Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels NOVOMIX 50 FLEXPEN 100U / ml injektionssuspension in einem fertigpen
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
NovoMix 50 Penfill 100 Einheiten/ml Injektionssuspension in einer Patrone
NovoMix 50 FlexPen 100 Einheiten/ml Injektionssuspension in einem Fertigpen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
NovoMix 50 Penfill1 ml der Suspension enthält 100 Einheiten lösliches Insulin aspart*/Insulin aspart*-Protamin-Kristalleim Verhältnis von 50/50 (entspricht 3,5 mg). Eine Patrone enthält 3 ml entsprechend 300 Einheiten.
NovoMix 50 FlexPen1 ml der Suspension enthält 100 Einheiten lösliches Insulin aspart*/Insulin aspart*-Protamin-Kristalleim Verhältnis von 50/50 (entspricht 3,5 mg). 1 Fertigpen enthält 3 ml entsprechend 300 Einheiten.
*Insulin aspart wird durch rekombinante DNS-Technologie gentechnisch in Saccharomyces cerevisiaehergestellt.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionssuspension.
Die Suspension ist trüb, weiß und wässrig.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
NovoMix 50 wird angewendet zur Behandlung von Diabetes mellitus bei Erwachsenen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
DosierungDer Wirkstoffgehalt von Insulinanaloga, einschließlich Insulin aspart, wird in Einheiten ausgedrückt,wohingegen der Wirkstoffgehalt von Humaninsulin in Internationalen Einheiten ausgedrückt wird.
Die Dosierung von NovoMix 50 wird individuell gemäß dem Bedarf des Patienten bestimmt. Eine
Überwachung des Blutzuckerspiegels und eine Anpassung der Insulindosierung werden empfohlen,um eine optimale Einstellung des Blutzuckers zu erreichen.
Der individuelle Insulinbedarf liegt in der Regel zwischen 0,5 und 1,0 Einheiten/kg/Tag. Dieser
Bedarf kann ganz oder teilweise mit NovoMix 50 gedeckt werden.
NovoMix 50 kann bei Patienten mit Typ 2 Diabetes als Monotherapie oder in Kombination mit
Metformin gegeben werden, wenn die Kontrolle des Blutzuckers mit Metformin allein unzureichendist.
Bei erhöhter körperlicher Aktivität, einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten oder
Begleiterkrankungen kann eine Anpassung der Dosierung notwendig sein.
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Spezielle PopulationenBei älteren Patienten (≥ 65 Jahre) und bei Patienten mit einer Nieren- oder Leberfunktionsstörungsollte die Blutzuckerkontrolle intensiviert und die Dosierung von Insulin aspart dem individuellen
Bedarf angepasst werden.
Eine Nieren- oder Leberfunktionsstörung kann den Insulinbedarf des Patienten verringern.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von NovoMix 50 bei Kindern im Alter von unter 18 Jahren wurdenicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Umstellung von anderen Insulinprodukten
Die Umstellung auf NovoMix 50 von einem anderen Insulinpräparat kann eine Anpassung der Dosisund der Zeit der Verabreichung erfordern. Eine engmaschige Blutzuckerkontrolle während der
Umstellung und in den ersten Wochen danach wird empfohlen (siehe unter Abschnitt 4.4).
Art der AnwendungNovoMix 50 ist eine biphasische Suspension des Insulinanalogons Insulin aspart. Die Suspensionenthält schnell wirkendes und intermediär wirkendes Insulin aspart im Verhältnis 50/50.
NovoMix 50 ist nur zur subkutanen Anwendung geeignet.
NovoMix 50 wird subkutan mittels Injektion in den Oberschenkel oder die Bauchdecke injiziert. Inden Oberarm oder den Gesäßbereich kann ebenfalls injiziert werden. Innerhalb desselben Bereichssind die Injektionsstellen stets regelmäßig zu wechseln, um das Risiko einer Lipodystrophie und einerkutanen Amyloidose zu reduzieren (Abschnitte 4.4 und 4.8). Der Einfluss der verschiedenen
Injektionsstellen auf die Resorption von NovoMix 50 wurde nicht untersucht. Die Wirkdauer variiertabhängig von Dosis, Injektionsstelle, Durchblutung, Temperatur und Ausmaß der körperlichen
Betätigung.
NovoMix 50 hat einen schnelleren Wirkeintritt als biphasisches Humaninsulin und sollte im
Allgemeinen unmittelbar vor einer Mahlzeit verabreicht werden. Falls notwendig, kann NovoMix 50direkt nach einer Mahlzeit verabreicht werden.
Für detaillierte Anwendungshinweise, siehe Packungsbeilage.
NovoMix 50 Penfill
Verabreichung mit einem Insulininjektionsgerät
NovoMix 50 Penfill ist zur Anwendung mit Novo Nordisk Insulininjektionsgeräten und NovoFineoder NovoTwist Nadeln vorgesehen. NovoMix 50 Penfill ist nur für subkutane Injektionen aus einemwiederverwendbaren Pen geeignet. Falls die Anwendung einer Spritze notwendig ist, sollte eine
Durchstechflasche verwendet werden.
NovoMix 50 FlexPen
Verabreichung mit einem FlexPen
NovoMix 50 FlexPen ist ein Fertigpen (farbkodiert), der zur Anwendung mit NovoFine oder
NovoTwist Nadeln vorgesehen ist. FlexPen gibt 1-60 Einheiten in Schritten von 1 Einheit ab.
NovoMix 50 FlexPen ist nur für subkutane Injektionen geeignet. Falls die Anwendung einer Spritzenotwendig ist, sollte eine Durchstechflasche verwendet werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
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4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
NovoMix 50 darf nicht intravenös angewendet werden, da dies zu schweren Hypoglykämien führenkann. Eine intramuskuläre Anwendung sollte vermieden werden. NovoMix 50 darf nicht in
Insulinpumpen verwendet werden.
Bevor der Patient in andere Zeitzonen reist, muss er sich mit seinem Arzt beraten, da dies bedeutenkann, dass er das Insulin und die Mahlzeiten zu anderen Uhrzeiten anwenden bzw. einnehmen muss.
HyperglykämieEine unzureichende Dosierung oder die Unterbrechung der Therapie kann, insbesondere bei Typ 1
Diabetes, zu Hyperglykämie und diabetischer Ketoazidose führen. Die ersten Symptome einer
Hyperglykämie treten in der Regel allmählich oder über Stunden bzw. Tage auf. Dazu gehören Durst,verstärkter Harndrang, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, gerötete trockene Haut, Mundtrockenheit,
Appetitlosigkeit und nach Aceton riechender Atem. Bei Typ 1 Diabetes können unbehandelte
Hyperglykämien zu diabetischer Ketoazidose führen, die lebensbedrohlich sein kann.
HypoglykämieDas Auslassen einer Mahlzeit oder nicht geplante körperliche Anstrengung können eine
Hypoglykämie verursachen.
Eine Hypoglykämie kann auftreten, wenn die Insulindosis in Relation zum Insulinbedarf zu hoch ist.
Im Fall einer Hypoglykämie oder falls das Auftreten einer Hypoglykämie befürchtet wird, darf
NovoMix nicht injiziert werden. Nach der Stabilisierung des Blutzuckers des Patienten sollte eine
Anpassung der Dosis in Erwägung gezogen werden (siehe Abschnitte 4.2, pct. 4.8 und 4.9).
Patienten, deren Blutzuckerspiegel sich beispielsweise durch eine intensivierte Insulintherapie sehrstark verbessert hat, müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie Hypoglykämie-
Warnsymptome verändert wahrnehmen können. Bei Patienten mit schon lange bestehendem Diabetesverschwinden möglicherweise die üblichen Warnsymptome.
Da NovoMix 50 in unmittelbarer Verbindung mit einer Mahlzeit verabreicht werden sollte, ist derrasche Wirkeintritt bei Patienten mit Begleiterkrankungen oder anderen Therapien, die eine verzögerte
Absorption der Nahrung erwarten lassen, zu beachten.
Begleiterkrankungen, insbesondere Infektionen und fiebrige Zustände, erhöhen in der Regel den
Insulinbedarf des Patienten. Begleiterkrankungen der Nieren, Leber oder mit Einfluss auf
Nebennieren, Hirnanhang- oder Schilddrüse können eine Anpassung der Insulindosis erforderlichmachen.
Wenn Patienten auf einen anderen Insulintyp umgestellt werden, können die frühen Warnsymptomeeiner Hypoglykämie verändert oder weniger ausgeprägt wahrgenommen werden als bei ihremvorhergehenden Insulin.
Umstellung von anderen Insulinprodukten
Die Umstellung eines Patienten auf einen anderen Insulintyp oder eine andere Insulinmarke mussunter strenger medizinischer Überwachung erfolgen. Veränderungen der Stärke, der Insulinmarke(Hersteller), des Insulintyps, des Ursprungs (tierisches Insulin, humanes Insulin oder Insulinanalogon)und/oder des Herstellungsverfahrens (rekombinante DNS gegenüber Insulin tierischen Ursprungs)können eine Veränderung der Dosierung notwendig machen. Patienten, die von einem anderen
Insulintyp auf NovoMix 50 umgestellt werden, benötigen möglicherweise eine erhöhte Zahl täglicher
Injektionen oder eine gegenüber ihren üblichen Insulinarzneimitteln veränderte Dosierung. Wenn eine
Anpassung der Dosierung notwendig ist, kann diese bei der ersten Dosis oder innerhalb der ersten
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Wochen oder Monate erforderlich sein.
Reaktionen an der InjektionsstelleWie bei jeder Insulintherapie können Reaktionen an der Injektionsstelle auftreten, wie z. B.
Schmerzen, Rötung, Nesselsucht, Entzündungen, Blutergüsse, Schwellungen und Juckreiz. Daskontinuierliche Wechseln der Injektionsstelle innerhalb eines bestimmten Bereiches reduziert das
Risiko, diese Reaktionen zu entwickeln. Die Reaktionen klingen gewöhnlich innerhalb weniger Tageoder Wochen wieder ab. In seltenen Fällen können Reaktionen an der Injektionsstelle das Absetzenvon NovoMix 50 erfordern.
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesPatienten müssen angewiesen werden, die Injektionsstelle regelmäßig zu wechseln, um das Risikoeiner Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren. Es besteht das potenzielle Risikoeiner verzögerten Insulinresorption und einer schlechteren Blutzuckerkontrolle nach
Insulininjektionen an Stellen mit diesen Reaktionen. Bei einem plötzlichen Wechsel der
Injektionsstelle zu einem nicht betroffenen Bereich wurde darüber berichtet, dass dies zu
Hypoglykämie führte. Nach einem Wechsel der Injektionsstelle von einem betroffenen zu einem nichtbetroffenen Bereich wird eine Überwachung des Blutzuckers empfohlen und eine Dosisanpassung der
Antidiabetika kann in Erwägung gezogen werden.
Kombination von NovoMix mit Pioglitazon
Es gibt Spontanmeldungen von Herzinsuffizienz, wenn Pioglitazon in Kombination mit Insulin,insbesondere Patienten mit Risikofaktoren für die Entwicklung von Herzinsuffizienz, verabreichtwurde. Dies sollte beachtet werden, falls eine Behandlung mit der Kombination von Pioglitazon und
NovoMix erwogen wird. Falls die Kombination angewendet wird, sollten die Patienten hinsichtlich
Anzeichen und Symptomen von Herzinsuffizienz, Gewichtszunahme und Ödemen beobachtet werden.
Pioglitazon muss beim Auftreten jeder Verschlechterung kardialer Symptome abgesetzt werden.
Vermeidung von versehentlichen Verwechslungen/Medikationsfehlern
Die Patienten müssen angewiesen werden, vor jeder Injektion immer das Insulin-Etikett zuüberprüfen, um versehentliche Verwechslungen zwischen NovoMix und anderen Insulin-
Arzneimitteln zu vermeiden.
Insulin-Antikörper
Die Anwendung von Insulin kann die Bildung von Insulin-Antikörpern verursachen. In seltenen Fällenkann das Vorhandensein solcher Insulin-Antikörper eine Anpassung der Insulindosis zur Korrektur der
Entwicklung von Hyper- oder Hypoglykämien erforderlich machen.
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Der Glucosestoffwechsel wird von einigen Arzneimitteln beeinflusst.
Die folgenden Substanzen können den Insulinbedarf des Patienten senken:
Orale Antidiabetika, Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer), Betarezeptorenblocker,
Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer, Salicylate, anabole Steroide und Sulfonamide.
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Die folgenden Substanzen können den Insulinbedarf des Patienten erhöhen:
Orale Kontrazeptiva, Thiazide, Glucocorticoide, Schilddrüsenhormone, Sympathomimetika,
Wachstumshormon und Danazol.
Betarezeptorenblocker können die Symptome einer Hypoglykämie verschleiern.
Octreotid/Lanreotid kann den Insulinbedarf sowohl senken als auch erhöhen.
Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verstärken oder verringern.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftDie klinische Erfahrung mit NovoMix 50 während einer Schwangerschaft ist gering.
Fortpflanzungsstudien beim Tier zeigten keine Unterschiede zwischen Insulin aspart und
Humaninsulin hinsichtlich Embryotoxizität und Teratogenität.
Im Allgemeinen wird empfohlen, schwangere Frauen mit Diabetes während der gesamten
Schwangerschaft und Frauen mit Diabetes, die eine Schwangerschaft planen, intensiv zu überwachenund den Blutzuckerspiegel engmaschiger zu kontrollieren. Im ersten Trimenon fällt gewöhnlich der
Insulinbedarf, steigt aber anschließend im Verlauf des zweiten und dritten Trimenons wieder an. Nachder Entbindung stellt sich der Insulinbedarf schnell wieder auf Werte wie vor der Schwangerschaftein.
StillzeitWährend der Stillzeit kann NovoMix 50 uneingeschränkt zur Therapie eingesetzt werden. Die
Insulinbehandlung einer stillenden Mutter stellt kein Risiko für das Kind dar. Die Dosierung von
NovoMix 50 muss jedoch eventuell angepasst werden.
FertilitätTierexperimentelle Studien zur Reproduktion haben keine Unterschiede zwischen Insulin aspart und
Humaninsulin in Bezug auf die Fertilität gezeigt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenEine Hypoglykämie kann die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten herabsetzen. Dieskann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. beim Fahreneines Autos oder beim Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen.
Patienten sollte geraten werden, Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Hypoglykämien beim
Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen zu treffen. Dies ist bei Patienten mithäufigen Hypoglykämie-Episoden oder verringerter oder fehlender Wahrnehmung von
Hypoglykämie-Warnsymptomen besonders wichtig. In diesen Fällen sollte überlegt werden, ob das
Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen ratsam ist.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsUnerwünschte Arzneimittelwirkungen, die bei mit NovoMix behandelten Patienten beobachtetwerden, sind in erster Linie auf die pharmakologische Wirkung von Insulin aspart zurückzuführen.
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Die während der Behandlung am häufigsten gemeldete Nebenwirkung ist Hypoglykämie. Die
Häufigkeit von Hypoglykämien variiert in Abhängigkeit von der Patientenpopulation, demverordneten Dosierungsschema und dem Niveau der Blutzuckerkontrolle, siehe unten, Beschreibungausgewählter Nebenwirkungen.
Zu Beginn einer Insulintherapie können Refraktionsanomalien, Ödeme und Reaktionen an der
Injektionsstelle (Schmerzen, Rötung, Nesselsucht, Blutergüsse, Entzündungen, Schwellung und
Juckreiz an der Injektionsstelle) auftreten. Diese Symptome sind normalerweise vorübergehender
Natur. Eine rasche Besserung der Blutzuckerkontrolle kann mit akuter schmerzhafter Neuropathieverbunden sein, die normalerweise reversibel ist. Eine Intensivierung der Insulintherapie mit einerabrupten Verbesserung der glykämischen Kontrolle kann mit einer Verschlechterung der diabetischen
Retinopathie verbunden sein, während eine langfristige Verbesserung der glykämischen Kontrolle das
Risiko des Fortschreitens einer diabetischen Retinopathie verringert.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie unten dargestellten Nebenwirkungen basieren auf Daten aus klinischen Studien und sind gemäß
MedDRA nach Häufigkeit und Systemorganklassen aufgeführt. Die Häufigkeiten sind nach derfolgenden Konvention definiert: Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100, <1/10), Gelegentlich (≥1/1.000,<1/100); Selten (≥1/10.000, <1/1.000); Sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf
Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich - Urtikaria, Exanthem, Hautausschlag
Sehr selten - Anaphylaktische Reaktionen*
Stoffwechsel- und Sehr häufig - Hypoglykämie*
Ernährungsstörungen
Erkrankungen des Nervensystems Selten - Periphere Neuropathie (schmerzhafte Neuropathie)
Augenerkrankungen Gelegentlich - Refraktionsanomalien
Gelegentlich - Diabetische Retinopathie
Erkrankungen der Haut und des Gelegentlich - Lipodystrophie*
Unterhautzellgewebes
Nicht bekannt - Kutane Amyloidose*†
Allgemeine Erkrankungen und Gelegentlich - Ödem
Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich - Reaktionen an der Injektionsstelle
* siehe Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen† Arzneimittelnebenwirkung aus Meldungen nach Markteinführung.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenAnaphylaktische Reaktionen:Das Auftreten generalisierter Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich generalisierter
Hautausschlag, Jucken, Schwitzen, gastrointestinalen Störungen, angioneurotischem Ödem,
Atembeschwerden, Herzklopfen und niedriger Blutdruck) ist sehr selten, kann aber lebensbedrohlichsein.
Hypoglykämie:Die am häufigsten gemeldete Nebenwirkung ist Hypoglykämie. Sie kann auftreten, wenn die
Insulindosis in Relation zum Insulinbedarf zu hoch ist. Schwere Hypoglykämien können zu
Bewusstlosigkeit und/oder Krampfanfällen führen und mit einer vorübergehenden oder dauerhaften
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Störung der Gehirnfunktion oder sogar dem Tod enden. Die Symptome einer Hypoglykämie treten inder Regel plötzlich auf. Die Symptome können sein kalter Schweiß, kalte blasse Haut, Ermattung,
Nervosität oder Zittern, Angstgefühle, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Verwirrung,
Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit, Heißhunger, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeitund Herzklopfen.
In klinischen Studien variiert die Häufigkeit von Hypoglykämien in Abhängigkeit von der
Patientenpopulation, dem verordneten Dosierungsschema und dem Niveau der Blutzuckerkontrolle.
Während klinischer Studien gab es keine Unterschiede in der Gesamtrate von Hypoglykämien bei
Patienten mit Insulin aspart verglichen mit der bei Patienten, die Humaninsulin erhielten.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:Lipodystrophie (einschließlich Lipohypertrophie, Lipoatrophie) und kutane Amyloidose können ander Injektionsstelle auftreten und die lokale Insulinresorption verzögern. Ein regelmäßiges Wechselnder Injektionsstelle innerhalb des jeweiligen Injektionsbereichs kann helfen, diese Reaktionen zureduzieren oder zu verhindern (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von NovoMix 50 bei Kindern im Alter von unter 18 Jahren wurdenicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Andere spezielle Populationen
Basierend auf den Erfahrungen nach Markteinführung und aus klinischen Studien weisen Häufigkeit,
Art und Schwere der beobachteten Nebenwirkungen bei älteren Patienten und Patienten miteingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht auf einen Unterschied zu den breiteren Erfahrungenin der Gesamtbevölkerung hin.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Für Insulin kann keine spezifische Überdosierung angegeben werden, jedoch kann sich stufenweiseeine Hypoglykämie entwickeln, wenn, verglichen mit dem Bedarf des Patienten, zu hohe Dosenverabreicht werden:
* Leichte Hypoglykämien können durch orale Verabreichung von Glucose bzw. zuckerhaltigen
Lebensmitteln behandelt werden. Ein Diabetiker sollte deshalb immer zuckerhaltige
Lebensmittel bei sich haben.
* Schwere Hypoglykämien mit Bewusstlosigkeit werden mit intramuskulärer bzw. subkutaner
Injektion von Glucagon (0,5 bis 1 mg) behandelt, die von einer geübten Person gegeben wird,oder der intravenösen Gabe von Glucose durch einen Arzt. Spricht der Patient nicht innerhalbvon 10 bis 15 Minuten auf Glucagon an, ist Glucose i.v. zu geben. Sobald der Patient wieder bei
Bewusstsein ist, empfiehlt sich die Verabreichung von Kohlenhydraten, um einen Rückfall zuvermeiden.
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5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidiabetika. Insuline und Analoga zur Injektion, intermediär oderlang wirkend kombiniert mit schnell wirkend. ATC-Code: A10AD05.
NovoMix 50 ist eine biphasische Suspension von 50 % löslichem Insulin aspart (schnell wirkendes
Humaninsulin-Analogon) und 50 % Insulin aspart-Protamin-Kristallen (intermediär wirkendes
Humaninsulin-Analogon).
Wirkmechanismus und pharmakodynamische WirkungenDie blutzuckersenkende Wirkung von Insulin aspart beruht auf der Fähigkeit des Moleküls, die
Aufnahme von Glucose durch Bindung an Insulinrezeptoren von Muskel- und Fettzellen zu erhöhen.
Gleichzeitig wird die Ausschüttung von Glucose aus der Leber inhibiert.
NovoMix 50 ist ein biphasisches Insulin, das 50 % lösliches Insulin aspart enthält. Dies hat einenschnellen Wirkeintritt und ermöglicht daher im Vergleich zu löslichem Humaninsulin einekurzzeitigere Gabe vor oder nach einer Mahlzeit (innerhalb von null bis zehn Minuten vor oder nachder Mahlzeit). Die kristalline Phase (50 %) besteht aus Insulin aspart-Protamin-Kristallen und hat ein
Wirkprofil, das dem des humanen NPH-Insulins ähnlich ist.
Wird NovoMix 50 subkutan verabreicht, tritt die Wirkung innerhalb von 10 bis 20 Minuten nach der
Injektion ein. Das Wirkmaximum ist 1 bis 4 Stunden nach der Injektion erreicht. Die Wirkdauerbeträgt 14 bis 24 Stunden (Abb. 1).
Stunden
NovoMix 50
Abb. 1: Wirkprofil von NovoMix 50 bei gesunden kaukasischen Probanden
Insulin aspart ist auf molarer Basis äquipotent zu Humaninsulin.
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Glucose-Infusionsrate
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption, Verteilung und Elimination
Bei Insulin aspart wurde an der Position B28 die Aminosäure Prolin gegen Asparaginsäureausgetauscht, wodurch die Neigung zur Bildung von Hexameren, wie sie bei löslichem Humaninsulinbeobachtet wird, herabgesetzt ist. Das Insulin aspart in der löslichen Phase von NovoMix 50 umfasst50 % des Gesamtinsulins; dies wird schneller aus der Subkutanschicht resorbiert als der lösliche
Insulinanteil von biphasischem Humaninsulin. Die verbleibenden 50 % liegen als Insulin aspart-
Protamin-Kristalle vor; diese haben ein verlängertes, dem humanen NPH-Insulin ähnliches
Resorptionsprofil.
Bei gesunden Probanden wurde eine mittlere maximale Serumkonzentration von 445 ± 135 pmol/letwa 60 Minuten nach einer subkutan verabreichten Dosis von 0,30 Einheiten/kg Körpergewichterreicht. Bei Patienten mit Typ 2 Diabetes wurde die maximale Konzentration etwa 95 Minuten nachder Dosierung erreicht.
Spezielle PopulationenDie Pharmakokinetik von NovoMix 50 wurde bei Kindern und Jugendlichen, älteren Patienten oder
Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht untersucht.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter
Gabe, Genotoxizität und Reproduktions- und Entwicklungstoxizität lassen die präklinischen Datenkeine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
In-vitro-Studien einschließlich der Rezeptorbindungskinetik an Insulin- und IGF-1-Rezeptoren und zu
Auswirkungen auf das Zellwachstum zeigten, dass Insulin aspart diesbezüglich keine relevanten
Unterschiede zu Humaninsulin aufweist. Die Dissoziation von Insulin aspart vom Insulinrezeptor warentsprechend der von Humaninsulin.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Glycerol
Phenol
MetacresolZinkchlorid
Natriummonohydrogenphosphat-Dihydrat
Natriumchlorid
Protaminsulfat
Salzsäure (zur Einstellung des pH-Wertes)
Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Wertes)
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
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6.3 Haltbarkeit
Vor dem ersten Öffnen: 2 Jahre.
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Das Produkt darf maximal 4 Wochengelagert werden.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Vor dem ersten Öffnen: Im Kühlschrank lagern (2°C - 8°C). Vom Kühlelement fernhalten. Nichteinfrieren.
NovoMix 50 Penfill
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 30°C lagern. Nicht im
Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Die Patrone im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
NovoMix 50 FlexPen
Während des Gebrauchs oder bei Verwendung als Ersatz: Nicht über 30°C lagern. Nicht im
Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Die Penkappe auf dem FlexPen aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
NovoMix 50 Penfill3 ml Suspension in einer Patrone (Typ-I-Glas) mit einem Kolben (Brombutyl) und einem
Gummiverschluss (Brombutyl-Polyisopren). Die Patrone enthält eine Glaskugel, um die
Resuspendierung zu erleichtern.
Packungsgrößen mit 1, 5 oder 10 Patronen. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen inden Verkehr gebracht.
NovoMix 50 FlexPen3 ml Suspension in einer Patrone (Typ-I-Glas) mit einem Kolben (Brombutyl) und einem
Gummiverschluss (Brombutyl-Polyisopren), die in einem Mehrdosen-Einweg-Fertigpen aus
Polypropylen enthalten ist. Die Patrone enthält eine Glaskugel, um die Resuspendierung zuerleichtern.
Packungsgrößen mit 1, 5 oder 10 Fertigpens. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen inden Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungEs wird empfohlen, nachdem NovoMix 50 Penfill oder NovoMix 50 FlexPen aus dem Kühlschrankentnommen wurde, die Temperatur des Insulins auf Raumtemperatur ansteigen zu lassen, bevor esgemäß der Bedienungsanleitung für die erste Verwendung resuspendiert wird.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Sie feststellen, dass die resuspendierte Flüssigkeitnicht gleichmäßig weiß, trüb und wässrig ist.
Der Patient ist gezielt auf die Notwendigkeit hinzuweisen, die NovoMix 50 Suspension unmittelbarvor Gebrauch zu resuspendieren.
NovoMix 50 darf nicht mehr verwendet werden, wenn es gefroren war.
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Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, die Nadel nach jeder Injektion zu entsorgen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
Nadeln, Patronen und Fertigpens dürfen nicht mit Anderen geteilt werden.
Die Patrone darf nicht wieder aufgefüllt werden.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Novo Nordisk A/S
Novo Allé
DK-2880 Bagsværd
Dänemark
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
NovoMix 50 Penfill
EU/1/00/142/011
EU/1/00/142/012
EU/1/00/142/013
NovoMix 50 FlexPen
EU/1/00/142/014
EU/1/00/142/015
EU/1/00/142/016
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
Datum der Zulassung: 1. August 2000
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 2. Juli 2010
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.
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