Angewendet bei: COVID-19
Substanz: Remdesivir (Virostatikum)
ATC: J05AB16 (ANTIINFEKTIVA ZUR SYSTEMISCHEN ANWENDUNG | DIREKT WIRKENDE ANTIVIRALE MITTEL | Nukleoside und Nukleotide, exkl. Inhibitoren der Reversen Transkriptase)
Remdesivir ist ein antivirales Medikament, das zur Behandlung von SARS-CoV-2-Infektionen, die COVID-19 verursachen, eingesetzt wird. Es handelt sich um ein Nukleotid-Analogon, das die virale RNA-Polymerase hemmt und so die Replikation des Virus in infizierten Zellen blockiert. Remdesivir wurde für die Anwendung bei mittelschweren bis schweren COVID-19-Fällen zugelassen, insbesondere bei hospitalisierten Patienten, die zusätzlichen Sauerstoff benötigen.
Das Medikament wird intravenös verabreicht, in der Regel einmal täglich, für eine Dauer von 5 bis 10 Tagen, abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Es ist am wirksamsten, wenn es in den frühen Stadien der Infektion verabreicht wird, bevor die Krankheit in kritische Formen übergeht.
Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfschmerzen, erhöhte Leberenzyme (Transaminasen) und Reaktionen an der Injektionsstelle. In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen oder Nierenfunktionsstörungen auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der Leber- und Nierenfunktion ist während der Behandlung unerlässlich.
Remdesivir wird unter strenger ärztlicher Aufsicht angewendet und ist Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen vorbehalten. Obwohl es die Dauer des Krankenhausaufenthalts und das Fortschreiten der Krankheit verringern kann, variiert seine Wirksamkeit je nach Krankheitsstadium und allgemeinem Zustand des Patienten.