Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels LYSAKARE 25g / 25g infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
LysaKare 25 g/25 g Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Ein Infusionsbeutel mit 1 000 ml Lösung enthält 25 g Argininhydrochlorid und 25 g
Lysinhydrochlorid.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Infusionslösung
Klare, farblose Lösung, frei von sichtbaren SchwebstoffenpH: 5,1 bis 6,1
Osmolarität: 420 bis 480 mOsm/l
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
LysaKare wird angewendet zur Reduktion der renalen Strahlenexposition im Rahmen einer Peptid-
Rezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT) mit Lutetium(177Lu)-Oxodotreotid bei Erwachsenen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
LysaKare ist zur Anwendung bei einer PRRT mit Lutetium(177Lu)-Oxodotreotid indiziert. Es darfdaher nur von Ärzten oder Pflegepersonal verabreicht werden, die Erfahrungen mit der Durchführungeiner PRRT haben.
DosierungErwachseneFür das Behandlungsregime bei Erwachsenen wird empfohlen, einen ganzen Beutel LysaKaregleichzeitig mit der Lutetium(177Lu)-Oxodotreotid-Infusion zu infundieren, auch wenn für den
Patienten eine Reduktion der PRRT-Dosis erforderlich ist.
Zur Reduktion der Häufigkeit von Übelkeit und Erbrechen wird eine Prämedikation mit einem
Antiemetikum 30 Minuten vor dem Beginn der LysaKare-Infusion empfohlen.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenEs wurden keine Studien an Patienten im Alter von 65 Jahren oder älter durchgeführt.
Bei älteren Patienten ist die Wahrscheinlichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion höher, dahersollte die Eignung auf der Grundlage der Kreatinin-Clearance sorgfältig geprüft werden (siehe
Abschnitt 4.4).
LeberfunktionsstörungDie Anwendung von Arginin und Lysin wurde bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nichtspezifisch untersucht (siehe Abschnitt 4.4).
NierenfunktionsstörungDa bei Anwendung von LysaKare die Möglichkeit klinischer Komplikationen durch
Volumenüberlastung und einen Anstieg des Kaliumspiegels im Blut besteht, sollte dieses Arzneimittelnicht bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 30 ml/min angewendet werden.
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 50 ml/min sollte LysaKare mit Vorsichtangewendet werden. Die Behandlung mit Lutetium(177Lu)-Oxodotreotid wird bei Patienten mit einer
Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 50 ml/min nicht empfohlen, daher ist das Nutzen-Risiko-
Verhältnis für diese Patienten stets sorgfältig abzuwägen. Dies beinhaltet auch die Berücksichtigungdes erhöhten Risikos einer transienten Hyperkaliämie bei diesen Patienten (siehe Abschnitt 4.4).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von LysaKare bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht erwiesen.
Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungIntravenöse Anwendung.
Um eine optimale Nierenprotektion zu erzielen, sollte LysaKare als 4-stündige Infusion (250 ml/h),beginnend 30 Minuten vor der Anwendung von Lutetium(177Lu)-Oxodotreotid verabreicht werden.
LysaKare und Lutetium(177Lu)-Oxodotreotid müssen über separate Infusionszugänge verabreichtwerden.
4.3 Kontraindikationen
* Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
* Vorbestehende klinisch relevante Hyperkaliämie, sofern diese vor dem Beginn der LysaKare-
Infusion nicht ausreichend korrigiert wurde (siehe Abschnitt 4.4).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
HyperkaliämieBei Patienten, die Arginin und Lysin erhalten, kann es zu einem Anstieg des Kaliumspiegels im Serumkommen. Derartige Anstiege verlaufen meist mild und sind meistvorübergehend. Gemäß den wenigenverfügbaren Daten sollten die Maximalspiegel etwa 4 bis 5 Stunden nach dem Beginn der Infusionerreicht werden und innerhalb von 24 Stunden in den Normbereich zurückkehren.
Vor jeder Behandlung mit LysaKare muss der Kaliumspiegel im Serum gemessen werden. Falls eine
Hyperkaliämie festgestellt wird, sollten die Vorgeschichte des Patienten bezüglich Hyperkaliämie undalle begleitenden Arzneimittel überprüft werden. Eine bestehende Hyperkaliämie muss vor dem
Beginn der Infusion behoben werden (siehe Abschnitt 4.3).
Für Patienten mit vorbestehender, klinisch signifikanter Hyperkaliämie muss der Serumkaliumspiegelvor der Infusion von LysaKare erneut getestet werden, um zu bestätigen, dass die Hyperkaliämieerfolgreich korrigiert wurde. Patienten müssen engmaschig auf die Anzeichen einer Hyperkaliämie hinüberwacht werden (z.B. Dyspnoe, Schwäche, Taubheitsgefühl, thorakale Schmerzen und kardiale
Manifestationen wie Reizleitungsstörungen und Arrhythmien). Vor der Entlassung des Patienten sollteein Elektrokardiogramm (EKG) abgeleitet werden.
Unabhängig vom Ausgangswert des Kaliumspiegels sind die Vitalzeichen während der Infusion zuüberwachen. Die Patienten sollten angewiesen werden, am Infusionstag große Mengen Wasser(mindestens 1 Glas pro Stunde) zu trinken, um ausreichend hydriert zu bleiben und die Ausscheidungüberschüssigen Kaliums zu unterstützen.
Falls sich während der LysaKare-Infusion Symptome einer Hyperkaliämie entwickeln, müssengeeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Bei einer schweren, symptomatischen Hyperkaliämiesollte ein Abbruch der LysaKare-Infusion erwogen werden; dabei ist das Nutzen-Risiko-Verhältniszwischen der Nierenprotektion einerseits und der Hyperkaliämie andererseits zu berücksichtigen.
NierenfunktionsstörungDie Anwendung von Arginin und Lysin wurde bei niereninsuffizienten Patienten nicht spezifischgeprüft. Arginin und Lysin werden zu einem erheblichen Teil über die Niere ausgeschieden undrückresorbiert. Davon hängt auch ihre Wirksamkeit zur Reduktion der renalen Strahlenexposition ab.
Da unter LysaKare die Möglichkeit klinischer Komplikationen durch Volumenüberlastung und einen
Anstieg des Kaliumspiegels im Blut besteht, sollte dieses Arzneimittel nicht bei Patienten mit einer
Kreatinin-Clearance < 30 ml/min angewendet werden. Die Nierenfunktion (Kreatinin und Kreatinin-
Clearance) sollte vor jeder Anwendung überprüft werden.
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 50 ml/min sollte LysaKare mit Vorsichtangewendet werden. Die Behandlung mit Lutetium(177Lu)-Oxodotreotid wird bei Patienten mit einer
Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 50 ml/min nicht empfohlen, daher ist das Nutzen-Risiko-
Verhältnis für diese Patienten stets sorgfältig abzuwägen. Dies beinhaltet auch die Berücksichtigungdes erhöhten Risikos einer transienten Hyperkaliämie bei diesen Patienten.
LeberfunktionsstörungDie Anwendung von Arginin und Lysin wurde bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungennicht spezifisch geprüft. Die Leberfunktion (Alaninaminotransferase [ALT], Aspartataminotransferase[AST], Albumin, Bilirubin) sollte vor jeder Anwendung überprüft werden.
Vorsicht ist geboten bei Anwendung von LysaKare bei Patienten mit schweren
Leberfunktionseinschränkungen, bei denen im Verlauf der Behandlung entweder der Bilirubinspiegelüber den dreifachen oberen Normgrenzwert ansteigt oder der Albuminspiegel unter 30 g/l sowie der
Quick-Wert unter 70 % liegt. Unter diesen Umständen wird die Behandlung mit Lutetium(177Lu)-
Oxodotreotid nicht empfohlen.
HerzinsuffizienzAufgrund des Potenzials für klinische Komplikationen im Zusammenhang mit Volumenüberlastungmuss die Verwendung von Arginin und Lysin bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (definiertgemäß New York Heart Association (NYHA)-Klassifikation als Klasse III oder IV) mit Vorsichterfolgen.
Von der Behandlung von Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz (definiert nach NYHA-
Klassifikation als Klasse III oder IV) mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid wird deshalb abgeraten; das
Nutzen-Risikoverhältnis muss bei diesen Patienten sorgfältig abgewogen werden.
Metabolische Azidose
Eine metabolische Azidose wurde bei Patienten beobachtet, die im Rahmen einer totalen parenteralen
Ernährung (TPE) komplexe Aminosäurelösungen erhielten. Verschiebungen im Säure-Base-
Gleichgewicht ändern das intra-/extrazelluläre Kaliumgleichgewicht und eine metabolische Azidosekann mit einem raschen Anstieg der Kaliumkonzentration im Plasma einhergehen.
Da LysaKare zusammen mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid verabreicht wird, sind in Abschnitt 4.4 zuden SmPC zu Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid weitere Warnhinweise spezifisch zur Behandlung mit
Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid enthalten.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Es ist keine Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln zu erwarten, da keine Daten vorliegen, diezeigen, dass andere Arzneimittel durch denselben Nieren-Reabsorptionsmechanismus reabsorbiertwerden.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen AlterEs existiert keine relevante Verwendung dieses Arzneimittels bei Frauen im gebärfähigen Alter (siehe
Abschnitt 4.1).
Kontrazeption bei Männern und FrauenMit LysaKare wurden keine Tierstudien zur Entwicklungstoxizität durchgeführt. Da LysaKarezusammen mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid angewendet wird, müssen Männer und Frauen imfortpflanzungsfähigen Alter darauf hingewiesen werden, eine wirksame Methode zur
Empfängnisverhütung anzuwenden, solange die Behandlung mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotidandauert. Weitere spezifische Hinweise zur Behandlung mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid finden Sieauch in Abschnitt 4.6 der Fachinformation zu Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid.
SchwangerschaftEs liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Arginin und Lysin bei schwangeren Frauen vor.
Es gibt keine relevante Anwendung dieses Arzneimittels bei schwangeren Frauen. LysaKare wirdzusammen mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid angewendet, das wegen des mit ionisierender Strahlungverbundenen Risikos kontraindiziert ist für den Fall einer vermuteten oder tatsächlichen
Schwangerschaft oder wenn eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden kann. Für weitere
Hinweise zur Behandlung mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid lesen Sie bitte auch Abschnitt 4.6 der
Fachinformation von Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid.
Es wurden keine Tierstudien zur Reproduktionstoxizität durchgeführt (siehe Abschnitt 5.3).
StillzeitArginin und Lysin werden als natürlich vorkommende Aminosäuren in die mütterliche Milchausgeschieden, Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder sind aber wenig wahrscheinlich. Das
Stillen sollte während der Behandlung mit Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid vermieden werden.
FertilitätEs liegen keine Erfahrungen über die Auswirkungen von Arginin und Lysin auf die Fertilität vor.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenLysaKare hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsEs existieren nur beschränkte Daten zum Sicherheitsprofil von Arginin- und Lysinlösung zur Infusionohne begleitende Verabreichung einer PRRT, die auch die Verwendung von Antiemetika als
Prämedikation und oft auch die begleitende Verwendung von kurz wirkenden Somatostatin-Analogabeinhaltet.
Die wichtigsten Nebenwirkungen, die vor allem mit der Aminosäurenlösung zusammenhängen, sind
Übelkeit (ungefähr 25 %), Erbrechen (ungefähr 10 %) und Hyperkaliämie. Diese Nebenwirkungensind meist schwach bis mäßig.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie nachfolgend aufgeführten Nebenwirkungen wurden in Publikationen von Studien mit
Aminosäurenlösungen identifiziert, die in Bezug auf den Aminosäurengehalt die gleiche
Zusammensetzung wie LysaKare hatten. Diese Studien bezogen über 900 Patienten ein, die mehr als2 500 Dosen von Arginin und Lysin während einer PRRT mit verschiedenen radioaktiv markierten
Somatostatin-Analoga erhalten hatten.
Die Nebenwirkungen sind gemäß den MedDRA-Systemorganklassen und gemäß ihrer Häufigkeitgeordnet. Die Häufigkeiten sind wie folgt kategorisiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10),gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nichtbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1 Nebenwirkungen
Nebenwirkung Häufigkeit
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen
Hyperkaliämie Nicht bekannt
Erkrankungen des NervensystemsSchwindel Nicht bekannt
Kopfschmerzen Nicht bekannt
GefäßerkrankungenHitzewallungen Nicht bekannt
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsÜbelkeit Sehr häufig
Erbrechen Sehr häufig
Bauchschmerzen Nicht bekannt
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Im Falle einer Überwässerung oder Überlastung mit Lösung muss die Ausscheidung durch häufiges
Urinieren oder durch erzwungene Diurese und häufige Blasenleerung gefördert werden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Alle übrigen therapeutischen Mittel, Entgiftungsmittel für die
Behandlung mit Zytostatika, ATC-Code: V03AF11
WirkmechanismusArginin und Lysin unterliegen der glomerulären Filtration und interferieren kompetitiv mit der
Resorption von Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid in der Niere und verringern damit die in den Nierenabgegebene Strahlendosis.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitDie klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Arginin und Lysin basieren auf publizierter Literaturvon Studien, in denen Lösungen mit demselben Gehalt an Arginin und Lysin wie bei LysaKareeingesetzt wurden.
Die Toxizitäten, die nach Verabreichung von PRRT beobachtet werden sind direkt auf die absorbierte
Strahlendosis der Organe zurückzuführen. Bei Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid sind die Nieren diebezüglich Toxizität kritischen Organe und dosisbegrenzend, falls keine Aminosäuren zur Reduktionder renalen Aufnahme und Speicherung verwendet werden.
Eine Dosimetriestudie mit 6 Patienten zeigte, dass eine 2,5%ige Lysin-Arginin-Lösung die renale
Strahlenbelastung im Vergleich zur Nichtanwendung um bis zu 47 % reduziert, ohne Auswirkung aufdie Aufnahme von Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid durch den Tumor. Diese Reduktion der renalen
Strahlenexposition mindert das Risiko von strahleninduzierten Nierenschäden.
Basierend auf einer Publikation der größten Studie, in der Arginin und Lysin in derselben Menge wiebei LysaKare eingesetzt wurden, betrug die mittlere von den Nieren absorbierte Dosis (durch planarebildgebende Dosimetrie bestimmt) 20,1 ± 4,9 Gy, was unter dem festgelegten Grenzwert für das
Auftreten von Nierentoxizität von 23 Gy liegt.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Arginin und Lysin sind natürlich vorkommende Aminosäuren, die nach der Infusion physiologischenpharmakokinetischen Schritten und biochemischen Schritten folgen.
ResorptionLysaKare ist für die intravenöse Verabreichung vorgesehen und ist deshalb zu 100 % bioverfügbar.
VerteilungNach intravenöser Verabreichung sind vorübergehende Erhöhungen im Plasma-Arginin- und Lysin zubeobachten, wobei die stark wasserlöslichen Aminosäuren rasch über alle Gewebe und
Körperflüssigkeiten verteilt werden.
BiotransformationWie andere natürlich vorkommende Aminosäuren, dienen Arginin und Lysin als Bausteine im
Proteinanabolismus und dienen als Vorläufer für verschiedene andere Produkte, einschließlich
Stickoxid, Harnsäure, Kreatinin und Acetyl-Coenzym A.
EliminationArginin und Lysin werden rasch verteilt. Basierend auf einer Studie mit über eine Dauer von30 Minuten infundierten 30 g Arginin, folgte die Plasmaelimination von Aminosäuren einemmindestens zwei- oder dreiphasigen Abfall, wobei die Spiegel innerhalb von 6 Stunden nach
Verabreichung wieder auf ihren Ausgangswert fielen. Die schnelle initiale Clearance erfolgt durchglomeruläre Filtration in den Nieren während den ersten 90 Minuten nach Infusion. Die verbleibenden
Aminosäuren werden durch nicht-renale Clearance entfernt.
Kinder und JugendlicheEs sind keine pharmakokinetischen Daten zur Verwendung von Arginin und Lysin in denselben
Dosen, wie bei LysaKare und für dieselben Indikationen bei pädiatrischen Patienten verfügbar.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Es wurden keine nicht-klinischen Studien mit LysaKare durchgeführt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Der Infusionsbeutel besteht aus Polyvinylchlorid (PVC), eingepackt in eine Polyethylen-
Polyamin/Aluminiumfolie, und enthält 1 000 ml Lösung.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Dieses Arzneimittel ist nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt.
Die Umverpackung erst unmittelbar vor der Anwendung entfernen.
Nicht verwenden, wenn die Umverpackung schon geöffnet war oder beschädigt ist. Die
Umverpackung ist ein Feuchtigkeitsschutz.
Teilweise verwendete Beutel nicht erneut anschließen.
LysaKare darf nicht verdünnt werden.
Keine Lösungen verwenden, die trübe sind oder Ablagerungen aufweisen. Das kann auf eine
Instabilität des Produkts oder eine Kontamination der Lösung hindeuten.
Der Inhalt muss nach Öffnen des Behältnisses unverzüglich verwendet werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den lokalen Anforderungen zubeseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Advanced Accelerator Applications8-10 Rue Henri Sainte-Claire Deville92500 Rueil-Malmaison
Frankreich
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 25. Juli 2019
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der
Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verfügbar.