Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Pneumokokken-Impfstoffe, ATC-Code: J07AL02
WirkmechanismusVaxneuvance enthält 15 gereinigte Pneumokokken-Kapselpolysaccharide von Streptococcuspneumoniae (1, 3, 4, 5, 6A, 6B, 7F, 9V, 14, 18C, 19A, 19F, 23F, mit den zusätzlichen Serotypen 22Fund 33F), die jeweils an ein Trägerprotein (CRM197) konjugiert sind. Vaxneuvance löst eine T-Zell-abhängige Immunantwort aus, um Antikörper zu induzieren, die die Opsonisierung, Phagozytose und
Abtötung von Pneumokokken zum Schutz vor Pneumokokken-Erkrankungen verbessern.
Immunantworten nach natürlicher Exposition gegenüber Streptococcus pneumoniae oder nach
Pneumokokken-Impfung können durch die Messung der opsonophagozytischen Aktivität (OPA) undder Immunglobulin-G(IgG)-Titer bestimmt werden. OPA repräsentiert funktionelle Antikörper undgilt als wichtiger immunologischer Surrogatparameter für den Schutz gegen Pneumokokken-
Erkrankungen bei Erwachsenen. Bei Kindern wurde eine serotypspezifische IgG-Antikörper-
Konzentration entsprechend ≥ 0,35 µg/ml unter Verwendung des WHO-ELISA (Enzyme Linked
Immunosorbent Assay) als Schwellenwert für die klinische Bewertung von Pneumokokken-
Konjugatimpfstoffen verwendet.
Klinische Immunogenität bei gesunden Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen
Die Immunogenität wurde durch die serotypspezifischen IgG-Ansprechraten (dem Anteil der
Probanden, die den serotypspezifischen IgG-Schwellenwert von ≥ 0,35 µg/ml erreichten) und diegeometrischen mittleren IgG-Konzentrationen (Geometric Mean Concentrations, GMCs) an Tag 30nach Grundimmunisierung und/oder nach der Boosterdosis ermittelt. In einer Untergruppe der
Probanden wurden ebenfalls die geometrischen mittleren OPA-Titer (Geometric Mean Titres, GMTs)30 Tage nach Grundimmunisierung und/oder nach der Boosterdosis gemessen.
Standardimpfschema bei Kleinkindern und Kindern
Impfschema mit 3 Dosen (Grundimmunisierung mit 2 Dosen + 1 Boosterdosis)
In der doppelblinden, aktiv kontrollierten Studie (Protokoll 025) wurden 1 184 Probandenrandomisiert, um entweder Vaxneuvance oder den 13-valenten PCV in einem Immunisierungsschemamit 3 Dosen zu erhalten. Die ersten beiden Dosen wurden bei Kleinkindern im Alter von 2 und4 Monaten verabreicht (Grundimmunisierung), und die dritte Dosis wurde den Kindern im Alter von11 bis 15 Monaten verabreicht (Boosterdosis). Die Probanden erhielten zeitgleich andere pädiatrische
Impfstoffe, einschließlich Rotavirus-Lebendimpfstoff mit der Grundimmunisierung für Kleinkinderund Impfstoff mit Diphtherie, Tetanus, Pertussis (azellulär), Hepatitis B (rDNS), Poliomyelitis(inaktiviert) und Haemophilus-influenzae-Typ-B-Konjugat (adsorbiert) mit allen 3 Dosen während desgesamten Impfschemas.
Vaxneuvance löst Immunantworten aus, wie für alle 15 im Impfstoff enthaltenen Serotypen durch die
IgG-Ansprechraten, IgG-GMCs und OPA-GMTs ermittelt wurde. 30 Tage nach den beiden Dosen der
Grundimmunisierung waren die serotypspezifischen IgG-Ansprechraten und GMCs für die13 gemeinsamen Serotypen im Allgemeinen vergleichbar und höher für die 2 zusätzlichen Serotypen(22F und 33F) bei Probanden, die Vaxneuvance erhalten hatten, im Vergleich zu den Probanden, dieden 13-valenten PCV erhalten hatten (Tabelle 2). 30 Tage nach der Boosterdosis ist Vaxneuvance dem13-valenten PCV für die 13 gemeinsamen Serotypen nicht unterlegen und für die 2 zusätzlichen
Serotypen überlegen, wie über die IgG-Ansprechrate IgG-GMCs ermittelt wurde (Tabelle 3).
Tabelle 2: Serotypspezifische IgG-Ansprechraten und IgG-GMCs 30 Tage nach
Grundimmunisierung mit 2 Dosen (Impfschema mit 3 Dosen, Protokoll 025)
IgG-Ansprechraten ≥ 0,35 µg/ml IgG-GMCs13-valenter
Differenz in 13-valenter GMC-
Vaxneuvance PCV Vaxneuvance
Prozentpunkten* PCV Verhältnis**
Pneumokokken- (n = 497) (n = 468- (n = 497)(Vaxneuvance - (n = 468-469) (Vaxneuvance/
Serotyp 469)13-valenter 13-valenter
Beobachtetes Beobachtetes
PCV) PCV)
Ansprechen Ansprechen GMC GMC(95%-KI)* (95%-KI)**
Prozentsatz Prozentsatz13 gemeinsame Serotypen†95,6 97,4 -1,9 (-4,3; 0,5) 1 , 3 0 1,60 0,81 (0,74;0,89)93,2 66,1 27,1 (22,3; 31,9) 0 , 8 7 0,45 1,91 (1,75;2,08)93,8 96,8 -3,0 (-5,9; -0,4) 1 , 4 0 1,25 1,12 (1,01;1,24)84,1 88,1 -4,0 (-8,3; 0,4) 0 , 8 8 1,03 0,86 (0,76;0,97)72,6 92,3 -19,7 (-24,3; - 0,64 1,39 0,46 (0,40;6A15,1) 0,53)57,7 50,2 7,5 (1,2; 13,8) 0 , 4 3 0,33 1,31 (1,11;6B1,56)97,8 98,9 -1,1 (-3,0; 0,5) 2 , 0 3 2,42 0,84 (0,76;7F0,92)88,3 95,3 -7,0 (-10,5; -3,6) 1 , 2 3 1,39 0,88 (0,78;9V0,99)96,8 97,2 -0,4 (-2,7; 1,8) 3 , 8 1 4,88 0,78 (0,68;0,90)92,2 92,5 -0,4 (-3,8; 3,0) 1 , 1 6 1,30 0,89 (0,80;18C0,99)96,2 97,2 -1,1 (-3,4; 1,3) 1 , 6 8 2,09 0,81 (0,72;19A0,90)98,8 99,4 -0,6 (-2,0; 0,8) 2 , 6 3 3,35 0,79 (0,71;19F0,87)77,9 70,1 7,8 (2,3; 13,3) 0 , 7 5 0,58 1,30 (1,14;23F1,50)2 zusätzliche Serotypen in Vaxneuvance‡95,6 5,3 90,2 (87,1; 92,6) 2 , 7 4 0,05 57,67 (50,95;22F65,28)48,1 3,0 45,1 (40,4; 49,7) 0 , 3 0 0,05 6,11 (5,32;33F7,02)
* Geschätzte Differenz und KI für die Differenz in Prozentpunkten basieren auf der Miettinen&Nurminen-Methode.
** GMC-Verhältnis und KI werden unter Verwendung der t-Distribution berechnet, mit der Schätzung der Varianz aus einemserotypspezifischen, linearen Modell, das die natürlichen log-transformierten Antikörperkonzentrationen als Antwort verwendet, undeinem einzelnen Term für die Impfgruppe.
† Die Schlussfolgerung für eine Nicht-Unterlegenheit für die 13 gemeinsamen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KIfür den Unterschied der IgG-Ansprechraten (Vaxneuvance - 13-valenter PCV) > -10 Prozentpunkte beträgt oder > 0,5 für das IgG-GMC-
Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV).
‡ Die Schlussfolgerung für eine Überlegenheit der 2 zusätzlichen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KI für den
Unterschied der IgG-Ansprechraten (Vaxneuvance - 13-valenter PCV) > 10 Prozentpunkte beträgt oder > 2,0 für das IgG-GMC-
Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV).
n = Anzahl der randomisierten und geimpften Probanden, die in die Auswertung eingeschlossen wurden
KI = Konfidenzintervall; GMC = geometrisch mittlere Konzentrationen (µg/ml); IgG = Immunoglobulin G.
Tabelle 3: Serotypspezifische IgG-Ansprechraten und IgG-GMCs 30 Tage nach Boosterdosis(Impfschema mit 3 Dosen, Protokoll 025)
IgG-Ansprechraten ≥ 0,35 µg/ml IgG-GMCs13-valenter
Differenz in 13-valenter GMC-
Vaxneuvance PCV Vaxneuvance
Prozentpunkten* PCV Verhältnis**
Pneumokokken- (n = 510-511) (n = 504- (n = 510-511)(Vaxneuvance - (n = 504-510) (Vaxneuvance/
Serotyp 510)13-valenter 13-valenter
Beobachtetes Beobachtetes
PCV) PCV)
Ansprechen Ansprechen GMC GMC(95%-KI)* (95%-KI)**
Prozentsatz Prozentsatz13 gemeinsame Serotypen†1,28 2,05 0,62 (0,57;1 96,5 99,4 -2,9 (-5,0; -1,3)0,68)0,84 0,66 1,29 (1,18;3 91,8 83,7 8,1 (4,1; 12,1)1,41)1,29 1,74 0,74 (0,67;4 95,7 97,8 -2,1 (-4,5; 0,0)0,82)1,98 3,01 0,66 (0,60;5 99,0 100,0 -1,0 (-2,3; -0,2)0,72)3,09 4,53 0,68 (0,61;6A 98,4 98,8 -0,4 (-2,0; 1,2)0,76)4,15 4,33 0,96 (0,85;6B 97,3 99,0 -1,8 (-3,7; -0,1)1,08)3,08 3,89 0,79 (0,73;7F 99,8 99,8 0,0 (-0,9; 0,9)0,86)2,14 2,97 0,72 (0,66;9V 98,8 100,0 -1,2 (-2,5; -0,4)0,78)5,22 6,90 0,76 (0,68;14 99,8 100,0 -0,2 (-1,1; 0,6)0,84)1,93 2,18 0,89 (0,81;18C 98,8 99,2 -0,4 (-1,8; 1,0)0,97)4,65 5,61 0,83 (0,75;19A 99,0 100,0 -1,0 (-2,3; -0,2)0,92)4,06 4,59 0,89 (0,81;19F 99,6 100,0 -0,4 (-1,4; 0,4)0,97)1,52 1,69 0,90 (0,81;23F 96,9 97,2 -0,4 (-2,6; 1,8)1,00)2 zusätzliche Serotypen in Vaxneuvance‡5,97 0,08 71,76 (64,88;22F 99,6 5,9 93,7 (91,2; 95,5)79,38)3,38 0,07 46,38 (41,85;33F 99,0 4,4 94,7 (92,3; 96,3)51,40)
* Geschätzte Differenz und KI für die Differenz in Prozentpunkten basieren auf der Miettinen&Nurminen-Methode.
** GMC-Verhältnis und KI werden unter Verwendung der t-Distribution berechnet, mit der Schätzung der Varianz aus einemserotypspezifischen, linearen Modell, das die natürlichen log-transformierten Antikörperkonzentrationen als Antwort verwendet, undeinem einzelnen Term für die Impfgruppe.
† Die Schlussfolgerung für eine Nicht-Unterlegenheit für die 13 gemeinsamen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KIfür den Unterschied der IgG-Ansprechraten (Vaxneuvance - 13-valenter PCV) > -10 Prozentpunkte beträgt oder > 0,5 für das IgG-GMC-
Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV).
‡ Die Schlussfolgerung für eine Überlegenheit der 2 zusätzlichen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KI für den
Unterschied der IgG-Ansprechraten (Vaxneuvance - 13-valenter PCV) > 10 Prozentpunkte beträgt oder > 2,0 für das IgG-GMC-
Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV).
n = Anzahl der randomisierten und geimpften Probanden, die in die Auswertung eingeschlossen wurden
KI = Konfidenzintervall; GMC = geometrisch mittlere Konzentrationen (µg/ml); IgG = Immunoglobulin G.
Darüber hinaus ruft Vaxneuvance die Bildung funktionaler Antikörper hervor, wie 30 Tage nach der
Boosterdosis durch serotypspezifische OPA-GMTs festgestellt wurde, die im Allgemeinen für die13 mit dem 13-valenten PCV gemeinsamen Serotypen vergleichbar, jedoch geringfügig niedriger sind.
Die klinische Relevanz dieser geringfügig niedrigeren Antwort ist nicht bekannt. Die OPA-GMTs für22F und 33F waren bei Probanden, die Vaxneuvance erhalten hatten, höher als bei Probanden, die den13-valenten PCV erhalten hatten.
In einer anderen doppelblinden, aktiv kontrollierten Studie (Protokoll 026) wurden 1 191 Probandenrandomisiert, um entweder Vaxneuvance oder den 13-valenten PCV in einem Immunisierungsschemamit 3 Dosen zu erhalten. Die Probanden erhielten zeitgleich andere pädiatrische Impfstoffe,einschließlich Vaxelis mit allen drei Dosen und M-M-RvaxPro und Varivax mit der Boosterdosis. Die
Grundimmunisierung wurde Kleinkindern im Alter von 3 und 5 Monaten verabreicht, gefolgt von der
Boosterdosis im Alter von 12 Monaten.
Vaxneuvance löst Immunantworten aus, wie für alle 15 im Impfstoff enthaltenen Serotypen durch die
IgG-Ansprechraten, IgG-GMCs und OPA-GMTs ermittelt wurde. 30 Tage nach der Boosterdosis ist
Vaxneuvance dem 13-valenten PCV für die 13 gemeinsamen Serotypen nicht unterlegen und für die2 zusätzlichen Serotypen (22F und 33F) überlegen, wie über die IgG-Ansprechrate ermittelt wurde.
Ebenso ist Vaxneuvance dem 13-valenten PCV für die 13 gemeinsamen Serotypen nicht unterlegenund für die 2 zusätzlichen Serotypen überlegen, wie über die IgG-GMCs ermittelt wurde. Nach der
Boosterdosis bildet Vaxneuvance für alle 15 Serotypen funktionelle Antikörper (OPA GMTs), die im
Allgemeinen mit dem 13-valenten PCV vergleichbar sind.
Impfschema mit 4 Dosen (Grundimmunisierung mit 3 Dosen + 1 Boosterdosis)
Ein Immunisierungsschema mit 4 Dosen wurde bei gesunden Kleinkindern in einer Phase-2- und drei
Phase-3-Studien untersucht. Die Grundimmunisierung wurde den Kleinkindern im Alter von 2, 4 und6 Monaten verabreicht, die Boosterdosis wurde den Kindern im Alter von 12 bis 15 Monaten gegeben.
In einer doppelblinden, aktiv kontrollierten Studie (Protokoll 029) wurden 1 720 Probandenrandomisiert, um Vaxneuvance oder den 13-valenten PCV zu erhalten. Die Probanden erhieltenzeitgleich andere pädiatrische Impfstoffe, einschließlich HBVaxPro (Hepatitis-B-Impfstoff[rekombinant]), RotaTeq (Rotavirus-Lebendimpfstoff, oral, pentavalent) und Impfstoff mit Diphtherie,
Tetanus-Toxoiden, azellulärer Pertussis, adsorbiert, Poliomyelitis (inaktiviert) und Haemophilus-b-
Konjugat (Tetanus-Toxoid-Konjugat) während der Grundimmunisierung für Kleinkinder.
Haemophilus-B-Konjugat (Tetanus-Toxoid-Konjugat), M-M-RvaxPro (Masern-Mumps-Röteln-
Lebendimpfstoff), Varivax (Varizellen-Lebendimpfstoff) und Vaqta (Hepatitis-A-Impfstoff,inaktiviert) wurden gleichzeitig mit der Boosterdosis von Vaxneuvance verabreicht.
Vaxneuvance löst Immunantworten gegen alle 15 im Impfstoff enthaltenen Serotypen aus, was anhandder IgG-Ansprechraten, IgG-GMCs und OPA-GMTs ermittelt wurde. 30 Tage nach
Grundimmunisierung ist Vaxneuvance für die 13 gemeinsamen Serotypen gegenüber dem 13-valenten
PCV nicht unterlegen, was anhand der IgG-Ansprechraten ermittelt wurde (Tabelle 4). Vaxneuvanceist nicht unterlegen für die 2 zusätzlichen Serotypen, was anhand der IgG-Ansprechraten für die
Serotypen 22F und 33F bei Probanden, die Vaxneuvance erhalten hatten, im Vergleich zur
Ansprechrate für Serotyp 23F bei Probanden, denen der 13-valente PCV verabreicht wurde (derniedrigsten Ansprechrate der gemeinsamen Serotypen, unter Ausschluss von Serotyp 3) untersuchtwurde, mit einer Differenz in Prozentpunkten von 6,7 % (95%-KI: 4,6; 9,2) bzw. -4,5 %(95%-KI: -7,8; -1,3).
30 Tage nach der Grundimmunisierung sind serotypspezifische IgG-GMCs für 12 der13 gemeinsamen Serotypen nicht unterlegen im Vergleich zum 13-valenten PCV. Die IgG-Antwortauf Serotyp 6A verfehlte knapp das vorab festgelegte Kriterium für Nicht-Unterlegenheit (0,48gegenüber > 0,5) (Tabelle 4). Vaxneuvance ist für die 2 zusätzlichen Serotypen dem 13-valenten PCVnicht unterlegen, was anhand der serotypspezifischen IgG-GMCs für die Serotypen 22F und 33F bei
Probanden, die Vaxneuvance erhalten hatten, im Vergleich zu den IgG-GMCs für Serotyp 4 bei
Probanden, die den 13-valenten PCV erhalten hatten (des niedrigsten IgG-GMC der gemeinsamen
Serotypen, unter Ausschluss von Serotyp 3), ermittelt wurde, mit einem GMC-Verhältnis von 3,64bzw. 1,24.
Darüber hinaus löst Vaxneuvance Immunantworten gegen den gemeinsamen Serotyp 3 und die2 zusätzlichen Serotypen aus, die bedeutend höher waren als jene, die durch den 13-valenten PCVausgelöst wurden, was anhand der IgG-Ansprechraten und IgG-GMCs 30 Tage nach
Grundimmunisierung ermittelt wurde (Tabelle 4).
Tabelle 4: Serotypspezifische IgG-Ansprechraten und IgG-GMCs 30 Tage nach der
Grundimmunisierung mit 3 Dosen (Impfschema mit 4 Dosen, Protokoll 029)
IgG-Ansprechraten ≥ 0,35 µg/ml IgG-GMCs13-valenter 13-valenter
GMC-
Vaxneuvance PCV Differenz in Vaxneuvance PCV
Verhältnis**
Pneumokokken- (n = 698-702) (n = 660- Prozentpunkten* (n = 698-702) (n = 660-(Vaxneuvance/
Serotyp 665) (Vaxneuvance - 665)13-valenter
Beobachtetes Beobachtetes 13 valenter PCV)
PCV)
Ansprechen Ansprechen (95%-KI)* GMC GMC(95%-KI)**
Prozentsatz Prozentsatz13 gemeinsame Serotypen†95,7 99,1 -3,4 (-5,2; -1,8) 1 , 2 1 1,89 0 ,64 (0,59;0,69)94,7 79,2 15,6 (12,1; 19,2) 1 , 0 8 0,62 1 ,73 (1,61;1,87)96,4 98,6 -2,2 (-4,0; -0,6) 1 , 2 9 1,35 0 ,95 (0,88;1,03)95,3 97,4 -2,1 (-4,2; -0,2) 1 , 6 3 2,25 0 ,72 (0,66;0,80)93,7 98,6 -4,9 (-7,1; -3,0) 1 , 5 5 2,95 0 ,52 (0,48;6A0,58)88,6 92,0 -3,4 (-6,6; -0,3) 1 , 6 0 1,97 0 ,81 (0,71;6B0,93)99,0 99,8 -0,8 (-1,9; -0,1) 2 , 4 8 3,23 0 ,77 (0,71;7F0,83)97,1 98,2 -1,0 (-2,8; 0,6) 1 , 7 3 1,89 0 ,91 (0,84;9V1,00)97,9 97,9 -0,0 (-1,6; 1,6) 4 , 7 8 6,80 0 ,70 (0,63;0,78)97,4 98,3 -0,9 (-2,6; 0,7) 1 , 5 3 2,00 0 ,76 (0,70;18C0,83)97,9 99,7 -1,8 (-3,2; -0,8) 1 , 6 3 2,29 0 ,71 (0,65;19A0,77)99,0 100,0 -1,0 (-2,1; -0,4) 2 , 0 1 2,72 0 ,74 (0,69;19F0,79)91,5 91,8 -0,3 (-3,2; 2,7) 1 , 3 1 1,47 0 ,89 (0,80;23F0,99)2 zusätzliche Serotypen in Vaxneuvance98,6 3,5 95,1 (93,1; 96,5) 4 , 9 1 0,05 9 2 ,03 (83,47;22F101,47)87,3 2,1 85,2 (82,3; 87,7) 1 , 6 7 0,06 2 9 ,50 (26,16;33F33,26)
* Geschätzte Differenz und KI für die Differenz in Prozentpunkten basieren auf der Miettinen&Nurminen-Methode.
** GMC-Verhältnis und KI werden unter Verwendung der t-Distribution berechnet, mit der Schätzung der Varianz aus einemserotypspezifischen, linearen Modell, das die natürlichen log-transformierten Antikörperkonzentrationen als Antwort verwendet, undeinem einzelnen Term für die Impfgruppe.
† Die Schlussfolgerung für eine Nicht-Unterlegenheit für die 13 gemeinsamen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KIfür den Unterschied der IgG-Ansprechraten (Vaxneuvance - 13-valenter PCV) > -10 Prozentpunkte beträgt oder > 0,5 für das IgG-GMC-
Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV).
n = Anzahl der randomisierten und geimpften Probanden, die in die Auswertung eingeschlossen wurden
KI = Konfidenzintervall; GMC = geometrisch mittlere Konzentrationen (µg/ml); IgG = Immunoglobulin G.
Die serotypspezifischen IgG-GMCs für Vaxneuvance sind 30 Tage nach der Boosterdosis für alle13 gemeinsamen Serotypen und für die 2 zusätzlichen Serotypen gegenüber dem 13-valenten PCVnicht unterlegen, bewertet anhand der IgG-GMCs für die Serotypen 22F und 33F bei Probanden, die
Vaxneuvance erhalten hatten, im Vergleich zu den IgG-GMCs für Serotyp 4 bei Probanden, die den13-valenten PCV erhalten hatten (niedrigster IgG-GMC der gemeinsamen Serotypen, unter
Ausschluss von Serotyp 3), mit einem GMC-Verhältnis von 4,69 bzw. 2,59, (Tabelle 5).
Vaxneuvance löst Immunantworten gegen den gemeinsamen Serotyp 3 und die 2 zusätzlichen
Serotypen aus, die bedeutend höher waren als jene, die durch den 13-valenten PCV ausgelöst wurden,was anhand der IgG-Ansprechraten und IgG-GMCs 30 Tage nach der Boosterdosis ermittelt wurde(Tabelle 5).
Tabelle 5: Serotypspezifische IgG-Ansprechraten und IgG-GMCs 30 Tage nach Boosterdosis(Impfschema mit 4 Dosen, Protokoll 029)
IgG-Ansprechraten ≥ 0,35 µg/ml IgG-GMCs13-valenter
Differenz in 13-valenter GMC-
Vaxneuvance PCV Vaxneuvance
Prozentpunkten* PCV Verhältnis**
Pneumokokken- (n = 712-716) (n = 677- (n = 712-716)(Vaxneuvance - (n = 677-686) (Vaxneuvance/
Serotyp 686)13-valenter 13-valenter
Beobachtetes Beobachtetes
PCV) PCV)
Ansprechen Ansprechen GMC GMC(95%-KI)* (95%-KI)**
Prozentsatz Prozentsatz13 gemeinsame Serotypen†96,6 99,4 - 2,8 (-4,4; -1,4) 1 , 3 5 2,03 0,66 (0,62;0,72)94,0 86,9 7,1 (4,0; 10,2) 0 , 9 6 0,71 1,35 (1,25;1,46)95,1 97,5 - 2 ,4 (-4,5; -0,4) 1 , 2 3 1,60 0,77 (0,71;0,84)99,2 99,9 - 0,7 (-1,7; 0,1) 2 , 4 9 3,95 0,63 (0,58;0,69)98,7 99,3 - 0,5 (-1,7; 0,6) 3 , 7 0 6,21 0,60 (0,54;6A0,65)98,7 99,3 -0,5 (-1,7; 0,6) 4 , 7 6 6,43 0,74 (0,67;6B0,81)99,6 99,9 -0,3 (-1,1; 0,4) 3 , 4 2 4,85 0,70 (0,65;7F0,77)99,4 99,7 -0,3 (-1,2; 0,6) 2 , 4 0 3,29 0,73 (0,67;9V0,80)99,3 99,6 - 0 ,3 (-1,2; 0,7) 5 , 6 1 6,95 0,81 (0,73;0,89)99,7 99,6 0,2 (-0,6; 1,0) 2 , 6 2 3,08 0,85 (0,78;18C0,93)99,9 99,9 0 ,0 (-0,7; 0,7) 4 , 1 0 5,53 0,74 (0,68;19A0,80)99,7 99,7 0,0 (-0,8; 0,8) 3 , 5 5 4,47 0,79 (0,74;19F0,86)98,6 99,0 - 0 ,4 (-1,7; 0,9) 2 , 0 4 3,32 0,61 (0,56;23F0,68)2 zusätzliche Serotypen in Vaxneuvance99,6 7,2 9 2 , 4 (90,1; 94,2) 7 , 5 2 0,11 68,80 (63,10;22F75,02)98,9 6,2 9 2,7 (90,4; 94,4) 4 , 1 5 0,09 44,91 (41,04;33F49,14)
* Geschätzte Differenz und KI für die Differenz in Prozentpunkten basieren auf der Miettinen&Nurminen-Methode.
** GMC-Verhältnis und KI werden unter Verwendung der t-Distribution berechnet, mit der Schätzung der Varianz aus einemserotypspezifischen, linearen Modell, das die natürlichen log-transformierten Antikörperkonzentrationen als Antwort verwendet, undeinem einzelnen Term für die Impfgruppe.
† Die Schlussfolgerung für eine Nicht-Unterlegenheit für die 13 gemeinsamen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KI> 0,5 für das IgG-GMC-Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV) beträgt.
n = Anzahl der randomisierten und geimpften Probanden, die in die Auswertung eingeschlossen wurden
KI = Konfidenzintervall; GMC = geometrisch mittlere Konzentrationen (µg/ml); IgG = Immunoglobulin G.
Vaxneuvance führt zur Bildung funktioneller Antikörper, wie anhand serotypspezifischer OPA-GMTs30 Tage nach Grundimmunisierung sowie nach erfolgter Boosterdosis ermittelt wurde, die im
Allgemeinen für die 13 mit dem 13-valenten PCV gemeinsamen Serotypen vergleichbar, jedochgeringfügig niedriger sind. Die klinische Relevanz dieser geringfügig niedrigeren Antwort ist nichtbekannt. Die OPA-GMTs für 22F und 33F waren höher bei Probanden, die Vaxneuvance erhielten, im
Vergleich zu Probanden, die den 13-valenten PCV erhielten.
Kleinkinder und Kinder, die ein gemischtes Impfschema aus verschiedenen Pneumokokken-
Konjugatimpfstoffen erhielten
In einer doppelblinden, aktiv kontrollierten, deskriptiven Studie (Protokoll 027) wurden900 Probanden in einem 1:1:1:1:1-Verhältnis randomisiert einer von fünf verschiedenen Impfgruppenzugewiesen, um ein einheitliches oder gemischtes Impfschema mit Pneumokokken-
Konjugatimpfstoffen zu erhalten. In zwei Impfgruppen erhielten die Probanden ein Impfschema mit4 Dosen von entweder Vaxneuvance oder dem 13-valenten PCV. In den anderen drei Impfgruppenwurde die Impfserie mit dem 13-valenten PCV begonnen und bei Dosis 2, Dosis 3 oder Dosis 4 auf
Vaxneuvance umgestellt. Die Probanden erhielten zudem gleichzeitig andere pädiatrische Impfstoffe,einschließlich HBVaxPro (Hepatitis B-Impfstoff [rekombinant]) und RotaTeq (Rotavirus-
Lebendimpfstoff, oral, pentavalent). Die serotypspezifischen IgG-GMCs waren 30 Tage nach der
Boosterdosis für die gemeinsamen 13 Serotypen im Allgemeinen vergleichbar (ermittelt auf Basis der
IgG-GMC-Verhältnisse) bei Probanden, die ein gemischtes Impfschema aus Vaxneuvance und dem13-valenten PCV und jenen, die ein vollständiges Impfschema aus dem 13-valenten PCV erhaltenhatten.
Höhere Titer der Antikörper gegen Serotypen 22F und 33F wurden nur beobachtet, wenn mindestenseine Dosis Vaxneuvance während der Grundimmunisierung von Kleinkindern bzw. als Boosterdosisgegeben wurde.
Immunogeniät bei Frühgeborenen
Die Immunantworten (serotypspezifische IgG und OPA) bei Frühgeborenen, die 4 Dosen eines
Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs im Rahmen von 4 doppelblinden, aktiv kontrollierten Studien(Protokoll 025, Protokoll 027, Protokoll 029 und Protokoll 031) erhielten, stimmten im Allgemeinenmit jenen der Gesamtpopulation gesunder Kleinkinder überein (umfasst frühgeborene undtermingerecht geborene Kleinkinder), die in diesen Studien beobachtet wurden.
Nachhol-Impfschema bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen
In einer doppelblinden, aktiv kontrollierten, deskriptiven Studie (Protokoll 024) wurden 606 Kinder,die bisher noch nicht gegen Pneumokokken geimpft worden waren, nicht vollständig geimpft warenoder ein Impfschema mit einem niedrigervalenten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff abgeschlossenhatten, in 3 unterschiedliche Alterskohorten (7 bis 11 Monate, 12 bis 23 Monate und 24 Monate bis< 18 Jahre) randomisiert, um nach dem altersgemäßen Impfschema 1 bis 3 Dosen Vaxneuvance oderdes 13-valenten PCV zu erhalten. Die Nachhol-Impfung mit Vaxneuvance löste bei Kindern im Altervon 7 Monaten bis < 18 Jahren Immunantworten aus, die für die mit dem 13-valenten PCVgemeinsamen Serotypen vergleichbar und für die zusätzlichen Serotypen 22F und 33F höher waren.
Innerhalb jeder Alterskohorte waren die serotypspezifischen IgG-GMCs 30 Tage nach der letzten
Impfstoff-Dosis im Allgemeinen vergleichbar zwischen den Impfgruppen für die 13 gemeinsamen
Serotypen und höher in der Vaxneuvance-Gruppe für die 2 zusätzlichen Serotypen.
Immunantworten nach subkutaner Anwendung bei Kleinkindern und Kindern
In einer doppelblinden, aktiv kontrollierten, deskriptiven Studie (Protokoll 033) wurden 694 gesundejapanische Kleinkinder im Alter von 2 bis 6 Monaten randomisiert, um entweder Vaxneuvance oderden 13-valenten PCV als subkutane Anwendung in einem Impfschema mit 4 Dosen zu erhalten. Die
Verabreichung der ersten Dosis erfolgte im Alter von 2 bis 6 Monaten, die Verabreichung der zweitenund dritten Dosis erfolgte in einem Abstand von ≥ 27 Tagen nach der jeweils vorhergehenden Dosis.
Die vierte Dosis wurde im Alter von 12 bis 15 Monaten verabreicht. Vaxneuvance löste bei gesunden
Kleinkindern sowie nach der Boosterdosis serotypspezifische Immunantworten (IgG und OPA) aus,die im Allgemeinen für die gemeinsamen Serotypen mit dem 13-valenten PCV vergleichbar und bei
Vaxneuvance für die 2 zusätzlichen Serotypen höher waren.
Klinische Immunogenität bei immunkompetenten Erwachsenen ≥ 18 JahreFünf klinische Studien (Protokoll 007, Protokoll 016, Protokoll 017, Protokoll 019 und Protokoll 021),die in Nord- und Südamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum durchgeführt wurden,untersuchten die Immunogenität von Vaxneuvance bei gesunden und immunkompetenten
Erwachsenen verschiedener Altersgruppen, einschließlich Personen mit oder ohne vorheriger
Pneumokokken-Impfung. Jede klinische Studie schloss Erwachsene mit stabilen Grunderkrankungen(z. B. Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen, chronische Herzerkrankungen, chronische
Lebererkrankungen, chronische Lungenerkrankungen einschließlich Asthma) und/oderverhaltensbedingten Risikofaktoren (z. B. aktueller Tabakkonsum, erhöhter Alkoholkonsum), vondenen bekannt ist, dass sie das Risiko einer Pneumokokken-Erkrankung erhöhen, ein.
In jeder Studie wurde die Immunogenität durch serotypspezifische OPA- und IgG-Immunantworten30 Tage nach der Impfung untersucht. Zu den Studienendpunkten gehörten geometrische mittlere
OPA-Titer (Geometric Mean Titres, GMTs) und geometrische mittlere IgG-Konzentrationen(Geometric Mean Concentrations, GMCs). Die Pivotalstudie (Protokoll 019) zielte darauf ab, die
Nicht-Unterlegenheit der OPA-GMTs für 12 von 13 Serotypen, die Vaxneuvance mit dem 13-valenten
Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff gemeinsam hat, zu zeigen, sowie die Nicht-
Unterlegenheit und Überlegenheit für den gemeinsamen Serotyp 3 als auch die Überlegenheit für diezusätzlichen in Vaxneuvance enthaltenen Serotypen 22F und 33F. Die Bewertung der Überlegenheitvon Vaxneuvance gegenüber dem 13-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoffbasierte auf den Vergleichen der OPA-GMTs zwischen den verschiedenen Gruppen und dem Anteilder Probanden mit einem ≥ 4-fachen Anstieg der serotypspezifischen OPA-Titer von vor der Impfungbis 30 Tage nach der Impfung.
Pneumokokken-Impfstoff-naive ErwachseneIn der doppelblinden, aktiv kontrollierten Pivotalstudie (Protokoll 019) wurden1 205 immunkompetente, Pneumokokken-Impfstoff-naive Probanden ≥ 50 Jahre randomisiert, um
Vaxneuvance oder den 13-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff zu erhalten. Dasmediane Alter der Probanden betrug 66 Jahre (Spannbreite: 50 bis 92 Jahre), mit etwa 69 % über65 Jahren und etwa 12 % über 75 Jahren. 57,3 % waren weiblich und 87 % hatten mindestens eine
Vorerkrankung.
Die Studie zeigte, dass Vaxneuvance dem 13-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-
Konjugatimpfstoff für die 13 gemeinsamen Serotypen nicht unterlegen ist und für die 2 zusätzlichen
Serotypen sowie für den gemeinsamen Serotyp 3 überlegen ist. Tabelle 6 fasst die OPA-GMTs30 Tage nach der Impfung zusammen. Die IgG-GMCs stimmten im Allgemeinen mit den Ergebnissenüberein, die für die OPA-GMTs beobachtet wurden.
Tabelle 6: Serotypspezifische OPA-GMTs 30 Tage nach Impfung bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Erwachsenen ≥ 50 Jahre (Protokoll 019)
Pneumokokken- Vaxneuvance 13-valenter PCV GMT-Verhältnis*
Serotyp (N = 602) (N = 600) (Vaxneuvance/13-valenter PCV)n GMT* n GMT* (95 %-KI)*13 gemeinsame Serotypen†1 598 256,3 598 322,6 0,79 (0,66; 0,96)3‡ 598 216,2 598 135,1 1,60 (1,38; 1,85)4 598 1 125,6 598 1 661,6 0,68 (0,57; 0,80)5 598 447,3 598 563,5 0,79 (0,64; 0,98)6A 596 5 407,2 598 5 424,5 1,00 (0,84; 1,19)6B 598 4 011,7 598 3 258,2 1,23 (1,02; 1,48)7F 597 4 617,3 598 5 880,6 0,79 (0,68; 0,90)9V 598 1 817,3 597 2 232,9 0,81 (0,70; 0,94)14 598 1 999,3 598 2 656,7 0,75 (0,64; 0,89)18C 598 2 757,7 598 2 583,7 1,07 (0,91; 1,26)19A 598 3 194,3 598 3 979,8 0,80 (0,70; 0,93)19F 598 1 695,1 598 1 917,8 0,88 (0,76; 1,02)23F 598 2 045,4 598 1 740,4 1,18 (0,96; 1,44)2 zusätzliche Serotypen in Vaxneuvance§22F 594 2 375,2 586 74,6 31,83 (25,35; 39,97)33F 598 7 994,7 597 1 124,9 7,11 (6,07; 8,32)
*GMTs, GMT-Verhältnis und 95%-KI werden anhand eines cLDA-Modells geschätzt.†Die Schlussfolgerung für eine Nicht-Unterlegenheit für die 13 gemeinsamen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KIfür das geschätzte GMT-Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV) > 0,5 beträgt.‡ Die Schlussfolgerung für eine Überlegenheit für Serotyp 3 basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KI für das geschätzte GMT-
Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV) > 1,2 beträgt.§Die Schlussfolgerung für eine Überlegenheit für die 2 zusätzlichen Serotypen basiert darauf, dass die untere Grenze des 95%-KI für dasgeschätzte GMT-Verhältnis (Vaxneuvance/13-valenter PCV) > 2,0 beträgt.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Probanden; n = Anzahl der Probanden, die in die Auswertung eingeschlossen wurden.
KI = Konfidenzintervall; cLDA = constrained longitudinal data analysis; GMT = geometrischer mittlerer Titer (1/dil);
OPA = opsonophagozytische Aktivität; PCV = Pneumokokken-Konjugatimpfstoff.
In einer doppelblinden, deskriptiven Studie (Protokoll 017) wurden 1 515 immunkompetente
Probanden im Alter von 18 bis 49 Jahren mit oder ohne Risikofaktoren für Pneumokokken-
Erkrankungen im Verhältnis 3:1 randomisiert und erhielten Vaxneuvance oder den 13-valenten
Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff, gefolgt von PPV23 6 Monate später.
Risikofaktoren für Pneumokokken-Erkrankungen beinhalteten: Diabetes mellitus, chronische
Herzerkrankungen einschließlich Herzinsuffizienz, chronische Lebererkrankungen mit kompensierter
Zirrhose, chronische Lungenerkrankungen einschließlich persistierendem Asthma und chronischobstruktive Lungenerkrankung (COPD), aktueller Tabakkonsum und erhöhter Alkoholkonsum.
Insgesamt hatten von jenen, die Vaxneuvance erhielten, 285 (25,2 %) keinen Risikofaktor, 620(54,7 %) hatten 1 Risikofaktor, und 228 (20,1 %) hatten 2 oder mehr Risikofaktoren.
Vaxneuvance löste Immunantworten gegen alle 15 im Impfstoff enthaltenen Serotypen aus, wieanhand der OPA-GMTs (Tabelle 7) und IgG-GMCs ermittelt wurde. Die OPA-GMTs und IgG-GMCswaren zwischen den beiden Impfgruppen für die 13 gemeinsamen Serotypen im Allgemeinenvergleichbar, und in der Vaxneuvance-Gruppe für die 2 zusätzlichen Serotypen höher. Nach der
Impfung mit PPV23 waren die OPA-GMTs und IgG-GMCs für alle 15 Serotypen zwischen denbeiden Impfgruppen im Allgemeinen vergleichbar.
In einer Subgruppenanalyse auf Basis der Anzahl der angegebenen Risikofaktoren löste Vaxneuvance
Immunantworten gegen alle 15 Serotypen aus, die im Impfstoff enthalten sind, ermittelt über OPA-
GMTs und IgG-GMCs 30 Tage nach der Impfung bei Erwachsenen ohne, mit 1, 2 oder mehr
Risikofaktoren. Die Ergebnisse in jeder Subgruppe waren im Allgemeinen mit jenen konsistent, die inder gesamten Studienpopulation beobachtet wurden. Die sequentielle Verabreichung von
Vaxneuvance, gefolgt von PPV23 6 Monate später, war ebenfalls immunogen für alle 15 Serotypen,die in Vaxneuvance enthalten sind.
Tabelle 7: Serotypspezifische OPA-GMTs 30 Tage nach Impfung bei Pneumokokken-Impfstoff-naiven Erwachsenen im Alter von 18 bis 49 Jahren mit oder ohne Risikofaktoren für
Pneumokokken-Erkrankungen (Protokoll 017)
Pneumokokken- Vaxneuvance 13-valenter PCV
Serotyp (N = 1 133) (N = 379)n Beobachteter 95 %-KI* n Beobachteter 95 %-KI*
GMT GMT13 gemeinsame Serotypen1 1 019 268,6 (243,7; 296,0) 341 267,2 (220,4; 323,9)3 1 004 199,3 (184,6; 215,2) 340 150,6 (130,6; 173,8)4 1 016 1 416,0 (1 308,9; 1 531,8) 342 2 576,1 (2 278,0; 2 913,2)5 1 018 564,8 (512,7; 622,2) 343 731,1 (613,6; 871,0)6A 1 006 12 928,8 (11 923,4; 14 019,0) 335 11 282,4 (9 718,8; 13 097,5)6B 1 014 10 336,9 (9 649,4; 11 073,4) 342 6 995,7 (6 024,7; 8 123,2)7F 1 019 5 756,4 (5 410,4; 6 124,6), 342 7 588,9 (6 775,3; 8 500,2)9V 1 015 3 355,1 (3 135,4; 3 590,1) 343 3 983,7 (3 557,8; 4 460,7)14 1 016 5 228,9 (4 847,6; 5 640,2) 343 5 889,8 (5 218,2; 6 647,8)18C 1 014 5 709,0 (5 331,1; 6 113,6) 343 3 063,2 (2 699,8; 3 475,5)19A 1 015 5 369,9 (5 017,7; 5 746,8) 343 5 888,0 (5 228,2; 6 631,0)19F 1 018 3 266,3 (3 064,4; 3 481,4) 343 3 272,7 (2 948,2; 3 632,9)23F 1 016 4 853,5 (4 469,8; 5 270,2) 340 3 887,3 (3 335,8; 4 530,0)2 zusätzliche Serotypen in Vaxneuvance22F 1 005 3 926,5 (3 645,9; 4 228,7) 320 291,6 (221,8; 383,6)33F 1 014 11 627,8 (10 824,6; 12 490,7) 338 2 180,6 (1 828,7; 2 600,2)
*Die 95%-KIs innerhalb der Gruppe werden durch die Potenzierung der KIs des Mittelwerts der natürlichen Log-Werte auf Basis dert-Distribution errechnet.
N = Anzahl der randomisierten und geimpften Probanden; n = Anzahl der Probanden, die in die Auswertung eingeschlossen wurden.
KI = Konfidenzintervall; GMT = geometrischer mittlerer Titer (1/dil); OPA = opsonophagozytische Aktivität; PCV = Pneumokokken-
Konjugatimpfstoff.
Sequentielle Verabreichung von Pneumokokken-Impfstoffen bei ErwachsenenDie sequentielle Verabreichung von Vaxneuvance gefolgt von PPV23 wurde in Protokoll 016,
Protokoll 017 (siehe Abschnitt 5.1, Pneumokokken-Impfstoff-naive Erwachsene) und Protokoll 018(siehe Abschnitt 5.1, HIV-infizierte Erwachsene) untersucht.
In einer doppelblinden, aktiv kontrollierten Studie (Protokoll 016) wurden 652 Pneumokokken-
Impfstoff-naive Probanden ≥ 50 Jahre randomisiert, um Vaxneuvance oder den 13-valenten
Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff zu erhalten, gefolgt von PPV23 ein Jahr später.
Nach der Impfung mit PPV23 waren die OPA-GMTs und IgG-GMCs zwischen den beiden
Impfgruppen für alle 15 Serotypen in Vaxneuvance vergleichbar.
Die durch Vaxneuvance ausgelösten Immunantworten hielten bis zu 12 Monate nach der Impfung an,wie anhand der OPA-GMTs und IgG-GMCs ermittelt wurde. Die serotypspezifischen OPA-GMTsnahmen über die Zeit ab, da sie in Monat 12 niedriger waren als an Tag 30; sie blieben jedoch überdem Wert bei Studienbeginn für alle in Vaxneuvance oder im 13-valenten Pneumokokken-
Polysaccharid-Konjugatimpfstoff enthaltenen Serotypen. Die OPA-GMTs und IgG-GMCs waren im
Allgemeinen vergleichbar zwischen den Behandlungsgruppen in Monat 12 für die 13 gemeinsamen
Serotypen, und höher für die 2 zusätzlichen Serotypen bei Probanden, die Vaxneuvance erhaltenhatten.
Erwachsene mit vorheriger Pneumokokken-ImpfungIn einer doppelblinden, deskriptiven Studie (Protokoll 007) wurden 253 Probanden ≥ 65 Jahre, diemindestens ein Jahr vor Einschluss in die Studie mit PPV23 geimpft worden waren, randomisiert, um
Vaxneuvance oder den 13-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff zu erhalten.
Die IgG-GMCs und OPA-GMTs waren zwischen den beiden Impfgruppen für die 13 gemeinsamen
Serotypen im Allgemeinen vergleichbar und für die 2 zusätzlichen Serotypen in der Vaxneuvance-
Gruppe höher.
In einer klinischen Studie, in der ein anderer PCV ≤ 1 Jahr nach PPV23 verabreicht wurde, wurden im
Vergleich zu den beobachteten Immunantworten, wenn PCV entweder alleine oder vor PPV23angewandt wurde, verminderte Immunantworten gegenüber den gemeinsamen Serotypen beobachtet.
Die klinische Signifikanz hiervon ist nicht bekannt.
Klinische Immunogenität bei besonderen PersonengruppenHIV-infizierte Kinder
In einer doppelblinden, deskriptiven Studie (Protokoll 030) wurde Vaxneuvance bei 203 HIV-infizierten Kindern im Alter von 6 bis < 18 Jahren untersucht. Von diesen Kindern hatten 17 (8,4 %)eine CD4+ T-Zellzahl von < 500 Zellen/µl und einen HIV-Ribonukleinsäure(RNA)-Wert im Plasmavon < 50.000 Kopien/ml. In dieser Studie wurden 407 Probanden randomisiert und erhielten entwedereine Einzeldosis Vaxneuvance oder 13-valenten PCV, gefolgt von PPV23 2 Monate später.
Vaxneuvance war immunogen, was anhand von serotypspezifischen IgG-GMCs und OPA-GMTs30 Tage nach der Impfung für alle 15 in Vaxneuvance enthaltenen Serotypen ermittelt wurde. Dieserotypspezifischen IgG-GMCs und OPA-GMTs waren für die 13 gemeinsamen Serotypen im
Allgemeinen vergleichbar und für die 2 zusätzlichen Serotypen (22F und 33F) höher. Nach dersequentiellen Gabe von PPV23 waren die IgG-GMCs und OPA-GMTs 30 Tage nach der Impfung füralle 15 in Vaxneuvance enthaltenen Serotypen zwischen den beiden Impfgruppen im Allgemeinenvergleichbar.
HIV-infizierte ErwachseneIn einer doppelblinden, deskriptiven Studie (Protokoll 018) wurden 302 Pneumokokken-Impfstoff-naive Probanden ≥ 18 Jahre mit HIV-Infektion und einer CD4+ T-Zellzahl ≥ 50 Zellen/µl und HIV-
Ribonukleinsäure (RNA) im Plasma < 50.000 Kopien/ml, randomisiert, um Vaxneuvance oder den13-valenten Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff zu erhalten, gefolgt von PPV232 Monate später. Die Mehrheit der Probanden hatte eine CD4+ T-Zellzahl ≥ 200 Zellen/µl; 4 (1,3 %)hatten eine CD4+ T-Zellzahl ≥ 50 bis < 200 Zellen/µl, 152 (50,3 %) hatten eine CD4+ T-Zellzahl≥ 200 bis < 500 Zellen/µl, und 146 (48,3 %) hatten eine CD4+ T-Zellzahl ≥ 500 Zellen/µl.
Vaxneuvance löste auf alle 15 im Impfstoff enthaltenen Serotypen Immunantworten aus, die auf Basisvon OPA-GMTs und IgG-GMCs 30 Tage nach der Impfung bestimmt wurden. Bei den HIV-infizierten Probanden waren die beobachteten Immunantworten im Vergleich zu den gesunden
Probanden durchgehend geringer, jedoch zwischen den beiden Impfstoff-Gruppen vergleichbar, mit
Ausnahme von Serotyp 4. OPA-GMT und IgG-GMC für Serotyp 4 waren bei Vaxneuvance niedriger.
Nach der sequentiellen Verabreichung mit PPV23 waren die OPA-GMTs und IgG-GMCs zwischenden beiden Impfgruppen für alle 15 Serotypen im Allgemeinen vergleichbar.
Kinder mit Sichelzellkrankheit
In einer doppelblinden, deskriptiven Studie (Protokoll 023) wurde Vaxneuvance bei Kindern mit
Sichelzellkrankheit im Alter von 5 bis < 18 Jahre untersucht. Probanden, die in diese Studieeingeschlossen wurden, hatten gegebenenfalls in den ersten zwei Lebensjahren eine Standardimpfunggegen Pneumokokken erhalten, sie hatten jedoch keinen Pneumokokkenimpfstoff in den drei Jahrenvor Studieneintritt erhalten. Insgesamt wurden 104 Probanden im Verhältnis 2:1 randomisiert, umentweder eine Einzeldosis Vaxneuvance oder 13-valenten PCV zu erhalten. Vaxneuvance warimmunogen, was anhand der serotypspezifischen IgG-GMCs und OPA-GMTs 30 Tage nach der
Impfung für alle 15 in Vaxneuvance enthaltenen Serotypen ermittelt wurde. Die serotypspezifischen
IgG-GMCs und OPA-GMTs waren zwischen beiden Impfgruppen für die 13 gemeinsamen Serotypenim Allgemeinen vergleichbar und bei Vaxneuvance für die 2 zusätzlichen Serotypen 22F und 33Fhöher.
Kinder und Erwachsene, die Empfänger einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation sind
In einer doppelblinden, deskriptiven Studie (Protokoll 022) wurde Vaxneuvance bei Erwachsenen und
Kindern ≥ 3 Jahren untersucht, die 3 bis 6 Monate vor Studieneinschluss eine allogenehämatopoetische Stammzelltransplantation (allo-HSZT) erhalten hatten. In dieser Studie wurden277 Probanden randomisiert, um entweder 3 Dosen Vaxneuvance oder 13-valenten PCV in einemzeitlichen Abstand von jeweils einem Monat zu erhalten. Patienten ohne chronische Graft-versus-
Host-Erkrankung (cGvHD) erhielten 12 Monate nach der allogenen HSZT eine Einzeldosis PPV23und Probanden mit cGvHD eine vierte Dosis Vaxneuvance oder 13-valenten PCV. Vaxneuvance warbei Empfängern einer allogenen HSZT immunogen, wie 30 Tage nach der dritten Dosis von
Vaxneuvance für alle 15 im Impfstoff enthaltenen Serotypen durch die IgG-GMCs und OPA-GMTsermittelt wurde. Die serotypspezifischen IgG-GMCs und OPA-GMTs waren zwischen beiden
Impfgruppen für die 13 gemeinsamen Serotypen im Allgemeinen vergleichbar und bei Vaxneuvancefür die 2 zusätzlichen Serotypen (22F und 33F) höher. Ebenso waren bei Probanden, die 12 Monatenach der allogenen HSZT entweder Vaxneuvance oder den 13-valenten PCV erhalten hatten, die IgG-
GMCs und OPA-GMTs 30 Tage nach der Impfung zwischen den beiden Impfgruppen für die 13gemeinsamen Serotypen im Allgemeinen vergleichbar und bei Vaxneuvance für die 2 zusätzlichen
Serotypen (22F und 33F) höher. Bei Probanden, die 12 Monate nach der allogenen HSZT PPV23erhalten hatten, waren die IgG-GMCs und OPA-GMTs 30 Tage nach der Impfung zwischen denbeiden Impfgruppen für alle 15 in Vaxneuvance enthaltenen Serotypen im Allgemeinen vergleichbar.