Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels SPEXOTRAS 0.05mg / ml pulver zur herstellung einer lösung zum einnehmen
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Spexotras 0,05 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Eine Flasche enthält Trametinib-Dimethylsulfoxid, entsprechend 4,7 mg Trametinib.
Ein ml rekonstituierte Lösung enthält 0,05 mg Trametinib.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungEin ml rekonstituierte Lösung enthält 100 mg Hexakis- und Heptakis-O-(4-sulfobutyl)cyclomaltoheptaose-Natriumsalz (1:6,2-6,9), 0,8 mg Methyl-Parahydroxybenzoat und1,98 mg Natrium.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen.
Weißes oder fast weißes Pulver.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Niedriggradig malignes Gliom
Spexotras in Kombination mit Dabrafenib wird angewendet zur Behandlung von pädiatrischen
Patienten ab einem Alter von 1 Jahr mit einem niedriggradig malignen Gliom (low-grade glioma,
LGG) mit einer BRAF-V600E-Mutation, die eine systemische Therapie benötigen.
Hochgradig malignes Gliom
Spexotras in Kombination mit Dabrafenib wird angewendet zur Behandlung von pädiatrischen
Patienten ab einem Alter von 1 Jahr mit einem hochgradig malignen Gliom (high-grade glioma, HGG)mit einer BRAF-V600E-Mutation, die zuvor mindestens eine Strahlen- und/oder Chemotherapieerhalten haben.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Spexotras sollte von einem qualifizierten, in der Anwendung vonantineoplastischen Arzneimitteln erfahrenen Arzt eingeleitet und überwacht werden.
Vor der Einnahme von Spexotras muss bei Patienten die BRAF-V600E-Mutation mittels eines In-vitro-Diagnostikums (IVD) mit CE-Kennzeichnung mit der entsprechenden Zweckbestimmungbestätigt worden sein. Sollte ein IVD mit CE-Kennzeichnung nicht verfügbar sein, muss der BRAF-
V600E-Nachweis durch einen alternativen validierten Test erbracht werden.
Spexotras wird in Kombination mit Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum
Einnehmen angewendet. Angaben zur Dosierung von Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer
Suspension zum Einnehmen sind der entsprechenden Fachinformation zu entnehmen.
DosierungDie empfohlene, einmal täglich einzunehmende Dosis von Spexotras richtet sich nach dem
Körpergewicht (Tabelle 1).
Tabelle 1 Dosierungsschema nach Körpergewicht
Empfohlene Dosis
Körpergewicht* Volumen der Lösung zum Einnehmen (ml)entspricht mg Trametinibeinmal täglich8 kg 6 ml 0,30 mg9 bis 10 kg 7 ml 0,35 mg11 kg 8 ml 0,40 mg12 bis 13 kg 9 ml 0,45 mg14 bis 17 kg 11 ml 0,55 mg18 bis 21 kg 14 ml 0,70 mg22 bis 25 kg 17 ml 0,85 mg26 bis 29 kg 18 ml 0,90 mg30 bis 33 kg 20 ml 1 mg34 bis 37 kg 23 ml 1,15 mg38 bis 41 kg 25 ml 1,25 mg42 bis 45 kg 28 ml 1,40 mg46 bis 50 kg 32 ml 1,60 mg≥ 51 kg 40 ml 2 mg
*Falls erforderlich, ist das Körpergewicht auf das nächste kg zu runden.
Für Patienten mit einem Körpergewicht von unter 8 kg wurde keine empfohlene Dosis ermittelt.
Dosierungshinweise für die Behandlung mit Dabrafenib bei Anwendung in Kombination mit Spexotras sindden Abschnitten 'Dosierung“ und 'Art der Anwendung“ in der Fachinformation von Dabrafenib Tablettenzur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen zu entnehmen.
Dauer der BehandlungDie Behandlung mit Spexotras sollte bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten einer nichttolerierbaren Toxizität fortgeführt werden. Es liegen nur begrenzte Daten bei Patienten mit Gliom vor,die älter als 18 Jahre sind, daher sollte die Fortsetzung der Behandlung im Erwachsenenalter auf der
Grundlage des Nutzens und der Risiken für den einzelnen Patienten nach Einschätzung des Arzteserfolgen.
Versäumte oder verspätete Dosis
Wurde eine Dosis von Spexotras versäumt, sollte diese Dosis nur dann eingenommen werden, wenndie Zeit bis zur nächsten geplanten Einnahme mehr als 12 Stunden beträgt. Falls es nach der Einnahmevon Spexotras zu Erbrechen kommt, ist keine zusätzliche Dosis einzunehmen; stattdessen sollte dienächste Dosis zum nächsten geplanten Einnahmezeitpunkt eingenommen werden.
DosisanpassungBeim Auftreten von Nebenwirkungen können eine Dosisreduktion, eine Unterbrechung der
Behandlung oder ein Behandlungsabbruch erforderlich sein (siehe Tabellen 2 und 3).
Bei Auftreten von behandlungsbedingten Toxizitäten sollte die Dosis sowohl von Trametinib als auch
Dabrafenib gleichzeitig reduziert bzw. beide Behandlungen unterbrochen oder abgebrochen werden.
Ausnahmen, bei denen Dosisanpassungen nur für eines der beiden Arzneimittel erforderlich sind,werden weiter unten für Uveitis, nicht-kutane maligne Erkrankungen mit RAS-Mutation (in erster
Linie in Zusammenhang mit Dabrafenib stehend), Verringerung der linksventrikulären
Auswurffraktion (LVEF), Netzhautvenenverschluss (RVO), Ablösung des Netzhautpigmentepithels(RPED) und interstitielle Lungenkrankheit (ILK)/Pneumonitis (in erster Linie in Zusammenhang mit
Trametinib stehend) beschrieben.
Bei den Nebenwirkungen 'kutane maligne Erkrankungen“ werden keine Dosisanpassungen oder
Unterbrechungen empfohlen (weitere Angaben siehe Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur
Herstellung einer Suspension zum Einnehmen).
Tabelle 2 Dosisanpassungsschema, basierend auf dem Grad der Nebenwirkungen(ausgenommen Pyrexie)
Grad (CTCAE) * Empfohlene Dosisanpassung für Trametinib
Grad 1 oder Grad 2 (tolerierbar) Fortsetzung der Behandlung und Überwachung des Patienten,wie klinisch angezeigt.
Grad 2 (nicht tolerierbar) oder Unterbrechung der Therapie, bis sich die Toxizität auf Grad 0
Grad 3 bis 1 verbessert hat, und Wiederaufnahme der Therapie mit umeine Stufe reduzierter Dosis.
Hinweise zu Dosisstufen siehe Tabelle 3.
Grad 4 Dauerhafter Behandlungsabbruch oder Unterbrechung der
Therapie, bis sich die Toxizität auf Grad 0 bis 1 verbessert hat,und Wiederaufnahme der Therapie mit um eine Stufereduzierter Dosis.
Hinweise zu Dosisstufen siehe Tabelle 3.
* Einteilung des Schweregrads klinischer Nebenwirkungen nach den 'Common Terminology Criteria for
Adverse Events“ (CTCAE)
Die empfohlenen Dosisreduktionen auf ungefähr 75 % der empfohlenen Dosis (erste
Dosisreduktionsstufe) und ungefähr 50 % der empfohlenen Dosis (zweite Dosisreduktionsstufe) sindin Tabelle 3 dargestellt.
Tabelle 3 Empfohlene Dosisreduktionsstufen bei Nebenwirkungen
Empfohlene Dosis Reduzierte Dosis
Dosis nach der Dosis nach der
Körpergewicht ml Lösung (mg Trametinib)ersten Reduktion zweiten Reduktion(einmal täglich)(einmal täglich) (einmal täglich)8 kg 6 ml (0,30 mg) 5 ml 3 ml9 bis 10 kg 7 ml (0,35 mg) 5 ml 4 ml11 kg 8 ml (0,40 mg) 6 ml 4 ml12 bis 13 kg 9 ml (0,45 mg) 7 ml 5 ml14 bis 17 kg 11 ml (0,55 mg) 8 ml 6 ml18 bis 21 kg 14 ml (0,70 mg) 11 ml 7 ml22 bis 25 kg 17 ml (0,85 mg) 13 ml 9 ml26 bis 29 kg 18 ml (0,90 mg) 14 ml 9 ml30 bis 33 kg 20 ml (1 mg) 15 ml 10 ml34 bis 37 kg 23 ml (1,15 mg) 17 ml 12 ml38 bis 41 kg 25 ml (1,25 mg) 19 ml 13 ml42 bis 45 kg 28 ml (1,40 mg) 21 ml 14 ml46 bis 50 kg 32 ml (1,60 mg) 24 ml 16 ml≥ 51 kg 40 ml (2 mg) 30 ml 20 ml
Eine Dosisanpassung von Spexotras auf unter 50 % der empfohlenen Dosis wird nicht empfohlen.
Wenn bei einem Patienten die Nebenwirkungen wirksam behandelt worden sind, kann im Einzelfalleine Dosis-Reeskalation nach dem gleichen Schema wie die Deeskalation bei der Dosisreduktionerwogen werden. Die Trametinib-Dosis sollte die empfohlene Dosierung gemäß Tabelle 1 nichtüberschreiten.
Dosisanpassungen bei ausgewählten Nebenwirkungen
Pyrexie
Wenn die Körpertemperatur des Patienten ≥ 38 °C beträgt, sollte die Therapie mit Trametinib und
Dabrafenib unterbrochen werden. Im Falle eines Wiederauftretens kann die Therapie auch beim ersten
Symptom einer Pyrexie unterbrochen werden. Eine Behandlung mit Antipyretika wie Ibuprofen oder
Paracetamol sollte eingeleitet werden. Die Gabe oraler Kortikosteroide sollte für solche Fälle in
Betracht gezogen werden, in denen Antipyretika nicht ausreichend sind. Die Patienten sollten auf
Anzeichen und Symptome einer Infektion hin untersucht und falls erforderlich entsprechend lokaler
Praxis behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4). Die Behandlung sollte wieder aufgenommen werden,wenn der Patient für mindestens 24 Stunden symptomfrei ist, entweder (1) in der gleichen Dosisstufeoder (2) um eine Dosisstufe reduziert, wenn die Pyrexie rezidivierend ist und/oder von anderenschwerwiegenden Symptomen wie Dehydratation, Hypotonie oder Nierenversagen begleitet war.
Ausnahmen bezüglich Dosisanpassungen bei ausgewählten Nebenwirkungen (bei denen nur die Dosiseines der beiden Arzneimittel reduziert werden muss)
Verringerung der linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF)/linksventrikuläre Dysfunktion
Die Behandlung mit Trametinib sollte bei Patienten mit einer asymptomatischen absoluten Abnahmeder LVEF > 10 % im Vergleich zum Ausgangswert und einer Auswurffraktion unterhalb des unteren
Grenzwerts für den Normbereich (LLN) der jeweiligen Einrichtung unterbrochen werden (siehe
Abschnitt 4.4). Bei Gabe in Kombination mit Trametinib ist keine Dosisanpassung von Dabrafeniberforderlich. Wenn die LVEF sich wieder normalisiert hat, kann die Behandlung mit Trametinib untersorgfältiger Kontrolle wieder aufgenommen werden, die Dosis sollte jedoch um eine Stufe reduziertwerden (siehe Abschnitt 4.4).
Bei Patienten mit einer linksventrikulären Dysfunktion vom Grad 3 oder 4 oder bei ausbleibender
Verbesserung einer klinisch signifikanten Verringerung der LVEF innerhalb von 4 Wochen sollte
Trametinib dauerhaft abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).
Netzhautvenenverschluss (RVO [retinal vein occlusion]) und Ablösung des Netzhautpigmentepithels(RPED [retinal pigment epithelial detachment])
Falls Patienten zu irgendeinem Zeitpunkt unter der Kombinationstherapie mit Trametinib und
Dabrafenib über neue Sehstörungen wie vermindertes zentrales Sehvermögen, verschwommenes
Sehen oder Verlust des Sehvermögens berichten, wird eine umgehende augenärztliche Beurteilungempfohlen. Bei Patienten mit der Diagnose eines RVO sollte die Behandlung mit Trametinib dauerhaftabgesetzt werden. Wenn eine RPED diagnostiziert wird, sollte das unten in der Tabelle 4 beschriebene
Dosismodifikationsschema für Trametinib angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4). Bei Gabe in
Kombination mit Trametinib ist keine Dosisanpassung von Dabrafenib bei bestätigten RVO- oder
RPED-Fällen erforderlich.
Tabelle 4 Empfohlene Dosismodifikationen für Trametinib bei RPED
RPED vom Grad 1 Fortsetzung der Behandlung mit monatlicher Untersuchungder Netzhaut bis zum Abklingen. Wenn sich die RPEDverschlechtert, sind die unten angegebenen Anweisungenzu befolgen und die Behandlung mit Trametinib für bis zu3 Wochen zu unterbrechen.
RPED der Grade 2 oder 3 Unterbrechung der Behandlung mit Trametinib für bis zu3 Wochen.
RPED der Grade 2 oder 3, die sich Wiederaufnahme der Behandlung mit Trametinib in einerauf die Grade 0 oder 1 innerhalb von niedrigeren Dosis (siehe Tabelle 3) oder Absetzen von3 Wochen verbessert hat Trametinib bei Patienten, die die niedrigste Dosisstufeerhalten.
RPED der Grade 2 oder 3, die sich Dauerhaftes Absetzen von Trametinib.
nicht mindestens auf Grad 1innerhalb von 3 Wochen verbesserthat
Interstitielle Lungenkrankheit (ILK)/Pneumonitis
Trametinib muss bei Patienten mit Verdacht auf ILK oder Pneumonitis, einschließlich Patienten mitneuen oder fortschreitenden pulmonalen Symptomen und Befunden einschließlich Husten, Atemnot,
Hypoxie, Pleuraerguss oder Infiltraten, die weiterer klinischer Untersuchungen bedürfen, ausgesetztwerden. Trametinib muss bei Patienten, bei denen eine behandlungsbedingte ILK oder Pneumonitisdiagnostiziert wird, dauerhaft abgesetzt werden. Bei Gabe in Kombination mit Trametinib ist keine
Dosisanpassung von Dabrafenib bei ILK oder Pneumonitis erforderlich.
UveitisBei Uveitis sind keine Dosisanpassungen erforderlich, solange die Augenentzündung mit wirksamen
Lokaltherapien kontrolliert werden kann. Wenn die Uveitis nicht auf die Lokaltherapie anspricht,sollte die Dabrafenib-Behandlung bis zum Abklingen der Augenentzündung unterbrochen und danachin um eine Stufe reduzierter Dosis erneut aufgenommen werden. Bei Gabe in Kombination mit
Dabrafenib ist keine Dosisanpassung von Trametinib erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).
Nicht-kutane maligne Erkrankungen mit RAS-Mutation
Bei Patienten mit nicht-kutanen malignen Erkrankungen, die eine RAS-Mutation aufweisen, muss voreiner Weiterbehandlung mit Dabrafenib eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Bei Gabe in
Kombination mit Dabrafenib ist keine Dosisanpassung von Trametinib erforderlich (siehe
Abschnitt 4.4).
Besondere PatientengruppenLeberfunktionsstörungenBei Patienten mit leichten Leberfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich. Dieverfügbaren Daten einer klinischen Pharmakologie-Studie weisen auf einen geringen Einfluss mäßigerbis schwerer Leberfunktionsstörungen auf die Trametinib-Exposition hin (siehe Abschnitt 5.2).
Trametinib sollte bei Patienten mit mäßigen bis schweren Leberfunktionsstörungen mit Vorsichtangewendet werden.
NierenfunktionsstörungenBei Patienten mit leichten bis mäßigen Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassungerforderlich. Es liegen keine Daten zu Trametinib bei Patienten mit schweren
Nierenfunktionsstörungen vor; daher kann die potenzielle Notwendigkeit einer Dosisanpassung nichtbestimmt werden (siehe Abschnitt 5.2). Trametinib sollte bei Patienten mit schweren
Nierenfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit einer Kombinationstherapie mit Trametinib und Dabrafenib bei
Kindern im Alter von unter 1 Jahr ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor. Studien an juvenilen
Tieren haben Wirkungen von Trametinib gezeigt, die bei erwachsenen Tieren nicht beobachtet wurden(siehe Abschnitt 5.3). Die Datenlage zur längerfristigen Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen istderzeit begrenzt.
Art der AnwendungSpexotras ist zum Einnehmen bestimmt.
Spexotras Pulver muss vor der Abgabe von einem Apotheker zu einer Lösung zum Einnehmenrekonstituiert werden. Zudem wird dazu geraten, dass dem Patienten oder der Betreuungsperson vor
Verabreichung der ersten Dosis von einer medizinischen Fachperson erklärt wird, wie dieverschriebene tägliche Dosis der Lösung zum Einnehmen zu verabreichen ist.
Die Exposition gegenüber Spexotras wird nicht durch die Nahrung beeinflusst (siehe Abschnitt 5.2).
Spexotras sollte zur gleichen Zeit wie die Dabrafenib Tablette zur Herstellung einer Suspensioneingenommen werden, bei der die Exposition mit Nahrung reduziert ist. Spexotras sollte daher ohne
Nahrung eingenommen werden, d. h. mindestens eine Stunde vor oder zwei Stunden nach einer
Mahlzeit (siehe Abschnitt 5.2). Stillen und/oder die Gabe von Säuglingsnahrung nach Bedarf istmöglich, wenn ein Patient die Einnahme unter Nüchternbedingungen nicht verträgt.
Es wird empfohlen, die Dosis von Spexotras jeden Tag zum gleichen Zeitpunkt mit Hilfe dermitgelieferten wiederverwendbaren Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmeneinzunehmen. Die einmal tägliche Spexotras-Dosis sollte jeden Tag zur gleichen Zeit und zwarentweder mit der morgendlichen oder mit der abendlichen Dabrafenib-Dosis eingenommen werden.
Wenn der Patient nicht schlucken kann und eine nasogastrale Sonde gelegt ist, kann die Spexotras
Lösung zum Einnehmen über die Sonde verabreicht werden.
Hinweise zur Zubereitung siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Spexotras ist für die Anwendung in Kombination mit Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer
Suspension zum Einnehmen bestimmt, da die Wirksamkeitsdaten für die Trametinib-Monotherapieund die Dabrafenib-Monotherapie beim BRAF-V600-Mutations-positiven Gliom begrenzt sind. Die
Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen mussvor Einleitung der Behandlung zu Rate gezogen werden. Zusätzliche Informationen zu Warnhinweisenund Vorsichtsmaßnahmen in Zusammenhang mit der Dabrafenib-Behandlung siehe Fachinformationvon Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen.
Bestimmung des BRAF-V600E-Status
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Trametinib in Kombination mit Dabrafenib wurde bei Patientenmit Gliom, das bezüglich der BRAF-V600E-Mutation negativ getestet wurde, nicht geprüft.
Neue maligne Erkrankungen
Bei Gabe von Trametinib in Kombination mit Dabrafenib können neue kutane und nicht-kutanemaligne Erkrankungen auftreten.
Kutane maligne ErkrankungenBei erwachsenen Patienten, die mit Trametinib in Kombination mit Dabrafenib behandelt wurden,wurden kutane maligne Erkrankungen wie kutanes Plattenepithelkarzinom (cuSCC) einschließlich
Keratoakanthom und neue primäre Melanome beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Es wird empfohlen,dermatologische Untersuchungen vor Beginn der Therapie mit Trametinib, monatlich während der
Behandlung und bis zu sechs Monate nach der Behandlung durchzuführen. Eine Nachbeobachtungsollte für 6 Monate nach Absetzen von Trametinib oder bis zur Initiierung einer weiterenantineoplastischen Therapie weitergeführt werden.
Bei suspekten Hautveränderungen sollte dermatologische Exzision erfolgen und es ist keine
Anpassung der Behandlung erforderlich. Die Patienten sollen angewiesen werden, ihren Arztunverzüglich über das Auftreten jeglicher Hautveränderungen zu informieren.
Nicht-kutane maligne ErkrankungenAuf Basis des Wirkmechanismus kann Dabrafenib in Gegenwart von RAS-Mutationen das Risiko fürnicht-kutane maligne Erkrankungen erhöhen. Bitte die Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur
Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Abschnitt 4.4) beachten. Bei malignen Erkrankungenmit positiver RAS-Mutation ist keine Dosisanpassung von Trametinib bei Einnahme in Kombinationmit Dabrafenib erforderlich.
BlutungenBei erwachsenen und pädiatrischen Patienten, die Trametinib in Kombination mit Dabrafenib erhaltenhaben, wurde über hämorrhagische Ereignisse berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Bei erwachsenen
Patienten ist es unter der Einnahme von Trametinib in Kombination mit Dabrafenib zu schwerenhämorrhagischen Ereignissen und tödlich verlaufenden Blutungen gekommen. Das Potenzial fürsolche Ereignisse wurde bei Patienten mit niedrigen Thrombozytenwerten (< 75 000/mm3) nichtermittelt, da diese Patienten in den klinischen Studien ausgeschlossen wurden. Das Blutungsrisikokann bei gleichzeitiger Gabe einer antithrombotischen Therapie oder von Antikoagulanzien erhöhtsein. Wenn Blutungen auftreten, sollten die Patienten wie klinisch indiziert behandelt werden.
Verringerung der linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF)/linksventrikuläre Dysfunktion
Über eine Verringerung der LVEF durch Trametinib in Kombination mit Dabrafenib wurde sowohlbei erwachsenen als auch bei pädiatrischen Patienten berichtet (siehe Abschnitt 4.8). In klinischen
Studien mit pädiatrischen Patienten betrug die mediane Zeit bis zum erstmaligen Auftreten einer
Verringerung der LVEF etwa einen Monat. In klinischen Studien bei erwachsenen Patienten betrug diemediane Zeit bis zum erstmaligen Auftreten einer linksventrikulären Dysfunktion, einer
Herzinsuffizienz sowie einer Verringerung der LVEF zwischen 2 und 5 Monaten.
Trametinib sollte bei Patienten mit beeinträchtigter linksventrikulärer Funktion nur mit Vorsichtangewendet werden. Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion, Herzinsuffizienz der
Schweregrade II, III oder IV gemäß der Einteilung der 'New York Heart Association“, akutem
Koronarsyndrom innerhalb der letzten 6 Monate, klinisch signifikanten unkontrollierten Arrhythmienund nicht eingestelltem Bluthochdruck wurden von den klinischen Studien ausgeschlossen; die
Sicherheit der Anwendung in dieser Population ist daher nicht bekannt. Die LVEF sollte bei allen
Patienten vor Einleitung der Trametinib-Behandlung, einen Monat nach Einleitung der Therapie unddanach in ungefähr 3-monatigen Abständen während der Behandlung beurteilt werden (siehe
Abschnitt 4.2 bezüglich Dosisanpassungen).
Bei Patienten, die Trametinib in Kombination mit Dabrafenib erhalten, wurde gelegentlich über akute,schwere linksventrikuläre Dysfunktion infolge einer Myokarditis berichtet. Bei Absetzen der
Behandlung wurde eine vollständige Wiederherstellung beobachtet. Ärzte sollten wachsam seinbezüglich der Möglichkeit einer Myokarditis bei Patienten, die kardiale Anzeichen oder Symptomeneu entwickeln oder bei denen sich diese verschlechtern.
Pyrexie
In klinischen Studien bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit Trametinib wurde über Fieberberichtet (siehe Abschnitt 4.8). Häufigkeit und Schwere der Pyrexie waren unter der
Kombinationstherapie erhöht (siehe auch Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur Herstellungeiner Suspension zum Einnehmen, Abschnitt 4.4). Bei Patienten, die Trametinib in Kombination mit
Dabrafenib erhalten, kann eine Pyrexie von schwerem Rigor, Dehydration und niedrigem Blutdruck,der in einigen Fällen zu akuter Niereninsuffizienz führen kann, begleitet sein. Bei pädiatrischen
Patienten, die Trametinib in Kombination mit Dabrafenib erhalten haben, betrug die mediane Zeit biszum erstmaligen Auftreten von Fieber 1,5 Monate.
Die Therapie mit Trametinib und Dabrafenib sollte unterbrochen werden, wenn die Körpertemperaturdes Patienten ≥ 38 °C beträgt (siehe Abschnitt 5.1). Im Falle eines Wiederauftretens kann die Therapieauch beim ersten Symptom einer Pyrexie unterbrochen werden. Eine Behandlung mit Antipyretika wie
Ibuprofen oder Paracetamol sollte eingeleitet werden. Die Gabe oraler Kortikosteroide sollte für solche
Fälle in Betracht gezogen werden, in denen Antipyretika nicht ausreichend sind. Die Patienten solltenauf Anzeichen und Symptome einer Infektion hin untersucht werden. Wenn das Fieber abgeklungenist, kann die Therapie erneut begonnen werden. Wenn das Fieber mit anderen ernsthaften Anzeichenoder Symptomen verbunden ist, sollte die Therapie mit reduzierter Dosis wieder aufgenommenwerden, sobald das Fieber abklingt und wie klinisch geboten (siehe Abschnitt 4.2).
Blutdruckveränderungen
In klinischen Studien mit Trametinib in Kombination mit Dabrafenib wurde bei den Patienten sowohlüber Hypertonie als auch über Hypotonie berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Der Blutdruck sollte zu
Beginn der Behandlung gemessen und während der Behandlung überwacht werden, gegebenenfallsunter entsprechender Kontrolle des Blutdrucks mittels Standardtherapie.
Interstitielle Lungenkrankheit (ILK)/Pneumonitis
In einer Phase-III-Studie an erwachsenen Patienten entwickelten 2,4 % (5/211) der Patienten unter der
Monotherapie mit Trametinib eine ILK oder Pneumonitis, wobei bei allen fünf Patienten eine
Hospitalisierung erforderlich war. Die mediane Zeit bis zum erstmaligen Auftreten einer ILK oder
Pneumonitis betrug 160 Tage (Streubreite 60 bis 172 Tage). In zwei Studien an erwachsenen
Patienten, die mit Trametinib in Kombination mit Dabrafenib behandelt wurden, entwickelten 1 % der
Patienten eine Pneumonitis oder ILK (siehe Abschnitt 4.8).
Die Behandlung mit Trametinib muss bei Patienten mit Verdacht auf ILK oder Pneumonitis,einschließlich Patienten mit neuen oder fortschreitenden pulmonalen Symptomen und Befundeneinschließlich Husten, Atemnot, Hypoxie, Pleuraerguss oder Infiltraten, die weiterer Untersuchungenbedürfen, ausgesetzt werden. Trametinib muss bei Patienten, bei denen eine behandlungsbedingte ILKoder Pneumonitis diagnostiziert wird, dauerhaft abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2). Die
Dabrafenib-Therapie kann in unveränderter Dosis fortgesetzt werden.
SehstörungenMit Sehstörungen verbundene Erkrankungen einschließlich RPED (retinal pigment epithelialdetachment) und RVO (retinal vein occlusion) können unter Trametinib auftreten, in einigen Fällenmit einer zeitlichen Verzögerung von mehreren Monaten bis zum Auftreten. Über Symptome wieverschwommenes Sehen, verminderte Sehschärfe und andere visuelle Störungen ist in klinischen
Studien mit Trametinib an erwachsenen Patienten berichtet worden. Außerdem wurde in klinischen
Studien bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten, die mit Trametinib in Kombination mit
Dabrafenib behandelt wurden, über Uveitis und Iridozyklitis berichtet.
Trametinib wird bei Patienten mit RVO in der Vorgeschichte nicht empfohlen. Die Sicherheit von
Trametinib bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren für einen RVO, einschließlich nichtkontrolliertem Glaukom oder erhöhtem Augeninnendruck, nicht eingestelltem Bluthochdruck, nichteingestelltem Diabetes mellitus oder Hyperviskositäts- oder Hyperkoagulabilitätssyndromen in der
Vorgeschichte ist nicht bestimmt worden.
Falls Patienten zu irgendeinem Zeitpunkt unter der Trametinib-Therapie über neue Sehstörungen wievermindertes zentrales Sehvermögen, verschwommenes Sehen oder Verlust des Sehvermögensberichten, wird eine umgehende augenärztliche Beurteilung empfohlen. Wenn eine RPEDdiagnostiziert wird, sollte das Dosismodifikationsschema in der Tabelle 4 befolgt werden (siehe
Abschnitt 4.2). Im Falle einer Uveitis-Diagnose soll die Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur
Herstellung einer Suspension zum Einnehmen (Abschnitt 4.4) zu Rate gezogen werden. Bei Patienten,bei denen ein RVO diagnostiziert wurde, muss die Behandlung mit Trametinib dauerhaft abgesetztwerden.
Bei Einnahme in Kombination mit Trametinib ist im Falle einer RVO- oder RPED-Diagnose keine
Dosisanpassung von Dabrafenib erforderlich. Bei Einnahme in Kombination mit Dabrafenib ist im
Falle einer Uveitis-Diagnose keine Dosisanpassung von Trametinib erforderlich.
HautausschlagHautausschlag ist bei 49 % der pädiatrischen Patienten in klinischen Studien mit Trametinib in
Kombination mit Dabrafenib beobachtet worden (siehe Abschnitt 4.8). Die Mehrheit dieser Fälle warvom Grad 1 oder 2 und erforderte keine Therapieunterbrechung oder Dosisreduktion.
Schwere kutane Nebenwirkungen
Bei der Anwendung einer Trametinib/Dabrafenib-Kombinationstherapie bei erwachsenen Patientenwurde vereinzelt von schweren kutanen Nebenwirkungen (severe cutaneous adverse reactions,
SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie undsystemischen Symptomen (drug reaction with eosinophilia and systemic symptoms, DRESS),berichtet, welche lebensbedrohlich oder tödlich sein können. Vor Beginn der Behandlung sollten die
Patienten über die Anzeichen und Symptome informiert werden und engmaschig auf Hautreaktionenüberwacht werden. Wenn Anzeichen und Symptome für SCARs auftreten, sollte die Therapie beendetwerden.
Rhabdomyolyse
Über Rhabdomyolyse wurde bei erwachsenen Patienten unter Trametinib berichtet. In einigen Fällenwaren die Patienten in der Lage, Trametinib weiter einzunehmen. In schwereren Fällen waren
Hospitalisierung, Unterbrechung oder dauerhaftes Absetzen der Therapie erforderlich. Anzeichen und
Symptome einer Rhabdomyolyse erfordern eine geeignete klinische Abklärung und eine Behandlungwie indiziert.
PankreatitisÜber Pankreatitis wurde bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten, die in klinischen Studien mit
Trametinib in Kombination mit Dabrafenib behandelt wurden, berichtet (siehe Abschnitt 4.8).
Ungeklärte Bauchschmerzen sollten umgehend untersucht werden, einschließlich einer Bestimmungder Serum-Amylase und Lipase. Bei einer Wiederaufnahme der Behandlung nach einer Pankreatitis-
Episode sollten die Patienten engmaschig überwacht werden.
NierenversagenEin Nierenversagen wurde bei ≤ 1 % der erwachsenen Patienten, die mit Trametinib in Kombinationmit Dabrafenib behandelt wurden, identifiziert. Die beobachteten Fälle bei erwachsenen Patientenwaren im Allgemeinen mit Pyrexie und Dehydration assoziiert und sprachen gut auf eine
Unterbrechung der Behandlung und allgemeine unterstützende Maßnahmen an. Über einegranulomatöse Nephritis wurde bei erwachsenen Patienten ebenfalls berichtet. Die Serum-Kreatinin-
Werte der Patienten sollten während der Therapie routinemäßig überwacht werden. Falls der
Kreatinin-Wert ansteigt, sollte die Behandlung wie klinisch geboten unterbrochen werden. Trametinibwurde nicht bei Patienten mit Niereninsuffizienz (definiert als Kreatinin-Wert größer dem 1,5-Fachendes Normalwerts) untersucht, daher ist bei dieser Patientengruppe Vorsicht geboten (siehe
Abschnitt 5.2).
Hepatische Ereignisse
Über hepatische Nebenwirkungen wurde in klinischen Studien mit Trametinib in Kombination mit
Dabrafenib bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Es wirdempfohlen, die Leberfunktion der Patienten nach Beginn der Behandlung alle vier Wochen für6 Monate zu kontrollieren. Leberfunktionskontrollen sollen danach wie klinisch indiziert weitergeführtwerden.
LeberfunktionsstörungenDa Metabolisierung und biliäre Exkretion die primären Eliminierungswege von Trametinib darstellen,sollte die Gabe von Trametinib bei Patienten mit mäßigen bis schweren Leberfunktionsstörungen mit
Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Tiefe Venenthrombose/Lungenembolie
Eine Lungenembolie oder eine tiefe Venenthrombose können auftreten. Wenn Patienten Symptomeeiner Lungenembolie oder einer tiefen Venenthrombose, wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen oder
Schwellungen der Arme oder Beine, entwickeln, müssen sie unverzüglich medizinische Hilfeeinholen. Die Behandlung muss bei lebensbedrohlichen Lungenembolien dauerhaft abgesetzt werden.
Gastrointestinale Störungen
Bei pädiatrischen Patienten, die Trametinib in Kombination mit Dabrafenib erhielten, wurde über
Kolitis und Enterokolitis berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Es wurde bei erwachsenen Patienten über
Kolitis und gastrointestinale Perforation, auch mit tödlichem Ausgang, berichtet. Trametinib sollte bei
Patienten mit Risikofaktoren für gastrointestinale Perforation, einschließlich einer Vorgeschichte von
Divertikulitis, Metastasen im Gastrointestinaltrakt und gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln,die bekanntermaßen das Risiko einer gastrointestinalen Perforation mit sich bringen, mit Vorsichtangewendet werden.
Sarkoidose
Es wurde bei erwachsenen Patienten, die mit Trametinib in Kombination mit Dabrafenib behandeltwurden, über Fälle von Sarkoidose berichtet. Betroffen waren vor allem Haut, Lungen, Augen und
Lymphknoten. In den meisten Fällen wurde die Behandlung mit Trametinib und Dabrafenibfortgesetzt. Wird die Diagnose Sarkoidose gestellt, sollte eine entsprechende Behandlung in Erwägunggezogen werden.
Frauen im gebärfähigen Alter/Fertilität bei Männern
Bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte vor Beginn der Behandlung eine angemessene Beratung überzuverlässige Methoden der Empfängnisverhütung erfolgen. Frauen im gebärfähigen Alter müssenwährend der Therapie und für 16 Wochen nach der letzten Dosis von Spexotras eine zuverlässige
Verhütungsmethode anwenden. Männliche Patienten, die Trametinib in Kombination mit Dabrafenibeinnehmen, sollten über das potenzielle Risiko einer beeinträchtigten Spermatogenese, die irreversibelsein kann, informiert werden (siehe Abschnitt 4.6).
Hämophagozytische Lymphohistiozytose
Nach der Markteinführung wurde bei erwachsenen Patienten, die mit Trametinib in Kombination mit
Dabrafenib behandelt wurden, hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) beobachtet. Vorsichtist geboten, wenn Trametinib in Kombination mit Dabrafenib gegeben wird. Wenn HLH bestätigtwird, sollte die Gabe von Trametinib und Dabrafenib abgebrochen und die Behandlung von HLHeingeleitet werden.
Tumorlyse-Syndrom (TLS)Das Auftreten eines TLS, welches potenziell tödlich verlaufen kann, wurde mit der Verwendung von
Trametinib in Kombination mit Dabrafenib in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 4.8). Zu den
Risikofaktoren für TLS gehören eine hohe Tumorlast, eine bereits bestehende chronische
Niereninsuffizienz, Oligurie, Dehydratation, Hypotonie und saurer Urin. Patienten mit Risikofaktorenfür TLS sollten engmaschig überwacht werden und eine prophylaktische Flüssigkeitszufuhr sollteerwogen werden. Das TLS sollte je nach klinischer Indikation umgehend behandelt werden.
Sonstige BestandteileHexakis- und Heptakis-O-(4-sulfobutyl)cyclomaltoheptaose-Natriumsalz (1:6,2-6,9)
Spexotras Lösung zum Einnehmen enthält das Cyclodextrin Hexakis- und Heptakis-O-(4-sulfobutyl)cyclomaltoheptaose-Natriumsalz (1:6,2-6,9) (100 mg/ml). Cyclodextrine (CDs) sindsonstige Bestandteile, die die Eigenschaften des Wirkstoffs und anderer Arzneimittel beeinflussenkönnen. In präklinischen Studien an Tieren, bei denen CDs intravenös angewendet wurden, wurdenrenale Toxizität und Ototoxizität beobachtet. Sicherheitsaspekte der CDs wurden während der
Entwicklung und der Sicherheitsbeurteilung des Arzneimittels geprüft. Es liegen unzureichende
Sicherheitsinformationen zu den Auswirkungen von CDs bei Kindern < 2 Jahren vor.
Methyl(4-hydroxybenzoat)
Dieses Arzneimittel enthält Methyl(4-hydroxybenzoat), das allergische Reaktionen, auch
Spätreaktionen, hervorrufen kann.
NatriumDieses Arzneimittel enthält 1,98 mg Natrium pro ml Spexotras Lösung zum Einnehmen, entsprechend4 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahmemit der Nahrung von 2 g bei Einnahme der Trametinib-Tageshöchstdosis von 2 mg (40 ml).
KaliumDieses Arzneimittel enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro
Tageshöchstdosis, d. h. es ist nahezu 'kaliumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
Wirkungen anderer Arzneimittel auf Trametinib
Da Trametinib vorwiegend durch Deacetylierung mittels hydrolytischer Enzyme (z. B.
Carboxylesterasen) verstoffwechselt wird, ist es unwahrscheinlich, dass seine Pharmakokinetik durchandere Arzneimittel über metabolische Wechselwirkungen beeinflusst wird (siehe Abschnitt 5.2).
Arzneimittelwechselwirkungen über diese hydrolytischen Enzyme können jedoch nichtausgeschlossen werden und könnten die Trametinib-Exposition beeinflussen.
Trametinib ist ein Substrat des Efflux-Transportsystems P-gp in vitro. Da nicht ausgeschlossen werdenkann, dass eine starke P-gp-Hemmung in der Leber zu erhöhten Trametinib-Konzentrationen führenkann, ist bei gleichzeitiger Verabreichung von Trametinib mit Arzneimitteln, die starke Inhibitorenvon P-gp sind (z. B. Verapamil, Ciclosporin, Ritonavir, Chinidin, Itraconazol) Vorsicht geboten.
Wirkungen von Trametinib auf andere Arzneimittel
Basierend auf In-vitro- und In-vivo-Daten ist es unwahrscheinlich, dass Trametinib die
Pharmakokinetik anderer Arzneimittel über eine Wechselwirkung mit CYP-Enzymen oder
Transportsystemen beeinflusst (siehe Abschnitt 5.2). Trametinib kann eine vorübergehende Inhibitionvon BCRP-Substraten (z. B. Pitavastatin) im Darm zur Folge haben, die durch eine versetzte Gabe(2 Stunden Abstand) dieser Arzneimittel und Trametinib minimiert werden kann.
Basierend auf klinischen Daten ist kein Wirksamkeitsverlust hormoneller Kontrazeptiva zu erwarten,wenn sie gleichzeitig mit Trametinib angewendet werden (siehe Abschnitt 5.2). Bei Einnahmezusammen mit Dabrafenib können hormonelle Kontrazeptiva jedoch weniger wirksam sein.
Wirkung des sonstigen Bestandteils Hexakis- und Heptakis-O-(4-sulfobutyl)cyclomaltoheptaose-
Natriumsalz (1:6,2-6,9) auf andere Arzneimittel mit geringer Bioverfügbarkeit und geringertherapeutischer Breite
Trametinib Lösung zum Einnehmen enthält 100 mg/ml Hexakis- und Heptakis-O-(4-sulfobutyl)cyclomaltoheptaose-Natriumsalz (1:6,2-6,9), welches potenziell die Löslichkeit und
Bioverfügbarkeit anderer oral verabreichter Arzneimittel beeinflusst. Bei Anwendung der Trametinib
Lösung zum Einnehmen mit oralen Arzneimitteln mit geringer Bioverfügbarkeit und geringertherapeutischer Breite (z. B. Imipramin, Desipramin) ist Vorsicht geboten.
Für Hinweise zu Arzneimittelwechselwirkungen von Dabrafenib, siehe Abschnitte 4.4 und 4.5 der
Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung bei FrauenFrauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Trametinib und für 16 Wochennach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Bei Einnahme zusammen mit Dabrafenib kann sich die Wirksamkeit von oralen oder systemischenhormonellen Kontrazeptiva verringern, daher sollte während einer Trametinib/Dabrafenib-
Kombinationstherapie eine andere zuverlässige Verhütungsmethode, wie eine Barrieremethode,angewendet werden. Weitere Informationen sind der Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur
Herstellung einer Suspension zum Einnehmen zu entnehmen.
SchwangerschaftEs liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Trametinib bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Trametinib darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche
Nutzen für die Mutter überwiegt das mögliche Risiko für den Fötus. Falls Trametinib während der
Schwangerschaft angewendet wird oder die Patientin unter der Behandlung mit Trametinib schwangerwird, muss die Patientin über das potenzielle Risiko für den Fötus informiert werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Trametinib in die Muttermilch übergeht. Ein Risiko für den Säugling kannnicht ausgeschlossen werden. Trametinib soll stillenden Müttern nicht gegeben werden. Es muss eine
Entscheidung getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob die Behandlung mit
Trametinib zu unterbrechen ist. Dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der
Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
FertilitätBisher liegen keine Erfahrungen am Menschen mit Trametinib vor. An Tieren wurden keine
Fertilitätsstudien durchgeführt, es wurden jedoch Wirkungen auf die weiblichen Reproduktionsorganebeobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Trametinib kann die Fertilität beim Menschen beeinträchtigen.
Männliche Patienten, die Trametinib in Kombination mit Dabrafenib einnehmen
Bei Tieren, denen Dabrafenib gegeben wurde, wurden Wirkungen auf die Spermatogenese beobachtet.
Männliche Patienten, die Trametinib in Kombination mit Dabrafenib einnehmen, sollten über dasmögliche Risiko einer beeinträchtigten Spermatogenese, die irreversibel sein kann, informiert werden.
Weitere Informationen sind der Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer
Suspension zum Einnehmen zu entnehmen.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenTrametinib hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen. Der klinische Zustand des Patienten und das Nebenwirkungsprofil von Trametinib solltenbei der Beurteilung der Fähigkeit des Patienten, Tätigkeiten zu verrichten, die Urteilsvermögen,motorische oder kognitive Fertigkeiten erfordern, in Betracht gezogen werden. Die Patienten solltendarauf hingewiesen werden, dass das mögliche Auftreten von Abgeschlagenheit, Schwindel und
Augenproblemen diese Aktivitäten beeinträchtigen kann.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils
In klinischen Studien mit pädiatrischen Patienten, die mit Trametinib in Kombination mit Dabrafenibbehandelt wurden, waren die häufigsten Nebenwirkungen (mit einer Häufigkeit von ≥ 20 % berichtet):
Pyrexie (70 %), Hautausschlag (49 %), Kopfschmerzen (47 %), Erbrechen (40 %), Fatigue (36 %),
Hauttrockenheit (35 %), Diarrhoe (34 %), Blutung (34 %), Übelkeit (29 %), akneiforme Dermatitis(29 %), Abdominalschmerz (28 %), Neutropenie (26 %), Husten (24 %) und erhöhte Transaminasen(22 %). Bei den am häufigsten berichteten schwerwiegenden (Grad 3/4) Nebenwirkungen handelte essich um: Neutropenie (15 %), Pyrexie (11 %), erhöhte Transaminasen (6 %) und Gewichtszunahme(5 %). Langzeitdaten zu Wachstum und Skelettreifung bei pädiatrischen Patienten sind derzeitbegrenzt (siehe Abschnitt 5.3).
Das Sicherheitsprofil bei pädiatrischen Patienten stimmte weitgehend mit dem Sicherheitsprofilüberein, das zuvor bei erwachsenen Patienten beobachtet wurde. Die folgenden zusätzlichen
Nebenwirkungen wurden bisher nur bei erwachsenen Patienten berichtet, die mit Trametinib-Tablettenund Dabrafenib-Kapseln behandelt wurden: kutanes Plattenepithelkarzinom, seborrhoische Keratose,periphere Neuropathie (einschließlich sensorische und motorische Neuropathie), Lymphödem,
Mundtrockenheit, aktinische Keratose, Nierenversagen (häufig), Melanom, Akrochordon, Sarkoidose,
Chorioretinopathie, Pneumonitis, akutes Nierenversagen, Nephritis, Herzinsuffizienz,linksventrikuläre Dysfunktion, interstitielle Lungenkrankheit, Rhabdomyolyse (gelegentlich),gastrointestinale Perforation, hämophagozytische Lymphohistiozytose (selten), Tumorlyse-Syndrom,
Myokarditis, Stevens-Johnson-Syndrom, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen
Symptomen (Häufigkeit nicht bekannt).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Sicherheit von Trametinib in Kombination mit Dabrafenib wurde in einem gepoolten
Sicherheitsset von 171 pädiatrischen Patienten in zwei Studien bei Patienten mit BRAF-V600-
Mutation-positiven fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht. Bei Studienaufnahme waren vier(2,3 %) Patienten 1 bis < 2 Jahre alt, 39 (22,8 %) Patienten waren 2 bis < 6 Jahre alt, 54 (31,6 %)
Patienten waren 6 bis < 12 Jahre alt und 74 (43,3 %) Patienten waren 12 bis < 18 Jahre alt. Diemittlere Behandlungsdauer betrug 2,3 Jahre.
Die Nebenwirkungen (Tabelle 5) sind nachfolgend nach MedDRA-Systemorganklasse aufgelistet undgemäß der folgenden Konvention nach der Häufigkeit geordnet: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100,< 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) undnicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 5 Nebenwirkungen unter Trametinib in Kombination mit Dabrafenib
Infektionen und parasitäre ErkrankungenSehr häufig Paronychie, Nasopharyngitis*1
Häufig Harnwegsinfektion, Zellulitis
Gutartige, bösartige und nicht spezifizierte Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
Sehr häufig Hautpapillom
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSehr häufig Neutropenie*2, Anämie, Leukopenie*
Häufig Thrombozytopenie*
Erkrankungen des ImmunsystemsHäufig Überempfindlichkeit
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenHäufig Dehydratation, verminderter Appetit
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufig Kopfschmerzen, Schwindel*3
AugenerkrankungenHäufig Verschwommenes Sehen, Sehstörung, Uveitis*4
Gelegentlich Netzhautablösung, periorbitales Ödem
HerzerkrankungenHäufig Verringerte Auswurffraktion, Bradykardie*
Gelegentlich Atrioventrikulärer Block5
GefäßerkrankungenSehr häufig Blutung*6
Häufig Hypertonie, Hypotonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsSehr häufig Husten*
Häufig Atemnot
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig Bauchschmerzen*, Verstopfung, Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen
Häufig Pankreatitis, Stomatitis
Gelegentlich Kolitis*
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesSehr häufig Akneiforme Dermatitis*7, trockene Haut*8, Juckreiz, Hautausschlag*9, Erythem
Häufig Generalisierte exfoliative Dermatitis*10, Haarausfall, palmar-plantares
Erythrodysästhesie-Syndrom, Follikulitis, Hautläsion, Pannikulitis,
Hyperkeratose, Lichtempfindlichkeit*11
Gelegentlich Akute febrile neutrophile Dermatose, Hautfissuren, nächtliches Schwitzen,
Hyperhidrose
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSehr häufig Arthralgie, Schmerzen in einer Extremität
Häufig Myalgie*, Muskelkrämpfe*12
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig Pyrexie*, Fatigue*13, Gewichtszunahme
Häufig Schleimhautentzündung, Gesichtsödem*, Schüttelfrost, peripheres Ödem,grippeartige Erkrankung
Untersuchungen
Sehr häufig Transaminasen erhöht*14
Häufig Hyponatriämie, Hypophosphatämie, Hyperglykämie, alkalische Phosphatase im
Blut erhöht, Gammaglutamyltransferase erhöht, Kreatin-Phosphokinase im Bluterhöht
*Bezeichnet einen Gruppenbegriff aus zwei oder mehr bevorzugten Begriffen nach MedDRA, die als klinischähnlich angesehen wurden.1 Nasopharyngitis schließt Pharyngitis mit ein2 Neutropenie schließt Neutrophilenzahl vermindert und febrile Neutropenie mit ein3 Schwindel schließt Vertigo mit ein4 Uveitis schließt Iridozyklitis mit ein5 Atrioventrikulärer Block schließt atrioventrikulären Block 1. Grades mit ein6 Blutung schließt Epistaxis, Hämaturie, Kontusion, Hämatom, International Normalised Ratio erhöht,anale Blutung, Blutung an der Katheterstelle, zerebrale Blutung, Ekchymose, extradurales Hämatom,gastrointestinale Blutung, Hämatochezie, Petechien, Blutung nach einem Eingriff, rektale Blutung,
Erythrozytenzahl vermindert, Blutung im oberen Gastrointestinaltrakt, Uterusblutung, starke
Menstruationsblutung und Purpura mit ein7 Akneiforme Dermatitis schließt Akne und pustulöse Akne mit ein8 Trockene Haut schließt Xerose und Xerodermie mit ein9 Hautausschlag schließt makulopapulösen Hautausschlag, pustulösen Hautausschlag, erythematösen
Hautausschlag, papulösen Hautausschlag und makulösen Hautausschlag mit ein10 Generalisierte exfoliative Dermatitis schließt Hautabschälung und exfoliative Dermatitis mit ein11 Lichtempfindlichkeit schließt Lichtempfindlichkeitsreaktion und Sonnenbrand mit ein12 Muskelkrämpfe schließt Steifigkeit des Bewegungsapparats mit ein13 Fatigue schließt Krankheitsgefühl und Asthenie mit ein14 Transaminasen erhöht umfasst Aspartataminotransferase (AST) erhöht, Alaninaminotransferase (ALT)erhöht und Hypertransaminasämie
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenGewichtszunahmeEine Gewichtszunahme wurde nur in der pädiatrischen Population dokumentiert. Sie wurde als
Nebenwirkung bei 16 % der pädiatrischen Patienten berichtet, darunter Fälle des Grads 3 bei 5 % der
Patienten, mit einer Abbruchquote von 0,6 % der Patienten. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftretender berichteten Gewichtszunahme bei pädiatrischen Patienten, die Trametinib in Kombination mit
Dabrafenib erhielten, betrug 3,5 Monate. Eine Gewichtszunahme um ≥ 2 Perzentil-Kategorien desaltersabhängigen BMI (Body Mass Index) gegenüber dem Ausgangswert wurde bei 36 % der Patientenbeobachtet.
BlutungHämorrhagische Ereignisse wurden bei 34 % der pädiatrischen Patienten beobachtet, wobei bei 1,2 %der Patienten Ereignisse vom Grad 3 auftraten. Das häufigste hämorrhagische Ereignis (Epistaxis)wurde bei 18 % der pädiatrischen Patienten berichtet. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten eineshämorrhagischen Ereignisses bei pädiatrischen Patienten lag bei 2,6 Monaten. Hämorrhagische
Ereignisse, einschließlich größerer hämorrhagischer Ereignisse und Blutungen mit tödlichem
Ausgang, sind bei erwachsenen Patienten nach Einnahme von Trametinib in Kombination mit
Dabrafenib aufgetreten.
Das Blutungsrisiko kann bei gleichzeitiger Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern oder
Antikoagulanzien erhöht sein. Wenn eine Blutung auftritt, sollten die Patienten wie klinisch angezeigtbehandelt werden (siehe Abschnitt 4.4).
Verringerung der linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF)/linksventrikuläre Dysfunktion
Über eine Verringerung der LVEF wurde bei 5,3 % der pädiatrischen Patienten berichtet; Ereignissedes Grads 3 traten bei < 1 % der Patienten auf. Die mediane Zeit bis zum erstmaligen Auftreten einer
Verringerung der LVEF lag bei ungefähr einem Monat. In klinischen Studien bei erwachsenen
Patienten betrug die mediane Zeit bis zum erstmaligen Auftreten einer linksventrikulären Dysfunktion,einer Herzinsuffizienz sowie einer Verringerung der LVEF zwischen 2 und 5 Monate.
Patienten mit einer LVEF unterhalb des unteren Grenzwerts für den Normbereich der jeweiligen
Einrichtung wurden nicht in die klinischen Studien mit Trametinib eingeschlossen. Trametinib in
Kombination mit Dabrafenib sollte Patienten mit Umständen, die zu einer Beeinträchtigung derlinksventrikulären Funktion führen können, mit Vorsicht gegeben werden (siehe Abschnitte 4.2 und4.4).
Pyrexie
In klinischen Studien mit Trametinib als Monotherapie und in Kombination mit Dabrafenib wurdeüber Fieber berichtet. Die Häufigkeit und Schwere des Fiebers waren jedoch unter der
Kombinationstherapie erhöht (siehe Abschnitt 4.4). Über Fieber wurde bei 70 % der pädiatrischen
Patienten berichtet, wobei Ereignisse vom Grad 3 bei 11 % der Patienten auftraten. Siehe
Fachinformation von Dabrafenib Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen.
Hepatische Ereignisse
Über hepatische Nebenwirkungen wurde in klinischen Studien bei Erwachsenen und pädiatrischen
Patienten mit Trametinib in Kombination mit Dabrafenib berichtet. In der pädiatrischen
Sicherheitspopulation waren ALT- und AST-Erhöhung sehr häufig, d. h. es wurde bei 13 % bzw. 16 %der Patienten darüber berichtet (siehe Abschnitt 4.4). Von den hepatischen Nebenwirkungen waren
ALT- und AST-Erhöhungen die häufigsten Ereignisse bei erwachsenen Patienten; die Mehrzahl davonwar entweder vom Grad 1 oder 2. Unter der Trametinib-Monotherapie traten mehr als 90 % dieserhepatischen Ereignisse innerhalb der ersten 6 Monate der Behandlung auf. Hepatische Ereignissewurden in klinischen Studien durch Kontrollen alle vier Wochen erfasst. Es wird empfohlen, bei
Patienten, die Trametinib erhalten, die Leberfunktion alle 4 Wochen für 6 Monate zu kontrollieren.
Leberfunktionskontrollen sollen danach wie klinisch indiziert weitergeführt werden (siehe
Abschnitt 4.4).
Blutdruckveränderungen
Über Hypertonie wurde bei 2,3 % der pädiatrischen Patienten berichtet, wobei Ereignisse des Grads 3bei 1,2 % der Patienten auftraten. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten einer Hypertonie beipädiatrischen Patienten betrug 5,4 Monate.
Über eine Hypotonie wurde bei 4,1 % der pädiatrischen Patienten beobachtet, wobei Ereignisse vom
Grad ≥ 3 bei 2,3 % der Patienten auftraten. Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten einer Hypotoniebei pädiatrischen Patienten lag bei 2,2 Monaten.
Die Blutdruckwerte sollten zu Beginn der Behandlung und während der Behandlung gemessenwerden, gegebenenfalls unter entsprechender Kontrolle des Bluthochdrucks mittels Standardtherapie(siehe Abschnitt 4.4).
Interstitielle Lungenkrankheit (ILK)/Pneumonitis
Patienten können unter der Behandlung mit Trametinib eine ILK oder Pneumonitis entwickeln. Die
Behandlung mit Trametinib sollte bei Patienten mit Verdacht auf ILK oder Pneumonitis,einschließlich Patienten mit neuen oder fortschreitenden pulmonalen Symptomen und Befundeneinschließlich Husten, Atemnot, Hypoxie, Pleuraerguss oder Infiltraten, die weiterer Untersuchungenbedürfen, ausgesetzt werden. Trametinib muss bei Patienten, bei denen eine behandlungsbedingte ILKoder Pneumonitis diagnostiziert wird, dauerhaft abgesetzt werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
SehstörungenBei pädiatrischen Patienten, die mit Trametinib in Kombination mit Dabrafenib behandelt wurden,wurde über ophthalmologische Reaktionen einschließlich Uveitis (3,5 %) und Iridozyklitis (1,8 %)berichtet. Eine Uveitis des Grads 3 trat bei 1,8 % der pädiatrischen Patienten auf. Eine Ablösung des
Netzhautpigmentepithels (RPED) wurde bei < 1 % der pädiatrischen Patienten beobachtet. Mit
Sehstörungen, einschließlich RPED und RVO verbundene Erkrankungen sind unter Trametinib auchbei erwachsenen Patienten beobachtet worden. Über Symptome wie verschwommenes Sehen,verminderte Sehschärfe und andere visuelle Störungen ist in den klinischen Studien bei Erwachsenenmit Trametinib berichtet worden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
HautausschlagHautausschlag ist bei 49 % der pädiatrischen Patienten in Trametinib/Dabrafenib-
Kombinationsstudien in der integrierten Sicherheitspopulation beobachtet worden. Die Mehrheitdieser Fälle waren vom Grad 1 oder 2 und erforderten keine Therapieunterbrechung oder
Dosisreduktion (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Rhabdomyolyse
Über Rhabdomyolyse wurde bei erwachsenen Patienten unter Trametinib berichtet. Anzeichen und
Symptome einer Rhabdomyolyse erfordern eine geeignete klinische Abklärung und eine Behandlungwie indiziert (siehe Abschnitt 4.4).
PankreatitisÜber Pankreatitis wurde bei 1,2 % der pädiatrischen Patienten berichtet, bei < 1 % der Patienten miteinem Schweregrad 3. Ungeklärte Bauchschmerzen sollten umgehend untersucht werden,einschließlich einer Bestimmung der Serum-Amylase und Lipase. Bei einer Wiederaufnahme der
Behandlung nach einer Episode von Pankreatitis sollten die Patienten engmaschig überwacht werden(siehe Abschnitt 4.4).
NierenversagenÜber Nierenversagen wurde bei Patienten unter Trametinib in Kombination mit Dabrafenib berichtet.
Nierenversagen infolge mit Pyrexie verbundener prärenaler Azotämie oder granulomatöser Nephritistraten bei erwachsenen Patienten gelegentlich auf, jedoch wurde Trametinib nicht bei Patienten mit
Niereninsuffizienz (definiert als Kreatinin > 1,5 x des oberen Grenzwertes des Normbereichs [ULN])untersucht. Bei dieser Patientenpopulation ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Bei pädiatrischen Patienten, die in klinischen Studien Trametinib in Kombination mit Dabrafeniberhielten, wurden keine akuten Symptome einer Überdosierung berichtet. Eine dauerhafte
Überdosierung von Trametinib kann eine Zunahme von Hautausschlag, Abnahme der LVEF oderretinale Anomalien zur Folge haben. Es gibt keine spezifische Behandlung bei Überdosierung. Bei
Überdosierung sollte der Patient eine angemessene symptomatische Behandlung erhalten, fallserforderlich unter entsprechender Überwachung.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, Proteinkinase-Inhibitoren, Mitogen-aktivierte Proteinkinase (MEK)-Inhibitoren, ATC-Code: L01EE01
WirkmechanismusTrametinib ist ein reversibler, hochselektiver allosterischer Inhibitor der Aktivierung der Mitogen-aktivierten, über extrazelluläre Signale regulierten Kinasen 1 (MEK1) und 2 (MEK2) sowie deren
Kinaseaktivität. MEK-Proteine sind Bestandteile des mit extrazellulären Signalen verbundenen
Kinase-Signalübertragungswegs (ERK). Bei Krebserkrankungen beim Menschen ist dieser
Signalübertragungsweg häufig durch mutierte Formen von BRAF aktiviert, wodurch MEK aktiviertwird. Trametinib inhibiert die Aktivierung von MEK durch BRAF und inhibiert die Kinaseaktivitätvon MEK.
Kombination mit Dabrafenib
Dabrafenib ist ein Inhibitor der RAF-Kinasen. Onkogene Mutationen im BRAF-Gen führen zurkonstitutiven Aktivierung des RAS/RAF/MEK/ERK-Signalübertragungsweges.
Damit hemmen Trametinib und Dabrafenib zwei Kinasen dieses Signalübertragungsweges, MEK und
RAF; die Kombination ermöglicht somit eine gleichzeitige Inhibierung dieses
Signalübertragungsweges. An Krebs-Zelllinien mit der BRAF-V600-Mutation hat die Kombinationvon Trametinib mit Dabrafenib in vitro eine Anti-Tumor-Wirkung gezeigt und verlängert in vivo die
Zeit bis zum Auftreten von Resistenzen bei Xenografts mit der BRAF-V600-Mutation.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitKinder und JugendlicheDie klinische Wirksamkeit und Sicherheit der Kombinationstherapie mit Dabrafenib und Trametinibbei pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis < 18 Jahren mit BRAF-V600-Mutation-positivem
Gliom wurden in einer multizentrischen, offenen, klinischen Phase-II-Studie untersucht (EudraCT2015-004015-20). Patienten mit einem niedriggradig malignen Gliom (WHO 2016 Grade 1 und 2), dieeine erste systemische Therapie benötigten, wurden per Randomisierung im Verhältnis 2:1 einer
Therapie mit Dabrafenib plus Trametinib oder Carboplatin plus Vincristin zugeteilt, und Patienten miteinem rezidivierten oder refraktären hochgradig malignen Gliom (WHO 2016 Grade 3 und 4) wurdenin eine Einzelarmkohorte mit Dabrafenib plus Trametinib aufgenommen.
Der BRAF-Mutationsstatus wurde vor Studieneinschluss durch einen lokalen Test an Tumorgewebeoder, wenn kein lokaler Test verfügbar war, unter Verwendung des bioMérieux THxID-BRAF-Kits im
Zentrallabor ermittelt. Darüber hinaus wurden vom Zentrallabor retrospektive Tests an verfügbaren
Tumorproben durchgeführt, um die BRAF-V600E-Mutation zu bestätigen.
Die Dosierung von Dabrafenib und Trametinib in der klinischen Studie war alters- undgewichtsabhängig. Dabrafenib wurde oral in einer Dosierung von 2,625 mg/kg zweimal täglich in der
Altersgruppe < 12 Jahre und in einer Dosierung von 2,25 mg/kg zweimal täglich in der Altersgruppe12 Jahre und älter verabreicht. Trametinib wurde oral in einer Dosierung von 0,032 mg/kg einmaltäglich in der Altersgruppe < 6 Jahre und in einer Dosierung von 0,025 mg/kg einmal täglich in der
Altersgruppe 6 Jahre und älter verabreicht. Die Dabrafenib-Dosen waren auf 150 mg zweimal täglichund die Trametinib-Dosen auf 2 mg einmal täglich begrenzt. Carboplatin und Vincristin wurden auf
Grundlage des Alters und der Körperoberfläche in einer Dosierung von 175 mg/m2 bzw. 1,5 mg/m2 alswöchentliche Infusion verabreicht. Carboplatin und Vincristin wurden in einem 10-wöchigen
Induktionszyklus verabreicht, gefolgt von acht 6-wöchigen Erhaltungstherapiezyklen.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt in beiden Kohorten war die Gesamtansprechrate (overall responserate, ORR, Summe des bestätigten kompletten Ansprechens [Complete response/CR] und partiellen
Ansprechens [Partial response/PR]), ermittelt durch unabhängige Auswertung auf Grundlage der
RANO-Kriterien (2017) für die LGG-Kohorte und der RANO-Kriterien (2010) für die HGG-Kohorte.
Die primäre Analyse wurde durchgeführt, nachdem alle Patienten in beiden Kohorten mindestens32 Behandlungswochen abgeschlossen hatten. Die finale Analyse wurde 2 Jahre nach Beendigung des
Studieneinschlusses in beiden Kohorten durchgeführt.
BRAF-Mutation-positives pädiatrisches niedriggradig malignes Gliom (WHO Grade 1 und 2)
In der Kohorte der Patienten mit niedriggradig malignem Gliom wurden 110 Patienten per
Randomisierung einer Behandlung mit Dabrafenib plus Trametinib (n = 73) oder mit Carboplatin plus
Vincristin (n = 37) zugeteilt. Das mediane Alter betrug 9,5 Jahre, wobei 34 Patienten (30,9 %)12 Monate bis < 6 Jahre, 36 Patienten (32,7 %) 6 bis < 12 Jahre und 40 Patienten (36,4 %) 12 bis< 18 Jahre alt waren. 60 % waren weiblich. Die meisten Patienten (80 %) hatten bei Erstdiagnose ein
Gliom des Grads 1. Die häufigsten Subtypen waren pilozytisches Astrozytom (30,9 %), Gangliogliom(27,3 %) und nicht anderweitig spezifiziertes LGG (LGG not otherwise specified, NOS) (18,2 %).
Eine Metastasierung lag bei 9 Patienten vor (8,2 %). Bei 91 Patienten (82,7 %) wurde über einenvorangegangenen chirurgischen Eingriff berichtet, bei 28 dieser Patienten (25,5 %) handelte es sichbeim letzten chirurgischen Eingriff um eine Resektion. Über eine Anwendung systemischer
Kortikosteroide wurde bei 44 Patienten (41,5 %) berichtet.
Zum Zeitpunkt der primären Analyse war die ORR im Arm mit Dabrafenib plus Trametinib statistischsignifikant verbessert gegenüber der Gruppe mit Carboplatin plus Vincristin. Die anschließendehierarchische Testung zeigte außerdem eine statistisch signifikante Verbesserung desprogressionsfreien Überlebens (Progression-free survival, PFS) gegenüber der Chemotherapie(Tabelle 6).
Zum Zeitpunkt der primären Analyse, die durchgeführt wurde, nachdem alle Patienten mindestens32 Behandlungswochen abgeschlossen oder die Behandlung früher abgebrochen hatten, waren die
Daten zum Gesamtüberleben (Overall survival, OS) noch unreif (im Carboplatin-plus-Vincristin-[C+V-]Arm wurde über einen Todesfall berichtet).
Tabelle 6 Ansprechen und progressionsfreies Überleben basierend auf unabhängigem Reviewin der pivotalen Studie G2201 (LGG-Kohorte, primäre Analyse)
Dabrafenib + Trametinib Carboplatin + Vincristin(D+T) (C+V)
N = 73 N = 37
Bestes Gesamtansprechen
Komplettes Ansprechen (CR), n (%) 2 (2,7) 1 (2,7)
Partielles Ansprechen (PR), n (%) 32 (43,8) 3 (8,1)
Stabile Erkrankung (SD), n (%) 30 (41,1) 15 (40,5)
Progression (PD), n (%) 8 (11,0) 12 (32,4)
Unbekannt, n (%) 1 (1,4) 6 (16,2)1
Gesamtansprechrate
ORR (CR+PR), (95%-KI) 46,6 % (34,8-58,6 %) 10,8 % (3,0-25,4 %)
Odds Ratio2, p-Wert 7,19 (2,3-22,4), p < 0,001
Risikounterschied 35,8 % (20,6-51,0)
Progressionsfreies Überleben (PFS)
Median (Monate), (95%-KI) 20,1 (12,8-NE) 7,4 (3,6-11,8)
Hazard Ratio (95%-KI), p-Wert 0,31 (0,17-0,55), p < 0,001
NE=nicht einschätzbar1 4 Patienten, die C+V zugeteilt worden waren, brachen die Teilnahme vor der Behandlung ab.2 Odds Ratio (D+T vs. C+V) und 95%-KI aus einer logistischen Regression mit Behandlung als einziger
Kovariablen, d. h. es handelt sich um die Wahrscheinlichkeit, dass im D+T-Arm ein Ansprechen zu beobachtenwar, verglichen mit der Wahrscheinlichkeit, dass im C+V-Arm ein Ansprechen zu beobachten war. Odds Ratio> 1 zugunsten von D+T.
Zum Zeitpunkt der finalen Analyse (mediane Dauer der Nachbeobachtung: 39,0 Monate) betrug die
ORR, basierend auf unabhängigem Review, 54,8 % im D+T-Arm und 16,2% im C+V-Arm, mit einer
Odds Ratio von 6,26. Die Analyse bestätigte auch eine Verbesserung des PFS gegenüber
Chemotherapie, basierend auf unabhängigem Review mit einer geschätzten 64%igen Risikoreduktionhinsichtlich Progression/Tod (Hazard Ratio 0,36). Das mediane PFS betrug 24,9 Monate im D+T-Armund 7,2 Monate im C+V-Arm. Zum Zeitpunkt der finalen Analyse wurden in beiden Armen keinezusätzlichen Todesfälle berichtet.
Abbildung 1 Kaplan-Meier-Kurven für das progressionsfreie Überleben basierend aufunabhängigem Review in der pivotalen Studie G2201 (LGG-Kohorte, finale
Analyse)100%80%60%40%20%
D+DT+ (Tn/ N(n =/N 4=44/743/7) 3)
C+CV+ (Vn/ N(n =/N 2=62/367/3) 7)0%0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51
Zeit (Monate)
DD+T+T 73 66 62 57 48 44 39 38 34 27 20 14 10 5 5 3 3 0
CC+V+V 37 21 16 12 8 6 6 6 5 4 2 0 0 0 0 0 0 0
BRAF-Mutation-positives pädiatrisches hochgradig malignes Gliom (WHO Grade 3 und 4)
In der Einzelarmkohorte der Patienten mit hochgradig malignem Gliom wurden 41 Patienten miteinem rezidivierten oder refraktären HGG eingeschlossen und mit Dabrafenib plus Trametinibbehandelt. Das mediane Alter lag bei 13,0 Jahren, wobei 5 Patienten (12,2 %) 12 Monate bis< 6 Jahre, 10 Patienten (24,4 %) 6 bis < 12 Jahre und 26 Patienten (63,4 %) 12 bis < 18 Jahre altwaren. 56 % waren weiblich. Der histologische Grad bei Erstdiagnose entsprach Grad 4 bei20 Patienten (48,8 %), Grad 3 bei 13 Patienten (31,7 %), Grad 2 bei 4 Patienten (9,8 %), Grad 1 bei3 Patienten (7,3 %), und bei einem Patienten (2,4 %) lag der Grad nicht vor. Die häufigsten Subtypenwaren Glioblastoma multiforme (31,7 %), anaplastisches pleomorphes Xanthoastrozytom (14,6 %),
HGG NOS (9,8 %) und pleomorphes Xanthoastrozytom (9,8 %). Bei 40 Patienten (97,6 %) wurdeüber einen vorangegangenen chirurgischen Eingriff berichtet, wobei es sich bei 24 dieser Patienten(58,5 %) beim letzten chirurgischen Eingriff um eine Resektion handelte. 33 Patienten (80,5 %) hattensich einer vorherigen antineoplastischen Chemotherapie unterzogen. Über eine vorherige
Strahlentherapie wurde bei 37 Patienten (90,2 %) berichtet. 24 Patienten (58,5 %) erhielten währendder Studienbehandlung eine systemische Kortikosteroid-Therapie.
Zum Zeitpunkt der finalen Analyse (mediane Dauer der Nachbeobachtung: 45,2 Monate) betrug die
ORR basierend auf unabhängigem Review 56,1 % (23/41), (95%-KI: 39,7; 71,5): CR bei 14 Patienten(34,1 %) und PR bei 9 Patienten (22,0 %). Die mediane Dauer des Ansprechens (DoR) betrug27,4 Monate (95%-KI: 9,2; NE).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Trametinib wurden hauptsächlich bei erwachsenen
Patienten anhand der festen (Tabletten-)Formulierung ermittelt. Die Pharmakokinetik von Trametinibnach einmaliger oder wiederholter gewichtsabhängiger Verabreichung wurde auch bei244 pädiatrischen Patienten untersucht. Die pharmakokinetischen Eigenschaften (Resorptionsrate und
Clearance des Wirkstoffs) von Trametinib bei pädiatrischen Patienten waren mit denen bei
Erwachsenen vergleichbar. Das Gewicht besaß einen Einfluss auf die orale Clearance von Trametinib,das Alter dagegen nicht. Die pharmakokinetische Trametinib-Exposition bei pädiatrischen Patienten inder empfohlenen gewichtsabhängigen Dosierung bewegte sich im Bereich der Exposition, die bei
Erwachsenen beobachtet wurde.
Wahrscheinlichkeit (%)
ResorptionDie Trametinib Lösung zum Einnehmen wurde mit einer medianen Zeit bis zur Spitzenkonzentrationim Plasma (Tmax) von 1 Stunde nach Gabe rasch resorbiert. Die mittlere absolute orale
Bioverfügbarkeit der Trametinib-Tabletten betrug 72 %. In einer Studie zur relativen
Bioverfügbarkeit, in der die beiden Formulierungen (Lösung zum Einnehmen und Tabletten-
Formulierung) nach Gabe einer Einzeldosis im Nüchternzustand bei Erwachsenen verglichen wurden,führte die Verabreichung der Lösung zum Einnehmen zu einer um 12 %, 10 % und 71 % höheren
AUC(0-inf), AUC(0-last) bzw. Cmax im Vergleich zur Tabletten-Formulierung.
Die Trametinib-Exposition stieg bei wiederholter, einmal täglicher Gabe zwischen 0,125 mg und 4 mg
Dosis-proportional.
In der pivotalen pädiatrischen Studie beliefen sich die geometrischen Mittelwerte (%VK) der Cmax und
AUCtau im Steady State auf 22,7 ng/ml (41,1 %) bzw. 339 ng*h/ml (22,2 %) in der LGG-Kohorte undauf 21,3 ng/ml (36,3 %) bzw. 307 ng*h/ml (22,8 %) in der HGG-Kohorte.
Trametinib akkumuliert nach wiederholter täglicher Gabe. Bei der Tabletten-Formulierung in einer
Dosis von 2 mg einmal täglich wurde ein mittleres Akkumulationsverhältnis von 6,0 beobachtet. Der
Steady State wurde am Tag 15 erreicht.
Einfluss von NahrungDie Anwendung einer 2 mg Einzeldosis von Trametinib Lösung zum Einnehmen mit einer fettarmenund kalorienarmen Mahlzeit führte zu einer 12%igen Abnahme der Cmax im Vergleich zum
Nüchternzustand, was als nicht klinisch signifikant angesehen wird. Die AUClast blieb unverändert.
VerteilungDie Bindung von Trametinib an humane Plasmaproteine beträgt 97,4 %. Trametinib besitzt ein
Verteilungsvolumen von ungefähr 1 200 l, bestimmt nach intravenöser Gabe einer 5 µg Mikrodosis.
BiotransformationIn-vitro- und In-vivo-Studien zeigten, dass Trametinib vorwiegend über Deacetylierung allein oder in
Kombination mit Mono-Oxygenierung metabolisiert wird. Der deacetylierte Metabolit wurde über
Glucuronidierung weiter metabolisiert. Eine Oxidation über CYP3A4 wird als untergeordneter
Stoffwechselweg eingeschätzt. Die Deacetylierung wird durch die Carboxylesterasen 1b, 1c und 2unter möglicher Mitwirkung anderer hydrolytischer Enzyme vermittelt.
Nach Gabe von Einzel- und wiederholten Dosen ist der im Plasma zirkulierende Hauptbestandteil
Trametinib selbst.
EliminationDie mittlere terminale Halbwertszeit von Trametinib beträgt 127 Stunden (5,3 Tage) nach einer
Einzelgabe. Die scheinbare Clearance von Trametinib bei pädiatrischen Patienten (medianes
Körpergewicht: 32,85 kg) betrug 3,44 l/h (VK 20 %).
Die Gesamt-Wiederfindungsrate war nach Gabe einer Einzeldosis von radioaktiv markiertem
Trametinib als Lösung über einen Sammelzeitraum von 10 Tagen wegen der langen
Eliminationshalbwertszeit niedrig (< 50 %). Trametinib-verwandte Substanzen wurden überwiegendüber den Stuhl ausgeschieden (> 80 % der wiedergefundenen Radioaktivität) und nur in einemgeringen Ausmaß über den Urin (≤ 19 %). Weniger als 0,1 % der ausgeschiedenen Dosis wurde als
Muttersubstanz im Urin wiedergefunden.
ArzneimittelwechselwirkungenWirkungen von Trametinib auf Arzneimittel-metabolisierende Enzyme und Transportsysteme
In-vitro- und In-vivo-Daten legen nahe, dass eine Beeinflussung der Pharmakokinetik anderer
Arzneimittel durch Trametinib unwahrscheinlich ist. Auf Basis von In-vitro-Studien ist Trametinibkein Inhibitor von CYP1A2, CYP2A6, CYP2B6, CYP2D6 und CYP3A4. Basierend auf in-vitro-
Studien ist Trametinib ein Inhibitor von CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C19, ein Induktor von CYP3A4und ein Inhibitor der Transportsysteme OAT1, OAT3, OCT2, MATE1, OATP1B1, OATP1B3, P-gpund BCRP. Auf Basis der niedrigen Dosis und der klinisch geringen systemischen Exposition im
Verhältnis zur Wirkstärke in vitro und zu den für eine Inhibition oder Induktion erforderlichen Wertenwird Trametinib jedoch nicht als ein Inhibitor oder Induktor dieser Enzyme oder Transportsysteme invivo eingestuft, obwohl eine vorübergehende Inhibition von BCRP-Substraten im Darm stattfindenkann (siehe Abschnitt 4.5).
Wirkungen anderer Arzneimittel auf Trametinib
In-vitro- und In-vivo-Daten legen nahe, dass eine Beeinflussung der Pharmakokinetik von Trametinibdurch andere Arzneimittel unwahrscheinlich ist. Trametinib ist kein Substrat von CYP-Enzymen oderden Transportsystemen BCRP, OATP1B1, OATP1B3, OATP2B1, OCT1, MRP2 und MATE1.
Trametinib ist ein Substrat von BSEP und des Efflux-Transportsystems P-gp in vitro. Obwohl esunwahrscheinlich ist, dass die Trametinib-Exposition durch die Inhibition von BSEP beeinflusst wird,können erhöhte Trametinib-Konzentrationen infolge einer starken Hemmung von P-gp in der Lebernicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Wirkungen von Trametinib auf andere Arzneimittel
Die Wirkung einer wiederholten Gabe von Trametinib auf die Steady State-Pharmakokinetik derkombinierten oralen Kontrazeptiva, Norethindron und Ethinylestradiol, wurde in einer klinischen
Studie an 19 Patientinnen mit soliden Tumoren untersucht. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit
Trametinib stieg die Norethindron-Exposition um 20 %, die Ethinylestradiol-Exposition war ähnlich.
Basierend auf diesen Ergebnissen wird kein Wirksamkeitsverlust hormoneller Kontrazeptiva erwartet,wenn diese zusammen mit Trametinib angewendet werden.
Besondere PatientengruppenLeberfunktionsstörungenPopulationspharmakokinetische Analysen und Daten einer klinischen Pharmakologie-Studie beierwachsenen Patienten mit normaler Leberfunktion bzw. mit leichten, mäßigen oder starken Bilirubin-und/oder AST-Erhöhungen (basierend auf der Klassifizierung des Nationalen Krebsinstituts der USA[NCI]) zeigen, dass die Leberfunktion die orale Clearance von Trametinib nicht signifikantbeeinflusst.
NierenfunktionsstörungenAngesichts der geringen renalen Exkretion von Trametinib ist es unwahrscheinlich, dass
Nierenfunktionsstörungen einen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Trametinibhaben. Die Pharmakokinetik von Trametinib wurde bei 223 in klinischen Studien eingeschlossenenerwachsenen Patienten mit leichten Nierenfunktionsstörungen und 35 erwachsenen Patienten mitmäßigen Nierenfunktionsstörungen mittels einer populationskinetischen Analyse untersucht. Leichtebis mäßige Nierenfunktionsstörungen hatten keinen Einfluss auf die Trametinib-Exposition (< 6 % injeder Gruppe). Es liegen keine Daten bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung vor (siehe
Abschnitt 4.2).
Ethnische Gruppen
Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um einen potenziellen Einfluss der ethnischen Abstammungauf die Pharmakokinetik von Trametinib beurteilen zu können, da die klinische Erfahrung auf
Kaukasier beschränkt ist.
GeschlechtAuf Grundlage populationspharmakokinetischer Analysen bei erwachsenen und pädiatrischen
Patienten stellte sich heraus, dass das Geschlecht die orale Clearance von Trametinib beeinflussenkann. Obwohl bei Patientinnen eine höhere Exposition als bei Patienten vorhersagbar ist, ist esunwahrscheinlich, dass diese Unterschiede klinisch relevant sind, und es ist keine Dosisanpassungerforderlich.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Kanzerogenitätsstudien wurden mit Trametinib nicht durchgeführt. Trametinib war nicht genotoxischin Studien zur Prüfung auf reverse Mutationen in Bakterien, chromosomale Aberrationen in
Säugerzellen und Mikrokernen im Knochenmark von Ratten.
Trametinib kann die weibliche Fertilität beim Menschen beeinträchtigen, da in Studien mitwiederholter Gabe vermehrt zystische Follikel und ein Gelbkörperschwund bei weiblichen Ratten bei
Exposition unterhalb der klinischen Exposition beim Menschen auf Basis der AUC beobachtetwurden.
Des Weiteren wurden nach Gabe von Trametinib an juvenilen Ratten verringerte Eierstockgewichte,leichte Verzögerungen bei Kennzeichen der weiblichen sexuellen Reifung (Vaginalöffnung underhöhte Häufigkeit prominenter terminaler Endknospen innerhalb der Brustdrüsen) und eine leichte
Hypertrophie des Uterus-Oberflächenepithels beobachtet. All diese Effekte waren nach einerbehandlungsfreien Zeit reversibel und sind der Pharmakologie zuzuschreiben. In Toxizitätsstudien an
Ratten und Hunden mit einer Dauer bis zu 13 Wochen wurden jedoch keine behandlungsbedingten
Effekte auf die männlichen Fortpflanzungsorgane beobachtet.
In embryofetalen entwicklungstoxikologischen Studien an Ratten und Kaninchen induzierte
Trametinib maternale Toxizität und eine Toxizität auf die Entwicklung der Nachkommen. Bei Rattenwurden verringerte fötale Körpergewichte und erhöhte Post-Implantationsverluste bei einer Expositionunterhalb oder geringfügig über der klinischen Exposition beim Menschen auf Basis der AUCgesehen. Bei einer embryofetalen entwicklungstoxikologischen Studie mit Kaninchen wurdenverringerte fötale Körpergewichte, vermehrte Abgänge, eine erhöhte Häufigkeit unvollständiger
Verknöcherungen und Skelettmissbildungen nach subklinischer Exposition auf Basis der AUCgesehen.
In Studien mit wiederholter Gabe wurden nach Exposition mit Trametinib Effekte vorwiegend an der
Haut, im Magen-Darm-Trakt, im hämatologischen System, an Knochen und in der Leber gefunden.
Die meisten dieser Befunde waren nach einem Arzneimittel-freien Erholungszeitraum reversibel. Bei
Ratten wurden hepatozelluläre Nekrosen und Transaminasenanstiege nach 8 Wochen bei≥ 0,062 mg/kg/Tag (dem ungefähr 0,8-Fachen der Humanexposition auf Basis der AUC) gesehen.
Bei Mäusen wurden eine erniedrigte Herzfrequenz, ein verringertes Herzgewicht und eine vermindertelinksventrikuläre Funktion ohne kardiale Histopathologie nach 3 Wochen bei ≥ 0,25 mg
Trametinib/kg/Tag über bis zu 3 Wochen (dem ungefähr 3-Fachen der Humanexposition auf Basis der
AUC) beobachtet. Bei erwachsenen Ratten war die Mineralisierung multipler Organe mit erhöhten
Phosphor-Serumkonzentrationen assoziiert und eng mit Nekrosen im Herz, Leber und Niere sowie
Lungenblutungen bei einer Exposition vergleichbar der Humanexposition verbunden. Bei Rattenwurden eine Hypertrophie der Wachstumsfuge und ein erhöhter Knochenstoffwechsel beobachtet. Bei
Ratten und Hunden, denen Trametinib in klinischen oder subklinischen Humandosen gegeben wurde,wurden Knochenmarknekrosen, Lymphatrophien des Thymus und des mit dem Darm assoziierten
Lymphgewebes sowie lymphatische Nekrosen in den Lymphknoten, der Milz und im Thymusbeobachtet, die das Potenzial für eine Beeinträchtigung der Immunfunktion haben. Bei juvenilen
Ratten wurden erhöhte Herzgewichte ohne histopathologische Befunde bei 0,35 mg/kg/Tag (demungefähr 2-Fachen der klinischen Exposition beim Menschen auf Basis der AUC) beobachtet.
In einem NRU (Neutral Red Uptake)-Test an 3T3-Mäusefibroblasten in vitro war Trametinib in
Konzentrationen phototoxisch, die signifikant höher waren als bei klinischer Exposition (IC50 von2,92 µg/ml, entsprechend dem ≥ 130-Fachen der klinischen Exposition beim Menschen auf Basis der
Cmax), was auf ein nur geringes Phototoxizitätsrisiko für Patienten, die Trametinib einnehmen,hinweist.
Kombination mit Dabrafenib
In einer Studie an Hunden, in der Trametinib und Dabrafenib als Kombination über 4 Wochengegeben wurden, wurden Anzeichen einer gastrointestinalen Toxizität und einer verringertenlymphatischen Thymus-Zellstruktur bei niedrigerer Exposition beobachtet als bei Hunden nachalleiniger Gabe von Trametinib. Ansonsten wurde ein ähnliches Toxizitätsprofil wie in vergleichbaren
Monotherapie-Studien beobachtet.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Hexakis- und Heptakis-O-(4-sulfobutyl)cyclomaltoheptaose-Natriumsalz (1:6,2-6,9)
Sucralose (E 955)
Citronensäure-Monohydrat (E 330)
Natriummonohydrogenphosphat (E 339)
Kaliumsorbat (E 202)
Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218)
Erdbeeraroma
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen3 Jahre.
Rekonstituierte Lösung zum Einnehmen
Nicht über 25 ºC lagern.
Nicht einfrieren.
Nicht verwendete Lösung 35 Tage nach der Rekonstitution verwerfen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Für Aufbewahrungsbedingungen nach der Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Bernsteinfarbene 180-ml-Glasflasche mit kindergesichertem Schraubverschluss, die 12 g Pulverenthält.
Jeder Umkarton enthält eine Flasche, einen Flaschenadapter zum Einsetzen und einewiederverwendbare Applikationsspritze für Zubereitungen zum Einnehmen zu 20 ml mit Skalen-
Teilstrichen zu 0,5 ml.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungSpexotras-Pulver muss vor der Abgabe vom Apotheker zu einer Lösung zum Einnehmen rekonstituiertwerden.
Anweisungen zur Rekonstitution (nur für Apotheker):
1. Hände waschen und abtrocknen.
2. Kontrollieren Sie das auf der Flasche aufgedruckte Verfalldatum des Pulvers.
3. Klopfen Sie gegen die Flasche, um das Pulver zu lockern.
4. Entfernen Sie den Verschluss und geben Sie 90 ml destilliertes oder gereinigtes Wasser in die
Flasche mit dem Pulver.
5. Setzen Sie den Verschluss wieder auf und drehen Sie die Flasche bis zu 5 Minuten langmehrmals um, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat. Sie können auch vorsichtigschütteln.
6. Trennen Sie den Flaschenadapter von der Applikationsspritze. Entfernen Sie die
Verschlusskappe der Flasche und führen Sie den Flaschenadapter in den Flaschenhals ein.
Drücken Sie kräftig, bis der Flaschenadapter vollständig eingeführt ist. Der Flaschenadaptersollte vollständig mit dem Flaschenhals abschließen.
7. Notieren Sie das Zubereitungsdatum auf dem Umkarton. Die Lösung verfällt 35 Tage nach der
Zubereitung.8. Informieren Sie den Empfänger über die Dosis und das Datum, an dem die Lösung zubereitetwurde.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Novartis Europharm Limited
Vista Building
Elm Park, Merrion Road
Dublin 4
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.