Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels WAINZUA 45mg injektionslösung in einem fertigpen
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Wainzua 45 mg Injektionslösung im Fertigpen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jeder Fertigpen enthält 45 mg Eplontersen (als Eplontersen-Natrium) in 0,8 ml Lösung.
Jeder ml enthält 56 mg Eplontersen (als Eplontersen-Natrium).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung (Injektion).
Klare, farblose bis gelbe Lösung (pH-Wert von ungefähr 7,4 und Osmolalität 250 bis 330 mOsm/kg).
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Wainzua wird angewendet zur Behandlung der hereditären Transthyretin-Amyloidose (ATTRv) beierwachsenen Patienten mit Polyneuropathie der Stadien 1 oder 2.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Therapie sollte unter Aufsicht eines Arztes eingeleitet und überwacht werden, der in der
Behandlung von Patienten mit hereditärer Transthyretin-Amyloidose erfahren ist.
DosierungDie empfohlene Dosis beträgt 45 mg Eplontersen einmal im Monat.
Patienten, die mit Wainzua behandelt werden, wird eine Vitamin-A-Supplementierung von ungefähr2500 IE bis 3000 IE Vitamin A pro Tag (jedoch nicht mehr) empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Die Behandlung sollte so früh wie möglich nach Symptombeginn begonnen werden (siehe
Abschnitt 5.1).
Die Entscheidung, die Behandlung bei den Patienten fortzusetzen, deren Erkrankung zu einer
Polyneuropathie des Stadiums 3 fortgeschritten ist, sollte nach Ermessen des Arztes auf der Grundlageder Gesamt-Nutzen-Risiko-Bewertung erfolgen.
Versäumte DosisWenn eine Dosis Wainzua versäumt wurde, sollte die nächste Dosis so bald wie möglich angewendetwerden. Die Anwendung soll in monatlichen Abständen ab dem Datum der letzten Dosis wiederaufgenommen werden; eine doppelte Dosis soll nicht angewendet werden.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenBei älteren Patienten (≥ 65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
NierenfunktionsstörungBei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre
Filtrationsrate [estimated glomerular filtration rate, eGFR] ≥ 45 bis < 90 ml/min/1,73 m2) ist keine
Dosisanpassung erforderlich. Eplontersen wurde bei Patienten mit einer eGFR < 45 ml/min/1,73 m2oder einer terminalen Nierenerkrankung nicht untersucht (siehe Abschnitt 5.2) und soll bei diesen
Patienten nur angewendet werden, wenn der erwartete klinische Nutzen das potenzielle Risikoübersteigt.
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Eplontersenwurde bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung nicht untersucht und sollbei diesen Patienten nur angewendet werden, wenn der erwartete klinische Nutzen das potenzielle
Risiko übersteigt (siehe Abschnitt 5.2).
Patienten mit Lebertransplantation
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Wainzua wurde nicht bei Patienten untersucht, die sich einer
Lebertransplantation unterziehen. Es liegen keine Daten vor.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Wainzua bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor (siehe Abschnitt 5.1).
Art der AnwendungWainzua ist zur subkutanen Anwendung bestimmt. Wainzua ist ein Fertigpen, der nur zur einmaligen
Anwendung bestimmt ist.
Die erste vom Patienten oder einer Betreuungsperson angewendete Injektion sollte unter Anleitungvon einer entsprechend qualifizierten medizinischen Fachkraft erfolgen. Patienten und/oder
Betreuungspersonen sollen in der subkutanen Anwendung von Wainzua geschult werden.
Der Fertigpen sollte mindestens 30 Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank entnommenwerden, um vor der Injektion Raumtemperatur zu erreichen. Andere Aufwärmmethoden dürfen nichtangewendet werden.
Die Lösung ist vor der Anwendung visuell zu prüfen. Die Lösung sollte farblos bis gelb erscheinen.
Nicht verwenden, wenn vor der Anwendung Trübungen, Partikel oder Verfärbungen festgestelltwerden.
Wenn der Patient Wainzua selbst anwendet, soll die Injektion in den Bauch- oder Oberschenkelbereicherfolgen. Wenn eine Betreuungsperson die Injektion anwendet, kann auch die Rückseite des Oberarmsdafür genutzt werden.
Wainzua darf nicht in geprellte, empfindliche, gerötete oder verhärtete Haut, in Narben odergeschädigte Haut injiziert werden. Der Bereich um den Bauchnabel herum soll gemieden werden.
Eine ausführliche Anleitung zur Anwendung des Fertigpens ist in der Information 'Hinweise zur
Anwendung“ aufgeführt.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Vitamin-A-Mangel
Aufgrund des Wirkmechanismus ist zu erwarten, dass Wainzua den Vitamin-A(Retinol)-Spiegel im
Serum unter den Normalwert senkt (siehe Abschnitt 5.1). Vor Einleitung einer Behandlung mit
Wainzua müssen Vitamin-A-Spiegel im Serum unterhalb des unteren Normwerts korrigiert und alleokulären Symptome oder Anzeichen, die auf einen Vitamin-A-Mangel hinweisen, untersucht werden.
Patienten, die Wainzua erhalten, sollen eine Vitamin-A-Supplementierung von ungefähr 2500 IE(Frauen) bis 3000 IE (Männer) pro Tag (jedoch nicht mehr) einnehmen, um das potenzielle Risiko vonokulären Symptomen aufgrund eines Vitamin-A-Mangels zu reduzieren. Eine Überweisung zurophthalmologischen Beurteilung wird empfohlen, wenn Patienten okuläre Symptome entwickeln, diemit einem Vitamin-A-Mangel in Verbindung stehen, einschließlich verminderter Sehfähigkeit bei
Nacht oder Nachtblindheit, anhaltend trockene Augen, Augenentzündung, Hornhautentzündungoder -ulzeration, Hornhautverdickung oder Hornhautperforation.
Während der ersten 60 Tage der Schwangerschaft können sowohl zu hohe als auch zu niedrige
Vitamin-A-Spiegel mit einem erhöhten Risiko für fetale Fehlbildungen verbunden sein. Daher mussvor Einleitung der Behandlung eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden und Frauen imgebärfähigen Alter müssen eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe Abschnitt 4.6).
Wenn eine Frau beabsichtigt, schwanger zu werden, sind Wainzua und die Vitamin-A-
Supplementierung abzusetzen. Die Vitamin-A-Spiegel im Serum sollten überwacht werden und sichvor einem Empfängnisversuch wieder normalisiert haben.
Im Falle einer ungeplanten Schwangerschaft ist Wainzua abzusetzen. Aufgrund der langen
Halbwertszeit von Eplontersen (siehe Abschnitt 5.2) kann sich auch nach Beendigung der Behandlungein Vitamin-A-Mangel entwickeln. Es kann keine Empfehlung gegeben werden, ob die Vitamin-A-
Supplementierung während des ersten Trimenons einer ungeplanten Schwangerschaft fortgesetzt oderabgebrochen werden soll. Wenn die Vitamin-A-Supplementierung fortgesetzt wird, sollte die
Tagesdosis 3000 IE pro Tag nicht überschreiten, da keine Daten vorliegen, die höhere Dosenunterstützen. Danach sollte wegen des erhöhten Risikos eines Vitamin-A-Mangels im dritten
Trimenon die Vitamin-A-Supplementierung mit 2500 IE bis 3000 IE pro Tag im zweiten und dritten
Trimenon wieder aufgenommen werden, wenn sich der Vitamin-A-Spiegel im Serum noch nichtwieder normalisiert hat.
Es ist nicht bekannt, ob eine Vitamin-A-Supplementierung während der Schwangerschaft ausreicht,um einem Vitamin-A-Mangel vorzubeugen, wenn die Schwangere weiterhin Wainzua erhält.
Aufgrund des Wirkmechanismus von Eplontersen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass sich durch eine
Erhöhung der Vitamin-A-Supplementierung auf über 3000 IE pro Tag während der Schwangerschaftdie Retinol-Spiegel im Serum korrigieren lassen. Eine solche Erhöhung könnte für die Mutter und den
Fötus schädlich sein.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 0,8-ml-Dosis, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
In-vitro-Studien zeigen, dass Eplontersen kein Substrat oder Inhibitor von Transportern ist, nicht mit
Arzneimitteln mit hoher Plasmaproteinbindung interagiert und weder ein Inhibitor noch ein Induktorvon CYP-Enzymen ist.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen AlterWainzua reduziert den Plasmaspiegel von Vitamin A, das für die normale Entwicklung des Fötusentscheidend ist. Es ist nicht bekannt, ob eine Vitamin-A-Supplementierung ausreicht, um das Risikofür den Fötus zu verringern (siehe Abschnitt 4.4). Aus diesem Grund muss eine Schwangerschaft vor
Einleitung der Behandlung mit Wainzua ausgeschlossen werden und Frauen im gebärfähigen Altermüssen eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Wenn eine Frau schwanger werden möchte, sollten Wainzua und die Vitamin-A-Supplementierungabgesetzt und die Vitamin-A-Spiegel im Serum überwacht werden; diese sollten sich vor einem
Empfängnisversuch wieder normalisiert haben (siehe Abschnitt 4.4). Die Vitamin-A-Spiegel im
Serum können nach der letzten Behandlungsdosis mehr als 15 Wochen lang vermindert sein.
SchwangerschaftBisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Eplontersen bei Schwangeren vor. Es liegenkeine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (siehe
Abschnitt 5.3). Wegen des potenziellen Teratogenitätsrisikos durch unausgeglichene Vitamin-A-
Spiegel sollte Wainzua während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine
Empfängnisverhütung betreiben, nicht angewendet werden. Im Falle einer Schwangerschaft sollte eineengmaschige Überwachung des Fötus und des Vitamin-A-Status durchgeführt werden, insbesondereim ersten Trimenon (siehe Abschnitt 4.4).
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Eplontersen oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Ein Risikofür das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden.
Es muss eine Entscheidung getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist, oder ob auf die
Behandlung mit Wainzua verzichtet werden soll/die Behandlung mit Wainzua zu unterbrechen ist.
Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Behandlung für die Frauzu berücksichtigen.
FertilitätEs liegen keine Informationen bezüglich der Auswirkungen von Eplontersen auf die menschliche
Fertilität vor. Tierexperimentelle Studien haben keinen Einfluss von Eplontersen auf die männlicheoder weibliche Fertilität festgestellt (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEplontersen hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten Nebenwirkungen während der Behandlung mit Eplontersen waren erniedrigtes
Vitamin A (97 % der Patienten) und Erbrechen (9 % der Patienten).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Sicherheitsdaten spiegeln die Wainzua-Exposition von 144 Patienten mit Polyneuropathieverursacht durch ATTRv (ATTRv-PN) wider, die auf Eplontersen randomisiert wurden undmindestens eine Dosis Eplontersen erhielten. 130 Patienten schlossen die Behandlung mit Eplontersenbis Woche 85 ab. Die mittlere Behandlungsdauer betrug 541 Tage (Bereich: 57 bis 582 Tage).
Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen (system organ class, SOC) klassifiziert.
Innerhalb jeder SOC werden die bevorzugten Begriffe in der Reihenfolge nach abnehmender
Häufigkeit und dann nach abnehmendem Schweregrad geordnet. Die Häufigkeitsangaben zu
Nebenwirkungen sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (<1/10 000) und nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Berichtete Nebenwirkungen von Wainzua
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Erkrankungen des
Erbrechen Häufig
Gastrointestinaltrakts
Erythem an der
Häufig
Injektionsstelle
Allgemeine Erkrankungen und
Beschwerden am Schmerzen an der
Häufig
Verabreichungsort Injektionsstelle
Jucken an der Injektionsstelle Häufig
Untersuchungen Vitamin A erniedrigt Sehr häufig*
* Basierend auf Laborergebnissen lag der Vitamin-A-Wert während der Studie unterhalb der
Normuntergrenze.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es gibt keine spezielle Behandlung für eine Überdosierung mit Eplontersen. Im Falle einer
Überdosierung soll eine unterstützende medizinische Behandlung erfolgen.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel für das Nervensystem, ATC-Code: N07XX21.
WirkmechanismusEplontersen ist ein N-Acetylgalactosamin(GalNAc)-konjugiertes 2′-O-2-Methoxyethyl-modifizierteschimäres Gapmer-Antisense-Oligonukleotid (ASO) mit einem Rückgrat gemischt aus Phosphorthioat-und Phosphodiester-Internukleotidbindungen. Das GalNAc-Konjugat ermöglicht die gezielte Abgabedes ASO an Hepatozyten. Die selektive Bindung von Eplontersen an die Transthyretin(TTR)-
Messenger-RNA (mRNA) in den Hepatozyten führt zum Abbau sowohl der mutierten als auch derwildtypischen (normalen) TTR-mRNA. Dies verhindert die Synthese von TTR-Protein in der Leber,was zu einer signifikanten Verringerung der von der Leber in den Blutkreislauf ausgeschiedenen
Mengen an mutiertem und wildtypischem TTR-Protein führt.
Pharmakodynamische WirkungenIn der klinischen Studie bei Patienten mit ATTRv-PN wurde bei den Patienten, die Eplontersenerhielten, bei der ersten Untersuchung (Woche 5) eine Abnahme der TTR-Konzentrationen im Serumbeobachtet und bis Woche 35 sanken die TTR-Konzentrationen weiter. Während der gesamten
Behandlungsdauer (85 Wochen) wurde eine anhaltende Reduktion der TTR-Konzentration beobachtet.
Der Mittelwert (SD) der prozentualen Reduktion der TTR-Konzentration im Serum gegenüber
Baseline betrug 82,1 % (11,7) in Woche 35, 83,0 % (10,4) in Woche 65 und 81,8 % (13,4) in
Woche 85 bei der Behandlung mit Eplontersen. Gegenüber Baseline wurden unabhängig von
Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Alter, Region, Körpergewicht, Kardiomyopathie-Status,vorheriger Behandlung, Val30Met-Mutationsstatus, Krankheitsstadium und klinischer Diagnosefamiliärer Amyloid-Kardiomyopathie bei Baseline ähnliche Reduktionen der TTR-Konzentrationen im
Serum beobachtet.
TTR ist ein Trägerprotein für das Retinol-Bindungsprotein 4, das der Hauptträger von Vitamin A(Retinol) ist. Daher wird erwartet, dass eine Reduktion von Plasma-TTR zu einer Senkung des
Retinol-Plasmaspiegels unter die Normuntergrenze führt.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Eplontersen wurde in einer randomisierten, multizentrischen,
Open-label-Studie (NEURO-TTRansform) untersucht, die insgesamt 168 erwachsene Patienten mit
ATTRv-PN einschloss. Die Patienten wurden im Verhältnis 6:1 randomisiert und erhielten alle4 Wochen eine subkutane Injektion von 45 mg Eplontersen (N=144) oder wöchentlich 284 mg
Inotersen (N=24) als Referenzgruppe. Von den 144 Patienten, die auf Eplontersen randomisiert waren,schlossen 140 (97,2 %) Patienten die Behandlung bis Woche 35 und 135 (93,8 %) die Behandlung bis
Woche 65 ab.
Als externe Placebokontrolle diente eine Placebokohorte von Patienten aus der pivotalen Inotersen-
Studie (NEURO-TTR): eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, multizentrischeklinische Studie bei erwachsenen Patienten mit ATTRv-PN. Diese Kohorte erhielt einmal wöchentlichsubkutane Placebo-Injektionen. Beide Studien hatten identische Einschlusskriterien.
Die Charakteristika der Eplontersen- und der externen Placebogruppe waren im Allgemeinenvergleichbar, und mögliche Ungleichgewichte bei wichtigen Baseline-Charakteristika (Val30Met-
Mutationsstatus, Krankheitsstadium und vorherige Behandlung) wurden in der vorab präspezifiziertenstatistischen Analyse berücksichtigt.
Von den 144 Patienten, die auf Eplontersen randomisiert waren, betrug das mediane Patientenalter bei
Studienbeginn 51,5 Jahre (Bereich 24 bis 82 Jahre), 30,6 % waren ≥ 65 Jahre alt und 69,4 % der
Patienten waren Männer. Zwanzig (20) verschiedene TTR-Varianten waren vertreten: Val30Met(59,0 %), Phe64Leu (3,5 %), Leu58His (2,8 %), Thr60Ala (2,8 %), Val122Ile (2,8 %), Ser77Tyr(2,1 %), Ser50Arg (1,4 %), Thr49Ala (0,7 %), Glu89Gln (0,7 %) und andere (24,3 %, einschließlich
Ala97Ser [15 %]). Bei Studienbeginn befanden sich 79,9 % der Patienten im Stadium 1 der
Erkrankung (unbeeinträchtigte Gehfähigkeit; leichte sensorische, motorische und autonome
Neuropathie in den unteren Extremitäten), 20,1 % im Stadium 2 der Erkrankung (Hilfe beim Gehenerforderlich; mäßige Beeinträchtigung der unteren und oberen Extremitäten sowie des Rumpfes) undes gab keine Patienten im Stadium 3 der Erkrankung. 69,4 % der Patienten waren zuvor entweder mit
Tafamidis oder mit Diflunisal behandelt worden.
Die koprimären Endpunkte in der Analyse in Woche 66 umfassten die prozentuale Veränderung der
Serum-TTR-Konzentration in Woche 65 gegenüber Baseline, die Veränderung des modifiedneuropathy impairment score +7 (mNIS+7) gegenüber Baseline sowie die Veränderung des Norfolkquality of life-diabetic neuropathy (Norfolk QoL-DN) Gesamtscores in Woche 66 gegenüber Baseline,und zwar immer in Bezug auf Eplontersen im Vergleich zum Placebo.
Der mNIS+7 ist eine objektive Bewertungsmethode der Neuropathie und setzt sich aus dem NIS- unddem modifizierten +7-Score zusammen. Bei der in der Studie verwendeten Version des mNIS+7 misstder NIS objektiv Defizite in Bezug auf kraniale Nervenfunktion, Muskelkraft, Reflexe sowie
Empfindungen, und der modifizierte +7-Score bewertet die Reaktion der Herzfrequenz auf tiefes
Atmen, quantitative sensorische Tests (Berührungsdruck und Hitzeschmerz) und die
Elektrophysiologie der peripheren Nerven. Die validierte Version des in der Studie verwendetenmNIS+7-Scores zeigte einen Bereich von -22,3 bis 346,3 Punkten, wobei höhere Werte einen größeren
Schweregrad der Erkrankung bedeuten.
Die Norfolk QoL-DN-Skala ist eine auf Patientenbeurteilung beruhende Bewertungsmethode, die diesubjektive Erfahrung der Neuropathie in den folgenden Bereichen bewertet: körperliche
Funktionsfähigkeit/Neuropathie der großen Nervenfasern, Aktivitäten des täglichen Lebens,
Symptome, Neuropathie der kleinen Nervenfasern und autonome Neuropathie. Die in der Studieverwendete Version des Norfolk QoL-DN zeigte einen Bereich von -4 bis 136 Punkten, wobei höhere
Werte eine stärkere Beeinträchtigung bedeuten.
Andere sekundäre Endpunkte wurden in der Analyse in Woche 66 formal hierarchisch getestet undumfassten Veränderungen gegenüber der Baseline des neuropathy symptoms and change score, der
Gesamtpunktzahl der physischen Komponente des Gesundheitsfragebogens, short form 36 (Version2), des polyneuropathy disability score und des Ernährungszustands (modifizierter Body-Mass-Index).
Die Behandlung mit Eplontersen in der NEURO-TTRansform-Studie zeigte sowohl in Woche 35 alsauch in Woche 66 statistisch signifikante Verbesserungen bei allen Endpunkten (siehe Tabelle 2) im
Vergleich zur externen Placebogruppe (alle p < 0,0001).
Tabelle 2: Zusammenfassung der Ergebnisse der klinischen Wirksamkeit aus der NEURO-
TTRansform-Studie
Mittelwert (SD) LSM-Veränderung/Prozentuale Eplontersen-
Veränderung gegenüber Baseline, Placebo*
Analyse/(geschätzter SE) [95 % KI] Differenz in p-Wert
Endpunkt
* * LSM
Placebo Eplontersen Placebo Eplontersen[95 % KI]
Sicherheits- N = 60 N = 144 N = 60 N = 144analyse-Set
Serum TTR, g/l 1
Baseline 0,15 (0,04) 0,23 (0,08)
Woche 35 -14,7 % (2,2) -81,3 % (1,8) -66,6 % p < 0,0001[-18,96; -10,44] [-84,83; -77,71] [-71,61; -61,53]
Woche 65 0,14 (0,04) 0,04 (0,02) -10,2 % (2,2) -80,2 % (1,8) -70,1 % p < 0,0001[-14,43; -5,87] [-83,75; -76,72] [-75,02; -65,15]
Mittelwert (SD) LSM-Veränderung/Prozentuale Eplontersen-
Veränderung gegenüber Baseline, Placebo*
Analyse/(geschätzter SE) [95 % KI] Differenz in p-Wert
Endpunkt
Placebo* LSM
Eplontersen Placebo* Eplontersen[95 % KI]mNIS+7zusammen-gesetzter Score 1
Baseline 74,1 (39,0) 79,8 (42,3)
Woche 35 9,9 (1,9) 1,1 (1,8) -8,8 p = 0,0001[6,29; 13,56] [-2,47; 4,77] [-13,21; -4,34]
Woche 66 96,6 (50,2) 79,7 (44,9) 26,3 (2,6) 3,2 (2,5) -23,1 p < 0,0001[21,32; 31,38] [-1,75; 8,18] [-29,26; -17,01]
Norfolk QOL-DN-
Gesamtscore 1
B aseline 48,6 (27,0) 43,3 (26,2)
W oche 35 8,4 (2,1) -2,8 (2,1) -11,3 p < 0,0001[4,30; 12,58] [-6,87; 1,19] [-16,26; -6,30]
Woche 66 58,9 (32,0) 35,6 (26,3) 13,7 (2,4) -5,5 (2,4) -19,3 p < 0,0001[8,92; 18,50] [-10,19; -0,91] [-24,99; -13,53]
Vollständiges
N = 59 N = 141 N = 59 N = 141
Analyse-Set
Neuropathysymptom and 8,2 -0,0 -8,2p < 0,0001change score, [6,24; 10,12] [-1,92; 1,86] [-10,65; -5,76]
Woche 66 2
Score derphysischen
Komponente des
- 4,46 0,85 5,31
Gesundheitsfrage- p < 0,0001[-6,139; -2,770] [-0,711; 2,412] [3,195; 7,416]bogens short form36,
Woche 65 2
Modifizierter -90,8
- 8,1 82,7
Body-Mass-Index, [-112,84; p < 0,0001[-28,55; 12,42] [54,64; 110,76]
Woche 65 2 -68,69]
* Externe Placebogruppe aus einer anderen randomisierten kontrollierten Studie (NEURO-TTR).1 Basierend auf einer ANCOVA mit dem Ansatz einer referenzbasierten multiplen Imputation für fehlende
Daten, bereinigt durch Propensity-Scores mit festen kategorialen Effekten für Behandlung, Zeit, Behandlung-
Zeit-Interaktion, Krankheitsstadium, Val30M-Mutation, vorherige Behandlung, feste Kovariaten für den
Baseline-Wert und die Interaktion zwischen Baseline und Zeit. Beim Ansatz der referenzbasierten Imputation,werden fehlende Daten in der Placebogruppe und fehlende Daten in der Eplontersen-Behandlungsgruppewährend der Behandlung unter der Annahme 'fehlt nach dem Zufallsprinzip“ innerhalb des Behandlungsarmsimputiert. Für einen Patienten in der Eplontersen-Behandlungsgruppe, der die Behandlung abgebrochen hat,wurden die fehlenden Daten basierend auf der Placebogruppe imputiert.2 Basierend auf einem MMRM, bereinigt durch Propensity-Scores mit festen kategorialen Effekten für
Behandlung, Zeit, Behandlung-Zeit-Interaktion, Krankheitsstadium, Val30M-Mutation, vorherige Behandlung,feste Kovariaten für den Baseline-Wert und die Interaktion zwischen Baseline und Zeit.
ANCOVA = analysis of covariance, Kovarianzanalyse; KI = Konfidenzintervall; LSM = least squares mean,
Mittelwert der kleinsten Quadrate; MMRM = mixed effects model with repeated measures, gemischtes Modellfür Messwiederholungen; mNIS+7 = modified neuropathy impairment score +7; N = Anzahl der Patienten im
Studienarm; Norfolk QoL-DN = Norfolk quality of life - diabetic neuropathy Fragebogen; SD = standarddeviation, Standardabweichung; SE = standard error, Standardfehler; TTR = Transthyretin.
Der sekundäre Endpunkt der Veränderung des PND(polyneuropathy disability)-Scores gegenüber
Baseline in Woche 65 war statistisch signifikant zugunsten von Eplontersen (p = 0,02). In der
Eplontersen-Gruppe zeigten mehr Patienten eine Verbesserung des PND-Scores gegenüber Baselineals in der externen Placebogruppe (5,7 % vs. 3,4 %), und eine geringere Anzahl an Patienten in der
Eplontersen-Gruppe zeigten eine Verschlechterung gegenüber Baseline als in der externen
Placebogruppe (12,8 % vs. 22,0 %).
Bei Patienten, die Eplontersen erhielten, zeigten sich in allen Subgruppen einschließlich Alter,
Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Region, Val30Met-Mutationsstatus, Kardiomyopathie-Status,klinischer Diagnose familiärer Amyloid-Kardiomyopathie zu Studienbeginn sowie Krankheitsstadiumähnliche Verbesserungen hinsichtlich der Senkung der TTR-Konzentration im Serum, deszusammengesetzten mNIS+7-Scores und des Norfolk QoL-DN-Gesamtscores im Vergleich zu
Placebo.
Bis zum Ende der Behandlung mit Eplontersen in Woche 85 blieben die Senkung der TTR-
Konzentration und der im zusammengesetzten mNIS+7-Score beobachtete Effekt erhalten, und dermittlere Norfolk QoL-DN-Gesamtscore blieb stabil.
ImmunogenitätIn der klinischen Studie bei Patienten mit ATTRv-PN entwickelten 58 Patienten (40,3 %) nach einer84-wöchigen Behandlungsdauer (mediane Behandlungsdauer von 561 Tagen [80 Wochen], Bereich:
57 bis 582 Tage) behandlungsbedingte Anti-Drug-Antikörper (ADA). ADA gegen Eplontersenneigten dazu, anhaltend, spät (medianes Auftreten nach 223 Tagen) und mit niedrigem Titer (medianer
Peak-Titer von 200) aufzutreten. Bei den Patienten, die positiv auf Anti-Eplontersen-Antikörpergetestet wurden, gab es keine klinisch bedeutsame Auswirkung auf die Wirksamkeit, Sicherheit,
Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von Eplontersen.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Eplontersen eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen in der Behandlung von
Transthyretin-Amyloidose gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei
Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Wainzua wurden durch Messung der
Plasmakonzentrationen von Eplontersen nach subkutaner Anwendung (einmal alle 4 Wochen) nach
Einzel- und Mehrfachgabe bei gesunden Probanden und nach Mehrfachgabe (einmal alle 4 Wochen)bei Patienten mit ATTRv-PN bewertet.
ResorptionNach subkutaner Anwendung wird Eplontersen schnell in den systemischen Kreislauf aufgenommen,wobei die Zeit bis zum Erreichen maximaler Plasmakonzentrationen etwa 2 Stunden beträgt, basierendauf Populationsschätzungen. Populationsschätzungen der Steady-State-Spitzenkonzentrationen (Cmax),der Talkonzentrationen (Ctrough) und der Fläche unter der Kurve (AUCτ) betrugen 0,218 μg/ml,0,0002 μg/ml bzw. 1,95 μg h/ml nach einer Dosierung von 45 mg einmal alle 4 Wochen bei Patientenmit ATTRv-PN. Nach wiederholter Anwendung (einmal alle 4 Wochen) wurde keine Akkumulationvon Eplontersen bei Cmax und AUC im Plasma beobachtet. Eine Akkumulation wurde bei Ctroughbeobachtet und der Steady-State wurde nach etwa 17 Wochen erreicht.
VerteilungEplontersen wird stark an menschliche Plasmaproteine gebunden (> 98 %). Die
Populationsschätzungen für das apparente zentrale Verteilungsvolumen betragen 12,9 l und für dasapparente periphere Verteilungsvolumen 11 100 l. Es wird erwartet, dass sich Eplontersen nachsubkutaner Anwendung hauptsächlich in der Leber und Nierenrinde verteilt.
BiotransformationEplontersen wird hauptsächlich in der Leber durch Endo- und Exonukleasen in kurze Oligonukleotid-
Fragmente unterschiedlicher Größe metabolisiert. Beim Menschen wurden keine wesentlichenzirkulierenden Metaboliten gefunden. Oligonukleotid-Therapeutika, einschließlich Eplontersen,werden nicht durch CYP-Enzyme metabolisiert.
EliminationEplontersen wird hauptsächlich durch Metabolisierung eliminiert, gefolgt von renaler Ausscheidungder kurzen Oligonukleotid-Metaboliten. Der mittlere Anteil an unverändertem ASO, der innerhalb von24 Stunden im Urin ausgeschieden wird, betrug weniger als 1 % der verabreichten Dosis. Dieterminale Eliminationshalbwertszeit beträgt basierend auf Populationsschätzungen etwa 3 Wochen.
Linearität/Nicht-LinearitätBei gesunden Probanden zeigten Cmax und AUC von Eplontersen nach subkutanen Einzeldosen im
Bereich von 45 bis 120 mg (d. h. das 1- bis 2,7-Fache der empfohlenen Dosis) einen zur Dosis leichtüberproportionalen Anstieg.
Besondere PatientengruppenBasierend auf der Populationspharmakokinetik ist es unwahrscheinlich, dass Körpergewicht,
Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Val30Met-Mutationsstatus einen klinisch bedeutsamen
Einfluss auf die Exposition von Eplontersen haben. Definitive Beurteilungen waren in einigen Fällennur begrenzt möglich, da die Kovariaten durch die insgesamt niedrigen Zahlen begrenzt waren.
Ältere PatientenEs wurden keine allgemeinen Unterschiede in der Pharmakokinetik zwischen erwachsenen und älteren
Patienten (≥ 65 Jahre) beobachtet.
NierenfunktionsstörungEs wurden keine formalen klinischen Studien durchgeführt, um die Auswirkungen einer
Nierenfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Eplontersen zu untersuchen. Einepopulationspharmakokinetische und pharmakodynamische Analyse ergab keine klinisch bedeutsamen
Unterschiede in der Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von Eplontersen bei leichter undmittelschwerer Nierenfunktionsstörung (eGFR ≥ 45 bis < 90 ml/min). Eplontersen wurde nicht an
Patienten mit einer eGFR < 45 ml/min oder an Patienten mit einer terminalen Nierenerkrankunguntersucht.
LeberfunktionsstörungEs wurden keine formalen klinischen Studien durchgeführt, um die Auswirkungen einer
Leberfunktionsstörung auf Eplontersen zu untersuchen. Eine populationspharmakokinetische undpharmakodynamische Analyse ergab keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der
Pharmakokinetik oder Pharmakodynamik von Eplontersen bei leichter Leberfunktionsstörung(Gesamtbilirubin ≤ 1 × ULN und AST > 1 × ULN oder Gesamtbilirubin > 1,0 bis 1,5 × ULN undbeliebiger AST). Eplontersen wurde nicht bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung(Gesamtbilirubin > 1,5 bis 3 × ULN und beliebiger AST) oder schwerer Leberfunktionsstörung(Gesamtbilirubin > 3 bis 10 × ULN und beliebiger AST) oder bei Patienten mit vorheriger
Lebertransplantation untersucht.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Allgemeine Toxikologie
Die wiederholte Gabe von Eplontersen an Affen in einer Dosierung von 24 mg/kg/Woche über13 Wochen oder 25 mg/kg/Monat über 9 Monate reduzierte das TTR-Protein im Plasma um 69 %bzw. 52 %. Es gab keine toxikologisch relevanten Befunde im Zusammenhang mit dieserpharmakologischen Hemmung der TTR-Expression.
Die meisten Befunde, die nach wiederholter subkutaner Verabreichung von bis zu 6 Monaten bei
Mäusen und 9 Monaten bei Affen beobachtet wurden, zeigten keine negativen Auswirkungen undstanden in Zusammenhang mit der Aufnahme und Akkumulation von Eplontersen durch verschiedene
Zelltypen in mehreren Organen aller getesteten Tierarten, darunter Monozyten/Makrophagen,
Epithelien des proximalen Tubulus der Niere, Kupffer-Zellen der Leber und histiozytäre Zellinfiltratein Lymphknoten und Injektionsstellen.
Bei einem einzelnen Affen wurden in der 13-wöchigen Toxizitätsstudie in der höchsten getesteten
Dosis (24 mg/kg/Woche) stark verringerte Thrombozytenzahlen in Verbindung mit spontanen
Blutungen beobachtet, die sich als Hämatome und Petechien äußerten. Ähnliche Befunde wurden beim
NOAEL (no observed adverse effect level) von 6 mg/kg/Woche bei Affen nicht beobachtet, was mehrals dem 70-Fachen der menschlichen AUC bei der empfohlenen therapeutischen Eplontersen-Dosisentspricht.
Genotoxizität/KarzinogenitätEplontersen zeigte in vitro und in vivo kein genotoxisches Potenzial und war bei transgenen ras.H2-
Mäusen nicht karzinogen.
ReproduktionstoxizitätEplontersen hatte bei Mäusen keine Auswirkungen auf die Fertilität oder die embryofetale
Entwicklung bis zum 38-Fachen (basierend auf der Äquivalentdosis beim Menschen) der empfohlenenmonatlichen Dosis von 45 mg beim Menschen. Eplontersen ist bei Mäusen nicht pharmakologischaktiv. Folglich konnten in dieser Studie nur Effekte erfasst werden, die mit den chemischen
Eigenschaften von Eplontersen zusammenhängen. Bei Mäusen wurde jedoch kein Effekt auf die
Fertilität oder die embryofetale Entwicklung mit einem mausspezifischen Eplontersen-Analogonfestgestellt, das mit einer > 90%igen Hemmung der TTR-mRNA-Expression verbunden war.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat
Natriummonohydrogenphosphat
Natriumchlorid
Salzsäure (zur pH-Wert-Einstellung)
Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
3 Jahre.
Wainzua kann im Originalkarton ungekühlt bis zu 6 Wochen bei unter 30 °C gelagert werden. Wird esnicht innerhalb von 6 Wochen verwendet, muss es entsorgt werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
0,8 ml sterile Injektionslösung in einer Einmalspritze aus Typ-I-Glas mit einer eingesetzten 27-
Gauge ½ inch (12,7 mm)-Edelstahlnadel, starrem Nadelschutz und silikonisiertem Chlorobutyl-
Elastomer-Stopfen in einem Fertigpen.
Packung mit 1 Fertigpen zur einmaligen Anwendung.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
AstraZeneca AB
SE-151 85 Södertälje
Schweden
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung:
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.