Angewendet bei: hämatologische Malignome
Substanz: Rituximab (monoklonaler Antikörper)
ATC: L01FA01 (ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | Monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate | Cd20 (Cluster of Differentiation 20)-Inhibitoren)
Rituximab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung verschiedener Autoimmunerkrankungen und hämatologischer Krebserkrankungen wie Non-Hodgkin-Lymphom, chronische lymphatische Leukämie und rheumatoide Arthritis eingesetzt wird. Es wirkt, indem es das CD20-Protein auf der Oberfläche von B-Lymphozyten anvisiert und deren Zerstörung durch immunologische Mechanismen bewirkt.
Rituximab wird intravenös verabreicht, in der Regel in Zyklen, und wird entweder als Monotherapie oder in Kombination mit anderen chemotherapeutischen oder immunsuppressiven Wirkstoffen eingesetzt. Es ist indiziert, um die Krankheitsaktivität zu reduzieren, die Remission zu verlängern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Häufige Nebenwirkungen sind Infusionsreaktionen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Müdigkeit. In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen wie schwere Infektionen, Reaktivierung von Hepatitis B oder progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) auftreten. Eine sorgfältige Überwachung der Patienten während und nach der Verabreichung ist unerlässlich.
Rituximab ist eine wertvolle therapeutische Option für Patienten mit Autoimmunerkrankungen und hämatologischen Krebserkrankungen und bietet signifikante Vorteile bei der Krankheitskontrolle und der Verlängerung des Überlebens.