WINREVAIR 45mg pulver + lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung merkblatt medikamente

C02KX06 sotatercept • KARDIOVASKULÄRES SYSTEM | ANTIHYPERTENSIVA | ANDERE ANTIHYPERTENSIVA | Antihypertensiva zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie

Sotatercept ist ein experimentelles Medikament, das zur Behandlung von pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) eingesetzt wird. Es wirkt, indem es den TGF-Beta-Signalweg moduliert, den pulmonalen arteriellen Druck reduziert und die kardio-pulmonale Funktion verbessert.

Das Medikament wird als subkutane Injektion verabreicht, wie von einem Arzt verordnet, in der Regel alle paar Wochen. Es ist wichtig, dass Patienten überwacht werden, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung zu beurteilen.

Patienten sollten sich möglicher Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit oder Schwindel bewusst sein. Es ist wichtig, den Arzt über ungewöhnliche Symptome zu informieren.

Häufige Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und Schwindel. In seltenen Fällen können schwere Reaktionen wie systemische Hypertonie oder allergische Reaktionen auftreten. Patienten sollten vor Beginn der Behandlung über diese Risiken informiert werden.

Allgemeine Daten zu WINREVAIR 45mg

Substanz: sotatercept

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-10-2024

Handelsgesetzbuch: W70523002

Konzentration: 45mg

Pharmazeutisches Formblatt: pulver + lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

Quantität: 2

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: MERCK SHARP & DOHME B.V. - TARILE DE JOS

Zulassungsinhaber: MERCK SHARP & DOHME B.V. - TARILE DE JOS

Zulassungsnummer: 1850/2024/02

Haltbarkeit: 3 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für sotatercept

45mg, 60mg

Andere ähnliche Substanzen wie sotatercept

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels WINREVAIR 45mg pulver + lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Winrevair 45 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Winrevair 60 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Winrevair 45 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält 45 mg Sotatercept. Nach Rekonstitution enthält jeder Milliliter Lösung50 mg Sotatercept.

Winrevair 60 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält 60 mg Sotatercept. Nach Rekonstitution enthält jeder Milliliter Lösung50 mg Sotatercept.

Sotatercept ist ein rekombinantes homodimeres Fusionsprotein, das aus der extrazellulären Domänedes humanen Aktivinrezeptors Typ IIA (ActRIIA) besteht, die mit der Fc-Domäne des humanen

Immunglobulins G1 (IgG1) verknüpft ist. Das Fusionsprotein wird in Ovarialzellen des chinesischen

Hamsters (CHO) durch rekombinante DNA-Technologie hergestellt.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung (Pulver zur Herstellung einer

Injektionszubereitung).

Pulver: weißes bis cremefarbenes Pulver.

Lösungsmittel: klares, farbloses Wasser für Injektionszwecke.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Winrevair ist, in Kombination mit anderen Therapien gegen pulmonale arterielle Hypertonie (PAH),für die Behandlung von PAH bei erwachsenen Patienten mit der WHO-Funktionsklasse (FK) II bis IIIzur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit angezeigt (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Winrevair sollte nur von einem in der Diagnose und Behandlung von PAHerfahrenen Arzt eingeleitet und überwacht werden.

Dosierung

Winrevair wird einmal alle 3 Wochen als subkutane Einzelinjektion in Abhängigkeit vom

Körpergewicht des Patienten gegeben.

Empfohlene Initialdosis

Hämoglobinwerte (Hb-Werte) und die Thrombozytenzahl sollten vor der ersten Dosis bestimmtwerden (siehe Abschnitt 4.4). Es ist kontraindiziert, die Behandlung zu beginnen, wenn die

Thrombozytenzahl dauerhaft < 50 x 109/l beträgt (siehe Abschnitt 4.3).

Die Behandlung wird mit einer Einzeldosis von 0,3 mg/kg (siehe Tabelle 1) initiiert.

Tabelle 1: Injektionsvolumen für eine Dosis von 0,3 mg/kg

Gewichtsbereich des Injektionsvolumen Set Typ

Patienten (kg) (ml)*30,0 - 40,8 0,240,9 - 57,4 0,357,5 - 74,1 0,474,2 - 90,8 0,5 Set enthält1 x 45-mg-90,9 - 107,4 0,6

Durchstechflasche107,5 - 124,1 0,7124,2 - 140,8 0,8140,9 - 157,4 0,9157,5 - 174,1 1,0 Set enthält174,2 - 180,0 1,1 1 x 60-mg-

Durchstechflasche

*Die Konzentration der rekonstituierten Lösung beträgt 50 mg/ml (siehe Abschnitt 6.6)

Empfohlene Zieldosis

Drei Wochen nach der Initial-Einzeldosis von 0,3 mg/kg sollte die Dosis nach Bestätigung einesakzeptablen Hb-Wertes und einer akzeptablen Thrombozytenzahl (siehe Abschnitt 4.2'Dosisanpassungen aufgrund eines Hämoglobinanstiegs oder eines Abfalls der Thrombozytenzahl“)auf die empfohlene Zieldosis von 0,7 mg/kg erhöht werden. Die Behandlung ist mit 0,7 mg/kg alle3 Wochen fortzusetzen, sofern keine Dosisanpassungen erforderlich sind.

Tabelle 2: Injektionsvolumen für eine Dosis von 0,7 mg/kg

Gewichtsbereich des Patienten Injektionsvolumen Set Typ(kg) (ml)*30,0 - 31,7 0,431,8 - 38,9 0,539,0 - 46,0 0,6 Set enthält1 x 45-mg-46,1 - 53,2 0,7

Durchstechflasche53,3 - 60,3 0,860,4 - 67,4 0,967,5 - 74,6 1,0 Set enthält74,7 - 81,7 1,1 1 x 60-mg-81,8 - 88,9 1,2 Durchstechflasche89,0 - 96,0 1,396,1 - 103,2 1,4103,3 - 110,3 1,5 Set enthält2 x 45-mg-110,4 - 117,4 1,6

Durchstechflaschen117,5 - 124,6 1,7124,7 - 131,7 1,8131,8 - 138,9 1,9139,0 - 146,0 2,0146,1 - 153,2 2,1 Set enthält2 x 60-mg-153,3 - 160,3 2,2

Durchstechflaschen160,4 - 167,4 2,3167,5 und höher 2,4

*Die Konzentration der rekonstituierten Lösung beträgt 50 mg/ml (siehe Abschnitt 6.6)

Dosisanpassungen aufgrund eines Hämoglobinanstiegs oder eines Abfalls der Thrombozytenzahl

Der Hb-Wert und die Thrombozytenzahl sind während der ersten 5 Dosen oder länger, wenn die

Werte instabil sind, zu überwachen. Danach sollten Hb-Wert und Thrombozytenzahl alle 3 bis6 Monate überprüft und die Dosis bei Bedarf angepasst werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

Die Behandlung ist um 3 Wochen zu verschieben (d.h. Verzögerung um eine Dosis), wenn eines derfolgenden Ereignisse auftritt:

* Hb-Wert steigt um > 1,24 mmol/l (2 g/dl) gegenüber der vorherigen Dosis und liegt über

ULN.

* Hb-Wert steigt um > 2,48 mmol/l (4 g/dl) gegenüber dem Ausgangswert.

* Hb-Wert steigt um > 1,24 mmol/l (2 g/dl) über ULN.

* Die Thrombozytenzahl fällt < 50 x 109/l.

Vor Wiederaufnahme der Behandlung müssen der Hb-Wert und die Thrombozytenzahl erneutbestimmt werden.

Bei Behandlungsverzögerungen von > 9 Wochen sollte die Behandlung erneut mit 0,3 mg/kgbegonnen und die Dosis nach Bestätigung akzeptabler Hb-Werte und Thrombozytenzahlen auf0,7 mg/kg erhöht werden.

Bei Behandlungsverzögerungen von > 9 Wochen aufgrund von Thrombozytenzahlen, die konstant< 50 x 109/l liegen, muss der Arzt vor Wiederaufnahme der Behandlung eine erneute Nutzen-Risiko-

Abwägung für den Patienten vornehmen.

Versäumte Dosis

Wenn eine Dosis versäumt wurde, ist sie so bald wie möglich nachzuholen. Wird die versäumte Dosisnicht innerhalb von 3 Tagen nach dem geplanten Termin angewendet, ist der Zeitplan anzupassen, umdie 3-wöchigen Dosierungsintervalle einzuhalten.

Ältere Menschen

Bei älteren Patienten ≥ 65 Jahre ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Bei einer Nierenfunktionsbeeinträchtigung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe

Abschnitt 5.2). Sotatercept wurde bei PAH-Patienten mit schwerer Nierenfunktionsbeeinträchtigung(geschätzte Glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] < 30 ml/min/1,73 m2) nicht untersucht.

Leberfunktionsbeeinträchtigung

Bei einer Leberfunktionsbeeinträchtigung (Child-Pugh-Klassifikation A bis C) ist keine

Dosisanpassung erforderlich. Sotatercept wurde bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion nichtuntersucht (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Winrevair bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istbisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Winrevair ist nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt.

Es sollte vor der Anwendung rekonstituiert werden. Das rekonstituierte Arzneimittel ist eine klare bisopaleszierende und farblose bis leicht bräunlich-gelbe Lösung.

Winrevair sollte mittels einer subkutanen Injektion in den Bauch (mindestens 5 cm vom Nabelentfernt), Oberarm oder Oberschenkel angewendet werden. Es sollte nicht an Stellen injiziert werden,die vernarbt, empfindlich oder verletzt sind. Bei zwei aufeinanderfolgenden Injektionen sollte nichtdieselbe Injektionsstelle verwendet werden.

Winrevair Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ist für die Anwendungunter Anleitung von medizinischem Fachpersonal bestimmt. Patienten und Pflegekräfte können das

Arzneimittel anwenden, wenn dies für angemessen erachtet wird und wenn sie vom medizinischen

Fachpersonal hinsichtlich der Rekonstitution, der Zubereitung, des Abmessens und der Injektion von

Winrevair Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung geschult werden.

Das medizinische Fachpersonal sollte bei einem Folgebesuch zeitnah nach einer Schulung bestätigen,dass der Patient oder die Pflegekraft die Schritte korrekt durchführen kann. Das medizinische

Fachpersonal sollte außerdem eine erneute Bestätigung der Anwendungstechnik des Patienten oder der

Pflegekraft in Betracht ziehen, wenn die Dosis angepasst wird oder der Patient ein anderes Setbenötigt, wenn der Patient eine Erythrozytose entwickelt (siehe Abschnitt 4.4) oder zu jedem anderen

Zeitpunkt nach Ermessen des medizinischen Fachpersonals.

Detaillierte Anweisungen zur ordnungsgemäßen Zubereitung und Anwendung von Winrevair finden

Sie in Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

Patienten mit einer konstanten Thrombozytenzahl < 50 x 109/l vor Beginn der Behandlung.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Erythrozytose

Erhöhungen der Hb-Werte wurden bei Patienten während der Behandlung mit Sotatercept beobachtet.

Eine schwere Erythrozytose kann das Risiko für thromboembolische Ereignisse und ein

Hyperviskositätssyndrom erhöhen. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Erythrozytose, bei denen einerhöhtes Risiko für thromboembolische Ereignisse besteht. Der Hb-Wert ist vor jeder der ersten5 Dosen oder länger, wenn die Werte instabil sind, und danach alle 3 bis 6 Monate zu überwachen, umfestzustellen, ob Dosisanpassungen erforderlich sind (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8). Wenn ein Patienteine Erythrozytose entwickelt, sollte der Arzt eine Neubewertung der Anwendungstechnik des

Patienten oder der Pflegekraft in Betracht ziehen.

Schwere Thrombozytopenie

Bei einigen Patienten, die Sotatercept anwendeten, wurde eine verringerte Thrombozytenzahl,einschließlich schwerer Thrombozytopenie (Thrombozytenzahl < 50 x 109/l), beobachtet. Bei

Patienten, die zusätzlich eine Prostacyclin-Infusion erhielten, wurde häufiger über Thrombozytopenieberichtet (21,5 %) als bei Patienten, die keine Prostacyclin-Infusion erhielten (3,1 %) (siehe

Abschnitt 4.8). Eine schwere Thrombozytopenie kann das Risiko von Blutungsereignissen erhöhen.

Die Thrombozytenzahl ist vor jeder der ersten 5 Dosen oder länger, wenn die Werte instabil sind, unddanach alle 3 bis 6 Monate zu überwachen, um festzustellen, ob Dosisanpassungen erforderlich sind(siehe Abschnitt 4.2).

Schwerwiegende Blutungen

In klinischen Studien wurden bei 4,3 % der Patienten unter der Behandlung mit Sotaterceptschwerwiegende Blutungen (einschließlich gastrointestinaler, intrakranieller Blutungen) beobachtet(siehe Abschnitt 4.8).

Bei Patienten mit schwerwiegenden Blutungsereignissen war die Wahrscheinlichkeit höher, dass sieeine Prostazyklin-Hintergrundtherapie und/oder Antithrombotika erhielten, eine niedrige

Thrombozytenzahl hatten oder 65 Jahre oder älter waren. Patienten sollten über jegliche Anzeichenund Symptome eines Blutverlusts informiert werden. Ein Arzt sollte Blutungsereignisse entsprechendbewerten und behandeln. Sotatercept ist nicht anzuwenden, wenn beim Patienten eine schwerwiegende

Blutung auftritt.

Einschränkung der klinischen Daten

In den klinischen Studien waren keine Teilnehmer eingeschlossen, deren PAH mit dem humanen

Immundefizienzvirus (HIV), portaler Hypertonie, Bilharziose oder pulmonaler venöser

Verschlusskrankheit (PVOD) assoziiert war.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu'natriumfrei“.

Dieses Arzneimittel enthält 0,20 mg Polysorbat 80 pro ml der rekonstituierten Lösung. Polysorbatekönnen allergische Reaktionen hervorrufen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter

Frauen im gebärfähigen Alter wird ein Schwangerschaftstest vor Beginn der Behandlung empfohlen.

Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung und für mindestens 4 Monate nach derletzten Dosis, wenn die Behandlung abgesetzt wird, eine wirksame Verhütungsmethode anwenden(siehe Abschnitt 5.3).

Schwangerschaft

Bisher liegen keine Daten zur Anwendung von Sotatercept bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle

Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (Anstieg der Postimplantationsverluste,

Verringerung des Körpergewichts des Fetus und eine Verzögerung bei der Ossifikation) (siehe

Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Winrevair während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter,die nicht verhüten, wird nicht empfohlen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Sotatercept/Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für das

Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden.

Das Stillen soll während der Behandlung und für 4 Monate nach der letzten Behandlungsdosisunterbrochen werden.

Fertilität

Basierend auf Tierversuchen kann Sotatercept die weibliche und männliche Fertilität beeinträchtigen(siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Sotatercept hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen (24,5 %), Epistaxis (22,1 %),

Teleangiektasie (16,6 %), Diarrhoe (15,3 %), Schwindelgefühl (14,7 %), Ausschlag (12,3 %) und

Thrombozytopenie (10,4 %).

Die am häufigsten berichteten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Thrombozytopenie (< 1 %)und Epistaxis (< 1 %).

Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum Abbruch führten, waren Epistaxis und Teleangiektasie.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Sicherheit von Sotatercept wurde in der Pivotalstudie STELLAR bewertet, einer Placebo-kontrollierten Studie mit 163 Patienten mit PAH, die mit Sotatercept behandelt wurden (siehe

Abschnitt 5.1). Die mediane Behandlungsdauer mit Sotatercept betrug 313 Tage.

Die unter Sotatercept gemeldeten Nebenwirkungen sind in der nachstehenden Tabelle nach MedDRA-

Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeiten sind definiert als sehr häufig (≥ 1/10),häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000) und sehrselten (< 1/10 000).

Tabelle 3: Nebenwirkungen

Systemorganklassen Häufigkeit Nebenwirkungen

Erkrankungen des Sehr häufig Thrombozytopenie1,2

Blutes und des Hämoglobin erhöht1

Lymphsystems

Erkrankungen des Sehr häufig Schwindelgefühl

Nervensystems Kopfschmerz

Erkrankungen der Sehr häufig Epistaxis

Atemwege, des

Brustraums und

Mediastinums

Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhoe

Gastroinstestinaltrakts Häufig Zahnfleischbluten

Erkrankungen der Haut Sehr häufig Teleangiektasie1und des Ausschlag

Unterhautgewebes Häufig Erythem

Allgemeine Häufig Jucken an der Injektionsstelle

Erkrankungen und

Beschwerden am

Verabreichungsort

Untersuchungen Häufig Erhöhter Blutdruck1,31 Siehe Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen2 Beinhaltet 'Thrombozytopenie“ und 'verminderte Thrombozytenzahl“3 Beinhaltet 'Hypertonie“, 'Blutdruck diastolisch erhöht“ und 'Blutdruck erhöht“

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Erhöhte Hämoglobin-Werte

In STELLAR wurden Nebenwirkungen zu erhöhten Hb-Werten ('Hämoglobin erhöht“ und'Polyzythämie“) bei 8,6 % der Patienten unter Sotatercept berichtet. Basierend auf Labordaten tratenmoderate Anstiege des Hb-Werts (> 1,24 mmol/l [2 g/dl] über der oberen Normgrenze, ULN) bei15,3 % der Patienten unter Sotatercept auf. Anstiege der Hb-Werte wurden durch Dosisanpassungenkontrolliert (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Thrombozytopenie

Thrombozytopenie ('Thrombozytopenie“ und 'verminderte Thrombozytenzahl“) wurde bei 10,4 %der Patienten unter Sotatercept berichtet. Bei 2,5 % der Patienten unter Sotatercept trat eine starke

Verringerung der Thrombozytenzahl < 50 x 109/l auf. Bei Patienten, die zusätzlich eine Prostazyklin-

Infusion erhielten, wurde häufiger über Thrombozytopenie berichtet (21,5 %) als bei Patienten, diekeine Prostazyklin-Infusion erhielten (3,1 %). Thrombozytopenie konnte durch Dosisanpassungenkontrolliert werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Teleangiektasien

Teleangiektasien wurden bei 16,6 % der Patienten unter Sotatercept beobachtet. Die mediane Zeit biszum Auftreten betrug 18,6 Wochen. Therapieabbrüche aufgrund von Teleangiektasien traten bei 1 %der Patienten in der Sotatercept-Gruppe auf.

Erhöhter Blutdruck

Erhöhter Blutdruck wurde bei 4,3 % der Patienten unter Sotatercept berichtet. Bei Patienten unter

Sotatercept stieg der mittlere systolische Blutdruck gegenüber dem Ausgangswert um 2,2 mmHg undder diastolische Blutdruck um 4,9 mmHg nach 24 Wochen.

Ältere Patienten

Mit Ausnahme von Blutungsereignissen (eine kollektive Gruppe von unerwünschten Ereignissen mitklinischer Bedeutung) gab es keine Unterschiede in der Sicherheit zwischen den Untergruppen der< 65-Jährigen und der ≥ 65-Jährigen. Blutungsereignisse traten häufiger in der älteren Sotatercept-

Subgruppe auf (52 % versus 31,9 % bei Patienten < 65 Jahren); es gab jedoch kein nennenswertes

Ungleichgewicht zwischen den Alterskategorien für ein spezifisches Blutungsereignis. Bei 3,6 % der

Patienten < 65 Jahren und bei 8,0 % der Patienten ≥ 65 Jahre, die Sotatercept erhielten, kam es zuschwerwiegenden Blutungen.

Langzeitsicherheitsdaten

Langzeitsicherheitsdaten stehen aus gepoolten klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien (n=431) zur

Verfügung. Die mediane Dauer der Exposition betrug 657 Tage. Das Sicherheitsprofil ähnelte im

Allgemeinen dem in der pivotalen STELLAR-Studie beobachteten Sicherheitsprofil.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Bei einer Phase-I-Studie mit gesunden Freiwilligen, kam es bei einem Teilnehmer, der Sotatercept ineiner Dosierung von 1 mg/kg erhielt, zu einem Anstieg des Hb-Wertes in Verbindung mitsymptomatischer Hypertonie; dies besserte sich mit Phlebotomie.

Im Falle einer Überdosierung bei Patienten mit PAH müssen diese engmaschig auf Anstiege des Hb-

Wertes und Blutdrucks überwacht und gegebenenfalls unterstützende Maßnahmen ergriffen werden(siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Sotatercept ist während der Hämodialyse nicht dialysierbar.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihypertensiva, Antihypertensiva zur Behandlung der pulmonalenarteriellen Hypertonie. ATC-Code: C02KX06

Wirkmechanismus

Sotatercept ist ein Inhibitor des Aktivin-Signalwegs mit hoher Selektivität für Aktivin A, ein dimeres

Glykoprotein, das zur Liganden-Superfamilie des Transforming-Wachstumsfaktors-β (transforminggrowth factor, TGF-β) gehört. Aktivin A bindet an den Aktivin-Rezeptor Typ IIA (ActRIIA), der

Schlüsselsignale bei Inflammation, Zellproliferation, Apoptose und Gewebehomöostase reguliert.

Bei PAH-Patienten sind die Aktivin-A-Spiegel erhöht. Die Bindung von Aktivin an ActRIIA fördertdie proliferative Signalübertragung, während die Signalübertragung des antiproliferativenknochenmorphogenetischen Proteinrezeptors Typ II (bone morphogenetic protein receptor type II,

BMPRII) abnimmt. Das Ungleichgewicht der ActRIIA-BMPRII-Signalübertragung, die der PAHzugrunde liegt, führt zu einer Hyperproliferation von vaskulären Zellen, was zu einer pathologischen

Umgestaltung der Pulmonalarterienwand, einer Verengung des Arterienlumens, einem Anstieg despulmonalen Gefäßwiderstands und zu einem erhöhten Lungenarteriendruck und rechtsventrikulärer

Dysfunktion führt.

Sotatercept besteht aus einem rekombinanten homodimeren Aktivin-Rezeptor-Typ-IIA-Fc (ActRIIA-

Fc)-Fusionsprotein, das als Ligandenfalle fungiert, die überschüssiges Aktivin A und andere Ligandenfür ActRIIA abfängt, um die Aktivin-Signalübertragung zu hemmen. Infolgedessen gleicht Sotaterceptdie pro-proliferative (ActRIIA/Smad2/3-vermittelt) und anti-proliferative (BMPRII/Smad1/5/8-vermittelt) Signalgebung aus, um die vaskuläre Proliferation zu modulieren.

Pharmakodynamische Wirkungen

In einer klinischen Phase-II-Studie (PULSAR) wurde der pulmonale Gefäßwiderstand (pulmonaryvascular resistance, PVR) bei Patienten mit PAH nach 24-wöchiger Behandlung mit Sotaterceptuntersucht. Die Abnahme des PVR gegenüber dem Ausgangswert war in den Gruppen unter

Sotatercept mit 0,7 mg/kg und 0,3 mg/kg signifikant größer im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Die

Placebo-bereinigte mittlere Differenz der kleinsten Quadrate (least squares, LS) gegenüber dem

Ausgangswert betrug -269,4 dyn*Sekunde/cm5 (95 % KI: -365,8; -173,0) unter Sotatercept mit0,7 mg/kg und -151,1 dyn*Sekunde/cm5 (95 % KI: -249,6; -52,6) unter Sotatercept mit 0,3 mg/kg.

In Rattenmodellen von PAH reduzierte ein Sotatercept-Analogon die Expressionentzündungsfördernder Markerproteine an der Lungenarterienwand, reduzierte die Rekrutierung von

Leukozyten, hemmte die Proliferation von Endothelzellen und glatten Muskelzellen und förderte die

Apoptose der Zellen in erkrankten Gefäßen. Diese zellulären Veränderungen waren mit dünneren

Gefäßwänden, einem umgekehrten arteriellen und rechtsventrikulären Umbau und einer verbesserten

Hämodynamik verbunden.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Wirksamkeit von Sotatercept wurde in der pivotalen STELLAR-Studie bei erwachsenen Patientenmit PAH untersucht. STELLAR war eine doppelblinde, Placebo-kontrollierte, multizentrischeklinische Studie mit parallelen Gruppen, in der 323 Patienten mit PAH (WHO-Gruppe 1,

Funktionsklasse II oder III) zu Sotatercept (Initialdosis von 0,3 mg/kg, gesteigert auf eine Zieldosisvon 0,7 mg/kg) (n = 163) oder Placebo (n = 160), einmal alle 3 Wochen subkutan angewendet, 1:1randomisiert wurden. Die Patienten setzten ihre jeweilige Behandlung im langfristigen doppelblinden

Behandlungszeitraum fort, bis alle Patienten Woche 24 abgeschlossen hatten.

Teilnehmer an dieser Studie waren Erwachsene mit einem medianen Alter von 48,0 Jahren(Altersbereich: 18 bis 82 Jahre), von denen 16,7% der Patienten ≥ 65 Jahre alt waren. Das mediane

Gewicht betrug 68,2 kg (Gewichtsbereich 38,0 bis 141,3 kg); 89,2 % der Teilnehmer hatten weiße

Hautfarbe und 79,3 % waren keine Hispanoamerikaner oder Lateinamerikaner; 79,3 % warenweiblich. Die häufigsten PAH-Ätiologien waren idiopathische PAH (58,5 %), vererbbare PAH(18,3 %) und PAH im Zusammenhang mit Bindegewebserkrankungen (14,9 %), PAH im

Zusammenhang mit einer einfachen angeborenen Herzerkrankung mit korrigierten systemisch-pulmonalen Shunts (5 %) oder Medikamenten- oder Toxin-induzierte PAH (3,4 %). Die mittlere Zeitzwischen der PAH-Diagnose bis zum Screening betrug 8,76 Jahre.

Die meisten Teilnehmer erhielten entweder eine dreifache (61,3 %) oder eine doppelte (34,7 %) PAH-

Hintergrundtherapie, und mehr als ein Drittel (39,9 %) erhielt Prostazyklin-Infusionen. Die Anteile der

Teilnehmer in der WHO-FK II betrugen 48,6 % und in der WHO-FK III 51,4 %. Die STELLAR-

Studie schloss Patienten aus, bei denen eine mit HIV assoziierte PAH, eine mit portaler Hypertonieassoziierte PAH, eine mit Bilharziose assoziierte PAH und eine PVOD diagnostiziert wurden.

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Veränderung der 6-Minuten-Gehstrecke (6-Minute Walk

Distance, 6MWD) gegenüber dem Ausgangswert in Woche 24. In der Sotatercept-Behandlungsgruppebetrug die Placebo-bereinigte mediane Veränderung gegenüber dem Ausgangswert in Woche 24 beider 6MWD 40,8 Meter (95 % KI: 27,5; 54,1; p < 0,001). Der Median der Placebo-bereinigten

Veränderungen bei der 6MWD in Woche 24 wurde ebenfalls in Sub-Gruppen ausgewertet. Der

Behandlungseffekt war in den verschiedenen Sub-Gruppen konsistent, einschließlich Geschlecht,

PAH-Diagnosegruppe, Hintergrundtherapie zu Studienbeginn, Prostazyklin-Infusionstherapie zu

Studienbeginn, WHO-FK und PVR zu Studienbeginn.

Zu den sekundären Endpunkten zählten Verbesserungen bei der klinischen Verbesserung mehrerer

Komponenten (multicomponent improvement, MCI), PVR, N-terminalem natriuretischem Peptid vom

Pro-B-Typ (NT-proBNP), WHO-FK, Zeit bis zum Tod oder dem ersten Auftreten von klinischen

Verschlechterungen.

Die MCI war ein vordefinierter Endpunkt, gemessen als Anteil der Patienten, die alle drei derfolgenden Kriterien in Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert erreichten: Verbesserung der6MWD (Anstieg ≥ 30 m), Verbesserung des NT-proBNP (Abnahme von NT-proBNP ≥ 30 % oder

Aufrechterhaltung/Erreichen eines NT-proBNP-Spiegels < 300 ng/l) und Verbesserung der WHO-FKoder Aufrechterhaltung der WHO-FK II.

Die Krankheitsprogression wurde anhand der Zeit bis zum Tod oder dem ersten Auftreten einerklinischen Verschlechterung gemessen. Klinische Verschlechterungsereignisse umfassten eineverschlechterungsbedingte Aufnahme in eine Lungen- und/oder Herztransplantationsliste, die

Notwendigkeit, eine Notfalltherapie mit einer zugelassenen PAH-Hintergrundtherapie einzuleiten,oder die Notwendigkeit, die Dosis der Prostazyklin-Infusion um ≥ 10 % zu erhöhen, die

Notwendigkeit einer atrialen Septostomie, Krankenhauseinweisung wegen Verschlechterung der PAH(≥ 24 Stunden) oder Verschlechterung der PAH (Verschlechterung der WHO-FK und Abnahme der6MWD um ≥ 15 %, wobei beide Ereignisse gleichzeitig oder zu unterschiedlichen Zeiten aufgetretensein konnten). Klinische Verschlechterungsereignisse und Todesfälle wurden erfasst, bis der letzte

Patient den Besuch in Woche 24 abgeschlossen hatte (Daten bis zum Datenschnitt; mediane

Expositionsdauer 33,6 Wochen).

In Woche 24 zeigten 38,9 % der mit Sotatercept behandelten Patienten eine Verbesserung des MCIgegenüber 10,1 % in der Placebo-Gruppe (p < 0,001). Der mediane Behandlungsunterschiedhinsichtlich PVR zwischen der Sotatercept- und der Placebo-Gruppe betrug -234,6 dyn*Sekunde/cm5(95 %-KI: -288,4; -180,8; p < 0,001). Der mediane Behandlungsunterschied hinsichtlich NT-proBNPzwischen der Sotatercept- und der Placebo-Gruppe betrug -441,6 pg/ml (95 %-KI: -573,5; -309,6;p < 0,001). Eine Verbesserung der WHO-FK gegenüber dem Ausgangswert trat bei 29 % der

Patienten unter Sotatercept auf, gegenüber 13,8 % unter Placebo (p < 0,001).

Die Behandlung mit Sotatercept führte im Vergleich zu Placebo zu einer Reduktion des Auftretensvon Todesfällen oder klinischen Verschlechterungsereignissen um 82 % (HR 0,182; 95 %-KI: 0,075;0,441; p < 0,001) (siehe Tabelle 4). Der Behandlungseffekt von Sotatercept gegenüber Placebo begannin Woche 10 und hielt für die Dauer der Studie an.

Tabelle 4: Todesfälle oder klinische Verschlechterungsereignisse

Placebo Sotatercept(N = 160) (N = 163)

Gesamtzahl der Studienteilnehmer, bei denen der Tod oder 29 (18,1) 7 (4,3)mindestens ein klinisches Verschlechterungsereignisaufgetreten ist, n (%)

Bewertung von Tod oder erstmaligem Auftreten vonklinischen Verschlechterungsereignissen*, n (%)

Tod 6 (3,8) 2 (1,2)

Verschlechterungsbedingte Aufnahme in eine Lungen- 1 (0,6) 1 (0,6)und/oder Herztransplantationsliste

Notwendigkeit einer atrialen Septostomie 0 (0,0) 0 (0,0)

PAH-spezifische Hospitalisierung (≥ 24 Stunden) 8 (5,0) 0 (0,0)

Verschlechterung der PAH† 15 (9,4) 4 (2,5)

* Bei einem Studienteilnehmer kann mehr als eine Beurteilung für das erste Ereignis einer klinischen Verschlechterung erfasstwerden. Es gab zwei Teilnehmer, die Placebo erhielten, und keinen Teilnehmer, der Sotatercept erhielt, bei dem mehr als eine

Beurteilung für das erste Ereignis einer klinischen Verschlechterung aufgezeichnet wurde. Diese Analyse schloss die Komponente'Notwendigkeit, eine Notfalltherapie mit einer zugelassenen PAH-Therapie einzuleiten oder die Dosis der Prostazyklin-Infusion um10 % oder mehr zu erhöhen“ aus.

† † Eine Verschlechterung der PAH wird dadurch definiert, dass beide der folgenden Ereignisse gleichzeitig auftreten, auch wennsie im Vergleich zu ihren Ausgangswerten zu unterschiedlichen Zeitpunkten begannen: (a) Verschlechterung der WHO-

Funktionsklasse (II zu III, III zu IV, II zu IV usw.); und (b) Abnahme der 6MWD um ≥ 15 % (bestätigt durch zwei 6MWTs im

Abstand von mindestens 4 Stunden, aber nicht mehr als einer Woche).

N = Anzahl der Probanden in der FAS-Population; n = Anzahl der Probanden in der Kategorie. Prozentsätze werden als (n/N)*100berechnet.

Immunogenität

In Woche 24 der STELLAR-Studie wurden bei 44/163 (27 %) der Patienten, die Sotaterceptanwendeten, Anti-Drug-Antikörper (ADA) nachgewiesen. Von diesen 44 Patienten wurden 12 positivauf neutralisierende Antikörper gegen Sotatercept getestet. Es wurden keine Hinweise auf einen

Einfluss von ADA auf die Pharmakokinetik, Wirksamkeit oder Sicherheit beobachtet.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Winrevair eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der

Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationenzur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Bei Patienten mit PAH betrugen das geometrische Mittel (%Variationskoeffizient, %VK) der Steady-

State-AUC und die Steady-State-Spitzenkonzentration (Cmax) bei einer Dosis von 0,7 mg/kg alle3 Wochen 171,3 µg × Tag/ml (34,2 %) bzw. 9,7 µg/ml (30 %). Die AUC und Cmax von Sotaterceptsteigen proportional zur Dosis. Der Steady State wird nach etwa 15 Wochen Behandlung erreicht. Das

Akkumulationsverhältnis der AUC von Sotatercept betrug ungefähr 2,2.

Resorption

Die s.c.(subkutane)-Darreichung hat eine absolute Bioverfügbarkeit von ungefähr 66 % basierend aufeiner populationspharmakokinetischen Analyse. Die maximale Sotatercept-Konzentration wird nacheiner medianen Zeit bis zur maximalen Wirkstoffkonzentration (Tmax) von etwa 7 Tagen (Bereich von2 bis 8 Tagen) nach mehrfacher Dosierung alle 4 Wochen erreicht.

Verteilung

Das zentrale Verteilungsvolumen (%VK) von Sotatercept beträgt ungefähr 3,6 l (24,7 %). Dasperiphere Verteilungsvolumen (%VK) beträgt etwa 1,7 l (73,3 %).

Biotransformation

Sotatercept wird durch allgemeine Proteinabbauprozesse katabolisiert.

Elimination

Die Clearance von Sotatercept beträgt etwa 0,18 l/Tag. Das geometrische Mittel der terminalen

Halbwertszeit (%VK) beträgt etwa 21 Tage (33,8 %).

Besondere Patientengruppen
Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit

Es wurden keine klinisch signifikanten Unterschiede in der Pharmakokinetik (PK) von Sotaterceptaufgrund von Alter (18 bis 81 Jahre), Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit (82,9 % Kaukasier,3,1 % Schwarze, 7,1 % Asiaten und 6,9 % andere) beobachtet.

Körpergewicht

Die Clearance und das zentrale Verteilungsvolumen von Sotatercept nehmen mit zunehmendem

Körpergewicht zu. Das empfohlene gewichtsbasierte Dosierungsschema führt zu einer konsistenten

Sotatercept-Exposition.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Die Sotatercept-Pharmakokinetik war bei PAH-Patienten mit leichter bis mittelschwerer

Nierenfunktionsbeeinträchtigung (eGFR im Bereich von 30 bis 89 ml/min/1,73 m2) vergleichbar mit

Patienten mit normaler Nierenfunktion (eGFR ≥ 90 ml/min/1,73 m2). Darüber hinaus ist die

Sotatercept-PK bei Nicht-PAH Patienten mit terminaler Nierenerkrankung (end-stage renal disease;

ESRD) und Patienten mit normaler Nierenfunktion vergleichbar. Sotatercept ist während der

Hämodialyse nicht dialysierbar. Sotatercept wurde bei PAH-Patienten mit schwerer

Nierenfunktionsbeeinträchtigung (eGFR < 30 ml/min/1,73 m2) nicht untersucht.

Leberfunktionsbeeinträchtigung

Sotatercept wurde bei PAH-Patienten mit Leberfunktionsbeeinträchtigung (Child-Pugh-Klassifikation

A bis C) nicht untersucht. Es ist nicht zu erwarten, dass eine Beeinträchtigung der Leber den

Metabolismus von Sotatercept beeinflusst, da Sotatercept über einen zellulären Katabolismusmetabolisiert wird.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Mit Sotatercept wurden keine Karzinogenitäts- oder Mutagenitätsstudien durchgeführt.

Toxizität bei wiederholter Gabe

Bei Ratten dauerten die längsten subkutanen Toxizitätsstudien 3 Monate und bei Affen 9 Monate. Bei

Ratten umfassten die unerwünschten Befunde eine Degeneration der ableitenden Gänge/Hoden,

Nebennierenkongestion/-nekrose und membranproliferative Glomerulonephritis undtubulointerstitielle Nephritis in den Nieren. Die Veränderungen der Niere waren nach einer 1-monatigen Erholungsphase nicht reversibel. Zu den unerwünschten Veränderungen bei Affen gehörteneine erhöhte interstitielle Matrix an der kortikomedulären Verbindung, eine verringerte Größe derglomerulären Büschel, Glomerulonephritis und tubulointerstitielle Nephritis in den Nieren.

Nierenveränderungen bei Affen bildeten sich nach einer 3-monatigen Erholungsphase teilweisezurück. Beim No Observed Adverse Effect Level (NOAEL) bei Ratten und Affen betrug die

Sotatercept-Exposition ≤ 2-Fache der klinischen Exposition bei der empfohlenen Maximaldosis beim

Menschen (maximum recommended human dose, MRHD). Weitere Befunde, die an den Grenzen derklinischen Exposition bei Affen auftraten, waren entzündliche Infiltrate in der Leber, lymphoide

Depletion in der Milz und entzündliche Infiltrate im Plexus choroideus.

Reproduktionstoxizität

In einer Fertilitätsstudie bei weiblichen Ratten wurde die Dauer des Östruszyklus verlängert, die

Schwangerschaftsrate verringert und es kam zu einem Anstieg der Prä- und Postimplanationsverlusteund zu einer Verringerung der Wurfgröße. Beim NOAEL für weibliche Fertilitätsendpunkte betrug die

Sotatercept-Exposition das 2-Fache der klinischen AUC bei der MRHD.

Bei männlichen Ratten gab es nicht reversible histologische Veränderungen in den efferenten Gängen,

Hoden und Nebenhoden. Histomorphologische Veränderungen in Rattenhoden korrelierten mit einemverminderten Fertilitätsindex, der sich während der 13-wöchigen behandlungsfreien Periode umkehrte.

Ein NOAEL für testikuläre histologische Veränderungen wurde nicht ermittelt und der NOAEL fürfunktionelle Veränderungen der männlichen Fertilität liefert eine systemische Exposition, die das 2-

Fache der klinischen Exposition bei der MRHD beträgt.

In Studien zur embryo-fetalen Entwicklungstoxizität führten die Auswirkungen bei Ratten und

Kaninchen zu einer Verringerung der Anzahl lebender Feten und des Körpergewichts der Feten, zu

Verzögerungen bei der Ossifikation sowie zu vermehrten Resorptionen und

Postimplantationsverlusten. Nur bei Ratten gab es auch Skelettvariationen (erhöhte Anzahlüberzähliger Rippen und Veränderungen in der Anzahl der Brust- oder Lendenwirbel). Beim NOAELbetrugen die Sotatercept-Expositionen bei Ratten und Kaninchen das 2-Fache bzw. das 0,4-Fache derklinischen Exposition bei der MRHD.

In einer prä- und postnatalen Entwicklungsstudie bei Ratten wurden keine unerwünschten Wirkungenin Zusammenhang mit Sotatercept bei Jungtieren der ersten Tochtergeneration (F1) von Muttertieren,die während der Trächtigkeit mit geschätzten Expositionen bis zum 2-Fachen der MRHD behandeltwurden, beobachtet. Bei F1-Jungtieren von Muttertieren, denen während der Laktation eine Dosisverabreicht wurde, korrelierte eine Abnahme des Jungtiergewichts mit Verzögerungen bei der

Geschlechtsreife. Der NOAEL für Auswirkungen auf Wachstum und Entwicklung der Jungtiere ergibteine systemische Exposition, die dem 0,6-Fachen der klinischen Exposition bei der MRHD entspricht.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver:

Citronensäure-Monohydrat (E330)

Natriumcitrat (E331)

Polysorbat 80 (E433)

Saccharose
Lösungsmittel:

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf zur Anwendung, außer mit den in Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mitanderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

Ungeöffnete Durchstechflasche3 Jahre

Nach Rekonstitution

Die biochemische und biophysikalische Stabilität nach Rekonstitution wurde für 4 Stunden bei 30 °Cnachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort oder nicht später als 4 Stunden nach der

Rekonstitution angewendet werden.

Wenn es nicht sofort angewendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen währenddes Gebrauchs vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Winrevair 45 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Durchstechflasche aus Typ-I-Glas mit 2 ml Fassungsvermögen, verschlossen mit einem Brombutyl-

Gummistopfen mit Polymer-Beschichtung und einer Aluminiumversiegelung mit hellgrünem Flip-off-

Verschluss aus Polypropylen, die 45 mg Sotatercept enthält.

Fertigspritze (Typ-I-Glaskartusche, verschlossen mit einem Brombutyl-Gummistopfen) mit 1 ml

Lösungsmittel.

Winrevair 60 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Durchstechflasche aus Typ-I-Glas mit 2 ml Fassungsvermögen, verschlossen mit einem Brombutyl-

Gummistopfen mit Polymer-Beschichtung und einer Aluminiumversiegelung mit weinrotem Flip-off-

Verschluss aus Polypropylen, die 60 mg Sotatercept enthält.

Fertigspritze (Typ-I-Glaskartusche, verschlossen mit einem Brombutyl-Gummistopfen) mit 1,3 ml

Lösungsmittel.

Winrevair Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung ist erhältlich als:

- Sets mit 1 Durchstechflasche mit 45 mg Pulver, 1 Fertigspritze mit 1,0 ml Lösungsmittel,1 Dosierspritze mit 0,1-ml-Graduierung, 1 Durchstechflaschen-Adapter (13 mm), 1 Kanüle und4 Alkoholtupfern.

- Sets mit 2 Durchstechflaschen mit 45 mg Pulver, 2 Fertigspritzen mit 1,0 ml Lösungsmittel,1 Dosierspritze mit 0,1-ml-Graduierung, 2 Durchstechflaschen-Adapter (13 mm), 1 Kanüle und8 Alkoholtupfern.

- Sets mit 1 Durchstechflasche mit 60 mg Pulver, 1 Fertigspritze mit 1,3 ml Lösungsmittel,1 Dosierspritze mit 0,1-ml-Graduierung, 1 Durchstechflaschen-Adapter (13 mm), 1 Kanüle und4 Alkoholtupfern.

- Sets mit 2 Durchstechflaschen mit 60 mg Pulver, 2 Fertigspritzen mit 1,3 ml Lösungsmittel,1 Dosierspritze mit 0,1-ml-Graduierung, 2 Durchstechflaschen-Adapter (13 mm), 1 Kanüle und8 Alkoholtupfern.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Auswahl des passenden Produktsets

Wenn das Gewicht eines Patienten die Verwendung von zwei 45-mg- oder zwei 60-mg-

Durchstechflaschen erfordert, sollte ein 2-Durchstechflaschen-Set anstelle von zwei 1-

Durchstechflaschen-Sets verwendet werden, um die Notwendigkeit mehrerer Injektionen zuvermeiden (siehe Abschnitt 6.5).

Anleitungen zur Rekonstitution und Anwendung

Winrevair Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung sollte vor der Verwendungrekonstituiert und je nach Gewicht des Patienten als einzelne Injektion angewendet werden (siehe

Abschnitt 4.2).

Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Zubereitung und Anwendung des Arzneimittelsfinden Sie in der separaten Gebrauchsanweisungsbroschüre, die dem Set beiliegt. Nachfolgend finden

Sie einen Überblick der Rekonstitutions- und Anwendungsanleitungen.

Rekonstitution

- Entnehmen Sie das Set aus dem Kühlschrank und warten Sie 15 Minuten, damit die

Fertigspritze(n) und das Arzneimittel vor der Zubereitung Raumtemperatur annehmen können.

- Überprüfen Sie die Durchstechflasche, um sicherzustellen, dass das Arzneimittel das

Verfalldatum nicht überschritten hat. Das Pulver sollte weiß bis cremefarben sein und kann in

Form eines unversehrten Pulverkuchens oder in Bruchstücken vorliegen.

- Entfernen Sie den Deckel von der Durchstechflasche mit dem Pulver und wischen Sie den

Gummistopfen mit einem Alkoholtupfer ab.

- Setzen Sie den Durchstechflaschen-Adapter auf die Durchstechflasche.

- Untersuchen Sie die Fertigspritze visuell auf Schäden oder Unversehrtheit. Überprüfen Sievisuell das sterile Wasser in der Fertigspritze, um sicherzustellen, dass keine sichtbaren Partikelvorhanden sind.

- Brechen Sie die Schutzkappe der Fertigspritze ab und verbinden Sie die Spritze mit dem

Durchstechflaschen-Adapter.

- Injizieren Sie das gesamte sterile Wasser aus der verbundenen Fertigspritze in die

Durchstechflasche mit dem Pulver.

* Die mit der 45-mg-Durchstechflasche gelieferte Fertigspritze enthält 1,0 ml steriles

Wasser.

* Die mit der 60-mg-Durchstechflasche gelieferte Fertigspritze enthält 1,3 ml steriles

Wasser.

Nach der Rekonstitution kann die 45-mg-Durchstechflasche höchstens eine Dosis von 0,9 mldes Arzneimittels liefern und die 60-mg-Durchstechflasche höchstens eine Dosis von 1,2 ml des

Arzneimittels liefern. Die Endkonzentration nach der Rekonstitution ist 50 mg/ml.

- Schwenken Sie die Durchstechflasche vorsichtig, um das Arzneimittel zu rekonstituieren. Bittenicht schütteln oder kräftig bewegen.

- Lassen Sie die Durchstechflasche bis zu 3 Minuten stehen, damit sich mögliche Luftblasenauflösen.

- Überprüfen Sie visuell die rekonstituierte Lösung. Bei ausreichender Auflösung sollte dierekonstituierte Lösung klar bis opaleszierend und farblos bis leicht bräunlich-gelb sein undkeine Klumpen oder Pulver aufweisen.

- Schrauben Sie die Spritze vom Durchstechflaschen-Adapter ab und entsorgen Sie die entleerte

Spritze.

- Wenn ein Set mit 2 Durchstechflaschen verschrieben wurde, wiederholen Sie die Schritte ausdiesem Abschnitt zur Vorbereitung der zweiten Durchstechflasche.

- Verwenden Sie die rekonstituierte Lösung so schnell wie möglich, jedoch nicht später als4 Stunden nach der Rekonstitution.

Vorbereitung der Dosierspritze

- Bevor Sie die Dosierspritze vorbereiten, überprüfen Sie die rekonstituierte Lösung visuell. Dierekonstituierte Lösung sollte klar bis opaleszierend und farblos bis leicht bräunlich-gelb seinund keine Klumpen oder Pulver aufweisen.

- Wischen Sie den Durchstechflaschen-Adapter mit einem Alkoholtupfer ab.

- Entnehmen Sie die Dosierspritze aus ihrer Verpackung und setzen Sie die Spritze auf den

Durchstechflaschen-Adapter.

- Drehen Sie die Spritze und die Durchstechflasche auf den Kopf und entnehmen Sie dasentsprechende Volumen für die Injektion, basierend auf dem Gewicht des Patienten.

* Wenn die Dosismenge die Verwendung von zwei Durchstechflaschen erfordert,entnehmen Sie den gesamten Inhalt der ersten Durchstechflasche und überführen Sie dengesamten Inhalt langsam in die zweite Durchstechflasche, um die Dosisgenauigkeitsicherzustellen.

* Drehen Sie die Spritze und die Durchstechflasche auf den Kopf und entnehmen Sie dieerforderliche Menge an Arzneimittel.

- Drücken Sie bei Bedarf den Kolben hinein, um überschüssiges Arzneimittel oder Luft aus der

Spritze zu entfernen.

- Schrauben Sie die Spritze vom Durchstechflaschen-Adapter ab und befestigen Sie die Kanüle ander Dosierspritze.

Anwendung

Winrevair ist als subkutane Einzelinjektion anzuwenden.

- Wählen Sie die Injektionsstelle am Bauch (mindestens 5 cm vom Nabel entfernt), Oberschenkeloder Oberarm und wischen Sie sie mit einem Alkoholtupfer ab. Wählen Sie für jede Injektioneine neue Stelle aus, die nicht vernarbt, empfindlich oder verletzt ist.

* Bei der Anwendung durch den Patienten oder die Pflegekraft sind diese dahingehend zuinstruieren, nur den Bauch oder den Oberschenkel als Einstichstelle zu verwenden (siehe'Gebrauchsanweisungsbroschüre“).

- Führen Sie eine subkutane Injektion durch.

- Entsorgen Sie die entleerte Spritze. Verwenden Sie die Spritze nicht erneut.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

Anweisungen zur Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel finden Sie in Abschnitt 4.4.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Merck Sharp & Dohme B.V.

Waarderweg 392031 BN Haarlem

Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/24/1850/001

EU/1/24/1850/002

EU/1/24/1850/003

EU/1/24/1850/004

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 22. August 2024

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu. verfügbar.