Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels LOJUXTA 20mg kapseln
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Lojuxta 5 mg Hartkapseln
Lojuxta 10 mg Hartkapseln
Lojuxta 20 mg Hartkapseln
Lojuxta 30 mg Hartkapseln
Lojuxta 40 mg Hartkapseln
Lojuxta 60 mg Hartkapseln
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Lojuxta 5 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 5 mg Lomitapid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 70,12 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).
Lojuxta 10 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 10 mg Lomitapid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 140,23 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).
Lojuxta 20 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 20 mg Lomitapid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 129,89 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).
Lojuxta 30 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 30 mg Lomitapid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 194,84 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).
Lojuxta 40 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 40 mg Lomitapid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 259,79 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).
Lojuxta 60 mg Hartkapseln
Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 60 mg Lomitapid.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Hartkapsel enthält 389,68 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Hartkapsel.
Lojuxta 5 mg Hartkapseln
Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 19,4 mm, mit orangefarbenem
Oberteil/orangefarbenem Unterteil, mit dem Aufdruck '5 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem
Oberteil in schwarzer Tinte.
Lojuxta 10 mg Hartkapseln
Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 19,4 mm, mit orangefarbenem
Oberteil/weißem Unterteil, mit dem Aufdruck '10 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem
Oberteil in schwarzer Tinte.
Lojuxta 20 mg Hartkapseln
Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 19,4 mm, mit weißem
Oberteil/weißem Unterteil, mit dem Aufdruck '20 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem
Oberteil in schwarzer Tinte.
Lojuxta 30 mg Hartkapseln
Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 21,6 mm, mit orangefarbenem
Oberteil/ gelbem Unterteil, mit dem Aufdruck '30 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem
Oberteil in schwarzer Tinte.
Lojuxta 40 mg Hartkapseln
Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 23,4 mm, mit gelbem
Oberteil/weißem Unterteil, mit dem Aufdruck '40 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem
Oberteil in schwarzer Tinte.
Lojuxta 60 mg Hartkapseln
Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 23,4 mm, mit gelbem
Oberteil/gelbem Unterteil, mit dem Aufdruck '60 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem
Oberteil in schwarzer Tinte.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Lojuxta ist begleitend zu einer fettarmen Diät und anderen lipidsenkenden Arzneimitteln mit oderohne Low-Density-Lipoprotein-Apherese (LDL-Apherese) bei erwachsenen Patienten mithomozygoter familiärer Hypercholesterinämie (HoFH) angezeigt.
Die Diagnose HoFH sollte, wenn möglich, genetisch bestätigt werden. Andere Formen primärer
Hyperlipoproteinämien sowie sekundäre Ursachen von Hypercholesterinämien (z. B. nephrotisches
Syndrom oder Hypothyreose) müssen ausgeschlossen werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung mit Lojuxta sollte von einem in der Behandlung von Lipidstörungen erfahrenen Arzteingeleitet und überwacht werden.
DosierungDie empfohlene Anfangsdosis beträgt 5 mg einmal täglich. Nach 2 Wochen kann die Dosisentsprechend dem LDL-C-Ansprechen bei einer akzeptablen Sicherheit und Verträglichkeit auf 10 mgund danach in Mindestabständen von 4 Wochen auf 20 mg, 40 mg und die empfohlene Höchstdosisvon 60 mg erhöht werden (siehe Abschnitt 4.4).
Die Dosis sollte schrittweise erhöht werden, um die Inzidenz und Schwere gastrointestinaler
Nebenwirkungen und erhöhter Aminotransferasen zu minimieren.
Das Auftreten und die Schwere gastrointestinaler Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der
Anwendung von Lojuxta werden durch die Einhaltung einer fettarmen Diät reduziert. Die Patientensollten vor Beginn der Behandlung eine Diät beginnen, bei der weniger als 20 % der Energie aus Fettstammen, und diese Diät während der Behandlung fortsetzen. Es sollte eine Diätberatung stattfinden.
Die Patienten sollten den Konsum von Grapefruitsaft und Alkohol vermeiden (siehe Abschnitte 4.4und 4.5).
Bei Patienten mit einer stabilen Erhaltungsdosis von Lojuxta, die Atorvastatin erhalten, sollteentweder:
* ein zeitlicher Abstand von 12 Stunden zwischen den Arzneimitteldosen eingehalten werden
ODER
* die Dosis von Lojuxta halbiert werden. Patienten mit einer Dosis von 5 mg sollten bei 5 mgbleiben.
Eine vorsichtige Titrierung kann danach gemäß dem LDL-C-Ansprechen und der
Sicherheit/Verträglichkeit in Erwägung gezogen werden. Nach dem Absetzen von Atorvastatin solltedie Dosis von Lojuxta gemäß dem LDL-C-Ansprechen und der Sicherheit/Verträglichkeit auftitriertwerden.
Bei Patienten mit einer stabilen Erhaltungsdosis von Lojuxta, die einen anderen schwachen
Cytochroms P450 (CYP3A4)-Hemmer erhalten, ist ein zeitlicher Abstand von 12 Stunden zwischenden Arzneimitteldosen (von Lojuxta und dem schwachen CYP3A4-Hemmer) einzuhalten. Zusätzliche
Vorsicht ist geboten, wenn mehr als ein schwacher CYP3A4-Hemmer zusammen mit Lojuxta gegebenwird. Es sollte in Erwägung gezogen werden, die Höchstdosis von Lojuxta gemäß dem gewünschten
LDL-C-Ansprechen zu begrenzen.
Basierend auf Beobachtungen erniedrigter essentieller Fettsäure- und Vitamin-E-Spiegel in klinischen
Studien sollten die Patienten während der gesamten Behandlung mit Lojuxta (siehe Abschnitt 4.4)täglich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die 400 IE Vitamin E, etwa 200 mg Linolsäure, 110 mg
Eicosapentaensäure (EPA), 210 mg Alpha-Linolensäure (ALA) und 80 mg Docosahexaensäure(DHA) pro Tag enthalten.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenEs liegen begrenzte Erfahrungen mit Lomitapid bei Patienten über 65 Jahren vor. Daher ist bei diesen
Patienten besondere Vorsicht geboten.
Da das empfohlene Dosierungsschema beinhaltet, mit der niedrigsten Dosis zu beginnen und die Dosisvorsichtig gemäß der individuellen Verträglichkeit des Patienten zu erhöhen, wird keine
Dosisanpassung bei älteren Patienten empfohlen.
Eingeschränkte LeberfunktionLomitapid ist bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Beeinträchtigung der Leber,einschließlich Patienten mit ungeklärten fortbestehenden anomalen Leberfunktionswerten,kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).
Patienten mit leichter Beeinträchtigung der Leber (Child-Pugh A) sollten eine Dosis von 40 mg pro
Tag nicht überschreiten.
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit dialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz sollte eine Dosis von 40 mg pro Tagnicht überschritten werden (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Lomitapid bei Kindern im Alter von < 18 Jahren ist nichterwiesen; daher wird die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern nicht empfohlen. Es liegenkeine Daten vor.
Art der AnwendungZum Einnehmen.
Die Einnahme zusammen mit Nahrung kann die Exposition gegenüber Lomitapid erhöhen. Die
Einnahme sollte auf nüchternen Magen erfolgen, mindestens 2 Stunden nach der Abendmahlzeit, da der
Fettgehalt einer kürzlich eingenommenen Mahlzeit die gastrointestinale Verträglichkeit beeinträchtigenkann (siehe Abschnitt 4.4).
4.3 Kontraindikationen
* Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
* Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Beeinträchtigung der Leber sowie Patienten mitungeklärten fortbestehenden anomalen Leberfunktionswerten (siehe Abschnitt 4.2).
* Patienten mit bekannter signifikanter oder chronischer Darmerkrankung wie einer entzündlichen
Darmerkrankung oder Malabsorption.
* gleichzeitige Anwendung von > 40 mg Simvastatin (siehe Abschnitt 4.5).
* gleichzeitige Anwendung von Lojuxta zusammen mit starken oder mittelstarken
CYP3A4-Hemmern (z. B. Azol-Antimykotika wie Itraconazol, Fluconazol, Ketoconazol,
Voriconazol oder Posaconazol; Makrolidantibiotika wie Erythromycin oder Clarithromycin;
Antibiotika aus der Gruppe der Ketolide wie Telithromycin; HIV-Protease-Hemmer; die
Kalziumkanalblocker Diltiazem und Verapamil sowie das Antiarrhythmikum Dronedaron [siehe
Abschnitt 4.5]).
* Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Leberenzymanomalien
Lomitapid kann zu Erhöhungen der Leberenzyme Alaninaminotransferase [ALT] und der
Aspartataminotransferase [AST] sowie zu Steatosis hepatis führen (siehe Abschnitt 5.1). Es tratenkeine klinisch bedeutsamen Erhöhungen des Serum-Bilirubins, der International Normalised Ratio(INR) oder der alkalischen Phosphatase als Begleiterscheinung, noch im Nachhinein auf. Inwieweiteine Lomitapid-assoziierte Steatosis hepatis die Erhöhungen der Aminotransferasen fördert, istunbekannt. Veränderungen der Leberenzymwerte können jederzeit während der Behandlung auftreten,treten allerdings meistens während der Dosiseskalation auf.
Obwohl keine Fälle von hepatischer Dysfunktion (erhöhte Aminotransferasen zusammen mit einem
Anstieg der Bilirubinwerte oder der INR) oder Leberversagen berichtet wurden, bestehen Bedenken,dass Lomitapid eine Steatohepatitis induzieren könnte, die im Verlauf mehrerer Jahre zu einer
Leberzirrhose fortschreiten könnte. Es ist aufgrund der Größe und Dauer der klinischen Studien zur
Unterstützung der Sicherheit und Wirksamkeit von Lomitapid bei HoFH unwahrscheinlich, dass mandieses unerwünschte Ergebnis in diesen Studien festgestellt hätte.
Überwachung der Leberfunktionswerte
Vor Beginn der Behandlung mit Lojuxta sollten die Werte für ALT, AST, alkalische Phosphatase,
Gesamtbilirubin, Gamma-Glutamyltransferase (Gamma-GT) und Serumalbumin gemessen werden.
Das Arzneimittel ist bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Beeinträchtigung der Leber und
Patienten mit ungeklärten fortbestehenden anomalen Leberfunktionswerten kontraindiziert. Wenn die
Ausgangsleberwerte Anomalien zeigen, sollte in Erwägung gezogen werden, die Behandlung mit dem
Arzneimittel erst einzuleiten, nachdem eine angemessene Untersuchung durch einen Hepatologendurchgeführt wurde und die abnormalen Ausgangswerte geklärt wurden oder sich zurückgebildethaben.
Während des ersten Jahres sollten vor jeder Dosiserhöhung oder monatlich, je nachdem, was zuersteintritt, Leberuntersuchungen durchgeführt werden (mindestens ALT und AST). Nach dem ersten Jahrsollten diese Untersuchungen mindestens alle 3 Monate und vor jeder Dosiserhöhung durchgeführtwerden. Die Dosis von Lojuxta sollte gesenkt werden, wenn erhöhte Aminotransferasen festgestelltwerden, und die Behandlung sollte bei persistierenden oder klinisch signifikanten Erhöhungenabgebrochen werden (siehe Tabelle 1).
Dosisänderung auf Grundlage erhöhter hepatischer Aminotransferasen
Tabelle 1 fasst die Empfehlungen für Dosisanpassungen und die Überwachung bei Patientenzusammen, die während der Therapie mit Lojuxta erhöhte Aminotransferasen entwickeln.
Tabelle 1: Dosisanpassung und Überwachung bei Patienten mit erhöhten
Aminotransferasen
ALT oder AST Empfehlungen zu Behandlung und Überwachung*≥ 3x und < 5x oberer * Die Erhöhung sollte mit einer erneuten Messung innerhalb einer
Normwert (Upper Woche bestätigt werden.
Limit of Normal; * Bei Bestätigung sollte die Dosis gesenkt und zusätzliche
ULN) Leberuntersuchungen durchgeführt werden, wenn diese nicht bereitsstattgefunden haben (wie alkalische Phosphatase, Gesamtbilirubinund INR).
* Die Untersuchungen sollten wöchentlich wiederholt und die
Behandlung unterbrochen werden, wenn Zeichen einer anomalen
Leberfunktion auftreten (Anstiege der Bilirubinwerte oder der INR),die Aminotransferasespiegel auf über 5x ULN ansteigen oder die
Aminotransferasespiegel innerhalb von etwa 4 Wochen nicht aufunter 3x ULN fallen. Patienten mit persistierenden Erhöhungen der
Aminotransferasewerte von > 3x ULN sollten zur weiteren
Untersuchung an einen Hepatologen überwiesen werden.
* Bei Wiederaufnahme der Behandlung mit Lojuxta nach Rückbildungder Aminotransferasespiegel auf < 3x ULN sollte eine
Dosisreduzierung in Erwägung gezogen und häufiger
Leberuntersuchungen durchgeführt werden.
ALT oder AST Empfehlungen zu Behandlung und Überwachung*≥ 5x ULN * Die Behandlung sollte unterbrochen und zusätzliche
Leberuntersuchungen durchgeführt werden, wenn diese nicht bereitsstattgefunden haben (wie alkalische Phosphatase, Gesamtbilirubinund INR). Wenn die Aminotransferasespiegel innerhalb von etwa4 Wochen nicht auf unter 3x ULN fallen, sollte der Patient zurweiteren Untersuchung an einen Hepatologen überwiesen werden.
* Bei Wiederaufnahme der Behandlung mit Lojuxta nach Rückbildungder Aminotransferasespiegel auf < 3x ULN sollte die Dosis gesenktund häufiger Leberuntersuchungen durchgeführt werden.
*Empfehlungen basierend auf einem oberen Normwert von etwa 30-40 internationalen Einheiten/l.
Wenn die Erhöhungen der Aminotransferasen mit klinischen Symptomen einer Leberschädigung (wie
Übelkeit, Erbrechen, Abdominalschmerzen, Fieber, Gelbsucht, Lethargie, grippeartige Symptome),
Anstieg der Bilirubinwerte auf ≥ 2x ULN oder einer aktiven Lebererkrankung einhergehen, sollte die
Behandlung mit Lojuxta abgebrochen und der Patient zur weiteren Untersuchung an einen
Hepatologen überwiesen werden.
Eine erneute Einleitung der Therapie kann in Erwägung gezogen werden, wenn angenommen wird,dass der Nutzen gegenüber den Risiken, die mit einer potenziellen Lebererkrankung assoziiert sind,überwiegt.
Steatosis hepatis und das Risiko einer progressiven Lebererkrankung
In Einklang mit dem Wirkmechanismus von Lomitapid zeigten die meisten behandelten Patienten
Anstiege des Fettgehalts der Leber. In einer unverblindeten Phase-III-Studie entwickelten 18 von23 Patienten mit HoFH eine Steatosis hepatis (Fettgehalt der Leber > 5,56 %), was anhand von
Kernspinresonanzspektroskopie gemessen wurde (siehe Abschnitt 5.1). Der mediane absolute Anstiegdes Leberfettgehalts betrug, gemessen anhand von Kernspinresonanzspektroskopie, 6 % nach sowohl26 als auch 78 Behandlungswochen, ausgehend von einem Ausgangswert von 1 %. Steatosis hepatisist ein Risikofaktor für eine progressive Lebererkrankung, einschließlich Steatohepatitis und
Leberzirrhose. Die Langzeitfolgen einer Steatosis hepatis im Zusammenhang mit der Behandlung mit
Lomitapid sind unbekannt. Klinische Daten deuten darauf hin, dass die Fettanreicherung der Lebernach Absetzen der Behandlung mit Lojuxta reversibel ist. Es ist jedoch nicht bekannt, ob histologische
Folgeschäden zurückbleiben, insbesondere nach Langzeitanwendung.
Überwachung in Hinblick auf Nachweise einer progressiven Lebererkrankung
Ein reguläres Screening zur Feststellung einer Steatohepatitis/Fibrose sollte unter Verwendung derfolgenden Bildgebungsverfahren und Biomarkermessungen vor Behandlungsbeginn sowie einmaljährlich durchgeführt werden:
* Bildgebungsverfahren zur Darstellung der Gewebeelastizität, z. B. Fibroscan, Acoustic
Radiation Force Impulse (ARFI) oder Magnetresonanz-Elastografie (MR-Elastografie)
* Gamma-GT und Serumalbumin zum Nachweis einer möglichen Leberschädigung
* mindestens ein Marker aus jeder der folgenden Kategorien:
* hochsensitives C-reaktives Protein (hs-CRP), Blutkörperchensenkungsrate (BKS),
Fragment des CK 18, NashTest (Leberentzündung)
* Enhanced Liver Fibrosis (ELF) Panel, Fibrometer, AST/ALT-Quotient, Fib-4-Score,
Fibrotest (Leberfibrose)
Die Durchführung und Interpretation dieser Tests sollten in Zusammenarbeit zwischen dembehandelnden Arzt und dem Hepatologen erfolgen. Bei Patienten mit Ergebnissen, die auf das
Vorliegen einer Steatohepatitis oder Fibrose hindeuten, sollte eine Leberbiopsie in Erwägung gezogenwerden.
Wenn ein Patient eine bioptisch nachgewiesene Steatohepatitis oder Fibrose aufweist, sollte das
Nutzen-Risiko-Verhältnis neu beurteilt und die Behandlung, falls erforderlich, abgebrochen werden.
Dehydratation
Nach Markteinführung wurde über Dehydratation und Hospitalisierung bei Patienten, die mit
Lomitapid behandelt wurden, berichtet. Patienten, die mit Lomitapid behandelt werden, sollten überdie potenzielle Gefahr der Dehydratation in Bezug auf gastrointestinale Nebenwirkungen und über
Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Flüssigkeitsmangel informiert werden.
Gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Hemmern
Lomitapid ist offenbar ein empfindliches CYP3A4-Substrat. CYP3A4-Hemmer erhöhen die
Lomitapid-Exposition, wobei starke Hemmer die Exposition um etwa das 27-Fache erhöhen. Diegleichzeitige Anwendung von mittelstarken oder starken CYP3A4-Hemmern zusammen mit Lojuxtaist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). In den klinischen Studien zu Lomitapid entwickelte ein
Patient mit HoFH innerhalb weniger Tage nach Beginn der Behandlung mit dem starken
CYP3A4-Hemmer Clarithromycin deutlich erhöhte Aminotransferasespiegel (ALT 24x ULN, AST13x ULN). Wenn die Behandlung mit mittelstarken oder starken CYP3A4-Hemmern nicht vermeidbarist, sollte die Einnahme von Lojuxta während dieser Behandlung unterbrochen werden.
Es ist zu erwarten, dass schwache CYP3A4-Hemmer die Lomitapid-Exposition erhöhen, wenn siegleichzeitig eingenommen werden. Bei der Anwendung zusammen mit Atorvastatin sollte die Dosisvon Lojuxta entweder in einem zeitlichen Abstand von 12 Stunden eingenommen werden oder um die
Hälfte reduziert werden (siehe Abschnitt 4.2). Die Dosis von Lojuxta sollte in einem zeitlichen
Abstand von 12 Stunden zu einem anderen schwachen CYP3A4-Hemmer gegeben werden.
Gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-InduktorenBei Arzneimitteln, die CYP3A4 induzieren, kann davon ausgegangen werden, dass sie die Rate unddas Ausmaß der Metabolisierung von Lomitapid erhöhen. CYP3A4-Induktoren üben ihre Wirkung aufzeitabhängige Weise aus. Es kann mindestens 2 Wochen dauern, bis nach Beginn der Einnahme diemaximale Wirkung erreicht wird. Im Gegenzug kann es bei deren Absetzen mindestens 2 Wochendauern, bis die CYP3A4-Induktion abnimmt.
Man kann davon ausgehen, dass durch die gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren die
Wirkung von Lomitapid gesenkt wird. Jeglicher Einfluss auf die Wirksamkeit ist wahrscheinlichvariabel. Bei gleichzeitiger Anwendung von CYP3A4-Induktoren (d. h. Aminoglutethimid, Nafcillin,nicht nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren, Phenobarbital, Rifampicin, Carbamazepin,
Pioglitazon, Glukokortikoide, Modafinil und Phenytoin) zusammen mit Lojuxta sollte die Möglichkeiteiner Wechselwirkung, welche die Wirksamkeit beeinträchtigt, berücksichtigt werden. Die
Anwendung von Johanniskraut sollte während der Einnahme von Lojuxta vermieden werden.
Es wird empfohlen, während derartiger gleichzeitiger Anwendungen häufiger LDL-C-Beurteilungendurchzuführen und eine Erhöhung der Dosis von Lojuxta in Erwägung zu ziehen, um ein
Aufrechterhalten des gewünschten Wirksamkeitsniveaus sicherzustellen, wenn der CYP3A4-Induktorchronisch angewendet werden soll. Bei Absetzen eines CYP3A4-Induktors sollte die Möglichkeiteines Anstiegs der Exposition berücksichtigt werden, und unter Umständen ist eine Senkung der Dosisvon Lojuxta erforderlich.
Gleichzeitige Anwendung von HMG-CoA-Reduktasehemmern ('Statine“)
Lomitapid erhöht die Plasmakonzentration von Statinen. Patienten, die Lojuxta zusätzlich zu einem
Statin erhalten, sollten auf unerwünschte Ereignisse, die mit der Anwendung hoher Statin-Dosenassoziiert sind, überwacht werden. Statine führen gelegentlich zu Myopathie. In seltenen Fällenmanifestiert sich die Myopathie als Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem Nierenversagen aufgrundvon Myoglobinurie und kann einen tödlichen Ausgang haben. Alle Patienten, die Lomitapid zusätzlichzu einem Statin erhalten, sollten über das potenziell erhöhte Risiko einer Myopathie aufgeklärt werdenund aufgefordert werden, ungeklärte Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche umgehendmitzuteilen. Simvastatin-Dosen von > 40 mg sollten nicht zusammen mit Lojuxta gegeben werden(siehe Abschnitt 4.3).
Grapefruitsaft
Grapefruitsaft muss während der Behandlung mit Lojuxta bei der Diät gemieden werden.
Risiko supratherapeutischer oder subtherapeutischer Antikoagulation mit Antikoagulanzien vom
Cumarin-Typ
Lomitapid erhöht die Plasmakonzentration von Warfarin. Erhöhungen der Dosis von Lojuxta könnenzu einer supratherapeutischen Antikoagulation und Senkungen der Dosis zu einer subtherapeutischen
Antikoagulation führen. Schwierigkeiten, die INR zu kontrollieren, führten bei einem von 5 Patienten,die gleichzeitig Warfarin einnahmen, zu einem frühzeitigen Austritt aus der Phase-III-Studie. Bei
Patienten, die Warfarin einnehmen, sollte der INR-Wert regelmäßig überwacht werden, insbesonderenach Änderungen der Dosierung von Lojuxta. Die Warfarin-Dosis sollte der klinischen Indikationentsprechend angepasst werden.
Alkoholkonsum
Alkohol kann die Fettspiegel in der Leber erhöhen und eine Leberschädigung verursachen oderverschlimmern. In der Phase-III-Studie berichteten 3 von 4 Patenten mit ALT-Erhöhungen von> 5x ULN über Alkoholkonsum, der die im Prüfplan empfohlenen Grenzen überschritt. Der Konsumvon Alkohol wird während der Behandlung mit Lomitapid nicht empfohlen.
Hepatotoxische Mittel
Vorsicht ist geboten, wenn Lojuxta mit anderen Arzneimitteln mit bekanntem hepatotoxischem
Potenzial, etwa Isotretinoin, Amiodaron, Acetaminophen (> 4 g/Tag über ≥ 3 Tage/Woche),
Methotrexat, Tetrazyklinen oder Tamoxifen, angewendet wird. Die Wirkung einer gleichzeitigen
Anwendung von Lomitapid zusammen mit anderen hepatotoxischen Arzneimitteln ist nicht bekannt.
Unter Umständen ist eine häufigere Überwachung der Leberwerte erforderlich.
Verringerte Resorption von fettlöslichen Vitaminen und Fettsäuren im Serum
Aufgrund seines Wirkmechanismus im Dünndarm kann Lomitapid die Resorption fettlöslicher
Nährstoffe senken. In der Phase-III-Studie erhielten die Patienten täglich Nahrungsergänzungsmittelmit Vitamin E, Linolsäure, ALA, EPA und DHA. In dieser Studie sanken die medianen
Baseline-Serumspiegel von Vitamin E, ALA, Linolsäure, EPA, DHA und Arachidonsäure bis zur
Woche 26 ab, hielten sich jedoch oberhalb der unteren Grenze des Referenzbereichs. Unerwünschteklinische Folgen dieser erniedrigten Spiegel waren bei einem bis zu 78 Wochen langen
Behandlungszeitraum mit Lomitapid nicht zu beobachten. Mit Lojuxta behandelte Patienten solltentäglich Nahrungsergänzungsmittel, die 400 internationale Einheiten Vitamin E und etwa 200 mg
Linolsäure, 210 mg ALA, 110 mg EPA und 80 mg DHA enthalten, einnehmen.
Maßnahmen zur Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter
Vor Beginn der Behandlung sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter eine angemessene Beratung zuwirksamen Methoden zur Empfängnisverhütung stattfinden und eine wirksame Empfängnisverhütungeingeleitet werden. Patientinnen, die östrogenbasierte orale Kontrazeptiva einnehmen, sollten über denmöglichen Verlust der Wirksamkeit durch Diarrhö und/oder Erbrechen aufgeklärt werden (siehe
Abschnitt 4.5). Östrogenhaltige orale Kontrazeptiva sind schwache CYP3A4-Hemmer (siehe
Abschnitt 4.2).
Die Patientinnen sollten angewiesen werden, bei einer Schwangerschaft unverzüglich ihren Arztaufzusuchen und die Einnahme von Lojuxta zu beenden (siehe Abschnitt 4.6.).
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungLactoseLojuxta enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem
Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
NatriumDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Wirkungen anderer Arzneimittel auf Lomitapid und sonstige Wechselwirkungen
Tabelle 2: Wechselwirkungen zwischen Lojuxta und anderen Arzneimitteln und sonstige
WechselwirkungenArzneimittel Wirkungen auf die Empfehlungen in Bezug auf die
Lomitapidspiegel gleichzeitige Anwendung zusammenmit Lojuxta
CYP3A4-Hemmer Starke und mittelstarke Hemmer Starke und mittelstarke Hemmer
Als Lomitapid 60 mg zusammen Die gleichzeitige Anwendung vonmit dem starken CYP3A4- starken oder mittelstarken CYP3A4-
Hemmer Ketoconazol 200 mg Hemmern und Lojuxta istzweimal täglich angewendet kontraindiziert. Wenn eine Behandlungwurde, erhöhte sich die AUC mit Azol-Antimykotika (wie Itraconazol,von Lomitapid um etwa das 27- Ketoconazol, Fluconazol, Voriconazol
Fache und die Cmax um etwa das oder Posaconazol), dem15-Fache. Antiarrhythmikum Dronedaron,
Wechselwirkungen zwischen Makrolidantibiotika (wie Erythromycinmittelstarken CYP3A4- oder Clarithromycin), Antibiotika aus
Hemmern und Lomitapid der Gruppe der Ketolide (wiewurden nicht untersucht. Telithromycin), HIV-Protease-Hemmernoder den Kalziumkanalblockern
Mittelstarke CYP3A4-Hemmer Diltiazem und Verapamil nichthaben voraussichtlich einen vermeidbar ist, sollte über die Dauerwesentlichen Einfluss auf die einer solchen Behandlung die
Pharmakokinetik von Lomitapid. Anwendung von Lojuxta unterbrochen
Ausgehend von den Ergebnissen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).aus der Studie zu dem starken
CYP3A4-Hemmer Ketoconazol Grapefruitsaft ist ein mittelstarkerund den historischen Daten zu CYP3A4-Hemmer. Es ist zu erwarten,dem CYP3A4-Modellsubstrat dass er die Lomitapid-Exposition
Midazolam ist zu erwarten, dass wesentlich erhöht. Patienten, die Lojuxtadie gleichzeitige Anwendung einnehmen, sollten den Konsum vonmittelstarker CYP3A4-Hemmer Grapefruitsaft vermeiden.
zu einer 4- bis 10-fachen
Erhöhung der Lomitapid-
Exposition führt.
Arzneimittel Wirkungen auf die Empfehlungen in Bezug auf die
Lomitapidspiegel gleichzeitige Anwendung zusammenmit Lojuxta
Schwache Hemmer Schwache Hemmer
Es ist zu erwarten, dass Bei der Anwendung zusammen mitschwache CYP3A4-Hemmer die Atorvastatin sollte die Dosis von Lojuxta
Lomitapid-Exposition erhöhen, entweder in einem zeitlichen Abstandwenn sie gleichzeitig von 12 Stunden eingenommen werdeneingenommen werden. oder um die Hälfte reduziert werden
Bei der gleichzeitigen (siehe Abschnitt 4.2). Die Dosis von
Anwendung von Lomitapid Lojuxta sollte in einem zeitlichen20 mg zusammen mit Abstand von 12 Stunden zu einem
Atorvastatin, einem schwachen anderen gleichzeitig angewendeten
CYP3A4-Hemmer, erhöhten schwachen CYP3A4-Hemmersich Lomitapid AUC und C eingenommen werden. Beispielemaxum ungefähr das 2-Fache. schwacher CYP3A4-Hemmer sind:
Bei einem zeitlichen Abstand Alprazolam, Amiodaron, Amlodipin,von 12 Stunden zwischen der Atorvastatin, Azithromycin,
Einnahme der Dosis von Bicalutamid, Cilostazol, Cimetidin,
Lomitapid und Atorvastatin Ciclosporin, Clotrimazol, Fluoxetin,wurde keine klinisch bedeutsame Fluvoxamin, Fosaprepitant, Ginkgo,
Erhöhung der Lomitapid- Gelbwurzel, Isoniazid, Ivacaftor,
Exposition beobachtet. Lacidipin, Lapatinib, Linagliptin,
Nilotinib, östrogenhaltige orale
Bei der gleichzeitigen oder Kontrazeptiva, Pazopanib,12 Stunden versetzten Pfefferminzöl, Propiverin, Ranitidin,
Anwendung von Lomitapid Ranolazin, Roxithromycin, Pomeranzen,20 mg und Tacrolimus, Ticagrelor und Tolvaptan.
Ethinylestradiol/Norgestimat, Diese Liste erhebt keinen Anspruch aufeinem schwachen CYP3A4- Vollständigkeit. Verschreibende Ärzte
Hemmer, wurde keine klinisch sollten die Verschreibungsinformationenbedeutsame Erhöhung der der Arzneimittel, die gleichzeitig mit
Lomitapid-Exposition Lojuxta angewendet werden sollen, aufbeobachtet. potenzielle CYP3A4-vermittelte
Wechselwirkungen überprüfen.
Die Wirkung einer Anwendung vonmehr als einem schwachen CYP3A4-
Hemmer wurde nicht untersucht. Aber esist zu erwarten, dass die Wirkung auf die
Lomitapid-Exposition größer ist als beider gleichzeitigen Anwendung eineseinzelnen CYP3A4-Hemmers zusammenmit Lomitapid.
Zusätzliche Vorsicht ist geboten, wennmehr als ein schwacher CYP3A4-
Hemmer zusammen mit Lojuxta gegebenwird.
Arzneimittel Wirkungen auf die Empfehlungen in Bezug auf die
Lomitapidspiegel gleichzeitige Anwendung zusammenmit Lojuxta
CYP3A4-Induktoren Bei Arzneimitteln, die CYP3A4 Bei gleichzeitiger Anwendung voninduzieren, wird erwartet, dass CYP3A4-Induktoren (d. h.sie die Rate und das Ausmaß der Aminoglutethimid, Nafcillin, nicht
Metabolisierung von Lomitapid nukleosidische Reverse-Transkriptase-erhöhen. Folglich würde dies die Inhibitoren, Phenobarbital, Rifampicin,
Wirkung von Lomitapid senken. Carbamazepin, Pioglitazon,
Jeglicher Einfluss auf die Johanniskraut, Glukokortikoide,
Wirksamkeit ist wahrscheinlich Modafinil und Phenytoin) zusammen mitvariabel. Lojuxta sollte die Möglichkeit einer
Wechselwirkung, welche die
Wirksamkeit beeinträchtigt,berücksichtigt werden. Es wirdempfohlen, während derartigergleichzeitiger Anwendungen häufiger
LDL-C-Beurteilungen durchzuführenund eine Erhöhung der Dosis von
Lojuxta in Erwägung zu ziehen, um ein
Aufrechterhalten des gewünschten
Wirksamkeitsniveaus sicherzustellen,wenn der CYP3A4-Induktor chronischangewendet werden soll.
Gallensäurebinder Lomitapid wurde nicht auf Da Gallensäurebinder die Resorption
Wechselwirkungen mit oraler Arzneimittel beeinflussen können,
Gallensäurebindern (Harze wie sollten Gallensäurebinder mindestens
Colesevelam und Colestyramin) 4 Stunden vor oder mindestensuntersucht. 4 Stunden nach Lojuxta eingenommenwerden.
Wirkungen von Lomitapid auf andere Arzneimittel
HMG-CoA-Reduktase-Hemmer ('Statine“)
Lomitapid erhöht die Plasmakonzentration von Statinen. Wenn Lomitapid 60 mg im Steady-State vor
Simvastatin 40 mg angewendet wurde, erhöhten sich die AUC- und Cmax-Werte der Simvastatinsäureum 68 % bzw. 57 %. Wenn Lomitapid 60 mg im Steady-State vor Atorvastatin 20 mg angewendetwurde, erhöhten sich die AUC- und Cmax-Werte der Atorvastatinsäure um 52 % bzw. 63 %. Wenn
Lomitapid 60 mg im Steady-State vor Rosuvastatin 20 mg angewendet wurde, erhöhte sich die Tmaxvon Rosuvastatin von 1 auf 4 Stunden, die AUC erhöhte sich um 32 % und die Cmax blieb unverändert.
Das Risiko einer Myopathie im Zusammenhang mit Simvastatin ist dosisabhängig. Die Anwendungvon Lojuxta ist bei Patienten, die mit hohen Simvastatin-Dosen (> 40 mg) behandelt werden,kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).
Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ
Wenn Lomitapid 60 mg im Steady-State und 6 Tage nach Warfarin 10 mg angewendet wurde, erhöhtesich der INR-Wert um das 1,26-Fache. Die AUC-Werte von R(+)-Warfarin und S(-)-Warfarinerhöhten sich um 25 % bzw. 30 %. Die Cmax von R(+)-Warfarin und S(-)-Warfarin erhöhten sich um14 % bzw. 15 %. Bei Patienten die Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ (wie Warfarin) und Lojuxtagleichzeitig einnehmen, sollte vor Beginn der Behandlung mit Lojuxta der INR-Wert bestimmt undregelmäßig überwacht sowie die Dosierung der Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ wie klinischangezeigt angepasst werden (siehe Abschnitt 4.4).
Fenofibrat, Niacin und Ezetimib
Wenn Lomitapid im Steady-State vor mikronisiertem Fenofibrat 145 mg, Niacin mit verlängerter
Freisetzung 1 000 mg oder Ezetimib 10 mg angewendet wurde, wurden keine klinisch signifikanten
Wirkungen auf die Exposition dieser Arzneimittel beobachtet. Bei gleichzeitiger Anwendung mit
Lojuxta sind keine Dosisanpassungen erforderlich.
Orale KontrazeptivaWenn Lomitapid 50 mg im Steady-State zusammen mit östrogenbasierten oralen Kontrazeptivaangewendet wurde, wurden keine klinisch bedeutenden oder statistisch signifikanten Wirkungen aufdie Pharmakokinetik der Bestandteile der oralen Kontrazeptiva (Ethinylestradiol und17-Deacetyl-Norgestimat, dem Metaboliten von Norgestimat) beobachtet. Es ist nicht zu erwarten,dass Lomitapid die Wirksamkeit östrogenbasierter oraler Kontrazeptiva direkt beeinflusst. Allerdingskönnen Diarrhö und/oder Erbrechen die Hormonresorption senken. In Fällen protrahierter oderschwerer Diarrhö und/oder Erbrechens über mehr als 2 Tage sollten nach Abklingen der Symptome7 Tage lang zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung angewendet werden.
P-gp-SubstrateLomitapid hemmt P-gp in vitro und kann die Resorption von P-gp-Substraten erhöhen. Diegleichzeitige Anwendung von Lojuxta zusammen mit P-gp-Substraten (wie Aliskiren, Ambrisentan,
Colchicin, Dabigatranetexilat, Digoxin, Everolimus, Fexofenadin, Imatinib, Lapatinib, Maraviroc,
Nilotinib, Posaconazol, Ranolazin, Saxagliptin, Sirolimus, Sitagliptin, Talinolol, Tolvaptan oder
Topotecan) kann die Resorption der P-gp-Substrate erhöhen. Eine Senkung der Dosis des
P-gp-Substrats sollte bei gleichzeitiger Anwendung zusammen mit Lojuxta in Erwägung gezogenwerden.
In-vitro-Beurteilung von Wechselwirkungen
Lomitapid hemmt CYP3A4. Lomitapid induziert nicht die CYPs 1A2, 3A4 und 2B6 und hemmt auchnicht die CYPs 1A2, 2B6, 2C9, 2C19, 2D6 oder 2E1. Lomitapid ist kein P-gp-Substrat, hemmt jedoch
P-gp. Lomitapid hemmt nicht das Breast Cancer Resistance Protein (BCRP).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter
Vor Beginn der Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter sollte das Nichtbestehen einer
Schwangerschaft bestätigt, eine angemessene Beratung zu wirksamen Methoden zur
Empfängnisverhütung durchgeführt und eine wirksame Empfängnisverhütung eingeleitet werden.
Patientinnen, die östrogenbasierte orale Kontrazeptiva einnehmen, sollten über den möglichen Verlustder Wirksamkeit durch Diarrhö und/oder Erbrechen aufgeklärt werden. Bis zum Abklingen der
Symptome sollten zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung angewendet werden (siehe
Abschnitt 4.5).
SchwangerschaftLojuxta ist während der Schwangerschaft kontraindiziert. Es liegen keine zuverlässigen Daten fürseine Anwendung bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Entwicklungstoxizitätaufgezeigt (Teratogenität, Embryotoxizität, siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den
Menschen ist nicht bekannt.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Lomitapid in die Muttermilch ausgeschieden wird. Aufgrund des Potenzialsfür schädliche Wirkungen beruhend auf den Befunden aus tierexperimentellen Studien mit Lomitapid(siehe Abschnitt 5.3) muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob entweder das Stillen oderdie Einnahme des Arzneimittels zu unterbrechen ist, wobei die Wichtigkeit der Einnahme des
Arzneimittels für die Mutter berücksichtigt werden sollte.
FertilitätBei männlichen und weiblichen Ratten, denen Lomitapid in systemischen Expositionen (AUC)gegeben wurde, die nach Schätzungen 4- bis 5-fach höher als beim Menschen unter der maximalenempfohlenen humantherapeutischen Dosis sind, wurden keine schädlichen Wirkungen auf die
Fertilität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenLojuxta hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie schwersten Nebenwirkungen während der Behandlung waren Anomalien der
Leber-Aminotransferasen (siehe Abschnitt 4.4).
Die häufigsten Nebenwirkungen waren gastrointestinale Effekte. Gastrointestinale Nebenwirkungenwurden von 27 (93 %) der 29 Patienten in der klinischen Phase-III-Studie berichtet. Diarrhö trat bei79 % der Patienten auf, Übelkeit bei 65 %, Dyspepsie bei 38 % und Erbrechen bei 34 %. Sonstige
Reaktionen, die von mindestens 20 % der Patienten berichtet wurden, waren Abdominalschmerzen,abdominale Beschwerden, abdominelle Distension, Obstipation und Flatulenz. Gastrointestinale
Nebenwirkungen traten häufiger während der Phase der Dosiserhöhung in der Studie auf und gingenzurück, nachdem bei den Patienten die höchste vertragene Dosis von Lomitapid erreicht wurde.
Gastrointestinale Nebenwirkungen von hoher Intensität wurden von 6 (21 %) der 29 Patienten in derklinischen Phase-III-Studie berichtet, wobei Diarrhö (4 Patienten, 14 %), Erbrechen (3 Patienten,10 %) sowie Abdominalschmerzen, abdominelle Distension und/oder abdominale Beschwerden(2 Patienten, 7 %) am häufigsten waren. Gastrointestinale Reaktionen gehörten bei 4 (14 %) der
Patienten zu den Gründen für einen frühzeitigen Austritt aus der Studie.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen hoher Intensität waren Diarrhö (4 Probanden, 14 %),
Erbrechen (3 Patienten, 10 %) sowie abdominelle Distension und erhöhte ALT-Werte (jeweils2 Probanden, 7 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Nebenwirkungen sind im Folgenden gemäß Systemorganklasse (SOC) und nach Häufigkeitaufgeführt, wobei die häufigsten Nebenwirkungen zuerst aufgeführt sind. Die Häufigkeit der
Nebenwirkungen ist wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 10 000), nicht bekannt (Häufigkeitauf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
In Tabelle 3 sind alle Nebenwirkungen aufgelistet, die unter den 35 in der Phase-II-Studie UP1001und in der Phase-III-Studie UP1002/AEGR-733-005 oder in der Erweiterungsstudie AEGR-733-012behandelten Patienten berichtet wurden.
Tabelle 3: Häufigkeit von Nebenwirkung bei Patienten mit HoFH
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Infektionen und parasitäre Häufig Gastroenteritis
Erkrankungen
Stoffwechsel- und Sehr häufig Verminderter Appetit
Ernährungsstörungen Nicht bekannt Dehydratation
Erkrankungen des Nervensystems Häufig Schwindelgefühl
Kopfschmerz
Migräne
Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhö
Gastrointestinaltrakts Übelkeit
ErbrechenAbdominale Beschwerden
Dyspepsie
Abdominale Schmerzen
Schmerzen im Oberbauch
Flatulenz
Abdominelle Distension
ObstipationHäufig Gastritis
Tenesmus ani
Aerophagie
Stuhldrang
Aufstoßen
Häufige Darmentleerungen
Magenerweiterung
Erkrankung des Magens
Gastroösophageale Refluxerkrankung
Haemorrhoidalblutung
Regurgitation
Leber- und Gallenerkrankungen Häufig Steatosis hepatis
LebertoxizitätHepatomegalie
Erkrankungen der Haut und des Häufig Ekchymose
Unterhautzellgewebes Papeln
Erythematöser Hautausschlag
Xanthom
Nicht bekannnt Alopezie
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Nicht bekannt Myalgieund Knochenerkrankungen
Allgemeine Erkrankungen und Häufig Ermüdung
Beschwerden am Anwendungsort
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Untersuchungen Sehr häufig Alaninaminotransferase erhöht
Aspartataminotransferase erhöht
Gewicht erniedrigt
Häufig International Normalised Ratio erhöht
Alkalische Phosphatase im Bluterhöht
Kalium im Blut erniedrigt
Carotin erniedrigt
International Normalised Ratioanomal
Leberfunktionstest anomal
Prothrombinzeit verlängert
Transaminasen erhöht
Vitamin E erniedrigt
Vitamin K erniedrigt
In Tabelle 4 sind alle Nebenwirkungen aufgelistet, die bei Probanden berichtet wurden, die in den
Phase-II-Studien an Probanden mit erhöhtem LDL-C (N = 462) Lomitapid als Monotherapie(N = 291) erhalten hatten.
Tabelle 4: Häufigkeit der Nebenwirkungen bei Patienten mit erhöhtem LDL-C
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Infektionen und parasitäre Gelegentlich Gastroenteritis
Erkrankungen Gastrointestinale Infektion
Grippe
Nasopharyngitis
Sinusitis
Erkrankungen des Blutes und des Gelegentlich Anämie
Lymphsystems
Stoffwechsel- und Häufig Verminderter Appetit
Ernährungsstörungen Gelegentlich Dehydratation
Appetitsteigerung
Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich Parästhesie
Somnolenz
Augenerkrankungen Gelegentlich Schwellung des Auges
Erkrankungen des Ohrs und des Gelegentlich Vertigo
Labyrinths
Erkrankungen der Atemwege, des Gelegentlich Läsion des Pharynx
Brustraums und Mediastinums Hustensyndrom der oberen
Atemwege
Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung
Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhö
Gastrointestinaltrakts Übelkeit
Flatulenz
Häufig Schmerzen im Oberbauch
Abdominelle Distension
Abdominale Schmerzen
ErbrechenAbdominale Beschwerden
Dyspepsie
Aufstoßen
Schmerzen im Unterbauch
Häufige Darmentleerungen
Gelegentlich Mundtrockenheit
Harter Stuhl
Gastroösophageale Refluxerkrankung
Abdominaler Druckschmerz
Epigastrische Beschwerden
Magenerweiterung
Hämatemesis
Blutung im unteren
Gastrointestinaltrakt
Refluxösophagitis
Leber- und Gallenerkrankungen Gelegentlich Hepatomegalie
Erkrankungen der Haut und des Gelegentlich Blasen
Unterhautzellgewebes Trockene Haut
Hyperhidrosis
Skelettmuskulatur, Bindegewebs- Häufig Muskelspasmenund Knochenerkrankungen Gelegentlich Arthralgie
Myalgie
Schmerzen in einer Extremität
Gelenkschwellung
Muskelzucken
Erkrankungen der Nieren und Gelegentlich Hämaturie
Harnwege
Allgemeine Erkrankungen und Häufig Ermüdung
Beschwerden am Anwendungsort Asthenie
Gelegentlich Brustschmerzen
Schüttelfrost
Frühzeitige Sättigung
Gangstörung
Unwohlsein
Fieber
Untersuchungen Häufig Alaninaminotransferase erhöht
Aspartataminotransferase erhöht
Leberenzym erhöht
Leberfunktionstest anomal
Neutrophilenzahl erniedrigt
Leukozytenzahl erniedrigt
Gelegentlich Gewicht erniedrigt
Bilirubin im Blut erhöht
Gamma-Glutamyltransferase erhöht
Neutrophilenprozentzahl erhöht
ProteinurieProthrombinzeit verlängert
Lungenfunktionswerte anomal
Leukozytenzahl erhöht
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es gibt keine spezielle Therapie bei einer Überdosierung. Im Falle einer Überdosierung ist der Patientsymptomatisch zu behandeln, bei Bedarf sind unterstützende Maßnahmen einzuleiten. Die Leberwertesollten überwacht werden. Eine Hämodialyse ist wenig zielführend, da Lomitapid starkproteingebunden ist.
Bei Nagetieren wurden orale Einzeldosen von Lomitapid, die ≥ 600 Mal höher als die empfohlene
Höchstdosis beim Menschen (1 mg/kg) waren, gut vertragen. Die in klinischen Studien bei Probandenangewendete Höchstdosis betrug 200 mg als Einzeldosis. Es traten keine Nebenwirkungen auf.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, andere Mittel, dieden Lipidstoffwechsel beeinflussen. ATC-Code: C10AX12.
WirkmechanismusLomitapid ist ein selektiver Hemmer des mikrosomalen Transfer-Proteins (MTP), ein intrazelluläres
Lipid-Transfer-Protein, das im Lumen des endoplasmatischen Retikulums vorkommt und für die
Bindung und den Transport einzelner Lipidmoleküle zwischen Membranen verantwortlich ist. MTPspielt eine wichtige Rolle bei der Zusammensetzung Apo-B-haltiger Lipoproteine in der Leber und im
Darm. Die Hemmung des MTP senkt die Sekretion von Lipoproteinen und die zirkulierenden
Konzentrationen von Lipiden, die von Lipoproteinen transportiert werden, einschließlich Cholesterinund Triglyzeriden.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitIn einer einarmigen, unverblindeten Studie (UP1002/AEGR-733-005) wurden die Wirksamkeit und
Sicherheit von Lomitapid bei Anwendung zusammen mit einer fettarmen Diät und anderenlipidsenkenden Therapien bei Erwachsenen mit HoFH bewertet. Die Patienten wurden angewiesen, ab6 Wochen vor Beginn der Behandlung bis einschließlich mindestens Woche 26 eine fettarme Diät(< 20 % der Kalorien von Fett stammend) und ihre bei Eintritt in die Studie bestehendenlipidsenkenden Therapien, einschließlich ggf. Apherese, einzuhalten. Die Lomitapid-Dosis wurde von5 mg schrittweise auf eine individuell bestimmte höchste vertragene Dosis von bis zu 60 mg erhöht.
Nach Woche 26 führten die Patienten die Einnahme von Lomitapid zur Bestimmung der Wirkungen ineiner Langzeitbehandlung fort, durften jedoch die vorbestehenden lipidsenkenden Therapien ändern.
Die Studie umfasste insgesamt 78 Behandlungswochen.
29 Patienten wurden in die Studie aufgenommen, von denen 23 Woche 78 abschlossen. Es wurden16 Männer (55 %) und 13 Frauen (45 %) mit einem mittleren Alter von 30,7 Jahren (Bereich:18-55 Jahre) eingeschlossen. Die mittlere Lomitapid-Dosis betrug 45 mg in Woche 26 und 40 mg in
Woche 78. In Woche 26 betrug die mittlere prozentuale LDL-C-Veränderung im Vergleich zu den
LDL-C-Ausgangswerten in der Intent-to-Treat-Population (ITT-Population) 40 % (p< 0,001). Diemittlere prozentuale Veränderung ausgehend von der Baseline bis einschließlich Woche 26 anhand desletzten beobachteten Werts (LOCF) für jede Beurteilung ist in Abbildung 1 aufgeführt.
Abbildung 1: Mittlere prozentuale LDL-C-Veränderung ab Baseline in der
Hauptwirksamkeitsstudie UP1002/AEGR-733-005 bis einschließlich Woche 26(der primäre Endpunkt) anhand des LOCF für jede Beurteilung (N = 29)
- 10 -8
- 40 -38
- 39 -40
- 45 -43
Woche 0 Woche 2 Woche 6 Woche 10 Woche 14 Woche 18 Woche 22 Woche 26
Studienwoche
Veränderungen bei den Lipiden und Lipoproteinen bis einschließlich Woche 26 und Woche 78 der
Lomitapid-Behandlung sind in Tabelle 5 aufgeführt.
Tabelle 5: Absolute Werte und prozentuale Veränderungen ab der Baseline bis Woche 26und 78 bei den Lipiden und Lipoproteinen (Hauptwirksamkeitsstudie
UP1002/AEGR-733-005)
Parameter (Einheiten) Baseline Woche 26/LOCF (N = 29) Woche 78 (N = 23)
Verän- Verän-
Mittel Mittel derung p- Mittel derung(SA) (SA) in % Wertb (SA) in % p-Wertb
LDL-C, direkt 336 190 210(mg/dl) (114) (104) -40 < 0,001 (132) -38 < 0,001
Gesamtcholesterin (GC) 430 258 281(mg/dl) (135) (118) -36 < 0,001 (149) -35 < 0,001
Apolipoprotein B 259 148 151(Apo B) (mg/dl) (80) (74) -39 < 0,001 (89) -43 < 0,001
Triglyzeride (TG)(mg/dl)a 92 57 -45 0,009 59 -42 0,012
Non High Density
Lipoprotein Cholesterol 386 217 239(Non-HDL-C) (mg/dl) (132) (113) -40 < 0,001 (146) -39 < 0,001
Very Low Density
Lipoprotein Cholesterol 21 13 16(VLDL-C) (mg/dl) (10) (9) -29 0,012 (15) -31 0,013
Lipoprotein (a) (Lp(a))(nmol/l)a 66 61 -13 0,094 72 -4 < 0,842
Mittlere prozentuale LDL-C-Veränderung ab Baseline
Parameter (Einheiten) Baseline Woche 26/LOCF (N = 29) Woche 78 (N = 23)
Verän- Verän-
Mittel Mittel derung p- Mittel derung(SA) (SA) in % Wertb (SA) in % p-Wertb
High Density
Lipoprotein Cholesterol 44 41 43(HDL-C) (mg/dl) (11) (13) -7 0,072 (12) -4,6 0,246a Median für TG und Lp(a). Der p-Wert basiert auf der mittleren prozentualen Veränderungb p-Wert der mittleren prozentualen Veränderung ab der Baseline basierend auf einem T-Test fürgepaarte Stichproben
Sowohl in Woche 26 als auch Woche 78 zeigten sich signifikante Senkungen von LDL-C, GC, Apo B,
TG, Non-HDL-C und VLDL-C. Die Veränderungen des HDL-C zeigten in Woche 26 eine abfallende
Tendenz, und bis Woche 78 stiegen die HDL-C-Spiegel wieder auf die Ausgangswerte an.
Die Wirkung von Lojuxta auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität wurde nicht bestimmt.
Bei Beginn der Behandlung erhielten 93 % ein Statin, 76 % Ezetimib, 10 % Niacin, 3 % einen
Gallensäurebinder und 62 % Apherese. 15 von 23 Patienten (65 %) reduzierten bis Woche 78 ihrelipidsenkende Behandlung, einschließlich geplanter und ungeplanter
Dosisreduzierungen/Unterbrechungen. Bei 3 von 13 mit Apherese behandelten Patienten wurde die
Apherese in Woche 26 abgesetzt und bei 3 Patienten die Häufigkeit unter Aufrechterhaltung niedriger
LDL-C-Spiegel bis einschließlich Woche 78 gesenkt. Der klinische Nutzen der Senkungen dervorbestehenden lipidsenkenden Therapien, einschließlich Apherese, ist nicht gesichert.
Von den 23 Patienten, die Woche 78 abschlossen, wiesen 19 (83 %) LDL-C-Senkungen von ≥ 25 %auf, wobei zu diesem Zeitpunkt 8 (35 %) LDL-C-Spiegel von < 100 mg/dl hatten und 1 einen
LDL-C-Spiegel von < 70 mg/dl hatte.
In dieser Studie zeigten 10 Patienten Erhöhungen der AST- und/oder ALT-Werte von > 3 x ULN(siehe Tabelle 6).
Tabelle 6: Höchste Ergebnisse der Leberfunktionstests nach der ersten Dosis(Hauptwirksamkeitsstudie UP1002/AEGR-733-005)
Parameter/Anomalie N (%)
ALT
Anzahl der Patienten mit Beurteilungen 29> 3 bis ≤ 5 x ULN 6 (20,7)> 5 bis ≤ 10 x ULN 3 (10,3)> 10 bis ≤ 20 x ULN 1 (3,4)> 20 x ULN 0
AST
Anzahl der Patienten mit Beurteilungen 29> 3 bis ≤ 5 x ULN 5 (17,2)> 5 bis ≤ 10 x ULN 1 (3,4)> 10 bis ≤ 20 x ULN 0> 20 x ULN 0
Erhöhungen der ALT- und/oder AST-Werte von > 5 x ULN wurden mit einer Dosisreduktion odereinem vorübergehenden Absetzen von Lomitapid behandelt. Alle Patienten konnten die Behandlungmit dem Prüfpräparat fortsetzen. Es wurden keine klinisch bedeutenden Erhöhungen beim
Gesamtbilirubin oder der alkalischen Phosphatase beobachtet. Der Fettgehalt der Leber wurde beiallen geeigneten Patienten während der klinischen Studie prospektiv mithilfe von
Kernspinresonanzspektroskopie gemessen (Tabelle 7). Daten von Einzelpersonen, bei denen nach
Beenden der Behandlung mit Lomitapid wiederholte Messungen durchgeführt wurden, zeigen, dassdie Fettanhäufung in der Leber reversibel ist. Es ist jedoch nicht bekannt, ob histologische
Folgeschäden zurückbleiben.
Tabelle 7: Maximale kategorische Veränderungen des prozentualen Leberfettgehaltes(Hauptwirksamkeitsstudie UP1002/AEGR-733-005)
Maximaler absoluter Wirksamkeitsphase Sicherheitsphase Gesamte
Anstieg des Wochen 0-26 Wochen 26-78 Studieprozentualen Anteils N (%) N (%) Wochen 0-78des Leberfetts N (%)
Anzahl derbewertbaren Patienten 22 22 23≤ 5 % 9 (41) 6 (27) 5 (22)> 5 % bis ≤ 10 % 6 (27) 8 (36) 8 (35)> 10 % bis ≤ 15 % 4 (18) 3 (14) 4 (17)> 15 % bis ≤ 20 % 1 (5) 4 (18) 3 (13)> 20 % bis ≤ 25 % 1 (5) 0 1 (4)> 25 % 1 (5) 1 (5) 2 (9)
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Lojuxta eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in HoFHgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Dieses Arzneimittel wurde unter 'Außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen. Das bedeutet, dass esaufgrund der Seltenheit der Erkrankung nicht möglich war vollständige Informationen zu diesem
Arzneimittel zu erhalten.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird alle neuen Informationen, die verfügbar werden, jährlichbewerten, und falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittelsaktualisiert werden.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionDie absolute orale Bioverfügbarkeit von Lomitapid beträgt 7 %. Die Resorption ist nicht durch die
Passage des Wirkstoffs durch die Darmschranke begrenzt, wird aber vorherrschend von einemausgeprägten First-Pass-Effekt beeinflusst. Die Spitzen-Plasmakonzentrationen von Lomitapid wurden4-8 Stunden nach oraler Dosis erzielt. Die Pharmakokinetik von Lomitapid ist bei oralen Einzeldosenim therapeutischen Bereich in etwa dosisproportional. Dosen von mehr als 60 mg weisen auf eine
Tendenz in Richtung Nichtlinearität hin und werden nicht empfohlen.
Nach mehrfachen Dosen stiegen die Cmax- und AUC-Werte in etwa proportional zur Lomitapid-Dosisan. Erhöhte Cmax- und AUC-Werte zeigten sich sowohl nach einer fettreichen Mahlzeit (77 % bzw.58 %) als auch nach einer fettarmen Mahlzeit (70 % bzw. 28 %). Die Akkumulation von Lomitapid im
Plasma stimmte mit den Voraussagen für die Akkumulation nach einer Einzeldosis nach einmaltäglich gegebenen Dosen von mehr als 25 mg über bis zu 4 Wochen überein. Die interindividuelle
Variabilität bei der AUC von Lomitapid betrug etwa 50 %.
Im Steady-State betrug die Akkumulation von Lomitapid 2,7 bei 25 mg und 3,9 bei 50 mg.
VerteilungNach intravenöser Verabreichung war das Verteilungsvolumen von Lomitapid trotz hochgradiger(> 99,8 %) Bindung an das Plasmaprotein hoch (Mittel = 1 200 Liter). In tierexperimentellen Studienwar Lomitapid in der Leber hoch konzentriert (200-fach).
BiotransformationLomitapid wird weitgehend metabolisiert, vorwiegend durch CYP3A4. Die CYP-Isoformen 2E1, 1A2,2B6, 2C8 und 2C19 sind in einem geringeren Ausmaß beteiligt. Die Isoformen 2D6 und 2C9 sindnicht am Metabolismus von Lomitapid beteiligt.
EliminationNach Gabe einer radioaktiv markierten Dosis einer oralen Lösung an gesunde Probanden wurden 93 %der angewendeten Dosis im Urin und in den Faeces gefunden. Etwa 33 % der Radioaktivität wurdenals Metaboliten über den Urin ausgeschieden. Der Rest wurde über die Faeces ausgeschieden,überwiegend als oxidierte Metaboliten. Die Eliminationshalbwertszeit von Lomitapid betrug etwa29 Stunden.
Besondere PatientengruppenDaten aus der zulassungsrelevanten klinischen Studie wurden hinsichtlich des Einflusses potenzieller
Kovariaten auf die Lomitapid-Exposition analysiert. Von den untersuchten Parametern (ethnische
Zugehörigkeit, Body-Mass-Index (BMI), Geschlecht, Gewicht, Alter) konnte nur der BMI alspotenzielle Kovariate klassifiziert werden.
Alter und GeschlechtAlter (18-64 Jahre) oder Geschlecht zeigten keinen klinisch relevanten Einfluss auf die
Pharmakokinetik von Lomitapid. Lomitapid wurde bei Patienten ab 65 Jahren nicht untersucht.
Ethnische ZugehörigkeitBei kaukasischen oder lateinamerikanischen Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich. Es liegenunzureichende Informationen vor, um zu bestimmen, ob Lojuxta bei anderen ethnischen
Zugehörigkeiten eine Dosisanpassung erfordert. Da das Arzneimittel allerdings schrittweiseentsprechend der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit des Patienten erhöht wird, wird keine
Dosisanpassung basierend auf der ethnischen Zugehörigkeit empfohlen.
NiereninsuffizienzIn der Population mit Niereninsuffizienz wurde Lomitapid nur bei Patienten mit terminaler
Niereninsuffizienz (end-stage renal disease, ESRD) untersucht. Eine pharmakokinetische Studie an
Patienten mit dialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz zeigte im Vergleich zu entsprechendengesunden Kontrollen einen Anstieg der mittleren Plasmakonzentration von Lomitapid um 36 %. Dieterminale Halbwertszeit von Lomitapid wurde nicht beeinflusst.
LeberinsuffizienzEs wurde eine unverblindete Studie mit Einzeldosen durchgeführt, um die Pharmakokinetik von 60 mg
Lomitapid bei gesunden Probanden mit normaler Leberfunktion im Vergleich zu Patienten mit leichter(Child-Pugh A) und mittelschwerer (Child-Pugh B) Beeinträchtigung der Leber zu bewerten. Im
Vergleich zu gesunden Probanden waren die AUC- und Cmax-Werte von Lomitapid bei Patienten mitmittelschwerer Beeinträchtigung der Leber um 164 % bzw. 361 % erhöht. Bei Patienten mit leichter
Beeinträchtigung der Leber waren die AUC- und Cmax-Werte von Lomitapid im Vergleich zugesunden Probanden um 47 % bzw. 4 % erhöht. Lojuxta wurde bei Patienten mit schwerer
Beeinträchtigung der Leber (Child-Pugh-Score 10-15) nicht untersucht.
Kinder und JugendlicheLomitapid wurde bei Kindern unter 18 Jahren nicht untersucht.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
In Studien zur Toxizität nach wiederholter oraler Gabe an Nagetieren und Hunden waren diewirkstoffbedingten Hauptbefunde eine Lipidakkumulation im Dünndarm und/oder in der Leber im
Zusammenhang mit Senkungen der Cholesterin- und/oder Triglyzeridspiegel im Serum. Diese
Veränderungen sind eine Folge des Wirkmechanismus von Lomitapid. Veränderungen in Bezug aufdie Leber in Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe bei Ratten und Hunden umfassten erhöhte
Aminotransferasen im Serum, subakute Entzündungen (nur Ratten) und Einzelzellnekrosen. In einer1-Jahres-Studie mit wiederholter Gabe an Hunden zeigten sich keine mikroskopischen Veränderungenin der Leber, obwohl die AST-Werte im Serum bei weiblichen Tieren minimal erhöht waren.
Bei Nagetieren wurden pulmonale Histiozytosen beobachtet. Bei Hunden wurden erniedrigte
Erythrozytenparameter sowie Poikilozytosen und/oder Anisozytosen beobachtet. Eine testikuläre
Toxizität wurde bei Hunden in einer 6-Monats-Studie bei Dosen, die dem 205-Fachen dermenschlichen Exposition (AUC) bei 60 mg entsprachen, beobachtet. In einer 1-Jahres-Studie an
Hunden wurden bei Dosen, die dem 64-Fachen der menschlichen Exposition bei 60 mg entsprachen,keine schädlichen Wirkungen auf die Hoden beobachtet.
In einer Studie zur Kanzerogenität mit Gabe im Futter an Mäusen wurde Lomitapid bis zu104 Wochen in Dosen zwischen 0,3 bis 45 mg/kg/Tag gegeben. Es bestanden statistisch signifikante
Anstiege der Inzidenz von Leberadenomen und Karzinomen bei Dosen ≥ 1,5 mg/kg/Tag beimännlichen Tieren (≥ 2-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mg basierend auf der AUC) und≥ 7,5 mg/kg/Tag bei weiblichen Tieren (≥ 9-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mg basierendauf der AUC). Die Inzidenz von Dünndarmkarzinomen und/oder Adenomen und Karzinomen in
Kombination (seltene Tumore bei Mäusen) war bei Dosen ≥ 15 mg/kg/Tag bei männlichen Tieren(≥ 26-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mg täglich basierend auf der AUC) und bei Dosenvon 15 mg/kg/Tag bei weiblichen Tieren (≥ 22-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mgbasierend auf der AUC) signifikant erhöht.
In einer oralen Kanzerogenitätsstudie an Ratten wurde Lomitapid bis zu 99 Wochen männlichen Tieren in
Dosen von bis zu 7,5 mg/kg/Tag und weiblichen Tieren in Dosen von bis zu 2,0 mg/kg/Tag gegeben.
Fokale Leberfibrosen wurden bei männlichen und weiblichen Tieren beobachtet. Zystische Degenerationender Leber wurden nur bei männlichen Tieren beobachtet. Bei männlichen Tieren unter hohen Dosen wurdebei einer Exposition, die basierend auf der AUC dem 6-Fachen der menschlichen Exposition bei 60 mgentspricht, eine erhöhte Inzidenz von Azinuszelladenomen des Pankreas beobachtet.
Lomitapid erwies sich in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-Studien weder als mutagen nochgenotoxisch.
Lomitapid hatte bei weiblichen Ratten in Dosen von bis zu 1 mg/kg und bei männlichen Ratten in
Dosen von bis zu 5 mg/kg keine Wirkung auf die Fortpflanzungsfähigkeit. Man schätzt, dass diesystemische Exposition gegenüber Lomitapid bei diesen Dosen dem 4-Fachen (weibliche Tiere) bzw.5-Fachen (männliche Tiere) der menschlichen Exposition bei 60 mg entspricht.
Lomitapid erwies sich als teratogen bei Ratten bei Abwesenheit maternaler Toxizität bei einer
Exposition (AUC), die schätzungsweise dem 2-Fachen der menschlichen Exposition bei 60 mgentspricht. Es gab keinen Beleg für eine embryofötale Toxizität in Kaninchen bei Dosen, die basierendauf der Körperoberfläche dem 3-Fachen der maximalen empfohlenen humantherapeutischen Dosis(maximum recommended human dose, MRHD) von 60 mg entsprechen. Eine embryofetale Toxizitätwurde bei Kaninchen bei Abwesenheit maternaler Toxizität mit Dosen beobachtet, die dem≥ 6,5-Fachen der MRHD entsprechen. Bei Frettchen war Lomitapid in Dosen, die dem < 1-Fachen der
MRHD entsprechen, sowohl maternal toxisch als auch teratogen.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Kapselinhalt:Vorverkleisterte Stärke (Mais)
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)
Mikrokristalline Cellulose
Lactose-Monohydrat
Hochdisperses Siliciumdioxid
Magnesiumstearat (Ph.Eur.)
Kapselhülle:Lojuxta 5 mg, 10 mg Hartkapseln
Gelatine
Titandioxid (E171)
Eisen(III)-oxid (E172)
Lojuxta 20 mg Hartkapseln
Gelatine
Titandioxid (E171)
Lojuxta 30 mg Hartkapseln
Gelatine
Titandioxid (E171)
Eisen(III)-oxid (E172)
Eisen(III)-hydroxid-oxid × H2O (E172)
Lojuxta 40 mg, 60 mg Hartkapseln
Gelatine
Titandioxid (E171)
Eisen(III)-hydroxid-oxid × H2O (E172)
Druckfarbe:Schellack
Eisen(II,III)-oxid (E172)
Propylenglycol
6.2 Inkompatibilitäten
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Nicht über 30 °C lagern.
Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit einer Induktionsversiegelung aus
Polyester/Aluminiumfolie/Karton und einem Polypropylen-Schraubdeckel.
Die Packungsgrößen sind:28 Kapseln
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Keine besonderen Anforderungen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Chiesi Farmaceutici S.p.A.
Via Palermo 26/A43122 Parma
Italien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/13/851/001 - Lojuxta 5 mg Hartkapseln
EU/1/13/851/002 - Lojuxta 10 mg Hartkapseln
EU/1/13/851/003 - Lojuxta 20 mg Hartkapseln
EU/1/13/851/004 - Lojuxta 30 mg Hartkapseln
EU/1/13/851/005 - Lojuxta 40 mg Hartkapseln
EU/1/13/851/006 - Lojuxta 60 mg Hartkapseln
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Juli 2013
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 26. Mai 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.