Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren. ATC-Code: L04AC05.
WirkmechanismusUstekinumab ist ein rein humaner monoklonaler IgG1κ-Antikörper, der spezifisch an die gemeinsamep40-Protein-Untereinheit der humanen Zytokine Interleukin (IL)-12 und IL-23 bindet. Ustekinumabhemmt die Bioaktivität von humanem IL-12 und IL-23, indem es p40 daran hindert, an das IL-12Rß1-
Rezeptorprotein, das auf der Oberfläche von Immunzellen exprimiert wird, zu binden. Ustekinumabkann nicht an IL-12 oder IL-23 binden, das bereits an IL-12Rß1-Zelloberflächenrezeptoren gebundenist. Daher trägt Ustekinumab wahrscheinlich nicht zur Komplement- oder Antikörper-vermittelten
Zytotoxizität der Zellen mit IL-12- und/oder IL-23-Rezeptoren bei. IL-12 und IL-23 sind heterodimere
Zytokine, die von aktivierten Antigen-präsentierenden Zellen, wie Makrophagen und dendritischen
Zellen, sezerniert werden. Beide Zytokine wirken an Immunfunktionen mit: IL-12 stimuliertnatürliche Killerzellen (NK) und vermittelt die Differenzierung von CD4+ T-Zellen zum Phänotyp
T-Helferzelle 1 (Th1), IL-23 induziert den T-Helfer-17(Th17)-Pfad. Eine anomale IL-12- und IL-23-
Regulierung wurde mit immunvermittelten Krankheiten wie Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus
Crohn und Colitis ulcerosa assoziiert.
Es wird angenommen, dass Ustekinumab durch Bindung an die gemeinsame p40-Untereinheit von
IL-12 und IL-23 seine klinischen Wirkungen bei Psoriasis, psoriatischer Arthritis, Morbus Crohn und
Colitis ulcerosa durch Unterbrechung der Th1- und Th17-Zytokinpfade entfaltet, die beide einezentrale Rolle in der Pathologie dieser Krankheiten spielen.
Bei Patienten mit Morbus Crohn führte die Behandlung mit Ustekinumab während der
Induktionsphase zu einer Abnahme von Entzündungsmarkern einschließlich C-reaktivem Protein(CRP) und fäkalem Calprotectin, die während der gesamten Erhaltungsphase aufrechterhalten wurde.
CRP wurde während der Studienverlängerung bestimmt und die während der Erhaltungsphasebeobachteten Reduktionen blieben im Allgemeinen bis Woche 252 erhalten.
Bei Patienten mit Colitis ulcerosa führte die Behandlung mit Ustekinumab während der
Induktionsphase zu einer Abnahme von Entzündungsmarkern, einschließlich CRP und fäkalem
Calprotectin, die während der Erhaltungsphase und der Studienverlängerung bis Woche 200 anhielt.
ImmunisierungWährend der Verlängerungsphase der Psoriasis-Studie 2 (PHOENIX 2) zeigten die über mindestens3,5 Jahre mit STELARA behandelten erwachsenen Patienten eine ähnliche Antikörperantwort auf
Pneumokokken-Polysaccharid- und Tetanus-Impfstoffe wie die nicht systemisch behandelten
Psoriasispatienten in der Kontrollgruppe. Bei den mit STELARA behandelten erwachsenen Patientenund der Kontrollgruppe war der Anteil der Patienten, der protektive Antipneumokokken- und
Antitetanus-Antikörper entwickelte, vergleichbar. Auch die Antikörpertiter waren bei den mit
STELARA behandelten Patienten und der Kontrollgruppe vergleichbar.
Klinische WirksamkeitPlaque-Psoriasis (Erwachsene)
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurden in zwei randomisierten,placebokontrollierten Doppelblind-Studien mit 1 996 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer
Plaque-Psoriasis, die Kandidaten für eine Phototherapie oder eine systemische Therapie waren,untersucht. Zusätzlich wurden in einer randomisierten, Studienarzt-verblindeten, aktiv kontrollierten
Studie Ustekinumab und Etanercept bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasisverglichen, bei denen unzureichendes Ansprechen, Unverträglichkeit oder eine Kontraindikationgegen Ciclosporin, MTX oder PUVA vorlagen.
In der Psoriasis-Studie 1 (PHOENIX 1) wurden 766 Patienten ausgewertet. 53 % dieser Patientensprachen entweder auf eine andere systemische Therapie nicht an, vertrugen diese nicht, oder esbestand eine Kontraindikation. Die Ustekinumab randomisiert zugeordneten Patienten erhielten eine45-mg- oder 90-mg-Dosis in Woche 0 und 4, gefolgt von der gleichen Dosis alle 12 Wochen.
Patienten, die in Woche 0 und 4 randomisiert Placebo erhielten, wechselten zu Ustekinumab(entweder 45 mg oder 90 mg) in Woche 12 und 16, gefolgt von einer Dosisgabe alle 12 Wochen.
Ursprünglich Ustekinumab randomisiert zugeordnete Patienten, die sowohl in Woche 28 als auch 40ein Ansprechen von 75 im Psoriasis Area and Severity Index erreichten (PASI-Verbesserung vonmindestens 75 % gegenüber dem Ausgangswert), wurden re-randomisiert und erhielten entweder
Ustekinumab alle 12 Wochen oder Placebo (d. h. Aussetzen der Therapie). Patienten, die in Woche 40re-randomisiert Placebo zugeordnet worden waren, begannen erneut mit Ustekinumab mit demursprünglichen Dosierungsschema, wenn ein mindestens 50 %iger Verlust der in Woche 40 erreichten
PASI-Verbesserung eintrat. Alle Patienten wurden bis zu 76 Wochen nach der ersten Verabreichungder Studienmedikation nachbeobachtet.
In der Psoriasis-Studie 2 (PHOENIX 2) wurden 1 230 Patienten ausgewertet. 61 % dieser Patientensprachen entweder auf eine andere systemische Therapie nicht an, vertrugen diese nicht, oder esbestand eine Kontraindikation. Die Ustekinumab randomisiert zugeordneten Patienten erhielten eine45-mg- oder 90-mg-Dosis in Woche 0 und 4, gefolgt von einer zusätzlichen Dosis nach 16 Wochen.
Patienten, die in Woche 0 und 4 randomisiert Placebo erhielten, wechselten in Woche 12 und 16 zu
Ustekinumab (entweder 45 mg oder 90 mg). Alle Patienten wurden bis zu 52 Wochen nach der ersten
Verabreichung der Studienmedikation nachbeobachtet.
In der Psoriasis-Studie 3 (ACCEPT) wurden 903 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-
Psoriasis ausgewertet, die auf andere systemische Therapien unzureichend ansprachen, diese nichtvertrugen oder eine Kontraindikation aufwiesen. Die Studie verglich die Wirksamkeit von
Ustekinumab mit Etanercept und untersuchte die Sicherheit von Ustekinumab und Etanercept.
Während des 12-wöchigen, aktiv kontrollierten Teils der Studie erhielten die Patienten randomisiertentweder zweimal wöchentlich 50 mg Etanercept, 45 mg Ustekinumab in den Wochen 0 und 4 oder90 mg Ustekinumab in den Wochen 0 und 4.
In den Psoriasis-Studien 1 und 2 stimmten die Krankheitsmerkmale bei Studienbeginn generell inallen Behandlungsgruppen überein, mit einem medianen PASI-Ausgangsscore von 17 bis 18, einermedianen Ausgangs-Body-Surface-Area (BSA, Körperoberfläche) ≥ 20 und einem medianen
Dermatology Life Quality Index (DLQI) zwischen 10 und 12. Annähernd ein Drittel (Psoriasis-
Studie 1) und ein Viertel (Psoriasis-Studie 2) der Studienteilnehmer hatten eine psoriatische Arthritis(PsA). Eine ähnliche Krankheitsschwere wurde auch in der Psoriasis-Studie 3 beobachtet.
Primärer Endpunkt in diesen Studien war der Anteil der Patienten, der ein PASI-75-Ansprechen von
Studienbeginn bis Woche 12 erzielte (siehe Tabellen 4 und 5).
Tabelle 4 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in Psoriasis-Studie 1 (PHOENIX 1) und
Psoriasis-Studie 2 (PHOENIX 2)
Woche 12 Woche 282 Dosen (Woche 0 und Woche 4) 3 Dosen (Woche 0,
Woche 4 und Woche 16)
PBO 45 mg 90 mg 45 mg 90 mg
Psoriasis-Studie 1
Anzahl der randomisierten 255 255 256 250 243
Patienten
PASI-50-Ansprechen n (%) 26 (10 %) 213 (84 %)a 220 (86 %)a 228 (91 %) 234 (96 %)
PASI-75-Ansprechen n (%) 8 (3 %) 171 (67 %)a 170 (66 %)a 178 (71 %) 191 (79 %)
PASI-90-Ansprechen n (%) 5 (2 %) 106 (42 %)a 94 (37 %)a 123 (49 %) 135 (56 %)nach PGAb abgeheilt oder 10 (4 %) 151 (59 %)a 156 (61 %)a 146 (58 %) 160 (66 %)minimal n (%)
Anzahl der Patienten 166 168 164 164 153≤ 100 kg
PASI-75-Ansprechen 6 (4 %) 124 (74 %) 107 (65 %) 130 (79 %) 124 (81 %)n (%)
Anzahl der Patienten 89 87 92 86 90> 100 kg
PASI-75-Ansprechen 2 (2 %) 47 (54 %) 63 (68 %) 48 (56 %) 67 (74 %)n (%)
Woche 12 Woche 282 Dosen (Woche 0 und Woche 4) 3 Dosen (Woche 0,
Woche 4 und Woche 16)
Psoriasis-Studie 2
Anzahl der randomisierten 410 409 411 397 400
Patienten
PASI-50-Ansprechen n (%) 41 (10 %) 342 (84 %)a 367 (89 %)a 369 (93 %) 380 (95 %)
PASI-75-Ansprechen n (%) 15 (4 %) 273 (67 %)a 311 (76 %)a 276 (70 %) 314 (79 %)
PASI-90-Ansprechen n (%) 3 (1 %) 173 (42 %)a 209 (51 %)a 178 (45 %) 217 (54 %)nach PGAb abgeheilt oder 18 (4 %) 277 (68 %)a 300 (73 %)a 241 (61 %) 279 (70 %)minimal n (%)
Anzahl der Patienten 290 297 289 287 280≤ 100 kg
PASI-75-Ansprechen 12 (4 %) 218 (73 %) 225 (78 %) 217 (76 %) 226 (81 %)n (%)
Anzahl der Patienten 120 112 121 110 119> 100 kg
PASI-75-Ansprechen 3 (3 %) 55 (49 %) 86 (71 %) 59 (54 %) 88 (74 %)n (%)a p < 0,001 für 45 mg oder 90 mg Ustekinumab im Vergleich zu Placebo (PBO).b PGA = Globale Beurteilung durch den Arzt (Physician Global Assessment)
Tabelle 5 Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in Woche 12 in Psoriasis-Studie 3(ACCEPT)
Psoriasis-Studie 3
Etanercept Ustekinumab24 Dosen 2 Dosen (Woche 0 und Woche 4)(50 mg zweimal in 45 mg 90 mgder Woche)
Anzahl der randomisierten 347 209 347
Patienten
PASI-50-Ansprechen n (%) 286 (82 %) 181 (87 %) 320 (92 %)a
PASI-75-Ansprechen n (%) 197 (57 %) 141 (67 %)b 256 (74 %)a
PASI-90-Ansprechen n (%) 80 (23 %) 76 (36 %)a 155 (45 %)anach PGA abgeheilt oder 170 (49 %) 136 (65 %)a 245 (71 %)aminimal n (%)
Anzahl der Patienten ≤ 100 kg 251 151 244
PASI-75-Ansprechen n (%) 154 (61 %) 109 (72 %) 189 (77 %)
Anzahl der Patienten > 100 kg 96 58 103
PASI-75-Ansprechen n (%) 43 (45 %) 32 (55 %) 67 (65 %)a p < 0,001 für 45 mg oder 90 mg Ustekinumab im Vergleich zu Etanercept.b p = 0,012 für 45 mg Ustekinumab im Vergleich zu Etanercept.
In der Psoriasis-Studie 1 war die Aufrechterhaltung des PASI 75 bei kontinuierlicher Behandlung dem
Absetzen der Behandlung signifikant überlegen (p < 0,001). Bei jeder Ustekinumab-Dosis wurdenähnliche Ergebnisse gesehen. Nach 1 Jahr (Woche 52) waren 89 % der Patienten, die in die
Erhaltungstherapie re-randomisiert wurden, im Vergleich zu 63 % der Patienten, die in den Placebo-
Arm re-randomisiert wurden (Absetzen der Behandlung), PASI-75-Responder (p < 0,001). Nach18 Monaten (Woche 76) waren 84 % der Patienten, die in die Erhaltungstherapie re-randomisiertwurden, PASI-75-Responder im Vergleich zu 19 % der Patienten, die re-randomisiert Placebo erhaltenhatten (Absetzen der Behandlung). Nach 3 Jahren (Woche 148) waren 82 % der in die
Erhaltungstherapie re-randomisierten Patienten PASI-75-Responder. Nach 5 Jahren (Woche 244)waren 80 % der in die Erhaltungstherapie re-randomisierten Patienten PASI-75-Responder.
Von den Patienten, die re-randomisiert Placebo erhielten und die nach einem Verlust von ≥ 50 % der
PASI-Verbesserung wieder mit ihrem ursprünglichen Ustekinumab-Behandlungsregime begannen,erlangten 85 % innerhalb von 12 Wochen nach Wiederaufnahme der Therapie ein PASI-75-
Ansprechen.
In der Psoriasis-Studie 1 zeigten sich im Vergleich zu Placebo in Woche 2 und Woche 12 in jeder
Ustekinumab-Behandlungsgruppe im DLQI signifikant größere Verbesserungen gegenüber dem
Ausgangswert. Die Verbesserung hielt bis Woche 28 an. In der Psoriasis-Studie 2 wurden in Woche 4und 12 ähnlich signifikante Verbesserungen beobachtet, die bis Woche 24 anhielten. In der Psoriasis-
Studie 1 waren in jeder Ustekinumab-Behandlungsgruppe Verbesserungen der Nagel-Psoriasis (Nail
Psoriasis Severity Index), der SF-36-Summenscores der körperlichen und mentalen Komponente unddem mit der visuellen Analog-Skala (VAS) gemessenen Juckreiz im Vergleich zu Placebo ebenfallssignifikant. In der Psoriasis-Studie 2 waren die Werte in der Hospital Anxiety and Depression Scale(HADS) und im Work Limitations Questionnaire (WLQ) in jeder Ustekinumab-Behandlungsgruppeim Vergleich zu Placebo ebenfalls signifikant besser.
Psoriatische Arthritis (PsA) (Erwachsene)
Es wurde gezeigt, dass Ustekinumab die Anzeichen und Symptome, die körperliche
Funktionsfähigkeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei erwachsenen Patienten mit aktiver
PsA verbessert sowie die Progressionsrate der Schädigung der peripheren Gelenke reduziert.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurden in zwei randomisierten,placebokontrollierten Doppelblind-Studien mit 927 Patienten mit aktiver PsA (≥ 5 geschwollene
Gelenke und ≥ 5 druckschmerzhafte Gelenke) trotz Therapie mit nichtsteroidalen Antirheumatika(NSARs) oder krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) untersucht. Die PsA-Diagnosebestand bei den Patienten dieser Studien seit mindestens 6 Monaten. Es wurden Patienten mit allen
PsA-Subtypen eingeschlossen, einschließlich solche mit polyartikulärer Arthritis ohne Nachweis von
Rheumaknoten (39 %), Spondylitis mit peripherer Arthritis (28 %), asymmetrischer peripherer
Arthritis (21 %), distaler interphalangealer Beteiligung (12 %) sowie Arthritis mutilans (0,5 %). Über70 % bzw. 40 % der Patienten in beiden Studien hatten bei Studienbeginn eine Enthesitis bzw.
Dactylitis. Die Patienten wurden randomisiert einer Behandlung mit Ustekinumab 45 mg, 90 mg oder
Placebo subkutan in Woche 0 und 4 zugewiesen, gefolgt von einer Dosierung alle 12 Wochen.
Annähernd 50 % der Patienten setzten die Behandlung unter stabil bleibenden MTX-Dosen(≤ 25 mg/Woche) fort.
In der PsA-Studie 1 (PSUMMIT I) und der PsA-Studie 2 (PSUMMIT II) waren 80 % bzw. 86 % der
Patienten mit DMARDs vorbehandelt. In Studie 1 war eine Vorbehandlung mit Tumornekrose-Faktor-(TNF)α-Inhibitoren nicht zulässig. In Studie 2 war die Mehrzahl der Patienten (58 %, n = 180) miteinem oder mehreren TNFα-Inhibitoren vorbehandelt, von denen über 70 % ihre Anti-
TNFα-Behandlung zu irgendeinem Zeitpunkt wegen mangelnder Wirksamkeit oder Unverträglichkeitabgebrochen hatten.
Anzeichen und SymptomeIm Vergleich zu Placebo führte die Behandlung mit Ustekinumab in Woche 24 zu signifikanten
Verbesserungen bei den Messungen der Krankheitsaktivität. Primärer Endpunkt war der Prozentsatzder Patienten, die in Woche 24 ein Ansprechen gemäß den Kriterien des American College of
Rheumatology (ACR) von 20 erzielten. Die wichtigsten Ergebnisse zur Wirksamkeit sind in Tabelle 6aufgeführt.
Tabelle 6 Anzahl der Patienten, die in den Psoriasis-Arthritis-Studien 1 (PSUMMIT I) und 2(PSUMMIT II) in Woche 24 ein klinisches Ansprechen erreichten
Psoriasis-Arthritis-Studie 1 Psoriasis-Arthritis-Studie 2
PBO 45 mg 90 mg PBO 45 mg 90 mg
Anzahl der randomisierten206 205 204 104 103 105
Patienten47 87 101 21 45 46
ACR-20-Ansprechen, n (%)(23 %) (42 %)a (50 %)a (20 %) (44 %)a (44 %)a
Psoriasis-Arthritis-Studie 1 Psoriasis-Arthritis-Studie 2
PBO 45 mg 90 mg PBO 45 mg 90 mg18 51 57 18 24
ACR-50-Ansprechen, n (%) a a 7 (7 %)(9 %) (25 %) (28 %) (17 %)b (23 %)a25 29
ACR-70-Ansprechen, n (%) 5 (2 %) a a 3 (3 %) 7 (7 %)c 9 (9 %)c(12 %) (14 %)
Anzahl der Patienten mit ≥ 3 %d 146 145 149 80 80 81
BSA16 83 93 41 45
PASI-75-Ansprechen, n (%) a a 4 (5 %)(11 %) (57 %) (62 %) (51 %)a (56 %)a60 65 24 36
PASI-90-Ansprechen, n (%)4 (3 %) (41 %)a (44 %)a 3 (4 %) (30 %)a (44 %)a
Kombiniertes PASI-75- und 40 62 24 318 (5 %) 2 (3 %)
ACR-20-Ansprechen, n (%) (28 %)a (42 %)a (30 %)a (38 %)a
Anzahl der Patienten ≤ 100 kg 154 153 154 74 74 7339 67 78 17 32 34
ACR-20-Ansprechen, n (%)(25 %) (44 %) (51 %) (23 %) (43 %) (47 %)
Anzahl der Patienten mit ≥ 3 %d 105 105 111 54 58 57
BSA14 64 73 31 32
PASI-75-Ansprechen, n (%) 4 (7 %)(13 %) (61 %) (66 %) (53 %) (56 %)
Anzahl der Patienten > 100 kg 52 52 50 30 29 318 20 23 4 13 12
ACR-20-Ansprechen, n (%)(15 %) (38 %) (46 %) (13 %) (45 %) (39 %)
Anzahl der Patienten mit ≥ 3 %d 41 40 38 26 22 24
BSA19 20 10 13
PASI-75-Ansprechen, n (%) 2 (5 %) 0(48 %) (53 %) (45 %) (54 %)a p < 0,001b p < 0,05c p = NS (nicht signifikant)d Anzahl der Patienten mit psoriatischer Hautbeteiligung von ≥ 3 % BSA (Body Surface Area, Körperoberfläche) bei
Aufnahme
Das ACR-20-, -50- und -70-Ansprechen verbesserte sich fortlaufend und wurde bis zur Woche 52(PsA-Studien 1 und 2) bzw. Woche 100 (PsA-Studie 1) aufrechterhalten. In der PsA-Studie 1 wurde in
Woche 100 unter 45 mg bzw. 90 mg ein ACR-20-Ansprechen von 57 % bzw. 64 % erreicht. In der
PsA-Studie 2 wurde in Woche 52 unter 45 mg bzw. 90 mg ein ACR-20-Ansprechen von 47 % bzw.48 % erreicht.
Auch der Anteil der Patienten, der ein Ansprechen nach den modifizierten PsA Response Criteria(PsARC) erzielte, war in den Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 im Vergleich zu Placebo signifikantgrößer. Das PsARC-Ansprechen wurde bis einschließlich Woche 52 bzw. 100 aufrechterhalten. Eingrößerer Anteil der mit Ustekinumab behandelten Patienten, die Spondylitis mit peripherer Arthritisals primären Befund hatten, zeigte in Woche 24 im Vergleich zu Placebo eine Verbesserung des Bath
Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI-) Scores um 50 bzw. 70 %.
Das in den Ustekinumab-Behandlungsgruppen beobachtete Ansprechen war bei den Patienten mitoder ohne begleitendes MTX ähnlich und wurde bis einschließlich Woche 52 bzw. 100aufrechterhalten. In Woche 24 erzielten mit TNFα-Inhibitoren vorbehandelte Patienten, die
Ustekinumab erhielten, ein besseres Ansprechen als Patienten, die Placebo erhielten (das ACR-20-
Ansprechen in Woche 24 betrug 37 % bzw. 34 % unter 45 mg bzw. 90 mg im Vergleich zu 15 % unter
Placebo; p < 0,05). Das Ansprechen wurde bis einschließlich Woche 52 aufrechterhalten.
Bei Patienten mit Enthesitis und/oder Daktylitis bei Aufnahme wurde in der PsA-Studie 1 in den
Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung der
Enthesitis- und Daktylitis-Scores beobachtet. In der PsA-Studie 2 wurde in Woche 24 in der 90-mg-
Ustekinumab-Gruppe im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung des Enthesitis-Scoresund eine numerische Verbesserung des Daktylitis-Scores (statistisch nicht signifikant) beobachtet. Die
Verbesserungen des Enthesitis und Daktylitis-Scores wurden bis einschließlich Woche 52 bzw. 100aufrechterhalten.
Radiologisches AnsprechenDie strukturellen Schäden in Händen und Füßen wurden als Veränderung gegenüber dem
Ausgangsbefund des van-der-Heijde-Sharp-Gesamtscores (vdH-S-Score), der für PsA durch
Hinzufügen der distalen interphalangealen Gelenke modifiziert wurde, bewertet. Es wurde einepräspezifizierte, integrierte Analyse durchgeführt, die die Daten von 927 Studienteilnehmern aus den
PsA-Studien 1 und 2 umfasste. Ustekinumab zeigte im Vergleich zu Placebo einen statistischsignifikanten Rückgang der Progressionsrate der strukturellen Schäden, gemessen als Veränderung desmodifizierten vdH-S-Gesamtscores von Studienbeginn bis Woche 24 (der mittlere Score ± SD betrug0,97 ± 3,85 in der Placebo-Gruppe im Vergleich zu 0,40 ± 2,11 bzw. 0,39 ± 2,40 in den Ustekinumab-45-mg- (p < 0,05) bzw. -90-mg-Gruppen (p < 0,001)). Dieser Effekt wurde durch die PsA-Studie 1beeinflusst. Die Wirkung gilt, unabhängig von einer begleitenden MTX-Anwendung, als bewiesen undwurde bis einschließlich Woche 52 (integrierte Analyse) bzw. 100 (PsA-Studie 1) aufrechterhalten.
Körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität
Mit Ustekinumab behandelte Patienten zeigten in Woche 24 gemäß Bewertung mit dem Disability
Index of the Health Assessment Questionnaire (HAQ-DI) eine signifikante Verbesserung derkörperlichen Funktionsfähigkeit. Der Anteil der Patienten, der eine klinisch bedeutsame Verbesserungvon ≥ 0,3 gegenüber dem Ausgangswert des HAQ-DI erzielte, war in den Ustekinumab-Gruppen im
Vergleich zu Placebo ebenfalls signifikant größer. Die Verbesserung der HAQ-DI-Scores gegenüberdem Ausgangsbefund wurde bis einschließlich Woche 52 bzw. 100 aufrechterhalten.
Im Vergleich zu Placebo gab es in den Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 eine signifikante
Verbesserung der DLQI-Scores, die bis einschließlich Woche 52 bzw. 100 aufrechterhalten wurden. Inder PsA-Studie 2 gab es in den Ustekinumab-Gruppen in Woche 24 im Vergleich zu Placebo einesignifikante Verbesserung der Functional Assessment of Chronic Illness Therapy - Fatigue(FACIT-F-) Scores. Der Anteil der Patienten, der eine klinisch signifikante Verbesserung bezüglich
Fatigue (4 Punkte im FACIT-F) erzielte, war in den Ustekinumab-Gruppen im Vergleich zu Placeboebenfalls signifikant größer. Die Verbesserungen der FACIT-Scores wurden bis einschließlich
Woche 52 aufrechterhalten.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Ustekinumab eine Zurückstellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in der pädiatrischen Altersklasse mit juvenileridiopathischer Arthritis gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindernund Jugendlichen).
Plaque-Psoriasis bei Kindern und JugendlichenEs konnte gezeigt werden, dass Ustekinumab die Anzeichen und Symptome sowie diegesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren verbessert.
Jugendliche Patienten (12-17 Jahre)
Die Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten Phase-3-Studie mit 110 pädiatrischen Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahrenmit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis untersucht (CADMUS). Die Patienten erhieltenrandomisiert in Woche 0 und 4 und dann alle 12 Wochen entweder Placebo (n = 37), die empfohlene
Ustekinumabdosis (siehe Abschnitt 4.2; n = 36) oder die Hälfte der empfohlenen Ustekinumabdosis(n = 37) jeweils als subkutane Injektion. In Woche 12 wurden die Patienten, die Placebo erhielten, aufeine Behandlung mit Ustekinumab umgestellt.
Für die Studie waren diejenigen Patienten geeignet, die einen PASI von ≥ 12, einen PGA-Score von≥ 3 und eine betroffene Körperoberfläche (Body Surface Area) von mindestens 10 % hatten und fürdie eine systemische Therapie oder Phototherapie indiziert war. Etwa 60 % der Patienten hatten zuvoreine konventionelle systemische Therapie oder Phototherapie erhalten. Etwa 11 % der Patienten hattenzuvor Biologika erhalten.
Primärer Endpunkt war derjenige Anteil der Patienten, der in Woche 12 einen PGA-Scoreerscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) erreichte. Zu den sekundären Endpunkten gehörteneine PASI-Verbesserung um 75 % (PASI 75) und 90 % (PASI 90), eine Änderung des Children’s
Dermatology Life Quality Index (CDLQI) und eine Änderung des Pediatric-Quality-of-Life-Inventory(PedsQL-) Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert jeweils in Woche 12. In Woche 12 zeigten diemit Ustekinumab behandelten Patienten im Vergleich zu Placebo eine signifikante Verbesserung der
Psoriasis und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (Tabelle 7).
Alle Patienten wurden über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen nach Erstanwendung der
Studienmedikation bezüglich der Wirksamkeit nachbeobachtet. Der Anteil der Patienten mit einem
PGA-Score erscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) und PASI 75 zeigte Unterschiedezwischen der mit Ustekinumab und der mit Placebo behandelten Gruppe zum Zeitpunkt der ersten
Visite nach Studienbeginn in Woche 4; ein Maximum wurde in Woche 12 erreicht. Verbesserungenbezüglich PGA, PASI, CDLQI und PedsQL wurden über den Beobachtungszeitraum bis einschließlich
Woche 52 aufrechterhalten (Tabelle 7).
Tabelle 7 Zusammenfassung der primären und sekundären Endpunkte in Woche 12 und Woche 52
Pädiatrische Psoriasis-Studie(CADMUS) (Alter 12-17 Jahre)
Woche 12 Woche 52
Empfohlene Empfohlene
Placebo
Ustekinumabdosis Ustekinumabdosisn (%) n (%) n (%)
Anzahl der randomisierten37 36 35
Patienten
PGA
PGA-Score erscheinungsfrei(0) oder fast 2 (5,4 %) 25 (69,4 %)a 20 (57,1 %)erscheinungsfrei (1)
PGA-Score erscheinungsfrei1 (2,7 %) 17 (47,2 %)a 13 (37,1 %)(0)
PASI
PASI-75-Ansprechen 4 (10,8 %) 29 (80,6 %)a 28 (80,0 %)
PASI-90-Ansprechen 2 (5,4 %) 22 (61,1 %)a 23 (65,7 %)
PASI-100-Ansprechen 1 (2,7 %) 14 (38,9 %)a 13 (37,1 %)
CDLQI
CDLQI von 0 oder 1b 6 (16,2 %) 18 (50,0 %)c 20 (57,1 %)
PedsQL
Änderung gegenüber dem3,35 (10,04) 8,03 (10,44)e 7,26 (10,92)
Ausgangswert, mittel (SD)da p < 0,001b CDLQI: Der CDLQI ist ein dermatologischer Fragebogen zur Beurteilung der Auswirkung eines Hautproblems aufdie gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen. Ein CDLQI von 0 oder 1 deutet auf eine nichtbeeinträchtigte Lebensqualität des Kindes hin.
c p = 0,002d PedsQL: Der PedsQL Gesamtscore stellt ein allgemeines Messinstrument zur Erfassung der gesundheitsbezogenen
Lebensqualität dar, das zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen entwickelt wurde. Für die Placebo-Gruppe in
Woche 12, n = 36e p = 0,028
Während der placebokontrollierten Studienphase bis einschließlich Woche 12 war die Wirksamkeitbeider Dosisgruppen - empfohlene und halbe empfohlene Dosis - hinsichtlich des primären
Endpunkts im Allgemeinen vergleichbar (69,4 % bzw. 67,6 %), obwohl es Anzeichen für eine Dosis-
Wirkung-Beziehung bei strengeren Effizienzkriterien gab (z. B. PGA erscheinungsfrei (0), PASI 90).
Über Woche 12 hinaus war die Wirksamkeit in der Gruppe, die die empfohlene Dosis erhielt, im
Allgemeinen höher und anhaltender als in der Gruppe, die die Hälfte der empfohlenen Dosis erhieltund in der häufiger ein moderater Wirksamkeitsverlust gegen Ende jedes 12-wöchigen
Dosierungsintervalls beobachtet wurde. Die Sicherheitsprofile waren bei der empfohlenen und derhalben empfohlenen Dosis vergleichbar.
Kinder (6-11 Jahre)
Die Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in einer offenen, einarmigen, multizentrischen
Phase-3-Studie mit 44 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis 11 Jahren mit mittelschwerer bisschwerer Plaque-Psoriasis untersucht (CADMUS Jr.). Die Patienten erhielten in den Wochen 0 und 4und dann alle 12 Wochen die empfohlene Ustekinumabdosis (siehe Abschnitt 4.2; n = 44) alssubkutane Injektion.
Für die Studie waren Patienten geeignet, die einen PASI von ≥ 12, einen PGA-Score von ≥ 3 und einebetroffene BSA von mindestens 10 % hatten und für eine systemische Therapie oder Phototherapieindiziert waren. Etwa 43 % der Patienten hatten zuvor eine konventionelle systemische Therapie oder
Phototherapie erhalten. Etwa 5 % der Patienten hatten zuvor Biologika erhalten.
Der primäre Endpunkt war derjenige Anteil der Patienten, der in Woche 12 einen PGA-Score vonerscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) erreichte. Zu den sekundären Endpunkten gehörteneine PASI-Verbesserung um 75 % (PASI 75) und 90 % (PASI 90) und eine Änderung des Children's
Dermatology Life Quality Index (CDLQI) gegenüber dem Ausgangswert in Woche 12. In Woche 12zeigten die mit Ustekinumab behandelten Patienten eine klinisch bedeutsame Verbesserung ihrer
Psoriasis und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (Tabelle 8).
Alle Patienten wurden über einen Zeitraum von bis zu 52 Wochen nach Erstanwendung der
Studienmedikation bezüglich der Wirksamkeit beobachtet. Der Anteil der Patienten mit einem
PGA-Score von erscheinungsfrei (0) oder fast erscheinungsfrei (1) in Woche 12 betrug 77,3 %. Die
Wirksamkeit (definiert als PGA 0 oder 1) wurde bereits bei der ersten Post-Baseline Visite in Woche 4beobachtet und der Anteil der Studienteilnehmer, die einen PGA-Score von 0 oder 1 erreichten, stiegbis Woche 16 an und blieb dann bis Woche 52 relativ stabil. Die Verbesserungen bezüglich PGA,
PASI und CDLQI wurden bis einschließlich Woche 52 aufrechterhalten (Tabelle 8).
Tabelle 8 Zusammenfassung der primären und sekundären Endpunkte in Woche 12 und Woche 52
Pädiatrische Psoriasisstudie (CADMUS Jr.) (Alter 6-11 Jahre)
Woche 12 Woche 52
Empfohlene Empfohlene Ustekinumabdosis
Ustekinumabdosisn (%) n (%)
Anzahl der eingeschlossenen44 41
Patienten
PGA
PGA-Score erscheinungsfrei (0)34 (77,3 %) 31 (75,6 %)oder fast erscheinungsfrei (1)
PGA-Score erscheinungsfrei (0) 17 (38,6 %) 23 (56,1 %)
PASI
PASI-75-Ansprechen 37 (84,1 %) 36 (87,8 %)
PASI-90-Ansprechen 28 (63,6 %) 29 (70,7 %)
PASI-100-Ansprechen 15 (34,1 %) 22 (53,7 %)
Pädiatrische Psoriasisstudie (CADMUS Jr.) (Alter 6-11 Jahre)
Woche 12 Woche 52
Empfohlene Empfohlene Ustekinumabdosis
Ustekinumabdosisn (%) n (%)
CDLQIa
Patienten mit einem(n = 39) (n = 36)
Ausgangswert von CDLQI > 1
CDLQI von 0 oder 1 24 (61,5 %) 21 (58,3 %)a CDLQI: Der CDLQI ist ein dermatologischer Fragebogen zur Beurteilung der Auswirkung eines Hautproblems aufdie gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen. Ein CDLQI von 0 oder 1 deutet auf eine nichtbeeinträchtigte Lebensqualität des Kindes hin.
Morbus CrohnDie Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in drei randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten multizentrischen Studien mit erwachsenen Patienten mit mittelschwerem bisschwerem aktiven Morbus Crohn (Crohn’s Disease Activity Index [CDAI]-Score von ≥ 220 und≤ 450) untersucht. Das klinische Entwicklungsprogramm bestand aus zwei 8-wöchigen Studien zurintravenösen Induktion (UNITI-1 und UNITI-2), gefolgt von einer 44-wöchigen randomisierten Studiezur subkutanen Erhaltungstherapie (IM-UNITI; randomized withdrawal maintenance study), wasinsgesamt einer Therapiedauer von 52 Wochen entspricht.
In die Induktionsstudien waren 1 409 Patienten eingeschlossen (UNITI-1, n = 769; UNITI-2, n = 640).
Der primäre Endpunkt in beiden Induktionsstudien war der Anteil der Patienten mit klinischem
Ansprechen (definiert als Abnahme des CDAI-Scores um ≥ 100 Punkte) in Woche 6. Daten zur
Wirksamkeit wurden von beiden Studien bis einschließlich Woche 8 erfasst und ausgewertet.
Gleichzeitige Gaben von oralen Corticosteroiden, Immunmodulatoren, Aminosalicylaten und
Antibiotika waren erlaubt und 75 % der Patienten erhielten weiterhin mindestens eine dieser
Medikationen. In beiden Studien erhielten die Patienten in Woche 0 randomisiert eine einmaligeintravenöse Gabe entweder entsprechend der empfohlenen auf dem Körpergewicht basierenden Dosisvon etwa 6 mg/kg (siehe Abschnitt 4.2 der Fachinformation von STELARA 130 mg Konzentrat zur
Herstellung einer Infusionslösung), eine Fixdosis von 130 mg Ustekinumab oder Placebo.
Die Patienten in UNITI-1 hatten auf eine oder mehrere vorherige Anti-TNFα-Therapien nichtangesprochen oder diese nicht vertragen. Etwa 48 % der Patienten hatten auf 1 vorherige Anti-
TNFα-Therapie und 52 % auf 2 oder 3 vorherige Anti-TNFα-Therapien nicht angesprochen. 29,1 %der Patienten dieser Studie hatten dabei initial unzureichend angesprochen (primäre Non-Responder);69,4 % hatten ein Ansprechen, das jedoch verloren ging (sekundäre Non-Responder) und 36,4 %hatten die Anti-TNFα-Therapien nicht vertragen.
Die Patienten in UNITI-2 hatten auf mindestens eine konventionelle Therapie, einschließlich
Corticosteroiden und Immunmodulatoren, nicht angesprochen und waren entweder Anti-TNFα-naiv(68,6 %) oder hatten vorher eine Anti-TNFα-Therapie erhalten und auf diese auch angesprochen(31,4 %).
Sowohl in UNITI-1 als auch UNITI-2 war der Anteil der Patienten mit klinischem Ansprechen und
Remission in der mit Ustekinumab behandelten Gruppe im Vergleich zu Placebo signifikant größer(Tabelle 9). Klinisches Ansprechen und Remission waren in den mit Ustekinumab behandelten
Patienten bereits in Woche 3 signifikant und nahmen bis einschließlich Woche 8 weiter zu. In diesen
Induktionsstudien war die Wirksamkeit in der Gruppe mit der auf dem Körpergewicht basierenden
Dosis größer und länger anhaltend als in der Gruppe mit der 130-mg-Dosis. Deshalb ist die auf dem
Körpergewicht basierende Dosis die empfohlene Dosis für die intravenöse Induktion.
Tabelle 9 Induktion von klinischem Ansprechen und Remission in UNITI-1 und UNITI-2
UNITI-1* UNITI-2**
Placebo Empfohlene Placebo Empfohlene
Ustekinumab Ustekinumab-
- dosis dosisn = 247 n = 249 n = 209 n = 209
Klinische Remission, Woche 8 18 (7,3 %) 52 (20,9 %)a 41 (19,6 %) 84 (40,2 %)a
Klinisches Ansprechen 53 (21,5 %) 84 (33,7 %)b 60 (28,7 %) 116 (55,5 %)a(100 Punkte), Woche 6
Klinisches Ansprechen 50 (20,2 %) 94 (37,8 %)a 67 (32,1 %) 121 (57,9 %)a(100 Punkte), Woche 870-Punkte-Ansprechen, Woche 3 67 (27,1 %) 101 (40,6 %)b 66 (31,6 %) 106 (50,7 %)a70-Punkte-Ansprechen, Woche 6 75 (30,4 %) 109 (43,8 %)b 81 (38,8 %) 135 (64,6 %)a
Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150; Klinisches Ansprechen ist definiert als Abnahme des
CDAI-Score um mindestens 100 Punkte oder als in klinischer Remission befindlich70-Punkte-Ansprechen ist definiert als Abnahme des CDAI-Scores um mindestens 70 Punkte
* Anti-TNFα-Therapieversagen
** Versagen der konventionellen Therapiena p < 0,001b p < 0,01
In der Erhaltungsstudie (IM-UNITI) wurden 388 Patienten untersucht, die in den Studien UNITI-1 und
UNITI-2 in Woche 8 der Induktion mit Ustekinumab ein klinisches Ansprechen (Abnahme des
CDAI-Score um mindestens 100 Punkte) erreicht hatten. Die Patienten erhielten 44 Wochen langrandomisiert ein subkutanes Erhaltungsregime von entweder 90 mg Ustekinumab alle 8 Wochen,90 mg Ustekinumab alle 12 Wochen oder Placebo (zur empfohlenen Erhaltungsdosierung siehe
Abschnitt 4.2).
In Woche 44 war der Anteil der Patienten mit anhaltendem klinischem Ansprechen und Remission inder mit Ustekinumab behandelten Gruppe signifikant größer als in der Placebo-Gruppe (siehe
Tabelle 10).
Tabelle 10 Aufrechterhaltung von klinischem Ansprechen und Remission in IM-UNITI (Woche 44;52 Wochen nach Einleitung der Induktionsdosis)
Placebo* 90 mg 90 mg
Ustekinumab Ustekinumaballe 8 Wochen alle 12 Wochenn = 131† n = 128† n = 129†
Klinische Remission 36 % 53 %a 49 %b
Klinisches Ansprechen 44 % 59 %b 58 %b
Corticosteroidfreie klinische Remission 30 % 47 %a 43 %c
Klinische Remission bei Patienten,die zu Beginn der Erhaltungstherapie 46 % (36/79) 67 % (52/78)a 56 % (44/78)in Remission warenaus Studie CRD3002 (UNITI-2)§ 44 % (31/70) 63 % (45/72)c 57 % (41/72)die Anti-TNFα-naiv sind 49 % (25/51) 65 % (34/52)c 57 % (30/53)aus Studie CRD3001 (UNITI-1)¶ 26 % (16/61) 41 % (23/56) 39 % (22/57)
Klinische Remission ist definiert als CDAI-Score < 150; Klinisches Ansprechen ist definiert als Abnahme des
CDAI-Score um mindestens 100 Punkte oder als in klinischer Remission befindlich
* Die Placebo-Gruppe bestand aus Patienten, die auf Ustekinumab angesprochen und zu Beginn der Erhaltungstherapierandomisiert Placebo erhalten hatten.† Patienten mit klinischem 100-Punkte-Ansprechen auf Ustekinumab zu Beginn der Erhaltungstherapie§ Patienten, die nicht auf die konventionelle Therapie, aber auf die Anti-TNFα-Therapie ansprachen¶ Patienten, die Anti-TNFα-refraktär waren/es nicht vertrugena p < 0,01b p < 0,05c nominell signifikant (p < 0,05)
In IM-UNITI konnte bei 29 von 129 Patienten das Ansprechen auf Ustekinumab bei einer Behandlungalle 12 Wochen nicht aufrechterhalten werden, sodass erlaubt wurde, die Dosis so anzupassen, dass sie
Ustekinumab alle 8 Wochen erhielten. Ein Verlust des Ansprechens war als ein CDAI-Score≥ 220 Punkte und ein Anstieg des CDAI-Score um ≥ 100 Punkte gegenüber Studienbeginn definiert.41,4 % dieser Patienten erreichten 16 Wochen nach der Dosisanpassung eine klinische Remission.
Patienten, die in den UNITI-1- und UNITI-2-Induktionsstudien in Woche 8 auf die Ustekinumab-
Induktion klinisch nicht ansprachen (476 Patienten), wurden in den nicht randomisierten Teil der
Erhaltungsstudie (IM-UNITI) aufgenommen und erhielten zu diesem Zeitpunkt eine subkutane
Injektion mit 90 mg Ustekinumab. Acht Wochen später sprachen 50,5 % dieser Patienten klinisch anund erhielten die Erhaltungsdosen alle 8 Wochen weiter. Von den Patienten mit fortgeführter
Erhaltungsdosierung sprach die Mehrzahl in Woche 44 weiterhin an (68,1 %) bzw. erreichte eine
Remission (50,2 %). Dies ist vergleichbar mit derjenigen Patientenanzahl, die initial auf die
Ustekinumab-Induktion angesprochen hatte.
Von den 131 Patienten, die auf die Ustekinumab-Induktion ansprachen und zu Beginn der
Erhaltungsstudie in die Placebo-Gruppe randomisiert wurden, ging bei51 in der Folge das Ansprechenverloren und sie erhielten alle 8 Wochen 90 mg Ustekinumab subkutan. Die Mehrzahl der Patienten,bei denen das Ansprechen verloren ging, nahm die Behandlung mit Ustekinumab innerhalb von24 Wochen nach der Induktionsinfusion wieder auf. Von diesen 51 Patienten erreichten 70,6 %16 Wochen nach Erhalt der ersten subkutanen Ustekinumabdosis ein klinisches Ansprechen und39,2 % eine klinische Remission.
In der IM-UNITI-Studie durften Patienten, die bis Woche 44 an der Studie teilgenommen hatten, die
Behandlung in einer Verlängerung der Studie fortsetzen. Bei den 567 Patienten, die an der
Studienverlängerung teilnahmen und mit Ustekinumab behandelt wurden, wurden klinische Remissionund Ansprechen bis einschließlich Woche 252 sowohl bei einem TNF-Therapieversagen als auch beieinem Versagen der konventionellen Systemtherapien im Allgemeinen aufrechterhalten.
Es wurden keine neuen Sicherheitsbedenken bei der Fortführung dieser Studie mit bis zu 5 Jahren
Behandlung bei Patienten mit Morbus Crohn festgestellt.
Endoskopie
In einer Substudie wurde das endoskopische Erscheinungsbild der Mukosa in 252 Patienten mit einerzu Studienbeginn vorliegenden endoskopischen Bestimmung der Krankheitsaktivität untersucht. Derprimäre Endpunkt war die Änderung des Simplified Endoscopic Disease Severity Score for Crohn’s
Disease (SES-CD) von Studienbeginn an - einem zusammengesetzten Score aus dem Vorliegen/der
Größe der Ulzerationen, dem Anteil der Mukosaoberfläche, der mit Ulzerationen bedeckt ist, dem
Anteil der Mukosaoberfläche, der durch andere Läsionen betroffen ist und dem Vorliegen/der Art von
Verengungen/Strikturen über 5 Ileo-Kolonsegmente hinweg. In Woche 8 war die Änderung des
SES-CD-Scores nach einer einzigen intravenösen Induktionsdosis in der Ustekinumabgruppe größer(n = 155, mittlere Änderung = -2,8) als in der Placebo-Gruppe (n = 97, mittlere Änderung = -0,7;p = 0,012).
Fistel-Ansprechen
In einer Patientensubgruppe mit sezernierenden Fisteln bei Studienbeginn (8,8 %; n = 26) erreichten12/15 (80 %) der mit Ustekinumab behandelten Patienten im Verlauf von 44 Wochen ein Fistel-
Ansprechen (definiert als ≥ 50 %ige Abnahme der Anzahl der sezernierenden Fisteln gegenüber
Studienbeginn in der Induktionsstudie im Vergleich zu 5/11 (45,5 %) bei den Placebo-exponierten
Patienten.
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem Inflammatory Bowel Disease Questionnaire(IBDQ) und dem SF-36-Fragebogen bewertet. In Woche 8 zeigten Patienten, die Ustekinumaberhielten, sowohl in UNITI-1 als auch UNITI-2 im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant größereund klinisch bedeutende Verbesserungen im IBDQ-Gesamtscore und im Gesamtscore der mentalen
Komponente des SF-36 sowie im Gesamtscore der körperlichen Komponente des SF-36 in UNITI-2.
Diese Verbesserungen wurden im Allgemeinen im Vergleich zu Placebo in der IM-UNITI-Studie beiden mit Ustekinumab behandelten Patienten bis einschließlich Woche 44 besser aufrechterhalten. Die
Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität wurde während der Verlängerung der Studiebis einschließlich Woche 252 generell aufrechterhalten.
Colitis ulcerosaDie Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in zwei randomisierten, doppelblinden,placebokontrollierten, multizentrischen Studien mit erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bisschwerer aktiver Colitis ulcerosa untersucht (Mayo-Score 6 bis 12; Endoskopie Subscore ≥ 2). Dasklinische Entwicklungsprogramm bestand aus einer intravenösen Induktionsstudie (UNIFI-I) mit einer
Behandlungsdauer von bis zu 16 Wochen, gefolgt von einer 44-wöchigen subkutanen randomisierten
Studie zu Erhaltungstherapie (UNIFI-M, randomized withdrawal maintenance study) mit einer
Behandlungsdauer von mindestens 52 Wochen.
Die für die Studien UNIFI-I und UNIFI-M vorgestellten Wirksamkeitsergebnisse basierten auf derzentralen Überprüfung von Endoskopien.
In die Induktionsstudie (UNIFI-I) wurden 961 Patienten eingeschlossen. Der primäre Endpunkt der
Induktionsstudie war der Anteil der Patienten in klinischer Remission in Woche 8. Die Patientenerhielten in Woche 0 randomisiert eine einmalige intravenöse Gabe entweder entsprechend derempfohlenen auf dem Körpergewicht basierenden Dosis von etwa 6 mg/kg (siehe Tabelle 1,
Abschnitt 4.2), einer Fixdosis von 130 mg Ustekinumab oder Placebo.
Begleittherapien mit oralen Corticosteroiden, Immunmodulatoren und Aminosalicylaten warenerlaubt, und 90 % der Patienten erhielten weiterhin mindestens eines dieser Arzneimittel. Bei deneingeschlossenen Patienten musste eine konventionelle Therapie (Corticosteroide oder
Immunmodulatoren) oder mindestens ein Biologikum (TNFα-Antagonist und/oder Vedolizumab)versagt haben. Bei 49 % der Patienten hat eine konventionelle Therapie versagt (von denen 94 %
Biologika-naiv waren), nicht hingegen ein Biologikum. Bei 51 % der Patienten hat eine Therapie miteinem Biologikum versagt oder diese wurde nicht vertragen. Bei etwa 50 % der Patienten hatmindestens eine vorherige Therapie mit einem TNFα-Antagonisten (davon 48 % primäre Non-
Responder) und bei 17 % mindestens eine vorherige Therapie mit einem TNFα-Antagonisten und
Vedolizumab versagt.
In der UNIFI-I-Studie war ein signifikant größerer Anteil der Patienten in der mit Ustekinumabbehandelten Gruppe in klinischer Remission im Vergleich zu Placebo in Woche 8 (Tabelle 11).
Bereits in Woche 2, dem frühesten geplanten Studienbesuch, und bei jedem weiteren Besuch hatte eingrößerer Anteil der mit Ustekinumab behandelten Patienten keine rektale Blutung oder erreichte einenormale Stuhlfrequenz im Vergleich zu Patienten, die mit Placebo behandelt wurden. Signifikante
Unterschiede im partiellen Mayo-Score und in der symptomatischen Remission wurden bereits in
Woche 2 zwischen Ustekinumab und Placebo beobachtet.
Die Wirksamkeit war in der auf dem Körpergewicht basierenden Dosisgruppe (6 mg/kg) höher als inder 130 mg Fixdosisgruppe in ausgewählten Endpunkten. Daher ist die auf dem Körpergewichtbasierende Dosierung die empfohlene intravenöse Induktionsdosis.
Tabelle 11: Zusammenfassung der wichtigsten Wirksamkeitsendpunkte in der UNIFI-I-Studie(Woche 8)
Placebo Empfohlenen = 319 Ustekinumabdosis£n = 322
Klinische Remission* bei Patienten, 5 % 16 %abei denen eine konventionelle Therapie versagt hat, 9 % (15/158) 19 % (29/156)cnicht hingegen ein Biologikumbei denen eine Therapie mit einem Biologikum 1 % (2/161) 13 % (21/166)bversagt hat¥bei denen eine Therapie mit TNFα-Antagonist und 0 % (0/47) 10 % (6/58)c
Vedolizumab versagt hat
Klinisches Ansprechen§ bei Patienten, 31 % 62 %abei denen eine konventionelle Therapie versagt hat, 35 % (56/158) 67 % (104/156)bnicht hingegen ein Biologikumbei denen eine Therapie mit einem Biologikum 27 % (44/161) 57 % (95/166)bversagt hat¥bei denen eine Therapie mit TNFα-Antagonist und 28 % (13/47) 52 % (30/58)c
Vedolizumab versagt hat
Mukosaheilung† bei Patienten, 14 % 27 %abei denen eine konventionelle Therapie versagt hat, 21 % (33/158) 33 % (52/156)cnicht hingegen ein Biologikumbei denen eine Therapie mit einem Biologikum 7 % (11/161) 21 % (35/166)bversagt hat
Symptomatische Remission‡ 23 % 45 %b
Kombinierte symptomatische Remission und 8 % 21 %b
Mukosaheilung⸸£ Infusionsdosis von Ustekinumab unter Verwendung des in Tabelle 1 angegebenen gewichtsbasierten
Dosierungsschemas.
* Klinische Remission ist definiert als Mayo-Score ≤ 2 Punkte, ohne individuellen Subscore > 1.§ Klinisches Ansprechen ist definiert als eine Abnahme gegenüber dem Ausgangswert im Mayo-Score um ≥ 30 % und≥ 3 Punkte, entweder mit einer Abnahme gegenüber dem Ausgangswert im rektalen Blutungs-Subscore ≥ 1 odereinem rektalen Blutungs-Subscore von 0 oder 1.
¥ Ein TNFα-Antagonist und/oder Vedolizumab.† Mukosaheilung ist definiert als ein endoskopischer Mayo-Subscore von 0 oder 1.‡ Symptomatische Remission ist definiert als ein Mayo-Stuhlfrequenz-Subscore von 0 oder 1 und ein rektaler
Blutungs-Subscore von 0.⸸ Kombinierte symptomatische Remission und Mukosaheilung ist definiert als Stuhlfrequenz-Subscore von 0 oder 1, einrektaler Blutungs-Subscore von 0 und ein Endoskopie-Subscore von 0 oder 1.a p < 0,001b Nominell signifikant (p < 0,001)c Nominell signifikant (p < 0,05)
In der UNIFI-M-Studie wurden 523 Patienten evaluiert, die klinisches Ansprechen mit einereinmaligen intravenösen Gabe von Ustekinumab in der UNIFI-I-Studie erreichten. Die Patientenwurden randomisiert, um eine subkutane Erhaltungstherapie von entweder 90 mg Ustekinumab alle8 Wochen, 90 mg Ustekinumab alle 12 Wochen oder Placebo für 44 Wochen zu erhalten (für dieempfohlene Erhaltungsdosierung, siehe Abschnitt 4.2 der Fachinformation der STELARA
Injektionslösung (Durchstechflasche) und Injektionslösung in einer Fertigspritze oder der
Fachinformation der Injektionslösung in einem Fertigpen).
Signifikant größere Anteile der Patienten waren in klinischer Remission in beiden mit Ustekinumabbehandelten Gruppen im Vergleich zur Placebo-Gruppe in Woche 44 (siehe Tabelle 12).
Tabelle 12: Zusammenfassung der wichtigsten Wirksamkeitsendpunkte in der UNIFI-M-Studie(Woche 44; 52 Wochen ab Beginn der Induktionstherapie)
Placebo* 90 mg 90 mgn = 175 Ustekinumab Ustekinumaballe 8 Wochen allen = 176 12 Wochenn = 172
Klinische Remission** bei Patienten, 24 % 44 % a 38 % bbei denen eine konventionelle Therapie 31 % (27/87) 48 % (41/85)d 49 % (50/102)dversagt hat, nicht hingegen ein
Biologikumbei denen eine Therapie mit einem 17 % (15/88) 40 % (36/91)c 23 % (16/70)d
Biologikum versagt hat¥bei denen eine Therapie mit 15 % (4/27) 33 % (7/21)e 23 % (5/22)e
TNFα-Antagonist und Vedolizumabversagt hat
Erhaltung des klinischen Ansprechens bis 45 % 71 %a 68 %a
Woche 44§ in Patienten,bei denen eine konventionelle Therapie 51 % (44/87) 78 % (66/85)c 77 % (78/102)cversagt hat, nicht hingegen ein
Biologikumbei denen eine Therapie mit einem 39 % (34/88) 65 % (59/91)c 56 % (39/70)b
Biologikum versagt hat¥bei denen eine Therapie mit 41 % (11/27) 67 % (14/21)e 50 % (11/22)e
TNFα-Antagonist und Vedolizumabversagt hat
Mukosaheilung† 29 % 51 %a 44 %b
Erhaltung der klinischen Remission bis 38 % (17/45) 58 % (22/38) 65 % (26/40) c
Woche 44£
Corticosteroidfreie klinische Remission€ 23 % 42 %a 38 %b
Dauerhafte Remissionǁ 35 % 57 %c 48 %d
Symptomatische Remission‡ 45 % 68 %c 62 %d
Kombinierte symptomatische Remission 28 % 48 %c 41 %dund Mukosaheilung⸸
* Nach Ansprechen auf Ustekinumab (intravenöse Gabe).
** Klinische Remission ist definiert als Mayo-Score ≤ 2 Punkte, ohne individuellen Subscore > 1.§ Klinisches Ansprechen ist definiert als ein Rückgang gegenüber dem Ausgangswert im Mayo-Score um ≥ 30 % und≥ 3 Punkte, entweder mit einer Abnahme gegenüber dem Ausgangwert im rektalen Blutungs-Subscore ≥ 1 oder einemrektalen Blutungs-Subscore von 0 oder 1.
¥ Ein TNFα-Antagonist und/oder Vedolizumab.† Mukosaheilung ist definiert als ein endoskopischer Mayo-Subscore von 0 oder 1.£ Erhaltung der klinischen Remission bis Woche 44 ist definiert als klinische Remission bis Woche 44 bei Patienten, diebereits zu Beginn der Erhaltungstherapie in klinischer Remission waren.€ Die corticosteroidfreie klinische Remission ist definiert als Patienten in klinischer Remission, die nicht mit
Corticosteroiden in Woche 44 behandelt wurden.ǁ Dauerhafte Remission ist definiert als partielle Mayo-Remission bei ≥ 80 % aller Besuche vor Woche 44 und inpartieller Mayo-Remission beim letzten Besuch (Woche 44).‡ Symptomatische Remission ist definiert als ein Mayo-Stuhlfrequenz-Subscore von 0 oder 1 und ein rektaler
Blutungs-Subscore von 0.⸸ Kombinierte symptomatische Remission und Mukosaheilung ist definiert als Stuhlfrequenz-Subscore von 0 oder 1, einrektaler Blutungs-Subscore von 0 und ein Endoskopie-Subscore von 0 oder 1.a p < 0,001b p < 0,05c Nominell signifikant (p < 0,001)d Nominell signifikant (p < 0,05)e Nicht statistisch signifikant
Der positive Effekt von Ustekinumab auf das klinische Ansprechen, die Mukosaheilung und dieklinische Remission wurde in der Induktions- und in der Erhaltungsphase sowohl bei Patientenbeobachtet, bei denen eine konventionelle Therapie, nicht hingegen ein Biologikum, versagt hat, alsauch bei Patienten, bei denen mindestens eine frühere Therapie mit TNFα-Antagonisten und/oder
Vedolizumab versagt hat, einschließlich primärer Non-Responder auf eine Therapie mit
TNFα-Antagonisten. Ein positiver Effekt wurde auch in der Induktionstherapie bei Patientenbeobachtet, bei denen mindestens eine vorherige Therapie mit TNFα-Antagonisten und Vedolizumabversagt hat, jedoch war die Anzahl der Patienten in dieser Untergruppe zu gering, um endgültige
Rückschlüsse auf die positive Wirkung in dieser Gruppe während der Erhaltungstherapie zu ziehen.
Woche 16 Responder auf Ustekinumab-Induktionsdosis
Die mit Ustekinumab behandelten Patienten, die in Woche 8 der UNIFI-I-Studie kein Ansprechengezeigt haben, erhielten in Woche 8 eine Gabe von Ustekinumab 90 mg subkutan (36 % der
Patienten). Von diesen erreichten 9 % der Patienten, die initial auf die empfohlene Induktionsdosisrandomisiert wurden, eine klinische Remission und 58 % ein klinisches Ansprechen in Woche 16.
Die Patienten, die zwar in Woche 8 der UNIFI-I-Studie auf die Ustekinumab-Induktionsdosis nichtklinisch angesprochen haben, aber in Woche 16 (157 Patienten) ein klinisches Ansprechen zeigten,wurden in den nicht-randomisierten Teil der UNIFI-M-Studie aufgenommen und erhielten weiterhinalle 8 Wochen eine Erhaltungsdosis; unter diesen Patienten konnte eine Mehrheit (62 %) das
Ansprechen aufrecht erhalten und 30 % erreichten eine Remission in Woche 44.
Studienverlängerung
In der UNIFI-Studie konnten Patienten, die bis Woche 44 an der Studie teilgenommen hatten, die
Behandlung in einer Verlängerung der Studie fortsetzen. Bei den 400 Patienten, die an der
Studienverlängerung teilnahmen und mit Ustekinumab alle 12 oder 8 Wochen behandelt wurden,wurde die symptomatische Remission im Allgemeinen bis Woche 200 aufrechterhalten, und zwarsowohl bei Patienten, bei denen eine konventionelle Therapie (nicht hingegen ein Biologikum) versagthatte, als auch bei Patienten, bei denen eine Therapie mit einem Biologikum versagt hatte,einschließlich der Patienten, bei denen sowohl die Therapie mit Anti-TNF als auch mit Vedolizumabversagt hatte. Bei den Patienten, die vier Jahre mit Ustekinumab behandelt und anhand desvollständigen Mayo-Scores in der 200. Erhaltungswoche bewertet wurden, hielten 74,2 % (69/93) die
Mukosaheilung und 68,3 % (41/60) die klinische Remission aufrecht.
Die Sicherheitsanalyse umfasste 457 Patienten (1 289,9 Patientenbeobachtungsjahre), die bis zu220 Wochen nachbeobachtet wurden, und zeigte ein Sicherheitsprofil zwischen Woche 44 und 220,das mit dem bis zu Woche 44 beobachteten vergleichbar war.
Es wurden keine neuen Sicherheitsbedenken bei der Fortführung dieser Studie mit bis zu 4 Jahren
Behandlung bei Patienten mit Colitis ulcerosa festgestellt.
Endoskopische Normalisierung
Die endoskopische Normalisierung wurde als ein endoskopischer Mayo-Subscore von 0 definiert undwurde bereits in Woche 8 der UNIFI-I-Studie beobachtet. In Woche 44 der UNIFI-M-Studie wurde siebei 24 % und 29 % der mit Ustekinumab alle 12 bzw. 8 Wochen behandelten Patienten erreicht,verglichen mit 18 % der Patienten in der Placebo-Gruppe.
Histologische & Histo-Endoskopische Mukosaheilung
Die histologische Heilung (definiert als neutrophile Infiltration in < 5 % der Krypten, keine
Kryptenzerstörung und keine Erosionen, Ulzerationen oder Granulationsinfiltrate) wurde in Woche 8der UNIFI-I-Studie und Woche 44 der UNIFI-M-Studie bewertet. In Woche 8, nach einer einmaligenintravenösen Induktionsdosis, erreichten signifikant größere Anteile der Patienten in der empfohlenen
Dosisgruppe eine histologische Heilung (36 %) im Vergleich zu Patienten in der Placebo-Gruppe(22 %). In Woche 44 wurde die Erhaltung dieses Effekts bei signifikant mehr Patienten in derhistologischen Heilung in den Ustekinumab-Gruppen alle 12 Wochen (54 %) und alle 8 Wochen(59 %) im Vergleich zu Placebo (33 %) beobachtet.
Ein kombinierter Endpunkt der histo-endoskopischen Mukosaheilung, definiert als Patienten mit
Mukosaheilung und histologischer Heilung, wurde in Woche 8 der UNIFI-I-Studie und Woche 44 der
UNIFI-M-Studie bewertet. Patienten, die mit Ustekinumab in der empfohlenen Dosis behandeltwurden, zeigten signifikante Verbesserungen hinsichtlich des Endpunktes der histo-endoskopischen
Mukosaheilung in Woche 8 in der Ustekinumab-Gruppe (18 %) im Vergleich zur Placebo-Gruppe(9 %). In Woche 44 wurde die Erhaltung dieses Effekts bei signifikant mehr Patienten mit histo-endoskopischer Mukosaheilung in den Ustekinumab-Gruppen alle 12 Wochen (39 %) und alle8 Wochen (46 %) im Vergleich zu Placebo (24 %) beobachtet.
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurde mit dem Inflammatory Bowel Disease Questionnaire(IBDQ) und den Fragebögen SF-36 und EuroQoL-5D (EQ-5D) beurteilt.
In Woche 8 der UNIFI-I-Studie zeigten Patienten, die mit Ustekinumab behandelt wurden, signifikantgrößere und klinisch bedeutsamere Verbesserungen in dem IBDQ-Gesamtergebnis, EQ-5D und
EQ-5D VAS sowie dem SF-36 Mental Component Summary Score und dem SF-36 Physical
Component Summary Score im Vergleich zu Placebo. Diese Verbesserungen wurden bei den mit
Ustekinumab behandelten Patienten in der UNIFI-M-Studie bis Woche 44 erhalten. Die Verbesserungder gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen mit dem IBDQ und dem SF-36, blieb im
Allgemeinen während der Verlängerung bis Woche 200 erhalten.
Die Patienten, die Ustekinumab erhielten, verglichen mit Placebo, erfuhren signifikant mehr
Verbesserungen in der Arbeitsproduktivität beurteilt durch eine stärkere Verringerung der allgemeinen
Arbeitsbeeinträchtigung und der Aktivitätsbeeinträchtigung, bewertet anhand des WPAI-GH-
Fragebogens.
Krankenhausaufenthalte und mit Colitis ulcerosa assoziierte Operationen
Bis Woche 8 der UNIFI-I-Studie waren die Anteile der Patienten mit Colitis ulcerosa-krankheitsassoziierten Krankenhausaufenthalten in der empfohlenen Dosisgruppe von Ustekinumab(1,6 %, 5/322) im Vergleich zu Patienten in der Placebo-Gruppe (4,4 %, 14/319) signifikant niedriger,und kein Patient, der Ustekinumab in der empfohlenen Induktionsdosis erhielt, wurde einer im
Zusammenhang mit der Colitis ulcerosa Erkrankung stehenden Operation unterzogen, verglichen mit0,6 % (2/319) der Patienten in der Placebo-Gruppe.
Bis Woche 44 wurde in der UNIFI-M-Studie ein signifikant geringerer Anteil von Colitis ulcerosa-assoziierten Krankenhausaufenthalten bei Patienten in der kombinierten Ustekinumab-Gruppe (2,0 %,7/348) im Vergleich zu Patienten in der Placebo-Gruppe (5,7 %, 10/175) beobachtet. Ein zahlenmäßiggeringerer Anteil von Patienten in der Ustekinumab-Gruppe (0,6 %, 2/348) im Vergleich zu Patientenin der Placebo-Gruppe (1,7 %, 3/175) wurde bis Woche 44 einer im Zusammenhang mit Colitisulcerosa Erkrankung stehenden Operation unterzogen.
ImmunogenitätWährend der Behandlung mit Ustekinumab können sich Antikörper gegen Ustekinumab entwickeln,die meist neutralisierend wirken. Die Bildung von Antikörpern gegen Ustekinumab ist sowohl miteiner erhöhten Clearance als auch mit einer verminderten Wirksamkeit von Ustekinumab assoziiert,außer bei Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, bei denen keine verminderte Wirksamkeitbeobachtet wurde. Es wurde kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der Entwicklung von
Antikörpern gegen Ustekinumab und dem Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstellefestgestellt.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Ustekinumab eine Zurückstellung von der
Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen
Altersklassen in der Indikation Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.
Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Morbus Crohn bei Kindern und JugendlichenDie Sicherheit und Wirksamkeit von Ustekinumab wurde in einer Zwischenanalyse einermultizentrischen Phase-3-Studie (UNITI-Jr) bei 48 Kindern und Jugendlichen mit mittelschwerem bisschwerem aktiven Morbus Crohn (definiert als Paediatric Crohn's Disease Activity Index [PCDAI]-
Score > 30) und einem Körpergewicht von mindestens 40 kg über einen Behandlungszeitraum von52 Wochen (8 Wochen Induktions- und 44 Wochen Erhaltungsbehandlung) beurteilt. Die in die Studieaufgenommenen Patienten hatten entweder unzureichend auf eine vorangegangene konventionelle
Therapie oder ein Biologikum zur Behandlung des Morbus Crohn angesprochen oder wiesen eine
Unverträglichkeit auf. Die Studie umfasste eine offene Induktionsbehandlung mit einer intravenösen
Ustekinumab-Einzeldosis von etwa 6 mg/kg (siehe Abschnitt 4.2), gefolgt von einem randomisiertendoppelblinden subkutanen Erhaltungsschema mit 90 mg Ustekinumab, das entweder alle 8 oder alle12 Wochen angewendet wurde.
Wirksamkeitsergebnisse
Der primäre Endpunkt der Studie war die klinische Remission in der Induktionswoche 8 (definiert als
PCDAI-Score ≤ 10). Der Anteil der Patienten, die eine klinische Remission erreichten, betrug 52,1 %(25/48) und ist vergleichbar mit dem Anteil, der in den Phase-3-Studien zu Ustekinumab bei
Erwachsenen beobachtet wurde.
Ein klinisches Ansprechen wurde bereits in Woche 3 beobachtet. Der Anteil der Patienten, die in
Woche 8 ein klinisches Ansprechen zeigten (definiert als eine Verringerung des PCDAI-Scores um> 12,5 Punkte gegenüber dem Ausgangswert bei einem PCDAI-Gesamtscore von maximal 30), betrug93,8 % (45/48).
In Tabelle 13 sind die Analysen bezüglich der sekundären Endpunkte bis Erhaltungswoche 44dargestellt.
Tabelle 13: Zusammenfassung der sekundären Endpunkte bis Erhaltungswoche 4490 mg 90 mg Gesamtzahl der
Ustekinumab Ustekinumab Patientenalle 8 Wochen alle 12 Wochen N = 48
N = 23 N = 25
Klinische Remission* 43,5 % (10/23) 60,0 % (15/25) 52,1 % (25/48)
Corticosteroidfreie klinische 43,5 % (10/23) 60,0 % (15/25) 52,1 % (25/48)
Remission§
Klinische Remission bei Patienten, 64,3 % (9/14) 54,5 % (6/11) 60,0 % (15/25)die in Induktionswoche 8 inklinischer Remisson waren*
Klinisches Ansprechen† 52,2 % (12/23) 60,0 % (15/25) 56,3 % (27/48)
Endoskopisches Ansprechen£ 22,7 % (5/22) 28,0 % (7/25) 25,5 % (12/47)
* Klinische Remission ist definiert als PCDAI-Score ≤ 10 Punkte.§ Corticosteroidfreie Remission ist definiert als PCDAI-Score ≤ 10 Punkte und keine Anwendung von Corticosteroidenüber einen Zeitraum von mindestens 90 Tagen vor Woche M-44.† Klinisches Ansprechen ist definiert als eine Verringerung des PCDAI-Scores ≥ 12,5 Punkte gegenüber dem
Ausgangswert bei einem PCDAI-Gesamtscore von maximal 30.£ Endoskopisches Ansprechen ist definiert als eine Verringerung des SES-CD-Scores ≥ 50 % oder des SES-CD-Scores≤ 2 bei Patienten mit einem SES-CD-Score ≥ 3 zum Ausgangszeitpunkt.
Anpassung der Dosierungsfrequenz
Die Patienten, die die Erhaltungstherapie erhalten haben und basierend auf dem PCDAI-Score einen
Verlust des Ansprechens (loss of response, LOR) aufwiesen, waren für eine Dosisanpassung geeignet.
Die Patienten wurden entweder von der Behandlung alle 12 Wochen auf alle 8 Wochen umgestelltoder blieben auf der Behandlung alle 8 Wochen (Scheinanpassung). Zwei Patienten wurden auf einkürzeres Dosierungsintervall eingestellt. Bei diesen Patienten wurde 8 Wochen nach der
Dosisanpassung bei 100 % (2/2) der Patienten eine klinische Remission erreicht.
Das Sicherheitsprofil des Induktionsdosisschemas und der beiden Erhaltungsdosierungen bei Kindernund Jugendlichen mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg ist mit dem Sicherheitsprofil beierwachsenen Patienten mit Morbus Crohn vergleichbar (siehe Abschnitt 4.8).
Entzündungsmarker in Serum und Fäzes
Die mittlere Veränderung in Erhaltungswoche 44 gegenüber dem Ausgangswert betrug bei den
Konzentrationen von C-reaktivem Protein (CRP) und fäkalem Calprotectin -11,17 mg/l (24,159) bzw.
- 538,2 mg/kg (1 271,33).
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
Bei den IMPACT-III-Scores insgesamt und bei allen Unterkategorien (Darmbeschwerden,ermüdungsbedingte systemische Symptome und Wohlbefinden) zeigten sich nach 52 Wochen klinischbedeutsame Verbesserungen.