JUBBONTI 60mg injektionslösung in einer fertigspritze merkblatt medikamente

M05BX04 denosumab • MUSKEL- UND SKELETTSYSTEM | MITTEL MIT EINFLUSS AUF DIE KNOCHENSTRUKTUR UND DIE MINERALISATION | Andere Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation

Denosumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von knochenbezogenen Erkrankungen eingesetzt wird, die mit einem Verlust der Knochendichte einhergehen. Es wird hauptsächlich bei Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und Männern mit hohem Frakturrisiko sowie zur Vorbeugung von Skelettkomplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen durch solide Tumoren angewendet. Außerdem wird es zur Behandlung von krebsbedingter Hyperkalzämie und anderen Erkrankungen mit übermäßiger Knochenresorption eingesetzt.

Denosumab wirkt durch die Hemmung von RANKL (Receptor Activator of Nuclear Factor Kappa-B Ligand), einem Protein, das die Aktivität von Osteoklasten, den für den Knochenabbau verantwortlichen Zellen, stimuliert. Durch die Blockierung von RANKL reduziert Denosumab den Knochenabbau, erhöht die Knochendichte und senkt das Frakturrisiko.

Es wird als subkutane Injektion verabreicht, typischerweise alle 6 Monate bei Osteoporose oder häufiger bei anderen Indikationen. Häufige Nebenwirkungen sind Muskel- oder Gelenkschmerzen, Infektionen der oberen Atemwege und Reaktionen an der Injektionsstelle. Selten können Hypokalzämie, Osteonekrose des Kiefers oder atypische Frakturen auftreten.

Patienten sollten die Empfehlungen ihres Arztes genau befolgen, eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D sicherstellen und Nebenwirkungen oder andere eingenommene Medikamente melden.

Allgemeine Daten zu JUBBONTI 60mg

Substanz: denosumab

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-03-2025

Handelsgesetzbuch: W70907001

Konzentration: 60mg

Pharmazeutisches Formblatt: injektionslösung in einer fertigspritze

Quantität: 1

Produktart: generic

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: NOVARTIS PHARMACEUTICAL MANUFACTURIN - AUSTRIA

Zulassungsinhaber: SANDOZ GMBH - AUSTRIA

Zulassungsnummer: 1813/2024/01

Haltbarkeit: 3 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für denosumab

Verfügbare Konzentrationen für denosumab

120mg/ml, 60mg, 60mg/ml, 70mg/ml

Andere ähnliche Substanzen wie denosumab

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels JUBBONTI 60mg injektionslösung in einer fertigspritze

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Jubbonti 60 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Fertigspritze enthält 60 mg Denosumab (denosumab) in 1 ml Lösung (60 mg/ml).

Denosumab ist ein humaner monoklonaler IgG2-Antikörper, der mittels rekombinanter DNS-

Technologie in einer Säugetierzelllinie (Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters) hergestellt wird.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält 47 mg Sorbitol pro ml Lösung.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslösung (Injektion).

Klare bis leicht opaleszente, farblose bis leicht gelbliche oder leicht bräunliche Lösung mit pHzwischen 4,9 und 5,5 und einer Osmolalität von 245-345 mOsmol/kg.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern mit erhöhtem

Frakturrisiko. Bei postmenopausalen Frauen vermindert Denosumab signifikant das Risiko fürvertebrale, nicht-vertebrale und Hüftfrakturen.

Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit Hormonablation bei Männern mit

Prostatakarzinom mit erhöhtem Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1). Denosumab vermindert bei

Männern mit Prostatakarzinom unter Hormonablationstherapie signifikant das Risiko für vertebrale

Frakturen.

Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit systemischer Glucocorticoid-

Langzeittherapie bei erwachsenen Patienten mit erhöhtem Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosis beträgt 60 mg Denosumab. Diese wird einmal alle 6 Monate als einzelnesubkutane Injektion in den Oberschenkel, die Bauchregion oder den Oberarm injiziert.

Zusätzlich müssen die Patienten angemessen mit Calcium und Vitamin D versorgt werden(siehe Abschnitt 4.4).

Patienten, die mit Jubbonti behandelt werden, müssen die Packungsbeilage und die

Patientenerinnerungskarte ausgehändigt bekommen.

Die optimale Gesamtdauer einer antiresorptiven Behandlung der Osteoporose (einschließlich

Denosumab und Bisphosphonate) wurde nicht ermittelt. Die Notwendigkeit einer kontinuierlichen

Behandlung muss, basierend auf dem patientenindividuellen Nutzen und den möglichen Risiken von

Denosumab, insbesondere nach 5 oder mehr Jahren der Anwendung, regelmäßig neu bewertet werden(siehe Abschnitt 4.4).

Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4für Empfehlungen bezüglich der Überwachung von Calcium).

Es liegen keine Daten für Patienten mit systemischer Glucocorticoid-Langzeittherapie und schwerer

Nierenfunktionsstörung (glomeruläre Filtrationsrate [GFR] < 30 ml/min) vor.

Leberfunktionsstörung

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Denosumab wurden bei Patienten mit Leberfunktionsstörungennicht untersucht (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Jubbonti darf bei Kindern und Jugendlichen im Alter von < 18 Jahren nicht angewendet werden, da

Bedenken hinsichtlich der Sicherheit aufgrund schwerer Hyperkalzämie und aufgrund einer möglichen

Inhibition des Knochenwachstums und des Zahndurchbruches (siehe Abschnitte 4.4 und 5.3) bestehen.

Zurzeit vorliegende Daten für Kinder im Alter von 2 bis 17 Jahren werden in den

Abschnitten 5.1 und 5.2 beschrieben.

Art der Anwendung

Zur subkutanen Anwendung.

Die Anwendung ist durch eine Person durchzuführen, die in Injektionstechniken angemessen geschultwurde.

Die Anleitung für die Anwendung, Handhabung und Entsorgung ist in Abschnitt 6.6 zu finden.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Hypokalzämie (siehe Abschnitt 4.4).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Ergänzung mit Calcium und Vitamin D

Eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D ist bei allen Patienten wichtig.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Hypokalzämie

Es ist wichtig, Patienten mit Hypokalzämie-Risiko zu erkennen. Bevor mit der Therapie begonnenwird, muss eine Hypokalzämie durch eine ausreichende Zufuhr an Calcium und Vitamin D korrigiertwerden. Vor jeder Anwendung wird eine klinische Kontrolle der Calciumspiegel empfohlen sowie bei

Patienten mit einer Prädisposition für eine Hypokalzämie innerhalb von zwei Wochen nach der

Anfangsdosis. Wenn ein Patient während der Therapie verdächtige Symptome einer Hypokalzämiezeigt, müssen die Calciumspiegel gemessen werden (siehe Abschnitt 4.8 bezüglich Symptome).

Patienten müssen dazu aufgefordert werden, Symptome, die auf eine Hypokalzämie hinweisen, zuberichten.

Nach Markteinführung wurde über schwere symptomatische Hypokalzämie (die mit Hospitalisierung,lebensbedrohlichen Ereignissen und Fällen mit tödlichem Ausgang einherging) berichtet. Zwar tratendie meisten Fälle in den ersten Wochen nach Therapiebeginn auf, aber diese sind auch späteraufgetreten.

Eine gleichzeitige Glucocorticoid-Therapie stellt ein zusätzliches Risiko für Hypokalzämie dar.

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) oder beidialysepflichtigen Patienten besteht ein höheres Risiko, dass sie eine Hypokalzämie entwickeln. Das

Risiko, eine Hypokalzämie und einen begleitenden Parathormon-Anstieg zu entwickeln, erhöht sichmit steigendem Grad der Nierenfunktionsstörung. Über schwere und tödlich verlaufende Fälle wurdeberichtet. Bei diesen Patienten sind eine adäquate Einnahme von Calcium und Vitamin D sowie eineregelmäßige Überwachung des Calciumspiegels besonders wichtig, siehe oben.

Hautinfektionen

Patienten, die Denosumab erhalten, können Hautinfektionen entwickeln (hauptsächlich Zellulitis), diezu einer Hospitalisierung führen können (siehe Abschnitt 4.8). Patienten müssen angewiesen werden,sofort einen Arzt aufzusuchen, falls sie Anzeichen oder Symptome einer Zellulitis entwickeln.

Osteonekrose des Kiefers (osteonecrosis of the jaw, ONJ)

ONJ wurde selten bei Patienten berichtet, die mit Denosumab gegen Osteoporose behandelt wurden(siehe Abschnitt 4.8).

Der Beginn der Behandlung/eines neuen Behandlungszyklus muss bei Patienten mit nicht verheiltenoffenen Weichteilläsionen im Mundraum verschoben werden. Eine zahnärztliche Untersuchung mitpräventiver Zahnbehandlung und einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung wird vor der

Behandlung mit Denosumab bei Patienten mit begleitenden Risikofaktoren empfohlen.

Die folgenden Risikofaktoren müssen bei der Einschätzung des Risikos des Patienten für die

Entwicklung von ONJ berücksichtigt werden:

* Wirksamkeit des Arzneimittels, welches die Knochenresorption inhibiert (höheres Risiko beihochwirksamen Präparaten), Art der Anwendung (höheres Risiko für parenterale Anwendung)und kumulative Dosis einer Therapie zur Behandlung der Knochenresorption.

* Krebs, Begleiterkrankungen (z. B. Anämie, Koagulopathien, Infektionen), Rauchen.

* Begleittherapien: Kortikosteroide, Chemotherapie, Angiogeneseinhibitoren, Radiotherapie im

Kopf-Hals-Bereich.

* Schlechte Mundhygiene, Erkrankung des Zahnfleisches, schlecht passende Zahnprothesen,vorbestehende Zahnerkrankung, invasive Zahnbehandlungen (z. B. Zahnextraktionen).

Alle Patienten müssen dazu angehalten werden, eine gute Mundhygiene einzuhalten, zahnärztliche

Routineuntersuchungen durchführen zu lassen und unverzüglich jegliche Symptome im Mundraumwie bewegliche Zähne, Schmerzen oder Schwellungen oder nicht heilende wunde Stellen oder

Ausfluss während der Behandlung mit Denosumab zu berichten. Während der Behandlung dürfeninvasive zahnärztliche Eingriffe nur nach sorgfältiger Abwägung und nicht zeitnah zur Denosumab

Anwendung durchgeführt werden.

Der Behandlungsplan der Patienten, die ONJ entwickeln, muss in enger Zusammenarbeit zwischendem behandelnden Arzt und einem ONJ-erfahrenen Zahnarzt oder Kieferchirurgen erstellt werden.

Eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung muss erwogen werden, bis sich der Zustandzurückentwickelt hat und sich die Risikofaktoren nach Möglichkeit abgeschwächt haben.

Osteonekrose des äußeren Gehörgangs

Bei der Anwendung von Denosumab wurde über Osteonekrose des äußeren Gehörgangs berichtet. Zuden möglichen Risikofaktoren für eine Osteonekrose des äußeren Gehörgangs zählen die Anwendungvon Steroiden und Chemotherapie und/oder lokale Risikofaktoren wie z. B. Infektionen oder

Traumata. Die Möglichkeit einer Osteonekrose des äußeren Gehörgangs muss bei Patienten in

Betracht gezogen werden, die Denosumab erhalten und mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer

Ohrinfektionen, vorstellig werden.

Atypische Oberschenkelfrakturen

Über atypische Oberschenkelfrakturen wurde bei Patienten berichtet, die Denosumab erhielten (siehe

Abschnitt 4.8). Atypische Oberschenkelfrakturen können in subtrochantären und diaphysären

Bereichen des Femurs nach geringem oder ohne Trauma auftreten. Bestimmte radiologische Befundekennzeichnen diese Ereignisse. Über atypische Oberschenkelfrakturen wurde ebenfalls bei Patientenmit bestimmten Begleiterkrankungen (z. B. Vitamin D-Mangel, Rheumatoide Arthritis,

Hypophosphatasie) und bei der Anwendung bestimmter Arzneimittel (z. B. Bisphosphonate,

Glucocorticoide, Protonenpumpen- Inhibitoren) berichtet. Diese Ereignisse traten auch ohneantiresorptive Therapie auf. Vergleichbare Frakturen, über die im Zusammenhang mit

Bisphosphonaten berichtet wurde, waren häufig bilateral; daher muss bei Patienten, die unter

Behandlung mit Denosumab eine Femurschaftfraktur erlitten haben, auch das kontralaterale Femuruntersucht werden. Auf der Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Einschätzung muss bei

Patienten mit Verdacht auf eine atypische Oberschenkelfraktur ein Abbruch der Denosumab-Therapieerwogen werden. Während der Behandlung mit Denosumab müssen die Patienten angewiesen werden,neu auftretende oder ungewöhnliche Oberschenkel-, Hüft- oder Leistenschmerzen zu berichten.

Patienten mit solchen Symptomen müssen auf eine unvollständige Oberschenkelfraktur hin untersuchtwerden.

Langzeitbehandlung mit Antiresorptiva

Die Langzeitbehandlung mit Antiresorptiva (einschließlich Denosumab und Bisphosphonate) kannaufgrund von signifikanter Suppression des Knochenumbaus zu einem erhöhten Risiko vonunerwünschten Folgen wie beispielsweise Osteonekrosen des Kiefers und atypischen

Oberschenkelfrakturen beitragen (siehe Abschnitt 4.2).

Gleichzeitige Behandlung mit anderen Denosumab-enthaltenden Arzneimitteln

Patienten, die mit Jubbonti behandelt werden, dürfen nicht gleichzeitig mit anderen

Denosumab-enthaltenden Arzneimitteln (zur Prävention von skelettbezogenen Komplikationen bei

Erwachsenen mit Knochenmetastasen aufgrund solider Tumoren) behandelt werden.

Hyperkalzämie bei Kindern und Jugendlichen

Jubbonti darf nicht bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) angewendet werden. Es wurde überschwere Hyperkalzämie berichtet. Einige Fälle in klinischen Studien hatten akutes Nierenversagen als

Komplikation.

Sonstige Bestandteile

Dieses Arzneimittel enthält 47 mg Sorbitol pro ml Lösung. Die additive Wirkung gleichzeitigangewendeter Sorbitol (oder Fructose) -haltiger Arzneimittel und die Einnahme von Sorbitol (oder

Fructose) über die Nahrung ist zu berücksichtigen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml Lösung, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In einer Studie zur Erfassung von Wechselwirkungen wurde die Pharmakokinetik von Midazolam, dasdurch Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4) metabolisiert wird, durch Denosumab nicht beeinflusst. Diesweist darauf hin, dass Denosumab die Pharmakokinetik von Arzneimitteln, die durch

CYP3A4 metabolisiert werden, nicht beeinflussen sollte.

Es existieren keine klinischen Daten zur gleichzeitigen Anwendung von Denosumab und einer

Hormonersatztherapie (Östrogene). Das Potenzial für eine pharmakodynamische Wechselwirkungwird jedoch als gering eingeschätzt.

Basierend auf den Daten einer Therapiewechselstudie (von Alendronsäure zu Denosumab) wurden die

Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Denosumab bei postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose durch eine vorherige Alendronsäure-Therapie nicht verändert.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Denosumab bei

Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien zeigten eine Reproduktionstoxizität (siehe

Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Jubbonti während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter,die nicht verhüten, wird nicht empfohlen. Frauen sollten darauf hingewiesen werden, während und fürmindestens 5 Monate nach der Jubbonti-Behandlung nicht schwanger zu werden. Jegliche Wirkungvon Jubbonti ist während des zweiten und dritten Trimesters der Schwangerschaft wahrscheinlichgrößer, da monoklonale Antikörper linear über die Plazenta transportiert werden, während die

Schwangerschaft fortschreitet. Die größte Menge wird während des dritten Trimesters transferiert.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Denosumab in die Muttermilch übergeht. Bei genetisch manipulierten

Mäusen, bei denen RANKL (receptor activator of nuclear factor-κB ligand) durch Gendeletionausgeschaltet wurde ('Knockout-Maus“), weisen Studien darauf hin, dass das Fehlen von RANKL(das Zielmolekül von Denosumab, siehe Abschnitt 5.1) während der Schwangerschaft die Reifung der

Brustdrüsen und damit die Milchproduktion nach der Geburt beeinträchtigen kann (siehe

Abschnitt 5.3). Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechenist oder ob auf die Behandlung mit Jubbonti verzichtet werden soll. Dabei sollen sowohl der Nutzendes Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Wirkung von Denosumab auf die Fortpflanzungsfähigkeit des Menschenvor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirektegesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf die Fortpflanzungsfähigkeit (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Jubbonti hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten Nebenwirkungen bei Denosumab (bei mehr als einem von zehn Patienten beobachtet)sind Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems und Schmerzen in den Extremitäten. Gelegentliche

Fälle von Zellulitis, seltene Fälle von Hypokalzämie, Überempfindlichkeit, Osteonekrosen des Kiefersund atypischen Oberschenkelfrakturen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8 - Beschreibung ausgewählter

Nebenwirkungen) wurden bei mit Denosumab behandelten Patienten beobachtet.

Liste der Nebenwirkungen in Tabellenform

Die Daten in untenstehender Tabelle 1 beschreiben Nebenwirkungen, die aus klinischen Studien der

Phase II und III bei Patienten mit Osteoporose und Patienten mit Mamma- oder Prostatakarzinom, die

Hormonablation erhielten, und/oder aus dem Spontanberichtswesen stammen.

Die folgende Konvention wurde für die Klassifikation von Nebenwirkungen verwendet (siehe

Tabelle 1): sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten(≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage derverfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe und Systemorganklassewerden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 1: Nebenwirkungen, die bei Patienten mit Osteoporose und bei Patienten mit Mamma-oder Prostatakarzinom unter Hormonablationstherapie berichtet wurden

Systemorganklassen gemäß MedDRA Häufigkeit Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre Erkrankungen Häufig Harnwegsinfektion

Häufig Infektion der oberen Atemwege

Gelegentlich Divertikulitis1

Gelegentlich Zellulitis1

Gelegentlich Ohreninfektion

Erkrankungen des Immunsystems Selten Arzneimittelüberempfindlichkeit1

Selten Anaphylaktische Reaktion1

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Selten Hypokalzämie1

Erkrankungen des Nervensystems Häufig Ischialgie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Häufig Obstipation

Häufig Abdominale Beschwerden

Erkrankungen der Haut und des Häufig Ausschlag

Unterhautgewebes Häufig Ekzem

Häufig Alopezie

Gelegentlich Lichenoider Medikamentenausschlag 1

Sehr selten Hypersensitivitätsvaskulitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Sehr häufig Gliederschmerzen

Knochenerkrankungen Sehr häufig Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems

Selten Osteonekrose des Kiefers

Selten Atypische Oberschenkelfraktur1

Nicht bekannt Osteonekrose des äußeren Gehörgangs21 Siehe Abschnitt 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“.2 Siehe Abschnitt 4.4.

In einer gepoolten Analyse der Daten aus allen Placebo-kontrollierten Studien der Phase II und

Phase III wurde über Influenza-ähnliche Erkrankungen mit einer rohen Inzidenzrate von 1,2 % für

Denosumab und 0,7 % für Placebo berichtet. Obwohl dieses Ungleichgewicht in einer gepoolten

Analyse beobachtet wurde, wurde es nicht in einer stratifizierten Analyse identifiziert.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Hypokalzämie

In zwei Placebo-kontrollierten klinischen Studien der Phase III bei postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose trat nach der Anwendung von Denosumab bei etwa 0,05 % (2 von 4 050) der Patientenein Absinken der Serumcalciumspiegel (weniger als 1,88 mmol/l) auf. Weder in den zwei

Placebo-kontrollierten klinischen Studien der Phase III bei Patienten unter Hormonablationstherapienoch in der Placebo-kontrollierten klinischen Studie der Phase III bei Männern mit Osteoporose wurdeein Absinken der Serumcalciumspiegel (weniger als 1,88 mmol/l) berichtet.

Nach Markteinführung wurde über seltene Fälle von schwerer symptomatischer Hypokalzämie, diemit Hospitalisierung, lebensbedrohlichen Ereignissen und Fällen mit tödlichem Ausgang einherging,berichtet, überwiegend bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Hypokalzämie, die Denosumaberhielten, wobei die Mehrzahl der Fälle in den ersten Wochen nach Therapiebeginn auftrat. Beispieleklinischer Manifestationen schwerer symptomatischer Hypokalzämie schlossen QT-

Intervallverlängerungen, Tetanie, Krampfanfälle und veränderte mentale Zustände ein(siehe Abschnitt 4.4). Symptome von Hypokalzämie in klinischen Studien mit Denosumab schlossen

Parästhesien oder Muskelsteifheit, Zuckungen, Spasmen und Muskelkrämpfe ein.

Hautinfektionen

In Placebo-kontrollierten Studien der Phase III war die Gesamtinzidenz an Hautinfektionen zwischender Placebo- und der Denosumab-Gruppe vergleichbar: bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose(Placebo [1,2 %, 50 von 4 041] im Vergleich zu Denosumab [1,5 %, 59 von 4 050]); bei Männern mit

Osteoporose (Placebo [0,8 %, 1 von 120] im Vergleich zu Denosumab [0 %, 0 von 120]); beihormonablatierten Mamma- oder Prostatakarzinom-Patienten (Placebo [1,7 %, 14 von 845] im

Vergleich zu Denosumab [1,4 %, 12 von 860]). Hautinfektionen, die zur Hospitalisierung führten,wurden bei 0,1 % (3 von 4 041) der postmenopausalen Frauen mit Osteoporose, die Placebo erhielten,berichtet, verglichen mit 0,4 % (16 von 4 050) der Frauen, die Denosumab erhielten. Bei diesen Fällenhandelte es sich überwiegend um Zellulitis. In den Mamma- und Prostatakarzinom-Studien waren

Hautinfektionen, die als schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen berichtet wurden, inder Placebo- (0,6 %, 5 von 845) und in der Denosumab-Gruppe (0,6 %, 5 von 860) vergleichbar.

Osteonekrose des KiefersIn klinischen Studien bei Patienten mit Osteoporose und bei Patienten mit

Mamma- oder Prostatakarzinom unter Hormonablationstherapie mit insgesamt 23 148 Patienten wurdeselten (bei 16 Patienten) über ONJ berichtet (siehe Abschnitt 4.4). Dreizehn dieser ONJ-Fälle tratenbei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose während der Verlängerung der klinischen

Phase-III-Studie nach Denosumab-Behandlung von bis zu 10 Jahren auf. Die Inzidenz von ONJ lagbei 0,04 % nach 3 Jahren, bei 0,06 % nach 5 Jahren und bei 0,44 % nach 10 Jahren Behandlung mit

Denosumab. Das Risiko der ONJ stieg mit der Dauer der Behandlung mit Denosumab.

Atypische Oberschenkelfrakturen

Im klinischen Osteoporose-Studienprogramm wurden atypische Oberschenkelfrakturen selten bei

Patienten berichtet, die mit Denosumab behandelt wurden (siehe Abschnitt 4.4).

Divertikulitis

In einer einzelnen Placebo-kontrollierten klinischen Studie der Phase III bei Patienten mit

Prostatakarzinom, die eine Androgendeprivationstherapie (androgen deprivation therapy, ADT)erhielten, wurde ein Ungleichgewicht bei dem unerwünschten Ereignis Divertikulitis beobachtet(1,2 % Denosumab, 0 % Placebo). Bei postmenopausalen Frauen oder bei Männern mit Osteoporosesowie bei Frauen mit nicht-metastasiertem Mammakarzinom, die eine Therapie mit

Aromatasehemmern erhielten, war die Inzidenz von Divertikulitis zwischen den Behandlungsgruppenvergleichbar.

Arzneimittelbedingte Überempfindlichkeitsreaktionen

Nach Markteinführung wurden bei Patienten, die Denosumab erhielten, seltene Ereignisse vonarzneimittelbedingter Überempfindlichkeit, einschließlich Ausschlag, Urtikaria, Schwellung des

Gesichts, Erythem und anaphylaktischer Reaktionen, berichtet.

Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems

Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, einschließlich schwerer Fälle, wurden nach

Markteinführung bei Patienten berichtet, die Denosumab erhielten. In klinischen Studien traten

Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems sehr häufig sowohl in den Placebo- als auch in den

Denosumab-Gruppen auf. Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, die zum Abbruch der

Studienbehandlung führten, traten selten auf.

Lichenoider Medikamentenausschlag

Lichenoider Medikamentenausschlag (z. B. Lichen planus-artige Reaktionen) wurde nach

Markteinführung bei Patienten berichtet.

Andere spezielle Populationen

Kinder und Jugendliche

Jubbonti darf nicht bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) angewendet werden. Es wurde überschwere Hyperkalzämie berichtet (siehe Abschnitt 5.1). Einige Fälle in klinischen Studien hattenakutes Nierenversagen als Komplikation.

Nierenfunktionsstörung

In klinischen Studien hatten Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance< 30 ml/min) oder Dialysepatienten ein höheres Risiko, eine Hypokalzämie zu entwickeln, wenn siekeine begleitende Calciumergänzung erhielten. Eine angemessene Calcium- und Vitamin D-Aufnahmeist bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung oder bei Dialysepatienten wichtig (siehe

Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Aus klinischen Studien gibt es keine Erfahrungen mit Überdosierungen. Denosumab wurde inklinischen Studien in Dosierungen von bis zu 180 mg alle 4 Wochen angewendet (kumulative Dosisvon bis zu 1 080 mg über 6 Monate), wobei keine zusätzlichen Nebenwirkungen beobachtet wurden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen - Andere Mittelmit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation, ATC-Code: M05BX04

Jubbonti ist ein biologisch/biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel, das im Wesentlichen einembereits zugelassenen Arzneimittel gleicht. Ausführliche Informationen sind auf den Internetseiten der

Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

Wirkmechanismus

Denosumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper (IgG2), der mit hoher Affinität und Spezifität an

RANKL bindet. Dadurch wird RANKL daran gehindert, seinen Rezeptor RANK auf der Oberflächevon Osteoklasten und deren Vorläuferzellen zu aktivieren. Durch die Unterbrechung der

RANKL/RANK-Interaktion werden die Bildung, die Funktion und das Überleben der Osteoklasteninhibiert und dadurch die Knochenresorption sowohl im kortikalen als auch im trabekulären Knochenvermindert.

Pharmakodynamische Wirkungen

Die Behandlung mit Denosumab führte zu einer schnellen Reduktion des Knochenumsatzes underreichte einen Nadir für den Knochenresorptionsmarker Serumtyp 1 C-Telopeptid (CTX) (Reduktionum 85 %) innerhalb von 3 Tagen mit einer anhaltenden Reduktion über das gesamte

Dosierungsintervall. Am Ende jedes Dosierungsintervalls waren die CTX-Reduktionen teilweise voneiner maximalen Senkung von ≥ 87 % auf ca. ≥ 45 % (Bereich 45 bis 80 %) abgeschwächt. Diesspiegelt die Reversibilität der Wirkung von Denosumab auf den Knochenumbau bei abfallenden

Serumspiegeln wider. Diese Effekte blieben bei kontinuierlicher Behandlung bestehen. In der Regelerreichten die Knochenumsatzmarker innerhalb von 9 Monaten nach der letzten Dosis wieder die

Werte vor Behandlung. Nach Wiederaufnahme der Behandlung waren die CTX-Reduktionen durch

Denosumab vergleichbar mit denjenigen bei Patienten, die erstmalig mit Denosumab behandeltwurden.

Immunogenität

Antikörper gegen Denosumab können sich während der Behandlung mit Denosumab entwickeln. Eswurde keine offensichtliche Korrelation der Antikörperentwicklung mit Pharmakokinetik, klinischem

Ansprechen oder unerwünschten Ereignissen beobachtet.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwendung von Denosumab einmal alle 6 Monate wurdenfür 3 Jahre bei postmenopausalen Frauen untersucht (7 808 Frauen im Alter von 60 bis 91 Jahren, vondenen 23,6 % prävalente vertebrale Frakturen hatten). Diese wiesen einen Ausgangswert der

Knochenmineraldichte-(bone mineral density, BMD-) T-Scores zwischen -2,5 und -4,0 im Bereichder Lendenwirbelsäule oder der Gesamthüfte und eine mittlere absolute 10-Jahre-

Frakturwahrscheinlichkeit von 18,60 % (Dezile: 7,9 - 32,4 %) für die typischen osteoporotischen

Frakturen und 7,22 % (Dezile: 1,4 - 14,9 %) für Hüftfrakturen auf. Frauen mit anderen Erkrankungenoder unter Behandlung mit Therapeutika, die einen Einfluss auf die Knochen haben könnten, wurdenvon dieser Studie ausgeschlossen. Die Frauen erhielten täglich als Ergänzung Calcium(mindestens 1 000 mg) und Vitamin D (mindestens 400 I.E.).

Auswirkungen auf vertebrale Frakturen

Nach 1, 2 und 3 Jahren reduzierte Denosumab signifikant das Risiko für neue vertebrale Frakturen(p < 0,0001) (siehe Tabelle 2).

Tabelle 2: Die Auswirkungen von Denosumab auf das Risiko für neue vertebrale Frakturen

Anteil der Frauen mit Frakturen (%) Absolute Relative

Risikoreduktion (%) Risikoreduktion (%)

Placebo Denosumab (95 % KI) (95 % KI)n = 3 906 n = 3 9020-1 Jahr 2,2 0,9 1,4 (0,8; 1,9) 61 (42; 74)**0-2 Jahre 5,0 1,4 3,5 (2,7; 4,3) 71 (61; 79)**0-3 Jahre 7,2 2,3 4,8 (3,9; 5,8) 68 (59; 74)*

*p < 0,0001; **p < 0,0001 - exploratorische Analyse

Auswirkungen auf Hüftfrakturen

Denosumab zeigte eine relative Risikoreduktion von 40 % (0,5 % absolute Risikoreduktion) für eine

Hüftfraktur über 3 Jahre (p < 0,05). Die Inzidenz von Hüftfrakturen nach 3 Jahren war 1,2 % in der

Placebo-Gruppe verglichen mit 0,7 % in der Denosumab-Gruppe.

In einer Post-hoc-Analyse bei Frauen > 75 Jahre wurde eine relative Risikoreduktion von 62 % mit

Denosumab beobachtet (1,4 % absolute Risikoreduktion, p < 0,01).

Auswirkung auf alle klinischen Frakturen

Denosumab verringerte Frakturen signifikant über alle Frakturtypen/-gruppen hinweg (siehe

Tabelle 3).

Tabelle 3: Die Auswirkungen von Denosumab auf das Risiko klinischer Frakturen über 3 Jahre

Anteil der Frauen mit Absolute Relative

Frakturen (%)+ Risikoreduktion Risikoreduktion

Placebo Denosumab (%) (%)n = 3 906 n = 3 902 (95 % KI) (95 % KI)

Alle klinischen Frakturen1 10,2 7,2 2,9 (1,6; 4,2) 30 (19; 41)***

Klinische vertebrale Frakturen 2,6 0,8 1,8 (1,2; 2,4) 69 (53; 80)***

Nicht-vertebrale Frakturen2 8,0 6,5 1,5 (0,3; 2,7) 20 (5; 33)**

Typische nicht-vertebrale 6,4 5,2 1,2 (0,1; 2,2) 20 (3; 34)*

Frakturen3

Typische Osteoporosebedingte 8,0 5,3 2,7 (1,6; 3,9) 35 (22; 45)***

Frakturen4

*p ≤ 0,05; **p = 0,0106 (sekundärer Endpunkt war in die Korrektur für Multiplizität eingeschlossen);

***p ≤ 0,0001+ Ereignisraten basierend auf Kaplan-Meier-Schätzungen nach 3 Jahren.1 Einschließlich klinischer vertebraler Frakturen und nicht-vertebraler Frakturen.2 Frakturen der Wirbelkörper, des Schädels, des Gesichts, der Mandibula, der Mittelhand und der

Finger- und Zehenglieder ausgeschlossen.3 Einschließlich Frakturen des Beckens, des distalen Femurs, der proximalen Tibia, der Rippen, desproximalen Humerus, des Unterarms und der Hüfte.4 Einschließlich klinischer vertebraler Frakturen, Frakturen der Hüfte, des Unterarms und des Humerusgemäß WHO-Definition.

Bei Frauen mit einer Ausgangs-BMD am Schenkelhals von ≤ -2,5 reduzierte Denosumab das Risikonicht-vertebraler Frakturen (35 % relative Risikoreduktion, 4,1 % absolute Risikoreduktion, p < 0,001,exploratorische Analyse).

Unabhängig von dem Ausgangswert der 10-Jahre-Wahrscheinlichkeit einer Fraktur wurde einekonsistente Reduktion der Inzidenz neuer vertebraler Frakturen, nicht-vertebraler Frakturen und

Hüftfrakturen mit Denosumab über 3 Jahre beobachtet.

Auswirkungen auf die Knochenmineraldichte

Im Vergleich zu Placebo erhöhte Denosumab die BMD nach 1, 2 und 3 Jahren signifikant an allen

Skelettlokalisationen. Nach 3 Jahren erhöhte Denosumab die BMD um 9,2 % an der

Lendenwirbelsäule, 6,0 % an der Gesamthüfte, 4,8 % am Schenkelhals, 7,9 % am

Hüft-Trochanter, 3,5 % am distalen Drittel des Radius und 4,1 % im gesamten Körper(alle p < 0,0001).

In klinischen Studien, die die Auswirkungen einer Unterbrechung der Behandlung mit Denosumabuntersuchten, kehrte die BMD ungefähr auf Werte vor der Behandlung zurück und blieb innerhalbvon 18 Monaten nach der letzten Dosis oberhalb der Werte der Placebo-Gruppe. Diese Daten deutendarauf hin, dass eine kontinuierliche Behandlung mit Denosumab erforderlich ist, um den

Behandlungseffekt des Arzneimittels aufrechtzuerhalten. Die Wiederaufnahme der Behandlung mit

Denosumab führte zu Erhöhungen der BMD vergleichbar mit der ersten Denosumab-Anwendung.

Offene Verlängerungsstudie zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

Insgesamt 4 550 Frauen (2 343 Denosumab und 2 207 Placebo), die in der oben beschriebenen

Zulassungsstudie nicht mehr als eine Dosis des Prüfpräparates ausgelassen und die Studienvisite zum

Monat 36 abgeschlossen hatten, stimmten der Aufnahme in eine auf 7 Jahre angelegte multinationale,multizentrische, offene, einarmige Verlängerungsstudie zur Evaluierung der Langzeitsicherheit und

- wirksamkeit von Denosumab zu. Alle Frauen in der Verlängerungsstudie sollten alle 6 Monate 60 mg

Denosumab sowie täglich Calcium (mindestens 1 g) und Vitamin D (mindestens 400 I.E.) erhalten. Esschlossen insgesamt 2 626 Patientinnen die Verlängerungsstudie ab (d. h. 58 % der Frauen, die in die

Verlängerungsstudie, bzw. 34 % der Frauen, die in die pivotale Zulassungsstudie aufgenommenwurden).

Bei Patienten, die bis zu 10 Jahre mit Denosumab behandelt wurden, erhöhte sich die BMD gegenüberdem Ausgangswert der pivotalen Studie um 21,7 % an der Lendenwirbelsäule, 9,2 % an der

Gesamthüfte, 9,0 % am Schenkelhals, 13,0 % am Trochanter und 2,8 % am distalen Drittel des

Radius. Der mittlere BMD-T-Score an der Lendenwirbelsäule lag am Ende der Studie bei -1,3 bei

Patienten, die 10 Jahre behandelt wurden.

Die Inzidenz von Frakturen wurde als Sicherheitsendpunkt analysiert, aber die Wirksamkeit bei der

Frakturprävention kann wegen einer hohen Abbruchrate und dem offenen Studiendesign nichtabgeschätzt werden. Die kumulative Inzidenz neuer vertebraler und nicht-vertebraler Frakturen lag bei

Patienten, die 10 Jahre mit Denosumab behandelt wurden (n = 1 278) bei etwa 6,8 % bzw. 13,1 %.

Patienten, die aus jeglichen Gründen die Studie nicht abgeschlossen haben, zeigten während der

Behandlung höhere Frakturraten.

13 gesicherte Fälle von Osteonekrosen des Kiefers (ONJ) und 2 gesicherte Fälle von atypischen

Oberschenkelfrakturen traten während der Verlängerungsstudie auf.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei Männern mit Osteoporose

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung von Denosumab einmal alle 6 Monate für 1 Jahrwurden bei 242 Männern im Alter von 31 bis 84 Jahren untersucht. Patienten mit einer geschätztenglomerulären Filtrationsrate (eGFR) < 30 ml/min/1,73 m2 wurden von der Studie ausgeschlossen. Alle

Männer erhielten eine tägliche Ergänzung mit Calcium (mindestens 1 000 mg) und Vitamin D(mindestens 800 I.E.).

Die primäre Wirksamkeitsvariable war die prozentuale Änderung der BMD an der Lendenwirbelsäule.

Die Wirksamkeit bezüglich Frakturen wurde nicht evaluiert. Denosumab erhöhte die BMD signifikantan allen gemessenen Skelettlokalisationen nach 12 Monaten im Vergleich zu Placebo: um 4,8 % ander Lendenwirbelsäule, 2,0 % an der Gesamthüfte, 2,2 % am Schenkelhals, 2,3 % am Hüft-Trochanterund 0,9 % am distalen Drittel des Radius (alle p < 0,05). Denosumab erhöhte die BMD an der

Lendenwirbelsäule bei 94,7 % der Männer nach 1 Jahr gegenüber dem Ausgangswert.

Nach 6 Monaten wurden signifikante BMD-Anstiege an Lendenwirbelsäule, Gesamthüfte,

Schenkelhals und Hüft-Trochanter beobachtet (p < 0,0001).

Knochenhistologie bei postmenopausalen Frauen und Männern mit Osteoporose

Bei 62 postmenopausalen Frauen mit Osteoporose oder niedriger Knochenmasse, die entweder

Osteoporosetherapie-naiv waren oder von einer vorherigen Alendronsäure-Therapie zu einernachfolgenden 1- bis 3-jährigen Behandlung mit Denosumab wechselten, wurde die

Knochenhistologie untersucht. 59 Frauen nahmen an der Knochenbiopsie-Substudie zum Monat 24 (n= 41) und/oder zum Monat 84 (n = 22) der Verlängerungsstudie bei postmenopausalen Frauen mit

Osteoporose teil. Bei 17 Männern mit Osteoporose wurde die Knochenhistologie ebenfalls nach 1 Jahrder Behandlung mit Denosumab untersucht. Ergebnisse von Knochenbiopsien zeigten sowohl einenormale Architektur als auch eine normale Qualität des Knochens. Es fanden sich keine Hinweise auf

Mineralisationsdefekte, Geflechtknochen oder Knochenmarkfibrosen. Histomorphometrische Befundeaus der Verlängerungsstudie bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose zeigten, dass dieantiresorptiven Wirkungen von Denosumab, gemessen mittels Aktivierungsfrequenz und

Knochenbildungsraten, über diesen Zeitraum aufrechterhalten wurden.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit Knochenschwund im Zusammenhang mit

Androgenentzug

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung von Denosumab einmal alle 6 Monate für 3 Jahrewurden bei Männern mit histologisch bestätigtem, nicht-metastasiertem Prostatakarzinom, die eine

ADT erhielten (1 468 Männer im Alter von 48 bis 97 Jahren) und die ein erhöhtes Frakturrisikoaufwiesen (definiert als > 70 Jahre oder < 70 Jahre mit einem BMD-T-Score < -1,0 an der

Lendenwirbelsäule, der Gesamthüfte oder am Schenkelhals oder eine vorbestehende osteoporotische

Fraktur), untersucht. Alle Männer erhielten als tägliche Ergänzung Calcium (mindestens 1 000 mg)und Vitamin D (mindestens 400 I.E.).

Denosumab erhöhte im Vergleich zur Behandlung mit Placebo nach 3 Jahren signifikant die BMD anallen gemessenen Skelettlokalisationen: um 7,9 % an der Lendenwirbelsäule, 5,7 % an der

Gesamthüfte, 4,9 % am Schenkelhals, 6,9 % am Hüft-Trochanter, 6,9 % am distalen Drittel des Radiusund 4,7 % am gesamten Körper (alle p < 0,0001). In einer prospektiv geplanten exploratorischen

Analyse wurde 1 Monat nach der initialen Dosis eine signifikante Erhöhung der BMD an der

Lendenwirbelsäule, der Gesamthüfte, am Schenkelhals und am Hüft-Trochanter beobachtet.

Denosumab zeigte eine signifikante Reduktion des relativen Risikos für neue vertebrale

Frakturen: 85 % (1,6 % absolute Risikoreduktion) nach 1 Jahr, 69 % (2,2 % absolute Risikoreduktion)nach 2 Jahren und 62 % (2,4 % absolute Risikoreduktion) nach 3 Jahren (alle p < 0,01).

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit bei Patienten mit Knochenschwund im Zusammenhang miteiner adjuvanten Therapie mit Aromataseinhibitoren

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Denosumab einmal alle 6 Monate für 2 Jahre wurden bei Frauenmit nicht-metastasiertem Mammakarzinom (252 Frauen im Alter zwischen 35 und 84 Jahren)untersucht. Diese wiesen einen Ausgangs-BMD-T-Score zwischen -1,0 und -2,5 an der

Lendenwirbelsäule, an der Gesamthüfte oder am Schenkelhals auf. Alle Frauen erhielten als tägliche

Ergänzung Calcium (mindestens 1 000 mg) und Vitamin D (mindestens 400 I.E.).

Die primäre Wirksamkeitsvariable war die prozentuale Änderung der BMD an der Lendenwirbelsäule.

Die Wirksamkeit bezüglich Frakturen wurde nicht evaluiert. Im Vergleich zur Behandlung mit

Placebo erhöhte Denosumab nach 2 Jahren signifikant die BMD an allen gemessenen

Skelettlokalisationen: um 7,6 % an der Lendenwirbelsäule, 4,7 % an der Gesamthüfte, 3,6 % am

Schenkelhals, 5,9 % am Hüft-Trochanter, 6,1 % am distalen Drittel des Radius und 4,2 % amgesamten Körper (alle p < 0,0001).

Behandlung von Knochenschwund im Zusammenhang mit systemischer Glucocorticoid-Therapie

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung von Denosumab wurden bei 795 Patienten (70 %

Frauen und 30 % Männern) im Alter zwischen 20 und 94 Jahren untersucht, die mit einer täglichenoralen Gabe von ≥ 7,5 mg Prednison (oder einem vergleichbaren Arzneimittel) behandelt wurden.

Es wurden zwei Subpopulationen untersucht: Glucocorticoid-Weiterbehandlung (tägliche Dosis von≥ 7,5 mg Prednison oder einem Äquivalent im Zeitraum von ≥ 3 Monaten vor Aufnahme in die Studie;n = 505) und Glucocorticoid-Neubehandlung (tägliche Dosis von ≥ 7,5 mg Prednison oder einem

Äquivalent im Zeitraum von < 3 Monaten vor Aufnahme in die Studie; n = 290). Die Patientenwurden randomisiert (1:1), um über einen Zeitraum von 2 Jahren entweder alle 6 Monate 60 mg

Denosumab subkutan oder einmal täglich 5 mg Risedronat oral (aktive Kontrolle) zu erhalten. Die

Patienten erhielten täglich als Ergänzung Calcium (mindestens 1 000 mg) und Vitamin D(mindestens 800 I.E.).

Auswirkungen auf die Knochenmineraldichte (BMD)

In der Subpopulation mit Glucocorticoid-Weiterbehandlung zeigte Denosumab eine größere Erhöhungder BMD an der Lendenwirbelsäule im Vergleich zu Risedronat nach 1 Jahr (Denosumab 3,6 %,

Risedronat 2,0 %; p < 0,001) und nach 2 Jahren (Denosumab 4,5 %, Risedronat 2,2 %; p < 0,001). Inder Subpopulation mit Glucocorticoid-Neubehandlung zeigte Denosumab eine größere Erhöhung der

BMD an der Lendenwirbelsäule im Vergleich zu Risedronat nach 1 Jahr (Denosumab 3,1 %,

Risedronat 0,8 %; p < 0,001) und nach 2 Jahren (Denosumab 4,6 %, Risedronat 1,5 %; p < 0,001).

Außerdem zeigte Denosumab eine signifikant größere mittlere prozentuale BMD-Erhöhung ab

Studienbeginn im Vergleich zu Risedronat an der Gesamthüfte, am Schenkelhals und am Hüft

Trochanter.

Die Studie war nicht dafür ausgelegt, einen Unterschied bei Frakturen aufzuzeigen. Nach 1 Jahr lagdie Häufigkeit neuer radiologischer vertebraler Frakturen bei 2,7 % (Denosumab) versus 3,2 %(Risedronat). Die Häufigkeit von nicht-vertebralen Frakturen lag bei 4,3 % (Denosumab) versus 2,5 %(Risedronat). Nach 2 Jahren lagen die entsprechenden Zahlen bei 4,1 % versus 5,8 % für neueradiologische vertebrale Frakturen und bei 5,3 % versus 3,8 % für nicht-vertebrale Frakturen. Diemeisten Frakturen traten in der Subpopulation mit Glucocorticoid-Weiterbehandlung auf.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern mit Osteogenesis imperfecta im Alter von 2 bis 17 Jahren, 52,3 % männlich, 88,2 %kaukasische Abstammung, wurde eine einarmige Phase-III-Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit,

Sicherheit und Pharmakokinetik durchgeführt. Insgesamt erhielten 153 Patienten anfänglich 1 mg/kg

Denosumab subkutan (s.c.) bis maximal 60 mg alle 6 Monate über einen Zeitraum von 36 Monaten.

Sechzig Patienten wechselten zur Anwendung alle 3 Monate.

Bei der Anwendung alle 3 Monate betrug in Monat 12 die Veränderung des Z-Scores der KMD der

Lendenwirbelsäule gegenüber Baseline 1,01 (0,12) (kleinste Quadrate (LS)-Mittelwerte; standarderror, SE).

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Ereignisse während der Anwendung alle 6 Monatewaren Arthralgie (45,8 %), Schmerzen in den Gliedmaßen (37,9 %), Rückenschmerzen (32,7 %) und

Hyperkalzurie (32,0 %). Hyperkalzämie wurde während der Anwendung alle 6 Monate (19 %) undwährend der Anwendung alle 3 Monate (36,7 %) berichtet. Schwere unerwünschte Ereignisse einer

Hyperkalzämie (13,3 %) wurden während der Anwendung alle 3 Monate berichtet.

In einer Verlängerungsstudie (N = 75) wurden schwere unerwünschte Ereignisse einer Hyperkalzämie(18,5 %) während der Anwendung alle 3 Monate beobachtet.

Die Studien wurden aufgrund des Auftretens lebensbedrohlicher Ereignisse und von

Krankenhausaufenthalten, bedingt durch eine Hyperkalzämie, vorzeitig beendet (siehe Abschnitt 4.2).

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für das Referenzarzneimittel, das Denosumab enthält, eine

Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehrerenpädiatrischen Altersklassen bei der Behandlung von Knochenschwund, der mit der ablativen Therapieder Sexualhormone verbunden ist, und in pädiatrischen Altersklassen unter 2 Jahren bei der

Behandlung von Osteoporose gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach subkutaner Anwendung einer Dosis von 1,0 mg/kg, die annähernd der zugelassenen Dosis von60 mg entspricht, betrug die auf AUC (area under the curve, Fläche unter der Kurve) basierende

Exposition 78 % im Vergleich zu einer intravenösen Anwendung bei gleicher Dosierung. Bei einersubkutanen Dosis von 60 mg trat die maximale Denosumab-Serumkonzentration (Cmax) von 6 µg/ml(Bereich 1 bis 17 µg/ml) nach 10 Tagen (Bereich 2 bis 28 Tage) auf.

Biotransformation

Denosumab ist als natives Immunglobulin ausschließlich aus Aminosäuren und Kohlenhydratenaufgebaut. Es ist unwahrscheinlich, dass es über Mechanismen der hepatischen Metabolisierungausgeschieden wird. Es ist zu erwarten, dass die Metabolisierung und Elimination dem Weg des

Abbaus von Immunglobulinen folgen, resultierend in der Degradierung zu kleinen Peptiden undeinzelnen Aminosäuren.

Elimination

Nach dem Erreichen von Cmax nahmen die Serumspiegel mit einer Halbwertszeit von 26 Tagen(Bereich 6 bis 52 Tage) über einen Zeitraum von 3 Monaten (Bereich 1,5 bis 4,5 Monate) ab. Sechs

Monate nach Anwendung konnten bei 53 % der Patienten keine messbaren Mengen von Denosumabnachgewiesen werden.

Bei wiederholter subkutaner Dosierung von 60 mg einmal alle 6 Monate wurde keine Akkumulationoder Veränderung der Denosumab-Pharmakokinetik beobachtet. Die Pharmakokinetik von

Denosumab war bei Frauen und Männern vergleichbar und wurde nicht durch die Bildung von

Denosumab-bindenden Antikörpern beeinflusst. Alter (28 bis 87 Jahre), ethnische Zugehörigkeit und

Krankheitsstatus (geringe Knochenmasse oder Osteoporose, Prostata- oder Mammakarzinom)scheinen keinen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Denosumab zu haben.

Basierend auf der AUC und der Cmax wurde ein Trend zwischen höherem Körpergewicht undgeringerer Exposition beobachtet. Da die pharmakodynamischen Effekte, basierend auf

Knochenumsatzmarkern und Anstieg der BMD, konsistent über einen breiten Bereich des

Körpergewichtes waren, wird dieser Trend jedoch nicht als klinisch bedeutsam eingestuft.

Linearität/Nicht-Linearität

In Studien zum Dosierungsbereich wies Denosumab eine nicht-lineare, dosisabhängige

Pharmakokinetik auf. Dabei war die Clearance bei höheren Dosierungen oder Konzentrationengeringer, aber der Expositionsanstieg für Dosierungen ab 60 mg und höher war ungefähr proportionalzur Dosis.

Nierenfunktionsstörung

In einer Studie bei 55 Patienten mit unterschiedlichem Grad der Nierenfunktion, einschließlichdialysepflichtiger Patienten, hatte der Grad der Nierenfunktionsstörung keine Auswirkungen auf die

Pharmakokinetik von Denosumab.

Leberfunktionsstörung

Es wurde keine spezifische Studie bei Patienten mit Leberfunktionsstörung durchgeführt. Im

Allgemeinen werden monoklonale Antikörper nicht über Mechanismen der hepatischen

Metabolisierung eliminiert. Es wird nicht davon ausgegangen, dass eine Leberfunktionsstörung die

Pharmakokinetik von Denosumab beeinflusst.

Kinder und Jugendliche

Jubbonti darf nicht bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

In einer Phase-III-Studie mit pädiatrischen Patienten mit Osteogenesis imperfecta (N = 153) wurdenmaximale Konzentrationen von Denosumab im Serum an Tag 10 in allen Altersgruppen beobachtet.

Bei der Anwendung alle 3 Monate und alle 6 Monate wurde beobachtet, dass die mittleren

Talkonzentrationen von Denosumab im Serum bei Kindern im Alter von 11 bis 17 Jahren höherwaren; Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren wiesen die niedrigsten mittleren Talkonzentrationen auf.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

In Studien zur Toxizität bei Einmalgabe oder wiederholter Anwendung bei Javaneraffen wurden

Denosumab-Dosierungen verwendet, die - verglichen mit der empfohlenen humantherapeutischen

Dosis - in einer 100- bis 150-fach höheren systemischen Exposition resultierten. Diese Dosierungenhatten keinen Einfluss auf die kardiovaskuläre Physiologie, oder die männliche oder weibliche

Fertilität und verursachten keine spezifischen Toxizitäten an Zielorganen.

Standardtests zur Untersuchung des genotoxischen Potenzials von Denosumab wurden nichtdurchgeführt, da solche Tests für dieses Molekül nicht relevant sind. Bedingt durch seine

Eigenschaften ist es jedoch unwahrscheinlich, dass Denosumab genotoxisches Potenzial besitzt.

Das karzinogene Potenzial von Denosumab wurde nicht in Langzeitstudien mit Tieren untersucht.

In präklinischen Studien mit Knockout-Mäusen ohne RANK oder RANKL wurde beim Fötus eine

Beeinträchtigung der Lymphknotenbildung beobachtet. Ebenso wurde bei Knockout-Mäusen ohne

RANK oder RANKL eine fehlende Milchproduktion aufgrund einer Hemmung der

Brustdrüsenreifung (lobulo-alveoläre Drüsenentwicklung während der Trächtigkeit) beobachtet.

In einer Studie mit Javaneraffen, bei denen Denosumab während eines dem ersten Trimesterentsprechenden Zeitraums mit AUC-Expositionen angewendet wurde, die bis zu 99-fach höher warenals die humantherapeutische Dosis (60 mg alle 6 Monate), gab es keinen Nachweis mütterlicher oderfetaler Schädigung. Fetale Lymphknoten wurden in dieser Studie nicht untersucht.

In einer weiteren Studie bei Javaneraffen, bei denen Denosumab während der gesamten Trächtigkeitmit AUC-Expositionen angewendet wurde, die 119-fach höher waren als die humantherapeutische

Dosis (60 mg alle 6 Monate), gab es einen Anstieg von Fehlgeburten und postnataler Mortalität;abnormes Knochenwachstum mit dem Ergebnis reduzierter Knochenstärke, reduzierte Hämatopoeseund Zahnfehlstellungen; Fehlen von peripheren Lymphknoten; vermindertes neonatales Wachstum.

Es wurde kein NOAEL (no observed adverse effect level - Dosis ohne beobachtete schädigende

Wirkung) für den Einfluss auf die Reproduktion ermittelt. Nach einem Zeitraum von 6 Monaten nachder Geburt zeigte sich eine Wiederherstellung der knochenbezogenen Veränderungen, und es gabkeine Auswirkungen auf den Zahndurchbruch. Die Auswirkungen auf Lymphknoten und

Zahnfehlstellungen persistierten jedoch, und bei einem Tier wurde geringe bis mäßige Mineralisierungin mehreren Geweben beobachtet (Zusammenhang mit der Behandlung ungewiss). Es gab keinen

Nachweis für eine maternale Schädigung vor der Entbindung; gelegentlich traten unerwünschtematernale Effekte während der Entbindung auf. Die Entwicklung der maternalen Brustdrüse warnormal.

In präklinischen Studien zur Knochenqualität bei Affen unter Langzeitbehandlung mit Denosumabging eine Reduktion des Knochenumsatzes mit einer Verbesserung der Knochenfestigkeit und mitnormaler Knochenhistologie einher. Bei ovarektomierten Affen, die mit Denosumab behandeltwurden, waren die Calciumspiegel vorübergehend verringert und die Parathormonspiegelvorübergehend erhöht.

In transgenen männlichen Mäusen, die humane RANK-Liganden (huRANKL) exprimieren('Knockin-Mäuse“) und bei denen eine transkortikale Fraktur ausgelöst worden war, verzögerte

Denosumab im Vergleich zur Kontrolle den Abbau des Knorpels und den Umbau des Fraktur-Kallus.

Die biomechanische Festigkeit war jedoch nicht nachteilig beeinflusst.

Knockout-Mäuse (siehe Abschnitt 4.6) ohne RANK oder RANKL zeigten reduziertes Körpergewicht,reduziertes Knochenwachstum und Fehlen des Zahndurchbruchs. Bei neonatalen Ratten ging die

RANKL-Inhibition (Ziel der Denosumab-Therapie) mit hohen Dosierungen eines Konstrukts aus

Osteoprotegerin, das an Fc gebunden war (OPG-Fc), mit einer Inhibition des Knochenwachstums unddes Zahndurchbruchs einher. Diese Änderungen waren in diesem Modell teilweise reversibel, wenndie Anwendung von RANKL-Inhibitoren abgesetzt wurde. Adoleszente Primaten, die mit den 27- und150-fachen (10 und 50 mg/kg Dosis) Dosierungen der klinischen Exposition von Denosumabbehandelt wurden, zeigten abnormale Wachstumsfugen. Daher könnte die Behandlung mit

Denosumab bei Kindern mit offenen Wachstumsfugen zu einem beeinträchtigten Knochenwachstumund zu einer Hemmung des Zahndurchbruchs führen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Essigsäure 99 %*

Sorbitol (E 420)

Polysorbat 20

Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)*

Salzsäure (zur pH-Wert-Einstellung)

Wasser für Injektionszwecke

* Der Acetatpuffer wird durch Mischen von Essigsäure mit Natriumhydroxid gebildet.

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

Jubbonti kann nach der Entnahme aus dem Kühlschrank bis zu 30 Tage bei Raumtemperatur (biszu 25 °C) im Umkarton aufbewahrt werden, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Es muss innerhalbdieser 30-Tage-Frist verwendet werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren.

Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

1 ml Lösung in einer Fertigspritze zum Einmalgebrauch aus Glas Typ I mit 29 Gauge-Injektionsnadel,hergestellt aus rostfreiem Stahl, mit Schutzvorrichtung, einer Nadelkappe aus Gummi(thermoplastisches Elastomer) einem Kolbenstopfen aus Gummi (Bromobutyl-Kautschuk) und einem

Kolben aus Kunststoff.

Packungsgröße mit einer Fertigspritze mit Schutzvorrichtung.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

* Vor der Anwendung sollte die Lösung optisch überprüft werden. Injizieren Sie die Lösungnicht, falls sie trübe ist oder sichtbare Partikel enthält.

* Nicht schütteln.

* Um Beschwerden an der Injektionsstelle zu vermeiden, sollte die Fertigspritze vor der Injektion

Raumtemperatur (bis zu 25 °C) erreichen und die Injektion langsam erfolgen.

* Den gesamten Inhalt der Fertigspritze injizieren.

Vollständige Gebrauchsanweisungen finden sich in der Packungsbeilage in Abschnitt 7'Gebrauchsanweisung“.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Sandoz GmbH

Biochemiestr. 106250 Kundl

Österreich

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/24/1813/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 16. Mai 2024

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.