Angewendet bei: Prävention von Meningokokken-Erkrankungen
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Konjugierter Meningokokken-Impfstoff der Gruppen A, C, W135 und Y (Impfstoff)
ATC: J07AH08 (ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | IMPFSTOFFE | BAKTERIELLE IMPFSTOFFE | Meningokokken-Impfstoffe)
Der Meningokokken-Konjugat-Impfstoff für die Gruppen A, C, W135 und Y wird zur Vorbeugung von Infektionen durch Neisseria meningitidis eingesetzt, ein Bakterium, das Meningitis und Sepsis verursachen kann. Der Impfstoff enthält Kapselpolysaccharide aus diesen Serogruppen, die an ein Trägerprotein gebunden sind und eine stärkere und länger anhaltende Immunantwort stimulieren.
Der Impfstoff wird intramuskulär verabreicht, in der Regel in einer Einzeldosis, und wird für Jugendliche, Personen, die in endemische Gebiete reisen, und Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko empfohlen, wie z. B. Studenten, die in Wohnheimen leben, oder Pilger, die in Hochrisikoregionen reisen.
Häufige Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, leichtes Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen. In seltenen Fällen können schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten.
Der Meningokokken-Konjugat-Impfstoff für die Gruppen A, C, W135 und Y ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme zur Verringerung der Inzidenz von Meningokokken-Erkrankungen und ihrer schweren Komplikationen und trägt dazu bei, die öffentliche Gesundheit zu schützen.
Menveo Pulver und Lösung zur Herstellung einer Injektionslösung
Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoff
Eine Dosis (0,5 ml des rekonstituierten Impfstoffes) enthält:
(Ursprünglich im Pulver enthalten)
* Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharid 10 Mikrogramm
Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein 16,7 bis 33,3 Mikrogramm(Ursprünglich in der Lösung enthalten)
* Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharid 5 Mikrogramm
Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein 7,1 bis 12,5 Mikrogramm
* Meningokokken-Gruppe W-135-Oligosaccharid 5 Mikrogramm
Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein 3,3 bis 8,3 Mikrogramm
* Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharid 5 Mikrogramm
Konjugiert an Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein 5,6 bis 10,0 Mikrogramm
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Pulver und Lösung zur Herstellung einer Injektionslösung (Pulver und Lösung zur Injektion).
Festes, weißes bis cremefarbenes Pulver.
Die Lösung ist eine farblose, klare Flüssigkeit.
Menveo ist angezeigt zur aktiven Immunisierung von Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und
Erwachsenen, bei denen das Risiko einer Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A,
C, W-135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden.
Die Anwendung dieses Impfstoffes sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungenerfolgen.
Kinder (ab 2 Jahren), Jugendliche und Erwachsene
Menveo sollte als Einzeldosis (0,5 ml) verabreicht werden.
Um optimale Antikörperspiegel gegen alle im Impfstoff enthaltenen Serogruppen zu gewährleisten,sollte die Grundimmunisierung mit Menveo einen Monat vor einer potenziellen Exposition gegenüber
Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W-135 und Y abgeschlossen sein. Bakterizide Antikörper(hSBA ≥ 1:8) wurden eine Woche nach der Impfung bei mindestens 64 % der Probanden beobachtet(siehe Abschnitt 5.1 bzgl. Angaben zur Immunogenität gegenüber einzelnen Serogruppen).
Ältere Erwachsene und Senioren
Es liegen nur begrenzte Daten für ältere Erwachsene (im Alter von 56 bis 65 Jahren) bzw. keine Datenfür Senioren (im Alter von > 65 Jahren) vor.
Auffrischimpfung
Langzeitdaten zur Antikörperpersistenz nach der Impfung mit Menveo sind für einen Zeitraum von biszu 5 Jahren nach der Impfung verfügbar (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).
Menveo kann Personen, die eine Grundimmunisierung mit Menveo, mit anderen Meningokokken-
Konjugatimpfstoffen oder unkonjugierten Meningokokken-Polysaccharid-Impfstoffen erhalten haben,als Auffrischimpfung verabreicht werden. Bei zuvor mit Menveo geimpften Personen sind
Notwendigkeit sowie Zeitpunkt für eine solche Auffrischimpfung entsprechend den nationalen
Empfehlungen festzulegen.
Kinder (unter 2 Jahren)
Sicherheit und Wirksamkeit von Menveo konnten bei Kindern unter 2 Jahren noch nicht nachgewiesenwerden. Derzeit verfügbare Daten sind im Abschnitt 5.1 beschrieben, allerdings können keine
Empfehlungen zur Dosierung gemacht werden.
Art der AnwendungMenveo wird durch intramuskuläre Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel, verabreicht.
Der Impfstoff darf nicht intravaskulär, subkutan oder intradermal injiziert werden.
Bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff müssen getrennte Injektionsstellengewählt werden.
Hinweise zur Zubereitung und Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe
Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile, oder Diphtherietoxoid (CRM197), oder eine lebensbedrohliche Reaktion nach derfrüheren Verabreichung eines Impfstoffes mit ähnlichen Komponenten (siehe Abschnitt 4.4).
Wie bei anderen Impfstoffen sollte die Impfung mit Menveo bei Personen mit schweren akuten,fieberhaften Erkrankungen verschoben werden. Das Vorliegen einer leichten Infektion ist jedoch keine
Gegenanzeige.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Überempfindlichkeit und AnaphylaxieVor der Injektion jedes Impfstoffes muss die für die Verabreichung verantwortliche Person allenotwendigen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung allergischer oder sonstiger Reaktionen treffen.
Dazu gehört die Aufnahme einer gründlichen Anamnese sowie des aktuellen Gesundheitszustands.
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss dafür gesorgt sein, dass für den Fall einer seltenenanaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes eine entsprechende medizinische
Behandlung und Überwachung sofort verfügbar sind.
Angstbedingte ReaktionenAngstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oderstressbedingte Reaktionen können als psychogene Reaktion auf die Injektion eines Impfstoffesauftreten (siehe Abschnitt 4.8). Im Vorfeld sollten geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von
Verletzungen im Falle einer Ohnmacht ergriffen werden.
Der Impfstoff darf unter keinen Umständen intravaskulär verabreicht werden.
Einschränkungen der Wirksamkeit
Menveo bietet keinen Schutz gegen Infektionen, die durch andere, nicht im Impfstoff enthaltene
Serogruppen von N. meningitidis verursacht werden.
Wie bei jedem anderen Impfstoff kann es vorkommen, dass nicht bei allen geimpften Personen eineschützende Immunantwort hervorgerufen wird (siehe Abschnitt 5.1).
In Studien mit Menveo zeigte sich ein Rückgang der Titer bakterizider Serumantikörper gegen die
Serogruppe A, wenn humanes Komplement im Test (hSBA) verwendet wurde (siehe Abschnitt 5.1).
Die klinische Relevanz eines Zurückgehens der hSBA-Antikörpertiter der Serogruppe A ist nichtbekannt. Wenn zu erwarten ist, dass bei einer Person, die vor ungefähr über einem Jahr bereits eine
Menveo-Dosis erhalten hat, ein erhöhtes Risiko einer Exposition gegenüber Men-A besteht, kann die
Gabe einer Auffrischdosis in Erwägung gezogen werden.
Es liegen keine Daten hinsichtlich der Anwendbarkeit des Impfstoffes zur Prophylaxe nach erfolgter
Exposition vor.
Personen mit geschwächter Immunabwehr
Bei Personen mit geschwächter Immunabwehr kann es sein, dass die Immunisierung nicht zu einerangemessenen Bildung von schützenden Antikörpern führt. Eine Infektion mit dem humanen
Immundefizienzvirus (HIV) ist zwar keine Gegenanzeige, dennoch wurde Menveo beiimmungeschwächten Personen nicht eigens evaluiert. Personen mit Komplementmangel und Personenmit funktioneller oder anatomischer Asplenie entwickeln möglicherweise keine Immunantwort auf
Meningokokken-Gruppen A-, C-, W-135- und Y-Konjugat-Impfstoffe.
Personen mit angeborener Komplementdefizienz (zum Beispiel C3- oder C5-Mangel) sowie Personen,die mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Aktivierung des terminalen Komplements hemmen(z. B. Eculizumab), haben ein erhöhtes Risiko einer durch Neisseria meningitidis der Gruppen A, C,
W-135 und Y verursachten invasiven Erkrankung, auch wenn sie Antikörper nach der Impfung mit
Menveo entwickeln.
Thrombozytopenie und GerinnungsstörungenAufgrund des Risikos von Hämatomen wurde Menveo nicht bei Personen, die an Thrombozytopenieoder Blutungsstörungen leiden bzw. mit Antikoagulanzien behandelt werden, evaluiert. Derbehandelnde Arzt muss das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei Personen, bei denen nach einerintramuskulären Injektion ein erhöhtes Hämatomrisiko besteht, abwägen.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
KaliumDieses Arzneimittel enthält Kalium, jedoch weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Dosis, d. h. es istnahezu 'kaliumfrei“.
Menveo kann gleichzeitig mit jedem der folgenden Impfstoffe verabreicht werden: monovalente undkombinierte Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Impfstoffe, Gelbfieber, Typhus (Vi-Polysaccharid),
Japanische Enzephalitis, Tollwut und Meningokokken der Gruppe B (Bexsero).
Bei Jugendlichen (11 bis 18 Jahre) wurde Menveo in zwei Koadministrationsstudien entweder miteinem adsorbierten Kombinationsimpfstoff mit Tetanus-, reduzierter Diphtherie- und azellulärer
Pertussiskomponente (Tdap) alleine oder mit Tdap und einem rekombinanten HPV-Vierfachimpfstoffgegen humane Papillomaviren (Typen 6, 11, 16 und 18) evaluiert. Beide Studien unterstützen diegleichzeitige Verabreichung der Impfstoffe.
Die Verabreichung von Menveo einen Monat nach einer Impfung mit Tdap führte zu statistischsignifikant geringeren Seroreaktionen gegen die Serogruppe W-135. Da keine direkte Auswirkung aufdie Seroprotektionsrate beobachtet wurde, ist die klinische Bedeutung derzeit noch unbekannt. Es gab
Hinweise auf eine gewisse Suppression der Antikörperreaktion auf zwei der drei Pertussis-Antigene.
Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt. Nach der Impfung hatten über 97 % der
Probanden messbare Pertussis-Titer gegen alle drei Pertussis-Antigene.
Für Kinder im Alter zwischen 2 und 10 Jahren liegen keine Daten zur Bewertung der Sicherheit und
Immunogenität von anderen Kinderimpfstoffen vor, wenn diese gleichzeitig mit Menveo verabreichtwerden.
Die gleichzeitige Verabreichung von Menveo mit anderen, oben nicht angeführten Impfstoffen wurdenicht untersucht. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff müssen getrennte
Injektionsstellen, vorzugsweise auf der gegenüberliegenden Körperseite, gewählt werden. Es sollteüberprüft werden, ob die Nebenwirkungen durch die gleichzeitige Verabreichung eines anderen
Impfstoffes verstärkt auftreten.
Die Immunantwort kann bei Patienten unter immunsuppressiver Behandlung vermindert sein.
Derzeit liegen nur unzureichende Daten zur Anwendung von Menveo in der Schwangerschaft vor.
In präklinischen Studien zeigte Menveo keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf die
Schwangerschaft, die Entwicklung des Embryos/Fötus, den Geburtsvorgang und die postnatale
Entwicklung. In Anbetracht der Tatsache, dass durch Neisseria meningitidis-Bakterien der
Serogruppen A, C, W-135 und Y eine schwere invasive Meningokokken-Erkrankung verursachtwerden kann, sollte eine Schwangerschaft kein Ausschlussgrund für eine Impfung sein, wenn einklares Expositionsrisiko besteht.
Obwohl nur unzureichende klinische Daten zur Verwendung von Menveo während der Stillzeitvorliegen, ist es unwahrscheinlich, dass die in der Muttermilch ausgeschiedenen Antikörper für den
Säugling schädlich sein könnten. Daher kann Menveo bei Frauen in der Stillzeit angewendet werden.
Menveo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der im Abschnitt 4.8 'Nebenwirkungen“ genannten
Nebenwirkungen können jedoch die Verkehrstüchtigkeit sowie die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen vorübergehend beeinträchtigen.
Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, die bei Personen im Alter von 2 Jahren und älterinnerhalb von 7 Tagen nach der alleinigen Verabreichung einer Einzeldosis von Menveo auftraten,waren Schmerzen an der Injektionsstelle (42,7 %), Kopfschmerzen (26,4 %), Erythem an der
Injektionsstelle ≤ 50 mm (18,1 %), Unwohlsein (17,3 %), Verhärtung an der Injektionsstelle ≤ 50 mm(15,1 %), Myalgie (13,5 %) und Reizbarkeit (11,3 %) bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren. Diese
Nebenwirkungen waren überwiegend mild bis moderat ausgeprägt.
Tabellarische Liste der NebenwirkungenDie Sicherheit von Menveo bei Personen im Alter von 2 Jahren und älter wurde in 11 randomisierten
Studien untersucht. 12 775 Personen wurden in die Sicherheitsanalysen eingeschlossen. Davonerhielten 3 334 Teilnehmende im Alter von 2 bis 10 Jahren und 9 441 Teilnehmende im Alter von11 bis 65 Jahren Menveo in abgeschlossenen klinischen Studien.
Die nachfolgenden, in untenstehender Tabelle 1 gelisteten Nebenwirkungen wurden in klinischen
Studien, in denen Menveo Personen im Alter von 2 Jahren und älter verabreicht wurde, und währendder Anwendung nach der Markteinführung beobachtet.
Nebenwirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt.
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.
Sehr häufig ( 1/10)
Häufig ( 1/100, < 1/10)
Gelegentlich ( 1/1 000, < 1/100)
Selten ( 1/10 000, < 1/1 000)
Sehr selten (< 1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Tabelle 1: Nebenwirkungen
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und
Gelegentlich Lymphadenopathie1des Lymphsystems
Erkrankungen des Gelegentlich Überempfindlichkeit1
Immunsystems Nicht bekannt Anaphylaxie1
Stoffwechsel- und
Häufig Essstörung2
Ernährungsstörungen
Erkrankungen des Sehr häufig Kopfschmerzen
Nervensystems Häufig Schläfrigkeit2
Gelegentlich Synkope1, Schwindelgefühl3
Sehr selten Tonische Konvulsion1, Fieberkrampf1
Erkrankungen des Ohrs und
Gelegentlich Vertigo1des Labyrinths
Erkrankungen des
Häufig Erbrechen2, Diarrhoe2, Übelkeit
Gastrointestinaltrakts
Erkrankungen der Haut und
Häufig Ausschlagdes Unterhautgewebes
Skelettmuskulatur-, Sehr häufig Myalgie
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen Häufig Arthralgie
Allgemeine Erkrankungen und Reizbarkeit2, Unwohlsein, Schmerzen an der
Beschwerden am Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle
Sehr häufig
Verabreichungsort (≤ 50 mm), Verhärtung an der Injektionsstelle(≤ 50 mm)
Fieber (≥ 38 °C), Schüttelfrost, Erythem an der
Häufig Injektionsstelle (> 50 mm), Verhärtung an der
Injektionsstelle (> 50 mm)
Juckreiz an der Injektionsstelle, Schwellung an der
Gelegentlich
Injektionsstelle1
Zellulitis an der Injektionsstelle1, ausgeprägte
Sehr selten Schwellung der Extremität, an der die Injektionvorgenommen wurde11 Nebenwirkung berichtet während der Anwendung nach der Markteinführung2 Berichtet bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren3 Berichtet bei Personen im Alter von 11 bis 65 Jahren
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Meningokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AH08
ImmunogenitätDurch die Messung der Produktion von Serogruppen-spezifischen antikapsulären Antikörpern mitbakterizider Aktivität wurde auf die Wirksamkeit von Menveo geschlossen. Die Titer bakterizider
Antikörper im Serum (SBA) wurden unter Verwendung von Humanserum als Ausgangsmaterial fürdas exogene Komplement (hSBA) gemessen. Der hSBA war das ursprüngliche Korrelat für den
Schutz gegen Meningokokken-Erkrankungen.
Die Immunogenität wurde in randomisierten, multizentrischen, aktiv kontrollierten klinischen Studienevaluiert, an denen Kinder (2 - 10 Jahre), Jugendliche (11 - 18 Jahre), Erwachsene (19 - 55 Jahre)und ältere Erwachsene (56 - 65 Jahre) teilnahmen.
Immunogenität bei Kindern von 2 bis 10 Jahren
In der Hauptstudie V59P20 wurde die Immunogenität von Menveo mit ACWY-D verglichen.
1 170 Kinder wurden mit Menveo geimpft und 1 161 erhielten den Vergleichsimpfstoff in den Per-
Protokoll-Populationen. In den zwei unterstützenden Studien V59P8 und V59P10 wurde die
Immunogenität von Menveo mit ACWY-PS verglichen.
In der randomisierten, Beobachter-verblindeten Hauptstudie V59P20, in der die Teilnehmenden nachdem Alter stratifiziert wurden (2 bis 5 Jahre und 6 bis 10 Jahre), wurde die Immunogenität einer
Einzeldosis Menveo einen Monat nach der Impfung mit der Einzeldosis ACWY-D verglichen. Die
Immunogenitätsergebnisse einen Monat nach der Immunisierung mit Menveo bei Probanden im Altervon 2 - 5 Jahren und 6 - 10 Jahren sind in untenstehender Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden im Alter von2 - 5 Jahren und 6 - 10 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo2 - 5 Jahre 6 - 10 Jahre
Serogruppe hSBA ≥ 1:8 hSBA-GMT hSBA ≥ 1:8 hSBA-GMT(95 % KI) (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI)
A N = 606 N = 606 N = 551 N = 55172 % 26 77 % 35(68; 75) (22; 30) (74; 81) (29; 42)
C N = 607 N = 607 N = 554 N = 55468 % 18 77 % 36(64; 72) (15; 20) (73; 80) (29; 45)
W-135 N = 594 N = 594 N = 542 N = 54290 % 43 91 % 61(87; 92) (38; 50) (88; 93) (52; 72)
Y N = 593 N = 593 N = 545 N = 54576 % 24 79 % 34(72; 79) (20; 28) (76; 83) (28; 41)
In einer anderen randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59P8) wurden Kinder in den USAentweder mit einer Einzeldosis Menveo (N = 284) oder ACWY-PS (N = 285) immunisiert. Bei den
Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren sowie in jeder Altersgruppe (im Alter von 2 bis 5 und 6 bis10 Jahren) waren die Immunantwort, gemessen am Prozentsatz der Probanden mit einer Seroreaktion,hSBA ≥ 1:8 und GMT, dem Vergleichsimpfstoff ACWY-PS nicht nur nicht unterlegen, sondern allediese Ergebnisse waren statistisch signifikant höher als die Vergleichswerte für alle Serogruppen undalle Immunmessungen einen Monat nach der Immunisierung. Ein Jahr nach der Impfung zeigte
Menveo weiterhin statistisch signifikant höhere Ergebnisse als ACWY-PS hinsichtlich der
Serogruppen A, W-135 und Y, gemessen am Prozentsatz von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 sowie den
GMT. Menveo war bezüglich dieser Endpunkte für die Serogruppe C nicht unterlegen (Tabelle 3). Dieklinische Relevanz von höheren Immunantworten nach der Immunisierung ist nicht bekannt.
Tabelle 3: Immunogenität einer Dosis Menveo oder ACWY-PS bei Probanden im Alter von 2 bis10 Jahren, gemessen einen Monat und zwölf Monate nach der Impfung1 Monat nach der Impfung 12 Monate nach der Impfung
Sero- hSBA ≥ 1:8 hSBA-GMT hSBA ≥ 1:8 hSBA-GMTgruppe (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI)
Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS
A N = 280 N = 281 N = 280 N = 281 N = 253 N = 238 N = 253 N = 23879 % 37 % 36 6,31 23 % 13 % 3,88 3(74; 84) (31; 43) (30; 44) (5,21; 7,64) (18; 29) (9; 18) (3,39; 4,44) (2,61; 3,44)
C N = 281 N = 283 N = 281 N = 283 N = 252 N = 240 N = 252 N = 24073 % 54 % 26 15 53 % 44 % 11 9,02(68; 78) (48; 60) (21; 34) (12; 20) (47; 59) (38; 51) (8,64; 13) (7,23; 11)
W-135 N = 279 N = 282 N = 279 N = 282 N = 249 N = 237 N = 249 N = 23792 % 66 % 60 14 90 % 45 % 42 7,57(88; 95) (60; 71) (50; 71) (12; 17) (86; 94) (38; 51) (35; 50) (6,33; 9,07)
Y N = 280 N = 282 N = 280 N = 282 N = 250 N = 239 N = 250 N = 23988 % 53 % 54 11 77 % 32 % 27 5,29(83; 91) (47; 59) (44; 66) (9,29; 14) (71; 82) (26; 38) (22; 33) (4,34; 6,45)
In einer randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59P10), die in Argentinien durchgeführtwurde, wurden Kinder entweder mit einer Einzeldosis Menveo (N = 949) oder ACWY-PS (N = 551)immunisiert. Die Immunogenität wurde in einer Untergruppe von 150 Probanden in jeder
Impfstoffgruppe beurteilt. Die in der Altersgruppe der Zwei- bis Zehnjährigen beobachtete
Immunantwort war sehr ähnlich wie jene, die in der oben gezeigten Studie V59P8 beobachtet wurde:
die Immunantwort auf Menveo war 1 Monat nach der Immunisierung, gemessen am Prozentsatz von
Probanden mit einer Seroreaktion, hSBA ≥ 1:8 und GMT, jener auf ACWY-PS nicht unterlegen.
Eine randomisierte, Beobachter-verblindete Studie wurde bei Kindern zwischen 12 und 59 Monaten in
Finnland und Polen durchgeführt (V59P7). Insgesamt befanden sich 199 Probanden zwischen 2 und5 Jahren in der Menveo-per-Protokoll-Immunogenitätspopulation und 81 Probanden zwischen 3 und5 Jahren in der ACWY-PS-Gruppe.
Einen Monat nach der ersten Impfung waren die Prozentsätze mit hSBA ≥ 1:8 in der Menveogruppefür alle vier Serogruppen konstant höher (63 % vs. 39 %, 46 % vs. 39 %, 78 % vs. 59 % bzw. 65 % vs.
57 % für Menveo, verglichen mit ACWY-PS für die Serogruppen A, C, W-135 bzw. Y).
In einer in den USA durchgeführten randomisierten, Beobachter-verblindeten Studie (V59_57) wurdedie Immunogenität einer 2-Dosen-Serie mit einer Einzeldosis von Menveo bei Kindern im Alter von 2bis 5 Jahren sowie von 6 bis 10 Jahren verglichen (N = 715).
Vor der Impfung betrug der Prozentsatz von Probanden mit hSBA ≥ 1:8 in den beiden Altersgruppen1 % - 5 % für Serogruppe A, 13 % - 28 % für Serogruppe C, 42 % - 64 % für Serogruppe W-135 und6 % - 19 % für Serogruppe Y. Einen Monat nach der Impfung wurden für beide Altersgruppen in der2-Dosen-Gruppe bzw. der Einzeldosisgruppe folgende Anteile von Probanden mit hSBA ≥ 1:8nachgewiesen: 90 % - 95 % bzw. 76 % - 80 % für Serogruppe A, 98 % - 99 % bzw. 76 % - 87 % für
Serogruppe C, 99 % bzw. 93 % - 96 % für Serogruppe W-135 und 96 % bzw. 65 % - 69 % für
Serogruppe Y. In beiden Altersgruppen waren die GMT einen Monat nach der Impfung in der 2-
Dosen-Gruppe höher als in der Einzeldosisgruppe; dieser Unterschied war jedoch in der Gruppe derälteren Probanden weniger ausgeprägt.
Ein Jahr nach der letzten Impfung waren die Anteile der Probanden mit hSBA ≥ 1:8 nach der 2-Dosen-
Serie und der Einzeldosis jeweils niedriger als 1 Monat nach der Impfung (30 % nach der 2-Dosen-
Serie bzw. 11 % - 20 % nach der Einzeldosis für Serogruppe A; 61 % - 81 % bzw. 41 % - 55 % für
Serogruppe C; 92 % - 94 % bzw. 90 % - 91 % für Serogruppe W-135; 67 % - 75 % bzw.
57 % - 65 % für Serogruppe Y). Die Unterschiede bei den hSBA-GMT zwischen der 2-Dosen-Gruppeund der Einzeldosisgruppe waren 1 Jahr nach der Impfung weniger ausgeprägt als 1 Monat nach der
Impfung.Der klinische Nutzen einer 2-Dosen-Impfserie bei Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren ist nichtbekannt.
Persistenz der Immunantwort und Immunantwort auf eine Boosterdosis bei Kindern zwischen 2 und10 Jahren5 Jahre nach der Grundimmunisierung wurde die Antikörperpersistenz in der Studie V59P20E1untersucht, die eine Erweiterung der Studie V59P20 darstellt. Antikörperpersistenz gegen die
Serogruppen C, W-135 und Y konnte nachgewiesen werden, wobei die Anteile der Patienten mithSBA ≥ 1:8 bei Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahren sowie zwischen 6 und 10 Jahren gegendie Serogruppe C bei 32 % bzw. 56 %, gegen die Serogruppe W-135 bei 74 % bzw. 80 % und gegendie Serogruppe Y bei 48 % bzw. 53 % lagen. Die entsprechenden GMTs lagen für die Serogruppe Cbei 6,5 bzw. 12, für die Serogruppe W-135 bei 19 bzw. 26 sowie für die Serogruppe Y bei 8,13 bzw.
10. Für die Serogruppe A hatten 14 % bzw. 22 % der Probanden im Alter zwischen 2 und 5 Jahrenbzw. zwischen 6 bis 10 Jahren hSBA ≥ 1:8 (GMTs: 2,95 bzw. 3,73).
5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit einer Einzeldosis erhielten die Kinder eine Boosterdosis
Menveo. Alle Probanden beider Altersgruppen hatten hSBA ≥ 1:8 gegen alle Serogruppen; dieentsprechenden Antikörper-Titer waren im Vergleich zu denjenigen nach der Grundimmunisierung umein Mehrfaches höher (Tabelle 4).
Tabelle 4: Persistenz der Immunantwort 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveound Immunantworten 1 Monat nach einer Boosterdosis bei Probanden im Alter zwischen 2 und5 Jahren sowie zwischen 6 und 10 Jahren zum Zeitpunkt der Grundimmunisierung
Sero-2 - 5 Jahre 6 - 10 Jahregruppe
Persistenz nach 1 Monat nach der Persistenz nach 1 Monat nach der5 Jahren Boosterdosis 5 Jahren BoosterdosishSBA hSBA- hSBA hSBA- hSBA hSBA- hSBA hSBA-≥ 1:8 GMT ≥ 1:8 GMT ≥ 1:8 GMT ≥ 1:8 GMT(95 % KI) (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI) (95 % KI)
A N = 96 N = 96 N = 95 N = 95 N = 64 N = 64 N = 60 N = 602,95 3,7314 % 100 % 361 22 % 100 % 350(2,42; (2,74;(7; 22) (96; 100) (299; 436) (13; 34) (94; 100) (265; 463)3,61) 5,06)
C N = 96 N = 96 N = 94 N = 94 N = 64 N = 64 N = 60 N = 6032 % 6,5 100 % 498 56 % 12 100 %(490;(23; 43) (4,75; 8,9) (96; 100) (406; 610) (43; 69) (7,72; 19) (94; 100)1 036)
W-135 N = 96 N = 96 N = 95 N = 95 N = 64 N = 64 N = 60 N = 601 534 1 55674 % 19 100 % 80 % 26 100 %(1 255; (1 083;(64; 82) (14; 25) (96; 100) (68; 89) (18; 38) (94; 100)1 873) 2 237)
Y N = 96 N = 96 N = 94 N = 94 N = 64 N = 64 N = 59 N = 591 693 1 44248 % 8,13 100 % 53 % 10 100 %(1 360; (1 050;(38; 58) (6,11; 11) (96; 100) (40; 66) (6,51; 16) (94; 100)2 107) 1 979)
Immunogenität bei Personen ab 11 Jahren
In der Hauptstudie (V59P13) erhielten Jugendliche und Erwachsene entweder eine Dosis Menveo(N = 2 649) oder ACWY-D als Vergleichsimpfstoff (N = 875). Serumproben wurden sowohl vor alsauch 1 Monat nach der Impfung genommen.
In einer anderen Studie (V59P6), die an 524 Jugendlichen durchgeführt wurde, wurde die
Immunogenität von Menveo mit jener von Meningokokken-Polysaccharid-Vierfachimpfstoff(ACWY-PS) verglichen.
Immunogenität bei Jugendlichen
In der Altersgruppe der 11 - 18-jährigen Probanden wurde in der Hauptstudie V59P13 die
Immunogenität einer Menveo-Einzeldosis einen Monat nach Impfung mit ACWY-D verglichen. Die
Ergebnisse der Immunogenität, einen Monat nach Verabreichung von Menveo, sind in untenstehender
Tabelle 5 zusammengefasst.
Tabelle 5: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden zwischen 11 und18 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo
GMT hSBA ≥ 1:8
Serogruppe N(95 % KI) (95 % KI)
A 1 075 29 (24; 35) 75 % (73; 78)
C 1 396 50 (39; 65) 85 % (83; 87)
W-135 1 024 87 (74; 102) 96 % (95; 97)
Y 1 036 51 (42; 61) 88 % (85; 90)
In der Untergruppe der 11 - 18-jährigen Probanden mit seronegativen Ausgangswerten (hSBA < 1:4)war der Anteil der Personen, die nach einer Dosis von Menveo einen hSBA von ≥ 1:8 erreichten, wiefolgt: Serogruppe A 75 % (780/1 039); Serogruppe C 80 % (735/923); Serogruppe W-135 94 %(570/609); Serogruppe Y 81 % (510/630).
In der Nicht-Unterlegenheitsstudie V59P6 wurde die Immunogenität bei Jugendlichen zwischen 11und 17 Jahren beurteilt, die randomisiert entweder Menveo oder ACWY-PS erhielten. Im Hinblick aufalle vier Serogruppen (A, C, W-135 und Y) erwies sich Menveo gegenüber dem ACWY-PS-Impfstoffals nicht unterlegen. Die Daten basieren auf der Seroreaktion, dem Prozentsatz, der hSBA von ≥ 1:8erreichte, sowie den GMT.
Tabelle 6: Immunogenität einer Dosis von Menveo oder ACWY-PS bei Jugendlichen, gemesseneinen Monat nach der ImpfunghSBA ≥ 1:8 hSBA-GMT
Serogruppe (95 % KI) (95 % KI)
Menveo ACWY-PS Menveo ACWY-PS
A N = 140 N = 149 N = 140 N = 14981 % 41 % 33 7,31(74; 87) (33; 49) (25; 44) (5,64; 9,47)
C N = 140 N = 147 N = 140 N = 14784 % 61 % 59 28(77; 90) (53; 69) (39; 89) (19; 41)
W-135 N = 138 N = 141 N = 138 N = 14191 % 84 % 48 28(84; 95) (77; 89) (37; 62) (22; 36)
Y N = 139 N = 147 N = 139 N = 14795 % 82 % 92 35(90; 98) (75; 88) (68; 124) (27; 47)
Ein Jahr nach der Impfung zeigte sich in derselben Probandengruppe, dass ein höherer Prozentsatz dermit Menveo immunisierten Personen hSBA ≥ 1:8 für die Serogruppen C, W-135 und Y aufwiesen,verglichen mit ACWY-PS. Für die Serogruppe A zeigten beide Gruppen vergleichbare Werte.
Ähnliche Ergebnisse wurden im Vergleich der hSBA-GMT beobachtet.
Persistenz der Immunantwort und Immunantwort auf eine Boosterdosis bei Jugendlichen
In der Studie V59P13E1 wurde die Persistenz der Immunantwort gegen die Serogruppen A, C, W-135und Y 21 Monate, 3 Jahre und 5 Jahre nach der Grundimmunisierung untersucht, wobei die Probandenzum Zeitpunkt der Impfung zwischen 11 und 18 Jahre alt waren. Der Anteil von Probanden mit hSBA≥ 1:8 gegen die Serogruppen C, W-135 und Y blieb in der Menveo-Gruppe 21 Monate bis 5 Jahrenach der Impfung konstant. Hinsichtlich der Serogruppe A sank er mit der Zeit leicht ab (Tabelle 7).
5 Jahre nach der Grundimmunisierung war der Anteil der Probanden mit hSBA ≥ 1:8 gegen alle vier
Serogruppen in der Menveo-Gruppe deutlich höher als in der Kontrollgruppe mit ungeimpften
Probanden.
Tabelle 7: Persistenz der Immunantwort ungefähr 21 Monate, 3 Jahre und 5 Jahre nach der
Impfung mit Menveo (die Probanden waren zum Zeitpunkt der Impfung 11 bis 18 Jahre alt)
Anteil der ProbandenhSBA-GMT
Serogruppe Zeitpunkt (%) mit hSBA ≥ 1:8
Menveo Menveo
N = 100 N = 10021 Monate 6,57 (4,77 - 9,05)(35; 55)
A 383 Jahre 5,63 (3,97 - 7,99)(28; 48)5 Jahre 4,43 (3,13 - 6,26)(26; 45)
N = 100 N = 10021 Monate 11 (8,12 - 15)(51; 71)
C 683 Jahre 16 (11 - 25)(58; 77)5 Jahre 14 (8,83 - 24)(54; 73)
N = 99 N = 9921 Monate 18 (14 - 25)(77; 92)
W-135 853 Jahre 31 (21 - 46)(76; 91)5 Jahre 32 (21 - 47)(76; 91)
N = 100 N = 10021 Monate 14 (10 - 19)(61; 80)
Y 693 Jahre 14 (9,68 - 20)(59; 78)5 Jahre 13 (8,8 - 20)(57; 76)3 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-D wurde eine Boosterdosis Menveoverabreicht. Einen Monat nach der Auffrischimpfung mit Menveo zeigten beide Gruppen eine starke
Immunantwort (100 % der Probanden hatten hSBA ≥ 1:8 gegen alle Serogruppen), die im Verlauf von2 Jahren nach der Auffrischimpfung hinsichtlich der Serogruppen C, W-135 und Y (87 bis 100 % der
Probanden mit hSBA ≥ 1:8 gegen die verschiedenen Serogruppen) anhielt. Der Anteil von Probandenmit hSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppe A war leicht rückläufig, jedoch mit 77 bis 79 % immer nochhoch. Die GMT gingen mit der Zeit wie erwartet zurück, waren jedoch immer noch 2- und 8-malhöher als die Werte vor der Auffrischimpfung (Tabelle 9).
In der Studie V59P6E1 war ein Jahr nach der Impfung mit Menveo der Anteil der Probanden mithSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppen C, W-135 und Y deutlich höher als ein Jahr nach der Impfung miteinem ACWY-PS-Impfstoff. Hinsichtlich der Serogruppe A war der Anteil in beiden Gruppenvergleichbar. Die hSBA-GMT für die Serogruppen W-135 und Y waren bei den Probanden, die
Menveo erhalten hatten, höher. 5 Jahre nach der Impfung mit Menveo war der Anteil der Probandenmit hSBA ≥ 1:8 für die Serogruppen C und Y deutlich höher als bei denjenigen, die 5 Jahre zuvor mit
ACWY-PS geimpft wurden. Höhere hSBA-GMT wurden für die Serogruppen W-135 und Ybeobachtet (Tabelle 8).
Tabelle 8: Persistenz der Immunantwort ungefähr 12 Monate und 5 Jahre nach der Impfungmit Menveo bzw. ACWY-PS (die Probanden waren zum Zeitpunkt der Impfung 11 bis 18 Jahrealt)
Anteil der Probanden mithSBA-GMThSBA ≥ 1:8p-Wert p-Wert
Sero-
Zeitpunkt Menveo Menveogruppe ACWY- ACWY-
Menveo vs. Menveo vs.
PS PS
ACWY- ACWY-
PS PS
N = 50 N = 50 N = 50 N = 505,19 6,1941 % 43 %12 Monate 0,73 (3,34; 8,0 (3,96; 9,6 0,54(27; 56) (28; 59)
A 9) 6)5,3830 % 44 % 7,755 Jahre 0,15 (3,29; 8,7 0,24(18; 45) (30; 59) (4,83; 12)8)
N = 50 N = 50 N = 50 N = 5082 % 52 % 29 1712 Monate < 0,001 0,22
C (68; 91) (37; 68) (15; 57) (8,55; 33)76 % 62 % 21 205 Jahre 0,042 0,92(62; 87) (47; 75) (12; 37) (12; 35)
N = 50 N = 50 N = 50 N = 5092 % 52 % 41 1012 Monate < 0,001 < 0,001
W-135 (80; 98) (37; 68) (26; 64) (6,41; 16)72 % 56 % 30 135 Jahre 0,093 0,012(58; 84) (41; 70) (18; 52) (7,65; 22)
N = 50 N = 50 N = 50 N = 5078 % 50 % 34 9,2812 Monate 0,001 < 0,001
Y (63; 88) (35; 65) (20; 57) (5,5; 16)76 % 50 % 30 8,255 Jahre 0,002 < 0,001(62; 87) (36; 64) (18; 49) (5,03; 14)5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder ACWY-PS wurde eine Auffrischimpfung mit
Menveo verabreicht. 7 Tage nach der Auffrischimpfung erreichten 98 bis 100 % der Probanden, diezuvor Menveo erhalten hatten, und 73 bis 84 % der Probanden, die ACWY-PS erhalten haben, einenhSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y. Einen Monat nach der Impfung lag der Anteilder Probanden mit hSBA ≥ 1:8 bei jeweils 98 bis 100 % bzw. 84 bis 96 %.
Ein signifikanter Anstieg der hSBA-GMT gegen alle vier Serogruppen wurde ebenfalls 7 und 28 Tagenach der Auffrischimpfung beobachtet (Tabelle 9).
Tabelle 9: Immunantwort auf die Auffrischimpfung: Bakterizide Antikörperantworten nach der
Auffrischimpfung mit Menveo, 3 oder 5 Jahre nach der Grundimmunisierung mit Menveo oder
ACWY-PS bei Probanden im Alter von 11 bis 17 Jahren
Anteil der Probanden mit hSBAhSBA-GMT≥ 1:8
V59P13E1 V59P13E1
Sero- V59P6E1 V59P6E1
Zeitpunkt (3 Jahre (3 Jahregruppe (5 Jahre nach der (5 Jahre nach dernach der nach der
Impfung) Impfung)
Impfung) Impfung)
Menveo Menveo ACWY-PS Menveo Menveo ACWY-PS
N = 42 N = 49 N = 49 N = 42 N = 49 N = 49
Vor der21 % 29 % 43 % 2,69 5,16 7,31
Auffrisch-(10; 37) (17; 43) (29; 58) (1,68; 4,31) (3,46; 7,7) (4,94; 11)impfung100 % 73 % 1 059 45
A 7 Tage - -(93; 100) (59; 85) (585; 1 917) (25; 80)100 % 98 % 94 % 326 819 14728 Tage(92; 100) (89; 100) (83; 99) (215; 494) (514; 1 305) (94; 232)79 % 222 Jahre - - - -(63; 90) (12; 41)
N = 42 N = 49 N = 49 N = 42 N = 49 N = 49
Vor der55 % 78 % 61 % 16 20 19
Auffrisch-(39; 70) (63; 88) (46; 75) (8,66; 31) (13; 33) (12; 31)impfung100 % 78 % 1 603 36
C 7 Tage - -(93; 100) (63; 88) (893; 2 877) (20; 64)100 % 100 % 84 % 597 1 217 5128 Tage(92; 100) (93; 100) (70; 93) (352; 1 014) (717; 2 066) (30; 86)95 % 1242 Jahre - - - -(84; 99) (62; 250)
N = 41 N = 49 N = 49 N = 41 N = 49 N = 49
Vor der88 % 73 % 55 % 37 29 12
Auffrisch-(74; 96) (59; 85) (40; 69) (21; 65) (17; 49) (7,02; 19)impfung1 685100 % 84 % 347 Tage - - (1 042;
W-135 (93; 100) (70; 93) (21; 54)2 725)1 644100 % 100 % 92 % 673 4728 Tage (1 090;(91; 100) (93; 100) (80; 98) (398; 1 137) (32; 71)2 481)100 % 932 Jahre - - - -(91; 100) (58; 148)
N = 42 N = 49 N = 49 N = 42 N = 49 N = 49
Vor der74 % 78 % 51 % 14 28 7,8
Auffrisch-(58; 86) (63; 88) (36; 66) (8,15; 26) (18; 45) (4,91; 12)impfung2 56198 % 76 % 217 Tage - - (1 526;
Y (89; 100) (61; 87) (13; 35)4 298)2 092100 % 100 % 96 % 532 6328 Tage (1 340;(92; 100) (93; 100) (86; 100) (300; 942) (41; 98)3 268)95 % 552 Jahre - - - -(84; 99) (30; 101)
Immunogenität bei Erwachsenen
In der Hauptstudie zur Immunogenität, V59P13, wurden die Immunantworten auf Menveo bei
Erwachsenen zwischen 19 und 55 Jahren beurteilt. Die Ergebnisse werden in Tabelle 10 präsentiert. Inder Untergruppe der Probanden zwischen 19 und 55 Jahren, die bei der Ausgangsuntersuchungseronegativ waren, war der Prozentsatz der Personen, die nach einer Menveo-Dosis einen hSBA von≥ 1:8 erreichten, wie folgt: Serogruppe A 67 % (582/875); Serogruppe C 71 % (401/563); Serogruppe
W-135 82 % (131/160); Serogruppe Y 66 % (173/263).
Tabelle 10: Bakterizide Antikörperantworten im Serum von Probanden zwischen 19 und55 Jahren einen Monat nach Immunisierung mit Menveo
GMT hSBA ≥ 1:8
Serogruppe N(95 % KI) (95 % KI)
A 963 31 (27; 36) 69 % (66; 72)
C 902 50 (43; 59) 80 % (77; 83)
W-135 484 111 (93; 132) 94 % (91; 96)
Y 503 44 (37; 52) 79 % (76; 83)
Das Einsetzen der Immunantwort nach der Grundimmunisierung mit Menveo bei gesunden Probandenim Alter von 18 bis 22 Jahren wurde in der Studie V59P6E1 untersucht. 7 Tage nach der Impfungzeigten 64 % der Probanden hSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppe A und 88 bis 90 % der Probandenhatten bakterizide Antikörperantworten gegen die Serogruppen C, W-135 und Y. Einen Monat nachder Impfung erreichten 92 bis 98 % der Probanden einen hSBA ≥ 1:8 gegen die Serogruppen A, C, W-135 und Y. Eine starke Immunantwort, nachgewiesen mittels hSBA-GMT gegen alle Serogruppen,wurde ebenfalls 7 (GMT 34 bis 70) und 28 Tage (GMT 79 bis 127) nach der Verabreichung einer
Dosis des Impfstoffes beobachtet.
Immunogenität bei älteren Erwachsenen (im Alter von 56 bis 65 Jahren)
Die Immunogenität von Menveo im Vergleich mit ACWY-PS wurde bei Probanden im Alterzwischen 56 und 65 Jahren in der Studie V59P17 evaluiert. Der Prozentsatz der Probanden mit hSBA≥ 1:8 war gegenüber ACWY-PS hinsichtlich aller Serogruppen nicht unterlegen und hinsichtlich der
Serogruppen A und Y statistisch überlegen (Tabelle 11).
Tabelle 11: Immunogenität einer Dosis von Menveo oder ACWY-PS bei Erwachsenen zwischen56 und 65 Jahren, gemessen einen Monat nach der Impfung
Menveo ACWY-PS
Serogruppe hSBA ≥ 1:8 hSBA ≥ 1:8(95 % KI) (95 % KI)
N = 83 N = 41
A 87 % 63 %(78; 93) (47; 78)
N = 84 N = 41
C 90 % 83 %(82; 96) (68; 93)
N = 82 N = 39
W-135 94 % 95 %(86; 98) (83; 99)
N = 84 N = 41
Y 88 % 68 %(79; 94) (52; 82)
Verfügbare Daten bei Kindern zwischen 2 und 23 Monaten
Die Immunogenität von Menveo bei Kindern zwischen 2 und 23 Monaten ist im Rahmen mehrerer
Studien untersucht worden. Obwohl ein hoher Prozentsatz der Probanden, die 4 Dosen Menveoerhalten hatten, hSBA-Titer über 1:8 erreichten - der Prozentsatz nach der Verabreichung von2 Dosen Menveo oder nur einer Dosis Menveo war geringer -, wurde Menveo lediglich im Rahmeneiner Hauptstudie mit einem anderen Meningokokken-Impfstoff verglichen, in der es keine
Immunantwort zeigen konnte, die mindestens gleich stark war wie die eines monovalenten Impfstoffesgegen die Serogruppe C (nach Verabreichung einer einzelnen Dosis im Alter von 12 Monaten).
Derzeit vorliegende Daten sind nicht ausreichend, um die Wirksamkeit von Menveo bei Kindern unter2 Jahren aufzuzeigen. Für Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen siehe
Abschnitt 4.2.
Nicht zutreffend.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe sowie zur
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen.
In Tierversuchen mit Kaninchen wurden keine unerwünschten Reaktionen bei geimpften Muttertierenoder deren Nachkommenschaft bis zum 29. Tag nach der Geburt beobachtet.
Bei weiblichen Kaninchen, die Menveo vor der Paarung und während der Schwangerschaft erhielten,wurden keine Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit beobachtet.
Kaliumdihydrogenphosphat
Lösung
Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat
Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Dieses Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
4 Jahre
Das rekonstituierte Arzneimittel ist sofort zu verwenden. Es wurde jedoch gezeigt, dass das
Arzneimittel nach der Rekonstitution bei Aufbewahrung unter 25 °C bis zu 8 Stunden chemisch undphysikalisch stabil bleibt.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Pulver in Durchstechflasche (Glas Typ 1) mit Stopfen (Butylgummi mit Fluorpolymer-beschichteter
Oberfläche) und Lösung in Durchstechflasche (Glas Typ 1) mit Stopfen (Butylgummi).
Packungen mit einer Dosis (2 Durchstechflaschen), fünf Dosen (10 Durchstechflaschen) oder zehn
Dosen (20 Durchstechflaschen).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Vor der Verabreichung von Menveo ist die Rekonstitution des Pulvers (in der Durchstechflasche) mitder Lösung (in der Durchstechflasche) erforderlich.
Der Inhalt der beiden Durchstechflaschen (MenA Pulver und MenCWY Lösung) ist vor der
Durchführung der Impfung zu mischen, was eine Dosis von 0,5 ml ergibt.
Die Komponenten des Impfstoffes sind vor und nach der Rekonstitution visuell zu überprüfen.
Mit Hilfe einer Spritze und einer geeigneten Nadel (21G, 40 mm Länge oder 21G, 1 ½ ˝ Länge) ist dergesamte Inhalt der Durchstechflasche mit der Lösung aufzuziehen und in die Durchstechflasche mitdem Pulver zu injizieren, um die MenA-Konjugat-Komponente zu rekonstituieren.
Die Durchstechflasche auf den Kopf drehen und kräftig schütteln. Anschließend 0,5 ml desrekonstituierten Produkts entnehmen. Beachten Sie bitte, dass es durchaus normal ist, wenn eine kleine
Menge der Flüssigkeit nach der Dosisentnahme in der Durchstechflasche zurückbleibt.
Nach der Rekonstitution ist der Impfstoff eine klare, farblose bis hellgelbe Lösung, die frei vonsichtbaren Fremdpartikeln ist. Falls Fremdpartikel und/oder Veränderungen des physikalischen
Aussehens beobachtet werden, muss der Impfstoff entsorgt werden.
Vor der Injektion muss die Nadel, die zur Entnahme verwendet wurde, durch eine Nadel, die zur
Verabreichung geeignet ist, ausgewechselt werden. Stellen Sie vor der Verabreichung des Impfstoffessicher, dass sich keine Luftblasen in der Spritze befinden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
GSK Vaccines S.r.l.
Via Fiorentina 153100 Siena, Italien
EU/1/10/614/002
EU/1/10/614/003
EU/1/10/614/004
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 15. März 2010
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 04. Dezember 2014
MM.JJJJ
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.