Angewendet bei: Schmerzen und Entzündungen
Art der Anwendung: oral
Substanz: Acemetacin (nichtsteroidales Antirheumatikum)
ATC: M01AB11 (Muskel- und Skelettsystem | Antiphlogistika und Antirheumatika | Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika | Essigsäure-Derivate und verwandte Substanzen)
Dieses Arzneimittel kann wichtige Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.
Dieses Arzneimittel kann die Nieren beeinträchtigen.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Dieses Arzneimittel kann das Blutungsrisiko erhöhen.
Dieses Arzneimittel kann das Risiko für Geschwüre oder Magen-Darm-Blutungen erhöhen.
Acemetacin ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), das zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen bei rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen eingesetzt wird. Es ist ein Derivat von Indometacin, weist jedoch eine bessere gastrointestinale Verträglichkeit auf. Acemetacin wird bei Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Arthrose, ankylosierender Spondylitis, posttraumatischen oder postoperativen Schmerzen und anderen entzündlichen Erkrankungen angewendet.
Es wirkt durch die Hemmung der Cyclooxygenase-Enzyme (COX-1 und COX-2) und reduziert so die Synthese von Prostaglandinen, die an Entzündungen, Schmerzen und Fieber beteiligt sind.
Das Medikament wird oral eingenommen, in der Regel in Form von Kapseln oder Tabletten, und die Dosierung wird je nach Schwere der Symptome und Ansprechen des Patienten angepasst. In einigen Fällen kann es in Form von Zäpfchen verwendet werden, um gastrointestinale Reizungen zu minimieren.
Häufige Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Selten können schwerwiegendere Reaktionen wie Magengeschwüre, gastrointestinale Blutungen, allergische Reaktionen oder Nierenfunktionsstörungen auftreten.
Acemetacin sollte mit Vorsicht bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Magengeschwüren, Niereninsuffizienz, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen angewendet werden. Außerdem sollte die gleichzeitige Anwendung mit anderen NSAR oder Antikoagulanzien vermieden werden, da dies das Risiko von Blutungen erhöhen kann.