Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels WAKIX 18mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Wakix 4,5 mg Filmtabletten
Wakix 18 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Wakix 4,5 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält Pitolisanthydrochlorid, entsprechend 4,45 mg Pitolisant.
Wakix 18 mg Filmtabletten
Jede Filmtablette enthält Pitolisanthydrochlorid, entsprechend 17,8 mg Pitolisant.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette)
Wakix 4,5 mg Filmtabletten
Weiße, runde, bikonvexe Filmtablette mit einem Durchmesser von 3,7 mm und der Kennzeichnung'5“ auf einer Seite.
Wakix 18 mg Filmtabletten
Weiße, runde, bikonvexe Filmtablette mit einem Durchmesser von 7,5 mm und der Kennzeichnung'20“ auf einer Seite.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Wakix wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab einem Alter von 6 Jahren zur
Behandlung der Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie (siehe auch Abschnitt 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung sollte von einem Arzt eingeleitet werden, der Erfahrung in der Behandlung von
Schlafstörungen hat.
DosierungErwachseneWakix sollte in Abhängigkeit vom individuellen Ansprechen des Patienten und der individuellen
Verträglichkeit in der niedrigsten wirksamen Dosis, gemäß nachstehendem Dosissteigerungsschemaangewendet werden. Eine Dosis von 36 mg/Tag sollte nicht überschritten werden:
- Woche 1: Anfangsdosis von 9 mg (zwei 4,5 mg Tabletten) pro Tag.
- Woche 2: Die Dosis kann auf 18 mg (eine 18 mg Tablette) pro Tag erhöht oder auf 4,5 mg (eine4,5 mg Tablette) pro Tag verringert werden.
- Woche 3: Die Dosis kann auf 36 mg (zwei 18 mg Tabletten) pro Tag erhöht werden.
Die Dosis kann jederzeit nach Ermessen des Arztes und gemäß dem Ansprechen des Patientenverringert (bis auf 4,5 mg pro Tag) oder erhöht (auf bis zu 36 mg pro Tag) werden.
Die Tagesgesamtdosis sollte als Einzeldosis am Morgen während des Frühstücks eingenommenwerden.
Aufrechterhaltung der Wirksamkeit
Da nur begrenzt Daten zur Langzeit-Wirksamkeit vorliegen (siehe Abschnitt 5.1), sollte der Arztregelmäßig überprüfen, ob die Behandlung weiterhin wirksam ist.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenZur Anwendung bei älteren Patienten liegen nur begrenzte Daten vor. Daher sollte die Dosisentsprechend der Nieren- und Leberfunktion des Patienten angepasst werden.
NierenfunktionsstörungBei Patienten mit Nierenfunktionsstörung sollte die Tageshöchstdosis 18 mg betragen.
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) kann die Tagesdosiszwei Wochen nach Beginn der Therapie erhöht werden. Eine Höchstdosis von 18 mg darf nichtüberschritten werden (siehe Abschnitt 5.2).
Pitolisant darf bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C) nichtangewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kinder und JugendlicheWakix sollte je nach dem individuellen Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit gemäßeinem Dosissteigerungsschema in der optimalen Dosis angewendet werden, ohne eine Dosis von36 mg/Tag (18 mg/Tag bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 40 kg) zu überschreiten.
- Woche 1: Anfangsdosis von 4,5 mg (eine 4,5-mg-Tablette) pro Tag.
- Woche 2: Die Dosis kann auf 9 mg (zwei 4,5-mg-Tabletten) pro Tag erhöht werden.
- Woche 3: Die Dosis kann auf 18 mg (eine 18-mg-Tablette) pro Tag erhöht werden.
- Woche 4: Bei Kindern ab einem Gewicht von 40 kg kann die Dosis auf 36 mg (zwei 18-mg-
Tabletten) pro Tag erhöht werden.
Die Dosis kann jederzeit im Ermessen des Arztes und gemäß dem Ansprechen des Patientenverringert (bis auf 4,5 mg pro Tag) oder erhöht (bis zu 36 mg pro Tag bei Kindern ab einem Gewichtvon 40 kg oder 18 mg pro Tag bei Kindern unter einem Gewicht von 40 kg) werden.
Die Tagesgesamtdosis sollte als Einzeldosis am Morgen während des Frühstücks verabreicht werden.
Schlechte Metabolisierer
Im Vergleich zu extensiven CYP2D6-Metabolisierern ist bei schlechten CYP2D6-Metabolisiererneine höhere systemische Exposition (um bis zu dem 3-Fachen) zu beobachten. Im Rahmen der
Auftitration sollte diese höhere Exposition bei Dosiserhöhungen berücksichtigt werden.
Art der AnwendungZum Einnehmen.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C).
Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Psychiatrische ErkrankungenPitolisant sollte bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, wie z. B. schweren Angststörungenoder schweren Depressionen mit Suizidneigung, mit Vorsicht angewendet werden. Bei mit Pitolisantbehandelten Patienten mit einer psychiatrischen Vorgeschichte wurden Suizidgedanken gemeldet.
Leber- oder NierenfunktionsstörungenPitolisant sollte bei Patienten, die entweder an einer Nierenfunktionsstörung oder an einermittelschweren Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) leiden, mit Vorsicht angewendetwerden. Das Dosisschema sollte gemäß Abschnitt 4.2 angepasst werden.
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsIm Zusammenhang mit der Anwendung von Pitolisant wurde über Magenerkrankungen berichtet;daher sollte das Arzneimittel bei Patienten mit säurebedingten Magenerkrankungen (siehe
Abschnitt 4.8) oder bei gleichzeitiger Anwendung von magenreizenden Arzneimitteln wie
Kortikosteroiden oder NSAR mit Vorsichtangewendet werden.
Ernährungsstörungen
Pitolisant sollte bei Patienten mit schwerer Adipositas oder schwerer Anorexie mit Vorsichtangewendet werden (siehe Abschnitt 4.8). Im Falle einer signifikanten Veränderung des
Körpergewichts sollte die Behandlung durch den Arzt erneut beurteilt werden.
HerzerkrankungenIn zwei eigens für die Untersuchung der QT-Zeit durchgeführten Studien führten Pitolisant-Dosenüber der therapeutischen Dosierung (das 3- bis 6-Fache der therapeutischen Dosierung, d. h. 108 mgbis 216 mg) zu einer leichten bis mäßigen Verlängerung des QTc-Intervalls (10-13 ms). In klinischen
Studien konnte bei therapeutischen Dosierungen von Pitolisant kein spezifisches Signal zur kardialen
Sicherheit ermittelt werden. Trotzdem sollten Patienten mit Erkrankungen des Herzens, diegleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, welche die QT-Zeit verlängern oder diebekanntermaßen das Risiko für Repolarisationsstörungen erhöhen, oder Patienten, die gleichzeitig mit
Arzneimitteln behandelt werden, welche die Cmax und die AUC von Pitolisant signifikant erhöhen(siehe Abschnitt 4.5), sowie Patienten mit schweren Nieren- bzw. mittelschweren
Leberfunktionsstörungen (siehe Abschnitt 4.4) sorgfältig überwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).
EpilepsieBei hohen Dosierungen wurde in Tiermodellen über Konvulsionen berichtet (siehe Abschnitt 5.3). Inklinischen Studien wurde bei einem epileptischen Patienten eine Verschlimmerung der Epilepsieberichtet. Bei Patienten mit schwerer Epilepsie ist Vorsicht geboten.
Frauen im gebärfähigen AlterFrauen im gebärfähigen Alter müssen während und mindestens bis zu 21 Tagen nach der Behandlungeine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (basierend auf der Halbwertzeit von Pitolisant unddessen Metaboliten). Pitolisant kann die Wirksamkeit von hormonellen Kontrazeptiva reduzieren.
Daher muss eine alternative Verhütungsmethode angewendet werden, wenn die Patientin hormonelle
Kontrazeptiva anwendet (siehe Abschnitte 4.5 und 4.6).
ArzneimittelwechselwirkungenDie Kombination von Pitolisant und Substraten von CYP3A4 mit einer geringen therapeutischen
Breite sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).
Rebound-Effekt
In klinischen Studien wurde über keinen Rebound-Effekt berichtet. Trotzdem sollte beim Absetzender Behandlung eine Überwachung erfolgen.
Drogenmissbrauch
Pitolisant zeigte laut klinischen Daten kein oder ein geringes Missbrauchspotential (spezifische Studiezum Missbrauchspotenzial beim Menschen in Dosen von 36 mg bis 216 mg bei Erwachsenen undbeobachtete missbrauchsbedingte Nebenwirkungen in Phase-3-Studien).
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Antidepressiva
Tri- oder tetrazyklische Antidepressiva (z. B. Imipramin, Clomipramin, Mirtazapin) können die
Wirksamkeit von Pitolisant beeinträchtigen, da sie eine Histamin-H1-rezeptzorantagonistische
Wirkung aufweisen und möglicherweise die Wirkung von endogenem Histamin, das aufgrund der
Behandlung im Gehirn ausgeschüttet wird, aufheben.
Antihistaminika
Antihistaminika (H1-Rezeptor-Antagonisten), die die Blut-Hirn-Schranke überwinden (z. B.
Pheniraminmaleat, Chlorpheniramin, Diphenhydramin, Promethazin, Mepyramin, doxylamin), könnendie Wirksamkeit von Pitolisant beeinträchtigen.
Die QT-Zeit verlängernde Stoffe oder Stoffe, die bekanntermaßen das Risiko für
Repolarisationsstörungen erhöhen
Die Kombination mit Pitolisant sollte nur unter sorgfältiger Überwachung stattfinden (siehe
Abschnitt 4.4).
Pharmakokinetische WechselwirkungenArzneimittel, die den Metabolismus von Pitolisant beeinträchtigen
- Enzyminduktoren
Die gleichzeitige Anwendung von Pitolisant und Rifampicin in mehrfachen Dosierungen führt zueiner signifikanten Verringerung der mittleren Cmax und der AUC von Pitolisant von ca. 39 % bzw.50 %. Daher ist bei der gleichzeitigen Anwendung von Pitolisant mit starken CYP3A4-Induktoren(z. B. Rifampicin, Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin) Vorsicht geboten. Bei der Anwendungvon Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist aufgrund dessen starker CYP3A4-induzierender
Wirkung bei gleichzeitiger Anwendung mit Pitolisant Vorsicht geboten. Wenn beide Wirkstoffekombiniert werden, sollte eine klinische Überwachung erfolgen und schließlich während derkombinierten Anwendung und eine Woche nach der Behandlung mit dem Induktor eine
Dosisanpassung vorgenommen werden.
In einer klinischen Studie mit Mehrfachdosierung wurde bei Anwendung einer Kombination aus
Pitolisant und Probenecid die AUC von Pitolisant um ca. 34 % reduziert.
- CYP2D6-Inhibitoren
Die gleichzeitige Anwendung von Pitolisant und Paroxetin führt zu einer signifikanten Erhöhung dermittleren Cmax und der AUC0—72h von Pitolisant von ca. 47 % bzw. 105 %. Angesichts der 2-fachen
Erhöhung der Pitolisant-Exposition ist bei der gleichzeitigen Anwendung von Pitolisant und CYP2D6-
Inhibitoren (z. B. Paroxetin, Fluoxetin, Venlafaxin, Duloxetin, Bupropion, Chinidin, Terbinafin,
Cinacalcet) Vorsicht geboten. Während der kombinierten Anwendung ist unter Umständen eine
Dosisanpassung in Erwägung zu ziehen.
Arzneimittel, deren Metabolismus möglicherweise durch Pitolisant beeinträchtigt wird
- Substrate von CYP3A4 und CYP2B6
In-vitro-Daten legen nahe, dass Pitolisant und seine Hauptmetabolite in therapeutischen
Konzentrationen möglicherweise CYP3A4 und CYP2B6 und, basierend auf extrapolierten Daten,
CYP2C, UGTs und P-gp induziert. Zum Ausmaß dieser Wechselwirkung sind keine klinischen Datenvorhanden. Daher sollte die Kombination von Pitolisant mit CYP3A4-Substraten mit einer geringentherapeutischen Breite (z. B. Immunsuppressiva, Docetaxel, Kinase-Inhibitoren, Cisaprid, Pimozid,
Halofantrin) vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4). Bei anderen Substraten von CYP3A4, CYP2B6(z. B. Efavirenz, Bupropion), CYP2C (z. B. Repaglinid, Phenytoin, Warfarin), P-gp (z. B. Dabigatran,
Digoxin) und UGT (z. B. Morphin, Paracetamol, Irinotecan) ist Vorsicht und eine klinische
Überwachung der jeweiligen Wirksamkeit geboten.
Bei oralen Kontrazeptiva sollte die Kombination mit Pitolisant vermieden und eine zusätzlichezuverlässige Empfängnisverhütungsmethode angewendet werden.
- Substrate von OCT1
Pitolisant weist bei einer Konzentration von 1,33 µM eine Hemmung gegenüber OCT1 (organischen
Kationentransportern 1) von mehr als 50 % auf; die extrapolierte IC50 von Pitolisant beträgt 0,795 µM.
Auch wenn die klinische Relevanz dieses Effekts noch nicht erwiesen ist, ist bei der gleichzeitigen
Anwendung von Pitolisant und einem Substrat von OCT1 (z. B. Metformin [Biguanide]) Vorsichtgeboten (siehe Abschnitt 5.2).
Die Kombination von Pitolisant mit Modafinil oder Natriumoxybat, welche Standardbehandlungengegen Narkolepsie sind, wurde bei gesunden Probanden in therapeutischen Dosen untersucht. Wedermit Modafinil noch mit Natriumoxybat wurden klinisch relevante pharmakokinetische
Arzneimittelwechselwirkungen beobachtet.
Kinder und JugendlicheStudien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen AlterFrauen im gebärfähigen Alter müssen während und mindestens bis zu 21 Tagen nach der Behandlungeine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (basierend auf der Halbwertzeit von Pitolisant unddessen Metaboliten). Pitolisant und seine Metabolite können die Wirksamkeit von hormonellen
Kontrazeptiva reduzieren. Daher muss eine alternative Verhütungsmethode angewendet werden, wenndie Frau hormonelle Kontrazeptiva anwendet (siehe Abschnitt 4.5).
SchwangerschaftBisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Pitolisant bei
Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität, einschließlich einer
Teratogenität, gezeigt. Bei Ratten wurde gezeigt, dass Pitolisant bzw. seine Metabolite plazentagängigsind (siehe Abschnitt 5.3).
Pitolisant sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass dermögliche Nutzen gegenüber dem potenziellen Risiko für den Fötus überwiegt.
StillzeitIn tierexperimentellen Studien wurde gezeigt, dass Pitolisant/seine Metabolite in die Muttermilchausgeschieden werden. Daher darf während der Behandlung mit Pitolisant nicht gestillt werden (siehe
Abschnitt 4.3).
FertilitätIn tierexperimentellen Studien wurden Auswirkungen auf die Samenparameter gezeigt, ohnesignifikante Auswirkung auf die Reproduktionsleistung der männlichen Tiere. Bei behandeltenweiblichen Tieren zeigten die Studien eine Reduzierung des prozentualen Anteils lebender Föten(siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenPitolisant hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen.Patienten mit einem abnormen Schläfrigkeitsgrad, die Pitolisant einnehmen, sollten daraufhingewiesen werden, dass sich ihr Wachheitsgrad möglicherweise nicht wieder normalisiert. Bei
Patienten mit exzessiver Tagesschläfrigkeit, einschließlich Patienten, die Pitolisant einnehmen, sollteder Schläfrigkeitsgrad häufig neu bewertet werden und gegebenenfalls sollte diesen Patienten geratenwerden, das Führen von Fahrzeugen und andere potenziell gefährliche Aktivitäten zu vermeiden.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten im Zusammenhang mit Pitolisant bei Erwachsenen gemeldeten unerwünschten
Arzneimittelwirkungen (UAW) sind Schlaflosigkeit (8,4 %), Kopfschmerzen (7,7 %), Übelkeit(4,8 %), Angst (2,1 %), Reizbarkeit (1,8 %), Schwindelgefühl (1,4 %), Depressionen (1,3 %), Tremor(1,2 %), Schlafstörungen (1,1 %), Ermüdung (1,1 %), Erbrechen (1,0 %), Vertigo (1,0 %), Dyspepsie(1,0 %), Gewichtszunahme (0,9 %) und Schmerzen im Oberbauch (0,9 %). Die schwerwiegendsten
UAW sind abnormaler Gewichtsverlust (0,09 %) und Spontanabort (0,09 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie folgenden Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit Pitolisant in klinischen Studiengemeldet, in Narkolepsie und mit anderen Indikationen aufgenommen wurden, und sind nachstehendals bevorzugte MedDRA-Bezeichnung nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgelistet; die
Häufigkeiten des Auftretens sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10),gelegentlich (≥1/1.000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000); innerhalb dereinzelnen Häufigkeitsgruppen werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben:
MedDRA System Organ Häufig Gelegentlich Selten
Klasse
Stoffwechsel- und Verminderter Appetit Anorexie
Ernährungsstörungen Gesteigerter Appetit Hyperphagie
Flüssigkeitsretention Appetitstörung
Psychiatrische Schlaflosigkeit Agitiertheit Anormales Verhalten
Erkrankungen Angst optische/ akustische Verwirrtheitszustand
Reizbarkeit Halluzination, Depressive
Depression Affektlabilität Verstimmung
Schlafstörung Abnorme Träume Erregbarkeit
Dyssomnie Zwangsgedanken
Durchschlafstörung Dysphorie
Einschlafstörung Hypnopompe
Vorzeitiges Erwachen Halluzination
Nervosität Depressivsymptom
Anspannung Hypnagoge
Apathie Halluzination
Albträume Geistige
Ruhelosigkeit Beeinträchtigung
Panikattackeverminderte Libidogesteigerte Libido
SuizidgedankenErkrankungen des Kopfschmerzen Dyskinesie Verlust des
Nervensystems Schwindelgefühl Gleichgewichtsstörung Bewusstseins
Tremor Kataplexie Spannungskopfschmerz
Aufmerksamkeitsstörungen eingeschränktes
Dystonie Erinnerungsvermögen
On-Off-Phänomen Schlechte Schlafqualität
Hypersomnie
Migräne
Psychomotorische
Hyperaktivität
Syndrom der ruhelosen
Beine
Somnolenz
EpilepsieBradykinesie
Parästhesie
Augenerkrankungen verminderte Sehschärfe
Blepharospasmus
Erkrankungen des Ohrs Vertigo Tinnitusund des Labyrinths
Herzerkrankungen Extrasystolen
BradykardieGefäßerkrankungen Hypertonie
HypotonieHitzewallung
Erkrankungen der Gähnen
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des Übelkeit Mundtrockenheit aufgeblähter Bauch
Gastrointestinaltrakts Erbrechen Abdominalschmerz Dysphagie
Dyspepsie Diarrhö Flatulenz
Abdominale Beschwerden Schmerzhaftes
Oberbauchschmerzen Schlucken
Obstipation Enterokolitis
Gastroösophageale
Refluxerkrankung
Gastritis
Gastrointestinale
SchmerzenHyperaziditätorale Parästhesie
Magenbeschwerden
Erkrankungen der Haut Erythem Toxischerund des Pruritus Hautausschlag
Unterhautzellgewebes Ausschlag Photosensitivität
Hyperhidrose
Schwitzen
Skelettmuskulatur-, Arthralgie Nackenschmerzen
Bindegewebs- und Rückenschmerzen Muskel- und
Knochenerkrankungen Muskelrigidität Skelettsystem
Muskelschwäche bedingter Brustschmerz
Schmerzen des Muskel-und Skelettsystems
Myalgie
Schmerz in einer
Extremität
Erkrankungen der Nieren Pollakisurieund Harnwege
Schwangerschaft, Spontanabort
Wochenbett und perinatale
Erkrankungen
Erkrankungen der Metrorrhagie
Geschlechtsorgane und der
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen Ermüdung Asthenie Schmerzenund Beschwerden am Brustschmerz Nächtliche
Verabreichungsort sich anormal fühlen Schweißausbrüche
Unwohlsein Beklemmungsgefühl
Ödem
Peripheres ÖdemUntersuchungen Gewichtszunahme Kreatinphosphokinase
Gewichtsabnahme erhöht
Leberenzyme erhöht anormaler
EKG: verlängertes QT Allgemeinzustand
Intervall EKG:erhöhte Herzfrequenz Unregelmäßigkeitenerhöhte Gamma- bei der Repolarisation
Glutamyltransferase Werte EKG: Umkehrung der
T-Welle
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenKopfschmerzen und Schlaflosigkeit
In klinischen Studien wurden Episoden von Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit berichtet (7,7 % bis8,4 %). Die meisten dieser Nebenwirkungen waren leicht bis mäßig. Wenn die Symptome anhalten,sollte die Gabe einer reduzierten täglichen Dosis oder das Absetzen des Arzneimittels in Erwägunggezogen werden.
Magenerkrankungen
Durch eine Übersäuerung verursachte Magenerkrankungenwurden in klinischen Studien bei 3,5 % dermit Pitolisant behandelten Patienten berichtet. Diese Nebenwirkungen waren meist leichter bismäßiger Natur. Wenn sie andauern, kann eine korrigierende Behandlung mit
Protonenpumpenhemmern eingeleitet werden.
Kinder und Jugendliche (Alter 6 bis 17 Jahre)
Kinder und Jugendliche wurden in einer doppelblinden, multizentrischen, randomisierten,placebokontrollierten Studie untersucht; insgesamt wurden 73 Kinder und Jugendliche mit
Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie 8 Wochen lang mit Pitolisant behandelt.
Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen waren den bei
Erwachsenen beobachteten ähnlich. Die in dieser Population am häufigsten berichteten unerwünschten
Arzneimittelwirkungen (UAW) waren Kopfschmerzen (11 %), Schlaflosigkeit (5,5 %) und Hypertonie(2,7 %).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
SymptomeZu den Symptomen einer Überdosierung von Wakix gehören unter anderem Kopfschmerzen,
Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Übelkeit und Abdominalschmerzen.
BehandlungIm Falle einer Überdosierung wird die Einweisung ins Krankenhaus und die Überwachung der
Vitalfunktionen empfohlen. Es existiert kein eindeutig identifiziertes Antidot.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel für das Nervensystem, ATC-Code: N07XX11.
WirkmechanismusPitolisant ist ein starker, oral wirksamer Histamin-H3-Rezeptor-Antagonist/inverser Agonist des
Histamin-H3-Rezeptors, der mittels Blockierung der Histamin-Autorezeptoren die Aktivität vonhistaminergen Neuronen im Gehirn, einem wichtigen Erregungssystem mit weitläufigen Projektionenin das gesamte Gehirn, verstärkt. Darüber hinaus moduliert Pitolisant verschiedene
Neurotransmittersysteme und erhöht dadurch die Ausschüttung von Acetylcholin, Noradrenalin und
Dopamin im Gehirn. Eine erhöhte Ausschüttung von Dopamin im Striatum, einschließlich des
Nucleus accumbens, wurde im Zusammenhang mit Pitolisant hingegen nicht nachgewiesen.
Pharmakodynamische WirkungenBei Patienten mit Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie verbessert Pitolisant den Grad und die Dauerder Wachheit und die Aufmerksamkeit tagsüber, bewertet anhand objektiver Messgrößen hinsichtlichder Fähigkeit, Wachheit (z. B. Multipler Wachbleibetest, MWT) und Aufmerksamkeit (Sustained
Attention to Response Task, SART) aufrecht zu erhalten.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitErwachseneBei Narkolepsie (mit oder ohne Kataplexie) handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Die
Wirksamkeit von Pitolisant bei einer Dosierung von bis zu 36 mg einmal täglich zur Behandlung von
Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie wurde in zwei 8-wöchigen Hauptstudien, nämlich in denmultizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Parallelgruppenstudien
Harmony I und Harmony CTP, nachgewiesen. In Harmony Ibis, einer Studie mit einem ähnlichen
Design, war die Dosis auf 18 mg einmal täglich begrenzt.
Die Langzeitsicherheitsdaten von Pitolisant bei dieser Indikation sind in der offenen Langzeitstudie
HARMONY III verfügbar.
Die doppelblinde, randomisierte Parallelgruppen-Zulassungsstudie (Harmony I) mit flexibler
Dosisanpassung, in der das Prüfpräparat mit Placebo und Modafinil (400 mg/Tag) verglichen wurde,umfasste 94 Patienten (31 Patienten wurden mit Pitolisant behandelt, 30 mit Placebo und 33 mit
Modafinil). Die Anfangsdosis betrug 9 mg einmal täglich und wurde entsprechend der Wirksamkeit,dem Ansprechen und der Verträglichkeit in Abständen von einer Woche auf 18 mg bzw. 36 mg einmaltäglich erhöht. Die meisten Patienten (60 %) erreichten eine Dosierung von 36 mg einmal täglich. Umdie Wirksamkeit von Pitolisant auf die exzessive Tagesschläfrigkeit zu beurteilen, wurde der Score(Punktwert) auf dem Epworth-Test zur Tagesschläfrigkeit (Epworth Sleepiness Scale; ESS) alsprimäres Wirksamkeitskriterium herangezogen. Die Ergebnisse bei Anwendung von Pitolisant warenjenen in der Placebogruppe signifikant überlegen (mittlerer Unterschied: -3,33; 95%-KI [-5,83 bis -0,83]; p < 0,05), unterschied sich jedoch nicht signifikant von den Ergebnissen in der Modafinil-
Gruppe (mittlerer Unterschied: 0,12; 95%-KI [-2,5 bis 2,7]). Für die beiden wirkstoffhaltigen
Substanzen wurde ein ähnlicher wachheitsfördernder Effekt ermittelt (Abbildung 1).
Abbildung 1: Veränderungen des Punktwertes im Epworth-Test zur Tagesschläfrigkeit(Epworth Sleepiness Scale; ESS) (Mittelwert ± Standardfehler des Mittelwerts [SEM]) von der
Baseline bis Woche 8 in der Studie Harmony I
Woche 2 Woche 3 Woche 7 Woche 8
ESS-Punktwert
Die Auswirkungen auf die Ergebnisse im Epworth-Test wurden durch zwei Laboruntersuchungen zur
Wachsamkeit und Aufmerksamkeit (Multipler Wachbleibetest, MWT) (p=0,044) und Sustained
Attention to Response Task (SART) (p=0,053; fast, jedoch nicht vollständig signifikant) gestützt.
Die Häufigkeit der Kataplexie-Attacken bei Patienten mit diesem Symptom wurde im Vergleich zu
Placebo (-10 %) bei Anwendung von Pitolisant (-65 %) signifikant (p=0,034) reduziert. Die tägliche
Inzidenz von Kataplexien (geometrische Mittel) betrug bei Pitolisant zur Baseline 0,52 und zurabschließenden Studienvisite 0,18 bzw. bei Placebo zur Baseline 0,43 und zur abschließenden
Studienvisite 0,39; die relative Rate (rR) betrug 0,38 [0,16; 0,93] (p=0,034).
An der zweiten Zulassungsstudie (Harmony Ibis) nahmen 165 Patienten teil; 67 Patienten wurden mit
Pitolisant, 33 mit Placebo und 65 mit Modafinil behandelt. Das Studiendesign ähnelte jenem der
Studie Harmony I; der einzige Unterschied war, dass die Höchstdosis für Pitolisant, die von 75 % der
Patienten erreicht wurde, 18 mg einmal täglich statt 36 mg einmal täglich (wie in der Studie
Harmony I) betrug. Da ein erhebliches Ungleichgewicht zum Vergleich von Ergebnissen mit oderohne Clustergruppierung von Prüfzentren führte, zeigte der konservativste Ansatz für Pitolisant im
Vergleich zu Placebo eine nicht signifikante Reduzierung des ESS-Score (Pitolisant-Placebo = -1,94;p=0,065). Die Ergebnisse zur Inzidenz von Kataplexien bei einer Dosis von 18 mg einmal täglichstanden nicht im Einklang mit jenen der ersten Zulassungsstudie (36 mg einmal täglich).
Bei den beiden objektiven Tests zur Wachsamkeit und Aufmerksamkeit, MWT und SART, wurdeunter Pitolisant im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung (p=0,009 bzw. p=0,002) undim Vergleich zu Modafinil eine nicht signifikante Verbesserung (p=0,713 bzw. p=0,294) festgestellt.
Das Design von Harmony CTP, einer stützenden, doppelblinden, randomisierten
Parallelgruppenstudie zum Vergleich von Pitolisant mit Placebo, war darauf ausgelegt, die
Wirksamkeit von Pitolisant bei Narkolepsie-Patienten mit häufig auftretender Kataplexienachzuweisen. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Veränderung der durchschnittlichen
Anzahl an Kataplexie-Attacken pro Woche zwischen der 2-wöchigen Baseline und dem 4-wöchigen
Zeitraum mit stabiler Behandlung zum Ende der Studie. In die Studie wurden 105 Narkolepsie-
Patienten mit häufigen wöchentlichen Kataplexie-Attacken zum Baselinezeitpunkt aufgenommen (54
Patienten wurden mit Pitolisant behandelt und 51 mit Placebo). Die Anfangsdosis betrug 4,5 mgeinmal täglich und wurde entsprechend der Wirksamkeit, dem Ansprechen und der Verträglichkeit in
Abständen von einer Woche auf 9 mg, 18 mg bzw. 36 mg einmal täglich erhöht. Die meisten Patienten(65 %) erreichten eine Dosierung von 36 mg einmal täglich.
Hinsichtlich des primären Wirksamkeitsendpunkts, der wöchentlichen Inzidenz von Kataplexie-
Episoden (Weekly Rate of Cataplexy; WRC), waren die Ergebnisse von Pitolisant jenen aus der
Placebogruppe signifikant überlegen (p < 0,0001), mit einer progressiven Reduzierung von der
Baseline bis zum Behandlungsende von 64 % (Abbildung 2). Zum Baselinezeitpunkt betrug dasgeometrische Mittel der WRC in der Placebo- bzw. in der Pitolisant-Gruppe 7,31 (Median = 6,5 [4,5;12) und 9,15 (Median = 8,5 [5,5; 15,5]). Während des Behandlungszeitraums mit stabiler Dosisgabe(bis zum Ende der Behandlung) verringerte sich bei Patienten, bei denen mindestens eine Kataplexie-
Episode aufgetreten war, das geometrische Mittel der WRC in der Placebo- und in der Pitolisant-
Gruppe auf 6,79 (Median = 6 [3; 15]) bzw. 3,28 [Median = 3 [1,3; 6]). Die beobachtete WRC in der
Pitolisant-Gruppe betrug etwa die Hälfte der WRC in der Placebo-Gruppe; die Effektgröße von
Pitolisant im Vergleich zu Placebo wurde durch die relative Rate (rR (Pt/Pb), rR=0,512; 95%-KI[0,435 bis 0,603]; p < 0,0001) zusammengefasst. Die Effektgröße von Pitolisant im Vergleich zu
Placebo basierend auf einem Modell für die WRC auf Grundlage der BOCF mit dem Mittelwert alsfixer Effekt betrug 0,581, 95%-KI [0,493 bis 0,686]; p < 0,0001.
Abbildung 2: Veränderung der wöchentlichen Kataplexie-Episoden (geometrisches Mittel) von
Baseline bis Woche 7 in der Studie Harmony CTP
Woche 1 Woche 2 Woche 3 Woche 4 Woche 5 Woche 6 Woche 7
*p < 0,0001 vs. Placebo
Die Wirkung von Pitolisant auf die exzessive Tagesschläfrigkeit wurde in diesem Kollektiv außerdemanhand des ESS-Punktwerts beurteilt. In der Pitolisant-Gruppe verringerte sich der ESS-Punktwert im
Vergleich zu Placebo signifikant zwischen Baseline und dem Behandlungsende, mit einerbeobachteten mittleren Veränderung von -1,9 ± 4,3 und -5,4 ± 4,3 (Mittelwert ± Standardabweichung)bei Placebo bzw. Pitolisant (p < 0,0001) (Abbildung 3). Die Wirkung auf die exzessive
Tagesschläfrigkeit wurde durch die Ergebnisse im Multiplen Wachbleibetest (MWT) bestätigt. Dasgeometrische Mittel der Verhältnisse (MWTStudienende/MWTBaseline) betrug 1,8 (95%-KI 1,19; 2,71,p=0,005). Der MWT-Wert in der Pitolisant-Gruppe war um 80 % höher als in der Placebo-Gruppe.
Abbildung 3: Veränderungen des Punktwertes im Epworth-Test zur Tagesschläfrigkeit(Epworth Sleepiness Scale; ESS) (Mittelwert ± Standardfehler des Mittelwerts [SEM]) von der
Baseline bis Woche 7 in der Studie Harmony CTP
Woche 2 Woche 3 Woche 6 Woche 7
In der offenen Phase-III-Langzeitstudie (HARMONY III) wurde die Langzeitsicherheit von Pitolisantbei Patienten mit Narkolepsie (mit oder ohne Kataplexie) über 12 Monate und mit einer Verlängerungvon bis zu 5 Jahren untersucht. 102 narkoleptische Patienten mit oder ohne Kataplexie wurden in die12-monatige Nachbeobachtungszeit eingeschlossen. 68 Patienten führten die ersten 12 Monate zu
Ende. 45, 38, 34 und 14 Patienten führten die Nachbeobachtungszeiträume von 2, 3, 4 bzw. 5 Jahrenzu Ende.
Die Höchstdosis, die während der Studie verabreicht wurde, betrug bei 85 % der Patienten 36 mg/Tag.
Nach 12-monatiger Behandlung sind die Verbesserungen bei der exzessiven Tagesschläfrigkeit, die
ESS-Punktwert Wöchentliche Inzidenz von Kataplexienanhand des ESS-Punktwerts der verbleibenden Patienten ermittelt wurden, gleich hoch wie in denanderen Studien, die bei narkoleptischen Patienten durchgeführt wurden. Die Abnahme des mittleren
ESS-Punktwerts (Standardabweichung) belief sich nach 1 Jahr auf -3,62 (4,63).
Nach 12-monatiger Behandlung mit Pitolisant hat sich die Häufigkeit von Symptomen wie
Schlafattacken, Schlaflähmung, Kataplexie und Halluzinationen verbessert.
Es wurden keine größeren Sicherheitsbedenken festgestellt. Die beobachteten Sicherheitsergebnissewaren ähnlich wie in früheren Studien, in denen Pitolisant mit 36 mg einmal täglich nur bis zu3 Monate lang verabreicht wurde.
Kinder und JugendlicheDie Wirksamkeit von Pitolisant bis zu einer Dosis von 36 mg einmal täglich wurde für die Behandlungvon Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie bei Kindern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren im Rahmeneiner 8-wöchigen, multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten
Parallelgruppenstudie untersucht. Die Studie umfasste 110 Patienten (72 Patienten in der Pitolisant-
Gruppe, 38 Patienten in der Placebo-Gruppe). Die Anfangsdosis betrug 4,5 mg einmal täglich undwurde entsprechend der Wirksamkeit, dem Ansprechen und der Verträglichkeit in Abständen von1 Woche auf 18 mg bzw. 36 mg einmal täglich erhöht. Bei Patienten mit einem Körpergewicht vonweniger als 40 kg wurde eine Höchstdosis von 18 mg beibehalten. Die meisten Patienten (60 %)erreichten eine Dosierung von 36 mg einmal täglich. 35 Patienten (31,8 %) waren 6 bis 11 Jahre altund 75 Patienten (68,2 %) waren 12 bis unter 18 Jahre alt. Um die Wirksamkeit von Pitolisant beiübermäßiger Schläfrigkeit während des Tages (Excessive Daytime Sleepiness, EDS) und Kataplexie(Cateplexy, CTP) zu beurteilen, wurde der Gesamt-Punktwert auf der Ullanlinna Narcolepsy Scale(UNS) als primäres Wirksamkeitskriterium herangezogen, das als Veränderung vom Studienbeginnbis zum Ende des doppelblinden Zeitraums bewertet wurde. Der geschätzte Unterschied des Kleinste-
Quadrate-Mittelwerts (SE, Standardfehler) [95-%-KI] auf der UNS zwischen den
Behandlungsgruppen (Pitolisant minus Placebo) betrug -3,69 (1,37) [-6,38; -0,99], p = 0,0073.
Sekundäre Endpunkte waren die Paediatric Daytime Sleepiness Scale (Skala zur Tagesschläfrigkeitbei Kindern und Jugendlichen, PDSS), der UNS-cataplexy (CTP) subscore und die wöchentliche
Kataplexierate (Weekly Rate of Cataplexy, WRC). Der geschätzte Unterschied des Kleinste-Quadrate-
Mittelwerts (SE, Standardfehler) [95-%-KI] beim PDSS-Gesamt-Punktwert zwischen den
Behandlungsgruppen (Pitolisant minus Placebo) betrug -3,41 (1,07) [-5,52; -1,31], p = 0,0015. In der
Untergruppe der Patienten mit Narkolepsie Typ 1, für die bei Aufnahme in die Studie kein
Mindestmaß an Kataplexie erforderlich war (n = 61 in der Pitolisant-Gruppe; n = 29 in der Placebo-
Gruppe), betrug der geschätzte Unterschied des Kleinste-Quadrate-Mittelwerts (SE, Standardfehler)[95% KI] des UNS-CTP-Subscores zwischen den Behandlungsgruppen (Pitolisant minus Placebo) -1,77 (0,78) [-3,29; -0,24], p=0,0229, und das Ratenverhältnis zwischen der WRC in der Pitolisant-
Gruppe und der WRC in der Placebo-Gruppe fiel, bereinigt um den Ausgangswert, zugunsten von
Pitolisant aus (0,42 [95-%-KI: 0,18; 1,01], p = 0,0540).
Tabelle 1: Übersicht über die Ergebnisse der Wirksamkeit nach 8 Wochen in der pädiatrischen
Phase-3-Studie
Placebo (n= 38) Pitolisant (n= 72)
Ullanlinna Narcolepsy Scale (UNS)
Gesamtergebnis
Mittelwert bei Studienbeginn (SD) 23,68 (9,08) 24,63 (7,80)
Mittelwert am Ende der Behandlung (SD) 21,77 (9,25) 18,23 (8,14)
Kleinste-Quadrate-Mittelwert (SE) - Veränderunggegenüber dem Ausgangswert -2,60 (1,35) -6,29 (1,14)
Schätzung, 95% KI -3,69 (-6,38; -0,99)p-Wert 0,0073
Paediatric Daytime Sleepiness Scale (PDSS)
Mittelwert bei Studienbeginn (SD) 20,00 (3,49) 20,16 (3,64)
Mittelwert am Ende der Behandlung (SD) 17,96 (5,60) 14,57 (5,37)
Kleinste-Quadrate-Mittelwert (SE) - Veränderunggegenüber dem Ausgangswert -2,11 (0,89) -5,53 (0,66)
Schätzung, 95% KI -3,41 (-5,52; -1,31)p-Wert 0,0015
Placebo (n= 29) Pitolisant (n= 61)
UNS-Cataplexy-Subscore*
Mittelwert bei Studienbeginn (SD) 9,03 (4,33) 8,93 (3,96)
Mittelwert (SDE) am Ende der Behandlung 8,07 (4,62) 6,02 (4,00)
Kleinste-Quadrate-Mittelwert (SE) - Veränderunggegenüber dem Ausgangswert -1,12 (0,64) -2,88 (0,44)
Schätzung, 95% KI -1,77 (-3,29; -0,24)p-Wert 0,0229
Weekly Rate of Cataplexy, WRC *
Mittelwert bei Studienbeginn (SD) 13,44 (26,92) 8,63 (17,73)
Kleinste-Quadrate-Mittelwert (SE) 5,05 (0,37) 2,14 (0,27)
Schätzung, 95% KI 0,42 (0,18; 1,01)p-Wert 0,0540
*nur bei Patienten mit Narkolepsie Typ I bestimmt
SD: Standardabweichung (standard deviation); SE: Standardfehler (standard error); KI:
Konfidenzintervall
Abbildung 4: Veränderung des mittleren Gesamt-Punktwerts auf der Ullanlinna Narcolepsy
Scale (Mittelwert ± SEM) vom Studienbeginn bis zum Ende der Behandlung (vollständiges
Analyseset)
Placebo
Pitolisant24 24.6323.6821.7718.23
StuBdaiesnebliengeinn EnEdned d oefr TBreehaatnmdelunntg
Studienbeginn = [V1-Punktwert (T -14) + V2-Punktwert (T 0)]/2
Ende der Behandlung = [V6-Punktwert (T 49) + V7-Punktwert (T 56)]/2
SEM = Standardfehler des Mittelwerts
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
GesaTmott-aPlu snckotwree r[tM (Meaitnte ±lw SeErtM ± ]SEM]
Die Exposition von gesunden Probanden gegenüber Pitolisant wurde in Studien untersucht, die mehrals 200 Teilnehmer umfassten, die Dosen von Pitolisant als Einzelgabe von bis zu 216 mg und übereine Dauer von bis zu 28 Tagen erhielten.
ResorptionPitolisant wird gut und schnell resorbiert. Die maximale Plasmakonzentration wird ca. drei Stundennach der Gabe erreicht.
VerteilungPitolisant weist eine hohe Bindung an Serumproteine (> 90 %) und eine nahezu identische Verteilungzwischen roten Blutkörperchen und Plasma auf.
BiotransformationDie Metabolisierung von Pitolisant beim Menschen ist vollständig beschrieben. Die wichtigsten nichtkonjugierten Metaboliten sind hydroxylierte Derivate an verschiedenen Positionen und aufgespaltene
Formen von Pitolisant, aus denen der inaktive Hauptmetabolit Carbonsäure entsteht, der im Urin undim Serum zu finden ist. Sie werden unter der Wirkung von CYP3A4 und CYP2D6 gebildet. Eswurden mehrere konjugierte Metabolite identifiziert; die wichtigsten davon (inaktiv) sind zwei
Glycinkonjugate des Säuremetaboliten von Pitolisant und ein Glukuronid eines Keton-Metabolitenvon entsättigtem Monohydroxy-Pitolisant.
Auf Lebermikrosomen bewirkt Pitolisant und seine wichtigsten Metaboliten bis zu einer
Konzentration von 13,3 µM, einer Konzentration, die deutlich höher ist als die Spiegel, die bei einertherapeutischen Dosis erreicht werden, keine signifikante Hemmung der Wirkung von CYP1A2,
CYP2C9, CYP2C19, CYP2C8, CYP2B6, CYP2E1 oder CYP3A4 und der Isoformen der
Uridindiphosphat-Glucuronosyl-Transferasen UGT1A1, UGT1A4, UGT1A6, UGT1A9 und UGT2B7.
Pitolisant ist ein mittelstarker Inhibitor (IC50 = 2,6 µM) von CYP2D6.
Pitolisant induziert CYP3A4, CYP1A2 und CYP2B6 in vitro. Es sind klinisch relevante
Wechselwirkungen mit Substraten von CYP3A4 und CYP2B6 sowie, basierend auf extrapolierten
Daten, Substraten von UGTs, CYP2C und P-gp zu erwarten (siehe Abschnitt 4.5).
In-vitro-Studien lassen vermuten, dass Pitolisant weder ein Substrat noch ein Inhibitor von humanem
P-Glykoprotein und Brustkrebsresistenzprotein (BCRP) ist. Pitolisant ist kein Substrat von OATP1B1und OATP1B3. Pitolisant ist in der geprüften Konzentration kein signifikanter Inhibitor von OAT1,
OAT3, OCT2, OATP1B1, OATP1B3, MATE1 oder MATE2K. Pitolisant weist bei einer
Konzentration von 1,33 µM eine Hemmung gegenüber OCT1 (organischen Kationentransportern 1)von mehr als 50 % auf; die extrapolierte IC50 von Pitolisant beträgt 0,795 µM (siehe Abschnitt 4.5).
EliminationPitolisant hat eine Plasmahalbwertszeit von 10-12 Stunden. Bei wiederholter Gabe wird das
Fließgleichgewicht 5-6 Tage nach der Verabreichung erreicht, was zu einem um ca. 100 % erhöhten
Serumspiegel führt. Die interindividuelle Variabilität ist verhältnismäßig hoch; einige Probandenzeigten ein Profil mit hohen Ausreißerwerten (ohne Verträglichkeitsprobleme).
Die Elimination erfolgt hauptsächlich über den Urin (zu ca. 63 %) mittels eines inaktiven, nichtkonjugierten Metaboliten (BP2.951) und eines mit Glycin konjugierten Metaboliten. 25 % der Dosiswird über die Ausatemluft ausgeschieden und ein kleiner Bruchteil (< 3 %) wird in den Fäzeswiedergefunden, wo die Menge an Pitolisant bzw. BP2.951 vernachlässigbar war.
Linearität/Nicht-LinearitätBei einer Verdopplung der Pitolisant-Dosis von 27 mg auf 54 mg ist die AUC0-∞ um das ca. 2,3-Facheerhöht.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenDie Pharmakokinetik von Pitolisant unterscheidet sich bei Patienten im Alter von 68 bis 80 Jahrennicht von jener bei jüngeren Patienten (im Alter von 18 bis 45 Jahren). Über einem Alter von 80
Jahren zeigt die Kinetik eine leichte Abweichung, die jedoch keine klinische Relevanz hat. Zur
Anwendung bei älteren Patienten liegen nur begrenzte Daten vor. Daher sollte die Dosis gemäß der
Nieren- und Leberfunktion des Patienten angepasst werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
NierenfunktionsstörungBei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion (Stadien 2 bis 4 gemäß der internationalen
Klassifizierung der chronischen Nierenerkrankung, d. h. Kreatinin-Clearance zwischen 15 ml/min und89 ml/min) waren Cmax und AUC tendenziell um den Faktor 2,5 erhöht, ohne Auswirkungen auf die
Halbwertszeit (siehe Abschnitt 4.2).
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A) waren im Vergleich zugesunden Probanden keine signifikanten Veränderungen der Pharmakokinetik festzustellen. Bei
Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B) erhöhte sich die AUC umden Faktor 2,4, und die Halbwertszeit verdoppelte sich (siehe Abschnitt 4.2). Die Pharmakokinetikvon Pitolisant nach wiederholter Gabe bei Patienten mit Leberfunktionsstörung wurde noch nichtuntersucht.
Schlechte CYP2D6-Metabolisierer
Die Exposition gegenüber Pitolisant war bei den schlechten CYP2D6-Metabolisierern nach einer
Einzeldosis und im Fließgleichgewicht höher: Cmax und AUC(0-tau) waren an Tag 1 ca. 2,7- bzw. 3,2-fach und an Tag 7 ca. 2,1- bzw. 2,4-fach erhöht. Die Serumhalbwertszeit von Pitolisant war beischlechten CYP2D6-Metabolisierern im Vergleich zu den extensiven Metabolisierern länger.
Ethnische ZugehörigkeitDie Auswirkungen der ethnischen Zugehörigkeit auf die Verstoffwechselung von Pitolisant wurdennicht untersucht.
Kinder und JugendlicheDie Pharmakokinetik von Pitolisant in einer Dosierung von 18 mg bei Kindern im Alter von 6 bisunter 18 Jahren mit Narkolepsie wurde in einer multizentrischen Studie mit Gabe einer Einzeldosisuntersucht. In einer populationspharmakokinetischen (PK)-Analyse mit einemkörpergewichtsabhängigen Modell ist die systemische Exposition gegenüber Pitolisant bei einer Dosisvon 18 mg, geschätzt durch Cmax und AUC0-10h , bei Kindern mit einem Körpergewicht von weniger als40 kg etwa 3-mal höher und bei Jugendlichen mit einem Körpergewicht über 40 kg im Vergleich zuerwachsenen Patienten 2-mal höher. Daher sollte die Dosistitration mit der niedrigsten Dosis von 4,5mg beginnen und bei Kindern mit einem Körpergewicht von weniger als 40 kg auf 18 mg begrenztwerden (siehe Abschnitt 4.2).
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Nach 1 Monat bei Mäusen, 6 Monaten bei Ratten und 9 Monaten bei Affen betrug der NOAEL (noobserved adverse effect level; höchste Dosis eines Stoffs, die auch bei andauernder Aufnahme keineerkennbaren und messbaren Schädigungen hinterlässt) 75 mg/kg/Tag, 30 mg/kg/Tag bzw.12 mg/kg/Tag per os, womit sich im Vergleich zu der Arzneimittelexposition bei therapeutischen
Dosen beim Menschen eine Sicherheitsspanne von 9, 1 bzw. 0,4 ergibt. Bei Ratten tratenvorübergehende, reversible Episoden von Konvulsion bei Tmax auf, die möglicherweise auf einen
Metaboliten zurückzuführen sind, der bei dieser Art in hohen Konzentrationen vorkommt, nichtjedoch beim Menschen. Beim Affen wurden bei den höchsten Dosierungen vorübergehende, mit dem
ZNS in Zusammenhang stehende klinische Anzeichen gemeldet, einschließlich Erbrechen, Tremorund Konvulsionen. Bei den höchsten Dosierungen wurden bei Affen keine histopathologischen
Veränderungen beobachtet, und Ratten wiesen in einigen Organen (Leber, Duodenum, Thymus,
Nebenniere und Lunge) im begrenzten Ausmaß gewisse histopathologische Veränderungen auf.
Pitolisant war weder genotoxisch noch kanzerogen.
Bei einer Exposition des Muttertiers gegenüber toxischen Dosen wurde eine teratogene Wirkungbeobachtet (Sicherheitsspannen für die Teratogenität < 1 bei Ratten und Kaninchen). Bei hohen
Dosierungen führte Pitolisant zu morphologischen Anomalien der Spermien und verringerte deren
Motilität, jedoch ohne signifikante Auswirkungen auf die Fertilitätsindizes männlicher Ratten;außerdem führte es zu einer Reduzierung des prozentualen Anteils an Empfängnissen lebender
Embryonen und zu einer Erhöhung der Anzahl der Abgänge nach der Einnistung bei weiblichen
Ratten (Sicherheitsspanne von 1). Pitolisant führte zu einer Verzögerung der postnatalen Entwicklung(Sicherheitsspanne von 1).
Es wurde gezeigt, dass Pitolisant/seine Metabolite bei Tieren plazentagängig sind.
Toxizitätsstudien an Jungtieren bei Ratten haben gezeigt, dass die Verabreichung von Pitolisant inhohen Dosierungen zu einer dosisabhängigen Mortalität und zu Episoden von Konvulsionen führte,die möglicherweise auf einen Metaboliten zurückzuführen sind, der bei Ratten in hohen
Konzentrationen vorkommt, nicht jedoch beim Menschen.
Pitolisant blockierte den hERG-Kanal mit einer IC50 über den therapeutischen Konzentrationen undführte zu einer leichten Verlängerung der QTc-Zeit bei Hunden.
In präklinischen Studien wurden die Arzneimittelabhängigkeit und das Suchtpotenzial an Mäusen,
Affen und Ratten untersucht. Hier war jedoch basierend auf den Studien zur Verträglichkeit,
Abhängigkeit und Eigenverabreichung keine endgültige Schlussfolgerung möglich.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernMikrokristalline Cellulose
Crospovidon Typ A
Talkum
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
Hochdisperses Siliciumdioxid
FilmüberzugPoly(vinylalkohol)
Titandioxid (E171)
Macrogol 3350
Talkum
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
Wakix 4,5 mg Filmtabletten3 Jahre
Wakix 18 mg Filmtabletten3 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit einem manipulations- und kindergesicherten
Schraubdeckel aus Polypropylen und mit einem Trockenmittel (Silicagel).
Flasche mit 30 oder 90 Filmtabletten.
Wakix 4,5 mg
Erhältlich in Packungen mit 1 Flasche à 30 Filmtabletten.
Wakix 18 mg
Erhältlich in Packungen mit 1 Flasche à 30 Filmtabletten oder Packungen mit 1 Flasche à 90
Filmtabletten oder Bündelpackungen mit 90 (3 Flaschen à 30) Filmtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Bioprojet Pharma9, rue Rameau75002 Paris
Frankreich
Tel.: +33 (0) 1 47 03 66 33
Fax: +33 (0) 1 47 03 66 30
E-Mail: contact@bioprojet.com
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/15/1068/001
EU/1/15/1068/002
EU/1/15/1068/003
EU/1/15/1068/004
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 31/03/2016
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 17/12/2020
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.