Angewendet bei: Morbus Parkinson
Art der Anwendung: oral
Substanz: Tolcapon (Antiparkinsonmittel)
ATC: N04BX01 (NERVENSYSTEM | DOPAMINERGE MITTEL | Andere dopaminerge Mittel)
Tolcapon ist ein Medikament, das zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt wird, insbesondere bei Patienten, die nicht ausreichend auf andere Therapien ansprechen. Es ist ein Inhibitor der Catechol-O-Methyltransferase (COMT), eines Enzyms, das Dopamin abbaut. Durch die Hemmung von COMT erhöht Tolcapon die Verfügbarkeit von Dopamin im Gehirn und verbessert so die Kontrolle der motorischen Symptome wie Steifheit, Tremor und Bradykinesie.
Der Wirkmechanismus von Tolcapon besteht darin, die COMT-Aktivität sowohl peripher als auch zentral zu blockieren. Dies reduziert den Abbau von Levodopa (der Vorstufe von Dopamin) und verlängert die Wirkdauer von Levodopa im Körper. Daher wird Tolcapon in Kombination mit Levodopa/Carbidopa verwendet, um dessen Wirkung zu verlängern und motorische Schwankungen („On-Off“-Phänomene) zu reduzieren.
Tolcapon wird oral verabreicht, in der Regel dreimal täglich, zusammen mit Levodopa/Carbidopa. Es ist wichtig, dass die Patienten die verschriebene Dosierung einhalten und sich regelmäßigen Kontrollen unterziehen, da Tolcapon erhebliche Nebenwirkungen verursachen kann.
Obwohl wirksam, kann Tolcapon Nebenwirkungen verursachen, zu den häufigsten gehören Übelkeit, Durchfall, Schläfrigkeit, Schwindel und Verwirrung. In seltenen Fällen kann es zu schwerer Lebertoxizität kommen, weshalb die Leberfunktion regelmäßig überwacht werden muss. Tolcapon ist kontraindiziert bei Patienten mit bestehenden Lebererkrankungen oder Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff. Seine Anwendung ist auf Fälle beschränkt, in denen andere Behandlungen die Symptome nicht ausreichend kontrollieren können.