Angewendet bei: Harnsteine; Alkalisierung des Urins
Art der Anwendung: oral
Substanz: Kalium-Natrium-Hydrogencitrat (Citrat-Harnalkalisierungsmittel)
ATC: G04BCN1 (Urogenitalsystem und Sexualhormone | Urologika | Harnkonkrement lösende Mittel)
Nicht zusammen mit Milch, Kalzium, Eisen, Magnesium oder Antazida einnehmen, wenn ein Abstand empfohlen wird.
Dieses Arzneimittel kann die Elektrolytwerte im Blut verändern.
Kalium-Natrium-Hydrogencitrat ist ein Mittel zur Alkalisierung des Urins und erhöht den Urin-pH. Es wird vor allem zur Auflösung oder Vorbeugung bestimmter Harnsteine, besonders Harnsäuresteine, und manchmal zur Verminderung der Urinsäure in ausgewählten Situationen verwendet. Es ist nicht für jede Steinart geeignet und erfordert Diagnose.
Die Einnahme erfolgt oral, meist als Granulat oder Lösung in Wasser, entsprechend der empfohlenen Dosis. Häufig muss der Urin-pH mit Testpapier gemessen und die Dosis ärztlich angepasst werden. Flüssigkeitszufuhr, Ernährung und Analyse der Steinart sind wichtig. Erhöhen Sie die Dosis nicht eigenständig, da zu alkalischer Urin andere Steine fördern kann.
Nebenwirkungen können Magenbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Blähungen oder Völlegefühl sein. Da Kalium und Natrium enthalten sind, ist Vorsicht nötig bei Nierenerkrankung, Herzschwäche, Bluthochdruck, Ödemen oder Arzneimitteln, die Kalium erhöhen, etwa ACE-Hemmer, Sartane, Spironolacton oder Kaliumpräparate.
Kontaktieren Sie den Arzt bei ausgeprägter Schwäche, Herzklopfen, Verwirrtheit, Krämpfen, starker Schwellung, weniger Urin, starken Flankenschmerzen, Fieber oder Blut im Urin. Bluttests können für Elektrolyte und Nierenfunktion nötig sein. Die Behandlung hilft nur, wenn sie an die Steinart angepasst und richtig überwacht wird.