Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels TECVAYLI 10mg / ml injektionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
TECVAYLI 10 mg/ml Injektionslösung
TECVAYLI 90 mg/ml Injektionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
TECVAYLI 10 mg/ml Injektionslösung
Eine 3-ml-Durchstechflasche enthält 30 mg Teclistamab (10 mg/ml).
TECVAYLI 90 mg/ml Injektionslösung
Eine 1,7-ml-Durchstechflasche enthält 153 mg Teclistamab (90 mg/ml).
Teclistamab ist ein humanisierter bispezifischer, gegen das B-Zell-Reifungsantigen (B-Cell
Maturation Antigen, BCMA) und die CD3-Rezeptoren gerichteter Immunglobulin-G4-Prolin, Alanin,
Alanin (IgG4-PAA)-Antikörper, der in einer Säugetierzelllinie (Chinese Hamster Ovary [CHO]) mit
Hilfe rekombinanter DNA-Technologie hergestellt wird.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung (Injektion).
Die Lösung ist farblos bis hellgelb, mit einem pH-Wert von 5,2 und einer Osmolarität von etwa296 mOsm/l (10 mg/ml Injektionslösung) und etwa 357 mOsm/l (90 mg/ml Injektionslösung).
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
TECVAYLI wird angewendet als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patienten mitrezidiviertem und refraktärem multiplen Myelom, die zuvor bereits mindestens drei Therapien erhaltenhaben, darunter einen Immunmodulator, einen Proteasom-Inhibitor und einen Anti-CD38-Antikörper,und die während der letzten Therapie eine Krankheitsprogression gezeigt haben.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit TECVAYLI soll von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung des multiplen
Myeloms eingeleitet und überwacht werden.
TECVAYLI soll von Ärzten mit entsprechend geschultem medizinischem Fachpersonal und mitgeeigneter medizinischer Ausrüstung angewendet werden, um schwere Reaktionen, einschließlich des
Zytokin-Freisetzungssyndroms (Cytokine Release Syndrome, CRS), zu behandeln (siehe
Abschnitt 4.4).
DosierungVor jeder Dosis von TECVAYLI sind im Rahmen des Step-up Dosierungsschemas (siehe unten)
Arzneimittel zur Vorbehandlung anzuwenden.
Das TECVAYLI Step-up Dosierungsschema darf nicht bei Patienten mit aktiver Infektion angewendetwerden (siehe Tabelle 3 und Abschnitt 4.4).
Empfohlenes Dosierungsschema
Das empfohlene Dosierungsschema für TECVAYLI ist in Tabelle 1 aufgeführt. Die empfohlene Dosisvon TECVAYLI beträgt 1,5 mg/kg durch subkutane (s.c.) Injektion pro Woche nach einerstufenweisen Erhöhung der Dosis von 0,06 mg/kg auf 0,3 mg/kg und schließlich auf 1,5 mg/kg. Bei
Patienten, die über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten ein vollständiges oder besseres
Ansprechen zeigen, kann eine reduzierte Dosierungshäufigkeit von 1,5 mg/kg s.c. alle zwei Wochen in
Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 5.1).
Die Behandlung mit TECVAYLI soll gemäß dem Step-up Dosierungsschema in Tabelle 1 eingeleitetwerden, um das Risiko für das Auftreten eines Zytokin-Freisetzungssyndroms und dessen
Schweregrad zu verringern. Aufgrund des Risikos für ein Zytokin-Freisetzungssyndrom sollen die
Patienten angewiesen werden, in der Nähe einer medizinischen Einrichtung zu bleiben und sie sollenim Rahmen des TECVAYLI Step-up Dosierungsschemas in einem Zeitraum von 48 Stunden nach
Anwendung einer jeden Dosis auf Anzeichen und Symptome täglich überwacht werden (siehe
Abschnitt 4.4).
Die Nichteinhaltung der empfohlenen Dosen oder des empfohlenen Dosierungsschemas bei der
Einleitung der Therapie oder bei der Wiederaufnahme der Therapie nach Dosisverzögerungen kann zueiner erhöhten Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen führen, die mit dem Wirkmechanismuszusammenhängen, insbesondere dem Zytokin-Freisetzungssyndrom (siehe Abschnitt 4.4).
Tabelle 1: TECVAYLI Dosierungsschema
Dosierungsschema Tag Dosisa
Alle Patienten
Tag 1 Step-up Dosis 1 0,06 mg/kg s.c.
Einzeldosis
Step-up Tag 3c Step-up Dosis 2 0,3 mg/kg s.c.
Dosierungsschemab Einzeldosis
Tag 5d Erste Erhaltungsdosis 1,5 mg/kg s.c.
Einzeldosis
Eine Woche nach 1,5 mg/kg s.c.
Wöchentlichesb der ersten Erhaltungsdosis Nachfolgende Erhaltungsdosen einmal
Dosierungsschemaund danach wöchentliche wöchentlich
Patienten, die über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten ein vollständiges oder besseres
Ansprechen zeigen
Zweiwöchentliches
Eine Reduzierung der Dosierungshäufigkeit auf 1,5 mg/kg s.c. alle zwei(alle zwei Wochen)b Wochen in Betracht ziehen
Dosierungsschemaa Die Dosis basiert auf dem tatsächlichen Körpergewicht und darf nur subkutan angewendet werden.b Siehe Tabelle 2 für Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nach verzögerter Anwendung.c Die Step-up Dosis 2 kann zwischen zwei und sieben Tagen nach der Step-up Dosis 1 angewendet werden.d Die erste Erhaltungsdosis kann zwischen zwei und sieben Tagen nach der Step-up Dosis 2 angewendet werden. Dies istdie erste vollständige Erhaltungsdosis (1,5 mg/kg).e Halten Sie einen Mindestabstand von fünf Tagen zwischen den wöchentlichen Erhaltungsdosen ein.
Siehe Tabellen 9, 10 und 11 zur Bestimmung der Dosierung auf der Grundlage der vorgegebenen
Gewichtsbereiche (siehe Abschnitt 6.6).
Dauer der BehandlungDie Patienten sollen so lange mit TECVAYLI behandelt werden, bis es zu einer
Krankheitsprogression oder zu einer inakzeptablen Toxizität kommt.
Arzneimittel zur Vorbehandlung
Die folgenden Arzneimittel zur Vorbehandlung müssen 1 bis 3 Stunden vor jeder Dosis des
TECVAYLI Step-up Dosierungsschemas (siehe Tabelle 1) angewendet werden, um das Risiko für ein
Zytokin-Freisetzungssyndrom zu verringern (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
- Kortikosteroid (orales oder intravenöses Dexamethason 16 mg)
- Antihistaminikum (orales oder intravenöses Diphenhydramin 50 mg oder Äquivalent)
- Antipyretika (orales oder intravenöses Paracetamol 650 bis 1 000 mg oder Äquivalent)
Die Anwendung von Arzneimitteln zur Vorbehandlung kann auch vor der Anwendung nachfolgender
Dosen von TECVAYLI bei den folgenden Patienten erforderlich sein:
- Patienten, die im Rahmen des TECVAYLI Step-up Dosierungsschemas aufgrund von
Dosisverzögerungen (Tabelle 2) die Dosis wiederholen, oder
- Patienten, bei denen nach der vorangegangenen Dosis ein CRS aufgetreten ist (Tabelle 3).
Prävention einer Herpes-zoster-Virusreaktivierung
Vor Beginn der Behandlung mit TECVAYLI soll eine antivirale Prophylaxe zur Prävention einer
Herpes-zoster-Virusreaktivierung gemäß den lokalen institutionellen Behandlungsleitlinien in Betrachtgezogen werden.
Wiederaufnahme der TECVAYLI Therapie nach Dosisverzögerung
Wenn eine Dosis von TECVAYLI verspätet angewendet wird, soll die Therapie gemäß den
Empfehlungen in Tabelle 2 wieder aufgenommen werden und die Anwendung von TECVAYLI solldem Dosierungsschema entsprechend fortgesetzt werden (siehe Tabelle 1). Arzneimittel zur
Vorbehandlung sollen gemäß den Angaben in Tabelle 2 angewendet werden. Die Patienten sollenentsprechend überwacht werden (siehe Abschnitt 4.2).
Tabelle 2: Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nachverzögerter Anwendung
Letzte angewendete Dauer der Verzögerung Maßnahme
Dosis seit der letztenangewendeten Dosis
Wiederaufnahme des TECVAYLI Step-up
Step-up Dosis 1 Mehr als 7 Tage Dosierungsschemas mit Step-up Dosis 1(0,06 mg/kg)a.
Wiederholung von Step-up Dosis 2 (0,3 mg/kg)a8 Tage bis 28 Tage und Fortsetzung des TECVAYLI Step-up
Dosierungsschemas.
Step-up Dosis 2
Wiederaufnahme des TECVAYLI Step-up
Mehr als 28 Tage Dosierungsschemas mit Step-up Dosis 1(0,06 mg/kg)a.
Tabelle 2: Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nachverzögerter Anwendung
Letzte angewendete Dauer der Verzögerung Maßnahme
Dosis seit der letztenangewendeten Dosis
Alle Erhaltungsdosen Fortsetzung der TECVAYLI Anwendung mitder letzten Erhaltungsdosis und gemäß8 Tage bis 62 Tage
Dosierungsschema (1,5 mg/kg einmalwöchentlich oder 1,5 mg/kg alle zwei Wochen).
Wiederaufnahme des TECVAYLI Step-up63 Tage bis 111 Tage Dosierungsschemas mit Step-up Dosis 2(0,3 mg/kg)a.
Wiederaufnahme des TECVAYLI Step-up
Mehr als 111 Tage Dosierungsschemas mit Step-up Dosis 1(0,06 mg/kg)a.
a Vor der Anwendung von TECVAYLI sollen Arzneimittel zur Vorbehandlung angewendet und die Patientenentsprechend überwacht werden.
Änderungen der Dosis
Die Behandlung mit TECVAYLI soll gemäß dem Step-up Dosierungsschema in Tabelle 1 eingeleitetwerden.
Eine Verringerung der Dosis von TECVAYLI wird nicht empfohlen.
Zur Behandlung von Toxizitäten im Zusammenhang mit TECVAYLI können Dosisverzögerungenerforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4). Empfehlungen zur Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach verzögerter Anwendung sind in Tabelle 2 aufgeführt.
Empfohlene Maßnahmen bei Nebenwirkungen nach der Anwendung von TECVAYLI sind in
Tabelle 3 aufgeführt.
Tabelle 3: Empfohlene Maßnahmen bei Nebenwirkungen nach der Anwendung von
TECVAYLI
Nebenwirkungen Grad Maßnahmen
Zytokin- Grad 1 - Aussetzen von TECVAYLI bis
Freisetzungssyndroma - Temperatur ≥ 38 °Cb zum Abklingen der(siehe Abschnitt 4.4) Nebenwirkung.
- Behandlung des Zytokin-
Freisetzungssyndroms siehe
Tabelle 4.
- Anwendung von Arzneimittelnzur Vorbehandlung vor dernächsten Anwendung von
TECVAYLI.
Tabelle 3: Empfohlene Maßnahmen bei Nebenwirkungen nach der Anwendung von
TECVAYLI
Nebenwirkungen Grad Maßnahmen
Grad 2 - Aussetzen von TECVAYLI bis
- Temperatur ≥ 38 °Cb mit entweder: zum Abklingen der
- Hypotonie, die auf Nebenwirkung.
Flüssigkeitszufuhr anspricht und - Behandlung des Zytokin-keine Vasopressoren erfordert, Freisetzungssyndroms sieheoder Tabelle 4.
- Sauerstoffbedarf über Low- - Anwendung von Arzneimitteln
Flow-Nasenkanülec oder zur Vorbehandlung vor der
Blow-by nächsten Anwendung von
TECVAYLI.
Grad 3 (Dauer: weniger als - Tägliche Überwachung des48 Stunden) Patienten in einem Zeitraum
- Temperatur ≥ 38 °Cb mit entweder: von 48 Stunden nach der
- Hypotonie, die einen nächsten Anwendung von
Vasopressor mit oder ohne TECVAYLI. Anweisung des
Vasopressin erfordert, oder Patienten, während der
- Sauerstoffbedarf über High- täglichen Überwachung in der
Flow-Nasenkanülec, eine Nähe einer medizinischen
Sauerstoffmaske, eine Maske Einrichtung zu bleiben.
ohne Rückatmung oder eine
Venturi-Maske
Grad 3 (Wiederkehrend oder Dauer - Dauerhaftes Absetzen dervon mehr als 48 Stunden) Therapie mit TECVAYLI.
- Temperatur ≥ 38 °Cb mit entweder: - Behandlung des Zytokin-
- Hypotonie, die einen Freisetzungssyndroms siehe
Vasopressor mit oder ohne Tabelle 4.
Vasopressin erfordert, oder
- Sauerstoffbedarf über High-
Flow-Nasenkanülec, eine
Sauerstoffmaske, eine Maskeohne Rückatmung oder eine
Venturi-Maske
Grad 4
- Temperatur ≥ 38 °Cb mit entweder:
- Hypotonie, die mehrere
Vasopressoren (außer
Vasopressin) erfordert, oder
- Sauerstoffbedarf bei positivem
Druck (z. B. kontinuierlicherpositiver Atemwegsdruck[Continuous Positive Airway
Pressure, CPAP], bilevelpositiver Atemwegsdruck[Bilevel Positive Airway
Pressure, BiPAP], Intubationund mechanische Beatmung).
Tabelle 3: Empfohlene Maßnahmen bei Nebenwirkungen nach der Anwendung von
TECVAYLI
Nebenwirkungen Grad Maßnahmen
Immuneffektorzell- Grad 1 - Aussetzen von TECVAYLI bisassoziiertes zum Abklingen der
Neurotoxizitäts- Nebenwirkung.syndrom (Immune - Behandlung des
Effector Cell- Immuneffektorzell-assoziierten
Associated Neurotoxizitätssyndroms siehe
Neurotoxicity Tabelle 5.
Syndrome, ICANS)d
Grad 2 - Aussetzen von TECVAYLI bis(siehe Abschnitt 4.4) Grad 3 (Erstes Auftreten) zum Abklingen der
Nebenwirkung.
- Behandlung des
Immuneffektorzell-assoziierten
Neurotoxizitätssyndroms siehe
Tabelle 5.
- Tägliche Überwachung des
Patienten über einen Zeitraumvon 48 Stunden nach dernächsten Anwendung von
TECVAYLI. Anweisung des
Patienten, während dertäglichen Überwachung in der
Nähe einer medizinischen
Einrichtung zu bleiben.
Grad 3 (wiederkehrend) - Dauerhaftes Absetzen der
Grad 4 Therapie mit TECVAYLI.
- Behandlung des
Immuneffektorzell-assoziierten
Neurotoxizitätssyndroms siehe
Tabelle 5.
Infektionen (siehe Alle Grade - Das TECVAYLI Step-up
Abschnitt 4.4) Dosierungsschema darf nichtbei Patienten mit aktiver
Infektion angewendet werden.
Das TECVAYLI Step-up
Dosierungsschema kann nach
Abklingen der aktiven
Infektion wiederaufgenommenwerden.
Grad 3 - Aussetzen der nachfolgenden
Grad 4 Erhaltungsdosen von
TECVAYLI (d. h. Dosen, dienach dem TECVAYLI Step-up
Dosierungsschema angewendetwerden) bis die Infektion auf
Grad 2 oder wenigerzurückgeht.
Hämatologische Absolute Neutrophilenzahl weniger als - Aussetzen von TECVAYLI bis
Toxizitäten (siehe 0,5 109/l die absolute Neutrophilenzahl0,5 109/l oder mehr beträgt.
Tabelle 3: Empfohlene Maßnahmen bei Nebenwirkungen nach der Anwendung von
TECVAYLI
Nebenwirkungen Grad Maßnahmen
Abschnitte 4.4 und Febrile Neutropenie - Aussetzen von TECVAYLI bis4.8) die absolute Neutrophilenzahl1,0 109/l oder mehr beträgtund das Fieber zurückgeht.
Hämoglobin unter 8 g/dl - Aussetzen von TECVAYLI bisdas Hämoglobin 8 g/dl odermehr beträgt.
Thrombozytenzahl unter 25 000/µl - Aussetzen von TECVAYLI bisdie Thrombozytenzahl
Thrombozytenzahl zwischen 25 000/µl 25 000/µl oder mehr beträgtund 50 000/µl mit Blutungen und keine Anzeichen von
Blutungen vorliegen.
Sonstige Grad 3 - Aussetzen von TECVAYLI bis
Nebenwirkungen Grad 4 die Nebenwirkung auf Grad 2(siehe Abschnitt 4.8)e oder weniger zurückgeht.a Basierend auf der Einstufung der American Society for Transplantation and Cellular Therapy (ASTCT) für CRS(Lee et al. 2019).b Zurückzuführen auf CRS. Fieber muss nicht immer gleichzeitig mit Hypotonie oder Hypoxie auftreten, da es durch
Maßnahmen wie fiebersenkende Mittel oder eine Antizytokintherapie (z. B. Tocilizumab oder Kortikosteroide) maskiertwerden kann.
c Low-Flow-Nasenkanüle mit einem Durchfluss von ≤6 l/min und High-Flow-Nasenkanüle mit einem Durchfluss von>6 l/min.
d Basierend auf der Einstufung der ASTCT für ICANS.e Basierend auf National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events (NCI-CTCAE),
Version 4.03.
Besondere PatientengruppenKinder und JugendlicheEs gibt kein relevantes Anwendungsgebiet zur Behandlung des multiplen Myeloms mit TECVAYLIbei Kindern und Jugendlichen.
Ältere PatientenEs sind keine Dosisanpassungen erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
NierenfunktionsstörungFür Patienten mit leichter oder mäßiger Nierenfunktionsstörung wird keine Dosisanpassung empfohlen(siehe Abschnitt 5.2).
LeberfunktionsstörungFür Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe
Abschnitt 5.2).
Art der AnwendungTECVAYLI ist nur zur subkutanen Injektion bestimmt.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Zytokin-Freisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, kann ein Zytokin-Freisetzungssyndrom, einschließlichlebensbedrohlicher oder tödlicher Reaktionen, auftreten.
Klinische Anzeichen und Symptome eines CRS können u. a. Fieber, Hypoxie, Schüttelfrost,
Hypotonie, Tachykardie, Kopfschmerzen und erhöhte Leberenzyme sein. Zu den potenzielllebensbedrohlichen Komplikationen eines CRS gehören kardiale Dysfunktion, akutes
Atemnotsyndrom im Erwachsenenalter, neurologische Toxizität, Nieren- und/oder Leberversagen unddisseminierte intravasale Gerinnung (Disseminated Intravascular Coagulation, DIC).
Die Behandlung mit TECVAYLI soll gemäß dem Step-up Dosierungsschema eingeleitet werden, umdas Risiko für ein CRS zu verringern. Vor jeder Dosis im Rahmen des TECVAYLI Step-up
Dosierungsschemas sollen Arzneimittel zur Vorbehandlung (Kortikosteroide, Antihistaminika und
Antipyretika) angewendet werden, um das Risiko für ein CRS zu verringern (siehe Abschnitt 4.2).
Die folgenden Patienten sollen angewiesen werden, in der Nähe einer medizinischen Einrichtung zubleiben und sie sollen über einen Zeitraum von 48 Stunden täglich überwacht werden:
- Wenn der Patient eine beliebige Dosis im Rahmen des TECVAYLI Step-up Dosierungsschemaserhalten hat (auf Anzeichen und Symptome eines CRS).
- Wenn der Patient nach einem CRS Grad 2 oder höher erneut TECVAYLI erhalten hat.
Bei Patienten, bei denen nach der letzten Dosis ein CRS auftritt, sollen vor der nächsten Dosis von
TECVAYLI Arzneimittel zur Vorbehandlung angewendet werden.
Die Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen eines CRS einen Arztaufzusuchen. Bei den ersten Anzeichen eines CRS müssen die Patienten sofort in Hinblick auf einestationäre Krankenhausaufnahme beurteilt werden. Je nach Schweregrad soll eine Behandlung mitunterstützenden Maßnahmen, Tocilizumab und/oder Kortikosteroiden eingeleitet werden, wie in
Tabelle 4 unten angegeben. Die Anwendung myeloischer Wachstumsfaktoren, insbesondere des
Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierenden Faktors (Granulocyte-Macrophage Colony-stimulating Factor, GM-CSF), kann CRS-Symptome verschlechtern und ist während des Auftretenseines CRS zu vermeiden. Die Behandlung mit TECVAYLI soll bis zum Abklingen des CRS, wie in
Tabelle 3 angegeben, ausgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Behandlung des Zytokin-Freisetzungssyndroms
Ein CRS soll anhand des klinischen Erscheinungsbildes identifiziert werden. Die Patienten sollen aufandere Ursachen für Fieber, Hypoxie und Hypotonie untersucht und behandelt werden.
Bei Verdacht auf ein CRS ist TECVAYLI bis zum Abklingen der Nebenwirkung auszusetzen (siehe
Tabelle 3). Ein CRS soll gemäß den Empfehlungen in Tabelle 4 behandelt werden. Je nach Bedarfsind unterstützende Maßnahmen zur Behandlung des CRS (einschließlich, aber nicht beschränkt auf:
Antipyretika, intravenöse Flüssigkeitszufuhr, Vasopressoren, zusätzliche Sauerstoffgabe) zu ergreifen.
Laboruntersuchungen zur Überwachung in Hinblick auf eine disseminierte intravasale Gerinnung(Disseminated Intravascular Coagulation, DIC) sowie der hämatologischen Parameter und der
Lungen-, Herz-, Nieren- und Leberfunktion sollen in Betracht gezogen werden.
Tabelle 4: Empfehlungen zur Behandlung des Zytokin-Freisetzungssyndroms mit
Tocilizumab und Kortikosteroiden
Grade Vorliegende Symptome Tocilizumaba Kortikosteroideb
Grad 1 Temperatur ≥ 38 °Cc Kann in Betracht Nicht zutreffendgezogen werden
Grad 2 Temperatur ≥ 38 °Cc mit Anwendung von Wenn innerhalb vonentweder: Tocilizumabb 8 mg/kg 24 Stunden nach Beginn
- Hypotonie, die auf intravenös über 1 Stunde der Anwendung von
Flüssigkeitszufuhr (nicht mehr als 800 mg). Tocilizumab keineanspricht und keine Besserung eintritt,
Vasopressoren erfordert, Bei Bedarf Anwendung vonoder Wiederholung der Methylprednisolon
- Sauerstoffbedarf über Anwendung von 1 mg/kg zweimal täglich
Low-Flow-Nasenkanüled Tocilizumab alle intravenös oderoder Blow-by 8 Stunden, wenn der Dexamethason 10 mg
Patient nicht auf intravenös alle 6 Stunden.intravenöse
Flüssigkeitszufuhr oder Fortsetzung dereine Erhöhung der Anwendung von
Sauerstoffzufuhr Kortikosteroiden, bis dasanspricht. Ereignis auf Grad 1 oderweniger abgeklungen ist;
Beschränkung auf anschließend über 3 Tagemaximal 3 Dosen in ausschleichen.einem Zeitraum von24 Stunden; insgesamtmaximal 4 Dosen.
Grad 3 Temperatur ≥ 38 °Cc mit Anwendung von Wenn keine Besserungentweder: Tocilizumab 8 mg/kg eintritt, Anwendung von
- Hypotonie, die einen intravenös über 1 Stunde Methylprednisolon
Vasopressor mit oder ohne (nicht mehr als 800 mg). 1 mg/kg zweimal täglich
Vasopressin erfordert, intravenös oderoder Bei Bedarf Dexamethason 10 mg
- Sauerstoffbedarf über Wiederholung der intravenös alle 6 Stunden.
High-Flow-Nasenkanüled, Anwendung voneine Sauerstoffmaske, eine Tocilizumab alle Fortsetzung der
Maske ohne Rückatmung 8 Stunden, wenn der Anwendung vonoder eine Venturi-Maske Patient nicht auf Kortikosteroiden, bis dasintravenöse Ereignis auf Grad 1 oder
Flüssigkeitszufuhr oder weniger abgeklungen ist;eine Erhöhung der anschließend über 3 Tage
Sauerstoffzufuhr ausschleichen.anspricht.
Beschränkung aufmaximal 3 Dosen ineinem Zeitraum von24 Stunden; insgesamtmaximal 4 Dosen.
Tabelle 4: Empfehlungen zur Behandlung des Zytokin-Freisetzungssyndroms mit
Tocilizumab und Kortikosteroiden
Grade Vorliegende Symptome Tocilizumaba Kortikosteroideb
Grad 4 Temperatur ≥ 38 °Cc mit Anwendung von Wie oben oder nachentweder: Tocilizumab 8 mg/kg ärztlichem Ermessen
- Hypotonie, die mehrere intravenös über 1 Stunde Anwendung von
Vasopressoren (außer (nicht mehr als 800 mg). Methylprednisolon
Vasopressin) erfordert, 1 000 mg täglichoder Bei Bedarf intravenös für 3 Tage.
- Sauerstoffbedarf bei Wiederholung derpositivem Druck (z. B. Anwendung von Tritt keine Besserung einkontinuierlicher positiver Tocilizumab alle oder verschlechtert sich
Atemwegsdruck [CPAP], 8 Stunden, wenn der der Zustand, alternativebbilevel positiver Patient nicht auf Immunsuppressiva in
Atemwegsdruck [BiPAP], intravenöse Betracht ziehen.
Intubation und Flüssigkeitszufuhr odermechanische Beatmung). eine Erhöhung der
Sauerstoffzufuhranspricht.
Beschränkung aufmaximal 3 Dosen ineinem Zeitraum von24 Stunden; insgesamtmaximal 4 Dosen.
a Für Einzelheiten siehe die Fachinformation zu Tocilizumab.b Bei fehlendem Ansprechen des CRS gemäß den lokalen institutionellen Behandlungsleitlinien verfahren.c Auf CRS zurückzuführen. Fieber muss nicht immer gleichzeitig mit Hypotonie oder Hypoxie auftreten, da es durch
Interventionen wie Antipyretika oder Antizytokintherapie (z. B. Tocilizumab oder Kortikosteroide) maskiertwerden kann.
d Low-Flow-Nasenkanüle mit einem Durchfluss von ≤ 6 l/min und High-Flow-Nasenkanüle mit einem Durchfluss von> 6 l/min.
e Basierend auf der Einstufung der ASTCT für CRS (Lee et al. 2019).
Neurologische Toxizitäten, einschließlich ICANS
Nach der Behandlung mit TECVAYLI traten schwerwiegende oder lebensbedrohliche neurologische
Toxizitäten, einschließlich des Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndroms (ICANS),auf.
Die Patienten sollen während der Behandlung auf Anzeichen oder Symptome neurologischer
Toxizitäten überwacht und umgehend behandelt werden.
Die Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer neurologischen
Toxizität einen Arzt aufzusuchen. Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität,einschließlich ICANS, sollen die Patienten sofort beurteilt und entsprechend dem Schweregradbehandelt werden. Patienten, bei denen ein ICANS Grad 2 oder höher oder bei denen das erste
Auftreten eines ICANS Grad 3 mit der vorherigen Dosis von TECVAYLI auftritt, sollen angewiesenwerden, sich in der Nähe einer medizinischen Einrichtung aufzuhalten und sie sollen über einen
Zeitraum von 48 Stunden täglich auf Anzeichen und Symptome überwacht werden.
Bei einem ICANS und anderen neurologischen Toxizitäten soll die Behandlung mit TECVAYLI, wiein Tabelle 3 angegeben, ausgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Aufgrund des Potenzials für das Auftreten eines ICANS sollen die Patienten darauf hingewiesenwerden, während des TECVAYLI Step-up Dosierungsschemas und in den 48 Stunden nach
Beendigung des TECVAYLI Step-up Dosierungsschemas sowie beim erstmaligen Auftretenneurologischer Symptome kein Fahrzeug zu führen und keine schweren Maschinen zu bedienen.
Behandlung neurologischer Toxizitäten
Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität, einschließlich eines ICANS, muss eineneurologische Beurteilung in Betracht gezogen werden. Andere Ursachen für neurologische
Symptome sollen ausgeschlossen werden. TECVAYLI ist bis zum Abklingen der Nebenwirkungauszusetzen (siehe Tabelle 3). Bei schweren oder lebensbedrohlichen neurologischen Toxizitätenmüssen eine intensivmedizinische Versorgung und unterstützende Maßnahmen bereitgestellt werden.
Die allgemeine Behandlung bei neurologischer Toxizität (z. B. ICANS mit oder ohne gleichzeitigem
CRS) ist in Tabelle 5 zusammengefasst.
Tabelle 5: Leitlinien für die Behandlung des Immuneffektorzell-assoziierten
Neurotoxizitätssyndroms (ICANS)
Grad Vorliegende Symptomea Gleichzeitiges CRS Kein gleichzeitiges
CRS
Grad 1 ICE-Score 7-9b Behandlung des CRS Überwachung dergemäß Tabelle 4. neurologischenoder getrübter Symptome und ggf.
Bewusstseinszustandc: wacht Überwachung der neurologischespontan auf neurologischen Symptome Konsultation undund ggf. neurologische Beurteilung nach
Konsultation und ärztlichem Ermessen.
Beurteilung nachärztlichem Ermessen.
Nicht sedierende, anfallshemmende Arzneimittel (z. B.
Levetiracetam) zur Anfallsprophylaxe in Betrachtziehen.
Grad 2 ICE-Score 3-6b Anwendung von Anwendung von
Tocilizumab gemäß Dexamethasond 10 mgoder getrübter Tabelle 4 zur Behandlung intravenös alle
Bewusstseinszustandc: wacht des CRS. 6 Stunden.auf Ansprache auf Tritt nach Beginn der
Behandlung mit Die Anwendung von
Tocilizumab keine Dexamethason ist bis
Besserung ein, Anwendung zur Besserung aufvon Dexamethasond 10 mg Grad 1 oder wenigeralle 6 Stunden intravenös, fortzusetzen und dannsofern nicht bereits andere auszuschleichen.
Kortikosteroideangewendet werden. Die
Anwendung von
Dexamethason ist bis zur
Besserung auf Grad 1 oderweniger fortzusetzen unddann auszuschleichen.
Nicht sedierende, anfallshemmende Arzneimittel (z. B.
Levetiracetam) zur Anfallsprophylaxe in Betrachtziehen. Bei Bedarf Konsultation eines Neurologen undanderer Spezialisten für weitere Beurteilung in
Betracht ziehen.
Tabelle 5: Leitlinien für die Behandlung des Immuneffektorzell-assoziierten
Neurotoxizitätssyndroms (ICANS)
Grad Vorliegende Symptomea Gleichzeitiges CRS Kein gleichzeitiges
CRS
Grad 3 ICE-Score 0-2b Anwendung von Anwendung von
Tocilizumab gemäß Dexamethasond 10 mgoder getrübter Tabelle 4 zur Behandlung intravenös alle
Bewusstseinszustandc: des CRS. 6 Stunden.erwacht nur bei taktiler Zusätzlich mit der ersten
Reizung Dosis Tocilizumab Die Anwendung von
Anwendung von Dexamethason ist bis
Krampfanfällec, entweder: Dexamethasond 10 mg zur Besserung auf
- jeglicher klinische intravenös und Grad 1 oder weniger
Krampfanfall, fokal oder Wiederholung der Dosis fortzusetzen und danngeneralisiert, der sich alle 6 Stunden. Die auszuschleichen.rasch zurückbildet, oder Anwendung von
- nicht-konvulsive Anfälle Dexamethason ist bis zurauf dem Besserung auf Grad 1 oder
Elektroenzephalogramm weniger fortzusetzen und(EEG), die bei dann auszuschleichen.
Intervention abklingen, Nicht sedierende, anfallshemmende Arzneimittel (z. B.oder Levetiracetam) zur Anfallsprophylaxe in Betrachtziehen. Bei Bedarf Konsultation eines Neurologen underhöhter Hirndruck: anderer Spezialisten für weitere Beurteilung infokale/lokale Ödeme in der Betracht ziehen.
Neurobildgebungc.
Grad 4 ICE-Score 0b Anwendung von Wie oben oder ggf.
Tocilizumab gemäß Anwendung vonoder getrübter Tabelle 4 zur Behandlung Methylprednisolon
Bewusstseinszustand, des CRS. 1 000 mg täglichentweder: intravenös für 3 oder
- der Patient ist nicht Wie oben oder ggf. mehr Tage; beiaufweckbar oder benötigt Anwendung von Besserung Behandlungstarke oder sich Methylprednisolon wie oben.wiederholende taktile 1 000 mg täglich intravenösmit der ersten Dosis von
Tocilizumab und
Fortsetzung derintravenösen Anwendungvon Methylprednisolon1 000 mg täglich intravenösfür 2 oder mehr Tage.
Tabelle 5: Leitlinien für die Behandlung des Immuneffektorzell-assoziierten
Neurotoxizitätssyndroms (ICANS)
Grad Vorliegende Symptomea Gleichzeitiges CRS Kein gleichzeitiges
CRS
Reize, um zu erwachen, Nicht sedierende, anfallshemmende Arzneimittel (z. B.oder Levetiracetam) zur Anfallsprophylaxe in Betracht
- Stupor oder Koma, oder ziehen. Bei Bedarf Konsultation eines Neurologen undanderer Spezialisten für weitere Beurteilung in
Krampfanfällec, entweder: Betracht ziehen. Bei erhöhtem Hirndruck/Hirnödem
- lebensbedrohlicher länger gemäß den lokalen institutionellenanhaltender Krampfanfall Behandlungsleitlinien verfahren.
(> 5 Minuten) oder
- sich wiederholendeklinische oder elektrische
Anfälle ohnezwischenzeitliche
Rückkehr zum
Ausgangszustand odermotorische Befundec:
- tiefgreifende fokalemotorische Schwäche wie
Hemiparese oder
Paraparese odererhöhter
Hirndruck/Hirnödemc, mit
Anzeichen/Symptomen wiez. B.:
- diffuses Hirnödem in der
Neurobildgebung oder
- dezerebrale oderdekortikale Körperhaltungoder
- Lähmung des
VI. Hirnnervs oder
- Papillenödem, oder
- Cushing-Triadea Die Behandlung richtet sich nach dem schwerwiegendsten Ereignis, das nicht auf eine andere Ursache zurückzuführenist.
b Ist der Patient aufweckbar und fähig, das Assessment der Immuneffektorzell-assoziierten Enzephalopathie (Immune
Effector Cell-Associated Encephalopathy, ICE) durchzuführen, Folgendes beurteilen: Orientierung (Orientierungbezüglich Jahr, Monat, Stadt, Krankenhaus = 4 Punkte); Benennen (3 Objekte benennen, z. B. auf Uhr, Stift, Knopfzeigen = 3 Punkte); Befolgen von Aufforderungen (z. B. 'Zeigen Sie mir 2 Finger“ oder 'Schließen Sie die Augenund strecken Sie Ihre Zunge heraus“ = 1 Punkt); Schreibfähigkeit (Fähigkeit, einen Standardsatz zuschreiben = 1 Punkt); Aufmerksamkeit (von 100 in Zehnerschritten rückwärts zählen = 1 Punkt). Wenn der Patientnicht aufweckbar und nicht imstande ist, das ICE-Assessment durchzuführen (ICANS Grad 4) = 0 Punkte.
c Auf keine andere Ursache zurückzuführen.d Alle Angaben zur Anwendung von Dexamethason beziehen sich auf Dexamethason oder ein Äquivalent.
InfektionenBei Patienten, die TECVAYLI erhielten, wurden schwere, lebensbedrohliche oder tödliche
Infektionen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Während der Therapie mit TECVAYLI traten neue oderreaktivierte Virusinfektionen auf.
Die Patienten sollen vor und während der Behandlung mit TECVAYLI auf Anzeichen und Symptomeeiner Infektion überwacht und entsprechend behandelt werden. Prophylaktische Antibiotika sollenentsprechend den lokalen institutionellen Behandlungsleitlinien gegeben werden.
Das TECVAYLI Step-up Dosierungsschema darf nicht bei Patienten mit aktiver Infektion angewendetwerden. Bezüglich der nachfolgenden Dosen soll die Behandlung mit TECVAYLI, wie in Tabelle 3angegeben, ausgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Auch bei Patienten, die TECVAYLI erhielten, wurden Fälle von progressiver multifokaler
Leukoenzephalopathie (PML) berichtet, welche tödlich verlaufen kann. Die Patienten sollen auf neuauftretende oder Veränderungen bereits bestehender neurologischer Anzeichen oder Symptomeüberwacht werden. Besteht der Verdacht auf eine PML, soll die Behandlung mit TECVAYLIausgesetzt und eine entsprechende Diagnostik eingeleitet werden. Wird eine PML bestätigt, muss
TECVAYLI abgesetzt werden.
Hepatitis-B-Virus Reaktivierung
Bei Patienten, die mit gegen B-Zellen gerichteten Arzneimitteln behandelt werden, kann eine
Reaktivierung des Hepatitis-B-Virus (HBV) auftreten, die in einigen Fällen zu fulminanter Hepatitis,
Leberversagen und Tod führen kann.
Patienten, bei denen eine positive HBV-Serologie nachgewiesen wurde, sollen während der
Behandlung mit TECVAYLI und mindestens sechs Monate lang nach Beendigung der Behandlungmit TECVAYLI auf klinische und labortechnische Anzeichen einer HBV-Reaktivierung überwachtwerden.
Bei Patienten, bei denen es während der Behandlung mit TECVAYLI zu einer HBV-Reaktivierungkommt, soll die Behandlung mit TECVAYLI wie in Tabelle 3 angegeben ausgesetzt und gemäß denlokalen institutionellen Behandlungsleitlinien verfahren werden (siehe Abschnitt 4.2).
HypogammaglobulinämieBei Patienten, die TECVAYLI erhalten, wurde Hypogammaglobulinämie berichtet (siehe
Abschnitt 4.8).
Der Immunglobulinspiegel soll während der Behandlung mit TECVAYLI überwacht werden. Bei39 % der Patienten wurde zur Behandlung der Hypogammaglobulinämie eine intravenöse odersubkutane Immunglobulintherapie eingesetzt. Die Patienten sollen gemäß den lokalen institutionellen
Behandlungsleitlinien behandelt werden, dazu gehören u. a. Infektionsschutzmaßnahmen,antibiotische oder antivirale Prophylaxe und Anwendung einer Immunglobulinersatztherapie.
ImpfstoffeDie Immunreaktion auf Impfstoffe kann bei der Anwendung von TECVAYLI verringert sein.
Die Sicherheit einer Immunisierung mit Lebendvirusimpfstoffen während oder nach der Behandlungmit TECVAYLI wurde nicht untersucht. Eine Impfung mit Lebendvirusimpfstoffen wird fürmindestens 4 Wochen vor Beginn der Behandlung, während der Behandlung und mindestens4 Wochen nach der Behandlung nicht empfohlen.
NeutropenieBei Patienten, die TECVAYLI erhielten, wurden Neutropenie und febrile Neutropenie berichtet (siehe
Abschnitt 4.8).
Das große Blutbild soll zu Beginn der Behandlung und in regelmäßigen Abständen während der
Behandlung kontrolliert werden. Es sollen unterstützenden Maßnahmen gemäß den lokaleninstitutionellen Behandlungsleitlinien eingeleitet werden.
Patienten mit Neutropenie sollen auf Anzeichen einer Infektion überwacht werden.
Die Behandlung mit TECVAYLI soll, wie in Tabelle 3 angegeben, ausgesetzt werden (siehe
Abschnitt 4.2).
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit TECVAYLI durchgeführt.
Die anfängliche Freisetzung von Zytokinen im Zusammenhang mit dem Beginn der Behandlung mit
TECVAYLI könnte CYP450-Enzyme unterdrücken. Das höchste Risiko für Wechselwirkungen ist zu
Beginn des TECVAYLI Step-up Dosierungsschemas bis 7 Tage nach der ersten Erhaltungsdosis oderwährend eines CRS-Ereignisses zu erwarten. Während dieses Zeitraums sollen Patienten, diegleichzeitig CYP450-Substrate mit einem engen therapeutischen Index erhalten, auf Toxizität oder
Arzneimittelakkumulation (z. B. Ciclosporin) überwacht werden. Die Dosis der Begleitmedikation sollbei Bedarf angepasst werden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung bei Frauen und Männern
Der Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter muss vor Beginn der Behandlung mit
TECVAYLI abgeklärt werden.
Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und bis fünf Monate nach der letzten
Dosis von TECVAYLI eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. In klinischen Studien habenmännliche Patienten mit einer weiblichen Partnerin im gebärfähigen Alter während der Behandlungund drei Monate lang nach der letzten Teclistamab-Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethodeangewendet.
SchwangerschaftBisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Teclistamab bei Schwangeren odertierexperimentelle Daten zur Bewertung des Risikos von Teclistamab während der Schwangerschaftvor. Humanes IgG passiert bekanntlich die Plazenta nach dem ersten Trimester der Schwangerschaft.
Teclistamab, ein humanisierter Antikörper auf IgG4-Basis, kann daher von der Mutter auf den sichentwickelnden Fetus übertragen werden. Die Anwendung von TECVAYLI während der
Schwangerschaft wird nicht empfohlen. TECVAYLI ist mit einer Hypogammaglobulinämie assoziiert,daher soll die Bestimmung des Immunglobulinspiegels bei Neugeborenen von Müttern, die mit
TECVAYLI behandelt werden, in Betracht gezogen werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Teclistamab in die Muttermilch oder beim Tier in die Milch übergeht,
Auswirkungen auf gestillte Neugeborene zeigt oder die Milchbildung beeinträchtigt. Wegen des
Potenzials für schwerwiegende Nebenwirkungen von TECVAYLI bei gestillten Neugeborenen sollen
Patientinnen darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit TECVAYLI und mindestensfünf Monate nach der letzten Dosis nicht zu stillen.
FertilitätEs liegen keine Daten zur Wirkung von Teclistamab auf die Fertilität vor. Die Auswirkungen von
Teclistamab auf die männliche oder weibliche Fertilität wurden in tierexperimentellen Studien nichtuntersucht.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenTECVAYLI hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen.Aufgrund des Potenzials für das Auftreten eines ICANS besteht bei Patienten, die TECVAYLIerhalten, das Risiko einer Bewusstseinstrübung (siehe Abschnitt 4.8). Die Patienten sollen angewiesenwerden, während des und in einem Zeitraum von 48 Stunden nach Beendigung des TECVAYLI
Step-up Dosierungsschemas sowie beim erstmaligen Auftreten neurologischer Symptome (Tabelle 1)kein Fahrzeug zu führen und keine schweren oder potenziell gefährlichen Maschinen zu bedienen(siehe Abschnitt 4.2 und Abschnitt 4.4).
4.8 Nebenwirkungen
Die häufigsten Nebenwirkungen aller Grade bei den Patienten waren Hypogammaglobulinämie(75 %), Zytokin-Freisetzungssyndrom (72 %), Neutropenie (71 %), Anämie (55 %), Schmerzen des
Muskel- und Skelettsystems (52 %), Fatigue (41 %), Thrombozytopenie (40 %), Reaktion an der
Injektionsstelle (38 %), Infektion der oberen Atemwege (37 %), Lymphopenie (35 %), Diarrhoe(28 %), Pneumonie (28 %), Übelkeit (27 %), Fieber (27 %), Kopfschmerzen (24 %), Husten (24 %),
Obstipation (21 %) und Schmerzen (21 %).
Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden bei 65 % der Patienten, die TECVAYLI erhielten,gemeldet, darunter Pneumonie (16 %), COVID-19 (15 %), Zytokin-Freisetzungssyndrom (8 %),
Sepsis (7 %), Fieber (5 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (5 %), akute
Nierenschädigung (4,8 %), Diarrhoe (3,0 %), Zellulitis (2,4 %), Hypoxie (2,4 %), febrile Neutropenie(2,4 %) und Enzephalopathie (2,4 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Sicherheitsdaten von TECVAYLI wurden in der Studie MajesTEC-1 untersucht, an der165 erwachsene Patienten mit multiplem Myelom teilnahmen, die das empfohlene Dosierungsschemavon TECVAYLI als Monotherapie erhielten. Die mediane Dauer der Behandlung mit TECVAYLIbetrug 8,5 (Spanne: 0,2 bis 24,4) Monate.
Tabelle 6 fasst die Nebenwirkungen zusammen, die bei Patienten, die TECVAYLI erhielten, gemeldetwurden. Die Sicherheitsdaten von TECVAYLI wurden auch in der Gesamtpopulation der Behandelten(N = 302) ausgewertet, wobei keine zusätzlichen Nebenwirkungen identifiziert wurden.
Die in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen werden im Folgenden geordnet nach ihrer
Häufigkeitskategorie aufgelistet. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: sehr häufig(≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100); selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000);sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar).
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppen sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem
Schweregrad aufgelistet.
Tabelle 6: Nebenwirkungen bei Patienten mit multiplem Myelom, die in der MajesTEC-1
Studie mit TECVAYLI in der für die Monotherapie empfohlenen Dosis behandeltwurden
N = 165n (%)
Häufigkeit Beliebiger Grad 3 oder
Systemorganklasse Nebenwirkung (alle Grade) Grad 4
Infektionen und parasitäre Pneumonie1 Sehr häufig 46 (28 %) 32 (19 %)
Erkrankungen Sepsis2 Häufig 13 (7,9 %) 11 (6,7 %)
COVID-193 Sehr häufig 30 (18 %) 20 (12 %)
Infektion der oberen Sehr häufig 61 (37 %) 4 (2,4 %)
Atemwege4
Zellulitis Häufig 7 (4,2 %) 5 (3,0 %)
Harnwegsinfektion5, 21 Sehr häufig 23 (14 %) 10 (6,1 %)
Progressive multifokale Gelegentlich 1 (0,6 %) 1 (0,6 %)
Leukoenzephalopathie21
Erkrankungen des Blutes Neutropenie Sehr häufig 117 (71 %) 106 (64 %)und des Lymphsystems Febrile Neutropenie Häufig 6 (3,6 %) 5 (3,0 %)
Thrombozytopenie Sehr häufig 66 (40 %) 35 (21 %)
Lymphopenie Sehr häufig 57 (35 %) 54 (33 %)
Anämie6 Sehr häufig 90 (55 %) 61 (37 %)
Leukopenie Sehr häufig 29 (18 %) 12 (7,3 %)
Hypofibrinogenämie Häufig 16 (9,7 %) 2 (1,2 %)
Erkrankungen des Zytokin- Sehr häufig 119 (72 %) 1 (0,6 %)
Immunsystems Freisetzungssyndrom
Hypogammaglobulinämie Sehr häufig 123 (75 %) 3 (1,8 %)
Stoffwechsel- und Hyperamylasämie Häufig 6 (3,6 %) 4 (2,4 %)
Ernährungsstörungen Hyperkaliämie Häufig 8 (4,8 %) 2 (1,2 %)
Hyperkalzämie Sehr häufig 19 (12 %) 5 (3,0 %)
Hyponatriämie Häufig 13 (7,9 %) 8 (4,8 %)
Hypokaliämie Sehr häufig 23 (14 %) 8 (4,8 %)
Hypokalzämie Häufig 12 (7,3 %) 0
Hypophosphatämie Sehr häufig 20 (12 %) 10 (6,1 %)
Hypoalbuminämie Häufig 4 (2,4 %) 1 (0,6 %)
Hypomagnesiämie Sehr häufig 22 (13 %) 0
Verminderter Appetit Sehr häufig 20 (12 %) 1 (0,6 %)
Hypoglykämie21 Häufig 4 (2,4 %) 0
Erkrankungen des Immuneffektorzell- Häufig 5 (3,0 %) 0
Nervensystems assoziiertes
Neurotoxizitätssyndrom
Enzephalopathie8 Häufig 16 (9,7 %) 0
Periphere Neuropathie9 Sehr häufig 26 (16 %) 1 (0,6 %)
Kopfschmerzen Sehr häufig 39 (24 %) 1 (0,6 %)
Gefäßerkrankungen Blutung10 Sehr häufig 20 (12 %) 5 (3,0 %)
Hypertonie11 Sehr häufig 21 (13 %) 9 (5,5 %)
Hypotonie21 Sehr häufig 18 (11 %) 4 (2,4 %)
Erkrankungen der Hypoxie Häufig 16 (9,7 %) 6 (3,6 %)
Atemwege, des Brustraums Dyspnoe12 Sehr häufig 22 (13 %) 3 (1,8 %)und Mediastinums Husten13 Sehr häufig 39 (24 %) 0
Erkrankungen des Diarrhoe Sehr häufig 47 (28 %) 6 (3,6 %)
Gastrointestinaltrakts Abdominalschmerz14, 21 Sehr häufig 20 (12 %) 2 (1,2 %)
Tabelle 6: Nebenwirkungen bei Patienten mit multiplem Myelom, die in der MajesTEC-1
Studie mit TECVAYLI in der für die Monotherapie empfohlenen Dosis behandeltwurden
N = 165n (%)
Häufigkeit Beliebiger Grad 3 oder
Systemorganklasse Nebenwirkung (alle Grade) Grad 4
Erbrechen Sehr häufig 21 (13 %) 1 (0,6 %)
Übelkeit Sehr häufig 45 (27 %) 1 (0,6 %)
Obstipation Sehr häufig 34 (21 %) 0
Skelettmuskulatur-, Schmerzen des Muskel- Sehr häufig 85 (52 %) 14 (8,5 %)
Bindegewebs- und und Skelettsystems15
Knochenerkrankungen Muskelkrämpfe21 Sehr häufig 17 (10 %) 0
Allgemeine Erkrankungen Fieber Sehr häufig 45 (27 %) 1 (0,6 %)und Beschwerden am Reaktion an der Sehr häufig 62 (38 %) 1 (0,6 %)
Verabreichungsort Injektionsstelle16
Schmerz17 Sehr häufig 34 (21 %) 3 (1,8 %)
Ödem18 Sehr häufig 23 (14 %) 0
Fatigue19 Sehr häufig 67 (41 %) 5 (3,0 %)
Untersuchungen Kreatinin im Blut erhöht Häufig 9 (5,5 %) 0
Transaminasen erhöht20 Häufig 16 (9,7 %) 4 (2,4 %)
Lipase erhöht Häufig 10 (6,1 %) 2 (1,2 %)
Alkalische Phosphatase Sehr häufig 18 (11 %) 3 (1,8 %)im Blut erhöht
Gamma- Häufig 16 (9,7 %) 5 (3,0 %)
Glutamyltransferaseerhöht
Verlängerte aktivierte Häufig 13 (7,9 %) 2 (1,2 %)partielle
Thromboplastinzeit
INR-Wert (International Häufig 10 (6,1 %) 2 (1,2 %)
Normalized Ratio) erhöht
Nebenwirkungen sind gemäß MedDRA Version 24.0 kodiert.
Hinweis: Die Ergebnisse beinhalten die Diagnosen CRS und ICANS; die Symptome eines CRS oder ICANS wurdennicht erfasst.1 Pneumonie beinhaltet Enterobacter-Pneumonie, Infektion der unteren Atemwege, Virusinfektion der unteren Atemwege,
Metapneumovirus-Pneumonie, Pneumocystis jirovecii-Pneumonie, Pneumonie, adenovirale Pneumonie, bakterielle
Pneumonie, Klebsiella-Pneumonie, Moraxella-Pneumonie, Pneumokokken-Pneumonie, Pseudomonas-Pneumonie,respiratorische Synzytialvirus-Pneumonie, Staphylokokken-Pneumonie und Viruspneumonie.
2 Sepsis beinhaltet Bakteriämie, Meningokokken-Sepsis, neutropenische Sepsis, Pseudomonas-Bakteriämie, Pseudomonas-
Sepsis, Sepsis und Staphylokokken-Bakteriämie.
3 COVID-19 beinhaltet asymptomatisches COVID-19 und COVID-19.4 Infektion der oberen Atemwege beinhaltet Bronchitis, Nasopharyngitis, Pharyngitis, Atemwegsinfektion, bakterielle
Atemwegsinfektion, Rhinitis, Rhinovirusinfektion, Sinusitis, Tracheitis, Infektion der oberen Atemwege und
Virusinfektion der oberen Atemwege.
5 Harnwegsinfektion beinhaltet Zystitis, Escherichia-Zystitis, Klebsiella-Zystitis, Escherichia-Harnwegsinfektion,
Harnwegsinfektion und bakterielle Harnwegsinfektion.
6 Anämie beinhaltet Anämie, Eisenmangel und Eisenmangelanämie.7 Hypogammaglobulinämie beinhaltet unerwünschte Ereignisse wie Hypogammaglobulinämie, Hypoglobulinämie,verminderte Immunglobulin-Werte und/oder IgG-Werte unter 500 mg/dl nach der Behandlung mit Teclistamab.8 Enzephalopathie beinhaltet Verwirrtheitszustand, Bewusstseinstrübung, Lethargie, Gedächtnisstörungen und Somnolenz.9 Periphere Neuropathie beinhaltet Dysästhesie, Hypoästhesie, Hypoästhesie oral, Neuralgie, Parästhesie, Parästhesie oral,periphere sensorische Neuropathie und Ischialgie.10 Blutung beinhaltet Bindehautblutung, Epistaxis, Hämatom, Hämaturie, Hämoperitoneum, Hämorrhoidalblutung, unteregastrointestinale Blutung, Meläna, Mundblutung und subdurales Hämatom.11 Hypertonie beinhaltet essenzielle Hypertonie und Hypertonie.12 Dyspnoe beinhaltet akute respiratorische Insuffizienz, Dyspnoe und Belastungsdyspnoe.13 Husten beinhaltet allergischen Husten, Husten, Husten mit Auswurf und Hustensyndrom der oberen Atemwege.14 Abdominalschmerz beinhaltet abdominale Beschwerden, Abdominalschmerzen und Schmerzen im Oberbauch.
15 Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems beinhaltet Arthralgie, Rückenschmerzen, Knochenschmerzen,
Brustschmerzen die Skelettmuskulatur betreffend, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Myalgie,
Nackenschmerzen und Schmerz in einer Extremität.
16 Reaktion an der Injektionsstelle beinhaltet Blutergüsse an der Injektionsstelle, Zellulitis an der Injektionsstelle,
Beschwerden an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle, Hämatom an der Injektionsstelle, Verhärtung der
Injektionsstelle, Entzündung an der Injektionsstelle, Ödem an der Injektionsstelle, Juckreiz an der Injektionsstelle,
Ausschlag an der Injektionsstelle, Reaktion an der Injektionsstelle und Schwellung an der Injektionsstelle.
17 Schmerz beinhaltet Ohrenschmerzen, Flankenschmerzen, Leistenschmerzen, Thoraxschmerz nicht kardialen Ursprungs,oropharyngeale Schmerzen, Schmerzen, Kieferschmerzen, Zahnschmerzen und Tumorschmerzen.
18 Ödem beinhaltet Gesichtsödem, Überwässerung, peripheres Ödem und periphere Schwellung.19 Fatigue beinhaltet Asthenie, Ermüdung und Unwohlsein.20 Transaminasen erhöht beinhaltet Alaninaminotransferase erhöht und Aspartataminotransferase erhöht.21 Neue Begriffe für Nebenwirkungen wurden durch Langzeitbeobachtung in Studie MajesTEC-1 identifiziert.
Beschreibung von ausgewählten NebenwirkungenZytokin-FreisetzungssyndromIn der Studie MajesTEC-1 (N = 165) wurde bei 72 % der Patienten nach der Behandlung mit
TECVAYLI ein CRS festgestellt. Bei einem Drittel (33 %) der Patienten trat mehr als ein CRS-
Ereignis auf. Bei den meisten Patienten trat ein CRS nach Step-up Dosis 1 (44 %), Step-up Dosis 2(35 %) oder der ersten Erhaltungsdosis (24 %) auf. Bei weniger als 3 % der Patienten trat nach dennachfolgenden Dosen von TECVAYLI erstmals ein CRS auf. Die CRS-Ereignisse waren vom Grad 1(50 %) und Grad 2 (21 %) oder Grad 3 (0,6 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten des CRS betrug 2(Spanne: 1 bis 6) Tage nach der vorangegangenen Dosis, mit einer medianen Dauer von 2 (Spanne:1 bis 9) Tagen.
Die häufigsten Anzeichen und Symptome im Zusammenhang mit einem CRS waren Fieber (72 %),
Hypoxie (13 %), Schüttelfrost (12 %), Hypotonie (12 %), Sinustachykardie (7 %), Kopfschmerzen(7 %) und erhöhte Leberenzyme (Aspartataminotransferase und Alaninaminotransferase erhöht)(jeweils 3,6 %).
In der Studie MajesTEC-1 wurden zur Behandlung des CRS Tocilizumab, Kortikosteroide und
Tocilizumab in Kombination mit Kortikosteroiden bei 32 %, 11 % bzw. 3 % der CRS-Ereignisseeingesetzt.
Neurologische Toxizitäten, einschließlich ICANS
In der Studie MajesTEC-1 (N = 165) wurden bei 15 % der Patienten, die TECVAYLI erhielten,neurologische Toxizitätsereignisse gemeldet. Die neurologischen Toxizitätsereignisse waren vom
Grad 1 (8,5 %), Grad 2 (5,5 %) oder Grad 4 (< 1 %). Das am häufigsten berichtete neurologische
Toxizitätsereignis waren Kopfschmerzen (8 %).
ICANS, einschließlich Grad 3 und höher, wurden in klinischen Studien und mit Erfahrung nach der
Markteinführung berichtet. Die häufigsten klinischen Manifestationen der ICANS waren
Verwirrtheitszustand, getrübter Bewusstseinszustand, Desorientierung, Dysgraphie, Aphasie, Apraxieund Schläfrigkeit. Der Beginn der neurologischen Toxizität kann gleichzeitig mit dem CRS, nach
Abklingen des CRS oder ohne CRS auftreten. Die beobachtete Zeit bis zum Auftreten des ICANS lagzwischen 0 und 21 Tagen nach der letzten Dosis.
ImmunogenitätPatienten, die im Rahmen der MajesTEC-1 Studie mit einer subkutanen Teclistamab-Monotherapiebehandelt wurden (N = 238), wurden mit einem Immunoassay auf Elektrochemilumineszenzbasis auf
Antikörper gegen Teclistamab untersucht. Ein Patient (0,4 %) entwickelte neutralisierende Antikörpergegen Teclistamab mit niedrigem Titer.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Anzeichen und SymptomeDie maximal verträgliche Dosis von Teclistamab wurde nicht ermittelt. In klinischen Studien wurden
Dosen von bis zu 6 mg/kg angewendet.
BehandlungIm Falle einer Überdosierung soll der Patient auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungenüberwacht werden, und es soll sofort eine angemessene Behandlung der Symptome eingeleitet werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-
Konjugate, ATC-Code: L01FX24
WirkmechanismusTeclistamab ist ein bispezifischer IgG4-PAA-Antikörper (full size), der auf den CD3-Rezeptor auf der
Oberfläche von T-Zellen und auf das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) abzielt, das auf der Oberflächevon Zellen der B-Linie des malignen multiplen Myeloms sowie von B-Zellen und Plasmazellen im
Spätstadium exprimiert wird. Mit seinen dualen Bindungsstellen ist Teclistamab in der Lage,
CD3+-T-Zellen in die Nähe von BCMA+-Zellen zu bringen, wodurch es zu einer Aktivierung der
T-Zellen und der anschließenden Lyse und dem Tod der BCMA+-Zellen kommt; dies wird durchsezerniertes Perforin und verschiedene Granzyme vermittelt, die in den sekretorischen Vesikeln derzytotoxischen T-Zellen gespeichert sind. Dieser Effekt tritt unabhängig von der Spezifität der T-Zell-
Rezeptoren oder der Abhängigkeit von Molekülen des Haupthistokompatibilitätskomplexes (Major
Histocompatibility Complex, MHC) der Klasse 1 auf der Oberfläche der Antigen-präsentierenden
Zellen auf.
Pharmakodynamische WirkungenInnerhalb des ersten Behandlungsmonats wurden eine Aktivierung der T-Zellen, eine Umverteilungder T-Zellen, eine Verringerung der B-Zellen und eine Induktion von Serumzytokinen beobachtet.
Innerhalb eines Monats nach der Behandlung mit Teclistamab war bei der Mehrheit der Respondereine Verringerung des löslichen BCMA festzustellen. Bei Patienten, die stärker auf Teclistamabansprachen, wurde eine stärkere Verringerung des löslichen BCMA beobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit der Monotherapie mit TECVAYLI wurde bei Patienten mit rezidiviertem oderrefraktärem multiplen Myelom in einer einarmigen, offenen, multizentrischen Phase-I/II-Studie(MajesTEC-1) untersucht. In die Studie wurden Patienten aufgenommen, die zuvor mindestens drei
Therapien erhalten hatten, darunter einen Proteasom-Inhibitor, einen immunmodulatorischen
Wirkstoff und einen monoklonalen Anti-CD-38-Antikörper. Die Studie schloss Patienten aus, dieinnerhalb der vorangegangenen 6 Monate einen Schlaganfall oder einen Krampfanfall erlitten hatten,sowie Patienten mit einem Eastern Cooperative Oncology Group Performance Score (ECOG PS) ≥ 2,
Plasmazellleukämie, bekannter aktiver ZNS-Beteiligung oder klinischen Anzeichen einer meningealen
Beteiligung des multiplen Myeloms oder aktiven oder dokumentierten Autoimmunerkrankungen inder Anamnese, mit Ausnahme von Vitiligo, Typ-1-Diabetes und früherer Autoimmunthyreoiditis.
Die Patienten erhielten anfängliche Step-up Dosen von 0,06 mg/kg und 0,3 mg/kg TECVAYLI, diesubkutan angewendet wurden, gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 1,5 mg/kg TECVAYLI, diedanach einmal wöchentlich subkutan angewendet wurde, bis zur Krankheitsprogression oderinakzeptabler Toxizität. Bei Patienten, die über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten einvollständiges Ansprechen (Complete Response, CR) oder besser zeigten, konnten die
Dosierungshäufigkeit auf 1,5 mg/kg subkutan alle zwei Wochen reduzieren, bis es zu einer
Krankheitsprogression oder zu einer inakzeptablen Toxizität kam (siehe Abschnitt 4.2). Die mediane
Dauer zwischen Step-up Dosis 1 und Step-up Dosis 2 betrug 2,9 (Spanne: 2 bis 7) Tage. Die mediane
Dauer zwischen Step-up Dosis 2 und der ersten Erhaltungsdosis betrug 3,1 (Spanne: 2 bis 9) Tage. Die
Patienten wurden nach Anwendung jeder Dosis des TECVAYLI Step-up Dosierungsschemas zur
Überwachung für mindestens 48 Stunden ins Krankenhaus eingewiesen.
Die Population, in der die Wirksamkeit untersucht wurde, umfasste 165 Patienten. Das mediane Alterbetrug 64 (Spanne: 33 bis 84) Jahre, wobei 15 % der Patienten ≥75 Jahre alt waren; 58 % warenmännlich; 81 % waren kaukasischer, 13 % afrikanischer, 2 % asiatischer Abstammung. Nach dem
International Staging System (ISS) befanden sich bei Studienbeginn 52 % in Stadium I, 35 % in
Stadium II und 12 % in Stadium III. Hochrisiko-Zytogenetik (Vorhandensein von del(17p), t(4;14)oder t(14;16)) lag bei 26 % der Patienten vor. Siebzehn Prozent der Patienten hatten einextramedulläres Plasmozytom.
Der mediane Zeitraum seit der Erstdiagnose des multiplen Myeloms bis zur Aufnahme in die Studiebetrug 6 (Spanne: 0,8 bis 22,7) Jahre. Die mediane Anzahl der vorangegangenen Therapien betrug 5(Spanne: 2 bis 14), wobei 23 % der Patienten 3 vorangegangene Therapien erhalten hatten.
Zweiundachtzig Prozent der Patienten hatten zuvor eine autologe Stammzelltransplantation, 4,8 % der
Patienten hatten zuvor eine allogene Transplantation erhalten. Achtundsiebzig Prozent der Patientenwaren dreifach refraktär (refraktär gegenüber einem Proteasom-Inhibitor, einemimmunmodulatorischen Wirkstoff und einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper).
Die Wirksamkeitsergebnisse basierten auf der Gesamtansprechrate, die durch die Bewertung desunabhängigen Prüfungsausschusses (Independent Review Committee, IRC) anhand der Kriterien der
International Myeloma Working Group (IMWG) 2016 bestimmt wurde (siehe Tabelle 7).
Tabelle 7: Wirksamkeitsergebnisse aus der Studie MajesTEC-1
Alle Behandelten (N = 165)
Gesamtansprechrate (ORR: sCR, CR, VGPR, PR) n (%) 104 (63,0 %)95 % KI (%) (55,2 %, 70,4 %)
Stringentes vollständiges Ansprechen (sCR) 54 (32,7 %)
Vollständiges Ansprechen (CR) 11 (6,7 %)
Sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR) 32 (19,4 %)
Partielles Ansprechen (PR) 7 (4,2 %)
Dauer des Ansprechens (DOR) (Monate)
Anzahl der Responder 104
DOR (Monate): Median (95 %-KI) 18,4 (14,9; NA)1
Zeit bis zum ersten Ansprechen (Monate)
Anzahl der Responder 104
Median 1,2
Bereich (0,2; 5,5)
MRD-Negativitätsrate2 bei allen behandelten Patienten, n (%) 44 (26,7 %)[N = 165]95 %-KI (%) (20,1 %; 34,1 %)
MRD-Negativitätsrate2,3 bei Patienten mit CR oder sCR, n (%) 30 (46,2 %)[N = 65]95 %-KI (%) (33,7 %; 59,0 %)
ORR = Gesamtansprechrate (Overall Response Rate), sCR = Stringentes vollständiges Ansprechen (stringent Complete
Response), CR = Vollständiges Ansprechen (Complete Response), VGPR = Sehr gutes partielles Ansprechen (Very Good
Partial Response), PR = Partielles Ansprechen (Partial Response), DOR = Dauer des Ansprechens (Duration of
Response), KI = Konfidenzintervall; MRD = Minimale Resterkrankung (Minimal Residual Disease).1 NA: nicht abschätzbar2 Die MRD-Negativitätsrate ist definiert als der Anteil der Patienten, die zu einem beliebigen Zeitpunkt nach derinitialen Dosis und vor Krankheitsprogression (Proggressive Disease, PD) oder einer anschließenden Anti-
Myelomtherapie einen MRD-Negativitätsstatus (bei 10-5) erreichten.3 Es wurden nur MRD-Bewertungen (Testschwellenwert 10-5) innerhalb von 3 Monaten nach Erreichen einer CR/sCRbis zu Tod/Progression/Anschlusstherapie (exklusiv) berücksichtigt.
Die Ergebnisse einer aktualisierten Wirksamkeitsanalyse nach einer medianen Nachbeobachtungszeitvon 30,6 Monaten unter den Respondern (n = 104) zeigten einen höheren Anteil von Patienten miteinem CR (7,3 %) und sCR (38,8 %) im Vergleich zur primären Analyse. Auch die MRD-
Negativitätsrate stieg bei allen behandelten Patienten (29,1 %) und bei Patienten, die ein CR oder sCRerreichten (51,3 %). Die mediane DOR lag bei 24,0 (17,0, NA) Monaten.
Die mediane Nachbeobachtungszeit nach einer Änderung des Behandlungsschemas betrug 12,6(Spanne: 1,0 bis 24,7) Monate bei den Patienten, die auf 1,5 mg/kg subkutan alle zwei Wochenumgestellt wurden.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für TECVAYLI eine Freistellung von der Verpflichtungzur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei multiplem Myelomgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Dieses Arzneimittel wurde unter 'Besonderen Bedingungen“ zugelassen. Das bedeutet, dass weitere
Nachweise für den Nutzen des Arzneimittels erwartet werden.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird neue Informationen zu diesem Arzneimittel mindestensjährlich bewerten und, falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittelsaktualisiert werden.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Teclistamab zeigte nach subkutaner Anwendung eine annähernd dosisproportionale Pharmakokinetiküber einen Dosisbereich von 0,08 mg/kg bis 3 mg/kg (das 0,05- bis 2,0-Fache der empfohlenen Dosis).
Neunzig Prozent der Steady-State-Exposition wurde nach 12 wöchentlichen Erhaltungsdosen erreicht.
Das mittlere Akkumulationsverhältnis zwischen der ersten und 13. wöchentlichen Erhaltungsdosis von
Teclistamab 1,5 mg/kg betrug das 4,2-Fache für Cmax, das 4,1-Fache für Ctrough und das 5,3-Fache für
AUCtau.
Cmax, Ctrough und AUCtau von Teclistamab sind in Tabelle 8 dargestellt.
Tabelle 8: Pharmakokinetische Parameter von Teclistamab für die 13. empfohlenewöchentliche Erhaltungsdosis (1,5 mg/kg) bei Patienten mit rezidiviertem oderrefraktärem multiplen Myelom in MajesTEC-1
Teclistamab
Pharmakokinetischer Parameter Geometrischer Mittelwert (CV %)
Cmax (µg/ml) 23,8 (55 %)
Ctrough (µg/ml) 21,1 (63 %)
AUCtau (µg·h/ml) 3 838 (57 %)
Cmax = maximale Serumkonzentration von Teclistamab; Ctrough = Serumkonzentration von Teclistamab vor der nächsten
Dosis; CV = geometrischer Variationskoeffizient, AUCtau = Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve über daswöchentliche Dosierungsintervall.
ResorptionDie mittlere Bioverfügbarkeit von Teclistamab betrug bei subkutaner Anwendung 72 %. Der Median(Spanne) der Tmax von Teclistamab nach der ersten und 13. wöchentlichen Erhaltungsdosis betrug 139(19 bis 168) Stunden bzw. 72 (24 bis 168) Stunden.
VerteilungDas mittlere Verteilungsvolumen betrug 5,63 l (29 % Variationskoeffizient (Coefficient of Variation,
CV)).
EliminationDie Clearance von Teclistamab nimmt im Laufe der Zeit mit einer mittleren maximalen Reduktion(CV %) von 40,8 % (56 %) vom Ausgangswert bis zur 13. wöchentlichen Erhaltungsdosis ab. Dergeometrische Mittelwert (CV %) der Clearance beträgt 0,472 l/Tag (64 %) bei der 13. wöchentlichen
Erhaltungsdosis. Bei Patienten, die Teclistamab nach der 13. wöchentlichen Erhaltungsdosis absetzen,wird erwartet, dass sich die Konzentration von Teclistamab im Median (5. bis 95. Perzentil) 15 (7 bis33) Tage nach der Tmax um 50 % und im Median 69 (32 bis 163) Tage nach der Tmax um 97 % von der
Cmax verringert.
Eine populationspharmakokinetische Analyse (basierend auf MajesTEC-1) zeigte, dass lösliches
BCMA keinen Einfluss auf die Teclistamab-Serumkonzentrationen hatte.
Besondere PatientengruppenDie Pharmakokinetik von TECVAYLI wurde bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 17 Jahrenund jünger nicht untersucht.
Die Ergebnisse der populationspharmakokinetischen Analysen zeigen, dass Alter (24 bis 84 Jahre) und
Geschlecht keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Teclistamab hatten.
Eingeschränkte NierenfunktionEs wurden keine formellen Studien zu TECVAYLI bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktiondurchgeführt.
Die Ergebnisse der populationspharmakokinetischen Analysen deuten darauf hin, dass eine leichteingeschränkte Nierenfunktion (60 ml/Min./1,73 m2 ≤ geschätzte glomeruläre Filtrationsrate(estimated Glomerular Filtration Rate, eGFR) <90 ml/Min./1,73 m2) oder eine mäßig eingeschränkte
Nierenfunktion (30 ml/Min./1,73 m2 ≤ eGFR <60 ml/Min./1,73 m2) die Pharmakokinetik von
Teclistamab nicht signifikant beeinflusst. Es liegen nur begrenzte Daten von Patienten mit starkeingeschränkter Nierenfunktion vor.
Eingeschränkte LeberfunktionEs wurden keine formellen Studien zu TECVAYLI bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktiondurchgeführt.
Die Ergebnisse der populationspharmakokinetischen Analysen deuten darauf hin, dass eine leichteingeschränkte Leberfunktion (Gesamtbilirubin > 1 bis 1,5 × obere Normgrenze (ULN) und beliebige
Werte der Aspartataminotransferase (AST) oder Gesamtbilirubin ≤ ULN und AST > ULN) die
Pharmakokinetik von Teclistamab nicht signifikant beeinflussen. Es liegen keine Daten von Patientenmit mäßig und stark eingeschränkter Leberfunktion vor.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Kanzerogenität und MutagenitätEs wurden keine tierexperimentellen Studien zur Beurteilung des kanzerogenen oder genotoxischen
Potenzials von Teclistamab durchgeführt.
Reproduktionstoxizität und FertilitätEs wurden keine tierexperimentellen Studien zur Beurteilung der Auswirkungen von Teclistamab aufdie Reproduktion und die fetale Entwicklung durchgeführt. In der 5-wöchigen Toxizitätsstudie mitwiederholter Anwendung bei Cynomolgus-Affen traten bei Dosen von bis zu 30 mg/kg/Woche (etwadem 22-Fachen der empfohlenen Höchstdosis für den Menschen, basierend auf der AUC-Exposition),die fünf Wochen lang intravenös angewendet wurden, keine nennenswerten Auswirkungen auf diemännlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane auf.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Natriumedetat (Ph.Eur.)
Essigsäure 99 %
Polysorbat 20 (E 432)
Natriumacetat-Trihydrat
SaccharoseWasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
Ungeöffnete Durchstechflasche2 Jahre
Vorbereitete SpritzeDie vorbereiteten Spritzen sollen sofort angewendet werden. Wenn eine sofortige Anwendung nichtmöglich ist, soll die vorbereitete Spritze nicht länger als 20 Stunden bei 2 °C - 8 °C oder
Raumtemperatur (15 °C - 30 °C) gelagert werden. Bei Nichtgebrauch nach 20 Stunden entsorgen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
3 ml Injektionslösung in einer Typ-1-Durchstechflasche aus Glas mit Elastomerverschluss und
Aluminiumdichtung mit Flip-off-Kappe, die 30 mg Teclistamab (10 mg/ml) enthält.
Packungsgröße: 1 Durchstechflasche.
1,7 ml Injektionslösung in einer Typ-1-Durchstechflasche aus Glas mit Elastomerverschluss und
Aluminiumdichtung mit Flip-off-Kappe, die 153 mg Teclistamab (90 mg/ml) enthält.
Packungsgröße: 1 Durchstechflasche.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungEs ist sehr wichtig, dass die Vorbereitungs- und Anwendungsanweisungen in diesem Abschnitt genaubefolgt werden, um mögliche Dosierungsfehler der Durchstechflaschen mit TECVAYLI 10 mg/mlund TECVAYLI 90 mg/ml zu minimieren.
TECVAYLI darf nur durch subkutane Injektion angewendet werden. TECVAYLI darf nichtintravenös angewendet werden.
TECVAYLI soll von Ärzten mit entsprechend geschultem medizinischem Fachpersonal und mitgeeigneter medizinischer Ausrüstung angewendet werden, um schwere Reaktionen, einschließlich des
Zytokin-Freisetzungssyndroms, zu behandeln (siehe Abschnitt 4.4).
Die Durchstechflaschen mit TECVAYLI 10 mg/ml und TECVAYLI 90 mg/ml sind nur zumeinmaligen Gebrauch bestimmt.
Durchstechflaschen mit unterschiedlichen Konzentrationen von TECVAYLI sollen nicht kombiniertwerden, um die Erhaltungsdosis zu erreichen.
Bei der Vorbereitung und Anwendung von TECVAYLI ist eine aseptische Technik anzuwenden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Vorbereitung von TECVAYLI
- Überprüfen Sie bei jeder Injektion von TECVAYLI die verordnete Dosis. Um Fehler zuminimieren, verwenden Sie die folgenden Tabellen zur Vorbereitung der TECVAYLI Injektion.o Bestimmen Sie anhand von Tabelle 9 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die
Anzahl der benötigten Durchstechflaschen auf der Grundlage des tatsächlichen
Körpergewichts des Patienten für die Step-up Dosis 1 unter Verwendung der
Durchstechflasche TECVAYLI 10 mg/ml.
Tabelle 9: Injektionsvolumen von TECVAYLI (10 mg/ml) für die Step-up Dosis 1(0,06 mg/kg)
Körpergewicht Gesamtdosis Injektionsvolumen Anzahl der(kg) (mg) (ml) Durchstechflaschen(1 Durchstechflasche= 3 ml)35-39 2,2 0,22 140-44 2,5 0,25 145-49 2,8 0,28 150-59 3,3 0,33 1
Step-up Dosis 1 60-69 3,9 0,39 1(0,06 mg/kg) 70-79 4,5 0,45 180-89 5,1 0,51 190-99 5,7 0,57 1100-109 6,3 0,63 1110-119 6,9 0,69 1120-129 7,5 0,75 1130-139 8,1 0,81 1140-149 8,7 0,87 1150-160 9,3 0,93 1o Bestimmen Sie anhand von Tabelle 10 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die
Anzahl der benötigten Durchstechflaschen auf der Grundlage des tatsächlichen
Körpergewichts des Patienten für die Step-up Dosis 2 unter Verwendung der
Durchstechflasche TECVAYLI 10 mg/ml.
Tabelle 10: Injektionsvolumen von TECVAYLI (10 mg/ml) für die Step-up Dosis 2(0,3 mg/kg)
Körpergewicht Gesamtdosis Injektionsvolumen Anzahl der(kg) (mg) (ml) Durchstechflaschen(1 Durchstechflasche= 3 ml)35-39 11 1,1 140-44 13 1,3 145-49 14 1,4 150-59 16 1,6 1
Step-up Dosis 2 60-69 19 1,9 1(0,3 mg/kg) 70-79 22 2,2 180-89 25 2,5 190-99 28 2,8 1100-109 31 3,1 2110-119 34 3,4 2120-129 37 3,7 2130-139 40 4,0 2140-149 43 4,3 2150-160 47 4,7 2o Bestimmen Sie anhand von Tabelle 11 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die
Anzahl der benötigten Durchstechflaschen auf der Grundlage des tatsächlichen
Körpergewichts des Patienten für die Erhaltungsdosis unter Verwendung der
Durchstechflasche TECVAYLI 90 mg/ml.
Tabelle 11: Injektionsvolumen von TECVAYLI (90 mg/ml) für die Erhaltungsdosis(1,5 mg/kg)
Körpergewicht Gesamtdosis Injektionsvolumen Anzahl der(kg) (mg) (ml) Durchstechflaschen(1 Durchstechflasche= 1,7 ml)35-39 56 0,62 140-44 63 0,70 145-49 70 0,78 150-59 82 0,91 1
Erhaltungsdosis 60-69 99 1,1 1(1,5 mg/kg) 70-79 108 1,2 180-89 126 1,4 190-99 144 1,6 1100-109 153 1,7 1110-119 171 1,9 2120-129 189 2,1 2130-139 198 2,2 2140-149 216 2,4 2150-160 234 2,6 2
- Die entsprechende Durchstechflasche mit TECVAYLI aus der Kühlung (2 °C - 8 °C) nehmenund bei Bedarf mindestens 15 Minuten lang Raumtemperatur (15 °C - 30 °C) annehmen lassen.
Erwärmen Sie TECVAYLI nicht auf andere Art und Weise.
- Sobald Temperaturgleichheit erreicht ist, schwenken Sie die Durchstechflasche vorsichtig füretwa 10 Sekunden, um den Inhalt zu mischen. Nicht schütteln.
- Ziehen Sie das erforderliche Injektionsvolumen von TECVAYLI mit einer Transferkanüle ausder/den Durchstechflasche(n) in eine entsprechend große Spritze auf.o Das einzelne Injektionsvolumen darf 2,0 ml nicht überschreiten. Teilen Sie Dosen, beidenen mehr als 2,0 ml benötigt werden, gleichmäßig auf mehrere Spritzen auf.
- TECVAYLI ist mit Injektionskanülen aus Edelstahl und Spritzenmaterial aus Polypropylen und
Polycarbonat kompatibel.
- Ersetzen Sie die Transferkanüle durch eine Injektionskanüle der entsprechenden Größe.
- Überprüfen Sie TECVAYLI vor der Anwendung visuell auf Partikel oder Verfärbung. Nichtverwenden, wenn die Lösung verfärbt oder trüb ist oder wenn Fremdpartikel vorhanden sind.o Die TECVAYLI Injektionslösung ist farblos bis hellgelb.
Anwendung von TECVAYLI
- Injizieren Sie die erforderliche Menge TECVAYLI in das Subkutangewebe am Bauch(bevorzugte Injektionsstelle). Alternativ kann TECVAYLI auch an anderen Stellen (z. B. am
Oberschenkel) in das Subkutangewebe injiziert werden. Wenn mehrere Injektionen erforderlichsind, sollen die TECVAYLI Injektionen in einem Abstand von mindestens 2 cm zueinandererfolgen.
- Injizieren Sie nicht in Tätowierungen oder Narben oder in Bereiche, in denen die Haut gerötet,gequetscht, empfindlich, verhärtet oder nicht intakt ist.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Janssen-Cilag International NV
Turnhoutseweg 30
B-2340 Beerse
Belgien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/22/1675/001 (10 mg/ml)
EU/1/22/1675/002 (90 mg/ml)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 23. August 2022
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 13. Juni 2024
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.