SHINGRIX pulver + suspension zur herstellung einer injektionssuspension merkblatt medikamente

J07BK03 Varizella-Zoster-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert) • ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | IMPFSTOFFE | VIRALE IMPFSTOFFE | Varicella Zoster Impfstoffe

Der Varizella-Zoster-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert) wird zur Vorbeugung von Herpes Zoster (Gürtelrose) und postherpetischer Neuralgie bei Erwachsenen eingesetzt. Er wird besonders für Personen ab 50 Jahren sowie für Erwachsene mit geschwächtem Immunsystem empfohlen, die ein erhöhtes Risiko für eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus (VZV) haben.

Dieser Impfstoff enthält ein rekombinantes Protein des Varizella-Zoster-Virus, kombiniert mit einem Adjuvans, das die Immunantwort verstärkt. Das Adjuvans erhöht die Wirksamkeit des Impfstoffs und bietet einen stärkeren und länger anhaltenden Schutz vor der Reaktivierung des Virus.

Der Impfstoff wird in zwei Dosen verabreicht, die im Abstand von 2 bis 6 Monaten intramuskulär injiziert werden. Er wird gut vertragen, aber leichte Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen können auftreten. Schwere Reaktionen sind selten.

Es ist wichtig, den vollständigen Impfplan einzuhalten, um einen optimalen Schutz vor Gürtelrose und den damit verbundenen Komplikationen zu gewährleisten.

Allgemeine Daten zu SHINGRIX

Substanz: Varizella-Zoster-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert)

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-05-2025

Handelsgesetzbuch: W71013002

Konzentration: KEINE KONZENTRATION

Pharmazeutisches Formblatt: pulver + suspension zur herstellung einer injektionssuspension

Verpackungsvolumen: 0,5ml

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: GLAXOSMITHKLINE BIOLOGICALS SA - BELGIA

Zulassungsinhaber: GLAXOSMITHKLINE BIOLOGICALS S.A. - BELGIA

Zulassungsnummer: 1272/2018/02

Haltbarkeit: 3 Jahre

Andere ähnliche Substanzen wie Varizella-Zoster-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert)

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels SHINGRIX pulver + suspension zur herstellung einer injektionssuspension

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Shingrix Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension

Herpes-Zoster-Impfstoff (rekombinant, adjuvantiert)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Nach der Rekonstitution enthält eine Dosis (0,5 ml):

Varicella-Zoster-Virus1-Glykoprotein-E-Antigen2,3 50 Mikrogramm1 Varicella-Zoster-Virus = VZV2 adjuvantiert mit AS01B; dieses enthält:

Pflanzenextrakt aus Quillaja saponaria Molina, Fraktion 21 (QS-21) 50 Mikrogramm3-O-Desacyl-4’-monophosphoryl-Lipid A (MPL) aus Salmonella minnesota 50 Mikrogramm3 Glykoprotein E (gE) hergestellt in immortalisierten Ovarialzellen des chinesischen Hamsters (CHO-

Zellen) mittels rekombinanter DNA-Technologie

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionssuspension.

Das Pulver ist weiß.

Die Suspension ist eine opaleszente, farblose bis blass bräunliche Flüssigkeit.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Shingrix ist indiziert zur Vorbeugung von Herpes Zoster (HZ) und postzosterischer Neuralgie (PZN)bei:

* Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter;

* Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter mit erhöhtem Risiko für HZ.

Die Anwendung von Shingrix sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Das Grundimmunisierungsschema besteht aus zwei Dosen zu je 0,5 ml: Einer ersten Startdosis gefolgtvon einer zweiten Dosis 2 Monate später.

Falls es erforderlich ist, das Impfschema flexibel zu handhaben, kann die zweite Dosis im Abstandvon 2 bis 6 Monaten nach der ersten Dosis verabreicht werden (siehe Abschnitt 5.1).

Bei Personen, die krankheitsbedingt oder durch eine Therapie immundefizient oder immunsupprimiertsind oder werden könnten und die von einem kürzeren Impfschema profitieren würden, kann diezweite Dosis 1 bis 2 Monate nach der ersten Dosis verabreicht werden (siehe Abschnitt 5.1).

Zur Notwendigkeit von Auffrischimpfungen nach Abschluss der Grundimmunisierung liegen keine

Daten vor (siehe Abschnitt 5.1).

Shingrix kann bei Personen, die früher mit einem attenuierten Herpes-Zoster-Lebendimpfstoff geimpftwurden, nach demselben Impfschema verabreicht werden (siehe Abschnitt 5.1).

Shingrix ist nicht indiziert zur Vorbeugung einer primären Varizelleninfektion (Windpocken).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Shingrix bei Kindern und Jugendlichen sind nicht erwiesen.

Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Shingrix ist ausschließlich intramuskulär zu injizieren, vorzugsweise in den M. deltoideus.

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Vor der Impfung

Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach

Verabreichung des Impfstoffes stets entsprechende medizinische Behandlungs- und Überwachungs-möglichkeiten sofort verfügbar sein.

Wie bei anderen Impfstoffen sollte die Impfung mit Shingrix bei Personen, die an einer akuten,schweren, mit Fieber einhergehenden Erkrankung leiden, auf einen späteren Zeitpunkt verschobenwerden. Jedoch sollte die Impfung nicht wegen eines leichten Infekts wie z. B. einer Erkältungzurückgestellt werden.

Wie bei jedem Impfstoff wird möglicherweise nicht bei allen Geimpften eine schützende

Immunantwort erzielt.

Der Impfstoff ist ausschließlich zur prophylaktischen Anwendung bestimmt und ist nicht zur

Behandlung bereits bestehender Erkrankungen vorgesehen.

Shingrix darf nicht intravasal oder intradermal verabreicht werden.

Die subkutane Verabreichung wird nicht empfohlen.

Eine unsachgemäße Verabreichung auf subkutanem Weg kann zu einer Zunahme vorübergehenderlokaler Reaktionen führen.

Bei Personen mit Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung ist Shingrix mit Vorsicht zuverabreichen, da es bei diesen Personen nach intramuskulärer Injektion zu Blutungen kommen kann.

Es kann als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion nach oder sogar vor einer Impfung zu einer

Synkope (Ohnmacht) kommen. Diese kann während der Erholungsphase von verschiedenenneurologischen Symptomen wie vorübergehender Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonischen

Bewegungen der Gliedmaßen begleitet sein. Es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um

Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern.

In einer Beobachtungsstudie nach der Markteinführung bei Personen im Alter von 65 Jahren und älterwurde während der 42 Tage nach der Impfung mit Shingrix ein erhöhtes Risiko für das Guillain-

Barré-Syndrom (geschätzte 3 zusätzliche Fälle pro eine Million verabreichter Dosen) beobachtet. Dievorliegenden Informationen reichen nicht aus, um einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung mit

Shingrix zu bestimmen.

Es liegen keine Daten zur Sicherheit, Immunogenität oder Wirksamkeit vor, die die Austauschbarkeiteiner Shingrix-Dosis durch eine Dosis eines anderen HZ-Impfstoffes belegen.

Es liegen begrenzte Daten vor, die die Anwendung von Shingrix bei Personen mit HZ in der

Anamnese unterstützen (siehe Abschnitt 5.1). Ärzte müssen daher den Nutzen und die Risiken einer

HZ-Impfung individuell abwägen.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

Dieses Arzneimittel enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Dosis, d. h. es istnahezu 'kaliumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Shingrix kann gleichzeitig mit einem nicht-adjuvantierten, inaktivierten, saisonalen Grippeimpfstoff,23-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Impfstoff (PPV23), 13-valenten Pneumokokken-Konjugat-

Impfstoff (PCV13), Diphtherie-Tetanus-azellulären Pertussis-Impfstoff mit reduziertem Antigengehalt(dTpa) oder Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)-Boten-Ribonukleinsäure (mRNA)-Impfstoffverabreicht werden. Die Impfstoffe sollten in verschiedene Gliedmaßen verabreicht werden.

In fünf kontrollierten, randomisierten, unverblindeten klinischen Phase-III-Studien wurden

Erwachsene im Alter von 50 Jahren und älter mit 2 Dosen Shingrix im Abstand von 2 Monaten (0, 2-

Monate-Impfschema) geimpft. Sie erhielten entweder gleichzeitig mit der ersten Dosis oder nichtgleichzeitig einen nicht-adjuvantierten, inaktivierten, saisonalen Grippeimpfstoff (N = 828; Zoster-004), einen PPV23-Impfstoff (N = 865; Zoster-035), einen PCV13-Impfstoff (N = 912; Zoster-059),einen dTpa-Impfstoff adsorbiert an 0,3 Milligramm Al3+ (N = 830; Zoster-042) oder einenmonovalenten COVID-19-mRNA-1273-50 Mikrogramm-Auffrischimpfstoff (Original SARS-CoV-2-

Stamm) (N = 539; Zoster-091). Die Immunantworten der gleichzeitig verabreichten Impfstoffe wurdennicht beeinflusst, mit Ausnahme von niedrigeren geometrischen Mittelwertkonzentrationen (GMCs)für eins der Pertussis-Antigene (Pertactin), wenn Shingrix gleichzeitig mit dem dTpa-Impfstoffverabreicht wurde. Die klinische Relevanz dieser Daten ist nicht bekannt.

Die Nebenwirkungen Fieber und Schüttelfrost traten häufiger auf, wenn der PPV23-Impfstoffgleichzeitig mit Shingrix verabreicht wurde (16 % bzw. 21 %), verglichen mit der alleinigen

Verabreichung von Shingrix (7 % für beide Nebenwirkungen).

Bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter wurden systemische Nebenwirkungen, die nachalleiniger Verabreichung von Shingrix sehr häufig berichtet wurden (siehe Tabelle 1; z. B. Myalgie32,9 %, Müdigkeit 32,2 % und Kopfschmerzen 26,3 %) sowie Arthralgie, die nach alleiniger

Verabreichung von Shingrix gelegentlich berichtet wurde, mit erhöhter Häufigkeit berichtet, wenn

Shingrix zusammen mit einem COVID-19-mRNA-Impfstoff verabreicht wurde (Myalgie 64 %,

Müdigkeit 51,7 %, Kopfschmerzen 39 %, Arthralgie 30,3 %).

Eine gleichzeitige Verabreichung mit anderen als den oben aufgeführten Impfstoffen wird aufgrundfehlender Daten nicht empfohlen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zur Verabreichung von Shingrix bei schwangeren Frauen vor.

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung, die Geburt oder diepostnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3).

Aus Vorsichtsgründen sollte eine Anwendung von Shingrix während der Schwangerschaft vermiedenwerden.

Stillzeit

Die Auswirkung einer Verabreichung von Shingrix bei stillenden Müttern auf deren Säuglinge wurdenicht untersucht.

Es ist nicht bekannt, ob Shingrix in die Muttermilch übergeht.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte Wirkungen in Bezugauf die Fertilität von Männern und Frauen (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Shingrix kann einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienenvon Maschinen innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach der Impfung haben. Nach der Verabreichung können

Müdigkeit und Unwohlsein auftreten (siehe Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

Bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter waren die am häufigsten berichteten

Nebenwirkungen Schmerzen an der Injektionsstelle (insgesamt 68,1 %/Dosis; schwere 3,8 %/Dosis),

Myalgie (insgesamt 32,9 %/Dosis; schwere 2,9 %/Dosis), Müdigkeit (insgesamt 32,2 %/Dosis;schwere 3,0 %/Dosis) und Kopfschmerzen (insgesamt 26,3 %/Dosis; schwere 1,9 %/Dosis). Diemeisten dieser Reaktionen waren nicht langanhaltend (mediane Dauer von 2 bis 3 Tagen). Die

Reaktionen, die als schwer berichtet wurden, dauerten 1 bis 2 Tage an.

Bei Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter, die krankheitsbedingt oder durch eine Therapieimmundefizient oder immunsupprimiert sind (im weiteren als immungeschwächt bezeichnet), stimmtedas Nebenwirkungsprofil mit dem überein, das bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älterbeobachtet wurde. Es liegen nur begrenzte Daten für Erwachsene im Alter von 18 bis 49 Jahren miterhöhtem Risiko für HZ vor, die nicht immungeschwächt sind.

Insgesamt traten einige Nebenwirkungen in jüngeren Altersgruppen häufiger auf:

- In Studien bei immungeschwächten Erwachsenen ab 18 Jahren (gepoolte Analyse) war die

Häufigkeit von Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Myalgie, Kopfschmerzen,

Schüttelfrost und Fieber bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren höher als bei

Erwachsenen ab 50 Jahren.

- In Studien bei Erwachsenen ab 50 Jahren (gepoolte Analyse) war die Häufigkeit von Myalgie,

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und gastrointestinaler Beschwerden bei

Erwachsenen im Alter von 50 bis 69 Jahren höher als bei Erwachsenen ab 70 Jahren.

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Das folgende Nebenwirkungsprofil basiert auf einer gepoolten Analyse von Daten, die in Placebo-kontrollierten klinischen Studien bei 5 887 Erwachsenen im Alter von 50 bis 69 Jahren und 8 758

Erwachsenen im Alter von 70 Jahren und älter erhoben wurden.

In klinischen Studien bei immungeschwächten Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter (1 587

Studienteilnehmer) stimmte das Nebenwirkungsprofil mit den folgenden Daten in Tabelle 1 überein.

Nebenwirkungen, die während der Anwendung nach der Markteinführung berichtet wurden, sindebenfalls aufgelistet.

Die Häufigkeit der berichteten Nebenwirkungen ist wie folgt:

Sehr häufig: (≥ 1/10)

Häufig: (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich: (≥ 1/1 000, < 1/100)

Selten: (≥ 1/10 000, < 1/1 000)

Sehr selten: (< 1/10 000)

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.

Tabelle 1: Nebenwirkungen

Systemorganklasse1 Häufigkeit Nebenwirkungen

Erkrankungen des Blutes und des Gelegentlich Lymphadenopathie

Lymphsystems

Erkrankungen des Immunsystems Selten Überempfindlichkeitsreaktioneneinschließlich Hautausschlag, Urtikaria,

Angioödem2

Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig Kopfschmerzen

Erkrankungen des Sehr häufig gastrointestinale Beschwerden

Gastrointestinaltrakts (einschließlich Übelkeit, Erbrechen,

Durchfall und/oder Bauchschmerzen)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Sehr häufig Myalgieund Knochenerkrankungen

Gelegentlich Arthralgie

Allgemeine Erkrankungen und Sehr häufig Reaktionen an der Injektionsstelle (wie

Beschwerden am Verabreichungsort Schmerzen, Rötung, Schwellung),

Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber

Häufig Pruritus an der Injektionsstelle,

Unwohlsein1 Entsprechend der MedDRA (medical dictionary for regulatory activities)-Terminologie2 Nebenwirkungen aus Spontanberichten

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Varicella-Zoster-Impfstoffe, ATC-Code: J07BK03.

Wirkmechanismus

Shingrix wurde durch die Kombination des VZV-spezifischen Antigens (gE) mit einem

Adjuvanssystem (AS01B) entwickelt, um eine antigenspezifische, zelluläre und humorale

Immunantwort bei Personen nach VZV-Infektion in der Kindheit zu induzieren.

Präklinische Daten zeigen, dass AS01B eine lokale und vorübergehende Aktivierung des angeborenen

Immunsystems durch spezifische molekulare Signalwege induziert. Dies erleichtert die Rekrutierungund Aktivierung von gE-Antigenpräsentierenden Zellen in die Lymphknoten und führt zur Bildungvon gE-spezifischen CD4-positiven T-Zellen und Antikörpern. Der Adjuvans-Effekt von AS01Bresultiert aus dem Zusammenwirken von MPL und QS-21, die in Liposomen formuliert wurden.

Klinische Wirksamkeit von Shingrix

Wirksamkeit gegen Herpes Zoster (HZ) und postzosterische Neuralgie (PZN)

Zwei Placebo-kontrollierte, Beobachter-verblindete Phase-III-Wirksamkeitsstudien wurden mit

Shingrix bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter durchgeführt, die 2 Dosen im Abstand von2 Monaten erhielten:

- In Studie ZOE-50 (Zoster-006) bestand die geimpfte Gesamtkohorte (TVC = 'Total Vaccinated

Cohort“) aus 15 405 Studienteilnehmern im Alter von 50 Jahren und älter, die mindestens eine

Dosis entweder Shingrix (N = 7 695) oder Placebo (N = 7 710) erhielten,

- In Studie ZOE-70 (Zoster-022) bestand die TVC aus 13 900 Studienteilnehmern im Alter von70 Jahren und älter, die mindestens eine Dosis entweder Shingrix (N = 6 950) oder Placebo (N= 6 950) erhielten.

Die Studien waren nicht konzipiert, um die Wirksamkeit in Untergruppen von gebrechlichen

Personen, einschließlich Patienten mit multiplen Komorbiditäten, nachzuweisen. Diese Personenwurden jedoch nicht von den Studien ausgeschlossen.

Zwei Placebo-kontrollierte, Beobachter-verblindete Phase-III-Studien zur Untersuchung der

Wirksamkeit von Shingrix wurden bei immungeschwächten Erwachsenen im Alter von 18 Jahren undälter durchgeführt, die 2 Dosen im Abstand von 1 bis 2 Monaten erhielten:

- In Studie Zoster-002 bestand die TVC aus 1 846 Empfängern von autologen hämatopoetischen

Stammzelltransplantationen (aHSZT), die mindestens eine Dosis entweder Shingrix (N = 922)oder Placebo (N = 924) 50 bis 70 Tage nach der Transplantation erhielten. 21,3 % (Shingrix)bzw. 20,5 % (Placebo) der Studienteilnehmer erhielten von der HSZT bis zu 30 Tage nach derzweiten Dosis mindestens eine immunsuppressive Behandlung (für die Dauer von mindestenseinem Tag) (TVC). Das Verhältnis der Studienteilnehmer aufgeteilt nach Grunderkrankungenbetrug 53,1 % (Shingrix) bzw. 53,4 % (Placebo) mit multiplem Myelom (MM) zu 46,9 %(Shingrix) bzw. 46,6 % (Placebo) mit anderen Diagnosen.

- In Studie Zoster-039 bestand die TVC aus 562 Patienten mit malignen hämatologischen

Erkrankungen, die mindestens eine Dosis entweder Shingrix (N = 283) oder Placebo (N = 279)während einer Krebstherapie (37 %) oder nach Abschluss der Krebstherapie (63 %) erhielten.

Das Verhältnis der Studienteilnehmer aufgeteilt nach Grunderkrankungen betrug 70,7 %(Shingrix) bzw. 71,3 % (Placebo) mit MM und anderen Krankheiten zu 14,5 % (Shingrix) bzw.14,0 % (Placebo) mit B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (B-NHL) und 14,8 % (Shingrix) bzw.14,7 % (Placebo) mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL).

Diese Studien waren nicht konzipiert, um die Auswirkungen der gleichzeitigen Anwendung einerimmunsuppressiven Therapie auf die Wirksamkeit des Impfstoffes oder die Auswirkungenspezifischer immunsuppressiver Behandlungen auf die Wirksamkeit des Impfstoffes zu untersuchen.

Die meisten Geimpften erhielten zum Zeitpunkt der Impfung keine immunsuppressive Therapie (sieheoben). In den untersuchten Populationen wurden nicht alle Methoden der immunsuppressiven

Therapien angewendet.

Die Häufigkeit des Auftretens von HZ und PZN sowie die Wirksamkeit des Impfstoffes wurden in dermodifizierten geimpften Gesamtkohorte (mTVC = 'modified Total Vaccinated Cohort“) untersucht.

Studienteilnehmer, die entweder keine zweite Impfstoffdosis erhielten oder eine bestätigte HZ-

Diagnose innerhalb eines Monats nach der zweiten Dosis hatten, wurden von der Analyseausgeschlossen.

Shingrix senkte die Häufigkeit von HZ im Vergleich zu Placebo signifikant bei:

- Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50): 6 Fälle gegenüber 210 Fällen;

- Erwachsenen im Alter von 70 Jahren und älter (gepoolte Analyse von ZOE-50 und ZOE-70): 25

Fälle gegenüber 284 Fällen;

- Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter mit aHSZT (Zoster-002): 49 Fälle gegenüber 135

Fällen;

- Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter mit malignen hämatologischen Erkrankungen(Zoster-039): 2 Fälle gegenüber 14 Fällen. Die Wirksamkeit des Impfstoffes wurde post-hocermittelt.

Die Ergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes gegen HZ sind in Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2: Wirksamkeit von Shingrix gegen HZ (mTVC)

Shingrix Placebo Wirksamkeit

Alter Anzahl der Inzidenz- Anzahl der Inzidenz- des(Jahre) auswert- Anzahl rate pro auswert- Anzahl rate pro Impfstoffesbaren an HZ- 1000 baren an HZ- 1000 (%)

Studien- Fällen Personen- Studien- Fällen Personen- [95 % KI]teilnehmer jahre teilnehmer jahre

ZOE-50*≥ 50 7 344 6 0,3 7 415 210 9,1 97,2[93,7; 99,0]50 - 59 3 492 3 0,3 3 525 87 7,8 96,6[89,6; 99,4]≥ 60 3 852 3 0,2 3 890 123 10,2 97,6[92,7; 99,6]60 - 69 2 141 2 0,3 2 166 75 10,8 97,4[90,1; 99,7]

ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt**≥ 70 8 250 25 0,8 8 346 284 9,3 91,3[86,8; 94,5]70 - 79 6 468 19 0,8 6 554 216 8,9 91,3[86,0; 94,9]≥ 80 1 782 6 1,0 1 792 68 11,1 91,4[80,2; 97,0]

Zoster-002*** (aHSZT-Empfänger#)≥ 18 870 49 30,0 851 135 94,3 68,2[55,5; 77,6]18 - 49 213 9 21,5 212 29 76,0 71,8[38,7; 88,3]≥ 50 657 40 33,0 639 106 100,9 67,3[52,6; 77,9]

Zoster-039 (Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen#)≥ 18 259 2 8,5 256 14 66,2 87,2****[44,2; 98,6]

KI Konfidenzintervall

* Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 3,1 Jahren

** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 4,0 Jahren

Daten von Studienteilnehmern im Alter von 70 Jahren und älter stammen aus den vorab festgelegtengepoolten Analysen von ZOE-50 und ZOE-70 (mTVC), da diese Analysen die robustesten Schätzwertefür die Wirksamkeit des Impfstoffes in dieser Altersgruppe liefern.

*** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 21 Monaten

**** Ermittlung der Wirksamkeit des Impfstoffes erfolgte post-hoc; mediane Nachbeobachtungszeit von 11,1

Monaten# Antivirale Prophylaxe gemäß dem lokalen Therapiestandard war zulässig

Es wurden ungefähr 13 000 Studienteilnehmer mit Grunderkrankungen in die Studien ZOE-50 und

ZOE-70 aufgenommen. Darin eingeschlossen waren Studienteilnehmer mit Erkrankungen, die miteinem höheren Risiko für einen HZ verbunden sind. Eine Post-hoc-Analyse der Wirksamkeit gegenbestätigten HZ, die bei Patienten mit häufigen Erkrankungen (chronische Nierenerkrankung,chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, koronare Herzkrankheit, Depression oder Diabetes mellitus)durchgeführt wurde, zeigt, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes der Gesamtwirksamkeit gegen HZentspricht.

Shingrix senkte die Häufigkeit von PZN im Vergleich zu Placebo signifikant bei:

- Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50): 0 Fälle gegenüber 18 Fällen;

- Erwachsenen im Alter von 70 Jahren und älter (gepoolte Analyse von ZOE-50 und ZOE-70): 4

Fälle gegenüber 36 Fällen;

- Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter mit aHSZT (Zoster-002): 1 Fall gegenüber 9

Fällen.

Die Ergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes gegen PZN sind in Tabelle 3 dargestellt.

Tabelle 3: Wirksamkeit von Shingrix gegen PZN (mTVC)

Shingrix Placebo Wirksamkeit

Alter Anzahl der Inzidenz- Anzahl der Inzidenz- des(Jahre) auswert- Anzahl rate pro auswert- Anzahl rate pro Impfstoffesbaren an PZN*- 1000 baren an PZN- 1000 (%)

Studien- Fällen Personen- Studien- Fällen Personen- [95 % KI]teilnehmer jahre teilnehmer jahre

ZOE-50**≥ 50 7 340 0 0,0 7 413 18 0,6 100[77,1; 100]50 - 59 3 491 0 0,0 3 523 8 0,6 100[40,8; 100]≥ 60 3 849 0 0,0 3 890 10 0,7 100[55,2; 100]§60 - 69 2 140 0 0,0 2 166 2 0,2 100[< 0; 100]

ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt***≥ 70 8 250 4 0,1 8 346 36 1,2 88,8[68,7; 97,1]70 - 79 6 468 2 0,1 6 554 29 1,2 93,0[72,4; 99,2]§≥ 80 1 782 2 0,3 1 792 7 1,1 71,2[< 0; 97,1]

Zoster-002**** (aHSZT-Empfänger#)≥ 18 870 1 0,5 851 9 4,9 89,3[22,5; 99,8]§18 - 49 213 0 0,0 212 1 2,2 100,0[< 0; 100,0]≥ 50 657 1 0,7 639 8 5,8 88,0[10,4; 99,8]

* PZN wurde definiert als Zoster-assoziierter Schmerz, bewertet mit ≥ 3 (auf einer Skala von 0 - 10),persistierend oder nach mehr als 90 Tagen nach Ausbruch des Zoster-Hautausschlags auftretend, unter

Verwendung des 'Zoster Brief Pain Inventory“ (ZBPI)

KI Konfidenzintervall

** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 4,1 Jahren

*** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 4,0 Jahren

Daten von Studienteilnehmern im Alter von 70 Jahren und älter stammen aus den vorab festgelegtengepoolten Analysen von ZOE-50 und ZOE-70 (mTVC), da diese Analysen die robustesten Schätzwertefür die Wirksamkeit des Impfstoffes in dieser Altersgruppe liefern.

**** Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 21 Monaten§ statistisch nicht signifikant# Antivirale Prophylaxe gemäß dem lokalen Therapiestandard war zulässig

Der Nutzen von Shingrix bei der Vorbeugung von PZN kann auf die Wirkung des Impfstoffes zur

Vorbeugung von HZ zurückgeführt werden. Eine weitere Verringerung der PZN-Häufigkeit bei

Studienteilnehmern mit bestätigtem HZ konnte aufgrund der begrenzten Anzahl von HZ-Fällen in der

Impfstoffgruppe nicht nachgewiesen werden.

Im vierten Jahr nach der Impfung war die Wirksamkeit gegen HZ bei Studienteilnehmern im Alter von50 Jahren und älter (ZOE-50) 93,1 % (95 % KI: 81,2; 98,2) und bei Studienteilnehmern im Alter von70 Jahren und älter (ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt) 87,9 % (95 % KI: 73,3; 95,4).

Die Schutzdauer über 4 Jahre hinaus wird derzeit untersucht.

In Studie Zoster-002 betrug die Wirksamkeit gegen HZ während einer Nachbeobachtungszeit, die 1

Monat nach der zweiten Dosis begann (entspricht etwa 6 Monate nach aHSZT) und bis 1 Jahr nach deraHSZT, wenn das Risiko für HZ am höchsten ist, dauerte, 76,2 % (95 % KI: 61,1; 86,0).

Wirksamkeit gegen andere HZ-bedingte Komplikationen neben PZN

Es wurden folgende andere HZ-bedingte Komplikationen (neben PZN) ausgewertet: HZ-Vaskulitis,

Dissemination, Augenerkrankung, neurologische Erkrankung einschließlich Schlaganfall und viszerale

Erkrankung. In der gepoolten Analyse von ZOE-50 und ZOE-70 reduzierte Shingrix diese HZ-bedingten Komplikationen signifikant bei Studienteilnehmern im Alter von 50 Jahren und älter um93,7 % (1 Fall gegenüber 16 Fällen; 95 % KI: 59,5; 99,9) sowie bei Studienteilnehmern im Alter von70 Jahren und älter um 91,6 % (1 Fall gegenüber 12 Fällen; 95 % KI: 43,3; 99,8). Während dieser

Studien wurden keine Fälle von viszeraler Erkrankung oder Schlaganfall berichtet.

In Studie Zoster-002 reduzierte Shingrix die HZ-bedingten Komplikationen bei aHSZT-Empfängernim Alter von 18 Jahren und älter signifikant um 77,8 % (95 % KI: 19,0; 96,0) (3 Fälle gegenüber 13

Fällen).

Darüber hinaus reduzierte Shingrix in Studie Zoster-002 die HZ-bedingten Krankenhausaufenthaltesignifikant um 84,7 % (95 % KI: 32,1; 96,6) (2 Fälle gegenüber 13 Fällen).

Wirkung von Shingrix auf HZ-bedingte Schmerzen

Insgesamt zeigte sich in den Studien ZOE-50 und ZOE-70 bei den mit Shingrix geimpften

Studienteilnehmern ein allgemeiner Trend zu weniger schwerwiegenden HZ-bedingten Schmerzen im

Vergleich zu Studienteilnehmern, die Placebo erhielten. Infolge der hohen Impfstoffwirksamkeitgegen HZ kam es nur zu einer geringen Anzahl von Durchbruchserkrankungen, so dass keineeindeutigen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Studienziele gemacht werden konnten.

Bei Studienteilnehmern im Alter von 70 Jahren und älter mit mindestens einer bestätigten HZ-Episode(ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt) reduzierte Shingrix signifikant den Einsatz HZ-bedingter

Schmerzmedikation um 39,0 % (95 % KI: 11,9; 63,3) sowie die Dauer des Einsatzes von

Schmerzmitteln um 50,6 % (95 % KI: 8,8; 73,2). Die mediane Dauer des Schmerzmitteleinsatzes beibestätigten HZ-Episoden betrug 32,0 Tage in der Shingrix-Gruppe und 44,0 Tage in der Placebo-

Gruppe.

Bei Studienteilnehmern mit mindestens einer bestätigten HZ-Episode reduzierte Shingrix signifikantden maximalen durchschnittlichen Schmerzwert gegenüber Placebo über die gesamte HZ-Episode(Mittelwert bei Studienteilnehmern im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50) = 3,9 gegenüber 5,5; P-

Wert = 0,049 sowie Mittelwert bei Studienteilnehmern im Alter von 70 Jahren und älter (ZOE-50 und

ZOE-70 gepoolt) = 4,5 gegenüber 5,6; P-Wert = 0,043). Darüber hinaus reduzierte Shingrix bei

Studienteilnehmern im Alter von 70 Jahren und älter (ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt) signifikant denmaximalen schlechtesten Schmerzwert gegenüber Placebo über die gesamte HZ-Episode (Mittelwert =5,7 gegenüber 7,0; P-Wert = 0,032).

Der Wert für die Krankheitslast ('Burden of illness“ = BOI) verbindet die Häufigkeit von HZ mit der

Schwere und Dauer akuter und chronischer HZ-bedingter Schmerzen über einen Zeitraum von6 Monaten nach Beginn des Ausschlags.

Die Wirksamkeit von Shingrix bei der Reduktion der Krankheitslast betrug 98,4 % (95 % KI: 92,2;100) bei Studienteilnehmern im Alter von 50 Jahren und älter (ZOE-50) sowie 92,1 % (95 % KI: 90,4;93,8) bei Studienteilnehmern im Alter von 70 Jahren und älter (ZOE-50 und ZOE gepoolt).

In Studie Zoster-002 reduzierte Shingrix die Dauer schwerwiegender 'schlimmster“ HZ-assoziierter

Schmerzen bei aHSZT-Empfängern im Alter von 18 Jahren und älter mit mindestens einer bestätigten

HZ-Episode signifikant um 38,5 % (95 % KI: 11,0; 57,6). Shingrix reduzierte signifikant denmaximalen durchschnittlichen Schmerzwert gegenüber Placebo über die gesamte HZ-Episode(Mittelwert = 4,7 gegenüber 5,7; P-Wert = 0,018) und den maximalen schlechtesten Schmerzwertgegenüber Placebo über die gesamte HZ-Episode (Mittelwert = 5,8 gegenüber 7,1; P-Wert = 0,011).

Der Anteil der Studienteilnehmern mit mindestens einer bestätigten HZ-Episode in Studie Zoster-002,die mindestens ein Schmerzmittel verwendeten, betrug 65,3 % in der Shingrix-Gruppe und 69,6 % inder Placebo-Gruppe. Die mediane Dauer des Schmerzmitteleinsatzes betrug 21,5 Tage in der Shingrix-

Gruppe und 47,5 Tage in der Placebo-Gruppe.

Darüber hinaus betrug in Studie Zoster-002 die Wirksamkeit von Shingrix bei der Reduktion der

Krankheitslast 82,5 % (95 % KI: 73,6; 91,4).

Immunogenität von Shingrix

Ein immunologisches Schutz-Korrelat ist nicht etabliert. Die Höhe der Immunantwort, der Schutzgegen HZ bietet, ist daher nicht bekannt.

Bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter wurde die Immunantwort auf 2 Dosen Shingrix,verabreicht im Abstand von 2 Monaten, in einer Untergruppe von Studienteilnehmern aus den Phase-

III-Wirksamkeitsstudien ZOE-50 (humorale Immunogenität und zellvermittelte Immunogenität) und

ZOE-70 (humorale Immunogenität) untersucht.

Die durch Shingrix hervorgerufenen gE-spezifischen humoralen und zellvermittelten Immunantwortensind in Tabelle 4 bzw. Tabelle 5 dargestellt.

Tabelle 4: Humorale Immunogenität von Shingrix bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren und älter(ATP-Kohorte für Immunogenität)

Anti-gE-Immunantwort^

Monat 3* Monat 38**

Mediane Mediane

Alters- Erhöhung der Erhöhung dergruppe GMC (mIE/ml) Konzentrationen GMC (mIE/ml) Konzentrationen(Jahre) N (95 % KI) gegenüber dem N

Zeitpunkt vor (95 % KI) gegenüber dem

Zeitpunkt vorder Impfung der Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)

ZOE-5052 376,6 11 919,6≥ 50 1 070 (50 264,1; 41,9(20,8; 86,9) 967 (11 345,6; 9,354 577,9) 12 522,7) (4,9; 19,5)

ZOE-50 und ZOE-70 gepoolt49 691,5 10 507,7≥ 70 742 (47 250,8; 34,3(16,7; 68,5) 648 (9 899,2; 7,252 258,2) 11 153,6) (3,5; 14,5)

ATP 'According-To-Protocol“^ Anti-gE-Immunantwort = Anti-gE-Antikörperspiegel, gemessen durch Anti-gE 'enzyme-linkedimmunosorbent assay“ (gE ELISA)

* Monat 3 = 1 Monat nach der zweiten Dosis

** Monat 38 = 3 Jahre nach der zweiten Dosis

N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmer zum angegebenen Zeitpunkt (für die GMC)

KI Konfidenzintervall

GMC Geometrische mittlere Anti-gE-Antikörperkonzentration

Q1; Q3 erstes und drittes Quartil

Tabelle 5: Zellvermittelte Immunogenität von Shingrix bei Erwachsenen im Alter von 50 Jahren undälter (ATP-Kohorte für Immunogenität)gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort^

Monat 3* Monat 38**

Mediane Mediane

Alters- Erhöhung der Erhöhung dergruppe Mediane Häufigkeit Mediane Häufigkeit(Jahre) N Häufigkeit gegenüber dem N Häufigkeit gegenüber dem(Q1; Q3) Zeitpunkt vor (Q1; Q3) Zeitpunkt vorder Impfung der Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)

ZOE-501 844,1≥ 50 164 (1 253,6; 24,6 738,9 7,92 932,3) (9,9; 744,2) 152 (355,7; 1 206,5) (2,7; 31,6)≥ 70*** 52 1 494,6 33,2 480,2 7,3(922,9; 2 067,1) (10,0; 1 052,0) 46 (196,1; 972,4) (1,7; 31,6)

ATP 'According-To-Protocol“^ gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort = gE-spezifische CD4+-T-Zellaktivität, gemessen durchintrazelluläre Cytokin-Färbung (ICS) (CD4[2+]-T-Zellen = CD4+-T-Zellen, die mindestens 2 von 4ausgewählten Immunmarkern exprimieren)

* Monat 3 = 1 Monat nach der zweiten Dosis

** Monat 38 = 3 Jahre nach der zweiten Dosis

N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmer zum angegebenen Zeitpunkt (für die mediane Häufigkeit)

Q1; Q3 erstes und drittes Quartil

*** die gE-spezifische CD4[2+]-Daten in der Altersgruppe der Studienteilnehmer im Alter von 70 Jahren undälter wurden nur in ZOE-50 generiert, da die CD4+-T-Zellaktivität in ZOE-70 nicht untersucht wurde.

Daten aus einer unverblindeten, einarmigen klinischen Phase-II-Nachverfolgungsstudie mit

Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter (Zoster-024) zeigen, dass die Impfstoff-induzierte

Immunantwort (humorale und zellvermittelte Immunogenität) nach dem 0, 2-Monate-Impfschema biszu 6 Jahre persistiert (N = 119). Die mediane Anti-gE-Antikörperkonzentration war mehr als 7-fachüber der medianen Konzentration zum Zeitpunkt vor der Impfung. Die mediane Häufigkeit von gE-spezifischen CD4[2+]-T-Zellen war mehr als das 3,7-fache über der medianen Häufigkeit zum

Zeitpunkt vor der Impfung.

Bei immungeschwächten Erwachsenen im Alter von 18 Jahren und älter wurden die humorale

Immunogenität und zellvermittelte Immunogenität von 2 Dosen Shingrix, verabreicht im Abstand von1 bis 2 Monaten, wie folgt untersucht:

- In der Phase I/II-Studie Zoster-015 bei HIV-infizierten Studienteilnehmern, von denen die

Mehrzahl (76,42 %) unter antiretroviraler Therapie (mindestens ein Jahr lang) mit einer CD4-T-

Zellzahl von ≥ 200/mm3 stabil war;

- In der Phase II/III-Studie Zoster-028 bei Patienten mit soliden Tumoren, die sich einer

Chemotherapie unterzogen;

- In den drei Phase-III-Studien Zoster-002 bei aHSZT-Empfängern, die nach der Transplantationgeimpft wurden, Zoster-039 bei Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen, diewährend der Krebstherapie oder nach Abschluss der Krebstherapie geimpft wurden und Zoster-041 bei Nierentransplantat-Empfängern, die zum Zeitpunkt der Impfung eine chronischeimmunsuppressive Behandlung erhielten.

Die durch Shingrix hervorgerufenen gE-spezifischen humoralen und zellvermittelten Immunantwortenin allen untersuchten, immungeschwächten Populationen sind in Tabelle 6 bzw. Tabelle 7 dargestellt.

Tabelle 6: Humorale Immunogenität von Shingrix bei immungeschwächten Erwachsenen im Altervon 18 Jahren und älter (ATP-Kohorte für Immunogenität)

Anti-gE-Immunantwort^

Monat 3 Monat 13/18/25

Mediane Erhöhung Mediane Erhöhungder Konzentrationen der Konzentrationen

N GMC (mIE/ml) gegenüber dem GMC (mIE/ml) gegenüber dem(95 % KI) Zeitpunkt vor der N (95 % KI) Zeitpunkt vor der

Impfung Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)

Zoster-002 (aHSZT-Empfänger)

Monat 13: Monat 13:54 3 183,8 2,782 12 753,2 14,1 (1 869,8; 5 421,2) (1,0; 24,0)(7 973,0; 20 399,4) (1,7; 137,0) Monat 25: Monat 25:

39 2 819,0 1,3(1 387,1; 5 729,1) (0,6; 44,7)

Zoster-028 (Patienten mit soliden Tumoren)18 291,7 Monat 13: Monat 13:

87 (14 432,1; 21,523 183,5) (7,0; 45,2) 68 4 477,3 4,1(3 482,4; 5 756,3) (2,1; 7,9)

Zoster-039 (Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen)13 445,6 Monat 13: Monat 13:

217 (10 158,9; 17,217 795,6) (1,4; 87,4) 167 5 202,7 5,1(4 074,8; 6 642,8) (1,1; 17,0)

Zoster-041 (Nierentransplantat-Empfänger)19 163,8 15,1 Monat 13: Monat 13:

121 (15 041,5; (6,1; 35,0) 111 8 545,1 6,524 416,0) (6 753,7; 10 811,5) (3,1; 13,3)

Zoster-015 (HIV-infizierte Studienteilnehmer)42 723,6 Monat 18: Monat 18:

53 (31 233,0; 40,958 441,6) (18,8; 93,0) 49 25 242,2 24,0(19 618,9; 32 477,3) (9,8; 39,7)

ATP 'According-To-Protocol“^ Anti-gE-Immunantwort = Anti-gE-Antikörperspiegel, gemessen durch Anti-gE 'enzyme-linkedimmunosorbent assay“ (gE ELISA)

N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmer zum angegebenen Zeitpunkt (für die GMC)

KI Konfidenzintervall

GMC Geometrische mittlere Anti-gE-Antikörperkonzentration

Q1; Q3 erstes und drittes Quartil

In Studie Zoster-028 betrug die GMC 1 Monat nach der zweiten Dosis 22 974,3 (19 080,0; 27 663,5)in der Gruppe, die die erste Dosis Shingrix mindestens 10 Tage vor Beginn eines

Chemotherapiezyklus erhielt (PreChemo-Gruppe), und 9 328,0 (4 492,5; 19 368,2) in der Gruppe, diedie erste Dosis Shingrix gleichzeitig mit dem Chemotherapiezyklus erhielt (OnChemo-Gruppe).

In Studie Zoster-039 betrug die GMC 1 Monat nach der zweiten Dosis 19 934,7 (14 674,1; 27 081,2)in der Gruppe, die die erste Dosis Shingrix nach Abschluss der Krebstherapie erhielt, und 5 777,4(3 342,5; 9 985,9) in der Gruppe, die die erste Dosis Shingrix während der Krebstherapie erhielt.

Die klinische Relevanz hinsichtlich der kurz- und langfristigen Auswirkungen auf die Wirksamkeit istnicht bekannt.

Tabelle 7: Zellvermittelte Immunogenität von Shingrix bei immungeschwächten Erwachsenen im

Alter von 18 Jahren und älter (ATP-Kohorte für Immunogenität)gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort^

Monat 3 Monat 13/18/25

Mediane Erhöhung Mediane Erhöhung

Mediane der Häufigkeit der Häufigkeit

N Häufigkeit gegenüber dem Mediane gegenüber dem(Q1; Q3) Zeitpunkt vor der N Häufigkeit

Impfung (Q1; Q3) Zeitpunkt vor der

Impfung(Q1; Q3) (Q1; Q3)

Zoster-002 (aHSZT-Empfänger)

Monat 13: Monat 13:32 1 706,4 43,66 644,9 109,0 (591,4; 5 207,0) (13,1; 977,8)51 (1 438,3; 13 298,6) (34,4; 2 716,4) Monat 25: Monat 25:

30 2 294,4 50,9(455,2; 3 633,2) (15,3; 515,2)

Zoster-028* (Patienten mit soliden Tumoren)778,8 4,9 Monat 13: Monat 13:22 (393,1; 1 098,2) (1,7; 33,0) 18 332,9 2,0(114,9; 604,6) (1,3; 5,2)

Zoster-039 (Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen)3 081,9 45,9 Monat 13: Monat 13:53 (1 766,2; 7 413,6) (16,4; 2 221,9) 44 1 006,7 21,4(416,0; 3 284,5) (7,5; 351,4)

Zoster-041 (Nierentransplantat-Empfänger)32 2 149,0 47,7 Monat 13: Monat 13:

(569,4; 3 695,1) (14,7; 439,6) 33 1 066,3 16,9(424,8; 1 481,5) (5,9; 211,4)

Zoster-015 (HIV-infizierte Studienteilnehmer)2 809,7 23,4 Monat 18: Monat 18:41 (1 554,5; 4 663,7) (8,5; 604,1) 49 1 533,0 12,0(770,0; 2 643,1) (5,7; 507,0)

ATP 'According-To-Protocol“^ gE-spezifische CD4[2+]-T-Zell-Antwort = gE-spezifische CD4+-T-Zellaktivität, gemessen durchintrazelluläre Cytokin-Färbung (ICS) (CD4[2+]-T-Zellen = CD4+-T-Zellen, die mindestens 2 von 4ausgewählten Immunmarkern exprimieren)

N Anzahl der auswertbaren Studienteilnehmer zum angegebenen Zeitpunkt (für die mediane Häufigkeit)

Q1; Q3 erstes und drittes Quartil

* Blut für die zellvermittelte Immunogenität wurde nur von der Gruppe von Studienteilnehmern gesammelt,die 8 bis 30 Tage vor Beginn eines Chemotherapiezyklus die erste Dosis Shingrix erhielten (welche diegrößte Gruppe der Studie war).

Immunogenität bei Studienteilnehmern, die 2 Dosen Shingrix im Abstand von 6 Monaten erhielten

Die Wirksamkeit von Shingrix wurde für das 0, 6-Monate-Impfschema nicht untersucht.

In einer unverblindeten klinischen Phase-III-Studie (Zoster-026) wurden 238 Studienteilnehmer im

Alter von 50 Jahren und älter randomisiert, die 2 Dosen Shingrix im Abstand von entweder 2 oder 6

Monaten erhielten (0, 2-Monate- oder 0, 6-Monate-Impfschema). Es wurde gezeigt, dass die humorale

Immunantwort nach dem 0, 6-Monate-Impfschema der Antwort nach dem 0, 2-Monate-Impfschemanicht unterlegen war. Die Anti-gE-Antikörperkonzentration betrug 1 Monat nach der letzten

Impfstoffdosis 38 153,7 mIE/ml (95 % KI: 34 205,8; 42 557,3) nach dem 0, 6-Monate-Impfschemasowie 44 376,3 mIE/ml (95 % KI: 39 697,0; 49 607,2) nach dem 0, 2-Monate-Impfschema.

Studienteilnehmer mit HZ vor der Impfung in der Anamnese

Studienteilnehmer mit HZ in der Anamnese wurden aus ZOE-50 und ZOE-70 ausgeschlossen. In einernicht kontrollierten, unverblindeten klinischen Phase-III-Studie (Zoster-033) erhielten 96

Studienteilnehmer im Alter von 50 Jahren und älter mit einem ärztlich dokumentierten HZ in der

Anamnese 2 Dosen Shingrix im Abstand von 2 Monaten. Eine Bestätigung der HZ-Fälle durch

Laboruntersuchungen war nicht Bestandteil der Studie. Die Anti-gE-Antikörperkonzentration betrug 1

Monat nach der letzten Impfstoffdosis 47 758,7 mIE/ml (95 % KI: 42 258,8; 53 974,4).

Es gab 9 Berichte eines Verdachts auf HZ bei 6 Studienteilnehmern innerhalb einer

Nachbeobachtungsdauer von einem Jahr. Dies ist eine höhere Rezidivrate als allgemein in

Beobachtungsstudien bei ungeimpften Personen mit HZ in der Anamnese berichtet (siehe Abschnitt4.4).

Immunogenität bei Personen, die früher mit einem attenuierten Herpes-Zoster (HZ)-Lebendimpfstoffgeimpft wurden

In einer unverblindeten, multizentrischen klinischen Phase-III-Studie (Zoster-048) wurde ein

Impfschema mit 2 Dosen Shingrix im Abstand von 2 Monaten bei 215 Studienteilnehmern im Altervon 65 Jahren und älter mit früherer Impfung mit einem attenuierten HZ-Lebendimpfstoff 5 oder mehr

Jahre zuvor im Vergleich zu 215 entsprechenden Studienteilnehmern untersucht, die nie zuvor miteinem attenuierten HZ-Lebendimpfstoff geimpft wurden. Die Immunantwort auf Shingrix wurdedurch eine frühere Impfung mit einem attenuierten HZ-Lebendimpfstoff nicht beeinflusst.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Shingrix eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur

Vorbeugung von Varicella-Zoster-Virus-Reaktivierung gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.

Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur akuten Toxizität und Toxizität bei wiederholter Gabe,zur lokalen Verträglichkeit, zur kardiovaskulären bzw. respiratorischen Sicherheitspharmakologiesowie zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen

Gefahren für den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver (gE-Antigen)

Saccharose

Polysorbat 80 (E 433)

Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat (E 339)

Kaliummonohydrogenphosphat (E 340)

Suspension (AS01B-Adjuvanssystem)

Colfosceriloleat (DOPC) (E 322)

Cholesterol

Natriumchlorid

Wasserfreies Natriummonohydrogenphosphat (E 339)

Kaliumdihydrogenphosphat (E 340)

Wasser für Injektionszwecke

Adjuvans siehe Abschnitt 2.

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

Nach der Rekonstitution:

Die chemische und physikalische Stabilität wurde für 24 Stunden bei 30 °C gezeigt.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte der Impfstoff sofort verwendet werden. Falls er nicht sofortverwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen bis zur Anwendung in der

Verantwortung des Anwenders und sollten üblicherweise 6 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nichtüberschreiten.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

* Pulver für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit Stopfen (Butylgummi)

* Suspension für 1 Dosis in einer Durchstechflasche (Glas Typ I) mit Stopfen (Butylgummi)

Shingrix ist in Packungsgrößen zu 1 Durchstechflasche mit Pulver und 1 Durchstechflasche mit

Suspension oder zu 10 Durchstechflaschen mit Pulver und 10 Durchstechflaschen mit Suspensionerhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Shingrix ist als Durchstechflasche mit einer braunen Verschlusskappe, die das Pulver (Antigen)enthält, und einer Durchstechflasche mit einer blau-grünen Verschlusskappe, die die Suspension(Adjuvans) enthält, verfügbar.

Das Pulver und die Suspension müssen vor der Verabreichung rekonstituiert werden.

Antigen Adjuvans

Pulver Suspension1 Dosis (0,5 ml)

Das Pulver und die Suspension sind per Augenschein auf Fremdpartikel und/oder Veränderungen des

Aussehens zu untersuchen. Falls solche Abweichungen beobachtet werden, darf der Impfstoff nichtrekonstituiert werden.

Wie Shingrix zubereitet wird

Shingrix ist vor der Verabreichung zu rekonstituieren.

1. Entnehmen Sie mit einer Spritze den gesamten Inhalt aus der Durchstechflasche mit der

Suspension.2. Geben Sie den gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche mit dem Pulver.3. Schütteln Sie vorsichtig, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat.

Der rekonstituierte Impfstoff ist eine opaleszente, farblose bis blass bräunliche Flüssigkeit.

Der rekonstituierte Impfstoff ist per Augenschein auf Fremdpartikel und/oder Veränderungen des

Aussehens zu untersuchen. Falls solche Abweichungen beobachtet werden, darf der Impfstoff nichtverabreicht werden.

Nach der Rekonstitution sollte der Impfstoff umgehend verabreicht werden. Wenn dies nicht möglichist, sollte der Impfstoff im Kühlschrank (2 °C bis 8 °C) aufbewahrt werden. Falls der Impfstoff nichtinnerhalb von 6 Stunden verabreicht wird, ist er zu verwerfen.

Vor der Verabreichung1. Entnehmen Sie mit einer Spritze den gesamten Inhalt aus der Durchstechflasche mit demrekonstituierten Impfstoff.2. Wechseln Sie die Nadel, um den Impfstoff mit einer neuen Nadel zu verabreichen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

GlaxoSmithKline Biologicals S.A.

Rue de l’Institut 89

B-1330 Rixensart

Belgien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/18/1272/001

EU/1/18/1272/002

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 21. März 2018

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 5. Dezember 2022

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.