Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels TOLUCOMBI 80mg / 25mg tablette
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Tolucombi 80 mg/25 mg Tabletten
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Tablette enthält 80 mg Telmisartan und 25 mg Hydrochlorothiazid.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungJede Tablette enthält 114 mg Lactose (als Monohydrat) und 294,08 mg Sorbitol (E420).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Tablette
Auf einer Seite weiße bis gelb-weiße und auf der anderen Seite gelb marmorierte ovale, aus zwei
Schichten bestehende bikonvexe Tablette; die Größe der Tablette ist 18 mm x 9 mm.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung der essentiellen Hypertonie.
Die fixe Dosiskombination Tolucombi (80 mg Telmisartan/25 mg Hydrochlorothiazid) ist bei
Erwachsenen indiziert, deren Blutdruck mit Tolucombi 80 mg/12,5 mg (80 mg Telmisartan/12,5 mg
Hydrochlorothiazid) nicht ausreichend kontrolliert ist, oder Erwachsenen, die zuvor mit den
Einzelbestandteilen Telmisartan und Hydrochlorothiazid stabil eingestellt wurden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungTolucombi sollte von Patienten eingenommen werden, deren Blutdruck mit Telmisartan allein nichtausreichend kontrolliert ist. Eine individuelle Dosistitration mit jeder Einzelkomponente wird vor der
Umstellung auf die fixe Dosiskombination empfohlen. Falls klinisch angemessen, kann ein direkter
Wechsel von der Monotherapie zur fixen Kombination in Betracht gezogen werden.
- Tolucombi 80 mg/25 mg kann 1 x täglich bei Patienten gegeben werden, deren Blutdruck mit
Tolucombi 80 mg/12,5 mg nicht ausreichend kontrolliert ist, oder Patienten, die zuvor mit den
Einzelbestandteilen Telmisartan und Hydrochlorothiazid stabil eingestellt wurden.
Tolucombi ist auch in den Dosiskombinationen 40 mg/12,5 mg und 80 mg/12,5 mg erhältlich.
Eingeschränkte NierenfunktionEine regelmäßige Überprüfung der Nierenfunktion wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollte die Dosierung die 1 x tägliche
Gabe von Tolucombi 40 mg/12,5 mg nicht überschreiten. Tolucombi ist bei Patienten mit schweren
Leberschäden nicht angezeigt. Thiazide sollten bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen mit
Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Ältere PatientenEine Anpassung der Dosis ist nicht notwendig.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Tolucombi bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istnicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungTolucombi Tabletten sind für die 1 x tägliche orale Anwendung vorgesehen und sollten mit Flüssigkeitzu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
4.3 Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile
- Überempfindlichkeit gegen andere Sulfonamid-Derivate (da Hydrochlorothiazid ein
Sulfonamid-Derivat ist)
- Zweites und drittes Schwangerschaftsdrittel (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6)
- Cholestase und obstruktive Gallenfunktionsstörung
- Schwere Leberfunktionsstörung
- Schwere Nierenschäden (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
- Refraktäre Hypokaliämie, Hyperkalzämie
Die gleichzeitige Anwendung von Tolucombi mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patientenmit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert(siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
SchwangerschaftEine Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie darf nicht während einer Schwangerschaftbegonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf einealternative antihypertensive Behandlung mit bewährtem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen -es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist zwingenderforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-
Antagonisten unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen(siehe Abschnitte 4.3 und 4.6).
Eingeschränkte LeberfunktionDa Telmisartan überwiegend über die Galle ausgeschieden wird, sollte Tolucombi nicht bei Patientenmit Cholestase, obstruktiver Gallenfunktionsstörung oder schwerer Leberinsuffizienz angewendetwerden (siehe Abschnitt 4.3). Bei diesen Patienten kann eine eingeschränkte hepatische Clearance für
Telmisartan erwartet werden.
Zusätzlich sollte Tolucombi bei Patienten mit Leberfunktionsstörung oder progressiver
Lebererkrankung mit Vorsicht angewandt werden, da bereits geringfügige Änderungen im
Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ein Leberkoma auslösen können. Es liegen keine klinischen
Erfahrungen mit Tolucombi bei Patienten mit Leberfunktionsstörung vor.
Renovaskuläre Hypertonie
Bei Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei einer einzelnenfunktionsfähigen Niere besteht ein erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie oder einer
Niereninsuffizienz bei einer Behandlung mit Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-
System beeinflussen.
Eingeschränkte Nierenfunktion und NierentransplantationTolucombi darf nicht bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung(Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) (siehe Abschnitt 4.3) angewandt werden. Es liegen keine
Erfahrungen zur Anwendung von Tolucombi bei Patienten mit einer kurz zurückliegenden
Nierentransplantation vor. Die Erfahrungen mit Tolucombi bei Patienten mit leichten bismittelschweren Nierenfunktionsstörungen sind begrenzt, daher wird eine regelmäßige Kontrolle der
Kalium-, Kreatinin- und Harnsäure-Serumspiegel empfohlen. Eine mit Thiaziddiuretika einhergehende
Azotämie kann bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auftreten.
Intravaskuläre Hypovolämie
Eine symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis, bei Patienten auftreten, beidenen ein Volumen- und/oder Natriummangel aufgrund einer hochdosierten Diuretikabehandlung,salzarmer Kost, Durchfall oder Erbrechen vorliegt. Solche Umstände sind vor der Anwendung von
Tolucombi auszugleichen.
Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-
Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahmeder Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht. Eine duale Blockade des
RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-
Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).
Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nurunter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von
Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.
ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer
Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.
Andere Umstände mit Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems
Bei Patienten, deren Gefäßtonus und Nierenfunktion im Wesentlichen von der Aktivität des Renin-
Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen (z. B. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz oderzugrundeliegender Nierenerkrankung, einschließlich Nierenarterienstenose), wurde eine Behandlungmit Arzneimitteln, die dieses System beeinflussen, mit akuter Hypotonie, Hyperazotämie, Oligurieoder in seltenen Fällen akutem Nierenversagen in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 4.8).
Primärer Aldosteronismus
Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an,deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht. Daher wird die Anwendungvon Tolucombi nicht empfohlen.
Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
Wie bei anderen Vasodilatatoren ist bei Patienten mit Aorten- oder Mitralklappenstenose oderobstruktiver hypertropher Kardiomyopathie besondere Vorsicht angezeigt.
Metabolische und endokrine WirkungenDie Behandlung mit Thiaziden kann die Glucose-Toleranz beeinträchtigen. Bei Diabetikern kann untereiner Behandlung mit Insulin oder Antidiabetika sowie mit Telmisartan eine Hypoglykämie auftreten.
Eine Überwachung des Blutzuckers sollte daher bei diesen Patienten in Betracht gezogen werden; eine
Dosisanpassung von Insulin oder Antidiabetika kann erforderlich sein. Ein latenter Diabetes mellituskann sich unter der Behandlung mit Thiaziden manifestieren.
Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyzeridspiegel wurde mit der diuretischen Thiazid-Therapie in
Zusammenhang gebracht; jedoch wurden nur geringe oder keine Wirkungen bei der in Tolucombienthaltenen Dosis von 12,5 mg berichtet.
Bei einigen Patienten kann es unter Thiazid-Therapie zu einer Hyperurikämie kommen oder ein
Gichtanfall ausgelöst werden.
Elektrolytstörungen
Wie bei allen Patienten, die mit Diuretika behandelt werden, sollte in regelmäßigen Abständen die
Bestimmung der Serumelektrolyte erfolgen.
Thiazide, einschließlich Hydrochlorothiazid, können Flüssigkeits- oder Elektrolytstörungenverursachen (einschließlich Hypokaliämie, Hyponatriämie und hypochlorämischer Alkalose).
Warnende Anzeichen von Flüssigkeits- oder Elektrolytstörung sind Mundtrockenheit, Durst, Asthenie,
Lethargie, Schläfrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Muskelermüdung, Hypotonie,
Oligurie, Tachykardie und gastrointestinale Störungen, wie Übelkeit oder Erbrechen (siehe Abschnitt4.8).
- Hypokaliämie
Obwohl es bei der Einnahme von Thiaziddiuretika zu Hypokaliämie kommen kann, kann diegleichzeitige Behandlung mit Telmisartan die Diuretika bedingte Hypokaliämie verringern. Eingrößeres Risiko einer Hypokaliämie besteht bei Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten unterforcierter Diurese, bei Patienten mit unzureichender oraler Elektrolytaufnahme und bei Patienten untereiner begleitenden Behandlung mit Kortikosteroiden oder adrenocorticotropem Hormon (ACTH)(siehe Abschnitt 4.5).
- Hyperkaliämie
Umgekehrt kann es aufgrund des Antagonismus der Angiotensin-II-Rezeptoren (AT1) durch die
Telmisartan-Komponente in Tolucombi zu einer Hyperkaliämie kommen. Eine klinisch relevante
Hyperkaliämie wurde mit Tolucombi zwar nicht berichtet, Risikofaktoren für die Entstehung einer
Hyperkaliämie umfassen jedoch unter anderem Niereninsuffizienz und/oder Herzinsuffizienz und
Diabetes mellitus. Kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate oder kaliumhaltige Salzersatzpräparatesollten nur mit Vorsicht mit Tolucombi zusammen gegeben werden (siehe Abschnitt 4.5).
- Hyponatriämie und hypochlorämische Alkalose
Es gibt keine Hinweise dafür, dass Tolucombi eine durch Diuretika hervorgerufene Hyponatriämieverringern oder verhindern könnte. Der Chloridmangel ist meist gering und bedarf normalerweisekeiner Behandlung.
- Hypercalcämie
Thiazide können die Ausscheidung von Calcium mit dem Urin verringern und zu einer zeitweiseauftretenden leichten Erhöhung des Serumcalciums führen, auch wenn keine anderen Störungen des
Calciumstoffwechsels bekannt sind. Eine deutliche Hypercalcämie kann ein Hinweis auf einenversteckten Hyperparathyroidismus sein. Thiazide sollten vor der Durchführung einer
Funktionsprüfung der Nebenschilddrüse abgesetzt werden.
- Hypomagnesiämie
Thiazide erhöhen nachweislich die Magnesiumausscheidung im Urin, was zu einer Hypomagnesiämieführen kann (siehe Abschnitt 4.5).
Lactose, Sorbitol und Natrium
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären hereditären Galactose-
Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses
Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält 294,08 mg Sorbitol pro Tablette entsprechend 5 mg/kg/Tag, bei einem
Körpergewicht von 58,8 kg. Die additive Wirkung gleichzeitig angewendeter Sorbitol (oder Fructose)
- haltiger Arzneimittel und die Einnahme von Sorbitol (oder Fructose) über die Nahrung ist zuberücksichtigen. Der Sorbitolgehalt oral angewendeter Arzneimittel kann die Bioverfügbarkeit vonanderen gleichzeitig oral angewendeten Arzneimitteln beeinflussen. Patienten mit einem
Körpergewicht von 58,8 kg oder weniger und mit hereditärer Fructoseintoleranz (HFI) dürfen dieses
Arzneimittel nicht einnehmen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
Ethnische UnterschiedeWie alle übrigen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bewirkt Telmisartan anscheinend einegeringere Blutdrucksenkung bei farbigen Patienten als bei nichtfarbigen, möglicherweise aufgrund derhöheren Prävalenz eines niedrigen Renin-Status in der farbigen hypertensiven Bevölkerung.
AndereWie bei jedem Antihypertensivum kann ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten mitischämischer Herzkrankheit oder ischämischer kardiovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarktoder Schlaganfall führen.
AllgemeinesÜberempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Hydrochlorothiazid können bei Patienten mit oder ohneanamnestisch bekannter Allergie oder Bronchialasthma auftreten, sind jedoch wahrscheinlicher bei
Patienten mit einer solchen Anamnese.
Exazerbationen oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes wurden bei Gabe von
Thiaziddiuretika, einschließlich Hydrochlorothiazid, berichtet.
Fälle von Photosensibilität wurden mit Thiaziddiuretika berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Falls eine
Photosensibilität während der Einnahme auftritt, ist ein Abbruch der Therapie zu empfehlen. Wirdeine erneute Einnahme des Diuretikums als absolut notwendig erachtet, wird empfohlen, exponierte
Bereiche vor der Sonne oder künstlichen UV-A-Strahlen zu schützen.
Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelverschlussglaukom
Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem
Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten
Winkelverschlussglaukom führen kann. Symptome wie eine akut einsetzende verminderte Sehschärfeoder Augenschmerzen können typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach
Behandlungsbeginn auftreten. Ein unbehandeltes akutes Winkelverschlussglaukom kann zudauerhaftem Sehverlust führen. Als Erstmaßnahme sollte Hydrochlorothiazid so schnell wie möglichabgesetzt werden. Umgehende medizinische oder operative Behandlungen müssen bei längeranhaltendem unkontrolliertem Augeninnendruck in Betracht gezogen werden. Risikofaktoren, die die
Entstehung eines akuten Engwinkelglaukoms begünstigen könnten, schließen eine Allergie gegenüber
Sulfonamiden oder Penicillin in der Krankengeschichte ein.
Nicht-melanozytärer HautkrebsIn zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurdeein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) [Basalzellkarzinom (BCC) und
Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ)beobachtet. Photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSCbeitragen.
Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnengeraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen
Hautveränderungen zu melden. Den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlenwerden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z. B. Einschränkung der Exposition gegenüber
Sonnenlicht und UV- Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen
Sonnenschutzes. Verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf.einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien. Bei Patienten, bei denen bereits ein
NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden (siehe auch Abschnitt 4.8).
Akute Atemwegstoxizität
Es wurden sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten
Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet. Ein Lungenödementwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von
Hydrochlorothiazid. Zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der
Lungenfunktion und Hypotonie. Bei Verdacht auf ARDS sollte Tolucombi abgesetzt und eineangemessene Behandlung eingeleitet werden. Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendetwerden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetretenist.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
LithiumEin reversibler Anstieg der Serumlithium-Konzentration und deren Toxizität wurde bei gleichzeitiger
Anwendung von Lithium und Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmern berichtet. In seltenen Fällenwurde dies auch mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (einschließlich Tolucombi) beobachtet.
Eine gleichzeitige Anwendung von Lithium und Tolucombi wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt4.4). Wenn diese Kombination sich als notwendig erweist, wird die sorgfältige Kontrolle des
Serumlithiumspiegels während der gleichzeitigen Gabe empfohlen.
Arzneimittel, die mit Kaliumverlust und Hypokaliämie in Zusammenhang stehen (z. B. kaliuretische
Diuretika, Laxantien, Kortikosteroide, ACTH, Amphotericin, Carbenoxolon, Benzylpenicillin-
Natrium, Salicylsäure und Salicylate)
Wenn diese Wirkstoffe zusammen mit der Hydrochlorothiazid-Telmisartan-Kombination verschriebenwerden sollen, wird die Kontrolle der Plasmakaliumspiegel empfohlen. Diese Arzneimittel können die
Wirkung des Hydrochlorothiazids auf das Serumkalium verstärken (siehe Abschnitt 4.4).
Arzneimittel, die den Kaliumspiegel erhöhen oder eine Hyperkaliämie auslösen können (z. B. ACE-
Hemmer, kaliumsparende Diuretika, Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzpräparate, Cyclosporinoder andere Arzneimittel wie Natriumheparin)
Wenn diese Arzneimittel zusammen mit der Hydrochlorothiazid-Telmisartan-Kombinationverschrieben werden sollen, wird die Kontrolle der Plasmakaliumspiegel empfohlen. Wie die
Erfahrung mit anderen Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-System beeinflussen, zeigt, kann diegleichzeitige Anwendung der vorher genannten Arzneimittel zu einem Anstieg des Serumkaliumsführen und wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Arzneimittel, die durch eine Störung des Serumkaliums beeinflusst werdenEine regelmäßige Überwachung des Serumkaliums und EKGs wird empfohlen, wenn Tolucombizusammen mit Arzneimitteln angewandt wird, die durch Störungen des Serumkaliums beeinflusstwerden (z. B. Digitalisglykoside, Antiarrhythmika) und den nachfolgend aufgeführten Arzneimitteln,die Torsades de Pointes auslösen (einschließlich einiger Antiarrhythmika). Hypokaliämie ist dabei einprädisponierender Faktor für Torsades de Pointes.
- Klasse Ia Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
- Klasse III Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
- Einige Antipsychotika (z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Levomepromazin, Trifluoperazin,
Cyamemazin, Sulpirid, Sultoprid, Amisulprid, Tiaprid, Pimozid, Haloperidol, Droperidol)
- Andere (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin intravenös, Halofantrin, Mizolastin,
Pentamidin, Sparfloxazin, Terfenadin, Vincamin intravenös)
Digitalisglykoside
Thiazid-bedingte Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie begünstigen das Auftreten Digitalis-bedingter
Rhythmusstörungen (siehe Abschnitt 4.4).
DigoxinBei gleichzeitiger Anwendung von Telmisartan und Digoxin wurde eine mittlere Erhöhung dermaximalen (49 %) und minimalen (20 %) Digoxin-Plasmakonzentration beobachtet. Bei Initiierung,
Anpassung und Beendigung der Telmisartan-Behandlung ist der Digoxinspiegel zu überwachen, umdiesen innerhalb des therapeutischen Bereiches zu halten.
Andere antihypertensive Substanzen
Telmisartan kann die blutdrucksenkende Wirkung von anderen Antihypertensiva verstärken.
Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-
Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-
Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die aufdas RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie,
Hyperkaliämie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens)einher geht (siehe Abschnitte pct. 4.3, pct. 4.4 und 5.1).
Antidiabetika (orale Arzneimittel und Insulin)
Eine Dosisanpassung des Antidiabetikums kann erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).
MetforminMetformin sollte mit Vorsicht angewendet werden - das Risiko einer Laktatazidose, die durch einmögliches funktionelles Nierenversagen induziert wird, wird mit Hydrochlorothiazid in Verbindunggebracht.
Cholestyramin und Colestipolharze
Die Resorption von Hydrochlorothiazid ist in Gegenwart von Anionenaustauscherharzen gestört.
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSARs)
NSAR (z. B. Acetylsalicylsäure in entzündungshemmender Dosierung, COX-2-Hemmer undnichtselektive NSAR) können die diuretische, natriuretische und blutdrucksenkende Wirkung von
Thiazid-Diuretika und die blutdrucksenkende Wirkung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenverringern.
Bei einigen Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion (z. B. dehydrierte Patienten oder ältere
Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion) kann die gleichzeitige Anwendung von Angiotensin-
II-Rezeptor-Antagonisten und Cyclooxigenase-hemmenden Arzneimitteln zu einer weiteren
Verschlechterung der Nierenfunktion führen, einschließlich der Möglichkeit eines üblicherweisereversiblen akuten Nierenversagens. Die Kombination sollte daher - insbesondere bei älteren
Patienten - mit Vorsicht erfolgen. Eine ausreichende Hydrierung der Patienten sollte sichergestelltsein. Kontrollen der Nierenfunktion sind zu Beginn sowie in periodischen Abständen während dergleichzeitigen Anwendung in Betracht zu ziehen.
In einer Studie führte die gleichzeitige Gabe von Telmisartan und Ramipril zu einer bis zu 2,5fachen
Erhöhung der AUC0-24 und Cmax von Ramipril und Ramiprilat. Die klinische Relevanz dieser
Beobachtung ist unbekannt.
Amine mit sympathomimetischer Wirkung (z. B. Noradrenalin)
Die Wirkung von Aminen mit sympathomimetischer Wirkung kann abgeschwächt werden.
Nicht depolarisierende Muskelrelaxantien (z. B. Tubocurarin)
Die Wirkung von nicht depolarisierenden Muskelrelaxantien kann durch Hydrochlorothiazid verstärktwerden.
Arzneimittel, die zur Gichtbehandlung eingesetzt werden (z. B. Probenecid, Sulfinpyrazon und
Allopurinol)
Eine Dosisanpassung der Urikosurika kann erforderlich sein, da Hydrochlorothiazid den
Serumharnsäurespiegel erhöhen kann. Eine Erhöhung der Probenecid- oder Sulfinpyrazon-Dosis kannsich als notwendig erweisen. Die gleichzeitige Gabe von Thiazid kann die Häufigkeit von
Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Allopurinol erhöhen.
Calciumsalze
Thiaziddiuretika können durch eine verminderte Ausscheidung die Serumcalciumspiegel erhöhen.
Falls Calciumpräparate oder calciumsparende Arzneimittel (z. B. Vitamin-D-Therapie) verschriebenwerden müssen, sollten die Serumcalciumspiegel überwacht und die Calciumdosierung entsprechendangepasst werden.
β-Blocker und Diazoxid
Die hyperglykämische Wirkung von β-Blockern und Diazoxid kann durch Thiazide verstärkt werden.
Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden) können die Bioverfügbarkeit von Thiazid-artigen
Diuretika durch eine Verringerung der Magen- und Darmmotilität und eine Verlangsamung der
Magenentleerung erhöhen.
AmantadinThiazide können das Nebenwirkungsrisiko von Amantadin erhöhen.
Zytotoxische Wirkstoffe (z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat)
Thiazide können die renale Ausscheidung zytotoxischer Arzneimittel verringern und derenmyelosuppressiven Effekt verstärken.
Basierend auf deren pharmakologischen Eigenschaften ist zu erwarten, dass die folgenden
Arzneimittel die blutdrucksenkende Wirkung aller Antihypertensiva einschließlich Telmisartanverstärken können: Baclofen, Amifostin.
Darüber hinaus kann eine orthostatische Hypotonie durch Alkohol, Barbiturate, Narkotika oder
Antidepressiva weiter verschlechtert werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftDie Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten wird im ersten Schwangerschaftsdrittelnicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten istim zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Tolucombi bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Es liegen keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines Teratogenitätsrisikos nach
Exposition mit ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftsdrittels vor. Ein geringfügigerhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Solange keine kontrolliertenepidemiologischen Daten hinsichtlich des Risikos der Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-
Antagonisten vorliegen, muss ein dieser Substanzklasse entsprechendes Risiko angenommen werden.
Sofern ein Fortsetzen der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie nicht als notwendig erachtetwird, sollten Patientinnen, die planen schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive
Therapie mit bewährtem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine
Schwangerschaft festgestellt, ist eine Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonistenunverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.
Es ist bekannt, dass eine Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten während des zweitenund dritten Schwangerschaftsdrittels eine humane Fetotoxizität (verminderte Nierenfunktion,
Oligohydramnion, Verzögerung der Schädelossifikation) und neonatale Toxizität (Nierenversagen,
Hypotonie, Hyperkaliämie) auslöst (siehe Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit Angiotensin-
II-Rezeptor-Antagonisten ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sind Ultraschalluntersuchungen der
Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.
Säuglinge, deren Mütter Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten eingenommen haben, solltenengmaschig auf Hypotonie untersucht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der
Schwangerschaft vor, insbesondere während des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sindunzureichend. Hydrochlorothiazid ist plazentagängig. Aufgrund des pharmakologischen
Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten
Trimesters zu einer Störung der fetoplazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen
Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.
Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohneden Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei
Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht angewendetwerden.
Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen,in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewendet werden.
StillzeitDa keine Informationen hinsichtlich der Einnahme von Tolucombi während der Stillzeit vorliegen,wird Tolucombi nicht empfohlen. Alternative Behandlungen mit in der Stillzeit besser etablierten
Sicherheitsprofilen sind, insbesondere während des Stillens von Neugeborenen oder Frühgeborenen,zu bevorzugen.
Hydrochlorothiazid wird in geringen Mengen in die Muttermilch abgegeben. Thiazide in hohen
Dosierungen, die eine intensive Diurese hervorrufen, können die Milchproduktion hemmen. Die
Anwendung von Tolucombi während der Stillzeit wird nicht empfohlen. Falls Tolucombi während der
Stillzeit angewendet wird, sollten die Dosen so niedrig wie möglich gehalten werden.
FertilitätIn tierexperimentellen Studien mit Telmisartan und Hydrochlorothiazid wurden keine Effekte auf diemännliche und weibliche Fertilität beobachtet.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenTolucombi kann die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinenbeeinflussen. Bei der Einnahme von Tolucombi kann gelegentlich Schwindelgefühl oder Müdigkeitauftreten.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie am häufigsten vorkommende Nebenwirkung war Schwindelgefühl. Ein schwerwiegendes
Angioödem kann selten auftreten (≥ 1/10.000, < 1/1.000).
Die Häufigkeit und das Muster der berichteten Nebenwirkungen unter Telmisartan/Hydrochlorothiazid80 mg/25 mg war mit der unter Telmisartan/Hydrochlorothiazid 80 mg/12,5 mg vergleichbar. Die
Häufigkeit der Nebenwirkungen war nicht dosisbezogen und korrelierte nicht mit Geschlecht, Alteroder ethnischer Zugehörigkeit der Patienten.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn der nachfolgenden Tabelle werden die Nebenwirkungen, die in allen klinischen Studien undhäufiger (p ≤ 0,05) unter Telmisartan plus Hydrochlorothiazid als unter Placebo auftraten, nach
System-Organ-Klassen zusammengefasst. Nebenwirkungen, die bekanntermaßen nach Gabe der
Einzelwirkstoffe auftreten, jedoch nicht in den klinischen Prüfungen gesehen wurden, können auchwährend der Behandlung mit Tolucombi auftreten.
Die Nebenwirkungen sind nach Häufigkeit geordnet gemäß folgender Definition: sehr häufig (≥ 1/10);häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten(< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregradangegeben.
Infektionen und parasitäre ErkrankungenSelten: Bronchitis, Pharyngitis, Sinusitis
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten: Exazerbation oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes1
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenGelegentlich: Hypokaliämie
Selten: Hyperurikämie, Hyponatriämie
Psychiatrische ErkrankungenGelegentlich: Angstzustände
Selten: Depression
Erkrankungen des NervensystemsHäufig: Schwindelgefühl
Gelegentlich: Synkope, Parästhesien
Selten: Schlaflosigkeit, Schlafstörungen
AugenerkrankungenSelten: Sehstörungen, verschwommenes Sehen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Vertigo
HerzerkrankungenGelegentlich: Tachykardie, Arrhythmie
GefäßerkrankungenGelegentlich: Hypotonie, orthostatische Hypotonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
Gelegentlich: Dyspnoe
Selten: Atemnot (einschließlich Pneumonitis und Lungenödem)
Erkrankungen des GastrointestinaltraktesGelegentlich: Diarrhoe, Mundtrockenheit, Blähungen
Selten: abdominale Schmerzen, Verstopfung, Dyspepsie, Erbrechen, Gastritis
Leber- und GallenerkrankungenSelten: abnorme Leberfunktion/Einschränkung der Leberfunktion2
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesSelten: Angioödem (einschließlich tödlichen Ausgangs), Erythem, Pruritus,
Hautausschlag, Hyperhidrose, Urtikaria
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenGelegentlich: Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Myalgie
Selten: Arthralgie, Krämpfe in den Beinen, Schmerzen in den Extremitäten
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der BrustdrüseGelegentlich: erektile Dysfunktion
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortGelegentlich: Brustschmerzen
Selten: grippeähnliche Erkrankung, Schmerzen
Untersuchungen
Gelegentlich: erhöhte Harnsäure im Blut
Selten: erhöhter Kreatininwert im Blut, erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut,erhöhte Leberenzymwerte1: Basierend auf Erfahrungen nach Markteinführung.2: Für weitere Beschreibungen siehe Unterabschnitt 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“.
Zusätzliche Informationen zu den einzelnen BestandteilenNebenwirkungen, die bereits bei einem der Einzelbestandteile berichtet worden sind, könnenmöglicherweise auch als Nebenwirkungen unter Tolucombi auftreten, selbst wenn sie nicht inklinischen Prüfungen beobachtet wurden.
Telmisartan:Nebenwirkungen traten in vergleichbarer Häufigkeit bei mit Placebo und Telmisartan behandelten
Patienten auf.
In den Placebo-kontrollierten Studien war die Gesamtinzidenz der Nebenwirkungen von
Telmisartan (41,4 %) im Allgemeinen vergleichbar mit Placebo (43,9 %). Die nachfolgendaufgeführten Nebenwirkungen wurden aus allen klinischen Studien bei Patienten, die mit Telmisartanwegen Bluthochdruck behandelt wurden oder bei Patienten ≥ 50 Jahre mit hohem Risiko fürkardiovaskuläre Ereignisse gesammelt.
Infektionen und parasitäre ErkrankungenGelegentlich: Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfektionen einschließlich
Zystitis
Selten: Sepsis einschließlich tödlichen Ausgangs3
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsGelegentlich: Anämie
Selten: Eosinophilie, Thrombozytopenie
Erkrankungen des ImmunsystemsSelten: Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktionen
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenGelegentlich: Hyperkaliämie
Selten: Hypoglykämie (bei Patienten mit Diabetes mellitus)
HerzerkrankungenGelegentlich: Bradykardie
Erkrankungen des NervensystemsSelten: Somnolenz
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsGelegentlich: Husten
Sehr selten: interstitielle Lungenerkrankung3
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSelten: Magenbeschwerden
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesSelten: Ekzem, Arzneimittelexanthem, toxisches Exanthem(Überempfindlichkeitsreaktion)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenSelten: Arthrose, Sehnenschmerzen
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeGelegentlich: Einschränkung der Nierenfunktion (einschließlich akuten Nierenversagens)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortGelegentlich: Asthenie
Untersuchungen
Selten: Abfall des Hämoglobinwertes3: Für weitere Beschreibungen siehe Unterabschnitt 'Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“.
Hydrochlorothiazid:Hydrochlorothiazid kann eine Hypovolämie verursachen oder verstärken, welche zu einer
Elektrolytstörung führen kann (siehe Abschnitt 4.4).
Folgende Nebenwirkungen nicht bekannter Häufigkeit wurden unter Monotherapie mit
Hydrochlorothiazid berichtet:
Infektionen und parasitäre ErkrankungenNicht bekannt: Speicheldrüsenentzündung
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
Nicht bekannt: Nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und
Plattenepithelkarzinom)
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSelten: Thrombozytopenie (manchmal mit Purpura)
Nicht bekannt: aplastische Anämie, hämolytische Anämie, Knochenmarkserkrankung,
Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekannt: anaphylaktische Reaktionen, Überempfindlichkeit
Endokrine ErkrankungenNicht bekannt: inadäquate Einstellung eines Diabetes mellitus
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenHäufig: Hypomagnesiämie
Selten: Hypercalcämie
Sehr selten: hypochlorämische Alkalose
Nicht bekannt: Anorexie, verminderter Appetit, Elektrolytverschiebungen,
Hypercholesterinämie, Hyperglykämie, Hypovolämie
Psychiatrische ErkrankungenNicht bekannt: Ruhelosigkeit
Erkrankungen des NervensystemsSelten: Kopfschmerzen
Nicht bekannt: Benommenheit
AugenerkrankungenNicht bekannt:Gelbsehen, Aderhauterguss, akute Myopie, akutes Winkelverschlussglaukom
GefäßerkrankungenNicht bekannt: nekrotisierende Vaskulitis
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsSehr selten: Akutes Atemnotsyndrom (ARDS) (siehe Abschnitt 4.4)
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsHäufig: Übelkeit
Nicht bekannt: Pankreatitis, Magenbeschwerden
Leber und Gallenerkrankungen
Nicht bekannt: hepatozellulärer Ikterus, cholestatischer Ikterus
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesNicht bekannt: Lupus-ähnliches Syndrom, Photosensibilität, kutane Vaskulitis, toxischeepidermale Nekrolyse, Erythema multiforme
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und KnochenerkrankungenNicht bekannt: Schwäche
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeNicht bekannt: interstitielle Nephritis, Nierenfunktionsstörung, Glukosurie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortNicht bekannt: Pyrexie
Untersuchungen
Nicht bekannt: erhöhte Triglyzeride
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenAbnorme Leberfunktion/Einschränkung der Leberfunktion
Erfahrungen nach Markteinführung von Telmisartan zeigten, dass die meisten Fälle mit abnormer
Leberfunktion/Einschränkung der Leberfunktion bei japanischen Patienten auftraten. Bei japanischen
Patienten besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Nebenwirkungen.
Sepsis
In der PRoFESS Studie wurde eine erhöhte Inzidenz an Sepsisfällen unter Telmisartan im Vergleichzu Placebo beobachtet. Das Ereignis könnte ein Zufallsbefund sein oder mit einem bisher unbekannten
Wirkungsmechanismus in Zusammenhang stehen (siehe Abschnitt 5.1).
Interstitielle LungenerkrankungFälle von interstitieller Lungenerkrankung wurden nach Markteinführung in zeitlichem
Zusammenhang mit der Einnahme von Telmisartan berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang wurdejedoch nicht bewiesen.
Nicht-melanozytärer HautkrebsAuf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativerdosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC festgestellt (siehe auch Abschnitt 4.4und 5.1).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Zur Überdosierung beim Menschen liegen für Telmisartan begrenzte Erfahrungen vor. In welchem
Ausmaß sich Hydrochlorothiazid durch Hämodialyse entfernen lässt, wurde nicht untersucht.
SymptomeDie markantesten Symptome einer Telmisartan-Überdosierung waren Hypotonie und Tachykardie;
Bradykardie, Schwindelgefühl, Erbrechen, Erhöhung des Serumkreatinins und akutes Nierenversagenwurden ebenfalls berichtet. Eine Überdosierung mit Hydrochlorothiazid führt möglicherweise zueinem Elektrolytverlust (Hypokaliämie, Hypochlorämie) und zu Hypovolämie infolge einerexzessiven Diurese. Die häufigsten Anzeichen und Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit und
Schläfrigkeit. Hypokaliämie kann zu Muskelkrämpfen führen und/oder Rhythmusstörungenverstärken, die im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Gabe von Digitalisglykosiden oderbestimmten Antiarrhythmika auftreten.
BehandlungTelmisartan kann nicht durch Hämodialyse entfernt werden. Der Patient sollte sorgfältig überwachtwerden und die Behandlung sollte symptomatisch und unterstützend sein. Die Behandlung hängt vonder seit der Einnahme verstrichenen Zeit und vom Schweregrad der Symptome ab. Empfohlene
Maßnahmen sind u. a. das Herbeiführen von Erbrechen und/oder Magenspülung. Die Gabe von
Aktivkohle kann bei der Behandlung der Überdosierung nützlich sein. Serumelektrolyte und Kreatininsollten häufig kontrolliert werden. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Rückenlagegebracht und rasch eine Salz- und Volumensubstitution gegeben werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System;
Angiotensin-II-Antagonisten und Diuretika, ATC-Code: C09DA07
Tolucombi ist eine Kombination aus einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, Telmisartan, undeinem Thiaziddiuretikum, Hydrochlorothiazid. Die Kombination dieser Wirkstoffe weist eine additiveantihypertensive Wirkung auf, der Blutdruck wird stärker gesenkt als durch jede einzelne Komponenteallein. Die 1 x tägliche Gabe von Tolucombi führt zu einer wirksamen und gleichmäßigen
Blutdrucksenkung über den therapeutischen Dosisbereich.
WirkmechanismusTelmisartan ist ein oral wirksamer und spezifischer Angiotensin-II-Rezeptor Subtyp 1 (AT1)-
Antagonist. Telmisartan verdrängt Angiotensin II mit sehr hoher Affinität von seiner Bindungsstelleam AT1-Rezeptor-Subtyp, der für die bekannten Wirkungen von Angiotensin II verantwortlich ist.
Telmisartan zeigt keine partiell agonistische Aktivität am AT1-Rezeptor. Telmisartan bindet selektivan den AT1-Rezeptor. Diese Bindung ist lange andauernd. Telmisartan zeigt keine Affinität zu anderen
Rezeptoren, einschließlich AT2- und anderer, weniger charakterisierter AT-Rezeptoren. Diefunktionelle Bedeutung dieser Rezeptoren ist ebenso wenig bekannt wie die Wirkung ihrer möglichen
Überstimulierung durch Angiotensin II, dessen Spiegel durch Telmisartan erhöht wird. Plasma-
Aldosteronspiegel werden durch Telmisartan gesenkt. Telmisartan hemmt weder humanes
Plasmarenin noch blockiert es Ionenkanäle. Telmisartan hemmt nicht das Angiotensin-Converting-
Enzym (Kininase II), das Enzym, das auch Bradykinin abbaut. Daher ist keine Verstärkung der
Bradykinin vermittelten unerwünschten Wirkungen zu erwarten.
Eine Dosis von 80 mg Telmisartan, die gesunden Probanden gegeben wurde, hemmt fast vollständigden durch Angiotensin II hervorgerufenen Blutdruckanstieg. Der inhibitorische Effekt wird über24 Stunden aufrechterhalten und ist auch nach 48 Stunden noch messbar.
Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiuretikum. Der Mechanismus der antihypertensiven Wirkung der
Thiaziddiuretika ist nicht vollständig bekannt. Thiazide beeinflussen die renalen tubulären
Mechanismen der Elektrolytreabsorption, wobei sie die Natrium- und Chloridausscheidung in etwagleichem Ausmaß erhöhen. Die diuretische Wirkung des Hydrochlorothiazids verringert das
Plasmavolumen, erhöht die Plasma-Renin-Aktivität, erhöht die Aldosteronsekretion und infolgedessenden Kalium- und Bikarbonatverlust im Urin und senkt das Serumkalium. Vermutlich durch die
Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems kann die gleichzeitige Gabe von Telmisartandem Kaliumverlust entgegenwirken, der mit diesen Diuretika in Zusammenhang steht. Mit
Hydrochlorothiazid setzt die Diurese nach 2 Stunden ein, der maximale Effekt wird nach etwa4 Stunden erreicht und die Wirkung hält etwa 6-12 Stunden an.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitBehandlung der essentiellen Hypertonie
Nach der Initialgabe von Telmisartan tritt die antihypertensive Wirkung allmählich innerhalb von3 Stunden ein. Die maximale Blutdrucksenkung wird im Allgemeinen 4-8 Wochen nach
Therapiebeginn erreicht und bei Langzeittherapie aufrecht erhalten. Die antihypertensive Wirkung hältkonstant über 24 Stunden an. Wie durch ambulantes Blutdruckmonitoring festgestellt wurde, schließtdies auch die letzten 4 Stunden vor der nächsten Einnahme ein. Dies wird durch Messungen zum
Zeitpunkt der maximalen Wirkung und unmittelbar vor der nächsten Dosis bestätigt (Trough-to-Peak-
Ratios von einheitlich über 80 % nach Gabe von 40 mg und 80 mg Telmisartan in
Placebo-kontrollierten klinischen Studien).
Telmisartan senkt bei Patienten mit Hypertonie sowohl den systolischen als auch den diastolischen
Blutdruck, ohne die Pulsfrequenz zu beeinflussen. Die antihypertensive Wirkung von Telmisartan istvergleichbar mit der Wirkung repräsentativer Vertreter anderer antihypertensiver Substanzklassen(dies wurde in klinischen Studien mit Amlodipin, Atenolol, Enalapril, Hydrochlorothiazid und
Lisinopril im Vergleich mit Telmisartan gezeigt).
In einer doppelblinden, kontrollierten klinischen Studie (Nachweis der Wirksamkeit an n =687 Patienten) mit Patienten, die nicht auf die Kombination 80 mg/12,5 mg ansprachen, wurde einezunehmende blutdrucksenkende Wirkung der Kombination 80 mg/25 mg von 2,7/1,6 mm Hg(systolischer Blutdruck/diastolischer Blutdruck) gegenüber der Dauerbehandlung mit der Kombination80 mg/12,5 mg gezeigt (Differenz der angepassten durchschnittlichen Veränderungen vom jeweiligen
Ausgangswert). In einer Follow-up-Studie mit der Kombination 80 mg/25 mg zeigte sich eine weitere
Senkung des Blutdrucks (mit der sich eine Blutdrucksenkung von insgesamt 11,5/9,9 mm Hg[systolischer Blutdruck/diastolischer Blutdruck] ergab).
Die gepoolte Analyse zweier ähnlicher, 8-wöchiger, doppelblinder, Placebo-kontrollierter Studien im
Vergleich mit Valsartan/Hydrochlorothiazid 160 mg/25 mg (Nachweis der Wirksamkeit an n = 2.121
Patienten) ergab eine deutlich größere blutdrucksenkende Wirkung von 2,2/1,2 mm Hg (systolischer
Blutdruck/diastolischer Blutdruck - jeweils die Differenz der angepassten durchschnittlichen
Veränderungen vom jeweiligen Ausgangswert) bei der Kombination Telmisartan/Hydrochlorothiazid80 mg/25 mg.
Nach abruptem Absetzen von Telmisartan kehrt der Blutdruck über einen Zeitraum von mehreren
Tagen allmählich zu den Ausgangswerten vor der Behandlung zurück, ohne Anhaltspunkte für eineüberschießende Blutdruckreaktion.
Bei klinischen Prüfungen war im direkten Vergleich die Inzidenz von trockenem Husten bei Patienten,die mit Telmisartan behandelt wurden, signifikant seltener als bei Patienten, die mit Angiotensin-
Converting-Enzym-Inhibitoren behandelt wurden.
Kardiovaskuläre Prävention
ONTARGET (ONgoing Telmisartan Alone and in Combination with Ramipril Global Endpoint Trial)verglich die Effekte von Telmisartan, Ramipril sowie der Kombination aus Telmisartan und Ramiprilhinsichtlich des Auftretens kardiovaskulärer Ereignisse bei 25.620 Patienten im Alter von 55 Jahrenoder älter mit einer Vorgeschichte von koronarer Herzerkrankung, Schlaganfall, TIA, periphererarterieller Verschlusskrankheit oder Typ II Diabetes mellitus mit nachgewiesenen Endorganschäden(z. B. Retinopathie, linksventrikuläre Hypertrophie, Makro- oder Mikroalbuminurie), die eine
Population mit einem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse darstellen.
Die Patienten wurden zu jeweils einer der drei folgenden Behandlungsgruppen randomisiert und übereinen Zeitraum von durchschnittlich 4,5 Jahren beobachtet: Telmisartan 80 mg (n = 8.542), Ramipril10 mg (n = 8.576), bzw. die Kombinationstherapie aus Telmisartan 80 mg plus Ramipril 10 mg(n = 8.502).
Telmisartan war vergleichbar zu Ramipril hinsichtlich der Reduktion des kombinierten primären
Endpunktes kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt, nicht tödlicher Schlaganfall oder
Krankenhauseinweisung wegen Herzinsuffizienz. Die Inzidenz des primären Endpunkts war in allen
Behandlungsarmen ähnlich: Telmisartan (16,7 %) und Ramipril (16,5 %). Die Hazard-Ratio von
Telmisartan gegenüber Ramipril lag bei 1,01 (97,5 %-Konfidenzintervall 0,93-1,10; p (Nicht-
Unterlegenheit) = 0,0019 mit einer Grenze von 1,13). Die Gesamtmortalitätsrate war 11,6 % bei mit
Telmisartan und 11,8 % bei mit Ramipril behandelten Patienten.
Telmisartan zeigte sich vergleichbar wirksam wie Ramipril im präspezifizierten sekundären Endpunktkardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt und nicht tödlicher Schlaganfall [0,99(97,5 %-Konfidenzintervall 0,90-1,08; p (Nicht-Unterlegenheit) = 0,0004)], dem primären Endpunktder Referenzstudie HOPE (The Heart Outcomes Prevention Evaluation Study), in der die Wirksamkeitvon Ramipril gegenüber Placebo untersucht wurde.
In TRANSCEND wurden Patienten mit ACE-Hemmer-Unverträglichkeit aber ansonsten ähnlichen
Einschlusskriterien wie bei ONTARGET randomisiert: Telmisartan 80 mg (n = 2.954) oder Placebo(n = 2.972), beides zusätzlich zur Standardtherapie gegeben. Die mittlere Dauer der Nachbeobachtungwar 4 Jahre und 8 Monate. Es konnte kein statistisch signifikanter Unterschied in der Inzidenz desprimären kombinierten Endpunktes (kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt, nichttödlicher Schlaganfall oder Krankenhauseinweisung wegen Herzinsuffizienz) nachgewiesen werden:15,7 % bei Telmisartan und 17,0 % bei Placebo mit einer Hazard-Ratio von 0,92(95 %-Konfidenzintervall 0,81-1,05; p = 0,22). Im präspezifizierten kombinierten sekundären
Endpunkt kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt und nicht tödlicher Schlaganfall lageine Evidenz für einen Vorteil von Telmisartan gegenüber Placebo vor [0,87 (95 %-Konfidenzintervall0,76-1,00; p = 0,048)]. Es lag keine Evidenz hinsichtlich eines Vorteils bei der kardiovaskulären
Mortalität vor (Hazard-Ratio 1,03; 95 %-Konfidenzintervall 0,85-1,24).
Husten und Angioödeme wurden weniger häufig bei mit Telmisartan behandelten als bei mit Ramiprilbehandelten Patienten berichtet, wohingegen Hypotonie häufiger bei der Behandlung mit Telmisartanberichtet wurde.
Die Kombination aus Telmisartan und Ramipril brachte keinen weiteren Vorteil gegenüber einer
Behandlung mit Ramipril oder mit Telmisartan allein. Die kardiovaskuläre Mortalität und die
Gesamtmortalität waren numerisch höher bei der Kombination. Zusätzlich traten Hyperkalämie,
Nierenversagen, Hypotonie und Synkope im Kombinationstherapiearm deutlich häufiger auf. Daherwird eine Kombination aus Telmisartan und Ramipril in dieser Population nicht empfohlen.
In der PRoFESS Studie (Prevention Regimen For Effectively avoiding Second Strokes) wurde bei
Patienten ≥ 50 Jahre die vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hatten, eine erhöhte Inzidenz an
Sepsisfällen unter Telmisartan im Vergleich zu Placebo bemerkt; 0,70 % gegenüber 0,49 % [RR 1,43(95 %-Konfidenzintervall 1,00-2,06)]. Die Inzidenz an tödlichen Sepsisfällen war bei Patienten unter
Telmisartan (0,33 %) im Vergleich zu Placebo (0,16 %) erhöht [RR 2,07 (95 %-Konfidenzintervall1,14-3,76)]. Die beobachtete erhöhte Inzidenzrate an Sepsisfällen unter Telmisartan könnte entwederein Zufallsbefund sein oder mit einem bisher unbekannten Wirkungsmechanismus in Zusammenhangstehen.
In zwei großen randomisierten, kontrollierten Studien ('ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Aloneand in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und 'VA NEPHRON-D” [The Veterans
Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers miteinem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.
Die 'ONTARGET“-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskulären oder einerzerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mitnachgewiesenen Endorganschäden durchgeführt. Die 'VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patientenmit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt.
Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre
Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkaliämie, akute Nierenschädigungund/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarerpharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und
Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar.
Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mitdiabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.
In der 'ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal
Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusätzlich zu einer
Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patientenmit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulärer
Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter
Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der
Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Ereignisseund besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie,
Nierenfunktionsstörung).
Epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Langzeitbehandlung mit
Hydrochlorothiazid das Risiko der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität verringert.
Die Wirkungen der fixen Kombination Telmisartan/Hydrochlorothiazid auf Mortalität undkardiovaskuläre Morbidität sind derzeit nicht bekannt.
Nicht-melanozytärer HautkrebsAuf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativerdosisabhängiger Zusammenhang zwischen HCTZ und NMSC beobachtet. Eine Studie umfasste eine
Grundgesamtheit aus 71 533 Fällen von BCC und 8 629 Fällen von SCC mit Kontrollgruppen von1 430 833 bzw. 172 462 Personen. Eine hohe HCTZ-Dosierung (≥ 50 000 mg kumulativ) warassoziiert mit einer bereinigten Odds-Ratio von 1,29 (95% Konfidenzintervall: 1,23-1,35) für BCCund 3,98 (95 % Konfidenzintervall: 3,68-4;31) für SCC. Sowohl bei BCC als auch bei SCC wurdeeine eindeutige kumulative Dosis-Wirkungsbeziehung ermittelt. Eine weitere Studie ergab einenmöglichen Zusammenhang zwischen Lippenkrebs (SCC) und der Exposition gegenüber HCTZ: 633
Fälle von Lippenkrebs wurden mittels eines risikoorientierten Stichprobenverfahrens mit einer
Kontrollgruppe von 63 067 Personen abgeglichen. Es wurde eine kumulative Dosis-
Wirkungsbeziehung mit einer bereinigten Odds-Ratio von 2,1 (95% Konfidenzintervall: 1,7-2,6)festgestellt, die sich bei hoher Exposition (~ 25 000 mg) auf eine Odds-Ratio von 3,9 (3,0-4,9) und beider höchsten kumulativen Dosis (~ 100,000 mg) auf eine Odds-Ratio von 7,7 (5,7-10,5) erhöhte (sieheauch Abschnitt 4.4).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die gleichzeitige Anwendung von Hydrochlorothiazid und Telmisartan scheint die Pharmakokinetikder beiden Wirkstoffe bei gesunden Probanden nicht zu beeinflussen.
Resorption:Telmisartan: Nach oraler Anwendung werden die maximalen Telmisartan-Konzentrationen nach 0,5-1,5 h erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit von Telmisartan 40 mg und 160 mg lag bei 42 % bzw.58 %. Wird Telmisartan zusammen mit Nahrung eingenommen, so verringert sich die
Bioverfügbarkeit von Telmisartan mit einer Abnahme der Fläche unter der Plasmakonzentration-Zeit-
Kurve (AUC) von etwa 6 % bei der 40 mg-Tablette und etwa 19 % bei einer Dosis von 160 mg. Drei
Stunden nach Einnahme sind die Plasmakonzentrationen ähnlich, unabhängig davon, ob Telmisartannüchtern oder zusammen mit Nahrung eingenommen wurde. Diese geringe Abnahme der AUC lässtkeine Reduktion der therapeutischen Wirksamkeit erwarten. Bei wiederholter Gabe von Telmisartankommt es zu keiner signifikanten Kumulation im Plasma.
Hydrochlorothiazid: Nach oraler Gabe von Tolucombi werden maximale Hydrochlorothiazid-
Konzentrationen etwa 1,0-3,0 Stunden nach der Einnahme erreicht. Ausgehend von der kumulativenrenalen Ausscheidung von Hydrochlorothiazid lag die absolute Bioverfügbarkeit bei etwa 60 %.
Verteilung:Telmisartan wird stark an Plasmaproteine gebunden (> 99,5 %), vor allem an Albumin und an sauresα1-Glykoprotein. Das scheinbare Verteilungsvolumen von Telmisartan beträgt etwa 500 Liter, was aufeine zusätzliche Bindung im Gewebe hinweist.
Hydrochlorothiazid ist im Plasma zu 68 % an Protein gebunden mit einem scheinbaren
Verteilungsvolumen von 0,83-1,14 l/kg.
BiotransformationTelmisartan wird über eine Konjugation zu einem pharmakologisch inaktiven Acylglucuronidmetabolisiert. Das Glucuronid der Muttersubstanz ist der einzige Metabolit, der beim Menschenidentifiziert wurde. Nach einer einzelnen Dosis von 14C-markierten Telmisartan stellte das Glucuronidetwa 11 % der im Plasma gemessenen Radioaktivität dar. Cytochrom P450-Isoenzyme sind am
Telmisartan-Stoffwechsel nicht beteiligt.
Hydrochlorothiazid wird vom Menschen nicht metabolisiert.
EliminationTelmisartan: Nach intravenöser oder oraler Gabe von 14C-markiertem Telmisartan erfolgte die
Ausscheidung des größten Teils der Dosis (> 97 %) biliär mit den Faeces. Nur sehr geringe Mengenwurden im Urin gefunden. Die gesamte Plasma-Clearance von Telmisartan beträgt nach oraler Gabe >1.500 ml/min. Die terminale Eliminationshalbwertzeit betrug > 20 Stunden.
Hydrochlorothiazid wird fast vollständig als unveränderter Wirkstoff im Urin ausgeschieden. Etwa60 % der oralen Dosis werden innerhalb von 48 Stunden ausgeschieden. Die renale Clearance beträgtetwa 250-300 ml/min. Die terminale Eliminationshalbwertzeit von Hydrochlorothiazid beträgt 10-15 Stunden.
Linearität/Nicht-LinearitätTelmisartan: Die Pharmakokinetik von Telmisartan ist bei oraler Gabe von Dosen zwischen 20 und160 mg nichtlinear, wobei es mit steigenden Dosen zu einem überproportionalen Anstieg der
Plasmakonzentrationen (Cmax und AUC) kommt.
Hydrochlorothiazid zeigt eine lineare Pharmakokinetik.
Ältere PatientenEs bestehen keine Unterschiede in der Pharmakokinetik von Telmisartan zwischen älteren Patientenund Patienten unter 65 Jahren.
GeschlechtDie Plasmakonzentrationen von Telmisartan sind im Allgemeinen bei Frauen 2- bis 3-mal höher alsbei Männern. In klinischen Studien zeigte sich bei Frauen jedoch kein signifikanter Anstieg der
Blutdruckreaktion oder der Inzidenz einer orthostatischen Hypotonie. Eine Anpassung der Dosis istnicht notwendig. Es kam zu einer tendenziell höheren Plasmakonzentration von Hydrochlorothiazidbei Frauen im Vergleich zu Männern. Dieses Ergebnis wird jedoch nicht als klinisch relevantbetrachtet.
Eingeschränkte NierenfunktionDie renale Ausscheidung trägt nicht zur Telmisartan-Clearance bei. Ausgehend von der begrenzten
Erfahrung bei Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min, Mittelwert ca. 50 ml/min) ist bei Patienten mit verminderter Nierenfunktion eine
Dosisanpassung nicht erforderlich. Telmisartan lässt sich nicht mittels Hämodialyse aus dem Blutentfernen. Bei Patienten mit Beeinträchtigung der Nierenfunktion ist die Eliminationsrate von
Hydrochlorothiazid herabgesetzt. In einer Studie an Patienten mit einer mittleren Kreatinin-Clearancevon 90 ml/min war die Eliminationshalbwertzeit von Hydrochlorothiazid erhöht. Bei funktionellanephrischen Patienten beträgt die Eliminationshalbwertzeit etwa 34 Stunden.
Eingeschränkte LeberfunktionPharmakokinetische Studien an Patienten mit Leberfunktionsstörungen zeigten einen Anstieg derabsoluten Bioverfügbarkeit auf fast 100 %. Die Eliminationshalbwertzeit ist bei Patienten mit
Leberfunktionsstörung nicht verändert.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Für die fixe Dosiskombination 80 mg/25 mg wurden keine zusätzlichen präklinischen Studiendurchgeführt.
In präklinischen Studien zur Sicherheit mit gleichzeitiger Gabe von Telmisartan und
Hydrochlorothiazid an normotonen Ratten und Hunden führten Dosen, die eine derhumantherapeutischen Breite entsprechende Exposition darstellten, zu keinen Befunden, die nichtbereits mit der Gabe der einzelnen Wirkstoffe allein gefunden worden waren. Die beobachtetentoxikologischen Befunde scheinen keine Bedeutung für die therapeutische Anwendung beim
Menschen zu haben.
Toxikologische Ergebnisse, die auch aus präklinischen Studien mit Angiotensin-Converting-Enzyme-
Inhibitoren und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten hinreichend bekannt sind, waren: eine
Abnahme der Erythrozyten-Parameter (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit), Veränderungen in derrenalen Hämodynamik (Anstieg von Serumharnstoff und Kreatinin), erhöhte Plasma-Renin-Aktivität,
Hypertrophie/Hyperplasie der juxtaglomerulären Zellen und Schädigung der Magenschleimhaut. Die
Magenläsionen konnten durch orale Natriumchlorid-Lösungszufuhr und Gruppenhaltung der Tierevermieden/verbessert werden. Bei Hunden wurden renal-tubuläre Dilatation und Atrophie beobachtet.
Diese Befunde werden im Zusammenhang mit der pharmakologischen Wirkung von Telmisartangesehen.
Es liegen keine eindeutigen Hinweise auf eine teratogene Wirkung vor. Bei toxischen Dosierungenvon Telmisartan wurde jedoch ein Effekt auf die postnatale Entwicklung der Nachkommen, wieniedrigeres Körpergewicht und verzögertes Öffnen der Augen, beobachtet.
Für Telmisartan gibt es keine Hinweise auf Mutagenität und relevante klastogene Aktivität in In vitro-
Untersuchungen und keinen Hinweis auf Kanzerogenität an Ratten und Mäusen. Untersuchungen mit
Hydrochlorothiazid erbrachten in einigen Versuchsmodellen keine eindeutigen Hinweise auf einegenotoxische oder kanzerogene Wirkung.
Bezüglich des fetotoxischen Potentials der Kombination von Telmisartan/Hydrochlorothiazid siehe
Abschnitt 4.6.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Hyprolose (53,4-80,5 % Hydroxypropoxy-Gruppen)
Lactose-Monohydrat
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
Mannitol
Meglumin
Povidon (K30)
Hochdisperses Siliciumdioxid
Natriumhydroxid (E524)
Natriumstearylfumarat (Ph.Eur.)
Sorbitol (Ph.Eur.) (E420)
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172)
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
Blisterpackung (OPA/Al/PVC-Folie//Al-Folie): 3 Jahre
Blisterpackung (OPA/Al/PE-Folie mit Trockenmittel//Al-Folie): 2 Jahre
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungenerforderlich.
In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Blisterpackung (OPA/Al/PVC-Folie//Al-Folie): 14 x 1, 28 x 1, 30 x 1, 56 x 1, 60 x 1, 84 x 1, 90 x 1,98 x 1 und 100 x 1 Tablette in einer Faltschachtel.
Blisterpackung (OPA/Al/PE-Folie mit Trockenmittel//Al-Folie): 14 x 1 und 98 x 1 Tablette in einer
Faltschachtel.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
KRKA, d.d., Novo mesto, Šmarješka cesta 6, 8501 Novo mesto, Slowenien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/13/821/021
EU/1/13/821/022
EU/1/13/821/023
EU/1/13/821/024
EU/1/13/821/025
EU/1/13/821/026
EU/1/13/821/027
EU/1/13/821/028
EU/1/13/821/029
EU/1/13/821/030
EU/1/13/821/033
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 13. März 2013
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 08. Januar 2018
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.