Merkblatt VYJUVEK 5x10^9 UFP / ml suspension und gel für gel


Angewendet bei: dystrophe Epidermolysis bullosa

Substanz: Beremagene Geperpavec (Gentherapie)

ATC: D03AX16 (DERMATIKA | WUNDBEHANDLUNGSMITTEL | Andere Wundbehandlungsmittel)

Beremagen Geperpavec ist eine Gentherapie, die auf die Haut aufgetragen wird und Wunden bei Menschen mit dystropher Epidermolysis bullosa durch Veränderungen im COL7A1-Gen behandelt. Diese seltene erbliche Erkrankung macht die Haut empfindlich; Blasen, schmerzhafte Wunden und Narben entstehen leicht. Das Arzneimittel heilt die Krankheit nicht, kann aber die Wundheilung unterstützen.

Der Wirkstoff enthält ein verändertes Herpes-simplex-Virus Typ 1, das sich nicht vermehren und keine Herpeserkrankung auslösen kann. Es bringt eine funktionsfähige Kopie des COL7A1-Gens in Hautzellen ein. Dadurch bilden die Zellen Kollagen Typ VII, ein Eiweiß, das Hautschichten zusammenhält und das Wiederaufreißen von Wunden verringern kann.

Beremagen Geperpavec wird als Gel direkt auf Wunden aufgetragen, meist einmal wöchentlich. Die Behandlung sollte von Fachpersonal begonnen werden, das Erfahrung mit dystropher Epidermolysis bullosa hat. Nach Schulung können Patientinnen, Patienten oder Pflegepersonen die Anwendung übernehmen. Das Gel wird nicht auf unverletzte Haut gegeben; Höchstdosis und Verbandhinweise sind einzuhalten.

Mögliche Nebenwirkungen sind Juckreiz, Schüttelfrost, Rötung oder Beschwerden an der Auftragsstelle. Nach der Anwendung sollten behandelte Wunden und Verbände bis zum empfohlenen Verbandwechsel nicht berührt werden. Informieren Sie den Arzt bei Fieber, zunehmenden Wunden, Infektionszeichen, allergischen Beschwerden oder wenn die Behandlung nicht mehr ausreichend wirkt.

Allgemeine Daten zu VYJUVEK 5x10^9 UFP / ml

  • Substanz: Beremagene Geperpavec
  • Datum der letzten Medikamentenliste: 01-05-2026
  • Handelsgesetzbuch: W71346001
  • Konzentration: 5x10^9 UFP / ml
  • Pharmazeutisches Formblatt: suspension und gel für gel
  • Quantität: 1
  • Produktart: original
  • Preis: 139075.65 RON
  • Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

  • Zulassungshersteller: PROPHARMA GROUP THE NETHERLANDS B.V. - TARILE DE JOS
  • Zulassungsinhaber: KRYSTAL BIOTECH NETHERLANDS, B.V. - TARILE DE JOS
  • Zulassungsnummer: 1918/2025/01
  • Haltbarkeit: 2 Jahre daca sunt pastrate în congelator-cutii ungeöffnete

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels VYJUVEK 5x10^9 UFP / ml suspension und gel für gel

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Vyjuvek 5 × 109 Plaque-bildende Einheiten/ml Suspension und Gel zur Herstellung eines Gels

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

2.1 Allgemeine Beschreibung

Beremagen geperpavec ist ein replikationsdefekter Herpes-Simplex-Typ-1 (HSV-1)-basierter

Gentherapievektor, der genetisch modifiziert wurde, um das humane Typ-VII-Kollagen-Protein(COL7) unter der Kontrolle des humanen Cytomegalovirus (hCMV)-Promotors zu exprimieren.

Beremagen geperpavec wird mittels rekombinanter DNA-Technologie in Vero-Zellen hergestellt.

2.2 Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Jede Durchstechflasche enthält ein entnehmbares Volumen von 1 ml Suspension mit 5 × 109 Plaque-bildenden Einheiten (Plaque-Forming Units, PFU) von Beremagen geperpavec.

Nach dem Mischen von 1 ml Suspension mit dem Gel enthält Vyjuvek 5 × 109 PFU in 2,5 ml. Dasentnehmbare Volumen beträgt 2,0 ml (4 × 109 PFU).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Suspension und Gel zur Herstellung eines Gels.

Die Suspension ist nach dem Auftauen opaleszierend gelb bis farblos.

Das Gel ist nach dem Auftauen ein klares, viskoses Gel.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Vyjuvek wird angewendet zur Wundbehandlung bei Patienten ab der Geburt mit dystropher

Epidermolysis bullosa (DEB) mit Mutation(en) im Gen für die Alpha-1-Kette von Kollagen Typ VII(COL7A1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Vyjuvek sollte von Angehörigen der Gesundheitsberufe mit Erfahrung in der

Behandlung von Patienten mit dystropher Epidermolysis bullosa eingeleitet werden.

Dosierung

Vyjuvek wird einmal wöchentlich kutan in kleinen Tröpfchen in einem gitterähnlichen Muster im

Abstand von etwa 1 cm voneinander auf die Wunde(n) appliziert. Eventuell ist es nicht möglich, beijedem Behandlungstermin alle Wunden zu behandeln.

Die empfohlene maximale wöchentliche Gesamtdosis für Kinder von der Geburt bis zum Alter von3 Jahren beträgt 1 ml (2 × 109 PFU). Die empfohlene maximale wöchentliche Gesamtdosierung für

Kinder über 3 Jahren, Jugendliche und Erwachsene beträgt 2 ml (4 × 109 PFU).

Vyjuvek sollte auf Wunden aufgetragen werden, bis sie sich geschlossen haben, bevor eine odermehrere neue zu behandelnde Wunden ausgewählt werden. Die wöchentliche Behandlung bereitsbehandelter und wieder geöffneter Wunden sollte priorisiert werden. Wenn keine Wunden vorhandensind, sollte Vyjuvek nicht appliziert werden.

Die nachstehende Tabelle enthält Richtwerte zur Dosierung in Bezug auf die ungefähre Größe der

Wunde bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Tabelle 1. Dosis nach Wundfläche

Wundfläche (cm2) Dosis (PFU)a Volumen (ml)< 20 < 4 × 108 < 0,220 bis < 40 4 × 108 bis < 8 × 108 0,2 bis < 0,440 bis < 60 8 × 108 bis < 1,2 × 109 0,4 bis < 0,660 bis < 200 1,2 × 109 bis < 4 × 109 0,6 bis < 2

PFU = Plaque-bildende Einheiten (Plaque-Forming Units).a: Die Höchstdosis bei Kindern unter 3 Jahren beträgt 1 ml (2 × 109 PFU).

Wird eine Dosis versäumt, sollte Vyjuvek so bald wie möglich angewendet werden. Anschließendsollte die wöchentliche Anwendung fortgesetzt werden.

Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten

Bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung

Vorsichtsmaßnahmen vor der Handhabung bzw. vor der Anwendung des Arzneimittels

Dieses Arzneimittel enthält genetisch veränderte Organismen (siehe Abschnitt 4.4). Während der

Zubereitung, Anwendung und Entsorgung sind entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Beim

Umgang mit Vyjuvek sollte persönliche Schutzausrüstung (z. B. Handschuhe, Maske und

Augenschutz) getragen werden.

Schwangere Frauen sollten Vyjuvek nicht vorbereiten oder applizieren und einen direkten Kontakt mitden behandelten Wunden oder den Wundverbänden der behandelten Wunden vermeiden (siehe

Abschnitt 6.6).

Anwendung

Nur zur kutanen Anwendung auf Wunden.

Vor der Anwendung auf der Haut müssen die Suspension und das Gel aufgetaut werden, und die

Suspension muss in einer Apotheke mit dem Gel vermischt werden. Ausführliche Anweisungen zur

Vorbereitung, zur Haltbarkeitsdauer nach dem Mischen, zur Anwendung, zu den im Falle einerversehentlichen Exposition zu ergreifenden Maßnahmen, zur Logistik und zur Entsorgung von

Vyjuvek sind in den Abschnitten 6.3 und 6.6 beschrieben.

Vyjuvek sollte von medizinischem Fachpersonal entweder in einem medizinischen Umfeld (z. B.

Klinik) oder im häuslichen Umfeld appliziert werden. Falls die medizinische Fachkraft dies fürvertretbar hält, kann Vyjuvek auch von entsprechend geschulten Patienten oder Pflegepersonenappliziert werden.

Wunden sollten vor der kutanen Applikation vorsichtig mit einem Produkt gereinigt werden, das kein

Viruzid enthält. Vor der Applikation von Vyjuvek sollten Arzneimittel und Salben im Wundbereichentfernt und die Wunde gereinigt werden, um sicherzustellen, dass die Aktivität von Vyjuvek nichtbeeinträchtigt wird (siehe Abschnitt 4.5).

Tabelle 2. Schritte zur Applikation

Schritt 1. Die Spritze mit Vyjuvek sollte vor der ersten Applikation vorgefüllt werden, indem der

Stempel nach hinten gezogen und dann wieder nach vorne gedrückt wird, damit sich an der Spitzeder Spritze ein kleiner Tropfen Vyjuvek bildet.

Schritt 2. Vyjuvek sollte in kleinen

Tröpfchen mit einem Abstand von etwa1 cm voneinander (Breite einer Fingerspitze)auf die ausgewählte Wunde aufgetragenwerden, wobei nur das Tröpfchen die Wundeberühren darf.

Nur das Gel sollte mit der Haut in Kontaktkommen. Die Spitze der Spritze sollte die

Haut nicht berühren, um eine Kontaminationdes Gels in der Spritze zu verhindern.

Schritt 3. Nach der Applikation von

Vyjuvek auf die Wunde sollte einhydrophober Verband angebracht werden.

Der Verband sollte etwas größer sein als die

Wunde, kann aber von der Größe her je nach

Präferenz des Patienten variieren.

Nachdem die Vyjuvek-Tropfen mit demhydrophoben Verband abgedeckt wordensind, bildet sich innerhalb der Wunde einedünne, gleichmäßige Vyjuvek-Schicht.

Stufe 4. Der Standardverband sollte etwasgrößer sein als der hydrophobe Verband. Der

Standardverband wird über demhydrophoben Verband angebracht, um eine

Verteilung des Gels auf andere Körperstellenoder die Übertragung des Gels bei engem

Kontakt zu verhindern.

Der Verband sollte nach dem Applizieren von Vyjuvek etwa 24 Stunden lang getragen werden. Sobaldder Vyjuvek-Verband entfernt worden ist, kann der Patient mit seiner üblichen Standardpflegefortfahren.

Vyjuvek sollte weiterhin wöchentlich appliziert werden, bis sich die Wunden geschlossen haben.

Wenn sich bereits behandelte Wunden wieder öffnen, sollte Vyjuvek erneut appliziert werden. Wennkeine Wunden vorhanden sind, sollte Vyjuvek nicht appliziert werden.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Plattenepithelkarzinom

Vyjuvek sollte nicht auf Wunden appliziert werden, bei denen es sich um ein Plattenepithelkarzinom(squamous cell carcinoma - SCC) mit bestätigter Diagnose oder Verdachtsdiagnose handelt. Vyjuvekkann bei Patienten, die ein SCC entwickeln, aber dennoch auf andere Wunden appliziert werden.

Übertragung eines Infektionserregers

Beremagen geperpavec repliziert nicht in Zellen und integriert sich nicht in die native DNA undinteragiert auch nicht mit ihr.

Obwohl Beremagen geperpavec auf Sterilität getestet wird, besteht das Risiko einer Übertragung von

Infektionserregern. Angehörige von Gesundheitsberufen, die Vyjuvek anwenden, sollten daher die

Patienten nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome von Infektionen überwachen und bei

Bedarf entsprechend behandeln.

Personen, die Beremagen geperpavec handhaben oder beim Verbandwechsel assistieren, sollten

Schutzausrüstung tragen (siehe Abschnitt 6.6).

Schwangere sollten den direkten Kontakt mit gebrauchten Verbänden vermeiden. Pflegepersonen oder

Angehörige der Gesundheitsberufe, die das Gel applizieren, sollten die Anforderung zur Abdeckungder Wunden mit Verbänden einhalten. Den Patienten sollte außerdem geraten werden, das Berührenoder Kratzen von Wundstellen zu vermeiden, um eine Kontamination anderer Körperbereiche oder beiengem Kontakt zu vermeiden.

Langzeitnachbeobachtung

Die Patienten werden voraussichtlich an einer nicht-interventionellen, in mehreren Länderndurchgeführten Studie teilnehmen, um die Langzeitsicherheit von Beremagen geperpavec unter realen

Bedingungen zu untersuchen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Vyjuvek durchgeführt.

Wechselwirkungen mit topischen Arzneimitteln wurden in klinischen Studien nicht untersucht. Essollten keine anderen topischen Arzneimittel gleichzeitig mit Vyjuvek appliziert werden.

Die Sicherheit einer Immunisierung mit viralen Lebendimpfstoffen während oder nach der

Behandlung mit Vyjuvek wurde nicht untersucht. Es liegen keine Daten vor, die darauf hindeuten,dass Vyjuvek die Fähigkeit des Körpers, angemessen auf einen viralen Lebendimpfstoff zu reagieren,beeinträchtigen könnte.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Beremagen geperpavec bei Schwangeren vor. Es liegenkeine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (siehe

Abschnitt 5.3).

Die Anwendung von Vyjuvek während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Beremagen geperpavec beim Menschen in die Muttermilch übergeht.

Ein Risiko für Neugeborene/Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden.

Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob aufdie Behandlung mit Vyjuvek verzichtet werden soll bzw. die Behandlung mit Vyjuvek zuunterbrechen ist. Dabei sollen sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der

Therapie für die Frau berücksichtigt werden.

Fertilität

Es wurden keine präklinischen oder klinischen Studien zur Beurteilung der Wirkung von Beremagengeperpavec auf die Fertilität durchgeführt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Vyjuvek hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Achtzehn Patienten (58 %) in der klinischen Studie berichteten über mindestens eine unerwünschte

Wirkung. Die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen waren Schüttelfrost (9,7 %) und

Juckreiz (9,7 %).

Keine der unerwünschten Wirkungen führte zum Behandlungsabbruch.

Tabellarische Auflistung der unerwünschten Wirkungen

Sofern nicht anders angegeben, basieren die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen auf der

Häufigkeit aller kausalen unerwünschten Ereignisse bei 31 Patienten, die in der randomisierten Phase-

III-Studie mit Placebokontrolle beim jeweils selben Patienten über einen medianen Zeitraum von25 Wochen mit Beremagen geperpavec behandelt wurden. Siehe Abschnitt 5.1 für Informationen zuden wichtigsten Merkmalen von Patienten in der klinischen Studie.

In der folgenden Tabelle sind unerwünschte Wirkungen nach MedDRA-Systemorganklasse (SOC),bevorzugter Bezeichnung und Häufigkeit aufgeführt. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sindunerwünschte Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Die Häufigkeit unerwünschter Wirkungen ist wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100,< 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000),nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 3. Unerwünschte Wirkungen

Alle Teilnehmenden

Systemorganklasse (N = 31)

Bevorzugte Bezeichnung

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Husten Häufig

Rhinorrhoe Häufig

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Juckreiz Häufig

Erythem Häufig

Ausschlag Häufig

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsort

Schüttelfrost Häufig

Kinder und Jugendliche

Von den 31 Teilnehmenden in der Phase-III-Studie waren 19 (61 %) pädiatrische Patienten (im Altervon 17 Jahren oder darunter), darunter 3 (9,7 %) im Alter von 3 Jahren oder darunter. Von den19 pädiatrischen Patienten waren 8 weiblich (42 %).

In Anbetracht der Art des Arzneimittels und der Art und der begrenzten Fläche seiner Applikation istdavon auszugehen, dass Häufigkeit, Art und Schwere unerwünschter Wirkungen bei Kindern diegleichen sind wie bei Erwachsenen.

Immunogenität

Nach kutaner Applikation von Vyjuvek gab es nur minimale Anzeichen für eine systemische

Vektorexposition. In der randomisierten Phase-III-Studie mit Placebokontrolle beim jeweils selben

Patienten wurden Untersuchungen auf Antikörper gegen den viralen Vektor (HSV-1) und das

Transgenprotein (COL7) in einer Teilgruppe von Studienteilnehmern durchgeführt. Insgesamt 64 %der untersuchten Studienteilnehmenden (14/22) waren zur Baseline positiv auf Anti-HSV-1-

Antikörper. Bei 6 der 8 Teilnehmenden, die seronegativ auf Anti-HSV-1-Antikörper waren, kam es in

Woche 26 nach der Behandlung mit Vyjuvek zu einer Serokonversion. Bei Studienteilnehmenden, vondenen Serumprobenpaare vom Baseline-Zeitpunkt und Studienende vorlagen, wurden bei 72 %(13/18) der über einen Zeitraum von bis zu 26 Wochen mit Vyjuvek behandelten

Studienteilnehmenden Anti-Drug-Antikörper (ADAs) gegen COL7 nachgewiesen. Es wurde keineneutralisierende Immunität bei der ersten oder wiederholten Vyjuvek-Exposition festgestellt. Die

Auswirkungen einer Serokonversion auf die Aufrechterhaltung der Wirksamkeit der Behandlung sindnicht bekannt, da über 26 Wochen hinaus keine Daten verfügbar sind.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es wurde kein Fall einer Überdosierung von Vyjuvek gemeldet. Im Falle einer Überdosierung wirdeine symptomatische und unterstützende Behandlung empfohlen, die von der behandelndenmedizinischen Fachkraft als notwendig erachtet wird.

5 PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Zubereitungen zur Behandlung von Wunden und Geschwüren,

Wundbehandlungsmittel, ATC-Code: D03AX16

Wirkmechanismus

Beremagen geperpavec ist eine Gentherapie auf der Grundlage eines technisch verändertenreplikationsdefekten Herpes-Simplex-Virus 1 (HSV-1), der das COL7A1-Gen codiert, zur Behandlungder genetischen Ursache der dystrophen Epidermolysis bullosa. Der HSV-1-Vektor gehört zur Familieder humanen Herpesviren (HHV) der doppelsträngigen DNA-Viren. Bei kutaner Applikation auf die

Wunden kann Beremagen geperpavec sowohl Keratinozyten als auch Fibroblasten transduzieren.

Nachdem Beremagen geperpavec in die Zellen gelangt ist, wird das Vektorgenom in den Zellkerntransportiert, wo es sich nicht in die Wirtszell-DNA integriert oder auf andere Weise damit interagiert.

Sobald es sich im Zellkern befindet, wird die Transkription des codierten humanen COL7A1 initiiert.

Die resultierenden Transkripte ermöglichen die Produktion und Sezernierung von COL7 durch die

Zelle in seiner reifen Form. Diese COL7-Moleküle ordnen sich zu langen, dünnen Bündeln an, die

Verankerungsfibrillen bilden. Die Verankerungsfibrillen halten die Epidermis und die Dermiszusammen und sind für die Erhaltung der Hautintegrität von wesentlicher Bedeutung.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Wirksamkeit von Vyjuvek bei Patienten ab einem Jahr mit DEB und Mutation(en) im COL7A1-

Gen wurde in einer randomisierten kontrollierten klinischen Studie untersucht. Bei allen

Studienteilnehmenden lag DEB mit einer oder mehreren genetisch bestätigten Mutationen im

COL7A1-Gen vor. Bei jeder/jedem Teilnehmenden wurden zwei vergleichbare Wunden ausgewähltund randomisiert, um 26 Wochen lang einmal wöchentlich entweder mit Beremagen geperpavec oder

Placebo (nur Gel) durch kutane Applikation behandelt zu werden. Die maximale wöchentliche

Gesamtdosis wurde auf der Grundlage der Alterskategorie definiert: Studienteilnehmende im Alter≥ 6 Monate bis < 3 Jahre erhielten 1,6 × 109 PFU/Woche, Studienteilnehmende im Alter ≥ 3 Jahre bis< 6 Jahre erhielten 2,4 × 109 PFU/Woche und Studienteilnehmende im Alter ≥ 6 Jahre erhielten3,2 × 109 PFU/Woche.

An der Studie nahmen 31 Patienten (20 männliche und 11 weibliche Patienten) teil, darunter30 Studienteilnehmende mit autosomal-rezessiver DEB und ein/e Studienteilnehmende/r mitautosomal-dominanter DEB. Die Größe der mit Beremagen geperpavec behandelten primären Wundenreichte von 2 bis 57 cm2, wobei 74 % der Wunden < 20 cm2 und 19 % 20 bis < 40 cm2 groß waren.

Die Größe der mit Placebo-Gel behandelten Wunden reichte von 2 bis 52 cm2, wobei 71 % der

Wunden < 20 cm2 und 26 % 20 bis < 40 cm2 groß waren. Die größte behandelte sekundäre Wunde war≥ 130 cm2. Das mittlere Alter der Teilnehmenden betrug 17 Jahre (1 Jahr bis 44 Jahre), einschließlich61 % pädiatrischer Patienten (n = 19, Alter 1 bis < 17 Jahre) und 9,7 % Patienten unter 3 Jahren. 64 %der Studienteilnehmenden waren Weiße, 19 % waren Asiaten und die übrigen Studienteilnehmendenwaren amerikanische Ureinwohner oder Ureinwohner Alaskas.

Die Wirksamkeit wurde auf der Grundlage einer verbesserten Wundheilung beurteilt, definiert als

Differenz im Anteil vollständiger (100 %) Wundverschlüsse nach 24 Wochen zwischen den mit

Beremagen geperpavec behandelten Wunden und den mit Placebo-Gel behandelten Wunden, bestätigtbei zwei aufeinanderfolgenden Studienbesuchen im Abstand von 2 Wochen in den Wochen 22 und 24oder in den Wochen 24 und 26. Die Wirksamkeit wurde auch anhand der Differenz im Anteilvollständiger Wundverschlüsse zwischen den mit Beremagen geperpavec behandelten Wunden undden mit Placebo-Gel behandelten Wunden in den Wochen 8 und 10 oder in den Wochen 10 und 12beurteilt. Vollständige Wundheilung war definiert als 100%iger Wundverschluss in dem zur Baselineausgewählten exakten Wundbereich, definiert als Reepithelialisierung der Haut ohne Wundflüssigkeit,beurteilt bei zwei aufeinanderfolgenden Besuchen im Abstand von zwei Wochen. Die Ergebnisse zur

Wirksamkeit sind in Tabelle 4 zusammengefasst.

Tabelle 4. Primärer Endpunkt und wichtigster sekundärer Endpunkt*

Zeitpunkte der Primäre Primäre Absolute Differenz p-

Beurteilung auf Wunden Wunden (95-%-KI) Wert

Wundverschluss behandelt mit behandelt

Beremagen mit Placebogeperpavec (N = 31)(N = 31)

Primärer Endpunkt: 20,9 (67 %) 6,7 (22 %) 46 0,002vollständige Wundheilung (24-68 %)nach 6 Monaten†

Wichtigster sekundärer 21,9 (71 %) 6,1 (20 %) 51 < 0,001

Endpunkt: vollständige (29-73 %)

Wundheilung nach3 Monaten‡

*Der primäre und der wichtigste sekundäre Endpunkt wurden in der Intention-to-treat-Populationanalysiert. Um fehlenden Daten Rechnung zu tragen, wurden Methoden mit multipler

Imputation verwendet. Die fraktionellen Zählungen sind auf das für die Analyse verwendete

Verfahren mit multipler Imputation zurückzuführen. Die Hypothesenprüfung wurde unter

Verwendung des exakten McNemar-Tests durchgeführt.

†Primäre Wunden wurden in den Wochen 22 und 24 oder in den Wochen 24 und 26 untersucht.‡Primäre Wunden wurden in den Wochen 8 und 10 oder in den Wochen 10 und 12 untersucht.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

In der konfirmatorischen Studie wurden bei wöchentlichen Besuchen im klinischen Zentrum

Beurteilungen der systemischen Exposition durch Quantifizierung der Beremagen-geperpavec-

Genome in Blut- und Urinproben (Vektorausscheidung) unter Verwendung eines validierten qPCR-

Assays durchgeführt. Alle Blutproben und alle Urinproben, bis auf eine, die während der Studieabgegeben wurden, lagen bei allen Teilnehmenden unter der Nachweis-/Quantifizierungsgrenze, wasdarauf hindeutet, dass bei den Teilnehmenden keine signifikante systemische Exposition gegenüberdem Vektor vorlag.

Klinische Pharmakokinetik und Ausscheidung

Die Studien zur Bioverteilung und Vektorausscheidung waren unterstützend und wiesen darauf hin,dass nach lokalisierter, kutaner Applikation von Beremagen geperpavec keine systemische Expositionvorlag.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxikologie bei einmaliger und wiederholter

Applikation lassen die präklinischen Daten keine besondere Gefahr für den Menschen erkennen.

Tierexperimentelle Untersuchungen zur Entwicklungs- und Reproduktionstoxizität wurden nichtdurchgeführt.

Es wurden keine Studien zur Untersuchung der Auswirkungen von Beremagen geperpavec auf

Karzinogenese, Mutagenese oder Beeinträchtigung der Fertilität durchgeführt.

6 PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Suspension

Glycerin (E422)

Natriumchlorid

Dinatriumphosphat (E 339)

Kaliumchlorid (E508)

Dikaliumphosphat (E340)

Gel

Hypromellose (E464)

Trometamol

Natriumchlorid

Dinatriumphosphat (E 339)

Dikaliumphosphat (E340)

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

Ungeöffnete Faltschachteln2 Jahre bei Lagerung im Gefrierschrank.

Nach dem Auftauen

Wenn kein Gefrierschrank zur Verfügung steht, kann/können die Faltschachtel(n) bis zu 1 Monat im

Kühlschrank (2 °C bis 8 °C) aufbewahrt werden.

Nach Aufbewahrung im Kühlschrank sollte das Arzneimittel nicht wieder eingefroren werden.

Nach dem Mischen

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 168 Stunden(7 Tage) bei 2-8 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Wenn diegebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und

Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Die gebrauchsfertige Zubereitung sollte jedochnormalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C aufbewahrt werden, es sei denn, das Mischenist unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt. .

Die Spritzen können bei Raumtemperatur bis zu 8 Stunden aufbewahrt werden.

Transportbedingungen für das gemischte Arzneimittel

Das gemischte Arzneimittel bei 2-8 °C zum Ort der Anwendung transportieren.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Ungeöffnete Faltschachteln

Gefroren bei -15 °C bis -25 °C lagern. Gefroren (< -20 °C) transportieren.

Die Durchstechflaschen vor dem Auftauen in der Faltschachtel aufbewahren, um den Inhalt vor Lichtzu schützen.

Nach dem Auftauen und Mischen

Zu den Lagerbedingungen nach dem Auftauen und nach dem Mischen des Arzneimittels siehe

Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Jede Faltschachtel mit Vyjuvek enthält eine Durchstechflasche mit Suspension und eine

Durchstechflasche mit Gel.

Suspension1 ml entnehmbares Volumen enthält 5 × 109 PFU in einer Cycloolefin-Copolymer-Durchstechflaschemit einem Verschluss aus thermoplastischem Elastomer und grüner Kappe.

Gel1,5 ml Füllvolumen in einer separaten Durchstechflasche aus Typ-1-Glas mit einem Brombutyl-

Elastomer-Stopfen und blauer Kappe.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Vorsichtsmaßnahmen vor der Handhabung bzw. Anwendung des Arzneimittels

Dieses Arzneimittel enthält genetisch veränderte Organismen (siehe Abschnitt 4.4). Während der

Zubereitung, Anwendung und Entsorgung sind entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Beim

Umgang mit Vyjuvek sollte persönliche Schutzausrüstung (z. B. Handschuhe, Maske und

Augenschutz) getragen werden.

Schwangere medizinische Fachkräfte oder Pflegepersonen sollten Vyjuvek nicht applizieren und dendirekten Kontakt mit behandelten Wunden oder allen Materialien, die mit behandelten Wunden in

Berührung gekommen sind, vermeiden.

Vorbereitung vor der Anwendung

Zur Zubereitung von Vyjuvek sind die nachstehenden Schritte zu befolgen.

Jede Faltschachtel enthält eine Durchstechflasche mit Suspension (1 ml entnehmbares Volumenenthält 5 × 109 PFU) und eine Durchstechflasche mit Hilfsstoffgel (1,5 ml).

Die Konzentration des Arzneimittels beträgt nach dem Mischen 2 × 109 PFU/ml.

Tabelle 5. Zubereitungsschritte vor der Applikation

Gefrorene Schritt 1 Schritt 2

Durchstechflaschen müssenvor der Anwendung aus der

Faltschachtel genommen undbei Raumtemperaturaufbewahrt werden.(Schritt 1).

Nachdem die

Durchstechflaschen aufgetautsind (etwa 30 Minuten),können sie nicht wiedereingefroren werden.(Schritt 2).

Die Durchstechflasche mitder Suspension einer

Sichtkontrolle unterziehen.

Die Suspension kann weißebis weißliche Partikelstoffeenthalten, die dem

Arzneimittel eigen sind.

Die Suspension kann in der

Farbe von opaleszierendem

Gelb bis farblos variieren.

Das Arzneimittel nichtanwenden, wenn eine

Verfärbung festgestellt wird.

Die Durchstechflasche mitdem Gel einer Sichtkontrolleunterziehen. Das Gel ist klar,farblos und viskos. Das Gelnicht verwenden, wenn

Partikelstoffe oder eine

Verfärbung festgestelltwerden.

Die Durchstechflasche mitder Suspension 4- bis 5-malvorsichtig umdrehen, um den

Inhalt zu mischen.

Die Kappen von den

Durchstechflaschenabnehmen und jeden

Durchstechflaschenstopfen Durchstechflaschemit der Vyjuvek-mit einem Alkoholtupfer Durchstechflasche Suspensionreinigen. Trocknen lassen. mit Gel (links) (rechts)

Schritt 1 Schritt 2

Unter aseptischen

Bedingungen 1 ml aufgetaute

Suspension (Schritt 1) miteiner 3-ml-Spritze und einer

Nadel (z. B. 16G oder 18G)entnehmen.

1 ml der aufgetauten

Suspension in die

Durchstechflasche mit demaufgetauten Gel geben.(Schritt 2).

Durchstechflasche mit der

Vyjuvek-Suspension Durchstechflasche mit Gel

Die Nadel in der Durchstechflaschemit dem Gel so weit nach obenziehen, dass sie sich über der

Flüssigkeit befindet, ohne sievollständig aus der

Durchstechflasche mit Gelherauszuziehen. Dann 1 ml Luft(Luftblase) entfernen, um die

Durchstechflasche mit dem Gel nach

Zugabe von 1 ml Vyjuvek-

Suspension zu entlüften. Erst danndie Spritze und Nadel herausziehenund entsorgen.

Die Durchstechflasche mit der

Kombination aus Suspension und

Gel wird in dieser Anleitung im

Folgenden als Vyjuvek-

Durchstechflasche bezeichnet.

Vyjuvek-Durchstechflasche

Einen Alkoholtupfer auf den

Gummistopfen der Vyjuvek-

Durchstechflasche legen und die

Durchstechflasche mindestens10 Sekunden lang kräftig von Handschütteln. Das Hilfsstoffgel solltezusammen mit der Suspension einhomogenes Gel bilden.

Die Vyjuvek-Durchstechflascheeiner Sichtkontrolle unterziehen.

Das Gel mit dem Wirkstoff kannweiße bis weißliche Partikelstoffeenthalten, die dem Arzneimitteleigen sind. Vyjuvek-Durchstechflasche

Das gemischte Arzneimittel kann,wie die Suspension, in der Farbevon opaleszierendem Gelb bisfarblos variieren. Das Arzneimittelnicht anwenden, wenn eine

Verfärbung festgestellt wird.

Eine neue Nadel (z. B. 16G oder Schritt 1 Schritt 218G) mit einer 1-ml-Spritzeaufsetzen und langsam 0,5 ml

Vyjuvek aufziehen.(Schritt 1). Die Durchstechflaschenicht umdrehen, um die Vyjuvek-

Spritze aufzuziehen.

Die Nadel in der Durchstechflascheso weit nach oben ziehen, dass siesich über der Oberfläche der

Vyjuvek-Suspension befindet, ohnesie vollständig aus der

Durchstechflasche herauszuziehen.

Dann die Spritze lösen und die

Nadel im Stopfen der

Durchstechflasche lassen(Schritt 2).

Es kann sich eine Luftblase in der

Spritze bilden; das ist normal. Vyjuvek-Durchstechflasche

Den Stempel der Spritze vorsichtignach oben und unten bewegen, umdie Luftblase zu entfernen.

NICHT an die Spritze klopfen, umdie Luftblase zu entfernen.

Es können kleine Luftblasenzurückbleiben; das ist normal.

Die Kappe auf die Spritze aufsetzenund die Spritze beiseitelegen.

Die nächste 1-ml-Spritze verwenden undauf die Nadel im Stopfen der Vyjuvek-

Durchstechflasche aufsetzen. 0,5 ml

Vyjuvek aufziehen, die Lufttascheentfernen und die Spritze mit der Kappeverschließen.

Das entnehmbare Volumen beträgt 2,0 ml(4 × 109 PFU).

Diesen Schritt gegebenenfalls je nachempfohlener Dosierung wiederholen.

Die Spritze mit der Patienten-ID, dem

Namen des Arzneimittels, der

Chargennummer, dem Datum'verwendbar bis“ und den

Aufbewahrungsbedingungen beschriften.

Darauf achten, die für die Anwendungerforderlichen Spritzenmarkierungennicht mit einer Beschriftung zuüberdecken.

Die verschlossenen Vyjuvek-Spritzen ineinen verschließbaren Plastikbeutelgeben.

Den Plastikbeutel mit der Patienten-ID,dem Namen des Arzneimittels, der

Chargennummer, dem Datum'verwendbar bis“ und den

Aufbewahrungsbedingungen beschriften.

Pro Woche dürfen nicht mehr als 2 ml(vier 0,5-ml-Spritzen) verwendet werden,da dies die maximale wöchentliche Dosisist.

Einen verschließbaren Plastikbeutel mit Vyjuvek-Spritzen in einen geeigneten isolierten

Tertiärbehälter ('Außenbehälter“) legen, um eine für den Transport geeignete Transporttemperaturvon 2 °C bis 8 °C aufrechtzuerhalten und das Arzneimittel vor Licht zu schützen.

Der Außenbehälter muss für den Transport vollständig geschlossen sein.

Den Außenbehälter, der für den Transport von vorbereiteten Vyjuvek-Spritzen bestimmt ist, erst am

Ort der Anwendung öffnen.

Empfang und Aufbewahrung am Ort der Anwendung

Den Außenbehälter nach Entgegennahme an einem sicheren Ort bei Raumtemperatur aufbewahren,der sauber, für Kinder unzugänglich und frei von potenzieller Kontamination ist.

Der Außenbehälter darf nur von der für die Applikation verantwortlichen Person geöffnet werden.

Die für die Applikation verantwortliche Person sollte vor der Anwendung überprüfen, ob der

Außenbehälter intakt ist, und sich vergewissern, dass keine Anzeichen von Undichtigkeiten vorliegen(siehe Abschnitt 4.2).

Im Falle einer versehentlichen Exposition zu ergreifende Maßnahmen

Im Falle einer versehentlichen Exposition sind die vor Ort geltenden Richtlinien für den Umgang mitpharmazeutischen Abfällen zu befolgen.

Alle Flächen, die möglicherweise mit Beremagen geperpavec in Kontakt gekommen sind bzw. aufdenen Spritzer oder verschüttete Mengen des Arzneimittels vorhanden sind, müssen gereinigt und miteinem viruziden Mittel wie 70 % Isopropylalkohol, 6 % Wasserstoffperoxid oder < 0,4 %

Ammoniumchlorid desinfiziert werden.

Bei versehentlichem Kontakt mit dem Arzneimittel durch Spritzer in die Augen oder auf Schleimhäutemindestens 5 Minuten mit sauberem Wasser spülen.

Bei Exposition gegenüber intakter Haut oder bei Nadelstichverletzungen den betroffenen Bereichgründlich mit Seife und Wasser und/oder einem Desinfektionsmittel reinigen.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Beseitigung des Arzneimittels

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial (z. B. Durchstechflasche, Spritze, Nadel,

Reinigungsmaterial), das möglicherweise mit Vyjuvek in Kontakt gekommen ist, sind gemäß den vor

Ort geltenden Richtlinien für den Umgang mit pharmazeutischen Abfällen zu entsorgen.

Verbände mit einem viruziden Mittel, wie 70 % Isopropylalkohol, 6 % Wasserstoffperoxid oder< 0,4 % Ammoniumchlorid, desinfizieren und die desinfizierten Verbände in einem separatenverschlossenen Plastikbeutel im Haushaltsabfall oder gemäß den vor Ort geltenden Anforderungenentsorgen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Krystal Biotech Netherlands, B.V.

Atrium Gebouw

Strawinskylaan 3051

Amsterdam 1077 ZX

Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/25/1918/0019 DATUM DER ERTEILUNG DER ERSTZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 23 April 2025

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar