Angewendet bei: autoimmune entzündliche Erkrankungen
Art der Anwendung: Infusion
Substanz: Guselkumab (monoklonaler Antikörper)
ATC: L04AC16 (Antineoplastische und Immunmodulierende Mittel | Immunsuppressiva | Interleukin-Inhibitoren)
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Guselkumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis und psoriatischer Arthritis eingesetzt wird. Es wirkt durch die Blockierung von Interleukin-23 (IL-23), einem Protein, das an der chronischen Entzündung beteiligt ist, die mit diesen Erkrankungen verbunden ist.
Das Medikament wird subkutan injiziert, in der Regel alle paar Wochen, wie vom Arzt verordnet. Guselkumab hat eine hohe Wirksamkeit bei der Reduzierung von Hautläsionen und Gelenksymptomen gezeigt.
Häufige Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege, Kopfschmerzen und Reaktionen an der Injektionsstelle. Es ist wichtig, Patienten auf Anzeichen von Infektionen oder anderen Komplikationen zu überwachen.
Guselkumab bietet eine moderne und wirksame Option für Patienten mit Psoriasis und psoriatischer Arthritis und trägt zur Verbesserung ihrer Lebensqualität bei.
Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen
Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml Lösung.
Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen
Jeder Fertigpen enthält 200 mg Guselkumab in 2 ml Lösung.
Guselkumab ist ein vollhumaner monoklonaler Immunglobulin-G1-Lambda(IgG1λ)-Antikörper(mAk), hergestellt durch rekombinante DNA-Technologie in einer CHO-Zelllinie (Chinese-Hamster-
Ovary).
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 1 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze/Fertigpen, entsprechend0,5 mg/ml.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion)
Injektionslösung (Injektion) im Fertigpen (PushPen)
Die Lösung mit einem Ziel-pH-Wert von 5,8 und einer ungefähren Osmolarität von 367,5 mOsm/l istklar und farblos bis hellgelb und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige Partikel enthalten.
Tremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitisulcerosa indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichendangesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.
Morbus CrohnTremfya ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven
Morbus Crohn indiziert, die auf eine konventionelle Therapie oder Biologikatherapie unzureichendangesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder diese nicht vertragen haben.
Dieses Arzneimittel ist für die Anwendung unter der Anleitung und Aufsicht eines Arztes bestimmt,der Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen hat, für die es indiziert ist.
DosierungZur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:
- 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.oder
- 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8.
Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nachärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlungzeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 100-mg-Dosis siehe
Fachinformation zu Tremfya 100 mg Injektionslösung.
Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlungmit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumabangesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oderabgesetzt werden.
Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesenwerden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.
Morbus CrohnZur Induktion wird eines der folgenden zwei Dosierungsschemata empfohlen:
- 200 mg als intravenöse Infusion in den Wochen 0, 4 und 8. Siehe Fachinformation zu Tremfya200 mg Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung.oder
- 400 mg als subkutane Injektion (verabreicht als 2 aufeinanderfolgende Injektionen zu je200 mg) in den Wochen 0, 4 und 8.
Nach Abschluss der Induktion beträgt die empfohlene Erhaltungsdosis 100 mg, die ab Woche 16 alle8 Wochen (q8w) als subkutane Injektion verabreicht wird. Alternativ kann bei Patienten, die nachärztlicher Beurteilung keinen ausreichenden therapeutischen Nutzen nach der Induktionsbehandlungzeigen, eine Erhaltungsdosis von 200 mg als subkutane Injektion ab Woche 12 und danach alle4 Wochen (q4w) in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1). Bezüglich der 100-mg-Dosis siehe
Fachinformation zu Tremfya 100 mg Injektionslösung.
Die Anwendung von Immunmodulatoren und/oder Corticosteroiden kann während der Behandlungmit Guselkumab fortgesetzt werden. Bei Patienten, die auf die Behandlung mit Guselkumabangesprochen haben, können die Corticosteroide gemäß dem Versorgungsstandard reduziert oderabgesetzt werden.
Bei Patienten, bei denen nach 24 Wochen Behandlung kein therapeutischer Nutzen nachgewiesenwerden konnte, soll erwogen werden, die Behandlung zu beenden.
Ausgelassene DosisWenn eine Dosis ausgelassen wurde, soll sie so schnell wie möglich nachgeholt werden. Danach solldie Anwendung wieder zum regulären Zeitpunkt erfolgen.
Besondere PatientengruppenEs ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Bisher liegen nur begrenzte Erfahrungen zu Patienten ≥ 65 Jahre und sehr begrenzte Erfahrungen zu
Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren (siehe Abschnitt 5.2) vor.
Nieren- oder Leberfunktionsstörung
Tremfya wurde bei diesen Patientengruppen nicht untersucht. Im Allgemeinen ist nicht zu erwarten,dass diese Funktionsstörungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik monoklonaler
Antikörper haben, sodass keine Dosisanpassungen als notwendig erachtet werden. Bezüglich weiterer
Angaben zur Elimination von Guselkumab siehe Abschnitt 5.2.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Tremfya bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit
Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ist bisher nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungNur zur subkutanen Anwendung. Zu den Injektionsstellen gehören Bauch, Oberschenkel und
Rückseite des Oberarms. Tremfya soll nicht in Bereiche injiziert werden, an denen die Hautempfindlich, gerötet, verhärtet, verdickt oder schuppig ist oder Blutergüsse aufweist.
Nach angemessener Schulung der subkutanen Injektionstechnik können Patienten Tremfya selbstinjizieren, wenn der Arzt dies für angebracht hält. Jedoch soll der Arzt eine entsprechendemedizinische Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die Patienten sind angewiesen, dasvollständige Volumen der Lösung gemäß der Anleitung 'Hinweise zur Anwendung“, die der
Verpackung beiliegt, zu injizieren.
Für Hinweise zur Vorbereitung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.
Schwerwiegende Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genanntensonstigen Bestandteile.
Klinisch relevante aktive Infektionen (z. B. aktive Tuberkulose, siehe Abschnitt 4.4).
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
InfektionenGuselkumab kann das Infektionsrisiko erhöhen. Eine Behandlung sollte bei Patienten mit klinischrelevanten aktiven Infektionen erst nach dem Abklingen oder einer angemessenen Behandlung der
Infektion eingeleitet werden.
Mit Guselkumab behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn
Anzeichen oder Symptome einer klinisch relevanten chronischen oder akuten Infektion auftreten.
Wenn ein Patient eine klinisch relevante oder schwerwiegende Infektion entwickelt oder nicht auf die
Standardtherapie reagiert, sollte er engmaschig überwacht und die Behandlung bis zum Abklingen der
Infektion abgesetzt werden.
Tuberkulose-Untersuchung vor der Behandlung
Vor Beginn der Behandlung sollten die Patienten auf eine Tuberkulose (TB)-Infektion untersuchtwerden. Patienten, die Guselkumab erhalten, sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichenund Symptome einer aktiven TB überwacht werden. Bei Patienten mit latenter oder aktiver TB in der
Vorgeschichte, bei denen kein angemessener Behandlungsverlauf bestätigt werden kann, sollte vordem Einleiten der Behandlung eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.
ÜberempfindlichkeitNach der Markteinführung wurden schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich
Anaphylaxie, berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Einige schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionentraten mehrere Tage nach der Behandlung mit Guselkumab auf, darunter Fälle mit Urtikaria und
Dyspnoe. Im Falle des Auftretens einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion sollte die
Anwendung von Guselkumab unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitetwerden.
Erhöhung der hepatischen Transaminasen
In klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde bei Patienten, die mit Guselkumab q4w behandeltwurden, im Vergleich zu Patienten, die mit Guselkumab q8w oder Placebo behandelt wurden, eineerhöhte Inzidenz von Leberenzymerhöhungen beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Bei der Verordnung von Guselkumab q4w bei Psoriasis-Arthritis wird empfohlen, die
Leberenzymwerte zu Beginn und anschließend im Rahmen der routinemäßigen Patientenbehandlungzu überprüfen. Wenn Erhöhungen von Alanin-Aminotransferase [ALT] oder Aspartat-
Aminotransferase [AST] beobachtet werden und der Verdacht auf eine arzneimittelinduzierte
Leberschädigung besteht, sollte die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, bis diese
Diagnose ausgeschlossen ist.
ImpfungenVor dem Einleiten der Therapie sollte die Durchführung aller angebrachten Impfungen in
Übereinstimmung mit den aktuellen Impfempfehlungen in Erwägung gezogen werden. Bei mit
Guselkumab behandelten Patienten sollten keine Lebendimpfstoffe angewendet werden. Es liegenkeine Daten bezüglich des Ansprechens auf Lebend- oder Totimpfstoffe vor.
Vor einer Impfung mit viralen oder bakteriellen Lebendimpfstoffen muss die Behandlung nach derletzten Gabe für mindestens 12 Wochen ausgesetzt werden und kann frühestens 2 Wochen nach der
Impfung wieder aufgenommen werden. Zur weiteren Information und Anleitung für die gleichzeitige
Anwendung von Immunsuppressiva nach der Impfung sollen die verordnenden Ärzte die
Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des spezifischen Impfstoffsheranziehen.
Sonstige BestandteileEnthält Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 1 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze/Fertigpen, entsprechend0,5 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.
Wechselwirkungen mit CYP450-Substraten
In einer Phase-I-Studie mit Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis waren die
Veränderungen der systemischen Expositionen (Cmax und AUCinf) von Midazolam, S-Warfarin,
Omeprazol, Dextromethorphan und Coffein nach einer Einzeldosis von Guselkumab klinisch nichtrelevant, was darauf hindeutet, dass Wechselwirkungen zwischen Guselkumab und Substratenunterschiedlicher CYP-Enzyme (CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP1A2)unwahrscheinlich sind. Bei gleichzeitiger Anwendung von Guselkumab und CYP450-Substraten istkeine Dosisanpassung erforderlich.
Gleichzeitige Immunsuppressiva- oder Phototherapie
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Guselkumab in Kombination mit Immunsuppressiva,einschließlich Biologika oder Phototherapie wurden in klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis nichtuntersucht. In Studien zu Psoriasis-Arthritis schien die gleichzeitige Anwendung von Methotrexat(MTX) die Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.
In Studien zu Colitis ulcerosa und Morbus Crohn schien die gleichzeitige Anwendung von
Immunmodulatoren (z. B. Azathioprin [AZA], 6-Mercaptopurin [6-MP]) oder Corticosteroiden die
Sicherheit oder Wirksamkeit von Guselkumab nicht zu beeinflussen.
Frauen im gebärfähigen Alter sollen während und für mindestens 12 Wochen nach der Behandlungeine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftBisher liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Guselkumab bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Auswirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oderpostnatale Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von
Tremfya während der Schwangerschaft vermieden werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Guselkumab in die Muttermilch übergeht. Es ist bekannt, dass menschliche
IgGs in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen und bald darauf auf niedrige
Konzentrationen absinken; daher kann ein Risiko für das gestillte Kind während dieser Zeit nichtausgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des
Nutzens der Therapie für die Frau, sollte entschieden werden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die
Tremfya-Therapie verzichtet wird. Bezüglich Angaben zum Übergang von Guselkumab in die
Muttermilch von Tieren (Javaneraffen) siehe Abschnitt 5.3.
FertilitätDie Auswirkung von Guselkumab auf die Fertilität des Menschen wurde nicht untersucht.
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Auswirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
Tremfya hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die häufigste Nebenwirkung war Infektion der Atemwege (ungefähr 8 % der Patienten in den Studienzu Colitis ulcerosa, 11 % der Patienten in den Studien zu Morbus Crohn und 15 % der Patienten in denklinischen Studien zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis).
Das allgemeine Sicherheitsprofil bei Patienten, die mit Tremfya behandelt werden, ist bei Patientenmit Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn ähnlich.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenTabelle 1 listet Nebenwirkungen aus klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitisulcerosa und Morbus Crohn, sowie Nebenwirkungen, die nach Markteinführung berichtet wurden, auf.
Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeitskategorien gemäßfolgender Konvention eingestuft: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Häufigkeitskategorie werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 1: Auflistung der Nebenwirkungen
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre Sehr häufig Atemwegsinfektionen
Erkrankungen Gelegentlich Herpes-simplex-Infektionen
Gelegentlich Tinea-Infektionen
Gelegentlich Gastroenteritis
Erkrankungen des Immunsystems Selten Überempfindlichkeit
Selten Anaphylaxie
Erkrankungen des Nervensystems Häufig Kopfschmerzen
Erkrankungen des Häufig Diarrhö
Gastrointestinaltrakts
Erkrankungen der Haut und des Häufig Ausschlag
Unterhautgewebes Gelegentlich Urtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Häufig Arthralgieund Knochenerkrankungen
Allgemeine Erkrankungen und Häufig Reaktionen an der Injektionsstelle
Beschwerden am Verabreichungsort
Untersuchungen Häufig erhöhte Transaminasen
Gelegentlich erniedrigte Neutrophilenzahl
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurden während des placebokontrollierten
Zeitraums in den mit Guselkumab behandelten Gruppen häufiger Nebenwirkungen wie erhöhte
Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte
Transaminasen, anormaler Leberfunktionstest, Hypertransaminasämie) berichtet (8,6 % in der 100-mg-subkutan-q4w-Gruppe und 8,3 % in der 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe) als in der Placebo-Gruppe(4,6 %). Über ein Jahr hinweg wurden Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (wie oben) bei12,9 % der Patienten in der q4w-Gruppe und 11,7 % der Patienten in der q8w-Gruppe berichtet.
Bei den Laboruntersuchungen waren die meisten Transaminasenerhöhungen (ALT und AST) ≤ 3 x deroberen Grenze des Normalwerts (upper limit of normal, ULN). Transaminasenerhöhungen von > 3 bis≤ 5 x ULN und > 5 x ULN waren von geringer Häufigkeit und traten in der Guselkumab-q4w-Gruppehäufiger auf als in der Guselkumab-q8w-Gruppe (Tabelle 2). Bis zum Ende der zweijährigenklinischen Phase-III-Studie zur Psoriasis-Arthritis wurde ein ähnliches Häufigkeitsmuster bezüglichdes Schweregrads und der Behandlungsgruppen beobachtet.
Tabelle 2: Häufigkeit von Transaminasenerhöhungen nach Baseline in Patienten in zwei klinischen
Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis
Bis zu Woche 24a Bis zu einem Jahrb
Placebo Guselkumab Guselkumab Guselkumab Guselkumab
N = 370c 100 mg q8w 100 mg q4w 100 mg q8w 100 mg q4w
N = 373c N = 371c N = 373c N = 371c
ALT> 1 bis ≤ 3 x ULN 30,0 % 28,2 % 35,0 % 33,5 % 41,2 %> 3 bis ≤ 5 x ULN 1,4 % 1,1 % 2,7 % 1,6 % 4,6 %> 5 x ULN 0,8 % 0,8 % 1,1 % 1,1 % 1,1 %
AST> 1 bis ≤ 3 x ULN 20,0 % 18,8 % 21,6 % 22,8 % 27,8 %> 3 bis ≤ 5 x ULN 0,5 % 1,6 % 1,6 % 2,9 % 3,8 %> 5 x ULN 1,1 % 0,5 % 1,6 % 0,5 % 1,6 %a placebokontrollierter Zeitraum.b Patienten, die zu Baseline bei der Randomisierung Placebo zugewiesen wurden und anschließend mit Guselkumabbehandelt wurden ('Crossover“), sind nicht enthalten.c Anzahl der Patienten mit mindestens einer Auswertung nach Baseline für den spezifischen Labortest innerhalb des
Zeitraums.
In den klinischen Studien zu Psoriasis war die Häufigkeit der Transaminasenerhöhungen (ALT und
AST) für die Guselkumab-q8w-Dosis über ein Jahr hinweg ähnlich wie für die Guselkumab-q8w-Dosis in den klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis. Im Verlauf von 5 Jahren nahm die
Inzidenz der Transaminasenerhöhung pro Jahr Guselkumab-Behandlung nicht zu. Die meisten
Transaminasenerhöhungen waren ≤ 3 x ULN.
In den meisten Fällen war die Transaminasenerhöhung vorübergehend und führte nicht zum Abbruchder Behandlung.
In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden währendder placebokontrollierten Induktionsphase (Woche 0-12) in den mit Guselkumab behandelten Gruppenhäufiger Nebenwirkungen wie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST,erhöhte Leberenzyme, erhöhte Transaminasen und erhöhter Leberfunktionstest) berichtet (1,7 % der
Patienten) als in der Placebo-Gruppe (0,6 %). In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei
Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem Jahr Nebenwirkungenwie erhöhte Transaminasen (einschließlich erhöhte ALT, erhöhte AST, erhöhte Leberenzyme, erhöhte
Transaminasen, anormale Leberfunktion und erhöhter Leberfunktionstest) bei 3,4 % der Patienten inder Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 4,1 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppe verglichen mit 2,4 % in der Placebo-Gruppe berichtet.
Basierend auf der Laborbeurteilung der gepoolten Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit
Morbus Crohn waren die Häufigkeiten der ALT- oder AST-Erhöhungen niedriger als die, die in denklinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis beobachtet wurden. In den gepoolten Phase-II- und
Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden über den placebokontrollierten Zeitraum(Woche 12) hinweg ALT- (< 1 % der Patienten) und AST- (< 1 % der Patienten) Erhöhungen≥ 3 x ULN in der mit Guselkumab behandelten Gruppe berichtet. In den gepoolten Phase-II- und
Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn wurden im Berichtszeitraum von ungefähr einem
Jahr ALT- und/oder AST-Erhöhungen ≥ 3 x ULN bei 2,7 % der Patienten in der Guselkumab 200-mg-subkutan-q4w-Gruppe und bei 2,6 % der Patienten in der Guselkumab 100-mg-subkutan-q8w-Gruppeverglichen mit 1,9 % in der Placebo-Gruppe berichtet. In den meisten Fällen war der Anstieg der
Transaminasen vorübergehend und führte nicht zum Absetzen der Behandlung.
Erniedrigte Neutrophilenzahl
In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis wurde über den placebokontrollierten
Zeitraum hinweg in der mit Guselkumab behandelten Gruppe die Nebenwirkung verminderte
Neutrophilenzahl häufiger (0,9 %) berichtet als in der Placebo-Gruppe (0 %). Die Nebenwirkungverminderte Neutrophilenzahl wurde bei 0,9 % der mit Guselkumab behandelten Patienten über ein
Jahr hinweg berichtet. In den meisten Fällen war die Abnahme der Neutrophilenzahl im Blut leicht,vorübergehend, nicht mit einer Infektion verbunden und führte nicht zum Abbruch der Behandlung.
Gastroenteritis
In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis einschließlich des placebokontrollierten Zeitraumstrat Gastroenteritis häufiger in der mit Guselkumab behandelten Gruppe (1,1 %) als in der Placebo-
Gruppe (0,7 %) auf. Bis Woche 264 berichteten 5,8 % aller mit Guselkumab behandelten Patientenüber eine Gastroenteritis. Die Gastroenteritis-Nebenwirkungen waren nicht schwerwiegend und hattenbis einschließlich Woche 264 kein Absetzen von Guselkumab zur Folge. In klinischen Studien zur
Psoriasis-Arthritis war der beobachtete Anteil von Gastroenteritis während des placebokontrollierten
Zeitraums ähnlich hoch wie die in den klinischen Studien zur Psoriasis.
Reaktionen an der InjektionsstelleIn zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis bis einschließlich Woche 48 waren 0,7 % der
Guselkumab-Injektionen sowie 0,3 % der Placebo-Injektionen mit Reaktionen an der Injektionsstelleassoziiert. Bis Woche 264 waren 0,4 % der Guselkumab-Injektionen mit Reaktionen an der
Injektionsstelle assoziiert. Reaktionen an der Injektionsstelle waren im Allgemeinen von leichtem bismäßigem Schweregrad; waren nicht schwerwiegend und hatten einmal das Absetzen von Guselkumabzur Folge.
In zwei klinischen Phase-III-Studien zur Psoriasis-Arthritis war bis zu Woche 24 die Anzahl der
Patienten, die über Reaktionen an einer oder mehreren Injektionsstellen berichteten, in den
Guselkumab-Gruppen gering, jedoch etwas höher als in der Placebo-Gruppe; 5 (1,3 %) Patienten inder Guselkumab-q8w-Gruppe, 4 (1,1 %) Patienten in der Guselkumab-q4w-Gruppe und 1 (0,3 %) inder Placebo-Gruppe. Ein Patient setzte Guselkumab aufgrund einer Reaktion an der Injektionsstellewährend des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis ab. Überein Jahr hinweg betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen an der
Injektionsstelle berichteten, 1,6 % in der Guselkumab-q8w-Gruppe bzw. 2,4 % in der Guselkumab-q4w-Gruppe. Während des placebokontrollierten Zeitraums der klinischen Studien zur Psoriasis-
Arthritis war die Anzahl der Injektionen, die mit Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert war,insgesamt ähnlich der Anzahl, die in den klinischen Studien zur Psoriasis beobachtet wurde.
In der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei Colitis ulcerosa bis Woche 44 betrug der
Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelleberichteten, 7,9 % (2,5 % der Injektionen) in der Gruppe mit subkutaner Anwendung von Guselkumab200 mg q4w (Guselkumab 200 mg wurde in der klinischen Phase-III-Studie zur Erhaltungstherapie bei
Colitis ulcerosa als zwei Injektionen zu je 100 mg verabreicht); in der Gruppe mit subkutaner
Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w wurden keine Reaktionen an der Injektionsstelle berichtet.
Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle waren leicht; keine Reaktion an der Injektionsstellewar schwerwiegend.
In den klinischen Phase-II- und Phase-III-Studien bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48betrug der Anteil der Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der
Injektionsstelle berichteten, 4,1 % (0,8 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab alsintravenöse Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 1,4 %(0,6 % der Injektionen) in der Gruppe mit 200 mg Guselkumab als intravenöse Induktion gefolgt vonsubkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Insgesamt waren die Reaktionen an der
Injektionsstelle leicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.
In einer klinischen Phase-III-Studie bei Patienten mit Morbus Crohn bis Woche 48 betrug der Anteilder Patienten, die über eine oder mehrere Reaktionen auf Guselkumab an der Injektionsstelleberichteten, 7 % (1,3 % der Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane
Induktion gefolgt von subkutaner Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w und 4,3 % (0,7 % der
Injektionen) in der Gruppe mit 400 mg Guselkumab als subkutane Induktion gefolgt von subkutaner
Anwendung von Guselkumab 100 mg q8w. Die meisten Reaktionen an der Injektionsstelle warenleicht; keine Reaktion an der Injektionsstelle war schwerwiegend.
ImmunogenitätDie Immunogenität von Guselkumab wurde mit Hilfe eines sensitiven und wirkstofftoleranten
Immunoassays untersucht.
In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Psoriasis und Psoriasis-Arthritisentwickelten im Verlauf von bis zu 52 Behandlungswochen 5 % (n = 145) der mit Guselkumabbehandelten Patienten Anti-Wirkstoff-Antikörper (anti-drug antibody, ADA). Von den Patienten, die
ADA entwickelten, wiesen ca. 8 % (n = 12) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziertwurden, was 0,4 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In gepoolten Phase-III-
Analysen bei Patienten mit Psoriasis entwickelten etwa 15 % der bis zu 264 Wochen lang mit
Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 5 %
Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 0,76 % aller mit Guselkumabbehandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem
Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.
In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mitintravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickeltenetwa 12 % (n = 58) der bis zu 56 Wochen mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den
Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 16 % (n = 9) Antikörper auf, die als neutralisierendklassifiziert wurden, was 2 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer
Phase-III-Analyse bis zu 24 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa, die mit subkutaner Induktiongefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit
Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 %(n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumabbehandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem
Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.
In den gepoolten Phase-II- und Phase-III-Analysen bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus
Crohn, die mit intravenöser Induktion gefolgt von subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden,entwickelten etwa 5 % (n = 30) der mit Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten,die ADA entwickelten, wiesen ca. 7 % (n = 2) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziertwurden, was 0,3 % aller mit Guselkumab behandelten Patienten entspricht. In einer klinischen Phase-
III-Studie bis zu 48 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn, die mit subkutaner Induktion gefolgtvon subkutaner Erhaltungstherapie behandelt wurden, entwickelten etwa 9 % (n = 24) der mit
Guselkumab behandelten Patienten ADA. Von den Patienten, die ADA entwickelten, wiesen ca. 13 %(n = 3) Antikörper auf, die als neutralisierend klassifiziert wurden, was 1 % aller mit Guselkumabbehandelten Patienten entspricht. ADA waren nicht mit einer geringeren Wirksamkeit oder dem
Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle assoziiert.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
In klinischen Studien wurden intravenöse Dosen von Guselkumab bis zu 1 200 mg sowie subkutane
Dosen von bis zu 400 mg als eine Einzeldosis ohne Auftreten dosislimitierender Toxizität verabreicht.
Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungenüberwacht werden und es muss unverzüglich eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitetwerden.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren; ATC-Code: L04AC16.
WirkmechanismusGuselkumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper (mAk), der über die
Antigenbindungsstelle selektiv das Interleukin(IL)-23-Protein mit hoher Spezifität und Affinitätbindet. IL-23 ist ein Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist. Durch die
Hemmung der Bindung von IL-23 an seinen Rezeptor hemmt Guselkumab die IL-23-abhängige
Signaltransduktion und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.
Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis sind die IL-23-Spiegel in der Haut erhöht. Bei Patienten mit Colitisulcerosa oder Morbus Crohn sind die IL-23-Spiegel im Kolongewebe erhöht. In in-vitro-Modellenwurde gezeigt, dass Guselkumab die Bioaktivität von IL-23 inhibiert, indem es dessen Interaktion mitdem IL-23-Zelloberflächenrezeptor verhindert. Dadurch werden die IL-23 abhängigen Signal-,
Aktivierungs- und Zytokinkaskaden unterbrochen. Die klinischen Wirkungen von Guselkumab bei
Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn beruhen auf der Inhibierungdes IL-23-Zytokin-Wegs.
Myeloide Zellen, die den Fc-Gamma-Rezeptor 1 (CD64, Cluster of Differentiation 64) exprimieren,sind nachweislich eine vorherrschende Quelle von IL-23 in entzündetem Gewebe bei Psoriasis, Colitisulcerosa und Morbus Crohn. Guselkumab bindet in vitro an CD64 und blockiert IL-23. Diese
Ergebnisse deuten darauf hin, dass Guselkumab in der Lage ist, IL-23 an der zellulären
Entzündungsquelle zu neutralisieren.
Pharmakodynamische WirkungenIn einer Phase-I-Studie führte die Behandlung mit Guselkumab zu einer reduzierten Expression von
Genen des IL-23/Th17-Signalwegs und von Psoriasis-assoziierten Genexpressionsprofilen. Dasergaben Analysen der mRNA aus Hautläsionsbiopsien von Patienten mit Plaque-Psoriasis in
Woche 12 im Vergleich zu Baseline. In derselben Phase-I-Studie führte die Behandlung mit
Guselkumab zu einer Verbesserung histologischer Messgrößen der Psoriasis in Woche 12, u. a. zueiner Reduzierung der Epidermisdicke und der T-Zell-Dichte. Außerdem waren bei mit Guselkumabbehandelten Patienten in Phase-II- und Phase-III-Studien zu Plaque-Psoriasis reduzierte IL-17A-,
IL-17F- und IL-22-Serumspiegel im Vergleich zu Placebo zu beobachten. Diese Ergebnisse deckensich mit dem beobachteten klinischen Nutzen der Guselkumab-Behandlung bei Plaque-Psoriasis.
In Phase-III-Studien bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis waren die Serumspiegel der Akute-Phase-
Proteine C-reaktives Protein, Serumamyloid A und IL-6 sowie der Th17-Effektorzytokine IL-17A,
IL-17F und IL-22 zu Beginn der Studie erhöht. Guselkumab senkte die Spiegel dieser Proteineinnerhalb von 4 Wochen nach Beginn der Behandlung ab. Guselkumab verringerte die Spiegel dieser
Proteine weiter bis zu Woche 24 im Vergleich zum Ausgangswert und auch zu Placebo.
Bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn führte die Behandlung mit Guselkumab bis
Woche 12 der Induktion zu einer Abnahme der Entzündungsmarker, einschließlich des C-reaktiven
Proteins (CRP) und fäkalen Calprotectins, die während der einjährigen Erhaltungstherapieaufrechterhalten wurde. Die Serumproteinspiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ waren bereits in
Woche 4 reduziert und sanken bis Woche 12 der Induktion weiter ab. Guselkumab reduzierte auch die
RNA-Spiegel von IL-17A, IL-22 und IFNγ in den Biopsien der Kolonmukosa in Woche 12.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei multizentrischen, randomisierten,doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien (QUASAR intravenöse Induktionsstudie,
QUASAR-Erhaltungsstudie und ASTRO subkutane Induktionsstudie) bei erwachsenen Patienten mitmittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa untersucht, die auf Corticosteroide,konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP), Biologika (TNF-Blocker, Vedolizumab), einen
Januskinase (JAK)-Inhibitor und/oder Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulatoren (S1PRM),ausschließlich in der ASTRO Studie, unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechenoder diese nicht vertragen haben. Darüber hinaus wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von
Guselkumab in einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-IIb-Induktionsstudiezur Dosisfindung (QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung) untersucht, in die eine vergleichbare
Patientenpopulation mit Colitis ulcerosa wie in die Phase-III-Induktionsstudie eingeschlossen wurde.
Die Krankheitsaktivität wurde anhand des modifizierten Mayo-Scores (mMS) bewertet, einem 3-
Komponenten-Mayo-Score (0-9), der sich aus der Summe der folgenden Subscores (0 bis 3 für jeden
Subscore) zusammensetzt: Stuhlfrequenz (SFS), rektale Blutungen (RBS) und Befunde der zentralüberprüften Endoskopie (ES). Eine mittelschwere bis schwere aktive Colitis ulcerosa war als mMSzwischen 5 und 9, RBS ≥ 1 und ES von 2 (definiert als ausgeprägtes Erythem, fehlendes vaskuläres
Muster, Friabilität und/oder Erosionen) oder ES von 3 (definiert als Spontanblutung und Ulzeration)definiert.
Induktionsstudie: QUASAR IS
In der Induktionsstudie QUASAR IS wurden die Patienten im Verhältnis 3:2 randomisiert, umentweder Guselkumab 200 mg oder Placebo als intravenöse Infusion in Woche 0, Woche 4 und
Woche 8 zu erhalten. Insgesamt wurden 701 Patienten untersucht. Zu Baseline betrug der medianemMS 7, wobei 35,5 % der Patienten einen Baseline-mMS von 5 bis 6 und 64,5 % einen mMS von 7bis 9 sowie 67,9 % der Patienten einen Baseline-ES von 3 aufwiesen. Das mediane Alter betrug39 Jahre (18 - 79 Jahre); 43,1 % waren weiblich und 72,5 % wurden als Weiße, 21,4 % als Asiatenund 1 % als Schwarze identifiziert.
Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, MTX, 6-MP, AZA und/oder orale
Corticosteroide in fester Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 72,5 % der Patienten
Aminosalicylate, 20,8 % der Patienten Immunmodulatoren (MTX, 6-MP oder AZA) und 43,1 % der
Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit Biologika oder JAK-Inhibitoren waren nichterlaubt.
Bei insgesamt 49,1 % der Patienten hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie und/oder JAK-
Inhibitor versagt. Bei 87,5 %, 54,1 % bzw. 18 % hatte zuvor ein TNF-Blocker, Vedolizumab oder ein
JAK-Inhibitor versagt, und bei 47,4 % hatte die Behandlung mit 2 oder mehr dieser Therapien versagt.
Insgesamt 48,4 % der Patienten waren Biologika- und JAK-Inhibitor-naiv, sowie 2,6 % hatten zuvoreine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagengekommen war.
Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 12 definiert durch den mMS. Zu densekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, die endoskopische
Heilung, das klinische Ansprechen, die histo-endoskopische Mukosaheilung, das Ansprechenbezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 3).
In Woche 12 befand sich in der mit Guselkumab behandelten Gruppe ein signifikant größerer Anteilder Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.
Tabelle 3: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12erreichten
Induktion mit
Behandlungs-
Placebo Guselkumab
Endpunkt differenz% 200 mg intravenösa(95 % KI)%
Klinische Remissionb
Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 23 % (N = 421) 15 % (10 %; 20 %)c
Biologika- und12 % (N = 137) 32 % (N = 202) 20 % (12 %; 28 %)
JAK-Inhibitor-naivd
Vorheriges Biologika-und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 14 %)
Versagene
Symptomatische Remissionf
Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 50 % (N = 421) 29 % (23 %; 36 %)c
Biologika- undd 26 % (N = 137) 60 % (N = 202) 34 % (24 %; 44 %)
JAK-Inhibitor-naiv
Vorheriges Biologika-und/oder JAK-Inhibitor- 14 % (N = 136) 38 % (N = 208) 24 % (16 %; 33 %)
Versagene
Endoskopische Heilungg
Gesamtpopulation 11 % (N = 280) 27 % (N = 421) 16 % (10 %; 21 %)c
Biologika- und17 % (N = 137) 38 % (N = 202) 21 % (12 %; 30 %)
JAK-Inhibitor-naivd
Vorheriges Biologika-und/oder JAK-Inhibitor- 5 % (N = 136) 15 % (N = 208) 10 % (4 %; 16 %)
Versagene
Klinisches Ansprechenh
Gesamtpopulation 28 % (N = 280) 62 % (N = 421) 34 % (27 %; 41 %)c
Biologika- undd 35 % (N = 137) 71 % (N = 202) 36 % (26 %; 46 %)
JAK-Inhibitor-naiv
Vorheriges Biologika-und/oder JAK-Inhibitor- 20 % (N = 136) 51 % (N = 208) 32 % (22 %; 41 %)
Versagene
Histo-endoskopische Mukosaheilungi
Gesamtpopulation 8 % (N = 280) 24 % (N = 421) 16 % (11 %; 21 %)c
Biologika- undd 11 % (N = 137) 33 % (N = 202) 22 % (13 %; 30 %)
JAK-Inhibitor-naiv
Vorheriges Biologika-und/oder JAK-Inhibitor- 4 % (N = 136) 13 % (N = 208) 9 % (3 %; 15 %)
Versagene
Ansprechen bzgl. Fatiguej
Gesamtpopulation 21 % (N = 280) 41 % (N = 421) 20 % (13 %; 26 %)c
Biologika- undd 29 % (N = 137) 42 % (N = 202) 12 % (2 %; 23 %)
JAK-Inhibitor-naiv
Vorheriges Biologika-und/oder JAK-Inhibitor- 13 % (N = 136) 38 % (N = 208) 25 % (17 %; 34 %)
Versagene
Tabelle 3: Anteil der Patienten in QUASAR IS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 12erreichten
Induktion mit
Behandlungs-
Placebo Guselkumab
Endpunkt a differenz% 200 mg intravenös(95 % KI)%
IBDQ-Remissionk
Gesamtpopulation 30 % (N = 280) 51 % (N = 421) 22 % (15 %; 29 %)c
Biologika- und34 % (N = 137) 62 % (N = 202) 28 % (18 %; 38 %)
JAK-Inhibitor-naivd
Vorheriges Biologika-und/oder JAK-Inhibitor- 24 % (N = 136) 39 % (N = 208) 15 % (5 %; 25 %)
Versagenea Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8.b Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein
Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.c p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der Cochran-Mantel-Haenszel-Methode (an die folgenden
Stratifizierungsfaktoren angepasst: Status bezüglich des Biologika- und/oder JAK-Inhibitor-Versagens und gleichzeitige Anwendungvon Corticosteroiden zu Baseline).
d Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe und 11 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie odereinen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.
e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-
Blocker, Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa.
f Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen
Blutungen von 0.
g Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.h Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore derrektalen Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt.i Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine
Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie obendefiniert.
j Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als
Verbesserung um ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline, was als klinisch relevant galt.
k Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (Inflammatory Bowel Disease Questionnaire) ≥ 170.
An QUASAR IS und der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung nahmen auch 48 Patienten miteinem Baseline-mMS von 4 teil, darunter ein ES von 2 oder 3 und ein RBS ≥ 1. Bei Patienten miteinem Baseline-mMS von 4 war die Wirksamkeit von Guselkumab im Vergleich zu Placebo,gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen Ansprechens und der endoskopischen
Heilung in Woche 12, mit derjenigen der Gesamtpopulation der Patienten mit mittelschwerer bisschwerer aktiver Colitis ulcerosa konsistent.
Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz
Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 eine Abnahme derrektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet und diese gingen bis Woche 12 weiter zurück.
Erhaltungsstudie: QUASAR MS
In QUASAR MS wurden 568 Patienten untersucht, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendungvon Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung einklinisches Ansprechen zeigten. In QUASAR MS wurden diese Patienten randomisiert und erhieltenüber 44 Wochen eine subkutane Erhaltungstherapie mit entweder 100 mg Guselkumab alle 8 Wochen,200 mg Guselkumab alle 4 Wochen oder Placebo.
Der primäre Endpunkt war die klinische Remission zu Woche 44 definiert durch den mMS. Zu densekundären Endpunkten in Woche 44 gehörten unter anderem die symptomatische Remission, dieendoskopische Heilung, die corticosteroidfreie klinische Remission, die histo-endoskopische
Mukosaheilung, das Ansprechen bezüglich Fatigue und die IBDQ-Remission (Tabelle 4).
In Woche 44 befand sich in beiden mit Guselkumab behandelten Gruppen ein signifikant größerer
Anteil der Patienten in klinischer Remission als in der Placebo-Gruppe.
Tabelle 4: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten
Guselkumab Guselkumab Behandlungsdifferenz100 mg q8w 200 mg q4w (95 % KI)
Placebo
Endpunkt als subkutane als subkutane% a b Guselkumab Guselkumab
Injektion Injektion100 mg 200 mg% %
Klinische Remissioncd 19 % 45 % 50 % 25 % 30 %
Gesamtpopulation(N = 190) (N = 188) (N = 190) (16 %; 34 %)e (21 %; 38 %)e
Biologika- und 26 % 50 % 58 % 24 % 29 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (12 %; 36 %) (17 %; 41 %)
Vorheriges Biologika-8 % 40 % 40 % 30 % 32 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 75) (N = 77) (N = 88) (19 %; 42 %) (21 %; 44 %)
Versagen
Symptomatische Remissionh37 % 70 % 69 % 32 % 31 %
Gesamtpopulationd(N = 190) (N = 188) (N = 190) (23 %; 41 %)e (21 %; 40 %)e
Biologika- und 46 % 74 % 76 % 28 % 28 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (15 %; 40 %) (15 %; 41 %)
Vorheriges Biologika-24 % 65 % 60 % 39 % 37 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 75) (N = 77) (N = 88) (26 %; 52 %) (23 %; 50 %)
Versagen
Corticosteroidfreie klinische Remissionid 18 % 45 % 49 % 26 % 29 %
Gesamtpopulation(N = 190) (N = 188) (N = 190) (17 %; 34 %)e (20 %; 38 %)e
Biologika- und 26 % 50 % 56 % 24 % 27 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (12 %; 36 %) (14 %; 39 %)
Vorheriges Biologika-7 % 40 % 40 % 32 % 34 %und/oder JAK-Inhibitor-(N = 75) (N = 77) (N = 88) (21 %; 43 %) (23 %; 45 %)
Versageng
Endoskopische Heilungjd 19 % 49 % 52 % 30 % 31 %
Gesamtpopulation(N = 190) (N = 188) (N = 190) (21 %; 38 %)e (22 %; 40 %)e
Biologika- und 26 % 53 % 59 % 27 % 30 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (15 %; 40 %) (18 %; 42 %)
Vorheriges Biologika-8 % 45 % 42 % 36 % 35 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 75) (N = 77) (N = 88) (24 %; 48 %) (23 %; 46 %)
Versagen
Histo-endoskopische Mukosaheilungk17 % 44 % 48 % 26 % 30 %
Gesamtpopulationd(N = 190) (N = 188) (N = 190) (17 %; 34 %)e (21 %; 38 %)e
Biologika- und 23 % 50 % 56 % 26 % 30 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (14 %; 38 %) (17 %; 42 %)
Vorheriges Biologika-8 % 38 % 39 % 28 % 31 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 75) (N = 77) (N = 88) (16 %; 39 %) (20 %; 43 %)
Versagen
Klinisches Ansprechenld 43 % 78 % 75 % 34 % 31 %
Gesamtpopulation(N = 190) (N = 188) (N = 190) (25 %; 43 %)e (21 %; 40 %)e
Biologika- und 54 % 83 % 81 % 29 % 26 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (17 %; 41 %) (14 %; 39 %)
Vorheriges Biologika-28 % 70 % 67 % 41 % 39 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 75) (N = 77) (N = 88) (27 %; 54 %) (26 %; 53 %)
Versagen
Aufrechterhaltung der klinischen Remission in Woche 44 bei Patienten, die 12 Wochen nach der Induktioneine klinische Remission erreicht hatten34 % 61 % 72 % 26 % 38 %
Gesamtpopulationq(N = 59) (N = 66) (N = 69) (9 %; 43 %)m (23 %; 54 %)e
Biologika- und 34 % 65 % 79 % 31 % 45 %
JAK-Inhibitor-naivr (N = 41) (N = 43) (N = 48) (9 %; 51 %) (25 %; 62 %)
Tabelle 4: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten
Guselkumab Guselkumab Behandlungsdifferenz100 mg q8w 200 mg q4w (95 % KI)
Placebo
Endpunkt als subkutane als subkutane% a b Guselkumab Guselkumab
Injektion Injektion100 mg 200 mg% %
Vorheriges Biologika-27 % 60 % 56 % 33 % 29 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 15) (N = 20) (N = 18) (-1 %, 62 %) (-6 %; 59 %)
Versagen
Endoskopische Normalisierungn15 % 35 % 34 % 18 % 17 %
Gesamtpopulationd(N = 190) (N = 188) (N = 190) (10 %; 27 %)e (9 %; 25 %)e
Biologika- und 20 % 38 % 42 % 17 % 17 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (6 %; 29 %) (6 %; 29 %)
Vorheriges Biologika-8 % 31 % 24 % 21 % 16 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 75) (N = 77) (N = 88) (10 %; 33 %) (6 %; 26 %)
Versagen
Ansprechen bezüglich Fatigueod 29 % 51 % 43 % 20 % 13 %
Gesamtpopulation(N = 190) (N = 188) (N = 190) (11 %; 29 %)e (3 %; 22 %)m
Biologika- und 36 % 51 % 53 % 15 % 16 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (2 %; 28 %) (3 %; 29 %)
Vorheriges Biologika-19 % 47 % 32 % 27 % 13 %und/oder JAK-Inhibitor-(N = 75) (N = 77) (N = 88) (13 %; 40 %) (1 %; 26 %)
Versageng
Tabelle 4: Anteil der Patienten in QUASAR MS, die die Wirksamkeitsendpunkte in Woche 44 erreichten
Guselkumab Guselkumab Behandlungsdifferenz100 mg q8w 200 mg q4w (95 % KI)
Placebo
Endpunkt als subkutane als subkutane% Guselkumab Guselkumab
Injektiona Injektionb100 mg 200 mg% %
IBDQ-Remissionp37 % 64 % 64 % 26 % 26 %
Gesamtpopulationd(N = 190) (N = 188) (N = 190) (17 %; 36 %)e (16 %; 35 %)e
Biologika- und 49 % 68 % 74 % 19 % 24 %
JAK-Inhibitor-naivf (N = 108) (N = 105) (N = 96) (6 %; 32 %) (11 %; 37 %)
Vorheriges Biologika-19 % 58 % 53 % 38 % 35 %und/oder JAK-Inhibitor-g (N = 75) (N = 77) (N = 88) (26 %; 50 %) (23 %; 48 %)
Versagena Guselkumab 100 mg als subkutane Injektion alle 8 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema.b Guselkumab 200 mg als subkutane Injektion alle 4 Wochen im Anschluss an das Induktionsschema.c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein
Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.d Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der
QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten.e p < 0,001, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierungangepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode.f Weitere 7 Patienten in der Placebo-Gruppe, 6 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 6 Patienten in der Guselkumab-200 mg-
Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-Blocker,
Vedolizumab) und/oder einem Janus-Kinase (JAK)-Inhibitor bei Colitis ulcerosa.h Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungenvon 0.i Keine Behandlung mit Corticosteroiden für mindestens 8 Wochen vor Woche 44 erforderlich und Erfüllung der Kriterien für eineklinische Remission in Woche 44.j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.k Eine Kombination aus histologischer Heilung [Neutrophilen-Infiltration bei < 5 % der Krypten, keine Kryptenzerstörung und keine
Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem] und endoskopischer Heilung wie obendefiniert.
l Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, wobei der Subscore der rektalen
Blutungen entweder um ≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt.
m p < 0,01, angepasste Behandlungsdifferenz (95 % KI), basierend auf der an die Stratifizierungsfaktoren bei der Randomisierungangepassten Cochran-Mantel-Haenszel-Methode.
n Ein Subscore der Endoskopie von 0.o Fatigue wurde mit dem PROMIS-Fatigue-Kurzfragebogen 7a bewertet. Ein Ansprechen bezüglich Fatigue war definiert als Verbesserungum ≥ 7 Punkte gegenüber Baseline bei Induktion, was als klinisch relevant galt.p Gesamtscore im Fragebogen zur Entzündlichen Darmerkrankung (Inflammatory Bowel Disease Questionnaire) ≥ 170.q Patienten, die 12 Wochen nach der intravenösen Anwendung von Guselkumab entweder in der QUASAR-Induktionsstudie oder in der
QUASAR-Induktionsstudie zur Dosisfindung eine klinische Remission erreicht hatten.r Weitere 3 Patienten in der Placebo-Gruppe, 3 Patienten in der Guselkumab-100 mg-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-200 mg-
Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie oder einen JAK-Inhibitor erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.
In QUASAR IS und QUASAR MS wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumabunabhängig von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Körpergewicht und vorheriger Biologikatherapie oder
Behandlung mit einem JAK-Inhibitor durchgängig nachgewiesen.
In QUASAR MS profitierten Patienten mit hoher Entzündungslast nach Abschluss der
Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im
Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mg q8w. Klinisch relevante numerische Unterschiedevon > 15 % wurden zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen bei Patienten mit einem CRP-
Wert von > 3 mg/l nach Abschluss der Induktionsdosierung bei den folgenden Endpunkten in
Woche 44 beobachtet: klinische Remission (48 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter 100 mgq8w), Aufrechterhaltung der klinischen Remission (88 % unter 200 mg q4w gegenüber 50 % unter100 mg q8w), corticosteroidfreie klinische Remission (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 30 % unter100 mg q8w), endoskopische Heilung (52 % unter 200 mg q4w gegenüber 35 % unter 100 mg q8w)und histo-endoskopische Mukosaheilung (46 % unter 200 mg q4w gegenüber 29 % unter 100 mgq8w).
QUASAR MS umfasste 31 Patienten mit einem mMS-Wert zu Baseline der Induktion von 4,einschließlich eines ES von 2 oder 3 und eines RBS ≥ 1, die 12 Wochen nach der intravenösen
Anwendung von Guselkumab in QUASAR IS oder in der QUASAR-Induktionsstudie zur
Dosisfindung ein klinisches Ansprechen erreicht hatten. Bei diesen Patienten war die Wirksamkeit von
Guselkumab im Vergleich zu Placebo, gemessen anhand der klinischen Remission, des klinischen
Ansprechens und der endoskopischen Heilung in Woche 44, mit derjenigen der Gesamtpopulationkonsistent.
Symptomatische Remission im Zeitverlauf
In QUASAR MS war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline bei Induktion und ein Subscore der rektalen Blutungen von0 wurde in beiden Guselkumab-Behandlungsgruppen bis Woche 44 aufrechterhalten, während in der
Placebo-Gruppe ein Rückgang beobachtet wurde (Abbildung 1):
Abbildung 1: Anteil der Patienten in QUASAR MS in symptomatischer Remission bis Woche 44
Woche 24: Responder unter Guselkumab-Erhaltungstherapie
Mit Guselkumab behandelte Patienten, die in Woche 12 der Induktion kein klinisches Ansprechenzeigten, erhielten in den Wochen 12, 16 und 20 jeweils 200 mg Guselkumab subkutan. In
QUASAR IS erreichten 66/120 (55 %) der mit Guselkumab behandelten Patienten, die in Woche 12der Induktion kein klinisches Ansprechen gezeigt hatten, in Woche 24 ein klinisches Ansprechen.
Patienten, die in Woche 24 auf Guselkumab ansprachen, nahmen an QUASAR MS teil und erhielten
Guselkumab 200 mg subkutan alle 4 Wochen. In Woche 44 von QUASAR MS wurde das klinische
Ansprechen bei 83/123 (67 %) dieser Patienten aufrechterhalten und 37/123 (30 %) erreichten eineklinische Remission.
Wiederherstellung der Wirksamkeit nach Verlust des Ansprechens auf Guselkumab
Neunzehn Patienten, die Guselkumab 100 mg subkutan q8w erhielten und bei denen es zwischen
Woche 8 und 32 von QUASAR MS zu einem erstmaligen Verlust des Ansprechens kam (10 %),erhielten Guselkumab verblindet in einer Dosis von 200 mg Guselkumab subkutan q4w; nach12 Wochen erreichten 11 dieser Patienten (58 %) ein symptomatisches Ansprechen und 5 Patienten(26 %) eine symptomatische Remission.
Histologische und endoskopische Beurteilung
Eine histologische Remission war definiert als ein histologischer Geboes-Score ≤ 2 B.0 (keine
Neutrophilen in der Mukosa [sowohl Lamina propria als auch Epithel], keine Kryptenzerstörung undkeine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe gemäß dem Geboes-Bewertungssystem). In
QUASAR IS erreichten 40 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 19 % der Patienten inder Placebo-Gruppe in Woche 12 eine histologische Remission. In QUASAR MS erreichten 59 %bzw. 61 % der Patienten, die mit Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. Guselkumab 200 mgsubkutan q4w behandelt wurden, sowie 27 % der Patienten in der Placebo-Gruppe in Woche 44 einehistologische Remission.
Die Normalisierung des endoskopischen Erscheinungsbildes der Mukosa war als ES von 0 definiert. In
QUASAR IS erreichten 15 % der mit Guselkumab behandelten Patienten und 5 % der Patienten in der
Placebo-Gruppe in Woche 12 eine endoskopische Normalisierung.
Kombinierte histo-endoskopische mukosabezogene Ergebnisse
Eine kombinierte symptomatische Remission, endoskopische Normalisierung, histologische
Remission und fäkales Calprotectin ≤ 250 mg/kg wurde bei einem größeren Anteil der mit
Guselkumab 100 mg subkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w behandelten Patienten im Vergleich zu
Placebo in Woche 44 erreicht (22 % bzw. 28 % gegenüber 9 %).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
In Woche 12 von QUASAR IS zeigten Patienten, die Guselkumab erhielten, im Vergleich zu Placebogrößere und klinisch relevante Verbesserungen gegenüber Baseline hinsichtlich der Lebensqualität in
Bezug auf die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD), dieanhand des IBDQ-Gesamtscores sowie aller IBDQ-Domänenscores (Darmbeschwerden einschließlich
Bauchschmerzen und Stuhldrang, systemische Funktion, emotionale Funktion und soziale Funktion)ermittelt wurden. Diese Verbesserungen hielten bei den mit Guselkumab behandelten Patienten in
QUASAR MS bis Woche 44 an.
Colitis-ulcerosa-bedingte Hospitalisierungen
Bis Woche 12 von QUASAR IS mussten weniger Patienten in der Guselkumab-Gruppe als in der
Placebo-Gruppe aufgrund von Colitis ulcerosa hospitalisiert werden (1,9 %, 8/421 gegenüber 5,4 %,15/280).
ASTRO
In der ASTRO-Studie wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den
Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen
Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen; oder Guselkumab 400 mg als subkutane
Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit
Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen; oder Placebo.
Insgesamt wurden 418 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 40 Jahre(18 - 80 Jahre); 38,8 % waren weiblich; und 64,6 % wurden als Weiße, 28,9 % als Asiaten und 3,1 %als Schwarze identifiziert.
Die eingeschlossenen Patienten durften orale Aminosalicylate, Immunmodulatoren (AZA, 6-MP,
MTX) und/oder orale Corticosteroide (bis zu 20 mg/Tag Prednison oder gleichwertig) in fester
Dosierung anwenden. Zu Baseline erhielten 77,3 % der Patienten Aminosalicylate, 20,1 % der
Patienten Immunmodulatoren und 32,8 % der Patienten Corticosteroide. Begleitende Therapien mit
Biologika, JAK-Inhibitoren oder S1PRMs waren nicht erlaubt. Bei insgesamt 40,2 % der Patientenhatten zuvor mindestens eine Biologikatherapie, eine Therapie mit einem JAK-Inhibitor und/oder
S1PRM versagt, 58,1 % waren Biologika-, JAK-Inhibitor- und S1PRM-naiv sowie 1,7 % hatten zuvoreine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem
Therapieversagen gekommen war.
In der ASTRO-Studie war der primäre Endpunkt die klinische Remission zu Woche 12 definiert durchden mMS. Zu den sekundären Endpunkten in Woche 12 gehörten die symptomatische Remission, dieendoskopische Heilung, das klinische Ansprechen und die histologisch-endoskopische Mukosaheilung(siehe Tabelle 5). Zu den sekundären Endpunkten in Woche 24 gehörten die klinische Remission unddie endoskopische Heilung (siehe Tabelle 6).
Tabelle 5: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten
Endpunkt Placebo Guselkumab 400 mg Behandlungsdifferenz% s.c. Induktiona vs Placebo% (95 % KI)b
Klinische Remissionc
Gesamtpopulation 6 % (N = 139) 28 % (N = 279) 21 % (15 %, 28 %)e
Biologika, JAK-Inhibitor und 9 % (N = 79) 36 % (N = 164) 27 % (18 %, 37 %)
S1PRM naivf
Vorheriges Biologika, 4 % (N = 56) 16 % (N = 112) 12 % (3 %, 20 %)
JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM
Versageng
Symptomatische Remissiond
Gesamtpopulation 21 % (N = 139) 51 % (N = 279) 30 % (22 %, 39 %)e
Biologika, JAK-Inhibitor und 25 % (N = 79) 59 % (N = 164) 34 % (22 %, 46 %)
S1PRM naivf
Vorheriges Biologika, 14 % (N = 56) 41 % (N = 112) 26 % (13 %, 39 %)
JAK-Inhibitor und/oder S1PRM
Versageng
Endoskopische Heilungh
Gesamtpopulation 13 % (N = 139) 37 % (N = 279) 24 % (17 %, 32 %)e
Biologika, JAK-Inhibitor und 18 % (N = 79) 46 % (N = 164) 28 % (17 %, 40 %)
S1PRM naivf
Vorheriges Biologika, 7 % (N = 56) 24 % (N = 112) 16 % (6 %, 26 %)
JAK-Inhibitor und/oder S1PRM
Versageng
Klinisches Ansprecheni
Gesamtpopulation 35 % (N = 139) 66 % (N = 279) 31 % (22 %, 40 %)e
Biologika, JAK-Inhibitor und 42 % (N = 79) 71 % (N = 164) 30 % (17 %, 43 %)
S1PRM naivf
Vorheriges Biologika, 25 % (N = 56) 57 % (N = 112) 31 % (17 %, 45 %)
JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM
Versageng
Tabelle 5: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 12 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten
Endpunkt Placebo Guselkumab 400 mg Behandlungsdifferenz% s.c. Induktiona vs Placebo% (95 % KI)b
Histologisch-endoskopische Mukosaheilungj
Gesamtpopulation 11 % (N = 139) 30 % (N = 279) 20 % (12 %, 27 %)e
Biologika, JAK-Inhibitor, und 14 % (N = 79) 38 % (N = 164) 25 % (14 %, 35 %)
S1PRM naivf
Vorheriges Biologika, 7 % (N = 56) 19 % (N = 112) 11 % (1 %, 20 %)
JAK-Inhibitor, und/oder S1PRM
Versagenga Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8b Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-
Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-,der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat[2] oder schwer [3]).
c Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein
Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.
d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0.e p < 0,001f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe und 3 Patienten in der Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen
JAK-Inhibitor oder S1PRM erhalten, ohne dass es zu einem Therapieversagen gekommen war.g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-
Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa.h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität.i Abnahme des modifizierten Mayo-Scores um ≥ 30 % und ≥ 2 Punkte, wobei der Subscore der rektalen Blutungen entweder um≥ 1 Punkt gegenüber Baseline abnimmt oder 0 oder 1 beträgt.j Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität und Geboes-Score ≤ 3,1 (Neutrophileninfiltration bei < 5 % der Krypten,keine Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsgewebe)
Tabelle 6: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten
Endpunkt Placebo Guselkumab Guselkumab Behandlungsdifferenz% 400 mg s.c. 400 mg s.c. vs Placebo (95 % KI)c
Induktion→ Induktion→ Guselkumab Guselkumab100 mg q8w 200 mg q4w s.c. 100 mg 200 mgs.c. Injektiona Injektionb% %
Klinische Remissiond
Gesamtpopulation 9 % 35 % (N = 139) 36 % (N = 140) 26 % 27 %(N = 139) (17 %, 35 %)e (18 %, 36 %)e
Biologika, 13 % 49 % (N = 81) 43 % (N = 83) 37 % 31 %
JAK-Inhibitor und (N = 79) (24 %, 50 %) (18 %, 44 %)
S1PRM naivf
Vorheriges 5 % 16 % (N = 57) 27 % (N = 55) 10 % 21 %
Biologika, JAK- (N = 56) (-1 %, 21 %) (9 %, 34 %)
Inhibitor, und/oder
S1PRM Versageng
Tabelle 6: Anteil der Patienten in ASTRO, die in Woche 24 die Wirksamkeitsendpunkte erreichten
Endpunkt Placebo Guselkumab Guselkumab Behandlungsdifferenz% 400 mg s.c. 400 mg s.c. vs Placebo (95 % KI)c
Induktion→ Induktion→ Guselkumab Guselkumab100 mg q8w 200 mg q4w s.c. 100 mg 200 mgs.c. Injektiona Injektionb% %
Endoskopische Heilungh
Gesamtpopulation 12 % 40 % (N = 139) 45 % (N = 140) 28 % 33 %(N = 139) (18 %, 38 %)e (23 %, 42 %)e
Biologika, 18 % 54 % (N = 81) 52 % (N = 83) 37 % 34 %
JAK-Inhibitor und (N = 79) (23 %, 51 %) (21 %, 48 %)
S1PRM naivf
Vorheriges 5 % 19 % (N = 57) 36 % (N = 55) 13 % 30 %
Biologika, JAK- (N = 56) (1 %, 25 %) (17 %, 44 %)
Inhibitor, und/oder
S1PRM Versagenga Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapiemit Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen.
b Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapiemit Guselkumab 200 mg alle 4 Wochen.
c Die adjustierte Behandlungsdifferenz und die KIs basierten auf der gemeinsamen Risikodifferenz unter Verwendung von Mantel-
Haenszel-Schichtgewichten und Sato-Varianzschätzern. Die verwendeten Stratifizierungsvariablen waren der vorherige Biologika-,der JAK-Inhibitor- und/oder der S1PRM-Versagensstatus (Ja oder Nein) und der Mayo-Endoskopie-Subscore zu Baseline (moderat[2] oder schwer [3]).
d Ein Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1 ohne Erhöhung gegenüber Baseline, ein Subscore der rektalen Blutungen von 0 und ein
Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilitäte p < 0,001f Weitere 4 Patienten in der Placebo-Gruppe, 1 Patient in der 100 mg Guselkumab-Gruppe und 2 Patienten in der 200 mg
Guselkumab-Gruppe hatten zuvor eine Biologikatherapie, einen JAK-Inhibitor oder SIPRM erhalten, ohne dass es zu einem
Therapieversagen gekommen war.
g Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer Biologikatherapie (TNF-
Blocker, Vedolizumab), JAK-Inhibitor und/oder S1PRM bei Colitis ulcerosa.
h Ein Subscore der Endoskopie von 0 oder 1 ohne Friabilität
Symptomatische Remission im Zeitverlauf
In ASTRO war die symptomatische Remission definiert als Subscore der Stuhlfrequenz von 0 oder 1ohne Erhöhung gegenüber Baseline und ein Subscore der rektalen Blutungen von 0, der bis Woche 12beobachtet wurde. Ein größerer Anteil der Patienten erreichte in den Guselkumab-
Behandlungsgruppen eine symptomatische Remission im Vergleich zur Placebogruppe (Abbildung 2):
Abbildung 2: Anteil der Patienten in symptomatischer Remission bis Woche 12 in ASTRO
Subscores der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz
Bei Patienten, die mit Guselkumab behandelt wurden, wurde bereits in Woche 2 im Vergleich zu
Placebo eine Abnahme der rektalen Blutungen und der Stuhlfrequenz beobachtet.
Histologische und endoskopische Beurteilung
Eine histologische Remission in Woche 12 wurde bei 44 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab400 mg subkutaner Induktion behandelt wurden, verglichen mit 20 % der Patienten unter Placebo.
Endoskopische Normalisierung in Woche 24 wurde bei 21 % bzw. 26 % der Patienten erreicht, die
Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit
Guselkumab 100 mg in Woche 16 und danach alle 8 Wochen oder einer subkutanen
Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg in Woche 12 und danach alle 4 Wochen erhalten haben,verglichen mit 4 % der Patienten unter Placebo.
Abdominalschmerz und Stuhldrang
Ein größerer Anteil der Patienten, die mit Guselkumab 400 mg subkutaner Induktion behandeltwurden, hatte in Woche 12 im Vergleich zu Placebo keine abdominalen Schmerzen (56 % vs. 31 %)und keinen Stuhldrang (49 % vs. 24 %).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Die krankheitsspezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem IBDQ erfasst. Eingrößerer Anteil der Patienten in der kombinierten 400 mg subkutanen Guselkumab-Gruppe (61 %)erreichte in Woche 12 eine IBDQ-Remission im Vergleich zur Placebogruppe (34 %).
Morbus CrohnDie Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab wurden in drei klinischen Phase-III-Studien beierwachsenen Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn untersucht, dieentweder auf orale Corticosteroide, konventionelle Immunmodulatoren (AZA, 6-MP, MTX) und/oder
Biologikatherapie (TNF-Blocker, Vedolizumab) unzureichend angesprochen haben, nicht mehr daraufansprechen oder diese nicht vertragen haben. Zwei dieser drei Studien waren identisch konzipiertemultizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebo- und aktivkontrollierte (Ustekinumab) 48-wöchige Parallelgruppenstudien (GALAXI 2 und GALAXI 3) und eine multizentrische,randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte 24-wöchige Parallelgruppenstudie (GRAVITI). Alledrei Studien hatten ein Treat-through-Studiendesign: Patienten, die mit Guselkumab (oder
Ustekinumab für GALAXI 2 und GALAXI 3) randomisiert wurden, behielten diese
Behandlungszuordnung für die Dauer der Studie bei.
GALAXI 2 und GALAXI 3
In den Phase-III-Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver
Morbus Crohn definiert durch einen CDAI-Score (Crohn's Disease Activity Index) von ≥ 220 und≤ 450 und einen SES-CD-Score (Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für
Patienten mit isolierter Erkrankung des Ileums) definiert. Weitere Kriterien für GALAXI 2/3 wareneine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) > 3 oder ein durchschnittlicher täglicher
Abdominalschmerz-Score (AP, abdominal pain) > 1.
In den Studien GALAXI 2 und GALAXI 3 wurden die Patienten in einem Verhältnis von 2:2:2:1randomisiert und erhielten in den Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion,gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mg q4w; oder Guselkumab200 mg als eine intravenöse Induktion in den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen
Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Ustekinumab ca. 6 mg/kg als eine intravenöse
Induktion in Woche 0, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Ustekinumab 90 mg q8w;oder Placebo. Placebo-Non-Responder erhielten Ustekinumab ab Woche 12.
Insgesamt wurden 1 021 Patienten in GALAXI 2 (n = 508) und GALAXI 3 (n = 513) untersucht. Dasmediane Alter betrug 34 Jahre (18 - 83 Jahre), 57,6 % waren männlich; und 74,3 % wurden als Weiße,21,3 % als Asiaten und 1,5 % als Schwarze identifiziert.
Bei 52,8 % der Patienten in GALAXI 2 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,6 %der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatteversagt, 7,5 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diesehatte versagt); 41,9 % waren Biologika-naiv und 5,3 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten,aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 37,4 % der Patienten orale
Corticosteroide und 29,9 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Bei 51,9 % der Patienten in GALAXI 3 hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapie versagt (50,3 %der Patienten hatten mindestens eine vorherige Anti-TNFα-Therapie nicht vertragen oder diese hatteversagt, 9,6 % der Patienten hatten eine vorherige Vedolizumab-Therapie nicht vertragen oder diesehatte versagt), 41,5 % waren Biologika-naiv und 6,6 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten,aber kein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 36,1 % der Patienten orale
Corticosteroide und 30,2 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Endpunkte im Vergleich zu Placeboin GALAXI 2 und GALAXI 3 sind in den Tabellen 7 (Woche 12) und 8 (Woche 48) dargestellt. Die
Ergebnisse der wichtigsten sekundären Endpunkte in Woche 48 im Vergleich zu Ustekinumab sind inden Tabellen 9 und 10 dargestellt.
Tabelle 7: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumabim Vergleich zu Placebo erreichten
GALAXI 2 GALAXI 3
Guselkumab Guselkumab
Placebo Placeboi.v. Induktiona i.v. Induktiona% %% %
Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte
Klinische Remissionb in Woche 12
Gesamtpopulation 22 % (N = 76) 47 %i (N = 289) 15 % (N = 72) 47 %i (N = 293)
Biologika-naivc 18 % (N = 34) 50 % (N = 121) 15 % (N = 27) 50 % (N = 123)
Vorheriges Biologika-d 23 % (N = 39) 45 % (N = 150) 15 % (N = 39) 47 % (N = 150)
Versagen
Endoskopisches Ansprechene in Woche 12
Gesamtpopulation 11 % (N = 76) 38 %i (N = 289) 14 % (N = 72) 36 %i (N = 293)
Tabelle 7: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 12 die co-primären und wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumabim Vergleich zu Placebo erreichten
GALAXI 2 GALAXI 3
Guselkumab Guselkumab
Placebo Placeboi.v. Induktiona i.v. Induktiona% %% %
Biologika-naivc 15 % (N = 34) 51 % (N = 121) 22 % (N = 27) 41 % (N = 123)
Vorheriges Biologika-d 5 % (N = 39) 27 % (N = 150) 8 % (N = 39) 31 % (N = 150)
Versagen
Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte
PRO-2-Remissionf in Woche 12
Gesamtpopulation 21 % (N = 76) 43 %i (N = 289) 14 % (N = 72) 42 %i(N = 293)
Biologika-naivc 24 % (N = 34) 43 % (N = 121) 15 % (N = 27) 47 % (N = 123)
Vorheriges Biologika-d 13 % (N = 39) 41 % (N = 150) 13 % (N = 39) 39 % (N = 150)
Versagen
Ansprechen bezüglich Fatigueg in Woche 12
Gesamtpopulation 29 % (N = 76) 45 %j (N = 289) 18 % (N = 72) 43 %i(N = 293)
Biologika-naivc 32 % (N = 34) 48 % (N = 121) 19 % (N = 27) 46 % (N = 123)
Vorheriges Biologika-d 26 % (N = 39) 41 % (N = 150) 18 % (N = 39) 43 % (N = 150)
Versagen
Endoskopische Remissionh in Woche 12
Gesamtpopulation 1 % (N = 76) 15 % (N = 289) 8 % (N = 72) 16 % (N = 293)
Biologika-naivc 3 % (N = 34) 22 % (N = 121) 19 % (N = 27) 25 % (N = 123)
Vorheriges Biologika-d 0 % (N = 39) 9 % (N = 150) 0 % (N = 39) 9 % (N = 150)
Versagena Guselkumab 200 mg als eine intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 - für diese Spalte wurdenzwei Guselkumab-Behandlungsgruppen gepoolt, da die Patienten vor Woche 12 das gleiche intravenöse Induktions-
Dosierungsschema erhielten.
b Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150.c Weitere 9 Patienten in der Placebogruppe und 38 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (200 mg intravenöse Gabe)hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt.d Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer
Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn.e Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswertoder SES-CD-Score ≤ 2.f PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine
Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert.g Ansprechen bezüglich Fatigue ist definiert als Verbesserung um ≥ 7 Punkte in Fatigue-Kurzfragebogen 7a.h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2.i p < 0,001j p < 0,05
Tabelle 8: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigstensekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placeboerreichten
GALAXI 2 GALAXI 3
Placebo Guselkumab Guselkumab Placebo Guselkumab Guselkumabi.v. Induktion i.v. Induktion (N = 72) i.v. Induktion i.v. Induktion→ 100 mg q8w → 200 mg q4w → 100 mg q8w → 200 mg q4ws.c. Injektiona s.c. Injektionb s.c. Injektiona s.c. Injektionb
Corticosteroid-freie klinische Remissionc in Woche 48f
Gesamt- 12 % 45 %e 51 %e 14 % 44 %e 48 %epopulation (N = 76) (N = 143) (N = 146) (N = 72) (N = 143) (N = 150)
Tabelle 8: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigstensekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Placeboerreichten
GALAXI 2 GALAXI 3
Placebo Guselkumab Guselkumab Placebo Guselkumab Guselkumabi.v. Induktion i.v. Induktion (N = 72) i.v. Induktion i.v. Induktion→ 100 mg q8w → 200 mg q4w → 100 mg q8w → 200 mg q4ws.c. Injektiona s.c. Injektionb s.c. Injektiona s.c. Injektionb
Endoskopisches Ansprechend in Woche 48f
Gesamt- 7 % 38 %e 38 %e 6 % 33 %e 36 %epopulation (N = 76) (N = 143) (N = 146) (N = 72) (N = 143) (N = 150)a Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einersubkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen.b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einersubkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen.c Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in
Woche 48.d Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 %Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswertoder SES-CD-Score ≤ 2.e p < 0,001f Teilnehmer, die in Woche 12 Kriterien für das unzureichende Ansprechen erfüllten, wurden in Woche 48 als Non-
Responder betrachtet, unabhängig vom Behandlungsarm.
Tabelle 9: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären
Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten
GALAXI 2 GALAXI 3
Ustekinumab Ustekinumab Guselkumab
Guselkumab Guselkumab Guselkumab6 mg/kg 6 mg/kg i.v. Induktioni.v. Induktion i.v. Induktion i.v. Induktioni.v. Induktion i.v. Induktion →100 mg→100 mg q8w →200 mg q4w →200 mg q4w→ 90 mg q8w b c → 90 mg q8w q8w cs.c. Injektiona s.c. Injektion s.c. Injektion a s.c. Injektions.c. Injektion s.c. Injektionb
Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechend in Woche 48
Gesamt- 39 % 42 % 49 % 28 % 41 %k 45 %kpopulation (N = 143) (N = 143) (N = 146) (N = 148) (N = 143) (N = 150)
Endoskopisches Ansprechene in Woche 48l
Gesamt- 42 % 49 % 56 % 32 % 47 % 49 %population (N = 143) (N = 143) (N = 146) (N = 148) (N = 143) (N = 150)
Endoskopische Remissionf in Woche 48
Gesamt- 20 % 27 % 24 % 13 % 24 %k 19 %population (N = 143) (N = 143) (N = 146) (N = 148) (N = 143) (N = 150)
Klinische Remissiong in Woche 48
Gesamt- 65 % 64 % 75 % 61 % 66 % 66 %population (N = 143) (N = 143) (N = 146) (N = 148) (N = 143) (N = 150)
Corticosteroid-freie klinische Remissionh in Woche 48l
Gesamt- 61 % 63 % 71 % 59 % 64 % 64 %population (N = 143) (N = 143) (N = 146) (N = 148) (N = 143) (N = 150)
Dauerhafte klinische Remissioni in Woche 48
Gesamt- 45 % 46 % 52 % 39 % 50 % 49 %population (N = 143) (N = 143) (N = 146) (N = 148) (N = 143) (N = 150)
Tabelle 9: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3, die in Woche 48 die wichtigsten sekundären
Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten
GALAXI 2 GALAXI 3
Ustekinumab Ustekinumab Guselkumab
Guselkumab Guselkumab Guselkumab6 mg/kg 6 mg/kg i.v. Induktioni.v. Induktion i.v. Induktion i.v. Induktioni.v. Induktion i.v. Induktion →100 mg→100 mg q8w →200 mg q4w →200 mg q4w→ 90 mg q8w → 90 mg q8w q8wa s.c. Injektionb s.c. Injektionca b s.c. Injektioncs.c. Injektion s.c. Injektion s.c. Injektion
PRO-2-Remissionj in Woche 48
Gesamt- 59 % 60 % 69 % 53 % 58 % 56 %population (N = 143) (N = 143) (N = 146) (N = 148) (N = 143) (N = 150)a Ustekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlung mit
Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen.
b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen
Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen.
c Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einer subkutanen
Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen.
d Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert.e Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswert oder
SES-CD-Score ≤ 2.f Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2.g Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150.h Corticosteroid-freie klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150 in Woche 48 und keine Corticosteroide in
Woche 48.i Die dauerhafte klinische Remission ist definiert als CDAI < 150 für ≥ 80 % aller Besuche zwischen Woche 12 und Woche 48(mindestens 8 von 10 Besuchen), die Woche 48 umfassen müssen.j PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine
Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert.k p < 0,05l Ansprechen in Woche 48 wurde unabhängig vom klinischen Ansprechen in Woche 12 ausgewertet
Tabelle 10: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die
Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten
Ustekinumab 6 mg/kg Guselkumab Guselkumabi.v. Induktion i.v. Induktion i.v. Induktion→ 90 mg q8w → 100 mg q8w → 200 mg q4ws.c. Injektiona s.c. Injektionb s.c. Injektionc
Klinische Remission in Woche 48 und endoskopisches Ansprechend in Woche 48
Gesamt-34 % (N = 291) 42 % (N = 286) 47 % (N = 296)population
Biologika-naive 43 % (N = 121) 51 % (N = 116) 55 % (N = 128)
Vorheriges
Biologika- 26 % (N = 156) 37 % (N = 153) 41 % (N = 147)
Versagenf
Endoskopisches Ansprecheng in Woche 48
Gesamt-37 % (N = 291) 48 % (N = 286) 53 % (N = 296)population
Biologika-naive 43 % (N = 121) 59 % (N = 116) 59 % (N = 128)
Vorheriges
Biologika- 31 % (N = 156) 43 % (N = 153) 47 % (N = 147)
Versagenf
Endoskopische Remissionh in Woche 48
Gesamt-16 % (N = 291) 25 % (N = 286) 21 % (N = 296)population
Biologika-naive 19 % (N = 121) 34 % (N = 116) 27 % (N = 128)
Vorheriges
Biologika- 13 % (N = 156) 21 % (N = 153) 14 % (N = 147)
Versagenf
Tabelle 10: Anteil der Patienten in GALAXI 2 und GALAXI 3 (gepoolt), die in Woche 48 die
Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleich zu Ustekinumab erreichten
Ustekinumab 6 mg/kg Guselkumab Guselkumabi.v. Induktion i.v. Induktion i.v. Induktion→ 90 mg q8w → 100 mg q8w → 200 mg q4ws.c. Injektiona s.c. Injektionb s.c. Injektionc
Klinische Remissioni in Woche 48
Gesamt-63 % (N = 291) 65 % (N = 286) 70 % (N = 296)population
Biologika-naive 75 % (N = 121) 73 % (N = 116) 77 % (N = 128)
Vorheriges
Biologika- 53 % (N = 156) 61 % (N = 153) 64 % (N = 147)
Versagenfa Ustekinumab 6 mg/kg als intravenöse Induktion in Woche 0 anschließend gefolgt von einer subkutanen Behandlungmit Ustekinumab 90 mg q8w für bis zu 48 Wochen.
b Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einersubkutanen Behandlung mit Guselkumab 100 mg q8w für bis zu 48 Wochen.
c Guselkumab 200 mg als intravenöse Induktion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8 anschließend gefolgt von einersubkutanen Behandlung mit Guselkumab 200 mg q4w für bis zu 48 Wochen.
d Eine Kombination aus klinischer Remission und endoskopischem Ansprechen, wie unten definiert.e Weitere 14 Patienten in der Ustekinumab-Gruppe, 21 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (200 mg subkutane
Injektion q4w) und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (100 mg subkutane Injektion q8w) hatten zuvor eine
Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt.
f Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer
Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn.
g Endoskopisches Ansprechen ist definiert als ≥ 50 % Verbesserung des SES-CD-Scores gegenüber dem Ausgangswertoder SES-CD-Score ≤ 2.
h Endoskopische Remission ist definiert als SES-CD-Score ≤ 2.i Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150.
In GALAXI 2 und GALAXI 3 wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Guselkumab unabhängigvon Alter, Geschlecht, ethnischer Abstammung und Körpergewicht durchgängig nachgewiesen.
In der Subpopulationsanalyse der gepoolten GALAXI Phase-III-Studien profitierten Patienten mithoher Entzündungslast nach Abschluss der Induktionsdosierung zusätzlich von einer subkutanen
Anwendung von Guselkumab 200 mg q4w im Vergleich zur subkutanen Anwendung von 100 mgq8w. Ein klinisch relevanter Unterschied zwischen den beiden Guselkumab-Dosisgruppen wurde bei
Patienten mit einem CRP-Spiegel von > 5 mg/l nach Abschluss der Induktion für die Endpunkte derklinischen Remission in Woche 48 beobachtet (100 mg subkutan q8w: 54,1 % vs. 200 mg subkutanq4w: 71,0 %); endoskopisches Ansprechen in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 36,5 % vs. 200 mgsubkutan q4w: 50,5 %); und PRO-2-Remission in Woche 48 (100 mg subkutan q8w: 51,8 % vs.200 mg subkutan q4w: 61,7 %).
Klinische Remission im Zeitverlauf
Die CDAI-Scores wurden bei jedem Patientenbesuch aufgezeichnet. Der Anteil der Patienten inklinischer Remission bis Woche 48 ist in Abbildung 3 dargestellt.
Abbildung 3: Anteil der Patienten in klinischer Remission bis Woche 48 GALAXI 2 und
GALAXI 3 (gepoolt)
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Größere Verbesserungen gegenüber Baseline wurden in Woche 12 in Guselkumab-
Behandlungsgruppen im Vergleich zu Placebo hinsichtlich der Lebensqualität in Bezug auf diechronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, die anhanddes IBDQ-Gesamtscores bewertet wurde. Die Verbesserungen hielten in beiden Studien bis Woche 48an.
GRAVITI
In der Phase-III-Studie GRAVITI wurde mittelschwerer bis schwerer aktiver Morbus Crohn definiertdurch einen CDAI-Score (Crohn's Disease Activity Index) von ≥ 220 und ≤ 450 und einen SES-CD-
Score (Simple Endoscopic Score for Crohn’s Disease) von ≥ 6 (bzw. ≥ 4 für Patienten mit isolierter
Erkrankung des Ileums) sowie eine durchschnittliche tägliche Stuhlfrequenz (SF) ≥ 4 oder eindurchschnittlicher täglicher Abdominalschmerz-Score (AP, abdominal pain) ≥ 2.
In der Studie GRAVITI wurden die Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten in den
Wochen 0, 4 und 8 Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von einer subkutanen
Erhaltungstherapie mit Guselkumab 100 mg q8w; oder Guselkumab 400 mg als subkutane Induktionin den Wochen 0, 4 und 8, gefolgt von einer subkutanen Erhaltungstherapie mit Guselkumab 200 mgq4w; oder Placebo. Alle Patienten in der Placebogruppe, die die Rescue-Kriterien erfüllten, erhieltenin den Wochen 16, 20 und 24 die Induktionsdosierung mit Guselkumab 400 mg subkutan, gefolgt von
Guselkumab 100 mg subkutan q8w.
Insgesamt wurden 347 Patienten untersucht. Das mediane Alter der Patienten betrug 36 Jahre(18 - 83 Jahre), 58,5 % waren männlich, und 66 % wurden als Weiße, 21,9 % als Asiaten und 2,6 %als Schwarze identifiziert.
Bei 46,4 % der Patienten in der GRAVITI-Studie hatte zuvor mindestens eine Biologikatherapieversagt; 46,4 % waren Biologika-naiv und 7,2 % hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aberkein Therapieversagen gezeigt. Zu Studienbeginn erhielten 29,7 % der Patienten orale Corticosteroideund 28,5 % der Patienten konventionelle Immunmodulatoren.
Die Ergebnisse der co-primären und der wichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte im Vergleichzu Placebo in Woche 12 sind in Tabelle 11 dargestellt.
Tabelle 11: Anteil der Patienten in GRAVITI, die in Woche 12 die co-primären undwichtigsten sekundären Wirksamkeitsendpunkte mit Guselkumab im Vergleichzu Placebo erreichten
Placebo Guselkumab 400 mgs.c. Injektiona
Co-primäre Wirksamkeitsendpunkte
Klinische Remissionb in Woche 12
Gesamtpopulation 21 % (N = 117) 56 %c (N = 230)
Biologika-naivd 25 % (N = 56) 50 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagene 17 % (N = 53) 60 % (N = 108)
Endoskopisches Ansprechenf in Woche 12
Gesamtpopulation 21 % (N = 117) 41 %c (N = 230)
Biologika-naivd 27 % (N = 56) 49 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagene 17 % (N = 53) 33 % (N = 108)
Wichtigste sekundäre Wirksamkeitsendpunkte
Klinisches Ansprecheng in Woche 12
Gesamtpopulation 33 % (N = 117) 73 %c (N = 230)
Biologika-naivd 38 % (N = 56) 68 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagene 28 % (N = 53) 78 % (N = 108)
PRO-2-Remissionh in Woche 12
Gesamtpopulation 17 % (N = 117) 49 %c (N = 230)
Biologika-naivd 18 % (N = 56) 44 % (N = 105)
Vorheriges Biologika-Versagene 17 % (N = 53) 52 % (N = 108)a Guselkumab 400 mg subkutane Injektion in Woche 0, Woche 4 und Woche 8b Klinische Remission: CDAI-Score < 150c p< 0,001d Weitere 8 Patienten in der Placebo-Gruppe und 17 Patienten in der Guselkumab-Gruppe (400 mg subkutane Injektion)hatten zuvor eine Biologikatherapie erhalten, aber kein Therapieversagen gezeigt.e Umfasst unzureichendes Ansprechen, Verlust des Ansprechens oder Unverträglichkeit gegenüber einer
Biologikatherapie (TNF-Blocker oder Vedolizumab) bei Morbus Crohn.f Endoskopisches Ansprechen: ≥ 50 % Verbesserung ab dem Ausgangswert in SES-CD-Score.g Klinisches Ansprechen: ≥ 100-Punkte Reduktion ab dem Ausgangswert im CDAI-Score oder CDAI-Score < 150.h PRO-2-Remission ist definiert als durchschnittlicher AP-Tageswert ≤ 1 und mittlerer SF-Tageswert ≤ 3 und keine
Verschlechterung von AP oder SF gegenüber dem Ausgangswert.
Eine klinische Remission in Woche 24 wurde von einem signifikant größeren Anteil der Patientenerreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mgsubkutan q8w oder 200 mg subkutan q4w im Vergleich zu Placebo behandelt wurden (60,9 % bzw.58,3 % vs. 21,4 %, beide p-Werte < 0,001). Eine klinische Remission in Woche 48 wurde von 60 %bzw. 66,1 % der Patienten erreicht, die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion behandeltwurden, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8w bzw. 200 mg subkutan q4w (beide p-Werte< 0,001 im Vergleich zu Placebo).
Das endoskopische Ansprechen in Woche 48 wurde von 44,3 % bzw. 51,3 % der Patienten erreicht,die mit Guselkumab 400 mg als subkutane Induktion, gefolgt von Guselkumab 100 mg subkutan q8wbzw. 200 mg subkutan q4w behandelt wurden (beide p-Werte < 0,001 im Vergleich zu Placebo).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
In der GRAVITI-Studie wurden klinisch bedeutsame Verbesserungen der Lebensqualität in Bezug aufdie chronisch-entzündliche Darmerkrankung (inflammatory bowel disease, IBD) beobachtet, dieanhand des IBDQ-Gesamtscores in Woche 12 und Woche 24 im Vergleich zu Placebo bewertetwurden.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Guselkumab eine Zurückstellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in der
Behandlung der Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationenzur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Nach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden erreichte Guselkumabinnerhalb von ca. 5,5 Tagen nach Dosisanwendung eine mittlere (± SD) maximale
Serumkonzentration (Cmax) von 8,09 ± 3,68 µg/ml. Die absolute Bioverfügbarkeit von Guselkumabnach einer einzelnen subkutanen Injektion von 100 mg bei gesunden Probanden wurde auf ca. 49 %geschätzt.
Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in
Woche 0 und 4 und danach alle 8 Wochen die Steady-State-Serumkonzentration von Guselkumab in
Woche 20 erreicht. Die mittlere (± SD) Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab betrugin zwei Phase-III-Studien in Patienten mit Plaque-Psoriasis 1,15 ± 0,73 µg/ml bzw. 1,23 ± 0,84 µg/ml.
Die Pharmakokinetik von Guselkumab bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis war ähnlich wie bei
Patienten mit Psoriasis. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mg in den Wochen 0, 4und anschließend alle 8 Wochen lag die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von
Guselkumab ebenfalls bei etwa 1,2 µg/ml. Nach subkutaner Anwendung von Guselkumab 100 mgq4w betrug die mittlere Steady-State-Talserumkonzentration von Guselkumab im Serum etwa3,8 µg/ml.
Die Pharmakokinetik von Guselkumab war bei Patienten mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohnähnlich. Nach der empfohlenen intravenösen Induktionsdosis mit Guselkumab 200 mg in den
Wochen 0, 4 und 8 betrug die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration im Serum in Woche 8 bei
Patienten mit Colitis ulcerosa 68,27 µg/ml und 70,5 μg/ml bei Patienten mit Morbus Crohn.
Nach der empfohlenen subkutanen Induktionsdosis von 400 mg Guselkumab in den Wochen 0, 4 und8 wurde die mittlere Guselkumab-Spitzenkonzentration in Woche 8 im Serum bei Patienten mit Colitisulcerosa auf 28,8 μg/ml und bei Patienten mit Morbus Crohn auf 27,7 μg/ml geschätzt. Diesystemische Gesamtexposition (AUC) nach dem empfohlenen Induktionsdosierungsschema war nachsubkutaner und intravenöser Induktion vergleichbar.
Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Colitis ulcerosa betrugen die mittleren Steady-State-
Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,4 µg/ml bzw. 10,7 µg/ml.
Nach einer subkutanen Erhaltungsdosis von Guselkumab 100 mg alle 8 Wochen oder Guselkumab200 mg alle 4 Wochen bei Patienten mit Morbus Crohn betrugen die mittleren Steady-State-
Talserumkonzentrationen von Guselkumab etwa 1,2 µg/ml bzw. 10,1 µg/ml.
VerteilungNach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden Probanden lag das mittlere
Verteilungsvolumen in der terminalen Phase (Vz) über die Studien hinweg im Bereich von ca. 7 bis10 l.
BiotransformationDer exakte Stoffwechselweg von Guselkumab wurde nicht charakterisiert. Es ist zu erwarten, dass
Guselkumab als humaner IgG-mAk in der gleichen Weise wie endogenes IgG über katabole Wege zukleinen Peptiden und Aminosäuren abgebaut wird.
EliminationDie mittlere systemische Clearance (CL) nach einer einzelnen intravenösen Anwendung bei gesunden
Probanden lag über die Studien hinweg im Bereich von 0,288 bis 0,479 l/Tag. Die mittlere
Halbwertszeit (T1/2) von Guselkumab betrug über die Studien hinweg bei gesunden Probandenca. 17 Tage und bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ca. 15 bis 18 Tage und bei Patienten mit Colitisulcerosa oder Morbus Crohn ca. 17 Tage.
Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik zeigten, dass die gleichzeitige Einnahme von
NSARs, AZA, 6-MP, oralen Corticosteroiden und csDMARDs wie MTX die Clearance von
Guselkumab nicht beeinflusste.
Linearität/Nicht-LinearitätDie systemische Guselkumab-Exposition (Cmax und AUC) nahm nach einer einzelnen subkutanen
Injektion über einen Dosisbereich von 10 mg bis 300 mg hinweg bei gesunden Probanden und
Patienten mit Plaque-Psoriasis in annähernd dosisproportionaler Weise zu. Die Guselkumab-
Serumkonzentration war nach intravenöser Anwendung bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder
Morbus Crohn ungefähr dosisproportional.
Kinder und JugendlicheDie Pharmakokinetik von Guselkumab bei Kindern und Jugendlichen mit Colitis ulcerosa und Morbus
Crohn wurde nicht untersucht.
Ältere PatientenEs wurden keine spezifischen Studien mit älteren Patienten durchgeführt. Von den 1 384 Plaque-
Psoriasis-Patienten mit Guselkumab-Exposition im Rahmen der klinischen Phase-III-Studien, die indie populationsspezifische Analyse der Pharmakokinetik eingingen, waren 70 Patienten im Alter vonmindestens 65 Jahren, darunter 4 Patienten im Alter von mindestens 75 Jahren. Von den 746 Psoriasis-
Arthritis-Patienten mit Guselkumab-Exposition in Rahmen der klinischen Phase-III-Studien wareninsgesamt 38 Patienten 65 Jahre oder älter und kein Patient war 75 Jahre oder älter. Von den859 Colitis-ulcerosa-Patienten, die in klinischen Phase-II/III-Studien mit Guselkumab behandeltwurden und in die populationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt52 Patienten 65 Jahre oder älter und 9 Patienten 75 Jahre oder älter. Von den 1 009 Morbus Crohn-
Patienten, die in klinischen Phase-III-Studien mit Guselkumab behandelt wurden und in diepopulationspharmakokinetische Analyse einbezogen wurden, waren insgesamt 39 Patienten 65 Jahreoder älter und 5 Patienten 75 Jahre oder älter.
Populationsspezifische Analysen der Pharmakokinetik bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, Psoriasis-
Arthritis, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zeigten, dass es bei Patienten im Alter von ≥ 65 Jahrenim Vergleich zu Patienten im Alter von < 65 Jahren keine offensichtlichen Veränderungen des CL/F-
Schätzwerts gab, was darauf hindeutet, dass keine Dosisanpassung für ältere Patienten erforderlich ist.
Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung
Es wurde keine spezifische Studie zur Ermittlung der Auswirkungen von Nieren- oder
Leberfunktionsstörungen auf die Pharmakokinetik von Guselkumab durchgeführt. Die Eliminationvon unverändertem Guselkumab, einem IgG-mAk, über die Nieren ist vermutlich gering und vongeringer Bedeutung; desgleichen wird nicht erwartet, dass Leberfunktionsstörungen die Guselkumab-
Clearance beeinflussen, da die Elimination von IgG-mAk hauptsächlich über den intrazellulären
Katabolismus erfolgt. Basierend auf populationspharmakokinetischen Analysen hatten die Kreatinin-
Clearance oder die Leberfunktion keinen bedeutenden Einfluss auf die Guselkumab-Clearance.
KörpergewichtDie Clearance und das Verteilungsvolumen von Guselkumab nehmen mit zunehmendem
Körpergewicht zu. Beobachtungsdaten aus klinischen Studien deuten jedoch darauf hin, dass eine
Dosisanpassung an das Körpergewicht nicht erforderlich ist.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Reproduktions- sowie prä- und postnataler Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Datenkeine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen war Guselkumab bei intravenöser undsubkutaner Anwendung gut verträglich. Eine wöchentliche subkutane Dosis von 50 mg/kg bei Affenergab Expositionswerte (AUC) von mindestens dem 23-Fachen der maximalen klinischen Expositionnach einer intravenösen Dosis von 200 mg. Außerdem wurden bei der Durchführung der Studien zur
Toxizität bei wiederholter Gabe und in einer zielgerichteten pharmakologischen Studie zur Herz-
Kreislauf-Sicherheit an Javaneraffen keine unerwünschten immuntoxischen Wirkungen oderpharmakologischen Wirkungen auf die Herz-Kreislauf-Sicherheit beobachtet.
Bei histopathologischen Untersuchungen wurden keine präneoplastischen Veränderungen beobachtet,weder bei Tieren, die bis zu 24 Wochen behandelt wurden noch nach einer anschließenden12-wöchigen Erholungsphase, während der Wirkstoff im Serum feststellbar war.
Es wurden keine Studien zur Mutagenität oder zum kanzerogenen Potential von Guselkumabdurchgeführt.
Bei einer postnatalen Messung an Tag 28 war Guselkumab in der Muttermilch von Javaneraffen nichtnachweisbar.
Histidin
Histidinmonohydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
SaccharoseWasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
2 Jahre
Im Kühlschrank lagern (2° C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Die Fertigspritze oder den Fertigpen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Tremfya 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze2 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, einer daranbefestigten Nadel und einer Nadelhülle, versehen mit einem automatischen Nadelschutz.
Tremfya ist in Packungen mit 1 Fertigspritze und Bündelpackungen mit 2 (2 x 1) Fertigspritzenerhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Tremfya 200 mg Injektionslösung im Fertigpen2 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas mit einem Bromobutyl-Gummistopfen, integriert in einen
Fertigpen mit einem automatischen Nadelschutz.
Tremfya ist in einer Packung mit 1 Fertigpen und einer Bündelpackung mit 2 (2 x 1) Fertigpenserhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Nach der Entnahme von Tremfya aus dem Kühlschrank ist die Fertigspritze oder der Fertigpen im
Umkarton zu belassen und bis zur Injektion 30 Minuten zu warten, damit die Fertigspritze oder der
Fertigpen Raumtemperatur erreicht. Die Fertigspritze oder der Fertigpen darf nicht geschüttelt werden.
Vor Gebrauch der Fertigspritze oder des Fertigpens empfiehlt es sich, diese visuell zu prüfen. Die
Lösung soll klar und farblos bis hellgelb sein und kann wenige kleine weiße oder durchsichtige
Partikel enthalten. Tremfya darf nicht verwendet werden, wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist odergroße Partikel enthält.
Jeder Packung liegt eine Anleitung mit dem Titel 'Hinweise zur Anwendung“ bei, in welcher die
Vorbereitung und Anwendung der Fertigspritze oder des Fertigpens ausführlich beschrieben sind.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.