Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels ILUMETRI 100mg / ml injektionslösung in einer fertigspritze
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Ilumetri 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Ilumetri 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Ilumetri 100 mg Injektionslösung im Fertigpen
Ilumetri 200 mg Injektionslösung im Fertigpen
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Ilumetri 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 100 mg Tildrakizumab in 1 ml Lösung.
Ilumetri 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 200 mg Tildrakizumab in 2 ml Lösung.
Ilumetri 100 mg Injektionslösung im Fertigpen
Jeder Fertigpen enthält 100 mg Tildrakizumab in 1 ml Lösung.
Ilumetri 200 mg Injektionslösung im Fertigpen
Jeder Fertigpen enthält 200 mg Tildrakizumab in 2 ml Lösung.
Tildrakizumab ist ein humanisierter, monoklonaler IgG1/κ-Antikörper, hergestellt in Ovarialzellen deschinesischen Hamsters (Chinese Hamster Ovary cells, CHO-Zellen) mittels rekombinanter DNA-
Technologie.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Ilumetri 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze enthält 0,5 mg Polysorbat 80 (E 433).
Jede Ilumetri 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze enthält 1,0 mg Polysorbat 80 (E 433).
Jede Ilumetri 100 mg Injektionslösung im Fertigpen enthält 0,5 mg Polysorbat 80 (E 433).
Jede Ilumetri 200 mg Injektionslösung im Fertigpen enthält 1 mg Polysorbat 80 (E 433).
3. DARREICHUNGSFORM
Injektionslösung (Injektion)
Die Lösung ist klar bis leicht schillernd und farblos bis leicht gelblich. Die Lösung hat einen pH-Wert von5,7 - 6,3 und eine Osmolalität zwischen 258 und 311 mOsm/kg.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Ilumetri ist angezeigt für die Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-
Psoriasis, die für eine systemische Therapie in Frage kommen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Dieses Arzneimittel ist zur Anwendung unter Anleitung und Aufsicht eines Arztes vorgesehen, der über
Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Plaque-Psoriasis verfügt.
DosierungDie empfohlene Dosis beträgt 100 mg mittels subkutaner Injektion und wird in den Wochen 0 und 4 sowiedanach alle 12 Wochen verabreicht.
Nach Ermessen des Arztes könnte bei Patienten mit hoher Krankheitslast oder bei Patienten mit einem
Körpergewicht über 90 kg eine Dosis von 200 mg eine höhere Wirksamkeit aufweisen.
Bei Patienten, die nach 28 Behandlungswochen kein Ansprechen zeigen, sollte ein Absetzen der
Behandlung in Erwägung gezogen werden. Bei einigen Patienten mit nur partiellem Ansprechen zu
Beginn kann es im Verlauf bei Fortführung der Behandlung über 28 Wochen hinaus zu Verbesserungenkommen.
Verpasste Dosis
Wenn eine Dosis verpasst wurde, sollte die Dosis so bald wie möglich verabreicht werden. Anschließendsollte die Dosisverabreichung wieder in den regelmäßigen, geplanten Abständen erfolgen.
Besondere PatientengruppenÄltere PatientenEs ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Eingeschränkte Nieren- oder LeberfunktionIlumetri wurde in diesen Patientenpopulationen nicht untersucht. Es können daher keine
Dosisempfehlungen gegeben werden. Weitere Informationen zur Elimination von Tildrakizumab sind dem
Abschnitt 5.2 zu entnehmen.
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Ilumetri bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bishernoch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungDieses Arzneimittel wird als subkutane Injektion verabreicht. Die Injektionsstellen sollten variiert werden.
Ilumetri sollte nicht in von Plaque-Psoriasis betroffene oder schmerzempfindliche, geprellte, rote, harte,dicke oder schuppige Hautbereiche injiziert werden. Die Spritze oder der Pen darf nicht geschütteltwerden. Jede Spritze beziehungsweise jeder Pen ist nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehen.
Nach einer sachgemäßen Schulung zur subkutanen Injektionstechnik können sich Patienten Ilumetri selbstinjizieren, wenn ein Arzt dies für angebracht hält. Der Arzt sollte jedoch entsprechende medizinische
Nachkontrollen der Patienten sicherstellen. Die Patienten sind anzuweisen, die gesamte Menge an
Tildrakizumab gemäß den Anweisungen in der Packungsbeilage zu injizieren. Ausführliche Anweisungenzur Verabreichung sind in der Packungsbeilage enthalten.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Klinisch relevante aktive Infektionen, z. B. aktive Tuberkulose (siehe Abschnitt 4.4).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
RückverfolgbarkeitUm die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
InfektionenTildrakizumab hat das Potenzial zur Erhöhung des Infektionsrisikos (siehe Abschnitt 4.8).
Bei Patienten mit einer chronischen Infektion, einer rezidivierenden Infektion in der Vorgeschichte odereiner kürzlich aufgetretenen schweren Infektion soll Tildrakizumab mit Vorsicht angewendet werden.
Die Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptomeauftreten, die auf eine klinisch relevante chronische oder akute Infektion hinweisen. Sollte es bei einem
Patienten zu einer schwerwiegenden Infektion kommen, ist der Patient engmaschig zu beobachten und
Tildrakizumab sollte bis zum Abklingen der Infektion nicht verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.3).
Untersuchung auf Tuberkulose vor der Behandlung
Vor Beginn der Behandlung sollten Patienten auf eine Infektion mit Tuberkulose (TB) untersucht werden.
Patienten, die Tildrakizumab erhalten, müssen während und nach der Behandlung auf Anzeichen und
Symptome einer aktiven TB engmaschig überwacht werden. Bei Patienten mit einer früheren latenten oderaktiven TB, bei denen nicht bestätigt werden kann, dass sie eine adäquate Behandlung erhalten haben,sollte vor Behandlungsbeginn eine Anti-TB-Therapie in Erwägung gezogen werden.
ÜberempfindlichkeitIm Falle des Auftretens einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion sollte die Anwendung von
Tildrakizumab unverzüglich abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden (siehe
Abschnitt 4.3).
ImpfungenVor dem Einleiten der Therapie mit Tildrakizumab sollte die Durchführung aller angebrachten Impfungenin Übereinstimmung mit den aktuellen Impfrichtlinien erwogen werden. Nach einer Verabreichung von
Lebendimpfstoffen (viral oder bakteriell) wird empfohlen, mindestens 4 Wochen zu warten, bevor die
Behandlung mit Tildrakizumab eingeleitet wird. Während und für mindestens 17 Wochen nach der
Behandlung mit Tildrakizumab sollten die Patienten keine Lebendimpfstoffe erhalten (siehe
Abschnitt 4.5).
Sonstige BestandteileDieses Arzneimittel enthält 0,5 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze oder Fertigpen mit 100 mg und1 mg Polysorbat 80 (E 433) pro Fertigspritze oder Fertigpen mit 200 mg, entsprechend 0,5 mg/ml.
Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
ImpfstoffeEs liegen keine Daten bezüglich der Impfantwort auf Lebend- oder Totimpfstoffe vor. Lebendimpfstoffesollen nicht gleichzeitig mit Tildrakizumab verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.4).
Wechselwirkungen mit Cytochrom P450
Es ist nicht zu erwarten, dass Begleitmedikationen die Pharmakokinetik von Tildrakizumab beeinflussen,da Tildrakizumab durch allgemeine Proteinabbauprozesse ohne Beteiligung von Cytochrom-P450-
Enzymen (CYP450-Enzymen) aus dem Körper ausgeschieden und nicht über renale oder hepatische Wegeeliminiert wird. Darüber hinaus wirkt sich Tildrakizumab auch nicht auf die pharmakokinetischen
Eigenschaften von Begleitmedikationen aus, die entweder direkt oder indirekt über CYP450-Enzymeverstoffwechselt werden (siehe Abschnitt 5.2).
Wechselwirkungen mit anderen Immunsuppressiva oder mit Phototherapie
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tildrakizumab in Kombination mit anderen Immunsuppressiva,einschließlich Biologika oder mit Phototherapie wurden nicht untersucht.
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen im gebärfähigen AlterFrauen im gebärfähigen Alter müssen während und für mindestens 17 Wochen nach Behandlungsendeeine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
SchwangerschaftBisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mitder Anwendung von Tildrakizumab bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine
Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine
Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Ilumetriwährend der Schwangerschaft vermieden werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Tildrakizumab in die Muttermilch übergeht. Die verfügbaren toxikologischen
Daten von Javaneraffen am postnatalen Tag 28 haben vernachlässigbare Ilumetri-Spiegel in der Milchgezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Beim Menschen können in den ersten Tagen nach der Geburt Antikörperüber die Milch auf das Neugeborene übertragen werden. Für diesen kurzen Zeitraum kann ein Risiko fürdie Neugeborenen/Kinder nicht ausgeschlossen werden. Es muss eine Entscheidung darüber getroffenwerden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Ilumetri verzichtet werden soll/ die Behandlung mit Ilumetri zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kindals auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
FertilitätDie Wirkung von Ilumetri auf die menschliche Fertilität wurde nicht untersucht. Tierexperimentelle
Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug aufdie Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Ilumetri hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten Nebenwirkungen sind Infektionen der oberen Atemwege (12,6 %), Kopfschmerzen(4,0 %), Diarrhö (1,6 %), Gastroenteritis (1,5 %), Rückenschmerzen (1,5 %), Übelkeit (1,3 %) und
Schmerzen an der Injektionsstelle (1,3 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Nebenwirkungen aus klinischen Studien (Tabelle 1) sind nach MedDRA-Systemorganklassen (SOC)und gemäß Häufigkeit aufgelistet, wobei die entsprechende Häufigkeitskategorie auf den folgenden
Definitionen basiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100),selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) sowie nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage derverfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungennach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Tabelle 1. Liste der Nebenwirkungen
MedDRA Systemorganklasse Bevorzugter Begriff Häufigkeitskategorie
Infektionen und parasitäre Infektionen der oberen Sehr häufig
Erkrankungen Atemwegea
Erkrankungen des Kopfschmerzen Häufig
Nervensystems
Erkrankungen des Gastroenteritis Häufig
Gastrointestinaltrakts Diarrhö Häufig
Übelkeit Häufig
Allgemeine Erkrankungen und Rückenschmerzen Häufig
Beschwerden am Schmerzen an der Injektionsstelle Häufig
VerabreichungsortaEinschließlich Nasopharyngitis
LangzeitsicherheitDas Sicherheitsprofil von Tildrakizumab, das im Zeitraum der Langzeitverlängerung beobachtet wurde,entsprach dem Sicherheitsprofil in den doppelblinden Zeiträumen von reSURFACE 1 und reSURFACE 2.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über dasin Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
In klinischen Studien wurden Dosen von bis zu 10 mg/kg intravenös sicher verabreicht.
Im Falle einer Überdosierung wird empfohlen, den Patienten auf Anzeichen oder Symptome von
Nebenwirkungen hin zu überwachen und gegebenenfalls umgehend eine geeignete symptomatische
Behandlung einzuleiten.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsuppressiva, Interleukin-Inhibitoren; ATC-Code: L04AC17
WirkmechanismusTildrakizumab ist ein humanisierter, monoklonaler IgG1/κ-Antikörper, der spezifisch an die p19-Protein-
Untereinheit des Zytokins Interleukin-23 (IL-23) bindet, ohne an IL-12 zu binden und dessen Interaktionmit dem IL-23-Rezeptor hemmt.
IL-23 ist ein natürlich vorkommendes Zytokin, das an Entzündungs- und Immunreaktionen beteiligt ist.
Tildrakizumab hemmt die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen und Chemokinen.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitIn die multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien reSURFACE 1 undreSURFACE 2 wurden insgesamt 1.862 Patienten ab 18 Jahren mit Plaque-Psoriasis eingeschlossen; diesewiesen eine betroffene Körperoberfläche (Body Surface Area) von mindestens 10 % auf, einen Wert ≥ 3bei der Gesamtbeurteilung durch den Arzt (Physician Global Assessment, PGA) im Bereich derallgemeinen Beurteilung der Psoriasis (Plaque-Dicke, Erythem, Schuppung) auf einer Schweregradskalavon 0 bis 5 sowie einen Wert ≥ 12 auf dem Index zur Ausbreitung und Schwere der Psoriasis (Psoriasis
Area and Severity Index, PASI) und eigneten sich für eine Phototherapie oder eine systemische Therapie.
In diesen Studien wurden die Patienten per Randomisierung für bis zu 52 bzw. 64 Wochen einer
Behandlung entweder mit Placebo oder mit Tildrakizumab zugeteilt (200 mg bzw. 100 mg in den
Wochen 0 und 4 sowie danach alle 12 Wochen [Q12W]). In der aktiven Vergleichsstudie (reSURFACE 2)erhielten die entsprechend randomisierten Patienten 12 Wochen lang 50 mg Etanercept zweimalwöchentlich und danach einmal wöchentlich bis zu Woche 28. Patienten, die nicht auf die Etanercept -
Behandlung ansprachen (< 75 % PASI-Reduktion gegenüber Baseline), wurden für bis zu 52 Wochen auf200 mg Tildrakizumab Q12W umgestellt, während Patienten, die auf Etanercept ansprachen, aus der
Studie ausgeschlossen wurden.
Geeignete Patienten, die die doppelblinden Zeiträume von reSURFACE 1 bzw. reSURFACE 2 mit einer≥ 50%igen PASI-Verbesserung gegenüber Baseline abschlossen, konnten an den offenen
Verlängerungszeiträumen dieser Studien zur Beurteilung der langfristigen Sicherheit und
Aufrechterhaltung der Wirksamkeit einer fortgesetzten Tildrakizumab-Behandlung teilnehmen. Patienten,die in die Verlängerungszeiträume von reSURFACE 1 und reSURFACE 2 eintraten, setzten die
Behandlung mit derselben Dosis von Tildrakizumab, 100 mg bzw. 200 mg, die sie in Woche 64 bzw.
Woche 52 erhielten, fort. Es stehen Nachbeobachtungsdaten von bis zu 6 Jahren zur Verfügung.
Die demografischen und Baseline-Merkmale waren zwischen den Studien reSURFACE 1 undreSURFACE 2 konsistent. Die Patienten waren zwischen 18 und 82 Jahre alt, mit einem
Durchschnittsalter von 45,9 Jahren. Der mediane Baseline-PASI-Score lag in allen Behandlungsgruppenzwischen 17,7 und 18,4. Der Baseline-PGA-Score wurde bei 33,4 % der Patienten als 'schwer“ eingestuft.35,8 % aller Patienten hatten zur Behandlung der Plaque-Psoriasis zuvor eine Phototherapie erhalten,41,1 % eine konventionelle systemische Therapie und 16,7 % eine Therapie mit Biologika. Insgesamthatten 15,4 % der Studienpatienten Psoriasis-Arthritis in der Vorgeschichte. Der mittlere Baseline-DLQI(Dermatology Life Quality Index) lag zwischen 13,0 und 14,8.
Die Studien reSURFACE 1 und reSURFACE 2 untersuchten die Veränderungen von der Baseline bis
Woche 12 hinsichtlich zweier ko-primärer Endpunkte: 1) PASI 75 und 2) PGA in der Höhe von '0“(erscheinungsfrei) oder '1“ (nahezu erscheinungsfrei), mit einer Verbesserung im Vergleich zur Baselineum mindestens 2 Punkte. Weitere Auswertungen umfassten den Anteil der Patienten, die PASI 90 und
PASI 100 erreichten, den Anteil der Patienten mit DLQI 0 oder 1 und die Aufrechterhaltung der
Wirksamkeit über eine Dauer von bis zu 52/64 Wochen.
Die Ergebnisse in den Wochen 12, 28 und bis zu Woche 64 in reSURFACE 1 und bis zu Woche 52 inreSURFACE 2 sind in Tabelle 2 und 3 dargestellt.
Tabelle 2. Zusammenfassung der Ansprechraten in den Studien reSURFACE 1 und reSURFACE 2
Woche 12 (2 Dosen)* Woche 28 (3 Dosen)*200 mg 100 mg Placebo Etanercept 200 mg 100 mg EtanerceptreSURFACE1
Anzahl Patienten 308 309 154 - 298 299 -
PASI 75a (%) 62,3†b 63,8†b 5,8b - 81,9c 80,4c -
PGA-Score'erscheinungsfrei“ oder'fast erscheinungsfrei“ †b †b b c cmit einer Verbesserung 59,1 57,9 7,1 - 69,1 66,0 -um ≥ 2 Stufen gegenüber
Baselinea (%)
PASI 90 (%) 35,4†b 34,6†b 2,6b - 59,0c 51,6c -
PASI 100 (%) 14,0†b 13,9†b 1,3b - 31,5c 23,5c -
DLQI-Score 0 oder 1 (%) 44,2† 41,5† 5,3 - 56,7c 52,4c -reSURFACE2
Anzahl Patienten 314 307 156 313 299 294 289
PASI 75a (%) 65,6†‡b 61,2†‡b 5,8b 48,2b 72,6‡b 73,5‡b 53,6b
PGA-Score'erscheinungsfrei“ oder'fast erscheinungsfrei“ †¥b †b b b ‡b ‡b bmit einer Verbesserung 59,2 54,7 4,5 47,6 69,2 64,6 45,3um ≥ 2 Stufen gegenüber
Baselinea (%)
PASI 90 (%) 36,6†‡b 38,8†‡b 1,3b 21,4b 57,7‡c 55,5‡c 29,4c
PASI 100 (%) 11,8†‡b 12,4†‡b 0 4,8b 27,0‡c 22,8‡c 10,7c
DLQI-Score 0 oder 1 (%) 47,4†¥ 40,2† 8,0 35,5 65,0‡c 54,1‡c 39,4ca Ko-primärer Wirksamkeitsendpunkt in Woche 12.b Patienten mit fehlenden Daten wurden als Non-Responder gewertet.c Keine Imputation für fehlende Daten.
* Die Anzahl der verabreichten Dosen bezieht sich nur auf die Tildrakizumab-Gruppen.n = Anzahl der Patienten im Full-Analysis-Set, für die Daten nach einer Imputation, sofern zutreffend, vorlagen.
Die Errechnung der p-Werte erfolgte mittels Cochran-Mantel-Haenszel-Test (CMH-Test), stratifiziert nach Körpergewicht(≤ 90 kg, > 90 kg) und erhaltener Biologika-Therapie gegen Psoriasis (ja/nein).† p ≤ 0,001 vs. Placebo; ‡ p ≤ 0,001 vs. Etanercept; ¥ p ≤ 0,05 vs. Etanercept.
Aufrechterhaltung des Ansprechens
Die Aufrechterhaltung des Ansprechens in den Studien reSURFACE 1 und reSURFACE 2 sind in
Tabelle 3 dargestellt. Aufrechterhaltung und Dauerhaftigkeit des PASI-90-Ansprechens im Zeitverlaufsind in Abbildung 1 dargestellt.
Tabelle 3. Aufrechterhaltung des Ansprechens in den Studien reSURFACE 1 und reSURFACE 2
Langzeit-Ansprechena,b200 mg 100 mgreSURFACE 1 Woche 28 Woche 64 Woche 28 Woche 64
Anzahl Patienten 116 114 115 112
PGA-Score 'erscheinungsfrei“ oder 'fasterscheinungsfrei“ mit einer Verbesserung 80,2 76,3 80,9 61,6um ≥ 2 Stufen gegenüber Baseline (%)
PASI 90 (%) 70,7 74,6 65,2 58,0
PASI 100 (%) 38,8 40,4 25,2 32,1reSURFACE 2 Woche 28 Woche 52 Woche 28 Woche 52
Anzahl Patienten 108 105 213 204
PGA-Score 'erscheinungsfrei“ oder 'fasterscheinungsfrei“ mit einer Verbesserung 88,0 84,8 84,0 79,4um ≥ 2 Stufen gegenüber Baseline (%)
PASI 90 (%) 75,0 81,9 74,2 78,4
PASI 100 (%) 34,3 46,7 30,2 35,3a Langzeit-Ansprechen bei Patienten, die in Woche 28 auf Tildrakizumab ansprachen (mindestens PASI 75).b Keine Imputation für fehlende Daten.
Abbildung 1. Aufrechterhaltung und Dauerhaftigkeit des PASI-90-Ansprechens. Anteil der
Patienten mit einem PASI-90-Ansprechen im Zeitverlauf bis Woche 64 (Full-Analysis-Set Teil 3*)74.660 5831.721.6
W4 W8 W12 W16 W22 W28 W32 W36 W40 W44 W48 W52 W56 W60 W64
Tildrakizumab 100 mg --> Placebo** Tildrakizumab 100 mg
Tildrakizumab 200 mg --> Placebo** Tildrakizumab 200 mg
Patienten, die in Teil 1 zu 100 mg Tildrakizumab oder 200 mg Tildrakizumab randomisiert und in Woche 28 PASI-75-Responderwaren (reSURFACE 1).
*Keine Imputation für fehlende Daten.
** Diese Patienten wurden in Woche 28 auf Placebo umgestellt.
Responder (%)
Von den Patienten, die den doppelblinden Zeitraum abschlossen, traten 506 (79 %) in reSURFACE 1 und730 (97 %) in reSURFACE 2 in den Verlängerungszeitraum ein. Von den Patienten mit einem
PASI-90-Ansprechen am Ende des doppelblinden Zeitraums der Studien blieb das PASI-90-Ansprechenbei mindestens 76 % der Patienten im Verlängerungszeitraum erhalten, in dem die Behandlung mit
Tildrakizumab 100 mg bzw. 200 mg über einen Zeitraum von 192 Wochen fortgesetzt wurde(Abbildung 2 und Abbildung 3).
Abbildung 2. Prozentualer Anteil der Patienten mit Aufrechterhaltung eines PASI-90-
Ansprechens in der offenen Verlängerung von reSURFACE 1 nach Besuch (Full-
Analysis-Set, Verlängerungszeitraum*)
*Von den PASI-90-Respondern am Ende des doppelblinden Studienzeitraums. Keine Imputation für fehlende Daten.
Hinweis: Die Besuchswoche ist nominal, da die Studienteilnehmer ab Woche 64 ein Zeitfenster von bis zu etwa 12 Wochenhatten, um mit der Verlängerung zu beginnen.
Abbildung 3. Prozentualer Anteil der Patienten mit Aufrechterhaltung eines PASI-90-
Ansprechens in der offenen Verlängerung von reSURFACE 2 nach Besuch (Full-
Analysis-Set, Verlängerungszeitraum*)
*Von den PASI-90-Respondern am Ende des doppelblinden Studienzeitraums. Keine Imputation für fehlende Daten.
Lebensqualität/Ergebnisse nach Patientenangaben
In Woche 12 war Tildrakizumab in allen Studien gemäß DLQI mit einer statistisch signifikanten
Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität assoziiert (Tabelle 2). Diese Verbesserung bliebim Zeitverlauf bis Woche 52 bei 63,7 % (100 mg) und 73,3 % (200 mg) der Patienten in reSURFACE 1bzw. bei 68,8 % (100 mg) und bei 72,4 % (200 mg) der Patienten in reSURFACE 2 erhalten, die in
Woche 28 PASI-75-Responder gewesen waren und einen DLQI-Score in der Höhe von 0 oder 1aufgewiesen hatten.
ImmunogenitätGemäß den gepoolten Phase-IIb- und Phase-III-Analysen bildeten 7,3 % der mit Tildrakizumabbehandelten Patienten bis Woche 64 Antikörper gegen Tildrakizumab. Von den Patienten, die Antikörpergegen Tildrakizumab entwickelten, hatten 38 % (22 von 57 Patienten) neutralisierende Antikörper. Diesentspricht 2,8 % aller Patienten, die Tildrakizumab erhielten.
Gemäß den gepoolten Phase-III-Analysen bildeten 8,3 % der mit Tildrakizumab behandelten Patienten bis
Behandlungswoche 420 Antikörper gegen Tildrakizumab. Von den mit Tildrakizumab behandelten
Patienten, die Antikörper gegen Tildrakizumab entwickelten, hatten 35 % (36 von 102 Patienten)
Antikörper, die als neutralisierend eingestuft wurden. Dies entspricht 2,9 % aller Patienten, die mit
Tildrakizumab behandelt wurden.
Die Entwicklung von neutralisierenden Antikörpern gegen Tildrakizumab war mit einer geringeren
Konzentration von Tildrakizumab im Serum verbunden.
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Ilumetri eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur Behandlungder Plaque-Psoriasis gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
ResorptionDie subkutane Formulierung von Tildrakizumab zeigte eine absolute Bioverfügbarkeit im Bereich von73 % (90 % KI: 46 % - 115 %, 200 mg subkutan versus 3 mg/kg intravenös) bis 80 % (90 % KI: 62 % -103 %, 50 mg subkutan versus 0,5 mg/kg intravenös) als Ergebnis einer cross-over Einzeldosis-
Vergleichsstudie bei gesunden Erwachsenen. Die maximale Konzentration wurde 6,2 Tage nach der
Injektion erreicht. Populationsbezogene pharmakokinetische Analysen zeigten eine 31 % höhere
Bioverfügbarkeit bei gesunden Erwachsenen als bei Patienten.
Im Steady-State nach Gabe von 100 mg Tildrakizumab an Patienten mit mittelschwerer bis schwerer
Plaque-Psoriasis betrugen die geometrischen Mittel (% Variationskoeffizient [%CV]) der AUC0-τ und
Cmax-Werte 305 µg/ml (41 %) bzw. 8.1 μg/ml (34 %) pro Tag, wohingegen sie nach Gabe von 200 mg bei612 µg/ml (40 %) bzw. bei 16,3 µg/ml (33 %) pro Tag lagen.
VerteilungTildrakizumab weist eine begrenzte extravaskuläre Verteilung mit einem Verteilungsvolumen (Vd) von76,9 bis 106 ml/kg auf.
BiotransformationTildrakizumab wird durch katabole Abbauprozesse zu Aminosäurebestandteilen abgebaut. Die
Stoffwechselwege kleiner Moleküle (z. B. über CYP450-Enzyme, Glucuronosyltransferasen) tragen nichtzum Abbau bei.
EliminationDie Clearance-Werte lagen bei Patienten mit Plaque-Psoriasis im Bereich zwischen 2,04 und2,52 ml/Tag/kg und die Halbwertszeit bei 23,4 Tagen (23 % CV).
Linearität/Nicht-LinearitätNach subkutaner Verabreichung wies Tildrakizumab bei Patienten mit Plaque-Psoriasis einedosisproportionale Pharmakokinetik im Dosierungsbereich zwischen 50 mg bis 400 mg auf, wobei die
Clearance dosisunabhängig war.
Der Steady-State wird mit dem klinischen Behandlungsschema - Wochen 0 und 4 sowie danach alle12 Wochen - nach 16 Wochen erreicht, wobei es zwischen Woche 1 und Woche 12 zu einer 1,1-fachendosisunabhängigen Akkumulation der Exposition kommt.
Pharmakokinetik bei besonderen PatientengruppenÄltere PatientenDie populationsbezogene pharmakokinetische Analyse zeigte, dass das Alter keinen klinisch signifikanten
Einfluss auf die Clearance von Tildrakizumab bei erwachsenen Patienten mit Plaque-Psoriasis hat. Nacheiner Verabreichung von 100 mg oder 200 mg Tildrakizumab wiesen Patienten ab einem Alter von65 Jahren (n = 81 bzw. n = 82) eine ähnliche Clearance wie Patienten unter 65 Jahren auf (n = 884).
Eingeschränkte Nieren- und LeberfunktionEs wurde keine formale Studie über die Auswirkung einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktionauf die Pharmakokinetik von Tildrakizumab durchgeführt. Tildrakizumab wird über katabole
Abbauprozesse in Aminosäurebestandteile zerlegt und nicht über die Nieren oder die Leber eliminiert.
KörpergewichtPopulationsbezogene pharmakokinetische Modelle zeigten, dass mit zunehmendem Körpergewicht die
Exposition abnahm. Bei erwachsenen Patienten mit einem Körpergewicht von > 90 kg war dasvorausgesagte geometrische Mittel der Exposition (AUC0-τ im Steady-State) nach einer subkutanen Dosisvon 100 mg oder 200 mg etwa 30 % niedriger als bei erwachsenen Patienten mit einem Körpergewichtvon ≤ 90 kg (siehe Abschnitt 4.2).
ArzneimittelwechselwirkungenDie Ergebnisse einer Studie zu Arzneimittelwechselwirkungen, die mit Plaque-Psoriasis-Patientendurchgeführt wurde, lassen darauf schließen, dass Tildrakizumab keine klinisch relevante Auswirkung auf
CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP3A4 hat. Daher hat Tildrakizumab keinen Einfluss aufdie Pharmakokinetik von Begleitmedikationen, die durch diese CYP-Enzyme verstoffwechselt werden(siehe Abschnitt 4.5).
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie und Toxizität bei wiederholter
Gabe lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Studien zur Mutagenität und Karzinogenität bei Tieren wurden mit Tildrakizumab nicht durchgeführt.
Studien an Maustumormodellen zeigten, dass eine selektive Hemmung von IL-23p19 das karzinogene
Risiko nicht erhöht.
Bei Javaneraffen zeigte sich eine zu vernachlässigende Sekretion des Produkts in die Muttermilch. Einen
Monat nach der Geburt lag das Milch/Serum-Verhältnis bei ≤ 0,002. Tildrakizumab überwindetnachweislich die Plazentaschranke. Nach einer wiederholten Dosisverabreichung an trächtige
Javaneraffen waren Serumkonzentrationen im Fötus nachweisbar, aber Studien zur Reproduktionstoxizitätwiesen keine nachteiligen Effekte auf.
Bei männlichen und weiblichen Javaneraffen, die Tildrakizumab in Dosen verabreicht bekamen, die mehrals dem 100-fachen Wert der humanen Exposition gemäß der empfohlenen klinischen Dosis auf Basis des
AUC-Werts entsprachen, wurde keine Auswirkung auf Fertilitätsparameter wie Reproduktionsorgane,
Menstruationszykluslänge und/oder Hormone beobachtet.
In einer Studie zur prä- und postnatalen Entwicklungstoxizität bei Affen wurden bei Dosen, die einer biszu 85-fachen humanen Exposition gemäß der empfohlenen Dosis entsprachen, keine damit in
Zusammenhang stehenden Schwangerschaftsabgänge beobachtet. Bei Neugeborenen, deren Mütter ein biszu 9-Faches der für Menschen empfohlenen Dosis erhalten hatten, wurden keine schädlichen Wirkungenbemerkt. Zwei Todesfälle bei neugeborenen Affen, deren Mütter die 85-fache der für Menschenempfohlenen Dosis Tildrakizumab erhalten hatten, wurden auf eine mögliche Virusinfektionzurückgeführt und ihr Zusammenhang mit der Behandlung als unsicher eingestuft. Die klinische
Signifikanz dieser Ergebnisse ist nicht bekannt.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
Histidin
Histidinhydrochlorid-Monohydrat
Polysorbat 80 (E 433)
SaccharoseWasser für Injektionszwecke
6.2 Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
6.3 Haltbarkeit
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Eine ungeöffnete Spritze beziehungsweise ein ungeöffneter Pen kann nach Entnahme aus dem
Kühlschrank einmalig über einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen bei bis zu 25 °C aufbewahrt werden.
Sobald die Entnahme aus dem Kühlschrank und die Aufbewahrung unter diesen Bedingungen erfolgt ist,muss die Spritze/der Pen nach 30 Tagen oder bei dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatumentsorgt werden, je nachdem was zuerst eintritt. Ein Feld zur Erfassung des Datums vom Zeitpunkt der
Entnahme aus dem Kühlschrank befindet sich auf dem Karton.
Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht schütteln.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
Ilumetri 100 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze1 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas vom Typ I mit einer Edelstahlnadel der Größe 29G x ½”, mit
Nadelhülle und einer starren Nadelschutzkappe aus Polypropylen mit einem Fluorpolymer-beschichteten
Stopfen in einer passiven Sicherheitsvorrichtung.
Jede Packung enthält 1 oder 2 Fertigspritze(n).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht
Ilumetri 200 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze2 ml Lösung in einer Fertigspritze aus Glas vom Typ I mit einer Edelstahlnadel der Größe 27G x ½”, mit
Nadelhülle und einer starren Nadelschutzkappe aus Polypropylen mit einem Fluorpolymer-beschichteten
Stopfen in einer passiven Sicherheitsvorrichtung.
Jede Packung enthält 1 Fertigspritze.
Ilumetri 100 mg Injektionslösung im Fertigpen1-ml-Fertigspritze, bestehend aus einem Spritzenkörper aus Glas vom Typ I mit einer eingesetzten Nadelund einer starren Nadelschutzkappe sowie einem sterilen, gebrauchsfertigen Kolbenstopfen.
Jede Packung enthält 1 Fertigpen.
Ilumetri 200 mg Injektionslösung im Fertigpen2-ml-Fertigspritze, bestehend aus einem Spritzenkörper aus Glas vom Typ I mit einer eingesetzten Nadelund einer starren Nadelschutzkappe sowie einem sterilen, gebrauchsfertigen Kolbenstopfen.
Jede Packung enthält 1 Fertigpen.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
Ilumetri ist eine sterile Injektionslösung in einer Fertigspritze oder einem Fertigpen. Die Spritzen und Penssind nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt.
Nicht schütteln oder einfrieren. Die 100-mg- und die 200-mg-Spritze beziehungsweise der 100-mg-Pensollte 30 Minuten vor der Injektion aus dem Kühlschrank genommen werden, damit sie/er
Raumtemperatur (bis zu 25 °C) annimmt. Der 200-mg-Pen sollte 45 Minuten vor der Injektion aus dem
Kühlschrank genommen werden, damit er Raumtemperatur (bis zu 25 °C) annimmt.
Vor der Anwendung der Spritze/des Pens wird empfohlen, diese(n) visuell zu prüfen. Möglicherweise isteine kleine Luftblase zu sehen; das ist normal. Nicht verwenden, wenn die Flüssigkeit sichtbare Partikelenthält, trübe erscheint oder bräunlich verfärbt ist.
Die in der Packungsbeilage enthaltene Gebrauchsanleitung ist sorgfältig zu befolgen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zubeseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Almirall, S.A.
Ronda General Mitre, 15108022 Barcelona
Spanien
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
EU/1/18/1323/001
EU/1/18/1323/002
EU/1/18/1323/003
EU/1/18/1323/004
EU/1/18/1323/005
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 17. September 2018
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 24. Juli 2023
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu/ verfügbar.