Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels QUINTANRIX pulver+suspension zur herstellung einer injektionssuspension
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Quintanrix, Pulver und Suspension für Injektionssuspension
Diphtherie-, Tetanus-, Pertussis (Ganzkeim)-, rekombinanter Hepatitis-B- und adsorbierterkonjugierter Haemophilus-influenzae-Typ-b-Impfstoff
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Nach der Rekonstitution enthält 1 Dosis (0,5 ml):
Diphtherietoxoid1 ≥ 30 I.E.
Tetanustoxoid1 ≥ 60 I.E.
Inaktivierter Bordetella pertussis-Stamm2 ≥ 4 I.E.
Hepatitis-B-Oberflächenantigen (rekombinant)2,3 10 Mikrogramm
Haemophilus influenzae Typ b Polysaccharid(Polyribosylribitolphosphat)2 2,5 Mikrogrammkonjugiert an Tetanustoxoid 5 - 10 Mikrogramm1 adsorbiert an Aluminiumhydroxid Gesamt: 0,26 Milligramm Al3+2 adsorbiert an Aluminiumphosphat Gesamt: 0,40 Milligramm Al3+3 hergestellt durch die Kultur gentechnisch modifizierter Hefezellen (Saccharomyces cerevisiae)
Sonstige Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver und Suspension für Injektionssuspension.
Die flüssige Diphterie-, Tetanus-, Ganzkeim-Pertussis, Hepatitis-B- (DTPw-HBV)-Komponente liegtals trübe, weiße Suspension vor. Die lyophilisierte Haemophilus influenzae Typ B (Hib)-Komponenteist eine weisses Pulver.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Quintanrix ist zur Grundimmunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Hepatitis B und invasive
Erkrankungen durch Haemophilus influenzae Typ b bei Säuglingen (während des 1. Lebensjahres)und zur Auffrischimpfung bei Kleinkindern während des 2. Lebensjahres indiziert.
Die Anwendung von Quintanrix sollte auf der Basis von offiziellen Empfehlungen erfolgen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dosierungsanleitung
Grundimmunisierung:Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfdosen zu je 0,5 ml, die im Abstand von mindestens 4
Wochen innerhalb der ersten 6 Lebensmonate entsprechend den offiziellen Empfehlungen verabreichtwerden. Die erste Impfdosis kann bereits im Alter von 6 Wochen verabreicht werden.
Die folgenden Dosierungsschemata wurden in klinischen Studien untersucht: 2-4-6-Monate-Schema,3-4-5-Monate-Schema und 6-10-14-Wochen-Schema. Das 3-5-12-Monatsse-Schema wurde nichtuntersucht.
Quintanrix kann Kindern gegeben werden, die bereits unmittelbar nach Geburt einen Hepatitis B-
Impfstoff erhalten haben.
Die immunprophylaktischen Maßnahmen für Hepatitis B sollten bei Kindern, deren Mutter bei der
Geburt Hepatitis-B-positiv ist, nicht geändert werden. In diesem Fall kann eine separate Hepatitis-B-
Impfung erforderlich sein, die gemäß offizieller Empfehlungen erfolgen sollte.
Auffrischimpfung (Booster):
Nach einer vollständigen Grundimmunisierung sollte eine Auffrischimpfung vorzugsweise vor
Beendigung des 2. Lebensjahres verabreicht werden. Eine Auffrischimpfung sollte gemäß denoffiziellen Empfehlungen erfolgen.
Quintanrix kann verabreicht werden, um die Immunantwort auf DTP-, HBV- und Hib-Antigene zuverstärken, wenn seine Zusammensetzung der offiziellen Empfehlung für eine Auffrischimpfungentspricht. Der Abstand zwischen der Boosterdosis und der letzten Dosis der Grundimmunisierungsollte mindestens 6 Monate betragen.
Art der AnwendungQuintanrix wird tief intramuskulär injiziert, vorzugsweise in die anterolaterale Oberschenkelregion.
4.3 Kontraindikationen
Bekannte Überempfindlichkeitsreaktionen gegen die wirksamen Bestandteile oder gegen einen dersonstigen Bestandteile.
Quintanrix ist kontraindiziert, wenn das Kind innerhalb von 7 Tagen nach einer früheren Impfung miteinem Impfstoff mit Pertussiskomponente an einer Enzephalopathie unbekannter Ätiologie gelittenhat. Unter diesen Umständen sollte eine Impfung mit Diphtherie-, Tetanus-, Hepatitis-B-, und Hib-
Impfstoffen fortgesetzt werden.
Wie bei anderen Impfstoffen sind Personen mit akuten schweren, mit Fieber einhergehenden
Erkrankungen von einer Impfung mit Quintanrix zurückzustellen. Banale Infekte, wie eine
Erkältung, stellen jedoch keine Gegenanzeige dar.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Der Impfung sollte eine Anamneseerhebung (unter besonderer Berücksichtigung früherer Impfungenund eventuell aufgetretener unerwünschter Ereignisse) vorausgehen.
Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktionnach Verabreichung des Impfstoffes entsprechende medizinische Behandlungsmöglichkeitenverfügbar sein und eine medizinische Überwachung des Impflings für mindestens 30 Minutensichergestellt sein.
Tritt eines der folgenden Ereignisse im zeitlichen Zusammenhang mit der Gabe von Quintanrix auf, istdie Entscheidung über die Verabreichung weiterer Dosen eines Impfstoffes mit Pertussiskomponentesorgfältig abzuwägen:
- Temperaturerhöhung von ≥ 40,0 ºC innerhalb von 48 Stunden ohne andere erkennbare Ursachen,
- Kollaps oder schockähnlicher Zustand (hypotone hyporesponsive Episode) innerhalb von 48
Stunden nach der Impfung,
- anhaltendes, nicht zu beruhigendes Schreien über 3 Stunden und länger innerhalb von 48 Stundennach der Impfung,
- Krampfanfälle mit oder ohne Fieber innerhalb von 3 Tagen nach einer Impfung.
In bestimmten Situationen, wie z. B. bei hoher Pertussisinzidenz, kann der potenzielle Nutzen der
Impfung gegenüber möglichen Risiken überwiegen.
Quintanrix ist bei Patienten mit Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung mit Vorsicht zuverabreichen, da es in solchen Fällen nach intramuskulärer Gabe zu Blutungen kommen kann. Es wirdempfohlen, eine feine Kanüle/Nadel zu verwenden, sowie festen Druck (ohne Reiben) übermindestens 2 Minuten auf die Injektionsstelle nach der Impfung auszuüben.
Quintanrix darf unter keinen Umständen intravasal verabreicht werden.
Der Impfstoff verhindert keine durch andere Viren verursachte Infektionen der Leber , wie z.B.
Hepatitis A, Hepatitis C und Hepatitis E.
Die Hib-Komponente des Impfstoffes schützt nicht vor Erkrankungen , die durch andere Haemophilusinfluenzae-Serotypen als Haemophilus influenzae Typ b verursacht werden, oder vor einer durchandere Erreger bedingten Meningitis.
Fieberkrämpfe in der Anamnese des Impflings sowie Krampfanfälle oder plötzlicher Kindstod(SIDS) in der Familienanamnese stellen keine Kontraindikationen für die Anwendung von Quintanrixdar.
Impflinge mit Fieberkrämpfen in der Anamnese sollten engmaschig überwacht werden, da solcheunerwünschten Ereignisse innerhalb von 2 bis 3 Tagen nach der Impfung auftreten können.
Eine HIV-Infektion wird nicht als Kontraindikation für eine Impfung betrachtet. Doch kann dieerwünschte Immunreaktion bei immunsupprimierten Patienten nach der Impfung ausbleiben.
Da das Kapselpolysaccharid-Antigen nach Hib-Impfung im Urin ausgeschieden wird, kann innerhalbvon 1-2 Wochen nach der Impfung die Antigenbestimmung im Urin positiv ausfallen. Es solltenandere Tests durchgeführt werden, um eine Hib-Infektion während dieser Zeit festzustellen.
Eine fiebersenkende (antipyretische) Behandlung sollte entsprechend der lokal üblichen
Behandlungsrichtlinien erfolgen.
Das potentielle Risiko von Apnoen und die Notwendigkeit einer Überwachung der Atmung über 48-72 Stunden sollte im Rahmen der Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (geboren vorder vollendeten 28. Schwangerschaftswoche) in Betracht gezogen werden. Dies gilt insbesondere fürdiejenigen, die in der Vorgeschichte Zeichen einer unreifen Atmung gezeigt haben,
Da der Nutzen der Impfung für diese Kinder hoch ist, sollte sie ihnen weder vorenthalten nochverschoben werden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
In der pädiatrischen Impfpraxis werden häufig verschiedene Impfstoffe gleichzeitig verabreicht,wobei die Impfstoffe an unterschiedlichen Stellen injiziert werden.
Begrenzte Daten zeigen, dass es keine Interferenz mit der Immunantwort von Masern- Mumps-,
Röteln- (MMR)- und OPV-Antigenen gibt. Obwohl keine Daten zur Immunantwort auf das Bacille-
Calmette-Guerin (BCG)-Antigen vorliegen, ist keine Interferenz zu erwarten.
Wie bei anderen Impfstoffen ist zu erwarten, dass bei Patienten unter immunsuppressiver Therapieoder bei Patienten mit Immundefekten möglicherweise keine ausreichende Immunantwort erzielt wird.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Da Quintanrix nicht zur Verwendung beim Erwachsenen bestimmt ist, stehen keine Informationenüber die Sicherheit des Impfstoffes während der Schwangerschaft oder der Stillzeit zur Verfügung.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
4.8 Nebenwirkungen
Im Rahmen von mehreren klinischen Studien wurde Quintanrix zur Grundimmunisierung an ca. 1340gesunde Säuglinge ab einem Alter von 6 Wochen verabreicht.
Die während dieser Studien am häufigsten berichteten Reaktionen waren Schmerzen an der
Injektionsstelle, Fieber (axillar ≥ 37,5 °C, rektal ≥ 38 °C) sowie Reizbarkeit, die bei ca. 50% derverabreichten Impfdosen beobachtet wurden.
Nebenwirkungen sind im Folgenden aufgeführt.
Häufigkeiten werden wie folgt angegeben:
Sehr häufig: >1/10
Häufig: >1/100, <1/10
Gelegentlich: >1/1.000, <1/100
Selten: >1/10.000, <1/1.000
Sehr selten: <1/10.000 einschließlich gemeldeter Einzelfälle
Psychische Störungen
Sehr häufig: Reizbarkeit
Störungen des Nervensystems
Sehr häufig: Schläfrigkeit
Selten: Kollaps oder schockähnlicher Zustand (hypotone hyporesponsive Episode), Krampfanfälle
Störungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Selten: Bronchitis, Husten
Störungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Appetitverlust
Selten: Erbrechen
Allgemeine Störungen des Allgemeinbefindens und Beschwerden an der Injektionsstelle
Sehr häufig: Schmerzen, Rötung und Schwellung, Fieber (axillar ≥ 37,5 °C, rektal ≥ 38 °C)
Häufig: Induration, Fieber (axillar > 39 °C, rektal > 39,5 °C)435 Kinder erhielten im 2. Lebensjahr Quintanrix zur Auffrischimpfung (Booster). Wie auch beianderen Impfstoffen ist die Boosterdosis möglicherweise mit einem erhöhten Auftreten von leichtenunerwünschten Ereignissen wie Fieber und lokalen Reaktionen verbunden.
Nebenwirkungen, die nach einer Auffrischimpfung berichtet wurden, sind im Folgenden aufgeführt:
Psychische Störungen
Sehr häufig: Reizbarkeit
Störungen des Nervensystems
Sehr häufig: Schläfrigkeit
Störungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Appetitverlust
Störungen des Allgemeinbefindens und Beschwerden an der Injektionsstelle
Sehr häufig: Schmerzen, Rötung und Schwellung, Fieber (axillar ≥ 37,5 °C, rektal ≥ 38 °C)
Häufig: Fieber (axillar > 39 °C, rektal > 39,5 °C)
Gelegentlich: Induration
Allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktoider Reaktionen und Urtikaria, wurden sehr seltennach Impfung mit Impfstoffen, die eine DTP-, Hepatitis-B- und Hib-Komponente enthalten,gemeldet.
Während der Postmarketing-Surveillance von anderen Impfstoffen mit Hepatitis-B-Komponentewurden als Nebenwirkungen sehr selten Serumkrankheit und Thrombozytopenie berichtet.
Dieses Arzneimittel enthält Thiomersal (eine organische Quecksilberverbindung) als
Konservierungsmittel; es können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten (s. Abschnitt 4.3).
Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (geboren vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche)(siehe Abschnitt 4.4)
4.9 Überdosierung
Fälle von Überdosierung sind nicht bekannt.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Die Immunantwort nach einer Grundimmunisierung mit 3 Dosen wurde in 5 Studien untersucht:297 Kinder wurden nach der Impfung in einem Alter von 6, 10 und 14 Lebenswochen, 685 Kindernach der Impfung in einem Alter von 2, 4 und 6 Lebensmonaten und 107 Kinder nach der Impfung ineinem Alter von 3, 4 und 5 Lebensmonaten untersucht.
Daten aus verschiedenen Studien belegen, dass insgesamt 95,5 % bzw. 99,9 % der Geimpften Anti-
Diphtherie- bzw. Anti-Tetanus-Titerwerte von ≥ 0,1 I.U./ml einen Monat nach Beendigung der
Grundimmunisierung aufweisen. Zum gleichen Zeitpunkt lag der Anteil an Säuglingen mit Anti-PRP-
Titern ≥ 0,15 µg/ml bei > 99 %, und der mit Anti-HBs-Titern ≥ 10 mI.U./ml bei 97,3 %. Die
Gesamtresponderrate für die Pertussiskomponente des Impfstoffes wurde auf über 99 % angenommenund durch den Nachweis von Antikörpern bei ursprünglich seronegativen Kindern (Titer < 15
ELU/ml vor der Impfung) oder durch einen mindestens genauso hohen Titer nach der Impfung wie bei
Kindern , die bereits vor der Impfung durch von der Mutter übertragene Antikörper seropositiv waren,bestimmt.
Mit Ausnahme von Anti-HBs waren die Seroprotektions- und die Vakzin-Response-Raten für die 3untersuchten Impfschemata gleich. Die Seroprotektionsraten für Anti-HBs (≥ 10 mlU/ml), die beim 6-10- 14-Wochen-Schema beobachtet wurden, waren niedriger als in der Tabelle unten angegeben. Diesist aber wahrscheinlich klinisch nicht relevant, da die Probandenzahl sehr klein war.
2-4-6-Monate-Schema 3-4-5-Monate-Schema 6-10-14-Wochen-Schema
N = 672 N = 107 N = 9798.9% 95.3% 92.8%
Es liegen nur begrenzte Informationen zur Persistenz der Immunantwort nach der
Grundimmunisierung und zur Immunogenität der Auffrischimpfung mit Quintanrix vor.
Ergebnisse einer Pilotstudie zeigen, dass von 63 Kindern, die nach dem Impfschema 6, 10, 14 Wochengeimpft wurden, >80% Antikörperspiegel gegen Diphterie, Tetanus, HBs und PRP hatten, die alsschützend angesehen werden. 41% hatten Antikörper gegen Pertussis. Daten aus klinischen Studienzeigen, dass eine Boosterimpfung mit Quintanrix im 2. Lebensjahr zu einem mehr als 10fachen
Anstieg des durchschnittlichen Antikörpertiters aller Impfstoff-Antigenkomponenten, verglichen mitdem Wert vor der Boosterung, führt.
Es kann erwartet werden, dass eine Hepatitis D ebenfalls durch Immunisierung mit Quintanrixvermieden wird, da die Hepatitis D (verursacht durch das Delta-Agens) ohne Hepatitis-B-Infektionnicht vorkommt.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Präklinische Studien zur Sicherheit wurden mit dem Impfstoff nicht durchgeführt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Lyophilisierte HIB-Komponente:
LactoseFlüssige DTPw-HBV-Komponente:
Thiomersal
Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Adjuvantien siehe Abschnitt 2.
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Verträglichkeitsstudien durchgeführt wurden, darf der aufgelöste Impfstoff nicht mitanderen Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
3 Jahre
Nach der Rekonstitution wird die umgehende Injektion des Impfstoffs empfohlen. Eine Haltbarkeit bei+25 °C bis zu 8 Stunden konnte jedoch belegt werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank aufbewahren (+2 °C bis +8 °C).
Nicht einfrieren!
In der Originalverpackung vor Licht geschützt aufbewahren.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Pulver in Glasfläschchen (Glas Typ I) für 1 Impfdosis mit Stopfen (aus Butylgummi).0,5 ml Suspension in einem Glasfläschchen (Glas Typ I) für 1 Impfdosis mit Stopfen (aus
Butylgummi) in folgenden Packungsgrößen:
- Packungsgröße mit 1 Glasfläschchen mit Pulver und 1 Glasfläschchen mit Suspension
- Packungsgröße mit 100 Glasfläschchen mit Pulver und 100 Glasfläschchen mit Suspension
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen angeboten.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Bei Lagerung kann sich ein weißes Sediment mit klarem Überstand bei der DTPw-HBV-Komponentebilden. Dies ist jedoch kein Anzeichen für eine Qualitätsminderung.
Das Behältnis mit der DTPw-HBV-Komponente ist vor Gebrauch kräftig zu schütteln, bis eine homo-gene trübe, weiße Suspension entsteht, und ist per Augenschein auf etwaige Fremdkörper und/oder
Zustandsveränderungen zu untersuchen. Unverbrauchter Impfstoff oder davon stammende
Abfallmaterialien sind gemäß den örtlich vorgeschriebenen Bestimmungen zu entsorgen.
Der Impfstoff wird rekonstituiert, indem man mit Hilfe einer Spritze den gesamten Inhalt des
Fläschchens mit der DTPw-HBV-Komponente entnimmt und anschließend dem Fläschchen mit demdarin enthaltenen Hib-Pellet zusetzt. Nach dem Zusetzen der DTPa-HBV-Suspension zum Hib-Pulverist die Mischung gründlich zu schütteln, bis das Pulver vollständig gelöst ist. Der rekonstituierte
Impfstoff ist eine homogene trübe, weiße Suspension.
Die zur Rekonstitution verwendete Nadel/Kanüle ist zu entsorgen und vor Verabreichung des
Impfstoffes durch eine neue zu ersetzen. Nach der Rekonstitution wird eine umgehende Verwendungdes Impfstoffes empfohlen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
GlaxoSmithKline Biologicals s.a.
Rue de l'Institut 89
B-1330 Rixensart, Belgien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/04/301/001
EU/1/04/301/002
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG