Angewendet bei: nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: amivantamab (monoklonaler Antikörper)
ATC: L01FX18 (ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | Monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate | Andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate)
Amivantamab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit Mutationen im EGFR-Gen (epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor) eingesetzt wird. Es wirkt, indem es an EGFR- und MET-Rezeptoren bindet und so die zelluläre Signalübertragung hemmt, die das Wachstum und Überleben von Krebszellen fördert.
Amivantamab wird intravenös verabreicht, in der Regel einmal wöchentlich während der ersten Behandlungswochen, gefolgt von selteneren Verabreichungen gemäß dem vom Arzt festgelegten Protokoll. Die Behandlung ist insbesondere für Patienten mit EGFR-Exon-20-Mutationen angezeigt, die gegen andere zielgerichtete Therapien resistent sind.
Häufige Nebenwirkungen sind infusionsbedingte Reaktionen, Hautausschläge, Durchfall, Übelkeit und Müdigkeit. In seltenen Fällen können schwere Reaktionen wie Pneumonitis oder Leberschäden auftreten.
Patienten, die Amivantamab erhalten, sollten engmaschig auf Nebenwirkungen und die Wirksamkeit der Behandlung überwacht werden. Es ist wichtig, dass die Behandlung unter der Aufsicht eines Onkologen mit Erfahrung in zielgerichteten Therapien erfolgt. Amivantamab ist eine vielversprechende Option für Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und bietet die Möglichkeit, die Krankheit bei spezifischen genetischen Mutationen zu kontrollieren.