SOMAKIT TOC 40mcg kit für radiopharmazeutische zubereitungen merkblatt medikamente

V09IX09 Gallium (68Ga) Edotreotid • VARIA | TUMORERKENNUNG | Andere Radiodiagnostika zur Tumorerkennung

Gallium (68Ga) Edotreotid ist ein Radiopharmazeutikum, das in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Erkennung von neuroendokrinen Tumoren verwendet wird. Es bindet an Somatostatinrezeptoren, die auf der Oberfläche dieser Tumoren vorhanden sind.

Das Medikament wird intravenös verabreicht und liefert detaillierte Bilder der Tumoren, die Ärzten bei der Diagnose und Behandlungsplanung helfen.

Nebenwirkungen sind selten, können jedoch Übelkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle oder allergische Reaktionen umfassen. Die Strahlenexposition ist minimal und kontrolliert.

Es ist wichtig, die Anweisungen des medizinischen Teams zu befolgen und Ihren Arzt über andere Behandlungen oder Erkrankungen vor der Verabreichung zu informieren.

Allgemeine Daten zu SOMAKIT TOC 40mcg

Substanz: Gallium (68Ga) Edotreotid

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-05-2024

Handelsgesetzbuch: W70198001

Konzentration: 40mcg

Pharmazeutisches Formblatt: kit für radiopharmazeutische zubereitungen

Quantität: 1

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: ADVANCED ACCELERATOR APPLICATIONS (ITALY) S.R.L. - ITALIA

Zulassungsinhaber: ADVANCED ACCELERATOR APPLICATIONS - FRANTA

Zulassungsnummer: 1141/2016/01

Haltbarkeit: 2 Jahre-Kit ambalat pentru comercializare;4h-dupa marcarea radioactiva

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels SOMAKIT TOC 40mcg kit für radiopharmazeutische zubereitungen

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

SomaKit TOC 40 Mikrogramm Kit für ein radioaktives Arzneimittel

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche mit Pulver enthält 40 Mikrogramm Edotreotid.

Das Radionuklid ist nicht in diesem Kit enthalten.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Das Kit für ein radioaktives Arzneimittel enthält:

- Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung: Die Durchstechflasche enthält ein weißeslyophilisiertes Pulver.

- Reaktionspuffer: Die Durchstechflasche enthält eine klare, farblose Lösung.

Zur radioaktiven Markierung mit [68Ga]Galliumchloridlösung.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.

Nach der radioaktiven Markierung mit [68Ga]Galliumchloridlösung ist die erhaltene[68Ga]Galliumedotreotidlösung angezeigt zur Bildgebung per Positronenemissionstomographie (PET)von überexprimierten Somatostatinrezeptoren bei erwachsenen Patienten mit bestätigten oder

Verdacht auf gut differenzierte gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren (GEP-NET) zur

Lokalisierung von Primärtumoren und deren Metastasen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Das Arzneimittel sollte nur von geschulten medizinischen Fachkräften mit technischer Kompetenz inder Verwendung und Handhabung nuklearmedizinischer Diagnostika verabreicht werden und nur ineiner speziellen nuklearmedizinischen Einrichtung.

Dosierung

Die empfohlene Aktivität für einen 70 kg schweren Erwachsenen beträgt 100 bis 200 MBq,verabreicht mittels einer direkten, langsamen intravenösen Injektion.

Die Aktivität ist ggf. an die Merkmale des Patienten, den verwendeten PET-Kameratyp und denjeweiligen Bildgebungsmodus anzupassen.

Ältere Menschen

Für ältere Patienten ist keine spezielle Dosierung erforderlich.

Einschränkung der Leber-/Nierenfunktion

Die Sicherheit und Wirksamkeit von [68Ga]Galliumedotreotid wurden an Patienten miteingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht untersucht.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von [68Ga]Galliumedotreotid wurde bei Kindern und Jugendlichennicht nachgewiesen, da die wirksame Dosis eine andere sein kann als bei Erwachsenen. Es gibt keine

Empfehlungen für die Anwendung von SomaKit TOC bei Kindern und Jugendlichen.

Art der Anwendung

SomaKit TOC ist zur intravenösen Anwendung und nur zum Einmalgebrauch.

Dieses Arzneimittel muss vor der Verabreichung an den Patienten radioaktiv markiert werden.

Die Aktivität von [68Ga]Galliumedotreotid muss unmittelbar vor der Injektion mit einem Aktivimetergemessen werden.

Die [68Ga]Galliumedotreotid-Injektion muss intravenös verabreicht werden, um eine lokale

Extravasation, die zu einer unbeabsichtigten Strahlenexposition beim Patienten führt, sowie

Bildgebungsartefakte zu verhindern.

Hinweise zur Radiomarkierung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitte 6.6 und 12.

Vorbereitung des Patienten, siehe Abschnitt 4.4.

Bildgebung

Radioaktiv markiertes SomaKit TOC ist geeignet für die medizinische Bildgebung mittels PET. Die

Bilderfassung muss eine Erfassung des gesamten Körpers vom Schädel bis zum mittleren

Oberschenkel beinhalten. Die empfohlene Zeit für die Bildgebung beträgt 40 bis 90 Minuten nach der

Injektion. Um die bestmögliche Bildqualität zu erzielen, sind die Startzeit und die Dauer der

Bilderfassung an die verwendeten Geräte, den Patienten und die Tumormerkmale anzupassen.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder einen der Bestandteile des radioaktiv markierten radioaktiven Arzneimittels.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Mögliche Überempfindlichkeits- oder anaphylaktische Reaktionen

Wenn Überempfindlichkeits- oder anaphylaktische Reaktionen auftreten, muss die Verabreichung des

Arzneimittels sofort abgebrochen und ggf. eine intravenöse Behandlung eingeleitet werden. Um im

Notfall sofort handeln zu können, müssen die notwendigen Arzneimittel und Geräte, wie z. B. ein

Endotrachealtubus, sofort verfügbar sein.

Individuelle Nutzen/Risiko-Abwägung

Für jeden Patienten muss die Strahlenbelastung durch den wahrscheinlichen Nutzen gerechtfertigtsein. Die verabreichte Aktivität sollte in jedem Fall so niedrig wie realistischerweise möglich sein, umdie erforderlichen diagnostischen Informationen zu erhalten.

Einschränkung der Leber-/Nierenfunktion

Bei diesen Patienten ist eine genaue Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses erforderlich, da eineerhöhte Strahlenexposition möglich ist.

Kinder und Jugendliche

Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen, siehe Abschnitt 4.2.

Vorbereitung des Patienten

Der Patient sollte vor Beginn der Untersuchung gut hydriert sein und dringend dazu aufgefordertwerden, während der ersten Stunden nach der Untersuchung die Blase so häufig wie möglich zuentleeren, um die Strahlenbelastung zu verringern.

Fehler bei der Auswertung der [68Ga]Galliumedotreotid-Bildgebung

PET-Bilder mit [68Ga]Galliumedotreotid zeigen das Vorhandensein von Somatostatinrezeptoren im

Gewebe.

Organe mit starker physiologischer Anreicherung von [68Ga]Galliumedotreotid sind die Milz, die

Nieren, die Leber, die Hirnanhangdrüse, die Schilddrüse und die Nebennieren. Auch kann eine starkephysiologische Anreicherung von [68Ga]Galliumedotreotid durch den Processus uncinatus der

Bauchspeicheldrüse beobachtet werden.

Eine vermehrte Anreicherung von [68Ga]Galliumedotreotid ist nicht spezifisch für GEP-NET.

Angehörige von Gesundheitsberufen sollten sich darüber im Klaren sein, dass weitere bildgebendeoder histologische und/oder andere relevante Untersuchungen erforderlich sein können, um die

Diagnose zu sichern.

Aufgrund der physiologischen Aufnahme von [68Ga]Galliumedotreotid können eine Splenose und eineakzessorische intrapankreatische Milz zufällig durch eine auf Somatostatinrezeptoren gerichtete

Diagnostik detektiert werden. Es wurden Fälle berichtet, in denen eine derartige Aufnahme alsneuroendokrine Tumoren fehldiagnostiziert wurden, was zu einer unnötigen Intervention führte.

Störungen der Milz (z. B. Splenektomie, Splenose und akzessorische intrapankreatische Milz) solltendaher als relevanter Faktor berücksichtigt werden, wenn über das Ergebnis einer auf

Somatostatinrezeptoren gerichteten Diagnostik berichtet wird.

Bei positiven Ergebnissen muss auch die Möglichkeit geprüft werden, dass eine andere Erkrankungvorliegen kann, die durch eine hohe lokale Konzentration von Somatostatinrezeptoren gekennzeichnetist. Zum Beispiel kann eine Erhöhung der Dichte von Somatostatinrezeptoren auch bei folgendenpathologischen Zuständen vorkommen: subakute Entzündungen (Bereiche mit

Lymphozytenkonzentration, einschließlich reaktiver Lymphknoten, z. B. nach einer Impfung),

Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Schilddrüsenautonomie und Hashimoto-Thyreoiditis), Tumoren der

Hypophyse, Lungenneoplasmen (kleinzelliges Karzinom), Meningeome, Mammakarzinome,lymphoproliferative Erkrankungen (z. B. Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphome) und

Tumoren aus dem Gewebe, das embryologisch aus der Neuralleiste hervorgeht (z. B. Paragangliome,medulläre Schilddrüsenkarzinome, Neuroblastome, Phäochromozytome).

Bei Morbus Cushing kann die Langzeitexposition durch endogenen Hyperkortisolismus die

Expression der Somatostatinrezeptoren herunterregulieren und so die Ergebnisse der

Somatostatinrezeptor-Bildgebung mit [68Ga]Galliumedotreotid negativ beeinflussen. Daher sollte bei

Patienten mit GEP-NET und Morbus Cushing eine Normalisierung des Hyperkortisolismusvorgeschlagen werden, ehe eine PET-Untersuchung mit [68Ga]Galliumedotreotid durchgeführt wird.

Anwendungsbeschränkungen der [68Ga]Galliumedotreotid-Bildgebung

Bei GEP-NET wird im Vergleich zum Hintergrund in der Regel eine intensivere Anreicherung von[68Ga]Galliumedotreotid beobachtet. GEP-NET-Läsionen, die keine ausreichende Dichte an

Somatostatinrezeptoren exprimieren, können allerdings mit [68Ga]Galliumedotreotid nicht visualisiertwerden. Die PET-Aufnahmen mit [68Ga]Galliumedotreotid sollten visuell ausgewertet werden. Einesemiquantitative Messung der Anreicherung von [68Ga]Galliumedotreotid sollte hingegen nicht für dieklinische Auswertung der Bilder herangezogen werden.

Die Daten zum Beleg der Wirksamkeit von [68Ga]Galliumedotreotid zur Vorhersage und

Überwachung des therapeutischen Ansprechens auf eine Peptid-Rezeptor-Radionuklid-Therapie(PRRT) bei histologisch bestätigten metastasierenden NET sind begrenzt (siehe Abschnitt 5.1).

Gleichzeitige Anwendung von Somatostatinanaloga

Die Untersuchung mit [68Ga]Galliumedotreotid sollte vorzugsweise vor der nächsten Verabreichungeines Somatostatinanalogons durchgeführt werden. Siehe Abschnitt 4.5.

Nach dem Verfahren

Enger Kontakt mit Säuglingen und schwangeren Frauen ist während der ersten 12 Stunden nach der

Verabreichung zu vermeiden.

Spezifische Warnhinweise

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosiereinheit, d.h., es ist nahezu'natriumfrei“.

Auf Grund des niedrigen pH-Werts der radioaktiv markierten [68Ga]Galliumedotreotid-Lösung kanneine versehentliche Extravasation lokale Reizungen hervorrufen. Im Falle von Extravasation muss die

Injektion abgebrochen und die Injektionsstelle gewechselt werden. Die betroffene Stelle ist mit

Natriumchloridlösung zu spülen.

Vorsichtsmaßnahmen bezüglich möglicher Gefahren für die Umwelt, siehe Abschnitt 6.6.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Somatostatin und seine Analoga konkurrieren aller Voraussicht nach um die Bindung an dieselben

Somatostatinrezeptoren. Die Untersuchung mit [68Ga]Galliumedotreotid sollte daher bei der

Behandlung von Patienten mit Somatostatinanaloga vorzugsweise vor der nächsten Verabreichungeines Somatostatinanalogons durchgeführt werden.

Eine Langzeitexposition mit endogenem Kortisol kann die Expression von Somatostatinrezeptorenherunterregulieren und so die Ergebnisse der Somatostatinrezeptorbildgebung mit[68Ga]Galliumedotreotid negativ beeinflussen. Bei Patienten mit Morbus Cushing sollte daher der

Hypercortisolismus behandelt werden, ehe eine PET mit [68Ga]Galliumedotreotid durchgeführt wird.

Es gibt Hinweise, dass Kortikosteroide eine Downregulation der Somatostatinrezeptoren vom

Subtyp 2 (SSTR2) verursachen können. Eine wiederholte, hoch dosierte Gabe von Kortikosteroidenvor der Anwendung von [68Ga]Galliumedotreotid kann dazu führen, dass die SSTR2-Expressionunzureichend für eine adäquate Darstellung Somatostatinrezeptor-positiver NET ist.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Gebärfähige Frauen

Wenn bei einer Frau im gebärfähigen Alter ein radioaktives Arzneimittel angewendet werden soll,dann ist es wichtig, vorher festzustellen, ob sie schwanger ist oder nicht. Bei jeder Frau, bei der eine

Regelblutung ausgeblieben ist, muss eine Schwangerschaft angenommen werden, bis das Gegenteilbewiesen ist. Bei Zweifeln über eine mögliche Schwangerschaft (falls eine Monatsblutungausgeblieben ist, ihre Regel sehr unregelmäßig ist etc.) müssen der Patientin alternative Techniken, beidenen keine ionisierende Strahlung eingesetzt wird, angeboten werden (sofern es diese gibt).

Schwangerschaft

Zur Anwendung dieses Arzneimittels während der Schwangerschaft liegen keine Daten vor. Anschwangeren Frauen durchgeführte Radionuklidverfahren beinhalten Strahlendosen an den Fötus.

Daher dürfen während einer Schwangerschaft nur unerlässliche Untersuchungen durchgeführt werden,bei denen der wahrscheinliche Nutzen bei Weitem das von Mutter und Fötus eingegangene Risikoübersteigt.

Stillzeit

Vor der Verabreichung von radioaktiven Arzneimitteln an eine stillende Mutter sollte geprüft werden,ob eine Verschiebung der Verabreichung des Radionuklids auf einen Zeitpunkt nach Beendigung der

Stillperiode möglich ist, und ob im Hinblick auf die Ausscheidung von Radioaktivität in die

Muttermilch das am besten geeignete radioaktive Arzneimittel gewählt wurde. Falls eine

Verabreichung als notwendig erachtet wird, muss das Stillen für 12 Stunden unterbrochen und dieabgepumpte Milch entsorgt werden.

Enger Kontakt mit Kleinkindern sollte während der ersten 12 Stunden nach der Injektioneingeschränkt werden.

Fertilität

Es wurden keine Studien zur Beurteilung der Auswirkungen auf die Fertilität durchgeführt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen[68Ga]Galliumedotreotid hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die

Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Ionisierende Strahlen können Krebs und Erbgutveränderungen verursachen. Da die effektive Dosis4,5 mSv beträgt, wenn die maximal empfohlene Aktivität von 200 MBq verabreicht wird, sind diese

Effekte mit geringer Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

Nebenwirkungen werden nach der Häufigkeit in Gruppen gemäß der MedDRA-Konvention eingeteilt:

sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000,< 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren

Daten nicht abschätzbar).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Nicht bekannt: Schmerzen an der Injektionsstelle

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Es wurden Fälle berichtet, in denen die physiologische Aufnahme von [68Ga]Galliumedotreotid in

Milzgewebe als neuroendokrine Tumoren fehldiagnostiziert wurde, was zu einer unnötigen

Intervention führte (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Im Falle der Verabreichung einer Strahlenüberdosis sollte die vom Patienten absorbierte Strahlendosisdurch eine Erhöhung der Ausscheidung des Radionuklids aus dem Körper mittels verstärkter

Flüssigkeitszufuhr und häufiger Blasenentleerung soweit möglich reduziert werden. Es kann hilfreichsein, die verabreichte effektive Strahlendosis abzuschätzen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Diagnostische radioaktive Arzneimittel; andere diagnostischeradioaktive Arzneimittel zur Tumorerkennung. ATC-Code: V09IX09.

Wirkmechanismus[68Ga]Galliumedotreotid bindet an Somatostatinrezeptoren. In vitro bindet dieses radioaktive

Arzneimittel mit einer hohen Affinität vorwiegend an SSTR2, aber auch, nur in geringerem Maße, an

SSTR5 Rezeptoren.

Die Korrelation zwischen der Tumor-Anreicherung von [68Ga]Galliumedotreotid und der Dichte des

SSTR Rezeptoren in histopathologischen Proben wurde in vivo weder bei Patienten mit GEP-NETnoch in normalen Organen halbquantitativ untersucht. Außerdem ist nicht bekannt, inwieweit eine In-vivo-Bindung von [68Ga]Galliumedotreotid an andere Strukturen oder Rezeptoren als die SSTR

Rezeptoren möglich ist.

Pharmakodynamische Wirkungen

Bei den für diagnostische Untersuchungen zur Anwendung kommenden chemischen Konzentrationen,sind keine klinisch relevanten pharmakodynamischen Wirkungen von [68Ga]Galliumedotreotid zuerwarten.

Edotreotid ist ein Somatostatinanalogon. Somatostatin ist ein Neurotransmitter im zentralen

Nervensystem. Es ist aber auch ein Hormon, das an Zellen neuroendokrinen Ursprungs bindet und die

Freisetzung von Wachstumshormon, Insulin, Glucagon und Gastrin hemmt. Es gibt keine Daten, obdie intravenöse Verabreichung von Edotreotid zu einer Veränderung der Gastrin- und Glucagonspiegelim Serum führt.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Zur Lokalisierung von primären GEP-NET Tumoren bei erhöhtem biochemischen Tumormarker-

Spiegel oder bestätigten NET-Metastasen betrug die patientenbezogene Sensitivität und Spezifität der[68Ga]Galliumedotreotid-PET in der prospektiven Studie von Gabriel et al. 2007 100 % (4/4) bzw.

89 % (8/9). Die Nachweisrate für Läsionen lag in der prospektiven Studie von Frilling et al. 2010 beider Untergruppe der Patienten mit unbekannter Lokalisierung des Primärtumors bei 75 % (3/4). In derretrospektiven Untersuchung von Schreiter et al. 2014 zeigte der intraindividuelle Vergleich in einer

Subgruppe von 20 Patienten, dass [68Ga]Galliumedotreotid PET den Primärtumor bei 9/20 Patienten(45 %) lokalisierte, während [111In]Indiumpentetreotid dies bei 2/20 (10 %) zeigte.

In einer prospektiven intraindividuellen Vergleichsstudie konnte [68Ga]Galliumedotreotid Läsionenbesser als [111In]Indiumpentetreotid nachweisen. In der Studie von Hofmann et al. 2001 an Patientenmit histologisch nachgewiesenen Bronchial- (n=2) oder Mitteldarm-NET (n=6) lag die Nachweisratevon Läsionen bei 100 % (40/40) im Vergleich zu 85 % (34/40). In der Studie von Buchmann et al.

2007 an 27 Patienten mit mehrheitlich GEP-NET (59 %) oder NET mit unbekanntem Primärtumor(30 %) , konnten durch [68Ga]Galliumedotreotid PET 279 Läsionen und durch[111In]Indiumpentetreotid 157 Läsionen nachgewiesen werden. In der Studie von Van Binnebeek et al.

2015 an 53 Patienten mit metastasierenden GEP-NET Tumoren [mehrheitlich GEP-NET (n=39) oder

NET unbekannten Ursprungs (n=6)] wurden durch [68Ga]Galliumedotreotid PET Scans der

Nachbeobachtung 99,9 % (1098/1099) und durch [111In]Indiumpentetreotid 60 % (660/1099) der

Läsionen nachgewiesen. In der Studie von Lee et al. 2015 an 13 Patienten mit GEP-NET Tumorenwurden insgesamt 35 positive Läsionen bei 10 Patienten unter entweder [68Ga]Galliumedotreotid oder[111In]Indiumpentetreotid nachgewiesen, während bei 3 Patienten bei keiner der bildgebenden

Methoden Läsionen gefunden wurden. [68Ga]Galliumedotreotid PET zeigte 35/35 Läsionen (100 %),während [111In]Indiumpentetreotid SST-SPECT 19/35 (54 %) zeigte. In der Studie von Kowalski et al.

2003 an 4 Patienten mit GEP-NET zeigte [68Ga]Galliumedotreotid eine bessere patientenbasierte

Nachweisrate von 100 % gegenüber [111In]Indiumpentetreotid mit 50 %.

Es gibt nur begrenzte Daten zur klinischen Wirksamkeit von [68Ga]Galliumedotreotid bei der

Vorhersage und Überwachung des therapeutischen Ansprechens auf eine Peptid-Rezeptor-

Radionuklid-Therapie (PRRT) bei histologisch bestätigten metastasierenden NET. Hierzu wurden fünf

Studien vorgelegt, wovon eine prospektiv (Gabriel et al. 2009) und vier retrospektiv waren (Kroiss etal. 2013, Ezziddin et al. 2012, Kratochwil et al. 2015 und Luboldt et al. 2010a).

In der Studie von Gabriel et al. 2009 wurde [68Ga]Galliumedotreotid vor einer PRRT mit CT oder

MRT mithilfe Kriterien für die Bewertung des Ansprechens der Behandlung bei soliden

Tumoren(RECIST) verglichen. PET und CT mit [68Ga]Galliumedotreotid zeigten einübereinstimmendes Ergebnis bei 32 Patienten (70 %) und unterschiedliche Ergebnisse bei 14 Patienten(30 %), von denen 9 eine fortschreitende Erkrankung und 5 eine Remission zeigten.

Die retrospektive Studie von Kroiss et al. 2013 unter Beteiligung von 249 Patienten mit NET zeigte,dass eine PRRT keinen signifikanten Einfluss auf die halbquantitative Anreicherung von[68Ga]Galliumedotreotid, außer bei Lebermetastasen bei Patienten mit NET, hatte. Der Studiemangelte es allerdings an einer Verifikation durch Histopathologie. Die drei weiteren retrospektiven

Studien umfassten eher kleine Stichproben (zwischen 20 und 28 Patienten mit GEP-NET oder Tumoreunbekannten Ursprungs) mit dem Ergebnis, dass die halbquantitative [68Ga]Galliumedotreotid

Anreicherung vor einer PRRT mit der vom Tumor aufgenommenen Aktivität des folgenden ersten

Behandlungszyklus korrelierte, sich aber zwischen Läsionen, die als auf die Behandlung ansprechendeingestuft wurden, und jenen, die als auf die Behandlung nicht ansprechend eingestuft wurden, nachdrei PRRT-Zyklen unterschied und schließlich dabei half, Lebermetastasen von normalem

Lebergewebe zu unterscheiden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Verteilung

Nach intravenöser Injektion wird [68Ga]Galliumedotreotid schnell entsprechend einer biexponentiellen

Elimination mit Halbwertszeiten von 2,0 ± 0,3 min bzw. 48 ± 7 min wieder aus dem Körperausgeschieden.

Anreicherung in den Organen

Das Organ mit der stärksten physiologischen Anreicherung von [68Ga]Galliumedotreotid ist die Milz,gefolgt von den Nieren; die Anreicherung in der Leber und der Hirnanhangdrüse, in der Schilddrüseund den Nebennieren ist geringer. Eine starke physiologische Anreicherung von[68Ga]Galliumedotreotid findet beim Processus uncinatus der Bauchspeicheldrüse statt. Etwa50 Minuten nach der intravenösen Verabreichung zeigt sich bei der Anreicherung von[68Ga]Galliumedotreotid ein Plateau in allen Organen.

Es ist belegt, dass die Anreicherung im normalen erwachsenen menschlichen Gewebealtersunabhängig und vorwiegend geschlechtsunabhängig (außer Schilddrüse und Pankreaskopf) ist.

Elimination

Innerhalb von 4 Stunden nach der intravenösen Injektion von [68Ga]Galliumedotreotid wurden keineradioaktiven Metaboliten im Serum nachgewiesen.

Innerhalb von 2 bis 4 Stunden werden ca. 16 % der [68Ga]Galliumedotreotid Aktivität über den Urinaus dem Körper eliminiert. Das Peptid wird als intakte Verbindung über die Nieren ausgeschieden.

Halbwertszeit

Da die Eliminationsrate deutlich geringer ist als die physikalische Halbwertszeit von[68Ga]Galliumedotreotid von 68 min, hat die biologische Halbwertszeit kaum Auswirkungen auf dieeffektive Halbwertszeit des Arzneimittels, die erwartungsgemäß etwas unter 68 Minuten liegen würde.

Einschränkung der Leber-/Nierenfunktion

Die Pharmakokinetik bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion wurde nichtuntersucht.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Präklinische Daten haben keine spezielle Gefahr von [68Ga]Galliumedotreotid für Menschen gezeigt.

Die lokale Verträglichkeitsbeurteilung ergab bei manchen Tieren leichte bis mittelschwere

Entzündungszeichen in der perivaskulären Region, die dem sauren pH-Wert der Lösung zugeschriebenwerden können.

Es wurden keine Studien zur Fertilität, Embryologie, Mutagenität oder langfristigen Karzinogenitätdurchgeführt.

Was den neuartigen Hilfsstoff (1,10-Phenanthrolin) angeht, so wurden während der mit der Kit-

Zusammensetzung von SomaKit TOC mit 1,10-Phenanthrolin durchgeführten Toxizitätsstudie in einer400-fach höheren Dosis als der Humandosis keine Toxizitätszeichen festgestellt.

Genotoxizitätsstudien zu 1,10-Phenanthrolin aus der Literatur zeigen negative Ergebnisse imbakteriellen Mutationstest (Ames-Test), wohingegen bei 750-mal höheren Konzentrationen als dermaximal erreichbaren Konzentration an 1,10-Phenanthrolin im Blut von Patienten in einem

Mauslymphom-Test ein Hinweis auf mögliche Genotoxizität gefunden wurde. Aber wenn man als

Bezugsgröße für den schlimmsten Fall die Grenzwerte für genotoxische und karzinogene

Verunreinigungen heranzieht, dann kann das Risiko durch Spuren von 1,10-Phenanthrolin in der

SomaKit TOC-Zusammensetzung in der Patienten zu verabreichenden Dosis als vernachlässigbarangesehen werden: Die Exposition gegenüber 1,10-Phenanthrolin (5 µg/Dosis) ist 24-mal geringer alsdie erlaubte Tagesdosis für eine genotoxische Verunreinigung (120 µg/Tag für Expositionszeiten< 1 Monat).

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver1,10-Phenanthrolin

Gentisinsäure

Mannitol (E421)

Puffer

Ameisensäure

Natriumhydroxid (E524)

Wasser für Injektionszwecke

Nach der radioaktiven Markierung enthält die erhaltene Lösung auch, als sonstigen Bestandteil,

Salzsäure aus dem Generator-Eluat.

6.2 Inkompatibilitäten

Die radioaktive Markierung von Trägermolekülen mit [68Ga]Galliumchlorid ist sehr empfindlichgegen das Vorhandensein von Verunreinigungen mit Spurenmetallen. Es sollten nur Spritzen und

Spritzennadeln eingesetzt werden, die den Grad der Verunreinigung mit Spurenmetallen minimierenkönnen (beispielsweise nicht metallische oder mit Silikon beschichtete Nadeln).

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 12 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimittelngemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

Kit in der Verkaufspackung2 Jahre.

Nach der radioaktiven Markierung4 Stunden.

Nach der radioaktiven Markierung nicht über 25 °C lagern.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Wird es nicht sofortverwendet, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor Anwendungverantwortlich.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2°C bis 8°C).

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach radioaktiver Markierung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

Die Aufbewahrung radioaktiver Arzneimittel muss in Übereinstimmung mit den nationalen

Bestimmungen für radioaktives Material erfolgen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Jede Packung enthält:

* Eine Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung:

10-ml-Durchstechflasche aus Typ-I-Glas, verschlossen mit einem Bromobutyl-Gummistopfenund versiegelt mit einem Flip-Off-Schnappdeckel. Jede Durchstechflasche enthält40 Mikrogramm Edotreotid.

* Eine Durchstechflasche mit Reaktionspuffer: 10-ml-Durchstechflasche aus Cycloolefin-

Polymer, verschlossen mit einem Teflonstopfen und versiegelt mit einem Flip-Off-

Schnappdeckel. Jede Durchstechflasche enthält 1 ml Reaktionspuffer.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Allgemeine Warnhinweise

Radioaktive Arzneimittel dürfen nur von dazu berechtigten Personen in speziell dafür bestimmtenklinischen Bereichen in Empfang genommen, gehandhabt und verabreicht werden. Ihre

Entgegennahme, Lagerung, Anwendung, Transport und Entsorgung unterliegen den Bestimmungender zuständigen Aufsichtsbehörde und/oder entsprechenden Genehmigungen.

Radioaktive Arzneimittel dürfen nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor ionisierenden Strahlen undunter Beachtung pharmazeutischer Qualitätsanforderungen zubereitet werden. Entsprechendeaseptische Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden.

Der Inhalt der Durchstechflaschen ist zur Herstellung einer [68Ga]Galliumedotreotid-Injektionslösungvorgesehen und darf ohne Radiomarkierung dem Patienten nicht direkt verabreicht werden.

Jede 40-Mikrogramm-Durchstechflasche enthält eine überschüssige Menge des Arzneimittels. Es wirdjedoch empfohlen, dass die Durchstechflasche nach Anleitung vorbereitet und, basierend auf der zuinjizierenden Aktivität, für eine einzelne Patientendosis verwendet wird. Reste des Materials sind nachder radioaktiven Markierung und Anwendung zu entsorgen.

Vorsichtsmaßnahmen vor der Handhabung bzw. vor der Anwendung des Arzneimittels

Hinweise zur radioaktiven Markierung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 12.

Falls die Unversehrtheit der Durchstechflaschen zu irgendeinem Zeitpunkt während der Zubereitungdieses Arzneimittels beeinträchtigt ist, darf es nicht mehr verwendet werden.

Die Anwendung ist so durchzuführen, dass das Risiko einer Kontamination und einer

Strahlenexposition des medizinischen Personals durch das Arzneimittel minimiert wird. Eineangemessene Abschirmung ist daher unbedingt vorzusehen.

Der Inhalt des Kits ist vor der radioaktiven Markierung nicht radioaktiv. Nach der Zugabe von[68Ga]Galliumchloridlösung muss eine angemessene Abschirmung der Zubereitung aufrechterhaltenbleiben.

Die Anwendung von radioaktiven Arzneimitteln stellt ein Risiko für andere Personen aufgrund dervom Patienten ausgehenden Strahlung oder aufgrund von Kontamination durch Verschütten von Urin,

Erbrochenem usw. dar. Zur Vermeidung der Exposition von Dritten und zur Vermeidung von

Kontaminationen sind die den nationalen Strahlenschutzverordnungen entsprechenden

Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Vorschriften zubeseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Advanced Accelerator Applications8-10 Rue Henri Sainte-Claire Deville92500 Rueil-Malmaison

Frankreich

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/16/1141/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 08.12.2016

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 12.11.2021

11. DOSIMETRIE

Gallium-68 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 68 min zu stabilem Zink-68, zu 89 % durch

Positronenemission mit einer durchschnittlichen Energie von 836 keV, gefolgt von

Photonenvernichtungsstrahlung von 511 keV (178 %), 10 % durch orbitalen Elektroneneinfang(Röntgen- oder Auger-Emissionen) und 3 % durch 13 Gamma-Transitionen aus 5 angeregten Niveaus.

Die Dosimetrie von [68Ga]Galliumedotreotid wurde von Sandstrom et al. (2013) mit Hilfe der

Software OLINDA/EXM 1.1 berechnet (Tabelle 1).

Tabelle 1: Dosimetrie von [68Ga]Galliumedotreotid

In auswählten Organen resorbierte Dosis mGy/MBq

Organe Mittelwert

Nebennieren 0,077

Gehirn 0,010

Brust 0,010

Gallenblasenwand 0,015

Untere Dickdarmwand 0,015

Dünndarm 0,023

Magenwand 0,013

Obere Dickdarmwand 0,020

Herzwand 0,020

Nieren 0,082

Leber 0,041

Lunge 0,007

Muskeln 0,012

Ovarien 0,015

Pankreas 0,015

Rotes Knochenmark 0,016

Osteogene Zellen 0,021

Haut 0,010

Milz 0,108

Hoden 0,011

Thymus 0,011

Schilddrüse 0,011

Harnblasenwand 0,119

Uterus 0,015

Gesamter Körper 0,014

Effektive Dosis0,021mSv/MBq

Die effektive Dosis aus der Verabreichung einer Aktivität von 200 MBq [68Ga]Galliumedotreotid aneinen Erwachsenen mit 70 kg liegt bei etwa 4,2 mSv.

Bei einer verabreichten Aktivität von 200 MBq liegt die typische Strahlungsdosis für die kritischen

Organe bei 24 mGy für die Harnblase, 22 mGy für die Milz, 16 mGy für die Nieren und 15 mGy fürdie Nebennieren.

12. ANWEISUNGEN FÜR DIE ZUBEREITUNG VON RADIOPHARMAZEUTISCHEN ARZNEIMITTELN

Strahlensicherheit - Handhabung des Arzneimittels

Wasserdichte Handschuhe, effektive Strahlenabschirmung und angemessene Sicherheitsmaßnahmenbei der Handhabung des radioaktiv markierten SomaKit TOC sind notwendig, um eine unnötige

Strahlenbelastung des Patienten, von Mitarbeitern, klinischem Personal und anderen Personen zuvermeiden.

Radioaktive Arzneimittel sind von bzw. unter der Aufsicht von medizinischem Fachpersonal zuverwenden, die durch spezifische Schulung qualifiziert und in der sicheren Anwendung und

Handhabung von Radionukliden erfahren sind, und deren Erfahrung und Ausbildung durch diezuständige Aufsichtsbehörde bestätigt wurden.

Die [68Ga]Galliumedotreotidlösung darf nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor ionisierenden

Strahlen und unter Beachtung pharmazeutischer Qualitätsanforderungen zubereitet werden.

Entsprechende aseptische Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden. Falls die Unversehrtheit der

Durchstechflaschen zu irgendeinem Zeitpunkt während der Zubereitung dieses Arzneimittelsbeeinträchtigt ist, darf es nicht mehr verwendet werden.

Eine 1-ml-Kunststoffspritze mit wenig Totraum ist zu verwenden, um das angemessene Volumen deswährend der Zubereitung hinzuzufügenden Reaktionspuffers präzise abzumessen. Es darf keine

Glasspritze verwendet werden.

Zur Verabreichung ist die Lösung mit dem Stopper in eine Einzeldosisspritze mit geeigneter

Abschirmung und steriler Einmalnadel aufzuziehen bzw. mit Hilfe eines zugelassenen automatisierten

Applikationssystems.

Methode zur Zubereitung

SomaKit TOC wird als Kit mit zwei Durchstechflaschen geliefert. Es muss mit einer[68Ga]Galliumchloridlösung, die den Forderungen der Europäischen Arzneibuchmonographie2462 Gallium (68Ga) chloride solution for radiolabelling entspricht, und die außerdem steril ist undauf Kompatibilität mit SomaKit TOC getestet wurde, radioaktiv markiert werden. Es dürfen nur

Generatoren, die in der EU als Arzneimittel zugelassen sind, verwendet werden. Für weitere

Informationen siehe Fachinformation des jeweiligen Generators.

Die Kompatibilität mit SomaKit TOC wurde für folgende zugelassene Generatoren nachgewiesen:

- GalliaPharm, 0,74-1,85 GBq, Radionuklidgenerator (Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH),

- Galli Ad, 0,74-1,85 GBq, Radionuklidgenerator (IRE-Elit).

Die [68Ga]Galliumedotreotidlösung zur intravenösen Injektion muss unter aseptischen Bedingungen,gemäß nationaler Bestimmungen und folgender Anleitung hergestellt werden.

Rekonstitution mit dem GalliaPharm-Generator:

a. Falls möglich, sollte die Heizplattform zur Erleichterung der Herstellung des radioaktivmarkierten SomaKit TOC direkt neben dem Generator platziert werden.

b. Die Temperatur des abgeschirmten Trockenbads mit Öffnungen von 25 mm Durchmesser auf95 °C bringen. Bevor der Rekonstitutionsprozess beginnt, mit Hilfe eines Thermometerssicherstellen, dass die Temperatur erreicht ist und sich stabilisiert hat.

c. Den Schnappdeckel von der Durchstechflasche mit dem Pulver (Durchstechflasche 1) lösen unddie Oberseite des Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikumabreiben, um diese zu desinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen.

d. Das Septum von Durchstechflasche 1 (Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung) mit einemsterilen 0,2-µm-Lüftungsfilter durchstechen, um den atmosphärischen Druck innerhalb der

Durchstechflasche während der radioaktiven Markierung aufrechtzuerhalten. Um

Kontaminationen mit Metall zu vermeiden darf die Nadel des sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilters zukeinem Zeitpunkt mit dem Eluat in Kontakt kommen.

e. Den Schnappdeckel von Durchstechflasche 2 (Reaktionspuffer) lösen und die Oberseite des

Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikum abreiben, um diese zudesinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen. Mit einer 1-ml-Spritze mit wenig Totraumvorsichtig 0,5 ml Reaktionspuffer aufziehen und den Reaktionspuffer für Schritt 'i“ in der

Spritze belassen.

f. Das männliche Luer-Lock der Auslassleitung des 68Ge/68Ga-Generators mit einer sterilen Nadelverbinden (silikonbeschichtet oder anderes geeignetes Material zur Reduktion der

Verunreinigung mit Spurenmetallen).

g. Die Elutionsnadel durch das Gummiseptum stechen und so Durchstechflasche 1 mit der

Auslassleitung des Generators verbinden. Die Elutionsnadel unterhalb der Nadel des sterilen0,2-µm-Lüftungsfilters halten. Sicherstellen, dass sich die Nadeln nicht gegenseitig berührenund zu keinem Zeitpunkt in das Eluat eintauchen.

h. Den Generator nach der Gebrauchsanweisung des Herstellers direkt in Durchstechflasche 1(durch die Nadel) eluieren, um das Pulver mit dem Eluat zu rekonstituieren. Die Elution kannentweder manuell erfolgen oder mit einer Pumpe.

i. Am Ende der Elution wird der Generator von Durchstechflasche 1 getrennt, indem die Nadelaus dem Gummiseptum gezogen wird und sofort danach der vordosierte Reaktionspuffer ausder sterilen 1-ml-Spritze hinzugefügt wird. Die Spritze und den sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilterentfernen und die Durchstechflasche mit einer Zange in die Öffnung des Trockenbads bei 95 °C

bringen. Die Durchstechflasche mindestens 7 Minuten (und nicht länger als 10 Minuten) ohne

Schütteln oder Rühren bei 95 °C erhitzen.

j. Nach 7 Minuten wird die Durchstechflasche aus dem Trockenbad genommen, hinter eineentsprechend etikettierte Bleiabschirmung gebracht und etwa 10 Minuten lang auf

Raumtemperatur abgekühlt.

k. Die Radioaktivität der Durchstechflasche wird mit einem geeigneten Kalibriersystem für

Radioaktivität getestet und das Ergebnis notiert. Den Aktivitätswert, die Kalibrierungszeit, die

Chargennummer und das Verfalldatum auf das Etikett schreiben, das der Packung beiliegt unddas nach der radioaktiven Markierung auf den Abschirmbehälter aus Blei aufgebracht werdensoll.

l. Nach den empfohlenen Methoden eine Qualitätskontrolle durchführen, um die Einhaltung der

Vorgaben zu prüfen (siehe Abschnitt 'Qualitätskontrolle“).

m. Die Lösung ist vor Gebrauch einer Sichtprüfung zu unterziehen. Es darf nur eine klare Lösungohne sichtbare Partikel verwendet werden. Die Sichtprüfung ist zum Strahlenschutz hinter einer

Abschirmung durchzuführen.

n. Die Durchstechflasche mit der [68Ga]Galliumedotreotidlösung bis zum Gebrauch unter 25 °C

lagern. Zum Zeitpunkt der Anwendung muss das Arzneimittel aseptisch entnommen werden,wobei die Strahlenschutzstandards einzuhalten sind. Die Patientendosis ist unmittelbar vor der

Verabreichung an den Patienten mit einem geeigneten Kalibriersystem für Radioaktivität zumessen. Auch die Daten zur Arzneimittelverabreichung sind zu notieren.

Abbildung 1 zeigt eine schematische Darstellung des Verfahrens zur radioaktiven Markierung.

Abbildung 1: Verfahren zur radioaktiven Markierung mit dem GalliaPharm-Generator

Rekonstitution mit dem Galli Ad-Generator

a. Falls möglich, sollte die Heizplattform zur Erleichterung der Herstellung des radioaktivmarkierten SomaKit TOC direkt neben dem Generator platziert werden.

b. Die Temperatur des abgeschirmten Trockenbads mit Öffnungen von 25 mm Durchmesser auf95 °C bringen. Bevor der Rekonstitutionsprozess beginnt, mit Hilfe eines Thermometerssicherstellen, dass die Temperatur erreicht ist und sich stabilisiert hat.

c. Den Schnappdeckel von der Durchstechflasche mit dem Pulver (Durchstechflasche 1) lösen unddie Oberseite des Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikumabreiben, um diese zu desinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen.

d. Das Septum von Durchstechflasche 1 (Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung) mit einemsterilen 0,2-µm-Lüftungsfilter durchstechen, um den atmosphärischen Druck innerhalb der

Durchstechflasche während der radioaktiven Markierung aufrechtzuerhalten. Um

Kontaminationen mit Metall zu vermeiden, darf die Nadel des sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilterszu keinem Zeitpunkt mit dem Eluat in Kontakt kommen.

e. Den Schnappdeckel von Durchstechflasche 2 (Reaktionspuffer) lösen und die Oberseite des

Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikum abreiben, um diese zudesinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen. Mit einer 1-ml-Spritze mit wenig Totraumvorsichtig 100 µl aufziehen und den Reaktionspuffer für Schritt 'g“ in der Spritze belassen.

f. Mit einer sterilen 5-ml-Spritze mit steriler Nadel (silikonbeschichtet oder anderes geeignetes

Material zur Reduktion der Verunreinigung mit Spurenmetallen) vorsichtig 4 ml Wasser für

Injektionszwecke aufziehen und das Pulver in Durchstechflasche 1 rekonstituieren.

g. Den in Schritt 'e“ in die sterile 1-ml-Spritze aufgezogenen Reaktionspuffer hinzugeben.

h. Das männliche Luer-Lock der Auslassleitung des 68Ge/68Ga-Generators mit einer sterilen Nadelverbinden (silikonbeschichtet oder anderes geeignetes Material zur Reduktion der

Verunreinigung mit Spurenmetallen).

i. Die Elutionsnadel durch das Gummiseptum stechen und so Durchstechflasche 1 mit der

Auslassleitung des Generators verbinden. Die Elutionsnadel unterhalb der Nadel des sterilen0,2-µm-Lüftungsfilters halten. Sicherstellen, dass sich die Nadeln nicht gegenseitig berührenund zu keinem Zeitpunkt in das Eluat eintauchen. Drehen Sie den Schalter um 90° in die

Ladeposition und warten Sie dann 10 Sekunden, bevor Sie den Schalter wieder in die

Ausgangsposition drehen, entsprechend der Gebrauchsanweisung des Generators.

j. Durchstechflasche 1 über den sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilter an ein Vakuumgefäß oder eine

Pumpe anschließen, um die Elution zu starten. Den Generator direkt (durch die Nadel) in

Durchstechflasche 1 eluieren.

k. Am Ende der Elution zunächst die Nadel aus dem Vakuumgefäß ziehen, um atmosphärischen

Druck in Durchstechflasche 1 aufzubauen, dann wird der Generator von Durchstechflasche 1getrennt, indem die Nadel aus dem Gummiseptum gezogen wird. Schließlich den sterilen0,2-µm-Lüftungsfilter entfernen und die Durchstechflasche mit einer Zange in die Öffnung des

Trockenbads bei 95 °C bringen. Die Durchstechflasche mindestens 7 Minuten (und nicht längerals 10 Minuten) ohne Schütteln oder Rühren bei 95 °C erhitzen.

l. Nach 7 Minuten wird die Durchstechflasche aus dem Trockenbad genommen, hinter eineentsprechend etikettierte Bleiabschirmung gebracht und etwa 10 Minuten lang auf

Raumtemperatur abgekühlt.

m. Die Radioaktivität der Durchstechflasche wird mit einem geeigneten Kalibriersystem für

Radioaktivität getestet und das Ergebnis notiert. Den Aktivitätswert, die Kalibrierungszeit, die

Chargennummer und das Verfalldatum auf das Etikett schreiben, das der Packung beiliegt unddas nach der radioaktiven Markierung auf den Abschirmbehälter aus Blei aufgebracht werdensoll.

n.

o. Nach den empfohlenen Methoden eine Qualitätskontrolle durchführen, um die Einhaltung der

Vorgaben zu prüfen (siehe Abschnitt 'Qualitätskontrolle“).

p. Die Lösung ist vor Gebrauch einer Sichtprüfung zu unterziehen. Es darf nur eine klare Lösungohne sichtbare Partikel verwendet werden. Die Sichtprüfung ist zum Strahlenschutz hinter einer

Abschirmung durchzuführen.

q. Die Durchstechflasche mit der [68Ga]Galliumedotreotidlösung bis zum Gebrauch unter 25 °C

lagern. Zum Zeitpunkt der Anwendung muss das Arzneimittel aseptisch entnommen werden,wobei die Strahlenschutzstandards einzuhalten sind. Die Patientendosis ist unmittelbar vor der

Verabreichung an den Patienten mit einem geeigneten Kalibriersystem für Radioaktivität zumessen. Auch die Daten zur Arzneimittelverabreichung sind zu notieren.

Abbildung 2 zeigt eine schematische Darstellung des Verfahrens zur radioaktiven Markierung mit dem

Galli Ad-Generator.

Abbildung 2: Verfahren zur radioaktiven Markierung mit dem Galli Ad-Generator[68Ga]Galliumedotreotidlösung ist bis zu 4 Stunden nach der Zubereitung stabil. Deshalb kann dieradioaktiv markierte Lösung innerhalb von 4 Stunden nach der Herstellung entsprechend der für die

Verabreichung erforderlichen Radioaktivität verwendet werden.

Radioaktive Abfälle müssen in Übereinstimmung mit den entsprechenden nationalen Vorschriftenentsorgt werden.

Nach der radioaktiven Markierung mit dem richtigen Volumen des Reaktionspuffers und des

Generator-Eluats ist jegliche weitere Verdünnung mit egal welchem Verdünnungsmittel untersagt.

Qualitätskontrolle

Tabelle 2: Spezifikationen von [68Ga]Galliumedotreotid

Test Freigabekriterien Methode

Klare Lösung ohne

Aussehen Sichtprüfungsichtbare TeilchenpH-Wert 3,2-3,8 pH-Indikatorstreifen

Markierungseffizienz Dünnschichtchromatografie≤ 3 %kolloidale Gallium-68-Spezies (iTLC 1, siehe Details unten)

Markierungseffizienz≤ 2 % Dünnschichtchromatografie% freies Gallium-68 (iTLC 2, siehe Details unten)

Die Qualitätskontrollen sind zum Schutz vor Strahlung hinter einer Abschirmung durchzuführen.

Empfohlene Methode zur Bestimmung der Markierungseffizienz von [68Ga]Galliumedotreotid:

ITLC 1:

Material

* iTLC-Glasfaserpapier (z. B. Agilent ITLC SGI001), zugeschnitten auf 1 cm x 12 cm Streifen

* Mobile Phase: 77 g/l Ammoniumacetatlösung in Wasser/Methanol 50:50 V/V

* Entwicklungstank

* Radiometrischer iTLC-Scanner

Probenanalyse

a. Der TLC-Entwicklungstank wird vorbereitet, indem die mobile Phase auf eine Tiefe von 3 bis4 mm hineingegeben wird. Dann wird der Tank verschlossen, bis sich ein Gleichgewichteingestellt hat.

b. Ein Tropfen [68Ga]Galliumedotreotid auf eine Bleistiftlinie 1 cm vom unteren Rand des iTLC-

Streifens.

c. Der iTLC-Streifen kommt dann in den Entwicklungstank, bis eine Bewegung von 9 cm ab dem

Anbringungspunkt stattgefunden hat.

d. Scan des iTLC mit einem radiometrischen iTLC-Scanner

e. Die Vorgaben für den Retentionsfaktor (Rf) sind:

Nicht komplexiertes Gallium (68Ga) = 0 bis 0,1[68Ga]Galliumedotreotid = 0,8 bis 1

Die Markierungseffizienz wird berechnet durch Integration des Peaks mit Rf = 0 bis 0,1 - muss bei≤ 3 % liegen.

ITLC 2:

Material

* iTLC-Glasfaserpapier (z. B. Agilent ITLC SGI001), zugeschnitten auf 1 cm x 12 cm Streifen

* Mobile Phase: Natriumcitrat 0,1 M (pH 5) in Wasser

* Entwicklungstank

* Radiometrischer iTLC-Scanner

Probenanalyse

a. Der TLC-Entwicklungstank wird vorbereitet, indem die mobile Phase auf eine Tiefe von 3 bis4 mm hineingegeben wird. Dann wird der Tank verschlossen, bis sich ein Gleichgewichteingestellt hat.

b. Ein Tropfen [68Ga]Galliumedotreotidlösung auf eine Bleistiftlinie 1 cm vom unteren Rand desiTLC-Streifens.

c. Der iTLC-Streifen kommt dann in den Entwicklungstank, bis eine Bewegung von 9 cm ab dem

Anbringungspunkt stattgefunden hat.

d. Scan des iTLC mit einem radiometrischen iTLC-Scanner

Die Vorgaben für den Retentionsfaktor (Rf) sind: [68Ga]Galliumedotreotid = 0,1 bis 0,2

Freies Gallium-68 = 0,9 bis 1

Die Markierungseffizienz wird berechnet durch Integration des Peaks mit Rf = 0,9 bis 1,0 und mussbei ≤ 2 % liegen.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.