Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels NYXOID 1.8mg nasenspray-lösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Nyxoid 1,8 mg Nasenspray, Lösung im Einzeldosisbehältnis.
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jedes Nasenspray-Behältnis gibt 1,8 mg Naloxon (als Hydrochlorid-Dihydrat) ab.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Nasenspray, Lösung im Einzeldosisbehältnis (Nasenspray).
Klare, farblose bis blassgelbe Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Nyxoid ist bestimmt für die sofortige Anwendung als Notfalltherapie bei bekannter oder vermuteter
Opioid-Überdosierung, die sich als Atemdepression und/oder Depression des Zentralnervensystems(ZNS) manifestiert, sowohl im nicht-medizinischen als auch im medizinischen Umfeld.
Nyxoid wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren.
Nyxoid ersetzt nicht die Behandlung durch einen Notarzt.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungErwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
Die empfohlene Dosis beträgt 1,8 mg und wird in ein Nasenloch verabreicht (ein Nasenspray).
In manchen Fällen können weitere Dosen notwendig sein. Die angemessene Höchstdosis von Nyxoidist situationsabhängig. Wenn der Patient nicht anspricht, sollte die zweite Dosis nach 2-3 Minutenangewendet werden. Wenn der Patient auf die erste Anwendung anspricht, dann jedoch wieder in eine
Atemdepression verfällt, sollte die zweite Dosis umgehend verabreicht werden. Weitere Dosen (fallsvorhanden) sollten abwechselnd in das linke und das rechte Nasenloch verabreicht werden und der
Patient sollte während der Wartezeit bis zum Eintreffen des Notarztes überwacht werden. Der Notarztkann entsprechend den örtlichen Richtlinien weitere Dosen verabreichen.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Nyxoid bei Kindern unter 14 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegenkeine Daten vor.
Art der AnwendungNasale Anwendung.
Nyxoid muss so bald wie möglich angewendet werden, um eine Schädigung des zentralen
Nervensystems oder den Tod zu verhindern.
Nyxoid enthält nur eine Dosis. Daher darf vor der Anwendung kein Probestoß abgegeben werden undes darf nicht getestet werden.
Ausführliche Anweisungen zur Anwendung von Nyxoid finden sich in der Packungsbeilage. Eine
Kurzanleitung ist auf der Rückseite jeder Blisterpackung aufgedruckt. Zudem steht eine Anleitungmittels eines Videos und einer Patienteninformationskarte zur Verfügung.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Unterweisung von Patienten/Anwendern in der ordnungsgemäßen Anwendung von Nyxoid
Nyxoid sollte erst ausgehändigt werden, nachdem die Eignung und Kompetenz einer Personfestgestellt wurde, Naloxon unter den entsprechenden Umständen zu verabreichen. Patienten oderandere Personen, die Nyxoid eventuell verabreichen müssen, sind in seiner ordnungsgemäßen
Anwendung zu unterweisen und darin, dass es wichtig ist, den Rettungsdienst zu rufen.
Nyxoid ersetzt nicht die Behandlung durch den Notarzt und kann statt einer intravenösen Injektionangewendet werden, wenn ein intravenöser Zugang nicht sofort verfügbar ist.
Nyxoid ist vorgesehen als Teil der Wiederbelebungsmaßnahmen bei Verdacht auf eine Überdosierungmit möglicher oder vermuteter Beteiligung von Opioiden-, wahrscheinlich in einem nichtmedizinischen Umfeld. Daher muss der verordnende Arzt geeignete Maßnahmen ergreifen, umsicherzustellen, dass der Patient und/oder jede andere Person, die in die Lage kommen könnte, einem
Patienten dieses Arzneimittel zu verabreichen,, genau versteht, in welchen Situationen und auf welche
Weise Nyxoid anzuwenden ist.
Der verordnende Arzt muss die Symptome zur Erkennung einer mutmaßlichen Depression deszentralen Nervensystems (ZNS)/Atemdepression, die Indikation und die Anweisungen zur
Anwendung mit dem Patienten und/oder der Person besprechen, die in die Lage kommen könnte,einem Patienten, bei dem eine bekannte oder vermutete Opioid-Überdosierung auftritt, dieses
Arzneimittel zu verabreichen,. Dies muss in Übereinstimmung mit dem Schulungsmaterial zu Nyxoiderfolgen.
Überwachung der Reaktion des Patienten
Patienten, die zufriedenstellend auf Nyxoid ansprechen, müssen engmaschig überwacht werden. Die
Wirkung einiger Opioide kann länger andauern als die Wirkung von Naloxon, was dazu führen kann,dass eine Atemdepression erneut auftritt und weitere Dosen Naloxon erforderlich sind.
Opioid-Entzugssyndrom
Die Anwendung von Nyxoid kann zu einer schnellen Aufhebung der Opioid-Wirkung führen und einakutes Entzugssyndrom auslösen (siehe Abschnitt 4.8). Patienten, die Opioide zur Linderungchronischer Schmerzen erhalten, verspüren nach der Anwendung von Nyxoid möglicherweise
Schmerzen und Opioid-Entzugserscheinungen.
Wirksamkeit von Naloxon
Die Aufhebung einer durch Buprenorphin verursachten Atemdepression ist möglicherweiseunvollständig. Wenn ein unvollständiges Ansprechen erfolgt, sollte die Atmung mechanischunterstützt werden.
Die intranasale Resorption und Wirksamkeit von Naloxon kann bei Patienten mit verletzter
Nasenschleimhaut und Septumdefekten verändert sein.
Kinder und JugendlicheOpioid-Entzug kann bei Neugeborenen lebensbedrohlich sein, wenn er nicht erkannt und entsprechendbehandelt wird. Es können folgende Anzeichen und Symptome auftreten: Krämpfe, übermäßiges
Weinen und hyperaktive Reflexe.
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Naloxon führt aufgrund der Wechselwirkung mit Opioiden und Opioid-Agonisten zu einempharmakologischen Ansprechen. Wenn es bei opioidabhängigen Personen angewendet wird, kann
Naloxon bei manchen Personen akute Entzugssymptome auslösen. Hypertonie,
Herzrhythmusstörungen, Lungenödeme und Herzstillstand wurden berichtet, vorwiegend, wenn
Naloxon postoperativ angewendet wurde (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
Die Anwendung von Nyxoid kann die analgetischen Wirkungen von Opioiden, die primär zur
Schmerzlinderung angewendet werden, aufgrund seiner antagonistischen Eigenschaften verringern(siehe Abschnitt 4.4).
Wenn Naloxon bei Patienten angewendet wird, die Buprenorphin als Analgetikum erhalten haben,kann eine vollständige Analgesie möglicherweise wiederhergestellt werden. Man geht davon aus, dassdiese Wirkung ein Ergebnis der bogenförmigen Dosis-Wirkungs-Kurve von Buprenorphin mitabnehmender Analgesie im Fall von hohen Dosen ist. Die Aufhebung einer durch Buprenorphinausgelösten Atemdepression ist jedoch begrenzt.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Naloxon bei schwangeren Frauen vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität nur bei maternal toxischen Dosengezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Nyxoidsollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der klinische Zustand der
Frau erfordert die Behandlung mit Naloxon.
Bei schwangeren Frauen, die mit Nyxoid behandelt wurden, sollte der Fötus auf Anzeichen für Stressbeobachtet werden.
Bei opioidabhängigen schwangeren Frauen kann die anwendung von Naloxon zu
Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen (siehe Abschnitt 4.4).
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Naloxon in die Muttermilch übergeht. Es wurde nicht erforscht, ob sich
Naloxon auf gestillte Neugeborene/Kinder auswirkt. Allerdings ist Naloxon fast nicht oralbioverfügbar und somit ist das Auswirkungspotenzial auf gestillte Neugeborene/Kindervernachlässigbar. Bei der Verabreichung von Naloxon an eine stillende Mutter ist Vorsicht geboten,aber es besteht keine Notwendigkeit, das Stillen abzubrechen. Gestillte Kinder von Müttern, die mit
Nyxoid behandelt wurden, sollten überwacht werden, um sie auf eine Sedierung oder Reizbarkeit zuprüfen.
FertilitätEs liegen keine klinischen Daten über die Auswirkungen von Naloxon auf die Fertilität vor, aber
Daten aus tierexperimentellen Studien mit Ratten (siehe Abschnitt 5.3) zeigten keine Auswirkungen.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenPatienten, die Naloxon zur Umkehr der Opioid-Wirkung erhalten haben, dürfen mindestens24 Stunden lang kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen oder andere körperlich oder mentalanstrengende Aktivitäten ausführen, da die Wirkung der Opioide zurückkehren kann.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigste unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW) unter Naloxon ist Übelkeit (sehr häufig).
Bei Anwendung von Naloxon ist ein typisches Opioidentzugssyndrom zu erwarten, das durch denabrupten Opioidentzug bei körperlich abhängigen Personen auftreten kann.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenFolgende Nebenwirkungen wurden unter Nyxoid und/oder anderen Naloxon-haltigen Arzneimittelnwährend klinischer Studien und nach der Marktzulassung berichtet. Sie sind nach Systemorganklasseund Häufigkeit aufgeführt.
Die Häufigkeitskategorien sind den Nebenwirkungen zugewiesen, die zumindest möglicherweise ineinem kausalen Zusammenhang mit Naloxon stehen könnten, und sind folgendermaßen definiert: sehrhäufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000,< 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Datennicht abschätzbar)
Erkrankungen des ImmunsystemsSehr selten: Überempfindlichkeit, anaphylaktischer Schock
Erkrankungen des NervensystemsHäufig Schwindel, Kopfschmerz
Gelegentlich Tremor
HerzerkrankungenHäufig Tachykardie
Gelegentlich Arrhythmie, Bradykardie
Sehr selten Herzflimmern, Herzstillstand
GefäßerkrankungenHäufig Hypotonie, Hypertonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsGelegentlich Hyperventilation
Sehr selten Lungenödem
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig Übelkeit
Häufig Erbrechen
Gelegentlich Durchfall, Mundtrockenheit
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesGelegentlich Hyperhidrose
Sehr selten Erythema multiforme
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortGelegentlich Arzneimittelentzugssyndrom (bei Patienten, die von Opioiden abhängig sind)
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenArzneimittelentzugssyndrom
Zu den Anzeichen und Symptomen eines Arzneimittelentzugssyndroms gehören Ruhelosigkeit,
Reizbarkeit, Hyperästhesie, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Magen-Darm-Trakt, Muskelkrämpfe,
Dysphorie, Schlafstörungen, Angstzustände, Hyperhidrose, Piloerektion, Tachykardie, erhöhter
Blutdruck, Gähnen, Pyrexie. Verhaltensänderungen, einschließlich gewalttätiges Verhalten, Nervositätund Erregungszustände, können ebenfalls beobachtet werden.
GefäßerkrankungenIn Berichten über intravenöse/intramuskuläre Anwendung von Naloxon: Hypotonie, Hypertonie,
Herzrhythmusstörung (einschließlich ventrikulärer Tachykardie und Vorhofflimmern) und
Lungenödem traten bei postoperativer Anwendung von Naloxon auf. Unerwünschte kardiovaskuläre
Wirkungen traten postoperativ häufiger bei Patienten mit einer vorbestehenden kardiovaskulären
Erkrankung auf oder bei Patienten, die andere Arzneimittel mit ähnlichen unerwünschtenkardiovaskulären Wirkungen erhielten.
Kinder und JugendlicheNyxoid ist indiziert bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren. Es ist zu erwarten, dass
Häufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Jugendlichen die gleichen sind wie bei
Erwachsenen.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Angesichts der Indikation und des breiten therapeutischen Bereichs ist keine Überdosierung zuerwarten.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidote, ATC-Code: V03AB15
Wirkmechanismus und pharmakodynamische WirkungenNaloxon, ein halbsynthetisches Morphinderivat (N-Allyl-nor-oxymorphon), ist ein spezifischer
Opioid-Antagonist, der kompetitiv an Opioid-Rezeptoren bindet. Er zeigt eine sehr hohe Affinität für
Opioid-Rezeptoren und verdrängt dadurch sowohl Opioid-Agonisten als auch partielle Antagonisten.
Naloxon hat keine der 'agonistischen” oder morphinähnlichen Eigenschaften anderer Opioid-
Antagonisten. Wenn keine Opioide oder agonistische Wirkungen anderer Opioid-Antagonistenvorhanden sind, hat es praktisch keine pharmakologische Wirkung. Für Naloxon konnte kein
Gewöhnungseffekt oder die Entwicklung einer körperlichen oder mentalen Abhängigkeit gezeigtwerden.
Da die Wirkungsdauer einiger Opioid-Agonisten länger sein kann als die von Naloxon, könnten die
Wirkungen des Opioid-Agonisten erneut auftreten, wenn die Wirkung von Naloxon nachlässt.
Deswegen können weitere Dosen Naloxon erforderlich sein - allerdings ist die Notwendigkeitwiederholter Naloxon-Dosen von Menge, Art und Art der Anwendung des behandelten Opioid-
Agonisten abhängig.
Kinder und JugendlicheEs liegen keine Daten vor.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionNaloxon wird bei intranasaler Anwendung sehr schnell resorbiert, was durch den sehr frühen
Nachweis (bereits 1 Minute nach Anwendung) des Wirkstoffs im systemischen Kreislauf gesichert ist.
Eine Studie zur Untersuchung von intranasalem Naloxon in Dosierungen von 1, 2 und 4 mg (MR903-1501) zeigte, dass die mediane (Bereich) tmax bei intranasaler Anwendung von 1 mg Naloxon bei 15(10,60) Minuten, von2 mg bei 30 (8,60) Minuten und von 4 mg bei 15 (10,60) Minuten liegt. Mankann davon ausgehen, dass der Wirkungseintritt nach intranasaler Anwendung bei jedem Patientenbereits vor Erreichen der tmax erfolgt.
Die Werte für die Halbwertzeit bei intranasaler Anwendung waren länger als bei intramuskulärer
Anwendung (intranasal 2 mg: 1,27 Stunden, intramuskulär 0,4 mg: 1,09 Stunden). Daraus lässt sichschließen, dass intranasal angewendetes Naloxon eine längere Wirkdauer hat als intramuskulärangewendetes Naloxon. Wenn die Wirkdauer des Opioid-Agonisten länger ist als die von intranasalem
Naloxon, können die Wirkungen des Opioid-Agonisten erneut auftreten und eine zweite intranasale
Anwendung von Naloxon erforderlich machen.
Eine Studie zeigte eine mittlere absolute Bioverfügbarkeit von 47 % und eine mittlere Halbwertszeitvon 1,4 Stunden nach intranasalen Dosen von 2 mg.
BiotransformationNaloxon wird schnell in der Leber metabolisiert und über den Urin ausgeschieden. Es unterliegt einérumfassenden Verstoffwechselung in der Leber,vor allem durch Glucuronid-Konjugation. Diewichtigsten Metaboliten sind Naloxon-3-glucuronid, 6-beta-naloxol und sein Glucuronid.
EliminationÜber die Ausscheidung von Naloxon nach intranasaler Anwendung liegen keine Daten vor, aber die
Disposition von markiertem Naloxon nach intravenöser Anwendung wurde an gesunden Freiwilligenund opioidabhängigen Patienten untersucht. Nach einer intravenösen Dosis von 125 µg wurden beigesunden Freiwilligen innerhalb von 6 Stunden 38 % der Dosis im Urin wiedergefunden, während esbei opioidabhängigen Patienten im gleichen Zeitraum nur 25 % der Dosis waren. Nach 72 Stundenwurden bei gesunden Freiwilligen 65 % der Dosis im Urin wiedergefunden, während es beiopioidabhängigen Patienten 68 % der Dosis waren.
Kinder und JugendlicheEs liegen keine Daten vor.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Genotoxizität und Karzinogenität
Naloxon erwies sich im Ames-Test als nicht mutagen, war aber positiv im Maus-Lymphom-Test undklastogen in vitro, wobei Naloxon in vivo nicht klastogen ist. In einem 2-jährigen Tierversuch an
Ratten und in einem 26-wöchigen Experiment an Tg-rasH2-Mäusen erwies sich Naloxon nach oraler
Verabreichung als nicht karzinogen. Insgesamt deutet die Evidenz darauf hin, dass Naloxon, wennüberhaupt, nur ein minimales genotoxisches und karzinogenes Risiko für Menschen darstellt.
Reproduktions- und EntwicklungstoxizitätNaloxon hatte keine Auswirkung auf die Fertilität und Reproduktion von Ratten oder auf diefrühembryonale Entwicklung bei Ratten und Kaninchen. In peri-postnatalen Studien an Ratten erhöhte
Naloxon in hohen Dosen, die auch signifikante Toxizität bei der Mutter auslösten (z. B. Verlust von
Körpergewicht, Krämpfe), die Sterblichkeit der Nachkommen direkt nach der Geburt. Naloxon hattekeinen Einfluss auf die Entwicklung oder das Verhalten der überlebenden Nachkommen. Naloxon istdaher bei Ratten oder Kaninchen nicht teratogen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumcitrat (Ph.Eur.) (E331)
Natriumchlorid
Salzsäure (E507)
Natriumhydroxid (E524)
Gereinigtes Wasser
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Der Primärbehälter besteht aus einer Glas-Ampulle (Typ I Glas) mit silikonisiertem Chlorbutyl-
Stopfen, die 0,1 ml Lösung enthält. Die Sekundärverpackung (Aktuator) besteht aus Polypropylen und
Edelstahl.
Jede Packung enthält zwei Einzeldosis-Nasensprays.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Mundipharma Corporation (Ireland) Limited
United Drug House Magna Drive
Magna Business Park
Citywest Road
Dublin 24
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 10 November 2017
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.