Heparin ist ein Gerinnungshemmer zur Vorbeugung und Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien sowie für bestimmte Verfahren, etwa Dialyse. Es verstärkt Antithrombin, ein Eiweiß, das die Blutgerinnung begrenzt. Es verhindert neue Gerinnsel und das Wachstum vorhandener Gerinnsel, löst sie aber nicht direkt auf.
Unfraktioniertes Heparin wird intravenös oder unter die Haut gespritzt, niemals in einen Muskel. Die Dosis wird individuell verordnet; Gerinnungswerte und die Zahl der Blutplättchen werden bei Bedarf kontrolliert. Heparingele dienen örtlich bei Blutergüssen und Beschwerden oberflächlicher Venen. Sie gehören auf unverletzte Haut und ersetzen keine Injektionstherapie.
Das Hauptrisiko der Injektionen sind Blutungen. Möglich sind Blutergüsse, örtliche Reaktionen und ein immunbedingter Abfall der Blutplättchen, der paradoxerweise neue Gerinnsel verursachen kann. Eine frühere solche Reaktion muss vor der Behandlung mitgeteilt werden. Gele können örtlich reizen oder Allergien auslösen; nicht auf Wunden oder blutende Stellen auftragen.
Bei anhaltender Blutung, schwarzem Stuhl, Blut im Urin, plötzlich starkem Kopfschmerz, Atemnot oder einem plötzlich geschwollenen, schmerzhaften Bein sofort Hilfe holen. Aspirin, Ibuprofen oder andere Gerinnungshemmer nicht ohne ärztliche Zustimmung ergänzen. Vor Eingriffen, auch beim Zahnarzt oder vor Spinalanästhesie, das Team informieren. Die Dosis nicht selbst ändern.