Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels PIFELTRO 100mg tablets
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Pifeltro 100 mg Filmtabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Filmtablette enthält 100 mg Doravirin.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Filmtablette enthält 222 mg Lactose (als Monohydrat).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Filmtablette (Tablette).
Weiße, ovale Tabletten, mit den Maßen 19,00 mm x 9,50 mm, auf der einen Seite mit dem Firmenlogound '700“ geprägt, auf der anderen Seite neutral.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Pifeltro ist in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln angezeigt für die Behandlungvon Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Gewicht von mindestens 35 kg, die mitdem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) infiziert sind. Die HI Viren dürfen keine
Mutationen aufweisen, die bekanntermaßen mit einer Resistenz gegen die Substanzklasse dernichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) assoziiert sind (siehe Abschnitte 4.4und 5.1).
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Therapie sollte von einem in der Behandlung von HIV-Infektionen erfahrenen Arzt eingeleitetwerden.
DosierungDie empfohlene Dosierung beträgt eine 100-mg-Tablette oral einmal täglich unabhängig von der
Nahrungsaufnahme.
DosisanpassungenFalls Pifeltro gleichzeitig mit Rifabutin angewendet wird, sollte zweimal täglich (mit etwa 12 Stunden
Abstand) eine 100-mg-Tablette Pifeltro eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.5).
Die gemeinsame Anwendung von Doravirin mit anderen moderaten CYP3A-Induktoren wurde nichtuntersucht, aber verringerte Konzentrationen von Doravirin sind zu erwarten. Ist eine gemeinsame
Anwendung mit anderen moderaten CYP3A-Induktoren (z. B. Dabrafenib, Lesinurad, Bosentan,
Thioridazin, Nafcillin, Modafinil, Telotristat) unumgänglich, sollte zweimal täglich (mitetwa 12 Stunden Abstand) eine 100-mg-Tablette Pifeltro eingenommen werden.
Ausgelassene DosisFalls der Patient eine Dosis Pifeltro innerhalb von 12 Stunden nach dem planmäßigen
Einnahmezeitpunkt versäumt, sollte der Patient diese Dosis so bald wie möglich einnehmen und danndas normale Dosierungsschema wiederaufnehmen. Wenn später als 12 Stunden nach dem üblichen
Einnahmezeitpunkt bemerkt wird, dass eine Dosis ausgelassen wurde, sollte der Patient diese Dosisnicht nachholen, sondern die nächste Dosis zum planmäßigen Einnahmezeitpunkt einnehmen. Der
Patient sollte keine 2 Dosen auf einmal einnehmen.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenFür ältere Patienten ist keine Dosisanpassung von Doravirin erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
NierenfunktionsstörungFür Patienten mit leichter, moderater oder schwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungvon Doravirin erforderlich. Doravirin wurde nicht bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung im
Endstadium (ESRD) oder bei Dialysepatienten untersucht (siehe Abschnitt 5.2).
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit leichter (Child-Pugh-Stadium A) oder moderater (Child-Pugh-Stadium B)
Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung von Doravirin erforderlich. Doravirin wurde nicht bei
Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium C) untersucht. Es ist nichtbekannt, ob die Exposition mit Doravirin bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung ansteigt.
Daher ist Vorsicht geboten, wenn Doravirin bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörungangewendet wird (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Pifeltro bei Kindern unter 12 Jahren oder einem Gewicht unter35 kg ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungPifeltro ist einmal täglich unabhängig von der Nahrungsaufnahme einzunehmen und als Ganzes zuschlucken (siehe Abschnitt 5.2).
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Eine gemeinsame Anwendung mit Arzneimitteln, bei denen es sich um starke Induktoren von
Cytochrom-P450-CYP3A-Enzymen handelt, ist kontraindiziert, da signifikante Verringerungen der
Doravirin-Plasmakonzentrationen zu erwarten sind, welche die Wirksamkeit von Pifeltro vermindernkönnten (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Zu diesen starken Induktoren gehören u. a. die folgenden
Arzneimittel:
* Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin
* Rifampicin, Rifapentin
* Johanniskraut (Hypericum perforatum)
* Mitotan
* Enzalutamid
* Lumacaftor
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
NNRTI-Substitutionen und die Anwendung von DoravirinDoravirin wurde nicht bei Patienten mit vorherigem virologischen Versagen auf andere antiretrovirale
Therapien untersucht. NNRTI-assoziierte Mutationen, die beim Screening entdeckt wurden, waren
Teil der Ausschlusskriterien in den Phase-IIb- und -III-Studien. Ein Grenzwert für die durchverschiedene NNRTI-Substitutionen herabgesetzte Empfindlichkeit, der mit einer Verringerung derklinischen Wirksamkeit einhergeht, wurde nicht ermittelt (siehe Abschnitt 5.1). Für die Anwendungvon Doravirin bei HIV-1-infizierten Patienten mit nachgewiesener Resistenz gegen die NNRTI-
Substanzklasse gibt es keine ausreichende Evidenz.
Schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs)
Schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs), einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)/toxischeepidermale Nekrolyse (TEN), wurden während der Erfahrungen nach Markteinführung unter
Doravirin-haltigen Therapieschemata berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Zum Zeitpunkt der
Verschreibung sollten die Patienten über die Anzeichen und Symptome informiert und engmaschig auf
Hautreaktionen überwacht werden. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese
Reaktionen hindeuten, sollten Doravirin-haltige Therapieschemata sofort abgesetzt und einealternative Behandlung in Betracht gezogen werden (wie angemessen). Der klinische Status sollteengmaschig überwacht und eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Wenn der Patient bei der
Anwendung von Doravirin-haltigen Therapieschemata eine schwerwiegende Reaktion wie TENentwickelt hat, darf die Behandlung mit Doravirin-haltigen Therapieschemata bei diesem Patienten zukeinem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.
Gleichzeitige Anwendung mit CYP3A-InduktorenVorsicht ist geboten, wenn Doravirin mit Arzneimitteln verordnet wird, welche die Exposition von
Doravirin herabsetzen können (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).
Immun-Reaktivierungs-SyndromBei Patienten unter einer antiretroviralen Kombinationstherapie ist das Immun-Reaktivierungs-
Syndrom beschrieben worden. Während der Einleitungsphase der antiretroviralen
Kombinationstherapie können Patienten, deren Immunsystem anspricht, eine Entzündungsreaktion aufasymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen (wie eine Mycobacterium-avium-
Infektion, eine Zytomegalie-Infektion, eine Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie [PCP] oder eine
Tuberkulose) entwickeln, die eine weitere Evaluierung und Behandlung notwendig machen kann.
Autoimmunerkrankungen (wie Morbus Basedow, Autoimmunhepatitis, Polymyositis und Guillain-
Barré-Syndrom) sind im Kontext von Immunreaktivierungen ebenfalls beschrieben worden; allerdingsist die Zeit bis zum Auftreten variabler und ein Auftreten ist viele Monate nach Einleitung der
Therapie möglich.
LactoseDie Tabletten enthalten Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-
Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses
Arzneimittel nicht anwenden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkungen anderer Arzneimittel auf DoravirinDoravirin wird hauptsächlich über CYP3A verstoffwechselt und es ist zu erwarten, dass Arzneimittel,die CYP3A induzieren oder inhibieren, die Elimination von Doravirin beeinflussen (siehe
Abschnitt 5.2). Doravirin sollte nicht zusammen mit Arzneimitteln, die starke CYP3A-Induktorensind, angewendet werden, da signifikante Abnahmen der Doravirin-Plasmakonzentrationen zuerwarten sind, welche die Wirkung von Doravirin herabsetzen können (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).
Die gemeinsame Anwendung mit dem moderaten CYP3A-Induktor Rifabutin verminderte Doravirin-
Plasmakonzentrationen (siehe Tabelle 1). Bei gemeinsamer Anwendung von Doravirin mit Rifabutinsollte die Dosis von Doravirin auf 100 mg zweimal täglich erhöht werden (die Dosen sollten mit etwa12 Stunden Abstand eingenommen werden) (siehe Abschnitt 4.2).
Die gemeinsame Anwendung von Doravirin mit anderen moderaten CYP3A-Induktoren wurde nichtuntersucht, aber verringerte Konzentrationen von Doravirin sind zu erwarten. Ist eine gemeinsame
Anwendung mit anderen moderaten CYP3A-Induktoren (z. B. Dabrafenib, Lesinurad, Bosentan,
Thioridazin, Nafcillin, Modafinil, Telotristat) unumgänglich, sollte die Dosis von Doravirin auf100 mg zweimal täglich erhöht werden (die Dosen sollten mit etwa 12 Stunden Abstand eingenommenwerden) (siehe Abschnitt 4.2).
Die gemeinsame Anwendung von Doravirin und Arzneimitteln, die Inhibitoren von CYP3A sind, kannzu erhöhten Doravirin-Plasmakonzentrationen führen. Jedoch ist keine Dosisanpassung bei einergemeinsamen Anwendung von Doravirin mit CYP3A-Inhibitoren erforderlich.
Wirkung von Doravirin auf andere Arzneimittel
Es ist unwahrscheinlich, dass Doravirin in einer Dosierung von 100 mg einmal täglich klinischrelevante Auswirkungen auf die Plasmakonzentrationen anderer Arzneimittel hat, deren Resorptionund/oder Elimination von Transportproteinen abhängt oder die über CYP-Enzyme verstoffwechseltwerden.
Jedoch führte die gemeinsame Anwendung von Doravirin und dem sensiblen CYP3A-Substrat
Midazolam zu einer 18%igen Abnahme der Midazolam-Exposition, was darauf hindeutet, dass
Doravirin ein schwacher CYP3A-Induktor sein könnte. Daher ist Vorsicht geboten, wenn Doravirinmit Arzneimitteln kombiniert wird, die sensible CYP3A-Substrate sind sowie eine geringetherapeutische Breite haben (z. B. Tacrolimus und Sirolimus).
Tabellarische Zusammenfassung der WechselwirkungenTabelle 1 zeigt die bekannten und andere potenzielle Arzneimittelwechselwirkungen von Doravirin,erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit (↑ kennzeichnet eine Zunahme, eine Abnahme, keine Veränderung).
Tabelle 1: Wechselwirkungen von Doravirin mit anderen Arzneimitteln
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Anwendung mit Doravirin
Arzneimittelspiegel (90 %-KI)*
Antazida und Protonenpumpenhemmer
Antazidum (Aluminium- und Doravirin
Magnesiumhydroxid als
AUC 1,01 (0,92; 1,11) Eine Dosisanpassung ist nicht
Suspension zum Einnehmen)
Cmax 0,86 (0,74; 1,01) erforderlich.
(20 ml als Einzeldosis, Doravirin
C100 mg als Einzeldosis) 24 1,03 (0,94; 1,12) Doravirin
Pantoprazol (40 mg einmal
AUC 0,83 (0,76; 0,91) Eine Dosisanpassung ist nichttäglich, Doravirin 100 mg als
Cmax 0,88 (0,76; 1,01) erforderlich.
Einzeldosis)
C24 0,84 (0,77; 0,92)
Wechselwirkung nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Omeprazol
Erwartet: erforderlich. Doravirin
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Arzneimittelspiegel (90 %-KI)* Anwendung mit Doravirin
ACE-Inhibitoren
Wechselwirkung nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
LisinoprilErwartet: erforderlich. Lisinopril
Antiandrogene
Wechselwirkung nicht untersucht.
Die gleichzeitige Anwendung ist
Enzalutamid Erwartet:
kontraindiziert. Doravirin(Induktion von CYP3A)
Antibiotika
Eine gemeinsame Anwendung ist
Wechselwirkung nicht untersucht.zu vermeiden. Ist eine gemeinsame
Anwendung unumgänglich, so ist
Nafcillin Erwartet:zweimal täglich eine Tablette Doravirin
Doravirin einzunehmen (mit etwa(Induktion von CYP3A)12 Stunden Abstand).
AntiepileptikaWechselwirkung nicht untersucht.
CarbamazepinOxcarbazepin Die gleichzeitige Anwendung ist
Erwartet:
Phenobarbital kontraindiziert.
Doravirin
Phenytoin(Induktion von CYP3A)
Antidiabetika
Metformin (1 000 mg als Metformin
Eine Dosisanpassung ist nicht
Einzeldosis, Doravirin 100 mg AUC 0,94 (0,88; 1,00)erforderlich.
einmal täglich) Cmax 0,94 (0,86; 1,03)
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Canagliflozin Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Liraglutid Canagliflozin erforderlich.
Sitagliptin Liraglutid Sitagliptin
Antidiarrhoika
Eine gemeinsame Anwendung ist
Wechselwirkung nicht untersucht.zu vermeiden. Ist eine gemeinsame
Anwendung unumgänglich, so ist
Telotristat Erwartet:zweimal täglich eine Tablette Doravirin
Doravirin einzunehmen (mit etwa(Induktion von CYP3A)12 Stunden Abstand).
Arzneimittel gegen Gicht inkl. Urikosurika
Eine gemeinsame Anwendung ist
Wechselwirkung nicht untersucht.zu vermeiden. Ist eine gemeinsame
Anwendung unumgänglich, so ist
Lesinurad Erwartet:zweimal täglich eine Tablette Doravirin
Doravirin einzunehmen (mit etwa(Induktion von CYP3A)12 Stunden Abstand).
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Arzneimittelspiegel (90 %-KI)* Anwendung mit Doravirin
Antimykobakterielle Wirkstoffe Doravirin
Rifampicin als Einzeldosis AUC 0,91 (0,78; 1,06)(600 mg als Einzeldosis, Cmax 1,40 (1,21; 1,63)
Doravirin 100 mg als Einzeldosis) C24 0,90 (0,80; 1,01)
Die gleichzeitige Anwendung ist Doravirin kontraindiziert.
Rifampicin als Mehrfachdosis AUC 0,12 (0,10; 0,15)(600 mg als jeweilige Einzeldosis, Cmax 0,43 (0,35; 0,52)
Doravirin 100 mg als Einzeldosis) C24 0,03 (0,02; 0,04)(Induktion von CYP3A)
Wechselwirkung nicht untersucht.
Die gleichzeitige Anwendung ist
Rifapentin Erwartet:
kontraindiziert. Doravirin(Induktion von CYP3A) Doravirin Falls Doravirin gleichzeitig mit
AUC 0,50 (0,45; 0,55) Rifabutin angewendet wird, so ist
Rifabutin (300 mg einmal täglich, Cmax 0,99 (0,85; 1,15) die Doravirin-Dosis auf 100 mg
Doravirin 100 mg als Einzeldosis) C24 0,32 (0,28; 0,35) zweimal täglich zu erhöhen(Induktion von CYP3A) (einzunehmen mit etwa 12 Stunden
Abstand).
Antineoplastische Arzneimittel
Wechselwirkung nicht untersucht.
Die gleichzeitige Anwendung ist
Mitotan Erwartet:
kontraindiziert. Doravirin(Induktion von CYP3A)
Antipsychotika
Eine gemeinsame Anwendung ist
Wechselwirkung nicht untersucht.zu vermeiden. Ist eine gemeinsame
Anwendung unumgänglich, so ist
Thioridazin Erwartet:zweimal täglich eine Tablette Doravirin
Doravirin einzunehmen (mit etwa(Induktion von CYP3A)12 Stunden Abstand).
Azol-Antimykotika Doravirin
Ketoconazol AUC 3,06 (2,85; 3,29)
Eine Dosisanpassung ist nicht(400 mg einmal täglich, Doravirin Cmax 1,25 (1,05; 1,49)erforderlich.
100 mg als Einzeldosis) C24 2,75 (2,54; 2,98)(Hemmung von CYP3A)
Wechselwirkungen nicht untersucht.
FluconazolItraconazol Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Posaconazol erforderlich.
Voriconazol Doravirin(Hemmung von CYP3A)
Calciumkanalblocker
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Diltiazem Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Verapamil erforderlich.
Doravirin(Hemmung von CYP3A)
Behandlung der zystischen Fibrose (Mukoviszidose)
Wechselwirkung nicht untersucht.
Die gleichzeitige Anwendung ist
Lumacaftor Erwartet:
kontraindiziert. Doravirin(Induktion von CYP3A)
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Arzneimittelspiegel (90 %-KI)* Anwendung mit Doravirin
Endothelin-Rezeptorantagonisten
Eine gemeinsame Anwendung ist
Wechselwirkung nicht untersucht.zu vermeiden. Ist eine gemeinsame
Anwendung unumgänglich, so ist
Bosentan Erwartet:zweimal täglich eine Tablette Doravirin
Doravirin einzunehmen (mit etwa(Induktion von CYP3A)12 Stunden Abstand).
Antivirale Wirkstoffe gegen Hepatitis C Doravirin
AUC 1,56 (1,45; 1,68)
Cmax 1,41 (1,25; 1,58)
C24 1,61 (1,45; 1,79)(Hemmung von CYP3A)
Elbasvir + Grazoprevir(Elbasvir 50 mg einmal täglich Elbasvir
Eine Dosisanpassung ist nicht+ Grazoprevir 200 mg einmal AUC 0,96 (0,90; 1,02)erforderlich.täglich, Doravirin 100 mg einmal Cmax 0,96 (0,91; 1,01)täglich) C24 0,96 (0,89; 1,04) Grazoprevir
AUC 1,07 (0,94; 1,23)
Cmax 1,22 (1,01; 1,47)
C24 0,90 (0,83; 0,96)↑ Doravirin
AUC 1,15 (1,07; 1,24)
Cmax 1,11 (0,97; 1,27)
C24 1,24 (1,13; 1,36) Ledipasvir
Ledipasvir + Sofosbuvir
AUC 0,92 (0,80; 1,06)(Ledipasvir 90 mg als Einzeldosis
Cmax 0,91 (0,80; 1,02) Eine Dosisanpassung ist nicht+ Sofosbuvir 400 mg alserforderlich.
Einzeldosis, Doravirin 100 mg als Sofosbuvir
Einzeldosis)
AUC 1,04 (0,91; 1,18)
Cmax 0,89 (0,79; 1,00) GS-331007
AUC 1,03 (0,98; 1,09)
Cmax 1,03 (0,97; 1,09)
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Sofosbuvir/Velpatasvir
Erwartet: erforderlich. Doravirin
Wechselwirkung nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
SofosbuvirErwartet: erforderlich. Doravirin
Wechselwirkung nicht untersucht.
Daclatasvir Eine Dosisanpassung ist nicht
Erwartet: erforderlich. Doravirin
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Ombitasvir /Paritaprevir
Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht/Ritonavir und Dasabuvir +/- Doravirin erforderlich.
Ritonavir(Hemmung von CYP3A durch
Ritonavir)
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Arzneimittelspiegel (90 %-KI)* Anwendung mit Doravirin
Wechselwirkung nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Dasabuvir
Erwartet: erforderlich. Doravirin
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Glecaprevir, Pibrentasvir Erwartet:
erforderlich. Doravirin(Hemmung von CYP3A)
Wechselwirkung nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Ribavirin
Erwartet: erforderlich. Doravirin
Pflanzliche Arzneimittel
Wechselwirkung nicht untersucht.
Johanniskraut (Hypericum Die gleichzeitige Anwendung ist
Erwartet:
perforatum) kontraindiziert. Doravirin(Induktion von CYP3A)
Antiretrovirale Wirkstoffe gegen HIV
Fusionsinhibitoren
Wechselwirkung nicht untersucht.
Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Enfuvirtiderforderlich. Doravirin Enfuvirtid
Wechselwirkung nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Maraviroc Erwartet:
erforderlich. Doravirin Maraviroc
Protease-Inhibitoren (PIs)
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Ritonavir†-geboosterte PIs(Atazanavir, Darunavir, Erwartet:
Eine Dosisanpassung ist nicht
Fosamprenavir, Indinavir, Doravirinerforderlich.
Lopinavir, Saquinavir, (Hemmung von CYP3A)
Tipranavir) geboosterte PIs
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Erwartet:
Cobicistat-geboosterte PIs Eine Dosisanpassung ist nicht Doravirin(Darunavir, Atazanavir) erforderlich.
(Hemmung von CYP3A) geboosterte PIs
Integrase-Strang-Transfer-Inhibitoren Doravirin
AUC 1,00 (0,89; 1,12)
Cmax 1,06 (0,88; 1,28)
C 0,98 (0,88; 1,09)
Dolutegravir (50 mg einmal 24
Eine Dosisanpassung ist nichttäglich, Doravirin 200 mgerforderlich.einmal täglich) Dolutegravir
AUC 1,36 (1,15; 1,62)
Cmax 1,43 (1,20; 1,71)
C24 1,27 (1,06; 1,53)(Hemmung von BCRP)
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Arzneimittelspiegel (90 %-KI)* Anwendung mit Doravirin
Wechselwirkung nicht untersucht.
Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Raltegravirerforderlich. Doravirin Raltegravir
Wechselwirkung nicht untersucht.
Ritonavir†-geboostertes Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Elvitegravir Doravirin erforderlich.
(Hemmung von CYP3A) Elvitegravir
Wechselwirkung nicht untersucht.
Cobicistat geboostertes Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Elvitegravir Doravirin erforderlich.
(Hemmung von CYP3A) Elvitegravir
Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) Doravirin
Tenofovirdisoproxil (245 mg
AUC 0,95 (0,80; 1,12) Eine Dosisanpassung ist nichteinmal täglich, Doravirin
Cmax 0,80 (0,64; 1,01) erforderlich.
100 mg als Einzeldosis)
C24 0,94 (0,78; 1,12) Doravirin
AUC 0,96 (0,87; 1,06)
Cmax 0,97 (0,88; 1,07)
Lamivudin
C 0,94 (0,83; 1,06)+ Tenofovirdisoproxil 24(Lamivudin 300 mg als Lamivudin Eine Dosisanpassung ist nicht
Einzeldosis
AUC 0,94 (0,88; 1,00) erforderlich.
+ Tenofovirdisoproxil 245 mg
C 0,92 (0,81; 1,05)als Einzeldosis, Doravirin max100 mg als Einzeldosis) Tenofovir
AUC 1,11 (0,97; 1,28)
Cmax 1,17 (0,96; 1,42)
Wechselwirkung nicht untersucht.
Abacavir Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nichterforderlich.
Doravirin Abacavir
Wechselwirkung nicht untersucht.
Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Emtricitabinerforderlich. Doravirin Emtricitabin
Wechselwirkung nicht untersucht.
Tenofoviralafenamid Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nichterforderlich.
Doravirin Tenofoviralafenamid
ImmunsuppressivaWechselwirkungen nicht untersucht.
Die Blutkonzentrationen von
Tacrolimus Erwartet: Tacrolimus und Sirolimus solltenüberwacht werden, da für diese
Sirolimus Doravirin
Arzneimittel eine Dosisanpassung Tacrolimus, Sirolimus erforderlich sein kann.(Induktion von CYP3A)
Proteinkinase-Inhibitoren
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Arzneimittelspiegel (90 %-KI)* Anwendung mit Doravirin
Eine gemeinsame Anwendung ist
Wechselwirkung nicht untersucht.
zu vermeiden. Ist eine gemeinsame
Anwendung unumgänglich, so ist
Dabrafenib Erwartet:zweimal täglich eine Tablette Doravirin
Doravirin einzunehmen (mit etwa(Induktion von CYP3A)12 Stunden Abstand).
Opioidanalgetika Doravirin
AUC 0,74 (0,61; 0,90)
Cmax 0,76 (0,63; 0,91)
C24 0,80 (0,63; 1,03)
Methadon R-Methadonindividualisierte Dosierung von AUC 0,95 (0,90; 1,01) Eine Dosisanpassung ist nicht20-200 mg einmal täglich, Cmax 0,98 (0,93; 1,03) erforderlich.
Doravirin 100 mg einmal täglich C24 0,95 (0,88; 1,03) S-Methadon
AUC 0,98 (0,90; 1,06)
Cmax 0,97 (0,91; 1,04)
C24 0,97 (0,86; 1,10)
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Buprenorphin Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Naloxon erforderlich.
Buprenorphin Naloxon
Orale Kontrazeptiva Ethinylestradiol
AUC 0,98 (0,94; 1,03)
Ethinylestradiol
C 0,83 (0,80; 0,87)0,03 mg/Levonorgestrel 0,15 mg max Eine Dosisanpassung ist nichtals Einzeldosis, Doravirin erforderlich.100 mg einmal täglich Levonorgestrel
AUC 1,21 (1,14; 1,28)
Cmax 0,96 (0,88; 1,05)
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Norgestimat/Ethinylestradiol
Erwartet: erforderlich. Norgestimat/Ethinylestradiol
Pharmakokinetische Booster Doravirin
Ritonavir (100 mg zweimal AUC 3,54 (3,04; 4,11)
Eine Dosisanpassung ist nichttäglich, Doravirin 50 mg als Cmax 1,31 (1,17; 1,46)erforderlich.
Einzeldosis) C24 2,91 (2,33; 3,62)(Hemmung von CYP3A)
Wechselwirkung nicht untersucht.
Eine Dosisanpassung ist nicht
Cobicistat Erwartet:
erforderlich. Doravirin(Hemmung von CYP3A)
Psychostimulanzien
Eine gemeinsame Anwendung ist
Wechselwirkung nicht untersucht.zu vermeiden. Ist eine gemeinsame
Anwendung unumgänglich, so ist
Modafinil Erwartet:zweimal täglich eine Tablette Doravirin
Doravirin einzunehmen (mit etwa(Induktion von CYP3A)12 Stunden Abstand).
Auswirkungen auf das Verhältnis
Arzneimittel nach Empfehlungen zur gleichzeitigender geometrischen Mittel der
Therapiegebiet Arzneimittelspiegel (90 %-KI)* Anwendung mit Doravirin
Sedativa/Hypnotika
Midazolam (2 mg als Midazolam
Eine Dosisanpassung ist nicht
Einzeldosis, Doravirin 120 mg AUC 0,82 (0,70; 0,97)erforderlich.einmal täglich) Cmax 1,02 (0,81; 1,28)
Statine
Atorvastatin (20 mg als Atorvastatin
Eine Dosisanpassung ist nicht
Einzeldosis, Doravirin 100 mg AUC 0,98 (0,90; 1,06)erforderlich.einmal täglich) Cmax 0,67 (0,52; 0,85)
Wechselwirkungen nicht untersucht.
Rosuvastatin Erwartet: Eine Dosisanpassung ist nicht
Simvastatin erforderlich.
Rosuvastatin Simvastatin: Zunahme; : Abnahme; : keine Veränderung
KI: Konfidenzintervall.
* AUC0- bei Einzeldosen, AUC0-24 bei Anwendung einmal täglich.† Wechselwirkungen wurden nur mit Ritonavir evaluiert.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftBisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Doravirin bei
Schwangeren vor.
Register für Schwangerschaften unter antiretroviraler Therapie (Anti-retroviral pregnancy registry)
Ein Register für Schwangerschaften unter antiretroviraler Therapie wurde zur Überwachung dermaternalen bzw. fetalen Verläufe von Patientinnen, die während ihrer Schwangerschaft einenantiretroviralen Wirkstoff eingenommen hatten, eingerichtet. Die Ärzte sind aufgefordert, schwangere
Patientinnen in dieses Register einzutragen.
Tierexperimentelle Studien zu Doravirin ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirektegesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Doravirin während der Schwangerschaft vermiedenwerden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Doravirin in die Muttermilch übergeht. Die zur Verfügung stehendenpharmakodynamischen/toxikologischen Daten vom Tier zeigten, dass Doravirin in die Milch übergeht(für Details siehe Abschnitt 5.3).
Es wird empfohlen, dass HIV-infizierte Frauen nicht stillen, um eine Übertragung von HIV auf das
Kind zu vermeiden.
FertilitätEs sind keine Daten zu den Auswirkungen von Doravirin auf die Fertilität beim Menschen verfügbar.
Tierexperimentelle Studien deuten nicht darauf hin, dass Doravirin bei Expositionen, die höher sindals die beim Menschen unter der empfohlenen klinischen Dosis erzielte Exposition, schädliche
Wirkungen auf die Fertilität hat (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenPifeltro hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass unter der Behandlung mit Doravirin
Ermüdung, Schwindel und Schläfrigkeit berichtet wurden (siehe Abschnitt 4.8). Dies ist bei der
Beurteilung der Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen zuberücksichtigen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsIn klinischen Phase-III-Studien mit Doravirin zusammen mit zwei nukleosidischen Reverse-
Transkriptase-Inhibitoren (NRTIs) waren die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen Übelkeit(4 %) und Kopfschmerzen (3 %).
Tabellarische Zusammenfassung der NebenwirkungenDie Nebenwirkungen unter Doravirin zusammen mit zwei NRTIs aus klinischen Phase-III-Studien(DRIVE FORWARD, DRIVE SHIFT und DRIVE AHEAD) und aus den Erfahrungen nach
Markteinführung sind unten nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Innerhalb dereinzelnen Häufigkeitsgruppen sind die Nebenwirkungen absteigend nach ihrem Schweregradgeordnet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10),gelegentlich (≥1/1 000, <1/100), selten (≥1/10 000, <1/1 000) oder nicht bekannt (Häufigkeit auf
Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 2: Tabellarische Zusammenfassung der mit Doravirin assoziierten Nebenwirkungen bei
Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln
Häufigkeit Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre ErkrankungenSelten pustulöser Ausschlag
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenGelegentlich Hypophosphatämie
Selten Hypomagnesiämie
Psychiatrische ErkrankungenHäufig abnorme Träume, Schlaflosigkeit1
Gelegentlich Alpträume, Depression2, Angst3, Reizbarkeit,
Verwirrtheitszustände, Suizidgedanken
Selten Aggression, Halluzinationen,
Anpassungsstörungen, Verstimmung,
Schlafwandeln
Erkrankungen des NervensystemsHäufig Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit(Somnolenz)
Gelegentlich Aufmerksamkeitsstörungen, eingeschränktes
Erinnerungsvermögen, Parästhesie, erhöhter
Muskeltonus, schlechte Schlafqualität
GefäßerkrankungenGelegentlich Hypertonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsSelten Dyspnoe, tonsilläre Hypertrophie
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufig Übelkeit, Diarrhö, Flatulenz, Abdominalschmerz4,
ErbrechenHäufigkeit Nebenwirkungen
Gelegentlich Obstipation, Abdominalbeschwerden5,aufgetriebener Bauch, Dyspepsie, weicher Stuhl6,
Motilitätsstörungen des Darms7
Selten schmerzhafter Stuhldrang (Tenesmus ani)
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesHäufig Ausschlag8
Gelegentlich Pruritus
Selten allergische Dermatitis, Rosazea
Nicht bekannt Toxische epidermale Nekrolyse
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenGelegentlich Myalgie, Arthralgie
Selten muskuloskelettale Schmerzen
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeSelten akute Nierenschädigung, Nierenerkrankung,
Harnsteinbildung, Nephrolithiasis
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortHäufig Ermüdung (Fatigue)
Gelegentlich Asthenie, Unwohlsein
Selten Schmerzen im Brustkorb, Schüttelfrost,
Schmerzen, Durst
Untersuchungen
Häufig erhöhte Alaninaminotransferase9
Gelegentlich erhöhte Lipase, erhöhte Aspartataminotransferase,erhöhte Amylase, erniedrigtes Hämoglobin
Selten erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut1 Schlaflosigkeit umfasst: Schlaflosigkeit, Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen2 Depression umfasst: Depression, depressive Verstimmung, endogene (Major) Depression und anhaltende depressive
Verstimmung3 Angst umfasst: Angst und generalisierte Angststörung4 Abdominalschmerz umfasst: Abdominalschmerz und Oberbauchschmerzen5 Abdominalbeschwerden umfasst: Abdominalbeschwerden und epigastrische Beschwerden6 Weicher Stuhl umfasst: weicher Stuhl und abnormer Stuhl7 Motilitätsstörungen des Darms umfasst: Motilitätsstörungen des Darms und häufige Darmentleerungen8 Ausschlag umfasst: Ausschlag, makulöses Exanthem, erythematöses Exanthem, generalisierter Ausschlag,makulopapuläres Exanthem, papulöser Ausschlag und Urtikaria9 erhöhte Alaninaminotransferase umfasst: erhöhte Alaninaminotransferase und hepatozelluläre Läsion
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenImmun-Reaktivierungs-SyndromBei HIV-infizierten Patienten mit einer schwerwiegenden Immunschwäche zu Beginn der CART kanneine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Erreger auftreten. Esliegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z. B. Morbus Basedow und
Autoimmunhepatitis) vor; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese
Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten (siehe Abschnitt 4.4).
Schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs)
Schwere kutane Nebenwirkungen (SCARs), wie z. B. toxische epidermale Nekrolyse (TEN), wurdenin Verbindung mit Doravirin-haltigen Therapieschemata berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit von Doravirin als Bestandteil von Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil wurde an45 HIV-1-infizierten jugendlichen Patienten im Alter von 12 bis unter 18 Jahren mit supprimierter
Viruslast oder ohne Vorbehandlung bis Woche 48 in einer offenen Studie untersucht (IMPAACT 2014[Protokoll 027]). Das Sicherheitsprofil bei jugendlichen Patienten war dem von Erwachsenen ähnlich.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es gibt keine Informationen über mögliche akute Symptome und Anzeichen einer Überdosierung mit
Doravirin.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung, ATC-Code:
J05AG06
WirkmechanismusDoravirin ist ein nicht-nukleosidischer HIV-1-Reverse-Transkriptase-Inhibitor aus der Gruppe der
Pyridinone und hemmt die HIV-1-Replikation durch nicht-kompetitive Hemmung der HIV-1-Reverse-
Transkriptase (RT). Doravirin hemmt weder die humanen zellulären DNA-Polymerasen α und ß, nochdie mitochondriale DNA-Polymerase γ.
Antivirale Aktivität in ZellkulturDoravirin zeigte eine EC50 von 12,0 ± 4,4 nM gegen Wildtyp-Laborstämme von HIV-1, wenn es in
Anwesenheit von 100 % normalem Humanserum unter Verwendung von MT4-GFP-Reporterzellengetestet wurde. Doravirin zeigte antivirale Aktivität gegen ein breites Spektrum an HIV-1-
Primärisolaten (A, A1, AE, AG, B, BF, C, D, G, H), mit EC50 von 1,2-10,0 nM.
Antivirale Aktivität in Kombination mit anderen antiretroviralen HIV-ArzneimittelnDie antivirale Aktivität von Doravirin war nicht antagonistisch in Kombination mit den NNRTIs
Delavirdin, Efavirenz, Etravirin, Nevirapin oder Rilpivirin, den NRTIs Abacavir, Didanosin,
Emtricitabin, Lamivudin, Stavudin, Tenofovirdisoproxil oder Zidovudin, den PIs Darunavir oder
Indinavir, dem Fusionshemmer Enfuvirtid, dem CCR5-Co-Rezeptor-Antagonist Maraviroc oder dem
Integrase-Strang-Transfer-Inhibitor Raltegravir.
ResistenzIn ZellkulturAusgehend von Wildtyp-HIV-1 unterschiedlichen Ursprungs und unterschiedlicher Subtypen sowievon NNRTI-resistentem HIV-1 wurden in Zellkultur doravirinresistente Stämme selektiert. Unteranderem wurde das Auftreten folgender Aminosäuresubstitutionen in der RT beobachtet: V106A,
V106M, V106I, V108I, F227L, F227C, F227I, F227V, H221Y, M230I, L234I, P236L und Y318F.
Die Substitutionen V106A, V106M, V108I, H221Y, F227C, M230I, P236L und Y318F führten zu3,4-fachen bis 70-fachen Verringerungen der Empfindlichkeit gegenüber Doravirin. Y318F in
Kombination mit V106A, V106M, V108I oder F227C führte zu größeren Verringerungen der
Empfindlichkeit gegenüber Doravirin als Y318F allein, welches zu einer 10-fachen Verringerung der
Empfindlichkeit gegenüber Doravirin führte. Häufige NNRTI-Resistenzmutationen (K103N, Y181C)wurden in vitro nicht beobachtet. V106A (führt zu einer etwa 19-fachen Änderung) trat als initiale
Substitution im Virussubtyp B auf, und V106A oder M in den Virussubtypen A und C. Daraufhin trat
F227(L/C/V) oder L234I zusätzlich zu den V106 Substitutionen auf (doppelte Mutanten ergeben eine
Veränderung über das 100-Fache).
In klinischen StudienTherapienaive erwachsene PatientenIn den Phase-III-Studien, DRIVE-FORWARD und DRIVE-AHEAD, waren für therapienaive
Patienten (n = 747) folgende NNRTI Substitutionen unter den Ausschlusskriterien: L100I, K101E,
K101P, K103N, K103S, V106A, V106I, V106M, V108I, E138A, E138G, E138K, E138Q, E138R,
V179L, Y181C, Y181I, Y181V, Y188C, Y188H, Y188L, G190A, G190S, H221Y, L234I, M230I,
M230L, P225H, F227C, F227L, F227V.
Das Neuauftreten der folgenden Resistenzen wurde in einer Resistenzanalyse einer Untergruppe(Patienten mit einer HIV-1 RNA > 400 Kopien/ml bei virologischem Versagen oder bei vorzeitigem
Ausscheiden aus der Studie und vorliegenden Resistenzdaten) beobachtet.
Tabelle 3: Resistenzentwicklung bis Woche 96 in der Gruppe mit protokolldefiniertemvirologischen Versagen und der Gruppe mit vorzeitigem Ausscheiden
DRIVE-FORWARD DRIVE-AHEAD
Doravirin + DRV + r + Doravirin/TDF/3TC EFV/TDF/FTC
NRTIs* NRTIs* (364) (364)(383) (383)
Erfolgreicher 15 18 32 33
Genotyp, n
Genotypische
Resistenz gegen
Doravirin oder
Kontrolle (DRV oder 2 (Doravirin) 0 (DRV) 8 (Doravirin) 14 (EFV)
EFV)
NRTI
Hintergrundtherapie 2** 0 6 5nur M184I/V 2 0 4 4nur K65R 0 0 1 0
K65R + 0 0 1 1
M184I/V
*NRTIs in der Doravirin-Gruppe: FTC/TDF (333) oder ABC/3TC (50); NRTIs in der DRV + r Gruppe: FTC/TDF (335)oder ABC/3TC (48)
**Die Patienten erhielten FTC/TDF
ABC = Abacavir, FTC = Emtricitabin, DRV = Darunavir, r = Ritonavir
Die aufgetretenen Doravirin-assoziierten Resistenzsubstitutionen in der RT umfassten eine odermehrere der folgenden: A98G, V106I, V106A, V106M/T, Y188L, H221Y, P225H, F227C, F227C/Rund Y318Y/F.
Vorbehandelte erwachsene Patienten mit supprimierter ViruslastIn die DRIVE-SHIFT-Studie waren vorbehandelte Patienten ohne Therapieversagen in der
Vorgeschichte eingeschlossen, deren Viruslast supprimiert war (N = 670) (siehe Abschnitt 'Klinische
Erfahrung“). Patienten, die von einer Proteaseinhibitor- oder Integraseinhibitor-basierten Therapieumgestellt wurden, durften als Einschlusskriterium keine dokumentierte genotypische Resistenz (vor
Start der initialen Therapie) gegen Doravirin, Lamivudin oder Tenofovir aufweisen. Ausgeschlossendavon waren die oben genannten NNRTI-Substitutionen (DRIVE-FORWARD und DRIVE-AHEAD),mit Ausnahme der RT-Substitutionen K103N, G190A und Y181C (in DRIVE-SHIFT akzeptiert). Eine
Dokumentation der genotypischen Resistenz vor Behandlung war nicht für Patienten erforderlich, dievon einer NNRTI-basierten Ausgangstherapie umgestellt wurden.
In der klinischen Studie DRIVE-SHIFT kam es zu keiner genotypischen oder phänotypischen
Resistenz gegenüber Doravirin, Lamivudin oder Tenofovirdisoproxil, weder während der initialen48 Wochen (unmittelbare Umstellung, N = 447) noch während der 24 Wochen (verzögerte
Umstellung, N = 209) der Therapie mit Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil. Ein Patiententwickelte die RT-Mutation M184M/I sowie eine phänotypische Resistenz gegenüber Lamivudin und
Emtricitabin während der Behandlung mit der Ausgangstherapie. Bei keinem der 24 Patienten (11 inder Gruppe mit unmittelbarer Umstellung, 13 in der Gruppe mit verzögerter Umstellung) mit bereitsvorliegenden NNRTI-Mutationen (RT K103N, G190A oder Y181C) kam es bis Woche 48 oder dem
Zeitpunkt des Therapieabbruchs zu einem virologischen Versagen.
Kinder und JugendlicheIn der klinischen Studie IMPAACT 2014 (Protokoll 027) erfüllte kein Studienteilnehmer, der zu
Baseline virologisch supprimiert war, die Kriterien für eine Resistenzanalyse. Ein nicht vorbehandelter
Studienteilnehmer entsprach den Kriterien des Protokolls für virologisches Versagen (definiert als 2aufeinanderfolgende HIV-1-RNA Plasmatestergebnisse ≥ 200 Kopien/ml in oder nach Woche 24) undwurde hinsichtlich einer Resistenzentwicklung ausgewertet; es wurde weder das Entstehen einergenotypischen noch einer phänotypischen Resistenz gegenüber Doravirin festgestellt.
KreuzresistenzDoravirin wurde bei einer begrenzten Anzahl von Patienten mit NNRTI-Resistenz (K103N n = 7,
G190A n = 1) untersucht; alle Patienten lagen bei < 40 Kopien/ml in Woche 48. Ein Cut-off für eine
Verminderung der Sensibilität durch mehrere NNRTI-Substitutionen, welcher mit einer Verminderungder klinischen Wirksamkeit assoziiert ist, wurde nicht bestimmt.
HIV-1-Laborstämme, die die häufigen NNRTI-assoziierten Substitutionsmutationen K103N, Y181Coder K103N/Y181C in der RT tragen, zeigen bei Testung in Anwesenheit von 100 % normalem
Humanserum im Vergleich zum Wildtyp-Virus eine um weniger als das 3-Fache verringerte
Sensibilität gegenüber Doravirin. In In-vitro-Studien konnte Doravirin die folgenden NNRTI-assoziierten Substitutionen unter klinisch relevanten Konzentrationen supprimieren: Mutanten K103N,
Y181C und G190A.
Ein Panel von 96 unterschiedlichen klinischen Isolaten mit NNRTI-assoziierten Mutationen wurde in
Anwesenheit von 10 % fetalem Rinderserum auf Sensibilität gegenüber Doravirin getestet. Klinische
Isolate mit Substitution Y188L oder mit Substitutionen an V106 in Kombination mit A98G, H221Y,
P225H, F227C oder Y318F zeigten eine um mehr als das 100-Fache verringerte Sensibilität gegenüber
Doravirin. Weitere nachgewiesene NNRTI-Substitutionen führten zu einer Veränderung um das 5-10-
Fache (G190S (5,7), K103N/P225H (7,9), V108I/Y181C (6,9) Y181V (5,1)). Die klinische Relevanzeiner 5-10-fachen Verringerung der Sensibilität ist nicht bekannt.
Unter der Therapie auftretende, mit einer Doravirinresistenz assoziierte Substitutionen können eine
Kreuzresistenz gegenüber Efavirenz, Rilpivirin, Nevirapin und Etravirin vermitteln. Von den8 Patienten, die in den pivotalen Studien eine hochgradige Doravirinresistenz entwickelten, zeigten im
PhenoSense-Assay von Monogram 6 Patienten eine phänotypische Resistenz gegenüber Efavirenz und
Nevirapin, 3 Patienten gegenüber Rilpivirin und 3 Patienten eine partielle Resistenz gegenüber
Etravirin.
Klinische ErfahrungTherapienaive erwachsene PatientenDie Wirksamkeit von Doravirin beruht auf den Auswertungen der 96-Wochen-Daten aus zweirandomisierten, multizentrischen, doppelblinden, aktivkontrollierten Phase-III-Studien (DRIVE-
FORWARD und DRIVE-AHEAD) bei nicht mit antiretroviralen Arzneimitteln vorbehandelten
HIV-1-infizierten Patienten (n = 1.494). Siehe die NNRTI-Substitutionen im Abschnitt zu Resistenz,die Teil der Ausschlusskriterien waren.
In der Studie DRIVE-FORWARD wurden 766 Patienten randomisiert und erhielten mindestens1 Dosis Doravirin 100 mg einmal täglich oder Darunavir+Ritonavir 800+100 mg einmal täglich,jeweils in Kombination mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (FTC/TDF) oder Abacavir/Lamivudin(ABC/3TC) je nach Ermessen des Prüfarztes. Zu Baseline betrug das mediane Alter der Patienten33 Jahre (Bereich von 18 bis 69 Jahre); 86 % hatten eine CD4+-T-Zellzahl > 200 Zellen/mm³, 84 %waren männlich, 27 % hatten keine weiße Hautfarbe, 4 % waren mit dem Hepatitis-B- und/oder
Hepatitis-C-Virus ko-infiziert, 10 % hatten AIDS in der Anamnese, 20 % hatten HIV-1-RNA> 100 000 Kopien/ml, 13 % erhielten ABC/3TC und 87 % erhielten FTC/TDF; diese Merkmale warenzwischen den Behandlungsgruppen vergleichbar.
In der Studie DRIVE-AHEAD wurden 728 Patienten randomisiert und erhielten mindestens 1 Dosis
Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil 100/300/245 mg (DOR/3TC/TDF) oder
Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (EFV/FTC/TDF) einmal täglich. Zu Baseline betrug dasmediane Alter der Patienten 31 Jahre (Bereich von 18 bis 70 Jahre); 85 % waren männlich, 52 %hatten keine weiße Hautfarbe, 3 % waren mit dem Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Virus ko-infiziert,14 % hatten AIDS in der Anamnese, 21 % hatten HIV-1-RNA > 100 000 Kopien/ml und 12 % hatteneine CD4+-T-Zellzahl < 200 Zellen/mm³; diese Merkmale waren zwischen den Behandlungsgruppenvergleichbar.
Die Woche-48- und Woche-96-Ergebnisse aus den Studien DRIVE-FORWARD und DRIVE-AHEADsind in Tabelle 4 aufgeführt. Die auf Doravirin basierten Therapieschemata zeigten über alledemographischen und prognostischen Baselinefaktoren hinweg eine konsistente Wirksamkeit.
Tabelle 4: Wirksamkeitsansprechen (< 40 Kopien/ml, Snapshot-Ansatz) in den pivotalen Studien
DRIVE-FORWARD DRIVE-AHEAD
DOR + 2 NRTIs DRV + r + 2 NRTIs DOR/3TC/TDF EFV/FTC/TDF(383) (383) (364) (364)
Woche 48 83 % 79 % 84 % 80 %
Unterschied (95 %4,2 % (-1,4 %; 9,7 %) 4,1 % (-1,5 %; 9,7 %)
KI)
Woche 96* 72 % (N = 379) 64 % (N = 376) 76 % (N = 364) 73 % (N = 364)
Unterschied (95 %7,6 % (1,0 %; 14,2 %) 3,3 % (-3,1 %; 9,6 %)
KI)
Ergebnisse zu Woche 48 (< 40 Kopien/ml) nach Baselinefaktoren
HIV-1 RNA Kopien/ml≤ 100 000 256/285 (90 %) 248/282 (88 %) 251/277 (91 %) 234/258 (91 %)> 100 000 63/79 (80 %) 54/72 (75 %) 54/69 (78 %) 56/73 (77 %)
CD4-Zellzahl, Zellen/µl≤ 200 34/41 (83 %) 43/61 (70 %) 27/42 (64 %) 35/43 (81 %)> 200 285/323 (88 %) 260/294 (88 %) 278/304 (91 %) 255/288 (89 %)
NRTI-Hintergrundtherapie
TDF/FTC 276/316 (87 %) 267/312 (86 %)
NA
ABC/3TC 43/48 (90 %) 36/43 (84 %)
Viraler Subtyp
B 222/254 (87 %) 219/255 (86 %) 194/222 (87 %) 199/226 (88 %)
Nicht-B 97/110 (88 %) 84/100 (84 %) 109/122 (89 %) 91/105 (87 %)
Mittlere Veränderung der CD4-Zellzahl zu Baseline
Woche 48 193 186 198 188
Woche 96 224 207 238 223
* In Woche 96 wurden bestimmte Patienten mit fehlenden Daten zur HIV-1 RNA von der Analyse ausgeschlossen.
P007 war eine Phase-IIb-Studie bei nicht mit antiretroviralen Arzneimitteln vorbehandelten HIV-1-infizierten erwachsenen Patienten (n = 340). In Teil I wurden die Patienten zu Doravirin in einer vonvier Dosierungen oder zu EFV, jeweils in Kombination mit FTC/TDF, randomisiert. Nach Woche 24wurden alle zu Doravirin randomisierten Patienten auf Doravirin 100 mg umgestellt (bzw. setztendiese Behandlung fort). In Teil II wurden zusätzliche Patienten zu Doravirin 100 mg oder zu EFV,jeweils in Kombination mit FTC/TDF, randomisiert. In beiden Teilen der Studie wurden Doravirinund EFV verblindet und FTC/TDF unverblindet angewendet.
Tabelle 5: Wirksamkeitsansprechen zu Woche 24 (Snapshot-Ansatz)
Doravirin Doravirin Doravirin Doravirin Efavirenz25 mg 50 mg 100 mg 200 mg 600 mg(N = 40) (N = 43) (N =4 2) (N = 41) (N =4 2)n (%) n (%) n (%) n (%) n (%)
HIV-1 RNA < 40 Kopien/ml 32 (80) 32 (74) 30 (71) 33 (80) 27 (64)
Behandlungsunterschied † 16 (-4, 34) 10 (-10, 29) 6,6 (-13, 26) 16 (-3, 34)(95 % KI) ††
Mittlere CD4-Veränderung 154 113 134 141 121gegenüber Baseline (Zellen/mm3) **† Ein positiver Wert begünstigt Doravirin gegenüber Efavirenz.†† Die 95 % KIs wurden gemäß der Miettinen/Nurminen-Methode berechnet, mit einer proportionalen Gewichtung je nach
Größe der jeweiligen Behandlungsgruppe (HBV-1 RNA > 100 000 Kopien/ml oder ≤ 100 000 Kopien/ml bei Screening).
** Ansatz zur Auswertung fehlender Daten: Observed-Failure-Ansatz: Für die Auswertung der mittleren Veränderung der
CD4+-Zellzahl wurden Daten, die aufgrund eines Abbruchs wegen mangelnder Wirksamkeit fehlten, gemäß dem Baseline-carried-forward-Ansatz ausgewertet.
Hinweis: Sowohl Doravirin als auch Efavirenz wurden mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil (FTC/TDF) gegeben.
Vorbehandelte erwachsene Patienten mit supprimierter ViruslastDie Wirksamkeit einer Therapieumstellung von einer Ausgangstherapie mit zwei nukleosidischen
Reverse-Transkriptase-Inhibitoren in Kombination mit einem Ritonavir- oder Cobicistat-geboosterten
Proteasehemmer, Cobicistat-geboostertem Elvitegravir oder einem NNRTI auf
Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil wurde in einer randomisierten, offenen Studie (DRIVE-
SHIFT) bei HIV-1 infizierten, vorbehandelten Erwachsenen, deren Viruslast supprimiert war,untersucht. Die Viruslast der Patienten musste unter dem bestehenden Therapieregime mindestens6 Monate vor Studieneinschluss supprimiert sein (HIV-1 RNA < 40 Kopien/ml), ohne ein
Therapieversagen in der Krankengeschichte und ohne dokumentierte RT-Substitutionen, die zu
Resistenzen gegenüber Doravirin, Lamivudin und Tenofovir führen (siehe Abschnitt 'Resistenz“). Die
Patienten wurden randomisiert entweder gleich zu Studienbeginn auf
Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil umgestellt [N= 447, Gruppe mit unmittelbarer Umstellung,
Immediate Switch Group (ISG)], oder sie behielten ihre Ausgangstherapie bis Woche 24 bei undwurden dann auf Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil umgestellt [N= 223, Gruppe mitverzögerter Umstellung, Delayed Switch Group (DSG)]. Zu Baseline betrug das mediane Alter der
Studienteilnehmer 43 Jahre, 16 % waren weiblich und 24 % hatten keine weiße Hautfarbe.
In der DRIVE-SHIFT-Studie wurde gezeigt, dass eine unmittelbare Umstellung auf
Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil zu Woche 48 einer Fortführung der Ausgangstherapie bis
Woche 24 nicht unterlegen war, definiert durch den Anteil der Patienten mit einer HIV-1 RNA < 40
Kopien/ml. Die Behandlungsergebnisse sind in Tabelle 6 dargestellt. In Studienwoche 24 wurdenzwischen beiden Behandlungsgruppen konsistente Ergebnisse beobachtet.
Tabelle 6: Wirksamkeitsansprechen (< 40 Kopien/ml, Snapshot-Ansatz) in der DRIVE-SHIFT-
Studie
Doravirin/ Ausgangstherapie
Lamivudin/ DSG
Tenoforvirdisoproxil
Ergebnis Einmal täglich ISG
Woche 48 Woche 24
N = 447 N = 223
HIV-1 RNA < 40 Kopien/ml 90 % 93 %
ISG-DSG, Unterschied (95 % KI)* -3,6 % (-8,0 %; 0,9 %)
Anteil (%) der Patienten mit einer HIV-1 RNA < 40 Kopien/ml nach Ausgangstherapie
Ritonavir- oder Cobicistat-geboosterter PI 280/316 (89 %) 145/156 (93 %)
Cobicistat-geboostertes Elvitegravir 23/25 (92 %) 11/12 (92 %)
NNRTI 98/106 (92 %) 52/55 (95 %)
Anteil (%) von Patienten mit einer HIV-1 RNA < 40 Kopien/ml nach Ausgangswerten für CD4+ T-
Zellzahl (Zellen/mm3)< 200 Zellen/mm3 10/13 (77 %) 3 / 4 ( 7 5 % )≥ 200 Zellen/mm3 384/426 (90 %) 2 0 2 / 2 1 6 ( 9 4 %)
HIV-1 RNA ≥ 40 Kopien/ml† 3 % 4 %
Keine virologischen Daten im Zeitfenster 8 % 3 %
Studienabbruch aufgrund eines unerwünschten 3 % 0
Ereignisses oder Tod‡
Studienabbruch aus anderen Gründen§ 4 % 3 %
Studie fortgesetzt, aber fehlende Daten im Zeitfenster 0 0
* Das 95 % KI für die Behandlungsunterschiede wurde mit der Mantel-Haenszel-Methode nach Stratum adjustiert.† Umfasst Patienten, welche die Behandlung oder die Studie aufgrund eines Nicht-Ansprechens oder
Wirksamkeitsverlusts der Therapie vor Woche 48 für ISG oder vor Woche 24 für DSG abbrachen, und Patienten miteiner HIV-1 RNA ≥ 40 Kopien/ml im Zeitfenster von 48 Wochen für ISG und im Zeitfenster von 24 Wochen für
DSG.
‡ Umfasst Patienten, die aufgrund eines unerwünschten Ereignisses oder Tod die Studie abbrachen, wenn dies dazuführte, dass keine virologischen Daten im spezifizierten Zeitfenster vorlagen.
§ Andere Gründe umfassen: ohne Verlaufskontrolle, Non-Compliance mit der Studienbehandlung, Entscheidung des
Prüfarztes, Protokollabweichung, Studienabbruch auf Wunsch des Patienten.
Ausgangstherapie = Ritonavir- oder Cobicistat-geboosterter Proteasehemmer (insbesondere Atazanavir, Darunaviroder Lopinavir), Cobicistat-geboostertes Elvitegravir, oder NNRTI (insbesondere Efavirenz, Nevirapin oder
Rilpivirin), jeweils mit 2 NRTIs angewendet.
Studienabbruch aufgrund von unerwünschten EreignissenIn einer gepoolten Analyse der kombinierten Daten aus zwei Studien bei nicht vorbehandelten
Patienten (P007 und DRIVE-AHEAD) war der Anteil an Patienten, welche die Behandlung bis
Woche 48 aufgrund eines unerwünschten Ereignisses abbrachen, in den kombinierten
Behandlungsgruppen unter Doravirin (100 mg) niedriger (2,8 %) als in der kombinierten EFV-
Behandlungsgruppe (6,1 %) (Behandlungsunterschied: -3,4 %; p-Wert 0,012).
Kinder und JugendlicheDie Wirksamkeit von Doravirin wurde in Kombination mit Lamivudin und Tenofovirdisoproxil(DOR/3TC/TDF) in einer offenen, einarmigen Studie an HIV-1-infizierten jugendlichen Patienten im
Alter von 12 bis unter 18 Jahren untersucht (IMPAACT 2014 [Protokoll 027]).
Zu Baseline betrug das mediane Alter der Studienteilnehmer 15 Jahre (Bereich: 12 bis 17), 58 %waren weiblich, 78 % waren asiatischer Herkunft und 22 % waren Schwarz. Die mediane CD4+ T-
Zell Zahl betrug 713 Zellen pro mm3 (Bereich: 84 bis 1.397). Nach der Umstellung auf
DOR/3TC/TDF waren 95 % (41/43) der virologisch supprimierten Studienteilnehmer in Woche 24weiterhin supprimiert (HIV-1 RNA < 50 Kopien/ml) und 93 % (40/43) (HIV-1 RNA < 59 Kopien/ml)blieben in Woche 48 supprimiert.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Doravirin eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der
Behandlung der HIV-1-Infektion gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendungbei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionDie Pharmakokinetik von Doravirin wurde bei gesunden Probanden und HIV-1-infizierten Patientenuntersucht. Die Pharmakokinetik von Doravirin ist bei gesunden Probanden und HIV-1-infizierten
Patienten vergleichbar. Ein Steady State wurde in der Regel bis Tag 2 bei einmal täglicher Dosierungerreicht, mit Kumulationsfaktoren von 1,2 bis 1,4 für die AUC0-24, die Cmax und die C24. Die auf einerpopulationspharmakokinetischen Auswertung basierende Pharmakokinetik von Doravirin im Steady
State nach Anwendung von 100 mg einmal täglich bei HIV-1-infizierten Patienten ist untenaufgeführt.
Parameter AUC0-24 Cmax C24
GM (% VK) µg*h/ml µg/ml µg/ml
Doravirin 100 mg16,1 (29) 0,962 (19) 0,396 (63)einmal täglich
GM: geometrischer Mittelwert; % VK: geometrischer Variationskoeffizient.
Bei oraler Anwendung sind die Plasmaspitzenspiegel 2 Stunden nach der Anwendung erreicht.
Doravirin als 100-mg-Tablette hat eine geschätzte absolute Bioverfügbarkeit von ca. 64 %.
Auswirkungen von Nahrung auf die Resorption bei EinnahmeDie Anwendung einer Einzeldosis Doravirin als Tablette zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit beigesunden Probanden führte zu einem Anstieg der AUC von Doravirin um 16 % und der C24 um 36 %,während Cmax nicht in signifikanter Weise beeinflusst wurde.
VerteilungBasierend auf der Gabe einer intravenösen Mikrodosis beträgt das Verteilungsvolumen von Doravirin60,5 l. Doravirin liegt zu ca. 76 % an Plasmaproteine gebunden vor.
BiotransformationBasierend auf In-vitro-Daten wird Doravirin hauptsächlich durch CYP3A verstoffwechselt.
EliminationDoravirin hat eine terminale Halbwertzeit (t1/2) von ca. 15 Stunden. Doravirin wird hauptsächlich überden oxidativen, über CYP3A4 vermittelten Stoffwechsel eliminiert. Eine biliäre Ausscheidung desunveränderten Wirkstoffs kann zur Elimination von Doravirin beitragen, aber es ist nicht zu erwarten,dass dieser Eliminationsweg von entscheidender Bedeutung ist. Die Ausscheidung von unverändertem
Wirkstoff über den Harn ist gering.
NierenfunktionsstörungDie renale Elimination von Doravirin ist gering. In einer Studie, in der 8 Patienten mit schwerer
Nierenfunktionsstörung mit 8 Patienten ohne Nierenfunktionsstörung verglichen wurden, war die
Doravirin-Exposition nach Einzeldosisanwendung 31 % höher bei Patienten mit schwerer
Nierenfunktionsstörung. In einer populationspharmakokinetischen Analyse, die auch Patienten miteiner Kreatinin-Clearance zwischen 17 und 317 ml/min einschloss, hatte die Nierenfunktion keinenklinisch relevanten Effekt auf die Pharmakokinetik von Doravirin. Bei Patienten mit leichter,moderater oder schwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Doravirinwurde weder bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz noch bei dialysepflichtigen Patientenuntersucht (siehe Abschnitt 4.2).
LeberfunktionsstörungDoravirin wird hauptsächlich über die Leber metabolisiert und eliminiert. In einer Studie, in der8 Patienten mit moderater Leberfunktionsstörung (als Child-Pugh-Stadium B hauptsächlich übererhöhte Enzephalopathie und Aszites-Scores klassifiziert) mit 8 Patienten ohne Leberfunktionsstörungverglichen wurden, gab es keine klinisch relevanten Unterschiede bei der Pharmakokinetik von
Doravirin. Bei Patienten mit leichter oder moderater Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungerforderlich. Doravirin ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium C)nicht untersucht worden (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und JugendlicheDie mittleren Doravirin-Expositionen von 54 jugendlichen Patienten im Alter von 12 bis unter18 Jahren und einem Gewicht von mindestens 35 kg, die Doravirin oder
Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil in der Studie IMPAACT 2014 (Protokoll 027) erhielten,waren ähnlich denen von Erwachsenen nach der Anwendung von Doravirin oder
Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil (Tabelle 7).
Tabelle 7: Steady-State Pharmakokinetik von Doravirin nach Anwendung von Doravirin oder
Doravirin/Lamivudin/Tenofovirdisoproxil bei HIV-infizierten jugendlichen Patienten im Altervon 12 bis unter 18 Jahren und einem Gewicht von mindestens 35 kg
Parameter* Doravirin†
AUC0-24 16,4 (24)(µg*h/ml)
Cmax 1,03 (16)(µg/ml)
C24 0,379 (42)(µg/ml)
*Dargestellt als geometrischer Mittelwert (% VK: geometrischer Variationskoeffizient)†Aus einer populationspharmakokinetischen Studienanalyse (n = 54)
Abkürzungen: AUC = area under the time concentration curve/Fläche unter der Zeitkonzentrationskurve;
Cmax = maximale Konzentration; C24 = Konzentration nach 24 Stunden
Ältere PatientenObwohl nur eine begrenzte Anzahl von Patienten ≥ 65 Jahren (n = 36) in die klinischen Studieneingeschlossen wurde, zeigten sich zwischen Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren und
Patienten mit einem Alter von weniger als 65 Jahren weder in einer Phase-I-Studie noch in einerpopulationspharmakokinetischen Analyse klinisch relevante Unterschiede bezüglich der
Pharmakokinetik von Doravirin. Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
GeschlechtZwischen Männern und Frauen zeigten sich keine klinisch relevanten Unterschiede bezüglich der
Pharmakokinetik von Doravirin.
Ethnische ZugehörigkeitBasierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse zu Doravirin bei Probanden und HIV-1-infizierten Patienten zeigten sich keine klinisch relevanten Unterschiede aufgrund der ethnischen
Zugehörigkeit bezüglich der Pharmakokinetik von Doravirin.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
ReproduktionstoxizitätReproduktionsstudien zu peroral verabreichtem Doravirin sind bei Ratten und Kaninchen mit
Expositionen durchgeführt worden, die ungefähr das 9-Fache (Ratten) bzw. 8-Fache (Kaninchen) der
Exposition betrugen, die beim Menschen unter der empfohlenen Dosis (Recommended Human Dose,
RHD) erzielt wird, und haben keine Auswirkungen auf die embryofetale (Ratten und Kaninchen) oderprä-/postnatale (Ratten) Entwicklung ergeben. Studien bei trächtigen Ratten und Kaninchen zeigten,dass Doravirin über die Plazenta zum Fetus gelangt, mit fetalen Plasmakonzentrationen von bis zu40 % (Kaninchen) bzw. 52 % (Ratten) der maternalen Konzentrationen an Gestationstag 20.
Nach der peroralen Anwendung ging Doravirin bei Ratten während der Laktation in die Milch über,mit Milchkonzentrationen, die ungefähr das 1,5-Fache der maternalen Plasmakonzentrationenbetrugen.
KanzerogeneseStudien zur Langzeitkanzerogenität bei peroraler Gabe von Doravirin bei Mäusen und Ratten ergabenbei geschätzten Expositionen, die das bis zu 6-Fache (Mäuse) bzw. 7-Fache (Ratten) der Expositionbetrugen, die beim Menschen unter der RHD erzielt wird, keine Hinweise auf ein kanzerogenes
Potential.
MutagenitätDoravirin war in einer Serie von In-vitro- oder In-vivo-Assays nicht genotoxisch.
Beeinträchtigung der FertilitätEs gab keine Effekte auf die Fertilität, das Paarungsverhalten oder die embryonale Frühentwicklung,wenn Doravirin Ratten in bis zu dem 7-Fachen der Exposition, die beim Menschen unter der RHDerzielt wird, verabreicht wurde.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
TablettenkernCroscarmellose-Natrium (E 468)
Hypromelloseacetatsuccinat
Lactose-Monohydrat
Magnesiumstearat (E 470b)
Mikrokristalline Cellulose (E 460)
Hochdisperses Siliciumdioxid (E 551)
FilmüberzugCarnaubawachs (E 903)
Hypromellose (E 464)
Lactose-Monohydrat
Titandioxid (E 171)
Triacetin (E 1518)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
30 Monate.
Nach Anbruch der Flasche innerhalb von 35 Tagen aufbrauchen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
In der Originalflasche aufbewahren. Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor
Feuchtigkeit zu schützen. Trockenmittel nicht herausnehmen. Für dieses Arzneimittel sind bezüglichder Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Aufbewahrungsbedingungennach Anbruch der Flasche, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Jede Faltschachtel enthält eine Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit kindergesichertem
Polypropylen-Verschluss mit Silica-Gel-Trockenmittel.
Folgende Packungsgrößen stehen zur Verfügung:
* 1 Flasche mit 30 Filmtabletten
* 90 Filmtabletten (3 Flaschen mit jeweils 30 Filmtabletten)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Merck Sharp & Dohme B.V.
Waarderweg 392031 BN Haarlem
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/18/1332/001
EU/1/18/1332/002
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 22. November 2018
Datum der letztenVerlängerung der Zulassung: 7. Juli 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.euverfügbar.