Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels KOVALTRY 2000UI pulver + lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Kovaltry 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry 1000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry 2000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry 3000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Kovaltry 250 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry enthält etwa 250 I.E. (100 I.E./1 ml) rekombinanten humanen Blutgerinnungsfaktor VIII(INN: Octocog alfa) nach Rekonstitution.
Kovaltry 500 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry enthält etwa 500 I.E. (200 I.E./1 ml) rekombinanten humanen Blutgerinnungsfaktor VIII(INN: Octocog alfa) nach Rekonstitution.
Kovaltry 1000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry enthält etwa 1000 I.E. (400 I.E./1 ml) rekombinanten humanen Blutgerinnungsfaktor VIII(INN: Octocog alfa) nach Rekonstitution.
Kovaltry 2000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry enthält etwa 2000 I.E. (400 I.E./1 ml) rekombinanten humanen Blutgerinnungsfaktor VIII(INN: Octocog alfa) nach Rekonstitution.
Kovaltry 3000 I.E. Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Kovaltry enthält etwa 3000 I.E. (600 I.E./1 ml) rekombinanten humanen Blutgerinnungsfaktor VIII(INN: Octocog alfa) nach Rekonstitution.
Zur Bestimmung der Stärke (I.E.) wird der chromogene Test gemäß Europäischem Arzneibuchverwendet. Die spezifische Aktivität von Kovaltry beträgt etwa 4000 I.E./mg Protein.
Octocog alfa (rekombinanter humaner Blutgerinnungsfaktor VIII, in voller Länge [rDNS]) ist eingereinigtes Protein aus 2332 Aminosäuren. Es wird mittels rekombinanter DNS-Technologie in einer
Baby Hamster Nierenzelllinie (BHK) hergestellt, in die das Gen für den humanen Faktor VIIIeingebracht wurde. Kovaltry wird ohne Zugabe von Proteinen menschlichen oder tierischen Ursprungswährend des Zellkulturprozesses, der Aufreinigung oder endgültigen Formulierung hergestellt.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Pulver: fest, weiß bis leicht gelblich.
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke, klare Lösung.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Behandlung und Prophylaxe von Blutungen bei Patienten mit Hämophilie A (angeborener
Faktor VIII-Mangel). Kovaltry kann bei allen Altersgruppen angewendet werden.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung muss unter Überwachung eines Arztes erfolgen, der mit der Therapie von Hämophilievertraut ist.
Überwachung der Therapie
Während der Behandlung wird eine geeignete Bestimmung der Faktor-VIII-Werte empfohlen, um diezu verabreichende Dosis und die Häufigkeit wiederholter Infusionen zu bestimmen. Einzelne
Patienten können in ihrer Reaktion auf Faktor VIII variieren und unterschiedliche Halbwertszeiten und
Recovery-Werte aufweisen. Die auf dem Körpergewicht basierende Dosis kann bei unter- oderübergewichtigen Patienten eine Anpassung erfordern.
Insbesondere bei größeren chirurgischen Eingriffen ist eine genaue Überwachung der
Substitutionstherapie durch Gerinnungstests (Plasmafaktor VIII-Aktivität) unerlässlich.
DosierungDie Dosis und Dauer der Substitutionstherapie richten sich nach dem Schweregrad des
Faktor VIII-Mangels, Ort und Ausmaß der Blutung und nach dem klinischen Zustand des Patienten.
Die verabreichten Faktor VIII-Einheiten werden in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben,basierend auf dem aktuellen WHO-Standard für Faktor VIII-Produkte. Die Faktor VIII-Aktivität im
Plasma wird entweder als Prozentsatz (bezogen auf normales menschliches Plasma) oder in
Internationalen Einheiten (bezogen auf einen internationalen Standard für Faktor VIII in Plasma)angegeben.
Eine Internationale Einheit (I.E.) Faktor VIII-Aktivität entspricht der Menge an Faktor VIII ineinem Milliliter normalen menschlichen Plasmas.
Bedarfsbehandlung
Die Berechnung der erforderlichen Faktor VIII-Dosis basiert auf dem empirischen Befund, dass die
Gabe von 1 Internationale Einheit (I.E.) Faktor VIII pro kg Körpergewicht die Faktor VIII-Aktivitätim Plasma um 1,5 % bis 2,5 % - bezogen auf den Normalwert - anhebt.
Die erforderliche Dosis wird mit folgender Formel berechnet:
Erforderliche Einheiten = Körpergewicht (kg) x gewünschter Faktor VIII-Anstieg (% oder I.E./dl) x
Kehrwert der beobachteten Recovery (d. h. 0,5 bei einer Recovery von 2,0 %).
Die Dosis und die Häufigkeit der Anwendung sollten sich stets an der erforderlichen klinischen
Wirksamkeit im Einzelfall orientieren.
Im Falle der folgenden Blutungsereignisse sollte die Faktor VIII-Aktivität im entsprechenden
Zeitraum nicht unter die angegebenen Werte (in % der Norm) fallen. Die folgende Tabelle kann als
Dosierungsanleitung bei Blutungsereignissen und chirurgischen Eingriffen verwendet werden:
Tabelle 1: Dosierungsanleitung bei Blutungsereignissen und chirurgischen Eingriffen
Schwere der Blutung/Art Benötigter Häufigkeit der Dosierungdes chirurgischen Eingriffs Faktor VIII- (Stunden)/
Plasmaspiegel (%) Behandlungsdauer (Tage)(I.E./dl)
Blutungen Infusion alle 12 bis 24 Stundenwiederholen; mindestens 1 Tag, bis
Gelenkblutungen im 20 - 40 die (durch Schmerzen erkennbare)
Frühstadium, Blutung sistiert bzw. Wundheilung
Muskelblutungen, Blutungen erreicht ist.im Mundbereich
Ausgeprägtere 30 - 60 Infusion alle 12 bis 24 Stunden für 3
Gelenkblutungen, bis 4 Tage oder länger wiederholen,
Muskelblutungen oder bis die Schmerzen und akute
Hämatome Behinderungen beseitigt sind.
Lebensbedrohliche 60 - 100 Infusion alle 8 bis 24 Stunden
Blutungen wiederholen, bis die Gefahr für den
Patienten vorüber ist.
Chirurgische Eingriffe Infusion alle 24 Stunden;
Kleinere Eingriffe mindestens 1 Tag, bis dieeinschließlich 30 - 60 Wundheilung erreicht ist.
Zahnextraktionen
Größere Eingriffe 80 - 100 Infusion alle 8 bis 24 Stunden(prä- und wiederholen, bis ausreichendepostoperativ) Wundheilung erreicht ist; dann fürmindestens weitere 7 Tage einen
Faktor VIII-Spiegel von30 % bis 60 % (I.E./dl)aufrechterhalten.
ProphylaxeÜbliche Dosen zur Langzeitprophylaxe von Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie A für
Jugendliche (≥ 12 Jahre) und erwachsene Patienten sind 20 bis 40 I.E. Kovaltry pro kg Körpergewichtzwei- bis dreimal pro Woche.
In manchen Fällen, besonders bei jüngeren Patienten, können kürzere Dosierungsabstände oder höhere
Dosen erforderlich sein.
Kinder und JugendlicheEine Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit wurde mit Kindern im Alter von 0 - 12 Jahrendurchgeführt (siehe Abschnitt 5.1).
Die Dosierungsempfehlungen zur Prophylaxe sind 20-50 I.E./kg zweimal wöchentlich, dreimalwöchentlich oder jeden zweiten Tag gemäß den individuellen Anforderungen. Für Jugendliche ab12 Jahren gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene.
Art der AnwendungIntravenöse Anwendung.
Kovaltry sollte über einen Zeitraum von 2 bis 5 Minuten, je nach Gesamtvolumen, intravenös injiziertwerden. Die Verabreichungsgeschwindigkeit sollte sich nach dem Befinden des Patienten richten(maximale Infusionsrate: 2 ml/Minute).
Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6 und
Packungsbeilage.
4.3 Kontraindikationen
* Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genanntensonstigen Bestandteile.
* Bekannte Überempfindlichkeit gegen Maus- oder Hamsterproteine.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, sollten der Name und die
Chargennummer des verabreichten Produktes dokumentiert werden.
ÜberempfindlichkeitAllergische Überempfindlichkeitsreaktionen können bei Anwendung von Kovaltry auftreten.
Wenn Überempfindlichkeitssymptome auftreten, sollten die Patienten angewiesen werden, das
Arzneimittel sofort abzusetzen und ihren Arzt zu kontaktieren.
Die Patienten sollten über Frühzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen informiert werden, wie
Nesselsucht, generalisierte Urtikaria, Brustenge, pfeifende Atmung, Hypotonie und Anaphylaxie.
Im Falle eines Schocks ist eine Schocktherapie entsprechend dem medizinischen Standarddurchzuführen.
Inhibitoren
Die Bildung neutralisierende Antikörper (Inhibitoren) gegen Faktor VIII ist eine bekannte
Komplikation bei der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A. Diese Inhibitoren sind stets gegendie prokoagulatorische Aktivität von Faktor VIII gerichtete IgG-Immunglobuline, die in Bethesda-
Einheiten (B.E.) pro ml Plasma mittels eines modifizierten Assays quantifiziert werden. Das Risiko,
Inhibitoren zu entwickeln, korreliert mit dem Schweregrad der Erkrankung sowie der Expositiongegenüber dem Faktor VIII. Dieses Risiko ist innerhalb der ersten 50 Expositionstage am größten,bleibt aber während des gesamten Lebens bestehen, obwohl es nur gelegentlich auftritt.
Die klinische Relevanz der Inhibitorentwicklung ist abhängig vom Titer des Inhibitors, wobeiniedrigtitrige Inhibitoren ein geringeres Risiko für ein ungenügendes klinisches Ansprechen darstellenals solche mit hohem Titer.
Ganz allgemein sollten alle Patienten, die mit Blutgerinnungsfaktor VIII behandelt wurden, sorgfältigmittels klinischer Befunde und mit geeigneten Labortests hinsichtlich der Entwicklung von Inhibitorenüberwacht werden (siehe Abschnitt 4.2). Wenn der erwartete Faktor-VIII-Spiegel nicht erreicht wirdoder die Blutung nicht durch die Verabreichung einer geeigneten Dosis gestillt werden kann, sollte der
Patient auf Faktor VIII-Hemmkörper hin untersucht werden. Bei Patienten mit hohen Inhibitorspiegelnkann die Faktor VIII-Therapie unwirksam sein und es müssen andere Therapiemöglichkeiten in
Betracht gezogen werden. Die Behandlung solcher Patienten sollte durch Ärzte erfolgen, die
Erfahrung mit Hämophilie und mit Inhibitoren gegen Faktor VIII haben.
Kardiovaskuläre Ereignisse
Bei Patienten mit bestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren kann eine Substitutionstherapie mit
FVIII das kardiovaskuläre Risiko erhöhen.
Katheter-assoziierte Komplikationen
Wenn ein zentralvenöser Katheter (ZVK) erforderlich ist, sollte an das Risiko von ZVK-assoziierten
Komplikationen einschließlich lokaler Infektionen, Bakteriämie und ZVK-assoziierten Thrombosengedacht werden.
Es wird dringend empfohlen, bei jeder Verabreichung von Kovaltry an einen Patienten den Namenund die Chargennummer des Produkts zu dokumentieren, um eine Verbindung zwischen dem
Patienten und der Charge des Arzneimittels herstellen zu können.
Kinder und JugendlicheDie aufgeführten Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen gelten für Erwachsene und für Kinder.
NatriumgehaltDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es wurden keine Wechselwirkungen von humanen Gerinnungsfaktor VIII (rDNS) Produkten mitanderen Arzneimitteln berichtet.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftReproduktionsstudien bei Tieren wurden mit Faktor VIII nicht durchgeführt. Aufgrund des seltenen
Auftretens von Hämophilie A bei Frauen liegen keine Erfahrungen zur Anwendung von Faktor VIIIwährend der Schwangerschaft vor.
Daher sollte Faktor VIII während der Schwangerschaft nur nach eindeutiger Indikationsstellungangewendet werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Kovaltry in die Muttermilch übergeht. Die Ausscheidung in die Milch bei
Tieren wurde nicht untersucht. Daher sollte Faktor VIII während der Stillzeit nur nach eindeutiger
Indikationsstellung angewendet werden.
FertilitätEs wurden keine tierexperimentellen Studien zur Fertilität mit Kovaltry durchgeführt und die Wirkungdes Arzneimittels auf die Fertilität beim Menschen wurde nicht in kontrollierten klinischen Studienuntersucht. Da es sich bei Kovaltry um ein Ersatzprotein des endogenen Faktors VIII handelt, sindkeine unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität zu erwarten.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenWenn Patienten Schwindel oder andere Symptome, die ihre Konzentration und Reaktionsfähigkeitbeeinträchtigen, wahrnehmen, wird empfohlen solange kein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zubedienen, bis die Reaktion vorüber ist.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsEs wurden Überempfindlichkeit oder allergische Reaktionen (die Angioödem, Brennen und Stechenan der Infusionsstelle, Schüttelfrost, Flushing, generalisierte Urtikaria, Kopfschmerzen, Nesselsucht,
Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe, Tachykardie, Brustenge, Kribbelgefühl, Erbrechen, pfeifende
Atmung einschließen können) beobachtet, die in einigen Fällen zu einer schweren Anaphylaxie(einschließlich Schock) fortschreiten können.
Es kann zur Bildung von Antikörpern gegen Maus- und Hamsterproteine mit entsprechenden
Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.
Bei Patienten mit Hämophilie A, die mit Faktor VIII (FVIII), einschließlich Kovaltry, behandeltwerden, können sich neutralisierende Antikörper (Inhibitoren) entwickeln. Beim Auftreten solcher
Inhibitoren, kann sich dieser Zustand in einer unzureichenden klinischen Wirksamkeit manifestieren.
In diesem Fall wird empfohlen, Kontakt mit einem auf Hämophilie spezialisierten Zentrumaufzunehmen.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie unten aufgeführte Tabelle entspricht der MedDRA-Systemorganklassifizierung (SOC und
Preferred Term Level). Die Häufigkeiten wurden gemäß folgender Konvention bewertet: sehr häufig(≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1000, < 1/100), selten (≥1/10,000, <1/1,000); sehrselten (<1/10,000).
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitsgruppen werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem
Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 2: Häufigkeit von unerwünschten Arzneimittelwirkungen in klinischen Studien
MedDRA Systemorgan- Nebenwirkung Häufigkeitklasse
Erkrankungen des Blutes und Lymphadenopathie gelegentlichdes Lymphsystems Faktor-VIII-Inhibitor sehr häufig (PUPs)*gelegentlich (PTPs)*
Erkrankungen des Überempfindlichkeit gelegentlich
Immunsystems
Psychiatrische Erkrankungen Insomnie häufig
Erkrankungen des Kopfschmerzen häufig
Nervensystems Schwindel häufig
Dysgeusie gelegentlich
Herzerkrankungen Palpitationen gelegentlich
Sinustachykardie gelegentlich
Gefäßerkrankungen Hitzegefühl gelegentlich
Erkrankungen des Bauchschmerzen häufig
Gastrointestinaltrakts abdominale Beschwerden häufig
Dyspepsie häufig
Hauterkrankungen und Pruritus häufig
Erkrankungen des
Unterhautgewebes Ausschlag*** häufig
Urtikaria häufigallergische Dermatitis gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen Fieber häufigund Beschwerden am Reaktionen an der häufig
Verabreichungsort Injektionsstelle**
Brustbeschwerden gelegentlich
* Die Häufigkeit basiert auf Studien mit allen FVIII-Produkten, wozu auch Patienten mit schwerer
Hämophilie A gehörten. PTPs = vorbehandelte Patienten, PUPs=bisher unbehandelte Patienten
** einschließlich Extravasat an der Injektionsstelle, Hämatom, Schmerzen an der Infusionsstelle,
Pruritus, Schwellung
*** Ausschlag, erythematöser Hautausschlag, Ausschlag mit Juckreiz, vesikulärer Ausschlag
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenInsgesamt bildeten 236 (193 PTPs, 43 PUPs/MTPs) Patienten die gepoolte Sicherheitspopulation indrei Phase III-Studien in zuvor behandelten Patienten (PTPs), zuvor unbehandelten Patienten (PUPs)und minimal behandelten Patienten (MTPs); LEOPOLD I, LEOPOLD II, LEOPOLD Kids Studien.
Die mediane Dauer der klinischen Studie für die gepoolte Sicherheitspopulation betrug 558 Tage(Bereich 14 bis 2436 Tage) mit einem Median von 183 Expositionstagen (EDs) (Bereich 1 bis 1230
EDs).
* Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen in der gepoolten Population waren Fieber,
Kopfschmerzen und Hautausschlag.
* Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei PTPs standen im Zusammenhang mitpotenziellen Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Kopfschmerzen, Fieber, Pruritus,
Hautausschlag und Bauchbeschwerden.
* Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung bei PUPs/MTPs war die Bildung von Faktor VIII-
Inhibitoren.
ImmunogenitätDie Immunogenität von Kovaltry wurde bei PTPs und PUPs/MTPs bewertet.
Während klinischer Studien mit Kovaltry in ca. 200 pädiatrischen und erwachsenen Patienten, beidenen eine schwere Hämophilie A (FVIII:C<1%) mit vorheriger Exposition gegenüber Faktor VIII-
Konzentraten ≥ 50 ED diagnostiziert wurde, trat ein Fall von vorübergehendem Inhibitor mitniedrigem Titer (Spitzentiter 1,0 B.E./ml) bei einem 13 jährigen PTP nach 549 EDs auf. Die Faktor
VIII-Recovery war im Normbereich (2,7 I.E./dl pro I.E/kg).
Kinder und JugendlicheIn den klinischen Studien wurden keine altersabhängigen Unterschiede bei den Nebenwirkungenbeobachtet, ausgenommen der Bildung von FVIII-Inhibitoren bei PUPs/MTPs.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es wurden keine Symptome einer Überdosierung mit rekombinantem humanen
Blutgerinnungsfaktor VIII gemeldet.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihaemorrhagika: Blutgerinnungsfaktor VIII, ATC-
Code: B02BD02
WirkmechanismusDer Faktor VIII/von-Willebrand-Faktor (vWF)-Komplex besteht aus zwei Molekülen (Faktor VIII undvWF) mit unterschiedlichen physiologischen Funktionen. Wird einem Hämophilie A-Patienten
Faktor VIII injiziert, so bindet dieser im Blutkreislauf an den vWF. Aktivierter Faktor VIII wirkt als
Co-Faktor für den aktivierten Faktor IX, der die Umwandlung von Faktor X in aktivierten Faktor Xbeschleunigt. Aktivierter Faktor X wandelt Prothrombin in Thrombin um. Thrombin wandelt dann
Fibrinogen in Fibrin um und ein Gerinnsel kann gebildet werden. Hämophilie A ist einegeschlechtsgebundene erbliche Störung der Blutgerinnung bedingt durch erniedrigte Faktor VIII:C-
Plasmaspiegel und führt entweder spontan oder in Folge unfallbedingter oder chirurgischer Traumatazu starken Blutungen in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen. Durch die Substitutionstherapiewerden die Faktor VIII-Plasmaspiegel erhöht, wodurch eine vorrübergehende Korrektur des
Faktor VIII-Mangels und der Blutungsneigung ermöglicht wird.
Es ist zu beachten, dass die annualisierte Blutungsrate (ABR) zwischen verschiedenen
Faktorkonzentraten und zwischen verschiedenen klinischen Studien nicht vergleichbar ist.
Kovaltry enthält keinen von-Willebrand-Faktor.
Pharmakodynamische WirkungenDie aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) ist bei Personen mit Hämophilie verlängert. Die
Bestimmung der aPTT ist ein gebräuchlicher in-vitro-Test für die biologische Faktor VIII-Aktivität.
Behandlung mit rFVIII normalisiert die aPTT in ähnlicher Weise wie die mit aus Plasma isoliertem
Faktor VIII.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitBehandlung und Vorbeugung von Blutungen
Es wurden zwei offene, nicht kontrollierte, randomisierte, multizentrische Crossover-Studien mitvorbehandelten Erwachsenen/Jugendlichen mit schwerer Hämophilie A (< 1 %) und eine offene, nichtkontrollierte, multizentrische Studie mit PTPs unter 12 Jahren (Teil A) und PUPs/MTPs unter 6 Jahren(Teil B) mit schwerer Hämophilie A durchgeführt.
Es wurden insgesamt 247 Patienten (204 PTPs und 43 PUPs/MTPs) während des klinischen
Studienprogramms behandelt; davon 153 Patienten ≥ 12 Jahre und 94 Patienten < 12 Jahren.
Zweihundertacht (208) Patienten (174 PTPs, 34 PUPs/MTPs) wurden mindestens 360 Tage behandelt,98 dieser Patienten (78 PTPs, 20 PUPs/MTPs) für mindestens 720 Tage.
Pädiatrische Population <12 Jahre
Teil A: In die pädiatrische Studie wurden 51 PTPs mit schwerer Hämophilie A, 26 Patienten in der
Altersgruppe 6-12 Jahre und 25 Patienten in der Altersgruppe <6 Jahre mit einer mittleren Anzahl von73 EDs (Bereich: 37 bis 103 EDs) eingeschlossen. Die Patienten wurden mit 2 oder 3 Injektionen pro
Woche oder bis zu jedem zweiten Tag mit einer Dosis von 25 bis 50 I.E./kg rFVIII behandelt. Der
Verbrauch für die Prophylaxe und Behandlung von Blutungen, die annualisierten Blutungsraten unddie Erfolgsrate für die Blutungsbehandlung sind in Tabelle 3 dargestellt.
Teil B: Insgesamt wurden 43 PUPs/MTPs eingeschlossen und wiesen eine Expositionszeit im Medianvon 46 EDs (Bereich 1 bis 55 EDs) auf. Die mediane Behandlungsdosis bei Blutungen in allen
PUPs/MTPs betrug 40,5 I.E./kg und 78,1% aller Blutungen wurden erfolgreich mit ≤ 2 Infusionenbehandelt.
Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung bei PUPs/MTPs war die Bildung von Faktor VIII-
Inhibitoren (siehe Abschnitt 4.8). FVIII-Inhibitoren wurden bei 23 von 42 Patienten mit einem Median(Bereich) von 9 (4 - 42) EDs zum Zeitpunkt des ersten positiven Inhibitortests nachgewiesen. Sechsdieser Patienten wiesen niedrigtitrige Inhibitoren auf (≤ 5.0 B.E.) und 17 Patienten hochtitrige
Inhibitoren.
Verlängerung: Von den 94 behandelten Patienten wurden 82 Patienten in die Leopold-Kids-
Verlängerungsstudie eingeschlossen; davon erhielten 79 Patienten eine Behandlung mit Kovaltry und67 Patienten eine Prophylaxe-Behandlung mit Kovaltry. Die mediane Zeit in der Verlängerungsstudiebetrug 3,1 Jahre (Bereich 0,3 bis 6,4 Jahre), die mediane Dauer in der gesamten Studie (Haupt- plus
Verlängerungsstudie) betrug 3,8 Jahre (Bereich 0,8 bis 6,7 Jahre).
Während der Verlängerungsstudie bekamen 67 von 82 Patienten Kovaltry als Prophylaxe-Behandlung.
Bei den 67 Patienten wurden insgesamt 472 Blutungen mit Kovaltry behandelt, mit 1-2 Infusionen fürden Großteil der Blutungen (83,5%). Das Ansprechen auf die Behandlung war in den meisten (87,9%)
Fällen gut oder exzellent.
Immuntoleranzinduktion (ITI)Daten zu ITI wurden in Patienten mit Hämophilie A gesammelt. 11 Patienten mit hohen Inhibitor-
Titern erhielten ITI mit verschiedenen Behandlungsregimen von dreimal die Woche bis zu zweimaltäglich. 5 Patienten schlossen die ITI am Ende der Studie mit einem negativen Inhibitor-Ergebnis ab,und 1 Patient hatte einen niedrigen Titer (1,2 B.E./ml) zum Zeitpunkt der ITI-Beendigung.
Tabelle 3: Verbrauch und Gesamterfolgsraten (ausschließlich prophylaktisch behandelte
Patienten)
Jüngere Ältere Jugendliche und Erwachsene Gesamt
Kinder Kinder 12-65 Jahre(0 <6 (6 <12
Jahre) Jahre)
Studie 1 Studie 2 Studie 22 x 3 xwöchent- wöchent-liche liche
Dosis Dosis
Studienteil- 25 26 62 28 31 172nehmer
Dosis/prophylak- 36 I.E./kg 32 I.E./kg 31 I.E./kg 30 I.E./kg 37 I.E./kg 32 I.E./kgtische Injektion, (21; 58 (22; 50 (21; 43 (21; 34 (30; 42 (21; 58
I.E./kg KG I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg)
Median (Min.,
Max.)
ABR - alle 2,0 0,9 1,0 4,0 2,0 2,0
Blutungen (0,0; 6,0) (0,0; 5,8) (0,0; 5,1) (0,0; 8,0) (0,0; 4,9) (0,0; 6,1)(Median, Q1,Q3)
Dosis/Injektion 39 I.E./kg 32 I.E./kg 29 I.E./kg 28 I.E./kg 31 I.E./kg 31 I.E./kgzur Behandlung (21; 72 (22; 50 (13; 54 (19; 39 (21; 49 (13; 72einer Blutung I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg) I.E./kg)
Median (Min.;
Max.)
Erfolgsrate* 92,4 % 86,7 % 86,3 % 95,0 % 97,7 % 91,4 %
ABR: annualisierte Blutungsrate
Q1: erstes Quartil; Q3: drittes Quartil
KG: Körpergewicht
* Erfolgsrate war definiert als prozentualer Anteil der Blutungen, die mit ≤ 2 Infusionen erfolgreichbehandelt wurden
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Das pharmakokinetische (PK) Profil von Kovaltry wurde nach der Gabe von 50 I.E./kg beivorbehandelten Patienten (PTPs) mit schwerer Hämophilie A in 21 Patienten im Alter von≥ 18 Jahren, 5 Patienten ≥ 12 und < 18 Jahren und 19 Patienten < 12 Jahren untersucht.
Auf der Grundlage aller verfügbaren Faktor-VIII-Messungen (von engmaschigen PK
Probenentnahmen und allen Recovery Proben) der drei Studien wurde ein Populations-PK Modellentwickelt, das die Berechnung der PK Parameter für die Patienten in den verschiedenen Studienermöglichte. In der nachstehenden Tabelle 4 sind die PK Parameter auf der Basis des Populations-PK
Modells dargestellt.
Tabelle 4: PK Parameter (geometrischer Mittelwert [%CV]), bestimmt mithilfe eineschromogenen Tests*
PK Parameter ≥ 18 Jahre 12 bis < 18 Jahre 6 bis < 12 Jahre 0 bis < 6 Jahren = 109 n = 23 n = 27 n = 24
T1/2 (h) 14,8 (34) 13,3 (24) 14,1 (31) 13,3 (24)
AUC (I.E. h/dl) ** 1858 (38) 1523 (27) 1242 (35) 970 (25)
CL (dl/h/kg) 0,03 (38) 0,03 (27) 0,04 (35) 0,05 (25)
Vss (dl/kg) 0,56 (14) 0,61 (14) 0,77 (15) 0,92 (11)
* Auf der Basis der populations-PK Schätzungen
**AUC berechnet für eine Dosis von 50 I.E./kg
Wiederholte PK Messungen nach 6 bis 12 Monaten prophylaktischer Behandlung mit Kovaltryergaben keine Hinweise auf relevante Veränderungen der PK Merkmale bei langfristiger Behandlung.
In einer internationalen Studie mit 41 klinischen Laboren wurde das Verhalten von Kovaltry in
FVIII:C-Tests untersucht und mit einem auf dem Markt befindlichen Volllängen rFVIII Produktverglichen. Für beide Produkte ergaben sich konsistente Ergebnisse. Die FVIII:C-Spiegel von
Kovaltry im Plasma können im Labor routinemäßig sowohl mit einem Einstufen-Gerinnungstest alsauch mit einem chromogenen Test bestimmt werden.
Die Analyse aller aufgezeichneten inkrementellen Recoveries bei vorbehandelten Patienten zeigte für
Kovaltry einen medianen Anstieg von > 2 % (> 2 I.E./dl) pro I.E./kg Körpergewicht. Dieses Ergebnisist vergleichbar mit den Werten für Faktor VIII, der aus menschlichem Plasma gewonnen wurde. Überden 6-12-monatigen Behandlungszeitraum traten keine relevanten Änderungen auf.
Tabelle 5: Inkrementelle Recovery Werte in Phase-III-Studien
Studienteilnehmer n = 115
Ergebnisse des chromogenen Tests 2,3 (1,8; 2,6)
Median; (Q1; Q3) (I.E./dl/I.E./kg)
Ergebnisse des Einstufentests 2,2 (1,8; 2,4)
Median; (Q1; Q3) (I.E./dl/I.E./kg)
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf Studien zur Sicherheitspharmakologie, in vitro Genotoxizität und zur akuten Toxizitätbei wiederholter Gabe zeigten die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen.
Studien zur Toxizität nach wiederholter Gabe mit einer Dauer von mehr als 5 Tagen, Studien zur
Reproduktionstoxizität und Studien zum kanzerogenen Potential wurden nicht durchgeführt. Aufgrundder Bildung von Antikörpern gegen humane Fremdproteine bei Tieren wurden solche Studien als nichtsinnvoll erachtet. Zudem ist Faktor-VIII ein natürlich vorkommendes Protein und nicht dafür bekannt,reproduktive oder karzinogene Wirkungen zu haben.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
PulverSucroseHistidin
Glycin (E 640)
Natriumchlorid
Calciumchlorid - Dihydrat (E 509)
Polysorbat 80 (E 433)
Eisessig (für pH-Wert Einstellung) (E 260)
LösungsmittelWasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Es sollten ausschließlich die mitgelieferten Infusions-Sets zur Rekonstitution und Injektion benutztwerden, da die Therapie als Folge einer Adsorption von rekombinantem humanem
Gerinnungsfaktor VIII an inneren Oberflächen mancher Infusionssets versagen kann.
6.3 Haltbarkeit
30 Monate
Nach Rekonstitution konnte die chemische und physikalische Stabilität der Lösung bei
Raumtemperatur für 3 Stunden gezeigt werden.
Die gebrauchsfertige Lösung sollte aus mikrobiologischer Sicht umgehend verwendet werden. Wirddie Lösung nicht umgehend verwendet, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen in der
Verantwortung des Anwenders.
Die gebrauchsfertige Lösung nicht kühl stellen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche und die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zuschützen.
Innerhalb der Dauer der Haltbarkeit von insgesamt 30 Monaten kann das Produkt im Umkarton übereinen begrenzten Zeitraum von 12 Monaten bei bis zu 25 °C aufbewahrt werden. In diesem Fallverfällt das Produkt am Ende der 12-Monatsfrist oder nach Ablauf des auf der Durchstechflascheangegebenen Verfalldatums; maßgeblich ist der frühere Zeitpunkt. Das neue Verfalldatum muss aufdem Umkarton vermerkt werden.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
oder die Implantation
Jede Einzelpackung Kovaltry enthält:
* eine Durchstechflasche mit Pulver (10 ml Typ 1 Klarglas-Durchstechflasche mit grauem
Halogenbutyl-Stopfen und Bördelkappe aus Aluminium)
* eine Fertigspritze (3 ml oder 5 ml) mit 2,5 ml (für 250 I.E., 500 I.E. und 1000 I.E.) oder 5 ml(für 2000 I.E. und 3000 I.E.) Lösungsmittel (Typ 1 Klarglaszylinder mit grauem Brombutyl-
Stopfen)
* Spritzenstempel
* Adapter für die Durchstechflasche
* ein Venenpunktionsbesteck
Packungsgrößen− Eine Einzelpackung.− Eine Sammelpackung mit 30 Einzelpackungen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungEine detaillierte Anleitung zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung und zur Anwendung ist inder Packungsbeilage enthalten, die mit Kovaltry geliefert wird.
Das gebrauchsfertige Arzneimittel ist eine klare und farblose Lösung.
Die Rekonstitution des Kovaltry-Pulvers sollte ausschließlich mit der mitgelieferten Fertigspritze mit
Lösungsmittel (2,5 ml oder 5 ml Wasser für Injektionszwecke) und dem Adapter für die
Durchstechflasche erfolgen. Für die Injektion muss das Produkt unter aseptischen Bedingungenzubereitet werden. Wenn eine der Komponenten der Packung geöffnet oder beschädigt ist, dürfen Siediese Komponente nicht verwenden.
Nach vollständiger Rekonstitution ist die Lösung klar. Parenterale Arzneimittel sind vor der
Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbung zu prüfen. Sie dürfen Kovaltry nicht verwenden,wenn Sie sichtbare Partikel oder eine Trübung bemerken.
Nach der Rekonstitution wird die Lösung in die Fertigspritze aufgezogen. Kovaltry ist mit den in jeder
Packung enthaltenen Komponenten (Adapter für die Durchstechflasche, Fertigspritze,
Venenpunktionsbesteck) zu rekonstituieren und zu verabreichen.
Vor der Anwendung muss die gebrauchsfertige Lösung filtriert werden, um mögliche Partikel zuentfernen. Die Filtration erfolgt mithilfe des Adapters für die Durchstechflasche.
Das mitgelieferte Venenpunktionsbesteck darf nicht für Blutentnahmen verwendet werden, da es einen
Filter enthält.
Dieses Produkt ist nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Bayer AG51368 Leverkusen
Deutschland
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/15/1076/002 - 1 x (Kovaltry 250 I.E. - Lösungsmittel (2,5 ml); Fertigspritze (3 ml))
EU/1/15/1076/012 - 1 x (Kovaltry 250 I.E. - Lösungsmittel (2,5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/004 - 1 x (Kovaltry 500 I.E. - Lösungsmittel (2,5 ml); Fertigspritze (3 ml))
EU/1/15/1076/014 - 1 x (Kovaltry 500 I.E. - Lösungsmittel (2,5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/006 - 1 x (Kovaltry 1000 I.E. - Lösungsmittel (2,5 ml); Fertigspritze (3 ml))
EU/1/15/1076/016 - 1 x (Kovaltry 1000 I.E. - Lösungsmittel (2,5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/008 - 1 x (Kovaltry 2000 I.E. - Lösungsmittel (5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/010 - 1 x (Kovaltry 3000 I.E. - Lösungsmittel (5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/017 - 30 x (Kovaltry 250 I.E. - Lösungsmittel (2.5 ml); Fertigspritze (3 ml))
EU/1/15/1076/018 - 30 x (Kovaltry 250 I.E. - Lösungsmittel (2.5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/019 - 30 x (Kovaltry 500 I.E. - Lösungsmittel (2.5 ml); Fertigspritze (3 ml))
EU/1/15/1076/020 - 30 x (Kovaltry 500 I.E. - Lösungsmittel (2.5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/021 - 30 x (Kovaltry 1000 I.E. - Lösungsmittel (2.5 ml); Fertigspritze (3 ml))
EU/1/15/1076/022 - 30 x (Kovaltry 1000 I.E. - Lösungsmittel (2.5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/023 - 30 x (Kovaltry 2000 I.E. - Lösungsmittel (5 ml); Fertigspritze (5 ml))
EU/1/15/1076/024 - 30x (Kovaltry 3000 I.E. - Lösungsmittel (5 ml); Fertigspritze (5 ml))
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 18. Februar 2016
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.