MINJUVI 200mg pulver zur herstellung einer konzentrat-infusionslösung merkblatt medikamente

L01FX12 tafasitamab • ANTINEOPLASTISCHE UND IMMUNMODULIERENDE MITTEL | Monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate | Andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate

Tafasitamab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem diffus großzelligem B-Zell-Lymphom eingesetzt wird. Es wirkt, indem es das CD19-Antigen auf der Oberfläche von Tumorzellen anvisiert und das Immunsystem aktiviert, um Krebszellen zu zerstören.

Das Medikament wird über eine intravenöse Infusion verabreicht, wie von einem Arzt verordnet. Es ist wichtig, dass Patienten engmaschig überwacht werden, um schwere Nebenwirkungen wie das Zytokinfreisetzungssyndrom zu verhindern.

Patienten sollten sich möglicher Nebenwirkungen wie Fieber, Müdigkeit oder Übelkeit bewusst sein. Es ist wichtig, den Arzt über ungewöhnliche Symptome zu informieren.

Häufige Nebenwirkungen sind Fieber, Müdigkeit, Übelkeit und eine verringerte Anzahl von Blutzellen. In seltenen Fällen können schwere Reaktionen wie das Zytokinfreisetzungssyndrom oder schwere Infektionen auftreten. Patienten sollten vor Beginn der Behandlung über diese Risiken informiert werden.

Allgemeine Daten zu MINJUVI 200mg

Substanz: tafasitamab

Datum der letzten Medikamentenliste: 10-04-2026

Handelsgesetzbuch: W69906001

Konzentration: 200mg

Pharmazeutisches Formblatt: pulver zur herstellung einer konzentrat-infusionslösung

Quantität: 1

Produktart: original

Preis: 2938.23 RON

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: INCYTE BIOSCIENCES DISTRIBUTION B.V. - TARILE DE JOS

Zulassungsinhaber: INCYTE BIOSCIENCES DISTRIBUTION B.V. - TARILE DE JOS

Zulassungsnummer: 1570/2021/01

Haltbarkeit: 4 Jahre

Vergütungslisten für MINJUVI 200mg INCYTE BIOSCIENCES

NGP 3 (C2) - NGP onkologie

Preis

Zuzahlung

Patient

2938.23 RON

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Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels MINJUVI 200mg pulver zur herstellung einer konzentrat-infusionslösung

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

MINJUVI 200 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält 200 mg Tafasitamab.

Nach Rekonstitution enthält jeder ml der Lösung 40 mg Tafasitamab.

Tafasitamab ist ein humanisierter CD19-spezifischer monoklonaler Antikörper, der

Immunglobulin-G (IgG)-Subklasse, hergestellt in Säugetierzellen (Ovarialzellen des chinesischen

Hamsters) mittels rekombinanter DNA-Technologie.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Durchstechflasche von MINJUVI enthält 7,4 mg Natrium. Vollständige Auflistung der sonstigen

Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Pulver zur Herstellung eines

Konzentrats).

Weißes bis leicht gelbliches lyophilisiertes Pulver.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

MINJUVI wird angewendet in Kombination mit Lenalidomid gefolgt von einer

MINJUVI-Monotherapie für die Behandlung bei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oderrefraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (diffuse large B-cell lymphoma, DLBCL), fürdie eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) nicht infrage kommt.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

MINJUVI muss von medizinischem Fachpersonal verabreicht werden, das Erfahrung in der

Behandlung von Krebspatienten hat.

Empfohlene Prämedikation

Eine Prämedikation zur Verringerung des Risikos von Reaktionen im Zusammenhang mit einer

Infusion sollte 30 Minuten bis 2 Stunden vor der Tafasitamab-Infusion verabreicht werden. Bei

Patienten, bei denen während der ersten 3 Infusionen keine Reaktionen im Zusammenhang mit einer

Infusion auftreten, ist die Prämedikation bei nachfolgenden Infusionen optional.

Die Prämedikation kann Antipyretika (z. B. Paracetamol), Histamin-H1-Rezeptorenblocker (z. B.

Diphenhydramin), Histamin-H2-Rezeptorenblocker (z. B. Cimetidin) oder Glukokortikosteroide (z. B.

Methylprednisolon) umfassen.

Behandlung einer Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion

Wenn eine Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion auftritt (Grad 2 und höher), muss die

Infusion unterbrochen werden. Darüber hinaus muss eine angemessene medizinische Behandlung der

Symptome begonnen werden. Nach dem Abklingen oder der Verringerung der Anzeichen und

Symptome auf Grad 1 kann die MINJUVI-Infusion mit reduzierter Infusionsgeschwindigkeit wiederaufgenommen werden (siehe Tabelle 1).

Wenn bei einem Patienten eine Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion von Grad 1 bis 3auftritt, sollte vor den nachfolgenden Tafasitamab-Infusionen eine Prämedikation verabreicht werden.

Dosierung

Die empfohlene Dosis von MINJUVI beträgt 12 mg pro kg Körpergewicht, verabreicht als intravenöse

Infusion gemäß dem folgenden Zeitplan:

* Zyklus 1: Infusion an Tag 1, 4, 8, 15 und 22 des Zyklus.

* Zyklen 2 und 3: Infusion an Tag 1, 8, 15 und 22 jedes Zyklus.

* Zyklus 4 bis zur Krankheitsprogression: Infusion an Tag 1 und 15 jedes Zyklus.

Jeder Zyklus dauert 28 Tage.

Zusätzlich müssen Patienten Lenalidomid-Kapseln in der empfohlenen Initialdosis von 25 mg täglichan den Tagen 1 bis 21 jedes Zyklus einnehmen. Die Initialdosis und die nachfolgenden Dosen könnengemäß der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) von Lenalidomidangepasst werden.

MINJUVI in Kombination mit Lenalidomid wird für bis zu zwölf Zyklen verabreicht.

Die Behandlung mit Lenalidomid muss nach maximal zwölf Zyklen der Kombinationstherapiebeendet werden. Die Patienten erhalten die MINJUVI-Infusionen weiterhin als Einzelwirkstoff an

Tag 1 und 15 jedes 28-tägigen Zyklus, bis Krankheitsprogression oder inakzeptable Toxizität auftritt.

Dosisanpassungen

Tabelle 1 zeigt die Dosisanpassungen im Fall von Nebenwirkungen. Dosisanpassungen für

Lenalidomid entnehmen Sie bitte auch der Fachinformation von Lenalidomid.

Tabelle 1: Dosisanpassungen im Fall von Nebenwirkungen

Nebenwirkung Schweregrad Anpassung der Dosierung

Reaktionen im * Die MINJUVI-Infusion sofort

Zusammenhang mit unterbrechen und Anzeichen undeiner Infusion Symptome behandeln.

* Sobald die Anzeichen und Symptomeabgeklungen sind oder sich auf Grad 1verringert haben, die

MINJUVI-Infusion bei einer

Infusionsrate von nicht mehr als 50 %

Grad 2 (mittelschwer) der Rate, bei der die Reaktionaufgetreten ist, fortsetzen. Wenn beidem Patienten keine weitere Reaktioninnerhalb von 1 Stunde auftritt und die

Vitalzeichen stabil sind, kann die

Infusionsrate alle 30 Minuten je nach

Verträglichkeit bis zu der Rate erhöhtwerden, bei der die Reaktion aufgetretenist.

Nebenwirkung Schweregrad Anpassung der Dosierung

* Die MINJUVI-Infusion sofortunterbrechen und Anzeichen und

Symptome behandeln.

* Sobald die Anzeichen und Symptomeabgeklungen sind oder sich auf Grad 1verringert haben, die

MINJUVI-Infusion bei einer

Infusionsrate von nicht mehr als 25 %

Grad 3 (schwer) der Rate, bei der die Reaktionaufgetreten ist, fortsetzen. Wenn beidem Patienten keine weitere Reaktioninnerhalb von 1 Stunde auftritt und die

Vitalzeichen stabil sind, kann die

Infusionsrate alle 30 Minuten je nach

Verträglichkeit bis zu maximal 50 % der

Rate erhöht werden, bei der die

Reaktion aufgetreten ist.

* Wenn nach Reexposition die Reaktionerneut auftritt, ist die Infusion sofort zubeenden.

Grad 4 (lebensbedrohlich) * Die Infusion sofort beenden und

MINJUVI dauerhaft absetzen.

Myelosuppression * MINJUVI und Lenalidomid aussetzenund das große Blutbild wöchentlichüberwachen, bis die Thrombozytenzahl50 000/µl oder höher beträgt.

Thrombozytenzahl geringer * MINJUVI in der gleichen Dosis undals 50 000/µl Lenalidomid in einer geringeren Dosiswieder aufnehmen, wenn die

Thrombozyten auf ≥ 50 000/µlzurückgekehrt sind. Entnehmen Sie

Dosisanpassungen der Fachinformationvon Lenalidomid.

Neutrophilenzahl geringer als * MINJUVI und Lenalidomid aussetzen1 000/µl für mindestens und das große Blutbild wöchentlich7 Tage überwachen, bis die Neutrophilenzahl1 000/µl oder höher beträgt.oder * MINJUVI in der gleichen Dosis und

Lenalidomid in einer geringeren Dosis

Neutrophilenzahl geringer als wieder aufnehmen, wenn die1 000/µl mit einem Anstieg Neutrophilen wieder auf ≥ 1 000/µlder Körpertemperatur auf angestiegen sind. Entnehmen Sie38 °C oder höher Dosisanpassungen der Fachinformationvon Lenalidomid.oder

Neutrophilenzahl geringer als500/µl

Besondere Patientengruppen
Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von MINJUVI bei Kindern im Alter unter 18 Jahren ist bisher nichterwiesen.

Es liegen keine Daten vor.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (≥ 65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassungerforderlich (siehe Abschnitt 5.2). Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung liegen keine

Daten zu Dosierungsempfehlungen vor.

Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe

Abschnitt 5.2). Bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung liegen keine

Daten zu Dosierungsempfehlungen vor.

Art der Anwendung

MINJUVI ist zur intravenösen Anwendung nach Rekonstitution und Verdünnung bestimmt.

* Bei der ersten Infusion von Zyklus 1 sollte die intravenöse Infusionsrate während der ersten30 Minuten 70 ml/h betragen. Danach sollte die Infusionsgeschwindigkeit erhöht werden, umdie erste Infusion innerhalb eines Zeitraums von 2,5 Stunden abzuschließen.

* Alle nachfolgenden Infusionen sollten innerhalb eines Zeitraums von 1,5 bis 2 Stundenverabreicht werden.

* Im Fall von Nebenwirkungen, die in Tabelle 1 aufgeführten Dosisanpassungen in Betrachtziehen.

* MINJUVI darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln über dieselbe Infusionsleitungverabreicht werden.

* MINJUVI darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden.

Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe

Abschnitt 6.6.

4.3 Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion

Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion können auftreten und wurden während der ersten

Infusion häufiger berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Die Patienten müssen während der Infusionengmaschig überwacht werden. Die Patienten müssen darauf hingewiesen werden, ihr medizinisches

Fachpersonal zu kontaktieren, wenn innerhalb von 24 Stunden nach der Infusion Anzeichen und

Symptome von Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion, einschließlich Fieber, Schüttelfrost,

Ausschlag oder Atemprobleme auftreten. Den Patienten sollte vor Beginn der Tafasitamab-Infusioneine Prämedikation verabreicht werden. Basierend auf der Schwere der Reaktion im Zusammenhangmit einer Infusion muss die Tafasitamab-Infusion unterbrochen oder abgesetzt werden und eineangemessene medizinische Behandlung eingeleitet werden (siehe Abschnitt 4.2).

Myelosuppression

Die Behandlung mit Tafasitamab kann zu schwerwiegender und/oder schwerer Myelosuppression,einschließlich Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie, führen (siehe Abschnitt 4.8). Das große

Blutbild muss während der gesamten Behandlung und vor der Verabreichung jedes

Behandlungszyklus überwacht werden. Basierend auf der Schwere der unerwünschten Reaktion solltedie Tafasitamab-Infusion ausgesetzt werden (siehe Tabelle 1). Entnehmen Sie Dosisanpassungen der

Fachinformation von Lenalidomid.

Neutropenie

Neutropenie, einschließlich febriler Neutropenie, wurde während der Behandlung mit Tafasitamabberichtet. Die Verabreichung von Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktoren (G-CSF) muss in

Betracht gezogen werden, insbesondere bei Patienten mit Neutropenie Grad 3 oder 4. Jegliche

Symptome oder Anzeichen einer sich entwickelnden Infektion müssen antizipiert, beurteilt undbehandelt werden.

Thrombozytopenie

Thrombozytopenie wurde während der Behandlung mit Tafasitamab berichtet. Das Aussetzen von

Begleitmedikationen, die das Blutungsrisiko erhöhen können (z. B. Thrombozytenhemmer,

Antikoagulanzien), muss in Betracht gezogen werden. Die Patienten müssen darauf hingewiesenwerden, Anzeichen oder Symptome von Blutergüssen oder Blutungen sofort zu melden.

Infektionen

Tödlich verlaufende und schwerwiegende Infektionen, einschließlich opportunistische Infektionen,traten bei Patienten während der Behandlung mit Tafasitamab auf. Tafasitamab sollte Patienten miteiner aktiven Infektion nur verabreicht werden, wenn die Infektion angemessen behandelt und gutkontrolliert ist. Bei Patienten mit wiederkehrenden oder chronischen Infektionen in der Vorgeschichtekann ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegen, sie müssen angemessen überwacht werden.

Die Patienten müssen darauf hingewiesen werden, ihr medizinisches Fachpersonal zu kontaktieren,wenn sich Fieber oder andere Hinweise auf eine mögliche Infektion, wie Schüttelfrost, Husten oder

Schmerzen beim Wasserlassen, entwickeln.

Progressive multifokale Leukoenzephalopathie

Während der Kombinationstherapie mit Tafasitamab wurde über progressive multifokale

Leukoenzephalopathie (PML) berichtet. Die Patienten müssen auf neue oder sich verschlechterndeneurologische Symptome oder Anzeichen, die auf eine PML hindeuten könnten, überwacht werden.

PML-Symptome sind unspezifisch und können je nach betroffener Hirnregion variieren. Dazu gehören

Änderungen des psychischen Zustands, Gedächtnisverlust, Sprachstörungen, motorische Ausfälle(Hemiparese oder Monoparese), Ataxie der Gliedmaßen, Gangataxie und Visussymptome wie

Hemianopie und Diplopie. Bei Verdacht auf PML muss die Anwendung von Tafasitamab sofortabgebrochen werden. Eine Überweisung an einen Neurologen sollte erwogen werden. Geeignetediagnostische Maßnahmen können eine MRT-Untersuchung, eine Untersuchung des Liquors auf JC-

Virus-DNA und eine erneute neurologische Untersuchung sein. Wenn eine PML bestätigt wird, muss

Tafasitamab dauerhaft abgesetzt werden.

Tumorlysesyndrom

Patienten mit hoher Tumorlast und hoch proliferativen Tumoren können ein erhöhtes Risiko für ein

Tumorlysesyndrom aufweisen. Tumorlysesyndrom wurde bei Patienten mit DLBCL während der

Behandlung mit Tafasitamab beobachtet. Entsprechende Maßnahmen/Prophylaxe in Übereinstimmungmit lokalen Richtlinien müssen vor der Behandlung mit Tafasitamab erfolgen. Die Patienten währendder Behandlung mit Tafasitamab engmaschig auf ein Tumorlysesyndrom überwachen.

Immunisierungen

Die Sicherheit einer Immunisierung mit Lebendimpfstoffen nach einer Therapie mit Tafasitamabwurde nicht untersucht und eine Impfung mit Lebendimpfstoffen während einer Therapie mit

Tafasitamab wird nicht empfohlen.

Sonstiger Bestandteil

Dieses Arzneimittel enthält 37,0 mg Natrium pro 5 Durchstechflaschen (die Dosis eines Patienten miteinem Gewicht von 83 kg), entsprechend 1,85 % der von der WHO für einen Erwachsenenempfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Die Behandlung mit Tafasitamab in Kombination mit Lenalidomid darf bei Patientinnen nur begonnenwerden, wenn eine Schwangerschaft ausgeschlossen wurde. Bitte beachten Sie auch die

Fachinformation von Lenalidomid.

Frauen im gebärfähigen Alter/Empfängnisverhütung bei Frauen

Frauen im gebärfähigen Alter müssen darauf hingewiesen werden, während und für mindestens3 Monate nach der Behandlung mit Tafasitamab eine zuverlässige Verhütungsmethode anzuwenden.

Schwangerschaft

Es wurden keine Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität mit Tafasitamab durchgeführt.

Bisher liegen keine Daten mit der Anwendung von Tafasitamab bei Schwangeren vor. IgG ist jedochbekanntermaßen plazentagängig und Tafasitamab kann aufgrund seiner pharmakologischen

Eigenschaften zu einer fetalen B-Zell-Depletion führen (siehe Abschnitt 5.1). Im Falle einer

Exposition während der Schwangerschaft sollten Neugeborene auf B-Zell-Depletion überwachtwerden und Impfungen mit Lebendimpfstoffen sollte verschoben werden, bis sich die Zellzahl der

B-Zellen beim Neugeborenen erholt hat (siehe Abschnitt 4.4).

Die Anwendung von Tafasitamab während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen

Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen.

Lenalidomid kann eine embryofetale Schädigung verursachen und ist in der Schwangerschaft und bei

Frauen im gebärfähigen Alter kontraindiziert, es sei denn, alle Bedingungen des

Lenalidomid-Schwangerschaftsverhütungsprogramms sind erfüllt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Tafasitamab in die Muttermilch übergeht. Mütterliche IgG werden jedochbekanntermaßen in die Muttermilch ausgeschieden. Bisher liegen keine Daten zur Anwendung von

Tafasitamab bei stillenden Frauen vor und ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossenwerden. Frauen sollten darauf hingewiesen werden, während und für mindestens 3 Monate nach derletzten Dosis von Tafasitamab nicht zu stillen.

Fertilität

Es wurden keine spezifischen Studien zur Beurteilung der potenziellen Wirkungen von Tafasitamabauf die Fertilität durchgeführt. In einer Toxizitätsstudie mit wiederholter Verabreichung bei Tierenwurden keine unerwünschten Wirkungen auf die männlichen und weiblichen Reproduktionsorganebeobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

MINJUVI hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei Patienten, die Tafasitamab anwendeten, wurde jedoch

Ermüdung berichtet. Dies sollte beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen berücksichtigtwerden.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die häufigsten Nebenwirkungen sind: Infektionen (73 %), Neutropenie (51 %), Asthenie (40 %),

Anämie (36 %), Diarrhoe (36 %), Thrombozytopenie (31 %), Husten (26 %), periphere Ödeme(24 %), Fieber (24 %), verminderter Appetit (22 %).

Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Infektion (26 %), einschließlich Pneumonie(7 %) und febriler Neutropenie (6 %).

Bei 15 % der Patienten wurde Tafasitamab aufgrund einer Nebenwirkung dauerhaft abgesetzt. Diehäufigsten Nebenwirkungen, die zu dauerhaftem Absetzen von Tafasitamab führten, waren

Infektionen und parasitäre Erkrankungen (5 %), Erkrankungen des Nervensystems (2,5 %) und

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums (2,5 %).

Die Häufigkeit von Dosisanpassungen oder -unterbrechungen aufgrund von Nebenwirkungen betrug65 %. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zur Unterbrechung der Behandlung mit Tafasitamabgeführt haben, waren Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems (41 %).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die in klinischen Studien berichteten Nebenwirkungen sind nach Systemorganklasse gemäß MedDRAund nach Häufigkeit aufgelistet. Die Häufigkeiten der Nebenwirkungen basieren auf der pivotalen

Phase-II-Studie MOR208C203 (L-MIND) mit 81 Patienten. Die Patienten wurden im Median7,7 Monate lang mit Tafasitamab behandelt. Die Häufigkeiten von Nebenwirkungen in klinischen

Studien basieren auf den Häufigkeiten von Nebenwirkungen jeglicher Ursache, wobei einem Teil der

Nebenwirkungsereignisse andere Ursachen als das Arzneimittel, wie die Erkrankung, andere

Arzneimittel oder unabhängige Ursachen, zugrunde liegen können.

Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder

Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmender Schwere geordnet.

Tabelle 2: Nebenwirkungen bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem DLBCL, die

Tafasitamab in der klinischen Studie MOR208C203 (L-MIND) erhielten

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen

Infektionen und parasitäre Sehr häufig Bakterielle, Virus- und Pilzinfektionen+,

Erkrankungen einschließlich opportunistische Infektionen mittödlichem Ausgang (z. B. bronchopulmonale

Aspergillose, Bronchitis, Pneumonie und

Harnwegsinfektion)

Häufig Sepsis (einschließlich neutropenische Sepsis)

Gutartige, bösartige und Häufig Basalzellkarzinomnicht spezifizierte

Neubildungen (einschl.

Zysten und Polypen)

Erkrankungen des Blutes Sehr häufig Febrile Neutropenie+, Neutropenie+,und des Lymphsystems Thrombozytopenie+, Anämie, Leukopenie+

Häufig Lymphopenie

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkungen

Erkrankungen des Häufig Hypogammaglobulinämie

Immunsystems

Stoffwechsel- und Sehr häufig Hypokaliämie, Appetit vermindert

Ernährungsstörungen Häufig Hypokalzämie, Hypomagnesiämie

Erkrankungen des Häufig Kopfschmerzen, Parästhesie, Dysgeusie

Nervensystems

Erkrankungen der Sehr häufig Dyspnoe, Husten

Atemwege, des Brustraums Häufig Exazerbation einer chronisch-obstruktivenund Mediastinums Lungenerkrankung, Nasenverstopfung

Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhoe, Obstipation, Erbrechen, Übelkeit,

Gastrointestinaltrakts Abdominalschmerz

Leber- und Häufig Hyperbilirubinämie, Transaminasen erhöht

Gallenerkrankungen (beinhaltet ALT und/oder AST erhöht),

Gamma-Glutamyltransferase erhöht

Erkrankungen der Haut und Sehr häufig Ausschlag (beinhaltet verschiedene Arten vondes Unterhautgewebes Ausschlag, z. B. Ausschlag, makulo-papulöser

Ausschlag, Ausschlag mit Juckreiz,erythematöser Hautausschlag)

Häufig Pruritus, Alopezie, Erythem, Hyperhidrosis

Skelettmuskulatur-, Sehr häufig Rückenschmerzen, Muskelspasmen

Bindegewebs- und Häufig Arthralgie, Schmerz in einer Extremität,

Knochenerkrankungen Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems

Erkrankungen der Nieren Häufig Kreatinin im Blut erhöhtund Harnwege

Allgemeine Erkrankungen Sehr häufig Asthenie++, Ödem peripher, Fieberund Beschwerden am Häufig Schleimhautentzündung

Verabreichungsort

Untersuchungen Häufig Gewicht erniedrigt, C-reaktives Protein erhöht

Verletzung, Vergiftung und Häufig Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusiondurch Eingriffe bedingte

Komplikationen+ Weitere Informationen zu dieser Nebenwirkung finden sich im nachfolgenden Text.++ Asthenie umfasst Asthenie, Ermüdung und Unwohlsein.

Im Vergleich zu den Inzidenzen unter Kombinationstherapie mit Lenalidomid verringerten sich die Inzidenzennicht-hämatologischer Nebenwirkungen unter Monotherapie mit Tafasitamab für verminderten Appetit, Asthenie,

Hypokaliämie, Obstipation, Übelkeit, Muskelspasmen, Dyspnoe und erhöhtes C-reaktives Protein um mindestens 10 %.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Myelosuppression

Die Behandlung mit Tafasitamab kann zu schwerwiegender oder schwerer Myelosuppression,einschließlich Neutropenie, Thrombozytopenie und Anämie, führen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

In der L-MIND-Studie trat bei 65,4 % der Patienten, die mit Tafasitamab behandelt wurden,

Myelosuppression (d. h. Neutropenie, febrile Neutropenie, Thrombozytopenie, Leukopenie,

Lymphopenie oder Anämie) auf. Myelosuppression wurde durch Reduktion oder Unterbrechung von

Lenalidomid, Unterbrechung von Tafasitamab und/oder Verabreichung von G-CSF behandelt (siehe

Abschnitte 4.2 und 4.4). Myelosuppression führte bei 41 % zu einer Unterbrechung von Tafasitamabund bei 1,2 % zum Absetzen von Tafasitamab.

Neutropenie/febrile Neutropenie

Die Inzidenz von Neutropenie betrug 51 %. Die Inzidenz von Neutropenie Grad 3 oder 4 betrug 49 %und von febriler Neutropenie Grad 3 oder 4 12 %. Die mediane Dauer einer Neutropenie als

Nebenwirkung betrug 8 Tage (Bereich 1 - 222 Tage); die mediane Zeit bis zum Beginn deserstmaligen Auftretens der Neutropenie betrug 49 Tage (Bereich 1 - 994 Tage).

Thrombozytopenie

Die Inzidenz von Thrombozytopenien betrug 31 %. Die Inzidenz von Thrombozytopenie Grad 3 oder4 betrug 17 %. Die mediane Dauer einer Thrombozytopenie als Nebenwirkung betrug 11 Tage(Bereich 1 - 470 Tage); die mediane Zeit bis zum Beginn des erstmaligen Auftretens der

Thrombozytopenie betrug 71 Tage (Bereich 1 - 358 Tage).

Anämie

Die Inzidenz von Anämie betrug 36 %. Die Inzidenz von Anämie Grad 3 oder 4 betrug 7 %. Diemediane Dauer einer Anämie als Nebenwirkung betrug 15 Tage (Bereich 1-535 Tage); die mediane

Zeit bis zum Beginn des erstmaligen Auftretens der Anämie betrug 49 Tage (Bereich 1-1.129 Tage).

Wenn Patienten in der L-MIND-Studie von der Kombinationstherapiephase mit Tafasitamab und

Lenalidomid zur verlängerten Monotherapiephase mit Tafasitamab allein umgestellt wurden,verringerten sich die Inzidenzen hämatologischer Ereignisse von Neutropenie, Thrombozytopenie und

Anämie um mindestens 20 %; unter der Monotherapie mit Tafasitamab wurde kein Auftreten vonfebriler Neutropenie berichtet (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4)

Infektionen

In der L-MIND-Studie traten bei 73 % der Patienten Infektionen auf. Die Inzidenz von Infektionen

Grad 3 oder 4 betrug 28 %. Die am häufigsten berichteten Infektionen Grad 3 oder höher waren

Pneumonie (7 %), Infektionen der Atemwege (4,9 %), Harnwegsinfektionen (4,9 %) und Sepsis(4,9 %). Die Infektion nahm bei < 1 % der Patienten (Pneumonie) innerhalb von 30 Tagen nach derletzten Behandlung einen tödlichen Verlauf.

Die mediane Zeit bis zum ersten Auftreten von Infektionen Grad 3 oder 4 betrug 62,5 Tage(4 - 1.014 Tage). Die mediane Dauer einer Infektion betrug 11 Tage (1 - 392 Tage).

Empfehlungen zur Behandlung von Infektionen sind in Abschnitt 4.4 aufgeführt.

Infektionen führten bei 27 % zu einer Dosisunterbrechung von Tafasitamab und bei 4,9 % zum

Absetzen von Tafasitamab.

Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion

In der L-MIND Studie traten bei 6 % der Patienten Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusionauf. Alle Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion waren Grad 1 und klangen am Tag des

Auftretens ab. Achtzig Prozent dieser Reaktionen traten während Zyklus 1 oder 2 auf. Zu den

Symptomen gehörten Schüttelfrost, Flush, Dyspnoe und Hypertonie (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).

Immunogenität

Bei 245 Patienten, die mit Tafasitamab behandelt wurden, wurden keine behandlungsbedingten oderbehandlungsverstärkten Anti-Tafasitamab-Antikörper beobachtet. Bei 17/245 Patienten (6,9 %)wurden vorbestehende Anti-Tafasitamab-Antikörper festgestellt, die keine Auswirkungen auf die

Pharmakokinetik, Wirksamkeit oder Sicherheit von Tafasitamab hatten.

Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten

Von 81 Patienten, die in der L-MIND-Studie behandelt wurden, waren 56 (69 %) der Patienten> 65 Jahre alt. Bei Patienten > 65 Jahre lag eine zahlenmäßig höhere Inzidenz von schwerwiegendenbehandlungsbedingten unerwünschten Ereignissen (treatment emergent adverse events, TEAEs)(55 %) vor, als bei Patienten ≤ 65 Jahre (44 %).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung sollten die Patienten sorgfältig auf Anzeichen und Symptome von

Nebenwirkungen beobachtet werden. Ggf. sollte eine unterstützende Behandlung erfolgen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antineoplastische Mittel, monoklonale Antikörper,

ATC Code: L01FX12.

Wirkmechanismus

Tafasitamab ist ein Fc-verstärkter monoklonaler Antikörper, der gegen das CD19-Antigen auf der

Oberfläche von Prä-B- und reifen B-Lymphozyten gerichtet ist.

Nach Bindung an CD19 vermittelt Tafasitamab B-Zell-Lyse durch:

* Bindung von Immun-Effektorzellen wie natürlichen Killerzellen, γδ-T-Zellen und Phagozyten

* direkte Induktion des Zelltods (Apoptose)

Die Fc-Modifikation führt zu einer verstärkten antikörperabhängigen zellulären Zytotoxizität undantikörperabhängiger zellulärer Phagozytose.

Pharmakodynamische Wirkungen

Bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem DLBCL führte Tafasitamab zu einer Reduktion der

B-Zell-Zahl im peripheren Blut. In der L-MIND-Studie erreichte die relative Reduktion der

B-Zell-Zahl gegenüber Baseline nach acht Behandlungstagen 97 %. Die maximale B-Zell-Reduktionbei ca. 100 % (Median) wurde innerhalb von 16 Behandlungswochen erreicht.

Obwohl die Depletion von B-Zellen im peripheren Blut eine messbare pharmakodynamische Wirkungdarstellt, ist sie nicht direkt mit der Depletion von B-Zellen in soliden Organen oder malignen

Ablagerungen korreliert.

Klinische Wirksamkeit

Tafasitamab plus Lenalidomid gefolgt von einer Tafasitamab-Monotherapie wurde in der

L-MIND-Studie, einer offenen, multizentrischen, einarmigen Studie, untersucht. Diese Studie wurdebei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem DLBCL nach 1 bis 3 vorherigensystemischen DLBCL-Therapien durchgeführt, die zum Zeitpunkt der Studie keine Kandidaten füreine Hochdosischemotherapie gefolgt von einer ASZT waren oder die eine ASZT abgelehnt hatten.

Eine der vorherigen systemischen Therapien musste eine gegen CD20 gerichtete Therapie beinhalten.

Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Gesamtbilirubin im Serum > 3 mg/dl) und Patientenmit Nierenfunktionsstörung (CrCL < 60 ml/min) sowie Patienten mit Vorgeschichte oder Nachweiseiner klinisch signifikanten kardiovaskulären, ZNS- und/oder anderen systemischen Erkrankungwurden ausgeschlossen. Patienten mit bekannter Vorgeschichte eines DLBCL mit'Double-/Triple-Hit'-Genetik wurden ebenfalls bei Studieneintritt ausgeschlossen.

Bei den ersten drei Zyklen erhielten die Patienten 12 mg/kg Tafasitamab als Infusion an Tag 1, 8, 15und 22 jedes 28-tägigen Zyklus, plus eine Aufsättigungsdosis an Tag 4 von Zyklus 1. Danach wurde

Tafasitamab an den Tagen 1 und 15 jedes Zyklus bis zur Krankheitsprogression verabreicht. Die

Prämedikation, einschließlich Antipyretika, Histamin-H1- und Histamin-H2-Rezeptorenblocker und

Glukokortikosteroide, wurde 30 bis 120 Minuten vor den ersten drei Tafasitamab-Infusionenverabreicht.

Die Patienten nahmen 25 mg Lenalidomid täglich an den Tagen 1 bis 21 jedes 28-tägigen Zyklus biszu 12 Zyklen lang ein.

Insgesamt 81 Patienten wurden in die L-MIND-Studie aufgenommen. Das mediane Alter betrug72 Jahre (Bereich von 41 bis 86 Jahre), 89 % waren weiß und 54 % waren männlich. Von den81 Patienten hatten 74 (91,4 %) einen ECOG-Leistungsstatus von 0 oder 1, und 7 (8,6 %) hatten einen

ECOG-Score von 2. Die mediane Anzahl vorheriger Therapien betrug zwei (Bereich: 1 bis 4), wobei40 Patienten (49,4 %) eine vorherige Therapie erhalten hatten, und 35 Patienten (43,2 %) 2 vorherige

Behandlungslinien erhalten hatten. Fünf Patienten (6,2 %) hatten 3 vorherige Therapielinien und 1

Patient (1,2 %) hatte 4 vorherige Behandlungslinien erhalten. Alle Patienten erhielten zuvor eineanti-CD20-haltige Therapie. Acht Patienten hatten die Diagnose eines von einem niedriggradigen

Lymphom transformierten DLBCL. Fünfzehn Patienten (18,5 %) hatten eine primär refraktäre

Erkrankung, 36 (44,4 %) sprachen auf die letzte vorherige Therapie nicht an und 34 (42,0 %) waren

Rituximab-refraktär. Neun Patienten (11,1 %) hatten zuvor eine ASZT erhalten. Die Hauptgründe, ausdenen Patienten keine Kandidaten für eine ASZT waren, umfassten Alter (45,7 %), refraktärgegenüber Salvage-Chemotherapie (23,5 %), Begleiterkrankungen (13,6 %) und Ablehnung einer

Hochdosischemotherapie/ASZT (16,0 %).

Ein Patient erhielt Tafasitamab, aber nicht Lenalidomid. Die übrigen 80 Patienten erhielten mindestenseine Dosis Tafasitamab und Lenalidomid. Alle Patienten, die in die L-MIND-Studie aufgenommenwurden, hatten eine auf lokaler Pathologie basierende DLBCL-Diagnose. Im Einklang mit derzentralen Pathologie-Prüfung konnte die Erkrankung von 10 Patienten jedoch nicht als DLBCLklassifiziert werden.

Die mediane Expositionsdauer gegenüber der Behandlung betrug 9,2 Monate (Bereich: 0,23,54,67 Monate). Zweiunddreißig (39,5 %) Patienten schlossen 12 Zyklen Tafasitamab ab. Dreißig(37,0 %) Patienten schlossen 12 Zyklen Lenalidomid ab.

Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die beste objektive Ansprechrate (objective response rate,

ORR), definiert als der Anteil der vollständigen und partiellen Responder gemäß Beurteilung durcheine unabhängige Prüfkommission (independent review committee, IRC). Andere

Wirksamkeitsendpunkte umfassten Dauer des Ansprechens (duration of response, DOR),progressionsfreies Überleben (progression-free survival, PFS) und Gesamtüberleben (overall survival,

OS). Die Wirksamkeitsergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengefasst.

Tabelle 3: Wirksamkeitsergebnisse bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktäremdiffusem großzelligem B-Zell-Lymphom in der MOR208C203- (L-MIND-)

Studie

Wirksamkeitsparameter Tafasitamab + Lenalidomid(N = 81 [ITT]*)30.11.2019 Stichtag 30.10.2020 Stichtag(24-Monats-Analyse) (35-Monats-Analyse)

Primärer Endpunkt

Beste objektive Ansprechrate (gemäß IRC)

Gesamtansprechrate, N (%) 46 (56,8) 46 (56,8)(95-%-KI) [45,3; 67,8] [45,3; 67,8]

Vollständige Ansprechrate, N (%) 32 (39,5) 32 (39,5)(95-%-KI) [28,8; 51,0] [28,8; 51,0]

Partielle Ansprechrate, N (%) 14 (17,3) 14 (17,3)(95-%-KI) [9,8; 27,3] [9,8; 27,3]

Sekundärer Endpunkt

Gesamtdauer des Ansprechens (vollständiges + partielles Ansprechen) a

Median, Monate 34,6 43,9(95-%-KI) [26.1; n.e.] [26,1; n. e.]

ITT = Intention-to-Treat-Population; n. e. = nicht erreicht

*Ein Patient erhielt nur Tafasitamab.

KI: Binomiales exaktes Konfidenzintervall unter Verwendung der Clopper-Pearson-Methodea Kaplan-Meier-Schätzungen

Das Gesamtüberleben (OS) war ein sekundärer Endpunkt der Studie. Nach einer medianen

Nachbeobachtungszeit von 42,7 Monaten (95-%-KI: 38,0; 47,2) betrug das mittlere OS 31,6 Monate(95-%-KI: 18,3; nicht erreicht).

Von den acht Patienten mit einem DLBCL eines transformierten früher indolenten Lymphoms hattensieben Patienten ein objektives Ansprechen (drei Patienten ein vollständiges Ansprechen, vier

Patienten ein partielles Ansprechen) und ein Patient eine stabile Erkrankung als das beste Ansprechenauf die Behandlung mit Lenalidomid und Tafasitamab.

Ältere Patienten

Im ITT-Set waren 36 von 81 Patienten ≤ 70 Jahre und 45 von 81 Patienten waren > 70 Jahre.

Insgesamt wurden keine Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen Patienten ≤ 70 Jahren und

Patienten > 70 Jahren beobachtet.

Kinder und Jugendliche

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für MINJUVI eine Freistellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei diffusem großzelligem

B-Zell-Lymphom gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und

Jugendlichen).

Dieses Arzneimittel wurde unter 'Besonderen Bedingungen“ zugelassen. Das bedeutet, dass weitere

Nachweise für den Nutzen des Arzneimittels erwartet werden.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird neue Informationen zu diesem Arzneimittel mindestensjährlich bewerten und, falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittelsaktualisiert werden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Resorption, Verteilung, Biotransformation und Elimination wurden anhand einerpopulationspharmakokinetischen Analyse dokumentiert.

Resorption

Basierend auf einer Analyse von Tafasitamab in Kombination mit Lenalidomid betrugen diedurchschnittlichen Serum-Talspiegel (± Standardabweichung) von Tafasitamab 179 (± 53) μg/mlwährend wöchentlichen intravenösen Verabreichungen von 12 mg/kg (plus einer weiteren Dosis an

Tag 4 von Zyklus 1). Während der Verabreichung alle 14 Tage ab Zyklus 4 betrugen diedurchschnittlichen Serum-Talspiegel 153 (± 68) μg/ml. Insgesamt betrugen die maximalen

Serumkonzentrationen von Tafasitamab 483 (± 109) μg/ml.

Verteilung

Das gesamte Verteilungsvolumen für Tafasitamab betrug 9,3 l.

Biotransformation

Der exakte Weg, auf dem Tafasitamab metabolisiert wird, wurde nicht charakterisiert. Es wirderwartet, dass Tafasitamab als humaner monoklonaler IgG-Antikörper auf die gleiche Weise wieendogenes IgG über katabole Wege in kleine Peptide und Aminosäuren abgebaut wird.

Elimination

Die Clearance von Tafasitamab betrug 0,41 l/Tag und die terminale Eliminationshalbwertszeit betrug16,9 Tage. Nach Langzeit-Beobachtungen wurde festgestellt, dass sich die Tafasitamab-Clearancenach zwei Jahren im Laufe der Zeit auf 0,19 l/Tag verringert hatte.

Besondere Patientengruppen

Alter, Körpergewicht, Geschlecht, Tumorgröße, Art der Erkrankung, B-Zell- oder absolute

Lymphozytenzahl, Anti-Drug-Antikörper, Lactatdehydrogenase und Albuminspiegel im Serum hattenkeinen relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Tafasitamab. Der Einfluss der ethnischen

Abstammung und Zugehörigkeit auf die Pharmakokinetik von Tafasitamab ist nicht bekannt.

Nierenfunktionsstörung

Die Auswirkung einer Nierenfunktionsstörung wurden nicht formal in spezifischen klinischen Studienuntersucht; es wurden jedoch keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Pharmakokinetik von

Tafasitamab bei leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance [creatinineclearance, CrCL] ≥ 30 und < 90 ml/min, geschätzt mittels Cockcroft-Gault-Formel) beobachtet. Die

Auswirkung einer schweren Nierenfunktionsstörung oder terminalen Niereninsuffizienz(CrCL < 30 ml/min) ist unbekannt.

Leberfunktionsstörung

Die Auswirkung einer Leberfunktionsstörung wurden nicht formal in spezifischen klinischen Studienuntersucht; es wurden jedoch keine klinisch bedeutsamen Unterschiede in der Pharmakokinetik von

Tafasitamab bei leichter Leberfunktionsstörung (Gesamtbilirubin ≤ normale Obergrenze [upper limitof normal, ULN] und Aspartataminotransferase [AST] > ULN, oder Gesamtbilirubin 1- bis1,5-fache ULN und jegliche AST) beobachtet. Die Auswirkung einer mittelschweren bis schweren

Leberfunktionsstörung (Gesamtbilirubin > 1,5-fache ULN und jegliche AST) ist unbekannt.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Die präklinischen Daten lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Toxizitätsstudien bei wiederholter Gabe

Tafasitamab hat sich als hochspezifisch für das CD19-Antigen auf B-Zellen gezeigt. Studien zur

Toxizität nach intravenöser Verabreichung an Cynomolgus-Affen zeigten keine anderen Wirkungenals die erwartete pharmakologische Depletion von B-Zellen im peripheren Blut und im Lymphgewebe.

Diese Veränderungen bildeten sich nach Absetzen der Behandlung zurück.

Mutagenität/Karzinogenität

Da es sich bei Tafasitamab um einen monoklonalen Antikörper handelt, wurden keine Studien zur

Genotoxizität und Karzinogenität durchgeführt, da solche Untersuchungen für dieses Molekül in dervorgeschlagenen Indikation nicht relevant sind.

Reproduktionstoxizität

Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität sowie spezifische Studien zur Beurteilung der

Wirkungen auf die Fertilität wurden mit Tafasitamab nicht durchgeführt. In der 13-wöchigen

Toxizitätsstudie mit wiederholter Gabe bei Cynomolgusaffen wurden jedoch keine unerwünschten

Wirkungen auf die Fortpflanzungsorgane bei Männchen und Weibchen und keine Wirkungen auf die

Länge des Menstruationszyklus bei Weibchen beobachtet.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumcitrat (Ph.Eur.) (E331)

Citronensäure-Monohydrat

Trehalose-Dihydrat (Ph.Eur.)

Polysorbat 20 (E432)

6.2 Inkompatibilitäten

Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

Es wurden keine Inkompatibilitäten mit Standard-Infusionsmaterialien beobachtet.

6.3 Haltbarkeit

Ungeöffnete Durchstechflasche5 Jahre

Rekonstituierte Lösung (vor der Verdünnung)

Die chemische und physikalische Stabilität der rekonstituierten Lösung wurde bei 2 °C - 8 °C bis zu30 Tage oder bei 25 °C bis zu 24 Stunden nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte dierekonstituierte Lösung sofort verwendet werden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, liegen die

Lagerzeiten und -bedingungen in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise24 Stunden bei 2 °C - 8 °C nicht überschreiten, es sei denn, die Rekonstitution hat unter kontrolliertenund validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden. Nicht einfrieren oder schütteln.

Verdünnte Lösung (für die Infusion)

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde bei 2 °C - 8 °C fürmaximal 14 Tage, gefolgt von bis zu 24 Stunden bei bis zu 25 °C, nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die verdünnte Lösung sofort verwendet werden. Wenn sie nichtsofort verwendet wird, liegen die Lagerzeiten und -bedingungen vor dem Gebrauch in der

Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise 24 Stunden bei 2 °C - 8 °C nichtüberschreiten, es sei denn, die Verdünnung ist unter kontrollierten und validierten aseptischen

Bedingungen erfolgt. Nicht einfrieren oder schütteln.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe

Abschnitt 6.3.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflasche aus durchsichtigem Typ-I-Glas mit einem Butyl-Gummistopfen,

Aluminium-Bördelkappe und einem Kunststoffschnappdeckel, die 200 mg Tafasitamab enthält. Die

Packungsgröße umfasst eine Durchstechflasche.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung

MINJUVI wird in sterilen, konservierungsmittelfreien Durchstechflaschen zum Einmalgebrauchbereitgestellt.

MINJUVI muss vor der intravenösen Infusion rekonstituiert und verdünnt werden.

Zur Rekonstitution und Verdünnung ist ein aseptisches Verfahren anzuwenden.

Hinweise zur Rekonstitution

* Bestimmen Sie die Tafasitamab-Dosis auf der Grundlage des Gewichts des Patienten durch

Multiplikation von 12 mg mit dem Gewicht (kg) des Patienten. Anschließend die Anzahl derbenötigten Tafasitamab-Durchstechflaschen berechnen (jede Durchstechflasche enthält 200 mg

Tafasitamab) (siehe Abschnitt 4.2).

* Mit einer sterilen Spritze jeder MINJUVI-Durchstechflasche vorsichtig 5,0 ml steriles Wasserfür Injektionszwecke hinzufügen. Richten Sie den Flüssigkeitsstrahl gegen die Wand dereinzelnen Durchstechflasche und nicht direkt auf das lyophilisierte Pulver.

* Die rekonstituierte(n) Durchstechflasche(n) vorsichtig schwenken, damit sich das lyophilisierte

Pulver besser auflöst. Nicht schütteln oder heftig schwenken. Den Inhalt nicht entnehmen, bevorsich alle Feststoffe vollständig aufgelöst haben. Das lyophilisierte Pulver sollte sich innerhalbvon 5 Minuten auflösen.

* Die rekonstituierte Lösung sollte eine farblose bis leicht gelbliche Lösung sein. Stellen Sie vordem Fortfahren durch visuelle Überprüfung sicher, dass keine Partikel oder Verfärbungenvorhanden sind. Wenn die Lösung trüb oder verfärbt ist oder sichtbare Partikel enthält,entsorgen Sie die Durchstechflasche(n).

Hinweise zur Verdünnung

* Es sollte ein Infusionsbeutel mit 250 ml 0,9 %iger (9 mg/ml) Natriumchlorid-Injektionslösungverwendet werden.

* Das benötigte Gesamtvolumen der rekonstituierten 40-mg/ml-Tafasitamab-Lösung berechnen.

Dem Infusionsbeutel das entsprechende Volumen entnehmen und das entnommene Volumenentsorgen.

* Das gesamte berechnete Volumen (ml) der rekonstituierten Tafasitamab-Lösung aus der/den

Durchstechflaschen aufziehen und langsam in den Infusionsbeutel mit 0,9 %iger (9 mg/ml)

Natriumchloridlösung geben. Jeglichen nicht verwendeten Rest von Tafasitamab, der in der

Durchstechflasche zurückgeblieben ist, entsorgen.

* Die Endkonzentration der verdünnten Lösung sollte zwischen 2 mg/ml und 8 mg/ml

Tafasitamab betragen.

* Den Infusionsbeutel langsam umdrehen, um den Inhalt vorsichtig zu mischen. Nicht schütteln.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Incyte Biosciences Distribution B.V.

Paasheuvelweg 251105 BP Amsterdam

Niederlande

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/21/1570/001

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 26. August 2021

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 17. Juli 2024

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.