Anaphylaxie
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Trodelvy 200 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält 200 mg Sacituzumab govitecan.
Nach der Rekonstitution enthält 1 ml Lösung 10 mg Sacituzumab govitecan.
Sacituzumab govitecan ist ein gegen Trop-2 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (Antibody-
Drug Conjugate, ADC). Sacituzumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper (hRS7 IgG1κ),der Trop-2 erkennt. Das kleine Molekül, SN-38, ist ein Topoisomerase-I-Inhibitor, der über einenhydrolysierbaren Linker kovalent an den Antikörper gebunden ist. An jedes Antikörpermolekül sindca. 7 - 8 SN-38 Moleküle gebunden.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.
Cremeweißes bis gelbliches Pulver.
Triple-negatives Mammakarzinom
Trodelvy ist indiziert:
* in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nichtresezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom(metastatic Triple-Negative Breast Cancer, TNBC), die zuvor keine systemische Therapie zur
Behandlung der metastasierten Erkrankung erhalten haben und deren Tumoren PD-L1 miteinem Combined Positive Score (CPS) ≥ 10 exprimieren (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).
* als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem, lokalfortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC), die zuvorkeine systemische Therapie zur Behandlung der metastasierten Erkrankung erhalten haben undfür eine PD-1- oder PD-L1-Inhibitor-Therapie nicht geeignet sind (siehe Abschnitt 5.1).
* als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem odermetastasiertem TNBC, die zuvor zwei oder mehr systemische Therapien erhalten haben,darunter mindestens eine gegen die fortgeschrittene Erkrankung (siehe Abschnitt 5.1).
HR-positives, HER2-negatives Mammakarzinom
Trodelvy ist als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbaremoder metastasiertem Hormonrezeptor (HR)-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom indiziert,die eine Endokrin-basierte Therapie und mindestens zwei zusätzliche systemische Therapien beifortgeschrittener Erkrankung erhalten haben (siehe Abschnitt 5.1).
Trodelvy darf Patienten nur von Ärzten verordnet und unter Aufsicht von medizinischem
Fachpersonal verbreicht werden, die/das über Erfahrung in der Anwendung von Krebstherapienverfügen/verfügt. Die Verabreichung muss in einer Umgebung stattfinden, in der eine vollständige
Ausrüstung zur Reanimation sofort verfügbar ist.
Auswahl der Patienten
Der PD-L1-Test für die Behandlung mit Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumabist mithilfe eines CE-gekennzeichneten In-vitro-Diagnostikums (IVD) durchzuführen, das für die
Verwendung von Pembrolizumab vorgesehen ist. Wenn das CE-gekennzeichnete IVD nicht verfügbarist, ist ein alternativer validierter Test zu verwenden (siehe Abschnitte 4.1 und 5.1).
DosierungDie empfohlene Dosis von Sacituzumab govitecan als Monotherapie oder in Kombination mit
Pembrolizumab beträgt 10 mg/kg Körpergewicht, verabreicht als intravenöse Infusion einmalwöchentlich jeweils an Tag 1 und Tag 8 von 21-tägigen Behandlungszyklen. Die Behandlung sollte solange fortgeführt werden, bis eine Progression der Grunderkrankung oder eine inakzeptable Toxizitätauftritt.
Wenn beide Arzneimittel am selben Tag gegeben werden, ist den Patienten Sacituzumab govitecan vor
Pembrolizumab zu verabreichen.
Informationen zur Dosierung von Pembrolizumab sind der Fachinformation von Pembrolizumab zuentnehmen.
Vorbeugende Behandlung
Vor jeder Dosis Sacituzumab govitecan wird eine Behandlung zur Vermeidung von Reaktionen im
Zusammenhang mit einer Infusion und zur Vermeidung von Chemotherapie-induzierter/m Übelkeitund Erbrechen (Chemotherapy-Induced Nausea and Vomiting, CINV) empfohlen (siehe
Abschnitt 4.4).
Neutropenie-Prophylaxe
Eine Primärprophylaxe mit Granulozyten-Kolonie-stimulierendem Faktor (G-CSF) sollte bei Patientenmit erhöhtem Risiko einer febrilen Neutropenie ab dem ersten Zyklus erwogen werden (siehe
Abschnitt 4.4).
Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen von Sacituzumab govitecan
Die Behandlung von Nebenwirkungen erfordert eventuell eine vorübergehende Unterbrechung, eine
Dosisreduktion oder ein Absetzen der Behandlung mit Sacituzumab govitecan. Das empfohlene
Schema für die Dosisreduktion ist in Tabelle 1 dargestellt und die empfohlenen Dosisanpassungen bei
Nebenwirkungen sind in Tabelle 2 aufgeführt. Die Dosis von Sacituzumab govitecan sollte nichtwieder erhöht werden, nachdem eine Dosisreduktion aufgrund von Nebenwirkungen vorgenommenwurde.
Tabelle 1: Schema für die Dosisreduktion
Schema für die Dosisreduktion Dosierung
Empfohlene Anfangsdosis 10 mg/kg
Erste Dosisreduktion Reduktion auf 7,5 mg/kg
Zweite Dosisreduktion Reduktion auf 5 mg/kg
Erfordernis einer weiteren Dosisreduktion Absetzen der Behandlung
Tabelle 2: Empfohlene Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen
Nebenwirkungen Schweregrad Dosisanpassung
Neutropenie * Neutropenie Grad 3-4 * Unterbrechung der Behandlung bis zum(absolute Neutrophilenzahl Abklingen auf ≤ Grad 1 (ANC[absolute neutrophil count, ≥ 1 500/mm3) für die Dosis an Tag 1
ANC] < 1 000/mm3) oder Grad 2 (ANC ≥ 1 000/mm3) für die
* Febrile Neutropenie Grad 3-4 Dosis an Tag 8 (siehe Abschnitt 4.4).(ANC < 1 000/mm3) * Verabreichung von G-CSF während der
Behandlung nach klinischer Indikation.
* Für nachfolgende Ereignisse febriler
Neutropenie Grad 3-4 odernachfolgende Ereignisse verlängerter
Neutropenie Grad 3-4 Reduktion umeine Dosisstufe bei jedem erneuten
Auftreten oder Absetzen gemäß
Tabelle 1.
Übelkeit/Erbrechen/Diarrhö * Übelkeit, Erbrechen oder * Unterbrechung der Behandlung bis zum
Diarrhö Grad 3-4 aufgrund Abklingen auf ≤ Grad 1 (sieheder Behandlung, welche Abschnitt 4.4).durch Antiemetika und * Reduktion um eine Dosisstufe bei
Antidiarrhoika nicht unter jedem Auftreten oder Absetzen gemäß
Kontrolle gebracht werden Tabelle 1.kann
Reaktionen im * Reaktionen im * Reduktion der Infusionsrate von
Zusammenhang mit einer Zusammenhang mit einer Sacituzumab govitecan oder
Infusion Infusion Grad 1-3 Unterbrechung der Infusion
* Reaktionen im * Absetzen der Behandlung
Zusammenhang mit einer
Infusion Grad 4
Sonstige Toxizitäten * Sonstige Toxizitäten Grad 3- * Unterbrechung der Behandlung bis zum4 jeglicher Dauer trotz Abklingen auf ≤ Grad 1.optimalem medizinischem * Reduktion um eine Dosisstufe bei
Management jedem Auftreten oder Absetzen gemäß
Tabelle 1.
Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen von Sacituzumab govitecan in Kombination mit
Pembrolizumab
Wenn Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab verabreicht wird, ist für das
Management von Nebenwirkungen die Behandlung mit einem oder beiden Arzneimitteln zuunterbrechen oder abzubrechen oder gegebenenfalls die Dosis von Sacituzumab govitecan zureduzieren, wie in Tabelle 1 und Tabelle 2 beschrieben. Empfehlungen zum Management von
Nebenwirkungen von Pembrolizumab sind der Fachinformation von Pembrolizumab zu entnehmen.
Besondere PatientengruppenBei Patienten ab einem Alter von 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich. Zur Anwendungvon Sacituzumab govitecan bei Patienten ab einem Alter von 75 Jahren liegen nur begrenzt Daten vor.
Beeinträchtigung der Leber
Wenn Sacituzumab govitecan bei Patienten mit leichter Beeinträchtigung der Leber (Bilirubin ≤ 1,5-mal oberer Normwert [Upper limit of Normal, ULN] und Aspartataminotransferase[AST]/Alaninaminotransferase [ALT] < 3-mal ULN) angewendet wird, ist keine Anpassung der
Anfangsdosis erforderlich.
Die Sicherheit von Sacituzumab govitecan bei Patienten mit mittelgradiger oder schwerer
Beeinträchtigung der Leber ist nicht erwiesen. Sacituzumab govitecan wurde bei Patienten, mit einerder folgenden Eigenschaften, nicht untersucht: Patienten ohne Lebermetastasen mit einem
Bilirubinwert im Serum von > 1,5-mal ULN, oder AST oder ALT > 3-mal ULN oder Patienten mit
Lebermetastasen mit AST oder ALT > 5-mal ULN. Die Anwendung von Sacituzumab govitecan beidiesen Patienten sollte vermieden werden.
NierenfunktionsbeeinträchtigungWenn Sacituzumab govitecan Patienten mit leichter oder mittelgradiger
Nierenfunktionsbeeinträchtigung verabreicht wird, ist keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich.
Sacituzumab govitecan wurde bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsbeeinträchtigung oderterminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance [Creatinine Clearance, CrCl] < 15 ml/min) nichtuntersucht.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan bei Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahrenist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungSacituzumab govitecan ist nur zur intravenösen Anwendung vorgesehen. Es muss von medizinischem
Fachpersonal rekonstituiert und verdünnt werden, das in der Handhabung von Krebstherapien erfahrenist. Es muss als intravenöse Infusion und darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolus-Injektionverabreicht werden.
Erste Infusion: Die Infusion soll über einen Zeitraum von 3 Stunden verabreicht werden.
Nachfolgende Infusionen: Die Infusionen sollen über einen Zeitraum von 1 bis 2 Stunden verabreichtwerden, wenn vorherige Infusionen vertragen wurden.
Die Patienten müssen während jeder Infusion und mindestens 30 Minuten nach jeder Infusion auf
Anzeichen oder Symptome von Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion überwacht werden(siehe Abschnitt 4.4).
Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe
Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
NeutropenieSacituzumab govitecan kann eine schwere oder lebensbedrohliche Neutropenie verursachen (siehe
Abschnitt 4.8). In klinischen Studien mit Sacituzumab govitecan wurden tödliche Infektionen im
Zusammenhang mit einer Neutropenie beobachtet, besonders in den ersten beiden Behandlungszyklen.
Eine Primärprophylaxe mit G-CSF sollte ab dem ersten Behandlungszyklus bei Patienten miterhöhtem Risiko einer febrilen Neutropenie erwogen werden, z. B. bei älteren Patienten (insbesondereab 65 Jahren), Patienten mit vorheriger Neutropenie, schlechtem Performance-Status,
Organdysfunktion (einschließlich Nieren-, Leber- oder Herz-Kreislauf-Dysfunktion) oder mehreren
Begleiterkrankungen. Die ANC während der Behandlung überwachen.
Sacituzumab govitecan sollte nicht angewendet werden, wenn die ANC an Tag 1 eines beliebigen
Zyklus unter 1 500/mm³ liegt oder wenn die Neutrophilenzahl an Tag 8 eines beliebigen Zyklus unter1 000/mm³ liegt. Sacituzumab govitecan sollte im Falle von neutropenischem Fieber nicht angewendetwerden. Im Falle einer Neutropenie oder febrilen Neutropenie können Dosisanpassungen erforderlichsein. Neutropenie mit G-CSF behandeln und Prophylaxe in nachfolgenden Zyklen erwägen, je nachklinischer Indikation (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).
DiarrhöSacituzumab govitecan kann schwere Diarrhö verursachen (siehe Abschnitt 4.8). In manchen Fällenwurde beobachtet, dass Diarrhö zu Dehydratation und infolgedessen zu akuter Nierenschädigunggeführt hat. Sacituzumab govitecan sollte nicht angewendet werden, wenn zum Zeitpunkt dergeplanten Behandlung eine Diarrhö Grad 3 - 4 vorliegt. Die Behandlung sollte nur dann fortgesetztwerden, wenn sich die Diarrhö auf ≤ Grad 1 gebessert hat (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8). Zu Beginnder Diarrhö und wenn keine infektiöse Ursache ermittelt werden kann, sollte eine Behandlung mit
Loperamid eingeleitet werden. Je nach klinischer Indikation können weitere unterstützende
Maßnahmen (z. B. Substitution von Flüssigkeit und Elektrolyten) ergriffen werden.
Patienten, die nach Behandlung mit Sacituzumab govitecan eine überschießende cholinerge Reaktionzeigen (z. B. abdominaler Krampf, Diarrhö, übermäßiger Speichelfluss usw.), können beinachfolgenden Behandlungen mit Sacituzumab govitecan eine entsprechende Behandlung (z. B. mit
Atropin) erhalten.
ÜberempfindlichkeitSacituzumab govitecan kann eine schwere und lebensbedrohliche Überempfindlichkeit verursachen(siehe Abschnitt 4.8). Anaphylaktische Reaktionen wurden in klinischen Studien mit Sacituzumabgovitecan beobachtet, und die Anwendung von Sacituzumab govitecan ist bei Patienten mit bekannter
Überempfindlichkeit gegen Sacituzumab govitecan kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Für Patienten, die Sacituzumab govitecan erhalten, wird eine Prämedikation, einschließlich
Antipyretika, H1- und H2-Blockern oder Corticosteroiden (z. B. 50 mg Hydrocortison oder
Äquivalentes, in oraler oder intravenöser Formulierung), empfohlen. Die Patienten sollten währendjeder Infusion von Sacituzumab govitecan und nach Ende jeder Infusion mindestens 30 Minuten langengmaschig im Hinblick auf Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion beobachtet werden. Die
Infusionsrate von Sacituzumab govitecan sollte reduziert bzw. die Infusion unterbrochen werden,wenn beim Patienten eine Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion auftritt. Wennlebensbedrohliche Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion auftreten, sollte Sacituzumabgovitecan dauerhaft abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Übelkeit und Erbrechen
Sacituzumab govitecan ist emetogen (siehe Abschnitt 4.8). Eine vorbeugende antiemetische
Behandlung mit zwei oder drei Arzneimitteln (z. B. Dexamethason entweder mit einem5-Hydroxytryptamin-3[5-HT3]-Rezeptor-Antagonisten oder mit einem Neurokinin-1[NK-1]-Rezeptor-
Antagonisten sowie mit anderen Arzneimitteln gemäß Indikation) wird zur Vorbeugung von
Chemotherapie-induzierter/m Übelkeit und Erbrechen (CINV) empfohlen.
Sacituzumab govitecan sollte nicht angewendet werden, wenn zum Zeitpunkt der geplanten
Verabreichung der Behandlung Übelkeit Grad 3 oder Erbrechen Grad 3 - 4 vorliegt. Die Behandlungsollte mit weiteren unterstützenden Maßnahmen und nur dann fortgesetzt werden, wenn sich die
Symptome auf ≤ Grad 1 gebessert haben (siehe Abschnitt 4.2). Je nach klinischer Indikation könnenweitere Antiemetika angewendet und andere unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Alle
Patienten sollten Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen mitklaren Anweisungen zur Mitnahme nach Hause erhalten.
Anwendung bei Patienten mit reduzierter UGT1A1-Aktivität
SN-38 (der kleinmolekulare Anteil von Sacituzumab govitecan) wird durch Uridindiphosphat-
Glucuronosyltransferase (UGT1A1) metabolisiert. Genetische Varianten des UGT1A1-Gens, wie z. B.das UGT1A1*28-Allel, führen zu reduzierter Aktivität des Enzyms UGT1A1. Personen, diehomozygot für das UGT1A1*28-Allel sind, haben ein erhöhtes Risiko für Neutropenie, febrile
Neutropenie und Anämie und haben ein erhöhtes Risiko für andere Nebenwirkungen nach Einleitungder Behandlung mit Sacituzumab govitecan (siehe Abschnitt 4.8). Bei Patienten, die für das
UGT1A1*28-Allel homozygot waren, und bei Patienten, die für das UGT1A1*6-Allel heterozygotwaren, wurde im Vergleich zu Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygot waren, eine höhere
Inzidenz für Neutropenie, febrile Neutropenie und Anämie Grad 3 - 4 beobachtet. Ca. 20 % derdunkelhäutigen Bevölkerung, 10 % der weißhäutigen Bevölkerung und 2 % der ostasiatischen
Bevölkerung sind homozygot für das UGT1A1*28-Allel. Ca. 0,2 % der dunkelhäutigen Bevölkerung,0,3 % der weißhäutigen Bevölkerung und 27 % der ostasiatischen Bevölkerung sind heterozygot fürdas UGT1A1*6-Allel. In bestimmten Bevölkerungsgruppen können Varianten in anderen Allelenvorherrschend sein, die potenziell mit einer reduzierten Aktivität des Enzyms UGT1A1 assoziiert sind.
Patienten mit bekanntermaßen reduzierter UGT1A1-Aktivität sollten engmaschig auf
Nebenwirkungen überwacht werden. Bei nicht bekanntem UGT1A1-Status ist kein Test erforderlich,da die Behandlung von Nebenwirkungen für alle Patienten dieselbe ist, einschließlich der empfohlenen
Dosisanpassungen.Basierend auf seinem Wirkmechanismus kann Sacituzumab govitecan, wenn es Schwangerenverabreicht wird, eine Teratogenität und/oder embryofetale Letalität verursachen. Sacituzumabgovitecan enthält den genotoxischen Bestandteil SN-38 und zielt auf sich schnell teilende Zellen ab.
Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter sollten über das potenzielle Risiko für den Fötusinformiert werden. Der Schwangerschaftsstatus von gebärfähigen Frauen sollte überprüft werden,bevor eine Behandlung mit Sacituzumab govitecan eingeleitet wird (siehe Abschnitt 4.6).
NatriumDieses Arzneimittel wird für die Verabreichung mit einer Natrium-haltigen Lösung zubereitet (siehe
Abschnitt 6.6). Dies sollte im Zusammenhang mit der gesamten täglichen Natriumaufnahme des
Patienten aus allen Quellen berücksichtigt werden.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
UGT1A1-Inhibitoren
Eine gleichzeitige Anwendung von Sacituzumab govitecan mit UGT1A1-Inhibitoren kann aufgrundeiner potenziellen Erhöhung der systemischen Exposition von SN-38 zu einem vermehrten Auftretenvon Nebenwirkungen führen. Sacituzumab govitecan sollte bei Patienten, die UGT1A1-Inhibitoren(z. B. Propofol, Ketoconazol, EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren) erhalten, mit Vorsicht angewendetwerden.
UGT1A1-Induktoren
Die Exposition von SN-38 kann bei Patienten, die gleichzeitig Induktoren des Enzyms UGT1A1erhalten, reduziert sein. Sacituzumab govitecan sollte bei Patienten, die UGT1A1-Induktoren (z. B.
Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Ritonavir, Tipranavir) erhalten, mit Vorsicht angewendetwerden.
Basierend auf den begrenzten Daten von Patienten, die während der Behandlung mit Sacituzumabgovitecan UGT1A1-Inhibitoren (n = 15) oder -Induktoren (n = 7) erhielten, war die Expositiongegenüber freiem SN-38 bei diesen Patienten mit der bei Patienten vergleichbar, die keine UGT1A1-
Inhibitoren oder -Induktoren erhielten.
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütungsmethode beim Mann und bei der Frau
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und nach der letzten Dosis 6 Monatelang eine wirksame Empfängnisverhütung anwenden.
Männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit
Sacituzumab govitecan und nach der letzten Dosis 3 Monate lang eine wirksame
Empfängnisverhütung anwenden.
SchwangerschaftEs liegen keine Daten zur Anwendung von Sacituzumab govitecan bei Schwangeren vor. Basierendauf seinem Wirkmechanismus kann Sacituzumab govitecan jedoch eine Teratogenität und/oderembryofetale Letalität bewirken, wenn es während der Schwangerschaft verabreicht wird.
Sacituzumab govitecan enthält einen genotoxischen Bestandteil, SN-38, und zielt auf sich schnellteilende Zellen ab.
Sacituzumab govitecan soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer derklinische Zustand der Frau macht eine Behandlung mit Sacituzumab govitecan erforderlich.
Der Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter soll überprüft werden, bevor eine
Behandlung mit Sacituzumab govitecan eingeleitet wird.
Frauen, die schwanger werden, müssen sich unverzüglich an ihren Arzt wenden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Sacituzumab govitecan oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen.
Ein Risiko für gestillte Neugeborene/Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden. Das Stillen solltewährend der Behandlung mit Sacituzumab govitecan und nach der letzten Dosis 1 Monat langunterbrochen werden.
FertilitätBasierend auf tierexperimentellen Erkenntnissen kann Sacituzumab govitecan die Fertilität beigebärfähigen Frauen beeinträchtigen (siehe Abschnitt 5.3). Es liegen keine Humandaten zur
Auswirkung von Sacituzumab govitecan auf die Fertilität vor.
Sacituzumab govitecan hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen, z. B. durch Schwindelgefühl, Ermüdung/Fatigue (siehe Abschnitt 4.8).
Sacituzumab govitecan als Monotherapie
Die häufigsten Nebenwirkungen bei mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten waren:
Neutropenie (67,3 %), Übelkeit (62,1 %), Diarrhö (59,9 %), Ermüdung/Fatigue (57,4 %), Alopezie(48,3 %), Anämie (40,1 %), Obstipation (36,7 %), Erbrechen (31,3 %) und verminderter Appetit(23,3 %).
Die häufigsten Nebenwirkungen vom Grad 3 oder höher waren Neutropenie (48,6 %), Diarrhö(10,0 %), Leukopenie (9,6 %), Anämie (7,7 %), Ermüdung/Fatigue (5,8 %), febrile Neutropenie(5,6 %) und Lymphopenie (3,1 %).
Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Sacituzumab govitecanbehandelt wurden, waren febrile Neutropenie (4,5 %), Diarrhö (3,7 %), Neutropenie (2,9 %) und
Pneumonie (2,1 %).
Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab
Nebenwirkungen, die bei mit Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab behandelten
Patienten auftraten, waren im Allgemeinen mit denen vergleichbar, die im Zusammenhang mit
Sacituzumab govitecan oder Pembrolizumab im Rahmen der Brustkrebsbehandlung auftraten. Diehäufigsten Nebenwirkungen bei mit Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumabbehandelten Patienten waren Diarrhö (70,1 %), Übelkeit (67,9 %), Neutropenie (62,9 %),
Ermüdung/Fatigue (58,4 %), Alopezie (51,6 %), Obstipation (40,7 %), Anämie (36,7 %) und
Erbrechen (29,4 %), und die häufigsten Nebenwirkungen von Grad 3 oder höher waren Neutropenie(43,0 %) und Diarrhö (10,0 %).
Durch die Kombination von Sacituzumab govitecan mit Pembrolizumab erhöhte sich nicht die
Häufigkeit oder der Schweregrad von mit Pembrolizumab assoziierten immunvermittelten
Nebenwirkungen.
Wenn Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab verabreicht wird, sind vor Beginnder Behandlung die Fachinformationen der jeweiligen Kombinationspartner zu konsultieren.
Nebenwirkungen, die für Sacituzumab Govitecan oder die einzelnen Kombinationspartner bei
Anwendung als Monotherapie bekannt sind, können auch während der Kombinationstherapieauftreten, selbst wenn diese Reaktionen in klinischen Studien mit Kombinationstherapie nichtberichtet wurden.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Häufigkeiten der Nebenwirkungen basieren auf einem Datensatz aus vier klinischen Studien unter
Beteiligung von 963 Patienten, die Sacituzumab govitecan 10 mg/kg Körpergewicht zur Behandlungvon metastasiertem TNBC und HR-positivem/HER2-negativem Mammakarzinom erhielten. Im
Median lag die Exposition von Sacituzumab govitecan in diesem Datensatz bei 5,29 Monaten.
Die Sicherheit von Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab wurde außerdem ineiner klinischen Studie mit 221 Patienten mit metastasiertem TNBC untersucht, deren Tumoren PD-
L1 exprimierten und die Sacituzumab govitecan 10 mg/kg an den Tagen 1 und 8 und Pembrolizumab200 mg an Tag 1 eines 21-tägigen Zyklus erhielten. Die mediane Exposition von Sacituzumabgovitecan im Kombinationstherapie-Datensatz betrug 8,9 Monate.
Die Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Sacituzumab govitecan als Monotherapie oder in
Kombination mit Pembrolizumab beobachtet oder im Rahmen der Anwendung von Sacituzumabgovitecan nach der Zulassung gemeldet wurden, sind in Tabelle 3 aufgeführt. Die Häufigkeiten der
Nebenwirkungen basieren auf den Häufigkeiten unerwünschter Ereignisse beliebiger Ursache, wobeiein Teil der Ereignisse für eine Nebenwirkung andere Ursachen als Sacituzumab govitecan habenkann, wie z. B. die Grunderkrankung, andere Arzneimittel oder nicht damit zusammenhängende
Ursachen. Der Schweregrad unerwünschter Arzneimittelwirkungen wurde basierend auf den Common
Terminology Criteria for Adverse Events (Allgemeine Terminologiekriterien für unerwünschte
Ereignisse, CTCAE) beurteilt, wobei die Schweregrade wie folgt definiert sind: Grad 1 = leicht,
Grad 2 = mittelgradig, Grad 3 = schwer, Grad 4 = lebensbedrohlich und Grad 5 = Tod.
Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeitskategorie aufgeführt. Die
Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10);gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 3: Liste der Nebenwirkungen
Systemorganklasse (SOC) und Monotherapie In Kombination mit
Häufigkeit Pembrolizumab
Infektionen und parasitäre ErkrankungenSehr häufig Harnwegsinfektion Harnwegsinfektion
Infektion der oberen Atemwege Infektion der oberen Atemwege
Häufig Sepsis Sepsis
Pneumonie Pneumonie
Influenza Influenza
Bronchitis Bronchitis
Nasopharyngitis Nasopharyngitis
Sinusitis Sinusitis
Oraler Herpes Oraler Herpes
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSehr häufig Neutropenie1 Neutropenie1
Anämie2 Anämie2
Leukopenie3 Leukopenie3
Lymphopenie4
Häufig Febrile Neutropenie Febrile Neutropenie
Thrombozytopenie5 Lymphopenie4
Thrombozytopenie5
Erkrankungen des ImmunsystemsSehr häufig Überempfindlichkeit6 Überempfindlichkeit6
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenSehr häufig Verminderter Appetit Verminderter Appetit
Hypokaliämie
Hypomagnesiämie
Häufig Dehydratation Dehydratation
Hyperglykämie Hyperglykämie
Hypophosphatämie Hypokaliämie
Hypokalzämie Hypomagnesiämie
Hyponatriämie Hypophosphatämie
Hypokalzämie
HyponatriämieHäufig Schlaflosigkeit Schlaflosigkeit
Angst Angst
Erkrankungen des NervensystemsSehr häufig Kopfschmerzen Kopfschmerzen
Schwindelgefühl Schwindelgefühl
Häufig Dysgeusie Dysgeusie
GefäßerkrankungenHäufig Hypotonie Hypotonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsSehr häufig Dyspnoe7 Husten
Husten
Häufig Epistaxis Dyspnoe7
Husten mit Auswurf Epistaxis
Rhinorrhoe Husten mit Auswurf
Nasenverstopfung Rhinorrhoe
Hustensyndrom der oberen Nasenverstopfung
Atemwege
Gelegentlich Hustensyndrom der oberen
Atemwege
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig Diarrhö Diarrhö
Erbrechen Erbrechen
Obstipation Obstipation
Stomatitis Stomatitis
Übelkeit Übelkeit
Abdominalschmerz Abdominalschmerz
Häufig Neutropene Kolitis8 Kolitis
Kolitis Schmerzen Oberbauch
Schmerzen Oberbauch Dyspepsie
Dyspepsie Gastroösophageale
Gastroösophageale Refluxerkrankung
Refluxerkrankung Bauch aufgetrieben
Bauch aufgetrieben
Gelegentlich Enteritis Neutropene Kolitis8
Enteritis
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesSehr häufig Alopezie Alopezie
Ausschlag Ausschlag
Pruritus Pruritus
Häufig Makulo-papulöser Ausschlag Makulo-papulöser Ausschlag
Hauthyperpigmentierung Hauthyperpigmentierung
Dermatitis akneiform Dermatitis akneiform
Trockene Haut Trockene Haut
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSehr häufig Rückenschmerzen Rückenschmerzen
Arthralgie Arthralgie
Häufig Brustschmerzen die Brustschmerzen die
Skelettmuskulatur betreffend Skelettmuskulatur betreffend
Muskelspasmen Muskelspasmen
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeHäufig Hämaturie Hämaturie
Proteinurie Proteinurie
Dysurie Dysurie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr häufig Ermüdung/Fatigue9 Ermüdung/Fatigue9
Häufig Schmerz Schmerz
Schüttelfrost Schüttelfrost
Untersuchungen
Sehr häufig Alkalische Phosphatase im Blut Gewicht erniedrigterhöht Alkalische Phosphatase im Bluterhöht
Häufig Gewicht erniedrigt Laktatdehydrogenase im Blut
Aktivierte partielle erhöht
Thromboplastinzeit verlängert
Laktatdehydrogenase im Blut erhöht
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Häufig Reaktion im Zusammenhang mit Reaktion im Zusammenhang miteiner Infusion einer Infusion1: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Neutropenie; Neutrophilenzahl erniedrigt.2: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Anämie; Hämoglobin erniedrigt; Erythrozytenzahl erniedrigt.3: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Leukopenie; Leukozytenzahl erniedrigt.4: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Lymphopenie; Lymphozytenzahl erniedrigt.5: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Thrombozytopenie; Thrombozytenzahl vermindert.6: Überempfindlichkeitsereignisse wurden bis zum Ende des Tages nach der Verabreichung der Behandlung gemeldet.
Umfasst Ereignisse, die nach den folgenden bevorzugten Begriffen kodiert sind: Ausschlag, infusionsbedingte Reaktion,
Überempfindlichkeit, periorbitales Ödem, Dermatitis an der Katheterstelle, Kontrastmittelreaktion, allergische Dermatitis,
Kontaktdermatitis, Ekzem, erythematöser Hautausschlag, Urtikaria, anaphylaktische Reaktion, Bronchospasmus,
Konjunktivitis allergisch, Dermatitis, akneiforme Dermatitis, Dermatitis exfoliativa generalisiert,
Arzneimittelüberempfindlichkeit, allergische Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, makulöser Ausschlag,makulo-papulöser Ausschlag, papulöser Ausschlag, Ausschlag pustulös, allergische Rhinitis, schwellendes Gesicht,
Schwellung des Augenlids, geschwollene Zunge, Typ-IV-Allergie, Husten mit Pruritus, Husten mit Ausschlag, Dyspnoemit Pruritus, Dyspnoe mit Ausschlag, Dyspnoe mit Giemen und Ausschlag, Hypotonie mit Dyspnoe.
7: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Dyspnoe, Belastungsdyspnoe8: Umfasst den bevorzugten Begriff neutropene Kolitis und Ereignisse, die als Typhlitis gemeldet wurden9: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Fatigue, Asthenie
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenDie nachstehenden Daten spiegeln die Informationen für wesentliche Nebenwirkungen im
Zusammenhang mit Sacituzumab govitecan als Monotherapie in klinischen Prüfungen wider (siehe
Abschnitt 5.1). Die Behandlungsleitlinien für diese Nebenwirkungen sind in den Abschnitten 4.2 und4.4 beschrieben.
NeutropenieDie mediane Zeit bis zum Beginn einer Neutropenie (einschließlich febriler Neutropenie) nach Beginndes ersten Behandlungszyklus betrug 20 Tage. Die mediane Dauer der Neutropenie betrug 10 Tage.
Neutropenie trat bei 67,3 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf, einschließlich
Neutropenie Grad 3 - 4 bei 48,6 % der Patienten. Neutropenie war bei 14,2 % der Patienten der Grundfür eine Dosisreduktion. Neutropene Kolitis wurde bei 1,3 % der Patienten beobachtet. Tödliche
Infektionen infolge einer Neutropenie (einschließlich neutropene Kolitis) traten bei 0,6 % der
Patienten auf.
Febrile Neutropenie trat bei 5,6 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf. Febrile
Neutropenie war bei 2,7 % der Patienten der Grund für eine Dosisreduktion.
Anwendung bei Patienten mit reduzierter UGT1A1-Aktivität
Die Inzidenz von Neutropenie Grad 3 - 4 betrug 59,6 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allelhomozygot waren, 50,7 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel heterozygot waren, und44,9 % bei Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygot waren. Die Inzidenz von febriler
Neutropenie Grad 3 - 4 betrug 10,6 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel homozygot waren,5,9 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel heterozygot waren, und 4,3 % bei Patienten, die fürdas Wildtyp-Allel homozygot waren. Die Inzidenz von Anämie Grad 3 - 4 betrug 10,6 % bei
Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel homozygot waren, 6,4 % bei Patienten, die für das
UGT1A1*28-Allel heterozygot waren, und 6,3 % bei Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygotwaren. Bei Patienten, die für das UGT1A1*6-Allel heterozygot waren, betrug die Inzidenz von
Neutropenie, febriler Neutropenie bzw. Anämie Grad 3 - 4 jeweils 53,8 %, 7,7 % bzw. 7,7 %.
Im Vergleich zu Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygot waren, wurde bei Patienten, die fürdas UGT1A1*28-Allel homozygot waren, und bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allelheterozygot waren, ein früheres medianes Auftreten von Neutropenie und Anämie beobachtet.
DiarrhöNach Beginn des ersten Behandlungszyklus, betrug die Zeit bis zum Auftreten einer Diarrhö im
Median 13 Tage. Die mediane Dauer der Diarrhö betrug 7 Tage.
Diarrhö trat bei 59,9 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf. Ereignisse vom
Grad 3 traten bei 10,0 % der Patienten auf. Vier von 963 Patienten (< 1 %) brachen die Behandlungaufgrund einer Diarrhö ab.
ÜberempfindlichkeitÜberempfindlichkeitsreaktionen, die bis zum Ende des auf die Dosisgabe folgenden Tages gemeldetwurden, traten bei 12,8 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf.
Überempfindlichkeit Grad 3 und höher trat bei 0,5 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten
Patienten auf. Die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen, die zu einem dauerhaften Absetzenvon Sacituzumab govitecan führten, betrug 0,2 %.
ImmunogenitätIn klinischen Studien mit Patienten, die mit Sacituzumab govitecan behandelt wurden, bildeten13 (1,2 %) von 1058 Patienten nach der Verabreichung Antikörper gegen Sacituzumab govitecan; 10dieser Patienten (0,9 % aller mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten) wiesenneutralisierende Antikörper gegen Sacituzumab govitecan auf. In der Studie ASCENT-04 wurden bei207 Patienten, die im Hinblick auf Antikörper gegen Sacituzumab govitecan auswertbar waren und
Sacituzumab govitecan 10 mg/kg in Kombination mit Pembrolizumab erhielten, keinetherapieinduzierten Antikörper gegen Sacituzumab govitecan beobachtet.
Besondere PatientengruppenBei Patienten ab einem Alter von 65 Jahren (8 %) war die Abbruchrate aufgrund unerwünschter
Ereignisse höher als bei jüngeren Patienten (4 %) mit metastasiertem Mammakarzinom. Bei Patientenab einem Alter von 65 Jahren wurden höhere Inzidenzraten für febrile Neutropenie und schwere
Diarrhö beobachtet. Bei Patienten ab einem Alter von 65 Jahren wurde eine höhere Inzidenzratetödlicher Infektionen beobachtet. Bei Patienten ab einem Alter von 75 Jahren (52 %) gab es einehöhere Inzidenzrate schwerwiegender unerwünschter Ereignisse als bei Patienten ab einem Alter von65 Jahren (35 %) und Patienten unter einem Alter von 65 Jahren (25 %) mit metastasiertem
Mammakarzinom.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
In klinischen Studien führten Dosen von bis zu 18 mg/kg (ca. das 1,8-Fache der empfohlenen
Höchstdosis von 10 mg/kg Körpergewicht) zu einer höheren Inzidenz schwerer Neutropenie.
Im Falle einer Überdosierung sollten Patienten engmaschig auf Anzeichen oder Symptome von
Nebenwirkungen, insbesondere schwerer Neutropenie, überwacht und eine entsprechende Behandlungeingeleitet werden.
Pharmakotherapeutische Gruppe: antineoplastische Mittel, monoklonale Antikörper und Antikörper-
Wirkstoff-Konjugate, andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, ATC-
Code: L01FX17.
WirkmechanismusSacituzumab govitecan bindet an Trop-2-exprimierende Tumorzellen und wird in die Zelleninternalisiert, woraufhin SN-38 aus einem hydrolysierbaren Linker freigesetzt wird. SN-38 interagiertmit Topoisomerase I und verhindert den Wiederverschluss von durch Topoisomerase I induzierten
Einzelstrangbrüchen. Die daraus resultierende Schädigung der DNA führt zur Apoptose und zum
Zelltod.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitTriple-negatives Mammakarzinom (TNBC)
In Kombination mit Pembrolizumab bei Patienten mit zuvor unbehandeltem, nicht resezierbarem,lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem TNBC, deren Tumoren PD-L1 exprimieren (ASCENT-04)
Die Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab wurde in einermultizentrischen, offenen, randomisierten Studie (ASCENT-04) untersucht, an der 443 Patienten mitnicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem TNBC teilnahmen, die zuvor nochkeine systemische Therapie gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten hatten und deren Tumorenbei der Voruntersuchung PD-L1 exprimierten (definiert als Tumoren mit einem CPS ≥ 10 unter
Verwendung des PD-L1 IHC 22C3-Assays). Die Patienten durften im Frühstadium des TNBC eine
Chemotherapie mit oder ohne PD-1- oder PD-L1-Inhibitor und/oder eine Strahlentherapie erhaltenhaben; jedoch mussten mindestens 6 Monate zwischen dem Abschluss der kurativen systemischen
Brustkrebstherapie oder der Operation - je nachdem, was zuletzt erfolgte - und dem ersten lokalenoder Fernrezidiv liegen. Eine vorherige Behandlung mit Topoisomerase-1-Inhibitoren oder
Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, die einen Topoisomerase-Inhibitor enthalten, war nicht zulässig.
Patienten mit aktiver chronisch-entzündlicher Darmerkrankung oder Perforation des
Gastrointestinaltrakts (GI) innerhalb von 6 Monaten vor Aufnahme in die Studie oder mit aktivenschwerwiegenden Infektionen, die eine systemische antimikrobielle Therapie erforderten, warenausgeschlossen.
Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach behandlungsfreiem Intervall (De-novo-Erkrankung vs.
Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach Abschluss der kurativen Behandlung versus Rezidiv> 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) sowie nach geografischer Region (Vereinigte
Staaten, Kanada, Westeuropa vs. Rest der Welt) und früherer Exposition gegenüber PD-1- oder PD-
L1-Inhibitoren (ja vs. nein).
Die Patienten wurden randomisiert (1:1), um eine der folgenden Behandlungen zu erhalten:
* Sacituzumab govitecan 10 mg/kg als intravenöse (i.v.) Infusion an den Tagen 1 und 8 von 21-tägigen Zyklen und Pembrolizumab 200 mg an Tag 1 von 21-tägigen Zyklen. Pembrolizumabwurde über maximal 35 Zyklen (etwa 24 Monate) hinweg verabreicht.
* Pembrolizumab 200 mg an Tag 1 von 21-tägigen Zyklen in Kombination mit nab-Paclitaxel100 mg/m² an den Tagen 1, 8 und 15 alle 28 Tage oder Paclitaxel 90 mg/m² an den Tagen 1, 8und 15 alle 28 Tage oder Gemcitabin 1 000 mg/m² und Carboplatin AUC 2 mg/ml/min an den
Tagen 1 und 8 alle 21 Tage. Pembrolizumab wurde über maximal 35 Zyklen (etwa 24 Monate)hinweg verabreicht.
Die Patienten wurden bis zum anhand BICR (Blinded, Independent, Central Review, Prüfung durchverblindetes, unabhängiges, zentrales Überprüfungsgremium) verifizierten Fortschreiten der
Erkrankung, bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität, bis zum Tod oder bis zum Widerruf der
Einwilligung behandelt. Die Tumorbildgebung erfolgte in den ersten 18 Monaten alle 8 Wochen,danach alle 12 Wochen. Nach BICR-verifiziertem radiologisch bestätigtem Fortschreiten der
Erkrankung und Abbruch der Studienbehandlung konnten Patienten, die auf eine Behandlung nach
Wahl des Arztes (Treatment of Physician‘s Choice, TPC) und Pembrolizumab randomisiert wordenwaren, in die Crossover-Phase dieser Studie aufgenommen werden, um eine Monotherapie mit
Sacituzumab govitecan zu erhalten.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das progressionsfreie Überleben (progression-free survival,
PFS) anhand BICR gemäß Response Evaluation Criteria in Solid Tumours (RECIST)-Kriterien
Version 1.1. Zu den weiteren Wirksamkeitsendpunkten zählten das Gesamtüberleben (overall survival,
OS) und die objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR).
Das mediane Alter der Patienten in der Studienpopulation betrug 55 Jahre (Bereich: 23 - 88 Jahre),und 26 % der Patienten waren 65 Jahre oder älter. Alle Patienten waren weiblich (100 %). Die
Mehrheit der Patienten war weiß (58 %) und asiatischer Herkunft (24 %); 6 % waren amerikanische
Ureinwohner oder Ureinwohner Alaskas, 5 % waren schwarz und 3 % gehörten einer anderenethnischen Gruppe an. Vierunddreißig Prozent der Patienten wiesen bei der Voruntersuchung einemetastasierte De-novo-Erkrankung auf, 18 % der Patienten hatten ein Rezidiv innerhalb von 6 bis12 Monaten nach Abschluss der kurativen Behandlung und 48 % hatten ein Rezidiv > 12 Monate nach
Abschluss der kurativen Behandlung. Eins Komma vier Prozent (1,4 %) der Patienten hatten zuvoreinen PD-1- oder PD-L1-Inhibitor erhalten. Bei Studienbeginn wiesen alle Patienten einen ECOG-
Performance-Status von 0 (70 %) oder 1 (30 %) auf. 36 % der Patienten waren prämenopausal und64 % postmenopausal. Die Mehrheit der Patienten (95 %) wies bei der Voruntersuchung einemetastasierte Erkrankung auf; bei 3 % der Patienten wurden Hirnmetastasen beobachtet. Eine BRCA-
Mutationsanalyse mittels Gesamtgenomsequenzierung lag für 75 % der Teilnehmer vor; dabei wiesen21 % der Teilnehmer Tumoren mit BRCA1- oder BRCA2-Mutationen auf.
Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab zeigte anhand BICR eine statistischsignifikante Verbesserung des PFS im Vergleich zur TPC in Kombination mit Pembrolizumab. Zum
Zeitpunkt der Zwischenanalyse des OS betrug die mediane Nachbeobachtungszeit der Patienten22,5 Monate. Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 4, Abbildung 1 und Abbildung 2zusammengefasst.
Tabelle 4: Wirtksamkeitsendpunkte (ASCENT-04)
Sacituzumab govitecan TPC in10 mg/kg in Kombination Kombination mitmit Pembrolizumab Pembrolizumabn = 221 n = 222
Progressionsfreies Überleben anhand BICR1
Anzahl (%) Patienten mit 109 (49 %) 140 (63 %)
Ereignissen
Medianes PFS in Monaten (95-%- 11,2 (9,3, 16,7) 7,8 (7,3, 9,3)
KI)
Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,65 (0,51, 0,84)p-Wert3 0,0009
Objektive Ansprechrate anhand BICR1
ORR (95-%-KI)4 60 % (53, 66) 53% (46, 60)
Gesamtüberleben5
Anzahl (%) Patienten mit 97 (43,9 %) 106 (47,7 %)
Ereignissen
Medianes OS in Monaten (95-%- 31,21 (25,56, NE) 28,39 (24,44, NE)
KI)
Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,915 (0,694, 1,206)1 Basierend auf der Primäranalyse des PFS (Datenstichtag: 3. März 2025) mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von14 Monaten2 Hazard Ratio basierend auf dem stratifizierten Cox-Proportional-Hazards-Modell3 Stratifizierter Log-Rank-Test, angepasst für Stratifizierungsfaktoren: behandlungsfreies Intervall (De-novo-Erkrankung vs.
Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten vs. Rezidiv > 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) undgeografische Region (USA/Kanada/Westeuropa vs. Rest der Welt)4 Basierend auf 2-seitigen 95-%-KI unter Verwendung der Clopper-Pearson-Methode5 Basierend auf Zwischenanalyse des OS (Datenstichtag: 16. Februar 2026)
BICR = verblindetes, unabhängiges, zentralisiertes Überprüfungsgremium (Blinded Independent Central Review);
NE = Nicht erreicht
TPC = nab-Paclitaxel, Paclitaxel oder Gemcitabin
Abbildung 1: Progressionsfreies Überleben nach BICR in ASCENT-04
TRODELVY + Pembrolizumab
TPC + P embrolizumab
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
TRODELVY + Pembrolizumab
TPC + Pembrolizumab
Abbildung 2: Gesamtüberleben in ASCENT-04
TRODELVY + Pembrolizumab
TPC + Pembrolizumab
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
TRODELVY + Pembrolizumab
TPC + Pembrolizumab
Zuvor unbehandeltes, nicht resezierbares, lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes TNBC bei
Patienten, die für eine PD-1-/PD-L1-Inhibitor-Therapie nicht geeignet sind (ASCENT-03)
Die Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan wurde in einer multizentrischen, offenen, randomisierten
Studie (ASCENT-03) untersucht, an der 558 Patienten mit nicht resezierbarem, lokalfortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (mTNBC) teilnahmen, diezuvor noch keine systemische Therapie gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten hatten und füreine Therapie mit PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren nicht geeignet waren. In die Studie aufgenommenwurden Patienten mit PD-L1-negativen Tumoren (definiert als Tumor-CPS < 10 unter Verwendungdes IHC-22C3-Assays) sowie Patienten mit PD-L1-positiven Tumoren (definiert als CPS ≥ 10 unter
Wahrscheinlichkeit für Gesamtüberleben (%) Wahrscheinlichkeit für progressionsfreies
Überleben (%)
Verwendung des IHC-22C3-Assays), sofern sie im (neo)adjuvanten Setting einen PD-1- oder PD-L1-
Inhibitor erhalten hatten oder eine Komorbidität aufwiesen, die eine Behandlung mit einem PD-1-oder PD-L1-Inhibitor ausschloss.
Die Patienten durften im Frühstadium des TNBC eine Chemotherapie mit oder ohne PD-1- oder PD-
L1-Inhibitor und/oder eine Strahlentherapie erhalten haben; jedoch mussten mindestens 6 Monatezwischen dem Abschluss der systemischen (neo)adjuvanten Brustkrebstherapie oder der Operation - jenachdem, was zuletzt erfolgte - und dem ersten lokalen oder Fernrezidiv liegen. Eine vorherige
Behandlung mit Topoisomerase-1-Inhibitoren oder Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, die einen
Topoisomerase-Inhibitor enthalten, war nicht zulässig.
Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder Sacituzumab govitecan 10 mg/kgals intravenöse Infusion an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Zyklus (n = 279) oder eine
Behandlung nach Wahl des Arztes (Treatment of Physician‘s Choice, TPC, n = 279) zu erhalten. Die
TPC wurde vom Prüfarzt vor der Randomisierung aus einem der folgenden Regimen bestimmt:
Gemcitabin und Carboplatin, Paclitaxel oder Nab-Paclitaxel. Die Randomisierung erfolgte stratifiziertnach De-novo-Erkrankung vs. Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach Abschluss der kurativen
Behandlung versus Rezidiv > 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung sowie nachgeografischer Region (Vereinigte Staaten, Kanada, Westeuropa vs. Rest der Welt).
Die Patienten wurden bis zum anhand BICR (Blinded, Independent, Central Review, Prüfung durchverblindetes, unabhängiges, zentrales Überprüfungsgremium) verifizierten Fortschreiten der
Erkrankung, bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität, bis zum Tod oder bis zum Widerruf der
Einwilligung behandelt. Die Tumorbildgebung erfolgte im ersten Jahr alle 6 Wochen, danach alle12 Wochen. Nach BICR-verifiziertem objektivem Fortschreiten der Erkrankung und Abbruch der
Studienbehandlung konnten Patienten, die auf die TPC-Chemotherapie randomisiert worden waren,
Sacituzumab govitecan in der Crossover-Phase der Studie erhalten, sofern sie die entsprechenden
Voraussetzungen erfüllten.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das progressionsfreie Überleben (progression-free survival,
PFS) anhand BICR gemäß Response Evaluation Criteria in Solid Tumours (RECIST)-Kriterien
Version 1.1. Zu den weiteren Wirksamkeitsendpunkten zählten das Gesamtüberleben (overall survival,
OS) und die objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) anhand BICR.
Das mediane Alter der Studienpopulation betrug 55 Jahre (Bereich: 23 - 86 Jahre), und 26 % der
Patienten waren 65 Jahre oder älter; 99,5 % der Patienten waren weiblich. Die Mehrheit der Patientenwar weiß (64 %); 23 % waren asiatischer Herkunft, 3 % waren schwarz und 4 % gehörten eineranderen ethnischen Gruppe an. Einunddreißig Prozent (31 %) der Patienten wiesen eine De-novo-
Erkrankung auf, 21 % der Patienten hatten eine Rezidiverkrankung mit einem krankheitsfreien
Intervall (disease-free interval, DFI) von 6 bis 12 Monaten und 48 % der Patienten mit einem DFI> 12 Monaten. Bei 99,5 % der eingeschlossenen Patienten waren die Tumoren PD-L1-negativ, bei0,5 % der Patienten waren die Tumoren PD-L1-positiv. Bei Studienbeginn wiesen alle Patienten einen
ECOG-Performance-Status von 0 (66 %) oder 1 (34 %) auf. Die Mehrheit der Patienten (97,8 %) wiesbei der Voruntersuchung eine metastasierte Erkrankung auf; bei 5 % der Patienten wurden
Hirnmetastasen beobachtet. Der BRCA-1/2-Mutationsstatus war bei 76 % der Teilnehmer bekannt,von denen 18 % der getesteten Studienteilnehmer positive BRCA-Mutationen aufwiesen.
Sacituzumab govitecan zeigte anhand BICR eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS im
Vergleich zur TPC. Zum Zeitpunkt der ersten Zwischenanalyse des OS betrug die mediane
Nachbeobachtungszeit der Patienten 17,7 Monate.
Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 5, Abbildung 3 und Abbildung 4 zusammengefasst.
Tabelle 5. Wirksamkeitsendpunkte (ASCENT-03)
Sacituzumab govitecan TPCn = 279 n = 279
Progressionsfreies Überleben anhand BICR1
Anzahl (%) Patienten mit 161 (58 %) 188 (67 %)
Ereignissen
Medianes PFS in Monaten (95-%- 9,7 6,9
KI) (8,1; 11,1) (5,6; 8,2)
Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,62 (0,50; 0,77)p-Wert3 < 0,0001
Objektive Ansprechrate anhand BICR1
ORR (95-%-KI)4 48 % 46 %(42 %, 54 %) (40 %, 52 %)
Gesamtüberleben5
Anzahl (%) Patienten mit 139 (50 %) 144 (52 %)
Ereignissen
Medianes OS in Monaten (95-%- 21,5 (18,9; 26,5) 21,3 (18,7; 25,2)
KI)
Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,95 (0,75; 1,20)1. Basierend auf der Primäranalyse des PFS (Datenstichtag: 2. April 2025) mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von13,2 Monaten2. Hazard Ratio mit 95-%-Konfidenzintervallen basierend auf dem stratifizierten Cox-Proportional-Hazards-Modell,adjustiert für Randomisierungsstratifizierungsfaktoren: Stratifizierung nach Erkrankung (De-novo-Erkrankung vs.
Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten vs. Rezidiv > 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) sowie nachgeografischer Region (USA/Kanada/Westeuropa vs. Rest der Welt)3. Zweiseitiger p-Wert basierend auf dem Log-Rank-Test, adjustiert für Randomisierungsstratifizierungsfaktoren:
Stratifizierung nach Erkrankung (De-novo-Erkrankung vs. Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten vs. Rezidiv> 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) sowie nach geografischer Region (USA/Kanada/Westeuropa vs.
Rest der Welt)4. Das 95-%-Konfidenzintervall basiert auf der exakten Clopper-Pearson-Methode.5. Basierend auf der ersten Zwischenanalyse des OS (Datenstichtag 27. Oktober 2025) mit einer medianen
Nachbeobachtungszeit von 17,7 Monaten
BICR = verblindetes, unabhängiges, zentralisiertes Überprüfungsgremium (Blinded Independent Central Review);
KI = Konfidenzintervall
TPC = Gemcitabin und Carboplatin, Paclitaxel oder Nab-Paclitaxel
Abbildung 3: Progressionsfreies Überleben nach BICR in ASCENT-03 (Datenstichtag2. April 2025)
Trodelvy
TPC
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
Trodelvy
TPC
Abbildung 4: Gesamtüberleben in ASCENT-03 (Datenstichtag 27. Oktober 2025)
Trodelvy
TPC
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
Trodelvy
TPC
Nicht resezierbares oder metastasiertes triple-negatives Mammakarzinom (ASCENT)
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Sacituzumab govitecan wurde in der internationalen,multizentrischen, offenen, randomisierten Phase-III-Studie ASCENT (IMMU-132-05) untersucht, diemit 529 Patienten mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem TNBCdurchgeführt wurde, welche nach mindestens zwei vorherigen Chemotherapien (keine Obergrenze)gegen Brustkrebs ein Rezidiv erlitten hatten. Eine vorherige adjuvante oder neoadjuvante Therapie beieiner Erkrankung im frühen Stadium ('limited disease“) galt als eine der erforderlichen vorherigen
Wahrscheinlichkeit für Gesamtüberleben (%) Wahrscheinlichkeit für progressionsfreies Überleben (%)
Behandlungen, wenn innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der Chemotherapie eine nichtresezierbare, lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung auftrat. Alle Patienten erhieltenzuvor eine Behandlung mit Taxanen, entweder als adjuvante oder neoadjuvante Therapie oder als
Therapie einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, sofern sie keine Kontraindikation hatten bzw. keine
Unverträglichkeit gegenüber Taxanen aufwiesen. Poly-ADP-Ribose-Polymerase(PARP)-Inhibitorenwaren als eine der zwei vorherigen Chemotherapien bei Patienten mit dokumentierter BRCA1-/BRCA2-Keimbahnmutation zulässig.
Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder Sacituzumab govitecan 10 mg/kgals intravenöse Infusion an Tag 1 und Tag 8 eines 21-tägigen Behandlungszyklus oder eine
Behandlung nach Wahl des Arztes (TPC), die entsprechend der Körperoberfläche und gemäß derzugelassenen Produktinformation dosiert wurde, zu erhalten. Die TPC wurde vom Prüfarzt vor der
Randomisierung aus einem der folgenden Monotherapie-Regimen bestimmt: Eribulin (n = 139),
Capecitabin (n = 33), Gemcitabin (n = 38) oder Vinorelbin (außer in Fällen, in denen der Patient eine
Neuropathie ≥ Grad 2 aufwies, n = 52). Patienten mit stabilen Hirnmetastasen (vorbehandelt, nichtfortschreitend, ohne Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Krampfanfällen und unterstabiler Corticosteroid-Dosis seit mindestens 2 Wochen) waren für die Aufnahme in die Studiegeeignet. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Bestimmung der Hirnmetastasen war nur bei
Patienten mit bekannten oder Verdacht auf Hirnmetastasen erforderlich. Patienten mit bekanntem
Morbus Gilbert-Meulengracht, nur die Knochen betreffender Erkrankung, mit bekannter instabiler
Angina pectoris, Myokardinfarkt oder kongestivem Herzversagen in der Vorgeschichte, aktiverchronisch-entzündlicher Darmerkrankung oder Perforation des Gastrointestinaltrakts (GI), Infektionmit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV), aktiver Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion oder
Patienten, die innerhalb von 30 Tagen zuvor mit einem Lebendimpfstoff geimpft wurden oder dievorher Irinotecan erhalten hatten, waren von der Studie ausgeschlossen.
Die Patienten wurden so lange behandelt, bis eine Krankheitsprogression oder eine inakzeptable
Toxizität auftrat. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das PFS bei Patienten ohne Hirnmetastasenbei Baseline (d. h. BMNeg [Brain Metastases-Negative]), gemessen von einem verblindeten,unabhängigen, zentralisierten Überprüfungsgremium (BICR) aus Radiologieexperten anhand der
RECIST-Kriterien Version 1.1. Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte waren das PFS anhand BICR fürdie Gesamtpopulation, einschließlich aller Patienten mit und ohne Hirnmetastasen, das
Gesamtüberleben (Overall Survival, OS), die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR)und die Dauer des Ansprechens (Duration of Response, DOR).
Die primäre Analyse umfasste 235 BMNeg-Patienten in der Sacituzumab-govitecan-Gruppe und233 BMNeg-Patienten in der TPC-Gruppe. Die Analyse der Gesamtpopulation umfasste 267 Patientenin der Sacituzumab govitecan-Gruppe und 262 Patienten in der TPC-Gruppe.
Die demografischen Daten und die Baseline-Charakteristika der Gesamtpopulation (n = 529) waren:medianes Alter von 54 Jahren (Bereich: 27 - 82 Jahre) und 81 % < 65 Jahre; 99,6 % weiblich; 79 %
Weiß; 12 % Schwarz; die mediane Anzahl vorheriger systemischer Therapien betrug 4; 69 % hattenzuvor 2 bis 3 Chemotherapien erhalten; 31 % hatten zuvor > 3 Chemotherapien erhalten; 42 % hatten
Lebermetastasen; 12 % hatten frühere oder gegenwärtige Hirnmetastasen; 8 % wiesen einen positiven
BRCA1-/BRCA2-Mutationsstatus auf; der BRCA-Status war für 339 Patienten verfügbar. Bei
Studieneintritt wiesen alle Patienten einen ECOG-Performance-Status von 0 (43 %) oder 1 (57 %) auf.
Die mediane Zeit von der Diagnose des Krankheitsstadiums 4 bis zum Studieneintritt betrug16,2 Monate (Bereich: -0,4 bis 202,9 Monate). Die häufigsten früheren Chemotherapien waren
Cyclophosphamid (83 %), Anthracycline (83 %) einschließlich Doxorubicin (53 %), Paclitaxel (78 %),
Carboplatin (65 %), Capecitabin (67 %), Gemcitabin (36 %), Docetaxel (35 %) und Eribulin (33 %).
Insgesamt hatten 29 % der Patienten zuvor eine PD-1- oder PD-L1-Therapie erhalten. In der
Gesamtpopulation hatten 13 % der Patienten in der Sacituzumab-govitecan-Gruppe zuvor nur 1systemische Therapie im Zusammenhang mit Metastasen erhalten.
Die Wirksamkeitsergebnisse in der BMNeg-Population zeigten bei Anwendung von Sacituzumabgovitecan gegenüber TPC eine statistisch signifikante Verbesserung hinsichtlich des PFS bzw. des OSmit Hazard Ratios (HR) von 0,41 (n = 468; 95-%-KI: 0,32, 0,52; p-Wert: < 0,0001) bzw. 0,48(n = 468; 95-%-KI: 0,38, 0,59; p-Wert: < 0,0001). Das mediane PFS betrug bei mit Sacituzumabgovitecan bzw. TPC behandelten Patienten 5,6 Monate bzw. 1,7 Monate und das mediane OS betrug12,1 Monate bzw. 6,7 Monate.
Die Wirksamkeitsergebnisse in der Gesamtpopulation waren in der vorab festgelegten Endanalyse(Datenschnitt 11. März 2020) mit der BMNeg-Population konsistent und sind in Tabelle 6zusammengefasst.
Tabelle 6: Wirksamkeitsendpunkte (Gesamtpopulation) - vorab festgelegte Endanalyse(ASCENT)
Vorab festgelegte Endanalyse(Datenschnitt 11. März 2020)
Sacituzumab govitecan Behandlung nach Wahl des
Arztes (TPC)n = 267 n = 262
Progressionsfreies Überleben (PFS)1
Anzahl Ereignisse (%) 190 (71,2) 171 (65,3)
Medianes PFS in Monaten 4,8 1,7(95-%-KI) (4,1, 5,8) (1,5, 2,5)
Hazard Ratio (95-%-KI) 0,43 (0,35, 0,54)p-Wert2 < 0,0001
Gesamtüberleben (OS)
Anzahl Todesfälle (%) 179 (67,0) 206 (78,6)
Medianes OS in Monaten (95-%-KI) 11,8 6,9(10,5, 13,8) (5,9, 7,7)
Hazard Ratio (95-%-KI) 0,51 (0,41, 0,62)p-Wert2 < 0,0001
Gesamtansprechrate (ORR)
Anzahl Responder (%) 83 (31) 11 (4)
Odds Ratio (95-%-KI) 10,99 (5,66, 21,36)p-Wert3 < 0,0001
Vollständige Remission, n (%) 10 (4) 2 (1)
Partielle Remission, n (%) 73 (27) 9 (3)
Dauer des Ansprechens (DOR)
Mediane DOR in Monaten 6,3 3,6(95-%-KI) (5,5, 9,0) (2,8, n. a.)1 PFS wurde definiert als die Zeit vom Datum der Randomisierung bis zum Datum der ersten radiologischen
Krankheitsprogression oder bis zum Datum des Todes beliebiger Ursache, je nachdem, was zuerst eintrat.2 Stratifizierter Log-Rank-Test, angepasst für Stratifizierungsfaktoren: Anzahl vorheriger Chemotherapien, Vorhandenseinbekannter Hirnmetastasen bei Studieneintritt und Region3 Basierend auf einem Cochran-Mantel-Haenszel-Test
KI = Konfidenzintervalln. a.= not applicable
Die Ergebnisse einer aktualisierten Wirksamkeitsanalyse (finaler Datenschnitt vom 25. Februar 2021)waren mit der vorab festgelegten Endanalyse konsistent. Das mediane PFS nach BICR unter
Sacituzumab govitecan betrug 4,8 Monate gegenüber 1,7 Monaten unter TPC (HR von 0,41; 95-%-KI:0,33, 0,52). Das mediane OS unter Sacituzumab govitecan betrug 11,8 Monate gegenüber 6,9 Monatenunter TPC (HR von 0,51; 95-%-KI: 0,42, 0,63). Die Kaplan-Meier-Kurven für das aktualisierte PFSnach BICR und OS finden sich in Abbildungen 5 und 6.
Abbildung 5: Progressionsfreies Überleben (Gesamtpopulation; finaler Datenschnitt vom25. Februar 2021) anhand BICR in ASCENT
Trodelvy
TPC
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
Trodelvy 267 184 135 82 55 34 23 17 11 8 5 1 0
TPC 262 86 36 12 6 3 1 1 0 0 0 0 0
Abbildung 6: Gesamtüberleben (Gesamtpopulation; finaler Datenschnitt vom 25. Februar 2021)in ASCENT
Trodelvy
TPC
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
Trodelvy 267 250 232 209 178 152 125 108 79 62 49 37 25 14 7 2 0
TPC 262 222 174 132 101 66 54 45 34 31 26 12 7 3 2 0 0
SubgruppenanalyseIn Subgruppenanalysen waren die Verbesserungen des PFS und des OS bei mit Sacituzumabgovitecan im Vergleich zu mit TPC behandelten Patienten über alle Patienten-Subgruppen hinwegkonsistent, und zwar unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft, BRCA-Status, Anzahl vorherigersystemischer Therapien insgesamt (2 und > 2, 2 - 3 und > 3) und im metastasierten Setting (1 und> 1), vorheriger Therapie mit Anthracyclinen oder PD-L1-Inhibitoren sowie Lebermetastasen.
Wahrscheinlichkeit für OS (%) Wahrscheinlichkeit für PFS (%)
Hirnmetastasen
Eine explorative Analyse des PFS bzw. des OS bei Patienten mit zuvor behandelten stabilen
Hirnmetastasen zeigte eine stratifizierte HR von 0,65 (n = 61; 95-%-KI: 0,35, 1,22) bzw. 0,87 (n = 61;95-%-KI: (0,47, 1,63). Das mediane PFS betrug bei mit Sacituzumab govitecan bzw. TPC behandelten
Patienten 2,8 Monate bzw. 1,6 Monate und das mediane OS betrug 6,8 Monate bzw. 7,5 Monate.
Trop-2-Expression
Es wurden zusätzliche Subgruppenanalysen durchgeführt, um die Wirksamkeit hinsichtlich des
Ausmaßes der Trop-2-Expression des Tumors zu untersuchen; die Ergebnisse waren über dieverschiedenen angewendeten Scoringverfahren hinweg konsistent. Bei Patienten mit niedrigen
Trop-2-Konzentrationen, gemessen anhand einer in Quartile eingeteilten Membran-H-Score, wurdesowohl für das PFS (HR: 0,64; 95-%-KI: 0,37, 1,11), als auch für das OS (HR: 0,71; 95-%-KI: 0,42,1,21), ein Nutzen von Sacituzumab govitecan im Vergleich zu TPC gezeigt.
HR-positives, HER2-negatives Mammakarzinom
Nicht resezierbares oder metastasiertes HR-positives/HER2-negatives Mammakarzinom (TROPiCS-02)
Die Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan wurde in der multizentrischen, offenen, randomisierten
Studie TROPiCS-02 (IMMU-132-09) untersucht, die mit 543 Patienten mit nicht resezierbarem, lokalfortgeschrittenem oder metastasiertem HR-positivem, HER2-negativem (IHC 0, IHC 1+ oder
IHC 2+/ISH-) Mammakarzinom durchgeführt wurde, deren Erkrankung nach dem folgenden Settingfortgeschritten ist: ein CDK 4/6-Inhibitor, eine endokrine Therapie und ein Taxan. Die Patientenhatten zuvor mindestens zwei Chemotherapien im metastasierten Setting erhalten (von denen eine imneoadjuvanten oder adjuvanten Setting verabreicht worden sein konnte, wenn innerhalb von12 Monaten nach Abschluss der Chemotherapie eine Progression oder ein Rezidiv auftrat). Patientenmit nur die Knochen betreffender Erkrankung, aktiver chronisch-entzündlicher Darmerkrankung undbekannter Darmobstruktion in der Vorgeschichte, bekannter instabiler Angina pectoris oder
Myokardinfarkt oder kongestivem Herzversagen oder aktiver Hepatitis-B- oder -C-Infektion in der
Vorgeschichte waren von der Studie ausgeschlossen.
Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder Sacituzumab govitecan 10 mg/kgals intravenöse Infusion an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Behandlungszyklus (n = 272) oder
TPC (n = 271) zu erhalten. Die TPC wurde vom Prüfarzt vor der Randomisierung aus einem derfolgenden Monotherapie-Regimen bestimmt: Eribulin (n = 130), Vinorelbin (n = 63), Gemcitabin(n = 56) oder Capecitabin (n = 22). Die Randomisierung wurde basierend auf früheren
Chemotherapie-Regimen gegen eine metastasierte Erkrankung (2 vs. 3-4), viszeralen Metastasen (javs. nein) und einer endokrinen Therapie im metastasierten Setting über einen Zeitraum von mindestens6 Monaten (ja vs. nein) stratifiziert.
Die Patienten wurden so lange behandelt, bis eine Krankheitsprogression oder eine inakzeptable
Toxizität auftrat. Das primäre Wirksamkeitskriterium war das PFS, bestimmt anhand BICR gemäß
RECIST Version 1.1 Weitere Wirksamkeitskriterien waren OS, ORR anhand BICR und DOR anhand
BICR.
Das mediane Alter der Studienpopulation betrug 56 Jahre (Bereich: 27-86 Jahre), und 26 % der
Patienten waren 65 Jahre oder älter. Fast alle Patienten waren weiblich (99 %). Die Mehrheit der
Patienten waren Weiße (67 %); 4 % waren Schwarze, 3 % waren Asiaten und 26 % warenunbekannter ethnischer Herkunft. Die Patienten hatten im Median 7 (Bereich: 3 bis 17) vorherigesystemische Regime in beliebigem Setting und 3 (Spanne: 0 bis 8) vorherige systemische
Chemotherapie-Regime im metastasierten Setting erhalten. Ca. 42 % der Patienten hatten 2 vorherige
Chemotherapie-Regime gegen eine metastasierte Erkrankung erhalten; im Vergleich dazu hatten 58 %der Patienten 3 oder 4 vorherige Chemotherapie-Regime erhalten. Die meisten Patienten hatten eineendokrine Therapie im metastasierten Setting über einen Zeitraum von ≥ 6 Monaten (86 %) erhalten.
Die Patienten hatten einen ECOG Performance-Status von 0 (44 %) oder 1 (56 %). Fünfundneunzig
Prozent der Patienten hatten viszerale Metastasen; 4,6 % der Patienten hatten stabile, zuvor behandelte
Hirnmetastasen.
Sacituzumab govitecan zeigte im Vergleich zu TPC eine statistisch signifikante Verbesserung des PFSanhand BICR und des OS. Die Verbesserung des PFS anhand BICR und des OS war im Allgemeinenzwischen den vorab festgelegten Subgruppen konsistent. Die Wirksamkeitsergebnisse sind in
Tabelle 7 zusammengefasst.
Tabelle 7: Wirksamkeitsendpunkte - vorab festgelegte Endanalyse (TROPiCS-02)
Sacituzumab govitecan TPCn = 272 n = 271
Progressionsfreies Überleben anhand BICR1
Anzahl Ereignisse (%) 170 (62,5 %) 159 (58,7 %)
Medianes PFS in Monaten (95-%- 5,5 (4,2, 7,0) 4,0 (3,1, 4,4)
KI)
Hazard Ratio (95-%-KI) 0,661 (0,529, 0,826)p-Wert2 0,0003
PFS-Rate nach 12 Monaten, % 21,3 (15,2, 28,1) 7,1 (2,8, 13,9)(95-%-KI)
Gesamtüberleben3
Anzahl Ereignisse (%) 191 (70,2 %) 199 (73,4 %)
Medianes OS in Monaten (95-%- 14,4 (13,0, 15,7) 11,2 (10,1, 12,7)
KI)
Hazard Ratio (95-%-KI) 0,789 (0,646, 0,964)p-Wert2 0,0200
Objektive Ansprechrate anhand BICR3
Anzahl Responder (%) 57 (21,0 %) 38 (14,0 %)
Odds Ratio (95-%-KI) 1,625 (1,034, 2,555)p-Wert 0,03481 PFS wurde definiert als die Zeit vom Datum der Randomisierung bis zum Datum der ersten radiologischen
Krankheitsprogression oder bis zum Datum des Todes beliebiger Ursache, je nachdem, was zuerst eintrat (Datenstichtag3. Januar 2022).2 Stratifizierter Log-Rank-Test, angepasst für Stratifizierungsfaktoren: vorherige Chemotherapie-Regime gegen einemetastasierte Erkrankung (2 vs. 3-4), viszerale Metastasen (ja vs. nein) und endokrine Therapie im metastasierten Settingüber einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten (ja vs. nein).3 Basierend auf einer zweiten Zwischenanalyse des OS (Datenstichtag 1. Juli 2022).
BICR = verblindetes, unabhängiges, zentralisiertes Überprüfungsgremium (Blinded, Independent, Central Review); KI =
Konfidenzintervall
Die Ergebnisse einer aktualisierten Wirksamkeitsanalyse mit einer medianen Nachbeobachtungsdauervon 12,8 Monaten (Datenstichtag 1. Dezember 2022) waren mit der vorab festgelegten Endanalysekonsistent. Das mediane PFS nach BICR unter Sacituzumab govitecan betrug 5,5 Monate gegenüber4,0 Monaten unter TPC (HR von 0,65; 95-%-KI: 0,53, 0,81). Das mediane OS unter Sacituzumabgovitecan betrug 14,5 Monate gegenüber 11,2 Monaten unter TPC (HR von 0,79; 95-%-KI: 0,65,0,95). Die Kaplan-Meier-Kurven für das aktualisierte PFS nach BICR und OS finden sich in
Abbildungen 7 und 8.
Abbildung 7: Progressionsfreies Überleben nach BICR (Datenstichtag 1. Dezember 2022) in
TROPiCS-02
Trodelvy
TPC
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
Trodelvy
TPC
Abbildung 8: Gesamtüberleben (Datenstichtag 1. Dezember 2022) in TROPiCS-02
Trodelvy
TPC
Zensiert
Zeit (Monate)
Anzahl Risikopatienten
Trodelvy
TPC
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Sacituzumab govitecan eine Freistellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen für die
Behandlung von Brustkrebs gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei
Kindern und Jugendlichen).
Wahrscheinlichkeit für Gesamtüberleben (%) Wahrscheinlichkeit für progressionsfreies Überleben (%)
Die Serumpharmakokinetik von Sacituzumab govitecan und SN-38 wurde bei Patienten mitmetastasiertem Brustkrebs (metastatic breast cancer, mBC) untersucht, die Sacituzumab govitecan beieiner Dosis von 10 mg/kg als Monotherapie oder in Kombination mit Pembrolizumab erhielten. Diepharmakokinetischen Parameter von Sacituzumab govitecan und freiem SN-38 bei Verabreichung als
Monotherapie oder in Kombination mit Pembrolizumab sind in Tabelle 8 aufgeführt.
Die gleichzeitige Verabreichung von Pembrolizumab hatte keine Auswirkungen auf die
Pharmakokinetik von Sacituzumab govitecan oder SN-38.
Tabelle 8: Zusammenfassung der mittleren PK-Parameter (CV%) von Sacituzumab govitecanund freiem SN-38
Sacituzumab govitecan Freies SN-38
Cmax [ng/ml] 258 378 (17 %) 97 (41 %)
AUC0-168 [ng*h/ml] 12 285 980 (19 %) 3 120 (62 %)
* Berechnung der Parameter anhand einer Populations-PK-Analyse
Cmax: maximale Serumkonzentration 0-168 Stunden nach der ersten Dosis
AUC0-168: Fläche unter der Serumkonzentrations-Zeit-Kurve über einen Zeitraum von 168 Stunden nach der ersten Dosis
VerteilungBasierend auf populationspharmakokinetischen Analysen betrug das Steady-State-Verteilungsvolumenvon Sacituzumab govitecan bei Verabreichung als Monotherapie oder in Kombination mit
Pembrolizumab 4,79 l.
BiotransformationEs wurden keine Biotransformationsstudien mit Sacituzumab govitecan durchgeführt.
SN-38 (der kleinmolekulare Anteil von Sacituzumab govitecan) wird durch UGT1A1 metabolisiert.
EliminationDie mediane Eliminationshalbwertszeit (t1/2) von Sacituzumab govitecan bzw. freiem SN-38 betrug,basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse, bei Patienten, die Sacituzumab govitecanals Monotherapie oder in Kombination mit Pembrolizumab erhielten, 170 Stunden bzw. 21,4 Stunden.
Die geschätzte mittlere (CV %) Clearance von Sacituzumab govitecan beträgt 0,129 l/h (21 %).
Besondere PatientengruppenIm Rahmen von pharmakokinetischen Analysen an mit Sacituzumab govitecan behandelten Patientenwurden keine Auswirkungen von Alter, ethnischer Herkunft und leichter oder mittelgradiger
Nierenfunktionsbeeinträchtigung auf die Pharmakokinetik von Sacituzumab govitecan festgestellt.
NierenfunktionsbeeinträchtigungDie renale Elimination trägt bekanntermaßen minimal zur Ausscheidung von SN-38, demkleinmolekularen Anteil von Sacituzumab govitecan, bei. Es liegen keine Daten zur Pharmakokinetikvon Sacituzumab govitecan bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsbeeinträchtigung oderterminaler Niereninsuffizienz (CrCl < 15 ml/min) vor.
Beeinträchtigung der Leber
Die Exposition von Sacituzumab govitecan bei Patienten mit leichter Beeinträchtigung der Leber(Bilirubin ≤ ULN und AST > ULN oder Bilirubin > 1,0 bis ≤ 1,5-mal ULN und AST beliebiger
Konzentration) ist vergleichbar mit der bei Patienten mit normaler Leberfunktion (Bilirubin und AST≤ ULN).
Es liegen begrenzte Daten zu den Expositionen gegenüber Sacituzumab govitecan und freiem SN-38bei Patienten mit mittelgradiger oder schwerer Beeinträchtigung der Leber vor.
SN-38 war in einem In-vitro-Mikronukleustest an Säugetierzellen bei Ovarialzellen des chinesischen
Hamsters klastogen und war in einem bakteriellen In-vitro-Reverse-Mutations-Test (Ames-Test) nichtmutagen.
In einer Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen führte die intravenöse Anwendungvon Sacituzumab govitecan bei Dosen von ≥ 60 mg/kg (dem 1,9-Fachen der für den Menschenempfohlenen Dosis von 10 mg/kg basierend auf allometrischer Skalierung des Körpergewichts) zu
Atrophie des Endometriums, Uterusblutung, verstärkter Atresie der Ovarialfollikel und Atrophie dervaginalen Epithelzellen.
In nicht-klinischen Daten zum neuartigen Hilfsstoff MES wurden bei herkömmlichen Studien zur
Toxizität und Genotoxizität bei wiederholter Gabe keine speziellen Risiken für Menschen beobachtet.
2-(Morpholin-4-yl)ethan-1-sulfonsäure (MES)
Polysorbat 80 (E 433)
Trehalose-Dihydrat (Ph.Eur.)
Das Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln, außer mit den unter Abschnitt 6.6aufgeführten, gemischt werden.
Ungeöffnete Durchstechflasche3 Jahre.
Nach der RekonstitutionDie rekonstituierte Lösung sollte unverzüglich zur Herstellung der verdünnten Infusionslösungverwendet werden. Der Infusionsbeutel, der die verdünnte Lösung enthält, kann bis zu 24 Stundenlang vor Licht geschützt im Kühlschrank (2 °C bis 8 °C) aufbewahrt werden, falls er nicht sofortverwendet wird.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe
Abschnitt 6.3.
50-ml-Durchstechflasche aus farblosem, durchsichtigem Glas Typ 1, die mit einem elastomeren
Butylstopfen versehen und mit einem Flip-off-Siegel aus Aluminium versiegelt ist und 200 mg
Sacituzumab govitecan enthält.
Jede Packung enthält eine Durchstechflasche.
Trodelvy ist ein zytotoxisches Arzneimittel. Die entsprechenden Verfahren zur Handhabung und
Beseitigung müssen eingehalten werden.
Rekonstitution* Die erforderliche Dosis (mg) von Trodelvy basierend auf dem Körpergewicht des Patientenberechnen.
* Mithilfe einer sterilen Spritze langsam 20 ml 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung(9 mg/ml) in jede Durchstechflasche injizieren. Die daraus resultierende Konzentration beträgt10 mg/ml.
* Die Durchstechflaschen behutsam schwenken und den Inhalt bis zu 15 Minuten lang auflösenlassen. Nicht schütteln. Das Produkt sollte vor der Anwendung visuell auf Partikel und
Verfärbungen untersucht werden. Die Lösung sollte frei von sichtbaren Partikeln, durchsichtigund gelb sein. Die rekonstituierte Lösung nicht verwenden, wenn sie trübe oder verfärbt ist.
* Die Lösung unverzüglich zur Herstellung einer verdünnten Infusionslösung verwenden.
Verdünnung* Das Volumen der rekonstituierten Lösung berechnen, das erforderlich ist, um die richtige Dosisgemäß dem Körpergewicht des Patienten zu erhalten.
* Das endgültige Volumen der Infusionslösung bestimmen, das erforderlich ist, um die richtige
Dosis in einem Sacituzumab-govitecan-Konzentrationsbereich von 1,1 mg/ml bis 3,4 mg/ml zuverabreichen.
* Das Volumen an 0,9%iger Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml), das dem Volumen dererforderlichen rekonstituierten Lösung entspricht, aus dem endgültigen Infusionsbeutelentnehmen und entsorgen.
* Die berechnete Menge der rekonstituierten Lösung mit einer Spritze aus der/den
Durchstechflasche(n) entnehmen. Etwaige in der/den Durchstechflasche(n) verbleibende
Mengen entsorgen.
* Um möglichst wenig Schaumbildung zu verursachen, das erforderliche Volumen anrekonstituierter Lösung langsam in einen Infusionsbeutel aus Polyvinylchlorid, Polyolefin(Polypropylen und/oder Polyethylen) oder Ethylenvinylacetat injizieren. Den Inhalt nichtschütteln.
* Falls erforderlich, das Volumen im Infusionsbeutel nach Bedarf mit 0,9%iger Natriumchlorid-
Injektionslösung (9 mg/ml) anpassen, um eine Konzentration von 1,1 mg/ml bis 3,4 mg/ml zuerhalten. Es sollte ausschließlich 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml)verwendet werden, da die Stabilität des rekonstituierten Arzneimittels mit anderen
Infusionslösungen nicht ermittelt wurde.
* Wenn die Lösung nicht sofort verwendet wird, kann der Infusionsbeutel, der die verdünnte
Lösung enthält, bis zu 24 Stunden lang vor Licht geschützt gekühlt bei 2 °C bis 8 °C aufbewahrtwerden. Nicht einfrieren. Nach Herausnahme aus der Kühlung die verdünnte Lösung innerhalbvon 8 Stunden (einschließlich Infusionszeit) bei Raumtemperatur bis 25 °C verabreichen.
Anwendung* Trodelvy als intravenöse Infusion anwenden. Den Infusionsbeutel vor Licht schützen. Der
Infusionsbeutel sollte während der Verabreichung an den Patienten abgedeckt werden, bis die
Anwendung abgeschlossen ist. Es ist nicht notwendig, während der Infusion den
Infusionsschlauch abzudecken oder einen lichtgeschützten Schlauch zu verwenden.
* Es kann eine Infusionspumpe verwendet werden.
* Trodelvy nicht mit anderen Arzneimitteln mischen oder zusammen mit diesen als Infusionverabreichen.
* Nach Ende der Infusion die Infusionsleitung mit 20 ml 0,9%iger Natriumchlorid-
Injektionslösung (9 mg/ml) spülen.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.