Angewendet bei: autoimmune entzündliche Erkrankungen
Substanz: Risankizumab (monoklonaler Antikörper)
ATC: L04AC18 (ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | IMMUNSUPPRESSIVA | Interleukin-Inhibitoren)
Risankizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen eingesetzt wird. Es wirkt, indem es Interleukin-23 (IL-23), ein an Entzündungen beteiligtes Protein, hemmt und so die Symptome der Psoriasis reduziert.
Das Medikament wird als subkutane Injektion verabreicht, wie von einem Arzt verordnet, in der Regel alle paar Wochen. Es ist wichtig, dass Patienten die Behandlung einhalten und den Arzt über ungewöhnliche Symptome informieren.
Patienten sollten sich möglicher Nebenwirkungen wie Reaktionen an der Injektionsstelle, Atemwegsinfektionen oder Kopfschmerzen bewusst sein. Es ist wichtig, den Arzt über ungewöhnliche Symptome zu informieren.
Häufige Nebenwirkungen sind Reaktionen an der Injektionsstelle, Atemwegsinfektionen und Kopfschmerzen. In seltenen Fällen können schwere Reaktionen wie allergische Reaktionen oder schwere Infektionen auftreten. Patienten sollten vor der Verabreichung über diese Risiken informiert werden.
Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
Skyrizi 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
Jeder Fertigpen enthält 150 mg Risankizumab in 1 ml Lösung.
Skyrizi 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 150 mg Risankizumab in 1 ml Lösung.
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 75 mg Risankizumab in 0,83 ml Lösung.
Risankizumab ist ein humanisierter monoklonaler Immunglobulin-G1(IgG1)-Antikörper, der mittelsrekombinanter DNA-Technologie in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt wird.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungNur 150 mg Injektionslösung
Dieses Arzneimittel enthält 0,2 mg Polysorbat 20 pro 150-mg-Dosis.
Nur 75 mg Injektionslösung
Dieses Arzneimittel enthält 68,0 mg Sorbitol pro 150-mg-Dosis.
Dieses Arzneimittel enthält 0,34 mg Polysorbat 20 pro 150-mg-Dosis.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion)
Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen und in einer Fertigspritze
Die Lösung ist farblos bis gelblich und klar bis leicht opalisierend.
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Die Lösung ist farblos bis leicht gelblich und klar bis leicht opalisierend.
Skyrizi wird angewendet zur Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer
Plaque-Psoriasis, die für eine systemische Therapie infrage kommen.
Psoriasis-ArthritisSkyrizi allein oder in Kombination mit Methotrexat (MTX) wird angewendet zur Behandlungerwachsener Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis, die auf ein oder mehrerekrankheitsmodifizierende Antirheumatika (disease-modifying antirheumatic drugs, DMARDs)unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.
Dieses Arzneimittel ist zur Anwendung unter Anleitung und Überwachung eines Arztes mit Erfahrungin der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, für die Skyrizi indiziert ist, vorgesehen.
DosierungDie empfohlene Dosis beträgt 150 mg, verabreicht als subkutane Injektion in Woche 0, Woche 4 unddanach alle 12 Wochen (entweder in Form von zwei Injektionen mit der 75-mg-Fertigspritze oder alseine Injektion mit dem 150-mg-Fertigpen oder der 150-mg-Fertigspritze).
Bei Patienten, die nach 16 Wochen der Behandlung kein Ansprechen zeigen, ist ein Absetzen der
Behandlung in Erwägung zu ziehen. Bei einigen Patienten mit Plaque-Psoriasis mit anfänglichpartiellem Ansprechen kann es im Verlauf der Weiterbehandlung über 16 Wochen hinaus zu
Verbesserungen kommen.
Versäumte Anwendung
Wenn eine Dosis versäumt wurde, sollte diese so schnell wie möglich verabreicht werden. Danachsollte die Behandlung zu den regulär vorgesehenen Zeitpunkten fortgeführt werden.
Besondere PatientengruppenEs ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten ≥ 65 Jahre vor.
Eingeschränkte Nieren- oder LeberfunktionEs wurden keine spezifischen Studien zur Beurteilung der Auswirkungen einer eingeschränkten
Nieren- oder Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Risankizumab durchgeführt. Im
Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Einschränkungen einen signifikanten Einfluss auf die
Pharmakokinetik monoklonaler Antikörper haben, sodass keine Dosisanpassungen als notwendigerachtet werden (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Risankizumab bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bisunter 18 Jahren sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Bei Kindern unter 6 Jahren im Anwendungsgebiet mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis und bei
Kindern unter 5 Jahren im Anwendungsgebiet Psoriasis-Arthritis wird die Anwendung von
Risankizumab nicht empfohlen.
Übergewichtige Patienten
Es ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Art der AnwendungSkyrizi wird als subkutane Injektion verabreicht.
Die Injektion ist in den Oberschenkel oder Bauch zu injizieren. Schmerzempfindliche, verletzte,gerötete, verhärtete oder von Psoriasis betroffene Haut oder Stellen, an denen sich ein Blutergussbefindet, sind zu vermeiden.
Nach entsprechender Schulung zur subkutanen Injektionstechnik können Patienten Skyrizi selbstinjizieren. Die Patienten sind anzuweisen vor der Anwendung den Abschnitt 'Wie Skyrizi gespritztwird“ im letzten Teil der Packungsbeilage zu lesen.
Die Injektion von Skyrizi am äußeren Oberarm darf nur von Angehörigen von Gesundheitsberufenoder einer pflegenden Person vorgenommen werden.
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Es müssen zwei Fertigspritzen injiziert werden, um die volle 150-mg-Dosis zu erhalten. Die beiden
Injektionen sollten an anatomisch unterschiedlichen Stellen verabreicht werden.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose, siehe Abschnitt 4.4).
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
InfektionenRisankizumab kann das Infektionsrisiko erhöhen.
Bei Patienten mit einer chronischen Infektion, einer rezidivierenden Infektion in der Anamnese odermit bekannten Risikofaktoren für eine Infektion sollte Risankizumab mit Vorsicht angewendetwerden. Bei Patienten mit einer klinisch relevanten aktiven Infektion sollte die Behandlung mit
Risankizumab nicht eingeleitet werden, bis die Infektion abgeklungen ist oder angemessen behandeltwird.
Mit Risankizumab behandelte Patienten sind anzuweisen, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichenoder Symptome einer klinisch bedeutsamen chronischen oder akuten Infektion auftreten. Wenn ein
Patient eine solche Infektion entwickelt oder auf eine Standardtherapie für die Infektion nichtanspricht, ist der Patient engmaschig zu überwachen und Risankizumab sollte bis zum Abklingen der
Infektion nicht verabreicht werden.
TuberkuloseVor Beginn der Behandlung mit Risankizumab sind die Patienten auf eine Tuberkulose(TB)-Infektionzu untersuchen. Patienten, die Risankizumab erhalten, müssen auf Anzeichen und Symptome eineraktiven TB überwacht werden. Bei Patienten mit vorangegangener latenter oder aktiver TB in der
Anamnese, bei denen nicht bestätigt werden kann, dass sie eine adäquate Behandlung erhalten haben,sollte vor Behandlungsbeginn mit Risankizumab eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogenwerden.
ImpfungenVor Einleitung der Therapie mit Risankizumab sollte in Übereinstimmung mit den aktuellen
Impfempfehlungen die Durchführung aller vorgesehenen Impfungen erwogen werden. Wenn der
Patient mit einem viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoff geimpft wurde, wird empfohlen,mindestens 4 Wochen mit dem Beginn der Behandlung mit Risankizumab zu warten. Patienten, diemit Risankizumab behandelt werden, sollten während der Behandlung und für mindestens 21 Wochennach der Behandlung keine Lebendimpfstoffe erhalten (siehe Abschnitt 5.2).
ÜberempfindlichkeitSchwere Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, wurden bei der Anwendungvon Risankizumab berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Im Falle des Auftretens einer schwerwiegenden
Überempfindlichkeitsreaktion muss die Anwendung von Risankizumab unverzüglich abgebrochen undeine geeignete Behandlung eingeleitet werden.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungSkyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen oder in einer Fertigspritze
Polysorbat
Dieses Arzneimittel enthält 0,2 mg Polysorbat 20 pro 150-mg-Dosis. Polysorbate können allergische
Reaktionen hervorrufen.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Fertigpen oder Fertigspritze,
d. h., es ist nahezu 'natriumfrei“.
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Polysorbat
Dieses Arzneimittel enthält 0,34 mg Polysorbat 20 pro 150-mg-Dosis. Polysorbate können allergische
Reaktionen hervorrufen.
Sorbitol
Dieses Arzneimittel enthält 68,0 mg Sorbitol pro 150-mg-Dosis.
Die additive Wirkung gleichzeitig angewendeter Sorbitol (oder Fructose)-haltiger Arzneimittel und die
Einnahme von Sorbitol (oder Fructose) über die Nahrung ist zu berücksichtigen.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 150-mg-Dosis, d. h., es istnahezu 'natriumfrei“.
Es ist nicht zu erwarten, dass Risankizumab durch Leberenzyme verstoffwechselt oder über die Niereausgeschieden wird. Wechselwirkungen zwischen Risankizumab und Inhibitoren, Induktoren oder
Substraten von Enzymen, die Arzneimittel verstoffwechseln, sind nicht zu erwarten und eine
Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Begleitende Immunsuppressiva- oder Phototherapie
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Risankizumab in Kombination mit Immunsuppressiva,einschließlich Biologika oder Phototherapie, wurden nicht untersucht.
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für mindestens 21 Wochen nachder Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftBisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge)mit der Anwendung von Risankizumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien weisen nichtauf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen hinsichtlich der Reproduktionstoxizität hin. Als
Vorsichtsmaßnahme sollte eine Anwendung von Risankizumab während der Schwangerschaftvermieden werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Risankizumab in die Muttermilch übergeht. Da humane Immunglobulinebekanntermaßen in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen (kurz danach nurnoch in geringer Konzentration), kann ein Risiko für den gestillten Säugling während dieses kurzen
Zeitraums nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob die
Behandlung mit Risankizumab unterbrochen bzw. abgesetzt wird. Dabei sind sowohl die Vorteile des
Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie mit Risankizumab für die Mutter zuberücksichtigen.
FertilitätDie Wirkung von Risankizumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf die Fertilität.
Risankizumab hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit unddie Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Infektionen der oberen Atemwege (13,0 % bei
Psoriasis).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Nebenwirkungen von Risankizumab aus klinischen Studien (Tabelle 1) sind nach MedDRA-
Systemorganklasse anhand folgender Häufigkeitskategorien gegliedert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig(≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten(< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.
Tabelle 1. Auflistung von Nebenwirkungen
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre Sehr häufig Infektionen der oberen
Erkrankungen Atemwegea
Häufig Tinea-Infektionenb
Gelegentlich Follikulitis
Erkrankungen des Selten Anaphylaktische Reaktionen
Immunsystems
Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzc
Nervensystems
Erkrankungen der Haut und des Häufig Pruritus
Unterhautgewebes Ausschlag
Ekzem
Gelegentlich Urtikaria
Allgemeine Erkrankungen und Häufig Fatigue/Ermüdungd
Beschwerden am Reaktionen an der
Verabreichungsort Injektionsstelleea Einschließlich Atemwegsinfektion (viral, bakteriell oder nicht näher spezifiziert), Sinusitis(darunter akute Form), Rhinitis, Nasopharyngitis, Pharyngitis (darunter virale Form), Tonsillitis,
Laryngitis, Tracheitisb Einschließlich Tinea pedis, Tinea cruris, Tinea corporis, Tinea versicolor, Tinea manuum,
Onychomykose, Pilzinfektion der Hautc Einschließlich Kopfschmerz, Spannungskopfschmerz, Sinuskopfschmerzend Einschließlich Fatigue/Ermüdung, Astheniee Einschließlich blauer Fleck an der Injektionsstelle, Erythem, Hämatom, Blutung, Reizung,
Schmerz, Pruritus, Reaktion, Schwellung, Induration, Ausschlag
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn den klinischen Studien zu Psoriasis lag die Rate der Infektionen bei 75,5 Ereignissen pro100 Patientenjahre und bei 43,0 Ereignissen pro 100 Patientenjahre in den klinischen Studien zu
Psoriasis-Arthritis, einschließlich Langzeitbehandlung mit Risankizumab. Der Großteil der Fälle warnicht schwerwiegend, von leichtem bis mittelschwerem Schweregrad und führte nicht zu einem
Abbruch der Behandlung mit Risankizumab. In den klinischen Studien zu Psoriasis lag die Rate derschwerwiegenden Infektionen bei 1,7 Ereignissen pro 100 Patientenjahre und in den Studien zu
Psoriasis-Arthritis bei 2,6 Ereignissen pro 100 Patientenjahre (siehe Abschnitt 4.4).
ImmunogenitätBei Studienteilnehmenden, die in klinischen Studien zu Plaque-Psoriasis bis zu 52 Wochen mit
Risankizumab mit der empfohlenen klinischen Dosis behandelt wurden, wurden bei 24 % (263/1 079)der untersuchten Studienteilnehmenden (unter Behandlung) Antikörper gegen den Wirkstoff und bei14 % (150/1 079) neutralisierende Antikörper nachgewiesen. In der Verlängerungsstudie war dasbeobachtete Immunogenitätsprofil der Studienteilnehmenden unter Langzeittherapie mit
Risankizumab nach 204 Wochen konsistent zu dem Immunogenitätsprofil nach den ersten 52 Wochen.
Antikörper gegen Risankizumab, einschließlich neutralisierender Antikörper, standen bei den meisten
Studienteilnehmenden mit Psoriasis nicht mit Veränderungen des klinischen Ansprechens oder der
Sicherheit in Zusammenhang. Bei den wenigen Studienteilnehmenden (ca. 1 %, 7/1 000 zu Woche 16und 6/598 zu Woche 52) mit hohem Antikörpertiter (> 128) schien das klinische Ansprechen geringerzu sein. Reaktionen an der Einstichstelle traten sowohl in der Kurzzeit- (16 Wochen: 2,7 % vs. 1,3 %),als auch Langzeitbehandlung (52 Wochen: 5,0 % vs. 3,3 %) häufiger in den Gruppen auf, die
Antikörper gegen den Wirkstoff bildeten, als in den Gruppen ohne Antikörper gegen den Wirkstoff.
Die Reaktionen an der Einstichstelle waren alle von leichtem bis mittelschwerem Schweregrad, keinedavon war schwerwiegend und führte in keinem Fall zu einem Abbruch der Behandlung mit
Risankizumab.
Bei Studienteilnehmenden, die in klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis bis zu 28 Wochen mit
Risankizumab mit der empfohlenen klinischen Dosis behandelt wurden, wurden bei 12,1 % (79/652)der untersuchten Studienteilnehmenden (unter Behandlung) Antikörper gegen den Wirkstoff und bei0 % (0/652) neutralisierende Antikörper nachgewiesen. Antikörper gegen Risankizumab standen bei
Psoriasis-Arthritis nicht mit Veränderungen des klinischen Ansprechens oder der Sicherheit in
Zusammenhang.
Psoriasis-ArthritisInsgesamt entsprach das Sicherheitsprofil bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis unter Therapie mit
Risankizumab dem Sicherheitsprofil bei Patienten mit Plaque-Psoriasis.
Ältere PatientenBisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten ≥ 65 Jahre vor.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Im Falle einer Überdosierung wird empfohlen, den Patienten auf Anzeichen und Symptome von
Nebenwirkungen zu überwachen und umgehend eine geeignete symptomatische Behandlungeinzuleiten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren, ATC-Code: L04AC18
WirkmechanismusRisankizumab ist ein humanisierter monoklonaler IgG1-Antikörper, der selektiv mit hoher Affinität andie p19-Untereinheit des humanen Interleukin 23 (IL-23) bindet, ohne an IL-12 zu binden, und dessen
Interaktion mit dem IL-23-Rezeptorkomplex hemmt. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und
Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt
Risankizumab die IL-23-abhängige Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer
Zytokine.
Pharmakodynamische WirkungenIn einer Studie mit Psoriasis-Patienten war die Expression von Genen in der Haut, die mit der
IL-23/IL-17-Achse in Zusammenhang stehen, nach Einzeldosen von Risankizumab vermindert. Beiden psoriatischen Läsionen wurden auch eine Verringerung der Epidermisdicke, der Infiltration von
Entzündungszellen und der Expression psoriatischer Krankheitsmarker beobachtet.
In einer Studie mit Studienteilnehmenden mit Psoriasis-Arthritis wurde in Woche 24 nach subkutaner
Verabreichung von Risankizumab 150 mg in Woche 0, Woche 4 und danach alle 12 Wochen einestatistisch signifikante und klinisch bedeutsame Reduktion der IL-23- und IL-17-assoziierten
Biomarker, einschließlich IL-17A, IL-17F und IL-22 im Serum, gegenüber Baseline beobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Risankizumab wurde in vier multizentrischen, randomisierten
Doppelblindstudien (UltIMMa-1, UltIMMa-2, IMMHANCE und IMMVENT) bei2 109 Studienteilnehmenden mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht. Dieeingeschlossenen Studienteilnehmenden waren 18 Jahre und älter und hatten Plaque-Psoriasis miteiner beteiligten Körperoberfläche (KOF) von ≥ 10 %, einem sPGA (static Physician Global
Assessment)-Score von ≥ 3 bei der Gesamtbeurteilung der Psoriasis (Dicke der Plaques/Verdickung,
Rötung und Schuppung) auf einer Schweregradskala von 0 bis 4, einen PASI (Psoriasis Area and
Severity Index)-Score von ≥ 12 und die Studienteilnehmenden kamen für eine systemische Therapieoder Phototherapie infrage.
Insgesamt wiesen die Studienteilnehmenden im Median bei Baseline einen PASI-Score von 17,8, einebetroffene KOF von 20,0 % und einen DLQI-Score von 13,0 auf. Der sPGA-Score bei Baseline wurdebei 19,3 % der Studienteilnehmenden als schwer und bei 80,7 % als mittelschwer eingestuft. Beiinsgesamt 9,8 % der Studienteilnehmenden wurde in der Vergangenheit Psoriasis-Arthritisdiagnostiziert.
Zur Behandlung der Psoriasis hatten 30,9 % aller Studienteilnehmenden in den genannten Studienzuvor keine systemische Therapie erhalten (einschließlich nicht biologische Therapie und
Biologikatherapie), 38,1 % hatten zuvor eine Phototherapie oder Photochemotherapie, 48,3 % einenicht biologische systemische Therapie, 42,1 % eine Biologikatherapie und 23,7 % mindestens einen
TNF-alpha-Antagonisten erhalten. Patienten, die diese und andere Phase-II/III-Studien abgeschlossenhaben, hatten die Möglichkeit, sich in eine Open-Label-Verlängerungsstudie einzuschreiben(LIMMITLESS).
UltIMMa-1 und UltIMMa-2
In UltIMMa-1 und UltIMMa-2 wurden 997 Studienteilnehmende eingeschlossen (nach der
Randomisierung erhielten 598 Studienteilnehmende 150 mg Risankizumab, 199 Studienteilnehmende45 mg oder 90 mg Ustekinumab [entsprechend dem Gewicht bei Baseline] und200 Studienteilnehmende Placebo). Die Studienteilnehmenden erhielten das Präparat in Woche 0 und
Woche 4 und danach alle 12 Wochen. Die beiden ko-primären Endpunkte in UltIMMa-1 und
UltIMMa-2 waren der Anteil der Studienteilnehmenden, die erstens ein PASI-90-Ansprechen undzweitens einen sPGA-Score (sPGA 0 oder 1) von erscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfrei zu
Woche 16 im Vergleich zu Placebo erreichten. Die Ergebnisse für die ko-primären sowie die anderen
Endpunkte sind in Tabelle 2 und Abbildung 1 dargestellt.
Tabelle 2. Ergebnisse zur Wirksamkeit und Lebensqualität bei Erwachsenen mit Plaque-
Psoriasis in UltIMMa-1 und UltIMMa-2
UltIMMa-1 UltIMMa-2
Risankizumab Ustekinumab Placebo Risankizumab Ustekinumab Placebo(n = 304) (n = 100) (n = 102) (n = 294) (n = 99) (n = 98)n (%) n (%) n (%) n (%) n (%) n (%)sPGA erscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfrei (0 oder 1)
Woche 16a 267 (87,8) 63 (63,0) 8 (7,8) 246 (83,7) 61 (61,6) 5 (5,1)
Woche 52 262 (86,2) 54 (54,0) -- 245 (83,3) 54 (54,5) --sPGA erscheinungsfrei (0)
Woche 16 112 (36,8) 14 (14,0) 2 (2,0) 150 (51,0) 25 (25,3) 3 (3,1)
Woche 52 175 (57,6) 21 (21,0) -- 175 (59,5) 30 (30,3) --
PASI 75
Woche 12 264 (86,8) 70 (70,0) 10 (9,8) 261 (88,8) 69 (69,7) 8 (8,2)
Woche 52 279 (91,8) 70 (70,0) -- 269 (91,5) 76 (76,8) --
PASI 90
Woche 16a 229 (75,3) 42 (42,0) 5 (4,9) 220 (74,8) 47 (47,5) 2 (2,0)
Woche 52 249 (81,9) 44 (44,0) -- 237 (80,6) 50 (50,5) --
PASI 100
Woche 16 109 (35,9) 12 (12,0) 0 (0,0) 149 (50,7) 24 (24,2) 2 (2,0)
Woche 52 171 (56,3) 21 (21,0) -- 175 (59,5) 30 (30,3) --
DLQI 0 oder 1b
Woche 16 200 (65,8) 43 (43,0) 8 (7,8) 196 (66,7) 46 (46,5) 4 (4,1)
Woche 52 229 (75,3) 47 (47,0) -- 208 (70,7) 44 (44,4) --
PSS 0 (symptomfrei)c
Woche 16 89 (29,3) 15 (15,0) 2 (2,0) 92 (31,3) 15 (15,2) 0 (0,0)
Woche 52 173 (56,9) 30 (30,0) -- 160 (54,4) 30 (30,3) --
Alle Vergleiche von Risankizumab mit Ustekinumab und Placebo erreichten p < 0,001; Ausnahme:
PASI 75 in Woche 52 in UltIMMa-2 (p = 0,001).a Ko-primäre Endpunkte im Vergleich zu Placebob Kein Einfluss auf die gesundheitsbezogene Lebensqualitätc Ein Wert von 0 auf der Psoriasis-Symptom-Skala (PSS) bedeutet keine Anzeichen von Schmerz, Juckreiz,
Rötung und Brennen innerhalb der letzten 24 Stunden.
Abbildung 1. Zeitverlauf der mittleren prozentualen Veränderung des PASI-Scores gegenüber
Baseline in UltIMMa-1 und UltIMMa-2
RZB
UST
PBO0 4 8 12 16 22 28 34 40 46 52
Wochen
RZB = Risankizumab
UST = Ustekinumab
PBO = Placebop < 0,001 zu allen Zeitpunkten
Bei der Betrachtung von Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Körpergewicht von ≤ 130 kg,
PASI-Score zu Baseline, gleichzeitig bestehender Psoriasis-Arthritis, vorheriger systemischer
Behandlung mit nicht biologischen Arzneimitteln, vorheriger Behandlung mit Biologika undvorherigem Versagen eines Biologikums wurden keine Unterschiede im Hinblick auf die
Ansprechraten von Risankizumab in diesen Untergruppen festgestellt.
Bei den mit Risankizumab behandelten Studienteilnehmenden wurden zu Woche 16 und Woche 52
Verbesserungen der Plaque-Psoriasis im Hinblick auf Kopfhaut, Nägel und Handflächen sowie
Fußsohlen beobachtet.
Prozentuale Veränderung des PASI-Scores gegenüber
Baseline
Tabelle 3. Mittlere Veränderung der NAPSI-, PPASI- und PSSI-Werte gegenüber Baseline
UltIMMa-1 UltIMMa-2 IMMHANCE
Risankizumab Placebo Risankizumab Placebo Risankizumab Placebo
NAPSI: n = 56; n = 49; n = 58;
Veränderung n = 178; 2,1 n= 177; 3,0 n = 235; 2,5zu Woche 16 -9,0 (1,17) (1,86) -7,5 (1,03) (1,76) -7,5 (0,89) (1,70)(SF) *** *** ***
PPASI: n = 34; n = 23; n = 26;n = 95; n = 113;
Veränderung -3,17 n = 86; -3,74 -0,27
- 5,93 (0,324) -7,39 (0,654)zu Woche 16 (0,445) -7,24 (0,558) (1,025) (1,339)(SF) *** ** ***
PSSI: n = 92; n = 83; n = 88;
Veränderung n = 267; -2,9 n = 252; -4,6 n = 357; -5,5zu Woche 16 -17,6 (0,47) (0,69) -18,4 (0,52) (0,82) -20,1 (0,40) (0,77)(SF) *** *** ***
NAPSI:
Veränderung n = 178; n = 183;
- - - -zu Woche 52 -15,7 (0,94) -16,7 (0,85)(SF)
PPASI:n = 95;
Veränderung n = 89;
- 6,16 (0,296) - - - -zu Woche 52 -8,35 (0,274)(SF)
PSSI:
Veränderung n = 269; n = 259;
- - - -zu Woche 52 -17,9 (0,34) -18,8 (0,24)(SF)
Nail Psoriasis Severity Index (NAPSI), Palmoplantar Psoriasis Severity Index (PPASI), Psoriasis Scalp
Severity Index (PSSI) und Standardfehler (SF)
** p < 0,01 im Vergleich zu Risankizumab
*** p < 0,001 im Vergleich zu Risankizumab
Angst und Depression, gemessen anhand der Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS),verbesserten sich in der Risankizumab-Gruppe zu Woche 16 verglichen mit der der Placebogruppe.
Aufrechterhaltung des Ansprechens
In einer integrierten Analyse der Studienteilnehmenden, die in UltIMMa-1 und UltIMMa-2
Risankizumab erhielten, konnte gezeigt werden, dass 79,8 % (206/258) der Studienteilnehmenden, diezu Woche 16 ein PASI-100-Ansprechen erreichten, auch zu Woche 52 noch ein PASI-100-
Ansprechen aufwiesen. Bei den Patienten, die zu Woche 16 ein PASI-90-Ansprechen aufwiesen,hielten 88,4 % (398/450) der Studienteilnehmenden das Ansprechen auch bis zu Woche 52 aufrecht.
Von den Studienteilnehmenden, die in den Studien UltIMMa-1 und UltIMMa-2 Risankizumaberhielten, setzten 525 ihre Behandlung mit Risankizumab alle 12 Wochen in der Studie LIMMITLESSfort. Von diesen schlossen 376 (71,6 %) zusätzliche 252 Wochen der Open-label-Behandlung ab. Beiden in der Studie verbliebenen Teilnehmenden wurden die zu Woche 52 mit Risankizumab erzielten
Verbesserungen der Ansprechraten des PASI 90 und der sPGA-Bewertung von erscheinungsfrei odernahezu erscheinungsfrei bis Woche 304 beibehalten.
Von den Studienteilnehmenden, die in den Studien UltIMMa-1 und UltIMMa-2 Ustekinumaberhielten, erhielten 172 Studienteilnehmende in der Studie LIMMITLESS alle 12 Wochen
Risankizumab. Davon schlossen 116 (67,4 %) die Studie, einschließlich 252 Wochen Open-label-
Behandlung mit Risankizumab und der Nachverfolgung am Ende der Studie, ab. Bei den in der Studieverbliebenen Teilnehmenden stiegen die Ansprechraten von PASI 90 und der sPGA-Bewertungerscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfrei von Woche 52 bis Woche 76 und blieben dann bis
Woche 304 konstant.
Die Abbildungen 2 und 3 zeigen jeweils die Ansprechraten von PASI 90 und sPGA vonerscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfrei von Studienteilnehmenden, welche die 252-wöchige
Open-label-Behandlung in LIMMITLESS abgeschlossen haben.
Abbildung 2. Prozentualer Anteil der Studienteilnehmenden, die ein PASI-90-Ansprechen(Beobachteter Fall, observed case, OC) in LIMMITLESS erreicht haben
Risankizumab (n)
Ustekinumab zu Risankizumab (n)
Woche
Behandlung Risankizumab Ustekinumab zu
Risankizumab
Ansprechrate (%)
Abbildung 3. Prozentualer Anteil der Studienteilnehmenden, die ein sPGA von erscheinungsfreioder nahezu erscheinungsfrei bei Visite (Beobachteter Fall, observed case, OC) in LIMMITLESSerreicht haben
Risankizumab (n)
Ustekinumab zu Risankizumab (n)
Woche
Behandlung Risankizumab Ustekinumab zu
Risankizumab
Verbesserungen des Dermatology Life Quality Index (DLQI 0 oder 1) wurden bei Patienten, diekontinuierlich über 304 Wochen in der Open-label-Verlängerungsstudie LIMMITLESS mit
Risankizumab behandelt wurden, beibehalten.
Das Sicherheitsprofil von Risankizumab über mehr als 5 Jahre war mit dem bereits zu Woche 16beobachteten Sicherheitsprofil übereinstimmend.
IMMHANCE
In IMMHANCE wurden 507 Studienteilnehmende aufgenommen (nach der Randomisierung erhielten407 Risankizumab 150 mg und 100 Placebo). Die Studienteilnehmenden erhielten das Präparat in
Woche 0 und Woche 4 und danach alle 12 Wochen. Studienteilnehmende, die ursprünglich mit
Risankizumab behandelt wurden und in Woche 28 ein sPGA von erscheinungsfrei oder nahezuerscheinungsfrei aufwiesen, wurden erneut randomisiert und setzten die Behandlung mit
Risankizumab alle 12 Wochen bis Woche 88 fort (mit einer Nachbeobachtungsdauer von 16 Wochennach der letzten Risankizumab-Dosis) oder setzten die Behandlung ab.
In Woche 16 war Risankizumab Placebo hinsichtlich der ko-primären Endpunkte des sPGA vonerscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfrei (83,5 % Risankizumab gegenüber 7,0 % Placebo) und
PASI 90 (73,2 % Risankizumab gegenüber 2,0 % Placebo) überlegen.
Keiner der 31 Studienteilnehmenden in der IMMHANCE-Studie mit latenter TB, die während der
Studie keine Prophylaxe erhielten, entwickelte während der mittleren Nachbeobachtungsdauer von55 Wochen unter Risankizumab eine aktive TB.
In der IMMHANCE-Studie konnte gezeigt werden, dass von den Studienteilnehmenden, die zu
Woche 28 ein sPGA von erscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfrei aufwiesen, 81,1 % (90/111)dieses Ansprechen bis Woche 104 aufrechterhielten, wenn nach erneuter Randomisierung die
Ansprechrate (%)
Behandlung mit Risankizumab fortgesetzt wurde. Im Vergleich dazu zeigten 7,1 % (16/225) der
Studienteilnehmenden, bei denen nach erneuter Randomisierung die Behandlung mit Risankizumababgesetzt wurde, ein gleichbleibendes Ansprechen. Zu Woche 104 erreichten 63,1 % (70/111) der
Studienteilnehmenden, bei denen nach erneuter Randomisierung die Behandlung mit Risankizumabfortgesetzt wurde, und 2,2 % (5/225) der Studienteilnehmenden, bei denen nach erneuter
Randomisierung die Behandlung mit Risankizumab abgesetzt wurde, einen sPGA vonerscheinungsfrei.
Von den Studienteilnehmenden, die in Woche 28 ein sPGA-Ansprechen von erscheinungsfrei odernahezu erscheinungsfrei aufwiesen und nach Absetzen von Risankizumab auf einen mittelschwerenoder schweren sPGA-Score zurückfielen, konnten 83,7 % (128/153) 16 Wochen nach
Wiederaufnahme der Behandlung mit Risankizumab erneut ein sPGA-Ansprechen vonerscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfrei erreichen. Bereits 12 Wochen nach einer versäumten
Dosis wurde ein Verlust des sPGA-Ansprechens von erscheinungsfrei oder nahezu erscheinungsfreibeobachtet. Von den Studienteilnehmenden, die nach erneuter Randomisierung die Behandlungabsetzten, hatten 80,9 % (182/225) einen Rückfall mit einer durchschnittlichen Rückfallzeit von295 Tagen. Es wurden keine Merkmale ermittelt, die es ermöglichen, Annahmen zur Zeit bis zum
Verlust des Ansprechens oder zur Wahrscheinlichkeit eines Wiedererlangens des Ansprechens aufindividueller Patientenebene zu treffen.
IMMVENT
In IMMVENT wurden 605 Studienteilnehmende eingeschlossen (nach der Randomisierung erhielten301 Risankizumab und 304 Adalimumab). Die Studienteilnehmenden, die zu Risankizumabrandomisiert wurden, erhielten 150 mg in Woche 0 und Woche 4 und danach alle 12 Wochen. Die
Studienteilnehmenden, die in den Behandlungsarm mit Adalimumab randomisiert wurden, erhielten80 mg in Woche 0, 40 mg in Woche 1 und danach 40 mg alle zwei Wochen bis Woche 15. Ab
Woche 16 setzten die Studienteilnehmenden, die Adalimumab erhielten, die Behandlung fort oderwurden je nach Ansprechen umgestellt:
* < PASI 50: Umstellung auf Risankizumab
* PASI 50 bis < PASI 90: erneute Randomisierung entweder zur Fortsetzung der Behandlung mit
Adalimumab oder zur Umstellung auf Risankizumab
* PASI 90: Fortsetzung der Behandlung mit Adalimumab
Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 dargestellt.
Tabelle 4. Ergebnisse zur Wirksamkeit und Lebensqualität zu Woche 16 bei Erwachsenen mit
Plaque-Psoriasis in IMMVENT
Risankizumab Adalimumab(n = 301) (n = 304)(%) (%)sPGA erscheinungsfrei oder252 (83,7) 183 (60,2)nahezu erscheinungsfreia
PASI 75 273 (90,7) 218 (71,7)
PASI 90a 218 (72,4) 144 (47,4)
PASI 100 120 (39,9) 70 (23,0)
DLQI 0 oder 1b 198 (65,8) 148 (48,7)
Alle Vergleiche erreichten p < 0,001.
a Ko-primäre Endpunkteb Kein Einfluss auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität
Bei Studienteilnehmenden, die in Woche 16 unter Adalimumab PASI 50 bis < PASI 90 aufwiesen underneut randomisiert wurden, konnten 4 Wochen nach der erneuten Randomisierung Unterschiedehinsichtlich der PASI-90-Ansprechraten zwischen der Umstellung auf Risankizumab und der
Fortsetzung der Behandlung mit Adalimumab festgestellt werden (49,1 % gegenüber 26,8 %).
Die Ergebnisse zu Woche 28 nach erneuter Randomisierung sind in Tabelle 5 und Abbildung 4dargestellt.
Tabelle 5. Ergebnisse zur Wirksamkeit zu Woche 28 nach erneuter Randomisierung in
IMMVENT
Wechsel auf Weiterbe-
Risankizumab handlung mit(n = 53) Adalimumab(%) (n = 56)(%)
PASI 90 35 (66,0) 12 (21,4)
PASI 100 21 (39,6) 4 (7,1)
Alle Vergleiche erreichten p < 0,001.
Abbildung 4. PASI 90 im zeitlichen Verlauf nach erneuter Randomisierung in IMMVENT(n = 53)(n = 56)
Wochen nach erneuter Randomisierung
ADA/ADA: Studienteilnehmende, die zu Adalimumab randomisiert wurden und weiterhin
Adalimumab erhielten
ADA/RZB: Studienteilnehmende, die zu Adalimumab randomisiert wurden und auf
Risankizumab umgestellt wurdenp < 0,05 in Woche 4 und p < 0,001 zu allen Zeitpunkten ab Woche 8
Bei 270 Studienteilnehmenden, die ohne Auswaschphase von Adalimumab auf Risankizumabumgestellt wurden, war das Sicherheitsprofil von Risankizumab mit dem der Studienteilnehmenden,die Risankizumab nach einer Auswaschphase von einer vorherigen systemischen Therapie erhielten,vergleichbar.
Plaque-Psoriasis, die die Kopfhaut oder den Genitalbereich betrifft
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Risankizumab wurden in einer multizentrischen, randomisiertendoppelblinden, placebokontrollierten Studie (UNLIMMITED) untersucht, an der Studienteilnehmendeab 18 Jahren mit einer mäßigen bis schweren Kopfhautpsoriasis (UNLIMMITED-S) mit einem PSSI(Psoriasis Scalp Severity Index) ≥ 12, Kopfhaut IGA (Investigator Global Assessment) ≥ 3 und ≥ 30 %betroffener Kopfhaut oder mit einer mäßigen bis schweren Genitalpsoriasis (UNLIMMTED-G) miteinem genitalen sPGA-G (static Physicians’s Global Assessment of Genitalia) ≥ 3 teilnahmen. Alle
Studienteilnehmenden hatten bei Baseline einen KOF ≥ 1 % und sPGA ≥ 3.
Anteil Studienteilnehmende
In UNLIMMITED wurden die Studienteilnehmenden randomisiert, um entweder 150 mg
Risankizumab oder Placebo subkutan in Woche 0 und 4 zu erhalten. Ab Woche 16 erhielten alle
Studienteilnehmenden alle 12 Wochen 150 mg Risankizumab bis zur letzten Dosis in Woche 40.
Bereich der Kopfhaut (UNLIMMITED-S)
In UNLIMMITED-S wurden 105 Studienteilnehmende eingeschlossen. Die beteiligte KOF war bei
Baseline ≥ 10 % bei 61,9 % der Studienteilnehmenden und < 10 % bei 38,1 % der
Studienteilnehmenden. Die durchschnittliche beteiligte KOF bei Baseline war 16,8 %. Bei Baselinehatten 76,2 % der Studienteilnehmenden einen sPGA = 3 und 23,8 % einen sPGA = 4.
Bei Baseline hatten 54,3 % der Studienteilnehmenden zuvor keine systemische Therapie erhalten(einschließlich nicht biologischer Therapie und Biologikatherapie), 0 % der Studienteilnehmendenhatten zuvor eine Phototherapie, 15,2 % hatten zuvor eine nicht biologische systemische Therapieerhalten und 37,1 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten.
Die Ergebnisse für die primären und die wichtigsten sekundären Endpunkte sind in Tabelle 6dargestellt.
Tabelle 6. Ergebnisse zur Wirksamkeit bei Erwachsenen mit Kopfhautpsoriasis in
UNLIMMITED-S in Woche 16
Risankizumab Placebo Behandlungs-
Endpunkt (n = 51) (n = 54) unterschiedn (%) n (%) (95 %-CI)
Kopfhaut IGA von erscheinungsfrei oder 47,0nahezu erscheinungsfrei (0 oder 1)a 31 (60,8) 7 (13,0)[31,2; 62,8]52,9
PSSI 75b 38 (74,5) 12 (22,2)[37,5; 68,3]39,8
PSSI 90c 27 (52,9) 7 (13,0)[24,4; 55,2]31,2
PSSI 100d 23 (45,1) 7 (13,0)[15,4; 46,9]
Mittlere Veränderung des PSS gegenüber n = 44 n = 49 -5,0
Baseline -6,0 -1,0 [-6,6; -3,3]
Alle Vergleiche erreichten p < 0,001, adjustierter Behandlungsunterschied (95 %-CI)a Primärer Endpunktb Erreichen einer Verbesserung des PSSI um ≥ 75 % gegenüber der Baselinec Erreichen einer Verbesserung des PSSI um ≥ 90 % gegenüber der Baselined Erreichen einer 100-prozentigen Verbesserung des PSSI gegenüber der Baseline
Ein größerer Anteil der Studienteilnehmenden, die mit Risankizumab behandelt wurden, erreichte im
Vergleich mit Placebo einen Kopfhaut-IGA-Wert von 0 in Woche 16 (41,2 % gegenüber 11,1 %).
Das Ansprechen auf den Kopfhaut-Juckreiz-NRS-Score (Numeric rating scale), definiert als Erreicheneiner Verbesserung (Verringerung) um ≥ 4 Punkte des Kopfhaut-Juckreiz-NRS gegenüber Baselinebei Studienteilnehmenden mit Baseline Score ≥ 4, wurde bei einem größeren Anteil der
Studienteilnehmenden, die mit Risankizumab behandelt wurden, in Woche 16 im Vergleich mit
Placebo erreicht (50,0 % gegenüber 11,1 %).
Ein größerer Anteil der Studienteilnehmenden, die mit Risankizumab behandelt wurden, erreichteeinen DLQI-Wert von 0 oder 1 (keine Beeinträchtigung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität) in
Woche 16 im Vergleich mit Placebo (47,1 % gegenüber 11,1 %).
Genital-Bereich (UNLIMMITED-G)
In UNLIMMITED-G wurden 109 Studienteilnehmende eingeschlossen. Die bei Baseline beteiligte
KOF war ≥ 10 % bei 63,3 % der Studienteilnehmenden und < 10 % bei 36,7 % der
Studienteilnehmenden. Die durchschnittliche beteiligte KOF bei Baseline war 17,2 %. Bei Baselinehatten 80,7 % der Studienteilnehmenden einen sPGA = 3 und 19,3 % einen sPGA = 4.
Bei Baseline hatten 61,5 % der Studienteilnehmenden zuvor keine systemische Therapie erhalten(einschließlich nicht biologischer Therapie und Biologikatherapie), 2,8 % der Studienteilnehmendenhatten zuvor eine Phototherapie, 16,5 % der Studienteilnehmenden hatten zuvor eine nicht biologischesystemische Therapie erhalten und 25,7 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten.
Die Ergebnisse der primären und aller sekundären Endpunkte sind in Tabelle 7 dargestellt.
Tabelle 7. Ergebnisse zur Wirksamkeit bei Erwachsenen mit Genitalpsoriasis in
UNLIMMITED-G in Woche 16
Risankizumab Placebo Behandlungs-
Endpunkt (n = 55) (n = 54) unterschiedn (%) n (%) (95 %-CI)sPGA-G von erscheinungsfrei oder 57,038 (69,1) 7 (13,0)minimal (0 oder 1)a [42,3; 71,7]46,7sPGA-G von erscheinungsfrei (0) 28 (50,9) 3 (5,6)[32,6; 60,8]56,5
DLQI von 0 oder 1b 33 (60,0) 2 (3,7)[43,0; 70,0]
GPI-NRS Verringerung von ≥ 4 n = 41 n = 45 43,0
Punkten gegenüber Baselinec 20 (48,8) 3 (6,7) [26,6; 59,3]
GenPs-SFQ item 2 Wert von 0 (niemals) n = 31 n = 32 46,1oder 1 (selten)d,e 22 (71,0) 7 (21,9) [26,7; 65,6]
Alle Vergleiche erreichten p < 0,001, adjustierter Behandlungsunterschied (95 %-CI)a Primärer Endpunktb Ein DLQI-Gesamtwert von 0 oder 1 zeigt an, dass der Hautzustand keinen Einfluss auf diegesundheitsbezogene Lebensqualität des Patienten hatc Verbesserung der Schwere des Juckreizes im Genitalbereichs, gemessen an einer Senkung ummindestens 4 Punkte in der 11-Punkte-GPI-NRS (Genital Psoriasis Juckreiz Numeric Rating Scale)auf der GPSS (Genital Psoriasis Symptom Scale) bei Studienteilnehmenden mit einem Ausgangswert≥ 4d Der GenPs-SFQ (Genital Psoriasis Sexual Frequency Questionnaire) Punkt 2 misst den vom
Patienten wahrgenommenen Einfluss auf die sexuelle Gesundheit aufgrund von Psoriasis im
Genitalbereich auf die Häufigkeit sexueller Aktivitäten (Geschlechtsverkehr oder andere Aktivitäten)in der vergangenen Woche (verwendet wird eine Skala von 0 bis 4, wobei höhere Werte auf größere
Einschränkungen hinweisen)e Unter den Studienteilnehmenden mit einem Baseline-Wert von ≥ 2
Studienteilnehmende, die mit Risankizumab behandelt wurden, erreichten eine größere Verringerungdes Schweregrades der Psoriasis-Symptome im Genitalbereich (Juckreiz, Schmerz, Unwohlsein,
Stechen, Brennen, Rötung, Schuppen und Rissbildung) ausgehend von der Baseline anhand des GPSSin Woche 16 verglichen zu Placebo. Die Veränderung des GPSS-Gesamtwertes gegenüber Baselinebetrugen in Woche 16 -26,5 unter Risankizumab und -1,0 unter Placebo.
Ein größerer Anteil der mit Risankizumab behandelten Studienteilnehmenden erreichte im Vergleichzu Placebo eine Reduktion um mindestens 2 Punkte im PatGA-Genital (Patient’s Global Assessmentof Genital Psoriasis), bei den Studienteilnehmenden mit einem Ausgangswert ≥ 2 (71,7 % gegenüber22,9 %).
Das Sicherheitsprofil von Risankizumab entsprach in den Studien UNLIMMITED-S und
UNLIMMITED-G dem Sicherheitsprofil, welches in den vorherigen Studien mit
Studienteilnehmenden mit Plaque-Psoriasis beobachtet wurde.
Psoriasis-ArthritisEs konnte gezeigt werden, dass Risankizumab bei Erwachsenen mit aktiver Psoriasis-Arthritis (PsA)die Anzeichen und Symptome, die körperliche Funktionsfähigkeit, die gesundheitsbezogene
Lebensqualität und den Anteil der Studienteilnehmenden ohne radiologische Progression verbessert.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Risankizumab wurden bei 1 407 Studienteilnehmenden mitaktiver PsA in zwei randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudien (964 in KEEPsAKE 1und 443 in KEEPsAKE 2) beurteilt.
Die Teilnehmer in diesen Studien wiesen seit mindestens sechs Monaten eine PsA-Diagnose gemäß
CASPAR (Classification Criteria for Psoriatic Arthritis), eine PsA-Dauer von im Median 4,9 Jahrenbei Baseline, ≥ 5 druckschmerzhafte Gelenke und ≥ 5 geschwollene Gelenke und eine aktive
Plaque-Psoriasis oder Nagelpsoriasis bei Baseline auf. 55,9 % der Studienteilnehmenden hatten eineaktive Plaque-Psoriasis mit einer betroffenen KOF von ≥ 3 %. 63,4 % der Patienten hatten eine
Enthesitis und 27,9 % eine Daktylitis. In der Studie KEEPsAKE 1, in der die Nagelpsoriasiseingehender untersucht wurde, wiesen 67,3 % Nagelpsoriasis auf.
In beiden Studien erhielten die Teilnehmer randomisiert in Woche 0, 4 und 16 entweder Risankizumab150 mg oder Placebo. Ab Woche 28 erhielten alle Studienteilnehmenden alle 12 Wochen
Risankizumab.
In der Studie KEEPsAKE 1 hatten alle Studienteilnehmenden zuvor ein unzureichendes Ansprechenauf oder eine Unverträglichkeit gegenüber nicht biologischen DMARDs gezeigt und waren nicht mit
Biologika vorbehandelt. In der Studie KEEPsAKE 2 hatten 53,5 % der Studienteilnehmenden auf einenicht biologische DMARD-Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen und46,5 % der Studienteilnehmenden hatten auf eine biologische Therapie unzureichend angesprochenoder diese nicht vertragen.
In beiden Studien erhielten 59,6 % der Studienteilnehmenden gleichzeitig Methotrexat (MTX), 11,6 %erhielten gleichzeitig andere nicht biologische DMARDs als MTX und 28,9 % erhielten eine
Risankizumab-Monotherapie.
Klinisches AnsprechenIn beiden Studien führte die Behandlung mit Risankizumab im Vergleich zu Placebo zu einersignifikanten Verbesserung der Krankheitsaktivität in Woche 24. Primärer Endpunkt war in beiden
Studien der Anteil der Studienteilnehmenden, die in Woche 24 ein ACR20-Ansprechen (Verbesserungum ≥ 20 % gemäß American College of Rheumatology) erreichten. Die wichtigsten Ergebnisse zur
Wirksamkeit sind Tabelle 8 zu entnehmen.
Tabelle 8. Wirksamkeitsergebnisse in den Studien KEEPsAKE 1 und KEEPsAKE 2
KEEPsAKE 1 KEEPsAKE 2
Placebo Risankizumab Placebo Risankizumab
Endpunkt n = 481 n = 483 n = 219 n = 224(%) (%) (%) (%)
ACR20-Ansprechen
Woche 16 161 (33,4) 272 (56,3)a 55 (25,3) 108 (48,3)a
Woche 24 161 (33,5) 277 (57,3)a 58 (26,5) 115 (51,3)a
Woche 52* - 338/433 (78,1) - 131/191 (68,6)
ACR50-Ansprechen
Woche 24 54 (11,3) 162 (33,4)b 20 (9,3) 59 (26,3)b
Woche 52* - 209/435 (48,0) - 72/192 (37,5)
ACR70-Ansprechen
Woche 24 23 (4,7) 74 (15,3)b 13 (5,9) 27 (12,0)c
Woche 52* - 125/437 (28,6) - 37/192 (19,3)
Abklingen der Enthesitis (LEI = 0)
Woche 24* 156/448 (34,8)d 215/444 (48,4)a,d - -
Woche 52* - 244/393 (62,1)d - -
Abklingen der Daktylitis (LDI = 0)
Woche 24* 104/204 (51,0)e 128/188 (68,1)a,e - -
Woche 52* - 143/171 (83,6)e - -
MDA(minimale Krankheitsaktivität)-Ansprechen
Woche 24 49 (10,2) 121 (25,0)a 25 (11,4) 57 (25,6)a
Woche 52* - 183/444 (41,2) - 61/197 (31,0)
*Die Daten zu den verfügbaren Studienteilnehmenden werden im Format beobachtete n/N (%)angegeben.
a. Multiplizitätskontrolliert p ≤ 0,001 Risankizumab im Vergleich zu Placebo
b. Nominal p ≤ 0,001 Risankizumab im Vergleich zu Placebo
c. Nominal p ≤ 0,05 Risankizumab im Vergleich zu Placebo
d. Zusammenfassung der gepoolten Daten aus KEEPsAKE 1 und KEEPsAKE 2 zu
Studienteilnehmenden mit einem LEI von > 0 bei Baseline
e. Zusammenfassung der gepoolten Daten aus KEEPsAKE 1 und KEEPsAKE 2 zu
Studienteilnehmenden mit einem LDI von > 0 bei Baseline
Ansprechen über die Zeit
In der Studie KEEPsAKE 1 wurde in der Risankizumab-Gruppe bereits zu Woche 4 ein höheres
ACR20-Ansprechen gegenüber Placebo beobachtet (25,7 %) und dieser Behandlungsunterschiedsetzte sich über die Zeit bis Woche 24 fort (Abbildung 5).
Abbildung 5. Prozentualer Anteil der Studienteilnehmenden, die in der Studie KEEPsAKE 1 bis
Woche 24 ein ACR20-Ansprechen erreichten
Baseline Woche 4 Woche 8 Woche 12 Woche 16 Woche 24
Visite○ Placebo (n = 481) ──■── Risankizumab (n = 483)
Ein höheres ACR20-Ansprechen bei Risankizumab gegenüber Placebo wurde bereits zu Woche 4 bei19,6 % der Studienteilnehmenden in KEEPsAKE 2 beobachtet.
Das beobachtete ähnliche Ansprechen in den Risankizumab-Gruppen war unabhängig von dergleichzeitigen Anwendung nicht biologischer DMARDs, der Anzahl vorheriger nicht biologischer
DMARDs, Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und BMI. In der Studie KEEPsAKE 2 wurdeein Ansprechen unabhängig von einer vorherigen Biologikatherapie beobachtet.
Das Sicherheitsprofil von Risankizumab war über bis zu 52 Behandlungswochen mit dem bereits zu
Woche 24 beobachteten Sicherheitsprofil übereinstimmend.
In beiden Studien war der Anteil der Studienteilnehmenden, die in Woche 24 die modifizierten
PsA-Ansprechkriterien (PsA response criteria, PsARC) erfüllten, bei den Studienteilnehmenden unter
Risankizumab im Vergleich zu Placebo höher. Darüber hinaus erreichten die Studienteilnehmenden,die Risankizumab erhielten, in Woche 24 in beiden Studien eine größere Verbesserung des Disease
Activity Score (28 Gelenke) mittels CRP (DAS28-CRP) als unter Placebo. In beiden Studien wurdendie Verbesserungen für PsARC und DAS28-CRP bis Woche 52 aufrechterhalten.
Die Behandlung mit Risankizumab führte im Vergleich zu Placebo zu einer Verbesserung in einzelnen
ACR-Komponenten, des Health Assessment Questionnaire-Disability Index (HAQ-DI), der
Schmerzen und des hochsensitiven C-reaktiven Proteins (hsCRP).
Die Behandlung mit Risankizumab führte bei Studienteilnehmenden mit PsA zu einer statistischsignifikanten Verbesserung der Hautmanifestationen der Psoriasis.
Die Behandlung mit Risankizumab führte in der Studie KEEPsAKE 1 bei Studienteilnehmenden mit
Nagelpsoriasis bei Baseline (67,3 %) zu einer statistisch signifikanten Verbesserung des modifizierten
Nail Psoriasis Severity Index (mNAPSI) und des aus 5 Punkten bestehenden PGA-Scores zur
Nagelpsoriasis (PGA-F). Diese Verbesserung hielt bis Woche 52 an (siehe Tabelle 9).
ACR20-Ansprechrate (%)
Tabelle 9. Wirksamkeitsergebnisse in Bezug auf Nagelpsoriasis in KEEPsAKE 1
Placebo Risankizumabn = 338 n = 309
Veränderung mNAPSI gegenüber Baselinea
Woche 24 -5,57 -9,76b
Woche 52 - -13,64
Veränderung PGA-F gegenüber Baselinea
Woche 24 -0,4 -0,8b
Woche 52 - -1,2
PGA-F erscheinungsfrei/minimal und Verbesserung um ≥ 2 Gradec
Woche 24 n (%) 30 (15,9) 71(37,8)d
Woche 52 n (%) - 105 (58,0)
a. Zusammenfassung zu Studienteilnehmenden mit Nagelpsoriasis bei Baseline(Placebo n = 338; Risankizumab n = 309; in Woche 52 für mNAPSI beobachtetunter Risankizumab n = 290, für PGA-F beobachtet unter Risankizumab n = 291).
b. Multiplizitätskontrolliert p ≤ 0,001 Risankizumab im Vergleich zu Placebo
c. Zusammenfassung zu Studienteilnehmenden mit Nagelpsoriasis und einem
PGA-F-Score in der Gesamtbeurteilung von 'leicht“, 'mittelschwer“ oder 'schwer“bei Baseline (Placebo n = 190; Risankizumab n = 188, in Woche 52 beobachtetunter Risankizumab n = 181).
d. Nominal p ≤ 0,001 Risankizumab im Vergleich zu Placebo
Radiologisches AnsprechenIn KEEPsAKE 1 wurde die Hemmung der Progression struktureller Schäden radiologisch beurteiltund als Veränderung des modifizierten Total-Sharp-Scores (mTSS) in Woche 24 gegenüber Baselineausgedrückt. Der mTSS-Score wurde für PsA durch Hinzunahme der distalen Interphalangealgelenke(DIP) der Hand modifiziert. In Woche 24 war die mittlere Progression der strukturellen Schäden unter
Risankizumab (mittlerer mTSS-Score 0,23) im Vergleich zu Placebo (mittlerer mTSS-Score 0,32)statistisch nicht signifikant. Der Anteil der Studienteilnehmenden ohne radiologische Progression(definiert als Veränderung des mTSS ≤ 0 gegenüber Baseline) war in Woche 24 unter Risankizumab(92,4 %) im Vergleich zu Placebo (87,7 %) höher. Dieses Ansprechen hielt bis Woche 52 an.
Körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität
In beiden Studien zeigten die mit Risankizumab behandelten Studienteilnehmenden (KEEPsAKE 1(-0,31); KEEPsAKE 2 (-0,22)) in Woche 24 gegenüber Baseline eine statistisch signifikante
Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit, gemessen anhand HAQ-DI, im Vergleich zu
Placebo (-0,11 bzw. -0,05) (p-Wert ≤ 0,001). In Woche 24 erreichte ein größerer Anteil der
Studienteilnehmenden in der Risankizumab-Gruppe im Vergleich zu Placebo eine klinisch bedeutsame
Reduktion des HAQ-DI-Scores um mindestens 0,35 gegenüber Baseline. Die Verbesserungen derkörperlichen Funktionsfähigkeit wurden bis Woche 52 aufrechterhalten.
In beiden Studien zeigten die mit Risankizumab behandelten Studienteilnehmenden in Woche 24 im
Vergleich zu den Studienteilnehmenden unter Placebo zudem signifikante Verbesserungen bei derkörperlichen Domäne des SF-36 V2 und des FACIT-Fatigue-Scores. In beiden Studien wurden die
Verbesserungen bis Woche 52 aufrechterhalten.
Bei Baseline der Studien wurde bei jeweils 19,6 % der Studienteilnehmenden in KEEPsAKE 1 (7,9 %diagnostiziert durch Röntgen oder MRT) und 19,6 % der Studienteilnehmenden in KEEPsAKE 2 (5 %diagnostiziert durch Röntgen oder MRT) eine Psoriasis-Spondylitis berichtet. Studienteilnehmendemit klinisch beurteilter Psoriasis-Spondylitis, die mit Risankizumab behandelt wurden, zeigten in
Woche 24 gegenüber Baseline im Vergleich zu Placebo Verbesserungen beim Bath Ankylosing
Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI). Die Verbesserungen hielten bis Woche 52 an. Es liegenaufgrund der geringen Anzahl der untersuchten Studienteilnehmenden keine hinreichenden Belege fürdie Wirksamkeit von Risankizumab bei Studienteilnehmenden mit radiologisch oder MRT-bestätigterankylosierender spondylitisähnlicher Psoriasis-Arthropathie vor.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Skyrizi eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur
Behandlung der Plaque-Psoriasis und Psoriasis-Arthritis gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.
Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Die Pharmakokinetik von Risankizumab war bei Studienteilnehmenden mit Plaque-Psoriasis und
Studienteilnehmenden mit Psoriasis-Arthritis vergleichbar.
ResorptionRisankizumab zeigte eine lineare Pharmakokinetik mit dosisproportionalem Anstieg bei Expositionüber den Dosisbereich von 18 bis 300 mg und 0,25 bis 1 mg/kg subkutan sowie 200 bis 1 200 mg und0,01 bis 5 mg/kg intravenös.
Nach subkutaner Gabe von Risankizumab wurde die maximale Plasmakonzentration 3-14 Tage nachder Anwendung erreicht, mit einer geschätzten absoluten Bioverfügbarkeit von 89 %. Bei einer
Dosierung von 150 mg in Woche 0, Woche 4 und danach alle 12 Wochen beträgt die geschätztemaximale Plasmakonzentration im Steady State 12 µg/ml und der Talspiegel 2 µg/ml.
Die Bioäquivalenz wurde zwischen einer einzelnen 150-mg-Risankizumab-Injektion und zwei75-mg-Risankizumab-Injektionen in einer Fertigspritze nachgewiesen. Die Bioäquivalenz zwischender 150-mg-Risankizumab-Fertigspritze und dem -Fertigpen wurde ebenfalls nachgewiesen.
VerteilungDas mittlere Verteilungsvolumen (± Standardabweichung) im Steady State (Vss) von Risankizumabbetrug in Phase-III-Studien bei Patienten mit Plaque-Psoriasis 11,4 (± 2,7 ) l. Dies deutet darauf hin,dass die Verteilung von Risankizumab hauptsächlich auf den vaskulären und den interstitiellen Raumbeschränkt ist.
BiotransformationTherapeutische monoklonale IgG-Antikörper werden in der Regel analog zu endogenen IgGs überkatabole Wege zu kleinen Peptiden und Aminosäuren abgebaut. Es ist nicht zu erwarten, dass
Risankizumab durch Cytochrom-P450-Enzyme verstoffwechselt wird.
EliminationDie mittlere (± Standardabweichung) systemische Clearance (CL) von Risankizumab betrug in
Phase-III-Studien bei Patienten mit Plaque-Psoriasis 0,3 (± 0,1) l/Tag. Die mittlere terminale
Eliminationshalbwertszeit von Risankizumab lag in Phase-III-Studien bei Studienteilnehmenden mit
Plaque-Psoriasis zwischen 28 und 29 Tagen.
Es ist nicht zu erwarten, dass Risankizumab als monoklonaler IgG1-Antikörper durch glomeruläre
Filtration in den Nieren filtriert oder als intaktes Molekül im Urin ausgeschieden wird.
Linearität/Nicht-LinearitätNach subkutaner Verabreichung wies Risankizumab bei gesunden Probanden oder
Studienteilnehmenden mit Plaque-Psoriasis eine lineare Pharmakokinetik mit annähernddosisproportionalem Anstieg der systemischen Exposition (Cmax und area under the curve, AUC) imuntersuchten Dosisbereich von 18 bis 300 mg bzw. 0,25 bis 1 mg/kg auf.
WechselwirkungenEs wurde eine Studie zu Wechselwirkungen bei Studienteilnehmenden mit Plaque-Psoriasisdurchgeführt, um die Wirkung einer wiederholten Anwendung von Risankizumab auf die
Pharmakokinetik von Cytochrom-P450(CYP)-sensitiven Prüfsubstraten zu untersuchen. Die
Exposition von Koffein (CYP1A2-Substrat), Warfarin (CYP2C9-Substrat), Omeprazol (CYP2C19-
Substrat), Metoprolol (CYP2D6-Substrat) und Midazolam (CYP3A-Substrat) nach Behandlung mit
Risankizumab war mit deren Exposition vor der Behandlung mit Risankizumab vergleichbar. Diesdeutet auf keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen durch diese Enzyme hin.
Populationspharmakokinetische Analysen deuteten darauf hin, dass eine begleitende Behandlung, diewährend der klinischen Studien von einigen Studienteilnehmenden mit Plaque-Psoriasis oder
Psoriasis-Arthritis angewendet wurde, keinen Einfluss auf die Risankizumab-Exposition hatte.
Besondere PatientengruppenDie pharmakokinetischen Eigenschaften von Risankizumab wurden bei pädiatrischen Patienten nichtuntersucht.
Ältere PatientenVon den 2 234 Studienteilnehmenden mit Plaque-Psoriasis, die Risankizumab erhielten, waren243 ≥ 65 Jahre und 24 ≥ 75 Jahre. Von den 1 542 Studienteilnehmenden mit Psoriasis-Arthritis, die
Risankizumab erhielten, waren 246 ≥ 65 Jahre und 34 ≥ 75 Jahre. Zwischen den älteren und denjüngeren Studienteilnehmenden, die Risankizumab erhielten, wurden insgesamt keine Unterschiedehinsichtlich der Risankizumab-Exposition beobachtet.
Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Es wurden keine spezifischen Studien zur Ermittlung der Auswirkungen einer eingeschränkten Nieren-oder Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Risankizumab durchgeführt. Auf Basispopulationspharmakokinetischer Analysen hatten der Serumkreatininspiegel, die Kreatinin-Clearanceoder die Leberfunktionsmarker (ALT/AST/Bilirubin) bei Studienteilnehmenden mit Plaque-Psoriasisoder Psoriasis-Arthritis keinen bedeutsamen Einfluss auf die Risankizumab-Clearance.
Als monoklonaler IgG1-Antikörper erfolgt die Elimination von Risankizumab hauptsächlich über denintrazellulären Katabolismus und es ist nicht zu erwarten, dass Risankizumab durch hepatische
Cytochrom-P450-Enzyme verstoffwechselt oder durch renale Elimination ausgeschieden wird.
KörpergewichtClearance und Verteilungsvolumen von Risankizumab steigen mit zunehmendem Körpergewicht. Dieskann bei Studienteilnehmenden mit einem hohen Körpergewicht (> 130 kg) zu einer verringerten
Wirksamkeit führen. Allerdings beruht diese Beobachtung auf einer begrenzten Anzahl an
Studienteilnehmenden. Daher wird momentan eine Dosisanpassung aufgrund des Körpergewichtsnicht empfohlen.
Geschlecht und ethnische ZugehörigkeitGeschlecht und ethnische Zugehörigkeit hatten bei erwachsenen Patienten mit Plaque-Psoriasis oder
Psoriasis-Arthritis keinen signifikanten Einfluss auf die Clearance von Risankizumab. In einerklinischen Studie zur Pharmakokinetik wurden hinsichtlich der Risankizumab-Exposition in gesunden
Probanden keine klinisch bedeutsamen Unterschiede zwischen chinesischen bzw. japanischen undkaukasischen Studienteilnehmenden beobachtet.
Auf Basis von Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, einschließlichsicherheitspharmakologischer Untersuchungen, und einer erweiterten prä- und postnatalen
Entwicklungsstudie an Javaneraffen bei Dosen von bis zu 50 mg/kg/Woche (wobei Expositionenerzielt wurden, die etwa dem 70-Fachen der klinischen Exposition bei der empfohlenen Höchstdosisfür Menschen [maximum recommended human dose, MRHD] entsprechen) lassen die präklinischen
Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Es wurden keine Studien zur Mutagenität oder Kanzerogenität von Risankizumab durchgeführt. Ineiner 26-wöchigen Studie zur chronischen Toxikologie an Javaneraffen wurden bei Dosierungen vonbis zu 50 mg/kg/Woche (etwa das 70-Fache der klinischen MRHD-Exposition) keinepräneoplastischen oder neoplastischen Läsionen und keine unerwünschten immuntoxischen oderkardiovaskulären Wirkungen beobachtet.
Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen und in einer Fertigspritze
Natriumacetat-Trihydrat (E 262)
Essigsäure (E 260)
Trehalose-Dihydrat (Ph. Eur.)
Polysorbat 20 (E 432)
Wasser für Injektionszwecke
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Natriumsuccinat 6 H2O
Bernsteinsäure (E 363)
Sorbitol (E 420)
Polysorbat 20 (E 432)
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
2 Jahre
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Den Fertigpen oder die Fertigspritze(n) im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zuschützen.
Der Skyrizi-150-mg-Fertigpen oder die -150-mg-Fertigspritze kann im Originalkarton, um den Inhaltvor Licht zu schützen, bis zu 24 Stunden außerhalb des Kühlschranks (bei bis zu maximal 25 °C)aufbewahrt werden.
Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
Fertigspritze aus Glas, die in einem Fertigpen mit einer automatischen Nadelhülle montiert ist.
Skyrizi 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Fertigspritze aus Glas mit fester Nadel und Nadelkappe, versehen mit einem automatischen
Nadelschutz.
Skyrizi 150 mg ist in Packungen mit einem Fertigpen oder einer Fertigspritze erhältlich.
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Fertigspritze aus Glas mit fester Nadel und Nadelkappe, versehen mit einem automatischen
Nadelschutz.
Skyrizi 75 mg ist in einer Packung mit zwei Fertigspritzen und zwei Alkoholtupfern erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
Vor der Injektion muss der Patient den Umkarton aus dem Kühlschrank nehmen und stehen lassen,ohne den Fertigpen aus dem Umkarton zu nehmen und ohne diesen direktem Sonnenlicht auszusetzen,bis dieser Raumtemperatur erreicht hat (30 bis 90 Minuten).
Die Lösung muss farblos bis gelblich und klar bis leicht opalisierend sein.
Skyrizi 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Vor der Injektion kann der Patient den Umkarton aus dem Kühlschrank nehmen und stehen lassen,ohne die Fertigspritze aus dem Umkarton zu nehmen und ohne diesen direktem Sonnenlichtauszusetzen, bis dieser Raumtemperatur erreicht hat (15 bis 30 Minuten).
Die Lösung muss farblos bis gelblich und klar bis leicht opalisierend sein.
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Vor der Injektion kann der Patient den Umkarton aus dem Kühlschrank nehmen und stehen lassen,ohne die Fertigspritzen aus dem Umkarton zu nehmen und ohne diesen direktem Sonnenlichtauszusetzen, bis dieser Raumtemperatur erreicht hat (15 bis 30 Minuten).
Die Lösung muss farblos bis leicht gelblich und klar bis leicht opalisierend sein.
Für die vollständige 150-mg-Dosis sind zwei Fertigspritzen zu injizieren.
Generelle Vorsichtsmaßnahmen
Vor der Anwendung der Fertigspritze(n) oder des Fertigpens empfiehlt es sich, diese visuell zu prüfen.
Es können sich wenige durchscheinende bis weiße produktbezogene Partikel in der Lösung befinden.
Skyrizi darf nicht angewendet werden, wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist oder große Partikelenthält. Schütteln Sie den Fertigpen oder die Fertigspritze nicht.
Ausführliche Anweisungen zur Verabreichung sind in der Packungsbeilage enthalten.
Jeder Fertigpen bzw. jede Fertigspritze ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG
Knollstraße67061 Ludwigshafen
Deutschland
Skyrizi 150 mg Injektionslösung im Fertigpen
EU/1/19/1361/002
Skyrizi 150 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
EU/1/19/1361/003
Skyrizi 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
EU/1/19/1361/001
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 26. April 2019
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 05. Januar 2024
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.