Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels YTTRIGA 0.1-300GBq / ml lösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Yttriga Markerzubereitung, Lösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 ml steriler Lösung enthält am Kalibrierzeitpunkt 0,1 bis 300 GBq Yttrium-90 (entsprechend 0,005bis 15 Mikrogramm Yttrium-90 (90Y)Yttrium(III)-chlorid).
Jede Durchstechflasche zu 3 ml enthält 0,1 bis 300 GBq, entsprechend 0,005 bis 15 Mikrogramm
Yttrium-90 am Kalibrierzeitpunkt. Das Volumen beträgt 0,02 bis 3 ml.
Jede Durchstechflasche zu 10 ml enthält 0,1 bis 300 GBq, entsprechend 0,005 bis 15 Mikrogramm
Yttrium-90 am Kalibrierzeitpunkt. Das Volumen beträgt 0,02 bis 5 ml. Die theoretische spezifische
Aktivität liegt bei 20 GBq/Mikrogramm Yttrium-90 (siehe Abschnitt 6.5).
(90Y)Yttrium(III)-chlorid entsteht durch Zerfall seines radioaktiven Mutternuklids Strontium-90. Eszerfällt durch Emission von Betastrahlung von 2,281 MeV (99,98 %) maximaler Energie in stabiles
Zirkonium (90Zr).
Yttrium-90 hat eine Halberwertzeit von 2,67 Tagen (64,1 Stunden).
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Markerzubereitung, Lösungklare, farblose Lösung, frei von Partikeln
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Nur für die radioaktive Markierung von Trägermolekülen, die speziell für die radioaktive Markierungmit diesem Radionuklid entwickelt und zugelassen wurden.
Markerzubereitung - Nicht zur direkten Anwendung an Patienten bestimmt!
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Yttriga darf nur von Spezialisten mit Erfahrung in der radioaktiven in-vitro-Markierung angewendetwerden.
DosierungDie für die radioaktive Markierung benötigte Menge Yttriga, und die Menge des Yttrium-90-markierten Arzneimittels, das anschließend angewendet wird, hängt von dem radioaktiv zumarkierenden Arzneimittel und dessen Anwendungsbereich ab. Siehe dazu die ‚Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen radioaktiv zu markierenden
Arzneimittels.
Art der AnwendungYttriga dient der in-vitro-Markierung von Arzneimitteln, die anschließend auf die zugelassene Art und
Weise anzuwenden sind.
Weitere Informationen zur Zubereitung des Arzneimittels siehe unter Abschnitt 12.
4.3 Kontraindikationen
Yttriga darf dem Patienten nicht direkt appliziert werden.
Yttriga ist in den folgenden Fällen kontraindiziert:
- Überempfindlichkeit gegen (90Y)Yttrium(III)-chlorid oder gegen einen der sonstigen
Bestandteile
Yttrium-90-markierte Arzneimittel sind in den folgenden Fällen kontraindiziert:
- Bestätigte oder vermutete Schwangerschaft oder wenn eine Schwangerschaft nichtausgeschlossen werden konnte (siehe Abschnitt 4.6).
Informationen über Gegenanzeigen bestimmter mit Yttrium-90 markierter Arzneimittel, die durchradioaktive Markierung mit Yttriga zubereitet werden, sind der ‚Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen zu markierenden Arzneimittels zu entnehmen.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Der Inhalt der Durchstechflasche mit Yttriga darf dem Patienten nicht direkt gegeben werden, sondernmuss für die radioaktive Markierung von Trägermolekülen, wie monoklonalen Antikörpern, Peptidenoder anderen Substraten, verwendet werden.
Radioaktive Arzneimittel dürfen nur von autorisierten Personen in speziell dafür bestimmtenklinischen Einrichtungen in Empfang genommen, verwendet und verabreicht werden. Entgegennahme,
Lagerung, Anwendung, Transport und Entsorgung unterliegen den Vorschriften und entsprechenden
Genehmigungen der zuständigen Behörden.
Radioaktive Arzneimittel dürfen nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor ionisierenden Strahlen undunter Beachtung pharmazeutischer Qualitätsanforderungen zubereitet werden.
Informationen über Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung von Yttrium-90-markierten Arzneimitteln sind der ‚Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen.
Mit besonderer Sorgfalt sollte bei der Anwendung von radioaktiven Arzneimitteln bei Kindern und
Jugendlichen (im Alter von 2 bis 16 Jahren) vorgegangen werden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zu den Wechselwirkungen von (90Y)Yttrium(III)-chlorid mit anderen
Arzneimitteln durchgeführt, da Yttriga eine Markerlösung für die radioaktive Markierung von
Arzneimitteln ist.
Informationen über Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Yttrium-90markierten Arzneimitteln sind der ‚Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen AlterFrauen im gebärfähigen Alter müssen vor und nach der Behandlung eine zuverlässige
Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftYttrium-90-markierte Arzneimittel sind bei bestätigter oder vermuteter Schwangerschaft oder wenneine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden konnte kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
StillzeitBevor ein radioaktives Arzneimittel einer stillenden Mutter gegeben wird, ist zu prüfen, ob die
Anwendung auf einen Zeitpunkt nach Beendigung der Stillzeit verschoben werden kann. Falls sich die
Anwendung nicht verschieben lässt, muss eine stillende Mutter angewiesen werden, abzustillen.
Weitere Informationen über die Anwendung eines Yttrium-90-markierten Arzneimittels während
Schwangerschaft und Stillzeit sind der ‚Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels’ desjeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zu entnehmen.
FertilitätInformationen hinsichtlich der Fertilität bei Anwendung eines Yttrium-90-markierten Arzneimittelssind der ‚Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels’ des jeweiligen radioaktiv zumarkierenden Arzneimittels zu entnehmen.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen nach der Behandlungmit Yttrium-90-markierten Arzneimitteln sind der ‚Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen.
4.8 Nebenwirkungen
Mögliche unerwünschte Reaktionen in Folge einer intravenösen Gabe von Yttrium-90-markierten
Arzneimitteln, die durch die radioaktive Markierung mit Yttriga zubereitet werden, hängen von demjeweiligen Arzneimittel ab. Diesbezügliche Informationen sind der ‚Zusammenfassung der Merkmaledes Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen. Bei jedem Patienten ist abzuwägen, ob der zu erwartende klinische Nutzen die Expositiongegenüber ionisierender Strahlung rechtfertigt. Die anzuwendende Aktivität ist so zu wählen, dass dieresultierende Strahlendosis so niedrig wie möglich ist, um die beabsichtigte therapeutische Wirkungzu erzielen.
Die Exposition mit ionisierender Strahlung wird in Verbindung gebracht mit dem Auftreten von Krebsund einem Potential für die Entwicklung von genetisch bedingten Krankheiten.
Die aus der therapeutischen Exposition resultierende Strahlendosis kann eine höhere Inzidenz von
Krebserkrankungen und Mutationen zur Folge haben. In allen Fällen ist es notwendig sicherzustellen,dass die Risiken der Bestrahlung geringer sind als die, die unmittelbar von der zu behandelnden
Erkrankung ausgehen.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Das Vorliegen von freiem (90Y)Yttrium(III)-chlorid im Körper nach einer versehentlichen Gabe von
Yttriga hat eine vermehrte Knochenmarkstoxizität und Schädigung der hämatopoetischen
Stammzellen zur Folge.
Daher muss im Fall einer unbeabsichtigten Gabe von Yttriga die Radiotoxizität für den Patientenreduziert werden durch die sofortige (d.h. innerhalb einer Stunde erfolgende) Gabe von
Zubereitungen, die Chelatbildner enthalten, wie Ca-DTPA oder Ca-EDTA, damit die Elimination des
Radionuklids aus dem Organismus beschleunigt wird.
In medizinischen Einrichtungen, die Yttriga zur Markierung von Trägermolekülen zu therapeutischen
Zwecken einsetzen, müssen die folgenden Antidote vorrätig gehalten werden:
- DTPA-Ca (Calcium-trinatrium-pentetat) oder
- EDTA-Ca (Edetinsaeure, Calciumsalz).
Diese Chelatbildner wirken der von Yttrium ausgehenden Radiotoxizität durch einen Austausch des
Calciumions gegen Yttrium aufgrund ihrer Fähigkeit zur Bildung wasserlöslicher Komplexe mit denchelatbildenden Liganden (DTPA, EDTA) entgegen. Diese Komplexe werden rasch über die Nierenausgeschieden.
1 g der Chelatbildner sollte langsam über 3 bis 4 Minuten intravenös injiziert oder als Infusiongegeben werden (1 g in 100 - 250 ml Glucose oder isotonischer Natriumchloridlösung).
Die Chelatbildung ist am stärksten unmittelbar bzw. in der ersten Stunde nach erfolgter Exposition,wenn das Radionuklid in den Gewebeflüssigkeiten und dem Plasma zirkuliert bzw. diese erreicht.
Wenn jedoch bereits mehr als eine Stunde seit Expositionsbeginn verstrichen ist, bedeutet dies nichtzwangsläufig, dass ein Chelatbildner nicht mehr erfolgreich als Antidot eingesetzt werden kann.
Die intravenöse Gabe sollte jedoch nicht um mehr als 2 Stunden verzögert erfolgen.
In jedem Fall müssen die hämatologischen Parameter des Patienten überwacht und sofortentsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, wenn sich Hinweise auf eine
Knochenmarksschädigung ergeben.
Die Toxizität von unkonjugiertem Yttrium-90 welches durch in-vivo-Freisetzung von dem markierten
Biomolekül während der Therapie im Körper freigesetzt werden kann, kann durch eine anschließende
Applikation von Chelatbildnern verringert werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Radiotherapeutika, ATC-Code: V10X
Die pharmakodynamischen Eigenschaften von Yttrium (90Y)-markierten Arzneimitteln, die vor der
Anwendung durch eine radioaktive Markierung mit Yttriga zubereitet wurden, hängen von der Art desradioaktiv zu markierenden Arzneimittels ab. Siehe dazu auch die ‚Zusammenfassung der Merkmaledes Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Yttrium-90 -markierten Arzneimitteln, die vor der
Anwendung durch eine radioaktive Markierung mit Yttriga zubereitet wurden, hängen von der Art desjeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels ab.
Bei der Ratte wird (90Y)Yttrium(III)-chlorid nach intravenöser Gabe rasch aus dem Blut eliminiert.
Nach einer Stunde und nach 24 Stunden geht die Radioaktivität im Blut von 11,0 % auf 0,14 % derangewendeten Aktivität zurück. Die zwei Hauptorgane, in denen sich (90Y)Yttrium(III)-chloridanreichert, sind Leber und Knochen. In der Leber werden 18 % der injizierten Aktivität 5 Minutennach der Injektion aufgenommen. Die Aufnahme in die Leber geht 24 Stunden nach erfolgter Injektionauf 8,4 % zurück. In den Knochen steigt der Prozentsatz der injizierten Aktivität von 3,1 % nach 5
Minuten auf 18 % nach 6 Stunden an und fällt dann mit der Zeit wieder ab. Die Ausscheidung über
Stuhl und Urin erfolgt langsam: ca. 31 % der gegebenen Aktivität werden in 15 Tagen eliminiert.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die toxikologischen Eigenschaften von Yttrium-90 -markierten Arzneimitteln, die vor der Anwendungdurch eine radioaktive Markierung mit Yttriga zubereitet wurden, hängen von der Art des jeweiligenradioaktiv zu markierenden Arzneimittels ab.
Es sind keine Daten zur Toxizität von (90Y)Yttrium(III)-chlorid, noch Angaben über seine Wirkungauf die Reproduktion bei Tieren bzw. das mutagene oder karzinogene Potential verfügbar.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
6.2 Inkompatibilitäten
Die radioaktive Markierung von Arzneimitteln, wie monoklonale Antikörper, Peptide oder andere
Substrate, mit (90Y)Yttrium(III)-chlorid ist extrem empfindlich gegenüber Verunreinigungen durch
Metallspuren.
Die sorgfältige Reinigung aller Glasgeräte, Kanülen, usw. für die Zubereitung des radioaktiv zumarkierenden Arzneimittels ist von größter Bedeutung, um solche Verunreinigungen durch
Metallspuren zu vermeiden. Um den Grad an Verunreinigungen durch Metallspuren so gering wiemöglich zu halten, sollten ausschließlich Kanülen (z. B. nicht-metallische) verwendet werden, deren
Säureresistenz erwiesen ist.
6.3 Haltbarkeit
bis zu 12 Tage ab Herstellungsdatum
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Die Lagerung muss den nationalen Bestimmungen für radioaktive Substanzen entsprechen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Farblose Durchstechflasche, Typs I Glas, 3 ml mit V-förmigem Boden oder farblose
Durchstechflasche, Typ I Glas, 10 ml mit flachem Boden mit einem Stopfen aus Silikon, verschlossenmit einem Aluminiumsiegel.
Packungsgröße: 1 Durchstechflasche
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Entsorgungsmaßnahmen
Aufgrund der Radiolyse kann in der Durchstechflasche ein hoher Druck bestehen (siehe Abschnitt 12).
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH
Robert-Rössle-Str. 10
D-13125 Berlin
Deutschland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/05/322/001 (3 ml Durchstechflasche mit V-förmigem Boden)
EU/1/05/322/002 (10 ml Durchstechflasche mit flachem Boden)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
Datum der Zulassung: 19/01/2006
Datum der Verlängerung der Zulassung: 06/01/2011
11. DOSIMETRIE
Die von den unterschiedlichen Organen nach der Gabe eines Yttrium (90Y)-markierten Arzneimittelsaufgenommene Strahlendosis hängt von dem jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittelab. Informationen zur Strahlendosimetrie der verschiedenen Arzneimittel nach Gabe in Form derradioaktiv markierten Zubereitung sind der ‚Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels’/‚Packungsbeilage’ des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen.
Mit Hilfe der nachfolgenden Dosimetrietabelle kann der Anteil von nicht konjugiertem Yttrium-90an der Strahlenbelastung nach Gabe eines Yttrium-90 -markierten Arzneimittels oder nachversehentlicher direkter intravenöser Injektion von Yttriga abgeschätzt werden.
Die Schätzwerte der Dosimetrie gingen auf eine Studie zur Biodistribution bei der Ratte zurück, unddie Berechnungen wurden in Übereinstimmung mit den MIRD/ICRP 60-Empfehlungenvorgenommen. Die Zeitpunkte, zu denen die Bestimmungen vorgenommen wurden, waren5 Minuten und 1, 6, 24, 96 und 360 Stunden.
Absorbierte Dosis pro verabreichter Aktivität (mSv/MBq)
Organ Erwachsene 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahr Neugeborene(70 kg) (50 kg) (30 kg) (17 kg) (10 kg) (5 kg)
Nebenniere 7,23 E-01 1,09 E+00 2,53 E+00 3,62 E+00 7,23 E+00 2,17 E+01
Blut 4,20 E-02 6,29 E-02 1,47 E-01 2,10 E-01 4,19 E-01 1,26 E+00
Knochenmark 2,58 E+00 3,88 E+00 9,05 E+00 1,29 E+01 2,58 E+01 7,75 E+01
Gehirn 8,60 E-03 1,29 E-02 3,01 E-02 4,30 E-02 8,60 E-02 2,58 E-01
Skelett 5,82 E-01 8,72 E-01 2,04 E+00 2,91 E+00 5,82 E+00 1,75 E+01
Dickdarm 2,30 E-02 3,46 E-02 8,06 E-02 1,15 E-01 2,30 E-01 6,91 E-01
Oberschenkel- 7,76 E+00 1,16 E+01 2,72 E+01 3,88 E+01 7,76 E+01 2,33 E+02knochen
Gastrointestinaler
Inhalt 1,22 E-01 1,83 E-01 4,26 E-01 6,09 E-01 1,22 E+00 3,66 E+00
Herz 2,53 E-01 3,79 E-01 8,85 E-01 1,26 E+00 2,53 E+00 7,59 E+00
Ileum 1,16 E-02 1,74 E-02 4,06 E-02 5,81 E-02 1,16 E-01 3,48 E-01
Nieren 2,35 E+00 3,53 E+00 8,24 E+00 1,18 E+01 2,35 E+01 7,06 E+01
Leber 1,27 E+00 1,91 E+00 4,46 E+00 6,37 E+00 1,27 E+01 3,82 E+01
Lungen 4,23 E-01 6,34 E-01 1,48 E+00 2,11 E+00 4,23 E+00 1,27 E+01
Ovarien 3,33 E-01 4,99 E-01 1,17 E+00 1,66 E+00 3,33 E+00 9,99 E+00
Pankreas 7,90 E-02 1,18 E-01 2,76 E-01 3,95 E-01 7,90 E-01 2,37 E+00
Skelettmuskeln 6,12 E-04 9,17 E-04 2,14 E-03 3,06 E-03 6,12 E-03 1,83 E-02
Haut 1,02 E-01 1,53 E-01 3,58 E-01 5,11 E-01 1,02 E+00 3,06 E+00
Milz 4,90 E-01 7,36 E-01 1,72 E+00 2,45 E+00 4,90 E+00 1,47 E+01
Magen 6,47 E-02 9,70 E-02 2,26 E-01 3,23 E-01 6,47 E-01 1,94 E+00
Thymus 7,34 E-02 1,10 E-01 2,57 E-01 3,67 E-01 7,34 E-01 2,20 E+00
Schilddrüse 9,99 E-01 1,50 E+00 3,50 E+00 5,00 E+00 9,99 E+00 3,00 E+01
Harnblase 3,62 E-01 5,44 E-01 1,27 E+00 1,81 E+00 3,62 E+00 1,09 E+01
Uterus 1,51 E-02 2,26 E-02 5,28 E-02 7,55 E-02 1,51 E-01 4,53 E-01
Effektive
Dosis pro 6,65 E-01 9,98 E-01 2,33 E+00 3,33 E+00 6,65 E+00 1,99 E+1verabreichter
Aktivität(mSv/MBq)
Für dieses Arzneimittel beträgt die effektive Dosis 665 mSv nach intravenöser Gabe von 1 GBq beieinem Erwachsenen mit einem Gewicht von 70 kg.
12. ANWEISUNGEN FÜR DIE ZUBEREITUNG VON RADIOPHARMAZEUTISCHEN ARZNEIMITTELN
Vor der Anwendung müssen die Unversehrtheit der Verpackung und die Radioaktivität überprüftwerden. Die Aktivitätsmessung kann unter Verwendung einer Ionisationskammer erfolgen. Yttrium-90 ist ein reiner Beta-Strahler. Aktivitätsmessungen mit einer Ionisationskammer sind stark abhängigvon geometrischen Faktoren und sollten daher nur unter geometrischen Bedingungen durchgeführtwerden, die entsprechend validiert sind.
Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Sterilität und Radioaktivität sind zu beachten.
Die Durchstechflasche darf auf keinen Fall geöffnet werden; die Bleiabschirmung darf nicht entferntwerden. Der Inhalt der Durchstechflasche muss unter aseptischen Bedingungen nach Durchstechen deszuvor desinfizierten Stopfens mit einer sterilisierten Einwegkanüle und -spritze entnommen werden.
Es müssen geeignete Vorsichtsmaßnahmen entsprechend den Anforderungen der 'Guten
Herstellungspraxis (GMP) für Arzneimittel“ getroffen werden, um die Sterilität von Yttriga zuerhalten und sterile Bedingungen während des Markierungsvorganges sicherzustellen.
Die Anwendung von radioaktiven Arzneimitteln birgt für andere Personen Risiken, die von eineräußerlichen Bestrahlung oder Kontamination durch verschütteten Urin, Erbrochenes usw. ausgehen.
Es sind daher entsprechende Strahlenschutzmaßnahmen in Übereinstimmung mit den nationalen
Vorschriften zu treffen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallstoffe ist gemäß den örtlichen Bestimmungen zuentsorgen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.