NYXOID 1.8mg nasenspray-lösung merkblatt medikamente

V03AB15 Naloxon • VARIA | ALLE ÜBRIGEN THERAPEUTISCHEN MITTEL | Antidote

Naloxonum ist ein Medikament, das zur Bekämpfung der Auswirkungen einer Opioid-Überdosierung, einschließlich schwerer Atemdepression, eingesetzt wird. Es wirkt als Opioidrezeptor-Antagonist und blockiert die Wirkungen von Opioiden auf das zentrale Nervensystem.

Das Medikament wird intravenös, intramuskulär oder subkutan verabreicht, und seine Wirkung tritt in der Regel innerhalb von Minuten ein. Es wird in Notfallsituationen eingesetzt, um Leben bei Opioid-Überdosierungen zu retten.

Nebenwirkungen können Übelkeit, Erbrechen, übermäßiges Schwitzen und in seltenen Fällen allergische Reaktionen umfassen. Bei opioidabhängigen Patienten kann es Entzugssymptome auslösen.

Konsultieren Sie Ihren Arzt für weitere Informationen über die Verwendung von Naloxonum. Es ist wichtig, Zugang zu diesem Medikament in Notfallsituationen zu haben, wenn Sie einem Risiko für eine Opioid-Überdosierung ausgesetzt sind.

Allgemeine Daten zu NYXOID 1.8mg

Substanz: Naloxon

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-06-2020

Handelsgesetzbuch: W66685001

Konzentration: 1.8mg

Pharmazeutisches Formblatt: nasenspray-lösung

Quantität: 1

Produktart: generic

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: BARD PHARMACEUTICALS LIMITED - MAREA BRITANIE

Zulassungsinhaber: MUNDIPHARMA CORPORATION (IRELAND) LIMITED - IRLANDA

Zulassungsnummer: 1238/2017/01

Haltbarkeit: 3 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für Naloxon

Verfügbare Konzentrationen für Naloxon

0.4mg/ml, 1.8mg

Kombinationen mit anderen Stoffen

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels NYXOID 1.8mg nasenspray-lösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Nyxoid 1,8 mg Nasenspray, Lösung im Einzeldosisbehältnis.

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jedes Nasenspray-Behältnis gibt 1,8 mg Naloxon (als Hydrochlorid-Dihydrat) ab.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Nasenspray, Lösung im Einzeldosisbehältnis (Nasenspray).

Klare, farblose bis blassgelbe Lösung.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Nyxoid ist bestimmt für die sofortige Anwendung als Notfalltherapie bei bekannter oder vermuteter

Opioid-Überdosierung, die sich als Atemdepression und/oder Depression des Zentralnervensystems(ZNS) manifestiert, sowohl im nicht-medizinischen als auch im medizinischen Umfeld.

Nyxoid wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren.

Nyxoid ersetzt nicht die Behandlung durch einen Notarzt.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 1,8 mg und wird in ein Nasenloch verabreicht (ein Nasenspray).

In manchen Fällen können weitere Dosen notwendig sein. Die angemessene Höchstdosis von Nyxoidist situationsabhängig. Wenn der Patient nicht anspricht, sollte die zweite Dosis nach 2-3 Minutenangewendet werden. Wenn der Patient auf die erste Anwendung anspricht, dann jedoch wieder in eine

Atemdepression verfällt, sollte die zweite Dosis umgehend verabreicht werden. Weitere Dosen (fallsvorhanden) sollten abwechselnd in das linke und das rechte Nasenloch verabreicht werden und der

Patient sollte während der Wartezeit bis zum Eintreffen des Notarztes überwacht werden. Der Notarztkann entsprechend den örtlichen Richtlinien weitere Dosen verabreichen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nyxoid bei Kindern unter 14 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegenkeine Daten vor.

Art der Anwendung

Nasale Anwendung.

Nyxoid muss so bald wie möglich angewendet werden, um eine Schädigung des zentralen

Nervensystems oder den Tod zu verhindern.

Nyxoid enthält nur eine Dosis. Daher darf vor der Anwendung kein Probestoß abgegeben werden undes darf nicht getestet werden.

Ausführliche Anweisungen zur Anwendung von Nyxoid finden sich in der Packungsbeilage. Eine

Kurzanleitung ist auf der Rückseite jeder Blisterpackung aufgedruckt. Zudem steht eine Anleitungmittels eines Videos und einer Patienteninformationskarte zur Verfügung.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Unterweisung von Patienten/Anwendern in der ordnungsgemäßen Anwendung von Nyxoid

Nyxoid sollte erst ausgehändigt werden, nachdem die Eignung und Kompetenz einer Personfestgestellt wurde, Naloxon unter den entsprechenden Umständen zu verabreichen. Patienten oderandere Personen, die Nyxoid eventuell verabreichen müssen, sind in seiner ordnungsgemäßen

Anwendung zu unterweisen und darin, dass es wichtig ist, den Rettungsdienst zu rufen.

Nyxoid ersetzt nicht die Behandlung durch den Notarzt und kann statt einer intravenösen Injektionangewendet werden, wenn ein intravenöser Zugang nicht sofort verfügbar ist.

Nyxoid ist vorgesehen als Teil der Wiederbelebungsmaßnahmen bei Verdacht auf eine Überdosierungmit möglicher oder vermuteter Beteiligung von Opioiden-, wahrscheinlich in einem nichtmedizinischen Umfeld. Daher muss der verordnende Arzt geeignete Maßnahmen ergreifen, umsicherzustellen, dass der Patient und/oder jede andere Person, die in die Lage kommen könnte, einem

Patienten dieses Arzneimittel zu verabreichen,, genau versteht, in welchen Situationen und auf welche

Weise Nyxoid anzuwenden ist.

Der verordnende Arzt muss die Symptome zur Erkennung einer mutmaßlichen Depression deszentralen Nervensystems (ZNS)/Atemdepression, die Indikation und die Anweisungen zur

Anwendung mit dem Patienten und/oder der Person besprechen, die in die Lage kommen könnte,einem Patienten, bei dem eine bekannte oder vermutete Opioid-Überdosierung auftritt, dieses

Arzneimittel zu verabreichen,. Dies muss in Übereinstimmung mit dem Schulungsmaterial zu Nyxoiderfolgen.

Überwachung der Reaktion des Patienten

Patienten, die zufriedenstellend auf Nyxoid ansprechen, müssen engmaschig überwacht werden. Die

Wirkung einiger Opioide kann länger andauern als die Wirkung von Naloxon, was dazu führen kann,dass eine Atemdepression erneut auftritt und weitere Dosen Naloxon erforderlich sind.

Opioid-Entzugssyndrom

Die Anwendung von Nyxoid kann zu einer schnellen Aufhebung der Opioid-Wirkung führen und einakutes Entzugssyndrom auslösen (siehe Abschnitt 4.8). Patienten, die Opioide zur Linderungchronischer Schmerzen erhalten, verspüren nach der Anwendung von Nyxoid möglicherweise

Schmerzen und Opioid-Entzugserscheinungen.

Wirksamkeit von Naloxon

Die Aufhebung einer durch Buprenorphin verursachten Atemdepression ist möglicherweiseunvollständig. Wenn ein unvollständiges Ansprechen erfolgt, sollte die Atmung mechanischunterstützt werden.

Die intranasale Resorption und Wirksamkeit von Naloxon kann bei Patienten mit verletzter

Nasenschleimhaut und Septumdefekten verändert sein.

Kinder und Jugendliche

Opioid-Entzug kann bei Neugeborenen lebensbedrohlich sein, wenn er nicht erkannt und entsprechendbehandelt wird. Es können folgende Anzeichen und Symptome auftreten: Krämpfe, übermäßiges

Weinen und hyperaktive Reflexe.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Naloxon führt aufgrund der Wechselwirkung mit Opioiden und Opioid-Agonisten zu einempharmakologischen Ansprechen. Wenn es bei opioidabhängigen Personen angewendet wird, kann

Naloxon bei manchen Personen akute Entzugssymptome auslösen. Hypertonie,

Herzrhythmusstörungen, Lungenödeme und Herzstillstand wurden berichtet, vorwiegend, wenn

Naloxon postoperativ angewendet wurde (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Die Anwendung von Nyxoid kann die analgetischen Wirkungen von Opioiden, die primär zur

Schmerzlinderung angewendet werden, aufgrund seiner antagonistischen Eigenschaften verringern(siehe Abschnitt 4.4).

Wenn Naloxon bei Patienten angewendet wird, die Buprenorphin als Analgetikum erhalten haben,kann eine vollständige Analgesie möglicherweise wiederhergestellt werden. Man geht davon aus, dassdiese Wirkung ein Ergebnis der bogenförmigen Dosis-Wirkungs-Kurve von Buprenorphin mitabnehmender Analgesie im Fall von hohen Dosen ist. Die Aufhebung einer durch Buprenorphinausgelösten Atemdepression ist jedoch begrenzt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Naloxon bei schwangeren Frauen vor.

Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität nur bei maternal toxischen Dosengezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Nyxoidsollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der klinische Zustand der

Frau erfordert die Behandlung mit Naloxon.

Bei schwangeren Frauen, die mit Nyxoid behandelt wurden, sollte der Fötus auf Anzeichen für Stressbeobachtet werden.

Bei opioidabhängigen schwangeren Frauen kann die anwendung von Naloxon zu

Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen (siehe Abschnitt 4.4).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Naloxon in die Muttermilch übergeht. Es wurde nicht erforscht, ob sich

Naloxon auf gestillte Neugeborene/Kinder auswirkt. Allerdings ist Naloxon fast nicht oralbioverfügbar und somit ist das Auswirkungspotenzial auf gestillte Neugeborene/Kindervernachlässigbar. Bei der Verabreichung von Naloxon an eine stillende Mutter ist Vorsicht geboten,aber es besteht keine Notwendigkeit, das Stillen abzubrechen. Gestillte Kinder von Müttern, die mit

Nyxoid behandelt wurden, sollten überwacht werden, um sie auf eine Sedierung oder Reizbarkeit zuprüfen.

Fertilität

Es liegen keine klinischen Daten über die Auswirkungen von Naloxon auf die Fertilität vor, aber

Daten aus tierexperimentellen Studien mit Ratten (siehe Abschnitt 5.3) zeigten keine Auswirkungen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Patienten, die Naloxon zur Umkehr der Opioid-Wirkung erhalten haben, dürfen mindestens24 Stunden lang kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen oder andere körperlich oder mentalanstrengende Aktivitäten ausführen, da die Wirkung der Opioide zurückkehren kann.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigste unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) unter Naloxon ist Übelkeit (sehr häufig).

Bei Anwendung von Naloxon ist ein typisches Opioidentzugssyndrom zu erwarten, das durch denabrupten Opioidentzug bei körperlich abhängigen Personen auftreten kann.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden unter Nyxoid und/oder anderen Naloxon-haltigen Arzneimittelnwährend klinischer Studien und nach der Marktzulassung berichtet. Sie sind nach Systemorganklasseund Häufigkeit aufgeführt.

Die Häufigkeitskategorien sind den Nebenwirkungen zugewiesen, die zumindest möglicherweise ineinem kausalen Zusammenhang mit Naloxon stehen könnten, und sind folgendermaßen definiert: sehrhäufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000,< 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Datennicht abschätzbar)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Überempfindlichkeit, anaphylaktischer Schock

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig Schwindel, Kopfschmerz

Gelegentlich Tremor

Herzerkrankungen

Häufig Tachykardie

Gelegentlich Arrhythmie, Bradykardie

Sehr selten Herzflimmern, Herzstillstand

Gefäßerkrankungen

Häufig Hypotonie, Hypertonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich Hyperventilation

Sehr selten Lungenödem

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig Übelkeit

Häufig Erbrechen

Gelegentlich Durchfall, Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Gelegentlich Hyperhidrose

Sehr selten Erythema multiforme

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich Arzneimittelentzugssyndrom (bei Patienten, die von Opioiden abhängig sind)

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Arzneimittelentzugssyndrom

Zu den Anzeichen und Symptomen eines Arzneimittelentzugssyndroms gehören Ruhelosigkeit,

Reizbarkeit, Hyperästhesie, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Magen-Darm-Trakt, Muskelkrämpfe,

Dysphorie, Schlafstörungen, Angstzustände, Hyperhidrose, Piloerektion, Tachykardie, erhöhter

Blutdruck, Gähnen, Pyrexie. Verhaltensänderungen, einschließlich gewalttätiges Verhalten, Nervositätund Erregungszustände, können ebenfalls beobachtet werden.

Gefäßerkrankungen

In Berichten über intravenöse/intramuskuläre Anwendung von Naloxon: Hypotonie, Hypertonie,

Herzrhythmusstörung (einschließlich ventrikulärer Tachykardie und Vorhofflimmern) und

Lungenödem traten bei postoperativer Anwendung von Naloxon auf. Unerwünschte kardiovaskuläre

Wirkungen traten postoperativ häufiger bei Patienten mit einer vorbestehenden kardiovaskulären

Erkrankung auf oder bei Patienten, die andere Arzneimittel mit ähnlichen unerwünschtenkardiovaskulären Wirkungen erhielten.

Kinder und Jugendliche

Nyxoid ist indiziert bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren. Es ist zu erwarten, dass

Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Jugendlichen die gleichen sind wie bei

Erwachsenen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Angesichts der Indikation und des breiten therapeutischen Bereichs ist keine Überdosierung zuerwarten.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidote, ATC-Code: V03AB15

Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Naloxon, ein halbsynthetisches Morphinderivat (N-Allyl-nor-oxymorphon), ist ein spezifischer

Opioid-Antagonist, der kompetitiv an Opioid-Rezeptoren bindet. Er zeigt eine sehr hohe Affinität für

Opioid-Rezeptoren und verdrängt dadurch sowohl Opioid-Agonisten als auch partielle Antagonisten.

Naloxon hat keine der 'agonistischen” oder morphinähnlichen Eigenschaften anderer Opioid-

Antagonisten. Wenn keine Opioide oder agonistische Wirkungen anderer Opioid-Antagonistenvorhanden sind, hat es praktisch keine pharmakologische Wirkung. Für Naloxon konnte kein

Gewöhnungseffekt oder die Entwicklung einer körperlichen oder mentalen Abhängigkeit gezeigtwerden.

Da die Wirkungsdauer einiger Opioid-Agonisten länger sein kann als die von Naloxon, könnten die

Wirkungen des Opioid-Agonisten erneut auftreten, wenn die Wirkung von Naloxon nachlässt.

Deswegen können weitere Dosen Naloxon erforderlich sein - allerdings ist die Notwendigkeitwiederholter Naloxon-Dosen von Menge, Art und Art der Anwendung des behandelten Opioid-

Agonisten abhängig.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten vor.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Naloxon wird bei intranasaler Anwendung sehr schnell resorbiert, was durch den sehr frühen

Nachweis (bereits 1 Minute nach Anwendung) des Wirkstoffs im systemischen Kreislauf gesichert ist.

Eine Studie zur Untersuchung von intranasalem Naloxon in Dosierungen von 1, 2 und 4 mg (MR903-1501) zeigte, dass die mediane (Bereich) tmax bei intranasaler Anwendung von 1 mg Naloxon bei 15(10,60) Minuten, von2 mg bei 30 (8,60) Minuten und von 4 mg bei 15 (10,60) Minuten liegt. Mankann davon ausgehen, dass der Wirkungseintritt nach intranasaler Anwendung bei jedem Patientenbereits vor Erreichen der tmax erfolgt.

Die Werte für die Halbwertzeit bei intranasaler Anwendung waren länger als bei intramuskulärer

Anwendung (intranasal 2 mg: 1,27 Stunden, intramuskulär 0,4 mg: 1,09 Stunden). Daraus lässt sichschließen, dass intranasal angewendetes Naloxon eine längere Wirkdauer hat als intramuskulärangewendetes Naloxon. Wenn die Wirkdauer des Opioid-Agonisten länger ist als die von intranasalem

Naloxon, können die Wirkungen des Opioid-Agonisten erneut auftreten und eine zweite intranasale

Anwendung von Naloxon erforderlich machen.

Eine Studie zeigte eine mittlere absolute Bioverfügbarkeit von 47 % und eine mittlere Halbwertszeitvon 1,4 Stunden nach intranasalen Dosen von 2 mg.

Biotransformation

Naloxon wird schnell in der Leber metabolisiert und über den Urin ausgeschieden. Es unterliegt einérumfassenden Verstoffwechselung in der Leber,vor allem durch Glucuronid-Konjugation. Diewichtigsten Metaboliten sind Naloxon-3-glucuronid, 6-beta-naloxol und sein Glucuronid.

Elimination

Über die Ausscheidung von Naloxon nach intranasaler Anwendung liegen keine Daten vor, aber die

Disposition von markiertem Naloxon nach intravenöser Anwendung wurde an gesunden Freiwilligenund opioidabhängigen Patienten untersucht. Nach einer intravenösen Dosis von 125 µg wurden beigesunden Freiwilligen innerhalb von 6 Stunden 38 % der Dosis im Urin wiedergefunden, während esbei opioidabhängigen Patienten im gleichen Zeitraum nur 25 % der Dosis waren. Nach 72 Stundenwurden bei gesunden Freiwilligen 65 % der Dosis im Urin wiedergefunden, während es beiopioidabhängigen Patienten 68 % der Dosis waren.

Kinder und Jugendliche

Es liegen keine Daten vor.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Genotoxizität und Karzinogenität

Naloxon erwies sich im Ames-Test als nicht mutagen, war aber positiv im Maus-Lymphom-Test undklastogen in vitro, wobei Naloxon in vivo nicht klastogen ist. In einem 2-jährigen Tierversuch an

Ratten und in einem 26-wöchigen Experiment an Tg-rasH2-Mäusen erwies sich Naloxon nach oraler

Verabreichung als nicht karzinogen. Insgesamt deutet die Evidenz darauf hin, dass Naloxon, wennüberhaupt, nur ein minimales genotoxisches und karzinogenes Risiko für Menschen darstellt.

Reproduktions- und Entwicklungstoxizität

Naloxon hatte keine Auswirkung auf die Fertilität und Reproduktion von Ratten oder auf diefrühembryonale Entwicklung bei Ratten und Kaninchen. In peri-postnatalen Studien an Ratten erhöhte

Naloxon in hohen Dosen, die auch signifikante Toxizität bei der Mutter auslösten (z. B. Verlust von

Körpergewicht, Krämpfe), die Sterblichkeit der Nachkommen direkt nach der Geburt. Naloxon hattekeinen Einfluss auf die Entwicklung oder das Verhalten der überlebenden Nachkommen. Naloxon istdaher bei Ratten oder Kaninchen nicht teratogen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumcitrat (Ph.Eur.) (E331)

Natriumchlorid

Salzsäure (E507)

Natriumhydroxid (E524)

Gereinigtes Wasser

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht einfrieren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Der Primärbehälter besteht aus einer Glas-Ampulle (Typ I Glas) mit silikonisiertem Chlorbutyl-

Stopfen, die 0,1 ml Lösung enthält. Die Sekundärverpackung (Aktuator) besteht aus Polypropylen und

Edelstahl.

Jede Packung enthält zwei Einzeldosis-Nasensprays.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Mundipharma Corporation (Ireland) Limited

United Drug House Magna Drive

Magna Business Park

Citywest Road

Dublin 24

Irland

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/17/1238/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10 November 2017

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.