Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels PICATO 500mcg / g gel
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Picato 500 Mikrogramm/g Gel
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jedes Gramm Gel enthält 500 Mikrogramm Ingenolmebutat. Jede Tube enthält 235 Mikrogramm
Ingenolmebutat in 0,47 g Gel.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Picato ist indiziert für die topische Behandlung von nicht-hyperkeratotischen, nicht-hypertrophen
Aktinischen Keratosen bei Erwachsenen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungAktinische Keratosen an Stamm und Extremitäten von Erwachsenen
An 2 aufeinanderfolgenden Tagen wird jeweils einmal täglich eine Tube Picato 500 Mikrogramm/g
Gel (enthält 235 Mikrogramm Ingenolmebutat) auf die betroffene Fläche aufgetragen.
Der optimale therapeutische Effekt kann etwa 8 Wochen nach der Behandlung beurteilt werden.
Eine Wiederholung der Behandlung mit Picato kann durchgeführt werden, wenn ein unvollständiges
Ansprechen bei einer Nachuntersuchung nach 8 Wochen festgestellt wird oder wenn abgeheilte
Läsionen bei dieser Nachuntersuchung zu einem späteren Zeitpunkt wiederkehren.
Kinder und JugendlichePicato hat bei Kindern und Jugendlichen keine relevante Indikation.
Ältere PatientenEine Anpassung der Dosierung ist nicht notwendig (siehe Abschnitt 5.1).
Immunsupprimierte PatientenKlinische Daten über die Behandlung immunsupprimierter Patienten sind nicht verfügbar, aber eswerden keine systemischen Risiken erwartet, weil Ingenolmebutat nicht systemisch absorbiert wird.
Art der AnwendungDer Inhalt einer Tube reicht für eine Behandlungsfläche von 25 cm2 (z. B. 5 cm x 5 cm). Die Tube istzum einmaligen Gebrauch bestimmt und wird nach Anwendung entsorgt (siehe Abschnitt 6.6).
Das Gel einer Tube wird auf eine Fingerspitze herausgedrückt und dann gleichmäßig auf die gesamte
Behandlungsfläche aufgetragen, um es anschließend für 15 Minuten trocknen zu lassen. Der Inhalteiner Tube wird für eine Behandlungsfläche von 25 cm2 angewendet.
Nur zur einmaligen Anwendung.
Bei Behandlung im Nacken:
Wenn mehr als die halbe Behandlungsfläche im oberen Bereich des Nackens liegt, soll Picato150 Mikrogramm/g Gel in der Dosierstärke für Gesicht und Kopfhaut angewendet werden. Wennmehr als die halbe Behandlungsfläche im unteren Bereich des Nackens liegt, soll Picato500 Mikrogramm/g Gel in der Dosierstärke für Stamm und Extremitäten angewendet werden.
Wenn ein Bereich im Gesicht oder an der Kopfhaut und ein weiterer Bereich am Stamm oder den
Extremitäten gleichzeitig behandelt werden, sollen die Patienten angewiesen werden, die richtigen
Dosierstärken zu verwenden. Es soll sorgfältig vermieden werden, dass das Picato 500 Mikrogramm/g
Gel im Gesicht oder an der Kopfhaut angewendet wird, da dies zu einer erhöhten Inzidenz von lokalen
Hautreaktionen führen kann.
Die Patienten sollen angewiesen werden, unmittelbar nach dem Auftragen von Picato ihre Hände mit
Wasser und Seife zu waschen, ebenso zwischen dem Auftragen, wenn zwei verschiedene Bereicheverschiedene Dosierstärken erfordern. Falls die Hände behandelt werden, soll nur die zum Auftragendes Gels benutzte Fingerspitze gewaschen werden. Das Berühren oder Waschen der behandelten
Fläche soll während einer Dauer von 6 Stunden nach dem Auftragen von Picato vermieden werden.
Nach dieser Zeitspanne kann die Behandlungsfläche mit Wasser und einer milden Seife gewaschenwerden.
Picato soll nicht direkt nach dem Duschen oder weniger als 2 Stunden vor dem Zubettgehenangewendet werden.
Die behandelte Fläche darf nicht mit Okklusivverbänden bedeckt werden, nachdem Picato aufgetragenwurde.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Kontakt mit den Augen
Der Kontakt mit den Augen kann eine Konjunktivitis und Hornhautverätzung hervorrufen. Die
Patienten sollen nach dem Auftragen des Gels und nach jedem Kontakt mit der Behandlungsflächesorgfältig die Hände waschen, um ein versehentliches Übertragen des Gels in die Augen zu vermeiden.
Bei einem versehentlichen Kontakt müssen die Augen sofort mit viel Wasser gespült werden und der
Patient muss so schnell wie möglich medizinische Hilfe aufsuchen. Nach versehentlichem
Augenkontakt mit Picato muss mit Augenerkrankungen wie Augenschmerz, Augenlid-Ödem undperiorbitalem Ödem gerechnet werden (siehe Abschnitt 4.8).
Verschlucken
Picato darf nicht eingenommen werden. Bei unabsichtlichem Verschlucken muss der Patient viel
Wasser trinken und medizinische Hilfe aufsuchen.
AllgemeinDie Anwendung von Picato wird nicht empfohlen, bevor sich die Haut von vorhergehenden
Behandlungen mit anderen Arzneimitteln oder chirurgischen Eingriffen erholt hat. Picato darf nicht im
Bereich offener Wunden oder geschädigter Haut mit beeinträchtigter Barrierefunktion aufgetragenwerden.
Picato soll nicht in der Nähe der Augen, in den Nasenlöchern, in der Innenseite der Ohren oder aufden Lippen verwendet werden.
Lokale Hautreaktionen
Nach der topischen Anwendung von Picato muss mit lokalen Hautreaktionen wie Erythem,
Schälen/Schuppung und Krustenbildung gerechnet werden (siehe Abschnitt 4.8). Die lokalen
Hautreaktionen sind vorübergehend und treten typischerweise innerhalb eines Tages nach
Behandlungsbeginn auf. Ihre maximale Intensität erreichen sie bis zu eine Woche nach
Behandlungsabschluss. Meist heilen lokale Hautreaktionen bei der Behandlung von Flächen im
Gesicht oder auf der Kopfhaut innerhalb von 2 Wochen nach Behandlungsbeginn, und bei der
Behandlung von Flächen an Stamm oder Extremitäten innerhalb von 4 Wochen nach
Behandlungsbeginn wieder ab. Das Behandlungsergebnis kann erst nach dem Abheilen der lokalen
Hautreaktionen angemessen beurteilt werden.
Sonnen-Exposition
Es wurden Studien durchgeführt, um den Einfluss von UV-Bestrahlung der Haut nach ein- undmehrmaliger Anwendung von 100 Mikrogramm Ingenolmebutat/g zu beurteilen. Ingenolmebutatzeigte keinerlei Potential für Photoirritation oder lichtallergische Effekte. Dennoch sollte aufgrund der
Natur der Erkrankung ein übermäßiger Kontakt mit Sonnenlicht (inklusive Höhensonne und Solarium)vermieden oder minimiert werden.
Keratoakanthom, Basalzellkarzinom, Morbus Bowen, Plattenepithelkarzinom
In einer klinischen Studie nach Erteilung der Zulassung und in Beobachtungen nach Markteinführungwurde über das Auftreten von Keratoakanthomen, Basalzellkarzinomen, Morbus Bowen und
Plattenepithelkarzinomen innerhalb des Behandlungsareals Wochen bis Monate nach der Anwendungvon Ingenolmebutat-Gel berichtet (siehe Abschnitt 5.1). Ingenolmebutat sollte bei Patienten mitkutanen Malignomen in der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet werden. Angehörige der
Gesundheitsberufe sollten die Patienten darauf hinweisen, auf das Auftreten von Hautveränderungeninnerhalb des Behandlungsareals zu achten und bei solchen Veränderungen sofort ärztlichen Rateinzuholen.
Behandlung von Aktinischen Keratosen
Bei Läsionen, die klinisch untypisch für Aktinische Keratosen erscheinen oder den Verdacht auf
Malignität erwecken, sollte eine Biopsie durchgeführt werden, um eine angemessene Therapie zubestimmen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Wechselwirkungen mitsystemisch absorbierten Arzneimitteln werden als unwahrscheinlich erachtet, da Picato nichtsystemisch absorbiert wird.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftEs gibt keine Daten zur Anwendung von Ingenolmebutat bei schwangeren Frauen. Tierexperimentelle
Studien zeigten geringe embryo-fetale Toxizität (siehe Abschnitt 5.3). Ein Risiko für Menschen, dietopisch mit Ingenolmebutat behandelt werden, wird als unwahrscheinlich erachtet, da Picato nichtsystemisch absorbiert wird. Vorsichtshalber sollte die Anwendung von Picato während der
Schwangerschaft vermieden werden.
StillzeitEs sind keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kleinkind zu erwarten, da Picato nichtsystemisch absorbiert wird. Die stillende Mutter soll angewiesen werden, dass der Körperkontakt ihres
Neugeborenen/Kleinkinds mit der behandelten Fläche während 6 Stunden nach dem Auftragen von
Picato vermieden werden soll.
FertilitätEs wurden keine Fertilitätsstudien mit Ingenolmebutat durchgeführt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenPicato hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen sind lokale Hautreaktionen, einschließlich Erythem,
Schuppung, Krustenbildung, Schwellung, Bläschen-/Pustelbildung und Erosion/Ulzeration an der
Anwendungsstelle von Ingenolmebutat-Gel; siehe Tabelle 1 für die MedDRA Bezeichnungen. Nachder Anwendung von Ingenolmebutat erfahren die meisten Patienten (>95 %) eine oder mehrere lokale
Hautreaktionen. Nach Behandlung von Gesicht und Kopfhaut wurde über Infektionen an der
Anwendungsstelle berichtet.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenTabelle 1 bezieht sich auf die Anwendung von Picato 150 Mikrogramm/g oder 500 Mikrogramm/g bei499 Patienten mit Aktinischen Keratosen im Rahmen von vier vehikel-kontrollierten Phase-III-Studienund Beobachtungen nach Markteinführung mit insgesamt 1.002 eingeschlossenen Patienten. Die
Patienten erhielten eine Feldtherapie (Fläche von 25 cm2) mit Picato in Konzentrationen von150 Mikrogramm/g oder 500 Mikrogramm/g oder Vehikel einmal täglich an 3 respektive 2aufeinanderfolgenden Tagen.
Die Tabelle listet die Nebenwirkungen nach dem MedDRA Organklassen-System und ihreranatomischen Lokalisation auf.
Die Häufigkeiten sind wie folgt klassifiziert:
Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000) und unbekannt (kann aufgrund der verfügbaren Daten nichteingeschätzt werden).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen in absteigender Schwere angeordnet.
Tabelle 1: Nebenwirkungen nach dem MedDRA Organklassen-System
Häufigkeit
System-Organ-Klasse Gesicht und Kopfhaut Stamm und
Extremitäten
Infektionen und Infestationen
Pusteln an der Anwendungsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Infektion an der Anwendungsstelle Häufig
Erkrankungen des ImmunsystemsÜberempfindlichkeit (einschließlich Gelegentlich Gelegentlich
Angioödem)
Erkrankungen des NervensystemsKopfschmerz Häufig
Erkrankungen der Augen*
Augenlidödem Häufig
Periorbitalödem Häufig
Konjunktivitis, Hornhautverätzung** Gelegentlich Gelegentlich
Augenschmerz Gelegentlich
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Anwendungsstelle
Erosion an der Anwendungsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Bläschen an der Anwendungsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Schwellung an der Anwendungsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Exfoliation an der Anwendungsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Schorf an der Anwendungsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Erythem an der Anwendungsstelle Sehr häufig Sehr häufig
Schmerz an der Anwendungsstelle*** Sehr häufig Häufig
Juckreiz an der Anwendungsstelle Häufig Häufig
Reizung an der Anwendungsstelle Häufig Häufig
Ausfluss an der Anwendungsstelle Gelegentlich
Paraesthesie an der Anwendungsstelle Gelegentlich Gelegentlich
Ulkus an der Anwendungsstelle Gelegentlich Gelegentlich
Pigmentierungsveränderung an der Gelegentlich Gelegentlich
Anwendungsstelle
Erwärmung an der Anwendungsstelle Gelegentlich
Narbenbildung an der Anwendungsstelle Selten Selten
*: Schwellungen im Anwendungsbereich des Gesichtes oder der Kopfhaut können auf den Bereich der
Augen übergehen
**: Versehentlicher Augenkontakt: Nach Markteinführung gingen Berichte über Konjunktivitis und
Hornhautverätzung in Verbindung mit versehentlichem Augenkontakt ein (siehe Abschnitte 4.2 und4.4 zur Vermeidung von Augenkontakt)
***: Beinhaltet Brennen im Anwendungsbereich
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenDie lokalen Hautreaktionen (Häufigkeit >1 %) traten bei 'Gesicht/Kopfhaut“ bzw.'Stamm/Extremitäten“ in folgenden Häufigkeiten auf: Erythem an der Anwendungsstelle (94 % und92 %), Exfoliation an der Anwendungsstelle (85 % und 90 %), Schorf an der Anwendungsstelle (80 %und 74 %), Schwellung an der Anwendungsstelle (79 % und 64 %), Bläschen an der
Anwendungsstelle (13 % und 20 %), Pusteln an der Anwendungsstelle (43 % und 23 %) und Erosionan der Anwendungsstelle (31 % und 25 %).
Schwere lokale Hautreaktionen traten mit einer Inzidenz von insgesamt 29 % im Gesicht und an der
Kopfhaut und mit einer Inzidenz von insgesamt 17 % an Stamm und Extremitäten auf. Im Einzelnentraten die schweren lokalen Hautreaktionen (Häufigkeit >1 %) bei 'Gesicht/Kopfhaut“ bzw.'Stamm/Extremitäten“ in folgenden Häufigkeiten auf: Erythem an der Anwendungsstelle (24 % und15 %), Exfoliation an der Anwendungsstelle (9 % und 8 %), Schorf an der Anwendungsstelle (6 %und 4 %), Schwellung an der Anwendungsstelle (5 % und 3 %) und Pusteln an der Anwendungsstelle(5 % und 1 %).
Langzeit-Nachbeobachtung
Insgesamt 198 Patienten mit einer vollständigen Clearance am Tag 57 (184 mit Picato behandelt und14 mit Vehikel behandelt) wurden weitere 12 Monate beobachtet. In einer weiteren Studie wurden 329
Patienten, die initial mit Kryotherapie im Bereich Gesicht/Kopfhaut behandelt worden waren, drei
Wochen später randomisiert, um auf der gleichen Fläche für 3 Tage Picato 150 Mikrogramm/g (n=158)oder Vehikel (n=150) zu erhalten. 149 Patienten der Picato-Gruppe und 140 der Vehikel-Gruppewurden insgesamt 12 Monate lang nachbeobachtet. In einer späteren Studie wurden 450 Patienteninitial mit Picato 150 Mikrogramm/g behandelt. 134 dieser Patienten wurden randomisiert einemweiteren Behandlungszyklus mit Picato 150 Mikrogramm/g unterzogen. Die Patienten wurden für 12
Monate ab der ersten Behandlung beobachtet.
Die Resultate dieser Studien veränderten das Sicherheitsprofil von Picato nicht (siehe Abschnitt 5.1).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Die Überdosierung von Picato kann zu einer erhöhten Inzidenz von lokalen Hautreaktionen führen.
Die Maßnahmen nach Überdosierung bestehen in der Behandlung der klinischen Symptome.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika und Chemotherapeutika zur dermatologischen
Anwendung, andere Chemotherapeutika
ATC-Code: D06BX02
WirkmechanismusDer Wirkungsmechanismus von Ingenolmebutat zur Anwendung bei Aktinischen Keratosen mussnoch vollständig beschrieben werden. In-vivo- und In-vitro-Modelle haben einen dualen
Wirkmechanismus für die Effekte von Ingenolmebutat aufgezeigt: 1) Direkte lokale Zytotoxizität und2) Förderung einer Entzündungsreaktion, die durch eine örtlich begrenzte Produktion vonproinflammatorischen Zytokinen und Chemokinen und durch Infiltration von immunkompetenten
Zellen charakterisiert ist.
Pharmakodynamische WirkungenErgebnisse aus zwei klinischen Studien zu den biologischen Auswirkungen von Ingenolmebutat habengezeigt, dass die topische Anwendung eine epidermale Nekrose und eine deutliche
Entzündungsreaktion sowohl in der Epidermis als auch in der oberen Dermis der behandelten Hauthervorruft, die durch Infiltration von T-Zellen, Neutrophilen und Makrophagen charakterisiert ist.
Eine Nekrose der Dermis wurde selten beobachtet.
Die Profile der Genexpression aus der Hautbiopsie behandelter Flächen deuten auf entzündliche
Prozesse und eine Wundreaktion hin, die vom histologischen Befund bestätigt werden.
Nicht-invasive Untersuchungen der behandelten Haut mittels konfokaler Laser-Mikroskopie habengezeigt, dass die Hautreaktionen auf Ingenolmebutat reversibel waren, bei annähernd vollständiger
Normalisierung aller gemessener Parameter am Tag 57 nach Behandlung, was durch klinische
Befunde und Tierstudien gestützt wird.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Picato 150 Mikrogramm/g, im Gesicht oder auf der Kopfhaut,angewendet an 3 aufeinanderfolgenden Tagen, wurde in zwei doppelblinden, Vehikel-kontrolliertenklinischen Studien bei 547 erwachsenen Patienten untersucht. Entsprechend wurde die Wirksamkeitund Sicherheit von Picato 500 Mikrogramm/g am Stamm oder an den Extremitäten, angewendet an 2aufeinanderfolgenden Tagen, in zwei doppelblinden, Vehikel-kontrollierten klinischen Studien bei 458erwachsenen Patienten untersucht. Die Patienten blieben für eine 8-wöchige Nachbeobachtungs-Phasein der Studie, während der sie für klinische Beobachtungen und Sicherheitskontrollen zurückkamen.
An Tag 57 wurde die Wirksamkeit, gemessen als Anteil der Patienten mit vollständiger und partieller
Clearance sowie die mediane prozentuale Reduktion, beurteilt (siehe Tabelle 2).
Die Patienten hatten 4 bis 8 klinisch typische, sichtbare, abgegrenzte, nicht-hyperkeratotische,nicht-hypertrophe Aktinische-Keratose-Läsionen im Gesicht oder auf der Kopfhaut bzw. am Rumpfoder an den Extremitäten innerhalb einer zusammenhängenden Behandlungsfläche von 25 cm2. Anjedem vorgesehenen Behandlungstag wurde das Studien-Gel auf der gesamten Behandlungsflächeaufgetragen.
Die Compliance Rate war hoch: 98 % der Patienten schlossen diese Studien ab.
Die Studienpatienten waren zwischen 34 und 89 Jahre alt (Mittelwert 64 bzw. 66 Jahre für die zwei
Wirkstärken) und 94 % wiesen einen Fitzpatrick-Hauttyp I, II, oder III auf.
Am Tag 57 wiesen Patienten, die mit Picato behandelt wurden, einen höheren Anteil an vollständigerund partieller Clearance auf, als die Patienten, die mit Vehikel-Gel behandelt wurden (p<0,001).
Verglichen mit der Vehikel-Gruppe war die mediane prozentuale Reduktion der
Aktinischen-Keratose-Läsionen in der mit Ingenolmebutat behandelten Gruppe höher (siehe Tabelle2).
Tabelle 2: Anteil der Patienten mit vollständiger und partieller Clearance und medianeprozentuale (%) Reduktion von Läsionen bei Aktinischer Keratose
Gesicht und Kopfhaut Stamm und Extremitäten
Picato Vehikel Picato Vehikel150 Mikrogramm/g (n=270 ) 500 Mikrogramm/g (n=232 )(n=277 ) (n=226 )vollständige Clearancea 42,2 %d 3,7 % 34,1 %d 4,7 %partielle Clearanceb (≥ 75%) 63,9 % d 7,4 % 49,1 % d 6,9 %
Mediane % Reduktionc 83 % 0 % 75 % 0 %a Die vollständige Clearance war definiert als der Anteil der Patienten ohne (null) klinisch sichtbare
Aktinische-Keratose-Läsionen in der Behandlungsfläche.b Die partielle Clearance war definiert als der Anteil der Patienten, bei denen sich die Anzahl der zuvorvorhandenen Aktinische-Keratose-Läsionen um mindestens 75 % verringerte.c Mediane prozentuale (%) Reduktion von Aktinische-Keratose-Läsionen im Vergleich zu Baseline.d p<0,001; im Vergleich zum Vehikel durch logistische Regression in Bezug auf Behandlung, Studie undanatomischen Bereich.
Das Ausmaß der Wirksamkeit variierte zwischen den unterschiedlichen anatomischen Bereichen.
Innerhalb eines Bereichs waren die vollständigen und partiellen Clearanceraten in der mit
Ingenolmebutat behandelten Gruppe höher als in der Vehikel-Gruppe (siehe Tabellen 3 und 4).
Tabelle 3: Anzahl und Prozentsatz (95 % KI) der Patienten, die an Tag 57 vollständige oderpartielle Clearance erreichten, im anatomischen Bereich Gesicht und Kopfhautvollständige Clearance partielle Clearance( ≥ 75 %)
Picato Picato150 Mikrogramm/g Vehikel(n=270 ) 150 Mikrogramm/g Vehikel(n=277 ) (n=277) (n=270)
Gesicht 104/220 9/220 157/220 18/22047 % (41-54 %) 4 % (2-8 %) 71 % (65-77 %) 8 % (5-13 %)
Kopfhaut 13/57 1/50 20/57 2/5023 % (13-36 %) 2 % (0-11 %) 35 % (23-49 %) 4 % (1-14 %)
Tabelle 4: Anzahl und Prozentsatz (95 % KI) der Patienten, die an Tag 57 vollständige oderpartielle Clearance erreichten, im anatomischen Bereich Stamm und Extremitätenvollständige Clearance partielle Clearance( ≥ 75 %)
Picato Picato500 Mikrogramm/g Vehikel(n=232) 500 Mikrogramm/g Vehikel(n=226) (n=226) (n=232)
Arm 49/142 7/149 75/142 11/14935 % (27-43 %) 5 % (2-9 %) 53 % (44-61 %) 7 % (4-13 %)
Handrücken 10/54 0/56 16/54 1/5619 % (9-31 %) 0 % (0-6 %) 30 % (18-44 %) 2 % (0-10 %)
Nacken 11/14 2/11 12/14 2/1179 % (49-95 %) 18 % (2-52 %) 86 % (57-98 %) 18 % (2-52 %)
Anderea 7/16 2/16 8/16 2/1644 % (20-70 %) 13 % (2-38 %) 50 % (25-75 %) 13 % (2-38 %)aAndere beinhaltet Schulter, Rücken, Bein.
Die Sicherheit der 3-tägigen Behandlung mit Picato 150 Mikrogramm/g Gel und der 2-tägigen
Behandlung mit Picato 500 Mikrogramm/g Gel wurde bis zum Tag 57 bewertet. Die meisten derberichteten Nebenwirkungen und lokalen Hautreaktionen waren leicht bis mittelschwer und heiltenohne Spätfolgen ab.
Bei den von den Patienten berichteten Resultaten wurden im Vergleich zu den Patienten, die das
Vehikel-Gel erhielten, statistisch signifikante Unterschiede zugunsten der Patienten, die Picatoerhielten, beobachtet. Im Vergleich mit den Vehikel-Gruppen wurde beim 'Treatment Satisfaction
Questionnaire for Medication“ (TSQM) in den Ingenolmebutat-Gruppen höhere durchschnittliche
Punktewertungen für die umfassende Zufriedenheit der Patienten gefunden (p<0,001), was auf einehöhere Gesamtzufriedenheit hinweist.
Langzeitwirksamkeit
Es wurden 3 prospektive Langzeit-Nachbeobachtungsstudien über 1 Jahr durchgeführt, um dienachhaltige Wirksamkeit gegen das Wiederauftreten von Aktinische-Keratose-Läsionen in der
Behandlungsfläche und die Sicherheit bei Patienten, die mit Picato behandelt wurden, zu beurteilen.
Eine Studie umfasste Patienten, die mit Picato 150 Mikrogramm/g während 3 Tagen im Gesicht oderauf der Kopfhaut behandelt wurden und zwei Studien umfassten Patienten, die mit Picato500 Mikrogramm/g während 2 Tagen an Stamm und Extremitäten behandelt wurden. Nur diejenigen
Patienten, die am Ende der Phase-III-Studien (Tag 57) eine vollständige Clearance in der
Behandlungsfläche erreichten, wurden für die Langzeit-Nachbeobachtung zugelassen. Die Patientenwurden während 12 Monaten alle 3 Monate überprüft (siehe Tabelle 5).
Tabelle 5: Wiederauftreten von Aktinische-Keratose-Läsionen
Picato Picato150 Mikrogramm/g Gel 500 Mikrogramm/g Gel
Gesicht und Kopfhaut Stamm und(n=108 ) Extremitäten(n=76c )
Rekurrenz in 12 Monaten 53,9 % (44,6 - 63,7) 56,0 % (45,1 - 67,6)
KM Schätzung (95 % KI)a
Läsion-basierte Rekurrenzb in 12 Monaten 12,8 % (19,1) 13,2 % (23,0)
Mittelwert (SD)a Die Rekurrenz ist die Kaplan-Meier (KM) Schätzung am vorgesehenen Studiendatum des Kontrollbesuchs,ausgedrückt als Prozentsatz (95 % KI). Wiederauftreten wurde definiert als jegliche identifizierte
Aktinische-Keratose-Läsion in der früheren Behandlungsfläche von Patienten, die eine vollständige
Clearance am Tag 57 der vorhergehenden Phase-III-Studie erreicht hatten.b Die Läsion-basierte Rekurrenz für jeden Patienten wurde definiert als Verhältnis der Anzahl
Aktinische-Keratose-Läsionen nach 12 Monaten zu der Anzahl Läsionen bei Beginn der vorhergehenden
Phase-III-Studien.c Von diesen wurden 38 Patienten vorher in einer Vehikel-kontrollierten Phase-III-Studie und 38 Patienten ineiner unkontrollierten Phase-III-Studie behandelt.
Risiko der Progression zu einem spinozellulären Karzinom
In den klinischen Aktinische-Keratose-Studien, die mit Ingenolmebutat durchgeführt wurden, war die
Rate der berichteten spinozellulären Karzinome im Behandlungsareal bei Studienende (Tag 57) beiden mit Ingenolmebutat-Gel behandelten Patienten (0,3 %, 3 von 1165 Patienten) vergleichbar mit dervon Vehikel-behandelten Patienten (0,3 %, 2 von 632 Patienten).
In den drei prospektiven Langzeit-Nachbeobachtungsstudien über 1 Jahr wurde bei keinem Patientenein spinozelluläres Karzinom in der Behandlungsfläche gefunden (0 von 184 Patienten, die zuvor mit
Ingenolmebutat behandelt wurden).
Erfahrungen mit mehr als einem Behandlungszyklus
In einer doppelblinden, Vehikel-kontrollierten Studie erhielten 450 Patienten mit je 4-8 Aktinischen
Keratosen in einem 25 cm2 großem Behandlungsfeld im Gesicht oder der Kopfhaut bis zu zwei
Behandlunkgszyklen mit Picato150 Mikrogramm/g. Patienten, deren erster Behandlungszyklus nach 8
Wochen nicht zu einer vollständigen Abheilung aller Aktinischen Keratosen im Behandlungsfeldgeführt hatte, wurden randomisiert für einen weiteren Behandlungszyklus mit Picato oder Vehikel.
Die Patienten, deren erster Behandlungszyklus bereits zu einer vollständigen Abheilung geführt hatte,wurden nach 26 und 44 Wochen kontrolliert und für den zweiten Behandlungszyklus randomisiert,falls sie erneut Läsionen im Behandlungsfeld zeigten. Bei allen Patienten wurde die Wirksamkeit 8
Wochen nach der Randomisierung beurteilt. Der erste offene Behandlungszyklus ergab einevollständige Abheilungrate von 62 % (277/450). Die Ergebnisse des randomisierten und verblindetenzweiten Behandlungszyklus sind in Tabelle 6 dargestellt.
Tabelle 6: Vollständige Abheilunga im Behandlungsfeld 8 Wochen nach Randomisierung undnach 12 Monaten
Feld 'recalcitrantc“ Feld 'recurrentd“
Picato Picato150 Mikro- Vehikel 150 Mikro- Vehikelgramm/g (n=49 ) gramm/g (n=20 )(n=92 ) (n=42 )8 Wochen nach Randomisierung 47 % (43) 18 % (9) 60 % (25) 25 % (5)(p=0,001b) (p=0,013b)
Nach 12 Monaten 18 % (17) 4 % (2) 31 % (13) 15 % (3)(p=0,016b) (p=0,10b)a Die vollständige Abheilungsrate ist definiert als Anteil der Patienten mit keinen (null) klinisch sichtbaren
Aktinische-Keratose-Läsion im Bereich der Behandlungsfläche.b Cochran-Mantel-Haenszel-Test von Picato 150 Mikrogramm/g im Vergleich zum Vehikel adjustiert für dieanatomische Lokalisation (Gesicht/Kopfhaut) und Land.c Patienten, deren erster Behandlungszyklus nicht zu einer vollständigen Abheilung aller Aktinischen
Keratosen im Behandlungsfeld geführt hatte.d Patienten, deren erster Behandlungszyklus zu einer vollständigen Abheilung aller Aktinischen Keratosenim Behandlungsfeld geführt hatte, die Rekurrenz in Woche 26 oder 44 zeigten.
Aktinische Keratose an Gesicht und Kopfhaut, sequenzielle Anwendung mit Kryotherapie
In einer zweiarmigen Studie wurden 329 erwachsene Patienten mit Aktinischer Keratose an Gesichtund Kopfhaut randomisiert zur Behandlung mit Picato Gel, 150 Mikrogramm/g oder Vehikel, jeweils3 Wochen nach Kryotherapie aller sichtbaren Läsionen in der Behandlungsfläche. Die Studie umfasste
Patienten mit 4 bis 8 klinisch typischen, sichtbaren, einzelnen, nicht-hypertrophen und nicht-hyperkeratotischen Aktinischen Keratosen innerhalb einer 25 cm² großen, zusammenhängenden
Behandlungsfläche.
Elf Wochen nach Beginn der Studie, also 8 Wochen nach Picato Gel oder Vehikel, betrug dievollständige Abheilungsrate 61 % bei den zu Picato randomisierten Patienten und 49 % bei den zum
Vehikel randomisierten Patienten. Nach 12 Monaten lag die vollständige Abheilungsrate in diesen
Gruppen bei 31 % bzw. 19 %. Die prozentuale Reduzierung der Anzahl an Aktinischen Keratosen inder Picato-Gruppe lag nach 11 Wochen bei 83 % und nach 12 Monaten bei 57 %, wogegen sie in der
Vehikel-Gruppe nach 11 Wochen bei 78 % und nach 12 Monaten bei 42 % lag. Die durchschnittliche
Anzahl der Aktinischen Keratosen in der Picato-Gruppe war 5,7 bei Studienbeginn, 0,8 nach 11
Wochen und 0,9 nach 12 Monaten im Gegensatz zu 5,8, 1,0, und 1,2 in der Vehikel-Gruppe zu denselbsen Zeitpunkten.
Die Sicherheits-Ergebnisse aus dieser Studie waren vergleichbar mit dem Sicherheitsprofil von Picato
Gel, 150 Mikrogramm/g als Monotherapie.
Erfahrungen mit der Behandlung größerer Flächen
In einer doppelblinden, Vehikel-kontrollierten Studie zur Untersuchung der systemischen Belastungwurde Picato 500 Mikrogramm/g Gel aus 4 Tuben an 2 aufeinanderfolgenden Tagen auf einerzusammenhängenden Behandlungsfläche von 100 cm2 aufgetragen. Die Resultate zeigten keinesystemische Absorption.
Picato 500 Mikrogramm/g war bei der Anwendung auf einer zusammenhängenden Behandlungsflächevon 100 cm2 auf Stamm und Extremitäten gut verträglich.
In einer doppelblinden, Vehikel-kontrollierten Studie an Patienten mit Aktinischen Keratosen an
Stamm und Extremitäten wurde ein Prüfpräparat mit Ingenolmebutat 600 Mikrogramm/g Gel einmaltäglich über 2, 3 oder 4 Tage auf eine Behandlungsfläche von 250 cm2 aufgetragen. Die Studie schlosseine große Gruppe von Patienten mit schweren aktinischen Schäden ein. Bei 12 der 163 Patienten, diemit dem ingenolmebutathaltigen Prüfpräparat behandelt wurden, traten 16 Hauttumoren innerhalb des
Behandlungsareals auf (1x Plattenepithelkarzinom, 1x Morbus Bowen und 14x Keratoakanthom;durch eine zentrale pathologische Begutachtung bestätigt). In der Vehikelgruppe gab es keine
Tumoren bei 61 Patienten.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittelagentur hat für Picato eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei Aktinischen Keratosengewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Ältere PatientenVon den 1.165 Patienten, die im Rahmen der mit Ingenolmebutat-Gel durchgeführten klinischen
Studien bei Aktinischen Keratosen mit Picato behandelt wurden, waren 656 Patienten (56 %) 65 Jahreund älter, davon 241 Patienten (21 %) 75 Jahre und älter. Insgesamt wurden zwischen jüngeren undälteren Patienten keine Unterschiede bei Sicherheit oder Wirksamkeit festgestellt.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Beim Menschen wurde das systemische pharmakokinetische Profil von Ingenolmebutat und seinen
Metaboliten nicht bestimmt, da die Vollblutspiegel nach topischer Anwendung nicht quantifizierbarwaren.
Absorption
Es konnte keine systemische Absorption im Bereich oder über der unteren Nachweisgrenze (0,1 ng/ml)festgestellt werden, wenn Picato 500 Mikrogramm/g aus 4 Tuben an 2 aufeinanderfolgenden Tageneinmal täglich auf eine Fläche von 100 cm2 auf dem dorsalen Unterarm von Patienten mit Aktinischen
Keratosen aufgetragen wurde.
In-vitro-Studienresultate zeigen, dass Ingenolmebutat menschliche Cytochrom-P450-Isoformen wederinhibiert noch induziert.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf konventionellen Studien über Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe und Genotoxizität zeigen die nicht-klinischen Daten keine spezielle Gefährdung für den
Menschen.
Die nicht-klinischen Sicherheitsstudien zeigen, dass die topische Anwendung von Ingenolmebutat-Gelgut verträglich ist. Im Rahmen der empfohlenen Anwendungsbedingungen sind alle Hautirritationenreversibel und das Risiko einer systemischen Toxizität ist vernachlässigbar.
Bei Ratten war Ingenolmebutat bei i. v. Dosen bis zu 5 Mikrogramm/kg/Tag (30 Mikrogramm/m2/Tag)nicht mit fötalen Entwicklungsstörungen assoziiert. Bei Kaninchen gab es keine größeren
Auffälligkeiten. Geringe Fehlbildungen oder Varianten in den Föten von behandelten Muttertierenwurden bei einer Dosierung von 1 Mikrogramm/kg/Tag (12 Mikrogramm/m2/Tag) beobachtet.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
2-Propanol
Hyetellose
Citronensäure-Monohydrat
Natriumcitrat
BenzylalkoholGereinigtes Wasser
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 ºC-8 ºC).
Die Tuben müssen nach dem ersten Öffnen entsorgt werden.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Laminierte Einzeldosis-Tuben mit einer Innenbeschichtung aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) und
Aluminium als Sperrschicht. Kappen aus HDPE.
Picato 500 Mikrogramm/g Gel ist erhältlich in Packungen zu 2 Tuben mit je 0,47 g Gel.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu entsorgen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
LEO Laboratories Ltd.285 Cashel Road
Crumlin, Dublin 12
Irland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 15. November 2012
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 13. Juli 2017
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittelagentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.