NOVOMIX 50 FLEXPEN 100U / ml injektionssuspension in einem fertigpen merkblatt medikamente

A10AD05 Insulinaspart • ALIMENTÄRES SYSTEM UND STOFFWECHSEL | INSULINE UND ANALOGA | Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oder lang wirkend kombiniert mit schnell wirkend

Insulin Aspart ist ein schnell wirkendes Insulinanalogon, das zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels bei Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Es wirkt schnell nach der Verabreichung und hilft, den Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten zu senken.

Das Medikament wird als subkutane Injektion verabreicht, in der Regel vor den Mahlzeiten, wie von einem Arzt verordnet. Es ist wichtig, dass Patienten den Blutzuckerspiegel regelmäßig überwachen und die Dosis nach Bedarf anpassen.

Patienten sollten sich möglicher Nebenwirkungen wie Hypoglykämie, Reaktionen an der Injektionsstelle oder Gewichtszunahme bewusst sein. Es ist wichtig, den Arzt über ungewöhnliche Symptome zu informieren.

Häufige Nebenwirkungen sind Hypoglykämie, Reaktionen an der Injektionsstelle und Gewichtszunahme. In seltenen Fällen können schwere allergische Reaktionen auftreten. Patienten sollten vor der Anwendung über diese Risiken informiert werden.

Allgemeine Daten zu NOVOMIX 50 FLEXPEN 100U / ml

Substanz: Insulinaspart

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-07-2013

Handelsgesetzbuch: W43547002

Konzentration: 100U / ml

Pharmazeutisches Formblatt: injektionssuspension in einem fertigpen

Verpackungsvolumen: 3ml

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: NOVO NORDISK A/S - DANEMARCA

Zulassungsinhaber: NOVO NORDISK A/S - DANEMARCA

Zulassungsnummer: 142/2005/02

Haltbarkeit: 2 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Insulinaspart

100U/ml, 100UIml

Andere ähnliche Substanzen wie Insulinaspart

Kombinationen mit anderen Stoffen

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels NOVOMIX 50 FLEXPEN 100U / ml injektionssuspension in einem fertigpen

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

NovoMix 50 Penfill 100 Einheiten/ml Injektionssuspension in einer Patrone

NovoMix 50 FlexPen 100 Einheiten/ml Injektionssuspension in einem Fertigpen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

NovoMix 50 Penfill1 ml der Suspension enthält 100 Einheiten lösliches Insulin aspart*/Insulin aspart*-Protamin-Kristalleim Verhältnis von 50/50 (entspricht 3,5 mg). Eine Patrone enthält 3 ml entsprechend 300 Einheiten.

NovoMix 50 FlexPen1 ml der Suspension enthält 100 Einheiten lösliches Insulin aspart*/Insulin aspart*-Protamin-Kristalleim Verhältnis von 50/50 (entspricht 3,5 mg). 1 Fertigpen enthält 3 ml entsprechend 300 Einheiten.

*Insulin aspart wird durch rekombinante DNS-Technologie gentechnisch in Saccharomyces cerevisiaehergestellt.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionssuspension.

Die Suspension ist trüb, weiß und wässrig.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

NovoMix 50 wird angewendet zur Behandlung von Diabetes mellitus bei Erwachsenen.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Der Wirkstoffgehalt von Insulinanaloga, einschließlich Insulin aspart, wird in Einheiten ausgedrückt,wohingegen der Wirkstoffgehalt von Humaninsulin in Internationalen Einheiten ausgedrückt wird.

Die Dosierung von NovoMix 50 wird individuell gemäß dem Bedarf des Patienten bestimmt. Eine

Überwachung des Blutzuckerspiegels und eine Anpassung der Insulindosierung werden empfohlen,um eine optimale Einstellung des Blutzuckers zu erreichen.

Der individuelle Insulinbedarf liegt in der Regel zwischen 0,5 und 1,0 Einheiten/kg/Tag. Dieser

Bedarf kann ganz oder teilweise mit NovoMix 50 gedeckt werden.

NovoMix 50 kann bei Patienten mit Typ 2 Diabetes als Monotherapie oder in Kombination mit

Metformin gegeben werden, wenn die Kontrolle des Blutzuckers mit Metformin allein unzureichendist.

Bei erhöhter körperlicher Aktivität, einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten oder

Begleiterkrankungen kann eine Anpassung der Dosierung notwendig sein.

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Spezielle Populationen

Bei älteren Patienten (≥ 65 Jahre) und bei Patienten mit einer Nieren- oder Leberfunktionsstörungsollte die Blutzuckerkontrolle intensiviert und die Dosierung von Insulin aspart dem individuellen

Bedarf angepasst werden.

Eine Nieren- oder Leberfunktionsstörung kann den Insulinbedarf des Patienten verringern.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von NovoMix 50 bei Kindern im Alter von unter 18 Jahren wurdenicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Umstellung von anderen Insulinprodukten

Die Umstellung auf NovoMix 50 von einem anderen Insulinpräparat kann eine Anpassung der Dosisund der Zeit der Verabreichung erfordern. Eine engmaschige Blutzuckerkontrolle während der

Umstellung und in den ersten Wochen danach wird empfohlen (siehe unter Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

NovoMix 50 ist eine biphasische Suspension des Insulinanalogons Insulin aspart. Die Suspensionenthält schnell wirkendes und intermediär wirkendes Insulin aspart im Verhältnis 50/50.

NovoMix 50 ist nur zur subkutanen Anwendung geeignet.

NovoMix 50 wird subkutan mittels Injektion in den Oberschenkel oder die Bauchdecke injiziert. Inden Oberarm oder den Gesäßbereich kann ebenfalls injiziert werden. Innerhalb desselben Bereichssind die Injektionsstellen stets regelmäßig zu wechseln, um das Risiko einer Lipodystrophie und einerkutanen Amyloidose zu reduzieren (Abschnitte 4.4 und 4.8). Der Einfluss der verschiedenen

Injektionsstellen auf die Resorption von NovoMix 50 wurde nicht untersucht. Die Wirkdauer variiertabhängig von Dosis, Injektionsstelle, Durchblutung, Temperatur und Ausmaß der körperlichen

Betätigung.

NovoMix 50 hat einen schnelleren Wirkeintritt als biphasisches Humaninsulin und sollte im

Allgemeinen unmittelbar vor einer Mahlzeit verabreicht werden. Falls notwendig, kann NovoMix 50direkt nach einer Mahlzeit verabreicht werden.

Für detaillierte Anwendungshinweise, siehe Packungsbeilage.

NovoMix 50 Penfill

Verabreichung mit einem Insulininjektionsgerät

NovoMix 50 Penfill ist zur Anwendung mit Novo Nordisk Insulininjektionsgeräten und NovoFineoder NovoTwist Nadeln vorgesehen. NovoMix 50 Penfill ist nur für subkutane Injektionen aus einemwiederverwendbaren Pen geeignet. Falls die Anwendung einer Spritze notwendig ist, sollte eine

Durchstechflasche verwendet werden.

NovoMix 50 FlexPen

Verabreichung mit einem FlexPen

NovoMix 50 FlexPen ist ein Fertigpen (farbkodiert), der zur Anwendung mit NovoFine oder

NovoTwist Nadeln vorgesehen ist. FlexPen gibt 1-60 Einheiten in Schritten von 1 Einheit ab.

NovoMix 50 FlexPen ist nur für subkutane Injektionen geeignet. Falls die Anwendung einer Spritzenotwendig ist, sollte eine Durchstechflasche verwendet werden.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

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4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

NovoMix 50 darf nicht intravenös angewendet werden, da dies zu schweren Hypoglykämien führenkann. Eine intramuskuläre Anwendung sollte vermieden werden. NovoMix 50 darf nicht in

Insulinpumpen verwendet werden.

Bevor der Patient in andere Zeitzonen reist, muss er sich mit seinem Arzt beraten, da dies bedeutenkann, dass er das Insulin und die Mahlzeiten zu anderen Uhrzeiten anwenden bzw. einnehmen muss.

Hyperglykämie

Eine unzureichende Dosierung oder die Unterbrechung der Therapie kann, insbesondere bei Typ 1

Diabetes, zu Hyperglykämie und diabetischer Ketoazidose führen. Die ersten Symptome einer

Hyperglykämie treten in der Regel allmählich oder über Stunden bzw. Tage auf. Dazu gehören Durst,verstärkter Harndrang, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, gerötete trockene Haut, Mundtrockenheit,

Appetitlosigkeit und nach Aceton riechender Atem. Bei Typ 1 Diabetes können unbehandelte

Hyperglykämien zu diabetischer Ketoazidose führen, die lebensbedrohlich sein kann.

Hypoglykämie

Das Auslassen einer Mahlzeit oder nicht geplante körperliche Anstrengung können eine

Hypoglykämie verursachen.

Eine Hypoglykämie kann auftreten, wenn die Insulindosis in Relation zum Insulinbedarf zu hoch ist.

Im Fall einer Hypoglykämie oder falls das Auftreten einer Hypoglykämie befürchtet wird, darf

NovoMix nicht injiziert werden. Nach der Stabilisierung des Blutzuckers des Patienten sollte eine

Anpassung der Dosis in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.8 und 4.9).

Patienten, deren Blutzuckerspiegel sich beispielsweise durch eine intensivierte Insulintherapie sehrstark verbessert hat, müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie Hypoglykämie-

Warnsymptome verändert wahrnehmen können. Bei Patienten mit schon lange bestehendem Diabetesverschwinden möglicherweise die üblichen Warnsymptome.

Da NovoMix 50 in unmittelbarer Verbindung mit einer Mahlzeit verabreicht werden sollte, ist derrasche Wirkeintritt bei Patienten mit Begleiterkrankungen oder anderen Therapien, die eine verzögerte

Absorption der Nahrung erwarten lassen, zu beachten.

Begleiterkrankungen, insbesondere Infektionen und fiebrige Zustände, erhöhen in der Regel den

Insulinbedarf des Patienten. Begleiterkrankungen der Nieren, Leber oder mit Einfluss auf

Nebennieren, Hirnanhang- oder Schilddrüse können eine Anpassung der Insulindosis erforderlichmachen.

Wenn Patienten auf einen anderen Insulintyp umgestellt werden, können die frühen Warnsymptomeeiner Hypoglykämie verändert oder weniger ausgeprägt wahrgenommen werden als bei ihremvorhergehenden Insulin.

Umstellung von anderen Insulinprodukten

Die Umstellung eines Patienten auf einen anderen Insulintyp oder eine andere Insulinmarke mussunter strenger medizinischer Überwachung erfolgen. Veränderungen der Stärke, der Insulinmarke(Hersteller), des Insulintyps, des Ursprungs (tierisches Insulin, humanes Insulin oder Insulinanalogon)und/oder des Herstellungsverfahrens (rekombinante DNS gegenüber Insulin tierischen Ursprungs)können eine Veränderung der Dosierung notwendig machen. Patienten, die von einem anderen

Insulintyp auf NovoMix 50 umgestellt werden, benötigen möglicherweise eine erhöhte Zahl täglicher

Injektionen oder eine gegenüber ihren üblichen Insulinarzneimitteln veränderte Dosierung. Wenn eine

Anpassung der Dosierung notwendig ist, kann diese bei der ersten Dosis oder innerhalb der ersten

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Wochen oder Monate erforderlich sein.

Reaktionen an der Injektionsstelle

Wie bei jeder Insulintherapie können Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten, wie z. B.

Schmerzen, Rötung, Nesselsucht, Entzündungen, Blutergüsse, Schwellungen und Juckreiz. Daskontinuierliche Wechseln der Injektionsstelle innerhalb eines bestimmten Bereiches reduziert das

Risiko, diese Reaktionen zu entwickeln. Die Reaktionen klingen gewöhnlich innerhalb weniger Tageoder Wochen wieder ab. In seltenen Fällen können Reaktionen an der Injektionsstelle das Absetzenvon NovoMix 50 erfordern.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Patienten müssen angewiesen werden, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln, um das Risikoeiner Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren. Es besteht das potenzielle Risikoeiner verzögerten Insulinresorption und einer schlechteren Blutzuckerkontrolle nach

Insulininjektionen an Stellen mit diesen Reaktionen. Bei einem plötzlichen Wechsel der

Injektionsstelle zu einem nicht betroffenen Bereich wurde darüber berichtet, dass dies zu

Hypoglykämie führte. Nach einem Wechsel der Injektionsstelle von einem betroffenen zu einem nichtbetroffenen Bereich wird eine Überwachung des Blutzuckers empfohlen und eine Dosisanpassung der

Antidiabetika kann in Erwägung gezogen werden.

Kombination von NovoMix mit Pioglitazon

Es gibt Spontanmeldungen von Herzinsuffizienz, wenn Pioglitazon in Kombination mit Insulin,insbesondere Patienten mit Risikofaktoren für die Entwicklung von Herzinsuffizienz, verabreichtwurde. Dies sollte beachtet werden, falls eine Behandlung mit der Kombination von Pioglitazon und

NovoMix erwogen wird. Falls die Kombination angewendet wird, sollten die Patienten hinsichtlich

Anzeichen und Symptomen von Herzinsuffizienz, Gewichtszunahme und Ödemen beobachtet werden.

Pioglitazon muss beim Auftreten jeder Verschlechterung kardialer Symptome abgesetzt werden.

Vermeidung von versehentlichen Verwechslungen/Medikationsfehlern

Die Patienten müssen angewiesen werden, vor jeder Injektion immer das Insulin-Etikett zuüberprüfen, um versehentliche Verwechslungen zwischen NovoMix und anderen Insulin-

Arzneimitteln zu vermeiden.

Insulin-Antikörper

Die Anwendung von Insulin kann die Bildung von Insulin-Antikörpern verursachen. In seltenen Fällenkann das Vorhandensein solcher Insulin-Antikörper eine Anpassung der Insulindosis zur Korrektur der

Entwicklung von Hyper- oder Hypoglykämien erforderlich machen.

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Der Glucosestoffwechsel wird von einigen Arzneimitteln beeinflusst.

Die folgenden Substanzen können den Insulinbedarf des Patienten senken:

Orale Antidiabetika, Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer), Betarezeptorenblocker,

Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer, Salicylate, anabole Steroide und Sulfonamide.

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Die folgenden Substanzen können den Insulinbedarf des Patienten erhöhen:

Orale Kontrazeptiva, Thiazide, Glucocorticoide, Schilddrüsenhormone, Sympathomimetika,

Wachstumshormon und Danazol.

Betarezeptorenblocker können die Symptome einer Hypoglykämie verschleiern.

Octreotid/Lanreotid kann den Insulinbedarf sowohl senken als auch erhöhen.

Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verstärken oder verringern.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Die klinische Erfahrung mit NovoMix 50 während einer Schwangerschaft ist gering.

Fortpflanzungsstudien beim Tier zeigten keine Unterschiede zwischen Insulin aspart und

Humaninsulin hinsichtlich Embryotoxizität und Teratogenität.

Im Allgemeinen wird empfohlen, schwangere Frauen mit Diabetes während der gesamten

Schwangerschaft und Frauen mit Diabetes, die eine Schwangerschaft planen, intensiv zu überwachenund den Blutzuckerspiegel engmaschiger zu kontrollieren. Im ersten Trimenon fällt gewöhnlich der

Insulinbedarf, steigt aber anschließend im Verlauf des zweiten und dritten Trimenons wieder an. Nachder Entbindung stellt sich der Insulinbedarf schnell wieder auf Werte wie vor der Schwangerschaftein.

Stillzeit

Während der Stillzeit kann NovoMix 50 uneingeschränkt zur Therapie eingesetzt werden. Die

Insulinbehandlung einer stillenden Mutter stellt kein Risiko für das Kind dar. Die Dosierung von

NovoMix 50 muss jedoch eventuell angepasst werden.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktion haben keine Unterschiede zwischen Insulin aspart und

Humaninsulin in Bezug auf die Fertilität gezeigt.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Eine Hypoglykämie kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten herabsetzen. Dieskann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. beim Fahreneines Autos oder beim Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen.

Patienten sollte geraten werden, Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Hypoglykämien beim

Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen zu treffen. Dies ist bei Patienten mithäufigen Hypoglykämie-Episoden oder verringerter oder fehlender Wahrnehmung von

Hypoglykämie-Warnsymptomen besonders wichtig. In diesen Fällen sollte überlegt werden, ob das

Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen ratsam ist.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die bei mit NovoMix behandelten Patienten beobachtetwerden, sind in erster Linie auf die pharmakologische Wirkung von Insulin aspart zurückzuführen.

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Die während der Behandlung am häufigsten gemeldete Nebenwirkung ist Hypoglykämie. Die

Häufigkeit von Hypoglykämien variiert in Abhängigkeit von der Patientenpopulation, demverordneten Dosierungsschema und dem Niveau der Blutzuckerkontrolle, siehe unten, Beschreibungausgewählter Nebenwirkungen.

Zu Beginn einer Insulintherapie können Refraktionsanomalien, Ödeme und Reaktionen an der

Injektionsstelle (Schmerzen, Rötung, Nesselsucht, Blutergüsse, Entzündungen, Schwellung und

Juckreiz an der Injektionsstelle) auftreten. Diese Symptome sind normalerweise vorübergehender

Natur. Eine rasche Besserung der Blutzuckerkontrolle kann mit akuter schmerzhafter Neuropathieverbunden sein, die normalerweise reversibel ist. Eine Intensivierung der Insulintherapie mit einerabrupten Verbesserung der glykämischen Kontrolle kann mit einer Verschlechterung der diabetischen

Retinopathie verbunden sein, während eine langfristige Verbesserung der glykämischen Kontrolle das

Risiko des Fortschreitens einer diabetischen Retinopathie verringert.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die unten dargestellten Nebenwirkungen basieren auf Daten aus klinischen Studien und sind gemäß

MedDRA nach Häufigkeit und Systemorganklassen aufgeführt. Die Häufigkeiten sind nach derfolgenden Konvention definiert: Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100, <1/10), Gelegentlich (≥1/1.000,<1/100); Selten (≥1/10.000, <1/1.000); Sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich - Urtikaria, Exanthem, Hautausschlag

Sehr selten - Anaphylaktische Reaktionen*

Stoffwechsel- und Sehr häufig - Hypoglykämie*

Ernährungsstörungen

Erkrankungen des Nervensystems Selten - Periphere Neuropathie (schmerzhafte Neuropathie)

Augenerkrankungen Gelegentlich - Refraktionsanomalien

Gelegentlich - Diabetische Retinopathie

Erkrankungen der Haut und des Gelegentlich - Lipodystrophie*

Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt - Kutane Amyloidose*†

Allgemeine Erkrankungen und Gelegentlich - Ödem

Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich - Reaktionen an der Injektionsstelle

* siehe Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen† Arzneimittelnebenwirkung aus Meldungen nach Markteinführung.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Anaphylaktische Reaktionen:

Das Auftreten generalisierter Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich generalisierter

Hautausschlag, Jucken, Schwitzen, gastrointestinalen Störungen, angioneurotischem Ödem,

Atembeschwerden, Herzklopfen und niedriger Blutdruck) ist sehr selten, kann aber lebensbedrohlichsein.

Hypoglykämie:

Die am häufigsten gemeldete Nebenwirkung ist Hypoglykämie. Sie kann auftreten, wenn die

Insulindosis in Relation zum Insulinbedarf zu hoch ist. Schwere Hypoglykämien können zu

Bewusstlosigkeit und/oder Krampfanfällen führen und mit einer vorübergehenden oder dauerhaften

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Störung der Gehirnfunktion oder sogar dem Tod enden. Die Symptome einer Hypoglykämie treten inder Regel plötzlich auf. Die Symptome können sein kalter Schweiß, kalte blasse Haut, Ermattung,

Nervosität oder Zittern, Angstgefühle, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Verwirrung,

Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit, Heißhunger, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeitund Herzklopfen.

In klinischen Studien variiert die Häufigkeit von Hypoglykämien in Abhängigkeit von der

Patientenpopulation, dem verordneten Dosierungsschema und dem Niveau der Blutzuckerkontrolle.

Während klinischer Studien gab es keine Unterschiede in der Gesamtrate von Hypoglykämien bei

Patienten mit Insulin aspart verglichen mit der bei Patienten, die Humaninsulin erhielten.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Lipodystrophie (einschließlich Lipohypertrophie, Lipoatrophie) und kutane Amyloidose können ander Injektionsstelle auftreten und die lokale Insulinresorption verzögern. Ein regelmäßiges Wechselnder Injektionsstelle innerhalb des jeweiligen Injektionsbereichs kann helfen, diese Reaktionen zureduzieren oder zu verhindern (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von NovoMix 50 bei Kindern im Alter von unter 18 Jahren wurdenicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

Andere spezielle Populationen

Basierend auf den Erfahrungen nach Markteinführung und aus klinischen Studien weisen Häufigkeit,

Art und Schwere der beobachteten Nebenwirkungen bei älteren Patienten und Patienten miteingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht auf einen Unterschied zu den breiteren Erfahrungenin der Gesamtbevölkerung hin.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Für Insulin kann keine spezifische Überdosierung angegeben werden, jedoch kann sich stufenweiseeine Hypoglykämie entwickeln, wenn, verglichen mit dem Bedarf des Patienten, zu hohe Dosenverabreicht werden:

* Leichte Hypoglykämien können durch orale Verabreichung von Glucose bzw. zuckerhaltigen

Lebensmitteln behandelt werden. Ein Diabetiker sollte deshalb immer zuckerhaltige

Lebensmittel bei sich haben.

* Schwere Hypoglykämien mit Bewusstlosigkeit werden mit intramuskulärer bzw. subkutaner

Injektion von Glucagon (0,5 bis 1 mg) behandelt, die von einer geübten Person gegeben wird,oder der intravenösen Gabe von Glucose durch einen Arzt. Spricht der Patient nicht innerhalbvon 10 bis 15 Minuten auf Glucagon an, ist Glucose i.v. zu geben. Sobald der Patient wieder bei

Bewusstsein ist, empfiehlt sich die Verabreichung von Kohlenhydraten, um einen Rückfall zuvermeiden.

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5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika. Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oderlang wirkend kombiniert mit schnell wirkend. ATC-Code: A10AD05.

NovoMix 50 ist eine biphasische Suspension von 50 % löslichem Insulin aspart (schnell wirkendes

Humaninsulin-Analogon) und 50 % Insulin aspart-Protamin-Kristallen (intermediär wirkendes

Humaninsulin-Analogon).

Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin aspart beruht auf der Fähigkeit des Moleküls, die

Aufnahme von Glucose durch Bindung an Insulinrezeptoren von Muskel- und Fettzellen zu erhöhen.

Gleichzeitig wird die Ausschüttung von Glucose aus der Leber inhibiert.

NovoMix 50 ist ein biphasisches Insulin, das 50 % lösliches Insulin aspart enthält. Dies hat einenschnellen Wirkeintritt und ermöglicht daher im Vergleich zu löslichem Humaninsulin einekurzzeitigere Gabe vor oder nach einer Mahlzeit (innerhalb von null bis zehn Minuten vor oder nachder Mahlzeit). Die kristalline Phase (50 %) besteht aus Insulin aspart-Protamin-Kristallen und hat ein

Wirkprofil, das dem des humanen NPH-Insulins ähnlich ist.

Wird NovoMix 50 subkutan verabreicht, tritt die Wirkung innerhalb von 10 bis 20 Minuten nach der

Injektion ein. Das Wirkmaximum ist 1 bis 4 Stunden nach der Injektion erreicht. Die Wirkdauerbeträgt 14 bis 24 Stunden (Abb. 1).

Stunden

NovoMix 50

Abb. 1: Wirkprofil von NovoMix 50 bei gesunden kaukasischen Probanden

Insulin aspart ist auf molarer Basis äquipotent zu Humaninsulin.

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Glucose-Infusionsrate

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption, Verteilung und Elimination

Bei Insulin aspart wurde an der Position B28 die Aminosäure Prolin gegen Asparaginsäureausgetauscht, wodurch die Neigung zur Bildung von Hexameren, wie sie bei löslichem Humaninsulinbeobachtet wird, herabgesetzt ist. Das Insulin aspart in der löslichen Phase von NovoMix 50 umfasst50 % des Gesamtinsulins; dies wird schneller aus der Subkutanschicht resorbiert als der lösliche

Insulinanteil von biphasischem Humaninsulin. Die verbleibenden 50 % liegen als Insulin aspart-

Protamin-Kristalle vor; diese haben ein verlängertes, dem humanen NPH-Insulin ähnliches

Resorptionsprofil.

Bei gesunden Probanden wurde eine mittlere maximale Serumkonzentration von 445 ± 135 pmol/letwa 60 Minuten nach einer subkutan verabreichten Dosis von 0,30 Einheiten/kg Körpergewichterreicht. Bei Patienten mit Typ 2 Diabetes wurde die maximale Konzentration etwa 95 Minuten nachder Dosierung erreicht.

Spezielle Populationen

Die Pharmakokinetik von NovoMix 50 wurde bei Kindern und Jugendlichen, älteren Patienten oder

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht untersucht.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter

Gabe, Genotoxizität und Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Datenkeine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In-vitro-Studien einschließlich der Rezeptorbindungskinetik an Insulin- und IGF-1-Rezeptoren und zu

Auswirkungen auf das Zellwachstum zeigten, dass Insulin aspart diesbezüglich keine relevanten

Unterschiede zu Humaninsulin aufweist. Die Dissoziation von Insulin aspart vom Insulinrezeptor warentsprechend der von Humaninsulin.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Glycerol

Phenol

Metacresol

Zinkchlorid

Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat

Natriumchlorid

Protaminsulfat

Salzsäure (zur Einstellung des pH-Wertes)

Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Wertes)

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

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6.3 Haltbarkeit

Vor dem ersten Öffnen: 2 Jahre.

Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Das Produkt darf maximal 4 Wochengelagert werden.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Vor dem ersten Öffnen: Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). Vom Kühlelement fernhalten. Nichteinfrieren.

NovoMix 50 Penfill

Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 30°C lagern. Nicht im

Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.

Die Patrone im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

NovoMix 50 FlexPen

Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 30°C lagern. Nicht im

Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.

Die Penkappe auf dem FlexPen aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

NovoMix 50 Penfill3 ml Suspension in einer Patrone (Typ-I-Glas) mit einem Kolben (Brombutyl) und einem

Gummiverschluss (Brombutyl-Polyisopren). Die Patrone enthält eine Glaskugel, um die

Resuspendierung zu erleichtern.

Packungsgrößen mit 1, 5 oder 10 Patronen. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen inden Verkehr gebracht.

NovoMix 50 FlexPen3 ml Suspension in einer Patrone (Typ-I-Glas) mit einem Kolben (Brombutyl) und einem

Gummiverschluss (Brombutyl-Polyisopren), die in einem Mehrdosen-Einweg-Fertigpen aus

Polypropylen enthalten ist. Die Patrone enthält eine Glaskugel, um die Resuspendierung zuerleichtern.

Packungsgrößen mit 1, 5 oder 10 Fertigpens. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen inden Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

Es wird empfohlen, nachdem NovoMix 50 Penfill oder NovoMix 50 FlexPen aus dem Kühlschrankentnommen wurde, die Temperatur des Insulins auf Raumtemperatur ansteigen zu lassen, bevor esgemäß der Bedienungsanleitung für die erste Verwendung resuspendiert wird.

Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Sie feststellen, dass die resuspendierte Flüssigkeitnicht gleichmäßig weiß, trüb und wässrig ist.

Der Patient ist gezielt auf die Notwendigkeit hinzuweisen, die NovoMix 50 Suspension unmittelbarvor Gebrauch zu resuspendieren.

NovoMix 50 darf nicht mehr verwendet werden, wenn es gefroren war.

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Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, die Nadel nach jeder Injektion zu entsorgen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

Nadeln, Patronen und Fertigpens dürfen nicht mit Anderen geteilt werden.

Die Patrone darf nicht wieder aufgefüllt werden.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Novo Nordisk A/S

Novo Allé

DK-2880 Bagsværd

Dänemark

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

NovoMix 50 Penfill

EU/1/00/142/011

EU/1/00/142/012

EU/1/00/142/013

NovoMix 50 FlexPen

EU/1/00/142/014

EU/1/00/142/015

EU/1/00/142/016

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

Datum der Zulassung: 1. August 2000

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 2. Juli 2010

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.

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