LOJUXTA 20mg kapseln merkblatt medikamente

C10AX12 Lomitapid • KARDIOVASKULÄRES SYSTEM | MITTEL, DIE DEN LIPIDSTOFFWECHSEL BEEINFLUSSEN, REIN | Andere Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen

Lomitapid ist ein Medikament, das zur Senkung des LDL-Cholesterins (schlechtes Cholesterin) bei Patienten mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie, einer seltenen genetischen Erkrankung, eingesetzt wird. Es wirkt, indem es ein Protein hemmt, das am Lipidtransport beteiligt ist, und so die Cholesterinproduktion in der Leber reduziert.

Das Medikament wird in Kapselform eingenommen und in der Regel zusammen mit einer fettarmen Diät und anderen cholesterinsenkenden Behandlungen verschrieben. Die Behandlung erfordert eine regelmäßige Überwachung, um die Wirksamkeit zu beurteilen und Nebenwirkungen zu vermeiden.

Zu den Nebenwirkungen können Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen und erhöhte Leberenzyme gehören. Es ist wichtig, dass Patienten den Alkoholkonsum vermeiden und die Empfehlungen ihres Arztes genau befolgen.

Schwangere oder stillende Frauen sollten Lomitapid nicht verwenden, und Patienten müssen ihren Arzt über andere Medikamente informieren, die sie einnehmen, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Allgemeine Daten zu LOJUXTA 20mg

Substanz: Lomitapid

Datum der letzten Medikamentenliste: 01-10-2019

Handelsgesetzbuch: W66219001

Konzentration: 20mg

Pharmazeutisches Formblatt: kapseln

Quantität: 28

Produktart: original

Rezeptbeschränkungen: P-RF - Arzneimittelrezept, das in der Apotheke aufbewahrt wird (nicht verlängerbar).

Marketing autorisation

Zulassungshersteller: CATALENT PHARMA SOLUTION - MAREA BRITANIE

Zulassungsinhaber: AMRYT PHARMACEUTICALS DAC - IRLANDA

Zulassungsnummer: 851/2013/03

Haltbarkeit: 2 Jahre

Verfügbare Konzentrationen für Lomitapid

10mg, 20mg, 5mg

Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels LOJUXTA 20mg kapseln

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Lojuxta 5 mg Hartkapseln

Lojuxta 10 mg Hartkapseln

Lojuxta 20 mg Hartkapseln

Lojuxta 30 mg Hartkapseln

Lojuxta 40 mg Hartkapseln

Lojuxta 60 mg Hartkapseln

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Lojuxta 5 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 5 mg Lomitapid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 70,12 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).

Lojuxta 10 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 10 mg Lomitapid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 140,23 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).

Lojuxta 20 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 20 mg Lomitapid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 129,89 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).

Lojuxta 30 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 30 mg Lomitapid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 194,84 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).

Lojuxta 40 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 40 mg Lomitapid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 259,79 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).

Lojuxta 60 mg Hartkapseln

Jede Hartkapsel enthält Lomitapidmesilat entsprechend 60 mg Lomitapid.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Jede Hartkapsel enthält 389,68 mg Lactose (als Monohydrat) (siehe Abschnitt 4.4).

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel.

Lojuxta 5 mg Hartkapseln

Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 19,4 mm, mit orangefarbenem

Oberteil/orangefarbenem Unterteil, mit dem Aufdruck '5 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem

Oberteil in schwarzer Tinte.

Lojuxta 10 mg Hartkapseln

Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 19,4 mm, mit orangefarbenem

Oberteil/weißem Unterteil, mit dem Aufdruck '10 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem

Oberteil in schwarzer Tinte.

Lojuxta 20 mg Hartkapseln

Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 19,4 mm, mit weißem

Oberteil/weißem Unterteil, mit dem Aufdruck '20 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem

Oberteil in schwarzer Tinte.

Lojuxta 30 mg Hartkapseln

Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 21,6 mm, mit orangefarbenem

Oberteil/ gelbem Unterteil, mit dem Aufdruck '30 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem

Oberteil in schwarzer Tinte.

Lojuxta 40 mg Hartkapseln

Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 23,4 mm, mit gelbem

Oberteil/weißem Unterteil, mit dem Aufdruck '40 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem

Oberteil in schwarzer Tinte.

Lojuxta 60 mg Hartkapseln

Bei der Kapsel handelt es sich um eine Hartkapsel mit einer Länge von 23,4 mm, mit gelbem

Oberteil/gelbem Unterteil, mit dem Aufdruck '60 mg“ auf dem Unterteil und 'A733“ auf dem

Oberteil in schwarzer Tinte.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Lojuxta ist begleitend zu einer fettarmen Diät und anderen lipidsenkenden Arzneimitteln mit oderohne Low-Density-Lipoprotein-Apherese (LDL-Apherese) bei erwachsenen Patienten mithomozygoter familiärer Hypercholesterinämie (HoFH) angezeigt.

Die Diagnose HoFH sollte, wenn möglich, genetisch bestätigt werden. Andere Formen primärer

Hyperlipoproteinämien sowie sekundäre Ursachen von Hypercholesterinämien (z. B. nephrotisches

Syndrom oder Hypothyreose) müssen ausgeschlossen werden.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Die Behandlung mit Lojuxta sollte von einem in der Behandlung von Lipidstörungen erfahrenen Arzteingeleitet und überwacht werden.

Dosierung

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 5 mg einmal täglich. Nach 2 Wochen kann die Dosisentsprechend dem LDL-C-Ansprechen bei einer akzeptablen Sicherheit und Verträglichkeit auf 10 mgund danach in Mindestabständen von 4 Wochen auf 20 mg, 40 mg und die empfohlene Höchstdosisvon 60 mg erhöht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Die Dosis sollte schrittweise erhöht werden, um die Inzidenz und Schwere gastrointestinaler

Nebenwirkungen und erhöhter Aminotransferasen zu minimieren.

Das Auftreten und die Schwere gastrointestinaler Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der

Anwendung von Lojuxta werden durch die Einhaltung einer fettarmen Diät reduziert. Die Patientensollten vor Beginn der Behandlung eine Diät beginnen, bei der weniger als 20 % der Energie aus Fettstammen, und diese Diät während der Behandlung fortsetzen. Es sollte eine Diätberatung stattfinden.

Die Patienten sollten den Konsum von Grapefruitsaft und Alkohol vermeiden (siehe Abschnitte 4.4und 4.5).

Bei Patienten mit einer stabilen Erhaltungsdosis von Lojuxta, die Atorvastatin erhalten, sollteentweder:

* ein zeitlicher Abstand von 12 Stunden zwischen den Arzneimitteldosen eingehalten werden

ODER

* die Dosis von Lojuxta halbiert werden. Patienten mit einer Dosis von 5 mg sollten bei 5 mgbleiben.

Eine vorsichtige Titrierung kann danach gemäß dem LDL-C-Ansprechen und der

Sicherheit/Verträglichkeit in Erwägung gezogen werden. Nach dem Absetzen von Atorvastatin solltedie Dosis von Lojuxta gemäß dem LDL-C-Ansprechen und der Sicherheit/Verträglichkeit auftitriertwerden.

Bei Patienten mit einer stabilen Erhaltungsdosis von Lojuxta, die einen anderen schwachen

Cytochroms P450 (CYP3A4)-Hemmer erhalten, ist ein zeitlicher Abstand von 12 Stunden zwischenden Arzneimitteldosen (von Lojuxta und dem schwachen CYP3A4-Hemmer) einzuhalten. Zusätzliche

Vorsicht ist geboten, wenn mehr als ein schwacher CYP3A4-Hemmer zusammen mit Lojuxta gegebenwird. Es sollte in Erwägung gezogen werden, die Höchstdosis von Lojuxta gemäß dem gewünschten

LDL-C-Ansprechen zu begrenzen.

Basierend auf Beobachtungen erniedrigter essentieller Fettsäure- und Vitamin-E-Spiegel in klinischen

Studien sollten die Patienten während der gesamten Behandlung mit Lojuxta (siehe Abschnitt 4.4)täglich Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, die 400 IE Vitamin E, etwa 200 mg Linolsäure, 110 mg

Eicosapentaensäure (EPA), 210 mg Alpha-Linolensäure (ALA) und 80 mg Docosahexaensäure(DHA) pro Tag enthalten.

Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten

Es liegen begrenzte Erfahrungen mit Lomitapid bei Patienten über 65 Jahren vor. Daher ist bei diesen

Patienten besondere Vorsicht geboten.

Da das empfohlene Dosierungsschema beinhaltet, mit der niedrigsten Dosis zu beginnen und die Dosisvorsichtig gemäß der individuellen Verträglichkeit des Patienten zu erhöhen, wird keine

Dosisanpassung bei älteren Patienten empfohlen.

Eingeschränkte Leberfunktion

Lomitapid ist bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Beeinträchtigung der Leber,einschließlich Patienten mit ungeklärten fortbestehenden anomalen Leberfunktionswerten,kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Patienten mit leichter Beeinträchtigung der Leber (Child-Pugh A) sollten eine Dosis von 40 mg pro

Tag nicht überschreiten.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit dialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz sollte eine Dosis von 40 mg pro Tagnicht überschritten werden (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lomitapid bei Kindern im Alter von < 18 Jahren ist nichterwiesen; daher wird die Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern nicht empfohlen. Es liegenkeine Daten vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Einnahme zusammen mit Nahrung kann die Exposition gegenüber Lomitapid erhöhen. Die

Einnahme sollte auf nüchternen Magen erfolgen, mindestens 2 Stunden nach der Abendmahlzeit, da der

Fettgehalt einer kürzlich eingenommenen Mahlzeit die gastrointestinale Verträglichkeit beeinträchtigenkann (siehe Abschnitt 4.4).

4.3 Kontraindikationen

* Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile.

* Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Beeinträchtigung der Leber sowie Patienten mitungeklärten fortbestehenden anomalen Leberfunktionswerten (siehe Abschnitt 4.2).

* Patienten mit bekannter signifikanter oder chronischer Darmerkrankung wie einer entzündlichen

Darmerkrankung oder Malabsorption.

* gleichzeitige Anwendung von > 40 mg Simvastatin (siehe Abschnitt 4.5).

* gleichzeitige Anwendung von Lojuxta zusammen mit starken oder mittelstarken

CYP3A4-Hemmern (z. B. Azol-Antimykotika wie Itraconazol, Fluconazol, Ketoconazol,

Voriconazol oder Posaconazol; Makrolidantibiotika wie Erythromycin oder Clarithromycin;

Antibiotika aus der Gruppe der Ketolide wie Telithromycin; HIV-Protease-Hemmer; die

Kalziumkanalblocker Diltiazem und Verapamil sowie das Antiarrhythmikum Dronedaron [siehe

Abschnitt 4.5]).

* Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Leberenzymanomalien

Lomitapid kann zu Erhöhungen der Leberenzyme Alaninaminotransferase [ALT] und der

Aspartataminotransferase [AST] sowie zu Steatosis hepatis führen (siehe Abschnitt 5.1). Es tratenkeine klinisch bedeutsamen Erhöhungen des Serum-Bilirubins, der International Normalised Ratio(INR) oder der alkalischen Phosphatase als Begleiterscheinung, noch im Nachhinein auf. Inwieweiteine Lomitapid-assoziierte Steatosis hepatis die Erhöhungen der Aminotransferasen fördert, istunbekannt. Veränderungen der Leberenzymwerte können jederzeit während der Behandlung auftreten,treten allerdings meistens während der Dosiseskalation auf.

Obwohl keine Fälle von hepatischer Dysfunktion (erhöhte Aminotransferasen zusammen mit einem

Anstieg der Bilirubinwerte oder der INR) oder Leberversagen berichtet wurden, bestehen Bedenken,dass Lomitapid eine Steatohepatitis induzieren könnte, die im Verlauf mehrerer Jahre zu einer

Leberzirrhose fortschreiten könnte. Es ist aufgrund der Größe und Dauer der klinischen Studien zur

Unterstützung der Sicherheit und Wirksamkeit von Lomitapid bei HoFH unwahrscheinlich, dass mandieses unerwünschte Ergebnis in diesen Studien festgestellt hätte.

Überwachung der Leberfunktionswerte

Vor Beginn der Behandlung mit Lojuxta sollten die Werte für ALT, AST, alkalische Phosphatase,

Gesamtbilirubin, Gamma-Glutamyltransferase (Gamma-GT) und Serumalbumin gemessen werden.

Das Arzneimittel ist bei Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Beeinträchtigung der Leber und

Patienten mit ungeklärten fortbestehenden anomalen Leberfunktionswerten kontraindiziert. Wenn die

Ausgangsleberwerte Anomalien zeigen, sollte in Erwägung gezogen werden, die Behandlung mit dem

Arzneimittel erst einzuleiten, nachdem eine angemessene Untersuchung durch einen Hepatologendurchgeführt wurde und die abnormalen Ausgangswerte geklärt wurden oder sich zurückgebildethaben.

Während des ersten Jahres sollten vor jeder Dosiserhöhung oder monatlich, je nachdem, was zuersteintritt, Leberuntersuchungen durchgeführt werden (mindestens ALT und AST). Nach dem ersten Jahrsollten diese Untersuchungen mindestens alle 3 Monate und vor jeder Dosiserhöhung durchgeführtwerden. Die Dosis von Lojuxta sollte gesenkt werden, wenn erhöhte Aminotransferasen festgestelltwerden, und die Behandlung sollte bei persistierenden oder klinisch signifikanten Erhöhungenabgebrochen werden (siehe Tabelle 1).

Dosisänderung auf Grundlage erhöhter hepatischer Aminotransferasen

Tabelle 1 fasst die Empfehlungen für Dosisanpassungen und die Überwachung bei Patientenzusammen, die während der Therapie mit Lojuxta erhöhte Aminotransferasen entwickeln.

Tabelle 1: Dosisanpassung und Überwachung bei Patienten mit erhöhten

Aminotransferasen

ALT oder AST Empfehlungen zu Behandlung und Überwachung*≥ 3x und < 5x oberer * Die Erhöhung sollte mit einer erneuten Messung innerhalb einer

Normwert (Upper Woche bestätigt werden.

Limit of Normal; * Bei Bestätigung sollte die Dosis gesenkt und zusätzliche

ULN) Leberuntersuchungen durchgeführt werden, wenn diese nicht bereitsstattgefunden haben (wie alkalische Phosphatase, Gesamtbilirubinund INR).

* Die Untersuchungen sollten wöchentlich wiederholt und die

Behandlung unterbrochen werden, wenn Zeichen einer anomalen

Leberfunktion auftreten (Anstiege der Bilirubinwerte oder der INR),die Aminotransferasespiegel auf über 5x ULN ansteigen oder die

Aminotransferasespiegel innerhalb von etwa 4 Wochen nicht aufunter 3x ULN fallen. Patienten mit persistierenden Erhöhungen der

Aminotransferasewerte von > 3x ULN sollten zur weiteren

Untersuchung an einen Hepatologen überwiesen werden.

* Bei Wiederaufnahme der Behandlung mit Lojuxta nach Rückbildungder Aminotransferasespiegel auf < 3x ULN sollte eine

Dosisreduzierung in Erwägung gezogen und häufiger

Leberuntersuchungen durchgeführt werden.

ALT oder AST Empfehlungen zu Behandlung und Überwachung*≥ 5x ULN * Die Behandlung sollte unterbrochen und zusätzliche

Leberuntersuchungen durchgeführt werden, wenn diese nicht bereitsstattgefunden haben (wie alkalische Phosphatase, Gesamtbilirubinund INR). Wenn die Aminotransferasespiegel innerhalb von etwa4 Wochen nicht auf unter 3x ULN fallen, sollte der Patient zurweiteren Untersuchung an einen Hepatologen überwiesen werden.

* Bei Wiederaufnahme der Behandlung mit Lojuxta nach Rückbildungder Aminotransferasespiegel auf < 3x ULN sollte die Dosis gesenktund häufiger Leberuntersuchungen durchgeführt werden.

*Empfehlungen basierend auf einem oberen Normwert von etwa 30-40 internationalen Einheiten/l.

Wenn die Erhöhungen der Aminotransferasen mit klinischen Symptomen einer Leberschädigung (wie

Übelkeit, Erbrechen, Abdominalschmerzen, Fieber, Gelbsucht, Lethargie, grippeartige Symptome),

Anstieg der Bilirubinwerte auf ≥ 2x ULN oder einer aktiven Lebererkrankung einhergehen, sollte die

Behandlung mit Lojuxta abgebrochen und der Patient zur weiteren Untersuchung an einen

Hepatologen überwiesen werden.

Eine erneute Einleitung der Therapie kann in Erwägung gezogen werden, wenn angenommen wird,dass der Nutzen gegenüber den Risiken, die mit einer potenziellen Lebererkrankung assoziiert sind,überwiegt.

Steatosis hepatis und das Risiko einer progressiven Lebererkrankung

In Einklang mit dem Wirkmechanismus von Lomitapid zeigten die meisten behandelten Patienten

Anstiege des Fettgehalts der Leber. In einer unverblindeten Phase-III-Studie entwickelten 18 von23 Patienten mit HoFH eine Steatosis hepatis (Fettgehalt der Leber > 5,56 %), was anhand von

Kernspinresonanzspektroskopie gemessen wurde (siehe Abschnitt 5.1). Der mediane absolute Anstiegdes Leberfettgehalts betrug, gemessen anhand von Kernspinresonanzspektroskopie, 6 % nach sowohl26 als auch 78 Behandlungswochen, ausgehend von einem Ausgangswert von 1 %. Steatosis hepatisist ein Risikofaktor für eine progressive Lebererkrankung, einschließlich Steatohepatitis und

Leberzirrhose. Die Langzeitfolgen einer Steatosis hepatis im Zusammenhang mit der Behandlung mit

Lomitapid sind unbekannt. Klinische Daten deuten darauf hin, dass die Fettanreicherung der Lebernach Absetzen der Behandlung mit Lojuxta reversibel ist. Es ist jedoch nicht bekannt, ob histologische

Folgeschäden zurückbleiben, insbesondere nach Langzeitanwendung.

Überwachung in Hinblick auf Nachweise einer progressiven Lebererkrankung

Ein reguläres Screening zur Feststellung einer Steatohepatitis/Fibrose sollte unter Verwendung derfolgenden Bildgebungsverfahren und Biomarkermessungen vor Behandlungsbeginn sowie einmaljährlich durchgeführt werden:

* Bildgebungsverfahren zur Darstellung der Gewebeelastizität, z. B. Fibroscan, Acoustic

Radiation Force Impulse (ARFI) oder Magnetresonanz-Elastografie (MR-Elastografie)

* Gamma-GT und Serumalbumin zum Nachweis einer möglichen Leberschädigung

* mindestens ein Marker aus jeder der folgenden Kategorien:

* hochsensitives C-reaktives Protein (hs-CRP), Blutkörperchensenkungsrate (BKS),

Fragment des CK 18, NashTest (Leberentzündung)

* Enhanced Liver Fibrosis (ELF) Panel, Fibrometer, AST/ALT-Quotient, Fib-4-Score,

Fibrotest (Leberfibrose)

Die Durchführung und Interpretation dieser Tests sollten in Zusammenarbeit zwischen dembehandelnden Arzt und dem Hepatologen erfolgen. Bei Patienten mit Ergebnissen, die auf das

Vorliegen einer Steatohepatitis oder Fibrose hindeuten, sollte eine Leberbiopsie in Erwägung gezogenwerden.

Wenn ein Patient eine bioptisch nachgewiesene Steatohepatitis oder Fibrose aufweist, sollte das

Nutzen-Risiko-Verhältnis neu beurteilt und die Behandlung, falls erforderlich, abgebrochen werden.

Dehydratation

Nach Markteinführung wurde über Dehydratation und Hospitalisierung bei Patienten, die mit

Lomitapid behandelt wurden, berichtet. Patienten, die mit Lomitapid behandelt werden, sollten überdie potenzielle Gefahr der Dehydratation in Bezug auf gastrointestinale Nebenwirkungen und über

Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Flüssigkeitsmangel informiert werden.

Gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Hemmern

Lomitapid ist offenbar ein empfindliches CYP3A4-Substrat. CYP3A4-Hemmer erhöhen die

Lomitapid-Exposition, wobei starke Hemmer die Exposition um etwa das 27-Fache erhöhen. Diegleichzeitige Anwendung von mittelstarken oder starken CYP3A4-Hemmern zusammen mit Lojuxtaist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). In den klinischen Studien zu Lomitapid entwickelte ein

Patient mit HoFH innerhalb weniger Tage nach Beginn der Behandlung mit dem starken

CYP3A4-Hemmer Clarithromycin deutlich erhöhte Aminotransferasespiegel (ALT 24x ULN, AST13x ULN). Wenn die Behandlung mit mittelstarken oder starken CYP3A4-Hemmern nicht vermeidbarist, sollte die Einnahme von Lojuxta während dieser Behandlung unterbrochen werden.

Es ist zu erwarten, dass schwache CYP3A4-Hemmer die Lomitapid-Exposition erhöhen, wenn siegleichzeitig eingenommen werden. Bei der Anwendung zusammen mit Atorvastatin sollte die Dosisvon Lojuxta entweder in einem zeitlichen Abstand von 12 Stunden eingenommen werden oder um die

Hälfte reduziert werden (siehe Abschnitt 4.2). Die Dosis von Lojuxta sollte in einem zeitlichen

Abstand von 12 Stunden zu einem anderen schwachen CYP3A4-Hemmer gegeben werden.

Gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren

Bei Arzneimitteln, die CYP3A4 induzieren, kann davon ausgegangen werden, dass sie die Rate unddas Ausmaß der Metabolisierung von Lomitapid erhöhen. CYP3A4-Induktoren üben ihre Wirkung aufzeitabhängige Weise aus. Es kann mindestens 2 Wochen dauern, bis nach Beginn der Einnahme diemaximale Wirkung erreicht wird. Im Gegenzug kann es bei deren Absetzen mindestens 2 Wochendauern, bis die CYP3A4-Induktion abnimmt.

Man kann davon ausgehen, dass durch die gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren die

Wirkung von Lomitapid gesenkt wird. Jeglicher Einfluss auf die Wirksamkeit ist wahrscheinlichvariabel. Bei gleichzeitiger Anwendung von CYP3A4-Induktoren (d. h. Aminoglutethimid, Nafcillin,nicht nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren, Phenobarbital, Rifampicin, Carbamazepin,

Pioglitazon, Glukokortikoide, Modafinil und Phenytoin) zusammen mit Lojuxta sollte die Möglichkeiteiner Wechselwirkung, welche die Wirksamkeit beeinträchtigt, berücksichtigt werden. Die

Anwendung von Johanniskraut sollte während der Einnahme von Lojuxta vermieden werden.

Es wird empfohlen, während derartiger gleichzeitiger Anwendungen häufiger LDL-C-Beurteilungendurchzuführen und eine Erhöhung der Dosis von Lojuxta in Erwägung zu ziehen, um ein

Aufrechterhalten des gewünschten Wirksamkeitsniveaus sicherzustellen, wenn der CYP3A4-Induktorchronisch angewendet werden soll. Bei Absetzen eines CYP3A4-Induktors sollte die Möglichkeiteines Anstiegs der Exposition berücksichtigt werden, und unter Umständen ist eine Senkung der Dosisvon Lojuxta erforderlich.

Gleichzeitige Anwendung von HMG-CoA-Reduktasehemmern ('Statine“)

Lomitapid erhöht die Plasmakonzentration von Statinen. Patienten, die Lojuxta zusätzlich zu einem

Statin erhalten, sollten auf unerwünschte Ereignisse, die mit der Anwendung hoher Statin-Dosenassoziiert sind, überwacht werden. Statine führen gelegentlich zu Myopathie. In seltenen Fällenmanifestiert sich die Myopathie als Rhabdomyolyse mit oder ohne akutem Nierenversagen aufgrundvon Myoglobinurie und kann einen tödlichen Ausgang haben. Alle Patienten, die Lomitapid zusätzlichzu einem Statin erhalten, sollten über das potenziell erhöhte Risiko einer Myopathie aufgeklärt werdenund aufgefordert werden, ungeklärte Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche umgehendmitzuteilen. Simvastatin-Dosen von > 40 mg sollten nicht zusammen mit Lojuxta gegeben werden(siehe Abschnitt 4.3).

Grapefruitsaft

Grapefruitsaft muss während der Behandlung mit Lojuxta bei der Diät gemieden werden.

Risiko supratherapeutischer oder subtherapeutischer Antikoagulation mit Antikoagulanzien vom

Cumarin-Typ

Lomitapid erhöht die Plasmakonzentration von Warfarin. Erhöhungen der Dosis von Lojuxta könnenzu einer supratherapeutischen Antikoagulation und Senkungen der Dosis zu einer subtherapeutischen

Antikoagulation führen. Schwierigkeiten, die INR zu kontrollieren, führten bei einem von 5 Patienten,die gleichzeitig Warfarin einnahmen, zu einem frühzeitigen Austritt aus der Phase-III-Studie. Bei

Patienten, die Warfarin einnehmen, sollte der INR-Wert regelmäßig überwacht werden, insbesonderenach Änderungen der Dosierung von Lojuxta. Die Warfarin-Dosis sollte der klinischen Indikationentsprechend angepasst werden.

Alkoholkonsum

Alkohol kann die Fettspiegel in der Leber erhöhen und eine Leberschädigung verursachen oderverschlimmern. In der Phase-III-Studie berichteten 3 von 4 Patenten mit ALT-Erhöhungen von> 5x ULN über Alkoholkonsum, der die im Prüfplan empfohlenen Grenzen überschritt. Der Konsumvon Alkohol wird während der Behandlung mit Lomitapid nicht empfohlen.

Hepatotoxische Mittel

Vorsicht ist geboten, wenn Lojuxta mit anderen Arzneimitteln mit bekanntem hepatotoxischem

Potenzial, etwa Isotretinoin, Amiodaron, Acetaminophen (> 4 g/Tag über ≥ 3 Tage/Woche),

Methotrexat, Tetrazyklinen oder Tamoxifen, angewendet wird. Die Wirkung einer gleichzeitigen

Anwendung von Lomitapid zusammen mit anderen hepatotoxischen Arzneimitteln ist nicht bekannt.

Unter Umständen ist eine häufigere Überwachung der Leberwerte erforderlich.

Verringerte Resorption von fettlöslichen Vitaminen und Fettsäuren im Serum

Aufgrund seines Wirkmechanismus im Dünndarm kann Lomitapid die Resorption fettlöslicher

Nährstoffe senken. In der Phase-III-Studie erhielten die Patienten täglich Nahrungsergänzungsmittelmit Vitamin E, Linolsäure, ALA, EPA und DHA. In dieser Studie sanken die medianen

Baseline-Serumspiegel von Vitamin E, ALA, Linolsäure, EPA, DHA und Arachidonsäure bis zur

Woche 26 ab, hielten sich jedoch oberhalb der unteren Grenze des Referenzbereichs. Unerwünschteklinische Folgen dieser erniedrigten Spiegel waren bei einem bis zu 78 Wochen langen

Behandlungszeitraum mit Lomitapid nicht zu beobachten. Mit Lojuxta behandelte Patienten solltentäglich Nahrungsergänzungsmittel, die 400 internationale Einheiten Vitamin E und etwa 200 mg

Linolsäure, 210 mg ALA, 110 mg EPA und 80 mg DHA enthalten, einnehmen.

Maßnahmen zur Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter

Vor Beginn der Behandlung sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter eine angemessene Beratung zuwirksamen Methoden zur Empfängnisverhütung stattfinden und eine wirksame Empfängnisverhütungeingeleitet werden. Patientinnen, die östrogenbasierte orale Kontrazeptiva einnehmen, sollten über denmöglichen Verlust der Wirksamkeit durch Diarrhö und/oder Erbrechen aufgeklärt werden (siehe

Abschnitt 4.5). Östrogenhaltige orale Kontrazeptiva sind schwache CYP3A4-Hemmer (siehe

Abschnitt 4.2).

Die Patientinnen sollten angewiesen werden, bei einer Schwangerschaft unverzüglich ihren Arztaufzusuchen und die Einnahme von Lojuxta zu beenden (siehe Abschnitt 4.6.).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung
Lactose

Lojuxta enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem

Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu'natriumfrei“.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Lomitapid und sonstige Wechselwirkungen

Tabelle 2: Wechselwirkungen zwischen Lojuxta und anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen

Arzneimittel Wirkungen auf die Empfehlungen in Bezug auf die

Lomitapidspiegel gleichzeitige Anwendung zusammenmit Lojuxta

CYP3A4-Hemmer Starke und mittelstarke Hemmer Starke und mittelstarke Hemmer

Als Lomitapid 60 mg zusammen Die gleichzeitige Anwendung vonmit dem starken CYP3A4- starken oder mittelstarken CYP3A4-

Hemmer Ketoconazol 200 mg Hemmern und Lojuxta istzweimal täglich angewendet kontraindiziert. Wenn eine Behandlungwurde, erhöhte sich die AUC mit Azol-Antimykotika (wie Itraconazol,von Lomitapid um etwa das 27- Ketoconazol, Fluconazol, Voriconazol

Fache und die Cmax um etwa das oder Posaconazol), dem15-Fache. Antiarrhythmikum Dronedaron,

Wechselwirkungen zwischen Makrolidantibiotika (wie Erythromycinmittelstarken CYP3A4- oder Clarithromycin), Antibiotika aus

Hemmern und Lomitapid der Gruppe der Ketolide (wiewurden nicht untersucht. Telithromycin), HIV-Protease-Hemmernoder den Kalziumkanalblockern

Mittelstarke CYP3A4-Hemmer Diltiazem und Verapamil nichthaben voraussichtlich einen vermeidbar ist, sollte über die Dauerwesentlichen Einfluss auf die einer solchen Behandlung die

Pharmakokinetik von Lomitapid. Anwendung von Lojuxta unterbrochen

Ausgehend von den Ergebnissen werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).aus der Studie zu dem starken

CYP3A4-Hemmer Ketoconazol Grapefruitsaft ist ein mittelstarkerund den historischen Daten zu CYP3A4-Hemmer. Es ist zu erwarten,dem CYP3A4-Modellsubstrat dass er die Lomitapid-Exposition

Midazolam ist zu erwarten, dass wesentlich erhöht. Patienten, die Lojuxtadie gleichzeitige Anwendung einnehmen, sollten den Konsum vonmittelstarker CYP3A4-Hemmer Grapefruitsaft vermeiden.

zu einer 4- bis 10-fachen

Erhöhung der Lomitapid-

Exposition führt.

Arzneimittel Wirkungen auf die Empfehlungen in Bezug auf die

Lomitapidspiegel gleichzeitige Anwendung zusammenmit Lojuxta

Schwache Hemmer Schwache Hemmer

Es ist zu erwarten, dass Bei der Anwendung zusammen mitschwache CYP3A4-Hemmer die Atorvastatin sollte die Dosis von Lojuxta

Lomitapid-Exposition erhöhen, entweder in einem zeitlichen Abstandwenn sie gleichzeitig von 12 Stunden eingenommen werdeneingenommen werden. oder um die Hälfte reduziert werden

Bei der gleichzeitigen (siehe Abschnitt 4.2). Die Dosis von

Anwendung von Lomitapid Lojuxta sollte in einem zeitlichen20 mg zusammen mit Abstand von 12 Stunden zu einem

Atorvastatin, einem schwachen anderen gleichzeitig angewendeten

CYP3A4-Hemmer, erhöhten schwachen CYP3A4-Hemmersich Lomitapid AUC und C eingenommen werden. Beispielemaxum ungefähr das 2-Fache. schwacher CYP3A4-Hemmer sind:

Bei einem zeitlichen Abstand Alprazolam, Amiodaron, Amlodipin,von 12 Stunden zwischen der Atorvastatin, Azithromycin,

Einnahme der Dosis von Bicalutamid, Cilostazol, Cimetidin,

Lomitapid und Atorvastatin Ciclosporin, Clotrimazol, Fluoxetin,wurde keine klinisch bedeutsame Fluvoxamin, Fosaprepitant, Ginkgo,

Erhöhung der Lomitapid- Gelbwurzel, Isoniazid, Ivacaftor,

Exposition beobachtet. Lacidipin, Lapatinib, Linagliptin,

Nilotinib, östrogenhaltige orale

Bei der gleichzeitigen oder Kontrazeptiva, Pazopanib,12 Stunden versetzten Pfefferminzöl, Propiverin, Ranitidin,

Anwendung von Lomitapid Ranolazin, Roxithromycin, Pomeranzen,20 mg und Tacrolimus, Ticagrelor und Tolvaptan.

Ethinylestradiol/Norgestimat, Diese Liste erhebt keinen Anspruch aufeinem schwachen CYP3A4- Vollständigkeit. Verschreibende Ärzte

Hemmer, wurde keine klinisch sollten die Verschreibungsinformationenbedeutsame Erhöhung der der Arzneimittel, die gleichzeitig mit

Lomitapid-Exposition Lojuxta angewendet werden sollen, aufbeobachtet. potenzielle CYP3A4-vermittelte

Wechselwirkungen überprüfen.

Die Wirkung einer Anwendung vonmehr als einem schwachen CYP3A4-

Hemmer wurde nicht untersucht. Aber esist zu erwarten, dass die Wirkung auf die

Lomitapid-Exposition größer ist als beider gleichzeitigen Anwendung eineseinzelnen CYP3A4-Hemmers zusammenmit Lomitapid.

Zusätzliche Vorsicht ist geboten, wennmehr als ein schwacher CYP3A4-

Hemmer zusammen mit Lojuxta gegebenwird.

Arzneimittel Wirkungen auf die Empfehlungen in Bezug auf die

Lomitapidspiegel gleichzeitige Anwendung zusammenmit Lojuxta

CYP3A4-Induktoren Bei Arzneimitteln, die CYP3A4 Bei gleichzeitiger Anwendung voninduzieren, wird erwartet, dass CYP3A4-Induktoren (d. h.sie die Rate und das Ausmaß der Aminoglutethimid, Nafcillin, nicht

Metabolisierung von Lomitapid nukleosidische Reverse-Transkriptase-erhöhen. Folglich würde dies die Inhibitoren, Phenobarbital, Rifampicin,

Wirkung von Lomitapid senken. Carbamazepin, Pioglitazon,

Jeglicher Einfluss auf die Johanniskraut, Glukokortikoide,

Wirksamkeit ist wahrscheinlich Modafinil und Phenytoin) zusammen mitvariabel. Lojuxta sollte die Möglichkeit einer

Wechselwirkung, welche die

Wirksamkeit beeinträchtigt,berücksichtigt werden. Es wirdempfohlen, während derartigergleichzeitiger Anwendungen häufiger

LDL-C-Beurteilungen durchzuführenund eine Erhöhung der Dosis von

Lojuxta in Erwägung zu ziehen, um ein

Aufrechterhalten des gewünschten

Wirksamkeitsniveaus sicherzustellen,wenn der CYP3A4-Induktor chronischangewendet werden soll.

Gallensäurebinder Lomitapid wurde nicht auf Da Gallensäurebinder die Resorption

Wechselwirkungen mit oraler Arzneimittel beeinflussen können,

Gallensäurebindern (Harze wie sollten Gallensäurebinder mindestens

Colesevelam und Colestyramin) 4 Stunden vor oder mindestensuntersucht. 4 Stunden nach Lojuxta eingenommenwerden.

Wirkungen von Lomitapid auf andere Arzneimittel

HMG-CoA-Reduktase-Hemmer ('Statine“)

Lomitapid erhöht die Plasmakonzentration von Statinen. Wenn Lomitapid 60 mg im Steady-State vor

Simvastatin 40 mg angewendet wurde, erhöhten sich die AUC- und Cmax-Werte der Simvastatinsäureum 68 % bzw. 57 %. Wenn Lomitapid 60 mg im Steady-State vor Atorvastatin 20 mg angewendetwurde, erhöhten sich die AUC- und Cmax-Werte der Atorvastatinsäure um 52 % bzw. 63 %. Wenn

Lomitapid 60 mg im Steady-State vor Rosuvastatin 20 mg angewendet wurde, erhöhte sich die Tmaxvon Rosuvastatin von 1 auf 4 Stunden, die AUC erhöhte sich um 32 % und die Cmax blieb unverändert.

Das Risiko einer Myopathie im Zusammenhang mit Simvastatin ist dosisabhängig. Die Anwendungvon Lojuxta ist bei Patienten, die mit hohen Simvastatin-Dosen (> 40 mg) behandelt werden,kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ

Wenn Lomitapid 60 mg im Steady-State und 6 Tage nach Warfarin 10 mg angewendet wurde, erhöhtesich der INR-Wert um das 1,26-Fache. Die AUC-Werte von R(+)-Warfarin und S(-)-Warfarinerhöhten sich um 25 % bzw. 30 %. Die Cmax von R(+)-Warfarin und S(-)-Warfarin erhöhten sich um14 % bzw. 15 %. Bei Patienten die Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ (wie Warfarin) und Lojuxtagleichzeitig einnehmen, sollte vor Beginn der Behandlung mit Lojuxta der INR-Wert bestimmt undregelmäßig überwacht sowie die Dosierung der Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ wie klinischangezeigt angepasst werden (siehe Abschnitt 4.4).

Fenofibrat, Niacin und Ezetimib

Wenn Lomitapid im Steady-State vor mikronisiertem Fenofibrat 145 mg, Niacin mit verlängerter

Freisetzung 1 000 mg oder Ezetimib 10 mg angewendet wurde, wurden keine klinisch signifikanten

Wirkungen auf die Exposition dieser Arzneimittel beobachtet. Bei gleichzeitiger Anwendung mit

Lojuxta sind keine Dosisanpassungen erforderlich.

Orale Kontrazeptiva

Wenn Lomitapid 50 mg im Steady-State zusammen mit östrogenbasierten oralen Kontrazeptivaangewendet wurde, wurden keine klinisch bedeutenden oder statistisch signifikanten Wirkungen aufdie Pharmakokinetik der Bestandteile der oralen Kontrazeptiva (Ethinylestradiol und17-Deacetyl-Norgestimat, dem Metaboliten von Norgestimat) beobachtet. Es ist nicht zu erwarten,dass Lomitapid die Wirksamkeit östrogenbasierter oraler Kontrazeptiva direkt beeinflusst. Allerdingskönnen Diarrhö und/oder Erbrechen die Hormonresorption senken. In Fällen protrahierter oderschwerer Diarrhö und/oder Erbrechens über mehr als 2 Tage sollten nach Abklingen der Symptome7 Tage lang zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung angewendet werden.

P-gp-Substrate

Lomitapid hemmt P-gp in vitro und kann die Resorption von P-gp-Substraten erhöhen. Diegleichzeitige Anwendung von Lojuxta zusammen mit P-gp-Substraten (wie Aliskiren, Ambrisentan,

Colchicin, Dabigatranetexilat, Digoxin, Everolimus, Fexofenadin, Imatinib, Lapatinib, Maraviroc,

Nilotinib, Posaconazol, Ranolazin, Saxagliptin, Sirolimus, Sitagliptin, Talinolol, Tolvaptan oder

Topotecan) kann die Resorption der P-gp-Substrate erhöhen. Eine Senkung der Dosis des

P-gp-Substrats sollte bei gleichzeitiger Anwendung zusammen mit Lojuxta in Erwägung gezogenwerden.

In-vitro-Beurteilung von Wechselwirkungen

Lomitapid hemmt CYP3A4. Lomitapid induziert nicht die CYPs 1A2, 3A4 und 2B6 und hemmt auchnicht die CYPs 1A2, 2B6, 2C9, 2C19, 2D6 oder 2E1. Lomitapid ist kein P-gp-Substrat, hemmt jedoch

P-gp. Lomitapid hemmt nicht das Breast Cancer Resistance Protein (BCRP).

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter

Vor Beginn der Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter sollte das Nichtbestehen einer

Schwangerschaft bestätigt, eine angemessene Beratung zu wirksamen Methoden zur

Empfängnisverhütung durchgeführt und eine wirksame Empfängnisverhütung eingeleitet werden.

Patientinnen, die östrogenbasierte orale Kontrazeptiva einnehmen, sollten über den möglichen Verlustder Wirksamkeit durch Diarrhö und/oder Erbrechen aufgeklärt werden. Bis zum Abklingen der

Symptome sollten zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung angewendet werden (siehe

Abschnitt 4.5).

Schwangerschaft

Lojuxta ist während der Schwangerschaft kontraindiziert. Es liegen keine zuverlässigen Daten fürseine Anwendung bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Entwicklungstoxizitätaufgezeigt (Teratogenität, Embryotoxizität, siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den

Menschen ist nicht bekannt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Lomitapid in die Muttermilch ausgeschieden wird. Aufgrund des Potenzialsfür schädliche Wirkungen beruhend auf den Befunden aus tierexperimentellen Studien mit Lomitapid(siehe Abschnitt 5.3) muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob entweder das Stillen oderdie Einnahme des Arzneimittels zu unterbrechen ist, wobei die Wichtigkeit der Einnahme des

Arzneimittels für die Mutter berücksichtigt werden sollte.

Fertilität

Bei männlichen und weiblichen Ratten, denen Lomitapid in systemischen Expositionen (AUC)gegeben wurde, die nach Schätzungen 4- bis 5-fach höher als beim Menschen unter der maximalenempfohlenen humantherapeutischen Dosis sind, wurden keine schädlichen Wirkungen auf die

Fertilität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Maschinen

Lojuxta hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von

Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die schwersten Nebenwirkungen während der Behandlung waren Anomalien der

Leber-Aminotransferasen (siehe Abschnitt 4.4).

Die häufigsten Nebenwirkungen waren gastrointestinale Effekte. Gastrointestinale Nebenwirkungenwurden von 27 (93 %) der 29 Patienten in der klinischen Phase-III-Studie berichtet. Diarrhö trat bei79 % der Patienten auf, Übelkeit bei 65 %, Dyspepsie bei 38 % und Erbrechen bei 34 %. Sonstige

Reaktionen, die von mindestens 20 % der Patienten berichtet wurden, waren Abdominalschmerzen,abdominale Beschwerden, abdominelle Distension, Obstipation und Flatulenz. Gastrointestinale

Nebenwirkungen traten häufiger während der Phase der Dosiserhöhung in der Studie auf und gingenzurück, nachdem bei den Patienten die höchste vertragene Dosis von Lomitapid erreicht wurde.

Gastrointestinale Nebenwirkungen von hoher Intensität wurden von 6 (21 %) der 29 Patienten in derklinischen Phase-III-Studie berichtet, wobei Diarrhö (4 Patienten, 14 %), Erbrechen (3 Patienten,10 %) sowie Abdominalschmerzen, abdominelle Distension und/oder abdominale Beschwerden(2 Patienten, 7 %) am häufigsten waren. Gastrointestinale Reaktionen gehörten bei 4 (14 %) der

Patienten zu den Gründen für einen frühzeitigen Austritt aus der Studie.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen hoher Intensität waren Diarrhö (4 Probanden, 14 %),

Erbrechen (3 Patienten, 10 %) sowie abdominelle Distension und erhöhte ALT-Werte (jeweils2 Probanden, 7 %).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind im Folgenden gemäß Systemorganklasse (SOC) und nach Häufigkeitaufgeführt, wobei die häufigsten Nebenwirkungen zuerst aufgeführt sind. Die Häufigkeit der

Nebenwirkungen ist wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 10 000), nicht bekannt (Häufigkeitauf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

In Tabelle 3 sind alle Nebenwirkungen aufgelistet, die unter den 35 in der Phase-II-Studie UP1001und in der Phase-III-Studie UP1002/AEGR-733-005 oder in der Erweiterungsstudie AEGR-733-012behandelten Patienten berichtet wurden.

Tabelle 3: Häufigkeit von Nebenwirkung bei Patienten mit HoFH

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre Häufig Gastroenteritis

Erkrankungen

Stoffwechsel- und Sehr häufig Verminderter Appetit

Ernährungsstörungen Nicht bekannt Dehydratation

Erkrankungen des Nervensystems Häufig Schwindelgefühl

Kopfschmerz

Migräne

Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhö

Gastrointestinaltrakts Übelkeit

Erbrechen

Abdominale Beschwerden

Dyspepsie

Abdominale Schmerzen

Schmerzen im Oberbauch

Flatulenz

Abdominelle Distension

Obstipation

Häufig Gastritis

Tenesmus ani

Aerophagie

Stuhldrang

Aufstoßen

Häufige Darmentleerungen

Magenerweiterung

Erkrankung des Magens

Gastroösophageale Refluxerkrankung

Haemorrhoidalblutung

Regurgitation

Leber- und Gallenerkrankungen Häufig Steatosis hepatis

Lebertoxizität

Hepatomegalie

Erkrankungen der Haut und des Häufig Ekchymose

Unterhautzellgewebes Papeln

Erythematöser Hautausschlag

Xanthom

Nicht bekannnt Alopezie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Nicht bekannt Myalgieund Knochenerkrankungen

Allgemeine Erkrankungen und Häufig Ermüdung

Beschwerden am Anwendungsort

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung

Untersuchungen Sehr häufig Alaninaminotransferase erhöht

Aspartataminotransferase erhöht

Gewicht erniedrigt

Häufig International Normalised Ratio erhöht

Alkalische Phosphatase im Bluterhöht

Kalium im Blut erniedrigt

Carotin erniedrigt

International Normalised Ratioanomal

Leberfunktionstest anomal

Prothrombinzeit verlängert

Transaminasen erhöht

Vitamin E erniedrigt

Vitamin K erniedrigt

In Tabelle 4 sind alle Nebenwirkungen aufgelistet, die bei Probanden berichtet wurden, die in den

Phase-II-Studien an Probanden mit erhöhtem LDL-C (N = 462) Lomitapid als Monotherapie(N = 291) erhalten hatten.

Tabelle 4: Häufigkeit der Nebenwirkungen bei Patienten mit erhöhtem LDL-C

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung

Infektionen und parasitäre Gelegentlich Gastroenteritis

Erkrankungen Gastrointestinale Infektion

Grippe

Nasopharyngitis

Sinusitis

Erkrankungen des Blutes und des Gelegentlich Anämie

Lymphsystems

Stoffwechsel- und Häufig Verminderter Appetit

Ernährungsstörungen Gelegentlich Dehydratation

Appetitsteigerung

Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich Parästhesie

Somnolenz

Augenerkrankungen Gelegentlich Schwellung des Auges

Erkrankungen des Ohrs und des Gelegentlich Vertigo

Labyrinths

Erkrankungen der Atemwege, des Gelegentlich Läsion des Pharynx

Brustraums und Mediastinums Hustensyndrom der oberen

Atemwege

Systemorganklasse Häufigkeit Nebenwirkung

Erkrankungen des Sehr häufig Diarrhö

Gastrointestinaltrakts Übelkeit

Flatulenz

Häufig Schmerzen im Oberbauch

Abdominelle Distension

Abdominale Schmerzen

Erbrechen

Abdominale Beschwerden

Dyspepsie

Aufstoßen

Schmerzen im Unterbauch

Häufige Darmentleerungen

Gelegentlich Mundtrockenheit

Harter Stuhl

Gastroösophageale Refluxerkrankung

Abdominaler Druckschmerz

Epigastrische Beschwerden

Magenerweiterung

Hämatemesis

Blutung im unteren

Gastrointestinaltrakt

Refluxösophagitis

Leber- und Gallenerkrankungen Gelegentlich Hepatomegalie

Erkrankungen der Haut und des Gelegentlich Blasen

Unterhautzellgewebes Trockene Haut

Hyperhidrosis

Skelettmuskulatur, Bindegewebs- Häufig Muskelspasmenund Knochenerkrankungen Gelegentlich Arthralgie

Myalgie

Schmerzen in einer Extremität

Gelenkschwellung

Muskelzucken

Erkrankungen der Nieren und Gelegentlich Hämaturie

Harnwege

Allgemeine Erkrankungen und Häufig Ermüdung

Beschwerden am Anwendungsort Asthenie

Gelegentlich Brustschmerzen

Schüttelfrost

Frühzeitige Sättigung

Gangstörung

Unwohlsein

Fieber

Untersuchungen Häufig Alaninaminotransferase erhöht

Aspartataminotransferase erhöht

Leberenzym erhöht

Leberfunktionstest anomal

Neutrophilenzahl erniedrigt

Leukozytenzahl erniedrigt

Gelegentlich Gewicht erniedrigt

Bilirubin im Blut erhöht

Gamma-Glutamyltransferase erhöht

Neutrophilenprozentzahl erhöht

Proteinurie

Prothrombinzeit verlängert

Lungenfunktionswerte anomal

Leukozytenzahl erhöht

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Es gibt keine spezielle Therapie bei einer Überdosierung. Im Falle einer Überdosierung ist der Patientsymptomatisch zu behandeln, bei Bedarf sind unterstützende Maßnahmen einzuleiten. Die Leberwertesollten überwacht werden. Eine Hämodialyse ist wenig zielführend, da Lomitapid starkproteingebunden ist.

Bei Nagetieren wurden orale Einzeldosen von Lomitapid, die ≥ 600 Mal höher als die empfohlene

Höchstdosis beim Menschen (1 mg/kg) waren, gut vertragen. Die in klinischen Studien bei Probandenangewendete Höchstdosis betrug 200 mg als Einzeldosis. Es traten keine Nebenwirkungen auf.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, andere Mittel, dieden Lipidstoffwechsel beeinflussen. ATC-Code: C10AX12.

Wirkmechanismus

Lomitapid ist ein selektiver Hemmer des mikrosomalen Transfer-Proteins (MTP), ein intrazelluläres

Lipid-Transfer-Protein, das im Lumen des endoplasmatischen Retikulums vorkommt und für die

Bindung und den Transport einzelner Lipidmoleküle zwischen Membranen verantwortlich ist. MTPspielt eine wichtige Rolle bei der Zusammensetzung Apo-B-haltiger Lipoproteine in der Leber und im

Darm. Die Hemmung des MTP senkt die Sekretion von Lipoproteinen und die zirkulierenden

Konzentrationen von Lipiden, die von Lipoproteinen transportiert werden, einschließlich Cholesterinund Triglyzeriden.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

In einer einarmigen, unverblindeten Studie (UP1002/AEGR-733-005) wurden die Wirksamkeit und

Sicherheit von Lomitapid bei Anwendung zusammen mit einer fettarmen Diät und anderenlipidsenkenden Therapien bei Erwachsenen mit HoFH bewertet. Die Patienten wurden angewiesen, ab6 Wochen vor Beginn der Behandlung bis einschließlich mindestens Woche 26 eine fettarme Diät(< 20 % der Kalorien von Fett stammend) und ihre bei Eintritt in die Studie bestehendenlipidsenkenden Therapien, einschließlich ggf. Apherese, einzuhalten. Die Lomitapid-Dosis wurde von5 mg schrittweise auf eine individuell bestimmte höchste vertragene Dosis von bis zu 60 mg erhöht.

Nach Woche 26 führten die Patienten die Einnahme von Lomitapid zur Bestimmung der Wirkungen ineiner Langzeitbehandlung fort, durften jedoch die vorbestehenden lipidsenkenden Therapien ändern.

Die Studie umfasste insgesamt 78 Behandlungswochen.

29 Patienten wurden in die Studie aufgenommen, von denen 23 Woche 78 abschlossen. Es wurden16 Männer (55 %) und 13 Frauen (45 %) mit einem mittleren Alter von 30,7 Jahren (Bereich:18-55 Jahre) eingeschlossen. Die mittlere Lomitapid-Dosis betrug 45 mg in Woche 26 und 40 mg in

Woche 78. In Woche 26 betrug die mittlere prozentuale LDL-C-Veränderung im Vergleich zu den

LDL-C-Ausgangswerten in der Intent-to-Treat-Population (ITT-Population) 40 % (p< 0,001). Diemittlere prozentuale Veränderung ausgehend von der Baseline bis einschließlich Woche 26 anhand desletzten beobachteten Werts (LOCF) für jede Beurteilung ist in Abbildung 1 aufgeführt.

Abbildung 1: Mittlere prozentuale LDL-C-Veränderung ab Baseline in der

Hauptwirksamkeitsstudie UP1002/AEGR-733-005 bis einschließlich Woche 26(der primäre Endpunkt) anhand des LOCF für jede Beurteilung (N = 29)

- 10 -8

- 40 -38

- 39 -40

- 45 -43

Woche 0 Woche 2 Woche 6 Woche 10 Woche 14 Woche 18 Woche 22 Woche 26

Studienwoche

Veränderungen bei den Lipiden und Lipoproteinen bis einschließlich Woche 26 und Woche 78 der

Lomitapid-Behandlung sind in Tabelle 5 aufgeführt.

Tabelle 5: Absolute Werte und prozentuale Veränderungen ab der Baseline bis Woche 26und 78 bei den Lipiden und Lipoproteinen (Hauptwirksamkeitsstudie

UP1002/AEGR-733-005)

Parameter (Einheiten) Baseline Woche 26/LOCF (N = 29) Woche 78 (N = 23)

Verän- Verän-

Mittel Mittel derung p- Mittel derung(SA) (SA) in % Wertb (SA) in % p-Wertb

LDL-C, direkt 336 190 210(mg/dl) (114) (104) -40 < 0,001 (132) -38 < 0,001

Gesamtcholesterin (GC) 430 258 281(mg/dl) (135) (118) -36 < 0,001 (149) -35 < 0,001

Apolipoprotein B 259 148 151(Apo B) (mg/dl) (80) (74) -39 < 0,001 (89) -43 < 0,001

Triglyzeride (TG)(mg/dl)a 92 57 -45 0,009 59 -42 0,012

Non High Density

Lipoprotein Cholesterol 386 217 239(Non-HDL-C) (mg/dl) (132) (113) -40 < 0,001 (146) -39 < 0,001

Very Low Density

Lipoprotein Cholesterol 21 13 16(VLDL-C) (mg/dl) (10) (9) -29 0,012 (15) -31 0,013

Lipoprotein (a) (Lp(a))(nmol/l)a 66 61 -13 0,094 72 -4 < 0,842

Mittlere prozentuale LDL-C-Veränderung ab Baseline

Parameter (Einheiten) Baseline Woche 26/LOCF (N = 29) Woche 78 (N = 23)

Verän- Verän-

Mittel Mittel derung p- Mittel derung(SA) (SA) in % Wertb (SA) in % p-Wertb

High Density

Lipoprotein Cholesterol 44 41 43(HDL-C) (mg/dl) (11) (13) -7 0,072 (12) -4,6 0,246a Median für TG und Lp(a). Der p-Wert basiert auf der mittleren prozentualen Veränderungb p-Wert der mittleren prozentualen Veränderung ab der Baseline basierend auf einem T-Test fürgepaarte Stichproben

Sowohl in Woche 26 als auch Woche 78 zeigten sich signifikante Senkungen von LDL-C, GC, Apo B,

TG, Non-HDL-C und VLDL-C. Die Veränderungen des HDL-C zeigten in Woche 26 eine abfallende

Tendenz, und bis Woche 78 stiegen die HDL-C-Spiegel wieder auf die Ausgangswerte an.

Die Wirkung von Lojuxta auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität wurde nicht bestimmt.

Bei Beginn der Behandlung erhielten 93 % ein Statin, 76 % Ezetimib, 10 % Niacin, 3 % einen

Gallensäurebinder und 62 % Apherese. 15 von 23 Patienten (65 %) reduzierten bis Woche 78 ihrelipidsenkende Behandlung, einschließlich geplanter und ungeplanter

Dosisreduzierungen/Unterbrechungen. Bei 3 von 13 mit Apherese behandelten Patienten wurde die

Apherese in Woche 26 abgesetzt und bei 3 Patienten die Häufigkeit unter Aufrechterhaltung niedriger

LDL-C-Spiegel bis einschließlich Woche 78 gesenkt. Der klinische Nutzen der Senkungen dervorbestehenden lipidsenkenden Therapien, einschließlich Apherese, ist nicht gesichert.

Von den 23 Patienten, die Woche 78 abschlossen, wiesen 19 (83 %) LDL-C-Senkungen von ≥ 25 %auf, wobei zu diesem Zeitpunkt 8 (35 %) LDL-C-Spiegel von < 100 mg/dl hatten und 1 einen

LDL-C-Spiegel von < 70 mg/dl hatte.

In dieser Studie zeigten 10 Patienten Erhöhungen der AST- und/oder ALT-Werte von > 3 x ULN(siehe Tabelle 6).

Tabelle 6: Höchste Ergebnisse der Leberfunktionstests nach der ersten Dosis(Hauptwirksamkeitsstudie UP1002/AEGR-733-005)

Parameter/Anomalie N (%)

ALT

Anzahl der Patienten mit Beurteilungen 29> 3 bis ≤ 5 x ULN 6 (20,7)> 5 bis ≤ 10 x ULN 3 (10,3)> 10 bis ≤ 20 x ULN 1 (3,4)> 20 x ULN 0

AST

Anzahl der Patienten mit Beurteilungen 29> 3 bis ≤ 5 x ULN 5 (17,2)> 5 bis ≤ 10 x ULN 1 (3,4)> 10 bis ≤ 20 x ULN 0> 20 x ULN 0

Erhöhungen der ALT- und/oder AST-Werte von > 5 x ULN wurden mit einer Dosisreduktion odereinem vorübergehenden Absetzen von Lomitapid behandelt. Alle Patienten konnten die Behandlungmit dem Prüfpräparat fortsetzen. Es wurden keine klinisch bedeutenden Erhöhungen beim

Gesamtbilirubin oder der alkalischen Phosphatase beobachtet. Der Fettgehalt der Leber wurde beiallen geeigneten Patienten während der klinischen Studie prospektiv mithilfe von

Kernspinresonanzspektroskopie gemessen (Tabelle 7). Daten von Einzelpersonen, bei denen nach

Beenden der Behandlung mit Lomitapid wiederholte Messungen durchgeführt wurden, zeigen, dassdie Fettanhäufung in der Leber reversibel ist. Es ist jedoch nicht bekannt, ob histologische

Folgeschäden zurückbleiben.

Tabelle 7: Maximale kategorische Veränderungen des prozentualen Leberfettgehaltes(Hauptwirksamkeitsstudie UP1002/AEGR-733-005)

Maximaler absoluter Wirksamkeitsphase Sicherheitsphase Gesamte

Anstieg des Wochen 0-26 Wochen 26-78 Studieprozentualen Anteils N (%) N (%) Wochen 0-78des Leberfetts N (%)

Anzahl derbewertbaren Patienten 22 22 23≤ 5 % 9 (41) 6 (27) 5 (22)> 5 % bis ≤ 10 % 6 (27) 8 (36) 8 (35)> 10 % bis ≤ 15 % 4 (18) 3 (14) 4 (17)> 15 % bis ≤ 20 % 1 (5) 4 (18) 3 (13)> 20 % bis ≤ 25 % 1 (5) 0 1 (4)> 25 % 1 (5) 1 (5) 2 (9)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Lojuxta eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur

Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen in HoFHgewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).

Dieses Arzneimittel wurde unter 'Außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen. Das bedeutet, dass esaufgrund der Seltenheit der Erkrankung nicht möglich war vollständige Informationen zu diesem

Arzneimittel zu erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird alle neuen Informationen, die verfügbar werden, jährlichbewerten, und falls erforderlich, wird die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittelsaktualisiert werden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Die absolute orale Bioverfügbarkeit von Lomitapid beträgt 7 %. Die Resorption ist nicht durch die

Passage des Wirkstoffs durch die Darmschranke begrenzt, wird aber vorherrschend von einemausgeprägten First-Pass-Effekt beeinflusst. Die Spitzen-Plasmakonzentrationen von Lomitapid wurden4-8 Stunden nach oraler Dosis erzielt. Die Pharmakokinetik von Lomitapid ist bei oralen Einzeldosenim therapeutischen Bereich in etwa dosisproportional. Dosen von mehr als 60 mg weisen auf eine

Tendenz in Richtung Nichtlinearität hin und werden nicht empfohlen.

Nach mehrfachen Dosen stiegen die Cmax- und AUC-Werte in etwa proportional zur Lomitapid-Dosisan. Erhöhte Cmax- und AUC-Werte zeigten sich sowohl nach einer fettreichen Mahlzeit (77 % bzw.58 %) als auch nach einer fettarmen Mahlzeit (70 % bzw. 28 %). Die Akkumulation von Lomitapid im

Plasma stimmte mit den Voraussagen für die Akkumulation nach einer Einzeldosis nach einmaltäglich gegebenen Dosen von mehr als 25 mg über bis zu 4 Wochen überein. Die interindividuelle

Variabilität bei der AUC von Lomitapid betrug etwa 50 %.

Im Steady-State betrug die Akkumulation von Lomitapid 2,7 bei 25 mg und 3,9 bei 50 mg.

Verteilung

Nach intravenöser Verabreichung war das Verteilungsvolumen von Lomitapid trotz hochgradiger(> 99,8 %) Bindung an das Plasmaprotein hoch (Mittel = 1 200 Liter). In tierexperimentellen Studienwar Lomitapid in der Leber hoch konzentriert (200-fach).

Biotransformation

Lomitapid wird weitgehend metabolisiert, vorwiegend durch CYP3A4. Die CYP-Isoformen 2E1, 1A2,2B6, 2C8 und 2C19 sind in einem geringeren Ausmaß beteiligt. Die Isoformen 2D6 und 2C9 sindnicht am Metabolismus von Lomitapid beteiligt.

Elimination

Nach Gabe einer radioaktiv markierten Dosis einer oralen Lösung an gesunde Probanden wurden 93 %der angewendeten Dosis im Urin und in den Faeces gefunden. Etwa 33 % der Radioaktivität wurdenals Metaboliten über den Urin ausgeschieden. Der Rest wurde über die Faeces ausgeschieden,überwiegend als oxidierte Metaboliten. Die Eliminationshalbwertszeit von Lomitapid betrug etwa29 Stunden.

Besondere Patientengruppen

Daten aus der zulassungsrelevanten klinischen Studie wurden hinsichtlich des Einflusses potenzieller

Kovariaten auf die Lomitapid-Exposition analysiert. Von den untersuchten Parametern (ethnische

Zugehörigkeit, Body-Mass-Index (BMI), Geschlecht, Gewicht, Alter) konnte nur der BMI alspotenzielle Kovariate klassifiziert werden.

Alter und Geschlecht

Alter (18-64 Jahre) oder Geschlecht zeigten keinen klinisch relevanten Einfluss auf die

Pharmakokinetik von Lomitapid. Lomitapid wurde bei Patienten ab 65 Jahren nicht untersucht.

Ethnische Zugehörigkeit

Bei kaukasischen oder lateinamerikanischen Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich. Es liegenunzureichende Informationen vor, um zu bestimmen, ob Lojuxta bei anderen ethnischen

Zugehörigkeiten eine Dosisanpassung erfordert. Da das Arzneimittel allerdings schrittweiseentsprechend der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit des Patienten erhöht wird, wird keine

Dosisanpassung basierend auf der ethnischen Zugehörigkeit empfohlen.

Niereninsuffizienz

In der Population mit Niereninsuffizienz wurde Lomitapid nur bei Patienten mit terminaler

Niereninsuffizienz (end-stage renal disease, ESRD) untersucht. Eine pharmakokinetische Studie an

Patienten mit dialysepflichtiger terminaler Niereninsuffizienz zeigte im Vergleich zu entsprechendengesunden Kontrollen einen Anstieg der mittleren Plasmakonzentration von Lomitapid um 36 %. Dieterminale Halbwertszeit von Lomitapid wurde nicht beeinflusst.

Leberinsuffizienz

Es wurde eine unverblindete Studie mit Einzeldosen durchgeführt, um die Pharmakokinetik von 60 mg

Lomitapid bei gesunden Probanden mit normaler Leberfunktion im Vergleich zu Patienten mit leichter(Child-Pugh A) und mittelschwerer (Child-Pugh B) Beeinträchtigung der Leber zu bewerten. Im

Vergleich zu gesunden Probanden waren die AUC- und Cmax-Werte von Lomitapid bei Patienten mitmittelschwerer Beeinträchtigung der Leber um 164 % bzw. 361 % erhöht. Bei Patienten mit leichter

Beeinträchtigung der Leber waren die AUC- und Cmax-Werte von Lomitapid im Vergleich zugesunden Probanden um 47 % bzw. 4 % erhöht. Lojuxta wurde bei Patienten mit schwerer

Beeinträchtigung der Leber (Child-Pugh-Score 10-15) nicht untersucht.

Kinder und Jugendliche

Lomitapid wurde bei Kindern unter 18 Jahren nicht untersucht.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

In Studien zur Toxizität nach wiederholter oraler Gabe an Nagetieren und Hunden waren diewirkstoffbedingten Hauptbefunde eine Lipidakkumulation im Dünndarm und/oder in der Leber im

Zusammenhang mit Senkungen der Cholesterin- und/oder Triglyzeridspiegel im Serum. Diese

Veränderungen sind eine Folge des Wirkmechanismus von Lomitapid. Veränderungen in Bezug aufdie Leber in Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe bei Ratten und Hunden umfassten erhöhte

Aminotransferasen im Serum, subakute Entzündungen (nur Ratten) und Einzelzellnekrosen. In einer1-Jahres-Studie mit wiederholter Gabe an Hunden zeigten sich keine mikroskopischen Veränderungenin der Leber, obwohl die AST-Werte im Serum bei weiblichen Tieren minimal erhöht waren.

Bei Nagetieren wurden pulmonale Histiozytosen beobachtet. Bei Hunden wurden erniedrigte

Erythrozytenparameter sowie Poikilozytosen und/oder Anisozytosen beobachtet. Eine testikuläre

Toxizität wurde bei Hunden in einer 6-Monats-Studie bei Dosen, die dem 205-Fachen dermenschlichen Exposition (AUC) bei 60 mg entsprachen, beobachtet. In einer 1-Jahres-Studie an

Hunden wurden bei Dosen, die dem 64-Fachen der menschlichen Exposition bei 60 mg entsprachen,keine schädlichen Wirkungen auf die Hoden beobachtet.

In einer Studie zur Kanzerogenität mit Gabe im Futter an Mäusen wurde Lomitapid bis zu104 Wochen in Dosen zwischen 0,3 bis 45 mg/kg/Tag gegeben. Es bestanden statistisch signifikante

Anstiege der Inzidenz von Leberadenomen und Karzinomen bei Dosen ≥ 1,5 mg/kg/Tag beimännlichen Tieren (≥ 2-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mg basierend auf der AUC) und≥ 7,5 mg/kg/Tag bei weiblichen Tieren (≥ 9-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mg basierendauf der AUC). Die Inzidenz von Dünndarmkarzinomen und/oder Adenomen und Karzinomen in

Kombination (seltene Tumore bei Mäusen) war bei Dosen ≥ 15 mg/kg/Tag bei männlichen Tieren(≥ 26-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mg täglich basierend auf der AUC) und bei Dosenvon 15 mg/kg/Tag bei weiblichen Tieren (≥ 22-Fache der menschlichen Exposition bei 60 mgbasierend auf der AUC) signifikant erhöht.

In einer oralen Kanzerogenitätsstudie an Ratten wurde Lomitapid bis zu 99 Wochen männlichen Tieren in

Dosen von bis zu 7,5 mg/kg/Tag und weiblichen Tieren in Dosen von bis zu 2,0 mg/kg/Tag gegeben.

Fokale Leberfibrosen wurden bei männlichen und weiblichen Tieren beobachtet. Zystische Degenerationender Leber wurden nur bei männlichen Tieren beobachtet. Bei männlichen Tieren unter hohen Dosen wurdebei einer Exposition, die basierend auf der AUC dem 6-Fachen der menschlichen Exposition bei 60 mgentspricht, eine erhöhte Inzidenz von Azinuszelladenomen des Pankreas beobachtet.

Lomitapid erwies sich in einer Reihe von In-vitro- und In-vivo-Studien weder als mutagen nochgenotoxisch.

Lomitapid hatte bei weiblichen Ratten in Dosen von bis zu 1 mg/kg und bei männlichen Ratten in

Dosen von bis zu 5 mg/kg keine Wirkung auf die Fortpflanzungsfähigkeit. Man schätzt, dass diesystemische Exposition gegenüber Lomitapid bei diesen Dosen dem 4-Fachen (weibliche Tiere) bzw.5-Fachen (männliche Tiere) der menschlichen Exposition bei 60 mg entspricht.

Lomitapid erwies sich als teratogen bei Ratten bei Abwesenheit maternaler Toxizität bei einer

Exposition (AUC), die schätzungsweise dem 2-Fachen der menschlichen Exposition bei 60 mgentspricht. Es gab keinen Beleg für eine embryofötale Toxizität in Kaninchen bei Dosen, die basierendauf der Körperoberfläche dem 3-Fachen der maximalen empfohlenen humantherapeutischen Dosis(maximum recommended human dose, MRHD) von 60 mg entsprechen. Eine embryofetale Toxizitätwurde bei Kaninchen bei Abwesenheit maternaler Toxizität mit Dosen beobachtet, die dem≥ 6,5-Fachen der MRHD entsprechen. Bei Frettchen war Lomitapid in Dosen, die dem < 1-Fachen der

MRHD entsprechen, sowohl maternal toxisch als auch teratogen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt:

Vorverkleisterte Stärke (Mais)

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.)

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Kapselhülle:

Lojuxta 5 mg, 10 mg Hartkapseln

Gelatine

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-oxid (E172)

Lojuxta 20 mg Hartkapseln

Gelatine

Titandioxid (E171)

Lojuxta 30 mg Hartkapseln

Gelatine

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-oxid (E172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid × H2O (E172)

Lojuxta 40 mg, 60 mg Hartkapseln

Gelatine

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid × H2O (E172)

Druckfarbe:

Schellack

Eisen(II,III)-oxid (E172)

Propylenglycol

6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.

Die Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Flasche aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) mit einer Induktionsversiegelung aus

Polyester/Aluminiumfolie/Karton und einem Polypropylen-Schraubdeckel.

Die Packungsgrößen sind:28 Kapseln

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS

Chiesi Farmaceutici S.p.A.

Via Palermo 26/A43122 Parma

Italien

8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)

EU/1/13/851/001 - Lojuxta 5 mg Hartkapseln

EU/1/13/851/002 - Lojuxta 10 mg Hartkapseln

EU/1/13/851/003 - Lojuxta 20 mg Hartkapseln

EU/1/13/851/004 - Lojuxta 30 mg Hartkapseln

EU/1/13/851/005 - Lojuxta 40 mg Hartkapseln

EU/1/13/851/006 - Lojuxta 60 mg Hartkapseln

9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 31. Juli 2013

Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 26. Mai 2023

10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.