Packungsbeilage TRODELVY 200mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Produktcode:
W68365001
Menge:
1
Angewendet bei:
Brustkrebs
Art der Anwendung:
Infusion
Substanz:
Sacituzumab Govitecan (Antikörper-Wirkstoff-Konjugat)
ATC
L01FX17 — Antineoplastische und Immunmodulierende Mittel | Monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate | Andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate
Sacituzumab Govitecan ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das zur Behandlung von metastasiertem dreifach negativem Brustkrebs (TNBC) und anderen fortgeschrittenen Krebserkrankungen eingesetzt wird. Es besteht aus einem monoklonalen Antikörper, der das Trop-2-Protein anvisiert, das häufig auf der Oberfläche von Tumorzellen exprimiert wird, und einem chemotherapeutischen Wirkstoff (SN-38), der direkt in die Krebszellen abgegeben wird.

Sacituzumab Govitecan wird intravenös verabreicht, in der Regel einmal wöchentlich, und ist für Patienten mit TNBC indiziert, die zuvor mindestens zwei Linien einer systemischen Therapie erhalten haben. Es wird verwendet, um die Tumorgröße zu reduzieren, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und das Gesamtüberleben zu verbessern.

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit, Alopezie und Neutropenie. In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen wie Überempfindlichkeitsreaktionen oder hämatologische Toxizität auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der hämatologischen Parameter und der Leberfunktion ist entscheidend.

Sacituzumab Govitecan stellt eine innovative therapeutische Option für Patienten mit fortgeschrittenem Krebs dar und bietet einen gezielten und wirksamen Ansatz zur Behandlung aggressiver Tumoren.

Allgemeine Daten zu TRODELVY 200mg

Substanz:
Sacituzumab Govitecan
Datum der letzten Medikamentenliste:
01-09-2026
Produktcode:
W68365001
Konzentration:
200mg
Darreichungsform:
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Menge:
1
Produktart:
Originalpräparat
Preis:
5444.00 RON
Abgabebedingungen:
P-RF — Arzneimittel, die mit einer ärztlichen Verschreibung abgegeben werden, die in der Apotheke einbehalten wird und nicht erneuert werden kann.

Marketing autorisation

Zulassungshersteller:
GILEAD SCIENCES IRELAND UC - IRLANDA
Zulassungsinhaber:
GILEAD SCIENCES IRELAND UC - IRLANDA
Zulassungsnummer:
1592/2021/01
Haltbarkeit:
3 Jahre

Offizielle Dokumente

Zur Datenbank hinzugefügt:
24/11/2021
Quelldatensatz aktualisiert:
15/09/2026

Hinweise:

Anaphylaxie

Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.

Zusätzliche Überwachung

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels TRODELVY 200mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Packungsbeilage TRODELVY 200mg

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Trodelvy 200 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält 200 mg Sacituzumab govitecan.

Nach der Rekonstitution enthält 1 ml Lösung 10 mg Sacituzumab govitecan.

Sacituzumab govitecan ist ein gegen Trop-2 gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (Antibody-

Drug Conjugate, ADC). Sacituzumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper (hRS7 IgG1κ),der Trop-2 erkennt. Das kleine Molekül, SN-38, ist ein Topoisomerase-I-Inhibitor, der über einenhydrolysierbaren Linker kovalent an den Antikörper gebunden ist. An jedes Antikörpermolekül sindca. 7 - 8 SN-38 Moleküle gebunden.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.

Cremeweißes bis gelbliches Pulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Triple-negatives Mammakarzinom

Trodelvy ist indiziert:

* in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nichtresezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom(metastatic Triple-Negative Breast Cancer, TNBC), die zuvor keine systemische Therapie zur

Behandlung der metastasierten Erkrankung erhalten haben und deren Tumoren PD-L1 miteinem Combined Positive Score (CPS) ≥ 10 exprimieren (siehe Abschnitte 4.2 und 5.1).

* als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem, lokalfortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (TNBC), die zuvorkeine systemische Therapie zur Behandlung der metastasierten Erkrankung erhalten haben undfür eine PD-1- oder PD-L1-Inhibitor-Therapie nicht geeignet sind (siehe Abschnitt 5.1).

* als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem odermetastasiertem TNBC, die zuvor zwei oder mehr systemische Therapien erhalten haben,darunter mindestens eine gegen die fortgeschrittene Erkrankung (siehe Abschnitt 5.1).

HR-positives, HER2-negatives Mammakarzinom

Trodelvy ist als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbaremoder metastasiertem Hormonrezeptor (HR)-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom indiziert,die eine Endokrin-basierte Therapie und mindestens zwei zusätzliche systemische Therapien beifortgeschrittener Erkrankung erhalten haben (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Trodelvy darf Patienten nur von Ärzten verordnet und unter Aufsicht von medizinischem

Fachpersonal verbreicht werden, die/das über Erfahrung in der Anwendung von Krebstherapienverfügen/verfügt. Die Verabreichung muss in einer Umgebung stattfinden, in der eine vollständige

Ausrüstung zur Reanimation sofort verfügbar ist.

Auswahl der Patienten

Der PD-L1-Test für die Behandlung mit Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumabist mithilfe eines CE-gekennzeichneten In-vitro-Diagnostikums (IVD) durchzuführen, das für die

Verwendung von Pembrolizumab vorgesehen ist. Wenn das CE-gekennzeichnete IVD nicht verfügbarist, ist ein alternativer validierter Test zu verwenden (siehe Abschnitte 4.1 und 5.1).

Dosierung

Die empfohlene Dosis von Sacituzumab govitecan als Monotherapie oder in Kombination mit

Pembrolizumab beträgt 10 mg/kg Körpergewicht, verabreicht als intravenöse Infusion einmalwöchentlich jeweils an Tag 1 und Tag 8 von 21-tägigen Behandlungszyklen. Die Behandlung sollte solange fortgeführt werden, bis eine Progression der Grunderkrankung oder eine inakzeptable Toxizitätauftritt.

Wenn beide Arzneimittel am selben Tag gegeben werden, ist den Patienten Sacituzumab govitecan vor

Pembrolizumab zu verabreichen.

Informationen zur Dosierung von Pembrolizumab sind der Fachinformation von Pembrolizumab zuentnehmen.

Vorbeugende Behandlung

Vor jeder Dosis Sacituzumab govitecan wird eine Behandlung zur Vermeidung von Reaktionen im

Zusammenhang mit einer Infusion und zur Vermeidung von Chemotherapie-induzierter/m Übelkeitund Erbrechen (Chemotherapy-Induced Nausea and Vomiting, CINV) empfohlen (siehe

Abschnitt 4.4).

Neutropenie-Prophylaxe

Eine Primärprophylaxe mit Granulozyten-Kolonie-stimulierendem Faktor (G-CSF) sollte bei Patientenmit erhöhtem Risiko einer febrilen Neutropenie ab dem ersten Zyklus erwogen werden (siehe

Abschnitt 4.4).

Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen von Sacituzumab govitecan

Die Behandlung von Nebenwirkungen erfordert eventuell eine vorübergehende Unterbrechung, eine

Dosisreduktion oder ein Absetzen der Behandlung mit Sacituzumab govitecan. Das empfohlene

Schema für die Dosisreduktion ist in Tabelle 1 dargestellt und die empfohlenen Dosisanpassungen bei

Nebenwirkungen sind in Tabelle 2 aufgeführt. Die Dosis von Sacituzumab govitecan sollte nichtwieder erhöht werden, nachdem eine Dosisreduktion aufgrund von Nebenwirkungen vorgenommenwurde.

Tabelle 1: Schema für die Dosisreduktion

Schema für die Dosisreduktion Dosierung

Empfohlene Anfangsdosis 10 mg/kg

Erste Dosisreduktion Reduktion auf 7,5 mg/kg

Zweite Dosisreduktion Reduktion auf 5 mg/kg

Erfordernis einer weiteren Dosisreduktion Absetzen der Behandlung

Tabelle 2: Empfohlene Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen

Nebenwirkungen Schweregrad Dosisanpassung

Neutropenie * Neutropenie Grad 3-4 * Unterbrechung der Behandlung bis zum(absolute Neutrophilenzahl Abklingen auf ≤ Grad 1 (ANC[absolute neutrophil count, ≥ 1 500/mm3) für die Dosis an Tag 1

ANC] < 1 000/mm3) oder Grad 2 (ANC ≥ 1 000/mm3) für die

* Febrile Neutropenie Grad 3-4 Dosis an Tag 8 (siehe Abschnitt 4.4).(ANC < 1 000/mm3) * Verabreichung von G-CSF während der

Behandlung nach klinischer Indikation.

* Für nachfolgende Ereignisse febriler

Neutropenie Grad 3-4 odernachfolgende Ereignisse verlängerter

Neutropenie Grad 3-4 Reduktion umeine Dosisstufe bei jedem erneuten

Auftreten oder Absetzen gemäß

Tabelle 1.

Übelkeit/Erbrechen/Diarrhö * Übelkeit, Erbrechen oder * Unterbrechung der Behandlung bis zum

Diarrhö Grad 3-4 aufgrund Abklingen auf ≤ Grad 1 (sieheder Behandlung, welche Abschnitt 4.4).durch Antiemetika und * Reduktion um eine Dosisstufe bei

Antidiarrhoika nicht unter jedem Auftreten oder Absetzen gemäß

Kontrolle gebracht werden Tabelle 1.kann

Reaktionen im * Reaktionen im * Reduktion der Infusionsrate von

Zusammenhang mit einer Zusammenhang mit einer Sacituzumab govitecan oder

Infusion Infusion Grad 1-3 Unterbrechung der Infusion

* Reaktionen im * Absetzen der Behandlung

Zusammenhang mit einer

Infusion Grad 4

Sonstige Toxizitäten * Sonstige Toxizitäten Grad 3- * Unterbrechung der Behandlung bis zum4 jeglicher Dauer trotz Abklingen auf ≤ Grad 1.optimalem medizinischem * Reduktion um eine Dosisstufe bei

Management jedem Auftreten oder Absetzen gemäß

Tabelle 1.

Dosisanpassungen bei Nebenwirkungen von Sacituzumab govitecan in Kombination mit

Pembrolizumab

Wenn Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab verabreicht wird, ist für das

Management von Nebenwirkungen die Behandlung mit einem oder beiden Arzneimitteln zuunterbrechen oder abzubrechen oder gegebenenfalls die Dosis von Sacituzumab govitecan zureduzieren, wie in Tabelle 1 und Tabelle 2 beschrieben. Empfehlungen zum Management von

Nebenwirkungen von Pembrolizumab sind der Fachinformation von Pembrolizumab zu entnehmen.

Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten

Bei Patienten ab einem Alter von 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich. Zur Anwendungvon Sacituzumab govitecan bei Patienten ab einem Alter von 75 Jahren liegen nur begrenzt Daten vor.

Beeinträchtigung der Leber

Wenn Sacituzumab govitecan bei Patienten mit leichter Beeinträchtigung der Leber (Bilirubin ≤ 1,5-mal oberer Normwert [Upper limit of Normal, ULN] und Aspartataminotransferase[AST]/Alaninaminotransferase [ALT] < 3-mal ULN) angewendet wird, ist keine Anpassung der

Anfangsdosis erforderlich.

Die Sicherheit von Sacituzumab govitecan bei Patienten mit mittelgradiger oder schwerer

Beeinträchtigung der Leber ist nicht erwiesen. Sacituzumab govitecan wurde bei Patienten, mit einerder folgenden Eigenschaften, nicht untersucht: Patienten ohne Lebermetastasen mit einem

Bilirubinwert im Serum von > 1,5-mal ULN, oder AST oder ALT > 3-mal ULN oder Patienten mit

Lebermetastasen mit AST oder ALT > 5-mal ULN. Die Anwendung von Sacituzumab govitecan beidiesen Patienten sollte vermieden werden.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Wenn Sacituzumab govitecan Patienten mit leichter oder mittelgradiger

Nierenfunktionsbeeinträchtigung verabreicht wird, ist keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich.

Sacituzumab govitecan wurde bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsbeeinträchtigung oderterminaler Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance [Creatinine Clearance, CrCl] < 15 ml/min) nichtuntersucht.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan bei Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahrenist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Art der Anwendung

Sacituzumab govitecan ist nur zur intravenösen Anwendung vorgesehen. Es muss von medizinischem

Fachpersonal rekonstituiert und verdünnt werden, das in der Handhabung von Krebstherapien erfahrenist. Es muss als intravenöse Infusion und darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolus-Injektionverabreicht werden.

Erste Infusion: Die Infusion soll über einen Zeitraum von 3 Stunden verabreicht werden.

Nachfolgende Infusionen: Die Infusionen sollen über einen Zeitraum von 1 bis 2 Stunden verabreichtwerden, wenn vorherige Infusionen vertragen wurden.

Die Patienten müssen während jeder Infusion und mindestens 30 Minuten nach jeder Infusion auf

Anzeichen oder Symptome von Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion überwacht werden(siehe Abschnitt 4.4).

Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe

Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Neutropenie

Sacituzumab govitecan kann eine schwere oder lebensbedrohliche Neutropenie verursachen (siehe

Abschnitt 4.8). In klinischen Studien mit Sacituzumab govitecan wurden tödliche Infektionen im

Zusammenhang mit einer Neutropenie beobachtet, besonders in den ersten beiden Behandlungszyklen.

Eine Primärprophylaxe mit G-CSF sollte ab dem ersten Behandlungszyklus bei Patienten miterhöhtem Risiko einer febrilen Neutropenie erwogen werden, z. B. bei älteren Patienten (insbesondereab 65 Jahren), Patienten mit vorheriger Neutropenie, schlechtem Performance-Status,

Organdysfunktion (einschließlich Nieren-, Leber- oder Herz-Kreislauf-Dysfunktion) oder mehreren

Begleiterkrankungen. Die ANC während der Behandlung überwachen.

Sacituzumab govitecan sollte nicht angewendet werden, wenn die ANC an Tag 1 eines beliebigen

Zyklus unter 1 500/mm³ liegt oder wenn die Neutrophilenzahl an Tag 8 eines beliebigen Zyklus unter1 000/mm³ liegt. Sacituzumab govitecan sollte im Falle von neutropenischem Fieber nicht angewendetwerden. Im Falle einer Neutropenie oder febrilen Neutropenie können Dosisanpassungen erforderlichsein. Neutropenie mit G-CSF behandeln und Prophylaxe in nachfolgenden Zyklen erwägen, je nachklinischer Indikation (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8).

Diarrhö

Sacituzumab govitecan kann schwere Diarrhö verursachen (siehe Abschnitt 4.8). In manchen Fällenwurde beobachtet, dass Diarrhö zu Dehydratation und infolgedessen zu akuter Nierenschädigunggeführt hat. Sacituzumab govitecan sollte nicht angewendet werden, wenn zum Zeitpunkt dergeplanten Behandlung eine Diarrhö Grad 3 - 4 vorliegt. Die Behandlung sollte nur dann fortgesetztwerden, wenn sich die Diarrhö auf ≤ Grad 1 gebessert hat (siehe Abschnitte 4.2 und 4.8). Zu Beginnder Diarrhö und wenn keine infektiöse Ursache ermittelt werden kann, sollte eine Behandlung mit

Loperamid eingeleitet werden. Je nach klinischer Indikation können weitere unterstützende

Maßnahmen (z. B. Substitution von Flüssigkeit und Elektrolyten) ergriffen werden.

Patienten, die nach Behandlung mit Sacituzumab govitecan eine überschießende cholinerge Reaktionzeigen (z. B. abdominaler Krampf, Diarrhö, übermäßiger Speichelfluss usw.), können beinachfolgenden Behandlungen mit Sacituzumab govitecan eine entsprechende Behandlung (z. B. mit

Atropin) erhalten.

Überempfindlichkeit

Sacituzumab govitecan kann eine schwere und lebensbedrohliche Überempfindlichkeit verursachen(siehe Abschnitt 4.8). Anaphylaktische Reaktionen wurden in klinischen Studien mit Sacituzumabgovitecan beobachtet, und die Anwendung von Sacituzumab govitecan ist bei Patienten mit bekannter

Überempfindlichkeit gegen Sacituzumab govitecan kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Für Patienten, die Sacituzumab govitecan erhalten, wird eine Prämedikation, einschließlich

Antipyretika, H1- und H2-Blockern oder Corticosteroiden (z. B. 50 mg Hydrocortison oder

Äquivalentes, in oraler oder intravenöser Formulierung), empfohlen. Die Patienten sollten währendjeder Infusion von Sacituzumab govitecan und nach Ende jeder Infusion mindestens 30 Minuten langengmaschig im Hinblick auf Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion beobachtet werden. Die

Infusionsrate von Sacituzumab govitecan sollte reduziert bzw. die Infusion unterbrochen werden,wenn beim Patienten eine Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion auftritt. Wennlebensbedrohliche Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion auftreten, sollte Sacituzumabgovitecan dauerhaft abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).

Übelkeit und Erbrechen

Sacituzumab govitecan ist emetogen (siehe Abschnitt 4.8). Eine vorbeugende antiemetische

Behandlung mit zwei oder drei Arzneimitteln (z. B. Dexamethason entweder mit einem5-Hydroxytryptamin-3[5-HT3]-Rezeptor-Antagonisten oder mit einem Neurokinin-1[NK-1]-Rezeptor-

Antagonisten sowie mit anderen Arzneimitteln gemäß Indikation) wird zur Vorbeugung von

Chemotherapie-induzierter/m Übelkeit und Erbrechen (CINV) empfohlen.

Sacituzumab govitecan sollte nicht angewendet werden, wenn zum Zeitpunkt der geplanten

Verabreichung der Behandlung Übelkeit Grad 3 oder Erbrechen Grad 3 - 4 vorliegt. Die Behandlungsollte mit weiteren unterstützenden Maßnahmen und nur dann fortgesetzt werden, wenn sich die

Symptome auf ≤ Grad 1 gebessert haben (siehe Abschnitt 4.2). Je nach klinischer Indikation könnenweitere Antiemetika angewendet und andere unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Alle

Patienten sollten Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen mitklaren Anweisungen zur Mitnahme nach Hause erhalten.

Anwendung bei Patienten mit reduzierter UGT1A1-Aktivität

SN-38 (der kleinmolekulare Anteil von Sacituzumab govitecan) wird durch Uridindiphosphat-

Glucuronosyltransferase (UGT1A1) metabolisiert. Genetische Varianten des UGT1A1-Gens, wie z. B.das UGT1A1*28-Allel, führen zu reduzierter Aktivität des Enzyms UGT1A1. Personen, diehomozygot für das UGT1A1*28-Allel sind, haben ein erhöhtes Risiko für Neutropenie, febrile

Neutropenie und Anämie und haben ein erhöhtes Risiko für andere Nebenwirkungen nach Einleitungder Behandlung mit Sacituzumab govitecan (siehe Abschnitt 4.8). Bei Patienten, die für das

UGT1A1*28-Allel homozygot waren, und bei Patienten, die für das UGT1A1*6-Allel heterozygotwaren, wurde im Vergleich zu Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygot waren, eine höhere

Inzidenz für Neutropenie, febrile Neutropenie und Anämie Grad 3 - 4 beobachtet. Ca. 20 % derdunkelhäutigen Bevölkerung, 10 % der weißhäutigen Bevölkerung und 2 % der ostasiatischen

Bevölkerung sind homozygot für das UGT1A1*28-Allel. Ca. 0,2 % der dunkelhäutigen Bevölkerung,0,3 % der weißhäutigen Bevölkerung und 27 % der ostasiatischen Bevölkerung sind heterozygot fürdas UGT1A1*6-Allel. In bestimmten Bevölkerungsgruppen können Varianten in anderen Allelenvorherrschend sein, die potenziell mit einer reduzierten Aktivität des Enzyms UGT1A1 assoziiert sind.

Patienten mit bekanntermaßen reduzierter UGT1A1-Aktivität sollten engmaschig auf

Nebenwirkungen überwacht werden. Bei nicht bekanntem UGT1A1-Status ist kein Test erforderlich,da die Behandlung von Nebenwirkungen für alle Patienten dieselbe ist, einschließlich der empfohlenen

Dosisanpassungen.
Embryofetale Toxizität

Basierend auf seinem Wirkmechanismus kann Sacituzumab govitecan, wenn es Schwangerenverabreicht wird, eine Teratogenität und/oder embryofetale Letalität verursachen. Sacituzumabgovitecan enthält den genotoxischen Bestandteil SN-38 und zielt auf sich schnell teilende Zellen ab.

Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter sollten über das potenzielle Risiko für den Fötusinformiert werden. Der Schwangerschaftsstatus von gebärfähigen Frauen sollte überprüft werden,bevor eine Behandlung mit Sacituzumab govitecan eingeleitet wird (siehe Abschnitt 4.6).

Natrium

Dieses Arzneimittel wird für die Verabreichung mit einer Natrium-haltigen Lösung zubereitet (siehe

Abschnitt 6.6). Dies sollte im Zusammenhang mit der gesamten täglichen Natriumaufnahme des

Patienten aus allen Quellen berücksichtigt werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

UGT1A1-Inhibitoren

Eine gleichzeitige Anwendung von Sacituzumab govitecan mit UGT1A1-Inhibitoren kann aufgrundeiner potenziellen Erhöhung der systemischen Exposition von SN-38 zu einem vermehrten Auftretenvon Nebenwirkungen führen. Sacituzumab govitecan sollte bei Patienten, die UGT1A1-Inhibitoren(z. B. Propofol, Ketoconazol, EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren) erhalten, mit Vorsicht angewendetwerden.

UGT1A1-Induktoren

Die Exposition von SN-38 kann bei Patienten, die gleichzeitig Induktoren des Enzyms UGT1A1erhalten, reduziert sein. Sacituzumab govitecan sollte bei Patienten, die UGT1A1-Induktoren (z. B.

Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Ritonavir, Tipranavir) erhalten, mit Vorsicht angewendetwerden.

Basierend auf den begrenzten Daten von Patienten, die während der Behandlung mit Sacituzumabgovitecan UGT1A1-Inhibitoren (n = 15) oder -Induktoren (n = 7) erhielten, war die Expositiongegenüber freiem SN-38 bei diesen Patienten mit der bei Patienten vergleichbar, die keine UGT1A1-

Inhibitoren oder -Induktoren erhielten.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütungsmethode beim Mann und bei der Frau

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und nach der letzten Dosis 6 Monatelang eine wirksame Empfängnisverhütung anwenden.

Männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit

Sacituzumab govitecan und nach der letzten Dosis 3 Monate lang eine wirksame

Empfängnisverhütung anwenden.

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Sacituzumab govitecan bei Schwangeren vor. Basierendauf seinem Wirkmechanismus kann Sacituzumab govitecan jedoch eine Teratogenität und/oderembryofetale Letalität bewirken, wenn es während der Schwangerschaft verabreicht wird.

Sacituzumab govitecan enthält einen genotoxischen Bestandteil, SN-38, und zielt auf sich schnellteilende Zellen ab.

Sacituzumab govitecan soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer derklinische Zustand der Frau macht eine Behandlung mit Sacituzumab govitecan erforderlich.

Der Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter soll überprüft werden, bevor eine

Behandlung mit Sacituzumab govitecan eingeleitet wird.

Frauen, die schwanger werden, müssen sich unverzüglich an ihren Arzt wenden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Sacituzumab govitecan oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen.

Ein Risiko für gestillte Neugeborene/Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden. Das Stillen solltewährend der Behandlung mit Sacituzumab govitecan und nach der letzten Dosis 1 Monat langunterbrochen werden.

Fertilität

Basierend auf tierexperimentellen Erkenntnissen kann Sacituzumab govitecan die Fertilität beigebärfähigen Frauen beeinträchtigen (siehe Abschnitt 5.3). Es liegen keine Humandaten zur

Auswirkung von Sacituzumab govitecan auf die Fertilität vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Sacituzumab govitecan hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen, z. B. durch Schwindelgefühl, Ermüdung/Fatigue (siehe Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Sacituzumab govitecan als Monotherapie

Die häufigsten Nebenwirkungen bei mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten waren:

Neutropenie (67,3 %), Übelkeit (62,1 %), Diarrhö (59,9 %), Ermüdung/Fatigue (57,4 %), Alopezie(48,3 %), Anämie (40,1 %), Obstipation (36,7 %), Erbrechen (31,3 %) und verminderter Appetit(23,3 %).

Die häufigsten Nebenwirkungen vom Grad 3 oder höher waren Neutropenie (48,6 %), Diarrhö(10,0 %), Leukopenie (9,6 %), Anämie (7,7 %), Ermüdung/Fatigue (5,8 %), febrile Neutropenie(5,6 %) und Lymphopenie (3,1 %).

Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Patienten, die mit Sacituzumab govitecanbehandelt wurden, waren febrile Neutropenie (4,5 %), Diarrhö (3,7 %), Neutropenie (2,9 %) und

Pneumonie (2,1 %).

Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab

Nebenwirkungen, die bei mit Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab behandelten

Patienten auftraten, waren im Allgemeinen mit denen vergleichbar, die im Zusammenhang mit

Sacituzumab govitecan oder Pembrolizumab im Rahmen der Brustkrebsbehandlung auftraten. Diehäufigsten Nebenwirkungen bei mit Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumabbehandelten Patienten waren Diarrhö (70,1 %), Übelkeit (67,9 %), Neutropenie (62,9 %),

Ermüdung/Fatigue (58,4 %), Alopezie (51,6 %), Obstipation (40,7 %), Anämie (36,7 %) und

Erbrechen (29,4 %), und die häufigsten Nebenwirkungen von Grad 3 oder höher waren Neutropenie(43,0 %) und Diarrhö (10,0 %).

Durch die Kombination von Sacituzumab govitecan mit Pembrolizumab erhöhte sich nicht die

Häufigkeit oder der Schweregrad von mit Pembrolizumab assoziierten immunvermittelten

Nebenwirkungen.

Wenn Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab verabreicht wird, sind vor Beginnder Behandlung die Fachinformationen der jeweiligen Kombinationspartner zu konsultieren.

Nebenwirkungen, die für Sacituzumab Govitecan oder die einzelnen Kombinationspartner bei

Anwendung als Monotherapie bekannt sind, können auch während der Kombinationstherapieauftreten, selbst wenn diese Reaktionen in klinischen Studien mit Kombinationstherapie nichtberichtet wurden.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Häufigkeiten der Nebenwirkungen basieren auf einem Datensatz aus vier klinischen Studien unter

Beteiligung von 963 Patienten, die Sacituzumab govitecan 10 mg/kg Körpergewicht zur Behandlungvon metastasiertem TNBC und HR-positivem/HER2-negativem Mammakarzinom erhielten. Im

Median lag die Exposition von Sacituzumab govitecan in diesem Datensatz bei 5,29 Monaten.

Die Sicherheit von Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab wurde außerdem ineiner klinischen Studie mit 221 Patienten mit metastasiertem TNBC untersucht, deren Tumoren PD-

L1 exprimierten und die Sacituzumab govitecan 10 mg/kg an den Tagen 1 und 8 und Pembrolizumab200 mg an Tag 1 eines 21-tägigen Zyklus erhielten. Die mediane Exposition von Sacituzumabgovitecan im Kombinationstherapie-Datensatz betrug 8,9 Monate.

Die Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit Sacituzumab govitecan als Monotherapie oder in

Kombination mit Pembrolizumab beobachtet oder im Rahmen der Anwendung von Sacituzumabgovitecan nach der Zulassung gemeldet wurden, sind in Tabelle 3 aufgeführt. Die Häufigkeiten der

Nebenwirkungen basieren auf den Häufigkeiten unerwünschter Ereignisse beliebiger Ursache, wobeiein Teil der Ereignisse für eine Nebenwirkung andere Ursachen als Sacituzumab govitecan habenkann, wie z. B. die Grunderkrankung, andere Arzneimittel oder nicht damit zusammenhängende

Ursachen. Der Schweregrad unerwünschter Arzneimittelwirkungen wurde basierend auf den Common

Terminology Criteria for Adverse Events (Allgemeine Terminologiekriterien für unerwünschte

Ereignisse, CTCAE) beurteilt, wobei die Schweregrade wie folgt definiert sind: Grad 1 = leicht,

Grad 2 = mittelgradig, Grad 3 = schwer, Grad 4 = lebensbedrohlich und Grad 5 = Tod.

Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse und Häufigkeitskategorie aufgeführt. Die

Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10);gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder

Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.

Tabelle 3: Liste der Nebenwirkungen

Systemorganklasse (SOC) und Monotherapie In Kombination mit

Häufigkeit Pembrolizumab

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig Harnwegsinfektion Harnwegsinfektion

Infektion der oberen Atemwege Infektion der oberen Atemwege

Häufig Sepsis Sepsis

Pneumonie Pneumonie

Influenza Influenza

Bronchitis Bronchitis

Nasopharyngitis Nasopharyngitis

Sinusitis Sinusitis

Oraler Herpes Oraler Herpes

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig Neutropenie1 Neutropenie1

Anämie2 Anämie2

Leukopenie3 Leukopenie3

Lymphopenie4

Häufig Febrile Neutropenie Febrile Neutropenie

Thrombozytopenie5 Lymphopenie4

Thrombozytopenie5

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr häufig Überempfindlichkeit6 Überempfindlichkeit6

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig Verminderter Appetit Verminderter Appetit

Hypokaliämie

Hypomagnesiämie

Häufig Dehydratation Dehydratation

Hyperglykämie Hyperglykämie

Hypophosphatämie Hypokaliämie

Hypokalzämie Hypomagnesiämie

Hyponatriämie Hypophosphatämie

Hypokalzämie

Hyponatriämie
Psychiatrische Erkrankungen

Häufig Schlaflosigkeit Schlaflosigkeit

Angst Angst

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig Kopfschmerzen Kopfschmerzen

Schwindelgefühl Schwindelgefühl

Häufig Dysgeusie Dysgeusie

Gefäßerkrankungen

Häufig Hypotonie Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr häufig Dyspnoe7 Husten

Husten

Häufig Epistaxis Dyspnoe7

Husten mit Auswurf Epistaxis

Rhinorrhoe Husten mit Auswurf

Nasenverstopfung Rhinorrhoe

Hustensyndrom der oberen Nasenverstopfung

Atemwege

Gelegentlich Hustensyndrom der oberen

Atemwege

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig Diarrhö Diarrhö

Erbrechen Erbrechen

Obstipation Obstipation

Stomatitis Stomatitis

Übelkeit Übelkeit

Abdominalschmerz Abdominalschmerz

Häufig Neutropene Kolitis8 Kolitis

Kolitis Schmerzen Oberbauch

Schmerzen Oberbauch Dyspepsie

Dyspepsie Gastroösophageale

Gastroösophageale Refluxerkrankung

Refluxerkrankung Bauch aufgetrieben

Bauch aufgetrieben

Gelegentlich Enteritis Neutropene Kolitis8

Enteritis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Sehr häufig Alopezie Alopezie

Ausschlag Ausschlag

Pruritus Pruritus

Häufig Makulo-papulöser Ausschlag Makulo-papulöser Ausschlag

Hauthyperpigmentierung Hauthyperpigmentierung

Dermatitis akneiform Dermatitis akneiform

Trockene Haut Trockene Haut

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr häufig Rückenschmerzen Rückenschmerzen

Arthralgie Arthralgie

Häufig Brustschmerzen die Brustschmerzen die

Skelettmuskulatur betreffend Skelettmuskulatur betreffend

Muskelspasmen Muskelspasmen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig Hämaturie Hämaturie

Proteinurie Proteinurie

Dysurie Dysurie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig Ermüdung/Fatigue9 Ermüdung/Fatigue9

Häufig Schmerz Schmerz

Schüttelfrost Schüttelfrost

Untersuchungen

Sehr häufig Alkalische Phosphatase im Blut Gewicht erniedrigterhöht Alkalische Phosphatase im Bluterhöht

Häufig Gewicht erniedrigt Laktatdehydrogenase im Blut

Aktivierte partielle erhöht

Thromboplastinzeit verlängert

Laktatdehydrogenase im Blut erhöht

Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen

Häufig Reaktion im Zusammenhang mit Reaktion im Zusammenhang miteiner Infusion einer Infusion1: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Neutropenie; Neutrophilenzahl erniedrigt.2: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Anämie; Hämoglobin erniedrigt; Erythrozytenzahl erniedrigt.3: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Leukopenie; Leukozytenzahl erniedrigt.4: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Lymphopenie; Lymphozytenzahl erniedrigt.5: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Thrombozytopenie; Thrombozytenzahl vermindert.6: Überempfindlichkeitsereignisse wurden bis zum Ende des Tages nach der Verabreichung der Behandlung gemeldet.

Umfasst Ereignisse, die nach den folgenden bevorzugten Begriffen kodiert sind: Ausschlag, infusionsbedingte Reaktion,

Überempfindlichkeit, periorbitales Ödem, Dermatitis an der Katheterstelle, Kontrastmittelreaktion, allergische Dermatitis,

Kontaktdermatitis, Ekzem, erythematöser Hautausschlag, Urtikaria, anaphylaktische Reaktion, Bronchospasmus,

Konjunktivitis allergisch, Dermatitis, akneiforme Dermatitis, Dermatitis exfoliativa generalisiert,

Arzneimittelüberempfindlichkeit, allergische Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion, makulöser Ausschlag,makulo-papulöser Ausschlag, papulöser Ausschlag, Ausschlag pustulös, allergische Rhinitis, schwellendes Gesicht,

Schwellung des Augenlids, geschwollene Zunge, Typ-IV-Allergie, Husten mit Pruritus, Husten mit Ausschlag, Dyspnoemit Pruritus, Dyspnoe mit Ausschlag, Dyspnoe mit Giemen und Ausschlag, Hypotonie mit Dyspnoe.

7: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Dyspnoe, Belastungsdyspnoe8: Umfasst den bevorzugten Begriff neutropene Kolitis und Ereignisse, die als Typhlitis gemeldet wurden9: Umfasst die folgenden bevorzugten Begriffe: Fatigue, Asthenie

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Die nachstehenden Daten spiegeln die Informationen für wesentliche Nebenwirkungen im

Zusammenhang mit Sacituzumab govitecan als Monotherapie in klinischen Prüfungen wider (siehe

Abschnitt 5.1). Die Behandlungsleitlinien für diese Nebenwirkungen sind in den Abschnitten 4.2 und4.4 beschrieben.

Neutropenie

Die mediane Zeit bis zum Beginn einer Neutropenie (einschließlich febriler Neutropenie) nach Beginndes ersten Behandlungszyklus betrug 20 Tage. Die mediane Dauer der Neutropenie betrug 10 Tage.

Neutropenie trat bei 67,3 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf, einschließlich

Neutropenie Grad 3 - 4 bei 48,6 % der Patienten. Neutropenie war bei 14,2 % der Patienten der Grundfür eine Dosisreduktion. Neutropene Kolitis wurde bei 1,3 % der Patienten beobachtet. Tödliche

Infektionen infolge einer Neutropenie (einschließlich neutropene Kolitis) traten bei 0,6 % der

Patienten auf.

Febrile Neutropenie trat bei 5,6 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf. Febrile

Neutropenie war bei 2,7 % der Patienten der Grund für eine Dosisreduktion.

Anwendung bei Patienten mit reduzierter UGT1A1-Aktivität

Die Inzidenz von Neutropenie Grad 3 - 4 betrug 59,6 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allelhomozygot waren, 50,7 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel heterozygot waren, und44,9 % bei Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygot waren. Die Inzidenz von febriler

Neutropenie Grad 3 - 4 betrug 10,6 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel homozygot waren,5,9 % bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel heterozygot waren, und 4,3 % bei Patienten, die fürdas Wildtyp-Allel homozygot waren. Die Inzidenz von Anämie Grad 3 - 4 betrug 10,6 % bei

Patienten, die für das UGT1A1*28-Allel homozygot waren, 6,4 % bei Patienten, die für das

UGT1A1*28-Allel heterozygot waren, und 6,3 % bei Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygotwaren. Bei Patienten, die für das UGT1A1*6-Allel heterozygot waren, betrug die Inzidenz von

Neutropenie, febriler Neutropenie bzw. Anämie Grad 3 - 4 jeweils 53,8 %, 7,7 % bzw. 7,7 %.

Im Vergleich zu Patienten, die für das Wildtyp-Allel homozygot waren, wurde bei Patienten, die fürdas UGT1A1*28-Allel homozygot waren, und bei Patienten, die für das UGT1A1*28-Allelheterozygot waren, ein früheres medianes Auftreten von Neutropenie und Anämie beobachtet.

Diarrhö

Nach Beginn des ersten Behandlungszyklus, betrug die Zeit bis zum Auftreten einer Diarrhö im

Median 13 Tage. Die mediane Dauer der Diarrhö betrug 7 Tage.

Diarrhö trat bei 59,9 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf. Ereignisse vom

Grad 3 traten bei 10,0 % der Patienten auf. Vier von 963 Patienten (< 1 %) brachen die Behandlungaufgrund einer Diarrhö ab.

Überempfindlichkeit

Überempfindlichkeitsreaktionen, die bis zum Ende des auf die Dosisgabe folgenden Tages gemeldetwurden, traten bei 12,8 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten auf.

Überempfindlichkeit Grad 3 und höher trat bei 0,5 % der mit Sacituzumab govitecan behandelten

Patienten auf. Die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen, die zu einem dauerhaften Absetzenvon Sacituzumab govitecan führten, betrug 0,2 %.

Immunogenität

In klinischen Studien mit Patienten, die mit Sacituzumab govitecan behandelt wurden, bildeten13 (1,2 %) von 1058 Patienten nach der Verabreichung Antikörper gegen Sacituzumab govitecan; 10dieser Patienten (0,9 % aller mit Sacituzumab govitecan behandelten Patienten) wiesenneutralisierende Antikörper gegen Sacituzumab govitecan auf. In der Studie ASCENT-04 wurden bei207 Patienten, die im Hinblick auf Antikörper gegen Sacituzumab govitecan auswertbar waren und

Sacituzumab govitecan 10 mg/kg in Kombination mit Pembrolizumab erhielten, keinetherapieinduzierten Antikörper gegen Sacituzumab govitecan beobachtet.

Besondere Patientengruppen

Bei Patienten ab einem Alter von 65 Jahren (8 %) war die Abbruchrate aufgrund unerwünschter

Ereignisse höher als bei jüngeren Patienten (4 %) mit metastasiertem Mammakarzinom. Bei Patientenab einem Alter von 65 Jahren wurden höhere Inzidenzraten für febrile Neutropenie und schwere

Diarrhö beobachtet. Bei Patienten ab einem Alter von 65 Jahren wurde eine höhere Inzidenzratetödlicher Infektionen beobachtet. Bei Patienten ab einem Alter von 75 Jahren (52 %) gab es einehöhere Inzidenzrate schwerwiegender unerwünschter Ereignisse als bei Patienten ab einem Alter von65 Jahren (35 %) und Patienten unter einem Alter von 65 Jahren (25 %) mit metastasiertem

Mammakarzinom.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In klinischen Studien führten Dosen von bis zu 18 mg/kg (ca. das 1,8-Fache der empfohlenen

Höchstdosis von 10 mg/kg Körpergewicht) zu einer höheren Inzidenz schwerer Neutropenie.

Im Falle einer Überdosierung sollten Patienten engmaschig auf Anzeichen oder Symptome von

Nebenwirkungen, insbesondere schwerer Neutropenie, überwacht und eine entsprechende Behandlungeingeleitet werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: antineoplastische Mittel, monoklonale Antikörper und Antikörper-

Wirkstoff-Konjugate, andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, ATC-

Code: L01FX17.

Wirkmechanismus

Sacituzumab govitecan bindet an Trop-2-exprimierende Tumorzellen und wird in die Zelleninternalisiert, woraufhin SN-38 aus einem hydrolysierbaren Linker freigesetzt wird. SN-38 interagiertmit Topoisomerase I und verhindert den Wiederverschluss von durch Topoisomerase I induzierten

Einzelstrangbrüchen. Die daraus resultierende Schädigung der DNA führt zur Apoptose und zum

Zelltod.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Triple-negatives Mammakarzinom (TNBC)

In Kombination mit Pembrolizumab bei Patienten mit zuvor unbehandeltem, nicht resezierbarem,lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem TNBC, deren Tumoren PD-L1 exprimieren (ASCENT-04)

Die Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab wurde in einermultizentrischen, offenen, randomisierten Studie (ASCENT-04) untersucht, an der 443 Patienten mitnicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem TNBC teilnahmen, die zuvor nochkeine systemische Therapie gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten hatten und deren Tumorenbei der Voruntersuchung PD-L1 exprimierten (definiert als Tumoren mit einem CPS ≥ 10 unter

Verwendung des PD-L1 IHC 22C3-Assays). Die Patienten durften im Frühstadium des TNBC eine

Chemotherapie mit oder ohne PD-1- oder PD-L1-Inhibitor und/oder eine Strahlentherapie erhaltenhaben; jedoch mussten mindestens 6 Monate zwischen dem Abschluss der kurativen systemischen

Brustkrebstherapie oder der Operation - je nachdem, was zuletzt erfolgte - und dem ersten lokalenoder Fernrezidiv liegen. Eine vorherige Behandlung mit Topoisomerase-1-Inhibitoren oder

Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, die einen Topoisomerase-Inhibitor enthalten, war nicht zulässig.

Patienten mit aktiver chronisch-entzündlicher Darmerkrankung oder Perforation des

Gastrointestinaltrakts (GI) innerhalb von 6 Monaten vor Aufnahme in die Studie oder mit aktivenschwerwiegenden Infektionen, die eine systemische antimikrobielle Therapie erforderten, warenausgeschlossen.

Die Randomisierung erfolgte stratifiziert nach behandlungsfreiem Intervall (De-novo-Erkrankung vs.

Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach Abschluss der kurativen Behandlung versus Rezidiv> 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) sowie nach geografischer Region (Vereinigte

Staaten, Kanada, Westeuropa vs. Rest der Welt) und früherer Exposition gegenüber PD-1- oder PD-

L1-Inhibitoren (ja vs. nein).

Die Patienten wurden randomisiert (1:1), um eine der folgenden Behandlungen zu erhalten:

* Sacituzumab govitecan 10 mg/kg als intravenöse (i.v.) Infusion an den Tagen 1 und 8 von 21-tägigen Zyklen und Pembrolizumab 200 mg an Tag 1 von 21-tägigen Zyklen. Pembrolizumabwurde über maximal 35 Zyklen (etwa 24 Monate) hinweg verabreicht.

* Pembrolizumab 200 mg an Tag 1 von 21-tägigen Zyklen in Kombination mit nab-Paclitaxel100 mg/m² an den Tagen 1, 8 und 15 alle 28 Tage oder Paclitaxel 90 mg/m² an den Tagen 1, 8und 15 alle 28 Tage oder Gemcitabin 1 000 mg/m² und Carboplatin AUC 2 mg/ml/min an den

Tagen 1 und 8 alle 21 Tage. Pembrolizumab wurde über maximal 35 Zyklen (etwa 24 Monate)hinweg verabreicht.

Die Patienten wurden bis zum anhand BICR (Blinded, Independent, Central Review, Prüfung durchverblindetes, unabhängiges, zentrales Überprüfungsgremium) verifizierten Fortschreiten der

Erkrankung, bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität, bis zum Tod oder bis zum Widerruf der

Einwilligung behandelt. Die Tumorbildgebung erfolgte in den ersten 18 Monaten alle 8 Wochen,danach alle 12 Wochen. Nach BICR-verifiziertem radiologisch bestätigtem Fortschreiten der

Erkrankung und Abbruch der Studienbehandlung konnten Patienten, die auf eine Behandlung nach

Wahl des Arztes (Treatment of Physician‘s Choice, TPC) und Pembrolizumab randomisiert wordenwaren, in die Crossover-Phase dieser Studie aufgenommen werden, um eine Monotherapie mit

Sacituzumab govitecan zu erhalten.

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das progressionsfreie Überleben (progression-free survival,

PFS) anhand BICR gemäß Response Evaluation Criteria in Solid Tumours (RECIST)-Kriterien

Version 1.1. Zu den weiteren Wirksamkeitsendpunkten zählten das Gesamtüberleben (overall survival,

OS) und die objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR).

Das mediane Alter der Patienten in der Studienpopulation betrug 55 Jahre (Bereich: 23 - 88 Jahre),und 26 % der Patienten waren 65 Jahre oder älter. Alle Patienten waren weiblich (100 %). Die

Mehrheit der Patienten war weiß (58 %) und asiatischer Herkunft (24 %); 6 % waren amerikanische

Ureinwohner oder Ureinwohner Alaskas, 5 % waren schwarz und 3 % gehörten einer anderenethnischen Gruppe an. Vierunddreißig Prozent der Patienten wiesen bei der Voruntersuchung einemetastasierte De-novo-Erkrankung auf, 18 % der Patienten hatten ein Rezidiv innerhalb von 6 bis12 Monaten nach Abschluss der kurativen Behandlung und 48 % hatten ein Rezidiv > 12 Monate nach

Abschluss der kurativen Behandlung. Eins Komma vier Prozent (1,4 %) der Patienten hatten zuvoreinen PD-1- oder PD-L1-Inhibitor erhalten. Bei Studienbeginn wiesen alle Patienten einen ECOG-

Performance-Status von 0 (70 %) oder 1 (30 %) auf. 36 % der Patienten waren prämenopausal und64 % postmenopausal. Die Mehrheit der Patienten (95 %) wies bei der Voruntersuchung einemetastasierte Erkrankung auf; bei 3 % der Patienten wurden Hirnmetastasen beobachtet. Eine BRCA-

Mutationsanalyse mittels Gesamtgenomsequenzierung lag für 75 % der Teilnehmer vor; dabei wiesen21 % der Teilnehmer Tumoren mit BRCA1- oder BRCA2-Mutationen auf.

Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab zeigte anhand BICR eine statistischsignifikante Verbesserung des PFS im Vergleich zur TPC in Kombination mit Pembrolizumab. Zum

Zeitpunkt der Zwischenanalyse des OS betrug die mediane Nachbeobachtungszeit der Patienten22,5 Monate. Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 4, Abbildung 1 und Abbildung 2zusammengefasst.

Tabelle 4: Wirtksamkeitsendpunkte (ASCENT-04)

Sacituzumab govitecan TPC in10 mg/kg in Kombination Kombination mitmit Pembrolizumab Pembrolizumabn = 221 n = 222

Progressionsfreies Überleben anhand BICR1

Anzahl (%) Patienten mit 109 (49 %) 140 (63 %)

Ereignissen

Medianes PFS in Monaten (95-%- 11,2 (9,3, 16,7) 7,8 (7,3, 9,3)

KI)

Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,65 (0,51, 0,84)p-Wert3 0,0009

Objektive Ansprechrate anhand BICR1

ORR (95-%-KI)4 60 % (53, 66) 53% (46, 60)

Gesamtüberleben5

Anzahl (%) Patienten mit 97 (43,9 %) 106 (47,7 %)

Ereignissen

Medianes OS in Monaten (95-%- 31,21 (25,56, NE) 28,39 (24,44, NE)

KI)

Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,915 (0,694, 1,206)1 Basierend auf der Primäranalyse des PFS (Datenstichtag: 3. März 2025) mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von14 Monaten2 Hazard Ratio basierend auf dem stratifizierten Cox-Proportional-Hazards-Modell3 Stratifizierter Log-Rank-Test, angepasst für Stratifizierungsfaktoren: behandlungsfreies Intervall (De-novo-Erkrankung vs.

Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten vs. Rezidiv > 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) undgeografische Region (USA/Kanada/Westeuropa vs. Rest der Welt)4 Basierend auf 2-seitigen 95-%-KI unter Verwendung der Clopper-Pearson-Methode5 Basierend auf Zwischenanalyse des OS (Datenstichtag: 16. Februar 2026)

BICR = verblindetes, unabhängiges, zentralisiertes Überprüfungsgremium (Blinded Independent Central Review);

NE = Nicht erreicht

TPC = nab-Paclitaxel, Paclitaxel oder Gemcitabin

Abbildung 1: Progressionsfreies Überleben nach BICR in ASCENT-04

TRODELVY + Pembrolizumab

TPC + P embrolizumab

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

TRODELVY + Pembrolizumab

TPC + Pembrolizumab

Abbildung 2: Gesamtüberleben in ASCENT-04

TRODELVY + Pembrolizumab

TPC + Pembrolizumab

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

TRODELVY + Pembrolizumab

TPC + Pembrolizumab

Zuvor unbehandeltes, nicht resezierbares, lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes TNBC bei

Patienten, die für eine PD-1-/PD-L1-Inhibitor-Therapie nicht geeignet sind (ASCENT-03)

Die Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan wurde in einer multizentrischen, offenen, randomisierten

Studie (ASCENT-03) untersucht, an der 558 Patienten mit nicht resezierbarem, lokalfortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (mTNBC) teilnahmen, diezuvor noch keine systemische Therapie gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten hatten und füreine Therapie mit PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren nicht geeignet waren. In die Studie aufgenommenwurden Patienten mit PD-L1-negativen Tumoren (definiert als Tumor-CPS < 10 unter Verwendungdes IHC-22C3-Assays) sowie Patienten mit PD-L1-positiven Tumoren (definiert als CPS ≥ 10 unter

Wahrscheinlichkeit für Gesamtüberleben (%) Wahrscheinlichkeit für progressionsfreies

Überleben (%)

Verwendung des IHC-22C3-Assays), sofern sie im (neo)adjuvanten Setting einen PD-1- oder PD-L1-

Inhibitor erhalten hatten oder eine Komorbidität aufwiesen, die eine Behandlung mit einem PD-1-oder PD-L1-Inhibitor ausschloss.

Die Patienten durften im Frühstadium des TNBC eine Chemotherapie mit oder ohne PD-1- oder PD-

L1-Inhibitor und/oder eine Strahlentherapie erhalten haben; jedoch mussten mindestens 6 Monatezwischen dem Abschluss der systemischen (neo)adjuvanten Brustkrebstherapie oder der Operation - jenachdem, was zuletzt erfolgte - und dem ersten lokalen oder Fernrezidiv liegen. Eine vorherige

Behandlung mit Topoisomerase-1-Inhibitoren oder Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, die einen

Topoisomerase-Inhibitor enthalten, war nicht zulässig.

Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder Sacituzumab govitecan 10 mg/kgals intravenöse Infusion an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Zyklus (n = 279) oder eine

Behandlung nach Wahl des Arztes (Treatment of Physician‘s Choice, TPC, n = 279) zu erhalten. Die

TPC wurde vom Prüfarzt vor der Randomisierung aus einem der folgenden Regimen bestimmt:

Gemcitabin und Carboplatin, Paclitaxel oder Nab-Paclitaxel. Die Randomisierung erfolgte stratifiziertnach De-novo-Erkrankung vs. Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach Abschluss der kurativen

Behandlung versus Rezidiv > 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung sowie nachgeografischer Region (Vereinigte Staaten, Kanada, Westeuropa vs. Rest der Welt).

Die Patienten wurden bis zum anhand BICR (Blinded, Independent, Central Review, Prüfung durchverblindetes, unabhängiges, zentrales Überprüfungsgremium) verifizierten Fortschreiten der

Erkrankung, bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität, bis zum Tod oder bis zum Widerruf der

Einwilligung behandelt. Die Tumorbildgebung erfolgte im ersten Jahr alle 6 Wochen, danach alle12 Wochen. Nach BICR-verifiziertem objektivem Fortschreiten der Erkrankung und Abbruch der

Studienbehandlung konnten Patienten, die auf die TPC-Chemotherapie randomisiert worden waren,

Sacituzumab govitecan in der Crossover-Phase der Studie erhalten, sofern sie die entsprechenden

Voraussetzungen erfüllten.

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das progressionsfreie Überleben (progression-free survival,

PFS) anhand BICR gemäß Response Evaluation Criteria in Solid Tumours (RECIST)-Kriterien

Version 1.1. Zu den weiteren Wirksamkeitsendpunkten zählten das Gesamtüberleben (overall survival,

OS) und die objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) anhand BICR.

Das mediane Alter der Studienpopulation betrug 55 Jahre (Bereich: 23 - 86 Jahre), und 26 % der

Patienten waren 65 Jahre oder älter; 99,5 % der Patienten waren weiblich. Die Mehrheit der Patientenwar weiß (64 %); 23 % waren asiatischer Herkunft, 3 % waren schwarz und 4 % gehörten eineranderen ethnischen Gruppe an. Einunddreißig Prozent (31 %) der Patienten wiesen eine De-novo-

Erkrankung auf, 21 % der Patienten hatten eine Rezidiverkrankung mit einem krankheitsfreien

Intervall (disease-free interval, DFI) von 6 bis 12 Monaten und 48 % der Patienten mit einem DFI> 12 Monaten. Bei 99,5 % der eingeschlossenen Patienten waren die Tumoren PD-L1-negativ, bei0,5 % der Patienten waren die Tumoren PD-L1-positiv. Bei Studienbeginn wiesen alle Patienten einen

ECOG-Performance-Status von 0 (66 %) oder 1 (34 %) auf. Die Mehrheit der Patienten (97,8 %) wiesbei der Voruntersuchung eine metastasierte Erkrankung auf; bei 5 % der Patienten wurden

Hirnmetastasen beobachtet. Der BRCA-1/2-Mutationsstatus war bei 76 % der Teilnehmer bekannt,von denen 18 % der getesteten Studienteilnehmer positive BRCA-Mutationen aufwiesen.

Sacituzumab govitecan zeigte anhand BICR eine statistisch signifikante Verbesserung des PFS im

Vergleich zur TPC. Zum Zeitpunkt der ersten Zwischenanalyse des OS betrug die mediane

Nachbeobachtungszeit der Patienten 17,7 Monate.

Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 5, Abbildung 3 und Abbildung 4 zusammengefasst.

Tabelle 5. Wirksamkeitsendpunkte (ASCENT-03)

Sacituzumab govitecan TPCn = 279 n = 279

Progressionsfreies Überleben anhand BICR1

Anzahl (%) Patienten mit 161 (58 %) 188 (67 %)

Ereignissen

Medianes PFS in Monaten (95-%- 9,7 6,9

KI) (8,1; 11,1) (5,6; 8,2)

Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,62 (0,50; 0,77)p-Wert3 < 0,0001

Objektive Ansprechrate anhand BICR1

ORR (95-%-KI)4 48 % 46 %(42 %, 54 %) (40 %, 52 %)

Gesamtüberleben5

Anzahl (%) Patienten mit 139 (50 %) 144 (52 %)

Ereignissen

Medianes OS in Monaten (95-%- 21,5 (18,9; 26,5) 21,3 (18,7; 25,2)

KI)

Hazard Ratio (95-%-KI)2 0,95 (0,75; 1,20)1. Basierend auf der Primäranalyse des PFS (Datenstichtag: 2. April 2025) mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von13,2 Monaten2. Hazard Ratio mit 95-%-Konfidenzintervallen basierend auf dem stratifizierten Cox-Proportional-Hazards-Modell,adjustiert für Randomisierungsstratifizierungsfaktoren: Stratifizierung nach Erkrankung (De-novo-Erkrankung vs.

Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten vs. Rezidiv > 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) sowie nachgeografischer Region (USA/Kanada/Westeuropa vs. Rest der Welt)3. Zweiseitiger p-Wert basierend auf dem Log-Rank-Test, adjustiert für Randomisierungsstratifizierungsfaktoren:

Stratifizierung nach Erkrankung (De-novo-Erkrankung vs. Rezidiv innerhalb von 6 bis 12 Monaten vs. Rezidiv> 12 Monate nach Abschluss der kurativen Behandlung) sowie nach geografischer Region (USA/Kanada/Westeuropa vs.

Rest der Welt)4. Das 95-%-Konfidenzintervall basiert auf der exakten Clopper-Pearson-Methode.5. Basierend auf der ersten Zwischenanalyse des OS (Datenstichtag 27. Oktober 2025) mit einer medianen

Nachbeobachtungszeit von 17,7 Monaten

BICR = verblindetes, unabhängiges, zentralisiertes Überprüfungsgremium (Blinded Independent Central Review);

KI = Konfidenzintervall

TPC = Gemcitabin und Carboplatin, Paclitaxel oder Nab-Paclitaxel

Abbildung 3: Progressionsfreies Überleben nach BICR in ASCENT-03 (Datenstichtag2. April 2025)

Trodelvy

TPC

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

Trodelvy

TPC

Abbildung 4: Gesamtüberleben in ASCENT-03 (Datenstichtag 27. Oktober 2025)

Trodelvy

TPC

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

Trodelvy

TPC

Nicht resezierbares oder metastasiertes triple-negatives Mammakarzinom (ASCENT)

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Sacituzumab govitecan wurde in der internationalen,multizentrischen, offenen, randomisierten Phase-III-Studie ASCENT (IMMU-132-05) untersucht, diemit 529 Patienten mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem TNBCdurchgeführt wurde, welche nach mindestens zwei vorherigen Chemotherapien (keine Obergrenze)gegen Brustkrebs ein Rezidiv erlitten hatten. Eine vorherige adjuvante oder neoadjuvante Therapie beieiner Erkrankung im frühen Stadium ('limited disease“) galt als eine der erforderlichen vorherigen

Wahrscheinlichkeit für Gesamtüberleben (%) Wahrscheinlichkeit für progressionsfreies Überleben (%)

Behandlungen, wenn innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der Chemotherapie eine nichtresezierbare, lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung auftrat. Alle Patienten erhieltenzuvor eine Behandlung mit Taxanen, entweder als adjuvante oder neoadjuvante Therapie oder als

Therapie einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, sofern sie keine Kontraindikation hatten bzw. keine

Unverträglichkeit gegenüber Taxanen aufwiesen. Poly-ADP-Ribose-Polymerase(PARP)-Inhibitorenwaren als eine der zwei vorherigen Chemotherapien bei Patienten mit dokumentierter BRCA1-/BRCA2-Keimbahnmutation zulässig.

Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder Sacituzumab govitecan 10 mg/kgals intravenöse Infusion an Tag 1 und Tag 8 eines 21-tägigen Behandlungszyklus oder eine

Behandlung nach Wahl des Arztes (TPC), die entsprechend der Körperoberfläche und gemäß derzugelassenen Produktinformation dosiert wurde, zu erhalten. Die TPC wurde vom Prüfarzt vor der

Randomisierung aus einem der folgenden Monotherapie-Regimen bestimmt: Eribulin (n = 139),

Capecitabin (n = 33), Gemcitabin (n = 38) oder Vinorelbin (außer in Fällen, in denen der Patient eine

Neuropathie ≥ Grad 2 aufwies, n = 52). Patienten mit stabilen Hirnmetastasen (vorbehandelt, nichtfortschreitend, ohne Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Krampfanfällen und unterstabiler Corticosteroid-Dosis seit mindestens 2 Wochen) waren für die Aufnahme in die Studiegeeignet. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Bestimmung der Hirnmetastasen war nur bei

Patienten mit bekannten oder Verdacht auf Hirnmetastasen erforderlich. Patienten mit bekanntem

Morbus Gilbert-Meulengracht, nur die Knochen betreffender Erkrankung, mit bekannter instabiler

Angina pectoris, Myokardinfarkt oder kongestivem Herzversagen in der Vorgeschichte, aktiverchronisch-entzündlicher Darmerkrankung oder Perforation des Gastrointestinaltrakts (GI), Infektionmit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV), aktiver Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion oder

Patienten, die innerhalb von 30 Tagen zuvor mit einem Lebendimpfstoff geimpft wurden oder dievorher Irinotecan erhalten hatten, waren von der Studie ausgeschlossen.

Die Patienten wurden so lange behandelt, bis eine Krankheitsprogression oder eine inakzeptable

Toxizität auftrat. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das PFS bei Patienten ohne Hirnmetastasenbei Baseline (d. h. BMNeg [Brain Metastases-Negative]), gemessen von einem verblindeten,unabhängigen, zentralisierten Überprüfungsgremium (BICR) aus Radiologieexperten anhand der

RECIST-Kriterien Version 1.1. Sekundäre Wirksamkeitsendpunkte waren das PFS anhand BICR fürdie Gesamtpopulation, einschließlich aller Patienten mit und ohne Hirnmetastasen, das

Gesamtüberleben (Overall Survival, OS), die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR)und die Dauer des Ansprechens (Duration of Response, DOR).

Die primäre Analyse umfasste 235 BMNeg-Patienten in der Sacituzumab-govitecan-Gruppe und233 BMNeg-Patienten in der TPC-Gruppe. Die Analyse der Gesamtpopulation umfasste 267 Patientenin der Sacituzumab govitecan-Gruppe und 262 Patienten in der TPC-Gruppe.

Die demografischen Daten und die Baseline-Charakteristika der Gesamtpopulation (n = 529) waren:medianes Alter von 54 Jahren (Bereich: 27 - 82 Jahre) und 81 % < 65 Jahre; 99,6 % weiblich; 79 %

Weiß; 12 % Schwarz; die mediane Anzahl vorheriger systemischer Therapien betrug 4; 69 % hattenzuvor 2 bis 3 Chemotherapien erhalten; 31 % hatten zuvor > 3 Chemotherapien erhalten; 42 % hatten

Lebermetastasen; 12 % hatten frühere oder gegenwärtige Hirnmetastasen; 8 % wiesen einen positiven

BRCA1-/BRCA2-Mutationsstatus auf; der BRCA-Status war für 339 Patienten verfügbar. Bei

Studieneintritt wiesen alle Patienten einen ECOG-Performance-Status von 0 (43 %) oder 1 (57 %) auf.

Die mediane Zeit von der Diagnose des Krankheitsstadiums 4 bis zum Studieneintritt betrug16,2 Monate (Bereich: -0,4 bis 202,9 Monate). Die häufigsten früheren Chemotherapien waren

Cyclophosphamid (83 %), Anthracycline (83 %) einschließlich Doxorubicin (53 %), Paclitaxel (78 %),

Carboplatin (65 %), Capecitabin (67 %), Gemcitabin (36 %), Docetaxel (35 %) und Eribulin (33 %).

Insgesamt hatten 29 % der Patienten zuvor eine PD-1- oder PD-L1-Therapie erhalten. In der

Gesamtpopulation hatten 13 % der Patienten in der Sacituzumab-govitecan-Gruppe zuvor nur 1systemische Therapie im Zusammenhang mit Metastasen erhalten.

Die Wirksamkeitsergebnisse in der BMNeg-Population zeigten bei Anwendung von Sacituzumabgovitecan gegenüber TPC eine statistisch signifikante Verbesserung hinsichtlich des PFS bzw. des OSmit Hazard Ratios (HR) von 0,41 (n = 468; 95-%-KI: 0,32, 0,52; p-Wert: < 0,0001) bzw. 0,48(n = 468; 95-%-KI: 0,38, 0,59; p-Wert: < 0,0001). Das mediane PFS betrug bei mit Sacituzumabgovitecan bzw. TPC behandelten Patienten 5,6 Monate bzw. 1,7 Monate und das mediane OS betrug12,1 Monate bzw. 6,7 Monate.

Die Wirksamkeitsergebnisse in der Gesamtpopulation waren in der vorab festgelegten Endanalyse(Datenschnitt 11. März 2020) mit der BMNeg-Population konsistent und sind in Tabelle 6zusammengefasst.

Tabelle 6: Wirksamkeitsendpunkte (Gesamtpopulation) - vorab festgelegte Endanalyse(ASCENT)

Vorab festgelegte Endanalyse(Datenschnitt 11. März 2020)

Sacituzumab govitecan Behandlung nach Wahl des

Arztes (TPC)n = 267 n = 262

Progressionsfreies Überleben (PFS)1

Anzahl Ereignisse (%) 190 (71,2) 171 (65,3)

Medianes PFS in Monaten 4,8 1,7(95-%-KI) (4,1, 5,8) (1,5, 2,5)

Hazard Ratio (95-%-KI) 0,43 (0,35, 0,54)p-Wert2 < 0,0001

Gesamtüberleben (OS)

Anzahl Todesfälle (%) 179 (67,0) 206 (78,6)

Medianes OS in Monaten (95-%-KI) 11,8 6,9(10,5, 13,8) (5,9, 7,7)

Hazard Ratio (95-%-KI) 0,51 (0,41, 0,62)p-Wert2 < 0,0001

Gesamtansprechrate (ORR)

Anzahl Responder (%) 83 (31) 11 (4)

Odds Ratio (95-%-KI) 10,99 (5,66, 21,36)p-Wert3 < 0,0001

Vollständige Remission, n (%) 10 (4) 2 (1)

Partielle Remission, n (%) 73 (27) 9 (3)

Dauer des Ansprechens (DOR)

Mediane DOR in Monaten 6,3 3,6(95-%-KI) (5,5, 9,0) (2,8, n. a.)1 PFS wurde definiert als die Zeit vom Datum der Randomisierung bis zum Datum der ersten radiologischen

Krankheitsprogression oder bis zum Datum des Todes beliebiger Ursache, je nachdem, was zuerst eintrat.2 Stratifizierter Log-Rank-Test, angepasst für Stratifizierungsfaktoren: Anzahl vorheriger Chemotherapien, Vorhandenseinbekannter Hirnmetastasen bei Studieneintritt und Region3 Basierend auf einem Cochran-Mantel-Haenszel-Test

KI = Konfidenzintervalln. a.= not applicable

Die Ergebnisse einer aktualisierten Wirksamkeitsanalyse (finaler Datenschnitt vom 25. Februar 2021)waren mit der vorab festgelegten Endanalyse konsistent. Das mediane PFS nach BICR unter

Sacituzumab govitecan betrug 4,8 Monate gegenüber 1,7 Monaten unter TPC (HR von 0,41; 95-%-KI:0,33, 0,52). Das mediane OS unter Sacituzumab govitecan betrug 11,8 Monate gegenüber 6,9 Monatenunter TPC (HR von 0,51; 95-%-KI: 0,42, 0,63). Die Kaplan-Meier-Kurven für das aktualisierte PFSnach BICR und OS finden sich in Abbildungen 5 und 6.

Abbildung 5: Progressionsfreies Überleben (Gesamtpopulation; finaler Datenschnitt vom25. Februar 2021) anhand BICR in ASCENT

Trodelvy

TPC

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

Trodelvy 267 184 135 82 55 34 23 17 11 8 5 1 0

TPC 262 86 36 12 6 3 1 1 0 0 0 0 0

Abbildung 6: Gesamtüberleben (Gesamtpopulation; finaler Datenschnitt vom 25. Februar 2021)in ASCENT

Trodelvy

TPC

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

Trodelvy 267 250 232 209 178 152 125 108 79 62 49 37 25 14 7 2 0

TPC 262 222 174 132 101 66 54 45 34 31 26 12 7 3 2 0 0

Subgruppenanalyse

In Subgruppenanalysen waren die Verbesserungen des PFS und des OS bei mit Sacituzumabgovitecan im Vergleich zu mit TPC behandelten Patienten über alle Patienten-Subgruppen hinwegkonsistent, und zwar unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft, BRCA-Status, Anzahl vorherigersystemischer Therapien insgesamt (2 und > 2, 2 - 3 und > 3) und im metastasierten Setting (1 und> 1), vorheriger Therapie mit Anthracyclinen oder PD-L1-Inhibitoren sowie Lebermetastasen.

Wahrscheinlichkeit für OS (%) Wahrscheinlichkeit für PFS (%)

Hirnmetastasen

Eine explorative Analyse des PFS bzw. des OS bei Patienten mit zuvor behandelten stabilen

Hirnmetastasen zeigte eine stratifizierte HR von 0,65 (n = 61; 95-%-KI: 0,35, 1,22) bzw. 0,87 (n = 61;95-%-KI: (0,47, 1,63). Das mediane PFS betrug bei mit Sacituzumab govitecan bzw. TPC behandelten

Patienten 2,8 Monate bzw. 1,6 Monate und das mediane OS betrug 6,8 Monate bzw. 7,5 Monate.

Trop-2-Expression

Es wurden zusätzliche Subgruppenanalysen durchgeführt, um die Wirksamkeit hinsichtlich des

Ausmaßes der Trop-2-Expression des Tumors zu untersuchen; die Ergebnisse waren über dieverschiedenen angewendeten Scoringverfahren hinweg konsistent. Bei Patienten mit niedrigen

Trop-2-Konzentrationen, gemessen anhand einer in Quartile eingeteilten Membran-H-Score, wurdesowohl für das PFS (HR: 0,64; 95-%-KI: 0,37, 1,11), als auch für das OS (HR: 0,71; 95-%-KI: 0,42,1,21), ein Nutzen von Sacituzumab govitecan im Vergleich zu TPC gezeigt.

HR-positives, HER2-negatives Mammakarzinom

Nicht resezierbares oder metastasiertes HR-positives/HER2-negatives Mammakarzinom (TROPiCS-02)

Die Wirksamkeit von Sacituzumab govitecan wurde in der multizentrischen, offenen, randomisierten

Studie TROPiCS-02 (IMMU-132-09) untersucht, die mit 543 Patienten mit nicht resezierbarem, lokalfortgeschrittenem oder metastasiertem HR-positivem, HER2-negativem (IHC 0, IHC 1+ oder

IHC 2+/ISH-) Mammakarzinom durchgeführt wurde, deren Erkrankung nach dem folgenden Settingfortgeschritten ist: ein CDK 4/6-Inhibitor, eine endokrine Therapie und ein Taxan. Die Patientenhatten zuvor mindestens zwei Chemotherapien im metastasierten Setting erhalten (von denen eine imneoadjuvanten oder adjuvanten Setting verabreicht worden sein konnte, wenn innerhalb von12 Monaten nach Abschluss der Chemotherapie eine Progression oder ein Rezidiv auftrat). Patientenmit nur die Knochen betreffender Erkrankung, aktiver chronisch-entzündlicher Darmerkrankung undbekannter Darmobstruktion in der Vorgeschichte, bekannter instabiler Angina pectoris oder

Myokardinfarkt oder kongestivem Herzversagen oder aktiver Hepatitis-B- oder -C-Infektion in der

Vorgeschichte waren von der Studie ausgeschlossen.

Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1 randomisiert, um entweder Sacituzumab govitecan 10 mg/kgals intravenöse Infusion an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Behandlungszyklus (n = 272) oder

TPC (n = 271) zu erhalten. Die TPC wurde vom Prüfarzt vor der Randomisierung aus einem derfolgenden Monotherapie-Regimen bestimmt: Eribulin (n = 130), Vinorelbin (n = 63), Gemcitabin(n = 56) oder Capecitabin (n = 22). Die Randomisierung wurde basierend auf früheren

Chemotherapie-Regimen gegen eine metastasierte Erkrankung (2 vs. 3-4), viszeralen Metastasen (javs. nein) und einer endokrinen Therapie im metastasierten Setting über einen Zeitraum von mindestens6 Monaten (ja vs. nein) stratifiziert.

Die Patienten wurden so lange behandelt, bis eine Krankheitsprogression oder eine inakzeptable

Toxizität auftrat. Das primäre Wirksamkeitskriterium war das PFS, bestimmt anhand BICR gemäß

RECIST Version 1.1 Weitere Wirksamkeitskriterien waren OS, ORR anhand BICR und DOR anhand

BICR.

Das mediane Alter der Studienpopulation betrug 56 Jahre (Bereich: 27-86 Jahre), und 26 % der

Patienten waren 65 Jahre oder älter. Fast alle Patienten waren weiblich (99 %). Die Mehrheit der

Patienten waren Weiße (67 %); 4 % waren Schwarze, 3 % waren Asiaten und 26 % warenunbekannter ethnischer Herkunft. Die Patienten hatten im Median 7 (Bereich: 3 bis 17) vorherigesystemische Regime in beliebigem Setting und 3 (Spanne: 0 bis 8) vorherige systemische

Chemotherapie-Regime im metastasierten Setting erhalten. Ca. 42 % der Patienten hatten 2 vorherige

Chemotherapie-Regime gegen eine metastasierte Erkrankung erhalten; im Vergleich dazu hatten 58 %der Patienten 3 oder 4 vorherige Chemotherapie-Regime erhalten. Die meisten Patienten hatten eineendokrine Therapie im metastasierten Setting über einen Zeitraum von ≥ 6 Monaten (86 %) erhalten.

Die Patienten hatten einen ECOG Performance-Status von 0 (44 %) oder 1 (56 %). Fünfundneunzig

Prozent der Patienten hatten viszerale Metastasen; 4,6 % der Patienten hatten stabile, zuvor behandelte

Hirnmetastasen.

Sacituzumab govitecan zeigte im Vergleich zu TPC eine statistisch signifikante Verbesserung des PFSanhand BICR und des OS. Die Verbesserung des PFS anhand BICR und des OS war im Allgemeinenzwischen den vorab festgelegten Subgruppen konsistent. Die Wirksamkeitsergebnisse sind in

Tabelle 7 zusammengefasst.

Tabelle 7: Wirksamkeitsendpunkte - vorab festgelegte Endanalyse (TROPiCS-02)

Sacituzumab govitecan TPCn = 272 n = 271

Progressionsfreies Überleben anhand BICR1

Anzahl Ereignisse (%) 170 (62,5 %) 159 (58,7 %)

Medianes PFS in Monaten (95-%- 5,5 (4,2, 7,0) 4,0 (3,1, 4,4)

KI)

Hazard Ratio (95-%-KI) 0,661 (0,529, 0,826)p-Wert2 0,0003

PFS-Rate nach 12 Monaten, % 21,3 (15,2, 28,1) 7,1 (2,8, 13,9)(95-%-KI)

Gesamtüberleben3

Anzahl Ereignisse (%) 191 (70,2 %) 199 (73,4 %)

Medianes OS in Monaten (95-%- 14,4 (13,0, 15,7) 11,2 (10,1, 12,7)

KI)

Hazard Ratio (95-%-KI) 0,789 (0,646, 0,964)p-Wert2 0,0200

Objektive Ansprechrate anhand BICR3

Anzahl Responder (%) 57 (21,0 %) 38 (14,0 %)

Odds Ratio (95-%-KI) 1,625 (1,034, 2,555)p-Wert 0,03481 PFS wurde definiert als die Zeit vom Datum der Randomisierung bis zum Datum der ersten radiologischen

Krankheitsprogression oder bis zum Datum des Todes beliebiger Ursache, je nachdem, was zuerst eintrat (Datenstichtag3. Januar 2022).2 Stratifizierter Log-Rank-Test, angepasst für Stratifizierungsfaktoren: vorherige Chemotherapie-Regime gegen einemetastasierte Erkrankung (2 vs. 3-4), viszerale Metastasen (ja vs. nein) und endokrine Therapie im metastasierten Settingüber einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten (ja vs. nein).3 Basierend auf einer zweiten Zwischenanalyse des OS (Datenstichtag 1. Juli 2022).

BICR = verblindetes, unabhängiges, zentralisiertes Überprüfungsgremium (Blinded, Independent, Central Review); KI =

Konfidenzintervall

Die Ergebnisse einer aktualisierten Wirksamkeitsanalyse mit einer medianen Nachbeobachtungsdauervon 12,8 Monaten (Datenstichtag 1. Dezember 2022) waren mit der vorab festgelegten Endanalysekonsistent. Das mediane PFS nach BICR unter Sacituzumab govitecan betrug 5,5 Monate gegenüber4,0 Monaten unter TPC (HR von 0,65; 95-%-KI: 0,53, 0,81). Das mediane OS unter Sacituzumabgovitecan betrug 14,5 Monate gegenüber 11,2 Monaten unter TPC (HR von 0,79; 95-%-KI: 0,65,0,95). Die Kaplan-Meier-Kurven für das aktualisierte PFS nach BICR und OS finden sich in

Abbildungen 7 und 8.

Abbildung 7: Progressionsfreies Überleben nach BICR (Datenstichtag 1. Dezember 2022) in

TROPiCS-02

Trodelvy

TPC

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

Trodelvy

TPC

Abbildung 8: Gesamtüberleben (Datenstichtag 1. Dezember 2022) in TROPiCS-02

Trodelvy

TPC

Zensiert

Zeit (Monate)

Anzahl Risikopatienten

Trodelvy

TPC

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Sacituzumab govitecan eine Freistellung von der

Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen für die

Behandlung von Brustkrebs gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei

Kindern und Jugendlichen).

Wahrscheinlichkeit für Gesamtüberleben (%) Wahrscheinlichkeit für progressionsfreies Überleben (%)

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Serumpharmakokinetik von Sacituzumab govitecan und SN-38 wurde bei Patienten mitmetastasiertem Brustkrebs (metastatic breast cancer, mBC) untersucht, die Sacituzumab govitecan beieiner Dosis von 10 mg/kg als Monotherapie oder in Kombination mit Pembrolizumab erhielten. Diepharmakokinetischen Parameter von Sacituzumab govitecan und freiem SN-38 bei Verabreichung als

Monotherapie oder in Kombination mit Pembrolizumab sind in Tabelle 8 aufgeführt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Pembrolizumab hatte keine Auswirkungen auf die

Pharmakokinetik von Sacituzumab govitecan oder SN-38.

Tabelle 8: Zusammenfassung der mittleren PK-Parameter (CV%) von Sacituzumab govitecanund freiem SN-38

Sacituzumab govitecan Freies SN-38

Cmax [ng/ml] 258 378 (17 %) 97 (41 %)

AUC0-168 [ng*h/ml] 12 285 980 (19 %) 3 120 (62 %)

* Berechnung der Parameter anhand einer Populations-PK-Analyse

Cmax: maximale Serumkonzentration 0-168 Stunden nach der ersten Dosis

AUC0-168: Fläche unter der Serumkonzentrations-Zeit-Kurve über einen Zeitraum von 168 Stunden nach der ersten Dosis

Verteilung

Basierend auf populationspharmakokinetischen Analysen betrug das Steady-State-Verteilungsvolumenvon Sacituzumab govitecan bei Verabreichung als Monotherapie oder in Kombination mit

Pembrolizumab 4,79 l.

Biotransformation

Es wurden keine Biotransformationsstudien mit Sacituzumab govitecan durchgeführt.

SN-38 (der kleinmolekulare Anteil von Sacituzumab govitecan) wird durch UGT1A1 metabolisiert.

Elimination

Die mediane Eliminationshalbwertszeit (t1/2) von Sacituzumab govitecan bzw. freiem SN-38 betrug,basierend auf der populationspharmakokinetischen Analyse, bei Patienten, die Sacituzumab govitecanals Monotherapie oder in Kombination mit Pembrolizumab erhielten, 170 Stunden bzw. 21,4 Stunden.

Die geschätzte mittlere (CV %) Clearance von Sacituzumab govitecan beträgt 0,129 l/h (21 %).

Besondere Patientengruppen

Im Rahmen von pharmakokinetischen Analysen an mit Sacituzumab govitecan behandelten Patientenwurden keine Auswirkungen von Alter, ethnischer Herkunft und leichter oder mittelgradiger

Nierenfunktionsbeeinträchtigung auf die Pharmakokinetik von Sacituzumab govitecan festgestellt.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Die renale Elimination trägt bekanntermaßen minimal zur Ausscheidung von SN-38, demkleinmolekularen Anteil von Sacituzumab govitecan, bei. Es liegen keine Daten zur Pharmakokinetikvon Sacituzumab govitecan bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsbeeinträchtigung oderterminaler Niereninsuffizienz (CrCl < 15 ml/min) vor.

Beeinträchtigung der Leber

Die Exposition von Sacituzumab govitecan bei Patienten mit leichter Beeinträchtigung der Leber(Bilirubin ≤ ULN und AST > ULN oder Bilirubin > 1,0 bis ≤ 1,5-mal ULN und AST beliebiger

Konzentration) ist vergleichbar mit der bei Patienten mit normaler Leberfunktion (Bilirubin und AST≤ ULN).

Es liegen begrenzte Daten zu den Expositionen gegenüber Sacituzumab govitecan und freiem SN-38bei Patienten mit mittelgradiger oder schwerer Beeinträchtigung der Leber vor.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

SN-38 war in einem In-vitro-Mikronukleustest an Säugetierzellen bei Ovarialzellen des chinesischen

Hamsters klastogen und war in einem bakteriellen In-vitro-Reverse-Mutations-Test (Ames-Test) nichtmutagen.

In einer Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen führte die intravenöse Anwendungvon Sacituzumab govitecan bei Dosen von ≥ 60 mg/kg (dem 1,9-Fachen der für den Menschenempfohlenen Dosis von 10 mg/kg basierend auf allometrischer Skalierung des Körpergewichts) zu

Atrophie des Endometriums, Uterusblutung, verstärkter Atresie der Ovarialfollikel und Atrophie dervaginalen Epithelzellen.

In nicht-klinischen Daten zum neuartigen Hilfsstoff MES wurden bei herkömmlichen Studien zur

Toxizität und Genotoxizität bei wiederholter Gabe keine speziellen Risiken für Menschen beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

2-(Morpholin-4-yl)ethan-1-sulfonsäure (MES)

Polysorbat 80 (E 433)

Trehalose-Dihydrat (Ph.Eur.)

6.2 Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln, außer mit den unter Abschnitt 6.6aufgeführten, gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

Ungeöffnete Durchstechflasche3 Jahre.

Nach der Rekonstitution

Die rekonstituierte Lösung sollte unverzüglich zur Herstellung der verdünnten Infusionslösungverwendet werden. Der Infusionsbeutel, der die verdünnte Lösung enthält, kann bis zu 24 Stundenlang vor Licht geschützt im Kühlschrank (2 °C bis 8 °C) aufbewahrt werden, falls er nicht sofortverwendet wird.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe

Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

50-ml-Durchstechflasche aus farblosem, durchsichtigem Glas Typ 1, die mit einem elastomeren

Butylstopfen versehen und mit einem Flip-off-Siegel aus Aluminium versiegelt ist und 200 mg

Sacituzumab govitecan enthält.

Jede Packung enthält eine Durchstechflasche.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Trodelvy ist ein zytotoxisches Arzneimittel. Die entsprechenden Verfahren zur Handhabung und

Beseitigung müssen eingehalten werden.

Rekonstitution

* Die erforderliche Dosis (mg) von Trodelvy basierend auf dem Körpergewicht des Patientenberechnen.

* Mithilfe einer sterilen Spritze langsam 20 ml 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung(9 mg/ml) in jede Durchstechflasche injizieren. Die daraus resultierende Konzentration beträgt10 mg/ml.

* Die Durchstechflaschen behutsam schwenken und den Inhalt bis zu 15 Minuten lang auflösenlassen. Nicht schütteln. Das Produkt sollte vor der Anwendung visuell auf Partikel und

Verfärbungen untersucht werden. Die Lösung sollte frei von sichtbaren Partikeln, durchsichtigund gelb sein. Die rekonstituierte Lösung nicht verwenden, wenn sie trübe oder verfärbt ist.

* Die Lösung unverzüglich zur Herstellung einer verdünnten Infusionslösung verwenden.

Verdünnung

* Das Volumen der rekonstituierten Lösung berechnen, das erforderlich ist, um die richtige Dosisgemäß dem Körpergewicht des Patienten zu erhalten.

* Das endgültige Volumen der Infusionslösung bestimmen, das erforderlich ist, um die richtige

Dosis in einem Sacituzumab-govitecan-Konzentrationsbereich von 1,1 mg/ml bis 3,4 mg/ml zuverabreichen.

* Das Volumen an 0,9%iger Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml), das dem Volumen dererforderlichen rekonstituierten Lösung entspricht, aus dem endgültigen Infusionsbeutelentnehmen und entsorgen.

* Die berechnete Menge der rekonstituierten Lösung mit einer Spritze aus der/den

Durchstechflasche(n) entnehmen. Etwaige in der/den Durchstechflasche(n) verbleibende

Mengen entsorgen.

* Um möglichst wenig Schaumbildung zu verursachen, das erforderliche Volumen anrekonstituierter Lösung langsam in einen Infusionsbeutel aus Polyvinylchlorid, Polyolefin(Polypropylen und/oder Polyethylen) oder Ethylenvinylacetat injizieren. Den Inhalt nichtschütteln.

* Falls erforderlich, das Volumen im Infusionsbeutel nach Bedarf mit 0,9%iger Natriumchlorid-

Injektionslösung (9 mg/ml) anpassen, um eine Konzentration von 1,1 mg/ml bis 3,4 mg/ml zuerhalten. Es sollte ausschließlich 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg/ml)verwendet werden, da die Stabilität des rekonstituierten Arzneimittels mit anderen

Infusionslösungen nicht ermittelt wurde.

* Wenn die Lösung nicht sofort verwendet wird, kann der Infusionsbeutel, der die verdünnte

Lösung enthält, bis zu 24 Stunden lang vor Licht geschützt gekühlt bei 2 °C bis 8 °C aufbewahrtwerden. Nicht einfrieren. Nach Herausnahme aus der Kühlung die verdünnte Lösung innerhalbvon 8 Stunden (einschließlich Infusionszeit) bei Raumtemperatur bis 25 °C verabreichen.

Anwendung

* Trodelvy als intravenöse Infusion anwenden. Den Infusionsbeutel vor Licht schützen. Der

Infusionsbeutel sollte während der Verabreichung an den Patienten abgedeckt werden, bis die

Anwendung abgeschlossen ist. Es ist nicht notwendig, während der Infusion den

Infusionsschlauch abzudecken oder einen lichtgeschützten Schlauch zu verwenden.

* Es kann eine Infusionspumpe verwendet werden.

* Trodelvy nicht mit anderen Arzneimitteln mischen oder zusammen mit diesen als Infusionverabreichen.

* Nach Ende der Infusion die Infusionsleitung mit 20 ml 0,9%iger Natriumchlorid-

Injektionslösung (9 mg/ml) spülen.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Gilead Sciences Ireland UC

Carrigtohill

County Cork, T45 DP77

Irland

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/21/1592/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 22. November 2021

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 23. Juli 2026

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

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