Angewendet bei: Prävention von Meningokokken-Erkrankungen
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Meningokokken-Gruppe-B-Impfstoff (rekombinant, adsorbiert) (Impfstoff)
ATC: J07AH09 (Antiinfektiva zur Systemischen Anwendung | Impfstoffe | Bakterielle Impfstoffe | Meningokokken-Impfstoffe)
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Gemäß Packungsbeilage im Kühlschrank aufbewahren.
Vor Licht geschützt aufbewahren.
Der Meningokokken-Impfstoff der Gruppe B (rekombinant, adsorbiert) wird zur Vorbeugung von Infektionen durch Neisseria meningitidis Serogruppe B eingesetzt, ein Bakterium, das Meningitis und Sepsis verursachen kann. Der Impfstoff enthält rekombinante Proteine, die aus der Serogruppe B abgeleitet sind und das Immunsystem stimulieren, spezifische Antikörper gegen diese Serogruppe zu produzieren.
Der Impfstoff wird intramuskulär verabreicht, in der Regel in zwei oder drei Dosen, abhängig vom Alter des Patienten und dem empfohlenen Impfplan. Er ist insbesondere für Säuglinge, Jugendliche und Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko indiziert.
Häufige Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit und Reizbarkeit. In seltenen Fällen können schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten.
Der Meningokokken-Impfstoff der Gruppe B (rekombinant, adsorbiert) ist eine wesentliche Präventionsmaßnahme zur Verringerung der Inzidenz von Meningokokken-Erkrankungen, die durch die Serogruppe B verursacht werden, und trägt dazu bei, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und schwere Komplikationen im Zusammenhang mit diesen Infektionen zu verhindern.
Preis
Zuzahlung
Patient
470.57 RON
470.57 RON
0.00 RON
Trumenba Injektionssuspension in einer Fertigspritze
Meningokokken-Gruppe B-Impfstoff (rekombinant, adsorbiert)
1 Dosis (0,5 ml) enthält:
Neisseria meningitidis Serogruppe B fHbp Unterfamilie A1,2,3 60 Mikrogramm
Neisseria meningitidis Serogruppe B fHbp Unterfamilie B1,2,3 60 Mikrogramm1 rekombinantes lipidiertes fHbp (Faktor H-bindendes Protein)2 hergestellt in Escherichia coli-Zellen mittels rekombinanter DNA-Technologie3 adsorbiert an Aluminiumphosphat (0,25 mg Aluminium pro Dosis)
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungTrumenba enthält 0,018 mg Polysorbat 80 pro 0,5 ml Dosis entsprechend 0,035 mg/ml Polysorbat 80.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionssuspension
Weiße, flüssige Suspension
Trumenba wird angewendet zur aktiven Immunisierung von Personen ab einem Alter von 10 Jahrenzur Prävention von invasiven Meningokokken-Erkrankungen durch Neisseria meningitidis der
Serogruppe B.
Siehe Abschnitt 5.1 bezüglich Informationen zur Immunantwort gegenüber speziellen Stämmen der
Serogruppe B.
Die Anwendung dieses Impfstoffs sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen erfolgen.
Grundimmunisierung2 Dosen: (je 0,5 ml), die im Abstand von 6 Monaten verabreicht werden (siehe Abschnitt 5.1).
3 Dosen: 2 Dosen (je 0,5 ml), die im Abstand von mindestens 1 Monat verabreicht werden, gefolgtvon einer 3. Dosis mindestens 4 Monate nach der 2. Dosis (siehe Abschnitt 5.1).
Auffrischungsimpfung
Nach beiden Dosierungsschemata sollte für Personen mit fortbestehendem Risiko einer invasiven
Meningokokken-Erkrankung eine Auffrischungsimpfung in Betracht gezogen werden (siehe
Abschnitt 5.1).
Andere pädiatrische Gruppen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Trumenba bei Kindern unter 10 Jahren wurden nichtnachgewiesen. Aktuell verfügbare Daten zu Säuglingen werden in Abschnitt 4.8 und zu Kindern im
Alter von 1 bis 9 Jahren in den Abschnitten 4.8 und 5.1 beschrieben. Eine Dosierungsempfehlungkann jedoch nicht gegeben werden, da die Daten begrenzt sind.
Aufgrund von Sicherheitsbedenken darf Trumenba nicht bei Säuglingen im Alter von 2 bis 6 Monatenangewendet werden (siehe Abschnitt 4.8).
Art der AnwendungNur zur intramuskulären Injektion. Die bevorzugte Injektionsstelle ist der Deltamuskel des Oberarms.
Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Verabreichung, siehe Abschnitt 6.6.
Es liegen keine Daten zur Austauschbarkeit von Trumenba mit anderen Impfstoffen gegen
Meningokokken der Gruppe B vor, um die Impfserie abzuschließen.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
ÜberempfindlichkeitFür den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung des Impfstoffs sollten jederzeitgeeignete medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten unmittelbar zur Verfügungstehen.
Synkope
Wie bei anderen injizierbaren Impfstoffen kann bei der Verabreichung von Trumenba eine Synkope(Ohnmacht) auftreten. Um Verletzungen infolge einer Ohnmacht zu vermeiden, sollten entsprechende
Vorkehrungen getroffen werden.
Bestehende akute Erkrankung
Bei Personen, die unter einer akuten, schweren fiebrigen Erkrankung leiden, sollte die Impfung aufeinen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Bei leichten Infekten, beispielsweise bei einer Erkältung,braucht die Impfung jedoch nicht verschoben zu werden.
Intramuskuläre Injektionen
Trumenba darf nicht intravenös, intradermal oder subkutan verabreicht werden.
Bei Personen mit Thrombozytopenie oder einer anderen Blutgerinnungsstörung, bei der eineintramuskuläre Injektion kontraindiziert ist, darf Trumenba nur dann verabreicht werden, wenn derpotenzielle Nutzen das Risiko einer Injektion deutlich überwiegt.
Veränderte Immunkompetenz
Bei immungeschwächten Personen, einschließlich Personen unter einer immunsuppressiven Therapie,kann die Immunantwort auf Trumenba vermindert sein. Daten zur Immunogenität bei Personen mit
Komplementdefizienz oder Funktionsstörungen der Milz liegen vor (siehe Abschnitt 5.1).
Personen mit angeborener Komplementdefizienz (zum Beispiel C5- oder C3-Mangel) sowie Personen,die mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Aktivierung des terminalen Komplements hemmen(z. B. Eculizumab), haben ein erhöhtes Risiko einer durch Neisseria meningitidis der Serogruppe Bverursachten invasiven Erkrankung, auch wenn sie Antikörper nach der Impfung mit Trumenbaentwickeln.
Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen
Wie bei allen Impfstoffen sind auch nach einer Impfung mit Trumenba möglicherweise nicht alle
Geimpften geschützt.
Grenzen klinischer Studien
Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Trumenba bei Personen im Alter von 40 bis 65 Jahrenund keine Daten zur Anwendung von Trumenba bei Personen über 65 Jahren vor.
Sonstige BestandteileDieser Impfstoff enthält Polysorbat 80 (siehe Abschnitt 2). Polysorbat 80 kann allergische Reaktionenhervorrufen.
Dieser Impfstoff enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis. Patienten unter einernatriumarmen Diät können informiert werden, dass dieser Impfstoff nahezu 'natriumfrei“ ist.
Trumenba kann gleichzeitig mit jedem der folgenden Impfstoffe verabreicht werden: Impfstoff mit
Tetanustoxoid, Diphtherietoxoid (reduzierter Antigengehalt), Pertussis (azellulär) und inaktiviertem
Poliovirus (Tdap-IPV); quadrivalenter Impfstoff gegen humane Papillomaviren (HPV4);
Meningokokken-Serogruppen A, C, W, Y-Konjugatimpfstoff (MenACWY); Impfstoff mit
Tetanustoxoid, Diphtherietoxoid (reduzierter Antigengehalt) und Pertussis (azellulär, adsorbiert)(Tdap).
Bei gleichzeitiger Gabe mit anderen Impfstoffen muss Trumenba an einer separaten Injektionsstelleverabreicht werden.
Trumenba darf nicht mit anderen Impfstoffen in derselben Spritze gemischt werden.
Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Trumenba bei Schwangeren vor. Daspotenzielle Risiko für Schwangere ist unbekannt. Die Impfung sollte jedoch nicht vorenthaltenwerden, wenn ein deutliches Risiko einer Meningokokkeninfektion besteht.
Bei weiblichen Kaninchen durchgeführte Reproduktionsstudien ergaben keine Hinweise auf eine
Beeinträchtigung der weiblichen Fertilität oder eine Schädigung des Fötus aufgrund von Trumenba.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Trumenba in die Muttermilch übergeht. Trumenba darf nur während der
Stillzeit angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen gegenüber den potenziellen Risikenüberwiegt.
FertilitätTierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf die weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
Trumenba wurde nicht hinsichtlich der Beeinträchtigung der männlichen Fertilität untersucht.
Trumenba hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der in Abschnitt 4.8 genannten Wirkungen könnenjedoch vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinenbeeinträchtigen.
Das dargestellte Sicherheitsprofil basiert auf einer Analyse von etwa 17 000 Studienteilnehmern (im
Alter von 1 Jahr und älter), die in abgeschlossenen klinischen Studien mit mindestens einer Dosis
Trumenba geimpft wurden.
Bei mehr als 16 000 untersuchten Studienteilnehmern im Alter von ≥ 10 Jahren waren die amhäufigsten beobachteten Nebenwirkungen Kopfschmerzen, Diarrhö, Übelkeit, Muskelschmerzen,
Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost sowie Schmerzen, Schwellung und Rötung an der
Injektionsstelle.
Die nach der Auffrischungsimpfung bei 301 Patienten im Alter von 15 bis 23 Jahren aufgetretenen
Nebenwirkungen waren ähnlich den Nebenwirkungen, die während der Grundimmunisierung mit
Trumenba ungefähr 4 Jahre zuvor auftraten.
Auflistung der Nebenwirkungen
Die in klinischen Studien von Teilnehmern im Alter von 10 Jahren und älter berichteten
Nebenwirkungen werden nach abnehmender Häufigkeit und abnehmendem Schweregrad aufgeführt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100)
Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000)
Sehr selten (< 1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekannt: Allergische Reaktionen*
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufig: Kopfschmerzen
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig: Diarrhö; Übelkeit
Häufig: Erbrechen
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSehr häufig: Muskelschmerzen (Myalgie); Gelenkschmerzen (Arthralgie)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig: Schüttelfrost; Müdigkeit; Rötung (Erythem), Schwellung (Induration) und
Schmerzen an der InjektionsstelleHäufig: Fieber ≥ 38 °C (Pyrexie)
* Nach der Markteinführung berichtet. Da diese Nebenwirkung aus der Spontanberichterstattungstammt, konnte die Häufigkeit nicht bestimmt werden, weshalb sie als nicht bekannt betrachtet wird.
Pädiatrische Gruppen im Alter von < 10 Jahren
Kinder/Kleinkinder
In einer Studie mit 294 Kindern im Alter von 2 bis 9 Jahren traten die folgenden Nebenwirkungen mitder Häufigkeit 'sehr häufig“ (≥ 1/10) auf: Kopfschmerzen, Diarrhö, Erbrechen, Muskelschmerzen,
Gelenkschmerzen, Fieber, Müdigkeit sowie Schmerzen, Schwellung und Rötung an der
Injektionsstelle. Bei 24,5 % der Teilnehmer wurde Fieber (≥ 38 °C) berichtet.
In einer Studie mit 220 Kleinkindern im Alter von 1 bis < 2 Jahren traten die folgenden
Nebenwirkungen mit der Häufigkeit 'sehr häufig“ (≥ 1/10) auf: Benommenheit, Reizbarkeit (Unruhe),
Appetitlosigkeit oder verminderter Appetit, Fieber sowie Schmerzen, Schwellung und Rötung an der
Injektionsstelle. Bei 37,3 % der Teilnehmer wurde Fieber (≥ 38 °C) berichtet.
In klinischen Studien trat Fieber (≥ 38 °C) desto häufiger auf, je jünger die Teilnehmer waren. Die
Fieberreaktion nach der Impfung folgte einem vorhersehbaren Verlaufsmuster: Das Fieber tratinnerhalb von 2 bis 4 Tagen auf, hielt 1 Tag lang an und war leicht bis mittelschwer. Rate und
Schweregrad des Fiebers nahmen tendenziell mit den nachfolgenden Trumenba-Impfungen ab.
Auffrischungsimpfung bei Kindern
Die nach der Auffrischungsimpfung bei 147 Studienteilnehmern im Alter von 3 bis 5 Jahrenaufgetretenen Nebenwirkungen waren ähnlich den Nebenwirkungen, die während der
Grundimmunisierung mit Trumenba ungefähr 2 Jahre zuvor auftraten.
Säuglinge im Alter von unter 1 JahrIn einer Studie an 115 Säuglingen im Alter von 2 Monaten und 48 Säuglingen im Alter von6 Monaten, die Trumenba oder einen in der Prüfung befindlichen Trumenba enthaltenden
Kombinationsimpfstoff gegen Meningokokken zusammen mit für diese Altersgruppe zugelassenen
Impfstoffen erhielten, traten die folgenden Nebenwirkungen mit der Häufigkeit 'sehr häufig“ (≥ 1/10)auf: Benommenheit, Reizbarkeit (Unruhe), Appetitlosigkeit oder verminderter Appetit, Fieber sowie
Schmerzen, Schwellung und Rötung an der Injektionsstelle.
Bei 74 % der Teilnehmer wurde Fieber (≥ 38 °C) berichtet, wobei das Fieber bei 69 % der Teilnehmer(33 von 48) im Alter von 6 Monaten und bei 76 % der Teilnehmer (87 von 115) im Alter von2 Monaten auftrat. Fälle von Fieber > 38,9 °C bis 40,0 °C waren trotz der Anwendung von
Paracetamol in beiden Altersgruppen sehr häufig (12,0 bis 25,0 %). Rate und Schweregrad des Fiebersnahmen bei den jüngsten Säuglingen mit der zweiten Impfung nicht ab.
Die Studie wurde abgebrochen, da zwei Säuglinge im Alter von 2 Monaten nach der ersten Impfung
Fieber (39,3 °C bzw. 39 °C) entwickelten, das trotz Anwendung von Antipyretika ärztlich behandeltwerden musste und weitere Untersuchungen, einschließlich einer Lumbalpunktion, nach sich zog. Die
Liquoranalyse zeigte eine Pleozytose ohne positive mikrobiologische Testergebnisse bei 1 Säugling.
Beide Fälle wurden als vermutete Infektionen behandelt. Bei beiden Säuglingen klangen die
Symptome ab. Daten nach der Markteinführung ergaben 3 weitere Fälle, in denen Säuglinge im Altervon 1 bis 3 Monaten Fieber entwickelten, das ärztlich behandelt werden musste und weitere
Untersuchungen, einschließlich einer Lumbalpunktion 1 Tag nach der Verabreichung von Trumenba,nach sich zog. Die Liquoranalyse zeigte in 2 Fällen keine Pleozytose und in einem Fall eine
Pleozytose ohne positives mikrobiologisches Testergebnis.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Überdosierungen vor. Im Fall einer Überdosierung wird die
Überwachung der Vitalfunktionen und, falls erforderlich, eine symptomatische Behandlungempfohlen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe; ATC-Code: J07AH09
WirkmechanismusTrumenba ist ein Impfstoff, der aus zwei rekombinanten, lipidierten Varianten des Faktor-H-bindenden Proteins (fHbp) besteht. fHbp befindet sich an der Oberfläche von Meningokokken-
Bakterien und hilft den Bakterien, die Immunabwehr des Wirts zu umgehen. fHbp-Varianten lassensich in zwei immunologisch unterschiedliche Unterfamilien, A und B, unterteilen, und über 96 % der
Meningokokken-Isolate der Serogruppe B in Europa exprimieren fHbp-Varianten dieser beiden
Unterfamilien auf der Bakterienoberfläche.
Die Immunisierung mit Trumenba, das von beiden Unterfamilien A und B jeweils eine fHbp-Varianteenthält, soll die Produktion bakterizider Antikörper stimulieren, die das von Meningokokkenexprimierte fHbp erkennen. Der Meningococcal Antigen Surface Expression (Oberflächenexpressionvon Meningokokken-Antigenen; MEASURE)-Assay wurde entwickelt, um den Grad der fHbp-
Oberflächenexpression mit der Abtötung von Meningokokken-Stämmen der Gruppe B in Serum-
Bakterizidie-Tests mit humanem Komplement (human serum bactericidal assays, hSBAs) in
Beziehung zu setzen. Eine Untersuchung von mehr als 2 150 verschiedenen Isolaten invasiver
Meningokokken der Serogruppe B, die im Zeitraum 2000 bis 2014 in 7 europäischen Ländern, den
USA und Kanada gesammelt wurden, zeigte, dass über 91 % aller Isolate von Meningokokken der
Serogruppe B ausreichende Mengen fHbp exprimierten, um von der bakteriziden Abtötung durchimpfstoffinduzierte Antikörper erfasst werden zu können.
Klinische WirksamkeitDie Wirksamkeit von Trumenba wurde nicht im Rahmen von klinischen Studien untersucht. Die
Wirksamkeit des Impfstoffs wurde durch den Nachweis der Induktion von bakteriziden Serum-
Antikörperantworten auf vier Meningokokken-Teststämme der Serogruppe B abgeleitet (siehe
Abschnitt 'Immunogenität“). Die vier Teststämme exprimieren fHbp-Varianten, welche die zwei
Unterfamilien (A und B) vertreten, und sind zusammengenommen repräsentativ für Meningokokken-
Stämme der Serogruppe B, die eine invasive Erkrankung verursachen.
ImmunogenitätDer Schutz gegen eine invasive Meningokokken-Erkrankung wird durch bakterizide Antikörper im
Serum vermittelt, die gegen Antigene auf der Bakterienoberfläche gerichtet sind. Bakterizide
Antikörper bewirken zusammen mit humanem Komplement die Abtötung von Meningokokken.
Dieser Prozess wird in vitro mit hSBA für Meningokokken der Serogruppe B gemessen. Es wirdangenommen, dass bei einem hSBA-Titer von ≥ 1:4 ein Schutz gegen eine Meningokokken-
Erkrankung besteht. Im Rahmen der Immunogenitätsanalyse für Trumenba wurde je nach hSBA-
Stamm ein eher konservativer hSBA-Titer-Grenzwert von ≥ 1:8 oder 1:16 angewendet.
Die Impfstoffabdeckung wurde unter Verwendung von vier primären repräsentativen Meningokokken-
Teststämmen der Serogruppe B untersucht: zwei fHbp-Varianten, welche die Unterfamilie Aexprimieren (Varianten A22 und A56), und zwei, welche die Unterfamilie B exprimieren (Varianten
B24 und B44). Um die Breite der Impfstoffabdeckung zu untermauern und nochmals zu erweitern,wurden 10 zusätzliche Meningokokken-Teststämme der Serogruppe B verwendet, darunter sechsfHbp-Varianten, welche die Unterfamilie A exprimieren (Varianten A06, A07, A12, A15, A19 und
A29), und vier, welche die Unterfamilie B exprimieren (Varianten B03, B09, B15 und B16).
Immunogenität bei Teilnehmern im Alter von 10 Jahren und älter
Die in diesem Abschnitt beschriebenen Untersuchungen zur Immunogenität von Trumenba enthalten
Ergebnisse aus klinischen Studien der Phase 2 und Phase 3:
- nach dem 2-Dosen-Impfschema (Monate 0 und 6) bei Teilnehmern im Alter von 10 bis25 Jahren in den USA und Europa (Studie B1971057);
- nach dem 3-Dosen-Impfschema (Monate 0, 2 und 6) bei Teilnehmern im Alter von 10 bis25 Jahren weltweit (Studien B1971009 und B1971016); und
- nach dem 2-Dosen- (Monate 0 und 6) und dem 3-Dosen-Impfschema (Monate 0, 1-2 und 6)bei Teilnehmern im Alter von 11 bis 18 Jahren in Europa (Studie B1971012).
Studie B1971057 ist eine randomisierte, wirkstoffkontrollierte, beobachterblinde, multizentrische
Studie der Phase 3, in der die Studienteilnehmer im Alter von 10 bis 25 Jahren in den Monaten 0 und 6
Trumenba (gleichzeitig mit MenACWY-CRM mit der ersten Dosis) oder einen in der Prüfungbefindlichen pentavalenten Meningokokken-Impfstoff in den Monaten 0 und 6 erhielten. Insgesamterhielten 1 057 Teilnehmer Trumenba und 543 Teilnehmer das in der Prüfung befindliche
Kontrollpräparat. Die hSBA-Titer gegen die primären Teststämme sind in Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 2 zeigt die hSBA-Titer gegenüber den 10 zusätzlichen Teststämmen, welche die durch die4 repräsentativen primären Stämme nachgewiesene Breite der Impfstoffabdeckung untermauern underweitern.
Tabelle 1: hSBA-Titer gegen primäre Stämme bei Teilnehmern im Alter von 10 bis25 Jahren nach Gabe von Trumenba, verabreicht nach einem 0- und 6-Monats-
Impfschema 1 Monat nach der zweiten Dosis (Studie B1971057)(4)≥ 4-facher Kombiniert(1) Titer ≥ 1:8(2) GMT(3)
Anstieg Vor Impfung 1 Nach Dosis 2% % GMT N % N %
N N
Stamm (95% KI) (95% KI) (95% KI) (95% KI) (95% KI)73,8 91,0 49,3
A22 827 852(70,6; 76,7) (88,8; 92,8) (46,2; 52,6)95,0 99,4 139,5
A56 823 854(93,3; 96,4) (98,6; 99,8) (130,6; 149,1) 1,8 74,3799 81467,4 79,3 21,2 (1,0; 2,9) (71,2; 77,3)
B24 835 842(64,1; 70,6) (76,4; 82,0) (19,6; 22,9)86,4 94,5 37,8
B44 850 853(83,9; 88,6) (92,7; 95,9) (35,1; 40,8)
Abkürzungen: GMT = geometrischer Mitteltiter; hSBA = human serum bactericidal assay (Serum-Bakterizidie-Testunter Verwendung von humanem Komplement).(1) Ein ≥ 4-facher Anstieg ist definiert als (i) ein hSBA-Titer von ≥ 1:16 bei Teilnehmern mit einem hSBA-Titer von< 1:4 zu Studienbeginn, (ii) das 4-Fache des Grenzwerts von 1:8 bzw. 16 oder das 4-Fache des hSBA-Titers zu
Studienbeginn (je nachdem welcher Wert höher ist) bei Teilnehmern mit einem hSBA-Titer von ≥ 1:4 zu Studienbeginn.(2) Der Grenzwert für alle Stämme war ein Titer von 1:8, mit Ausnahme von A22, bei dem ein Titer von 1:16 angewendetwurde.(3) N bei GMT ist gleich der in der vorherigen Spalte ≥ 1:8 bzw. 16 genannten Anzahl.(4) Anteil an Teilnehmern mit kombinierten hSBA-Titern ≥ 1:8 bzw. 16 gegen alle vier primären Stämme in
Kombination.
Tabelle 2: hSBA-Titer gegen zusätzliche Stämme bei Teilnehmern im Alter von 10 bis25 Jahren nach Gabe von Trumenba, verabreicht nach einem 0- und 6-Monats-
Impfschema 1 Monat nach der zweiten Dosis (Studie B1971057)
N % Titer ≥ 1:8(1) 95% KI
A06 159 89,3 83,4; 93,6
A07 157 96,8 92,7; 99,0
A12 157 83,4 76,7; 88,9
A15 165 89,1 83,3; 93,4
A19 167 90,4 84,9; 94,4
A29 166 95,2 90,7; 97,9
B03 164 74,4 67,0; 80,9
B09 166 71,1 63,6; 77,8
B15 167 85,0 78,7; 90,1
B16 164 77,4 70,3; 83,6
Abkürzungen: hSBA = human serum bactericidal assay (Serum-Bakterizidie-Test unter Verwendung von humanem
Komplement).(1) Der Grenzwert für alle Stämme war ein Titer von 1:8, mit Ausnahme von A06, A12 und A19, bei denen ein Titer von 1:16angewendet wurde.
Studie B1971009 war eine randomisierte, wirkstoffkontrollierte, beobachterblinde, multizentrische
Studie der Phase 3, in der die Studienteilnehmer im Alter von 10 bis 18 Jahren 1 von 3 Chargen von
Trumenba oder die Verumkontrolle, bestehend aus Hepatitis-A-Virus (HAV)-Impfstoff/
Kochsalzlösung (Kontrollpräparat), erhielten. Insgesamt 2 693 Studienteilnehmer erhielten mindestens1 Dosis Trumenba, und 897 erhielten mindestens 1 Dosis HAV-Impfstoff/ Kochsalzlösung. In der
Studie wurden die Sicherheit, Verträglichkeit, Immunogenität und Herstellbarkeit von 3 Chargen
Trumenba beurteilt, das gemäß einem Impfschema mit Impfungen in den Monaten 0, 2 und 6verabreicht wurde. Die nach der dritten Dosis von Charge 1 und dem Kontrollpräparat beobachtetenhSBA-Titer gegen die primären Teststämme sind in Tabelle 3 dargestellt. Die Ergebnisse aus den
Chargen 2 und 3 sind nicht dargestellt, da nur zwei repräsentative Stämme untersucht wurden. Mit den
Chargen 2 und 3 wurden ähnliche Ergebnisse wie mit Charge 1 beobachtet.
Studie B1971016 war eine randomisierte, placebokontrollierte, beobachterblinde, multizentrische
Studie der Phase 3, in der die Studienteilnehmer im Alter von 18 bis 25 Jahren im Verhältnis 3:1 zwei
Gruppen zugeteilt wurden, um entweder Trumenba in den Monaten 0, 2 und 6 oder Kochsalzlösung inden Monaten 0, 2 und 6 zu erhalten. Insgesamt erhielten 2 471 Studienteilnehmer Trumenba und 822erhielten Kochsalzlösung. Die nach der dritten Dosis beobachteten hSBA-Titer gegen die primären
Teststämme sind in Tabelle 3 dargestellt.
Tabelle 3: hSBA-Titer gegen primäre Stämme bei Teilnehmern im Alter von 10 bis 25 Jahren1 Monat nach der dritten Dosis von Trumenba oder dem Kontrollpräparat, verabreichtnach einem 0-, 2- und 6-Monats-Impfschema (Studie B1971009 und Studie B1971016)
Studie B1971009 (10-18 Jahre) Studie B1971016 (18-25 Jahre)
Trumenba HAV/ Kochsalz- Trumenba Kochsalzlösunglösung% oder% oder GMT % oder GMT % oder GMT
Stamm N GMT N N N(95% KI) (95% KI) (95% KI)(95% KI)≥ 4-facher 83,2 9,6 80,5 6,3(1) 1 225 730 1 695 568
Anstieg (81,0; 85,2) (7,6; 12,0) (78,6; 82,4) (4,5; 8,7)97,8 34,0 93,5 36,6
A22 hSBA ≥ 1:16 1 266 749 1 714 577(96,8; 98,5) (30,7; 37,6) (92,2; 94,6) (32,6; 40,6)86,8 12,6 74,3 13,2hSBA GMT 1 266 749 (12,0; 13,4) 1 714 577(82,3; 91,5) (70,2; 78,6) (12,4; 14,1)≥ 4-facher 90,2 11,3 90,0 10,3(1) 1 128 337 1 642 533
Anstieg (88,4; 91,9) (8,1; 15,1) (88,4; 91,4) (7,9; 13,2)99,5 27,5 99,4 34,2
A56 hSBA ≥ 1:8 1 229 363 1 708 552(98,9; 99,8) (23,0; 32,5) (98,9; 99,7) (30,3; 38,4)222,5 8,8 176,7 9,1hSBA GMT 1 229 363 1 708 552(210,1; 235,6) (7,6; 10,1) (167,8; 186,1) (8,2; 10,1)≥ 4-facher 79,8 2,7 79,3 5,5(1) 1 235 752 1 675 562
Anstieg (77,4; 82,0) (1,6; 4,1) (77,3; 81,2) (3,8; 7,7)87,1 7,0 95,1 30,2
B24 hSBA ≥ 1:8 1 250 762 1 702 573(85,1; 88,9) (5,3; 9,0) (93,9; 96,0) (26,5; 34,1)24,1 4,5 49,5 7,2hSBA GMT 1 250 762 1 702 573(22,7; 25,5) (4,4; 4,7) (46,8; 52,4) (6,6; 7,8)≥ 4-facher 85,9 1,0 79,6 1,61 203 391 1 696 573
Anstieg(1) (83,8; 87,8) (0,3; 2,6) (77,6; 81,5) (0,7; 3,0)89,3 5,3 87,4 11,4
B44 hSBA ≥ 1:8 1 210 393 1 703 577(87,4; 90,9) (3,3; 8,1) (85,8; 89,0) (9,0; 14,3)50,9 4,4 47,6 4,8hSBA GMT 1 210 393 1 703 577(47,0; 55,2) (4,2; 4,6) (44,2; 51,3) (4,6; 5,1)
Kombiniert(2)1,1 2,0 7,3 6,1
Vor Impfung 1 1 088 354 1 612 541(0,6; 1,9) (0,8; 4,0) (6,0; 8,6) (4,2; 8,5)83,5 2,8 84,9 7,5
Nach Dosis 3 1 170 353 1 664 535(81,3; 85,6) (1,4; 5,1) (83,1; 86,6) (5,4; 10,0)
Abkürzungen: GMT = geometrischer Mitteltiter; hSBA = human serum bactericidal assay (Serum-Bakterizidie-Test unter
Verwendung von humanem Komplement); HAV = Hepatitis-A-Virus-Impfstoff.(1) Ein ≥ 4-facher Anstieg ist definiert als (i) ein hSBA-Titer von ≥ 1:16 bei Teilnehmern mit einem hSBA-Titer von < 1:4 zu
Studienbeginn, (ii) das 4-Fache des Grenzwerts von 1:8 bzw. 16 oder das 4-Fache des hSBA-Titers zu Studienbeginn (je nachdemwelcher Wert höher ist) bei Teilnehmern mit einem hSBA-Titer von ≥ 1:4 zu Studienbeginn.(2) Anteil an Teilnehmern mit kombinierten hSBA-Titern ≥ 1:8 bzw. 16 gegen alle vier primären Stämme in Kombination.
In den Studien B1971009 und B1971016 wurde der Anteil der Teilnehmer bestimmt, die nach drei
Dosen Trumenba, verabreicht gemäß einem 0-, 2- und 6-Monats-Impfschema, einen hSBA-Titer von≥ 1:8 (Varianten A07, A15, A29, B03, B09, B15, B16) bzw. 1:16 (Varianten A06, A12, A19)gegenüber den 10 zusätzlichen Teststämmen erreichten. In diesen beiden Studien erreichte die
Mehrheit der Teilnehmer (71,3 % bis 99,3 % gegen die 6 fHbp-Varianten der Unterfamilie A und77,0 % bis 98,2 % gegen die 4 fHbp-Varianten der Unterfamilie B) einen hSBA-Titer von ≥ 1:8 bzw.16. Diese Ergebnisse stimmten mit den bei den 4 primären Teststämmen beobachteten Werten überein.
In der in Europa durchgeführten Phase-2-Studie B1971012 wurden die hSBA-Titer bei Teilnehmernim Alter von 11 bis 18 Jahren nach Abschluss von zwei 3-Dosen-Impfschemata (Monate 0, 1 und 6sowie Monate 0, 2 und 6) und einem 2-Dosen-Impfschema (0 und 6 Monate) gegen die 4 primären
Teststämme bestimmt. 1 Monat nach der dritten Dosis wurden bei beiden 3-Dosen-Impfschemataähnlich stabile und breite Immunantworten beobachtet, wobei 86,1 % bis 99,4 % der TeilnehmerhSBA-Titer von ≥ 1:8 bzw. 16 und 74,6 % bis 94,2 % einen 4-fachen Anstieg der hSBA-Titererreichten. 1 Monat nach Abschluss des 2-Dosen-Impfschemas (0 und 6 Monate) erreichten 77,5 % bis98,4 % hSBA-Titer ≥ 1:8 bzw. 16 und 65,5 % bis 90,4 % einen 4-fachen Anstieg der hSBA-Titer.
Studie B1971033 war eine offene Folgestudie mit Studienteilnehmern, die zuvor an einer Primärstudieteilgenommen hatten (einschließlich Studie B1971012). Die Studienteilnehmer nahmen über einen
Zeitraum von 4 Jahren Visiten zur Entnahme von Blutproben wahr und erhielten ca. 4 Jahre nach einer
Grundimmunisierung mit zwei oder drei Dosen Trumenba eine einzelne Trumenba-
Auffrischungsimpfung. Die hSBA-Titer 4 Jahre nach der Grundimmunisierung und 26 Monate nachder Auffrischungsimpfung bei Studienteilnehmern, die nach der Teilnahme in Gruppe 1 (0, 1 und6 Monate), Gruppe 2 (0, 2 und 6 Monate) und Gruppe 3 (0 und 6 Monate) der Primärstudie B1971012aufgenommen wurden, sind in Tabelle 4 aufgeführt. Eine Antwort auf die Auffrischungsimpfung,gemessen mittels hSBA, wurde 1 Monat nach Verabreichung einer Trumenba-Dosis, welche ca.4 Jahre nach einer Grundimmunisierung mit 2 Dosen (Gruppe 3) oder 3 Dosen (Gruppen 1 und 2)erfolgt war, beobachtet.
Tabelle 4: hSBA-Titer bei Teilnehmern im Alter von 11 bis 18 Jahren nach Gabe von Trumenba, verabreichtnach einem 0-, 1- und 6-Monats-Impfschema, einem 0-, 2- und 6-Monats-Impfschema und einem 0-und 6-Monats-Impfschema sowie einer Auffrischungsimpfung 4 Jahre nach der
Grundimmunisierung (Studie B1971033)
Impfgruppen der Primärstudie B1971012 (gemäß Randomisierung)0, 1 und 6 Monate 0, 2 und 6 Monate 0 und 6 Monate% ≥ 1:8(1) GMT % ≥ 1:8(1) GMT % ≥ 1:8(1) GMT
Stamm Zeitpunkt N (95% KI) (95% KI) N (95% KI) (95% KI) N (95% KI) (95% KI)89,8 98,453,0 91,2 59,5 55,8
Monat 1 59 (79,2; 96,2) 57 61 (91,2;(40,4; 69,6) (80,7; 97,1) (45,5; 77,8) (46,2; 67,4)100,0)41,4 14,9 45,0 15,8 11 36,3 15,6
Monat 12 99 111(31,6; 51,8) (12,6; 17,7) (35,6; 54,8) (13,4; 18,6) 3 (27,4; 45,9) (13,0; 18,8)49,2 16,6 56,1 20,7 55,7 16,6
Monat 48 59 57 61(35,9; 62,5) (13,0; 21,1) (42,4; 69,3) (15,6; 27,4) (42,4; 68,5) (13,4; 20,5)
A22100,0 176,7100,0 126,5 96,7 142,0
Monat 1 59 58 (93,8; (137,8; 60(93,9; 100,0) (102,7; 155,8) (88,5; 99,6) (102,9; 196,1)100,0) 226,7)74,1 33,6 77,8 44,1 80,0 31,6
Monat 12 58 54 60(61,0; 84,7) (24,5; 46,1) (64,4; 88,0) (31,2; 62,4) (67,7; 89,2) (23,5; 42,5)73,5 34,7 61,9 27,1
Monat 26 0 n. b.(2) n. b.(2) 34 42(55,6; 87,1) (23,0; 52,4) (45,6; 76,4) (18,6; 39,6)98,2 191,2 98,4100,0 158,7 143,1
Monat 1 58 57 (90,6; (145,8; 62 (91,3;(93,8; 100,0) (121,5; 207,3) (109,6; 187,0)100,0) 250,8) 100,0)73,5 25,7 76,1 27,3 10 60,4 18,5
Monat 12 98 109(63,6; 81,9) (19,4; 34,0) (67,0; 83,8) (21,0; 35,4) 6 (50,4; 69,7) (13,8; 24,7)43,4 10,7 56,4 15,0 43,5 10,8
Monat 48 53 55 62(29,8; 57,7) (7,4; 15,3) (42,3; 69,7) (10,2; 22,2) (31,0; 56,7) (7,6; 15,3)
A56100,0 414,8 98,4100,0 359,8 313,1
Monat 1 57 56 (93,6; (298,8; 62 (91,3;(93,7; 100,0) (278,7; 464,7) (221,3; 442,8)100,0) 575,9) 100,0)90,9 47,3 89,1 64,0 81,4 41,0
Monat 12 55 55 59(80,0; 97,0) (34,3; 65,3) (77,8; 95,9) (42,6; 96,2) (69,1; 90,3) (26,7; 62,7)(2) (2) 82,8 37,8 57,5 16,0
Monat 26 0 n. b. n. b. 29 40(64,2; 94,2) (21,3; 67,2) (40,9; 73,0) (9,9; 25,8)88,1 25,6 91,4 30,5 85,0 29,2
Monat 1 59 58 60(77,1; 95,1) (19,7; 33,3) (81,0; 97,1) (23,8; 39,1) (73,4; 92,9) (21,5; 39,6)40,8 9,7 49,1 11,5 10 36,9 8,4
Monat 12 98 108(31,0; 51,2) (7,5; 12,4) (39,3; 58,9) (9,0; 14,6) 3 (27,6; 47,0) (6,7; 10,6)40,7 10,7 49,1 11,4 40,3 8,9
Monat 48 59 57 62(28,1; 54,3) (7,6; 15,1) (35,6; 62,7) (8,2; 15,9) (28,1; 53,6) (6,8; 11,8)
B24 100,0100,0 94,9 101,6 96,8 79,1
Monat 1 58 57 (93,7; 62(93,8; 100,0) (74,6; 120,9) (83,1; 124,2) (88,8; 99,6) (60,6; 103,5)100,0)65,5 21,1 74,1 25,7 77,4 22,4
Monat 12 58 54 62(51,9; 77,5) (14,2; 31,3) (60,3; 85,0) (17,7; 37,5) (65,0; 87,1) (16,4; 30,5)78,8 24,4 59,5 14,5
Monat 26 0 n. b.(2) n. b.(2) 33 42(61,1; 91,0) (16,1; 36,8) (43,3; 74,4) (9,9; 21,3)86,2 46,3 89,5 50,2 60 81,7 35,5
Monat 1 58 57(74,6; 93,9) (31,7; 67,8) (78,5; 96,0) (35,3; 71,3) (69,6; 90,5) (24,5; 51,4)
B4424,0 6,4 22,5 6,0 11 16,5 5,6
Monat 12 100 111(16,0; 33,6) (5,2; 7,8) (15,1; 31,4) (5,1; 7,2) 5 (10,3; 24,6) (4,8; 6,5)
Nach Grund- Nach Grund- Nach Grund- Nach Grund-
Nach Auffrischung Nach Auffrischung Nach Auffrischungimmunisierung immunisierung immunisierung immunisierung
Tabelle 4: hSBA-Titer bei Teilnehmern im Alter von 11 bis 18 Jahren nach Gabe von Trumenba, verabreichtnach einem 0-, 1- und 6-Monats-Impfschema, einem 0-, 2- und 6-Monats-Impfschema und einem 0-und 6-Monats-Impfschema sowie einer Auffrischungsimpfung 4 Jahre nach der
Grundimmunisierung (Studie B1971033)
Impfgruppen der Primärstudie B1971012 (gemäß Randomisierung)0, 1 und 6 Monate 0, 2 und 6 Monate 0 und 6 Monate% ≥ 1:8(1) GMT % ≥ 1:8(1) GMT % ≥ 1:8(1) GMT
Stamm Zeitpunkt N (95% KI) (95% KI) N (95% KI) (95% KI) N (95% KI) (95% KI)36,8 8,3 35,1 7,6 12,9 4,6
Monat 48 57 57 62(24,4; 50,7) (6,3; 11,0) (22,9; 48,9) (5,8; 10,0) (5,7; 23,9) (4,1; 5,1)100,0 135,9100,0 137,3 93,4 74,2
Monat 1 59 58 (93,8; (108,0; 61(93,9; 100,0) (100,3; 188,0) (84,1; 98,2) (51,6; 106,8)100,0) 171,0)75,0 23,2 81,1 24,3 59,0 13,3
Monat 12 56 53 61(61,6; 85,6) (16,2; 33,2) (68,0; 90,6) (17,8; 33,3) (45,7; 71,4) (9,7; 18,3)66,7 16,0 62,8 13,6
Monat 26 0 n. b.(2) n. b.(2) 33 43(48,2; 82,0) (10,4; 24,7) (46,7; 77,0) (9,8; 18,9)
Kombiniert(3)80,7 87,3 77,2
Monat 1 57 n. b. 55 n. b. 57 n. b.
(68,1; 90,0) (75,5; 94,7) (64,2; 87,3)10,9 13,7 20,4
Monat 12 55 n. b. 51 n. b. 49 n. b.
(4,1; 22,2) (5,7; 26,3) (10,2; 34,3)19,6 30,2 9,8
Monat 48 51 n. b. 53 n. b. 61 n. b.
(9,8; 33,1) (18,3; 44,3) (3,7; 20,2)100,0100 91,5
Monat 1 56 n. b. 55 (93,5; n. b. 59 n. b.(93,6; 100,0) (81,3; 97,2)100,0)52,8 64,6 61,4
Monat 12 53 n. b. 48 n. b. 57 n. b.
(38,6; 66,7) (49,5; 77,8) (47,6; 74,0)48,1 44,4
Monat 26 0 n. b.(2) n. b. 27 n. b. 36 n. b.
(28,7; 68,1) (27,9; 61,9)
Abkürzungen: hSBA = human serum bactericidal assay (Serum-Bakterizidie-Test unter Verwendung von humanem Komplement); n. b.=nichtbewertet; GMT = geometrischer Mitteltiter.(1) Der Grenzwert für alle Stämme war ein Titer von 1:8, mit Ausnahme von A22, bei dem ein Titer von 1:16 angewendet wurde.(2) Kein Follow-up der Teilnehmer über 12 Monate nach der Auffrischungsimpfung hinaus.(3) Anteil an Teilnehmern mit kombinierten hSBA-Titern ≥ 1:8 bzw. 16 gegen alle vier primären Stämme in Kombination.
Die Serumproben wurden für alle Zeitpunkte gleichzeitig in derselben Serologie-Kampagne analysiert, außer für den Zeitpunkt 12 Monate nachder Grundimmunisierung, hier stammen die Ergebnisse aus der Zwischenanalyse.
Immunogenität bei besonderen Patientengruppen
Personen im Alter von 10 Jahren und älter mit Komplementdefizienz oder Funktionsstörungen der
Milz
In der Phase-4-Studie B1971060 mit 53 Teilnehmern im Alter von ≥ 10 Jahren mit anatomischer oderfunktioneller Asplenie (N = 51) oder Komplementdefizienz (N = 2), die Trumenba in den Monaten 0und 6 erhielten, wurden die Daten zur Sicherheit und Immunogenität mit historischen Daten von53 hinsichtlich Alter und Geschlecht angepassten gesunden Kontrollpersonen verglichen, die
Trumenba nach demselben Impfschema erhalten hatten. Der Anteil an Teilnehmern, die nach 2 Dosen
Trumenba 1 Monat nach der zweiten Impfung hSBA-Titer ≥ 1:8 bzw. 16 gegen die 4 primären
Teststämme erreichten, ist in Tabelle 5 dargestellt.
Nach Grund-
Nach Auffrischung Nach Auffrischungimmunisierung
Tabelle 5. hSBA-Titer bei immungeschwächten Teilnehmern im Alter von ≥ 10 Jahren nach Gabevon Trumenba, verabreicht nach einem 0- und 6-Monats-Impfschema für die primären
Stämme 1 Monat nach der zweiten Dosis (Studie B1971060), im Vergleich zu den
Kontrollgruppen (Studie B1971057)
Studie B1971060 Studie B1971057(immungeschwächte Teilnehmer im (historische Daten von hinsichtlich
Alter von ≥ 10 Jahren) Alter und Geschlecht angepasstengesunden Kontrollpersonen)(1)1 Monat nach 1 Monat nach
Vor Impfung 1 Dosis 2 Vor Impfung 1 Dosis 2% ≥ 1:8(2) % ≥ 1:8(2) % ≥ 1:8(2) % ≥ 1:8(2)
Stamm N N N N(95% KI) (95% KI) (95% KI) (95% KI)32,6 75,0 31,0 95,3
A22 43 44 42 43(19,1; 48,5) (59,7; 86,8) (17,6; 47,1) (84,2; 99,4)25,6 90,9 23,3 100,0
A56 43 44 43 44(13,5; 41,2) (78,3; 97,5) (11,8; 38,6) (92,0; 100,0)2,4 70,5 23,3 81,8
B24 42 44 43 44(0,1; 12,6) (54,8; 83,2) (11,8; 38,6) (67,3; 91,8)9,3 79,1 11,4 92,9
B44 43 43 44 42(2,6; 22,1) (64,0; 90,0) (3,8; 24,6) (80,5; 98,5)
Abkürzungen: hSBA = human serum bactericidal assay (Serum-Bakterizidie-Test unter Verwendung von humanem Komplement);
N = Anzahl an Teilnehmern mit gültigen und eindeutigen hSBA-Titern für den jeweiligen Stamm.(1) Gesunde Kontrollgruppen umfassten Teilnehmer im Alter von ≥ 10 bis 25 Jahren.(2) Der Grenzwert für alle Stämme war ein Titer von 1:8, mit Ausnahme von A22, bei dem ein Titer von 1:16 angewendet wurde.
Immunogenität bei Personen im Alter von 1 bis 9 Jahren
Die Immunogenität von Trumenba bei Kleinkindern und Kindern im Alter von 1 bis 9 Jahren (0-, 2-und 6-Monats-Impfschema) wurde in zwei Phase-2-Studien untersucht. Einen Monat nach Abschlussder Impfserie zeigten 81,4 % bis 100 % der Teilnehmer einen definierten hSBA-Titer-Grenzwertgegendie vier primären Meningokokken-Teststämme (definiert als hSBA ≥ 1:16 für A22; ≥ 1:8 für A56,
B24 und B44) im Vergleich zu 0,4 % bis 6,5 % bei Studienbeginn.
Daten zur Persistenz nach Abschluss der Grundimmunisierung bei Kleinkindern im Alter von 1 bis< 2 Jahren zeigen, dass 12,4 %, 59,1 %, 10,3 % und 40,4 % 6 Monate und 3,7 %, 22,8 %, 3,7 % und12,5 % 24 Monate nach Abschluss der Impfserie weiterhin hSBA-Titer von ≥ 1:8 bzw. 1:16 gegen dieprimären Teststämme A22, A56, B24 bzw. B44 aufwiesen. Eine anamnestische Antwort wurde beiden Kindern beobachtet, die etwa 24 Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung im Alter von 3bis 5 Jahren eine Auffrischungsimpfung erhielten, wobei 92,6 % bis 100,0 % hSBA-Titer von ≥ 1:8bzw. 1:16 gegen die 4 primären Stämme erreichten.
Von den Teilnehmern im Alter von 2 bis 9 Jahren zeigten 32,5 %, 82,4 %, 15,5 % und 10,4 %6 Monate nach Abschluss der Impfserie weiterhin hSBA-Titer von ≥ 1:8 bzw. 1:16 gegen die primären
Teststämme A22, A56, B24 bzw. B44. Es liegen keine Daten zur Persistenz jenseits von 6 Monatenoder nach einer Auffrischungsimpfung in dieser Altersgruppe vor.
Siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern im Alter von 1 bis 9 Jahren.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Trumenba eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur
Prävention von invasiven Meningokokken-Erkrankungen durch N. meningitidis der Serogruppe Bgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Nicht zutreffend
Basierend auf den konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe sowie zur
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahrenfür den Menschen erkennen.
6 PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
Natriumchlorid
Histidin
Polysorbat 80 (E 433)
Wasser für Injektionszwecke
Zum Adsorbationsmittel siehe Abschnitt 2.
Trumenba darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben Spritze gemischtwerden.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
4 Jahre
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Die Spritzen sollten im Kühlschrank horizontal gelagert werden, um die für das Wiederaufschüttelnbenötigte Zeit zu minimieren.
Nicht einfrieren.
0,5 ml Suspension in einer Fertigspritze (Typ-I-Glas) mit Luer-Lock-Adapter aus Kunststoff,
Kolbenstopfen aus Chlorbutylkautschuk und einem Spitzenverschluss aus Isopren-Brombutyl-
Synthetikkautschuk mit einer starren Spitzenverschluss-Abdeckung aus Kunststoff mit oder ohne
Injektionsnadel. Der Spitzenverschluss und der Kolbenstopfen der Fertigspritze werden nicht aus
Naturlatex hergestellt.
Packungsgrößen mit 1, 5 und 10 Fertigspritzen mit oder ohne Injektionsnadel
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Während der Lagerung können in der Fertigspritze, die die Suspension enthält, ein weißes Sedimentund ein klarer Überstand beobachtet werden.
Vor der Verwendung ist die Fertigspritze kräftig zu schütteln, um eine homogene weiße Suspension zuerhalten.
Den Impfstoff nicht verwenden, wenn er nicht resuspendiert werden kann.
Der Impfstoff sollte vor der Verabreichung visuell auf Fremdpartikel und Verfärbungen geprüftwerden. Werden Fremdpartikel und/ oder eine Veränderung des physikalischen Aussehens festgestellt,den Impfstoff nicht verabreichen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.