Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels IMJUDO 20mg / ml konzentrat zur herstellung einer infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
IMJUDO 20 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jeder ml des Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 20 mg Tremelimumab(tremelimumab).
Eine Durchstechflasche mit 1,25 ml Konzentrat enthält 25 mg Tremelimumab.
Eine Durchstechflasche mit 15 ml Konzentrat enthält 300 mg Tremelimumab.
Tremelimumab ist ein humaner monoklonaler gegen das zytotoxische T-Lymphozyten assoziierte
Antigen 4 (CTLA-4) gerichteter Immunglobulin-G2-IgG2a-Antikörper, der mittels rekombinanter
DNA-Technologie in Maus-Myelomzellen hergestellt wird.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (steriles Konzentrat).
Klare bis leicht opaleszierende, farblose bis blassgelbe Lösung, frei oder praktisch frei von sichtbaren
Partikeln. Die Lösung hat einen pH-Wert von ca. 5,5 und die Osmolalität beträgt ca. 285 mOsm/kg.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
IMJUDO in Kombination mit Durvalumab ist angezeigt bei Erwachsenen zur Erstlinienbehandlungdes fortgeschrittenen oder nicht resezierbaren hepatozellulären Karzinoms (hepatocellular carcinoma,
HCC).
IMJUDO in Kombination mit Durvalumab und einer platinbasierten Chemotherapie ist angezeigt bei
Erwachsenen zur Erstlinienbehandlung des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (non-small cell lung cancer, NSCLC) ohne sensibilisierende EGFR-Mutationen oder ALK-positive
Mutationen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Die Behandlung muss von einem in der Anwendung von Krebstherapien erfahrenen Arzt eingeleitetund überwacht werden.
DosierungDie empfohlene Dosis von IMJUDO ist in Tabelle 1 dargestellt.
IMJUDO wird als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 1 Stunde gegeben.
Wenn IMJUDO in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegeben wird, wird auf die
Fachinformationen (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, SmPC) der anderen
Arzneimittel für weitere Informationen verwiesen.
Tabelle 1. Empfohlene Dosis von IMJUDO
Indikation Empfohlene IMJUDO- Behandlungsdauer
DosierungFortgeschrittenes oder nicht IMJUDO 300 mga wird als Bis zur Krankheitsprogressionresezierbares HCC Einzeldosis angewendet in oder inakzeptablen Toxizität
Kombination mit Durvalumab1500 mga in Zyklus 1/Tag 1,gefolgt von Durvalumab-
Monotherapie alle 4 Wochen.
Metastasiertes NSCLC Während einer platinbasierten Bis zu maximal 5 Dosen.
Chemotherapie: Patienten können im Falle einer75 mgb in Kombination mit Krankheitsprogression oder
Durvalumab 1500 mg und inakzeptabler Toxizität ggf.
platinbasierter Chemotherapie weniger als fünf Dosenalle 3 Wochen (21 Tage) für IMJUDO in Kombination mit4 Zyklen (12 Wochen). Durvalumab 1500 mg undplatinbasierter Chemotherapie
Nach platinbasierter erhalten.
Chemotherapie:
Durvalumab 1500 mg alle4 Wochen und einehistologiebasierte
Erhaltungstherapie mit
Pemetrexedc alle 4 Wochen.
Eine fünfte Dosis von
IMJUDO 75 mgd,e soll in
Woche 16 parallel zur 6. Dosis
Durvalumab verabreichtwerden.
a Für IMJUDO gilt: HCC-Patienten mit einem Körpergewicht von 40 kg oder weniger müssen einegewichtsbasierte Dosierung erhalten, entsprechend 4 mg/kg IMJUDO, bis sich das Körpergewicht auf mehr als40 kg erhöht hat. Für Durvalumab gilt: Patienten mit einem Körpergewicht von 30 kg oder weniger müsseneine gewichtsbasierte Dosierung erhalten, entsprechend 20 mg/kg Durvalumab, bis sich das Körpergewicht aufmehr als 30 kg erhöht hat.b Für IMJUDO gilt: Patienten mit metastasiertem NSCLC und einem Körpergewicht von 34 kg oder wenigermüssen eine gewichtsbasierte Dosierung erhalten, entsprechend 1 mg/kg IMJUDO, bis sich das Körpergewichtauf mehr als 34 kg erhöht hat. Für Durvalumab gilt: Patienten mit einem Körpergewicht von 30 kg oderweniger müssen eine gewichtsbasierte Dosierung erhalten, entsprechend 20 mg/kg Durvalumab, bis sich das
Körpergewicht auf mehr als 30 kg erhöht hat.c Bei Patienten, bei denen das Karzinom nicht vom Plattenepithel ausgeht und die während der platinbasierten
Chemotherapie mit Pemetrexed und Carboplatin/Cisplatin behandelt wurden, soll eine Anwendung von
Pemetrexed als Erhaltungstherapie in Erwägung gezogen werden.d Sollte es zu Dosisverzögerung(en) kommen, kann nach Woche 16 eine fünfte Dosis IMJUDO parallel zu
Durvalumab gegeben werden.e Wenn Patienten weniger als 4 Zyklen platinbasierte Chemotherapie erhalten, sollen die verbleibenden Zyklen
IMJUDO (bis zu insgesamt 5) parallel zu Durvalumab nach der platinbasierten Chemotherapie-Phase gegebenwerden.
Eine Dosissteigerung oder -reduktion wird während der Behandlung mit IMJUDO in Kombination mit
Durvalumab nicht empfohlen. Je nach individueller Sicherheit und Verträglichkeit ist möglicherweisedas Aussetzen oder ein dauerhaftes Absetzen der Behandlung erforderlich.
Die Empfehlungen zum Umgang mit immunvermittelten Nebenwirkungen sind in Tabelle 2beschrieben (siehe Abschnitt 4.4 bezüglich weiterer Empfehlungen zum Umgang, zur Überwachungsowie Informationen zur Bewertung). Siehe auch die Fachinformation von Durvalumab.
Tabelle 2. Behandlungsmodifikationen für IMJUDO in Kombination mit Durvalumab
Nebenwirkungen Schweregrada Anpassung der Behandlungb
Immunvermittelte Grad 2 Dosis aussetzen
Pneumonitis/interstitielle
Lungenerkrankung
Grad 3 oder 4 Dauerhaftes Absetzen
ALT oder AST > 3-≤ 5-fach
ULN oder Gesamtbilirubin Dosis aussetzenb> 1,5-≤ 3-fach ULN
ALT oder AST > 5-≤ 10- Durvalumab aussetzen und IMJUDOfach ULN (gegebenenfalls) dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Gleichzeitig ALT oder AST
Hepatitis > 3-fach ULN und
Gesamtbilirubin > 2-fach
ULNc
Dauerhaftes Absetzen
ALT oder AST > 10-fach
ULN oder Gesamtbilirubin> 3-fach ULN
ALT oder AST > 2,5-≤ 5-fach BLV und ≤ 20-fach Dosis aussetzenb
ULN
ALT oder AST > 5-7-fach
Immunvermittelte BLV und ≤ 20-fach ULN
Hepatitis bei HCC- oder
Patienten (oder gleichzeitig ALT oder AST Durvalumab aussetzen und IMJUDOsekundäre 2,5-5-fach BLV und ≤ 20- (gegebenenfalls) dauerhaft absetzen
Tumorbeteiligung der fach ULN und
Leber mit Gesamtbilirubin > 1,5-< 2-abweichenden fach ULNc
Ausgangswerten)d
ALT oder AST > 7-fach
BLV oder > 20-fach ULNje nachdem, was zuerst Dauerhaftes Absetzeneintritt,oder Bilirubin > 3-fach ULN
Nebenwirkungen Schweregrada Anpassung der Behandlung
Grad 2 Dosis aussetzenb
Immunvermittelte
Kolitis oder Diarrhö
Grad 3 oder 4 Dauerhaftes Absetzene
Darmperforation ALLE Grade Dauerhaftes Absetzen
Immunvermittelte
Hyperthyreose, Grad 2-4 Dosis aussetzen bis klinisch stabil
ThyreoiditisImmunvermittelte
Grad 2-4 keine Veränderungen
HypothyreoseImmunvermittelte
NebenniereninsuffizienzGrad 2-4 Dosis aussetzen bis klinisch stabiloder Hypophysitis/
Hypophyseninsuffizienz
Immunvermittelter
Grad 2-4 keine Veränderungen
Diabetes mellitus Typ 1
Grad 2 mit Serumkreatinin> 1,5-3-fach (ULN oder Dosis aussetzenb
Baseline)
Immunvermittelte
Grad 3 mit Serumkreatinin
Nephritis> 3-fach Baseline oder > 3-6-fach ULN; Grad 4 mit Dauerhaftes Absetzen
Serumkreatinin > 6-fach
ULN
Immunvermittelter Grad 2 für > 1 Woche oder
Ausschlag oder Dosis aussetzenb
Grad 3
Dermatitis(einschließlich
Pemphigoid)
Grad 4 Dauerhaftes Absetzen
Immunvermittelte
Grad 2-4
Myokarditis Dauerhaftes Absetzen
Immunvermittelte Grad 2 oder 3 Dosis aussetzenb,f
Myositis/Polymyositis/
Rhabdomyolyse Grad 4 Dauerhaftes Absetzen
Nebenwirkungen Schweregrada Anpassung der Behandlung
Unterbrechung oder Verlangsamung
Reaktionen im Grad 1 oder 2der Infusionsrate
Zusammenhang miteiner Infusion Grad 3 oder 4 Dauerhaftes Absetzen
Immunvermittelte
Grad 2-4 Dauerhaftes Absetzen
Myasthenia gravis
Immunvermittelte
Alle Grade Dauerhaftes Absetzen
Myelitis transversa
Grad 2 Dosis aussetzenb
Immunvermittelte
Meningitis
Grad 3 oder 4 Dauerhaftes Absetzen
Immunvermittelte
Grad 2-4 Dauerhaftes Absetzen
Enzephalitis
Immunvermitteltes
Grad 2-4 Dauerhaftes Absetzen
Guillain-Barré-Syndromb
Sonstige Grad 2 oder 3 Dosis aussetzenimmunvermittelte
Nebenwirkungeng
Grad 4 Dauerhaftes Absetzen
Dosis aussetzen bis ≤ Grad 1 oder
Grad 2 und 3
Nicht-immunvermittelte Rückgang auf den Ausgangswert
Nebenwirkungen
Grad 4 Dauerhaftes Absetzenha Common Terminology Criteria for Adverse Events (Allgemeine Terminologiekriterien von unerwünschten
Ereignissen), Version 4.03. ALT: Alaninaminotransferase; AST: Aspartataminotransferase; ULN: upper limitof normal (oberer Normalwert); BLV: baseline value (Ausgangswert).b Nach dem Aussetzen der Dosis kann die Behandlung mit IMJUDO und/oder Durvalumab innerhalb von12 Wochen fortgesetzt werden, wenn sich die Nebenwirkungen auf ≤ Grad 1 verbessert haben und die
Corticosteroid-Dosis auf ≤ 10 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag reduziert wurde. Beiwiederholten Nebenwirkungen vom Grad 3 sollen IMJUDO und Durvalumab gegebenenfalls dauerhaftabgesetzt werden.
c Bei Patienten mit alternativer Ursache sind die Empfehlungen für AST- oder ALT-Erhöhungen ohnegleichzeitige Erhöhung des Bilirubins zu beachten.d Wenn AST und ALT bei Patienten mit Leberbeteiligung zu Beginn der Behandlung geringer oder gleich dem
ULN-Wert sind, soll Durvalumab gemäß den Empfehlungen für Hepatitis ohne Leberbeteiligung ausgesetztoder dauerhaft abgesetzt werden.e Bei Grad 3 ist IMJUDO dauerhaft abzusetzen, die Behandlung mit Durvalumab kann jedoch fortgesetztwerden, sobald das Ereignis abgeklungen ist.f Dauerhaftes Absetzen von IMJUDO und Durvalumab, wenn sich die Nebenwirkung nicht innerhalb von30 Tagen auf ≤ Grad 1 verbessert oder wenn Anzeichen einer respiratorischen Insuffizienz bestehen.g Einschließlich Immunthrombozytopenie, Pankreatitis, nichtinfektiöser Zystitis, immunvermittelter Arthritis und
Uveitis.h Mit Ausnahme von Laborwertabweichungen vom Grad 4, bei denen die Entscheidung zum Absetzen der
Behandlung auf begleitenden klinischen Anzeichen/Symptomen und klinischer Beurteilung beruhen soll.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenBei älteren Patienten (≥ 65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2). Datenvon Patienten im Alter von 75 Jahren und älter mit metastasiertem NSCLC sind begrenzt (siehe
Abschnitt 4.4).
Eingeschränkte NierenfunktionBei Patienten mit leicht oder mäßig eingeschränkter Nierenfunktion wird keine Dosisanpassung von
IMJUDO empfohlen. Daten von Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sind zu begrenzt, um
Rückschlüsse auf diese Patientengruppe zu ziehen (siehe Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte LeberfunktionBei Patienten mit leicht oder mäßig eingeschränkter Leberfunktion wird keine Dosisanpassung von
IMJUDO empfohlen. IMJUDO wurde bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion nichtuntersucht (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von IMJUDO ist bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in
Bezug auf HCC und NSCLC nicht nachgewiesen. Es liegen keine Daten vor. Außerhalb derzugelassenen Indikationen wurde IMJUDO in Kombination mit Durvalumab bei Kindern und
Jugendlichen im Alter von 1 bis 17 Jahren mit Neuroblastomen, soliden Tumoren und Sarkomenuntersucht. Die Ergebnisse der Studie ließen jedoch nicht den Schluss zu, dass der Nutzen einersolchen Anwendung die Risiken überwiegt. Die derzeit verfügbaren Daten für IMJUDO in
Kombination mit Durvalumab sind in den Abschnitten 5.1 und 5.2 beschrieben.
Art der AnwendungIMJUDO ist zur intravenösen Anwendung vorgesehen. Es wird als intravenöse Infusion nach
Verdünnung über einen Zeitraum von 1 Stunde gegeben (siehe Abschnitt 6.6).
Hinweise zur Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
IMJUDO in Kombination mit Durvalumab
Bei fortgeschrittenem oder nicht resezierbarem HCC (unresectable HCC, uHCC), wenn IMJUDO in
Kombination mit Durvalumab angewendet wird, wird IMJUDO als separate intravenöse Infusion vor
Durvalumab am selben Tag gegeben. Für Informationen zur Anwendung von Durvalumab muss dieentsprechende Fachinformation herangezogen werden.
IMJUDO in Kombination mit Durvalumab und einer platinbasierten Chemotherapie
Bei NSCLC, wenn IMJUDO in Kombination mit Durvalumab und platinbasierter Chemotherapieangewendet wird, wird IMJUDO am Tag der Dosierung zuerst gegeben, gefolgt von Durvalumab unddann die platinbasierte Chemotherapie.
Wenn IMJUDO in Woche 16 als fünfte Dosis in Kombination mit Durvalumab und einer
Erhaltungstherapie mit Pemetrexed gegeben wird, wird IMJUDO am Tag der Dosierung zuerstverabreicht, gefolgt von Durvalumab und dann die Erhaltungstherapie mit Pemetrexed.
IMJUDO, Durvalumab, und die platinbasierte Chemotherapie werden jeweils separat als intravenöse
Infusionen gegeben. IMJUDO und Durvalumab werden jeweils über einen Zeitraum von 1 Stundegegeben. Für Informationen zur Verabreichung der platinbasierten Chemotherapie ist die jeweilige
Fachinformation zu beachten. Für Informationen zur Verabreichung der Erhaltungstherapie mit
Pemetrexed ist die entsprechende Fachinformation zu beachten. Für jede Infusion sind separate
Infusionsbeutel und -filter zu verwenden.
Während des Zyklus 1 muss ca. 1 Stunde (höchstens 2 Stunden) nach dem Ende der IMJUDO-
Infusion Durvalumab folgen. Die Infusion der platinbasierten Chemotherapie soll ca. 1 Stunde(höchstens 2 Stunden) nach dem Ende der Durvalumab-Infusion beginnen. Sofern es während des
Zyklus 1 keine klinisch signifikanten Bedenken gibt, können nach Ermessen des Arztes weitere
Zyklen von Durvalumab unmittelbar nach IMJUDO gegeben werden, und der zeitliche Abstandzwischen dem Ende der Durvalumab-Infusion und dem Beginn der Chemotherapie kann auf30 Minuten verkürzt werden.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Bezüglich empfohlener Behandlungsmodifikationen siehe Abschnitt 4.2, Tabelle 2. Bei Verdacht aufimmunvermittelte Nebenwirkungen soll eine angemessene Bewertung zur Bestätigung der Ätiologieoder zum Ausschluss alternativer Ätiologien durchgeführt werden. Basierend auf der Schwere der
Nebenwirkung soll die Behandlung mit IMJUDO in Kombination mit Durvalumab ausgesetzt und
Corticosteroide angewendet werden. Nach Verbesserung auf ≤ Grad 1 soll ein Ausschleichen der
Corticosteroide begonnen und mindestens über 1 Monat fortgeführt werden. Wenn eine
Verschlechterung oder keine Verbesserung eintritt, ist eine Erhöhung der Corticosteroid-Dosisund/oder die Anwendung zusätzlicher systemischer Immunsuppressiva in Betracht zu ziehen.
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Immunvermittelte PneumonitisImmunvermittelte Pneumonitis oder interstitielle Lungenerkrankung, definiert durch den Bedarf ansystemischen Corticosteroiden und ohne klare alternative Ätiologie, traten bei Patienten unter der
Anwendung von Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und
Chemotherapie auf (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollen auf Anzeichen und Symptome einer
Pneumonitis überwacht werden. Der Verdacht auf Pneumonitis soll mittels radiologischer Bildgebungbestätigt und nach Ausschluss anderer infektiöser und krankheitsbedingter Ursachen wie in
Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Bei Ereignissen vom Grad 2 soll eine Behandlung mit 1-2 mg/kg/Tag Prednison oder Äquivalent eingeleitet werden, gefolgt von einer ausschleichenden
Dosierung. Bei Ereignissen vom Grad 3 oder 4 soll eine Behandlung mit 2-4 mg/kg/Tag
Methylprednisolon oder Äquivalent eingeleitet werden, gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung.
Immunvermittelte HepatitisImmunvermittelte Hepatitis, definiert durch den Bedarf an systemischen Corticosteroiden und ohneklare alternative Ätiologie, trat bei Patienten unter der Anwendung von Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und Chemotherapie auf (siehe Abschnitt 4.8). Die
Alaninaminotransferase-, Aspartataminotransferase-, Gesamtbilirubin- sowie die alkalischen
Phosphatase-Spiegel sollen vor Beginn der Behandlung und vor jeder nachfolgenden Infusionüberwacht werden. Basierend auf der klinischen Bewertung ist eine zusätzliche Überwachung in
Betracht zu ziehen. Eine immunvermittelte Hepatitis soll wie in Abschnitt 4.2 empfohlen behandeltwerden. Bei allen Graden sollen Corticosteroide mit einer Anfangsdosis von 1-2 mg/kg/Tag Prednisonoder Äquivalent gegeben werden, gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung.
Immunvermittelte KolitisImmunvermittelte Kolitis oder Diarrhö, definiert durch den Bedarf an systemischen Corticosteroidenund ohne klare alternative Ätiologie, traten bei Patienten unter Anwendung von Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und Chemotherapie auf (siehe Abschnitt 4.8).
Darmperforation sowie Dickdarmperforation traten bei Patienten unter Anwendung von
Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab auf. Patienten sollen auf Anzeichen und Symptomeeiner Kolitis/Diarrhö und einer Darmperforation überwacht und wie in Abschnitt 4.2 empfohlenbehandelt werden. Bei Grad 2-4 sollen Corticosteroide mit einer Anfangsdosis von 1-2 mg/kg/Tag
Prednison oder Äquivalent gegeben werden, gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung. Ein
Chirurg ist unverzüglich zu konsultieren bei Verdacht auf eine Darmperforation ALLER Grade.
Immunvermittelte EndokrinopathienImmunvermittelte Hypothyreose, Hyperthyreose und Thyreoiditis
Immunvermittelte Hypothyreose, Hyperthyreose und Thyreoiditis traten bei Patienten unter der
Anwendung von Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und
Chemotherapie auf. Nach einer Hyperthyreose kann eine Hypothyreose auftreten (siehe
Abschnitt 4.8). Patienten sollen vor und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung auf eineabnorme Schilddrüsenfunktion getestet werden und darüber hinaus, wenn dies klinisch indiziert ist.
Eine immunvermittelte Hypothyreose, Hyperthyreose und Thyreoiditis sollen wie in Abschnitt 4.2empfohlen behandelt werden. Bei einer immunvermittelten Hypothyreose soll, wie klinisch bei
Grad 2-4 indiziert, eine Schilddrüsenhormon-Ersatztherapie eingeleitet werden. Beiimmunvermittelter Hyperthyreose/Thyreoiditis kann bei Grad 2-4 eine symptomatische Behandlungdurchgeführt werden.
Immunvermittelte Nebenniereninsuffizienz
Immunvermittelte Nebenniereninsuffizienz trat bei Patienten unter der Anwendung von
Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und Chemotherapie auf (siehe
Abschnitt 4.8). Patienten sollen auf klinische Anzeichen und Symptome einer Nebenniereninsuffizienzüberwacht werden. Bei symptomatischer Nebenniereninsuffizienz sollen die Patienten wie in
Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Wie klinisch bei Grad 2-4 indiziert, sollen Corticosteroidemit einer Anfangsdosis von 1-2 mg/kg/Tag Prednison oder einem Äquivalent, gefolgt von einerausschleichenden Dosierung, angewendet und eine Hormonersatztherapie eingeleitet werden.
Immunvermittelter Diabetes mellitus Typ 1
Immunvermittelter Diabetes mellitus Typ 1, der sich zunächst als diabetische Ketoazidose äußernkann und die, wenn sie nicht frühzeitig erkannt wird, tödlich sein kann, trat bei Patienten unter der
Anwendung von Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und
Chemotherapie auf (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollen auf klinische Anzeichen und Symptomeeines Diabetes mellitus Typ 1 überwacht werden. Bei symptomatischem Diabetes mellitus Typ 1sollen die Patienten wie in Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Wie klinisch bei Grad 2-4indiziert, kann die Behandlung mit Insulin eingeleitet werden.
Immunvermittelte Hypophysitis/Hypophyseninsuffizienz
Immunvermittelte Hypophysitis oder Hypophyseninsuffizienz trat bei Patienten unter der Anwendungvon Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und Chemotherapie auf(siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollen auf klinische Anzeichen und Symptome einer Hypophysitisoder Hypophyseninsuffizienz überwacht werden. Bei symptomatischer Hypophysitis oder
Hypophyseninsuffizienz sollen die Patienten wie in Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Wieklinisch bei Grad 2-4 indiziert, sollen Corticosteroide mit einer Anfangsdosis von 1-2 mg/kg/Tag
Prednison oder einem Äquivalent, gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung, angewendet undeine Hormonersatztherapie eingeleitet werden.
Immunvermittelte NephritisImmunvermittelte Nephritis, definiert durch den Bedarf an systemischen Corticosteroiden und ohneklare alternative Ätiologie, trat bei Patienten unter der Anwendung von Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und Chemotherapie auf (siehe Abschnitt 4.8).
Patienten sollen vor und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung auf eine abnorme
Nierenfunktion überwacht und wie in Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Bei Grad 2-4 sollen
Corticosteroide mit einer Anfangsdosis von 1-2 mg/kg/Tag Prednison oder einem Äquivalentangewendet werden, gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung.
Immunvermittelter Ausschlag
Immunvermittelter Ausschlag oder Dermatitis (einschließlich Pemphigoid), definiert durch den Bedarfan systemischen Corticosteroiden und ohne klare alternative Ätiologie, trat bei Patienten unter der
Anwendung von Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und
Chemotherapie auf (siehe Abschnitt 4.8). Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom oder toxischerepidermaler Nekrolyse wurden bei Patienten, die mit PD-1- und CTLA-4-Inhibitoren behandeltwurden, berichtet. Patienten sollen auf Anzeichen und Symptome eines Ausschlags oder einer
Dermatitis überwacht und wie in Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Beim Grad 2 > 1 Wocheoder bei Grad 3 und 4 sollen Corticosteroide mit einer Anfangsdosis von 1-2 mg/kg/Tag Prednisonoder einem Äquivalent angewendet werden, gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung.
Immunvermittelte MyokarditisImmunvermittelte Myokarditis, die tödlich sein kann, trat bei Patienten unter der Anwendung von
Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und Chemotherapie auf (siehe
Abschnitt 4.8). Patienten sollen auf Anzeichen und Symptome einer immunvermittelten Myokarditisüberwacht und wie in Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Bei Grad 2-4 sollen Corticosteroidemit einer Anfangsdosis von 2-4 mg/kg/Tag Prednison oder einem Äquivalent angewendet werden,gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung. Wenn trotz Corticosteroiden innerhalb von 2 bis3 Tagen keine Besserung eintritt, ist umgehend eine zusätzliche immunsuppressive Therapieeinzuleiten. Nach dem Abklingen (Grad 0) soll ein Ausschleichen der Corticosteroide begonnen undüber mindestens 1 Monat fortgesetzt werden.
Immunvermittelte PankreatitisImmunvermittelte Pankreatitis trat bei Patienten unter der Anwendung von Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab und Chemotherapie auf (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollen auf
Anzeichen und Symptome einer immunvermittelten Pankreatitis überwacht und wie in Abschnitt 4.2empfohlen behandelt werden.
Sonstige immunvermittelte Nebenwirkungen
Aufgrund des Wirkmechanismus von Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab könnenpotenziell auch andere immunvermittelte Nebenwirkungen auftreten. Die nachfolgendenimmunvermittelten Nebenwirkungen wurden bei Patienten beobachtet, die mit Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab oder mit Durvalumab und Chemotherapie behandelt wurden:
Myasthenia gravis, Myelitis transversa, Myositis, Polymyositis, Rhabdomyolyse, Meningitis,
Enzephalitis, Guillain-Barré-Syndrom, Immunthrombozytopenie, nichtinfektiöse Zystitis,immunvermittelte Arthritis und Uveitis (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollen auf entsprechende
Anzeichen und Symptome überwacht und wie in Abschnitt 4.2 empfohlen behandelt werden. Bei
Grad 2-4 sollen Corticosteroide mit einer Anfangsdosis von 1-2 mg/kg/Tag Prednison oder einem
Äquivalent angewendet werden, gefolgt von einer ausschleichenden Dosierung.
Reaktionen im Zusammenhang mit einer InfusionPatienten sollen auf Anzeichen und Symptome von Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusionüberwacht werden. Schwere Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion wurden bei Patientenunter Anwendung von Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab berichtet (siehe
Abschnitt 4.8). Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion sollen wie in Abschnitt 4.2empfohlen behandelt werden. Bei Schweregrad 1 oder 2 kann eine Prämedikation zur Prophylaxenachfolgender Infusionsreaktionen in Betracht gezogen werden. Bei Grad 3 oder 4 sind schwere
Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion gemäß der institutionellen Standards, derentsprechenden Richtlinien für die klinische Praxis und/oder der Therapieleitlinien zu behandeln.
Krankheitsspezifische VorsichtsmaßnahmenMetastasiertes NSCLCEs liegen begrenzte Daten zu älteren Patienten (≥ 75 Jahre) vor, die mit Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab und einer platinbasierten Chemotherapie behandelt wurden (siehe
Abschnitte 4.8 und 5.1). Es wird eine sorgfältige individuelle Abwägung des potenziellen Nutzen-
Risiko-Verhältnisses dieser Behandlung empfohlen.
Von klinischen Studien ausgeschlossene PatientenFortgeschrittenes oder nicht resezierbares hepatozelluläres Karzinom
Patienten mit folgenden Erkrankungen waren von einer Teilnahme an den klinischen Studienausgeschlossen: Child-Pugh-Score B oder C, Pfortaderthrombose, Lebertransplantation,unkontrollierte Hypertonie, Hirnmetastasen in der Vorgeschichte oder aktuelle Hirnmetastasen,
Rückenmarkskompression, Ko-infektion mit Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virus, aktive oder zuvordokumentierte gastrointestinale (GI-)Blutungen innerhalb von 12 Monaten, Aszites, der innerhalb von6 Monaten eine nicht-pharmakologische Intervention erforderte, hepatische Enzephalopathie innerhalbvon 12 Monaten vor Beginn der Behandlung, aktive oder zuvor dokumentierte Autoimmun- oderentzündliche Erkrankungen. Aufgrund fehlender Daten soll Tremelimumab bei diesen
Patientengruppen nur mit Vorsicht nach sorgfältiger individueller Abwägung des potenziellen Nutzen-
Risiko-Verhältnisses angewendet werden.
Metastasiertes NSCLCPatienten mit folgenden Erkrankungen waren von einer Teilnahme an den klinischen Studienausgeschlossen: aktive oder zuvor dokumentierte Autoimmunerkrankung, aktive und/oder nichtbehandelte Hirnmetastasen, Immuninsuffizienz in der Vorgeschichte, Erhalt einer systemischen
Immunsuppression innerhalb von 14 Tagen vor Beginn der Behandlung mit Tremelimumab oder
Durvalumab, ausgenommen systemische Corticosteroide in physiologischer Dosis (< 10 mg/Tag
Prednison oder Äquivalent); unkontrollierte interkurrente Erkrankungen; aktive Tuberkulose oder
Hepatitis B- oder C- oder HIV-Infektion oder Patienten, die innerhalb von 30 Tagen vor oder nach
Beginn der Behandlung mit Tremelimumab oder Durvalumab einen attenuierten Lebendimpfstofferhalten haben. Aufgrund fehlender Daten soll Tremelimumab bei diesen Patientengruppen nur mit
Vorsicht nach sorgfältiger individueller Abwägung des potenziellen Nutzen-Risiko-Verhältnisses,angewendet werden.
NatriumgehaltDieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu'natriumfrei“.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Die Anwendung von systemischen Corticosteroiden, ausgenommen systemische Corticosteroide inphysiologischer Dosis (≤ 10 mg/Tag Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent), oder von
Immunsuppressiva wird vor Beginn der Tremelimumab-Therapie aufgrund der möglichen
Beeinflussung der pharmakodynamischen Aktivität und der Wirksamkeit von Tremelimumab nichtempfohlen. Systemische Corticosteroide oder andere Immunsuppressiva können jedoch nach Beginnder Behandlung mit Tremelimumab zur Behandlung von immunvermittelten Nebenwirkungenangewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Es wurden keine formalen pharmakokinetischen (PK-)Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit
Tremelimumab durchgeführt. Da die primären Eliminationswege von Tremelimumab der
Proteinkatabolismus über das retikuloendotheliale System oder die Zielstruktur-vermittelte Dispositionsind, werden keine metabolischen Arzneimittelwechselwirkungen erwartet. PK-
Arzneimittelwechselwirkungen zwischen Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab undplatinbasierter Chemotherapie wurden im Rahmen der POSEIDON-Studie bewertet und es zeigtensich, bei gleichzeitiger Behandlung, keine klinisch bedeutsamen PK-Wechselwirkungen zwischen
Tremelimumab, Durvalumab, nab-Paclitaxel, Gemcitabin, Pemetrexed, Carboplatin oder Cisplatin.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen Alter/VerhütungFrauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit Tremelimumab und nochmindestens 3 Monate nach der letzten Dosis von Tremelimumab eine zuverlässige
Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftDaten zur Anwendung von Tremelimumab bei schwangeren Frauen liegen nicht vor. Aufgrund seines
Wirkmechanismus und der Plazentagängigkeit von humanen IgG2 hat Tremelimumab das Potenzial,bei Gabe an eine schwangere Frau Auswirkungen auf die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zuhaben und den Fötus zu schädigen. Tierversuche lassen keine direkten oder indirekten schädlichen
Wirkungen hinsichtlich der Reproduktionstoxizität erkennen (siehe Abschnitt 5.3). IMJUDO sollwährend der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die während der Behandlung undmindestens 3 Monate nach der letzten Dosis keine zuverlässige Verhütungsmethode verwenden, nichtangewendet werden.
StillzeitEs liegen keine Informationen zum Übergang von Tremelimumab in die Muttermilch, zur Resorptionund zu den Auswirkungen auf den gestillten Säugling oder die Milchproduktion vor. Es ist bekannt,dass humanes IgG2 in die Muttermilch ausgeschieden wird. Ein Risiko für das gestillte Kind kannnicht ausgeschlossen werden. Das Stillen soll während der Behandlung mit IMJUDO und fürmindestens 3 Monate nach der letzten Dosis unterbrochen werden.
FertilitätEs liegen keine Daten zu möglichen Auswirkungen von Tremelimumab auf die Fertilität bei
Menschen oder Tieren vor. Jedoch wurde in Studien zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung eine
Infiltration mononukleärer Zellen in Prostata und Uterus beobachtet (siehe Abschnitt 5.3). Dieklinische Relevanz dieser Befunde für die Fertilität ist nicht bekannt.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenTremelimumab hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit unddie Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsIMJUDO in Kombination mit Durvalumab
Die Sicherheit von Tremelimumab 300 mg als Einzeldosis in Kombination mit Durvalumab basiertauf gepoolten Daten von 462 HCC-Patienten (HCC-Pool) aus der HIMALAYA-Studie und aus einerweiteren Studie mit HCC-Patienten, der Studie 22. Die häufigsten (> 10 %) Nebenwirkungen waren
Ausschlag (32,5 %), Pruritus (25,5 %), Diarrhö (25,3 %), Abdominalschmerzen (19,7 %), erhöhte
Aspartataminotransferase/erhöhte Alaninaminotransferase (18,0 %), Fieber (13,9 %), Hypothyreose(13,0 %), Husten/produktiver Husten (10,8 %) und peripheres Ödem (10,4 %) (siehe Tabelle 3).
Die häufigsten (> 3 %) schweren Nebenwirkungen (NCI CTCAE (National Cancer Institute Common
Terminology Criteria for Adverse Events) Grad ≥ 3) waren erhöhte Aspartataminotransferase/erhöhte
Alaninaminotransferase (8,9 %), erhöhte Lipase (7,1 %), erhöhte Amylase (4,3 %) und Diarrhö(3,9 %).
Die häufigsten (> 2 %) schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Kolitis (2,6 %), Diarrhö (2,4 %)und Pneumonie (2,2 %).
Die Häufigkeit des Behandlungsabbruchs aufgrund von Nebenwirkungen betrugt 6,5 %. Die
Nebenwirkungen, die am häufigsten zum Absetzen der Behandlung führten, waren Hepatitis (1,5 %)und erhöhte Aspartataminotransferase/erhöhte Alaninaminotransferase (1,3 %).
IMJUDO in Kombination mit Durvalumab und Chemotherapie
Die Sicherheit von Tremelimumab gegeben in Kombination mit Durvalumab und Chemotherapiebasiert auf Daten von 330 Patienten mit metastasiertem NSCLC. Die häufigsten (> 10 %)
Nebenwirkungen waren Anämie (49,7 %), Übelkeit (41,5 %), Neutropenie (41,2 %),
Ermüdung/Fatigue (36,1 %), verminderter Appetit (28,2 %), Ausschlag (25,8 %), Thrombozytopenie(24,5 %), Diarrhö (21,5 %), Leukopenie (19,4 %), Verstopfung (19,1 %), Erbrechen (18,2 %), erhöhte
Aspartataminotransferase/erhöhte Alaninaminotransferase (17,6 %), Fieber (16,1 %), Infektionen deroberen Atemwege (15,5 %), Pneumonie (14,8 %), Hypothyreose (13,3 %), Arthralgie (12,4 %),
Husten/produktiver Husten (12,1 %) und Pruritus (10,9 %).
Die häufigsten (> 3 %) schweren Nebenwirkungen (NCI CTCAE Grad ≥ 3) waren Neutropenie(23,9 %), Anämie (20,6 %), Pneumonie (9,4 %), Thrombozytopenie (8,2 %), Leukopenie (5,5 %),
Ermüdung/Fatigue (5,2 %), erhöhte Lipase (3,9 %) und erhöhte Amylase (3,6 %).
Die häufigsten (> 2 %) schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Pneumonie (11,5 %), Anämie(5,5 %), Thrombozytopenie (3 %), Kolitis (2,4 %), Diarrhö (2,4 %), Fieber (2,4 %) und febrile
Neutropenie (2,1 %).
Tremelimumab wurde aufgrund von Nebenwirkungen bei 4,5 % der Patienten abgesetzt. Die
Nebenwirkungen, die am häufigsten zum Absetzen der Behandlung führten, waren Pneumonie (1,2 %)und Kolitis (0,9 %).
Tremelimumab wurde aufgrund von Nebenwirkungen bei 40,6 % der Patienten unterbrochen. Die
Nebenwirkungen, die am häufigsten zur Dosisunterbrechung führten, waren Neutropenie (13,6 %),
Thrombozytopenie (5,8 %), Leukopenie (4,5 %), Diarrhö (3,0 %), Pneumonie (2,7 %), erhöhte
Aspartataminotransferase/erhöhte Alaninaminotransferase (2,4 %), Ermüdung/Fatigue (2,4 %),erhöhte Lipase (2,4 %), Kolitis (2,1 %), Hepatitis (2,1 %) und Ausschlag (2,1 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenTabelle 3 zeigt, sofern nicht anders angegeben, die Inzidenz der Nebenwirkungen für Patienten, diemit Tremelimumab 300 mg in Kombination mit Durvalumab im HCC-Pool von 462 Patientenbehandelt wurden und die im Rahmen der POSEIDON-Studie mit IMJUDO in Kombination mit
Durvalumab und platinbasierter Chemotherapie behandelt wurden. In der POSEIDON-Studie erhielten330 Patienten über einen medianen Zeitraum von 20 Wochen Tremelimumab.
Die Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen aufgeführt. Innerhalb jeder
Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen mit abnehmender Häufigkeit dargestellt. Bei den
Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig(≥ 1/10), häufig ( 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000),sehr selten (< 1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem
Schweregrad aufgeführt.
Tabelle 3. Nebenwirkungen bei Patienten unter Behandlung mit Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab
Tremelimumab 75 mg in Tremelimumab 300 mg in
Kombination mit Durvalumab Kombination mit Durvalumabund platinbasierter
Chemotherapie
Alle Grade (%) Grade Alle Grade (%) Grade3-4 (%) 3-4 (%)
Infektionen und parasitäre ErkrankungenInfektionen der oberen Sehr häufig 15,5 0,6 Häufig 8,4 0
Atemwegea
Pneumonieb Sehr häufig 14,8 7,3 Häufig 4,3 1,3
Influenza Häufig 3,3 0 Häufig 2,2 0
Orale Candidose Häufig 2,4 0,3 Gelegentlich 0,6 0
Infektionen von Zähnen und Gelegentlich 0,6 0,3 Häufig 1,3 0oralen Weichteilenc
Erkrankungen des Blutes und des lymphatischen Systems
Anämied Sehr häufig 49,7 20,6
Neutropenied,e Sehr häufig 41,2 23,9
Tremelimumab 75 mg in Tremelimumab 300 mg in
Kombination mit Durvalumab Kombination mit Durvalumabund platinbasierter
Chemotherapie
Alle Grade (%) Grade Alle Grade (%) Grade3-4 (%) 3-4 (%)
Thrombozytopenied,f Sehr häufig 24,5 8,2
Leukopenied,g Sehr häufig 19,4 5,5
Febrile Neutropenied Häufig 3,0 2,1
Panzytopenied Häufig 1,8 0,6
Immunthrombozytopenie Gelegentlich 0,3 0 Gelegentlichh 0,3 0
Endokrine ErkrankungenHypothyreosei Sehr häufig 13,3 0 Sehr häufig 13,0 0
Hyperthyreosej Häufig 6,7 0 Häufig 9,5 0,2
Nebenniereninsuffizienz Häufig 2,1 0,6 Häufig 1,3 0,2
Hypophyseninsuffizienz/Hypo- Häufig 1,5 0,3 Gelegentlich 0,9 0physitis
Thyreoiditisk Häufig 1,2 0 Häufig 1,7 0
Diabetes insipidus Gelegentlich 0,3 0,3 Seltenl < 0,1 0
Diabetes mellitus Typ 1 Gelegentlich 0,3 0,3 Gelegentlichl 0,3 < 0,1
AugenerkrankungenUveitis Gelegentlich 0,3 0 Seltenl <0,1 0
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenVerminderter Appetitd Sehr häufig 28,2 1,5
Erkrankungen des NervensystemsPeriphere Neuropathied,m Häufig 6,4 0
Enzephalitisn Gelegentlich 0,6 0,6 Seltenl < 0,1 0
Myasthenia gravis Selteno < 0,1 < 0,1 Gelegentlich 0,4 0
Guillain-Barré-Syndrom Seltenp < 0,1 0 Seltenp < 0,1 0
Meningitis Selteno 0,1 0 Gelegentlich 0,2 0,2
Myelitis transversaq Nicht - - Nicht - -bekannt bekannt
HerzerkrankungenMyokarditisr Gelegentlich 0,3 0 Gelegentlich 0,4 0
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsHusten/produktiver Husten Sehr häufig 12,1 0 Sehr häufig 10,8 0,2
Pneumonitiss Häufig 4,2 1,2 Häufig 2,4 0,2
Dysphonie Häufig 2,4 0 Gelegentlich 0,9 0
Interstitielle Lungenerkrankung Gelegentlich 0,6 0 Gelegentlich 0,2 0
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsÜbelkeitd Sehr häufig 41,5 1,8
Diarrhö Sehr häufig 21,5 1,5 Sehr häufig 25,3 3,9
Verstopfungd Sehr häufig 19,1 0
Erbrechend Sehr häufig 18,2 1,2
Stomatitisd,t Häufig 9,7 0
Erhöhte Amylase Häufigo 8,5 3,6 Häufig 8,9 4,3
Abdominalschmerzenu Häufig 7,3 0 Sehr häufig 19,7 2,2
Erhöhte Lipase Häufigo 6,4 3,9 Häufig 10,0 7,1
Kolitisv Häufig 5,5 2,1 Häufig 3,5 2,6
Pankreatitisw Häufig 2,1 0,3 Häufig 1,3 0,6
Darmperforation Seltenp < 0,1 < 0,1 Seltenp < 0,1 < 0,1
Dickdarmperforation Gelegentlichp 0,1 < 0,1 Gelegentlichp 0,1 < 0,1
Zöliakie Seltenp 0,03 0,03 Seltenp 0,03 0,03
Tremelimumab 75 mg in Tremelimumab 300 mg in
Kombination mit Durvalumab Kombination mit Durvalumabund platinbasierter
Chemotherapie
Alle Grade (%) Grade Alle Grade (%) Grade3-4 (%) 3-4 (%)
Leber- und GallenerkrankungenAspartataminotransferase Sehr häufig 17,6 2,1 Sehr häufig 18,0 8,9erhöht/Alaninaminotransferaseerhöhtx
Hepatitisy Häufig 3,9 0,9 Häufig 5,0 1,7
Erkrankungen der Haut und des UnterhautgewebesAlopezied Sehr häufig 10,0 0
Ausschlagz Sehr häufig 25,8 1,5 Sehr häufig 32,5 3,0
Pruritus Sehr häufig 10,9 0 Sehr häufig 25,5 0
Dermatitisaa Gelegentlich 0,6 0 Häufig 1,3 0
Nachtschweiß Gelegentlich 0,6 0 Häufig 1,3 0
Pemphigoid Gelegentlich 0,3 0,3 Gelegentlich 0,2 0
Erkrankungen der Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Arthralgie Sehr häufig 12,4 0,3
Myalgie Häufig 4,2 0 Häufig 3,5 0,2
Myositisbb Gelegentlich 0,3 0,3 Gelegentlich 0,6 0,2
Polymyositisbb Gelegentlich 0,3 0,3 Gelegentlich 0,2 0,2
Immunvermittelte Arthritis Gelegentlicho 0,2 0 Gelegentlich 0,6 0
Erkrankungen der Nieren und HarnwegeErhöhter Kreatininspiegel im Häufig 6,4 0,3 Häufig 4,5 0,4
Blut
Dysurie Häufig 1,5 0 Häufig 1,5 0
Nephritiscc Gelegentlich 0,6 0 Gelegentlich 0,6 0,4
Nichtinfektiöse Zystitis Gelegentlich 0,3 0 Seltenl < 0,1 0
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortErmüdung/Fatigued Sehr häufig 36,1 5,2
Fieber Sehr häufig 16,1 0 Sehr häufig 13,9 0,2
Peripheres Ödemdd Häufig 8,5 0 Sehr häufig 10,4 0,4
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Reaktion im Zusammenhang Häufig 3,9 0,3 Häufig 1,3 0mit einer Infusioneea umfasst Laryngitis, Nasopharyngitis, Pharyngitis, Rhinitis, Sinusitis, Tonsillitis, Tracheobronchitis und
Infektionen der oberen Atemwege.b umfasst Pneumocystis jirovecii-Pneumonie, Pneumonie und bakterielle Pneumonie.c umfasst Parodontitis, dentale Pulpitis, Zahnabszess und Zahninfektion.d Nebenwirkung basiert ausschließlich auf Nebenwirkungen der Chemotherapie in der POSEIDON-Studie.e umfasst Neutropenie und verminderte Neutrophilenzahl.f umfasst verminderte Thrombozytenzahl und Thrombozytopenie.g umfasst Leukopenie und verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen.h berichtet in Studien außerhalb des HCC-Pools. Häufigkeit basiert auf der POSEIDON-Studie.i umfasst erhöhte Werte des Thyreoidea-stimulierenden Hormons im Blut, Hypothyreose undimmunvermittelte Hypothyreose.j umfasst erniedrigte Werte des Thyreoidea-stimulierenden Hormons im Blut und Hyperthyreose.k umfasst autoimmune Thyreoiditis, immunvermittelte Thyreoiditis, Thyreoiditis und subakute Thyreoiditis.l berichtet in Studien außerhalb des HCC-Pools. Häufigkeit basiert auf gepoolten Datensätzen von Patienten,die mit Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab behandelt wurden.m umfasst periphere Neuropathie, Parästhesie und periphere sensorische Neuropathie.n umfasst Enzephalitis und autoimmune Enzephalitis.
o berichtet in Studien außerhalb der POSEIDON-Studie. Häufigkeit basiert auf gepoolten Datensätzen von
Patienten, die mit Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab behandelt wurden.p berichtet außerhalb der POSEIDON-Studie und des HCC-Pools. Häufigkeit basiert auf den Ergebnissen vongepoolten Datensätzen von Patienten, die mit Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab behandeltwurden.q berichtet außerhalb der POSEIDON-Studie und des HCC-Pools.
r umfasst autoimmune Myokarditis.s umfasst immunvermittelte Pneumonitis und Pneumonitis.t umfasst Schleimhautentzündung und Stomatitis.u umfasst Abdominalschmerzen, Unterbauch- und Oberbauchschmerzen und Flankenschmerzen.v umfasst Kolitis, Enteritis und Enterokolitis.w umfasst autoimmune Pankreatitis, Pankreatitis und akute Pankreatitis.x umfasst erhöhte Alaninaminotransferase, erhöhte Aspartataminotransferase, erhöhte Leberenzyme underhöhte Transaminasen.y umfasst autoimmune Hepatitis, Hepatitis, hepatozelluläre Verletzung, Hepatotoxizität, akute Hepatitis undimmunvermittelte Hepatitis.z umfasst Ekzem, Erythem, Ausschlag, makulären Ausschlag, makulopapulären Ausschlag, papulären
Ausschlag, pruritischen Ausschlag und pustulösen Ausschlag.aa umfasst Dermatitis und immunvermittelte Dermatitis.bb umfasst Rhabdomyolyse, Myositis und Polymyositis.cc umfasst autoimmune Nephritis und immunvermittelte Nephritis.dd umfasst peripheres Ödem und periphere Schwellung.ee umfasst Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion und Urtikaria.
Beschreibung ausgewählter NebenwirkungenTremelimumab ist mit immunvermittelten Nebenwirkungen assoziiert. Die meisten dieser
Nebenwirkungen, einschließlich schwerer Reaktionen, klangen nach Einleitung einer adäquatenmedizinischen Behandlung und/oder nach Absetzen der Behandlung von Tremelimumab ab. Die
Daten für die folgenden immunvermittelten Nebenwirkungen beruhen auf 2280 Patienten aus neun
Studien mit verschiedenen Tumorarten, die 75 mg Tremelimumab alle 4 Wochen oder 1 mg/kg alle4 Wochen in Kombination mit 1500 mg Durvalumab alle 4 Wochen, 20 mg/kg alle 4 Wochen oder10 mg/kg alle 2 Wochen erhielten. Dieser kombinierte Sicherheitsdatensatz schließt die POSEIDON-
Studie aus (sowie Patienten, die mit Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab und mitplatinbasierter Chemotherapie behandelt wurden). Details über signifikante Nebenwirkungen von
Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab und platinbasierter Chemotherapie sind dannaufgeführt, wenn klinisch relevante Unterschiede im Vergleich zu Tremelimumab in Kombination mit
Durvalumab beobachtet wurden.
Die nachstehenden Daten spiegeln auch Informationen über signifikante Nebenwirkungen von
Tremelimumab 300 mg in Kombination mit Durvalumab im HCC-Pool (n=462) wider.
Die Behandlungsempfehlungen für diese Nebenwirkungen sind in Abschnitt 4.4 beschrieben.
Immunvermittelte PneumonitisIn den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 86 Patienten (3,8 %) eine immunvermittelte Pneumonitis auf, einschließlich Grad 3 bei30 Patienten (1,3 %), Grad 4 bei 1 Patienten (< 0,1 %) und Grad 5 (tödlich) bei 7 Patienten (0,3 %).
Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 57 Tage (Bereich: 8-912 Tage). Alle Patienten erhieltensystemische Corticosteroide und 79 der 86 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-
Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Sieben
Patienten erhielten zusätzlich andere Immunsuppressiva. Die Behandlung wurde bei 39 Patientenabgebrochen. Rekonvaleszenz trat bei 51 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 6 Patienten (1,3 %) eine immunvermittelte Pneumonitis auf,einschließlich Grad 3 bei 1 Patienten (0,2 %) und Grad 5 (tödlich) bei 1 Patienten (0,2 %). Diemediane Zeit bis zum Auftreten betrug 29 Tage (Bereich: 5-774 Tage). Alle Patienten erhieltensystemische Corticosteroide und 5 dieser 6 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-
Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Ein Patienterhielt zusätzlich andere Immunsuppressiva. Die Behandlung wurde bei 2 Patienten abgebrochen.
Rekonvaleszenz trat bei 3 Patienten auf.
Immunvermittelte HepatitisIn den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 80 Patienten (3,5 %) eine immunvermittelte Hepatitis auf, einschließlich Grad 3 bei48 Patienten (2,1 %), Grad 4 bei 8 Patienten (0,4 %) und Grad 5 (tödlich) bei 2 Patienten (< 0,1 %).
Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 36 Tage (Bereich: 1-533 Tage). Alle Patienten erhieltensystemische Corticosteroide und 68 der 80 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-
Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Acht
Patienten erhielten zusätzlich andere Immunsuppressiva. Die Behandlung wurde bei 27 Patientenabgebrochen. Rekonvaleszenz trat bei 47 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 34 Patienten (7,4 %) eine immunvermittelte Hepatitis auf,einschließlich Grad 3 bei 20 Patienten (4,3 %), Grad 4 bei 1 Patienten (0,2 %) und Grad 5 (tödlich) bei3 Patienten (0,6 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 29 Tage (Bereich: 13-313 Tage). Alle
Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 32 dieser 34 Patienten erhielten eine hochdosierte
Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro
Tag). Neun Patienten erhielten zusätzlich andere Immunsuppressiva. Die Behandlung wurde bei10 Patienten abgebrochen. Rekonvaleszenz trat bei 13 Patienten auf.
Immunvermittelte KolitisIn den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 167 Patienten (7,3 %) eine immunvermittelte Kolitis oder Diarrhö auf, einschließlich Grad 3bei 76 Patienten (3,3 %) und Grad 4 bei 3 Patienten (0,1 %). Die mediane Zeit bis zum Auftretenbetrug 57 Tage (Bereich: 3-906 Tage). Alle Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 151der 167 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg
Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Zweiundzwanzig Patienten erhieltenzusätzlich andere Immunsuppressiva. Die Behandlung wurde bei 54 Patienten abgebrochen.
Rekonvaleszenz trat bei 141 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 31 Patienten (6,7 %) eine immunvermittelte Kolitis oder Diarrhö auf,einschließlich Grad 3 bei 17 Patienten (3,7 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 23 Tage(Bereich: 2-479 Tage). Alle Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 28 dieser31 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednisonoder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Vier Patienten erhielten zusätzlich andere
Immunsuppressiva. Die Behandlung wurde bei 5 Patienten abgebrochen. Rekonvaleszenz trat bei29 Patienten auf.
In Studien außerhalb des HCC-Pools wurde bei Patienten, die Tremelimumab in Kombination mit
Durvalumab erhielten, (selten) eine Darmperforation beobachtet.
Immunvermittelte EndokrinopathienImmunvermittelte Hypothyreose
In den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 209 Patienten (9,2 %) eine immunvermittelte Hypothyreose auf, einschließlich Grad 3 bei6 Patienten (0,3 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 85 Tage (Bereich: 1-624 Tage).
Dreizehn Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 8 dieser 13 Patienten erhielten einehochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes
Äquivalent pro Tag). Die Behandlung wurde bei 3 Patienten abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei52 Patienten auf. Der immunvermittelten Hypothyreose ging bei 25 Patienten eine immunvermittelte
Hyperthyreose bzw. bei 2 Patienten eine immunvermittelte Thyreoiditis voraus.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 46 Patienten (10,0 %) eine immunvermittelte Hypothyreose auf. Diemediane Zeit bis zum Auftreten betrug 85 Tage (Bereich: 26-763 Tage). Ein Patient erhielt einehochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes
Äquivalent pro Tag). Bei allen Patienten war eine andere Therapie erforderlich, einschließlich einer
Hormonersatztherapie. Rekonvaleszenz trat bei 6 Patienten auf. Der immunvermittelten Hypothyreoseging bei 4 Patienten eine immunvermittelte Hyperthyreose voraus.
Immunvermittelte Hyperthyreose
In den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 62 Patienten (2,7 %) eine immunvermittelte Hyperthyreose auf, einschließlich Grad 3 bei5 Patienten (0,2 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 33 Tage (Bereich: 4-176 Tage).
Achtzehn Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 11 dieser 18 Patienten erhielten einehochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes
Äquivalent pro Tag). Bei dreiundfünfzig Patienten war eine andere Therapie erforderlich (Thiamazol,
Carbimazol, Propylthiouracil, Perchlorat, Kalziumkanalblocker oder Betablocker). Die Behandlungwurde bei einem Patienten aufgrund einer Hyperthyreose abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei47 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 21 Patienten (4,5 %) eine immunvermittelte Hyperthyreose auf,einschließlich Grad 3 bei 1 Patienten (0,2 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 30 Tage(Bereich: 13-60 Tage). Vier Patienten erhielten systemische Corticosteroide und alle 4 Patientenerhielten eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder einentsprechendes Äquivalent pro Tag). Bei zwanzig Patienten war eine andere Therapie erforderlich(Thiamazol, Carbimazol, Propylthiouracil, Perchlorat, Kalziumkanalblocker oder Betablocker). Die
Behandlung wurde bei einem Patienten aufgrund einer Hyperthyreose abgesetzt. Rekonvaleszenz tratbei 17 Patienten auf.
Immunvermittelte Thyreoiditis
In den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 15 Patienten (0,7 %) eine immunvermittelte Thyreoiditis auf, einschließlich Grad 3 bei1 Patienten (< 0,1 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 57 Tage (Bereich: 22-141 Tage).
Fünf Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 2 dieser 5 Patienten erhielten einehochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes
Äquivalent pro Tag). Bei dreizehn Patienten war eine andere Therapie erforderlich, wie
Hormonersatztherapie, Thiamazol, Carbimazol, Propylthiouracil, Perchlorat, Kalziumkanalblockeroder Betablocker. Die Behandlung wurde bei keinem Patienten aufgrund von immunvermittelter
Thyreoiditis abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei 5 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 6 Patienten (1,3 %) eine immunvermittelte Thyreoiditis auf. Diemediane Zeit bis zum Auftreten betrug 56 Tage (Bereich: 7-84 Tage). Zwei Patienten erhieltensystemische Corticosteroide und 1 dieser 2 Patienten erhielt eine hochdosierte Corticosteroid-
Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Bei allen
Patienten war eine andere Therapie erforderlich, einschließlich einer Hormonersatztherapie.
Rekonvaleszenz trat bei 2 Patienten auf.
Immunvermittelte Nebenniereninsuffizienz
In den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 33 Patienten (1,4 %) eine immunvermittelte Nebenniereninsuffizienz auf, einschließlich
Grad 3 bei 16 Patienten (0,7 %) und Grad 4 bei 1 Patienten (< 0,1 %). Die mediane Zeit bis zum
Auftreten betrug 105 Tage (Bereich: 20-428 Tage). Zweiunddreißig Patienten erhielten systemische
Corticosteroide und 10 dieser 32 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung(mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Die Behandlung wurdebei einem Patienten abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei 11 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 6 Patienten (1,3 %) eine immunvermittelte Nebenniereninsuffizienzauf, einschließlich Grad 3 bei 1 Patienten (0,2 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 64 Tage(Bereich: 43-504 Tage). Alle Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 1 dieser 6 Patientenerhielt eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder einentsprechendes Äquivalent pro Tag). Rekonvaleszenz trat bei 2 Patienten auf.
Immunvermittelter Diabetes mellitus Typ 1
In den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 6 Patienten (0,3 %) ein immunvermittelter Diabetes mellitus Typ 1 auf, einschließlich Grad 3bei 1 Patienten (< 0,1 %) und Grad 4 bei 2 Patienten (< 0,1 %). Die mediane Zeit bis zum Auftretenbetrug 58 Tage (Bereich: 7-220 Tage). Alle Patienten benötigten Insulin. Die Behandlung wurde bei1 Patienten abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei 1 Patienten auf.
In Studien außerhalb des HCC-Pools wurde bei Patienten, die Tremelimumab in Kombination mit
Durvalumab erhielten, (gelegentlich) ein immunvermittelter Diabetes mellitus Typ 1 beobachtet.
Immunvermittelte Hypophysitis/Hypophyseninsuffizienz
In den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 16 Patienten (0,7 %) eine immunvermittelte Hypophysitis/Hypophyseninsuffizienz auf,einschließlich Grad 3 bei 8 Patienten (0,4 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 123 Tage(Bereich: 63-388 Tage). Alle Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 8 dieser16 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednisonoder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Bei vier Patienten war eine zusätzliche endokrine
Therapie erforderlich. Die Behandlung wurde bei 2 Patienten abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei7 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 5 Patienten (1,1 %) eine immunvermittelte
Hypophysitis/Hypophyseninsuffizienz auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 149 Tage(Bereich: 27-242 Tage). Vier Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 1 dieser 4 Patientenerhielt eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder einentsprechendes Äquivalent pro Tag). Bei drei Patienten war eine zusätzliche endokrine Therapieerforderlich. Rekonvaleszenz trat bei 2 Patienten auf.
Immunvermittelte NephritisIn den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 9 Patienten (0,4 %) eine immunvermittelte Nephritis auf, einschließlich Grad 3 bei 1 Patienten(< 0,1 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 79 Tage (Bereich: 39-183 Tage). Alle Patientenerhielten systemische Corticosteroide und 7 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-
Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Die
Behandlung wurde bei 3 Patienten abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei 5 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 4 Patienten (0,9 %) eine immunvermittelte Nephritis auf, einschließlich
Grad 3 bei 2 Patienten (0,4 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 53 Tage (Bereich: 26-242 Tage). Alle Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 3 dieser 4 Patienten erhielten einehochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes
Äquivalent pro Tag). Die Behandlung wurde bei 2 Patienten abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei3 Patienten auf.
Immunvermittelter Ausschlag
In den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)trat bei 112 Patienten (4,9 %) ein immunvermittelter Ausschlag oder eine Dermatitis (einschließlich
Pemphigoid) auf, einschließlich Grad 3 bei 17 Patienten (0,7 %). Die mediane Zeit bis zum Auftretenbetrug 35 Tage (Bereich: 1-778 Tage). Alle Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 57dieser 112 Patienten erhielten eine hochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg
Prednison oder ein entsprechendes Äquivalent pro Tag). Die Behandlung wurde bei 10 Patientenabgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei 65 Patienten auf.
Im HCC-Pool (n=462) trat bei 26 Patienten (5,6 %) ein immunvermittelter Ausschlag oder eine
Dermatitis (einschließlich Pemphigoid) auf, einschließlich Grad 3 bei 9 Patienten (1,9 %) und Grad 4bei 1 Patienten (0,2 %). Die mediane Zeit bis zum Auftreten betrug 25 Tage (Bereich: 2-933 Tage).
Alle Patienten erhielten systemische Corticosteroide und 14 dieser 26 Patienten erhielten einehochdosierte Corticosteroid-Behandlung (mindestens 40 mg Prednison oder ein entsprechendes
Äquivalent pro Tag). Ein Patient erhielt andere Immunsuppressiva. Die Behandlung wurde bei3 Patienten abgesetzt. Rekonvaleszenz trat bei 19 Patienten auf.
Reaktionen im Zusammenhang mit einer InfusionIn den kombinierten Sicherheitsdaten für Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab (n=2280)traten bei 45 Patienten (2,0 %) Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion auf, einschließlich
Grad 3 bei 2 Patienten (< 0,1 %). Es gab keine Ereignisse von Grad 4 oder 5.
LaborwertabweichungenBei Patienten, die mit Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab und platinbasierter
Chemotherapie in der POSEIDON-Studie behandelt wurden (n=330), war der Anteil von Patienten,bei denen eine Veränderung der Laborwerte vom Ausgangswert auf Grad 3 oder Grad 4 auftrat, wiefolgt: 6,2 % für Alaninaminotransferase erhöht, 5,2 % für Aspartataminotransferase erhöht, 4,0 % für
Blutkreatinin erhöht, 9,4 % für Amylase erhöht und 13,6 % für Lipase erhöht. Der Anteil an Patienten,bei denen eine Veränderung des TSH-Wertes vom Ausgangswert ≤ ULN (upper limit of normal;oberer Normwert) zu > ULN auftrat, betrug 24,8 % und für eine Veränderung des TSH-Wertes vom
Ausgangswert ≥ LLN (lower limit of normal; unterer Normwert) auf < LLN betrug 32,9 %.
Klasseneffekte der Immuncheckpoint-Inhibitoren
Es wurden Fälle der folgenden Nebenwirkungen während der Behandlung mit anderen
Immuncheckpoint-Inhibitoren berichtet, die auch während der Behandlung mit Tremelimumabauftreten können: exokrine Pankreasinsuffizienz.
ImmunogenitätWie bei allen therapeutischen Proteinen besteht ein Potenzial für Immunogenität. Die Immunogenitätvon Tremelimumab basiert auf den gepoolten Daten von 2075 Patienten, die mit 75 mg oder 1 mg/kg
Tremelimumab behandelt wurden und die auswertbar hinsichtlich der Präsenz von Anti-Wirkstoff-
Antikörpern (antidrug antibodies, ADA) waren. Zweihundertzweiundfünfzig Patienten (12,1 %)wurden positiv auf therapiebedingte ADA getestet. Neutralisierende Antikörper gegen Tremelimumabwurden bei 10,0 % (208/2075) der Patienten festgestellt. Die Präsenz von ADA hatte keine
Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Tremelimumab und hatte auch keinen erkennbaren
Einfluss auf die Sicherheit.
In der HIMALAYA-Studie wurden von den 182 Patienten, die mit Tremelimumab 300 mg als
Einzeldosis in Kombination mit Durvalumab behandelt wurden und die auswertbar hinsichtlich der
Präsenz von ADA gegen Tremelimumab waren, 20 Patienten (11,0 %) positiv auf therapiebedingte
ADA getestet. Neutralisierende Antikörper gegen Tremelimumab wurden bei 4,4 % (8/182) der
Patienten festgestellt. Die Präsenz von ADA hatte keine erkennbaren Auswirkungen auf die
Pharmakokinetik oder die Sicherheit.
In der POSEIDON-Studie wurden von den 278 Patienten, die mit 75 mg Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab 1500 mg alle 3 Wochen und platinbasierter Chemotherapie behandeltwurden und die auswertbar hinsichtlich der Präsenz von ADA waren, 38 Patienten (13,7 %) positivauf therapiebedingte ADA getestet. Neutralisierende Antikörper gegen Tremelimumab wurden bei11,2 % (31/278) der Patienten festgestellt. Die Präsenz von ADA hatte keine erkennbaren
Auswirkungen auf die Pharmakokinetik oder Sicherheit.
Ältere PatientenEs liegen begrenzte Daten für HCC-Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter vor.
In der POSEIDON-Studie wurden bei Patienten, die mit Tremelimumab in Kombination mit
Durvalumab und platinbasierter Chemotherapie behandelt wurden, einige Unterschiede bezüglich der
Sicherheit zwischen älteren Patienten (≥ 65 Jahre) und jüngeren Patienten berichtet. Die
Sicherheitsdaten von Patienten, die 75 Jahre oder älter waren, sind limitiert auf insgesamt74 Patienten. Bei 35 Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter, die mit Tremelimumab in
Kombination mit Durvalumab und platinbasierter Chemotherapie behandelt wurden, gab es einehöhere Häufigkeit schwerwiegender Nebenwirkungen und eine höhere Abbruchrate jeglicher
Studienbehandlungen aufgrund von Nebenwirkungen (45,7 % bzw. 28,6 %), verglichen mit39 Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter, die nur eine platinbasierte Chemotherapie erhielten(35,9 % bzw. 20,5 %).
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Informationen zu einer Überdosierung mit Tremelimumab liegen nicht vor. Im Falle einer
Überdosierung müssen die Patienten engmaschig auf Anzeichen oder Symptome von Nebenwirkungenüberwacht und eine entsprechende symptomatische Behandlung muss unverzüglich eingeleitetwerden.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere monoklonale Antikörper und Antikörper-Wirkstoff-
Konjugate. ATC-Code: L01FX20
WirkmechanismusZytotoxisches T-Lymphozyten-assoziiertes Antigen (CTLA-4) wird primär auf der Oberfläche von
T-Lymphozyten exprimiert. Die Interaktion zwischen CTLA-4 und seinen Liganden CD80 und CD86begrenzt die Aktivierung von Effektor-T-Zellen durch eine Reihe potentieller Mechanismen, primärdurch Einschränkung der co-stimulierenden Signalgebung durch CD28.
Tremelimumab ist ein selektiver, vollständig humaner IgG2-Antikörper, der die Interaktion von
CTLA-4 mit CD80 und CD86 blockiert und somit die Aktivierung und Proliferation der T-Zellenverstärkt, was zu vermehrter Diversität der T-Zellen und verstärkter Anti-Tumoraktivität führt.
Die Kombination von Tremelimumab, einem CTLA-4-Inhibitor, und Durvalumab, einem PD-L1-
Inhibitor, resultiert in einer verbesserten Anti-Tumor-Antwort bei metastasiertem nicht-kleinzelligem
Lungenkrebs und hepatozellulärem Karzinom.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitHCC - HIMALAYA-Studie
Die Wirksamkeit von IMJUDO 300 mg als Einzeldosis in Kombination mit Durvalumab wurde in der
HIMALAYA-Studie untersucht, einer randomisierten, offenen, multizentrischen Studie mit Patientenmit bestätigtem, nicht resezierbarem HCC (unresectable HCC, uHCC), die keine vorherigesystemische Behandlung gegen das HCC erhalten haben. Die Studie umfasste Patienten mit Barcelona
Clinic Liver Cancer(BCLC)-Stadium C oder -Stadium B (nicht zugänglich für eine lokoregionäre
Therapie) und mit einem Child-Pugh-Score Klasse A.
Von der Studie ausgeschlossen waren Patienten mit Hirnmetastasen oder Hirnmetastasen in der
Vorgeschichte; mit Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virus-Koinfektion; mit aktiven oder zuvordokumentierten gastrointestinalen (GI-)Blutungen innerhalb von 12 Monaten; mit Aszites, derinnerhalb von 6 Monaten eine nicht-pharmakologische Intervention erforderte; mit hepatischer
Enzephalopathie innerhalb von 12 Monaten vor Beginn der Behandlung; mit aktiven oder zuvordokumentierten Autoimmun- oder entzündlichen Erkrankungen.
Patienten mit Ösophagusvarizen wurden eingeschlossen, mit Ausnahme von Patienten mit aktivenoder zuvor dokumentierten gastrointestinalen Blutungen innerhalb von 12 Monaten vor
Studienbeginn.
Die Randomisierung wurde nach makrovaskulärer Invasion (MVI) (ja vs. nein), nach Ätiologie der
Lebererkrankung (bestätigtes Hepatitis-B-Virus vs. bestätigtes Hepatitis-C-Virus vs. andere) und nachdem ECOG-Performance-Status (0 vs. 1) stratifiziert (Eastern Cooperative Oncology Group, ECOG).
In der HIMALAYA-Studie wurden 1171 Patienten im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten:
* Durvalumab 1500 mg alle 4 Wochen
* IMJUDO 300 mg als Einzeldosis + Durvalumab 1500 mg, gefolgt von Durvalumab 1500 mgalle 4 Wochen
* Sorafenib 400 mg zweimal täglich
Die Tumorbeurteilungen erfolgten alle 8 Wochen in den ersten 12 Monaten und danach alle12 Wochen. Die Beurteilungen in Bezug auf das Überleben erfolgten monatlich in den ersten3 Monaten nach Beendigung der Behandlung und danach alle 2 Monate.
Der primäre Endpunkt der Studie war das Gesamtüberleben (overall survival, OS) für den Vergleichvon IMJUDO 300 mg als Einzeldosis in Kombination mit Durvalumab vs. Sorefenib. Die sekundären
Endpunkte umfassten progressionsfreies Überleben (progression-free survival, PFS), die vom Prüfarztbewertete objektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) und Dauer des Ansprechens(duration of response, DoR) gemäß RECIST v1.1.
Die demografischen sowie krankheitsbezogenen Charakteristika zu Studienbeginn waren zwischenden Studienarmen gut ausgewogen. Die demografischen Eigenschaften der gesamten
Studienpopulation zu Studienbeginn waren wie folgt: männlich (83,7 %), Alter < 65 Jahre (50,4 %),weiß (44,6 %), asiatisch (50,7 %), schwarz oder afroamerikanisch (1,7 %), andere ethnische Herkunft(2,3 %), ECOG-PS 0 (62,6 %), Child-Pugh-Score Klasse A (99,5 %), makrovaskuläre Invasion(25,2 %), extrahepatische Ausbreitung (53,4 %), Baseline-AFP-Wert < 400 ng/ml (63,7 %), Baseline-
AFP-Wert ≥ 400 ng/ml (34,5 %), virale Ätiologie; Hepatitis-B-Virus (30,6 %), Hepatitis-C-Virus(27,2 %), nicht infiziert (42,2 %), auswertbare PD-L1-Daten (86,3 %), PD-L1-tumour area positivity(TAP)-Wert ≥ 1 % (38,9 %), PD-L1-TAP-Wert < 1 % (48,3 %) [VENTANA PD-L1 (SP263) IHC-
Assay].
Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 und Abbildung 1 dargestellt.
Tabelle 4. Wirksamkeitsergebnisse aus der HIMALAYA-Studie für IMJUDO 300 mg mit
Durvalumab vs. Sorafenib
IMJUDO 300 mg + Sorafenib
Durvalumab (n = 389)(n = 393)
Dauer des Follow-up
Medianes Follow-up (Monate)a 33,2 32,2
OS
Anzahl Todesfälle (%) 262 (66,7) 293 (75,3)
Medianes OS (Monate) 16,4 13,8(95%-KI) (14,2; 19,6) (12,3; 16,1)
HR (95%-KI) 0,78 (0,66; 0,92)p-Wertb 0,0035
PFS
Anzahl Ereignisse (%) 335 (85,2) 327 (84,1)
Medianes PFS (Monate) 3,78 4,07(95%-KI) (3,68; 5,32) (3,75; 5,49)
HR (95%-KI) 0,90 (0,77; 1,05)
ORR
ORR n (%)c 79 (20,1) 20 (5,1)
Vollständiges Ansprechen n (%) 12 (3,1) 0
Partielles Ansprechen n (%) 67 (17,0) 20 (5,1)
DoR
Mediane DoR (Monate) 22,3 18,4a Berechnet nach dem umgekehrten Kaplan-Meier-Verfahren (mit umgekehrtem Zensurindikator).b basierend auf einer Lan-DeMets-Alpha-Spending-Function mit O'Brien-Fleming-Typ-Grenze und mit dertatsächlichen Anzahl der beobachteten Ereignisse betrug die Grenze für die Feststellung der statistischen
Signifikanz 0,0398 für IMJUDO 300 mg + Durvalumab vs. Sorafenib (Lan und DeMets 1983).c Bestätigtes vollständiges Ansprechen.
KI=Konfidenzintervall
Abbildung 1. Kaplan-Meier-Kurve des OS
Medianes OS (95%-KI)
IMJUDO 300 mg 16,4 (14,2 - 19,6) IMJUDO 300 mg + Durvalumab+ Durvalumab Sorafenibzensiert
Sorafenib 13,8 (12,3 - 16,1)
Hazard Ratio (95%-KI) 0,78 (0,66; 0,92)
S
IMJUDO 300 mg + Durvalumab
Sorafenib
Zeit ab Randomisierung (Monate)
NSCLC - POSEIDON-Studie
Mit der POSEIDON-Studie sollte die Wirksamkeit von Durvalumab mit oder ohne IMJUDO in
Kombination mit platinbasierter Chemotherapie untersucht werden. POSEIDON war einerandomisierte, offene, multizentrische Studie mit 1013 Patienten mit metastasiertem NSCLC ohnesensibilisierende epidermale Wachstumsfaktorrezeptor(EGFR)-Mutation oder genomische
Tumoraberration vom Typ anaplastische Lymphomkinase (ALK). Patienten mit histologisch oderzytologisch dokumentiertem metastasiertem NSCLC waren für die Aufnahme in die Studie geeignet.
Die Patienten hatten keine vorhergehende Chemotherapie oder eine andere systemische Therapie desmetastasierten NSCLC erhalten. Vor der Randomisierung wurde bei den Patienten der Tumor-PD-L1-
Status mittels Ventana PD-L1 (SP263) Assay bestätigt. Die Patienten hatten zum Zeitpunkt der
Aufnahme einen World Health Organization (WHO)/Eastern Cooperative Oncology Group(ECOG)-
Performance-Status von 0 oder 1.
Von der Studie ausgeschlossen waren Patienten mit aktiver oder vorbestehender dokumentierter
Autoimmunerkrankung; aktiven und/oder unbehandelten Hirnmetastasen; Immuninsuffizienz in der
Vorgeschichte; Erhalt einer systemischen Immunsuppression innerhalb von 14 Tagen vor Beginn von
IMJUDO oder Durvalumab; ausgenommen systemische Corticosteroide in physiologischer Dosis;aktiver Tuberkulose oder Hepatitis-B- oder -C- oder HIV-Infektion; oder Patienten, die innerhalb von30 Tagen vor oder nach Beginn von IMJUDO und/oder Durvalumab einen attenuierten
Lebendimpfstoff erhalten hatten (siehe Abschnitt 4.4).
Die Randomisierung wurde nach PD-L1-Expression auf Tumorzellen (TC) (TC ≥ 50 % vs.
TC < 50 %), Krankheitsstadium (Stadium IVA vs. Stadium IVB, gemäß der 8. Ausgabe des American
Joint Committee on Cancer) und Histologie (Nicht-Plattenepithel vs. Plattenepithel) stratifiziert.
Die Patienten wurden im Verhältnis 1:1:1 randomisiert und erhielten:
* Arm 1: IMJUDO 75 mg mit Durvalumab 1500 mg und platinbasierte Chemotherapie alle3 Wochen für 4 Zyklen, gefolgt von Durvalumab 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie. Einefünfte Dosis IMJUDO 75 mg wurde in Woche 16 parallel zu Durvalumab Dosis 6 gegeben.
* Arm 2: Durvalumab 1500 mg und platinbasierte Chemotherapie alle 3 Wochen für 4 Zyklen,gefolgt von Durvalumab 1500 mg alle 4 Wochen als Monotherapie.
OS-Wahrscheinlichkeit
* Arm 3: platinbasierte Chemotherapie alle 3 Wochen für 4 Zyklen. Die Patienten konntennach Ermessen des Prüfarztes 2 zusätzliche Zyklen erhalten, bei entsprechender klinischer
Indikation (insgesamt 6 Zyklen nach der Randomisierung).
Die Patienten erhielten eines der folgenden platinbasierten Chemotherapieregime:
* Nicht-Plattenepithel-NSCLC
* Pemetrexed 500 mg/m2 mit Carboplatin AUC 5-6 oder Cisplatin 75 mg/m2 alle3 Wochen. Sofern dies nicht vom Prüfarzt als kontraindiziert beurteilt wurde, konnteeine Erhaltungstherapie mit Pemetrexed gegeben werden.
* Plattenepithel-NSCLC
* Gemcitabin 1000 oder 1250 mg/m2 an den Tagen 1 und 8 mit Cisplatin 75 mg/m2 oder
Carboplatin AUC 5-6 an Tag 1 alle 3 Wochen.
* Nicht-Plattenepithel- oder Plattenepithel-NSCLC
* Nab-Paclitaxel 100 mg/m2 an den Tagen 1, 8 und 15 mit Carboplatin AUC 5-6 an
Tag 1 alle 3 Wochen.
IMJUDO wurde bis zu maximal 5 Dosen gegeben, sofern keine Krankheitsprogression oderinakzeptable Toxizität auftraten. Durvalumab und (gegebenenfalls) eine histologiebasierte
Erhaltungstherapie mit Pemetrexed wurden bis zum Auftreten von Krankheitsprogression oderinakzeptabler Toxizität fortgesetzt.
Tumorbeurteilungen wurden in Woche 6 und Woche 12 ab dem Datum der Randomisierungdurchgeführt und danach alle 8 Wochen bis zur bestätigten objektiven Krankheitsprogression. Nach
Beendigung der Therapie wurden alle 2 Monate Daten zum Überleben erhoben.
Die dualen primären Endpunkte der Studie waren progressionsfreies Überleben (progression-freesurvival, PFS) und Gesamtüberleben (overall survival, OS) für Durvalumab + platinbasierte
Chemotherapie (Arm 2) vs. platinbasierte Chemotherapie allein (Arm 3). Die wichtigsten sekundären
Endpunkte der Studie waren PFS und OS für IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie(Arm 1) und platinbasierte Chemotherapie allein (Arm 3). Die sekundären Endpunkte umfasstenobjektive Ansprechrate (objective response rate, ORR) und Dauer des Ansprechens (duration ofresponse, DoR). PFS, ORR und DoR wurden durch eine verblindete, unabhängige, zentrale
Überprüfung (blinded independent central review, BICR) gemäß RECIST v1.1 bewertet.
Die demografischen sowie krankheitsbezogenen Charakteristika zu Studienbeginn waren zwischenden Studienarmen gut ausgewogen. Die demografischen Eigenschaften der gesamten
Studienpopulation zu Studienbeginn waren wie folgt: männlich (76,0 %), Alter ≥ 65 Jahre (47,1 %),
Alter ≥ 75 Jahre (11,3 %), medianes Alter 64 Jahre (Bereich: 27 bis 87 Jahre), weiß (55,9 %), asiatisch(34,6 %), schwarz oder afroamerikanisch (2,0 %), andere (7,6 %), nicht hispanisch oderlateinamerikanisch (84,2 %), Raucher oder Ex-Raucher (78,0 %), WHO/ECOG PS 0 (33,4 %) und
WHO/ECOG PS 1 (66,5 %). Die Krankheitscharakteristika waren wie folgt: Stadium IVA (50,0 %),
Stadium IVB (49,6 %), histologische Subgruppen von Plattenepithel (36,9 %), Nicht-Plattenepithel(62,9 %), Hirnmetastasen (10,5 %), PD-L1-Expression TC ≥ 50 % (28,8 %) und PD-L1-Expression
TC < 50 % (71,1 %).
Die Studie zeigte eine statistisch signifikante Verbesserung des OS für IMJUDO + Durvalumab +platinbasierte Chemotherapie (Arm 1) gegenüber platinbasierter Chemotherapie allein (Arm 3). Für
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie zeigte sich eine statistisch signifikante
Verbesserung des PFS vs. platinbasierte Chemotherapie allein. Die Ergebnisse sind nachstehendzusammengefasst.
Tabelle 5. Wirksamkeitsergebnisse aus der POSEIDON-Studie
Arm 1: IMJUDO + Arm 3: platinbasierte
Durvalumab+ platinbasierte Chemotherapie
Chemotherapie (n=338) (n=337)
OSa
Anzahl Todesfälle (%) 251 (74,3) 285 (84,6)
Arm 1: IMJUDO + Arm 3: platinbasierte
Durvalumab+ platinbasierte Chemotherapie
Chemotherapie (n=338) (n=337)
Medianes OS (Monate) 14,0 11,7(95%-KI) (11,7; 16,1) (10,5; 13,1)
HR (95%-KI) b 0,77 (0,650; 0,916)p-Wertc 0,00304
PFSa
Anzahl Ereignisse (%) 238 (70,4) 258 (76,6)
Medianes PFS (Monate) 6,2 4,8(95%-KI) (5,0; 6,5) (4,6; 5,8)
HR (95%-KI) b 0,72 (0,600; 0,860)p-Wertc 0,00031
ORR n (%)d,e 130 (38,8) 81 (24,4)
Vollständiges Ansprechen n (%) 2 (0,6) 0
Partielles Ansprechen n (%) 128 (38,2) 81 (24,4)
Mediane DoR (Monate) 9,5 5,1(95%-KI)d,e (7,2; NE) (4,4; 6,0)a Ergebnisse für PFS zum Cut-off-Datum 24.Juli 2019 (medianes Follow-up 10,15 Monate). Ergebnisse für OSzum Cut-off-Datum 12.März 2021 (medianes Follow-up 34,86 Monate). Die Grenzen zur Festlegung der
Wirksamkeit (Arm 1 vs. Arm 3: PFS 0,00735; OS 0,00797; 2-seitig) wurden mittels Lan-DeMets-Alpha-
Spending-Function ermittelt, die einem O'Brien-Fleming-Ansatz nahekommt. PFS wurde mittels BICR gemäß
RECIST v1.1 bewertet.b HR wurden auf Grundlage eines Cox-pH-Modells ermittelt, stratifiziert nach PD-L1, Histologie und
Krankheitsstadium.c 2-seitiger p-Wert basierend auf einem Log-Rank-Test stratifiziert nach PD-L1, Histologie und
Krankheitsstadium.d Bestätigtes objektives Ansprechen (OR).e Post-hoc-Analyse.
NE=nicht erreicht, KI=Konfidenzintervall
Abbildung 2. Kaplan-Meier-Kurve des OS
Medianes OS (95%-KI)
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte 14,0 (11,7; 16,1)
Chemotherapie
Platinbasierte Chemotherapie 11,7 (10,5; 13,1)
Hazard Ratio (95%-KI)
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte 0,77 (0,650; 0,916)
Chemotherapie
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie
Platinbasierte Chemotherapie
Zeit ab Randomisierung (Monate)
Anzahl Patienten unter Risiko
Monat0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie338 298 256 217 183 159 137 120 109 95 88 64 41 20 9 0
Platinbasierte Chemotherapie337 284 236 204 160 132 111 91 72 62 52 38 21 13 6 0
OS-Wahrscheinlichkeit
Abbildung 3. Kaplan-Meier-Kurve des PFS
Medianes (95%-KI)
PFS
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie 6,2 (5,0; 6,5)
Platinbasierte Chemotherapie 4,8 (4,6; 5,8)
Hazard Ratio (95%-KI)
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie 0,72 (0,600; 0,860)
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie
Platinbasierte Chemotherapie
Zeit ab Randomisierung (Monate)
Anzahl Patienten unter Risiko
Monat0 3 6 9 12 15 18 21 24
IMJUDO + Durvalumab + platinbasierte Chemotherapie338 243 161 94 56 32 13 5 0
Platinbasierte Chemotherapie337 219 121 43 23 12 3 2 0
In Abbildung 4 sind die Wirksamkeitsergebnisse des OS nach Tumor PD-L1-Expression ausvordefinierten Subgruppenanalysen zusammengefasst.
Abbildung 4. Forest-Plot des OS nach PD-L1-Expression für IMJUDO + Durvalumab +platinbasierte Chemotherapie vs. platinbasierte Chemotherapie
Anzahl Ereignisse/Patienten (%)
IMJUDO + Durvalumab Platinbasierte HR (95%-KI)+ platinbasierte Chemotherapie
Chemotherapie251/338 (74,3 %) 285/337 (84,6 %) 0,77 (0,65; 0,92)
Alle Patienten69/101 (68,3 %) 80/97 (82,5 %) 0,65 (0,47; 0,89)
PD-L1 ≥ 50%182/237 (76,8 %) 205/240 (85,4 %) 0,82 (0,67; 1,00)
PD-L1 < 50%151/213 (70,9 %) 170/207 (82,1 %) 0,76 (0,61; 0,95)
PD-L1 ≥ 1%
PD-L1 < 1% 100/125 (80,0 %) 115/130 (88,5 %) 0,77 (0,58; 1,00)
Hazard Ratio (95%-KI)
PFS-Wahrscheinlichkeit
Ältere PatientenInsgesamt wurden 75 Patienten im Alter von ≥ 75 Jahren in die IMJUDO in Kombination mit
Durvalumab und platinbasierter Chemotherapie (n=35) und alleiniger platinbasierter Chemotherapie(n = 40) Arme der POSEIDON-Studie aufgenommen. Eine explorative HR von 1,05 (95 %-KI: 0,64;1,71) für das Gesamtüberleben wurde für IMJUDO in Kombination mit Durvalumab undplatinbasierter Chemotherapie vs. platinbasierter Chemotherapie innerhalb dieser Studiensubgruppebeobachtet. Aufgrund des explorativen Charakters dieser Subgruppenanalyse können keineendgültigen Schlussfolgerungen gezogen werden, aber Vorsicht ist geboten, wenn dieses
Behandlungsschema für ältere Patienten in Erwägung gezogen wird.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von IMJUDO in Kombination mit Durvalumab bei Kindern und
Jugendlichen unter 18 Jahren wurde nicht nachgewiesen. Die Studie D419EC00001 war einemultizentrische, offene Dosisfindungs- und Dosisexpansionsstudie zur Beurteilung der Sicherheit,vorläufigen Wirksamkeit und Pharmakokinetik von IMJUDO in Kombination mit Durvalumab,gefolgt von einer Durvalumab-Monotherapie bei pädiatrischen Patienten mit fortgeschrittenenmalignen soliden Tumoren (mit Ausnahme von Primärtumoren des zentralen Nervensystems), die eine
Krankheitsprogression hatten und für die keine Standardbehandlung existiert. In die Studieaufgenommen wurden 50 pädiatrische Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren mit den Primärtumor-
Kategorien: Neuroblastom, solider Tumor und Sarkom. Die Patienten erhielten 1 mg/kg IMJUDOentweder in Kombination mit 20 mg/kg Durvalumab oder mit 30 mg/kg Durvalumab alle 4 Wochenintravenös über 4 Zyklen, gefolgt von Durvalumab als Monotherapie alle 4 Wochen. In der
Dosisfindungsphase ging der Kombinationstherapie von IMJUDO mit Durvalumab ein einziger
Zyklus mit Durvalumab voraus. 8 Patienten in dieser Phase brachen jedoch die Behandlung vor der
Anwendung von IMJUDO ab. Daher erhielten von den 50 in die Studie aufgenommenen Patienten 42
IMJUDO in Kombination mit Durvalumab und 8 nur Durvalumab. In der Dosisexpansionsphasewurde eine ORR von 5,0 % (1/20 Patienten) in dem Analysenset berichtet, der bezüglich des
Ansprechens auswertbar war. Es wurden keine neuen Sicherheitssignale im Vergleich zu denbekannten Sicherheitsprofilen von IMJUDO und Durvalumab bei Erwachsenen beobachtet. Siehe
Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Die Pharmakokinetik (PK) von Tremelimumab wurde für Tremelimumab als Monotherapie, in
Kombination mit Durvalumab und in Kombination mit platinbasierter Chemotherapie untersucht.
Die PK von Tremelimumab wurde bei Patienten bei Dosierungen zwischen 75 mg bis 750 mg oder10 mg/kg intravenös einmal alle 4 oder 12 Wochen als Monotherapie oder als Einzeldosis von 300 mguntersucht. Die PK-Exposition erhöhte sich dosisproportional (lineare PK) bei Dosen von ≥ 75 mg.
Der Steady-State wurde nach etwa 12 Wochen erreicht. Basierend auf der pharmakokinetischen
Populationsanalyse, die die Patienten umfasste (n=1605), die Tremelimumab als Monotherapie oder in
Kombination mit anderen Arzneimitteln im Dosisbereich von ≥ 75 mg (oder 1 mg/kg) alle 3 oder4 Wochen erhielten, betrugen die geschätzte Tremelimumab-Clearance (CL) und das
Verteilungsvolumen (volume of distribution, Vd) 0,309 l/Tag beziehungsweise 6,33 l. Die terminale
Halbwertzeit betrug etwa 14,2 Tage. Primäre Eliminationswege von Tremelimumab sind
Proteinkatabolismus über das retikuloendotheliale System oder Elimination des Antikörper-
Zielprotein-Komplexes.
Besondere PatientengruppenAlter (18-87 Jahre), Körpergewicht (34-149 kg), Geschlecht, positiver Anti-Wirkstoff-Antikörper-(ADA)-Status, Albuminwerte, LDH-Werte, Kreatininwerte, Tumortyp, ethnische Herkunft oder
ECOG/WHO-Status hatten keinen klinisch signifikanten Einfluss auf die PK von Tremelimumab.
Eingeschränkte NierenfunktionLeichte (Kreatinin-Clearance (CrCL) 60 bis 89 ml/min) und mäßige Einschränkungen der
Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance (CrCL) 30 bis 59 ml/min) hatten keinen klinisch signifikanten
Einfluss auf die PK von Tremelimumab. Die Auswirkungen einer schweren Nierenfunktionsstörung(CrCL 15 bis 29 ml/min) auf die PK von Tremelimumab sind nicht bekannt; es kann keine Aussagegetroffen werden, ob möglicherweise eine Dosisanpassung erforderlich ist. Da monoklonale IgG-
Antikörper jedoch nicht primär über den renalen Weg ausgeschieden werden, ist nicht zu erwarten,dass eine Veränderung der Nierenfunktion die Tremelimumab-Exposition beeinflusst.
Eingeschränkte LeberfunktionLeichte Einschränkungen der Leberfunktion (Bilirubin ≤ ULN und AST > ULN oder Bilirubin > 1,0bis 1,5-fach ULN und beliebiger AST-Wert) und mäßige Einschränkungen der Leberfunktion(Bilirubin > 1,5 bis 3-fach ULN und beliebiger AST-Wert) hatten keinen klinisch signifikanten Effektauf die PK von Tremelimumab. Die Auswirkungen einer schwer eingeschränkten Leberfunktion(Bilirubin > 3,0-fach ULN und beliebiger AST-Wert) auf die PK von Tremelimumab sind nichtbekannt; es kann keine Aussage getroffen werden, ob möglicherweise eine Dosisanpassungerforderlich ist. Da monoklonale IgG-Antikörper nicht primär über den hepatischen Weg eliminiertwerden, ist allerdings nicht zu erwarten, dass eine Veränderung der Leberfunktion einen Einfluss aufdie Exposition von Tremelimumab hat.
Kinder und JugendlicheDie PK von Tremelimumab in Kombination mit Durvalumab wurde in einer Studie mit50 pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 17 Jahren, in der Studie D419EC00001, untersucht. Die
Patienten erhielten 1 mg/kg Tremelimumab entweder in Kombination mit 20 mg/kg Durvalumaboder in Kombination mit 30 mg/kg Durvalumab alle 4 Wochen intravenös über 4 Zyklen, gefolgt von
Durvalumab als Monotherapie alle 4 Wochen. Basierend auf der Analyse der Populations-PK war diesystemische Exposition von Tremelimumab bei pädiatrischen Patienten ≥ 35 kg, die 1 mg/kg
Tremelimumab alle 4 Wochen erhielten, vergleichbar mit der Exposition bei Erwachsenen, die1 mg/kg alle 4 Wochen erhielten, wohingegen die Exposition bei pädiatrischen Patienten < 35 kg im
Vergleich zu Erwachsenen niedriger war.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Tiertoxikologie
In der chronischen 6-monatigen Studie an Cynomolgus-Affen war die Gabe von Tremelimumab miteinem dosisabhängigen Auftreten von anhaltendem Durchfall und Ausschlag, Schorf und offenen
Wunden verbunden, die dosislimitierend waren. Diese klinischen Anzeichen waren ebenfalls mitvermindertem Appetit und Gewichtsverlust sowie geschwollenen peripheren Lymphknoten assoziiert.
Die histopathologischen Befunde, die mit den beobachteten klinischen Anzeichen übereinstimmten,umfassten reversible chronische Entzündungen im Zäkum und im Kolon sowie mononukleäre
Zellinfiltration in die Haut und Hyperplasie in lymphatischen Geweben.
Eine dosisabhängige Zunahme der Inzidenz und des Schweregrads der mononukleären Zellinfiltration,mit oder ohne Entzündung der mononukleären Zellen, wurde in der Speicheldrüse, dem Pankreas(Azinus), der Schilddrüse, den Nebenschilddrüsen, den Nebennieren, dem Herzen, dem Ösophagus,der Zunge, dem periportalen Leberbereich, der Skelettmuskulatur, der Prostata, dem Uterus, der
Hypophyse, dem Auge (Konjunktiva, extraokulare Muskeln) und dem Plexus choroideus des Gehirnsbeobachtet. In dieser Studie wurde bei Tieren, die mit der niedrigsten Dosis von 5 mg/kg/Wochebehandelt wurden, kein NOAEL ermittelt; jedoch wurde die mittlere Dosis von 15 mg/kg/Woche alshöchste nicht schwer toxische Dosis (Highest Non-Severly Toxic Dose, HNSTD) eingestuft. Diese
Dosis wies eine expositionsbasierte Sicherheitsspanne von 1,77-5,33 gegenüber einer klinischrelevanten Exposition auf, basierend auf dem klinischen Dosierungsregime von entweder 300 mg als
Einzeldosis oder 75 mg alle drei Wochen.
Karzinogenität und MutagenitätDas karzinogene und genotoxische Potential von Tremelimumab wurde nicht untersucht.
ReproduktionstoxizitätIn Studien zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung wurde eine mononukleäre Zellinfiltration in
Prostata und Uterus beobachtet. Da keine Fertilitätsstudien an Tieren mit Tremelimumab durchgeführtwurden, ist die Relevanz dieser Befunde für die Fertilität nicht bekannt. In Reproduktionsstudien wardie Gabe von Tremelimumab an trächtige Cynomolgus-Affen während des Zeitraums der
Organogenese nicht mit maternaler Toxizität oder Auswirkungen auf Schwangerschaftsverluste,fötales Gewicht oder externe, viszerale, skelettale Anomalien oder Gewichte ausgewählter fötaler
Organe assoziiert.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Histidin
Histidinhydrochlorid-Monohydrat
Trehalose-Dihydrat (Ph.Eur.)
Natriumedetat (Ph.Eur.)
Polysorbat 80
Wasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
Ungeöffnete Durchstechflasche4 Jahre bei 2 °C - 8 °C.
Verdünnte LösungDie chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde für bis zu 28 Tage bei2 °C bis 8 °C und für bis zu 48 Stunden bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) ab dem Zeitpunkt der
Zubereitung nachgewiesen.
Aus mikrobiologischer Sicht soll die hergestellte Infusionslösung unverzüglich verwendet werden. Beinicht sofortiger Anwendung liegen die Lagerungszeit und -bedingungen der gebrauchsfertigen Lösungin der Verantwortung des Anwenders. Sie würden normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C
bis 8 °C oder 12 Stunden bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) betragen, es sei denn, die
Verdünnung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden.
Fehlendes mikrobiologisches Wachstum wurde in der gebrauchsfertigen Lösung für bis zu 28 Tage bei2 °C bis 8 °C und bis zu 48 Stunden bei Raumtemperatur (nicht über 25 °C) ab dem Zeitpunkt der
Zubereitung nachgewiesen.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Verdünnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Zwei Packungsgrößen von IMJUDO sind erhältlich:
* 1,25 ml (entsprechend 25 mg Tremelimumab) Konzentrat in einer Durchstechflasche aus Typ-1-Glas mit einem elastomeren Stopfen und violettem Flip-Off-Verschluss aus Aluminium.
Packungsgröße 1 Einzeldosis-Durchstechflasche.
* 15 ml (entsprechend 300 mg Tremelimumab) Konzentrat in einer Durchstechflasche aus Typ-1-Glas mit einem elastomeren Stopfen und dunkelblauem Flip-Off-Verschluss aus
Aluminium. Packungsgröße 1 Einzeldosis-Durchstechflasche.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungHerstellung der Lösung
IMJUDO wird als Einzeldosis-Durchstechflasche bereitgestellt und enthält keine
Konservierungsmittel, eine aseptische Arbeitsweise ist einzuhalten.
* Kontrollieren Sie das Arzneimittel visuell auf sichtbare Partikel oder Verfärbung.
IMJUDO ist eine klare bis leicht opaleszierende, farblose bis blassgelbe Lösung.
Verwerfen Sie die Durchstechflasche, wenn die Lösung trübe, verfärbt ist oder Partikel zusehen sind. Durchstechflasche nicht schütteln.
* Entnehmen Sie das benötigte Volumen der/den IMJUDO-Durchstechflasche/n undüberführen Sie es in einen Infusionsbeutel mit 9 mg/ml (0,9 %iger) Natriumchloridlösungfür Injektionszwecke oder 50 mg/ml (5 %iger) Glukoselösung für Injektionszwecke. Dieverdünnte Lösung durch vorsichtiges Umdrehen mischen. Die Endkonzentration derverdünnten Lösung soll zwischen 0,1 mg/ml und 10 mg/ml liegen. Lösung nicht einfrierenoder schütteln.
* Es ist darauf zu achten, dass die Sterilität der hergestellten Lösung gewährleistet ist.
* Stechen Sie nach Entnahme des Arzneimittels nicht erneut in die Durchstechflaschehinein.
* Nicht benötigte Reste in der Durchstechflasche sind zu verwerfen.
Anwendung* Geben Sie die Infusionslösung intravenös über 60 Minuten unter Verwendung eines
Infusionsschlauchs, der einen sterilen 0,2 oder 0,22-Mikrometer-In-line-Filter mit geringer
Proteinbindung enthält.
* Andere Arzneimittel dürfen nicht gleichzeitig durch denselben Infusionsschlauch gegebenwerden.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
AstraZeneca AB
SE-151 85 Södertälje
Schweden
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/22/1713/001 25 mg Durchstechflasche
EU/1/22/1713/002 300 mg Durchstechflasche
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 20. Februar 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.