Sirolimus, auch bekannt als Rapamycin, ist ein immunsuppressives Mittel, das hauptsächlich zur Verhinderung von Organabstoßungen nach Nierentransplantationen eingesetzt wird. Es wirkt durch Hemmung des mTOR-(mammalian target of rapamycin)-Signalwegs, wodurch die Proliferation von T- und B-Lymphozyten reduziert und die Immunantwort unterdrückt wird.
Sirolimus wird oral verabreicht, in der Regel einmal täglich, und wird in Kombination mit anderen immunsuppressiven Medikamenten wie Ciclosporin und Kortikosteroiden verwendet. Es ist für Patienten indiziert, die eine Prävention der akuten Organabstoßung benötigen oder andere immunsuppressive Therapien nicht vertragen.
Häufige Nebenwirkungen sind Hyperlipidämie, Bluthochdruck, Anämie, Thrombozytopenie und Infektionen. In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen wie interstitielle Pneumonitis oder eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der hämatologischen und metabolischen Parameter ist während der Behandlung unerlässlich.
Sirolimus ist eine wirksame therapeutische Option für Patienten, die sich einer Organtransplantation unterziehen, und trägt zur Verlängerung des Überlebens der Transplantate und zur Verringerung des Abstoßungsrisikos bei.