Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels YESCARTA 0.4-2 x 10{8} CELULE DISPERSIE PERFUZABILA durchdringbare dispersionszellen
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Yescarta 0,4 - 2 × 108 Zellen Infusionsdispersion
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
2.1 Allgemeine Beschreibung
Yescarta (Axicabtagen ciloleucel) ist ein auf genetisch veränderten autologen Zellen basierendes
Arzneimittel, das T-Zellen enthält, welche ex vivo transduziert wurden, indem ein retroviraler Vektormit Expression eines chimären Anti-CD19-Antigenrezeptors (CAR) verwendet wurde, der ein murineseinzelkettiges Anti-CD19-variables Fragment (scFv) verknüpft mit einer kostimulatorischen Domänevon CD28 und einer Signaldomäne von CD3-zeta umfasst.
2.2 Qualitative und quantitative Zusammensetzung
Jeder patientenspezifische Infusionsbeutel von Yescarta enthält Axicabtagen ciloleucel mit einerchargenabhängigen Konzentration von autologen T-Zellen, die genetisch verändert wurden, um einenchimären Anti-CD19-Antigenrezeptor zu exprimieren (CAR-positive lebensfähige T-Zellen). Das
Arzneimittel ist in einem Infusionsbeutel verpackt, der insgesamt eine Zell-Infusionsdispersion miteiner Zieldosis von 2 × 106 Anti-CD19-CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen pro kg Körpergewicht(Spanne: 1 × 106 - 2 × 106 Zellen/kg), mit maximal 2 × 108 Anti-CD19-CAR-positiven lebensfähigen
T-Zellen, suspendiert in einer Lösung mit Kryokonservierungsmittel enthält.
Jeder Infusionsbeutel enthält ca. 68 ml Infusionsdispersion.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungJeder Infusionsbeutel Yescarta enthält 300 mg Natrium und 3,4 ml Dimethylsulfoxid (DMSO).
Yescarta kann Reste von Gentamicin enthalten.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Infusionsdispersion.
Eine klare bis opake, weiße bis rote Dispersion.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Yescarta wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit diffus großzelligem B-
Zell-Lymphom (DLBCL) und hochmalignem B-Zell-Lymphom (HGBL), das innerhalb von12 Monaten nach Abschluss einer Erstlinien-Chemoimmuntherapie rezidiviert oder gegenüber dieserrefraktär ist.
Yescarta wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oderrefraktärem (r/r) DLBCL und primär mediastinalem großzelligem B-Zell-Lymphom (PMBCL) nachzwei oder mehr systemischen Therapien.
Yescarta wird angewendet zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit r/r follikulärem Lymphom(FL) nach drei oder mehr systemischen Therapien.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Yescarta muss in einem qualifizierten Behandlungszentrum von einem Arzt angewendet werden, derüber Erfahrung in der Behandlung von hämatologischen Neoplasien verfügt und in der Anwendungund im Management von mit dem Arzneimittel behandelten Patienten geschult ist.
Für den Fall des Auftretens eines Zytokin-Freisetzungssyndroms (Cytokine Release Synrome, CRS)müssen vor der Infusion mindestens 1 Dosis von Tocilizumab und eine Notfallausrüstung verfügbarsein. Das qualifizierte Behandlungszentrum muss innerhalb von 8 Stunden nach jedervorangegangenen Dosis Zugang zu einer zusätzlichen Dosis Tocilizumab haben. In dem
Ausnahmefall, in dem Tocilizumab aufgrund eines Lieferengpasses, der im Lieferengpasskatalog der
Europäischen Arzneimittel-Agentur aufgeführt ist, nicht verfügbar ist, müssen vor der Infusiongeeignete alternative Maßnahmen anstelle von Tocilizumab zur Behandlung eines CRS zur Verfügungstehen.
DosierungYescarta ist für die autologe Anwendung bestimmt (siehe Abschnitt 4.4).
Die Behandlung besteht aus einer einzelnen Dosis einer Infusionsdispersion mit CAR-positivenlebensfähigen T-Zellen zur Infusion in einem Infusionsbeutel. Die Zieldosis beträgt 2 × 106
CAR-positive lebensfähige T-Zellen pro kg Körpergewicht (innerhalb eines Bereichs von 1 × 106 -2 × 106 Zellen/kg) mit maximal 2 x 108 CAR-positiven lebensfähigen T-Zellen für Patienten miteinem Körpergewicht von 100 kg und darüber.
Die Verfügbarkeit von Yescarta muss bestätigt werden, bevor das Behandlungsschema zur
Lymphozytendepletion begonnen wird.
Vorbehandlung (Chemotherapie zur Lymphozytendepletion)
* Ein Chemotherapieschema zur Lymphozytendepletion, das aus intravenös angewendetem
Cyclophosphamid 500 mg/m2 und intravenös angewendetem Fludarabin 30 mg/m2 besteht,muss vor der Infusion von Yescarta angewendet werden. Die hierfür empfohlenen Tage sind der5., 4. und 3. Tag vor der Infusion von Yescarta.
Prämedikation
* Es wird ca. 1 Stunde vor der Infusion von Yescarta eine Prämedikation mit oralem Paracetamol500-1 000 mg und intravenösem oder oralem Diphenhydramin 12,5 bis 25 mg oderäquivalenten Arzneimitteln empfohlen, um die Möglichkeit einer Infusionsreaktion zureduzieren.
* Die prophylaktische Anwendung systemischer Kortikosteroide wird nicht empfohlen (siehe
Abschnitt 4.5).
Überwachung* Die Patienten müssen in den ersten 7 Tagen nach der Infusion täglich auf Anzeichen und
Symptome eines potenziellen CRS, neurologischer Ereignisse und anderer Toxizitätenüberwacht werden. Ärzte können eine Hospitalisierung für die ersten 7 Tage oder bei ersten
Anzeichen oder Symptomen eines CRS und/oder neurologischer Ereignisse in Erwägungziehen.
* Nach Ablauf der ersten 7 Tage nach der Infusion ist der Patient nach Ermessen des Arztes zuüberwachen.
* Patienten müssen sich nach der Infusion mindestens 4 Wochen lang in der Nähe einerqualifizierten klinischen Einrichtung aufhalten.
Besondere PatientengruppenPatienten mit einer Human-Immundefizienz-Virus (HIV)-, Hepatitis-B-Virus (HBV)- und Hepatitis-C-
Virus (HCV)-Infektion
Es liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen bei Patienten mit aktiver HIV-, HBV- oder HCV-
Infektion vor.
Ältere PatientenBei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Yescarta bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bishernoch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungYescarta ist mittels intravenöser Infusion anzuwenden.
Yescarta darf nicht bestrahlt werden. Es darf KEIN leukozytendepletierender Filter verwendet werden.
Vor der Anwendung ist zu bestätigen, dass die Identität des Patienten mit den eindeutigen
Patienteninformationen auf dem Yescarta-Infusionsbeutel und der Kassette übereinstimmt.
Anwendung* Es darf kein leukozytendepletierender Filter verwendet werden.
* Vor der Infusion und während der Nachbeobachtung müssen Tocilizumab und eine
Notfallausrüstung zur Verfügung stehen. In dem Ausnahmefall, in dem Tocilizumab aufgrundeines Lieferengpasses, der im Lieferengpasskatalog der Europäischen Arzneimittel-Agenturaufgeführt ist, nicht verfügbar ist, müssen vor der Infusion geeignete alternative Maßnahmenanstelle von Tocilizumab zur Behandlung eines CRS zur Verfügung stehen.
* Yescarta ist nur zur autologen Anwendung vorgesehen. Es muss bestätigt werden, dass die
Identität des Patienten mit den Patienten-Identifizierungsmerkmalen auf dem Yescarta-
Infusionsbeutel übereinstimmt.
* Nachdem die Schläuche gespült wurden, muss der gesamte Inhalt des Yescarta-Infusionsbeutelsinnerhalb von 30 Minuten infundiert werden, entweder mittels Schwerkraft oder über eineperistaltische Pumpe.
Ausführliche Anweisungen zu Zubereitung, Anwendung, Maßnahmen im Falle einer versehentlichen
Exposition und Beseitigung von Yescarta, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile oder gegen Gentamicin (ein möglicherweise im Spurenbereich vorhandener Rückstand).
Die Kontraindikationen der Chemotherapie zur Lymphozytendepletion müssen berücksichtigt werden.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitEs müssen die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit zellbasierter Arzneimittel für neuartige
Therapien eingehalten werden. Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, sind die Bezeichnungdes angewendeten Arzneimittels, die Chargenbezeichnung und der Name des behandelten Patientenfür einen Zeitraum von 30 Jahren nach dem Verfalldatum des Arzneimittels aufzubewahren.
Autologe Anwendung
Yescarta ist ausschließlich für die autologe Anwendung bestimmt und darf unter keinen Umständen anandere Patienten verabreicht werden. Vor der Infusion muss die Identität des Patienten mit den
Patienten-Identifizierungsmerkmalen auf dem Infusionsbeutel und der Kassette von Yescartaabgeglichen werden. Yescarta darf nicht angewendet werden, wenn die Angaben auf dempatientenspezifischen Infusionsbeutel und dem Kassettenetikett nicht mit der Identität des Patientenübereinstimmen.
AllgemeinDie Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Chemotherapie zur Lymphozytendepletionmüssen berücksichtigt werden.
Gründe für einen Aufschub der Behandlung
Aufgrund der Risiken, die mit der Yescarta-Behandlung verbunden sind, muss die Infusionverschoben werden, wenn auf den Patienten einer der folgenden Zustände zutrifft:
* Bestehende schwerwiegende Nebenwirkungen (insbesondere Reaktionen bezüglich der Lungeoder des Herzens oder Hypotonie), einschließlich jener, die durch vorangegangene
Chemotherapien entstanden sind.
* Aktive unkontrollierte Infektion.
* Aktive Graft-versus-host-disease (GvHD).
In manchen Fällen kann die Behandlung nach der Anwendung des Chemotherapieschemas zur
Lymphozytendepletion verschoben werden. Wenn die Infusion um mehr als 2 Wochen, nachdem der
Patient die Chemotherapie zur Lymphozytendepletion erhalten hat, verschoben wird, muss das
Chemotherapieschema zur Lymphozytendepletion erneut angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Überwachung nach der Infusion
Die Patienten müssen in den ersten 7 Tagen nach der Infusion täglich auf Anzeichen und Symptomeeines potenziellen CRS, neurologischer Ereignisse und anderer Toxizitäten überwacht werden. Ärztekönnen eine Hospitalisierung für die ersten 7 Tage oder bei ersten Anzeichen oder Symptomen eines
CRS und/oder neurologischer Ereignisse in Erwägung ziehen. Nach Ablauf der ersten 7 Tage nach der
Infusion ist der Patient nach Ermessen des Arztes zu überwachen.
Die Patienten müssen sich nach der Infusion mindestens 4 Wochen lang in der Nähe einesqualifizierten Behandlungszentrums aufhalten und sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben,wenn Anzeichen oder Symptome eines CRS oder neurologischer Nebenwirkungen auftreten. Die
Vitalzeichen und Organfunktionen müssen in Abhängigkeit von der Schwere der Nebenwirkungüberwacht werden.
Übertragung eines Infektionserregers
Obwohl Yescarta auf Sterilität und Mykoplasmen getested wurde, besteht ein Risiko für die
Übertragung von Infektionserregern. Angehörige von Gesundheitsberufen, die Yescarta anwenden,sollten daher die Patienten nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome von Infektionenüberwachen und bei Bedarf entsprechend behandeln.
Serologische Untersuchung
Vor der Entnahme der Zellen für die Herstellung von Yescarta muss ein Screening auf HBV, HCVund HIV durchgeführt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Spenden von Blut, Organen, Geweben und Zellen
Patienten, die mit Yescarta behandelt werden, dürfen kein Blut, keine Organe, kein Gewebe und keine
Zellen für eine Transplantation spenden.
Begleiterkrankung
Patienten mit aktiver Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS) oder unzureichender Nieren-,
Leber-, Lungen- oder Herzfunktion sind wahrscheinlich anfälliger für die Folgen der nachstehendbeschriebenen Nebenwirkungen und erfordern besondere Aufmerksamkeit.
Primäres ZNS-Lymphom
Es liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Yescarta bei Patienten mit primärem ZNS-
Lymphom vor. Daher ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Yescarta bei dieser Population nichterwiesen.
Zytokin-FreisetzungssyndromBei fast allen Patienten ist zu einem gewissen Grad ein CRS aufgetreten. Im Zusammenhang mit
Yescarta wurde ein schweres CRS, einschließlich lebensbedrohlicher und tödlicher Reaktionen, sehrhäufig beobachtet, wobei die Zeit bis zum Einsetzen des Syndroms 1 bis 12 Tage in ZUMA-1 und
ZUMA-7 und 1 bis 11 Tage in ZUMA-5 betrug (siehe Abschnitt 4.8). Ein CRS sollte nach Ermessendes Arztes behandelt werden basierend auf dem klinischen Zustand des Patienten und entsprechenddes in Tabelle 1 aufgeführten Behandlungsalgorithmus für CRS. Eine auf
Interleukin-6 (IL-6)-Rezeptor-Blockern basierende Therapie wie Tocilizumab wurde beimittelschwerem oder schwerem CRS, das mit Yescarta assoziiert wurde, angewendet.
Für die Diagnose des CRS müssen alternative Ursachen einer systemischen inflammatorischen
Reaktion, einschließlich Infektion, ausgeschlossen werden.
Behandlung des Yescarta-assoziierten Zytokin-Freisetzungssyndroms
Vor der Yescarta-Infusion muss mindestens 1 Dosis Tocilizumab, ein Interleukin-6-(IL-6)-Rezeptor-
Blocker, pro Patient vor Ort sein und zur Anwendung zur Verfügung stehen. Das qualifizierte
Behandlungszentrum muss innerhalb von 8 Stunden nach jeder vorangegangenen Dosis Zugang zueiner weiteren Dosis Tocilizumab haben. In dem Ausnahmefall, in dem Tocilizumab aufgrund eines
Lieferengpasses, der im Lieferengpasskatalog der Europäischen Arzneimittel-Agentur aufgeführt ist,nicht verfügbar ist, muss das Behandlungszentrum Zugang zu geeigneten alternativen Maßnahmenanstelle von Tocilizumab zur Behandlung eines CRS haben.
Es wurden Behandlungsalgorithmen entwickelt, um einige der CRS-Symptome, die bei Patientenunter Yescarta aufgetreten sind, zu lindern. Diese schließen die Anwendung von Tocilizumab bzw.
Tocilizumab und Kortikosteroiden für mittelgradiges, schweres oder lebensbedrohliches CRS ein(siehe Zusammenfassung in Tabelle 1). Patienten mit CRS vom Schweregrad 2 oder höher (z. B. nichtauf Flüssigkeitsgabe ansprechende Hypotonie, oder Hypoxie, die eine ergänzende Sauerstoffgabeerfordert) müssen durch kontinuierliches telemetrisches Monitoring des Herzens sowie Pulsoximetrieüberwacht werden. Bei Patienten mit schwerem CRS sollte die Durchführung eines
Echokardiogramms zur Überwachung der Herzfunktion erwogen werden. Bei schwerem oderlebensbedrohlichem CRS ist eine intensiv-medizinische supportive Behandlung indiziert.
Yescarta darf nicht bei Patienten mit aktiven Infektionen oder entzündlichen Erkrankungenangewendet werden, bis diese Erkrankungen abgeklungen sind.
CRS ist bekanntermaßen mit Endorgan-Dysfunktion (z. B. Leber, Nieren, Herz und Lunge) assoziiert.
Darüber hinaus kann im Zusammenhang mit CRS eine Verschlechterung zugrunde liegender
Organpathologien auftreten. Patienten mit einer medizinisch signifikanten kardialen Dysfunktionmüssen entsprechend intensiv-medizinischer Standards überwacht werden und Maßnahmen wie
Echokardiographie sind in Erwägung zu ziehen.
Eine Untersuchung auf hämophagozytische Lymphohistiozytose/Makrophagen-Aktivierungssyndrom(HLH/MAS) ist bei Patienten mit schwerem oder nicht auf eine Behandlung ansprechenden CRS in
Erwägung zu ziehen.
Yescarta expandiert und persistiert nach Gabe von Tocilizumab und Kortikosteroiden weiter.
Tumornekrosefaktor (TNF)-Antagonisten werden zur Behandlung des Yescarta-assoziierten CRSnicht empfohlen.
Tabelle 1: Einstufung und Behandlungsleitfaden für CRS
CRS-Schweregrada Tocilizumab Kortikosteroide
Schweregrad 1 Wenn nach 24 Stunden keine Besserung n. z.
Symptome erfordern nur eine eintritt, gemäß Schweregrad 2 behandeln.symptomatische Behandlung(z. B. Fieber, Übelkeit,
Müdigkeit, Kopfschmerzen,
Myalgie, Unwohlsein).
Schweregrad 2 Tocilizumabc 8 mg/kg intravenös über Gemäß Schweregrad 3
Symptome erfordern eine 1 Stunde anwenden (maximal 800 mg). behandeln, wenn innerhalbmoderate Intervention und von 24 Stunden nach Beginnsprechen auf diese an. Tocilizumab bei Bedarf alle 8 Stunden erneut der Behandlung mit
Sauerstoffbedarf weniger als anwenden, wenn kein Ansprechen auf Tocilizumab keine40 % FiO2 oder Hypotonie, die intravenöse Flüssigkeitsgabe oder auf eine Besserung eintritt.auf Flüssigkeiten oder einen Erhöhung der zusätzlichen Sauerstoffgabe
Vasopressor in geringer Dosis erfolgt.anspricht, oder Organtoxizität2. Gradesb. Maximal 3 Dosen über 24 Stunden; maximal4 Dosen insgesamt, wenn keine klinische
Besserung der Anzeichen und Symptome des
CRS eintritt; oder, wenn kein Ansprechen aufdie zweite oder nachfolgende Dosen
Tocilizumab erfolgt, alternative
Behandlungsmaßnahmen gegen das CRS in
Betracht ziehen.
CRS-Schweregrada Tocilizumab Kortikosteroide
Schweregrad 3 Gemäß Schweregrad 2 Methylprednisolon 1 mg/kg
Symptome erfordern eine intravenös zweimal täglichintensive Intervention und oder äquivalentesprechen auf diese an. Dexamethason-Dosis (z. B.
Sauerstoffbedarf größer oder 10 mg intravenös allegleich 40 % FiO2 oder 6 Stunden) anwenden.
Hypotonie, die hoch dosierte Kortikosteroidgabeoder mehrere Vasopressoren fortführen, bis das Ereigniserfordert, oder Organtoxizität Grad 1 oder geringer3. Grades oder Transaminitis erreicht; anschließend4. Grades. ausschleichen.
Wenn keine Besserungeintritt, gemäß
Schweregrad 4 (siehe unten)behandeln.
Schweregrad 4 Gemäß Schweregrad 2 Methylprednisolon
Lebensbedrohliche Symptome. 1.000 mg über 3 Tage
Notwendigkeit einer hinweg täglich intravenös
Unterstützung durch anwenden; bei Besserungmechanische Beatmung oder wie oben beschriebeneiner kontinuierlichen behandeln.venovenösen Hämodialyseoder Organtoxizität 4. Grades Wenn keine Besserung(ausgenommen Transaminitis). eintritt oder sich der Zustandverschlechtert, alternative
Immunsuppressiva in
Betracht ziehen.
n. z. = nicht zutreffend(a) Lee et al 2014(b) Behandlung neurologischer Nebenwirkungen, siehe Tabelle 2(c) Genauere Informationen siehe Fachinformation von Tocilizumab
Neurologische Nebenwirkungen
Bei mit Yescarta behandelten Patienten wurden sehr häufig schwere neurologische Nebenwirkungen,auch als Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS) bezeichnet, beobachtet, dielebensbedrohlich oder tödlich verlaufen konnten. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen betrug 6 Tage(Spanne: 1 bis 133 Tage) in ZUMA-1 und ZUMA-7 und 7 Tage (Spanne: 1 bis 177 Tage) in ZUMA-5nach der Yescarta-Infusion (siehe Abschnitt 4.8). Bei Patienten mit Erkrankungen des ZNS in der
Anamnese, wie z. B. Krampfanfällen oder zerebrovaskulärer Ischämie, besteht möglicherweise einerhöhtes Risiko. Tödliche und schwerwiegende Fälle von Hirnödemen wurden bei Patienten, die mit
Yescarta behandelt wurden, berichtet.
Patienten mit neurologischen Toxizitäten/ICANS vom Schweregrad 2 oder höher müssen durchkontinuierliches telemetrisches Monitoring des Herzens und Pulsoximetrie überwacht werden. Beischweren oder lebensbedrohlichen neurologischen Toxizitäten/ICANS muss eine intensiv-medizinische supportive Behandlung angewendet werden. Je nach klinischer Indikation sind nichtsedierende Antikonvulsiva bei Nebenwirkungen 2. oder höheren Grades in Erwägung zu ziehen. Eswurden Behandlungsalgorithmen entwickelt, um die neurologischen Nebenwirkungen, die bei
Patienten unter Yescarta aufgetreten sind, zu lindern. Diese schließen die Anwendung von
Tocilizumab (bei gleichzeitig auftretendem CRS) und/oder Kortikosteroiden für mittelgradige,schwere oder lebensbedrohliche neurologische Nebenwirkungen ein (siehe Zusammenfassung in
Tabelle 2).
Tabelle 2: Einstufung und Behandlungsleitfaden für neurologische Nebenwirkungen/ICANS
Bewertung des Gleichzeitiges CRS Kein gleichzeitiges CRS
Schweregrades
Schweregrad 2 Tocilizumab gemäß Tabelle 1 zur Behandlung von CRS Dexamethason 10 mg allevom Schweregrad 2 anwenden. 6 Stunden intravenös anwenden.
Wenn innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Anwendung von Dexamethason
Behandlung mit Tocilizumab keine Besserung eintritt, fortführen, bis das Ereignis
Dexamethason 10 mg alle 6 Stunden intravenös Grad 1 oder geringer erreicht;anwenden, wenn nicht bereits andere Kortikosteroide anschließend ausschleichen.gegeben werden. Anwendung von Dexamethasonfortführen, bis das Ereignis Grad 1 oder geringererreicht; anschließend ausschleichen.
Nicht sedierende Antikonvulsiva (z. B. Levetiracetam) zur Vorbeugung von Krampfanfällenin Erwägung ziehen.
Schweregrad 3 Tocilizumab gemäß Tabelle 1 zur Behandlung von CRS Dexamethason 10 mg allevom Schweregrad 2 anwenden. 6 Stunden intravenös anwenden.
Zusätzlich Dexamethason 10 mg intravenös mit der Anwendung von Dexamethasonersten Dosis Tocilizumab anwenden und Dosis alle fortführen, bis das Ereignis6 Stunden wiederholen. Anwendung von Dexamethason Grad 1 oder geringer erreicht;fortführen, bis das Ereignis Grad 1 oder geringer anschließend ausschleichen.erreicht; anschließend ausschleichen.
Nicht sedierende Antikonvulsiva (z. B. Levetiracetam) zur Vorbeugung von Krampfanfällenin Erwägung ziehen.
Schweregrad 4 Tocilizumab gemäß Tabelle 1 zur Behandlung von CRS Methylprednisolon 1 000 mgvom Schweregrad 2 anwenden. über 3 Tage hinweg täglichintravenös anwenden; wenn eine
Methylprednisolon 1 000 mg täglich intravenös Besserung eintritt, wie obenzusammen mit der ersten Dosis Tocilizumab anwenden beschrieben behandeln.und Methylprednisolon 1 000 mg täglich intravenös über2 weitere Tage fortführen; wenn eine Besserung eintritt, Wenn keine Besserung eintritt,wie oben beschrieben behandeln. 1 000 mg Methylprednisolondreimal täglich intravenös oder
Wenn keine Besserung eintritt, 1 000 mg alternative Therapiea in
Methylprednisolon dreimal täglich intravenös oder Erwägung ziehen.alternative Therapiea in Erwägung ziehen.
Nicht sedierende Antikonvulsiva (z. B. Levetiracetam) zur Vorbeugung von Krampfanfällenin Erwägung ziehen.
a. Alternative Therapie beinhaltet (aber ist nicht darauf beschränkt): Anakinra, Siltuximab, Ruxolitinib, Cyclophosphamid,
IVIG und ATG
Infektionen und febrile Neutropenie
Schwerwiegende Infektionen wurden sehr häufig im Zusammenhang mit Yescarta beobachtet (siehe
Abschnitt 4.8). Bei immunsupprimierten Patienten wurden lebensbedrohliche und tödlich verlaufendeopportunistische Infektionen berichtet, einschließlich disseminierter Pilzinfektionen.
Patienten müssen vor, während und nach der Yescarta-Infusion auf Anzeichen und Symptome einer
Infektion überwacht und entsprechend behandelt werden. Prophylaktische antimikrobielle Wirkstoffesind gemäß den Standardleitlinien der Einrichtung anzuwenden.
Nach Yescarta-Infusion sind bei Patienten febrile Neutropenien beobachtet worden (siehe
Abschnitt 4.8). Diese können gleichzeitig mit einem CRS auftreten. Im Falle einer febrilen
Neutropenie ist eine Infektion in Betracht zu ziehen und mit Breitbandantibiotika, Flüssigkeiten undanderen supportiven Maßnahmen, je nach medizinischer Indikation, zu behandeln.
Reaktivierung des Virus
Eine HBV-Reaktivierung, die in manchen Fällen zu fulminanter Hepatitis, Leberversagen und zum
Tod führt, kann bei Patienten auftreten, die mit gegen B-Zellen gerichteten Arzneimitteln behandeltwerden.
Bei Patienten, die mit Yescarta und zuvor auch mit anderen Immunsuppressiva behandelt wurden,wurde eine Reaktivierung des John Cunningham (JC)-Virus berichtet, die zu einer multifokalenprogressiven Leukenzephalopathie (PML) führte. Fälle mit tödlichem Ausgang wurden berichtet. Beiimmunsupprimierten Patienten mit neu auftretenden oder sich verschlimmernden neurologischen
Symptomen sollte die Möglichkeit einer PML in Betracht gezogen werden und es solltenentsprechende diagnostische Untersuchungen durchgeführt werden.
Weitere lebensbedrohliche und tödlich verlaufende Fälle einer Reaktivierung von HHV-6 wurdenberichtet.
Länger anhaltende Zytopenien
Nach Chemotherapie zur Lymphozytendepletion und Yescarta-Infusion können die Patienten übermehrere Wochen anhaltende Zytopenien entwickeln und müssen gemäß Standardleitlinien behandeltwerden. Nach Yescarta-Infusion traten sehr häufig länger anhaltende Zytopenien 3. oder höheren
Grades auf, einschließlich Thrombozytopenie, Neutropenie und Anämie. Das Blutbild der Patientenmuss nach der Yescarta-Infusion überwacht werden.
HypogammaglobulinämieBei Patienten, die mit Yescarta behandelt werden, kann eine B-Zell-Aplasie auftreten, welche zu einer
Hypogammaglobulinämie führt. Hypogammaglobulinämie wurde bei mit Yescarta behandelten
Patienten sehr häufig beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Eine Hypogammaglobulinämie macht
Patienten anfälliger für Infektionen. Die Immunglobulinkonzentrationen sind nach der Behandlung mit
Yescarta zu überwachen und müssen im Falle rezidivierender Infektionen durch Infektionsprophylaxe,antibiotische Prophylaxe und Substitution mit Immunglobulinen und gemäß den Standardleitliniengehandhabt werden
ÜberempfindlichkeitsreaktionenEs können allergische Reaktionen unter Yescarta-Infusion auftreten. Schwerwiegende
Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie, können auf DMSO oder residuales
Gentamicin in Yescarta zurückzuführen sein.
Sekundäre Malignome, einschließlich mit T-Zell-Ursprung
Patienten, die mit Yescarta behandelt werden, können sekundäre Malignome entwickeln.
T-Zell-Malignome wurden nach der Behandlung von hämatologischen Malignomen mit einer auf
BCMA oder CD19 gerichteten CAR-T-Zell-Therapie, einschließlich Yescarta, berichtet. T-Zell-
Malignome, einschließlich CAR-positiver Malignome, wurden innerhalb von Wochen und bis zumehreren Jahren nach der Verabreichung einer auf CD19 oder BCMA gerichteten CAR-T-Zell-
Therapie berichtet. Es ist zu Todesfällen gekommen. Die Patienten sind lebenslang auf sekundäre
Malignome zu überwachen. Wenn ein sekundäres Malignom mit T-Zell-Ursprung auftritt, ist das
Unternehmen zu kontaktieren, um Anweisungen zur Entnahme von Patientenproben für eine
Untersuchung zu erhalten.
Tumorlysesyndrom (TLS)TLS, das schwerwiegend sein kann, wurde gelegentlich beobachtet. Um das TLS-Risiko zuminimieren, sollten Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten oder einer hohen Tumorlast vor der
Yescarta-Infusion Allopurinol oder eine alternative Prophylaxe erhalten. Anzeichen und Symptomeeines TLS müssen überwacht werden und bei einem Auftreten gemäß Standardleitlinien behandeltwerden.
CD19-negative Erkrankung
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen zur Anwendung von Yescarta bei Patienten vor, die zuvor einegegen CD19 gerichtete Therapie erhalten haben. Yescarta wird nicht empfohlen, wenn der Patientnach einer früheren Anti-CD19-Therapie ein Rezidiv mit einer CD19-negativen Erkrankungentwickelt hat.
Es liegen nur begrenzte Daten von mit Yescarta behandelten CD19-negativen Patienten vor und es istmöglich, dass CD19-negative Patienten im Vergleich zu CD19-positiven Patienten einen geringeren
Nutzen aus der Behandlung ziehen. Patienten mit einem gemäß Immunhistochemie CD19-negativen
Status können trotzdem CD19 exprimieren und es wurde gezeigt, dass diese einen Nutzen aus der
Behandlung mit Yescarta ziehen. Die potenziellen Risiken und der mögliche Nutzen im
Zusammenhang mit der Behandlung von CD19-negativen Patienten mit Yescarta sollten in Betrachtgezogen werden.
Langzeit-Nachbeobachtung
Die Patienten werden voraussichtlich in einem Register aufgenommen, um die langfristige Sicherheitund Wirksamkeit von Yescarta genauer zu beschreiben.
Sonstige Bestandteile (Natrium)
Dieses Arzneimittel enthält 300 mg Natrium pro Infusionsbeutel, entsprechend 15 % der von der
WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g Natrium.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Yescarta durchgeführt.
Die prophylaktische Anwendung systemischer Kortikosteroide kann die Aktivität von Yescartabeeinflussen. Die prophylaktische Anwendung systemischer Kortikosteroide vor der Infusion wirddaher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).
Die Gabe von Kortikosteroiden gemäß den Leitlinien zur Behandlung von Toxizitäten beeinflusstnicht die Expansion und Persistenz der CAR-T-Zellen.
LebendimpfstoffeDie Sicherheit einer Immunisierung mit viralen Lebendimpfstoffen während oder nach der
Behandlung mit Yescarta wurde nicht untersucht. Als Vorsichtsmaßnahme wird für mindestens6 Wochen vor Beginn der Chemotherapie zur Lymphozytendepletion, während der Behandlung mit
Yescarta und bis zur immunologischen Wiederherstellung nach der Behandlung eine Impfung mit
Lebendimpfstoffen nicht empfohlen.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
Vor Beginn der Yescarta-Therapie muss bei Frauen im gebärfähigen Alter der Schwangerschaftsstatuserhoben werden.
Informationen zur Notwendigkeit der Anwendung einer zuverlässigen Verhütungsmethode bei
Patientinnen, die eine Chemotherapie zur Lymphozytendepletion erhalten, sind den
Fachinformationen der Chemotherapeutika zur Lymphozytendepletion zu entnehmen.
Es liegen unzureichende Expositionsdaten vor, um eine Empfehlung bezüglich der Dauer der
Verhütung nach einer Behandlung mit Yescarta auszusprechen.
SchwangerschaftEs liegen keine Daten zur Anwendung von Yescarta bei Schwangeren vor. Es wurden keinetierexperimentellen Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität mit Yescarta durchgeführt,um zu beurteilen, ob die Anwendung bei einer Schwangeren schädlich für den Fötus sein kann (siehe
Abschnitt 5.3).
Es ist nicht bekannt, ob Yescarta potenziell auf den Fötus übergehen kann. Basierend auf dem
Wirkmechanismus können die transduzierten Zellen, wenn sie plazentagängig sind, zu einer fötalen
Schädigung, einschließlich einer B-Zell-Lymphozytopenie, führen. Die Anwendung von Yescarta bei
Schwangeren oder bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird daher nicht empfohlen.
Schwangere müssen hinsichtlich der potenziellen Risiken für den Fötus beraten werden. Eine
Schwangerschaft nach der Yescarta-Therapie muss mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Bei Neugeborenen von mit Yescarta behandelten Müttern muss die Untersuchung der
Immunglobulinkonzentrationen sowie der Anzahl der B-Zellen in Erwägung gezogen werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Yescarta in die Muttermilch oder auf das gestillte Kind übergeht. Ein Risikofür den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Stillende Frauen müssen über daspotenzielle Risiko für das gestillte Kind informiert werden. Es muss eine Entscheidung darübergetroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Yescartaverzichtet werden soll/die Behandlung mit Yescarta zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzendes Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
FertilitätEs sind keine klinischen Daten über die Auswirkung von Yescarta auf die Fertilität verfügbar. Die
Auswirkungen auf die männliche und weibliche Fertilität wurden nicht in tierexperimentellen Studienuntersucht.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenYescarta hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen.Aufgrund des Potenzials neurologischer Ereignisse, einschließlich veränderter mentaler Fähigkeitenoder Krampfanfälle, müssen Patienten nach der Infusion mindestens 8 Wochen lang oder bis zum
Abklingen neurologischer Nebenwirkungen vom Führen eines Fahrzeugs oder dem Bedienen schwereroder potenziell gefährlicher Maschinen absehen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie in diesem Abschnitt beschriebenen Sicherheitsdaten stammen von insgesamt 397 erwachsenen
Patienten, die mit Yescarta in drei multizentrischen klinischen Zulassungsstudien (ZUMA-1, ZUMA-5und ZUMA-7) behandelt wurden, und aus Erfahrungen nach der Markteinführung. Die
Nebenwirkungen sind unerwünschte Ereignisse aus Zulassungsstudien und Erfahrungen nach der
Markteinführung, die gemäß medizinischer Beurteilung als begründet Axicabtagen ciloleucelzuzuschreiben sind.
Rezidiviertes oder refraktäres DLBCL, PMBCL und DLBCL, entstanden aus einem follikulären
Lymphom, nach zwei oder mehr systemischen Therapien
Sicherheitsdaten aus ZUMA-1 spiegeln die Exposition gegenüber Yescarta in einer Phase 1/2-Studiewider, in der 108 Patienten basierend auf einer empfohlenen Dosis, die auf dem Körpergewichtberuhte, CAR-positive T-Zellen erhielten. Die beschriebenen Daten stammen aus der Analyse der 54-
Monats-Nachbeobachtung, bei der die mediane tatsächliche Dauer der Nachbeobachtung 23,5 Monatebetrug (Spanne: 0,3 bis 68,2 Monate).
Die bedeutendsten und am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen waren CRS (93 %),
Enzephalopathie (60 %) und Infektionen (40 %).
Schwerwiegende Nebenwirkungen traten bei 51 % der Patienten auf. Die häufigsten (≥ 5 %)schwerwiegenden Nebenwirkungen waren unter anderem Enzephalopathie (22 %), Infektionen mitnicht spezifizierten Erregern (15 %), bakterielle Infektion (6 %), Virusinfektion (6 %), febrile
Neutropenie (5 %) und Fieber (5 %).
Die häufigsten (≥ 5 %) nicht-hämatologischen Nebenwirkungen 3. oder höheren Grades waren unteranderem Enzephalopathie (31 %), Infektionen mit nicht spezifizierten Erregern (19 %), CRS (11 %),bakterielle Infektionen (9 %), Delirium (6 %), Hypertonie (6 %), Hypotonie (6 %), erhöhte
Transaminasen (6 %) und Virusinfektion (6 %). Die häufigsten hämatologischen Nebenwirkungen 3.oder höheren Grades waren unter anderem Lymphopenie (99 %), Leukopenie (96 %), Neutropenie(94 %), Anämie (65 %) und Thrombozytopenie (56 %).
DLBCL und HGBL, das innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss einer Erstlinien-
Chemoimmuntherapie rezidiviert oder gegenüber dieser refraktär ist
Sicherheitsdaten aus ZUMA-7 spiegeln die Exposition gegenüber Yescarta in einer Phase 3-Studiewider, in der 170 Patienten basierend auf einer empfohlenen Dosis, die auf dem Körpergewichtberuhte, CAR-positive T-Zellen erhielten. Die beschriebenen Daten stammen aus einer Analyse, beider die mediane tatsächliche Dauer der Nachbeobachtung 23,2 Monate betrug (Spanne: 1,5 bis41,3 Monate).
Die bedeutendsten und am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen waren CRS (92 %),
Enzephalopathie (49 %) und Infektionen (45 %).
Schwerwiegende Nebenwirkungen traten bei 54 % der Patienten auf. Die häufigsten (≥ 5 %)schwerwiegenden Nebenwirkungen waren unter anderem CRS (17 %), Enzephalopathie (16 %),
Infektionen mit nicht spezifizierten Erregern (8 %), Fieber (6 %) und Virusinfektion (5 %).
Die häufigsten (≥ 5 %) nicht-hämatologischen Nebenwirkungen 3. oder höheren Grades waren unteranderem Enzephalopathie (19 %), Infektionen mit nicht spezifizierten Erregern (8 %), CRS (6 %) undbakterielle Infektion (5 %). Die häufigsten hämatologischen Nebenwirkungen 3. oder höheren Gradeswaren unter anderem Lymphopenie (99 %), Leukopenie (95 %), Neutropenie (94 %), Anämie (41 %)und Thrombozytopenie (26 %).
Follikuläres Lymphom nach drei oder mehr systemischen Therapien
Sicherheitsdaten aus ZUMA-5 spiegeln die Exposition gegenüber Yescarta in einer Phase 2-Studiewider, in der 119 Patienten mit rezidiviertem/refraktärem FL basierend auf einer empfohlenen Dosis,die auf dem Körpergewicht beruhte, CAR-positive T-Zellen erhielten. Die beschriebenen Datenstammen aus der Analyse der 24-Monats-Nachbeobachtung, bei der die mediane tatsächliche Dauerder Nachbeobachtung 25,9 Monate betrug (Spanne: 0,3 bis 44,3 Monate).
Die bedeutendsten und am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen waren CRS (77 %), Infektionen(59 %) und Enzephalopathie (47 %).
Schwerwiegende Nebenwirkungen traten bei 45 % der Patienten auf. Die häufigsten (≥ 5 %)schwerwiegenden Nebenwirkungen waren unter anderem Enzephalopathie (16 %), Infektionen mitnicht spezifizierten Erregern (12 %), CRS (12 %) und bakterielle Infektion (5 %).
Die häufigsten (≥ 5 %) nicht-hämatologischen Nebenwirkungen 3. oder höheren Grades waren unteranderem Enzephalopathie (14 %), Infektionen mit nicht spezifizierten Erregern (11 %), CRS (6 %)und bakterielle Infektion (5 %). Die häufigsten hämatologischen Nebenwirkungen 3. oder höheren
Grades waren unter anderem Lymphopenie (99 %), Leukopenie (94 %), Neutropenie (92 %),
Thrombozytopenie (34 %) und Anämie (33 %).
Tabellarische Liste der NebenwirkungenDie in diesem Abschnitt beschriebenen Nebenwirkungen wurden bei Patienten, die in ZUMA-1(n = 108), ZUMA-5 (n = 119) und ZUMA-7 (n = 170) gegenüber Yescarta exponiert wurden, und im
Rahmen von Berichten nach der Markteinführung identifiziert. Diese Nebenwirkungen werden nach
Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig(≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1 000, <1/100). Innerhalb der einzelnen
Häufigkeitsgruppen werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 3: Im Zusammenhang mit Yescarta identifizierte unerwünschte
Arzneimittelwirkungen
Systemorganklasse (SOC) Häufigkeit Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre ErkrankungenSehr häufig Infektionen mit nicht spezifizierten Erregern
Virusinfektion
Bakterielle Infektion
Häufig Pilzinfektion
Gutartige, bösartige und nicht spezifizierte Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
Selten Sekundäres Malignom mit T-Zell-Ursprung
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSehr häufig Febrile Neutropenie#
Neutropenie#
Lymphopenie#
Leukopenie#
Anämie#
Thrombozytopenie#
Häufig Koagulopathiea
Erkrankungen des ImmunsystemsSehr häufig Zytokin-Freisetzungssyndrom
Erniedrigte Immunglobulineb
Häufig Überempfindlichkeit
Gelegentlich Hämophagozytische Lymphohistiozytose*
Systemorganklasse (SOC) Häufigkeit Nebenwirkungen
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenSehr häufig Hyponatriämie#
Hypophosphatämie#
Hyperurikämie#**
Hyperglykämie#
Verminderter Appetitc
Häufig Hypokaliämie#
Hypokalzämie#
Hypoalbuminämie#
Dehydrationd
Gewichtsverlust
Psychiatrische ErkrankungenSehr häufig Deliriume
Insomnie
Häufig Angst
Affekterkrankungf
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufig Enzephalopathieg
Tremorh
Kopfschmerzeni
Schwindelgefühlj
Häufig Ataxiek
Krampfanfälle, einschließlich Status epilepticus
Hemiparese
Gesichtslähmungl
Periphere Neuropathiem
Myoklonus
Gelegentlich Tetraplegie
Rückenmarködem
Myelitis
Dyskalkulie
AugenerkrankungenHäufig Sehverschlechterungn
HerzerkrankungenSehr häufig Tachykardieo
Arrhythmiep
Häufig Herzstillstand
Herzinsuffizienzq
GefäßerkrankungenSehr häufig Hypotonier
HypertonieHäufig Thromboses
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsSehr häufig Hustent
Häufig Respiratorische Insuffizienzu
Hypoxiev
PleuraergussLungenödem
Dyspnoew
Nasenentzündungx
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig Erbrechen
Diarrhoey
Verstopfung
Abdominalschmerzenz
Übelkeit
Häufig Dysphagie***
Mundtrockenheitaa
Systemorganklasse (SOC) Häufigkeit Nebenwirkungen
Leber- und GallenerkrankungenSehr häufig Erhöhte Transaminasenbb
Häufig Hyperbilirubinämiecc
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesSehr häufig Ausschlagdd
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSehr häufig Motorische Funktionsstörungee
Schmerzen des Muskel- und Skelettsystemsff
Gelegentlich Rhabdomyolyse
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeHäufig Nierenfunktionsstörunggg
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig Fieberhh
Ödemii
Müdigkeitjj
Schüttelfrost
Häufig Infusionsbedingte Reaktion
SchmerzenGelegentlich Multiorganversagen
* Hämophagozytische Lymphohistiozytose wurde im Zusammenhang mit CRS berichtet
** Hyperurikämie wurde im Rahmen einer gepoolten Analyse von 227 erwachsenen Patienten, die in ZUMA-1 und ZUMA-5 mit Yescarta behandelt wurden, identifiziert
*** Dysphagie wurde in Zusammenhang mit neurologischer Toxizität und Enzephalopathie berichtet.# Häufigkeit basiert auf Laborparametern von Grad 3 oder höher
a. Koagulopathie umfasst Koagulopathie, Fibrinogen im Blut erniedrigt, Fibrinogen im Blut erhöht, disseminierteintravaskuläre Gerinnung, Hypofibrinogenämie, international normalized ratio erhöht, Prothrombinspiegel erniedrigt,
Prothrombinzeit verlängert
b. Erniedrigte Immunoglobuline umfasst Immunglobulin G im Blut erniedrigt, Hypogammaglobulinämie
c. Verminderter Appetit umfasst verminderter Appetit, Hypophagie
d. Dehydration umfasst Dehydration, Hypovolämie.
e. Delirium umfasst Delirium, Agitation, Wahn, Desorientierung, Halluzination, Unruhe
f. Affekterkrankung umfasst impulsives Verhalten, Stimmungsänderung, Depression, Panikattackeg. Enzephalopathie umfasst Enzephalopathie, Agraphie, veränderter Bewusstseinszustand, Amnesie, Aphasie, Aphonie,
Apraxie, kognitive Störung, Verwirrtheitszustand, getrübter Bewusstseinszustand, Aufmerksamkeitsstörungen,
Dysarthrie, Dysgraphie, Dyskinesie, Dyspraxie, Hypersomnie, Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom(ICANS), Lethargie, Leukenzephalopathie, Verlust des Bewusstseins, eingeschränktes Erinnerungsvermögen, geistige
Beeinträchtigungen, veränderter Gemütszustand, metabolische Enzephalopathie, Neurotoxizität, langsame Sprache,
Somnolenz, Sprachstörung, Stupor, toxische Enzephalopathieh. Tremor umfasst Tremor, Titubation des Kopfesi. Kopfschmerzen umfassen Kopfschmerzen, Kopfbeschwerden, Spannungskopfschmerzj. Schwindelgefühl umfasst Schwindelgefühl, Schwindel orthostatisch, Präsynkope, Synkope, Vertigok. Ataxie umfasst Ataxie, Gleichgewichtsstörung, Gangstörungl. Gesichtslähmung umfasst Gesichtslähmung, Gesichtsparesem. Periphere Neuropathie umfasst periphere Neuropathie, Allodynie, zervikale Radikulopathie, Hyperästhesie,
Hypoästhesie, Radikulopathie der Lendenwirbel, Parästhesie, periphere sensorische Neuropathie, Peroneuslähmungn. Sehverschlechterung umfasst Sehverschlechterung, Hemianopie, Sehen verschwommen, Sehschärfe verminderto. Tachykardie umfasst Tachykardie, posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom, Sinustachykardiep. Arrhythmie umfasst Arrhythmie, Vorhofflimmern, Vorhofflattern, atrioventrikulärer Block, Bradykardie,
Rechtsschenkelblock, verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm, Extrasystolen, erhöhte Herzfrequenz,unregelmäßige Herzfrequenz, Sinusbradykardie, supraventrikuläre Extrasystolen, supraventrikuläre Tachykardie,ventrikuläre Arrhythmie, ventrikuläre Extrasystolen, ventrikuläre Tachykardieq. Herzinsuffizienz umfasst Herzinsuffizienz, akute Linksherzinsuffizienz, reduzierte Ejektionsfraktion, Stress-
Kardiomyopathier. Hypotonie umfasst Hypotonie, Kapillarlecksyndrom, diastolische Hypotonie, Hypoperfusion, Orthostasesyndroms. Thrombose umfasst Thrombose, Thrombose der Vena axillaris, Thrombose der Vena brachiocephalica, tiefe
Venenthrombose, Verstopfung eines Medizinprodukts, Embolie, Jugularvenenthrombose, periphere Embolie, periphere
Ischämie, Lungenembolie, Thrombose der Milzvene, Thrombose im Medizinproduktt. Husten umfasst Husten, Husten mit Auswurf, Hustensyndrom der oberen Atemwegeu. Respiratorische Insuffizienz umfasst respiratorische Insuffizienz, akute respiratorische Insuffizienzv. Hypoxie umfasst Hypoxie, Sauerstoffsättigung erniedrigtw. Dyspnoe umfasst Dyspnoe, Belastungsdyspnoex. Nasenentzündung umfasst allergische Rhinitis, Rhinorrhoey. Diarrhoe umfasst Diarrhoe, Kolitis, Enteritisz. Abdominalschmerzen umfassen Abdominalschmerzen, abdominale Beschwerden, Schmerzen im Unterbauch, Schmerzenim Oberbauch, abdominelle (Druck-)Empfindlichkeit, Dyspepsie, epigastrische Beschwerdenaa. Mundtrockenheit umfasst Mundtrockenheit, Lippentrockenheitbb. Erhöhte Transaminasen umfassen Transaminasen erhöht, Alaninaminotransferase erhöht, Aspartataminotransferaseerhöht, Leberenzyme erhöht, Hypertransaminasämiecc. Hyperbilirubinämie umfasst Hyperbilirubinämie, Bilirubin im Blut erhöhtdd. Ausschlag umfasst Ausschlag, Ausschlag an der Applikationsstelle, Dermatitis, allergische Dermatitis, bullöse
Dermatitis, Erythem, Pruritus, erythematöser Hautausschlag, makulöser Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag,
Ausschlag mit Juckreiz, pustulöser Ausschlag, Urtikariaee. Motorische Funktionsstörung umfasst motorische Funktionsstörung, unwillkürliche Muskelkontraktionen,
Muskelrigidität, Muskelspasmen, Muskelspastik, Muskelzerrung, Muskelverspannung, Muskelzucken, Muskelschwächeff. Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems umfassen Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Arthralgie, Arthritis,
Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Flankenschmerzen, Leistenschmerzen, Brustschmerzen die Skelettmuskulaturbetreffend, Myalgie, Nackenschmerzen, Osteoarthritis, Schmerzen in den Extremitätengg. Nierenfunktionsstörung umfasst akute Nierenschädigung, Kreatinin im Blut erhöht, Nierenversagenhh. Fieber umfasst Hyperthermie, Pyrexieii. Ödem umfasst Ödem, Gesichtsödem, generalisiertes Ödem, lokalisiertes Ödem, Ödem im Genitalbereich, peripheres
Ödem, periphere Schwellung, Schwellungjj. Müdigkeit umfasst Müdigkeit, Asthenie, verminderter Aktivitätsgrad, Unwohlsein
Beschreibung spezieller Nebenwirkungen
Zytokin-FreisetzungssyndromIn ZUMA-1 und ZUMA-7 trat ein CRS bei 92 % der Patienten auf. Bei 8 % der Patienten trat ein CRS3. oder höheren Grades (schwer, lebensbedrohlich oder tödlich) auf. Die mediane Zeit bis zum
Einsetzen betrug 3 Tage (Spanne: 1 bis 12 Tage), und die mediane Dauer betrug 7 Tage (Spanne: 2 bis58 Tage). Neunundneunzig (99 %) der Patienten erholten sich vom CRS. Bei Patienten, die in ZUMA-7 mit der Standardbehandlung (SB) behandelt wurden, wurde kein CRS berichtet.
In ZUMA-5 trat ein CRS bei 77 % der Patienten auf. Bei 6 % der Patienten in trat ein CRS 3. oderhöheren Grades (schwer, lebensbedrohlich oder tödlich) auf. Die mediane Zeit bis zum Einsetzenbetrug 4 Tage (Spanne: 1 bis 11 Tage), und die mediane Dauer betrug 6 Tage (Spanne: 1 bis 27 Tage).
Neunundneunzig (99 %) der Patienten erholten sich vom CRS.
Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 20 %), die im Zusammenhang mit CRS auftreten können,beinhalteten Pyrexie (89 %), Hypotonie (50 %), Tachykardie (47 %), Schüttelfrost (30 %) und
Hypoxie (24 %). Schwerwiegende Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit CRS auftretenkönnen, schlossen Pyrexie (12 %), Hypotonie (5 %), Hypoxie (3 %), Arrhythmie (3 %),
Herzinsuffizienz (2 %), Müdigkeit (2 %), Kopfschmerzen (2 %), Tachykardie (2 %), Herzstillstand(1 %), Dyspnoe (1 %) und Tachypnoe (1 %) ein. Hinsichtlich eines Leitfadens zur Überwachung und
Behandlung siehe Abschnitt 4.4.
Neurologische Nebenwirkungen
In ZUMA-1 und ZUMA-7 traten neurologische Nebenwirkungen bei 63 % der Patienten auf. Bei 25 %der Patienten traten Nebenwirkungen 3. oder höheren Grades (schwer oder lebensbedrohlich) auf.
Neurologische Toxizitäten traten bei 75 % der Patienten innerhalb der ersten 7 Tage nach der Infusionauf. Die mediane Zeit bis zum Einsetzen betrug 6 Tage (Spanne: 1 bis 133 Tage). Die mediane Dauerbetrug 10 Tage, wobei eine Rückbildung der Symptome bei 66 % der Patienten innerhalb von3 Wochen nach der Infusion erfolgte.
In ZUMA-5 traten neurologische Nebenwirkungen bei 57 % der Patienten auf. Bei 16 % der Patiententraten Nebenwirkungen 3. oder höheren Grades (schwer oder lebensbedrohlich) auf. Neurologische
Toxizitäten traten bei 65 % der Patienten innerhalb der ersten 7 Tage nach der Infusion auf. Diemediane Zeit bis zum Einsetzen betrug 7 Tage (Spanne: 1 bis 177 Tage). Die mediane Dauer betrug14 Tage, wobei eine Rückbildung der Symptome bei 60 % der Patienten innerhalb von 3 Wochen nachder Infusion erfolgte.
Die häufigsten (≥ 5 %) neurologischen Nebenwirkungen beinhalteten Enzephalopathie (51 %), Tremor(28 %) und Delirium (14 %). Schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen, die bei den Patientenberichtet wurden, schlossen Enzephalopathie (18 %), Tremor (2 %), Delirium (2 %), Hemiparese(1 %) und Krampfanfall (1 %) ein. In ZUMA-7 wurden Enzephalopathie und Tremor bei 49 % bzw.
25 % der mit Yescarta behandelten Patienten berichtet, verglichen mit 8 % bzw. 1 % der mit SBbehandelten Patienten.
Andere neurologische Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien weniger häufig berichtet undbeinhalteten Dysphagie (3 %), Myelitis (0,2 %) und Tetraplegie (0,1 %).
Hinsichtlich eines Leitfadens zur Überwachung und Behandlung siehe Abschnitt 4.4.
Febrile Neutropenie und Infektionen
Febrile Neutropenie wurde nach der Yescarta-Infusion bei 10 % der Patienten beobachtet. Infektionentraten bei 48 % der Patienten auf. Infektionen 3. oder höheren Grades (schwer, lebensbedrohlich odertödlich) traten bei 19 % der Patienten auf. Infektionen mit nicht spezifizierten Erregern, bakterielle
Infektionen und Virusinfektionen 3. oder höheren Grades traten bei 12 %, 6 % bzw. 5 % der Patientenauf. Der häufigste Ort für Infektionen mit nicht spezifizierten Erregern waren die Atemwege. In
ZUMA-7 wurden febrile Neutropenie und Virusinfektion bei 2 % bzw. 16 % der mit Yescartabehandelten Patienten berichtet, verglichen mit 27 % bzw. 5 % der mit SB behandelten Patienten.
Hinsichtlich eines Leitfadens zur Überwachung und Behandlung siehe Abschnitt 4.4.
Länger anhaltende Zytopenien
Neutropenie (einschließlich febriler Neutropenie), Anämie und Thrombozytopenie 3. oder höheren
Grades traten bei 68 %, 31 % bzw. 23 % der Patienten auf. Eine länger anhaltende (an Tag 30 nochbestehende oder an Tag 30 oder später einsetzende) Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie 3.oder höheren Grades traten bei 26 %, 12 % bzw. 6 % der Patienten auf. In ZUMA-1 trat zum
Zeitpunkt der Analyse der 24-Monats-Nachbeobachtung eine nach Tag 93 bestehende Neutropenie,
Thrombozytopenie und Anämie 3. oder höheren Grades bei 11 %, 7 % bzw. 3 % der Patienten auf. In
ZUMA-7 wurden Neutropenie 3. oder höheren Grades und Thrombozytopenie bei 94 % bzw. 26 %der mit Yescarta behandelten Patienten berichtet, verglichen mit 51 % bzw. 63 % der mit SBbehandelten Patienten. Hinsichtlich eines Leitfadens zur Behandlung siehe Abschnitt 4.4.
HypogammaglobulinämieEine Hypogammaglobulinämie wurde bei 15 % der mit Yescarta behandelten Patienten berichtet.
Kumulativ hatten bis zum Zeitpunkt der 54-Monats-Analyse 36 (33 %) von 108 Patienten in ZUMA-1eine intravenöse Immunglobulintherapie erhalten, 28 (16 %) von 170 Patienten in ZUMA-7 hatten biszum Zeitpunkt der 23,2-Monats-Analyse eine intravenöse Immunoglobulintherapie erhalten, und 33(28 %) von 119 Patienten in ZUMA-5 hatten zum Zeitpunkt der Analyse der 24-Monats-
Nachbeobachtung eine intravenöse Immunglobulintherapie erhalten. In ZUMA-7 wurden erniedrigte
Immunglobuline bei 11 % der mit Yescarta behandelten Patienten berichtet, verglichen mit 1 % dermit SB behandelten Patienten. Hinsichtlich eines Leitfadens zur Behandlung siehe Abschnitt 4.4.
ImmunogenitätDie Immunogenität von Yescarta wurde mittels eines enzymgekoppelten Immunadsorptionstests(Enzyme-Linked Immunosorbent Assay, ELISA) zum Nachweis von bindenden Antikörpern gegen
FMC63, dem Antikörper, der ursprünglich Anti-CD19-CAR zugrunde liegt, untersucht. Elf von278 Patienten (4 %) wurden vor der Behandlung mit Yescarta in ZUMA-1 und ZUMA-7 positiv auf
Anti-FMC63-Antikörper getestet, und 1 Patient (1 %) in ZUMA-7, der vor der Behandlung einnegatives Testergebnis hatte, hatte nach der Behandlung im ELISA-Screening-Test ein positives
Ergebnis. Die Ergebnisse eines bestätigenden zellbasierten Assays, bei dem ein korrekt gefalteter undexprimierter extrazellulärer Anteil des CAR (ScFv, Hinge und Linker) verwendet wurde, zeigte, dassalle mit Yescarta behandelten Patienten, die im ELISA-Screening-Test ein positives Ergebnis hatten,zu allen Testzeitpunkten antikörpernegativ waren. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Kinetik derinitialen Expansion und Persistenz von Yescarta oder die Sicherheit und Wirksamkeit von Yescartabei diesen Patienten verändert waren. In ZUMA-5 wurden 13 von 116 Patienten (11 %) vor der
Behandlung mit Yescarta mittels eines ELISA-Screening-Tests positiv auf Antikörper getestet, und2 Patienten, die vor der Behandlung negative Testergebnisse hatten, wiesen nach der Behandlungpositive Testergebnisse auf. Die Ergebnisse eines bestätigenden zellbasierten Assays zeigten, dass alle
Patienten, die mit Yescarta behandelt wurden und ein positives ELISA-Ergebnis hatten, vor, währendund nach der Behandlung antikörpernegativ waren.
Besondere PatientengruppenEs liegen nur begrenzte Erfahrungen zur Anwendung von Yescarta bei Patienten im Alter von≥ 75 Jahren vor. Sicherheit und Wirksamkeit waren im Allgemeinen zwischen Patienten im Alter von≥ 65 Jahren und Patienten im Alter von < 65 Jahren, die mit Yescarta behandelt wurden, vergleichbar.
Die Ergebnisse stimmten zwischen Patienten mit einem Eastern Cooperative Oncology Group(ECOG)-Leistungsstatus von 0 und 1 sowie zwischen beiden Geschlechtern überein.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es liegen keine Daten aus klinischen Studien in Bezug auf eine Überdosierung von Yescarta vor.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, andere antineoplastische Mittel,antineoplastische Zell- und Gentherapien; ATC-Code: L01XL03
WirkmechanismusYescarta, ein Arzneimittel zur Immuntherapie mit genetisch veränderten autologen T-Zellen, bindet an
CD19-exprimierende Krebszellen und normale B-Zellen. Nach der Bindung der Anti-CD19-CAR-
T-Zellen an die CD19-exprimierenden Zielzellen aktivieren die kostimulierenden Domänen CD28 und
CD3-zeta nachgeschaltete Signalkaskaden, die bei den T-Zellen zu Aktivierung, Proliferation,
Erlangung von Effektorfunktionen und Sekretion von inflammatorischen Zytokinen und Chemokinenführen. Diese Abfolge von Ereignissen führt zur Apoptose und Nekrose der CD19-exprimierenden
Zielzellen.
Pharmakodynamische WirkungenNach der Yescarta-Infusion wurde das pharmakodynamische Ansprechen untersucht, indem dervorübergehende Anstieg der Zytokine, Chemokine und anderer Moleküle im Blut über einen 4-wöchigen Zeitraum gemessen wurde. Die Konzentrationen der Zytokine und Chemokine wie IL-6,
IL-8, IL-10, IL-15, TNF-α, IFN-γ und IL2Rα wurden analysiert. Der maximale Anstieg wurde in denersten 14 Tagen nach der Infusion beobachtet, und die Konzentrationen erreichten in der Regelinnerhalb von 28 Tagen wieder den Ausgangswert.
Analysen, die durchgeführt wurden, um Zusammenhänge zwischen Zytokinkonzentrationen und der
Inzidenz von CRS oder neurologischen Ereignissen festzustellen, zeigten, dass höhere
Konzentrationen nach der Infusion (Spitzenkonzentration und AUC nach 1 Monat) von mehrerenimmunmodulatorischen und proinflammatorischen Analyten in ZUMA-1, ZUMA-7 und ZUMA-5 mitneurologischen Nebenwirkungen 3. oder höheren Grades und CRS 3. oder höheren Grades assoziertwaren.
Aufgrund der on-target-, off-tumor-Wirkung von Yescarta ist für einen gewissen Zeitraum nach der
Behandlung eine B-Zell-Aplasie zu erwarten.
Von 73 Patienten in ZUMA-1 mit auswertbaren Proben zu Studienbeginn hatten 40 % nachweisbare
B-Zellen; die bei der Mehrheit der Patienten zu Studienbeginn beobachtete B-Zell-Aplasie wurde auffrühere Therapien zurückgeführt. Nach der Behandlung mit Yescarta verringerte sich der Anteil der
Patienten mit nachweisbaren B-Zellen: In Monat 3 hatten 20 % nachweisbare B-Zellen und in Monat 6hatten 22 % nachweisbare B-Zellen. Der Beginn der Regeneration der B-Zellen wurde erstmals in
Monat 9 festgestellt, als 56 % der Patienten nachweisbare B-Zellen hatten. Diese Tendenz der
Regeneration der B-Zellen setzte sich mit der Zeit fort, da 64 % der Patienten in Monat 18 und 77 %der Patienten in Monat 24 nachweisbare B-Zellen hatten. Von 141 Patienten in ZUMA-7 mitauswertbaren Proben zu Studienbeginn hatten 57 % nachweisbare B-Zellen. Nach der Behandlung mit
Yescarta verringerte sich der Anteil der Patienten mit nachweisbaren B-Zellen: In Monat 3 hatten38 % nachweisbare B-Zellen und in Monat 6 hatten 41 % nachweisbare B-Zellen. Der Beginn der
Regeneration der B-Zellen wurde erstmals in Monat 9 festgestellt, als 58 % der Patientennachweisbare B-Zellen hatten. Diese Tendenz der Regeneration der B-Zellen setzte sich mit der Zeitfort, da 64 % der Patienten in Monat 18 und 84 % der Patienten in Monat 24 nachweisbare B-Zellenhatten. Von 113 FL-Patienten mit auswertbaren Proben zu Studienbeginn hatten 75 % der Patientennachweisbare B-Zellen. Nach der Behandlung mit Yescarta verringerte sich der Anteil der Patientenmit nachweisbaren B-Zellen: In Monat 3 hatten 40 % der Patienten nachweisbare B-Zellen. Im Laufeder Zeit wurde eine Regeneration der B-Zellen beobachtet, wobei 61 % der Patienten in Monat 24nachweisbare B-Zellen hatten. Patienten mussten nach einer Progression nicht nachbeobachtetwerden; daher handelte es sich bei der Mehrheit der Patienten mit auswertbaren Proben um
Responder.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitRezidiviertes oder refraktäres DLBCL, PMBCL und DLBCL, entstanden aus einem follikulären
Lymphom nach zwei oder mehr systemischen Therapien (ZUMA-1)
Insgesamt 108 Patienten mit r/r, aggressivem B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) wurden in eineroffenen, multizentrischen, einarmigen Phase 1/2-Studie mit Yescarta behandelt. Die Wirksamkeitwurde an 101 Patienten in Phase 2 mit histologisch bestätigtem DLBCL (N = 77), PMBCL (N = 8)oder DLBCL, entstanden aus einem follikulären Lymphom (N = 16), basierend auf der
WHO-Klassifikation 2008, untersucht. DLBCL in ZUMA-1 umfasste Patienten mit nicht anderweitigspezifiziertem DLBCL, anderen DLBCL-Subtypen und HGBL, basierend auf der WHO-Klassifikation2016. 47 Patienten konnten im Hinblick auf den MYC-, BCL-2- und BCL-6-Status evaluiert werden.
Bei 30 Patienten wurde ein DLBCL mit Doppelexpression (Überexpression von sowohl MYC- alsauch BCL-2-Protein) festgestellt; 5 Patienten hatten ein HGBL mit MYC-, BCL-2- oder BCL-6-Gen-
Re-Arrangements (Mutation von 2 Genen (double hit) oder 3 Genen (triple hit)); bei 2 Patientenwurde ein nicht anderweitig spezifiziertes HGBL festgestellt. 66 Patienten waren im Hinblick auf ihre
B-Zell-Subpopulation (germinaler-B-Zell-Typ [GCB] oder aktivierter B-Zell-Typ [ABC]) evaluierbar.49 dieser Patienten wiesen den GCB-Typ und 17 den ABC-Typ auf.
Infrage kommende Patienten waren mindestens 18 Jahre alt und wiesen eine refraktäre Erkrankungauf; diese war definiert als progrediente Erkrankung (progressive disease, PD) oder stabile
Erkrankung (stable disease, SD) als bestes Ansprechen auf die zuletzt angewendete Therapielinie,oder aber Krankheitsprogression innerhalb von 12 Monaten nach autologer Stammzelltransplantation(ASZT). Patienten, die chemorefraktär waren oder nach zwei oder mehr systemischen Therapielinienein Rezidiv aufwiesen, waren im Allgemeinen nicht für eine hämatopoetische
Stammzelltransplantation geeignet. Patienten mussten zuvor mindestens mit einem Anti-CD20-
Antikörper sowie einem Anthracyclin-haltigen Regime behandelt worden sein. Patienten mit einem
Lymphom des ZNS, einer vorangegangenen allogenen Stammzelltransplantation (SZT) oder einervorherigen Therapie mit Anti-CD19-CAR oder anderen genetisch veränderten T-Zellen warenausgeschlossen. Patienten mit ZNS-Erkrankungen (wie z. B. Krampfanfällen oder zerebrovaskulärer
Ischämie) in der Anamnese, einer kardialen Ejektionsfraktion von weniger als 50 %, einer peripheren
Sauerstoffsättigung von weniger als 92 % bei Raumluft oder einer Autoimmunerkrankung, die einesystemische Immunsuppression erfordert, waren nicht einschließbar. Die mediane Dauer der
Nachbeobachtung betrug 63,1 Monate (noch nicht abgeschlossen). Eine Zusammenfassung derdemografischen Patientendaten ist in Tabelle 4 aufgeführt.
Tabelle 4: Zusammenfassung der demographischen Daten für Phase 2 von ZUMA-1(12-Monats-Analyse)
Kategorie Alle Leukapheresierten Alle Behandelten(ITT) (mITT)
Kohorte 1 + 2 Kohorte 1 + 2(N = 111) (N = 101)
Alter (Jahre)
Median (min., max.) 58 (23, 76) 58 (23, 76)≥ 65 23 % 24 %
Männlich 69 % 67 %
Ethnische ZugehörigkeitWeiße 85 % 86 %
Asiaten 4 % 3 %
Schwarze 4 % 4 %
ECOG-Status
ECOG 0 41 % 42 %
ECOG 1 59 % 58 %
Mediane Anzahl vorheriger Therapien (min., max.) 3 (1, 10) 3 (1, 10)
Patienten mit Erkrankung, refraktär gegenüber ≥ 2vorherigen Therapien 77 % 76 %
Patienten mit Rezidiv innerhalb 1 Jahres nach ASZT 20 % 21 %
Patienten mit Internationalem Prognostischem Index 3/4 46 % 46 %
Patienten mit Krankheitsstadium III/IV 85 % 85 %
ASZT, autologe Stammzelltransplantation; ECOG, Eastern Cooperative Oncology Group; ITT, intention-to-treat; mITT, modified intention-to-treat
Yescarta wurde als Einzel-Infusion mit einer Zieldosis von 2 × 106 Anti-CD19-CAR-T-Zellen/kg im
Anschluss an ein Chemotherapieschema zur Lymphozytendepletion von 500 mg/m2 intravenösem
Cyclophosphamid und 30 mg/m2 intravenösem Fludarabin angewendet; die Lymphozytendepletionerfolgte am 5., 4. und 3. Tag vor der Behandlung mit Yescarta. Eine Bridging-Chemotherapiezwischen der Leukapherese und der Chemotherapie zur Lymphozytendepletion war nicht zulässig.
Alle Patienten wurden zur Beobachtung nach der Yescarta-Infusion für mindestens 7 Tagehospitalisiert.
Von 111 Patienten, die einer Leukapherese unterzogen wurden, erhielten 101 Yescarta. Neun
Patienten wurden nicht behandelt, und zwar hauptsächlich aufgrund einer progredienten Erkrankungoder wegen schwerwiegender unerwünschter Ereignisse nach der Aufnahme in die Studie und vor der
Lieferung der Zellen. Einer von 111 Patienten erhielt das Arzneimittel nicht, da die Herstellungfehlschlug. Die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur Lieferung des Arzneimittels betrug17 Tage (Spanne: 14 bis 51 Tage), und die mediane Zeit von der Leukapherese bis zur Infusion betrug24 Tage (Spanne: 16 bis 73 Tage). Die mediane Dosis betrug 2,0 × 106 Anti-CD19-CAR-T-Zellen/kg.
ITT war definiert als Anzahl aller Patienten, die einer Leukapherese unterzogen wurden; mITT wardefiniert als Anzahl aller Patienten, die Yescarta erhielten.
Der primäre Endpunkt war die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR). Diesekundären Endpunkte beinhalteten Dauer des Ansprechens (Duration of Response, DOR),
Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) und die Schwere der unerwünschten Ereignisse. Es wurdevorab festgelegt, dass die ORR bei den ersten 92 behandelten Patienten getestet wird; diese warsignifikant höher als die vorab festgelegte Rate von 20 % (p < 0,0001).
In der primären Analyse (Nachbeobachtung zumindest 6 Monate) betrug die ORR 72 % für diemITT-Population, und die Rate des vollständigen Ansprechens (Complete Response, CR) lag bei51 %, ermittelt durch eine unabhängige Prüfungskommission. In der Analyse der 12-Monats-
Nachbeobachtung (Tabelle 5) betrug die ORR 72 %, und die CR-Rate lag bei 51 %. Die mediane Zeitbis zum Ansprechen betrug 1,0 Monate (Spanne: 0,8 bis 6,3 Monate). Die DOR war bei Patienten, dieein CR erreichten, länger als bei Patienten, bei denen im besten Fall ein partielles Ansprechen (Partial
Response, PR) erreicht wurde. Von den 52 Patienten, die ein CR erreichten, wiesen 7 Patienten eine
SD auf, und 9 zeigten ein PR bei der initialen Bewertung ihres Tumors und gingen nach bis zu6,5 Monaten zu einem CR über. Die ORR-Ergebnisse für PMBCL und DLBCL, entstanden aus einemfollikulären Lymphom, betrugen jeweils 88 %. Die CR-Raten lagen bei 75 % bzw. 56 %. Bei den111 Patienten in der ITT-Population lagen die ORR bei 66 % und das CR bei 47 %. Andere
Ergebnisse standen mit denen der mITT-Population im Einklang.
In der Analyse der 24-Monats-Nachbeobachtung lagen die ORR- und CR-Raten basierend auf dermITT-Population (Ergebnisse einer unabhängigen Prüfungskommission) bei 74 % bzw. 54 %. Diemediane Zeit bis zum Ansprechen betrug 1,0 Monate (Spanne: 0,8 bis 12,2 Monate). Die DOR warlänger bei Patienten, die ein CR erreichten, verglichen mit Patienten, die bestenfalls ein PR erreichten(Tabelle 5). Von den 55 Patienten, die ein CR erreichten, wiesen 7 Patienten eine SD auf, und 10zeigten ein PR bei der initialen Bewertung ihres Tumors und gingen nach bis zu 12 Monaten nach der
Yescarta-Infusion zu einem CR über. Die mediane Dauer des Ansprechens und das mediane OSwurden nicht erreicht (Tabelle 5). In einer 36-Monats-Analyse (mediane Studiennachbeobachtung39,1 Monate) betrug das mediane OS 25,8 Monate mit 47 noch lebenden Patienten (47 %*). In einer48-Monats-Analyse (mediane Studiennachbeobachtung 51,1 Monate) betrug das mediane OS25,8 Monate mit 43 noch lebenden Patienten (44 %*). In einer 60-Monats-Analyse (mediane
Studiennachbeobachtung 63,1 Monate) betrug das mediane Gesamtüberleben 25,8 Monate mit 42noch lebenden Patienten (43 %*).
*Die Kaplan-Meier-Schätzung der 3-Jahres-, 4-Jahres- bzw. 5-Jahres-OS-Raten betrug 47 %, 44 %bzw. 43 %.
Im Phase 1-Teil von ZUMA-1 wurden 7 Patienten behandelt. Fünf Patienten sprachen auf die
Behandlung an, darunter erreichten 4 ein CR. Bei der Analyse der 12-Monats-Nachbeobachtung waren3 Patienten 24 Monate nach der Yescarta-Infusion weiterhin in einem CR. Bei der Analyse der24-Monats-Nachbeobachtung waren diese 3 Patienten 30 bis 35 Monate nach der Yescarta-Infusionweiterhin in einem CR.
Tabelle 5: Zusammenfassung der Wirksamkeitsergebnisse für Phase 2 von ZUMA-1
Kategorie Alle Leukapheresierten Alle Behandelten(ITT) (mITT)
Kohorte 1 + 2 Kohorte 1 + 2(N = 111) (N = 101)12-Monats- 24-Monats- 12-Monats- 24-Monats-
Analyse Analyse Analyse Analyse
ORR (%) [95 % KI] 66 (56; 75) 68 (58; 76) 72 (62; 81) 74 (65; 82)
CR (%) 47 50 51 54
DORa, Median (Spanne) in 14,0 (0,0; 17,3) Nicht erreicht 14,0 (0,0; 17,3) Nicht erreicht
Monaten (0,0; 29,5) (0,0; 29,5)
DORa, CR, Median (Spanne) in Nicht erreicht Nicht erreicht Nicht erreicht Nicht erreicht
Monaten (0,4; 17,3) (0,4; 29,5) (0,4; 17,3) (0,4; 29,5)
OS, Median (Monate) [95 % KI] 17,4 (11,6; nicht 17,4 (11,6; nicht Nicht erreicht Nicht erreichterreicht) erreicht) (12,8; nicht (12,8; nichterreicht) erreicht)6-Monats-OS (%) [95 % KI] 81,1 (72,5; 81,1 (72,5; 79,2 (69,9; 79,2 (69,9;87,2) 87,2) 85,9) 85,9)9-Monats-OS (%) [95 % KI] 69,4 (59,9; 69,4 (59,9; 69,3 (59,3; 69,3 (59,3;77,0) 77,0) 77,3) 77,3)12-Monats-OS (%) [95 % KI] 59,3 (49,6; 59,5 (49,7; 60,4 (50,2; 60,4 (50,2;67,8) 67,9) 69,2) 69,2)24-Monats-OS (%) [95 % KI] Nicht 47,7 (38,2; Nicht 50,5 (40,4;zutreffend 56,7) zutreffend 59,7)
KI, Konfidenzintervall; CR, vollständiges Ansprechen; DOR, Dauer des Ansprechens; ITT, intention-to-treat; mITT,modified intention-to-treat; ORR, objektive Ansprechrate; OS, Gesamtüberleben
a. Die Dauer des Ansprechens war zum Zeitpunkt der SZT für Patienten zensiert, die die SZT während des Ansprechenserhielten
Hinweis: Die 12-Monats-Analyse hatte eine mediane Nachbeobachtung von 15,1 Monaten. Die 24-Monats-Analyse hatteeine mediane Nachbeobachtung von 27,1 Monaten. Das Gesamtüberleben bezieht sich auf die Zeit vom Datum der
Leukapherese (ITT) oder der Yescarta-Infusion (mITT) bis zum Tod durch beliebige Ursache.
SCHOLAR-1
Es handelt sich um eine retrospektive, auf Patientenebene durchgeführte, gepoolte Analyse zum
Outcome bei refraktärem, aggressivem NHL (N = 636) (Crump et al., 2017), die die vorab festgelegtehistorische Vergleichsansprechrate von 20 % für die Interpretation der Ergebnisse aus ZUMA-1bestätigen sollte. Die Analyse schloss Patienten ein, die auf ihre letzte Therapielinie nichtangesprochen hatten (SD oder PD) bzw. innerhalb von 12 Monaten nach der ASZT ein Rezidiverlitten hatten. Das Ansprechen auf die Behandlung und das Überleben bei verfügbarer
Standardtherapie wurde untersucht. Die ORR lag bei 26 % [95 % KI (21; 31)], und die CR-Ratebetrug 7 % [95 % KI (3; 15)], mit einem medianen OS von 6,3 Monaten.
DLBCL und HGBL, das innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss einer Erstlinien-
Chemoimmuntherapie rezidiviert oder gegenüber dieser refraktär ist (ZUMA-7)
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Yescarta bei erwachsenen Patienten mit r/r großzelligem B-Zell-
Lymphom (LBCL) wurde in einer randomisierten, offenen, multizentrischen Phase 3-Studie (ZUMA-7) gezeigt. Bei den meisten eingeschlossenen Patienten wurden überwiegend die Erkrankungs-
Subtypen DLBCL und HGBL basierend auf der WHO-Klassifikation 2016 diagnostiziert und alle
Patienten hatten eine Erstlinientherapie mit Rituximab und einer Anthracyclin-basierten
Chemotherapie erhalten. Insgesamt wurden 359 Patienten im Verhältnis 1:1 randomisiert, um eine
Einzelinfusion von Yescarta oder die SB (definiert als 2 bis 3 Zyklen einer Standard-
Chemoimmuntherapie [R-ICE, R-DHAP oder R-DHAX, R-ESHAP oder R-GDP] gefolgt von einer
Hochdosistherapie [HDT] und ASZT bei Patienten mit Ansprechen der Erkrankung) zu erhalten. Die
Randomisierung wurde nach Ansprechen auf die Erstlinientherapie (primär refraktär vs. Rezidiv≤ 6 Monate nach der Erstlinientherapie vs. Rezidiv > 6 und ≤ 12 Monate nach der Erstlinientherapie)und dem auf die Zweitlinientherapie bezogenen altersangepassten internationalen prognostischen
Index (IPI) (0 bis 1 vs. 2 bis 3) gemäß Einschätzung zum Zeitpunkt des Screenings stratifiziert. Die
Studie schloss frühere HSZT, nachweisbare bösartige Zellen der Zerebrospinalflüssigkeit oder
Hirnmetastasen, Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG)-Leistungsstatus von 2 oder höher undjedes Vorkommnis von Lymphomen des Zentralnervensystems in der Anamnese aus. Patienten mitaktiven oder schwerwiegenden Infektionen waren ausgeschlossen, allerdings wurden Patienten miteinfachen Harnwegsinfektionen und unkomplizierter bakterieller Pharyngitis zugelassen, wenn sie aufeine aktive Behandlung ansprachen.
Nach einer Chemotherapie zur Lymphozytendepletion wurde Yescarta als intravenöse Einzel-Infusionmit einer Zieldosis von 2 × 106 Anti-CD19-CAR-T-Zellen/kg (Höchstdosis: 2 × 108 Zellen)angewendet. Das Schema zur Lymphozytendepletion bestand aus Cyclophosphamid 500 mg/m²intravenös und Fludarabin 30 mg/m² intravenös, beide angewendet am 5., 4. und 3. Tag vor Yescarta.
Eine nicht krankheitsmodifizierende Bridging-Therapie, die auf Kortikosteroide beschränkt war,konnte Patienten mit hoher Krankheitslast beim Screening zwischen der Leukapherese und der
Chemotherapie zur Lymphozytendepletion angewendet werden.
In der Gesamt-Studienpopulation betrug das mediane Alter 59 Jahre (Spanne: 21 bis 81 Jahre); 66 %waren männlich, und 83 % waren Weiße. Vierundsiebzig Prozent der Patienten hatten ein primärrefraktäres LBCL, und 26 % der Patienten hatten innerhalb von 12 Monaten nach der
Erstlinientherapie ein Rezidiv. Die Patienten hatten einen auf die Zweitlinientherapie bezogenenaltersangepassten IPI-Score von 0-1 (55 %) oder 2-3 (45 %) und einen ECOG-Leistungsstatus von 0(54 %) oder 1 (46 %).
Die Patienten in den Yescarta- und SB-Armen wurden als DLBCL nicht anderweitig spezifiziert/ohnemögliche weitere Klassifizierung (126 Patienten bzw. 120 Patienten); DLBCL, entstanden aus einemfollikulären Lymphom (19 Patienten bzw. 27 Patienten); HGBL mit MYC-, BCL2-, und/oder BCL6-
Rearrangements (double- und triple-hit) (31 Patienten bzw. 25 Patienten) oder HGBL nichtanderweitig spezifiziert. (1 Patient im SB-Arm) kategorisiert; die übrigen Patienten wurden unter nichtbestätigt, fehlend oder sonstige kategorisiert.
Von den 180 Patienten, die randomisiert wurden, um Yescarta zu erhalten, wurden 178 einer
Leukapherese unterzogen und 170 wurden mit Yescarta behandelt. Von den behandelten Patientenerhielten 60 (33 %) eine Bridging-Therapie mit Kortikosteroiden. Es traten keine Herstellungsfehlerauf. Acht Patienten (4 %) wurden nach der Leukapherese nicht behandelt, hauptsächlich aufgrund von
Krankheitsprogression, schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen oder Tod. Die mediane Zeit vonder Leukapherese bis zur Freigabe des Arzneimittels betrug 13 Tage (Spanne: 10 bis 24 Tage), und diemediane Zeit von der Leukapherese bis zur Yescarta-Infusion betrug 26 Tage (Spanne 16 bis52 Tage). Die mediane Dosis betrug 2,0 × 106 Anti-CD19-CAR T-Zellen/kg. Alle 170 Patienten, die
Yescarta erhielten, wurden mindestens 7 Tage lang in einer Gesundheitseinrichtung beobachtet. Vonden 179 Patienten, die randomisiert wurden, um die SB zu erhalten, erhielten 64 Patienten (36 %)
HDT-ASZT.
Der primäre Endpunkt war das ereignisfreie Überleben (event-free survival, EFS), bestimmt durchverblindete zentrale Beurteilung. Wichtige sekundäre Endpunkte waren die ORR und das OS. Die
Zusammenfassung der Wirksamkeitsergebnisse in der Gesamtpopulation ist in Tabelle 6 dargestellt,und die Kaplan-Meier-Kurven für das EFS und das OS sind in Abbildung 1 bzw. Abbildung 2dargestellt. Das 24-Monats-EFS betrug 40,5 % [95 % KI: 33,2; 47,7] im Yescarta-Arm und 16,3 %[95 % KI: 11,1; 22,2] im SB-Arm. Zum Zeitpunkt der primären EFS-Analyse betrug das medianeprogressionsfreie Überleben (progression-free survival, PFS) gemäß zentraler Beurteilung im
Yescarta-Arm 14,7 Monate (95 % KI: 5,4; nicht bestimmbar), verglichen mit 3,7 Monaten (95 % KI:2,9; 5,3) im SB-Arm (HR: 0,490 [95 % KI: 0,368; 0,652]). Die mediane Studiendauer betrug24,9 Monate zum Zeitpunkt der primären EFS-Analyse und 47,2 Monate zum Zeitpunkt der primären
OS-Analyse. Die primäre Analyse des OS wurde zu einem im Prüfplan definierten Zeitpunkt von5 Jahren nach Einschluss des ersten Patienten durchgeführt. Es wurde eine statistisch signifikante
Verbesserung des OS zugunsten von Yescarta gezeigt (siehe Tabelle 6). Die geschätzten OS-Ratennach 48 Monaten betrugen 54,6 % im Yescarta-Arm und 46,0 % im SB-Arm. Siebenundfünfzig
Prozent der Patienten erhielten eine zelluläre Immuntherapie, nachdem nach Randomisierung auf die
SB kein Ansprechen erreicht wurde oder ein Rezidiv auftgetreten war.
Generell wurde eine gleichbleibende Wirksamkeit zugunsten von Yescarta über ausgewählte
Subgruppen hinweg, einschließlich Ansprechen auf die Erstlinientherapie, auf die Zweitlinientherapiebezogener altersangepasster IPI-Score, ECOG-Leistungsstatus, Alter, Lymphom mit
Doppelexpressionsstatus und Erkrankungs-Subtyp HGBL, beobachtet (siehe Abbildung 3). Bei
Patienten mit HGBL laut Bewertung des Zentrallabors zeigte Yescarta eine Verbesserung des EFS im
Vergleich zur SB (HR: 0,285 [95 % KI: 0,137; 0,594]). Die ORR betrug 81 % (95 % KI: 62,5 %;92,5 %) und die CR-Rate betrug 68 % (95 % KI: 48,6 %; 83,3 %) bei mit Yescarta behandelten
Patienten, verglichen mit 42 % (95 % KI: 23,4 %; 63,1 %) bzw. 23 % (95 % KI: 9,0 %; 43,6 %) im
SB-Arm. Die OS-HR für Yescarta versus SB betrug für Patienten mit HGBL laut Bewertung des
Zentrallabors 0,735 (95 % KI: 0,338; 1,600).
Tabelle 6: Zusammenfassung der Wirksamkeitsergebnisse für ZUMA-7
Yescarta Standardbehandlung
N = 180 N = 179
EFSa
Anzahl der Ereignisse (%) 108 (60) 144 (80)
Median, Monate [95 % KI]b 8,3 [4,5; 15,8] 2,0 [1,6; 2,8]
Stratifizierte Hazard Ratio [95 % KI] 0,398 [0,308; 0,514]
Stratifizierter Log-Rank-p-Wertc <0,0001
ORR (%) [95 % KI] a 83 [77,1; 88,5] 50 [42,7; 57,8]
Odds Ratio [95 % KI] 5,31 [3,08; 8,90]
Stratifizierter CMH-Test-p-Wertc <0,0001
Rate des vollständigen Ansprechens (%) 65 [57,6; 71,9] 32 [25,6; 39,8]
Rate des partiellen Ansprechens (%) 18 [13,0; 24,8] 18 [12,6; 24,3]
OSd
Anzahl der Ereignisse (%) 82 (46) 95 (53)
Medianes OS, Monate [95 % KI]b NE (28,6; NB) 31,1 (17,1; NB)
Stratifizierte Hazard Ratio [95 % KI] 0,726 (0,540; 0,977)
Stratifizierter Log-Rank-p-Wertc,e 0,0335
KI, Konfidenzintervall; CMH, Cochran-Mantel-Haenszel; EFS, ereignisfreies Überleben; NE, nicht erreicht; NB, nichtbestimmbar; ORR, objektive Ansprechrate; OS, Gesamtüberleben
a. Laut zentraler Bewertung, die zum Zeitpunkt der primären EFS-Analyse durchgeführt wurde
b. Kaplan-Meier-Methode
c. Die p-Werte sind zweiseitig. Der stratifizierte Log-Rank-Test oder der stratifizierte CMH bereingt um das Ansprechenauf die Erstlinientherapie (primär refraktär versus Rezidiv ≤ 6 Monate nach Erstlinientherapie versus Rezidiv > 6 und≤ 12 Monate nach der Erstlinientherapie) und den auf die Zweitlinientherapie bezogenen altersangepassteninternationalen prognostischen Index (0 bis 1 versus 2 bis 3).
d. Gemäß Bewertung, die zum Zeitpunkt der primären Analyse des OS (fünf Jahre nach Einschluss des ersten Patienten)durchgeführt wurde
e. Der p-Wert wird mit 0,0482, der zweiseitigen Wirksamkeitsgrenze (Signifikanzniveau) für die primäre OS-Analyse,verglichen.
Abbildung 1: Kaplan-Meier-Diagramm zum ereignisfreien Überleben in ZUMA-7
Zensiert ○ Axi-Cel + SB Median [95 % Kl] Stratifizierte HR [95 % Kl] Stratifizierter p-Wert
Axi-Cel (N = 180): 8,3 (4,5; 15,8) 0,398 (0,308; 0,514) < 0,0001
SB (N = 179): 2,0 (1,6; 2,8)
Zeit seit Randomisierung (Monate)—————— Axi-Cel ------------------ SB
Patienten unter Risko
Axi-Cel 180 174 163 145 106 98 92 92 91 89 87 85 85 83 82 77 74 74 67 57 52 46 40 36 26 14 12 12 12 10 6 0
SB 179 151 86 70 54 50 45 42 38 32 32 30 29 27 27 25 25 25 24 21 20 18 12 10 9 7 7 6 6 6 3 1 1 1 0
KI, Konfidenzintervall; HR, Hazard Ratio; SB, Standardbehandlung
Wahrscheinlichkeit der Ereignisfreiheit (%)
Abbildung 2. Kaplan-Meier-Diagramm zum Gesamtüberleben in ZUMA-7
Zensiert ○ Axi-Cel + SB Median (95 % KI) Stratifizierte HR (95 % Kl) Stratifizierter p-Wert
Axi-Cel (N = 180): NE (28,6; nicht 0,726 (0,540; 0,977) 0,0335bestimmbar)
SB (N = 179): 31,1 (17,1; nichtbestimmbar)
Zeit seit Randomisierung (Monate)
Axi-Cel SB
Patienten unter Risiko
Axi-Cel
SB
KI, Konfidenzintervall; HR, Hazard Ratio; NE, nicht erreicht; SB, StandardbehandlungHinweis: Patienten, die auf die SBnicht ansprachen, konnten eine anschließende Behandlung gegen ein Lymphom erhalten, einschließlich einer Anti-CD19-
CAR-T-Zelltherapie außerhalb der Anforderungen des Prüfplans.
Abbildung 3: Forest Plot des ereignisfreien Überlebens in ausgewählten Subgruppen in
ZUMA-7
Axicabtagen Standard-ciloleucel behandlung
Subguppe Ereignis/N (%) Ereignis/N (%) HR (95 % KI)
Insgesamt 108/180 (60) 144/179 (80) 0,398 (0,308; 0,514)
Alter< 65 81/129 (63) 96/121 (79) 0,490 (0,361; 0,666)≥ 65 27/51 (53) 48/58 (83) 0,276 (0,164; 0,465)
ECOG-Leistungsstatus0 59/95 (62) 76/100 (76) 0,504 (0,356; 0,713)1 49/85 (58) 68/79 (86) 0,292 (0,195; 0,436)
Auf die Zweitlinientherapie bezogener altersangepasster IPI-Score gemäß
IXRS0-1 54/98 (55) 73/100 (73) 0,407 (0,285; 0,582)2-3 54/82 (66) 71/79 (90) 0,388 (0,269; 0,561)
Ansprechen auf Erstlinientherapie gemäß IXRS
Primär refraktär 85/133 (64) 106/131 (81) 0,426 (0,319; 0,570)
Rezidiv ≤ 12 Monate nach der Erstlinientherapie 23/47 (49) 38/48 (79) 0,342 (0,202; 0,579)
Doppelexpressionsstatus laut Zentrallabor
Lymphom mit Doppelexpressionsstatus 35/57 (61) 50/62 (81) 0,424 (0,268; 0,671)
Erkrankungstyp laut Zentrallabor
DLBCL nicht anderw. spezif./ohne mögliche weitere Klassifizierung 79/126 (63) 95/120 (79) 0,443 (0,325; 0,603)
HGBL mit oder ohne MYC- und BCL2- und/oder BLCL6-Rearrangement 15/31 (48) 21/26 (81) 0,285 (0,137; 0,594)
Axicabtagen ciloleucel besser SB besser0.01 0.1 0.2 0.5 1 2 5
KI, Konfidenzintervall; HR, Hazard Ratio; IxRS, Interactive Voice/Web Response System; SB, Standardbehandlung
Hinweis: Zum Zeitpunkt der primären EFS-Analyse wurde der Erkrankungstyp laut Zentrallabor bei 303 von 359 Patientenbestätigt; die übrigen Patienten wurden vom Zentrallabor als nicht bestätigt, fehlend oder sonstige kategorisiert.
Der OS-Vorteil von Yescarta ist über alle klinisch relevanten Subgruppen hinweg konsistent.
Rezidiviertes oder refraktäres FL nach drei oder mehr systemischen Therapien (ZUMA-5)
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Yescarta bei erwachsenen Patienten mit FL wurden in einereinarmigen, offenen, multizentrischen Phase 2-Studie an Patienten mit r/r FL basierend auf der WHO-
Klassifikation 2016 untersucht.
Wahrscheinlichkeit des Überlebens (%)
Infrage kommende Patienten waren ≥ 18 Jahre alt und wiesen nach 2 oder mehr vorherigen
Therapielinien eine refraktäre Erkrankung auf. Die vorherige Therapie musste einen monoklonalen
Anti-CD20-Antikörper in Kombination mit einer alkylierenden Substanz umfasst haben (eine
Monotherapie mit Anti-CD20-Antikörpern zählte nicht als Therapielinie, die zum Einschlussberechtigte). Patienten mit SD (ohne Rezidiv) > 1 Jahr nach Beendigung der letzten Therapie wurdennicht als infrage kommend angesehen. Patienten mit einem ZNS-Lymphom, einer vorangegangenenallogenen SZT oder einer vorherigen Therapie mit Anti-CD19-CAR oder anderen genetischveränderten T-Zellen waren ausgeschlossen. Patienten mit ZNS-Erkrankungen (wie z. B.
Krampfanfällen oder zerebrovaskulärer Ischämie) in der Anamnese, einer linksventrikulären
Ejektionsfraktion von weniger als 50 % oder einer peripheren Sauerstoffsättigung von weniger als92 % oder einer Autoimmunerkrankung, die eine systemische Immunsuppression erfordert, warennicht einschließbar. Patienten mit aktiven oder schwerwiegenden Infektionen und Patienten mit FLvom Schweregrad 3b waren von der Studie ausgeschlossen. Die tatsächliche Dauer der
Nachbeobachtung betrug 25,9 Monate (Spanne: 0,3 bis 44,3 Monate, noch nicht abgeschlossen). Eine
Zusammenfassung der demografischen Patientendaten ist in Tabelle 7 aufgeführt.
Zum Zeitpunkt der primären Analyse waren insgesamt 122 FL-Patienten eingeschlossen (d. h.leukapherisiert), einschließlich 75 Patienten, die zuvor 3 oder mehr Therapielinien erhalten hatten. Im
Zeitraum zwischen dem Zeitpunkt des Datenschnitts für die primäre Analyse und dem Zeitpunkt des
Datenschnitts für die Analyse der 24-Monats-Nachbeobachtung wurden keine weiteren Patienten mit
FL eingeschlossen oder mit Yescarta behandelt.
Tabelle 7: Zusammenfassung der demografischen Daten für FL-Patienten in ZUMA-5 (24-
Monats-Analyse)
Kategorie Alle Leukapherisierten Alle Leukapherisierten mit ≥ 3(N = 122) Therapielinien(N = 75*)
Alter (Jahre)
Median (min., max.) 60 (34; 79) 60 (34; 79)≥ 65 30 % 31 %
Männlich 60 % 63 %
Ethnische ZugehörigkeitWeiße 93 % 93 %
Asiaten 2 % 4 %
Schwarze 2 % 1 %
ECOG-Status0 63 % 59 %1 37 % 41 %
Hohe Tumorlast gemäß Definition der
GELF-Kriterien 52 % 57 %
Mediane Anzahl vorheriger Therapien(min., max.) 3 (1; 10) 4 (3; 10)
Patienten mit refraktärer Erkrankunggegenüber ≥ 2 vorherigen 30 % 24 %
Therapielinien
Patienten mit Krankheitsstadium III/IV 86 % 86 %
Patienten mit vorheriger autologer
Stammzelltransplantation 25 % 29 %
Vorherige Behandlung mit einem
PI3K-Inhibitor 26 % 40 %
Zeit bis zum Rezidiv nach der ersten
Anti-CD20-Chemotherapie- 54 % 51 %
Kombinationstherapie < 24 Monate
ECOG, Eastern Cooperative Oncology Group; GELF, Groupe d’Etude des Lymphomes Folliculaire
* Alle Patienten mit lokal bestätigter Diagnose, einschließlich 60 Patienten mit zentral bestätigter Diagnose. Anzahl derleukapherisierten (n = 75) und behandelten (n = 73) Patienten.
Yescarta wurde als intravenöse Einzel-Infusion mit einer Zieldosis von 2 × 106 Anti-CD19-CAR-
T-Zellen/kg im Anschluss an ein Chemotherapieschema zur Lymphozytendepletion von 500 mg/m2intravenösem Cyclophosphamid und 30 mg/m2 intravenösem Fludarabin angewendet; beide
Wirkstoffe wurden am 5., 4. und 3. Tag vor der Behandlung mit Yescarta angewendet. Alle Patientenwurden zur Beobachtung nach der Yescarta-Infusion für mindestens 7 Tage hospitalisiert. Die
Anwendung und Überwachung von Yescarta waren in ZUMA-5 und ZUMA-1 konsistent.
Die primäre Analyse wurde durchgeführt, sobald mindestens 80 nacheinander eingeschlossene FL-
Patienten eine Mindest-Nachbeobachtung von 12 Monaten nach der ersten Beurteilung des
Ansprechens durchlaufen hatten. Der primäre Endpunkt war die ORR. Sekundäre Endpunkte warenunter anderem die CR-Rate, die ORR und das CR bei Patienten, die 3 oder mehr vorherige
Therapielinien erhalten hatten, DOR, OS und PFS sowie die Inzidenz von unerwünschten Ereignissen.
Drei der 122 FL-Patienten, die zum Zeitpunkt der primären Analyse eingeschlossen waren, wurdennicht behandelt, hauptsächlich aufgrund von Nicht-Einschließbarkeit, vorherigem Auftreten einer CRoder Tod vor der Behandlung.
Eine Analyse der 24-Monats-Nachbeobachtung wurde durchgeführt, sobald mindestens 80 FL-
Patienten eine Mindest-Nachbeobachtung von 24 Monaten nach der Infusion durchlaufen hatten.
Zum Zeitpunkt der Analyse der 24-Monats-Nachbeobachtung wurden keine weiteren Patienten einer
Leukapherese unterzogen oder mit Yescarta behandelt. Keine Herstellung schlug fehl. Die mediane
Zeit von der Leukapherese bis zur Freigabe des Arzneimittels betrug 12 Tage (Spanne: 10 bis37 Tage), von der Leukapherese bis zur Lieferung des Arzneimittels 17 Tage (Spanne: 13 bis 72 Tage)und von Leukapherese bis zur Yescarta-Infusion 27 Tage (Spanne: 19 bis 330 Tage). Die mediane
Dosis betrug 2,0 × 106 Anti-CD19-CAR-T-Zellen/kg.
Zum Zeitpunkt des Datenschnitts für die primäre Analyse waren 122 FL-Patienten eingeschlossen. Beiden 75 eingeschlossenen FL-Patienten, die 3 oder mehr vorherige Therapielinien erhalten hatten,betrug die ORR 91 % und die CR-Rate 77 %.
Die Analyse der 24-Monats-Nachbeobachtung wurde anhand der 122 eingeschlossenen FL-Patientendurchgeführt und 119 dieser Patienten wurden mit Yescarta behandelt. Von den 122 eingeschlossenen
FL-Patienten hatten 75 drei oder mehr vorherige Therapielinien erhalten, mit dem Ergebnis einer ORRvon 91 % und einer CR-Rate von 77 %. Die mediane Zeit bis zum Ansprechen betrug 1 Monat(Spanne: 0,8 bis 3,1 Monate), die mediane DOR betrug 38,6 Monate und der Anteil der Responder,deren Ansprechen in Monat 24 noch andauerte, betrug 62 %. Neunundzwanzig von 75 FL-Patienten,die 3 oder mehr vorherige Therapielinien erhalten hatten, erreichten anfangs ein PR; 19 von diesen
Patienten erreichten später ein CR. Subgruppenanalysen beinhalteten ORR bei refraktären Patienten(88 %), FLIPI-Score ≥ 3 (94 %), hohe Tumorlast (91 %), Fortschreiten der Erkrankung innerhalb von24 Monaten nach der ersten Immuntherapie (89 %) und vorherige Behandlung mit einem PI3K-
Inhibitor (90 %). Die wichtigsten Wirksamkeitsergebnisse für FL-Patienten mit 3 oder mehrvorherigen Therapielinien sind in Tabelle 8 zusammengefasst.
Tabelle 8: Zusammenfassung der Wirksamkeitsergebnisse für alle eingeschlossenen FL-
Patienten in ZUMA-5 mit 3 oder mehr vorherigen Therapielinien (24-Monats-Analyse)
Kategorie Alle Leukapherisierten (ITT)
N = 75*
ORRa, (%) 91 %[95 % KI] (82; 96)
CR, (%) 77 %
PR, (%) 13 %
DORb, Median in Monaten 38,6[95 % KI] (24,7; nicht bestimmbar)(Spanne) (0,0; 38,6)
Andauerndes Ansprechen (n) 42
Kategorie Alle Leukapherisierten (ITT)
N = 75*
Rate der andauernden Remissionb % [95 % KI]12 Monate 79,5 (67,2; 87,6)18 Monate 75,5 (62,5; 84,6)24 Monate 67,6 (52,7; 78,7)
KI, Konfidenzintervall; CR, vollständiges Ansprechen; DOR, Dauer des Ansprechens; ITT intention-to-treat; ORR, objektive
Ansprechrate; PR, partielles Ansprechen
a. Gemäß der Lugano-Klassifikation der International Working Group (Cheson 2014), bewertet durch das unabhängigeradiologische Prüfungskomitee
b. Gemessen ab dem Datum des ersten objektiven Ansprechens bis zum Datum der Progression oder des Todes
* Alle Patienten mit lokal bestätigter Diagnose, einschließlich 60 Patienten mit zentral bestätigter Diagnose. Anzahl derleukapherisierten (n = 75) und behandelten (n = 73) Patienten.
Abbildung 4: Kaplan-Meier-Kurve der DOR im Set aller Leukapherisierten, Patienten mitobjektivem Ansprechen (FL-Patienten mit 3 oder mehr vorherigen
Therapielinien, 24-Monats-Analyse, unabhängiges Prüfungskomitee)
ZENSIERT ∆ FL Median [95% Kl]
FL (N = 68): 38,6 [24,7; nicht bestimmbar]
Zeit (Monate)—————— FL
Patienten unter Risiko
FL 68 66 65 60 60 56 53 53 53 51 51 50 46 45 45 45 45 44 34 32 30 29 28 17 10 9 9 8 8 8 8 8 8 8 8 6 1 1 1 0
KI, Konfidenzintervall
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Yescarta eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen für die Behandlung reifer B-
Zell-Neoplasien gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Yescarta enthält menschliche autologe T-Zellen. Die erwarteten Rückstände sind typische zelluläre
Abbauprodukte, die durch normale zelluläre Abbaumechanismen entstehen. Daher ist zu erwarten,dass die infundierten CAR-T-Zellen im Laufe der Zeit eliminiert werden.
Zelluläre Kinetik
Nach der Infusion von Yescarta zeigten die Anti-CD19-CAR-T-Zellen eine initial schnelle Expansion,gefolgt von einem Rückgang auf fast den Ausgangswert nach 3 Monaten. Die Spitzenkonzentrationen
Wahrscheinlichkeit der Ereignisfreiheit (%)von Anti-CD19-CAR-T-Zellen traten innerhalb der ersten 7 bis 14 Tage nach dem Tag der Yescarta-
Infusion auf. Alter (Spanne: 21 bis 80 Jahre) und Geschlecht hatten keine signifikanten Auswirkungenauf die AUC und die Spitzenkonzentrationen von Yescarta.
Bei Patienten in ZUMA-1 lag die mediane Spitzenkonzentration von Anti-CD19-CAR-T-Zellen im
Blut bei 38,3 Zellen/µl (Spanne: 0,8 bis 1.513,7 Zellen/μl); diese ging 1 Monat nach der Yescarta-
Infusion auf einen Median von 2,1 Zellen/µl (Spanne: 0 bis 167,4 Zellen/μl) sowie 3 Monate nach der
Yescarta-Infusion auf einen Median von 0,4 Zellen/µl (Spanne: 0 bis 28,4 Zellen/μl) zurück. Bei
Patienten in ZUMA-7 lag die mediane Spitzenkonzentration von Anti-CD19-CAR-T-Zellen im Blutbei 25,84 Zellen/µl (Spanne: 0,04 bis 1173,25 Zellen/µl); diese nahm bei auswertbaren Patienten nach3 Monaten zum Ausgangswert hin ab (0,35 Zellen/µl; Spanne: 0,00 bis 28,44 Zellen/µl), waren aberbei 12 von 30 auswertbaren Patienten bis 24 Monate nach der Behandlung noch nachweisbar.
Bei Patienten in ZUMA-5 mit FL lag die mediane Spitzenkonzentration von Anti-CD19-CAR-
T-Zellen im Blut bei 37,6 Zellen/µl (Spanne: 0,5 bis 1.415,4 Zellen/μl). Die mediane Zeit bis zum
Erreichen der Spitzenkonzentration von Anti-CD19-CAR-T-Zellen im Blut betrug 8 Tage nach der
Infusion (Spanne: 8 bis 371 Tage). Nach 3 Monaten waren die Konzentrationen von Anti-CD19-CAR-
T-Zellen fast auf das Ausgangsniveau, und zwar auf einen Medianwert von 0,3 Zellen/μl (Spanne: 0bis 15,8 Zellen/μl), gesunken.
Bei Patienten in ZUMA-1 stand die Anzahl der Anti-CD19-CAR-T-Zellen im Blut in einem positiven
Zusammenhang mit dem objektiven Ansprechen (CR oder PR). Die mediane Spitzenkonzentration der
Anti-CD19-CAR-T-Zellen war bei Respondern (N = 71) um 216 % höher als die entsprechende
Konzentration bei Non-Respondern (N = 25) (43,6 Zellen/μl versus 20,2 Zellen/μl). Die mediane
AUC0-28 bei ansprechenden Patienten (N = 71) lag bei 253 % der entsprechenden Konzentration bei
Non-Respondern (N = 25) (562 Tage × Zellen/μl versus 222 Tage × Zellen/μl).
Bei Patienten in ZUMA-7 stand die Anzahl der Anti-CD19-CAR-T-Zellen im Blut in einem positiven
Zusammenhang mit dem objektiven Ansprechen (CR oder PR). Die mediane Spitzenkonzentration der
Anti-CD19-CAR-T-Zellen war bei Respondern (N = 142) um ca. 275 % höher als die entsprechende
Konzentration bei Non-Respondern (N = 20) (28,9 Zellen/μl versus 10,5 Zellen/μl). Die mediane
AUC0-28 bei ansprechenden Patienten (N = 142) war ca. 417 % höher als die entsprechende
Konzentration bei Non-Respondern (N = 20) (292,9 Tage × Zellen/μl versus 70,1 Tage × Zellen/μl).
Bei Patienten mit FL in ZUMA-5 lag die mediane Spitzenkonzentration von Anti-CD19-CAR-
T-Zellen bei Respondern (n = 112) im Vergleich zu Non-Respondern (n = 5) bei 38,0 Zellen/μl bzw.31,3 Zellen/μl. Die mediane AUC0-28 bei Respondern im Vergleich zu Non-Respondern betrug454,8 Zellen/μl*Tage bzw. 247,1 Zellen/μl*Tage.
Es wurden keine Studien zu Yescarta an Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungdurchgeführt.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Yescarta enthält genetisch veränderte menschliche T-Zellen; daher existieren keine repräsentativen In-vitro-Assays, Ex-vivo-Modelle oder In-vivo-Modelle, die die toxikologischen Eigenschaften desmenschlichen Produkts adäquat abbilden könnten. Folglich wurden keine traditionellentoxikologischen Studien, die bei einer Arzneimittel-Entwicklung eingesetzt werden, durchgeführt.
Mit Yescarta wurden keine Studien zur Karzinogenität oder Genotoxizität durchgeführt.
Es wurden keine Studien durchgeführt, um die Auswirkungen von Yescarta auf die Fertilität,
Reproduktion und Entwicklung zu bewerten.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Cryostor CS10 (enthält DMSO)
Natriumchlorid
Humanalbumin
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
1 Jahr.
Nach vollständigem Auftauen ist Yescarta bis zu 3 Stunden bei Raumtemperatur (20 °C bis 25 °C)haltbar. Die Yescarta-Infusion muss jedoch innerhalb von 30 Minuten nach vollständigem Auftauenbeginnen, und die Gesamtdauer der Infusion sollte 30 Minuten nicht überschreiten.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Yescarta ist in der Dampfphase von flüssigem Stickstoff (≤ -150 °C) zu lagern und muss imgefrorenen Zustand bleiben, bis der Patient für die Behandlung bereit ist, um sicherzustellen, dasslebensfähige, lebende autologe Zellen für die Gabe an den Patienten zur Verfügung stehen.
Aufgetautes Arzneimittel darf nicht wieder eingefroren werden.
Aufbewahrungsbedingungen nach Auftauen des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Ethylenvinylacetat-Beutel für die Kryolagerung mit versiegeltem Zuführschlauch und zweiverfügbaren Spikeports; Inhalt ca. 68 ml Zelldispersion.
Ein Beutel für die Kryolagerung ist einzeln in einer Versandkassette verpackt.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungEine Bestrahlung könnte zur Inaktivierung des Arzneimittels führen.
Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. vor/während der Anwendung des ArzneimittelsYescarta muss innerhalb der Einrichtung in geschlossenen, bruchsicheren und austrittsicheren
Behältnissen transportiert werden.
Dieses Arzneimittel enthält menschliche Blutzellen. Angehörige der Gesundheitsberufe müssen daherbei der Handhabung von Yescarta angemessene Vorsichtsmaßnahmen treffen (Schutzhandschuhe und
Augenschutz tragen), um eine mögliche Übertragung von Infektionskrankheiten zu vermeiden.
Vorbereitung vor der Anwendung
* Verifizieren Sie, dass die Identität (ID) des Patienten mit den Patienten-
Identifizierungsmerkmalen auf der Yescarta-Kassette übereinstimmt.
* Der Yescarta-Infusionsbeutel darf nicht aus der Metallkassette genommen werden, wenn die
Informationen auf dem patientenspezifischen Etikett nicht mit dem vorgesehenen Patientenübereinstimmen.
* Nehmen Sie den Yescarta-Infusionsbeutel, nachdem die Patienten-ID bestätigt wurde, aus der
Metallkassette.
* Stellen Sie sicher, dass die Patienteninformationen auf dem Etikett der Metallkassette mit denenauf dem Etikett des Infusionsbeutels übereinstimmen.
* Untersuchen Sie den Infusionsbeutel vor dem Auftauen auf Unversehrtheit. Wenn der
Infusionsbeutel beschädigt ist, halten Sie die vor Ort geltenden Richtlinien für den Umgang mit
Abfall menschlichen Materials ein (oder nehmen Sie direkt Kontakt mit Kite auf).
Auftauen
* Verpacken Sie den Infusionsbeutel in einen zweiten Beutel.
* Tauen Sie Yescarta bei ca. 37 °C unter Verwendung eines Wasserbads oder einer Methode zumtrockenen Auftauen auf, bis im Infusionsbeutel kein Eis mehr sichtbar ist. Mischen Sie den
Inhalt des Infusionsbeutels vorsichtig durch, um Klumpen von Zellmaterial aufzulösen. Wennweiterhin Zellklumpen sichtbar sind, mischen Sie den Inhalt des Infusionsbeutels weitervorsichtig durch. Kleine Klumpen von Zellmaterial sollten sich durch vorsichtiges manuelles
Durchmischen auflösen lassen. Yescarta darf vor der Infusion nicht gewaschen, zentrifugiertund/oder in einem neuen Medium resuspendiert werden. Das Auftauen dauert ca.3 bis 5 Minuten.
* Nach dem Auftauen ist Yescarta bis zu 3 Stunden bei Raumtemperatur (20 °C-25 °C) stabil.
Die Yescarta-Infusion muss jedoch innerhalb von 30 Minuten nach dem vollständigen Auftauenbeginnen.
Anwendung* Es darf kein leukozytendepletierender Filter verwendet werden.
* Vor der Infusion und während der Nachbeobachtung müssen Tocilizumab und eine
Notfallausrüstung zur Verfügung stehen. In dem Ausnahmefall, in dem Tocilizumab aufgrundeines Lieferengpasses, der im Lieferengpasskatalog der Europäischen Arzneimittel-Agenturaufgeführt ist, nicht verfügbar ist, müssen vor der Infusion geeignete alternative Maßnahmenanstelle von Tocilizumab zur Behandlung eines CRS zur Verfügung stehen.
* Yescarta ist nur zur autologen Anwendung vorgesehen.
* Die Identität des Patienten muss mit den Patienten-Identifizierungsmerkmalen auf dem
Yescarta-Infusionsbeutel abgeglichen werden.
* Für die Gabe von Yescarta wird ein zentralvenöser Zugang empfohlen.
* Die Schläuche müssen vor der Infusion mit steriler Natriumchlorid-Injektionslösung 9 mg/ml(0,9 %) (0,154 mmol Natrium pro ml) gespült werden.
* Der gesamte Inhalt des Yescarta-Infusionsbeutels muss innerhalb von 30 Minuten infundiertwerden, entweder mittels Schwerkraft oder über eine peristaltische Pumpe.
* Schütteln Sie den Infusionsbeutel sanft während der Yescarta-Infusion, um ein Verklumpen der
Zellen zu vermeiden.
* Nachdem der gesamte Inhalt des Infusionsbeutels infundiert wurde, müssen der Infusionsbeutelund die Schläuche mit derselben Infusionsrate mit 10 bis 30 ml Natriumchlorid-
Injektionslösung 9 mg/ml (0,9 %) (0,154 mmol Natrium pro ml) nachgespült werden (backpriming), um sicherzustellen, dass die gesamte Yescarta-Dosis angewendet wurde.
Im Falle einer versehentlichen Exposition zu ergreifende Maßnahmen
Im Falle einer versehentlichen Exposition sind die vor Ort geltenden Richtlinien für den Umgang mit
Material menschlicher Herkunft zu befolgen. Arbeitsflächen und Materialien, die möglicherweise mit
Yescarta in Kontakt gekommen sind, müssen mit einem geeigneten Desinfektionsmitteldekontaminiert werden.
Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung des Arzneimittels
Nicht verwendetes Arzneimittel und sämtliches Material, das mit Yescarta in Kontakt gekommen ist(feste und flüssige Abfälle), sind gemäß den vor Ort geltenden Richtlinien für den Umgang mit
Material menschlicher Herkunft als potenziell infektiöser Abfall zu behandeln und zu entsorgen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Kite Pharma EU B.V.
Tufsteen 12132 NT Hoofddorp
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 23. August 2018
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 24. Juli 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.