Angewendet bei: Augenentzündung
Art der Anwendung: ophthalmisch
Substanz: Bromfenac (Entzündungshemmer)
ATC: S01BC11 (Sinnesorgane | Antiphlogistika | Nichtsteroidale Antiphlogistika)
Bromfenac ist ein nichtsteroidales entzündungshemmendes Medikament (NSAID), das zur Reduzierung von Entzündungen und Augenschmerzen nach chirurgischen Eingriffen wie einer Kataraktoperation eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die Synthese von Prostaglandinen, Substanzen, die am Entzündungsprozess beteiligt sind, hemmt.
Das Medikament wird als Augentropfen verabreicht, in der Regel zweimal täglich, wie vom Arzt verordnet. Die Behandlung ist kurzfristig und muss strikt eingehalten werden, um Komplikationen zu vermeiden.
Häufige Nebenwirkungen sind ein Brennen oder Stechen in den Augen, Augenrötung und Lichtempfindlichkeit. In seltenen Fällen können schwerwiegendere Nebenwirkungen wie Hornhautgeschwüre oder Augeninfektionen auftreten.
Bromfenac wird nicht für schwangere oder stillende Frauen empfohlen, es sei denn, der Nutzen überwiegt die Risiken. Patienten sollten ihren Arzt über andere Augenerkrankungen oder verwendete Medikamente informieren, um Wechselwirkungen zu vermeiden.
Yellox 0,9 mg/ml Augentropfen Lösung
1 ml Lösung enthält 0,9 mg Bromfenac (als Bromfenac-Natrium 1,5 H2O).
Ein Tropfen enthält etwa 33 Mikrogramm Bromfenac.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jeder ml Lösung enthält 50 Mikrogramm
Benzalkoniumchlorid.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Augentropfen, Lösung.
Klare gelbe Lösung.pH: 8,0-8,5; Osmolalität: 270-310 mOsmol/kg
Yellox wird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung von postoperativen Augenentzündungennach Kataraktextraktion.
Anwendung bei Erwachsenen, einschließlich älterer Patienten
Die Dosis beträgt zweimal täglich ein Tropfen Yellox in das(die) betroffene(n) Auge(n), beginnendam Tag nach der Kataraktoperation und fortlaufend während der ersten 2 Wochen der postoperativen
Phase.
Die Dauer der Behandlung sollte 2 Wochen nicht überschreiten, da über diesen Zeitraum hinaus keine
Sicherheitsdaten vorliegen.
Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
Yellox wurde nicht bei Patienten mit Lebererkrankungen oder mit eingeschränkter Nierenfunktionuntersucht.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Bromfenac bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen. Esliegen keine Daten vor.
Art der AnwendungZur Anwendung am Auge.
Wird mehr als ein topisches Arzneimittel am Auge angewendet, sollte jedes im Abstand vonmindestens 5 Minuten angewendet werden.
Um eine Kontamination von Tropferspitze und Lösung zu vermeiden, ist sorgfältig darauf zu achten,die Tropferspitze der Flasche nicht mit den Augenlidern, der Augenumgebung oder anderen
Oberflächen in Berührung zu bringen.
Überempfindlichkeit gegen Bromfenac, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteileoder andere nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs).
Yellox darf nicht angewendet werden bei Patienten, bei denen durch Acetylsalicylsäure oder andere
Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf die Prostaglandinsynthetase Asthmaanfälle, Urtikaria odereine akute Rhinitis hervorgerufen wurden.
Alle topischen NSAIDs können wie topische Kortikosteroide die Heilung verlangsamen bzw.verzögern. Die gleichzeitige Anwendung von NSAIDs und topischen Steroiden kann das Potenzial für
Heilungsstörungen erhöhen.
Kreuzsensibilität
Es besteht das Potenzial für eine Kreuzsensibilität gegenüber Acetylsalicylsäure,
Phenylessigsäurederivaten und anderen NSAIDs. Deshalb ist eine Behandlung von Personen, diefrüher auf diese Arzneimittel empfindlich reagiert haben, zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.3).
Empfindliche Personen
Bei empfindlichen Patienten kann die kontinuierliche Anwendung topischer NSAIDs einschließlich
Bromfenac zu Epithelschäden sowie zur Verdünnung, Erosion, Ulzeration oder Perforation der
Hornhaut führen. Diese Ereignisse können das Sehvermögen gefährden. Patienten mit Anzeichen einer
Schädigung des Hornhautepithels sollten die Anwendung von topischen NSAIDs umgehendabbrechen und engmaschig auf den Zustand der Hornhaut überwacht werden. Bei Risikopatientenkann folglich auch die gleichzeitige Anwendung von ophthalmischen Kortikosteroiden mit NSAIDsdas Risiko für korneale Nebenwirkungen erhöhen.
Erfahrungen nach MarkteinführungErfahrungen mit topischen NSAIDs nach der Markteinführung lassen darauf schließen, dass bei
Patienten mit komplizierten Augenoperationen, Hornhautdenervation, Epitheldefekten der Hornhaut,
Diabetes mellitus, Erkrankungen der Augenoberfläche, z.B. trockenes Auge, rheumatoider Arthritisoder mit wiederholten chirurgischen Eingriffen am Auge innerhalb kurzer Zeit möglicherweise einerhöhtes Risiko für korneale Nebenwirkungen besteht, die das Augenlicht bedrohen können.
Topische NSAIDs sollten bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.
Es wurde berichtet, dass ophthalmische NSAIDs im Zusammenhang mit Augenoperationen verstärkte
Blutungen des okulären Gewebes (einschließlich Hyphäma) verursachen können. Yellox sollte daherbei Patienten mit bekannter Blutungsneigung oder bei Patienten, die andere Arzneimittel mitpotenzieller Verlängerung der Blutungszeit erhalten, mit Vorsicht eingesetzt werden.
In seltenen Fällen wurde nach dem Absetzen von Yellox ein Wiederaufflammen von
Entzündungsreaktionen beobachtet, z.B. in Form eines Maculaödems, infolge einer
Kataraktoperation.
Augeninfektion
Eine akute Augeninfektion kann durch die topische Anwendung von Antiphlogistika maskiert werden.
Tragen von Kontaktlinsen
Das Tragen von Kontaktlinsen in der postoperativen Phase einer Kataraktoperation wird allgemeinnicht empfohlen. Deshalb sollten die Patienten angewiesen werden, während der Behandlung mit
Yellox keine Kontaktlinsen zu tragen.
Sonstige BestandteileBenzalkoniumchlorid
Dieses Arzneimittel enthält 0,00185 mg Benzalkoniumchlorid pro Tropfen entsprechend 0,05 mg/ml.
Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und kann zur Verfärbungder Kontaktlinsen führen. Patienten müssen die Kontaktlinsen vor der Anwendung dieses Arzneimittelsentfernen und dürfen sie erst nach 15 Minuten wieder einsetzen.
Es liegen Berichte vor, dass Benzalkoniumchlorid Reizungen am Auge und trockene Augen hervorrufenund den Tränenfilm und die Hornhautoberfläche beeinträchtigen kann.
Es sollte bei Patienten mit trockenen Augen und bei Patienten mit geschädigter Hornhaut mit Vorsichtangewendet werden.
Bei längerer Anwendung sollten die Patienten überwacht werden.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Es gab keine Berichteüber Wechselwirkungen mit antibiotischen Augentropfen, die im Rahmen von Operationenangewendet wurden.
Über die Anwendung von Bromfenac bei schwangeren Frauen liegen keine hinreichenden Daten vor.
Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Auch wenn die systemische Exposition nach Behandlung mit Yellox sehr gering ist, ist nicht bekannt,ob die nach der ophthalmologischen Anwendung auftretende systemische Exposition durch Yellox füreinen Embryo/Fötus schädlich sein kann. Während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimenonssollte Yellox nur angewendet werden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Bei Anwendung sollte die
Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Während des dritten Schwangerschaftstrimenons kann die systemische Anwendung von
Prostaglandinsynthesehemmern zu kardiopulmonaler und renaler Toxizität beim Fötus führen. Am
Ende der Schwangerschaft kann es zu einer verlängerten Blutungszeit bei Mutter und Kind kommen,und die Geburt kann sich verzögern. Daher wird Yellox im letzten Schwangerschaftstrimenon nichtempfohlen.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Bromfenac oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen.
Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Bromfenac nach sehr hohen oralen Dosen in die Milchvon Ratten ausgeschieden wird (siehe Abschnitt 5.3). Auswirkungen auf gestillte
Neugeborene/Säuglinge sind nicht zu erwarten, da die systemische Exposition stillender Frauengegenüber Bromfenac vernachlässigbar ist. Yellox kann während der Stillzeit angewendet werden.
FertilitätIn tierexperimentellen Studien wurden keine Auswirkungen von Bromfenac auf die Fertilitätbeobachtet. Außerdem ist die systemische Exposition gegenüber Bromfenac vernachlässigbar. Ausdiesem Grund sind keine Schwangerschaftstests oder kontrazeptive Maßnahmen erforderlich.
Yellox hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen. Die Instillation von Yellox kann zu einem vorübergehenden Verschwommensehen führen.
Kommt es nach der Instillation zu Verschwommensehen, ist dem Patienten anzuraten das Führen von
Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen zu unterlassen, bis die Sicht wieder klar ist.
Gemäß der verfügbaren klinischen Daten hatten insgesamt 3,4 % der Patienten eine oder mehrere
Nebenwirkungen. Die häufigsten bzw. wichtigsten Nebenwirkungen in den gepoolten Studien warenabnormes Gefühl im Auge (0,5 %), Hornhauterosion (leicht oder mittelschwer) (0,4 %), Augenjucken(0,4 %), Augenschmerzen (0,3 %) und Augenrötung (0,3 %). Unerwünschte Reaktionen der Hornhautwurden nur bei der japanischen Population beobachtet. Die Nebenwirkungen führten selten zum
Therapieabbruch, d. h., insgesamt brachen in den Studien nur 8 (0,8 %) Patienten die Behandlungwegen einer Nebenwirkung ab. Davon hatten 3 (0,3 %) Patienten eine leichte Hornhauterosion, 2(0,2 %) Patienten ein Augenlidödem und je 1 Patient (0,1 %) ein abnormes Gefühl im Auge, ein
Hornhautödem oder Augenjucken.
Tabellarische Liste der NebenwirkungenBei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungennach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Die folgende Tabelle gibt die Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und Häufigkeit an.
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungengemäß MedDRA
Augenerkrankungen Gelegentlich Verminderte Sehschärfe
Hämorrhagische Retinopathie
Hornhautepitheldefekt**
Hornhauterosion (leicht oder mittelschwer)
Störung des Hornhautepithels
Hornhautödem
Retinaexsudate
Augenschmerzen
Augenlidblutung
Verschwommensehen
Photophobie
Augenlidödem
Augenabsonderung
Augenjucken
Augenreizung
Augenrötung
Konjunktivale Hyperämie
Abnormes Gefühl im Auge
Augenbeschwerden
Selten Hornhautperforation*
Hornhautulkus*
Hornhauterosion, schwer*
Skleromalazie*
Hornhautinfiltrate*
Hornhautstörung*
Hornhautnarbe*
Erkrankungen der Gelegentlich Epistaxis
Atemwege, des Husten
Brustraums und Nebenhöhlenausfluss
Mediastinums Selten Asthma*
Allgemeine Gelegentlich Gesichtsschwellung
Erkrankungen und
Beschwerden am
Verabreichungsort
*Schwerwiegende Fallberichte aus Erfahrungen mit mehr als 20 Millionen Patienten nach Markteinführung
**Beobachtet bei viermal täglicher Gabe
Patienten mit Anzeichen einer Schädigung des Hornhautepithels müssen angewiesen werden die
Anwendung von Yellox umgehend abzubrechen und engmaschig auf den Zustand der Hornhautüberwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte das nationale Meldesystem anzuzeigen.
Bei einer 4-mal täglichen Anwendung von 2 Tropfen einer 2 mg/ml Lösung über einen Zeitraum von28 Tagen hinweg, wurden keine ungewöhnlichen oder klinisch bedeutsamen unerwünschten
Reaktionen berichtet. Die versehentliche Anwendung von mehr als einem Tropfen sollte nicht zu einererhöhten topischen Exposition führen, da das überschüssige Volumen auf Grund der begrenzten
Kapazität des Bindehautsackes aus dem Auge ablaufen wird.
Es gibt praktisch kein Risiko von Nebenwirkungen durch versehentliche orale Aufnahme. Das
Verschlucken des Inhaltes einer 5 ml Flasche entspricht einer oralen Dosis von weniger als 5mg
Bromfenac, welches 30 mal weniger ist als die tägliche Dosis einer früher verwendeten oralen
Bromfenac Formulierung.
Wird Yellox versehentlich geschluckt, sollte Flüssigkeit getrunken werden, um das Arzneimittel zuverdünnen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophthalmologika, nichtsteroidale Antiphlogistika, ATC-Code:
S01BC11
WirkmechanismusBromfenac ist ein nichtsteroidales Antiphlogistikum (NSAID), dessen entzündungshemmende
Wirkung auf seine Fähigkeit zurückgeführt wird, die Prostaglandinsynthese durch Hemmung primärder Cyclooxygenase 2 (COX-2) zu blockieren. Cyclooxygenase 1 (COX-1) wird nur in geringem
Ausmaß gehemmt.
In vitro hemmte Bromfenac die Synthese der Prostaglandine in Iris und Ziliarkörper des Kaninchens.
Die IC50-Werte waren bei Bromfenac niedriger (1,1 μM) als bei Indometacin (4,2 μM) und
Pranoprofen (11,9 μM).
In einem experimentellen Uveitismodell am Kaninchen hemmte Bromfenac in Konzentrationen von0,02 %, 0,05 %, 0,1 % und 0,2 % fast alle Zeichen der Augenentzündung.
Klinische WirksamkeitZur Beurteilung der klinischen Sicherheit und Wirksamkeit von zweimal täglich angewendetem
Yellox bei der Behandlung der postoperativen Entzündung von Patienten nach Kataraktoperationwurden zwei multizentrische, randomisierte, doppelblinde Phase-II-Parallelgruppenstudien in Japanund zwei multizentrische, randomisierte (2:1), doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-
Parallelgruppenstudien in den USA durchgeführt. In diesen Studien wurde die Behandlung mit der
Studiensubstanz etwa 24 Stunden nach der Kataraktoperation begonnen und für bis zu 14 Tagefortgesetzt. Die therapeutische Wirkung wurde bis zu 29 Tage beurteilt.
Am Tag 15 der Studie war die Augenentzündung bei einem signifikant größeren Anteil der Patientenin der Yellox-Gruppe als in der Placebo-Gruppe (64,0 % vs. 43,3 %; p<0,0001) vollständigzurückgegangen. In den ersten 2 Wochen nach der Operation wurden unter Yellox signifikant weniger
Vorderkammerzellen und Flare (85,1 % der Patienten mit einem Flare-Score ≤1) beobachtet als unter
Placebo (52 %). Der Unterschied in der Rate des Rückgangs der Entzündung zeigte sich bereits am3. Tag.
In einer großen, gut kontrollierten, in Japan durchgeführten Studie wurde nachgewiesen, dass Yelloxebenso wirksam ist wie eine ophthalmische Lösung mit Pranoprofen.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Yellox eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei postoperativen
Augenentzündungen gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindernund Jugendlichen.
Bromfenac durchdringt die Hornhaut von Kataraktpatienten effizient: Eine Einzeldosis führte150-180 Minuten nach der Gabe zu einer mittleren Spitzenkonzentration im Kammerwasser von79±68 ng/ml. Die Konzentration blieb für 12 Stunden im Kammerwasser erhalten und bis zu24 Stunden nach der Gabe waren in den wesentlichen Augengeweben einschließlich der Retina noch
Werte messbar. Nach zweimal täglicher Gabe von Bromfenac Augentropfen waren im Plasma keine
Konzentrationen quantifizierbar.
VerteilungBromfenac wird stark an Plasmaproteine gebunden. In vitro waren 99,8 % an Proteine im
Humanplasma gebunden.
Eine biologisch relevante Melaninbindung wurde in vitro nicht beobachtet.
Studien an Kaninchen mit radioaktiv markiertem Bromfenac haben gezeigt, dass die höchsten
Konzentrationen nach topischer Anwendung in der Hornhaut beobachtet werden, gefolgt von
Bindehaut und Kammerwasser. In Linse und Glaskörper wurden nur geringe Konzentrationenfestgestellt.
BiotransformationIn-vitro-Studien haben gezeigt, dass Bromfenac hauptsächlich durch das Enzym CYP2C9metabolisiert wird, das weder in Iris und Ziliarkörper noch in Retina und Chorioidea vorhanden ist unddessen Konzentration in der Hornhaut nur 1 % im Vergleich zur entsprechenden hepatischen
Konzentration beträgt.
Bei oral behandelten Menschen ist die unveränderte Muttersubstanz die Hauptkomponente im Plasma.
Es wurden mehrere konjugierte und nicht konjugierte Metaboliten identifiziert, von denen daszyklische Amid der Hauptmetabolit im Urin ist.
EliminationNach Anwendung am Auge beträgt die Halbwertszeit von Bromfenac im Kammerwasser 1,4 Stunden,was auf eine rasche Elimination hinweist.
Nach oraler Gabe von 14CBromfenac an gesunde Probanden wurde festgestellt, dass die Ausscheidungder radioaktiven Substanz hauptsächlich, d. h. zu etwa 82 % über den Urin erfolgte und die fäkale
Ausscheidung etwa 13 % der Dosis ausmachte.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten keine besonderen
Gefahren für den Menschen erkennen. Bei Ratten verursachten jedoch orale Dosen von 0,9 mg/kg/Tag(das 900-Fache der empfohlenen ophthalmischen Dosis) embryo-fetale Letalität, erhöhte neonatale
Mortalität und reduziertes postnatales Wachstum. Bei trächtigen Kaninchen, die oral mit7,5 mg/kg/Tag (das 7500-Fache der empfohlenen ophthalmischen Dosis) behandelt wurden, kam es zueinem erhöhten post-implantären Verlust (siehe Abschnitt 4.6).
Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Bromfenac bei oraler Gabe in Dosen von 2,35 mg/kg,was dem 2350-Fachen der empfohlenen ophthalmischen Dosis entspricht, in die Muttermilchausgeschieden wird. Nach Verabreichung am Auge war Bromfenac jedoch nicht im Plasmanachweisbar (siehe Abschnitt 5.2).
Borsäure
Natriumtetraborat 10 H2O
Natriumsulfit (E221)
Tyloxapol
Povidon (K30)
Benzalkoniumchlorid
Natriumedetat (Ph.Eur.)
Wasser für Injektionszwecke
Natriumhydroxid (zur pH-Wert Anpassung)
Nicht zutreffend.
2 Jahre
Nach Anbruch: 4 Wochen
Nicht über 25 °C lagern.
Die Patienten sind anzuweisen die Flasche bei Nichtgebrauch fest verschlossen zu halten.
5 ml Lösung in einer FDrückflasche aus Polyethylen mit einer Tropferspitze und einem
Schraubverschluss aus Polyethylen.
Packung mit 1 Flasche.
Keine besonderen Anforderungen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.