Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika. Insuline und Analoga zur Injektion, lang wirkend.
ATC-Code: A10AE56.
WirkmechanismusXultophy ist ein Kombinationsarzneimittel aus Insulin degludec und Liraglutid, die einanderergänzende Wirkmechanismen für die Verbesserung der Blutzuckereinstellung besitzen.
Insulin degludec ist ein Basalinsulin, welches bei der subkutanen Injektion lösliche Multihexamerebildet. Dadurch entsteht ein Depot, aus dem langsam und gleichmäßig Insulin degludec in den
Blutkreislauf resorbiert wird, wodurch eine flache und stabile blutzuckersenkende Wirkung von
Insulin degludec mit einer geringen Tag-zu-Tag-Variabilität der Insulinwirkung entsteht.
Insulin degludec bindet spezifisch an den Humaninsulinrezeptor und führt zur selbenpharmakologischen Wirkung wie Humaninsulin.
Die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin degludec beruht auf der verstärkten Aufnahme von
Glucose nach Bindung von Insulin an Insulinrezeptoren in Muskel- und Fettzellen und dergleichzeitigen Hemmung der Freisetzung von Glucose aus der Leber.
Liraglutid ist ein GLP-1-Analogon mit einer Sequenzhomologie von 97 % zum humanen GLP-1, dasan den GLP-1-Rezeptor (GLP-1R) bindet und diesen aktiviert. Das protrahierte Wirkprofil nachsubkutaner Gabe basiert auf drei Mechanismen: Selbstassoziation, die zu einer langsamen Resorptionführt, Bindung an Albumin und höhere enzymatische Stabilität gegenüber Dipeptidylpeptidase-IV(DPP-IV) und der neutralen Endopeptidase (NEP), was zu einer langen Plasmahalbwertszeit führt.
Die Wirkung von Liraglutid wird durch eine spezifische Interaktion mit GLP-1-Rezeptoren vermitteltund verbessert die Blutzuckereinstellung durch Senken des postprandialen und des
Nüchternblutzuckers. Liraglutid stimuliert die Insulinsekretion und senkt eine unangemessen hohe
Sekretion von Glucagon glucoseabhängig. Folglich wird bei hohem Blutzuckerspiegel die Sekretionvon Insulin stimuliert und die von Glucagon gehemmt. Während einer Hypoglykämie verringert
Liraglutid dagegen die Sekretion von Insulin, vermindert aber nicht die Glucagonsekretion. Der
Mechanismus der Blutzuckersenkung geht auch mit einer leicht verlangsamten Entleerung des Magenseinher.
Liraglutid reduziert das Körpergewicht und die Körperfettmasse durch Mechanismen, die einschwächeres Hungergefühl und geringere Energieaufnahme mit sich bringen.
GLP-1 ist ein physiologischer Regulator des Appetits und der Nahrungsaufnahme, doch der genaue
Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig bekannt. In tierexperimentellen Studien führte dieperiphere Verabreichung von Liraglutid zu einer Aufnahme in bestimmten Hirnregionen, die mit der
Appetitregulierung assoziiert sind, wo Liraglutid über die spezifische Aktivierung von GLP-1R zueinem Anstieg der wichtigsten Sättigungssignale und einer Abnahme der wichtigsten Hungersignaleführte und damit zu einem geringeren Körpergewicht.
GLP-1-Rezeptoren sind auch in spezifischen Regionen des Herzens, des Gefäßsystems, des
Immunsystems und der Nieren exprimiert. In Mausmodellen für Atherosklerose beugte Liraglutid der
Entwicklung aortischer Plaques vor und reduzierte Entzündungen in den Plaques. Zusätzlich zeigte
Liraglutid positive Auswirkungen auf die Plasmalipide. Liraglutid verringerte nicht die Plaque-Größebereits bestehender Plaques.
Pharmakodynamische WirkungenXultophy weist ein stabiles pharmakodynamisches Profil mit einer der Kombination der individuellen
Wirkprofile von Insulin degludec und Liraglutid entsprechenden Wirkdauer auf, das eine einmaltägliche Verabreichung von Xultophy zu einer beliebigen Tageszeit mit oder ohne Nahrungsaufnahmegestattet. Xultophy verbessert die Blutzuckereinstellung durch die anhaltende Absenkung des
Nüchternplasmaglucose- und des postprandialen Glucosespiegels nach allen Mahlzeiten.
Die Senkung des postprandialen Blutzuckers wurde in einer 4-stündigen standardisierten
Mahlzeitentest-Substudie bei Patienten bestätigt, die unter Metformin (allein oder in Kombination mit
Pioglitazon) keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erfuhren. Xultophy führte zu einer signifikantstärkeren Reduktion der postprandialen Plasmaglucoseauslenkung (Mittelwert über 4 Stunden) als
Insulin degludec. Die Ergebnisse waren für Xultophy und Liraglutid ähnlich.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Sicherheit und Wirksamkeit von Xultophy wurden in sieben randomisierten, kontrollierten, Phase-3-Studien im Parallelgruppen-Design mit unterschiedlichen Populationen von Personen mit Diabetesmellitus Typ 2, definiert durch eine vorangegangene antidiabetische Behandlung, untersucht. Die
Vergleichsbehandlungen umfassten die Therapie mit Basalinsulin, GLP-1 Rezeptor-Agonisten,
Placebo und ein Basal-Bolus-Regime. Die Studien dauerten 26 Wochen, zwischen 199 und 833
Patienten wurden Xultophy zugeteilt. Eine Studie wurde auf 52 Wochen verlängert. In allen Studienwurde die Startdosis entsprechend der zugelassenen Dosierungsempfehlung gegeben und ein zweimalwöchentliches Titrationsregime wurde für Xultophy benutzt (siehe Tabelle 2). Derselbe
Titrationsalgorithmus wurde für die Vergleichspräparate mit Basalinsulin benutzt. In sechs Studienzeigte Xultophy klinisch und statistisch signifikante Verbesserungen der Blutzuckerkontrolle,gemessen am glykierten Hämoglobin A1C (HbA1c) gegenüber den Vergleichspräparaten, wohingegenin einer Studie eine vergleichbare HbA1c-Senkung in beiden Behandlungsarmen gemessen wurde.
Tabelle 2. Titration von Xultophy
Plasmaglucose vor dem Frühstück* Dosisanpassung (zweimal wöchentlich)mmol/l mg/dl Xultophy (Dosisschritte)< 4,0 < 72 -24,0 - 5,0 72 - 90 0> 5,0 > 90 +2
*Plasmaglucose-Selbstmessung. In der Studie zur Untersuchung von Xultophy als Zusatz zu Sulfonylharnstoff war der Zielwert 4,0-6,0mmol/l
* Glykämische Kontrolle
Zusatz zu oralen blutzuckersenkenden Arzneimitteln
Der Zusatz von Xultophy zu Metformin allein oder in Kombination mit Pioglitazon, während einer 26-wöchigen, randomisierten, kontrollierten, unverblindeten Studie, führte bei 60,4 % der mit Xultophybehandelten Patienten nach 26-wöchiger Behandlung zu einem HbA1c-Zielwert < 7 % ohne bestätigtehypoglykämische Episoden. Dieser Anteil war signifikant höher als der bei mit Insulin degludecbehandelten Patienten (40,9 %, Odds-Verhältnis 2,28; p < 0,0001) und vergleichbar mit dem bei mit
Liraglutid behandelten Patienten beobachteten Anteil (57,7 %, Odds-Verhältnis 1,13; p = 0,3184).
Abbildung 1 und Tabelle 3 führen die wesentlichen Ergebnisse der Studie auf.
Unabhängig von der Blutzuckerkontrolle waren die Raten bestätigter Hypoglykämien mit Xultophyniedriger als mit Insulin degludec, siehe Abbildung 1. Die Rate schwerer Hypoglykämien - definiertals Episoden, bei denen Fremdhilfe erforderlich war - pro Patientenjahr der Exposition (Anteil der
Patienten) lag bei 0,01 (2 Patienten von 825) für Xultophy, bei 0,01 (2 Patienten von 412) für Insulindegludec und bei 0,00 (0 Patienten von 412) für Liraglutid. Die Rate nächtlicher hypoglykämischer
Ereignisse war bei der Behandlung mit Xultophy und mit Insulin degludec ähnlich.
Bei mit Xultophy behandelten Patienten traten insgesamt weniger gastrointestinale Nebenwirkungenauf als bei mit Liraglutid behandelten Patienten. Ursächlich hierfür ist möglicherweise die langsamere
Dosiserhöhung des Bestandteils Liraglutid zu Beginn der Behandlung bei Anwendung von Xultophyverglichen mit der alleinigen Anwendung von Liraglutid.
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy hielten über einen Behandlungszeitraum von bis zu52 Wochen an. Bezogen auf den Ausgangswert betrug die Senkung des HbA1c-Werts nach 52 Wochenbei Xultophy 1,84 % mit einem geschätzten Behandlungsunterschied von -0,65 % im Vergleich zu
Liraglutid (p < 0,0001) und -0,46 % im Vergleich zu Insulin degludec (p < 0,0001). Die Abnahme des
Körpergewichts betrug 0,4 kg mit einem geschätzten Behandlungsunterschied von -2,80 kg(p < 0,0001) zwischen Xultophy und Insulin degludec. Die Rate bestätigter Hypoglykämien betrugunverändert 1,8 Ereignisse pro Patientenjahr der Exposition, was nach wie vor eine signifikante
Reduktion des Gesamtrisikos bestätigter Hypoglykämien im Vergleich zu Insulin degludec darstellt.
9,0 IDegLira 9,0 6,58,5 IDeg 8,5 6,0 IDegLira beob. Rate5,5 IDegLira8,0 Lira 8,0 5,04,5 IDeg7,5 7,5 4,0 IDeg beob. Rate3,57,0 7,0 3,06,5 6,5 2,52,06,0 6,0 1,51,00,5
Zeit seit Randomisierung (Woche) 0,05 ,0 5,5 6,0 6,5 7,0 7,5 8,0 8,5 9,0
HbA1c (%) bei Behandlungsende
Bei den Kurven handelt es sich um auf Grundlage eines negativen Binomialmodells mit eindeutigen
Behandlungsverläufen bestimmte mittlere Hypoglykämieraten, die Symbole zeigen die beobachteten
Hypoglykämieraten vs. Mittleren HbA1c nach Quantilen.
IDegLira = Xultophy, IDeg = Insulin degludec, Lira = Liraglutid, beob. Rate = beobachtete Rate, PYE = Patientenjahr der Exposition(patient year of exposure)
Abbildung 1. Mittlerer HbA1c-Wert (%) nach Behandlungswoche (links) und Rate bestätigter
Hypoglykämien pro Patientenjahr der Exposition gegenüber mittlerer HbA1c-Wert (%) (rechts)bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit
Metformin allein oder in Kombination mit Pioglitazon
Xultophy als Zusatz zu Sulfonylharnstoff allein oder in Kombination mit Metformin wurde im
Rahmen einer 26-wöchigen randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden Studie untersucht.
Abbildung 2 und Tabelle 3 führen die wesentlichen Ergebnisse der Studie auf.
HbA1c (%)
Hypoglykämierate (Ereignisse pro PYE)9,0 IDegLira 9,08,5 Placebo 8,58,0 8,07,5 7,57,0 7,06,5 6,56,0 6,0
Zeit seit Randomisierung (Woche)
IDegLira = Xultophy
Abbildung 2. Mittlerer HbA1c-Wert (%) nach Behandlungswoche bei Patienten mit Diabetesmellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit Sulfonylharnstoff allein oder in
Kombination mit Metformin
Die Rate schwerer Hypoglykämien pro Patientenjahr der Exposition (Anteil der Patienten) lag bei 0,02(2 Patienten von 288) für Xultophy und bei 0,00 (0 Patienten von 146) für Placebo.
Tabelle 3. Ergebnisse nach 26 Wochen - Zusatz zu oralen blutzuckersenkenden Arzneimitteln
Zusatz zu
Zusatz zu Metformin ± Pioglitazon Sulfonylharnstoff ± Metformin
Xultophy Insulin degludec Liraglutid Xultophy Placebo
N 833 413 414 289 146
HbA1c (%)
Ausgangswert →
Studienende 8,3 → 6,4 8,3 → 6,9 8,3 → 7,0 7,9 → 6,4 7,9 → 7,4
Änderung im Mittel -1,91 -1,44 -1,28 -1,45 -0,46
Geschätzte Differenz -0,47AB [-0,58; -0,36] -0,64AB [-0,75; -0,53] -1,02AB [-1,18;
- 0,87]
Patienten (%), die einen
HbA1c-Wert < 7 %erreichen
Alle Patienten 80,6 65,1 60,4 79,2 28,8
Geschätztes Odds- 2,38B [1,78; 3,18] 3,26B [2,45; 4,33] 11,95B [7,22;
Verhältnis 19,77]
Patienten (%), die einen
HbA1c-Wert ≤ 6,5 %erreichen
Alle Patienten 69,7 47,5 41,1 64,0 12,3
Geschätztes Odds- 2,82B [2,17; 3,67] 3,98B [3,05; 5,18] 16,36B [9,05;
Verhältnis 29,56]
Rate bestätigter
Hypoglykämien* pro
Patientenjahr der
Exposition (Prozentsatzder Patienten) 1,80 2,57 (38,6 %) 0,22 (6,8 %) 3,52 1,35 (17,1 %)(31,9 %) (41,7 %)
Geschätztes Verhältnis 0,68AC [0,53; 0,87] 7,61B [5,17; 11,21] 3,74B [2,28; 6,13]
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert →
Studienende 87,2 → 86,7 87,4 → 89,0 87,4 → 84,4 87,2 → 87,7 89,3 → 88,3
Änderung im Mittel -0,5 1,6 -3,0 0,5 -1,0
- 2,22AB [-2,64; -1,80] 2,44B [2,02; 2,86] 1,48B [0,90; 2,06]
Geschätzte Differenz
HbA1c (%)
Nüchternplasmaglucose(mmol/l)
Ausgangswert → 9,2 → 5,6 9,4 → 5,8 9,0 → 7,3 9,1 → 6,5 9,1 → 8,8
Studienende
Änderung im Mittel -3,62 -3,61 -1,75 -2,60 -0,31
Geschätzte Differenz -0,17 [-0,41; 0,07] -1,76B [-2,0; -1,53] -2,30B [-2,72;
- 1,89]
Dosis am Studienende
Insulin degludec(Einheiten) 38 53 - 28 -
Liraglutid (mg) 1,4 - 1,8 1,0 -
Geschätzte Differenz, -14,90AB [-17,14; -
Insulin degludec-Dosis -12,66]
Ausgangswert, Studienende und Veränderungswerte: LOCF-Werte (Last Observation Carried Forward). In eckigen Klammern '[]“: Angabedes 95 %-Konfidenzintervalls
*Bestätigte Hypoglykämie ist definiert als schwere Hypoglykämie (Episode, bei der Fremdhilfe erforderlich war) und/oder nicht schwere
Hypoglykämie (Plasmaglucose < 3,1 mmol/l ohne Berücksichtigung etwaiger Symptome)
A Endpunkt mit bestätigter Überlegenheit von Xultophy gegenüber Vergleichspräparat
B p < 0,0001
C p < 0,05
In einer unverblindeten Studie, die den Unterschied der Sicherheit und Wirksamkeit von Xultophy und
Insulin glargin 100 Einheiten/ml, beide als Zusatz zu SGLT2i-Inhibitoren (alleine oder in
Kombination mit anderen oralen Antidiabetika untersuchte, war Xultophy gegenüber Insulin glarginbei der Reduzierung des mittleren HbA1c nach 26 Wochen mit 1,9 % (von 8,2 % auf 6,3 %) gegenüber1,7 % (von 8,4 % auf 6,7 %), mit einer geschätzten Behandlungsdifferenz von -0,36 % [-0,5; -0,21],überlegen. Im Vergleich zum Ausgangswert führte die Gabe von Xultophy zu einem unveränderten,durchschnittlichen Körpergewicht, im Vergleich zu einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von2,0 kg bei Patienten, die mit Insulin glargin behandelt wurden (geschätzte Behandlungsdifferenz -1,9 kg [95 % KI: -2,64; -1,19]). Der prozentuale Anteil an Patienten, bei denen eine schwere odersymptomatische, durch Blutzuckermessung bestätigte Hypoglykämie auftrat, lag bei 12,9 % in der
Xultophy-Gruppe und bei 19,5 % in der Insulin glargin-Gruppe (geschätztes Behandlungsverhältnis0,42 [95 % KI: 0,23; 0,75]). Die durchschnittliche Insulin-Tagesdosis bei Studienende lag bei36 Einheiten für Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden und bei 54 Einheiten für Patienten, diemit Insulin glargin behandelt wurden.
Umstellung von einem GLP-1-Rezeptor-Agonisten
Die Umstellung von einem GLP-1-Rezeptor-Agonisten auf Xultophy im Vergleich zur unveränderten
Therapie mit einem GLP-1-Rezeptor-Agonisten (Dosierung gemäß Kennzeichnung) wurde in einer26-wöchigen randomisierten, unverblindeten Studie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, dieunzureichend mit einem GLP-1-Rezeptor-Agonisten und Metformin allein (74,2 %) oder in
Kombination mit Pioglitazon (2,5 %), Sulfonylharnstoff (21,2 %) oder beiden (2,1 %) eingestelltwaren, untersucht.
Abbildung 3 und Tabelle 4 führen die wesentlichen Ergebnisse der Studie auf.
IDegLira
Unveränderter GLP-1
RA
Zeit seit Randomisierung (Wochen)
IDegLira = Xultophy, GLP-1 RA = GLP-1-Rezeptor-Agonist
Abbildung 3. Mittlerer HbA1c-Wert (%) nach Behandlungswoche bei Patienten mit Diabetesmellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten
HbA1c (%)
Die Rate schwerer Hypoglykämien pro Patientenjahr der Exposition (Anteil der Patienten) lag bei 0,01(1 Patient von 291) für Xultophy und bei 0,00 (0 Patienten von 199) für GLP-1-Rezeptor-Agonisten.
Tabelle 4. Ergebnisse nach 26 Wochen - Umstellung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten
Umstellung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten
Xultophy GLP-1-Rezeptor-Agonist
N 292 146
HbA1c (%)
Ausgangswert→Studienende 7,8→6,4 7,7→7,4
Änderung im Mittel -1,3 -0,3
Geschätzte Differenz -0,94AB[-1,11; -0,78]
Patienten (%), die einen HbA1c < 7 %erreichen
Alle Patienten 75,3 35,6
Geschätztes Odds-Verhältnis 6,84B [4,28; 10,94]
Patienten (%), die einen HbA1c ≤ 6,5 %erreichen
Alle Patienten 63,0 22,6
Geschätztes Odds-Verhältnis 7,53B [4,58; 12,38]
Rate bestätigter Hypoglykämien* pro
Patientenjahr der Exposition (Prozentsatzder Patienten) 2,82 (32,0 %) 0,12 (2,8 %)
Geschätztes Verhältnis 25,36B [10,63; 60,51]
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert→Studienende 95,6→97,5 95,5→94,7
Änderung im Mittel 2,0 -0,8
Geschätzte Differenz 2,89B [2,17; 3,62]
Nüchternplasmaglucose (mmol/L)
Ausgangswert→Studienende 9,0→6,0 9,4→8,8
Änderung im Mittel -2,98 -0,60
Geschätzte Differenz -2,64B [-3,03; -2,25]
Dosis am Studienende
Insulin degludec (Einheiten) 43 Die Dosis des GLP-1 Rezeptor-
Liraglutid (mg) 1,6 Agonisten wurde unverändert vom
Geschätzte Differenz, Ausgangswert beibehalten
Insulin degludec-Dosis
Ausgangswert, Studienende und Veränderungswerte: LOCF-Werte (Last Observation Carried Forward). In eckigen Klammern '[]“: Angabedes 95 %-Konfidenzintervalls
*Bestätigte Hypoglykämie ist definiert als schwere Hypoglykämie (Episode, bei der Fremdhilfe erforderlich war) und/oder nicht schwere
Hypoglykämie (Plasmaglucose < 3,1 mmol/l ohne Berücksichtigung etwaiger Symptome)
A Endpunkt mit bestätigter Überlegenheit von Xultophy gegenüber Vergleichspräparat
B p < 0,001
Umstellung von Basalinsulintherapien
Die Umstellung von Patienten von Insulin glargin (100 Einheiten/ml) auf Xultophy oder die
Intensivierung von Insulin glargin bei Patienten, deren Blutzucker mit Insulin glargin unzureichendeingestellt war (20 - 50 Einheiten) und Metformin wurden in einer 26-wöchigen Studie untersucht.
Die maximal erlaubte Dosis in der Studie war 50 Dosisschritte für Xultophy, während es für Insulinglargin keine Maximaldosis gab. 54,3 % der Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden, erreichteneinen HbA1c-Zielwert von < 7 % ohne bestätigte hypoglykämische Episoden gegenüber 29,4 % der
Patienten, die mit Insulin glargin behandelt wurden (Odds-Verhältnis 3,24; p < 0,001).
Abbildung 4 und Tabelle 5 führen die wesentlichen Ergebnisse der Studie auf.
IDegLira
IGlar
Zeit seit Randomisierung (Wochen)
IDegLira = Xultophy, IGlar = Insulin glargin
Abbildung 4. Mittlerer HbA1c (%) nach Behandlungswoche bei Patienten mit Diabetes mellitus
Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit Insulin glargin
Die Rate schwerer Hypoglykämien pro Patientenjahr der Exposition (Anteil der Patienten) betrug 0,00(0 Patienten von 278) für Xultophy und 0,01 (1 Patient von 279) für Insulin glargin. Die Rate dernächtlichen Hypoglykämien war mit Xultophy signifikant niedriger gegenüber Insulin glargin(geschätztes Behandlungsverhältnis 0,17; p < 0,001).
In einer zweiten 26-wöchigen, randomisierten, doppelblinden Studie wurde die Umstellung von
Basalinsulin auf Xultophy oder Insulin degludec bei Patienten, deren Blutzuckereinstellung mit
Basalinsulin (20 - 40 Einheiten) und Metformin allein oder in Kombination mit
Sulfonylharnstoff/Gliniden unzureichend war, untersucht. Basalinsulin und Sulfonylharnstoff/Glinidewurden zum Zeitpunkt der Randomisierung abgesetzt. Die maximal zulässige Dosis betrug50 Dosisschritte für Xultophy bzw. 50 Einheiten für Insulin degludec. 48,7 % der mit Xultophybehandelten Patienten erreichten einen HbA1c-Zielwert < 7 % ohne bestätigte hypoglykämische
Episoden. Dieser Anteil war signifikant höher als der bei den mit Insulin degludec behandelten
Patienten (15,6 %, Odds-Verhältnis 5,57; p < 0,0001). Abbildung 5 und Tabelle 5 führen diewesentlichen Ergebnisse der Studie auf.
9,0 IDegLira 9,08,5 IDeg 8,58,0 8,07,5 7,57,0 7,06,5 6,56,0 6,0
Zeit seit Randomisierung (Woche)
IDegLira = Xultophy, IDeg = Insulin degludec
Abbildung 5. Mittlerer HbA1c-Wert (%) nach Behandlungswoche bei Patienten mit Diabetesmellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit Basalinsulin
Die Rate schwerer Hypoglykämien pro Patientenjahr der Exposition (Anteil der Patienten) lag bei 0,01(1 Patient von 199) für Xultophy und bei 0,00 (0 Patienten von 199) für Insulin degludec. Die Ratenächtlicher hypoglykämischer Ereignisse war bei der Behandlung mit Xultophy und mit Insulindegludec ähnlich.
Tabelle 5. Ergebnisse nach 26 Wochen - Umstellung von Basalinsulin
Umstellung von Insulin glargin (100 Umstellung von Basalinsulin (NPH,
E/ml) Insulin detemir, Insulin glargin)
Xultophy Insulin glargin, Xultophy Insulin degludec,keine maximal 50 Einheiten
Dosisbeschränkung erlaubt
N 278 279 199 199
HbA1c (%)
Ausgangswert→Studienende 8,4→6,6 8,2→7,1 8,7→6,9 8,8→8,0
Änderung im Mittel -1,81 -1,13 -1,90 -0,89
HbA1c (%) HbA1c (%)
Geschätzte Differenz -0,59AB[-0,74; -0,45] -1,05AB[-1,25; -0,84]
Patienten (%), die einen HbA1c-
Wert < 7 % erreichen
Alle Patienten 71,6 47,0 60,3 23,1
Geschätztes Odds-Verhältnis 3,45B [2,36; 5,05] 5,44B [3,42; 8,66]
Patienten (%), die einen HbA1c-
Wert ≤ 6,5 % erreichen
Alle Patienten 55,4 30,8 45,2 13,1
Geschätzes Odds-Verhältnis 3,29B [2,27; 4,75] 5,66B [3,37; 9,51]
Rate bestätigter Hypoglykämien*pro Patientenjahr der Exposition(Prozentsatz der Patienten) 2,23 (28,4 %) 5,05 (49,1 %)
Geschätztes Verhältnis 0,43AB [0,30;0,61] 1,53 (24,1 %) 2,63 (24,6 %)0,66 [0,39; 1,13]
Körpergewicht (kg)
Ausgangswert→Studienende 88,3→86,9 87,3→89,1 95,4→92,7 93,5→93,5
Änderung im Mittel -1,4 1,8 -2,7 0,0
AB B
Geschätzte Differenz -3,20 [-3,77; - -2,51 [-3,21; -1,82]2,64]
Nüchternplasmaglucose (mmol/l)
Ausgangswert→Studienende 8,9→6,1 8,9→6,1 9,7→6,2 9,6→7,0
Änderung im Mittel -2,83 -2,77 -3,46 -2,58
Geschätzte Differenz -0,01 [-0,35;0,33] -0,73C [-1,19; -0,27]
Dosis am Studienende
Insulin (Einheiten) 41 66D 45 45
Liraglutid (mg) 1,5 - 1,7 -
Geschätzte Differenz, Basalinsulin- -25,47B [-28,90;- -0,02 [-1,88; 1,84]
Dosis 22,05]
Ausgangswert, Studienende und Veränderungswerte: LOCF-Werte (Last Observation Carried Forward). In eckigen Klammern '[]“:
Angabe des 95 %-Konfidenzintervalls
*Bestätigte Hypoglykämie ist definiert als schwere Hypoglykämie (Episode, bei der Fremdhilfe erforderlich war) und/oder nichtschwere Hypoglykämie (Plasmaglucose < 3,1 mmol/l ohne Berücksichtigung etwaiger Symptome)
A Endpunkt mit bestätigter Überlegenheit von Xultophy gegenüber dem Vergleichspäparat
B p < 0,0001
C p < 0,05
D die durchschnittliche Dosis von Insulin glargin vor der Studie war 32 Einheiten
Die Behandlung mit Xultophy wurde in einer 26-wöchigen Studie bei Patienten mit Diabetes mellitus
Typ 2, die unzureichend mit Insulin glargin und Metformin eingestellt waren im Vergleich mit einer
Basal-Bolus-Insulintherapie, bestehend aus einem Basalinsulin (Insulin glargin 100 Einheiten/ml) in
Kombination mit Bolusinsulin (Insulin aspart), untersucht, und zeigte eine vergleichbare Reduktiondes HbA1c in den beiden Gruppen (Mittelwert von 8,2 % auf 6,7 % in beiden Gruppen). In beiden
Gruppen erreichten 66 % - 67 % der Patienten einen HbA1c von < 7 %. Verglichen mit den
Ausgangswerten wurde mit Xultophy eine mittlere Reduktion des Körpergewichts um 0,9 kg und miteiner Basal-Bolus-Therapie ein mittlerer Anstieg des Körpergewichts um 2,6 kg beobachtet. Der
Behandlungsunterschied betrug -3,57 kg [95 % KI: -4,19; -2,95]. Der Anteil der Patienten, die eineschwere oder durch Blutzucker bestätigte symptomatische Hypoglykämie hatten, betrug 19,8 % in der
Xultophy Gruppe und 52,6 % in der Basal-Bolus-Insulin-Gruppe, das Inzidenzratenverhältnis betrug0,11 [95 % KI: 0,08-0,17]. Die Tagesgesamtinsulindosis betrug am Ende der Studie 40 Einheiten für
Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden und 84 Einheiten (52 Einheiten Basalinsulin und32 Einheiten Bolusinsulin) für Patienten, die mit einer Basal-Bolus-Insulintherapie behandelt wurden.
* Kardiovaskuläre Sicherheit
Mit Xultophy wurden keine kardiovaskulären Endpunkt-Studien durchgeführt.
Liraglutid (Victoza)
Die Liraglutide Effect and Action in Diabetes Evaluation of Cardiovascular Outcome Results(LEADER) Studie war eine multizentrische, placebokontrollierte, doppelblinde klinische Studie.9.340 Patienten wurden randomisiert entweder Liraglutid (4.668) oder Placebo (4.672) zugeteilt,beides als Ergänzung zu einer Standardtherapie für HbA1c und kardiovaskuläre (KV) Risikofaktoren.
Der primäre Endpunkt oder der Gesundheitszustand am Ende der Studie war für 99,7 % bzw. 99,6 %der Teilnehmer, die zu Liraglutid bzw. Placebo randomisiert waren, verfügbar. Die Dauer des
Beobachtungszeitraums betrug mindestens 3,5 und höchstens 5 Jahre. Die Studienpopulation umfasste
Patienten ≥ 65 Jahre (n = 4.329) und ≥ 75 Jahre (n = 836) und Patienten mit leichter (n = 3.907),mittelschwerer (n = 1.934) oder schwerer (n = 224) Einschränkung der Nierenfunktion. Das
Durchschnittsalter war 64 Jahre und der durchschnittliche BMI (body mass index) 32,5 kg/m2. Diedurchschnittliche Dauer des Diabetes war 12,8 Jahre.
Der primäre Endpunkt war die Zeit seit der Randomisierung bis zum ersten Auftreten eines schwerenunerwünschten kardiovaskulären Ereignisses (MACE): kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher
Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher Schlaganfall. Liraglutid war hinsichtlich der Prävention von
MACE gegenüber Placebo überlegen (Abbildung 6).
Hazard Ratio Liraglutid n Placebo n(95 % KI) (%) (%)
FAS 4.668 4.672(100) (100)
Primärer Endpunkt - MACE 0,87 608 694(0,78-0,97) (13,0) (14,9)
Komponenten von MACE:
Kardiovaskulärer Tod 0,78 219 278(0,66-0,93) (4,7) (6,0)0,89
Nicht-tödlicher Schlaganfall 159 177(0,72-1.11) (3,4) (3,8)
Nicht-tödlicher Myokardinfarkt 0,88 281 317(0,75-1,03) (6,0) (6,8)
Erweiterte MACE 0,88 948 1.062(0,81-0,96) (20,3) (22,7)
Zusätzliche Komponenten erweiterter MACE:
Instabile Angina pectoris (stationärer 0,98 122 124
Aufenthalt) (0,76-1,26) (2,6) (2,7)0,91 405 441
Koronare Revaskularisation (0,80-1,04) (8,7) (9,4)0,87 218 248
Herzinsuffizienz (stationärer Aufenthalt) (0,73-1,05) (4,7) (5,3)
Andere sekundäre Endpunkte:
Todesfälle jeglicher Ursachen 0,85 381 447(0,74-0,97) (8,2) (9,6)0,95
Nicht-kardiovaskuläre Todesfälle 162 169(0,77-1,18) (3,5) (3,6)
FAS: Gesamtanalyse (full analysis set)
KI: Konfidenzintervall 0,7 0,8 0,9 1 1,1 1,2
MACE: Major Adverse Cardiovascular Event Begünstigt Begünstigt%: Anteil der Patienten mit Ereignis in Prozent Liraglutid Placebon: Anzahl der Patienten
Abbildung 6: Forest plot der Analyse individueller kardiovaskulärer Ereignisarten -
Gesamtgruppe (FAS, Full Analysis Set)
Eine Reduktion des HbA1c-Werts wurde von Behandlungsbeginn bis zu Monat 36 mit Liraglutidgegenüber Placebo, als Ergänzung zu einer Standardtherapie, beobachtet (-1,16 % gegenüber -0,77 %;geschätzter Behandlungsunterschied [ETD (estimated treatment difference)] -0,40 % [-0,45; -0,34]).
Insulin degludec (Tresiba)
DEVOTE war eine randomisierte, dopppelblinde und Ereignis-getriebene klinische Studie mit einermittleren Dauer von 2 Jahren, in der die kardiovaskuläre Sicherheit von Insulin degludec gegenüber
Insulin glargin (100 Einheiten/ml) bei 7.637 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und einem hohenkardiovaskulären Risiko verglichen wurde.
Die primäre Analyse umfasste die Zeit ab der Randomisierung bis zum ersten Auftreten einesschweren unerwünschten kardiovaskulären Ereignisses (MACE) mit 3 Komponenten, die alskardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt oder nicht-tödlicher Schlaganfall definiertwurden. Die Studie wurde als Nicht-Unterlegenheitsstudie entworfen, um eine prä-spezifizierte
Risikospanne von 1,3 für das Hazard Ratio (HR) von MACE im Vergleich von Insulin degludec mit
Insulin glargin auszuschließen. Die kardiovaskuläre Sicherheit von Insulin degludec im Vergleich mit
Insulin glargin wurde bestätigt (HR 0,91 [0,78; 1,06]) (Abbildung 7).
Zu Beginn betrug der HbA1c in beiden Behandlungsgruppen 8,4 % und nach 2 Jahren sowohl mit
Insulin degludec als auch mit Insulin glargin 7,5 %.
Hazard Ratio Insulin degludec Insulin glargin(95% KI) N (%) N (%)
Primäre Analyse (3-Punkt MACE) 0,91 (0,78-1,06) 325 (8,51) 356 (9,32)
CV Tod 0,96 (0,76-1,21) 136 (3,56) 142 (3,72)
Nicht-tödlicher
Schlaganfall 0,90 (0,65-1,23) 71 (1,86) 79 (2,07)
Nicht-tödlicher MI 0,85 (0,68-1,06) 144 (3,77) 169 (4,43)
Todesfälle jeglicher 0,91 (0,75-1,11) 202 (5,29) 221 (5,79)
Ursache0.7 0.9 1 1.1 1.3
Begünstigt Begünstigt
Insulin degludec Insulin glargin
N: Anzahl der Patienten mit einem ersten EAC-bestätigten Ereignis während der Studie. %: Prozentsatz der Patienten mit einem ersten EAC-bestätigten Ereignis im Verhältnis zur Anzahl der randomisierten Patienten. EAC: Event adjudication committee. CV: kardiovaskulär; MI:
Myokardinfarkt. KI: 95 % Konfidenz-Intervall.
Abbildung 7: Forest plot der Analyse des kombinierten 3-Punkt MACE und individuellerkardiovaskulärer Endpunkte in DEVOTE
* Insulinsekretion/Betazellfunktion
Xultophy verbessert im Vergleich zu Insulin degludec die Betazellfunktion (bestimmt durch HOMA-β-Messungen [homeostasis model assessment for beta-cell function]). Nach 52-wöchiger Behandlungwurde bei 260 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 eine verbesserte Insulinsekretion in Reaktion aufeinen standardisierten Mahlzeitentest im Vergleich zu Insulin degludec nachgewiesen. Es liegen keine
Daten vor, die über die 52 Behandlungswochen hinausgehen.
* Blutdruck
Bei Patienten, deren Blutzucker mit Metformin allein oder in Kombination mit Pioglitazonunzureichend eingestellt war, senkte Xultophy den mittleren systolischen Blutdruck um 1,8 mmHgverglichen mit einer Senkung von 0,7 mmHg mit Insulin degludec und 2,7 mmHg mit Liraglutid. Bei
Patienten, deren Blutzucker mit Sulfonylharnstoff allein oder in Kombination mit Metformin,unzureichend eingestellt war, betrug die Senkung 3,5 mmHg mit Xultophy und 3,2 mmHg mit
Placebo. Die Differenzen waren statistisch nicht signifikant. In drei Studien mit Patienten, deren
Blutzucker mit Basalinsulin unzureichend eingestellt war, wurde der systolische Blutdruck mit
Xultophy um 5,4 mmHg und mit Insulin degludec um 1,7 mmHg gesenkt, mit einem statistischsignifikanten geschätzten Behandlungsunterschied von -3,71 mmHg (p = 0,0028), um 3,7 mmHg mit
Xultophy gegenüber 0,2 mmHg mit Insulin glargin, mit einem statistisch signifkanten geschätzten
Behandlungsunterschied von -3,57 mmHg (p < 0,001) und um 4,5 mmHg mit Xultophy gegenüber1,16 mmHg mit Insulin glargin 100 Einheiten/ml plus Insulin aspart, mit einem statistischsignifikanten geschätzten Behandlungsunterschied von -3,70 mmHg (p = 0,0003).
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Xultophy eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei Diabetes mellitus Typ 2gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).