruch verantwortlich, welche normalerweise 24 Stunden bei 2°C - 8°C nicht überschreiten sollten.
Verdünntes ArzneimittelDie chemische, physikalische und mikrobiologische Haltbarkeit nach Verdünnung mit 0,9% (9 mg/ml)
Natriumchlorid-Injektionslösung auf 0,1 mg/ml bis 3,5 mg/ml wurde für 24 Stunden bei 2°C - 8°C
und bis zu 12 Stunden (einschließlich Infusionsdauer) bei Aufbewahrung bei Raumtemperatur (bis zu25°C) nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das verdünnte Arzneimittel sofort verwendet werden. Falls es nachder Verdünnung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Lagerungsdauer und -bedingungen nach Anbruch verantwortlich, welche normalerweise 24 Stunden bei 2°C - 8°C, gefolgtvon 12 Stunden (einschließlich Infusionsdauer) bei Raumtemperatur (bis zu 25°C) nicht überschreitensollten.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C).
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe
Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Xenpozyme 4 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung4 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung in einer 5-ml-Durchstechflasche(Typ-I-Glas) mit silikonisiertem Lyophilisierungsstopfen aus Chlorbutylelastomer und
Aluminiumversiegelung mit Flip-off-Schutzkappe aus Kunststoff.
Jede Packung enthält 1, 5 oder 10 Durchstechflaschen. Es werden möglicherweise nicht alle
Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Xenpozyme 20 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung20 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung in einer20-ml-Durchstechflasche (Typ-I-Glas) mit silikonisiertem Lyophilisierungsstopfen aus
Chlorbutylelastomer und Aluminiumversiegelung mit Flip-off-Schutzkappe aus Kunststoff.
Jede Packung enthält 1, 5, 10 oder 25 Durchstechflaschen. Es werden möglicherweise nicht alle
Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungDie Durchstechflaschen sind nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt.
Die Infusionen sind schrittweise und vorzugsweise mit einer Infusionspumpe durchzuführen.
Zubereitung der Infusionslösung gemäß Dosierung
Das Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss mit sterilem Wasser für
Injektionszwecke rekonstituiert, mit 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-Injektionslösung verdünnt unddann mittels intravenöser Infusion verabreicht werden.
Rekonstitution und Verdünnung müssen unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Bei der Zubereitungder Infusionslösung dürfen zu keiner Zeit Filtervorrichtungen verwendet werden. Bei der
Rekonstitution und Verdünnung ist Schaumbildung zu vermeiden.
1) Anzahl der zu rekonstituierenden Durchstechflaschen auf Grundlage des individuellen
Patientengewichts und der verschriebenen Dosis bestimmen.
Patientengewicht (kg) × Dosis (mg/kg) = Patientendosis (in mg). Zum Beispiel bei der
Verwendung von 20-mg-Durchstechflaschen: Patientendosis (in mg) geteilt durch20 mg/Durchstechflasche = Anzahl der zu rekonstituierenden Durchstechflaschen. Wenn die
Anzahl an Durchstechflaschen einen Bruchteil enthält, zur nächsten ganzen Zahl aufrunden.
2) Erforderliche Anzahl an Durchstechflaschen aus dem Kühlschrank nehmen und ungefähr 20 bis30 Minuten beiseitestellen, damit sie Raumtemperatur annehmen können.
3) Jede Durchstechflasche rekonstituieren, indem1,1 ml steriles Wasser für Injektionszwecke in eine 4-mg-Durchstechflasche5,1 ml steriles Wasser für Injektionszwecke in eine 20-mg-Durchstechflaschemit langsamer, tropfenweiser Zuführung an der Innenseite der Durchstechflasche gegeben wird.
4) Jede Durchstechflasche schräg halten und vorsichtig hin- und herrollen. Jede Durchstechflascheergibt eine klare, farblose Lösung mit einer Konzentration von 4 mg/ml.
5) Rekonstituierte Lösung in den Durchstechflaschen visuell auf Partikel und Verfärbung prüfen.
Die Xenpozyme-Lösung muss klar und farblos sein. Durchstechflaschen mitlichtundurchlässigen Partikeln oder Verfärbungen dürfen nicht verwendet werden.
6) Das der verschriebenen Dosis entsprechende Volumen der rekonstituierten Lösung aus dergeeigneten Anzahl an Durchstechflaschen entnehmen und mit 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-
Injektionslösung je nach Infusionsvolumen in einer Spritze oder einem Infusionsbeutelverdünnen (siehe Tabelle 12 für empfohlenes Gesamtvolumen der Infusion abhängig vom Alterund/oder Gewicht des Patienten).
Tabelle 12: Empfohlene Volumina für die Infusion
Körpergewicht Körpergewicht Körpergewicht Erwachsene≥ 3 kg bis < 10 kg ≥ 10 kg bis < 20 kg ≥ 20 kg (Kinder und Patienten
Jugendliche (≥ 18 Jahre)< 18 Jahre)
Dosis Gesamtvolumen der Gesamtvolumen der Gesamtvolumen der Gesamtvolumen der(mg/kg) Infusion (ml) Infusion (ml) Infusion (ml) Infusion (ml)0,03 Variables Volumen Variables Volumen 5 n. z.
abhängig vom abhängig vom
Körpergewicht Körpergewicht0,1 Variables Volumen 5 10 20abhängig vom
Körpergewicht0,3 5 10 20 1000,6 10 20 50 1001 20 50 100 1002 50 75 200 1003 50 100 250 100
* Variable Infusionsendvolumina nach Körpergewicht bei Kindern und Jugendlichen (siehe
Tabelle 12):
- Infusionslösung mit 0,1 mg/ml zubereiten, indem 0,25 ml (1 mg) der in Schritt 3)rekonstituierten Lösung und 9,75 ml 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-Injektionslösung ineiner leeren 10-ml-Spritze gemischt werden.
- Erforderliches Volumen (ml) für die Patientendosis (mg) berechnen.
Beispiel: 0,3 mg ÷ 0,1 mg/ml = 3 ml
* Anweisungen zur Verdünnung für ein Gesamtvolumen zwischen 5 und 20 ml mit einer
Spritze:
- Das erforderliche Volumen der rekonstituierten Lösung langsam an der Innenseite derleeren Spritze abgeben.
- Langsam eine ausreichende Menge an 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-Injektionslösungzugeben, um das erforderliche Gesamtinfusionsvolumen zu erhalten (Schaumbildung inder Spritze vermeiden).
* Anweisungen zur Verdünnung für ein Gesamtvolumen ab 50 ml mit einem
Infusionsbeutel:
- Leerer Infusionsbeutel:
o Das erforderliche Volumen der rekonstituierten Lösung aus Schritt 3) langsam inden sterilen Infusionsbeutel geeigneter Größe geben.
o Langsam eine ausreichende Menge an 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-
Injektionslösung zugeben, um das erforderliche Gesamtinfusionsvolumen zuerhalten (Schaumbildung im Beutel vermeiden).
- Vorgefüllter Infusionsbeutel:
o Aus dem mit 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-Injektionslösung vorgefüllten
Infusionsbeutel ein entsprechendes Volumen der Natriumchlorid-Injektionslösungentnehmen, um ein Endvolumen wie in Tabelle 12 angegeben zu erhalten.
o Langsam das erforderliche Volumen der rekonstituierten Lösung aus Schritt 3) inden Infusionsbeutel geben (Schaumbildung im Beutel vermeiden).
7) Spritze oder Infusionsbeutel zum Mischen vorsichtig umdrehen. Nicht schütteln. Da es sichhierbei um eine Proteinlösung handelt, tritt nach dem Verdünnen gelegentlich eine leichte
Ausflockung (beschrieben als dünne, transparente Fäden) auf.
8) Die verdünnte Lösung muss bei der Verabreichung durch einen 0,2-µm-Inline-Leitungsfilter mitgeringer Proteinbindung gefiltert werden.
9) Nach Abschluss der Infusion sollte die Infusionsleitung mit 0,9% (9 mg/ml) Natriumchlorid-
Injektionslösung mit der gleichen Infusionsgeschwindigkeit wie im letzten Teil der Infusiongespült werden.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Sanofi B.V.
Paasheuvelweg 251105 BP Amsterdam
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/22/1659/001
EU/1/22/1659/002
EU/1/22/1659/003
EU/1/22/1659/004
EU/1/22/1659/005
EU/1/22/1659/006
EU/1/22/1659/007
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 24. Juni 2022
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.