REVATIO 20mg tablets merkblatt medikamente

G04BE03 Sildenafil • UROGENITALSYSTEM UND SEXUALHORMONE | UROLOGIKA | Mittel bei erektiler Dysfunktion

Sildenafil ist ein Medikament, das zur Behandlung von erektiler Dysfunktion (Impotenz) bei Männern und in einigen Fällen zur Behandlung von pulmonaler arterieller Hypertonie (einer Erkrankung mit hohem Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge) eingesetzt wird. Es gehört zur Klasse der Phosphodiesterase-Typ-5 (PDE5)-Hemmer, die durch Entspannung der Blutgefäße und Erhöhung des Blutflusses in bestimmte Körperbereiche wirken.

Bei erektiler Dysfunktion wird Sildenafil oral eingenommen, in der Regel 30-60 Minuten vor der sexuellen Aktivität. Die Wirkung kann bis zu 4-6 Stunden anhalten, jedoch funktioniert das Medikament nicht ohne sexuelle Stimulation.

Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Verdauungsstörungen, verstopfte Nase, Schwindel und Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen oder erhöhte Lichtempfindlichkeit). In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenderen Reaktionen kommen, wie einem plötzlichen Blutdruckabfall, vorübergehendem Verlust des Seh- oder Hörvermögens oder Priapismus (eine verlängerte und schmerzhafte Erektion, die sofortige medizinische Hilfe erfordert).

Sildenafil ist kontraindiziert bei Personen, die Nitrate gegen Herzkrankheiten einnehmen, da die Kombination zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen kann. Es ist wichtig, dass Patienten ihre Krankengeschichte und andere eingenommene Medikamente mit ihrem Arzt besprechen, bevor sie mit der Behandlung mit Sildenafil beginnen.

Allgemeine Daten zu REVATIO 20mg

Substanz: Sildenafil

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-09-2024

Handelsgesetzbuch: W66755001

Konzentration: 20mg

Pharmazeutisches Formblatt: tablets

Quantität: 90

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: FAREVA AMBOISE - FRANTA

Zulassungsinhaber: UPJOHN EESV - OLANDA

Zulassungsnummer: 318/2005/01

Haltbarkeit: 5 Jahre

Darreichungsformen erhältlich für Sildenafil

Verfügbare Konzentrationen für Sildenafil

100mg, 10mg/ml, 12.5mg/actionare a pompei, 20mg, 25mg, 25mg/ml, 50mg, 75mg

Andere ähnliche Substanzen wie Sildenafil

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels REVATIO 20mg tablets

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Revatio 20 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Filmtablette enthält 20 mg Sildenafil (als Citrat).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung

Jede Tablette enthält auch 0,7 mg Lactose.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit der Kennzeichnung 'VLE“ auf der einen und 'RVT 20“auf der anderen Seite

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Erwachsene

Behandlung von erwachsenen Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-

Funktionsklassen II und III zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Die Wirksamkeitkonnte nachgewiesen werden bei primärer PAH und bei pulmonaler Hypertonie in Verbindung miteiner Bindegewebskrankheit.

Kinder und Jugendliche

Behandlung von pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren mit pulmonaler arterieller

Hypertonie. Die Wirksamkeit konnte anhand der Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit oder derpulmonalen Hämodynamik nachgewiesen werden bei primärer PAH und bei pulmonaler Hypertonie in

Verbindung mit angeborenen Herzerkrankungen (siehe Abschnitt 5.1).

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung sollte nur durch einen Arzt eingeleitet und überwacht werden, der Erfahrung mit der

Behandlung von PAH hat. Im Falle einer klinischen Verschlechterung trotz einer Behandlung mit

Revatio sollten andere Formen der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Dosierung
Erwachsene

Die empfohlene Dosierung beträgt 20 mg dreimal täglich. Der Arzt sollte den Patienten, der eine

Einnahme von Revatio vergessen hat, anhalten, so bald wie möglich eine Dosis einzunehmen unddann mit der normalen Dosierung fortzufahren. Zum Ausgleichen einer vergessenen Einnahme solltendie Patienten keine doppelte Dosis einnehmen.

Kinder und Jugendliche (1 bis 17 Jahre)

Bei pädiatrischen Patienten im Alter von 1 Jahr bis 17 Jahren beträgt die empfohlene Dosierung beieinem Körpergewicht ≤ 20 kg 10 mg dreimal täglich und bei einem Körpergewicht > 20 kg 20 mgdreimal täglich. Höhere als die empfohlenen Dosen sollten bei pädiatrischen Patienten mit PAH nichtangewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1). Die 20 mg-Tablette sollte nicht in Fällenangewendet werden, in denen 10 mg dreimal täglich bei jüngeren Patienten gegeben werden sollten.

Andere Darreichungsformen stehen für Patienten ≤ 20 kg und andere jüngere Patienten, die nicht inder Lage sind Tabletten zu schlucken, zur Verfügung.

Patienten, die zusätzlich weitere Arzneimittel anwenden

Generell sollte jede Dosisanpassung nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abschätzungvorgenommen werden. Wenn Sildenafil Patienten verabreicht wird, die bereits CYP3A4-Hemmer wie

Erythromycin oder Saquinavir erhalten, sollte eine Dosisreduktion auf zweimal täglich 20 mg erwogenwerden. Bei gleichzeitiger Gabe mit stärkeren CYP3A4-Hemmern wie Clarithromycin, Telithromycinund Nefazodon wird eine Dosisreduktion auf einmal täglich 20 mg empfohlen. Zur gleichzeitigen

Anwendung von Sildenafil mit den stärksten CYP3A4-Hemmern siehe Abschnitt 4.3. Beigleichzeitiger Gabe mit CYP3A4-Induktoren kann eine Dosisanpassung für Sildenafil notwendigwerden (siehe Abschnitt 4.5).

Spezielle Patientenpopulationen
Ältere Patienten (≥ 65 Jahre)

Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die anhand der 6-Minuten-Gehstreckegemessene klinische Wirksamkeit kann bei älteren Patienten verringert sein.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion einschließlich solchen mit schwerer

Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist keine initiale Dosisanpassung erforderlich.

Nur wenn die Therapie nicht gut vertragen wird, sollte nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-

Bewertung eine Dosisreduktion auf 20 mg zweimal täglich erwogen werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Klassen A und B) ist keine initiale

Dosisanpassung erforderlich. Nur wenn die Therapie nicht gut vertragen wird, sollte nach einersorgfältigen Nutzen-Risiko-Bewertung eine Dosisreduktion auf 20 mg zweimal täglich erwogenwerden.

Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Klasse C) ist Revatiokontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Kinder und Jugendliche (Kinder unter 1 Jahr und Neugeborene)

Außerhalb der zugelassenen Indikationen darf Sildenafil nicht bei Neugeborenen mit persistierenderpulmonaler Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) angewendet werden, da das Risiko größer als der

Nutzen ist (siehe Abschnitt 5.1). Die Sicherheit und Wirksamkeit von Revatio bei Kindern unter 1 Jahrmit anderen Erkrankungen sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Absetzen der Behandlung

Anhand bisheriger, limitierter Daten ist anzunehmen, dass ein plötzliches Absetzen von Revatiokeinen Rebound-Effekt mit einer Verschlechterung der PAH verursacht. Allerdings sollte zur

Vermeidung einer möglichen und plötzlichen klinischen Verschlechterung während des Absetzenseine allmähliche Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden. Während des Absetzens wird eineengmaschigere Überwachung empfohlen.

Art der Anwendung

Revatio ist nur zur oralen Anwendung bestimmt. Die Tabletten sollten in Abständen von etwa 6 bis8 Stunden mit oder unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile

Gleichzeitige Gabe mit NO-Donatoren (wie Amylnitrit) oder Nitraten jeglicher Form aufgrund derhypotensiven Effekte von Nitraten (siehe Abschnitt 5.1)

Die Begleittherapie von PDE5-Hemmern, inklusive Sildenafil, mit Guanylatcyclase-Stimulatoren wie

Riociguat ist kontraindiziert, da es möglicherweise zu einer symptomatischen Hypotonie kommenkann (siehe Abschnitt 4.5).

Kombination mit den stärksten CYP3A4-Hemmern (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir) (siehe

Abschnitt 4.5)

Patienten, die aufgrund einer nicht arteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie(NAION) ihre Sehkraft auf einem Auge verloren haben, unabhängig davon, ob der Sehverlust miteiner vorherigen Einnahme eines PDE5-Hemmers in Zusammenhang stand oder nicht (siehe

Abschnitt 4.4)

Die Sicherheit von Sildenafil wurde bei folgenden Patientengruppen nicht untersucht und seine

Anwendung bei diesen Gruppen ist daher kontraindiziert:

- schwere Einschränkung der Leberfunktion

- kürzlich zurückliegender Schlaganfall oder Herzinfarkt

- ausgeprägte Hypotonie (Blutdruck < 90/50 mmHg) bei Behandlungsbeginn

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Die Wirksamkeit von Revatio bei Patienten mit schwerer PAH (Funktionsklasse IV) wurde bishernicht untersucht. Falls sich der klinische Zustand verschlechtert, sollten Therapien in Erwägunggezogen werden, die für ein schweres Stadium der Krankheit empfohlen werden (z. B. Epoprostenol)(siehe Abschnitt 4.2). Das Nutzen-Risiko-Profil von Sildenafil bei Patienten mit PAH der WHO-

Funktionsklasse I wurde nicht untersucht.

Studien mit Sildenafil wurden bei PAH in Verbindung mit primären (idiopathischen)

Bindegewebskrankheiten und mit angeborenen Herzerkrankungen durchgeführt (siehe Abschnitt 5.1).

Die Anwendung von Sildenafil bei anderen Formen der PAH wird nicht empfohlen.

In der pädiatrischen Langzeit-Anschlussstudie wurde bei Patienten, die höhere als die empfohlenen

Dosen erhielten, eine Zunahme von Todesfällen beobachtet. Deshalb sollten bei pädiatrischen

Patienten mit PAH höhere als die empfohlenen Dosen nicht angewendet werden (siehe auch

Abschnitte 4.2 und 5.1).

Retinitis pigmentosa

Die Sicherheit von Sildenafil wurde bei Patienten mit bekannter erblich bedingter degenerativer

Retinaerkrankung wie beispielsweise Retinitis pigmentosa (eine Minderheit dieser Patienten hat einegenetisch bedingte Störung der retinalen Phosphodiesterasen) nicht untersucht und seine Anwendungkann daher nicht empfohlen werden.

Gefäßerweiternde Wirkung

Bei der Verordnung von Sildenafil sollen Ärzte sorgfältig abwägen, ob Patienten mit bestimmten

Grunderkrankungen durch die leichte bis mäßige gefäßerweiternde Wirkung von Sildenafilbeeinträchtigt werden könnten. Hierzu zählen beispielsweise Patienten mit Hypotonie, solche mit

Dehydratation, Patienten mit einer schweren Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts oderschwerer Einschränkung der autonomen Blutdruckkontrolle (siehe Abschnitt 4.4).

Kardiovaskuläre Risikofaktoren

Nach der Markteinführung von Sildenafil zur Behandlung der erektilen Dysfunktion wurdenschwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse, einschließlich Herzinfarkt, instabiler Angina pectoris,plötzlichen Herztodes, ventrikulärer Arrhythmie, zerebrovaskulärer Blutung, transitorischerischämischer Attacke, Hypertonie und Hypotonie im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendungvon Sildenafil berichtet. Die meisten dieser Patienten hatten vorbestehende kardiovaskuläre

Risikofaktoren. Für viele Ereignisse wurde berichtet, dass sie während oder kurz nach dem

Geschlechtsverkehr auftraten, und für einige wenige, dass sie kurz nach der Anwendung von Sildenafilohne sexuelle Aktivität auftraten. Es ist nicht möglich zu beurteilen, ob diese Ereignisse direkt mit denkardiovaskulären Risikofaktoren oder mit anderen Faktoren in Zusammenhang stehen.

Priapismus

Eine Anwendung von Sildenafil bei Patienten mit anatomischen Penismissbildungen (wie etwa

Angulation, Fibrose im Bereich der Corpora cavernosa oder die Peyronie-Krankheit) sowie bei

Patienten mit für Priapismus prädisponierenden Erkrankungen (wie Sichelzellenanämie, Plasmozytom,

Leukämie) sollte mit entsprechender Vorsicht erfolgen.

Nach der Markteinführung wurden verlängerte Erektionen und Priapismus unter Sildenafil-

Behandlung berichtet. Falls eine Erektion länger als 4 Stunden anhält, sollte der Patient sofortmedizinische Hilfe suchen. Wird ein Priapismus nicht sofort behandelt, kann dies zu

Gewebeschädigung im Penis und dauerhaftem Potenzverlust führen (siehe Abschnitt 4.8).

Vaso-okklusive Krise bei Patienten mit Sichelzellenanämie

Bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie nach einer Sichelzellenanämie sollte Sildenafil nichtangewendet werden. In einer klinischen Studie wurden vaso-okklusive Krisen, die zu einer

Krankenhauseinweisung führten, bei den Patienten, die Revatio erhielten, häufiger berichtet als unter

Placebo, was zu einem vorzeitigen Abbruch dieser Studie führte.

Sehstörungen

In Zusammenhang mit der Einnahme von Sildenafil und anderen PDE5-Hemmern sind Fälle von

Sehstörungen spontan berichtet worden. Fälle von nicht arteriitischer anteriorer ischämischer

Optikusneuropathie, einer seltenen Erkrankung, sind in Zusammenhang mit der Einnahme von

Sildenafil und anderen PDE5-Hemmern spontan und in einer Beobachtungsstudie berichtet worden(siehe Abschnitt 4.8). Im Falle jeglicher plötzlicher Sehstörungen sollte die Behandlung sofortabgebrochen und eine alternative Therapie in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Alphablocker

Wenn Patienten unter Alphablocker-Therapie Sildenafil erhalten, ist Vorsicht geboten, da einegleichzeitige Anwendung bei empfindlichen Personen zu symptomatischer Hypotonie führen kann(siehe Abschnitt 4.5). Um die Möglichkeit einer orthostatischen Hypotonie möglichst gering zu halten,sollten Patienten, die mit Alphablockern behandelt werden, vor Beginn der Behandlung mit Sildenafilhämodynamisch stabil eingestellt sein. Ärzte sollten die Patienten darüber aufklären, wie sie sich beim

Auftreten von Symptomen einer orthostatischen Hypotonie verhalten sollen.

Blutungsstörungen

Studien an menschlichen Thrombozyten erbrachten Hinweise, dass Sildenafil die antiaggregatorische

Wirkung von Nitroprussid-Natrium in vitro verstärkt. Es liegen keine Daten über die Unbedenklichkeitder Anwendung von Sildenafil an Patienten mit Blutungsstörungen oder aktiven peptischen Ulzeravor. Daher sollte die Gabe von Sildenafil bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-

Abwägung erfolgen.

Vitamin-K-Antagonisten

Bei Patienten mit PAH, insbesondere bei einer PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit,besteht bei Beginn einer Therapie mit Sildenafil unter laufender Behandlung mit einem Vitamin-K-

Antagonisten möglicherweise ein erhöhtes Blutungsrisiko.

Venenverschlusskrankheit

Für die Anwendung von Sildenafil bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie in Verbindung mit einerpulmonalen Venenverschlusskrankheit liegen bisher keine Daten vor. Allerdings wurden für die

Anwendung von Vasodilatatoren (hauptsächlich Prostacyclin) bei solchen Patienten Fälle vonlebensbedrohlichen Lungenödemen beschrieben. Sollten daher bei der Anwendung von Sildenafil bei

Patienten mit pulmonaler Hypertonie Zeichen eines Lungenödems auftreten, ist an die Möglichkeiteiner Venenverschlusskrankheit zu denken.

Sonstige Bestandteile

Der Filmüberzug der Tabletten enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären

Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten

Revatio nicht einnehmen.

Revatio 20 mg Filmtabletten enthalten weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette. Patientenunter einer natriumarmen Diät können darüber informiert werden, dass dieses Arzneimittel nahezu'natriumfrei“ ist.

Anwendung von Sildenafil zusammen mit Bosentan

Die Wirksamkeit von Sildenafil bei Patienten, die gleichzeitig Bosentan erhalten, wurde nichtabschließend nachgewiesen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Gleichzeitige Gabe von anderen PDE5-Hemmern

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sildenafil in Kombination mit anderen PDE5-Hemmern,einschließlich Viagra, sind bei PAH-Patienten nicht untersucht worden. Die Anwendung in dieser

Kombination wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Sildenafil
In-vitro-Studien

Der Sildenafil-Metabolismus wird grundsätzlich durch die Cytochrom-P450 (CYP)-Isoenzyme 3A4(Hauptweg) und 2C9 (Nebenweg) vermittelt. Die Sildenafil-Clearance kann folglich durch Inhibitorendieser Isoenzyme herabgesetzt und durch Induktoren dieser Enzyme erhöht sein. Zu

Dosisempfehlungen siehe Abschnitte 4.2 und 4.3.

In-vivo-Studien

Die gleichzeitige Gabe von oral appliziertem Sildenafil und intravenös appliziertem Epoprostenolwurde untersucht (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Die Wirksamkeit und Sicherheit bei gleichzeitiger Gabe von Sildenafil mit anderen Behandlungen der

PAH (z. B. Ambrisentan, Iloprost) wurden in kontrollierten klinischen Studien nicht untersucht. Daherist im Falle gleichzeitiger Gabe Vorsicht geboten.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Sildenafil bei gleichzeitiger Gabe mit anderen PDE5-Inhibitorenwurden bei Patienten mit PAH nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.4).

Eine populationspharmakokinetische Analyse der Daten für alle Patientengruppen in klinischen

Studien bei PAH zeigte eine reduzierte Sildenafil-Clearance und/oder eine erhöhte orale

Bioverfügbarkeit von Sildenafil bei gemeinsamer Anwendung mit CYP3A4-Substraten und mit der

Kombination von CYP3A4-Substraten und Betablockern. Diese waren die einzigen Faktoren miteinem statistisch signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Sildenafil bei Patienten mit PAH.

Die Plasma-AUC von Sildenafil war bei Patienten mit CYP3A4-Substraten und CYP3A4-Substratenplus Betablockern um 43 % bzw. 66 % höher als bei Patienten, die keine solchen Arzneimittelerhielten. Die Plasma-AUC von Sildenafil war bei einer Dosis von 80 mg dreimal täglich um das 5-

Fache höher als bei einer Dosis von 20 mg dreimal täglich. Dieser Konzentrationsbereich entsprichtder Erhöhung der Sildenafil-Exposition, die bei speziell konzipierten Interaktionsstudien mit

CYP3A4-Hemmern (mit Ausnahme der stärksten CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol, Itraconazol,

Ritonavir) beobachtet wurden.

CYP3A4-Induktoren dürften einen erheblichen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Sildenafil bei

Patienten mit PAH haben. Dies konnte in einer In-vivo-Interaktionsstudie mit dem CYP3A4-Induktor

Bosentan bestätigt werden.

Bei gesunden Freiwilligen führte die gleichzeitige Anwendung von zweimal täglich 125 mg Bosentan(einem mäßigen Induktor von CYP3A4, CYP2C9 und möglicherweise auch von CYP2C19) mitdreimal täglich 80 mg Sildenafil (im Steady State) über 6 Tage zu einer Verringerung der AUC von

Sildenafil um 63 %. Bei einer populationspharmakokinetischen Analyse von Sildenafil-Datenerwachsener PAH-Patienten in klinischen Studien, darunter eine 12-wöchige Studie zur Beurteilungder Wirksamkeit und Sicherheit von 20 mg Sildenafil oral dreimal täglich zusätzlich zu einer stabilen

Dosis von Bosentan (62,5 mg bis 125 mg zweimal täglich), zeigte sich eine Verminderung der

Sildenafil-Exposition unter der gleichzeitigen Gabe von Bosentan, ähnlich wie sie bei gesunden

Freiwilligen beobachtet wurde (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Bei Patienten, die gleichzeitig starke CYP3A4-Induktoren wie Carbamazepin, Phenytoin,

Phenobarbital, Johanniskraut und Rifampicin anwenden, muss die Wirksamkeit von Sildenafil genauüberwacht werden.

Die gleichzeitige Anwendung des HIV-Protease-Hemmers Ritonavir, eines hochpotenten P450-

Hemmstoffs, im Steady State (zweimal täglich 500 mg) mit Sildenafil (100-mg-Einzeldosis) bewirkteeine 300%ige (4-fache) Steigerung der Cmax von Sildenafil und eine 1.000%ige (11-fache) Steigerungder Plasma-AUC von Sildenafil. Nach 24 Stunden betrugen die Sildenafil-Plasmaspiegel noch immeretwa 200 ng/ml im Vergleich zu etwa 5 ng/ml nach alleiniger Gabe von Sildenafil. Dies entspricht denausgeprägten Effekten von Ritonavir auf ein breites Spektrum von P450-Substraten. Aufgrund dieserpharmakokinetischen Ergebnisse ist die gleichzeitige Einnahme von Sildenafil und Ritonavir bei

Patienten mit PAH kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Die gleichzeitige Anwendung des HIV-Protease-Hemmers Saquinavir, eines CYP3A4-Hemmstoffs,im Steady State (dreimal täglich 1.200 mg) mit Sildenafil (100-mg-Einzeldosis) bewirkte eine140%ige Steigerung der Cmax von Sildenafil und eine 210%ige Steigerung der Plasma-AUC von

Sildenafil. Sildenafil hatte keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Saquinavir. Zu

Dosisempfehlungen siehe Abschnitt 4.2.

Bei Anwendung einer Einzeldosis von 100 mg Sildenafil gemeinsam mit Erythromycin, einemmäßigen CYP3A4-Hemmstoff, im Steady State (zweimal täglich 500 mg für 5 Tage) erhöhte sich diesystemische Sildenafil-Exposition (AUC) um 182 %. Zu Dosisempfehlungen siehe Abschnitt 4.2. Beigesunden männlichen Freiwilligen konnte kein Einfluss von Azithromycin (500 mg täglich über3 Tage) auf die AUC, Cmax, tmax, Eliminationsrate oder auf die sich daraus ergebende Halbwertszeitvon Sildenafil oder auf seinen Hauptmetaboliten im Kreislauf festgestellt werden. Eine

Dosisanpassung ist nicht notwendig. Cimetidin (800 mg), ein Cytochrom-P450-Hemmstoff und einunspezifischer CYP3A4-Hemmstoff, bewirkte eine 56%ige Steigerung der Sildenafil-Plasmaspiegel,wenn es gesunden Freiwilligen gleichzeitig mit Sildenafil (50 mg) gegeben wurde. Eine

Dosisanpassung ist nicht notwendig.

Bei den stärksten CYP3A4-Hemmern wie beispielsweise Ketoconazol oder Itraconazol dürftenähnliche Effekte wie bei Ritonavir zu erwarten sein (siehe Abschnitt 4.3). Bei CYP3A4-Hemmern wiez. B. Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon wird erwartet, dass der Effekt zwischen dem von

Ritonavir und dem von CYP3A4-Hemmern wie z. B. Saquinavir oder Erythromycin liegt - manvermutet eine 7-fach höhere Exposition. Bei CYP3A4-Hemmern werden daher Dosisanpassungenempfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Eine populationspharmakokinetische Analyse der Daten für alle Patientengruppen mit PAH lässtvermuten, dass die gemeinsame Anwendung von Betablockern mit CYP3A4-Substraten zu einerzusätzlichen Erhöhung der Plasma-AUC von Sildenafil im Vergleich zu einer alleinigen Anwendungdes CYP3A4-Substrats führen könnte.

Grapefruitsaft ist ein schwacher Hemmstoff des CYP3A4-Stoffwechsels in der Darmwand und kanneine geringe Steigerung der Sildenafil-Plasmaspiegel bewirken. Eine Dosisanpassung ist nichtnotwendig, die gleichzeitige Einnahme von Sildenafil mit Grapefruitsaft wird jedoch nicht empfohlen.

Durch die Einmalgabe eines Antazidums (Magnesiumhydroxid/Aluminiumhydroxid) wurde die

Bioverfügbarkeit von Sildenafil nicht beeinflusst.

Die gleichzeitige Anwendung von oralen Kontrazeptiva (Ethinylestradiol 30 µg und Levonorgestrel150 µg) hatte keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Sildenafil.

Nicorandil ist ein Wirkstoff, der gleichzeitig die Kaliumkanäle aktiviert und als Nitrat wirkt. Aufgrundder Nitratkomponente besteht die Möglichkeit einer schwerwiegenden Wechselwirkung mit Sildenafil(siehe Abschnitt 4.3).

Wirkungen von Sildenafil auf andere Arzneimittel
In-vitro-Studien

Sildenafil ist ein schwacher Inhibitor der Cytochrom-P450-Isoenzyme 1A2, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1 und3A4 (IC50 > 150 µM).

Es liegen keine Daten hinsichtlich Wechselwirkungen zwischen Sildenafil und unspezifischen

Phosphodiesteraseinhibitoren wie Theophyllin oder Dipyridamol vor.

In-vivo-Studien

Bei gleichzeitiger Anwendung von Sildenafil (50 mg) zeigten sich keine signifikanten

Wechselwirkungen mit Tolbutamid (250 mg) oder mit Warfarin (40 mg), die beide durch CYP2C9verstoffwechselt werden.

Sildenafil hatte keine signifikante Wirkung auf die Plasma-AUC von Atorvastatin (AUC um 11 %erhöht), was vermuten lässt, dass Sildenafil keinen klinisch relevanten Effekt auf CYP3A4 hat.

Es wurden keine Wechselwirkungen zwischen Sildenafil (100-mg-Einzeldosis) und Acenocoumarolbeobachtet.

Die durch Acetylsalicylsäure (150 mg) bewirkte Verlängerung der Blutungszeit wurde durch

Sildenafil (50 mg) nicht gesteigert.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Alkohol (maximale Blutalkoholspiegel im Mittel 80 mg/dl)wurde bei gesunden Probanden durch Sildenafil (50 mg) nicht verstärkt.

In einer Studie an gesunden Freiwilligen führte Sildenafil im Steady State (80 mg dreimal täglich) zueiner Erhöhung der AUC von Bosentan (125 mg zweimal täglich) um 50 %. Einepopulationspharmakokinetische Analyse der Daten aus einer Studie mit erwachsenen PAH-Patientenmit einer bestehenden Bosentan-Therapie (62,5 mg bis 125 mg zweimal täglich) ergab beigleichzeitiger Gabe von Sildenafil im Steady State (20 mg dreimal täglich) eine Erhöhung (20 %[KI 95 %: 9,8 bis 30,8]) der AUC von Bosentan, die geringer war als die bei gesunden Freiwilligenmit gleichzeitiger Gabe von 80 mg Sildenafil dreimal täglich (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

In einer Interaktionsstudie erhielten Hypertoniker Sildenafil (100 mg) zusammen mit Amlodipin. Eszeigte sich eine zusätzliche Senkung des Blutdrucks im Liegen um 8 mmHg systolisch und um7 mmHg diastolisch. Das Ausmaß dieser zusätzlichen Blutdrucksenkung war ähnlich der

Blutdrucksenkung, die nach alleiniger Anwendung von Sildenafil an gesunden Probanden beobachtetwurde.

In drei spezifischen Arzneimittelinteraktionsstudien wurden der Alphablocker Doxazosin (4 mg und8 mg) und Sildenafil (25 mg, 50 mg oder 100 mg) gemeinsam an Patienten mit benigner

Prostatahyperplasie (BPH) angewendet, die eine Therapie mit Doxazosin in stabiler Dosis erhielten.

Bei diesen Studienpopulationen zeigten sich mittlere zusätzliche Senkungen des systolischen unddiastolischen Blutdrucks im Liegen um 7/7 mmHg, 9/5 mmHg bzw. 8/4 mmHg und mittlerezusätzliche Senkungen des systolischen und diastolischen Blutdrucks im Stehen um 6/6 mmHg,11/4 mmHg bzw. 4/5 mmHg. Bei gleichzeitiger Anwendung von Sildenafil und Doxazosin an

Patienten mit stabil eingestellter Doxazosin-Dosis gab es gelegentlich Berichte über einesymptomatische orthostatische Hypotonie. Gemeldet wurden dabei Schwindel und Benommenheit,jedoch keine Synkope. Eine gleichzeitige Anwendung von Sildenafil bei Patienten mit Alphablocker-

Therapie kann bei empfindlichen Personen zu orthostatischer Hypotonie führen (siehe Abschnitt 4.4).

Sildenafil (100-mg-Einzeldosis) hatte keinen Einfluss auf die Steady-State-Pharmakokinetik des HIV-

Protease-Hemmstoffs Saquinavir, der ein CYP3A4-Substrat/Hemmer ist.

Entsprechend seiner pharmakologischen Wirkung auf den Stickstoffmonoxid-cGMP-Stoffwechsel(siehe Abschnitt 5.1) konnte gezeigt werden, dass Sildenafil den blutdrucksenkenden Effekt von

Nitraten verstärkt. Daher ist die gleichzeitige Gabe mit Stickstoffmonoxid-Donatoren oder jeglichen

Nitraten kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Riociguat

Präklinische Studien zeigten einen additiven Effekt auf die Senkung des systemischen Blutdrucks,wenn PDE5-Inhibitoren mit Riociguat kombiniert wurden. In klinischen Studien zeigte sich, dass

Riociguat den hypotensiven Effekt von PDE5-Hemmern verstärkt. Es gab keinen Hinweis auf einenpositiven klinischen Effekt dieser Kombination in der untersuchten Studienpopulation. Diegleichzeitige Verwendung von Riociguat zusammen mit PDE5-Hemmern, inklusive Sildenafil, istkontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Sildenafil hatte keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Plasmaspiegel von oralen Kontrazeptiva(Ethinylestradiol 30 µg und Levonorgestrel 150 µg).

Die zusätzliche Gabe einer Einzeldosis Sildenafil zu Sacubitril/Valsartan im Steady-State bei Patientenmit Hypertonie war mit einer signifikant stärkeren Blutdrucksenkung verbunden als die Gabe von

Sacubitril/Valsartan allein. Daher ist Vorsicht geboten, wenn eine Behandlung mit Sildenafil bei

Patienten begonnen wird, die mit Sacubitril/Valsartan behandelt werden.

Kinder und Jugendliche

Interaktionsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter und Kontrazeption bei Männern und Frauen

Wegen fehlender Daten zu den Auswirkungen von Revatio bei Schwangeren wird Revatio bei Frauenim gebärfähigen Alter nur dann empfohlen, wenn gleichzeitig ein wirksamer Empfängnisschutzangewandt wird.

Schwangerschaft

Es liegen keine Daten für die Anwendung von Sildenafil bei schwangeren Frauen vor. Tierstudienzeigen keine direkt oder indirekt schädlichen Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft undembryonale/fetale Entwicklung. Studien an Tieren zeigten eine Toxizität hinsichtlich der postnatalen

Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3).

Aufgrund fehlender Daten sollte Revatio bei schwangeren Frauen nicht angewendet werden, es seidenn, eine Anwendung ist dringend erforderlich.

Stillzeit

Es liegen keine geeigneten und gut kontrollierten Studien an stillenden Frauen vor. Daten von einerstillenden Frau weisen darauf hin, dass Sildenafil und sein aktiver Metabolit N-Desmethylsildenafil insehr geringen Konzentrationen in die Muttermilch ausgeschieden werden. Es liegen keine klinischen

Daten dazu vor, ob Sildenafil nachteilige Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/ Kinder hat. Dieaufgenommenen Mengen lassen jedoch keine nachteiligen Auswirkungen erwarten. Verschreibende

Ärzte sollten den klinischen Bedarf der Mutter für eine Anwendung von Sildenafil und möglichenachteilige Auswirkungen auf den gestillten Säugling sorgfältig gegeneinander abwägen.

Fertilität

Auf der Basis von Standarduntersuchungen zur Fertilität zeigten die präklinischen Daten keinebesonderen Risiken für den Menschen (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Revatio hat geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

Da in klinischen Studien mit Sildenafil über Schwindel und Sehstörungen berichtet wurde, sollen die

Patienten darauf achten, wie sie auf die Einnahme von Revatio reagieren, bevor sie ein Fahrzeuglenken oder Maschinen bedienen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Nebenwirkungsprofils

In der placebokontrollierten Zulassungsstudie mit Revatio bei pulmonaler arterieller Hypertoniewurden insgesamt 207 Patienten auf Revatio in einer Tagesdosis von 20 mg, 40 mg oder 80 mgdreimal täglich randomisiert und 70 Patienten auf Placebo. Die Behandlungsdauer betrug 12 Wochen.

Bei den mit 20 mg, 40 mg oder 80 mg Sildenafil dreimal täglich behandelten Patienten betrug die

Gesamtabbruchrate 2,9 %, 3,0 % oder 8,5 % im Vergleich zu 2,9 % unter Placebo. Von den277 Patienten, die in der Zulassungsstudie behandelt wurden, wurden 259 Patienten in eine Langzeit-

Fortsetzungsstudie aufgenommen, in der Dosen von bis zu 80 mg dreimal täglich (das 4-Fache derempfohlenen Dosis von 20 mg dreimal täglich) gegeben wurden. Nach 3 Jahren erhielten noch 87 %der 183 Patienten unter Studienmedikation 80 mg Revatio dreimal täglich.

In einer placebokontrollierten Studie mit Revatio als Begleitmedikation zu intravenös verabreichtem

Epoprostenol bei pulmonaler arterieller Hypertonie wurden insgesamt 134 Patienten mit Epoprostenolund Revatio (mit einer fixen Dosissteigerung von anfangs 20 mg, dann 40 mg und schließlich 80 mgjeweils dreimal täglich, entsprechend der Verträglichkeit) sowie 131 Patienten mit Epoprostenol und

Placebo behandelt. Die Behandlungsdauer betrug 16 Wochen. Die Häufigkeit von Therapieabbrüchenaufgrund unerwünschter Arzneimittelwirkungen lag insgesamt unter Sildenafil/Epoprostenol bei5,2 %, im Vergleich zu 10,7 % unter Placebo/Epoprostenol. Zu den bis dahin nicht berichteten

Nebenwirkungen, die in der Sildenafil/Epoprostenol-Gruppe häufiger auftraten als mit

Placebo/Epoprostenol, zählten: okulare Hyperämie, verschwommenes Sehen,

Nasenschleimhautschwellung, nächtliche Schweißausbrüche, Rückenschmerzen und Mundtrockenheit.

Bekannte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Erytheme, Gliederschmerzen und Ödeme wurdenhäufiger bei mit Sildenafil/Epoprostenol behandelten als bei mit Placebo/Epoprostenol behandelten

Patienten beobachtet. Von den Patienten, die diese initiale Studie abschlossen, wurden 242 Patientenin eine Langzeit-Fortsetzungsstudie aufgenommen. Dabei wurden Dosen bis zu 80 mg dreimal täglichgegeben, und nach 3 Jahren erhielten noch 68 % der 133 Patienten unter Studienmedikation 80 mg

Revatio dreimal täglich.

In den beiden placebokontrollierten Studien waren die Nebenwirkungen im Allgemeinen leichter bismäßiger Art. Die am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen (Häufigkeit: 10 % oder größer) mit

Revatio im Vergleich zu Placebo waren Kopfschmerzen, Flush, Dyspepsie, Durchfall und

Gliederschmerzen.

In einer Studie zur Bewertung der Auswirkungen verschiedener Sildenafil-Dosierungen entsprachendie Sicherheitsdaten für Sildenafil 20 mg dreimal täglich (empfohlene Dosis) und für Sildenafil 80 mgdreimal täglich (das 4-Fache der empfohlenen Dosis) dem Sicherheitsprofil von Sildenafil in früheren

PAH-Studien an Erwachsenen.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Tabelle 1 zeigt die Nebenwirkungen, die bei mindestens 1 % der mit Revatio behandelten Patientenund häufiger (Unterschied > 1 %) als unter Placebo auftraten (Datenbasis ist die Zulassungsstudie zu

Revatio bzw. eine gemeinsame Auswertung der beiden placebokontrollierten Studien zu PAH mit

Dosierungen von 20, 40 oder 80 mg Sildenafil dreimal täglich). Die Nebenwirkungen sind nach

Organsystem und Häufigkeit gegliedert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1.000, < 1/100) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem

Schweregrad angegeben.

Die Meldungen nach Markteinführung sind kursiv angegeben.

Tabelle 1: Nebenwirkungen aus placebokontrollierten Studien zu Sildenafil bei PAH und aus

Meldungen nach Markteinführung bei Erwachsenen

Systemorganklassen gemäß MedDRA (V. Nebenwirkung14.0)

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig Cellulitis, Grippe, Bronchitis, Sinusitis, Rhinitis,

Gastroenteritis

Erkrankungen des Blutes und des

Lymphsystems

Häufig Anämie

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig Flüssigkeitsretention

Psychiatrische Erkrankungen

Häufig Schlaflosigkeit, Angst

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig Kopfschmerzen

Häufig Migräne, Tremor, Parästhesie, Brennen,

Hypästhesie

Augenerkrankungen

Häufig Retinablutungen, Sehstörungen,verschwommenes Sehen, Photophobie,

Chromopsie, Zyanopsie, Augenreizungen,okuläre Hyperämie

Gelegentlich verminderte Sehschärfe, Doppeltsehen,

Fremdkörpergefühl im Auge

Nicht bekannt nicht arteriitische anteriore ischämische

Optikusneuropathie (NAION)*, Verschluss von

Netzhautgefäßen*, Gesichtsfelddefekte*

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig Vertigo

Nicht bekannt plötzlicher Hörverlust

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig Flush

Nicht bekannt Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des

Brustraums und Mediastinums

Häufig Nasenbluten, Husten,

Nasenschleimhautschwellung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig Durchfall, Dyspepsie

Häufig Gastritis, gastroösophagealer Reflux,

Hämorrhoiden, abdominelles Spannungsgefühl,

Mundtrockenheit

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Häufig Alopezie, Erythem, nächtliche Schweißausbrüche

Nicht bekannt Ausschlag

Skelettmuskulatur- und

Bindegewebserkrankungen

Sehr häufig Gliederschmerzen

Häufig Myalgie, Rückenschmerzen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich Hämaturie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der

Brustdrüse

Gelegentlich Penisblutung, Hämatospermie, Gynäkomastie

Nicht bekannt Priapismus, vermehrte Erektionen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerdenam Verabreichungsort

Häufig Fieber

*Diese unerwünschten Ereignisse wurden bei Patienten, die PDE5-Hemmer zur Behandlung dererektilen Dysfunktion einnahmen, berichtet.

Kinder und Jugendliche

In der placebokontrollierten Revatio-Studie bei Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie im

Alter von 1 bis 17 Jahren wurden insgesamt 174 Patienten dreimal täglich mit niedrigen Dosen von

Revatio (10 mg bei Patienten > 20 kg; kein Patient ≤ 20 kg erhielt diese niedrige Dosis), mittleren

Dosen (10 mg bei Patienten ≥ 8 bis 20 kg; 20 mg bei Patienten ≥ 20 bis 45 kg; 40 mg bei Patienten> 45 kg) oder hohen Dosen (20 mg bei Patienten ≥ 8 bis 20 kg; 40 mg bei Patienten ≥ 20 bis 45 kg;80 mg bei Patienten > 45 kg) behandelt und 60 Patienten erhielten Placebo.

Das in der Studie bei Kindern beobachtete Nebenwirkungsprofil entsprach im Allgemeinen dem bei

Erwachsenen (siehe oben stehende Tabelle). Die häufigsten Nebenwirkungen (mit einer Häufigkeitvon ≥ 1 %), die bei mit Revatio behandelten Patienten (alle Dosierungen) auftraten, mit einer

Häufigkeit von > 1 % gegenüber der Placebo-Gruppe, waren Fieber, Infektionen der oberen

Atemwege (je 11,5 %), Erbrechen (10,9 %), vermehrte Erektionen (einschließlich spontaner Erektiondes Penis bei männlichen Individuen) (9,0 %), Übelkeit, Bronchitis (je 4,6 %), Pharyngitis (4,0 %),

Rhinorrhö (3,4 %) und Pneumonie, Rhinitis (je 2,9 %).

Von den 234 pädiatrischen Patienten, die in der placebokontrollierten Kurzzeit-Studie behandeltwurden, haben 220 Patienten an der Langzeit-Anschlussstudie teilgenommen. Teilnehmer, die eineaktive Sildenafil-Therapie erhalten hatten, haben die gleichen Dosierungsschemata fortgeführt,während die Teilnehmer aus der Placebo-Gruppe der Kurzzeit-Studie randomisiert einer Sildenafil-

Behandlung zugeordnet wurden.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die während der gesamten Dauer der Kurzzeit- und Langzeit-Studieberichtet wurden, waren im Allgemeinen den Nebenwirkungen ähnlich, die in der Kurzzeit-Studiebeobachtet wurden. Nebenwirkungen, die bei > 10 % der 229 mit Sildenafil behandelten Patienten(kombinierte Dosisgruppe, einschließlich 9 Patienten, die die Langzeit-Studie nicht fortgesetzt haben)auftraten, waren Infektion der oberen Atemwege (31 %), Kopfschmerz (26 %), Erbrechen (22 %),

Bronchitis (20 %), Pharyngitis (18 %), Fieber (17 %), Diarrhö (15 %) und Grippe, Epistaxis (jeweils12 %). Der Schweregrad der meisten dieser Nebenwirkungen wurde als leicht bis mäßig eingestuft.

Bei 94 (41 %) der 229 Patienten, die Sildenafil erhielten, wurden schwerwiegende Nebenwirkungenberichtet. Von diesen 94 Patienten, die eine schwerwiegende Nebenwirkung gemeldet haben, waren14/55 (25,5 %) in der Gruppe mit der geringen Sildenafil-Dosierung, 35/74 (47,3 %) in der Gruppe mitder mittleren Sildenafil-Dosierung und 45/100 (45 %) in der Gruppe mit der hohen Sildenafil-

Dosierung. Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen, die mit einer Häufigkeit von ≥ 1 % bei

Sidenafil-Patienten (kombinierte Dosierungen) auftraten, waren Pneumonie (7,4 %), Herzversagen,pulmonare Hypertonie (je 5,2 %), Entzündungen der oberen Atemwege (3,1 %), Versagen der rechten

Herzkammer, Gastroenteritis (je 2,6 %), Synkope, Bronchitis, Bronchopneumonie, pulmonalearterielle Hypertonie (je 2,2 %), Brustschmerzen, Karies (je 1,7 %) und kardiogener Schock, virale

Gastroenteritis, Harnwegsinfektionen (je 1,3 %).

Die folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden als behandlungsbedingt bewertet,

Enterokolitis, Konvulsion, Hypersensitivität, Stridor, Hypoxie, neurosensorische Taubheit undventrikuläre Arrhythmie.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

In Studien erhielten gesunde Probanden Einzeldosen bis zu 800 mg. Die hierbei beobachteten

Nebenwirkungen waren ähnlich wie die bei niedrigeren Dosen, lediglich Inzidenz und Schweregradwaren erhöht. Bei Einzeldosen von 200 mg war die Inzidenz der Nebenwirkungen (Kopfschmerz,

Flush, Schwindel, Dyspepsie, Verstopfung der Nase und Sehstörungen) erhöht.

In Fällen einer Überdosierung sollten je nach Bedarf die üblichen unterstützenden Maßnahmeneingeleitet werden. Da Sildenafil in hohem Maße an Plasmaproteine gebunden ist und renal nichteliminiert wird, ist durch eine Dialyse keine Beschleunigung der Clearance zu erwarten.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologika, Mittel bei erektiler Dysfunktion

ATC-Code: G04BE03

Wirkmechanismus

Sildenafil ist ein wirksamer und selektiver Hemmstoff der für zyklisches Guanosinmonophosphat(cGMP) spezifischen Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5), dem Enzym, das für den Abbau von cGMPverantwortlich ist. Abgesehen von seinem Vorliegen im Corpus cavernosum des Penis findet sich

PDE5 auch in den Lungengefäßen. Sildenafil erhöht somit cGMP innerhalb der glatten Muskelzellender Lungengefäße und führt so zu einer Entspannung. Bei Patienten mit PAH kann dies zu einerselektiven Vasodilatation im pulmonalen Gefäßsystem und - in geringerem Ausmaß - zu einer

Vasodilatation im systemischen Kreislauf führen.

Pharmakodynamische Wirkungen

In-vitro-Studien zeigten, dass Sildenafil für PDE5 selektiv ist. Es wirkt stärker auf PDE5 als aufandere bekannte Phosphodiesterasen. Die Selektivität von Sildenafil für PDE5 ist um das 10-Fachehöher als für PDE6, die am Phototransduktionsprozess in der Retina beteiligt ist. Es zeigte sich eine80-fach höhere Selektivität für PDE5 als für PDE1 und eine um mehr als das 700-Fache höhere

Selektivität für PDE5 als für PDE2, 3, 4, 7, 8, 9, 10 und 11. Insbesondere hat Sildenafil eine mehr als4000-fach höhere Selektivität für PDE5 im Vergleich zu PDE3, dem an der Steuerung der kardialen

Kontraktilität beteiligten cAMP-spezifischen Phosphodiesterase-Isoenzym.

Sildenafil bewirkt eine geringe und vorübergehende Reduktion des Blutdrucks, die in den meisten

Fällen keine klinisch relevanten Effekte zur Folge hat.

Nach Langzeitapplikation von 80 mg dreimal täglich an Patienten mit systemischer Hypertonie wardie mittlere Veränderung des systolischen und des diastolischen Blutdrucks eine Senkung von9,4 mmHg bzw. 9,1 mmHg gegenüber dem Ausgangswert.

Nach Langzeitapplikation von 80 mg dreimal täglich an Patienten mit PAH wurden geringere Effekteauf die Blutdrucksenkung beobachtet (eine Senkung von jeweils 2 mmHg systolisch und diastolisch).

Bei der empfohlenen Dosierung von dreimal täglich 20 mg wurde keine Senkung des systolischenoder diastolischen Blutdrucks beobachtet. Die einmalige orale Gabe von bis zu 100 mg Sildenafilergab bei gesunden Freiwilligen keine Auswirkung auf das EKG. In der Langzeitanwendung vondreimal täglich 80 mg Sildenafil bei Patienten mit PAH wurden keine signifikanten Veränderungendes EKG beobachtet.

In einer Studie zu den hämodynamischen Effekten einer oralen Einmalgabe von 100 mg Sildenafil bei14 Patienten mit schwerer (> 70%ige Stenose mindestens einer Koronararterie) koronarer

Herzkrankheit (KHK) nahmen der mittlere systolische und der mittlere diastolische Blutdruck in Ruheim Vergleich zum Ausgangswert um 7 % bzw. 6 % ab. Der mittlere pulmonale systolische Blutdrucknahm um 9 % ab. Sildenafil beeinflusste weder das Herzminutenvolumen, noch beeinträchtigte es die

Durchblutung in den stenosierten Koronararterien.

Leichte und vorübergehende Veränderungen des Farbsehens (Blau/Grün) wurden bei einigen

Studienteilnehmern durch den Farnsworth-Munsell-100-Farben-Test 1 Stunde nach Einnahme von100 mg beobachtet, 2 Stunden nach Einnahme waren diese Veränderungen nicht mehr nachweisbar.

Der vermutete Mechanismus für diese Veränderung des Farbsehens bezieht sich auf die Hemmung der

PDE6, die bei dem Phototransduktionsprozess der Retina eine Rolle spielt. Sildenafil übt keinen

Einfluss auf die Sehschärfe oder das Kontrastsehen aus. In einer kleinen, placebokontrollierten

Untersuchung bei 9 Patienten mit dokumentierter altersbedingter Makuladegeneration im Frühstadiumzeigte Sildenafil als 100-mg-Einmaldosis in den durchgeführten Sehtests (Sehschärfe, Amsler-Gitter,

Lichtertest, Humphrey-Perimeter und Photostress-Test) keine signifikanten Veränderungen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Wirksamkeit bei erwachsenen Patienten mit PAH

Es wurde eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie bei 278 Patienten mit primärer

PAH, PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit und PAH nach chirurgischer Korrektureines angeborenen Herzfehlers durchgeführt. Die Patienten wurden für eine von4 Behandlungsgruppen randomisiert: Placebo, Sildenafil 20 mg, Sildenafil 40 mg oder Sildenafil80 mg, je dreimal täglich. Von den 278 randomisierten Patienten erhielten 277 zumindest 1 Dosis der

Studienmedikation. Die Studienpopulation umfasste 68 (25 %) Männer und 209 (75 %) Frauen miteinem mittleren Alter von 49 Jahren (Altersbereich: 18 bis 81 Jahre) und einer 6-Minuten-Gehstreckezwischen 100 und 450 Meter (Mittelwert: 344 Meter) bei Studienbeginn. 175 Patienten (63 %) hatteneine Diagnose mit primärer pulmonaler Hypertonie, 84 (30 %) eine Diagnose mit PAH in Verbindungmit einer Bindegewebskrankheit und 18 (7 %) eine Diagnose mit PAH nach einer chirurgischen

Korrektur eines angeborenen Herzfehlers. Die meisten Patienten gehörten bei Studienbeginn in die

WHO-Funktionsklasse II (107/277; 39 %) oder III (160/277; 58 %) und wiesen eine durchschnittliche6-Minuten-Gehstrecke von 378 Meter bzw. 326 Meter auf, weniger Patienten in die Funktionsklasse I(1/277; 0,4 %) oder IV (9/277; 3 %). Patienten mit einer linksventrikulären Auswurffraktion < 45 %oder mit linksventrikulärer Verkürzungsfraktion < 0,2 % waren von einer Teilnahme ausgeschlossen.

Sildenafil (oder Placebo) wurde zusätzlich zur bestehenden Therapie der Patienten verabreicht, dieeine Kombination von Antikoagulanzien, Digoxin, Calciumantagonisten, Diuretika oder Sauerstoffumfassen konnte. Die Anwendung von Prostacyclin, Prostacyclinanaloga oder Endothelinantagonistenals Zusatzbehandlung war ebenso wenig gestattet wie eine Argininsupplementation. Patienten, diezuvor auf eine Therapie mit Bosentan nicht angesprochen hatten, waren von einer Teilnahme an der

Studie ausgeschlossen.

Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit war die Veränderung der 6-Minuten-Gehstrecke in

Woche 12 gegenüber dem Ausgangswert. Für alle drei Sildenafil-Dosis-Gruppen zeigte sich im

Vergleich zu den Patienten mit Placebo eine statistisch signifikante Erhöhung der 6-Minuten-

Gehstrecke. Die relative Erhöhung der 6-Minuten-Gehstrecke gegenüber Placebo betrug 45 Meter(p < 0,0001), 46 Meter (p < 0,0001) bzw. 50 Meter (p < 0,001) für Sildenafil 20 mg, 40 mg bzw.80 mg dreimal täglich. Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Wirkung zwischen deneinzelnen Dosen von Sildenafil. Bei Patienten mit einem Ausgangwert der 6-Minuten-Gehstreckeunter 325 Meter wurde eine verbesserte Wirksamkeit bei den höheren Dosen beobachtet (die

Verbesserung gegenüber Placebo betrug 58 Meter, 65 Meter bzw. 87 Meter für 20 mg, 40 mg bzw.80 mg dreimal täglich).

Unter Berücksichtigung der WHO-Funktionsklassen konnte in der 20-mg-Dosis-Gruppe einestatistisch signifikante Erhöhung der 6-Minuten-Gehstrecke beobachtet werden: Für die

Funktionsklassen II und III wurden gegenüber Placebo Erhöhungen um 49 Meter (p = 0,0007) und45 Meter (p = 0,0031) gemessen.

Die Verbesserung der 6-Minuten-Gehstrecke war bereits nach 4 Wochen Behandlung eindeutigfeststellbar und konnte auch über 8 und 12 Wochen aufrechterhalten werden. Die Therapieeffektewaren bei den verschiedenen Subgruppen vergleichbar, wobei die Subgruppen nach der Ätiologie(primäre PAH und pulmonale Hypertonie in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit), denverschiedenen WHO-Funktionsklassen, Geschlecht, Rasse, den geographischen Regionen, demmittleren Pulmonalarteriendruck und dem pulmonalen Gefäßwiderstand definiert waren.

Bei allen Dosierungen von Sildenafil zeigten die Patienten eine statistisch signifikante Reduktion desmittleren Pulmonalarteriendrucks (mPAP) und des pulmonalen Gefäßwiderstands (PVR) im Vergleichzu denen mit Placebo. Die placebokorrigierten Behandlungseffekte auf den mPAPbetrugen -2,7 mmHg (p = 0,04), -3,0 mmHg (p = 0,01) bzw. -5,1 mmHg (p < 0,0001) für dreimaltäglich 20 mg, 40 mg bzw. 80 mg Sildenafil. Die gegenüber Placebo relativen Behandlungseffekte aufden PVR betrugen -178 dyn.sec/cm5 (p = 0,0051), -195 dyn.sec/cm5 (p = 0,0017) bzw. -320 dyn.sec/cm5 (p < 0,0001) für dreimal täglich 20 mg, 40 mg bzw. 80 mg Sildenafil. Nach12 Wochen mit dreimal täglich 20 mg, 40 mg bzw. 80 mg Sildenafil war die prozentuale Senkung des

PVR proportional größer (11,2 %, 12,9 % bzw. 23,3 %) als die Reduktion für den systemischen

Gefäßwiderstand (7,2 %, 5,9 % bzw. 14,4 %). Der Einfluss von Sildenafil auf die Mortalität ist nichtbekannt.

Bei allen Sildenafil-Dosierungen ergab sich in Woche 12 bei einem größeren Prozentsatz der Patienten(nämlich bei 28 %, 36 % bzw. 42 % der Personen unter dreimal täglich 20 mg, 40 mg bzw. 80 mg)eine Verbesserung um mindestens 1 WHO-Funktionsklasse im Vergleich zu 7 % unter Placebo. Diejeweilige Odds-Ratio betrug 2,92 (p = 0,0087), 4,32 (p = 0,0004) bzw. 5,75 (p < 0,0001).

Langzeit-Überlebensdaten bei nicht vorbehandelten Patienten

Die Patienten der Zulassungsstudie konnten als Fortsetzung an einer offenen Langzeitstudieteilnehmen. Nach 3 Jahren erhielten 87 % der Patienten eine Dosierung von dreimal täglich 80 mg. Inder Zulassungsstudie wurden insgesamt 207 Patienten mit Revatio behandelt, und ihre Langzeit-

Überlebensrate wurde über mindestens 3 Jahre verfolgt. In dieser Patientenpopulation betrug die

Kaplan-Meier-Schätzung für die 1-Jahres-, 2-Jahres- und 3-Jahres-Überlebensrate 96 %, 91 % und82 %. Bei Patienten mit einer WHO-Funktionsklasse II zu Studienbeginn betrug die Überlebensratenach 1, 2 und 3 Jahren 99 %, 91 % und 84 % und bei Patienten mit einer WHO-Funktionsklasse III zu

Studienbeginn 94 %, 90 % und 81 %.

Wirksamkeit bei erwachsenen Patienten mit PAH (bei Kombination mit Epoprostenol)

Es wurde eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 267 PAH-Patientendurchgeführt, die mit intravenös verabreichtem Epoprostenol eingestellt waren. Die Studienpopulationbestand sowohl aus Patienten mit primärer pulmonaler arterieller Hypertonie (212/267, 79 %) als auchaus Patienten mit PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit (55/267, 21 %). Die meisten

Patienten entfielen zu Studienbeginn auf die WHO-Funktionsklassen II (68/267, 26 %) und III(175/267, 66 %), weniger Patienten waren der Funktionsklasse I (3/267, 1 %) oder IV (16/267, 6 %)zugeordnet, und bei einigen Patienten (5/267, 2 %) war die WHO-Funktionsklasse unbekannt. Die

Patienten wurden in zwei Gruppen randomisiert: intravenös verabreichtes Epoprostenol plus Placebooder plus Sildenafil (bei einer fixen Dosissteigerung von anfangs 20 mg, dann 40 mg und schließlich80 mg jeweils dreimal täglich, entsprechend der Verträglichkeit).

Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit war die Veränderung der 6-Minuten-Gehstrecke in

Woche 16 gegenüber dem Ausgangswert. Mit Sildenafil zeigte sich im Vergleich zu Placebo einestatistisch signifikante Erhöhung der 6-Minuten-Gehstrecke. Die mittlere placebokorrigierte

Verlängerung der Gehstrecke unter Sildenafil betrug 26 Meter (95%-KI: 10,8 bis 41,2; p = 0,0009).

Bei Patienten mit einer Gehstrecke von ≥ 325 Metern zu Studienbeginn war der Behandlungseffekt38,4 Meter zugunsten von Sildenafil; bei Patienten mit einer Gehstrecke von < 325 Metern zu

Studienbeginn war der Behandlungseffekt 2,3 Meter zugunsten von Placebo. Bei Patienten mitprimärer PAH war der Behandlungseffekt 31,1 Meter im Vergleich zu 7,7 Metern bei Patienten mit

PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit. Aufgrund der geringen Fallzahlen in deneinzelnen randomisierten Untergruppen könnten diese Unterschiede auch zufällig sein.

Im Vergleich zu Placebo wurde bei den Patienten unter Sildenafil eine statistisch signifikante Senkungdes mittleren Pulmonalarteriendrucks (mPAP) erreicht. Dabei war Sildenafil überlegen mit einermittleren placebokorrigierten Senkung von -3,9 mmHg (95%-KI: -5,7 bis -2,1; p = 0,00003). Einsekundärer Endpunkt war die Zeit bis zum Eintreten einer klinischen Verschlechterung, die als die

Zeitspanne von der Randomisierung bis zum ersten Auftreten eines die Erkrankung verschlechternden

Ereignisses definiert war (Tod, Lungentransplantation, Beginn einer Bosentan-Therapie oder eineklinische Verschlechterung, die eine Veränderung der Epoprostenol-Therapie notwendig machte). Im

Vergleich zu Placebo führte die Behandlung mit Sildenafil zu einer signifikanten Verlängerung der

Zeit bis zum Eintreten einer klinischen Verschlechterung der PAH (p = 0,0074). In der Placebo-

Gruppe kam es bei 23 Personen zum Auftreten von die Erkrankung verschlechternden Ereignissen(17,6 %) im Vergleich zu 8 Personen in der Sildenafil-Gruppe (6,0 %).

Langzeit-Überlebensdaten aus der Studie bei bestehender Epoprostenol-Therapie

Die an der Studie mit bestehender Epoprostenol-Therapie eingeschlossenen Patienten konnten als

Fortsetzung an einer offenen Langzeitstudie teilnehmen. Nach 3 Jahren erhielten 68 % der Patienteneine Dosierung von dreimal täglich 80 mg. Zu Studienbeginn wurden insgesamt 134 Patienten mit

Revatio behandelt, und ihre Langzeit-Überlebensdaten wurden über mindestens 3 Jahre verfolgt. Indieser Patientenpopulation betrugen die Kaplan-Meier-Schätzwerte der 1-, 2- und 3-Jahres-

Überlebensrate 92 %, 81 % und 74 %.

Wirksamkeit und Sicherheit bei erwachsenen Patienten mit PAH (bei gleichzeitiger Anwendung von

Bosentan)

Es wurde eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 103 klinisch stabilen PAH-

Patienten (WHO FK II und III) durchgeführt, die seit mindestens 3 Monaten eine Bosentan-Therapieerhalten hatten. Darunter waren Patienten mit primärer PAH und solche mit PAH in Verbindung miteiner Bindegewebskrankheit. Die Patienten wurden randomisiert einer Behandlung mit Placebo oder

Sildenafil (20 mg dreimal täglich) in Kombination mit Bosentan (62,5 bis 125 mg zweimal täglich)zugeordnet. Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit war eine Veränderung der 6-Minuten-

Gehstrecke in Woche 12 gegenüber dem Ausgangswert. Die Ergebnisse zeigen, dass kein signifikanter

Unterschied in der mittleren Veränderung der 6-Minuten-Gehstrecke gegenüber dem Ausgangswertzwischen Sildenafil 20 mg dreimal täglich (13,62 Meter [KI 95 %: -3,89 bis +31,12]) und Placebo(14,08 Meter [KI 95 %: -1,78 bis +29,95]) zu beobachten ist.

Unterschiede bei der 6-Minuten-Gehstrecke wurden beobachtet zwischen Patienten mit primärer PAHund PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit. Bei Patienten mit primärer PAH(67 Teilnehmer) betrug die mittlere Veränderung gegenüber dem Ausgangswert 26,39 Meter(KI 95 %: 10,70 bis 42,08) in der Sildenafil-Gruppe und 11,84 Meter (KI 95 %: -8,83 bis 32,52) in der

Placebo-Gruppe. Bei Patienten mit PAH in Verbindung mit einer Bindegewebskrankheit(36 Teilnehmer) betrug die mittlere Veränderung gegenüber dem Ausgangswert jedoch -18,32 Meter(KI 95 %: -65,66 bis 29,02) in der Sildenafil-Gruppe und 17,50 Meter (KI 95 %: -9,41 bis 44,41) inder Placebo-Gruppe.

Insgesamt waren die Nebenwirkungen in den beiden Behandlungsgruppen (Sildenafil plus Bosentangegenüber Bosentan alleine) grundsätzlich ähnlich und entsprachen dem bekannten Sicherheitsprofilvon Sildenafil als Monotherapie (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Auswirkungen auf die Mortalität bei Erwachsenen mit PAH

Nachdem bei Kindern und Jugendlichen nach der Einnahme einer hohen Dosis Sildenafil dreimaltäglich, bezogen auf das Körpergewicht, ein höheres Mortalitätsrisiko beobachtet worden war als bei

Kindern und Jugendlichen, die in der Langzeit-Anschlussstudie der pädiatrischen klinischen Studieeine niedrigere Dosis erhielten, wurde eine Studie zur Untersuchung der Auswirkungen verschiedener

Dosierungen von Sildenafil auf die Mortalität bei Erwachsenen mit PAH durchgeführt (siehe untenunter 'Kinder und Jugendliche - Pulmonale arterielle Hypertonie“ und 'Daten der Langzeit-

Anschlussstudie“).

Es handelte sich um eine randomisierte, doppelblinde Parallelgruppenstudie an 385 Erwachsenen mit

PAH. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip im Verhältnis von 1:1:1 einer von drei

Dosisgruppen zugewiesen (5 mg dreimal täglich [4-mal niedriger als die empfohlene Dosis], 20 mgdreimal täglich [empfohlene Dosis] und 80 mg dreimal täglich [4-Fache der empfohlenen Dosis]).

Insgesamt war die PAH bei den meisten Teilnehmern zuvor noch nicht behandelt worden (83,4 %).

Bei den meisten Teilnehmern lag eine idiopathische PAH vor (71,7 %). Die häufigste WHO-

Funktionsklasse war die Klasse III (57,7 % der Teilnehmer). Alle drei Behandlungsgruppen waren in

Bezug auf die demografischen Merkmale der Teilnehmer wie Vorgeschichte mit PAH-Therapie,

Ätiologie der PAH sowie WHO-Funktionsklassen gut ausgewogen.

Die Mortalitätsrate betrug 26,4 % (n = 34) für die Dosis mit 5 mg dreimal täglich, 19,5 % (n = 25) fürdie Dosis mit 20 mg dreimal täglich und 14,8 % (n = 19) für die Dosis mit 80 mg dreimal täglich.

Kinder und Jugendliche
Pulmonale arterielle Hypertonie

In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, parallelen Multizenterstudie mitverschiedenen Dosierungen wurden insgesamt 234 Personen im Alter von 1 bis 17 Jahren behandelt.

Die Teilnehmer (38 % männlich und 62 % weiblich) hatten ein Körpergewicht ≥ 8 kg und litten zu33 % an primärer pulmonaler Hypertonie (PPH) oder einer PAH in Verbindung mit angeborenen

Herzerkrankungen (systemisch-pulmonale Shunts 37 %, chirurgische Reposition 30 %). 63 der234 Patienten (27 %) in dieser Studie waren jünger als 7 Jahre (niedrige Sildenafil-Dosis: n = 2;mittlere Sildenafil-Dosis: n = 17; hohe Sildenafil-Dosis: n = 28; Placebo: n = 16), und 171 der234 Patienten (73 %) waren 7 Jahre oder älter (niedrige Sildenafil-Dosis: n = 40; mittlere Sildenafil-

Dosis: n = 38; hohe Sildenafil-Dosis: n = 49; Placebo: n = 44). Die meisten Personen waren als

Ausgangwert in der WHO-Funktionsklasse I (75/234, 32 %) oder II (120/234, 51 %). Weniger

Patienten waren Funktionsklasse III (35/234, 15 %) oder IV (1/234, 0,4 %). Bei einigen wenigen

Patienten (3/234, 1,3 %) war die WHO-Funktionsklasse nicht bekannt.

Die Patienten waren nicht mit einer spezifischen PAH-Therapie vorbehandelt und die Anwendung von

Prostacyclin, Prostacyclinanaloga sowie Endothelinrezeptor-Antagonisten waren in der Studie nichterlaubt, ebenso wenig wie Argininsupplementierung, Nitrate, Alphablocker und starke CYP450-3A4-

Hemmer.

Das primäre Ziel der Studie war, die Wirksamkeit von oralem Sildenafil auf die Verbesserung derkörperlichen Belastbarkeit bei Kindern in der Dauertherapie über 16 Wochen anhand des

Cardiopulmonary-Exercise-Tests (CPET) bei den Teilnehmern, die von ihrer Entwicklung her dazuimstande waren (n = 115) zu prüfen. Die sekundären Endpunkte schlossen u. a. ein hämodynamisches

Monitoring, Erfassung der Symptome, die WHO-Funktionsklasse, Veränderung der Begleitmedikationund die Erfassung der Lebensqualität mit ein.

Die Teilnehmer wurden entweder einer der drei Sildenafil-Gruppen zugeteilt (niedrige [10 mg],mittlere [10 bis 40 mg] oder hohe [20 bis 80 mg] Revatio-Dosen dreimal täglich) oder auf die Placebo-

Gruppe. Die innerhalb einer Gruppe tatsächlich gegebene Dosis orientierte sich am Körpergewicht(siehe Abschnitt 4.8). Der Anteil der Teilnehmer, die zu Beginn eine unterstützende Therapie(Antikoagulanzien, Digoxin, Calciumkanalblocker, Diuretika und/oder Sauerstoff) erhielten, war inder kombinierten Sildenafil-Gruppe (47,7 %) und in der Placebo-Gruppe (41,7 %) vergleichbar.

Der primäre Endpunkt war die durch CPET in den kombinierten Sildenafil-Gruppen erhobene,placebokorrigierte prozentuale Veränderung des max. VO2 in Woche 16 gegenüber dem

Ausgangswert (siehe Tabelle 2). Insgesamt waren 106 von den 234 Teilnehmern (45 %) mittels CPETauswertbar. Es handelte sich hierbei um die Kinder, die 7 Jahre und älter und von ihrer Entwicklungher imstande waren, den Test durchzuführen. Bei den Kindern unter 7 Jahren (kombinierte Sildenafil-

Gruppe: n = 47; Placebo-Gruppe: n = 16) konnten nur die sekundären Endpunkte erhoben werden. Diedurchschnittlichen Ausgangswerte für die max. Sauerstoffaufnahme waren innerhalb der Sildenafil-

Gruppen vergleichbar (17,37 bis 18,03 ml/kg/min) und in der Placebo-Gruppe geringfügig höher(20,02 ml/kg/min). Die Ergebnisse der Gesamtauswertung (kombinierte Dosis-Gruppe vs. Placebo)unterschieden sich nicht signifikant (p = 0,056; siehe Tabelle 2). Zwischen der mittleren Sildenafil-

Dosis und Placebo betrug der berechnete Unterschied 11,33 % (95%-KI: 1,72 bis 20,94; siehe

Tabelle 2).

Tabelle 2: Placebokorrigierte prozentuale Veränderung des Peak-VO2 gegenüber dem

Ausgangswert in den aktiven Behandlungsgruppen.

Behandlungsgruppe Berechneter Unterschied 95%-Konfidenzintervall

Niedrige Dosis (n = 24) 3,81 -6,11 bis 13,73

Mittlere Dosis (n = 26) 11,33 1,72 bis 20,94

Hohe Dosis (n = 27) 7,98 -1,64 bis 17,60

Kombinierte Dosen (n = 77) 7,71 (p = 0,056) -0,19 bis 15,60

Placebo-Gruppe: n = 29

Schätzwerte beruhend auf ANCOVA mit den Kovariablen Ausgangswert der max. VO2, Ätiologie und

Gewichtsgruppe

Dosisabhängige Verbesserungen wurden beim pulmonalen Gefäßwiderstands-Index (PVRI) und demdurchschnittlichen pulmonalen arteriellen Druck (mPAP) beobachtet. Mit -18 % (95%-KI: 2 % bis32 %) und -27 % (95%-KI: 14 % bis 39 %) gegenüber der Placebo-Gruppe ergab sich in den

Sildenafil-Gruppen mit mittlerer und hoher Dosis eine Verringerung des PVRI. Die Gruppe mit derniedrigen Dosis zeigte keine signifikanten Unterschiede gegenüber der Placebo-Gruppe (Unterschied:2 %). Mit -3,5 mmHg (95%-KI: -8,9 bis 1,9) und -7,3 mmHg (95%-KI: -12,4 bis -2,1) gegenüber dem

Ausgangswert ergab sich in den Sildenafil-Gruppen mit mittlerer und hoher Dosis eine Veränderungdes mPAP im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Die Gruppe mit der niedrigen Dosis zeigte nur kleine

Unterschiede gegenüber Placebo (Unterschied: 1,6 mmHg). Alle drei Sildenafil-Gruppen zeigtengegenüber Placebo eine Verbesserung des Herzindex von 10 %, 4 % und 15 % jeweils für die Gruppemit niedriger, mittlerer und hoher Dosis.

Gegenüber Placebo zeigte sich lediglich bei den Teilnehmern mit der hohen Sildenafil-Dosis einesignifikante Verbesserung der Funktionsklasse. Im Vergleich zu Placebo betrug die Odds-Ratio in den

Sildenafil-Gruppen mit niedriger, mittlerer und hoher Dosis 0,6 (95%-KI: 0,18 bis 2,01), 2,25 (95%-

KI: 0,75 bis 6,69) und 4,52 (95%-KI: 1,56 bis 13,10).

Daten der Langzeit-Anschlussstudie

Von den 234 pädiatrischen Patienten, die in der placebokontrollierten Kurzzeit-Studie behandeltwurden, haben 220 Patienten an der Langzeit-Anschlussstudie teilgenommen. Dabei wurden

Teilnehmer aus der Placebo-Gruppe der Kurzzeit-Studie randomisiert einer Sildenafil-Behandlungzugeordnet; Patienten mit einem Gewicht ≤ 20 kg wurden in die Gruppen mit mittlerer oder hoher

Dosis (1:1) aufgenommen, während Patienten mit einem Gewicht > 20 kg in die niedrige, mittlereoder hohe Dosisgruppe (1:1:1) aufgenommen wurden. Von den insgesamt 229 Patienten, die Sildenafilerhielten, waren 55, 74 und 100 Patienten in den Gruppen mit niedriger, mittlerer bzw. hoher Dosis.

Die Gesamtbehandlungsdauer während der Kurzzeit- und Langzeit-Studien, beginnend mit der

Doppelverblindung für die einzelnen Patienten, lag zwischen 3 und 3.129 Tagen. In der Gruppe mit

Sildenafil-Behandlung betrug die mittlere Dauer der Sildenafil-Behandlung 1.696 Tage (darin nichtenthalten die 5 Patienten, die in der doppelblinden Phase Placebo erhielten und nicht in der Langzeit-

Anschlussstudie behandelt wurden).

In den Gruppen mit niedriger, mittlerer und hoher Dosis betrugen die Kaplan-Meier-Schätzwerte der3-Jahres-Überlebensrate für die Patienten mit einem Gewicht > 20 kg bei Studienbeginn 94 %, 93 %und 85 %. In den Gruppen mit mittlerer und hoher Dosis betrugen die Schätzwerte der Überlebensratefür die Patienten mit einem Gewicht ≤ 20 kg bei Studienbeginn 94 % und 93 % (siehe Abschnitte 4.4und 4.8).

Während der Studiendurchführung wurden insgesamt 42 Todesfälle gemeldet, entweder im Verlaufder Behandlung oder während der Nachbeobachtung des Überlebens. 37 Todesfälle traten auf, bevordas Datenüberwachungskomitees (Data Monitoring Committee) die Entscheidung gefällt hatte, die

Dosis der Patienten auf eine niedrigere Dosierung zu reduzieren. Diese Entscheidung basierte aufeinem beobachteten Ungleichgewicht der Sterblichkeit mit zunehmenden Sildenafil-Dosen. Vondiesen 37 Todesfällen betrug die Anzahl (%) in der Gruppe mit niedriger Sildenafil-Dosis 5/55(9,1 %), mit mittlerer Sildenafil-Dosis 10/74 (13,5 %) und mit hoher Sildenafil-Dosis 22/100 (22 %).

Im Anschluss wurden 5 weitere Todesfälle gemeldet. Die Todesursachen wurden mit der PAH in

Verbindung gebracht. Höhere als die empfohlenen Dosen dürfen bei pädiatrischen Patienten mit PAHnicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

1 Jahr nach Beginn der placebokontrollierten Studie wurde die max. VO2 bestimmt. Von den mit

Sildenafil behandelten Personen, die von ihrer Entwicklung her imstande waren, den CPETdurchzuführen, zeigte sich bei 59/114 Personen (52 %) gegenüber dem Zeitpunkt zu Beginn der

Sildenafil-Behandlung keinerlei Verschlechterung der max. VO2. In ähnlicher Weise hatte sich die

WHO-Funktionsklasse bei 191 von 229 Personen (83 %), die Sildenafil erhalten hatten, bei der

Beurteilung nach 1 Jahr unverändert erhalten oder verbessert.

Persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen

Eine randomisierte, doppelblinde, zweiarmige, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie wurde bei59 Neugeborenen mit persistierender pulmonaler Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) oder mithypoxischer Ateminsuffizienz und mit Risiko für eine PPHN mit Oxigenierungsindex (OI) > 15 und< 60 durchgeführt. Das primäre Ziel war die Wirksamkeit und Sicherheit von i. v. Sildenafil zuuntersuchen, wenn es zusammen mit inhalativem Stickstoffmonoxid (iNO) im Vergleich zu iNOalleine gegeben wurde.

Die Co-primären Endpunkte waren die Therapieversagensrate, definiert als Notwendigkeitzusätzlicher Therapiemaßnahmen gegen PPHN, Notwendigkeit einer extrakorporalen

Membranoxygenierung (ECMO) oder Tod während der Studie, sowie die Zeit mit iNO-Therapie nach

Initiierung der i. v. Studienmedikation für Patienten ohne Therapieversagen. Die Unterschiede in der

Rate an Therapieversagern zwischen den beiden Behandlungsgruppen war statistisch nicht signifikant(27,6 % bzw. 20,0 % in der iNO- + i. v. Sildenafil-Gruppe bzw. iNO- + Placebo-Gruppe). Für

Patienten ohne Therapieversagen war die mittlere Zeit unter iNO-Behandlung nach Initiierung der i. v.

Studienmedikation mit etwa 4,1 Tagen in beiden Behandlungsgruppen die gleiche.

Therapiebedingte bzw. schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bei 22 (75,9 %) bzw.7 (24,1 %) Teilnehmern in der iNO- + i. v. Sildenafil-Behandlungsgruppe und bei 19 (63,3 %) bzw.2 (6,7 %) Teilnehmern in der iNO- + Placebo-Gruppe beobachtet. Die häufigsten therapiebedingtenunerwünschten Ereignisse waren Hypotonie (8 [27,6 %] Teilnehmer), Hypokaliämie(7 [24,1 %] Teilnehmer), Anämie und Entzugssymptome (jeweils 4 [13,8 %] Teilnehmer) und

Bradykardie (3 [10,3 %] Teilnehmer) in der iNO- + i. v. Sildenafil-Behandlungsgruppe und

Pneumothorax (4 [13,3 %] Teilnehmer), Anämie, Ödeme, Hyperbilirubinämie, erhöhtes C-reaktives

Protein und Hypotonie (jeweils 3 [10 %] Teilnehmer) in der iNO- + Placebo-Behandlungsgruppe(siehe Abschnitt 4.2).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Sildenafil wird rasch resorbiert. Die maximalen Plasmaspiegel werden innerhalb von 30 bis120 Minuten (Median: 60 Minuten) nach oraler Gabe im nüchternen Zustand erreicht. Die mittlereabsolute orale Bioverfügbarkeit beträgt 41 % (Streubreite: 25 bis 63 %). Nach dreimal täglicher oraler

Einnahme von Sildenafil nehmen AUC und Cmax dosisproportional über den Dosisbereich von 20 bis40 mg zu. Nach oralen Dosen von 80 mg dreimal täglich wurde ein höherer als dosisproportionaler

Anstieg der Plasmaspiegel von Sildenafil beobachtet. Bei Patienten mit PAH war die orale

Bioverfügbarkeit von Sildenafil nach einer Dosis von 80 mg dreimal täglich durchschnittlich 43 %(90%-KI: 27 % bis 60 %) höher als mit den niedrigeren Dosen.

Bei Einnahme von Sildenafil zusammen mit einer Mahlzeit ist die Resorptionsrate reduziert, die tmaxverzögert sich im Mittel um 60 Minuten, während die Cmax im Mittel um 29 % verringert ist; allerdingswar das Ausmaß der Resorption nicht signifikant beeinträchtigt (AUC verringerte sich um 11 %).

Verteilung

Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady State (Vss) von Sildenafil beträgt 105 l, was auf eine

Verteilung in die Gewebe hinweist. Nach oraler Gabe einer 20-mg-Dosis dreimal täglich beträgt diemittlere maximale Gesamtplasmakonzentration von Sildenafil ca. 113 ng/ml. Sildenafil und seinwichtigster im Blutkreislauf zirkulierender, N-demethylierter Metabolit sind zu etwa 96 % an

Plasmaproteine gebunden. Die Proteinbindung ist unabhängig von der Gesamtkonzentration des

Arzneimittels.

Biotransformation

Sildenafil wird überwiegend hepatisch durch die mikrosomalen Isoenzyme CYP3A4 (Hauptweg) und

CYP2C9 (Nebenweg) metabolisiert. Der wichtigste zirkulierende Metabolit resultiert aus der N-

Demethylierung von Sildenafil. Das Profil der Phosphodiesterase-Selektivität dieses Metaboliten istähnlich jenem von Sildenafil, und er zeigt eine In-vitro-Hemmwirkung für PDE5, die rund 50 %derjenigen der Stammsubstanz beträgt. Der N-Demethyl-Metabolit wird weiter verstoffwechselt, dieterminale Halbwertszeit beträgt rund 4 Stunden. Bei Patienten mit PAH betragen die Plasmaspiegeldes N-Demethyl-Metaboliten nach einer Gabe von 20 mg dreimal täglich etwa 72 % jener von

Sildenafil (was einem Beitrag von 36 % zu den pharmakologischen Wirkungen von Sildenafilentspricht). Der weitere Effekt auf die Wirksamkeit ist nicht bekannt.

Elimination

Die gesamte Clearance von Sildenafil beträgt 41 l/h mit einer daraus resultierenden terminalen

Halbwertszeit von 3 bis 5 Stunden. Nach oraler oder intravenöser Applikation wird Sildenafil nach

Metabolisierung hauptsächlich über die Fäzes (rund 80 % der verabreichten oralen Dosis) und ingeringerem Maße renal (rund 13 % der verabreichten oralen Dosis) ausgeschieden.

Pharmakokinetik bei speziellen Patientengruppen

Ältere Patienten

Gesunde ältere Freiwillige (65 Jahre oder älter) zeigten eine herabgesetzte Sildenafil-Clearance, wobeidie Plasmaspiegel von Sildenafil und des aktiven N-Demethyl-Metaboliten ungefähr 90 % höher lagenals bei jüngeren gesunden Freiwilligen (18 bis 45 Jahre). Aufgrund der altersabhängigen Unterschiedein der Plasmaproteinbindung lag der entsprechende Anstieg der Plasmaspiegel von freiem Sildenafilbei rund 40 %.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Probanden mit leichter bis mäßiger Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance = 30 bis80 ml/min) war die Pharmakokinetik nach einer oralen Sildenafil-Einzeldosis von 50 mg unverändert.

Bei Probanden mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) war die

Clearance von Sildenafil herabgesetzt und resultierte in Erhöhungen von AUC und Cmax um 100 %bzw. 88 % im Vergleich zu Probanden gleichen Alters ohne eingeschränkte Nierenfunktion.

Zusätzlich waren die AUC und Cmax des N-Demethyl-Metaboliten bei Patienten mit schwerer

Nierenfunktionsstörung im Vergleich zu Probanden mit normaler Nierenfunktion signifikant um200 % bzw. 79 % erhöht.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Probanden mit leichter bis mäßiger Leberzirrhose (Child-Pugh-Klassen A und B) war die

Clearance von Sildenafil herabgesetzt, was zu Erhöhungen von AUC (85 %) und Cmax (47 %) führte,im Vergleich zu Probanden gleichen Alters ohne eingeschränkte Leberfunktion. Zusätzlich waren

AUC und Cmax für den N-Demethyl-Metaboliten bei Probanden mit Leberzirrhose im Vergleich zu

Probanden mit normaler Leberfunktion signifikant um 154 % bzw. 87 % erhöht. Die Pharmakokinetikvon Sildenafil bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung wurde nicht untersucht.

Pharmakokinetik bei verschiedenen Patientengruppen

Bei Patienten mit PAH waren die durchschnittlichen Plasmaspiegel im Steady State über denuntersuchten Dosisbereich von 20 bis 80 mg dreimal täglich um 20 bis 50 % höher als bei gesunden

Freiwilligen. Es zeigte sich eine Verdoppelung der Cmin im Vergleich zu gesunden Freiwilligen. Diesebeiden Befunde lassen eine geringere Clearance und/oder eine höhere orale Bioverfügbarkeit von

Sildenafil bei Patienten mit PAH im Vergleich zu gesunden Freiwilligen vermuten.

Kinder und Jugendliche

Die Analyse des pharmakokinetischen Profils von Sildenafil bei den in klinische Studien mit Kinderneingeschlossenen Patienten zeigte, dass das Körpergewicht eine gute Vorhersage der

Arzneimittelexposition bei Kindern erlaubt. Bei einem Körpergewicht von 10 bis 70 kg beträgt die

Plasmahalbwertzeit von Sildenafil 4,2 bis 4,4 Stunden und zeigt dabei keine Unterschiede, die man alsklinisch relevant einstufen könnte. Bei Patienten mit einem Gewicht von 70, 20 und 10 kg betrug die

Cmax nach einer oralen Einzeldosis von 20 mg Sildenafil 49, 104 und 165 ng/ml. Bei Patienten miteinem Gewicht von 70, 20 und 10 kg betrug die Cmax nach einer oralen Einzeldosis von 10 mg

Sildenafil 24, 53 und 85 ng/ml. Die tmax betrug etwa 1 Stunde und war nahezu unabhängig vom

Körpergewicht.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial sowie zur Reproduktions- und zur

Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschenerkennen.

Bei Jungtieren von Ratten, die prä- und postnatal mit 60 mg/kg Sildenafil behandelt worden waren,zeigten sich bei einer Exposition, die etwa dem 50-Fachen der erwarteten Exposition beim Menschenbei einer Dosis von 20 mg dreimal täglich entsprach, eine verminderte Wurfgröße, ein geringeres

Gewicht der Jungtiere an Tag 1 und ein vermindertes Überleben bis zum Tag 4. Effekte inpräklinischen Studien wurden bei einer Exposition beobachtet, die so weit über der maximalen Dosisbeim Menschen lagen, dass sie als für den klinischen Einsatz nicht relevant erachtet wurden.

Im Tiermodell wurden bei klinisch relevanten Konzentrationen keine Nebenwirkungen mit möglichen

Auswirkungen auf die klinische Anwendung beobachtet, die nicht ebenfalls in klinischen Studienaufgetreten sind.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:mikrokristalline Cellulose

Calciumhydrogenphosphat

Croscarmellose-Natrium

Magnesiumstearat

Filmüberzug:

Hypromellose

Titandioxid (E 171)

Lactose-Monohydrat

Triacetin

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

5 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zuschützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

PVC/Aluminium-Blisterpackungen mit 90 Filmtabletten

Packungsgröße mit 90 Tabletten in einer Faltschachtel90 x 1 Tabletten in perforierten PVC/Aluminium-Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen

PVC/Aluminium-Blisterpackungen mit 300 Filmtabletten

Packungsgröße mit 300 Tabletten in einer Faltschachtel

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Upjohn EESV

Rivium Westlaan 1422909 LD Capelle aan den IJssel

Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/05/318/001

EU/1/05/318/004

EU/1/05/318/005

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 28. Oktober 2005

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 23. September 2010

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.