Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels YTRACIS 1.850 GBq / ml lösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
YTRACIS Markerzubereitung, Lösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
1 ml sterile Lösung enthält 1,850 GBq (90Y)Yttrium(III)-chlorid entsprechend 92 ng Yt am Datum der
Kalibrierung.
Eine Durchstechflasche enthält 0,925 bis 3,700 GBq (siehe Abschnitt 6.5).
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Markerzubereitung, Lösung.
Klare, farblose Lösung, frei von Partikeln.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Nur für die radioaktive Markierung von Trägermolekülen, die speziell für die radioaktive Markierungmit diesem Radionuklid entwickelt und zugelassen wurden.
Markerzubereitung - Nicht zur direkten Anwendung an Patienten bestimmt!
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
YTRACIS darf nur von Spezialisten mit entsprechender Erfahrung verwendet werden.
Die für die radioaktive Markierung benötigte Menge YTRACIS und die Menge des (90Y)Yttrium-markierten Arzneimittels, das dann anschließend angewendet wird, hängt von dem radioaktiv zumarkierenden Arzneimittel und dessen Anwendungsbereich ab. Siehe dazu die ”Zusammenfassungder Merkmale des Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des radioaktiv zu markierenden Arzneimittels.
YTRACIS dient der radioaktiven in vitro-Markierung von Arzneimitteln, die anschließend auf diezugelassene Art und Weise zu geben sind.
4.3 Kontraindikationen
YTRACIS darf dem Patienten nicht direkt appliziert werden.
YTRACIS ist in den folgenden Fällen kontraindiziert:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Bestätigte oder vermutete Schwangerschaft oder wenn eine Schwangerschaft nicht sicherausgeschlossen werden kann (siehe Abschnitt 4.6).
Informationen über Gegenanzeigen bestimmter mit (90Y)Yttrium-markierter Arzneimittel, die durchradioaktive Markierung mit YTRACIS zubereitet werden, sind der ”Zusammenfassung der Merkmaledes Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des jeweiligen zu markierenden Arzneimittels zu entnehmen.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Der Inhalt der Durchstechflasche mit YTRACIS darf dem Patienten nicht direkt gegeben werden,sondern muss für die radioaktive Markierung von Trägermolekülen wie monoklonalen Antikörpern,
Peptiden oder anderen Substraten verwendet werden.
Radioaktive Arzneimittel dürfen nur von speziell autorisierten Personen in speziell dafür bestimmtenklinischen Einrichtungen in Empfang genommen und verwendet werden. Entgegennahme, Lagerung,
Anwendung, Transport und Entsorgung unterliegen den Vorschriften und entsprechenden
Genehmigungen der zuständigen Behörden.
Die Zubereitung radioaktiver Arzneimittel hat vom Anwender unter Berücksichtigung dereinschlägigen Bestimmungen des Strahlenschutzes sowie den Anforderungen an die pharmazeutische
Qualität zu erfolgen.
Informationen über Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung von (90Y)Yttrium-markierten Arzneimitteln sind der ”Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zu entnehmen.
Mit besonderer Sorgfalt sollte bei der Anwendung von radioaktiv markierten Arzneimitteln bei
Kindern und Jugendlichen vorgegangen werden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt.
Informationen über Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von (90Y)Yttrium-markierten Arzneimitteln sind der ”Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
YTRACIS ist kontraindiziert, wenn eine Schwangerschaft nachweislich vorliegt oder vermutet wirdbzw. wenn eine Schwangerschaft zuvor nicht sicher ausgeschlossen wurde (siehe dazu auch Abschnitt4.3 Gegenanzeigen).
Wenn bei gebärfähigen Frauen die Notwendigkeit besteht, radioaktiv markierte Arzneimittelanzuwenden, ist grundsätzlich abzuklären, ob eine Schwangerschaft besteht. Bei Ausbleiben der
Monatsblutung ist eine Frau bis zum Beweis des Gegenteils als schwanger einzustufen. Es solltenimmer alternative Methoden in Betracht gezogen werden, die keine ionisierende Strahlung beinhalten.
Behandlungsmethoden, die den Einsatz von Radionukliden beinhalten, bedeuten bei schwangeren
Frauen immer auch eine Strahlenbelastung für das ungeborene Kind.
Die nach der Anwendung von (90Y)Yttrium-markierten Arzneimitteln auf den Uterus einwirkende
Strahlung hängt von dem jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittel ab und ist der”Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des entsprechenden
Arzneimittels zu entnehmen.
Bevor ein radioaktiv markiertes Arzneimittel einer stillenden Mutter gegeben wird, ist zu prüfen, obdie Anwendung auf einen Zeitpunkt nach Beendigung der Stillzeit verschoben werden kann. Falls sichdie Anwendung nicht verschieben lässt, muss eine stillende Mutter angewiesen werden, abzustillen.
Informationen über die Anwendung von (90Y)Yttrium-markierten Arzneimitteln während
Schwangerschaft und Stillzeit sind der ”Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von
Maschinen durchgeführt.
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen nach der Behandlungmit (90Y)Yttrium-markierten Arzneimittel sind der ”Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des jeweiligen Arzneimittels zu entnehmen.
4.8 Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen in Folge einer intravenösen Gabe von (90Y)Yttrium-markierten
Arzneimitteln, die durch die radioaktive Markierung mit YTRACIS zubereitet werden, hängen vondem jeweiligen Arzneimittel ab. Diesbezügliche Informationen sind der ”Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen. Bei jedem Patienten ist abzuwägen, ob die Exposition gegenüber ionisierender Strahlungden zu erwartenden klinischen Nutzen rechtfertigt. Die anzuwendende Aktivität ist so zu wählen, dassdie resultierende Strahlendosis so niedrig wie möglich ist, um die beabsichtigte therapeutische
Wirkung zu erzielen.
Die aus der therapeutischen Exposition resultierende Strahlendosis kann eine höhere Inzidenz von
Krebserkrankungen und Mutationen zur Folge haben. In allen Fällen ist es notwendig sicherzustellen,dass die Risiken der Bestrahlung geringer sind als die, die unmittelbar von der zu behandelnden
Erkrankung ausgehen.
Die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung wird mit der Entstehung von Krebserkrankungenund einem Potential für die Entwicklung von angeborenen Missbildungen in Verbindung gebracht.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Das Vorliegen von freiem (90Y)Yttrium(III)-chlorid im Körper nach einer versehentlichen Gabe von
YTRACIS hat eine vermehrte Knochenmarkstoxizität und Schädigung der hämatopoetischen
Stammzellen zur Folge. Daher muss im Fall einer unbeabsichtigten Gabe von YTRACIS die
Radiotoxizität für den Patienten möglichst gering gehalten werden durch die sofortige (d.h. innerhalbeiner Stunde erfolgende) Gabe von Zubereitungen, die Chelatbildner enthalten, wie Ca-DTPA oder
Ca-EDTA, damit die Elimination des Radionuklids aus dem Organismus beschleunigt wird.
In medizinischen Einrichtungen, die YTRACIS zur radioaktiven Markierung von Trägermolekülen zutherapeutischen Zwecken einsetzen, müssen die folgenden Antidote vorrätig gehalten werden:
- Ca-DTPA (Trinatriumcalciumdiethylentriaminpentaacetat) oder
- Ca-EDTA (Calciumdinatriumethylendiamintetraacetat)
Diese Chelatbildner wirken der von (90Y)Yttrium ausgehenden Radiotoxizität durch einen Austauschdes Calciumions gegen (90Y)Yttrium aufgrund ihrer Fähigkeit zur Bildung wasserlöslicher Komplexemit den chelatbildenden Liganden (DTPA, EDTA) entgegen. Diese Komplexe werden rasch über die
Nieren ausgeschieden.
1 g der Chelatbildner sollten langsam über 3 - 4 Minuten intravenös injiziert oder als Infusiongegeben werden (1 g in 100 - 250 ml Dextrose oder normaler Kochsalzlösung).
Die Chelatbildung ist am stärksten unmittelbar bzw. in der ersten Stunde nach erfolgter Exposition,wenn das Radionuklid in den Gewebeflüssigkeiten und dem Plasma zirkuliert bzw. diese erreicht.
Wenn jedoch bereits mehr als eine Stunde seit Expositionsbeginn verstrichen ist, bedeutet dies nichtzwangsläufig, dass ein Chelatbildner nicht mehr erfolgreich als Antidot eingesetzt werden kann. Dieintravenöse Gabe sollte jedoch nicht um mehr als 2 Stunden verzögert erfolgen.
In jedem Fall müssen die hämatologischen Parameter des Patienten überwacht und sofortentsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, wenn sich Hinweise auf eine
Knochenmarksschädigung ergeben.
Die Toxizität von unkonjugiertem (90Y)Yttrium, welches durch in-vivo-Freisetzung von demmarkierten Biomolekül während der Therapie im Körper freigesetzt werden kann, kann durch eineanschließende Applikation von Chelatbildnern verringert werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Nicht anwendbar
ATC-Code: Nicht anwendbar(90Y)Yttrium(III)-chlorid entsteht durch den Zerfall der radioaktiven Vorläufersubstanz Strontium(90Sr). Es zerfällt unter Freisetzung von Beta-Strahlung einer maximalen Energie von 2,281 MeV(99,98 %) in stabiles Zirkonium (90Zr).(90Y)Yttrium hat eine Halbwertszeit von 2,67 Tagen (64,1 Stunden).
Die pharmakodynamischen Eigenschaften von (90Y)Yttrium-markierten Arzneimitteln, die vor der
Anwendung durch eine radioaktive Markierung mit YTRACIS zubereitet werden, hängen von der Artdes radioaktiv zu markierenden Arzneimittels ab. Siehe dazu auch die ”Zusammenfassung der
Merkmale des Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des jeweiligen radioaktiv zu markierenden
Arzneimittels.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von (90Y)Yttrium-markierten Arzneimitteln, die vor der
Anwendung durch eine radioaktive Markierung mit YTRACIS zubereitet werden, hängen von der Artdes radioaktiv zu markierenden Arzneimittels ab.
Bei der Ratte wird (90Y)Yttrium(III)-chlorid nach intravenöser Gabe rasch aus dem Blut eliminiert.
Die Radioaktivität im Blut geht von 11,00 % der angewendeten Dosis nach 1 Stunde auf 0,14 % nach24 Stunden zurück. Die zwei Hauptorgane, in denen sich (90Y)Yttrium(III)-chlorid anreichert, sind
Leber und Knochen. In der Leber werden 18 % der injizierten Aktivität 5 Minuten nach der Injektionaufgenommen. Die Aufnahme in die Leber geht 24 Stunden nach erfolgter Injektion auf 8,4 % zurück.
In den Knochen steigt der Prozentsatz der injizierten Aktivität von 3,1 % nach 5 Minuten auf 18 %nach 6 Stunden an und fällt dann mit der Zeit wieder ab. Die Ausscheidung über Stuhl und Urinerfolgt langsam: circa 13 % der gegebenen Aktivität werden in 15 Tagen eliminiert.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Die toxikologischen Eigenschaften von (90Y)Yttrium-markierten Arzneimitteln, die vor der
Anwendung durch eine radioaktive Markierung mit YTRACIS zubereitet werden, hängen von der Artdes radioaktiv zu markierenden Arzneimittels ab.
Es sind keine Daten zur Toxizität von (90Y)Yttrium(III)-chlorid noch Angaben über seine Wirkungenauf die Reproduktion bei Tieren bzw. das mutagene oder karzinogene Potential verfügbar.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Salzsäure 30%
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Die radioaktive Markierung von Trägermolekülen wie monoklonalen Antikörpern, Peptiden oderanderen Substraten mit (90Y)Yttrium(III)-chlorid kann leicht durch Verunreinigungen durch
Metallspuren beeinträchtigt werden.
Es ist daher wichtig, dass alle für die Zubereitung des radioaktiv markierten Arzneimittelsverwendeten Glasartikel, Injektionsnadeln usw. sorgfältig gesäubert werden, um sicherzustellen, dassdiese nicht durch solche Metallspuren verunreinigt sind. Es dürfen ausschließlich Injektionsnadeln(z.B. nichtmetallische) für Spritzen verwendet werden, die nachweislich beständig gegenüberverdünnter Säure sind, um das Ausmaß der Verunreinigung durch Metallspuren so gering wie möglichzu halten.
6.3 Haltbarkeit
7 Tage ab Datum/Stunde der Herstellung.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
In der Originalverpackung aufbewahren.
Die Lagerung muss gemäss den nationalen Vorschriften für radioaktives Material erfolgen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
2-ml-Durchstechflasche aus farblosem Glas vom Typ I, mit einem teflonbeschichteten
Bromobutylgummistopfen und einem Aluminiumsiegel verschlossen.
1 Durchstechflasche enthält 0,5 bis 2 ml (entsprechend 0,925 bis 3,700 GBq, kalibriert drei oder vier
Tage nach Datum der Herstellung) in Abhängigkeit von der gewünschten Radioaktivität.
Die Durchstechflasche wird in einem Bleigefäß von entsprechender Dicke geliefert.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungDie Verabreichung von radioaktiven Arzneimitteln birgt für andere Personen Risiken, die von eineräußerlichen Bestrahlung oder Kontamination durch verschütteten Urin, Erbrochenem usw. ausgehen.
Es sind daher entsprechende Strahlenschutzmaßnahmen in Übereinstimmung mit den nationalen
Vorschriften zu treffen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu entsorgen.
Anweisungen zur Zubereitung von radioaktiven Arzneimitteln siehe Abschnitt 12.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
CIS bio international
Boîte Postale 32
F-91192 GIF-SUR-YVETTE CEDEX
FRANKREICH
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
Datum der Zulassung: 24/03/2003
Letzte Verlängerung der Zulassung: 24/03/2008
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
11 DOSIMETRIE
Die von den unterschiedlichen Organen nach der Gabe eines (90Y)Yttrium-markierten Arzneimittelsaufgenommene Strahlendosis hängt von dem speziellen radioaktiv zu markierenden Arzneimittel ab.
Informationen zur Strahlendosimetrie der verschiedenen Arzneimittel nach Gabe in Form derradioaktiv markierten Zubereitung sind der ”Zusammenfassung der Merkmale des
Arzneimittels”/”Packungsbeilage” des jeweiligen radioaktiv zu markierenden Arzneimittels zuentnehmen.
Mit Hilfe der untenstehenden Dosimetrietabelle kann der Anteil an der Strahlenbelastung von nicht-konjugiertem (90Y)Yttrium nach erfolgter Gabe eines (90Y)Yttrium-markierten Arzneimittels odernach versehentlicher direkter intravenöser Injektion von YTRACIS abgeschätzt werden.
Die Schätzwerte der Strahlendosimetrie gingen auf eine Studie zur Biodistribution bei der Rattezurück und die Berechnungen wurden in Übereinstimmung mit den MIRD/ICRP 60 Empfehlungenvorgenommen. Die Zeitpunkte, zu denen die Bestimmungen vorgenommen wurden, waren nach5 Minuten, 1 Stunde, 6 Stunden, 1 Tag, 4 Tage und 15 Tagen.
Von den Organen aufgenommene Strahlendosis (mGy/MBq injiziert) und Effektivdosis(Sv/GBq injiziert).
Aufgenommene Dosis pro gegebener Einheit Aktivität(mGy/MBq)
Erwachsener
Erwachsen Neu-
Organ Mann 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahre Frau geborenes70 kg57 kg
Nieren 5,06 5,50 6,10 8,75 13,0 24,1 66,1
Leber 2,41 3,29 3,29 5,20 7,89 15,8 38,1
Blase 2,11 2,78 2,78 4,31 6,87 13,5 35,8
Ovarien --- 0,88 0,92 3,1 5,6 13,6 29,6
Uterus --- 0,29 0,3 5,7 8,8 16,3 6,15
Milz 0,85 1,04 1,27 2,02 3,23 6,12 17,1
Knochen 0,30 0,29 0,29 0,53 0,98 1,37 2,41
Herz 0,26 0,33 0,34 0,54 0,87 1,60 3,18
Lungen 0,11 0,14 0,17 0,24 0,37 0,75 2,13
Darm 0,10 0,11 0,13 0,23 0,39 0,78 2,02
Muskeln 0,05 0,08 0,09 0,20 0,68 1,36 1,79
Hoden 0,01 --- 0,03 0,23 0,26 0,36 0,51
Effektive Dosis (Sv/1 gegebenes GBq)
Mann Frau 15 Jahre 10 Jahre 5 Jahre 1 Jahr Neugeb.0,65 0,70 0,74 1,50 2,50 5,42 12,8
Für dieses Arzneimittel lag die effektive Dosis nach einer intravenös injizierten Aktivität von 1 GBqbei 700 mSv für eine erwachsene Frau mit einem Gewicht von 57 kg und bei 650 mSv für einenerwachsenen Mann mit einem Gewicht von 70 kg.
12. ANWEISUNGEN FÜR DIE ZUBEREITUNG VON RADIOPHARMAZEUTISCHEN ARZNEIMITTELN
Vor der Anwendung sollte die Unversehrtheit der Verpackung und die Radioaktivität überprüftwerden. Die Aktivitätsmessung kann unter Verwendung einer Ionisationskammer erfolgen.(90Y)Yttrium ist ein reiner Beta-Strahler. Die Aktivitätsmessungen mit einer Ionisationskammer iststark abhängig von geometrischen Faktoren und sollten daher nur unter geometrischen Bedingungendurchgeführt werden, die entsprechend validiert sind.
Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Sterilität und Radioaktivität sind zu beachten.
Die Durchstechflasche darf auf keinen Fall geöffnet werden und auch die Bleiabschirmung darf nichtentfernt werden. Der Inhalt der Durchstechflasche sollte unter aseptischen Bedingungen nach
Durchstechen des zuvor desinfizierten Stopfens mit einer sterilisierten Einwegnadel auf eine Spritzegezogen werden.
Es sollten entsprechende Vorbereitungen für aseptische Bedingungen getroffen werden, die den
Anforderungen der Guten Herstellungspraxis (GMP) für Arzneimittel entsprechen, um die Sterilitätvon YTRACIS zu erhalten und sterile Bedingungen während des Markierungsvorgangessicherzustellen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu entsorgen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.