Angewendet bei: Osteoporose
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Teriparatid (Parathormon-Analogon)
ATC: H05AA02 (Systemische Hormonpräparate, exkl. Sexualhormone und Insuline | Nebenschilddrüsenhormone und Analoga)
Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Teriparatid ist ein Medikament zur Behandlung von schwerer Osteoporose bei Erwachsenen, insbesondere bei postmenopausalen Frauen, Männern mit hohem Frakturrisiko und Patienten mit durch Glukokortikoide induzierter Osteoporose. Es ist eine synthetische Form des Parathormons (PTH), das die Knochenbildung durch die Aktivierung von Osteoblasten (knochenbildende Zellen) stimuliert.
Teriparatid wird subkutan injiziert, in der Regel einmal täglich, und die Behandlungsdauer ist begrenzt (normalerweise bis zu 2 Jahre), da eine längere Anwendung das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann. Die Behandlung mit Teriparatid kann die Knochendichte verbessern und das Risiko für Wirbel- und Nicht-Wirbelfrakturen erheblich verringern.
Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Schwindel, Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe und Reaktionen an der Injektionsstelle. Es ist kontraindiziert bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Osteosarkome (Knochenkrebs), wie z. B. bei Morbus Paget, vorheriger Strahlenexposition oder erhöhten alkalischen Phosphatasewerten.
Kauliv 20 Mikrogramm/80 Mikroliter Injektionslösung
Jede Dosis von 80 Mikrolitern enthält 20 Mikrogramm Teriparatid*.
Jede Patrone mit 3 ml Lösung enthält 750 Mikrogramm Teriparatid (entsprechend 250 Mikrogrammpro ml).
*Teriparatid, rhPTH (1-34), hergestellt in E. coli mittels rekombinanter DNA-Technologie, istidentisch mit der Sequenz der 34 N-terminalen Aminosäuren des endogenen humanen Parathormons.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung.
Farblose, klare Injektionslösung.
Kauliv ist angezeigt zur Behandlung von Erwachsenen.
Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern mit einem hohen
Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1). Bei postmenopausalen Frauen wurde eine signifikante Reduktionder Inzidenz vertebraler und extravertebraler Frakturen, aber nicht von Hüftfrakturen, nachgewiesen.
Behandlung der mit einer systemischen Langzeit-Glucocorticoidtherapie assoziierten Osteoporose bei
Frauen und Männern mit hohem Frakturrisiko (siehe Abschnitt 5.1).
Die empfohlene Kauliv-Dosis ist einmal täglich 20 Mikrogramm.
Patienten sollten zur Nahrungsergänzung Calcium und Vitamin D erhalten, falls die Aufnahme überdie Ernährung nicht ausreicht.
Die insgesamt maximale Therapiedauer mit Teriparatid beträgt 24 Monate (siehe Abschnitt 4.4). Diese24-monatige Therapie mit Teriparatid sollte im Laufe des Lebens beim gleichen Patienten nichtwiederholt werden.
Nach Beendigung der Teriparatid-Therapie kann die Osteoporose-Behandlung mit anderen
Osteoporose-Therapeutika fortgeführt werden.
Besondere PatientengruppenEine altersabhängige Dosisanpassung ist nicht notwendig (siehe Abschnitt 5.2).
NiereninsuffizienzTeriparatid darf bei schwerer Niereninsuffizienz nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei
Patienten mit mittelschwerer Niereninsuffizienz muss Teriparatid mit Vorsicht angewendet werden.
Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen notwendig.
LeberinsuffizienzVon Patienten mit gestörter Leberfunktion liegen keine Daten vor (siehe Abschnitt 5.3). Daher ist
Teriparatid mit Vorsicht anzuwenden.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit offenen Epiphysen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Teriparatid bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren istnicht erwiesen. Teriparatid darf bei Kindern oder Jugendlichen (unter 18 Jahren) oder jungen
Erwachsenen mit offenen Epiphysen nicht angewendet werden.
Art der AnwendungKauliv wird einmal täglich als subkutane Injektion in Oberschenkel oder Abdomen verabreicht.
Den Patienten muss die richtige Injektionstechnik erklärt werden (siehe Abschnitt 6.6). Für
Anweisungen zur Handhabung des Arzneimittels vor der Verabreichung, siehe Abschnitt 6.6. Eine
Bedienungsanleitung, die im Umkarton des Pens enthalten ist, steht ebenfalls zur Verfügung, um den
Patienten den korrekten Gebrauch des Pens zu erläutern.
* Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
* Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6).
* Vorbestehende Hyperkalzämie.
* Schwere Niereninsuffizienz.
* Metabolische Knochenkrankheiten (einschließlich Hyperparathyreoidismus und
Paget-Krankheit) mit Ausnahme der primären Osteoporose oder der Glucocorticoid-induzierten
Osteoporose.* Ungeklärte Erhöhung der alkalischen Phosphatase.
* Vorausgegangene Strahlentherapie mit externer Strahlenquelle oder implantierter
Strahlenquelle, bei der das Skelett im Strahlenfeld lag.
* Patienten mit malignen Skeletterkrankungen oder Knochenmetastasen dürfen nicht mit
Teriparatid behandelt werden.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Serum- und Urin-Calciumspiegel
Bei normokalzämischen Patienten wurde eine leichte und vorübergehende Erhöhung der Serum-
Calciumspiegel nach der Injektion beobachtet. Die Serum-Calciumspiegel erreichten nach 4 bis6 Stunden ein Maximum und fielen 16 bis 24 Stunden nach jeder Teriparatid-Anwendung wieder aufden Ausgangswert zurück. Deshalb sollte, wenn einem Patienten Blutproben zur Bestimmung des
Serum-Calciumwertes entnommen werden, dies frühestens 16 Stunden nach der letzten Teriparatid-
Injektion geschehen. Eine regelmäßige Überwachung der Calciumspiegel ist während der Therapienicht erforderlich.
Teriparatid kann geringe Anstiege der Urin-Calcium-Ausscheidung verursachen, die Inzidenz einer
Hypercalciurie unterschied sich in klinischen Studien jedoch nicht von der Placebo-behandelter
Patienten.
Urolithiasis
Teriparatid wurde bei Patienten mit einer bestehenden Urolithiasis nicht untersucht. Teriparatid mussbei Patienten mit einer derzeit oder vor kurzem bestehenden Urolithiasis mit Vorsicht angewendetwerden, da die Möglichkeit bestehen könnte, dass sich dieser Zustand verschlechtert.
Orthostatische HypotonieIn kurzen klinischen Studien mit Teriparatid wurden Episoden einer vorübergehenden orthostatischen
Hypotonie vereinzelt beobachtet. Typischerweise begann dieses Ereignis innerhalb von 4 Stundennach der Applikation und klang innerhalb eines Zeitraums von wenigen Minuten bis zu wenigen
Stunden spontan ab. Wenn eine vorübergehende orthostatische Hypotonie auftrat, geschah dieswährend der ersten Anwendungen, wurde durch ein vorübergehendes Hinlegen verbessert und hattekeinen Therapieabbruch zur Folge.
Nierenfunktion
Bei Patienten mit mittelschwer eingeschränkter Nierenfunktion muss Teriparatid mit Vorsichtangewendet werden.
Junge Erwachsene
Erfahrungen bei jüngeren Erwachsenen, einschließlich prämenopausaler Frauen, sind begrenzt (siehe
Abschnitt 5.1). Eine Behandlung darf bei diesen Patienten nur begonnen werden, wenn der Nutzeneindeutig die Risiken überwiegt.
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Teriparatid eine zuverlässige
Verhütungsmethode anwenden. Wenn eine Schwangerschaft eintritt, muss Teriparatid abgesetztwerden.
BehandlungsdauerBei Studien an Ratten zeigte sich eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen bei Langzeit-Anwendungvon Teriparatid (siehe Abschnitt 5.3). Bis zum Vorliegen weiterer klinischer Daten darf dieempfohlene Behandlungsdauer von 24 Monaten nicht überschritten werden.
Sonstiger BestandteilDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h., es ist nahezu'natriumfrei“.
Während einer Studie mit 15 gesunden Probanden, denen täglich Digoxin bis zum Steady Stateverabreicht wurde, änderte eine einzelne Teriparatid-Dosis die kardiale Wirkung von Digoxin nicht.
Allerdings weisen vereinzelte Fallberichte darauf hin, dass eine Hyperkalzämie Patienten für eine
Digitalis-Toxizität prädisponieren kann. Da Teriparatid vorübergehend den Serum-Calciumspiegelerhöht, darf Teriparatid bei Patienten, die Digitalis einnehmen, nur mit Vorsicht eingesetzt werden.
Teriparatid wurde in pharmakodynamischen Studien bezüglich Wechselwirkungen mit
Hydrochlorothiazid untersucht. Es wurden keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen beobachtet.
Die gleichzeitige Gabe von Raloxifen oder eine gleichzeitige Hormonersatztherapie zusammen mit
Teriparatid änderteweder die Wirkungvon Teriparatid auf Serum- oder Urin-Calciumspiegel noch seine
Verträglichkeit.
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütungsmethoden bei Frauen
Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Teriparatid eine zuverlässige
Verhütungsmethode anwenden. Wenn eine Schwangerschaft eintritt, muss Kauliv abgesetzt werden.
SchwangerschaftKauliv ist während der Schwangerschaft kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
StillzeitKauliv ist während der Stillzeit kontraindiziert. Es ist nicht bekannt, ob Teriparatid in die Muttermilchübergeht.
FertilitätIn Studien an Kaninchen wurde eine Reproduktionstoxizität beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Die
Auswirkung von Teriparatid auf die Entwicklung des menschlichen Fetus wurde nicht untersucht. Daspotentielle Risiko beim Menschen ist nicht bekannt.
Kauliv hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Bei einigen Patienten wurde eine vorübergehendeorthostatische Hypotonie oder Schwindel beobachtet. In solchen Fällen sollte von der aktiven
Teilnahme am Straßenverkehr und dem Bedienen von Maschinen abgesehen werden, bis die
Symptome wieder abgeklungen sind.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei mit Teriparatid behandelten Patienten waren
Übelkeit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenIn klinischen Studien mit Teriparatid berichteten 82,8 % der Teriparatid- und 84,5 % der Placebo-
Patienten mindestens ein unerwünschtes Ereignis.
Die im Zusammenhang mit der Anwendung von Teriparatid in klinischen Osteoporosestudien undnach Markteinführung beobachteten Nebenwirkungen werden in der nachstehenden Tabellezusammengefasst.
Die folgende Konvention ist für die Klassifikation von Nebenwirkungen verwendet worden: sehrhäufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100) und selten (≥ 1/10 000,< 1/1 000).
Tabelle 1. Nebenwirkungen
MedDRA- Häufigkeit Nebenwirkungen
Systemorganklasse
Erkrankungen des Häufig Anämie
Blutes und des
Lymphsystems
Erkrankungen des Selten Anaphylaxie
Immunsystems
Häufig Hypercholesterinämie
Stoffwechsel- und Gelegentlich Hyperkalzämie höher als 2,76 mmol/l, Hyperurikämie
Ernährungsstörungen
Rare Hyperkalzämie höher als 3,25 mmol/l
Psychiatrische
Erkrankungen Häufig Depression
Erkrankungen des
Nervensystems Häufig Schwindel, Kopfschmerzen, Ischiassyndrom, Synkope
Erkrankungen des Ohrsund des Labyrinths Häufig Vertigo
Häufig Palpitationen
HerzerkrankungenGelegentlich Tachykardie
Gefäßerkrankungen Häufig Hypotonie
Erkrankungen der Häufig Dyspnoe
Atemwege, des
Brustraums und Gelegentlich Emphysem
Mediastinums
Erkrankungen des Häufig Nausea, Emesis, Hiatushernie, Refluxösophagitis
Gastrointestinaltrakts
Gelegentlich Hämorrhoiden
Erkrankungen der
Haut und des Häufig Vermehrtes Schwitzen
Unterhautgewebes
Sehr häufig Gliederschmerzen
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und Häufig Muskelkrämpfe
Knochenerkrankungen
Gelegentlich Myalgie, Arthralgie, Rückenkrämpfe/-schmerzen*
Erkrankungen der
Nieren und Harnwege Gelegentlich Harninkontinenz, Polyurie, Harndrang, Nephrolithiasis
Selten Niereninsuffizienz/Verschlechterung der Nierenfunktion
Allgemeine
Erkrankungen und
Müdigkeit, Thoraxschmerzen, Asthenie, leichte und
Beschwerden am
Häufig vorübergehende Reaktionen an der Injektionsstelle mit
Verabreichungsort
Schmerz, Schwellung, Erythem, lokalem Hämatom,
Juckreiz und leichter Blutung an der Injektionsstelle
Gelegentlich Erythem an der Injektionsstelle, Reaktion an der
Injektionsstelle
Mögliche allergische Ereignisse kurz nach der Injektion:
Selten akute Dyspnoe, Ödem im Mund- oder Gesichtsbereich,generalisierte Urtikaria, Thoraxschmerz, Ödeme(hauptsächlich peripher)
Untersuchungen Gelegentlich Gewichtszunahme, kardiale Geräusche, Anstieg deralkalischen Phosphatase
*Es wurde über schwerwiegende Fälle von krampfartigen Rückenschmerzen berichtet, die innerhalbvon Minuten nach der Injektion auftraten.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenIn klinischen Studien wurden die folgenden Wirkungen mit einer Häufigkeitsabweichung ≥ 1 %gegenüber Placebo berichtet: Vertigo, Nausea, Gliederschmerzen, Schwindel, Depression, Dyspnoe.
Teriparatid erhöht die Serumharnsäure-Konzentrationen. In klinischen Studien hatten 2,8 % der
Teriparatid-Patienten im Vergleich zu 0,7 % der Placebo-Patienten Serumharnsäure-Konzentrationenoberhalb des Referenzbereichs. Allerdings führte diese Hyperurikämie nicht zu einem gehäuften
Auftreten von Gicht, Arthralgie oder Urolithiasis.
Arzneimittelantikörper, falls vorhanden, werden vermutlich ebenso wie bei anderen Teriparatid-haltigen Arzneimitteln beobachtet. Es fanden sich keine Hinweise auf
Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische Reaktionen sowie keine Unterschiede in der Wirkung von
Teriparatid auf den Serum-Calciumspiegel oder auf die Knochenmineraldichte (BMD).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Teriparatid wurde in Einzeldosen von bis zu 100 Mikrogramm und über 6 Wochen hinweg mit bis zu60 Mikrogramm/Tag angewendet.
Als Auswirkungen einer Überdosierung kann eine verzögert auftretende Hyperkalzämie sowie das
Risiko einer orthostatischen Hypotension erwartet werden. Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und
Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten.
Erfahrungen mit Überdosierungen aus Spontanberichten nach Markteinführung
Seit Markteinführung liegen Spontanberichte von Dosierungsfehlern vor, bei denen der gesamte Inhalt(bis zu 750 Mikrogramm) des Teriparatid-Pens als Einmaldosis verabreicht wurde. Dievorübergehenden Ereignisse umfassten Übelkeit, Schwäche/Lethargie und Hypotonie. In einigen
Fällen traten nach einer Überdosierung keine unerwünschten Ereignisse auf. Es wurden keine
Todesfälle im Zusammenhang mit einer Überdosierung berichtet.
Behandlung einer ÜberdosierungEs existiert kein spezifisches Antidot für Teriparatid. Die Behandlung einer vermuteten Überdosierungsollte ein vorübergehendes Absetzen von Teriparatid, eine Überwachung des Serum-Calciumspiegelssowie geeignete unterstützende Maßnahmen wie Flüssigkeitszufuhr beinhalten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Calciumhomöostase, Nebenschilddrüsenhormone und -Analoga,
ATC-Code: H05AA02
Kauliv ist ein biologisch/biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel, das im Wesentlichen einembereits zugelassenen Arzneimittel gleicht. Ausführliche Informationen sind auf den Internetseiten der
Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.
WirkmechanismusDas aus 84 Aminosäuren bestehende endogene Parathormon (PTH) ist der Hauptregulator des
Calcium- und Phosphatstoffwechsels in Knochen und Niere. Teriparatid (rhPTH(1-34)) ist das aktive
Fragment (1-34) des endogenen humanen Parathormons. Die physiologische Wirkung von PTHbeinhaltet die Stimulation der Knochenbildung durch direkte Wirkung auf die knochenbildenden
Zellen (Osteoblasten); indirekt bewirkt es eine Steigerung der intestinalen Calciumresorption, eine
Steigerung der tubulären Calcium-Rückresorption und der renalen Phosphat-Ausscheidung.
Pharmakodynamische WirkungTeriparatid ist ein knochenaufbauendes Arzneimittel zur Behandlung der Osteoporose. Die Wirkungvon Teriparatid auf den Knochen ist abhängig von der Art der systemischen Exposition. Die einmaltägliche Teriparatid-Gabe erhöht den Anbau von neuem Knochengewebe auf trabekulären undkortikalen Knochenoberflächen (am Endost und am Periost) durch stärkere Stimulation der
Osteoblasten-Aktivität im Vergleich zur Stimulation der Osteoklasten-Aktivität.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitRisikofaktoren
Zur Identifizierung von Frauen und Männern mit einem erhöhten Risiko für osteoporotische Frakturen,die von einer Behandlung profitieren können, müssen unabhängige Risikofaktoren, wie z. B. niedrige
BMD, Alter, vorangegangene Frakturen, familiäre Vorbelastung für Hüftfrakturen, hoher
Knochenumsatz und niedriger Body Mass Index herangezogen werden.
Bei prämenopausalen Frauen mit glucocorticoidinduzierter Osteoporose sollte das Vorliegen eineshohen Frakturrisikos dann in Betracht gezogen werden, wenn sie bereits eine Fraktur erlitten haben.
Auch mehrere andere Risikofaktoren können mit einem hohen Frakturrisiko assoziiert sein (z. B. eineniedrige Knochenmineraldichte [z. B. T-Score ≤ -2], eine langfristig hoch dosierte Glucocorticoid-
Therapie [z. B. ≥ 7,5 mg/Tag für mindestens 6 Monate], eine hohe Aktivität der Grunderkrankung,niedrige Sexualhormon-Spiegel).
Postmenopausale Osteoporose
In die Zulassungsstudie wurden 1 637 postmenopausale Frauen eingeschlossen (Durchschnittsalter69,5 Jahre). 90 % der Patientinnen hatten vor Behandlungsbeginn bereits eine oder mehrere vertebrale
Frakturen erlitten und die vertebrale BMD lag durchschnittlich bei 0,82 g/cm2 (entspricht T-Score= −2,6). Alle Patientinnen erhielten als Basismedikation täglich 1 000 mg Calcium und mindestens400 IE Vitamin D. Die Ergebnisse der bis zu 24 Monate dauernden Teriparatid-Behandlung (Median:19 Monate) zeigten eine statistisch signifikante Senkung der Frakturrate (Tabelle 2). Um eine odermehrere vertebrale Frakturen zu verhindern, müssen 11 Frauen über eine mittlere Zeitdauer von19 Monaten behandelt werden.
Tabelle 2. Inzidenz von Frakturen bei postmenopausalen Frauen
Placebo Teriparatid Relatives Risiko(n = 544) (%) (n = 541) (%) (95 % CI)vs. Placebo
Neue vertebrale Fraktur (≥ 1)a 14,3 5,0b 0,35(0,22; 0,55)
Mehrere vertebrale Frakturen (≥ 1)a 4,9 1,1b 0,23(0,09; 0,60)
Extravertebrale osteoporotische 5,5 % 2,6 %b 0,47
Frakturenc (0,25; 0,87)
Wichtige extravertebrale 3,9 % 1,5 %b 0,38osteoporotische Frakturenc (0,17; 0,86)(Hüfte, Unterarm, Oberarm, Rippenund Becken)
Abkürzungen: n = Anzahl der Patienten, die randomisiert wurden; CI = Konfidenzintervalla Die Inzidenz vertebraler Frakturen wurde bei 448 Placebo-Patientinnen und 444 Teriparatid-
Patientinnen, von denen Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule bei Studienbeginn und
Folgeunteruntersuchungen vorlagen, analysiert.
b p ≤ 0,001 im Vergleich zu Placeboc Eine signifikante Verminderung des Auftretens von Hüftfrakturen wurde nicht gezeigt.p ≤ 0,025 im Vergleich zu Placebo
Nach (median) 19-monatiger Behandlung war die BMD im Vergleich zu Placebo in der
Lendenwirbelsäule um 9 % und an der Hüfte um 4 % (p < 0,001) angestiegen.
Nach der Behandlung: Nach Beendigung der Teriparatid-Behandlung wurden 1 262 derpostmenopausalen Frauen aus der Zulassungsstudie in eine post-therapeutische Beobachtungsstudieaufgenommen. Das primäre Ziel dieser Studie war, Daten zur Sicherheit und Unbedenklichkeit von
Teriparatid zu erheben. Darüber hinaus wurden Daten zu vertebralen Frakturen erhoben und bewertet.
Während dieser Beobachtungsstudie war die Anwendung anderer Osteoporose-Therapien erlaubt.
In dieser Beobachtungszeit (Median: 18 Monate) nach Abschluss der Teriparatid-Behandlung erlittenim Vergleich zur ehemaligen Placebo-Gruppe 41 % (p=0,004) weniger Patientinnen mindestens eineneue vertebrale Fraktur.
In einer offenen Studie wurden 503 postmenopausale Frauen mit schwerer Osteoporose und einerosteoporotischen Fraktur innerhalb der vorausgegangenen 3 Jahre (83 % hatten zuvor eine
Osteoporose-Therapie erhalten) mit Teriparatid bis zu 24 Monate behandelt. Nach 24 Monaten betrugdie mittlere Zunahme der BMD vom Ausgangswert an Lendenwirbelsäule, Gesamthüfte und
Oberschenkelhals 10,5 %, 2,6 % und 3,9 %. Die mittlere Zunahme der BMD von 18 bis 24 Monatenbetrug 1,4 %, 1,2 % und 1,6 % an Lendenwirbelsäule, Gesamthüfte und Oberschenkelhals.
In einer 24-monatigen, randomisierten, doppelblinden, vergleichskontrollierten Phase-4-Studie wurden1 360 postmenopausale Frauen mit bestehender Osteoporose eingeschlossen. 680 Patientinnen wurdenauf Teriparatid und 680 Patientinnen auf oral verabreichtes Risedronat (35 mg/Woche) randomisiert.
Zu Behandlungsbeginn lag das mittlere Alter der Frauen bei 72,1 Jahren und sie hatten im Mittel zweivorangegangene vertebrale Frakturen; 57,9 % der Patientinnen hatten zuvor eine
Bisphosphonattherapie erhalten und 18,8 % nahmen während der Studie Glucocorticoide als
Begleitmedikation ein. 1 013 (74,5 %) Patientinnen schlossen auch die Visite nach 24 Monaten ab.
Die mittlere (mediane) kumulative Dosis an Glucocorticoiden betrug im Teriparatid-Arm 474,3(66,2) mg und 898,0 (100,0) mg im Risedronat-Arm. Die mittlere (mediane) Vitamin D-Aufnahme im
Teriparatid-Arm betrug 1 433 IE/Tag (1 400 IE/Tag) und im Risedronat-Arm 1 191 IE/Tag(900 IE/Tag). Bei den Patientinnen, bei denen zu Studienbeginn und bei Folgeuntersuchungen
Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule angefertigt wurden, betrug die Inzidenz neuer vertebraler
Frakturen 28/516 (5,4 %) bei den mit Teriparatid behandelten Patientinnen und 64/533 (12,0 %) beiden mit Risedronat behandelten Patientinnen, relatives Risiko (95 % KI) = 0,44 (0,29 - 0,68),p < 0,0001. Die kumulative Inzidenz von gepoolten klinischen Frakturen (klinische vertebrale undextravertebrale Frakturen) betrug 4,8 % bei den mit Teriparatid behandelten und 9,8 % bei den mit
Risedronat behandelten Patientinnen, Hazard Ratio (95 % KI) = 0,48 (0,32 - 0,74), p = 0,0009.
Osteoporose bei Männern437 Männer (mittleres Alter 58,7 Jahre) wurden in eine klinische Studie für Männer mithypogonadaler (definiert als niedriger morgendlicher freier Testosteronspiegel oder erhöhtes FSHbzw. LH) oder idiopathischer Osteoporose aufgenommen. Zu Beginn lag die BMD (T-Score) der
Wirbelsäule und des Oberschenkelhalses bei durchschnittlich -2,2 bzw. -2,1. Vor Studienbeginn hatten35 % der Patienten eine vertebrale Fraktur, 59 % eine extravertebrale Fraktur.
Alle Patienten erhielten als Basismedikation täglich 1 000 mg Calcium und mindestens 400 IE
Vitamin D. Die BMD an der Lendenwirbelsäule war bereits nach 3 Monaten signifikant angestiegen.
Nach 12-monatiger Behandlung war die BMD im Vergleich zu Placebo an der Lendenwirbelsäule um5 % und an der Hüfte um 1 % angestiegen. Allerdings wurde keine signifikante Wirkung auf die
Frakturhäufigkeit nachgewiesen.
Glucocorticoidinduzierte Osteoporose
Die Wirksamkeit von Teriparatid bei Männern und Frauen, die eine längerfristige systemische
Glucocorticoid-Behandlung erhielten (mindestens 5 mg/Tag Prednison oder Äquivalent übermindestens 3 Monate) wurde in der 18-monatigen ersten Phase einer 36-monatigen randomisierten
Doppelblind-Studie mit aktiver Vergleichssubstanz (Alendronat 10 mg/Tag) gezeigt (n = 428). 28 %der Patienten hatten vor Studienbeginn eine oder mehrere radiologisch nachgewiesene
Wirbelfrakturen. Alle Patienten erhielten 1 000 mg Calcium und 800 IE Vitamin D pro Tag.
An dieser Studie nahmen postmenopausale Frauen (n = 277) und prämenopausale Frauen (n = 67)sowie Männer (n = 83) teil. Die postmenopausalen Frauen hatten vor Behandlungsbeginn eindurchschnittliches Alter von 61 Jahren, einen mittleren BMD T-Score der Lendenwirbelsäule von -2,7und eine mittlere Tagesdosis von 7,5 mg Prednison-Äquivalent. 34 % hatten eine oder mehrereradiologisch nachgewiesene Wirbelfrakturen. Die prämenopausalen Frauen hatten eindurchschnittliches Alter von 37 Jahren, einen mittleren BMD T-Score der Lendenwirbelsäule von -2,5und eine mittlere Tagesdosis von 10 mg Prednison-Äquivalent. 9 % hatten eine oder mehrereradiologisch nachgewiesene Wirbelfrakturen. Die Männer hatten ein durchschnittliches Alter von57 Jahren, einen mittleren BMD T-Score der Lendenwirbelsäule von -2,2 und eine mittlere Tagesdosisvon 10 mg Prednison-Äquivalent. 24 % hatten eine oder mehrere radiologisch nachgewiesene
Wirbelfrakturen.
69 % der Patienten vollendeten die 18-monatige erste Phase der Studie. Nach 18 Monaten war die
BMD der Lendenwirbelsäule unter Teriparatid signifikant angestiegen (7,2 %) verglichen mit
Alendronat (3,4 %) (p < 0,001). Unter Teriparatid fand sich ein BMD-Anstieg an der Gesamthüfte um3,6 %, unter Alendronat um 2,2 % (p < 0,01), die BMD des Oberschenkelhalses war unter Teriparatidum 3,7 %, unter Alendronat um 2,1 % (p < 0,05) angestiegen. Bei Patienten, die mit Teriparatidbehandelt wurden, nahm die BMD an Lendenwirbelsäule, Gesamthüfte und Oberschenkelhalszwischen 18 und 24 Monaten um zusätzliche 1,7 %, 0,9 % bzw. 0,4 % zu.
Nach 36 Monaten zeigte eine Analyse der Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule bei 13 (7,7 %) von169 Patienten der Alendronat-Gruppe verglichen mit 3 (1,7 %) von 173 Patienten der Teriparatid-
Gruppe eine neue Wirbelfraktur (p = 0,01). Extravertebrale Frakturen hatten 15 von 214 Patienten der
Alendronat-Gruppe (7,0 %) und 16 von 214 Patienten (7,5 %) der Teriparatid-Gruppe (p = 0,84).
Bei den prämenopausalen Frauen fand sich zwischen Behandlungsbeginn und dem 18-Monats-
Endpunkt der Studie in der Teriparatid-Gruppe ein signifikant höherer Anstieg der BMD an der
Lendenwirbelsäule (4,2 % gegenüber -1,9 %; p < 0,001) und an der Gesamthüfte (3,8 % gegenüber0,9 %; p = 0,005) als in der Alendronat-Gruppe. Es wurde jedoch kein signifikanter Einfluss auf die
Frakturrate gezeigt.
Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 1,7 l/kg. Die Halbwertszeit von Teriparatid beträgt beisubkutaner Applikation etwa eine Stunde. Dies entspricht der Zeit der Resorption an der
Injektionsstelle.
BiotransformationStudien zur Verstoffwechselung und zur Ausscheidung von Teriparatid wurden nicht durchgeführt. Eswird allerdings angenommen, dass die periphere Verstoffwechselung des endogenen Parathormonsüberwiegend in Leber und Niere stattfindet.
EliminationTeriparatid wird über hepatische und extra-hepatische Clearance eliminiert (etwa 62 l/Std. bei Frauenund 94 l/Std. bei Männern).
Ältere PatientenUnterschiede in der Pharmakokinetik von Teriparatid in Abhängigkeit vom Alter wurden nichtgefunden (Spanne von 31 bis 85 Jahre). Dosisanpassungen aufgrund des Alters sind nicht erforderlich.
Teriparatid zeigte bei Standard-Testreihen keine genotoxische Wirkung. Es zeigte keine teratogenen
Effekte bei Ratten, Mäusen oder Kaninchen. Bei trächtigen Ratten und Mäusen, die tägliche
Teriparatid-Dosen von 30 bis 1 000 Mikrogramm/kg erhielten, wurden keine erheblichen Effektefestgestellt. Bei trächtigen Kaninchen hingegen, die mit Tagesdosen von 3 bis 100 Mikrogramm/kgbehandelt wurden, kam es zu fetaler Resorption und einer verringerten Wurfgröße. Die bei Kaninchenaufgetretene Embryotoxizität könnte an ihrer im Vergleich zu Nagetieren wesentlich höheren
Empfindlichkeit gegenüber der Wirkung von PTH auf das ionisierte Calcium im Blut liegen.
Ratten, die fast über ihre gesamte Lebenszeit mit täglichen Injektionen behandelt wurden, zeigtendosisabhängig und höchstwahrscheinlich aufgrund eines epigenetischen Mechanismus eineübersteigerte Knochenbildung und eine erhöhte Inzidenz von Osteosarkomen. Teriparatid erhöhte bei
Ratten nicht die Inzidenz anderer Tumor-Arten. Aufgrund der Unterschiede in der
Knochenphysiologie bei Ratten und Menschen ist die klinische Relevanz dieser Befundewahrscheinlich gering. Bei ovarektomierten Affen wurden weder nach 18-monatiger Behandlung nochwährend einer 3-jährigen Beobachtungsphase nach Ende der Behandlung Knochentumoren gefunden.
Auch wurden weder in klinischen Studien noch während der post-therapeutischen Beobachtungsstudie
Osteosarkome beobachtet.
Tierstudien haben gezeigt, dass ein stark reduzierter hepatischer Blutfluss die Zufuhr von PTH in das
Hauptabbausystem (Kupffer-Sternzellen) und dementsprechend auch die Clearance von PTH (1-84)vermindert.
Essigsäure 99 %
Mannitol (Ph.Eur.)
Metacresol (Ph.Eur.)
Natriumacetat
Salzsäure 10% (zur pH-Wert-Einstellung)
Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
24 Monate
Die chemische, physikalische und mikrobiologische Stabilität wurde bei Lagerung bei 2 - 8 °C übereinen Zeitraum von 28 Tagen während des Gebrauchs nachgewiesen.
Somit kann das Arzneimittel nach Anbruch innerhalb der Dauer der Haltbarkeit für maximal 28 Tagebei 2 °C bis 8 °C gelagert werden.
Nach dem Einsetzen der Patrone in den Pen muss der mit der Patrone befüllte Pen nach Gebrauchsofort wieder in den Kühlschrank zurückgelegt werden. Den Pen nicht mit aufgesetzter Nadel lagern.
Patrone nach dem ersten Gebrauch nicht wieder aus dem Pen entfernen. Die Patrone in dem Pen kannaußerdem in den dem Pen beiliegenden Beutel gelegt werden, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Andere Lagerungszeiten und -bedingungen während des Gebrauchs liegen in der Verantwortung des
Benutzers.
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren. Patrone im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Anbruch des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
3-ml-Patrone (Patrone aus Typ-I-Glas nach USP) mit Kolbenstopfen (Brombutyl) und
Versiegelungsscheibe (Aluminiumscheibe mit Gummibelag), verpackt in Plastikschale mit Deckfolieund Umkarton.
Jede Patrone enthält 3 ml Injektionslösung entsprechend 28 Dosen von jeweils 20 Mikrogramm (pro80 Mikroliter).
Packungsgrößen:1 Patrone oder 3 Patronen.
Packung mit Kauliv-Patrone und -Pen:1 innerer Umkarton mit Kauliv-Patrone (mit 1 Patrone) und 1 innerer Umkarton mit Kauliv-Pen (mit1 Pen).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Kauliv Patronen dürfen ausschließlich mit dem wiederverwendbaren Mehrdosen-Kauliv-Penverwendet werden. Nadeln sind diesem Arzneimittel nicht beigefügt.
Jede Patrone und jeder Pen dürfen nur von einem Patienten verwendet werden. Der Pen kann mit 32 G4 mm Pennadeln zum Einmalgebrauch verwendet werden.
Für jede Injektion muss eine neue, sterile Nadel benutzt werden.
Bevor eine Patrone in den Kauliv-Pen eingesetzt wird, ist stets das Verfalldatum auf dem
Patronenetikett zu prüfen. Um Medikationsfehler zu vermeiden ist sicherzustellen, dass bei der ersten
Anwendung einer neuen Patrone noch mindestens 28 Tage bis zu ihrem Verfalldatum verbleiben.
Vor dem erstmaligen Gebrauch des Pens muss der Patient die dem Pen beigefügte
Bedienungsanleitung gelesen und verstanden haben.
Nach jeder Injektion muss der Pen wieder in den Kühlschrank zurückgelegt werden. Die Patrone darfnach dem ersten Gebrauch und während der 28-tägigen Anwendungszeit nicht wieder aus dem Penentfernt werden. Wenden Sie Kauliv nicht an, wenn es eingefroren ist oder war.
Kauliv darf nicht in eine Spritze umgefüllt werden. Leere Patronen dürfen nicht wieder befüllt werden.
Kauliv darf nicht verwendet werden, falls die Lösung trüb oder verfärbt ist oder sichtbare Partikelenthält.
Das Datum der ersten Injektion sollte auf dem Umkarton der Kauliv-Patrone notiert werden (siehe dasvorgesehene Feld auf dem Umkarton: 'Erster Gebrauch“).
Der Kauliv Mehrweg-Pen verfügt über einen Dosiswähler mit hörbaren Klicks und visuellen
Anzeigen, um die korrekte Vorbereitung (P) und Einstellung der Dosis (D) zu gewährleisten.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zubeseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.