Anaphylaxie
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht anwenden.
Vermeiden Sie Lebendimpfstoffe während der Behandlung, wenn sie kontraindiziert sind.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Gemäß Packungsbeilage im Kühlschrank aufbewahren.
Vor Licht geschützt aufbewahren.
Fluenz Nasenspray, Suspension
Influenza-Impfstoff (lebend, nasal)
Reassortanten-Influenzavirus* (lebend-attenuiert) der folgenden drei Stämme**:
A/Missouri/11/2025 (H1N1)pdm09-ähnlicher Stamm(A/Switzerland/6849/2025, MEDI 400592) 107,0±0,5 FFU***
A/Darwin/1454/2025 (H3N2)-ähnlicher Stamm(A/Darwin/1369/2025, MEDI 406666) 107,0±0,5 FFU***
B/Tokyo/EIS13-175/2025-ähnlicher Stamm(B/Perth/115/2025, MEDI 407730) 107,0±0,5 FFU***.......................................................................................................je 0,2 ml-Dosis
* Vermehrt in befruchteten Hühnereiern aus gesunden Hühnerbeständen.
** Produziert in VERO-Zellen mittels reverser Gentechnologie (reverse genetic technology).
Dieses Produkt enthält genetisch veränderte Organismen (GVO).
*** Fluorescent Focus Units.
Dieser Impfstoff entspricht der WHO-Empfehlung (nördliche Hemisphäre) sowie dem EU-Beschlussfür die Saison 2026/2027.
Der Impfstoff kann Spuren folgender Substanzen enthalten: Eiproteine (z. B. Ovalbumin) und
Gentamicin. Die maximale Menge Ovalbumin beträgt weniger als 0,024 Mikrogramm pro 0,2 ml
Dosis (0,12 Mikrogramm pro ml), siehe Abschnitt 4.3.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Nasenspray, Suspension (Nasenspray)
Farblose bis blassgelbe, klare bis opaleszente Suspension mit einem pH-Wert von ungefähr 7,2. Kleineweiße Partikel können vorhanden sein.
Fluenz ist indiziert zur aktiven Immunisierung zur Prophylaxe einer Influenza-Erkrankung bei
Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 2 Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.
Fluenz sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
Kinder und Jugendliche ab einem Alter von 2 Jahren bis unter 18 Jahren
Die empfohlene Dosis beträgt 0,2 ml, verabreicht als 0,1 ml in jedes Nasenloch.
Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren, die zuvor noch nicht gegen saisonale Influenza geimpft wurden,sollten frühestens nach 4 Wochen eine zweite Dosis verabreicht bekommen.
Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren
Fluenz darf bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden, da bei dieser
Gruppe Sicherheitsbedenken hinsichtlich einer erhöhten Hospitalisierungsrate und des Auftretens von
Giemen bestehen (siehe Abschnitt 4.8).
Art der AnwendungNur zur nasalen Anwendung.
Fluenz darf unter keinen Umständen injiziert werden.
Die Fluenz-Dosis wird aufgeteilt in beide Nasenlöcher verabreicht. Nach Verabreichung der halben
Dosis in ein Nasenloch wird die zweite Hälfte der Dosis sofort oder kurze Zeit später in das andere
Nasenloch verabreicht. Die zu impfende Person kann normal atmen, während der Impfstoffverabreicht wird - sie muss nicht aktiv einatmen oder Luft durch die Nase einziehen.
Fluenz soll von einem Angehörigen der Gesundheitsberufe oder unter dessen Aufsicht angewendetwerden.
Anweisungen zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung und Verabreichung des Impfstoffs sind der Information'Hinweise zur Anwendung“ zu entnehmen.
* Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile oder gegen Gentamicin (ein möglicher in Spuren enthaltender Rückstand).
* Schwere allergische Reaktion (z. B. Anaphylaxie) gegen Eier oder Eiproteine(z. B. Ovalbumin).
* Kinder und Jugendliche mit klinischer Immunschwäche aufgrund von Erkrankungen oderinfolge einer Therapie mit Immunsuppressiva, zum Beispiel akuter und chronischer Leukämie,
Lymphom, symptomatischer HIV-Infektion, zellulären Immundefekten und hoch dosierter
Corticosteroid-Behandlung. Fluenz ist nicht kontraindiziert bei Personen mit asymptomatischer
HIV-Infektion sowie bei Personen, die topische/inhalative Corticosteroide oder niedrig dosiertesystemische Corticosteroide erhalten oder die Corticosteroide als Ersatztherapie anwenden, z. B.
bei Nebenniereninsuffizienz.
* Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die eine Salicylat-Therapie erhalten, da Salicylate undeine Wildtyp-Influenza-Infektion mit dem Reye-Syndrom in Verbindung gebracht wurden(siehe Abschnitt 4.5).
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Überempfindlichkeit und AnaphylaxieWie bei den meisten Impfstoffen muss dafür gesorgt werden, dass zur Behandlung eineranaphylaktischen Reaktion oder einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion nach
Anwendung von Fluenz umgehend eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung zur
Verfügung stehen.
Begleiterkrankungen und chronische Erkrankungen
Fluenz soll nicht bei Kindern und Jugendlichen mit schwerem Asthma, oder die zum gegenwärtigen
Zeitpunkt giemen, angewendet werden, da es über diese Patientengruppe keine ausreichenden
Erkenntnisse aus klinischen Studien gibt (siehe Abschnitt 4.8).
Die Anwendung von Fluenz ist bei Personen, die an einer schweren akuten fiebrigen Erkrankung odereiner akuten Infektion leiden, zu verschieben. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder vonleichtem Fieber sollte nicht zu einem Aufschub der Impfung führen.
Auch bei Personen mit verstopfter Nase ist die Impfung zu verschieben, da bei dieser Personengruppemöglicherweise die Impfstoffaufnahme verringert sein könnte und keine Wirksamkeitsdaten vorliegen.
Das Vorliegen leichter Symptome einer gewöhnlichen Erkältung ohne verstopfte Nase sollte nicht zueinem Aufschub der Impfung führen.
Synkope
Nach der intranasalen Verabreichung von Fluenz wurden Synkopen (Ohnmacht) beobachtet (siehe
Abschnitt 4.8). Es sollten Maßnahmen getroffen werden, um Verletzungen durch Ohnmachtvorzubeugen und synkopale Reaktionen zu behandeln.
Immungeschwächte PersonenDie Geimpften sollen informiert werden, dass Fluenz ein attenuierter Lebendvirus-Impfstoff ist unddaher die Gefahr einer Virus-Übertragung auf immungeschwächte Personen besteht. Die Geimpftensollten sich bemühen, in den ersten 1-2 Wochen nach der Impfung soweit wie möglich jeden engen
Kontakt zu stark immungeschwächten Personen (z. B. Empfängern von Knochenmarktransplantatenwährend der Isolation) zu vermeiden. In klinischen Studien wurde 2-3 Tage nach der Impfung diemaximale Impfvirus-Konzentration beobachtet. In Situationen, in denen ein Kontakt zu starkimmungeschwächten Personen unvermeidbar ist, sollte das potenzielle Risiko, den
Influenza-Impfvirus zu übertragen, abgewogen werden gegen das Risiko, sich mit dem
Wildtyp-Influenzavirus zu infizieren und diesen zu übertragen. Die Wirksamkeit von Fluenz zur
Prophylaxe einer Influenza-Erkrankung bei immungeschwächten Personen wurde nicht untersucht(siehe Abschnitt 4.8).
AllgemeinFluenz darf unter keinen Umständen injiziert werden.
Es liegen keine Daten zur Sicherheit einer intranasalen Anwendung von Fluenz bei Kindern mit nichtkorrigierten kraniofazialen Fehlbildungen vor.
Fluenz darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, wenn diese eine Salicylat-
Therapie erhalten (siehe Abschnitt 4.3). Salicylate dürfen bei Kindern und Jugendlichen innerhalb derersten 4 Wochen nach der Impfung nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist medizinischindiziert, da nach der Gabe von Salicylaten während einer Wildtyp-Influenza-Infektion über das
Auftreten eines Reye-Syndroms berichtet wurde.
Fluenz kann gleichzeitig mit attenuierten Lebendimpfstoffen gegen Masern, Mumps, Röteln,
Windpocken und oral angewendeten Polioviren angewendet werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Fluenz mit inaktivierten Impfstoffen wurde nicht untersucht.
Die gleichzeitige Anwendung von Fluenz mit antiviralen Wirkstoffen, die gegen
Influenza-A- und/oder Influenza-B-Viren wirksam sind, wurde nicht untersucht. In Anbetracht derpotenziellen Verminderung der Wirksamkeit von Fluenz durch antivirale Influenza-Wirkstoffe wirdjedoch empfohlen, den Impfstoff frühestens 48 Stunden nach Beendigung der antiviralen Influenza-
Therapie anzuwenden. Erfolgt in den ersten zwei Wochen nach Impfung eine antivirale Influenza-
Therapie, kann dies das Ansprechen auf den Impfstoff beeinflussen.
Im Fall einer gleichzeitigen Anwendung einer antiviralen Influenza-Therapie und Fluenz ist je nachklinischer Beurteilung eine Nachimpfung in Betracht zu ziehen.
Bisher liegen nur wenige Erfahrungen mit der Anwendung von Fluenz bei Schwangeren vor. In einer
Falldatenbank von US-Krankenversicherungen gab es für 138 Schwangere, bei denen die Anwendungvon Fluenz verzeichnet war, keine Hinweise auf signifikante negative Auswirkungen bei der Mutter.
Gemäß der AstraZeneca-Sicherheitsdatenbank wurden in mehr als 300 Berichten über die
Impfstoffgabe an Schwangere keine ungewöhnlichen Muster von Schwangerschaftskomplikationenoder fetalen Entwicklungen beobachtet.
Obwohl tierexperimentelle Studien keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche
Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität ergaben und sich aus Studien nach der
Markteinführung eine gewisse Sicherheit in Fällen unbeabsichtigter Anwendung des Impfstoffsableiten lässt, wird die Anwendung von Fluenz in der Schwangerschaft nicht empfohlen.
StillzeitBegrenzte verfügbare Daten weisen darauf hin, dass Fluenz beim Menschen nicht in die Muttermilchübergeht. Da jedoch nur begrenzte Daten zur Beurteilung der Auswirkungen auf den gestillten
Säugling vorliegen und manche Viren in die Muttermilch übergehen, sollte Fluenz während der
Stillzeit nicht angewendet werden.
FertilitätEs liegen keine Daten zu den möglichen Wirkungen von Fluenz auf die männliche oder weibliche
Fertilität vor.
von Maschinen
Fluenz hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung war Nasenverstopfung/Rhinorrhoe (56,7 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie folgenden Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit trivalentem sowie tetravalentem
Influenza-Impfstoff (lebend, nasal) in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet. Die
Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse (system organ class, SOC) aufgeführt.
Innerhalb jeder SOC sind die Nebenwirkungen nach abnehmender Häufigkeit dargestellt undinnerhalb jeder Häufigkeitsgruppe nach abnehmendem Schweregrad. Die Nebenwirkungshäufigkeitensind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000,< 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf
Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1 Nebenwirkungen
MedDRA-SOC Nebenwirkung Häufigkeit
Erkrankungen des Überempfindlichkeitsreaktionen Gelegentlich
Immunsystems (einschließlich Gesichtsödem,
Urtikaria)
Anaphylaktische Reaktionen Sehr selten
Stoffwechsel- und Verminderter Appetit Sehr häufig
Ernährungsstörungen
Erkrankungen des Kopfschmerzen Häufig
Nervensystems Synkope Nicht bekannta
Guillain-Barré-Syndrom Nicht bekannta
Erkrankungen der Atemwege, Nasenverstopfung/Rhinorrhoe Sehr häufigdes Brustraums und Epistaxis Gelegentlich
Mediastinums
Erkrankungen der Haut und Ausschlag Gelegentlichdes Unterhautgewebes
Skelettmuskulatur-, Myalgie Häufig
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Kongenitale, familiäre und Exazerbation von Symptomen Nicht bekanntagenetische Erkrankungen der Leigh-Enzephalo-myelopathie (mitochondriale
Enzephalomyopathie)
Allgemeine Erkrankungen und Unwohlsein Sehr häufig
Beschwerden am Fieber Häufig
Verabreichungsorta Erfahrungen nach Markteinführung
Kinder und JugendlicheIn einer aktiv-kontrollierten klinischen Studie (MI-CP111) wurde bei Säuglingen und Kleinkindern im
Alter von 6 bis 11 Monaten über einen Zeitraum von 180 Tagen nach der letzten Impfdosis eineerhöhte Rate von Hospitalisierungen (jeglicher Ursache) verzeichnet (6,1 % Fluenz versus 2,6 %injizierbarer Influenza-Impfstoff). Die meisten Hospitalisierungen waren auf Infektionen des
Gastrointestinaltrakts und der Atemwege zurückzuführen und traten über 6 Wochen nach der Impfungauf. Bei Fluenz-Geimpften ab einem Alter von 12 Monaten war die Hospitalisierungsrate nicht erhöht.
In derselben Studie war bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten über einen
Zeitraum von 42 Tagen eine erhöhte Häufigkeit von Giemen zu beobachten (5,9 % Fluenz versus3,8 % injizierbarer Influenza-Impfstoff). Bei Fluenz-Geimpften ab einem Alter von 2 Jahren war die
Häufigkeit des Auftretens von Giemen nicht erhöht. Fluenz ist nicht für die Anwendung bei
Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren angezeigt (siehe Abschnitt 4.2).
Begleiterkrankungen und chronische Erkrankungen
In einer Studie (D153-P515) mit Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren mit Asthma (Fluenz: n=1 114,trivalenter injizierbarer Influenza-Impfstoff: n=1 115) wurden keine signifikanten Unterschiedezwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Inzidenz von Asthma-Exazerbationen, dermittleren exspiratorischen Spitzenflussrate (peak expiratory flow rate), der Asthma-Symptom-Scoresoder des nächtlichen Erwachens (night-time awakening scores) festgestellt. Die Inzidenz von Giemeninnerhalb von 15 Tagen nach der Impfung war bei Fluenz-Geimpften geringer im Vergleich zu
Geimpften, die den inaktivierten Impfstoff erhalten hatten (19,5 % versus 23,8 %, p=0,02).
In einer Studie mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren mit mittelschwerem bisschwerem Asthma (Fluenz: n=24, Placebo: n=24) wurde zwischen den Behandlungsarmen kein
Unterschied in Bezug auf das primäre Sicherheitskriterium, die prozentuale Veränderung dervorhergesagten exspiratorischen Einsekundenkapazität (forced expiratory volume in 1 second, FEV1),gemessen vor und nach der Impfung, festgestellt.
Obwohl die Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen mit leichtem bis mittelschwerem Asthmanachgewiesen wurde, sind Daten zu Kindern mit anderen Lungenerkrankungen oder mit chronischen
Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- oder Nierenerkrankungen oder anderen chronischen
Grunderkrankungen begrenzt. In einer Studie mit Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter(n=3 242) hatte ein hoher Prozentsatz der Personen chronische Grunderkrankungen (87 %), darunter
Herzerkrankungen (15 %), Erkrankungen der Atemwege, Erkrankungen des Brustraums und
Mediastinums (13 %) sowie Diabetes mellitus (9,6 %). Das Sicherheitsprofil von Fluenz war beidiesen Personen vergleichbar mit dem Sicherheitsprofil bei Personen ohne diese Erkrankungen.
Immungeschwächte PersonenBei HIV-infizierten Kindern (n=24) und HIV-negativen Kindern (n=25) im Alter von 1 bis 7 Jahrensowie bei HIV-infizierten Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 17 Jahren, die eine stabileantiretrovirale Therapie erhielten (Fluenz: n=122; trivalenter injizierbarer Impfstoff: n=121), waren
Häufigkeit und Dauer der Impfvirusausscheidung mit denen gesunder Personen vergleichbar. Nach der
Anwendung von Fluenz wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die HIV-Viruslast oder die
CD4-Werte festgestellt.
Zwanzig leicht bis mittelgradig immungeschwächte Kinder und Jugendliche im Alter von5 bis 17 Jahren (die eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie erhielten oder vor Kurzem eine
Chemotherapie erhalten hatten) wurden im Verhältnis 1:1 auf Fluenz oder Placebo randomisiert.
Häufigkeit und Dauer der Impfvirusausscheidung bei diesen immungeschwächten Kindern und
Jugendlichen waren mit denen gesunder Kinder und Jugendlicher vergleichbar.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Eine Überdosierung mit Fluenz ist unwahrscheinlich, da es sich um einen einzelnen Fertig-
Nasenapplikator handelt. Die Anwendung einer höheren als der empfohlenen Dosis von Fluenz wurdeselten berichtet und das Nebenwirkungsprofil war vergleichbar mit dem, das mit der empfohlenen
Dosis von Fluenz beobachtet wurde.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Influenza-Impfstoffe, ATC-Code: J07BB03
WirkmechanismusFluenz ist ein trivalenter Impfstoff, der drei kälteadaptierte (cold-adapted, ca),temperaturempfindliche (temperature-sensitive, ts) und abgeschwächte (attenuated, att)
Influenzavirusstämme enthält, nämlich einen A/(H1N1)-Stamm, einen A/(H3N2)-Stamm und einen
B-Stamm von der Victoria-Linie. Nach intranasaler Anwendung replizieren sich die in Fluenzenthaltenen lebend-attenuierten Influenzavirus-Stämme im Nasopharynx und induzieren
Immunantworten gegen die drei im Impfstoff enthaltenen Influenzastämme.
Klinische WirksamkeitDie Daten zur Wirksamkeit von Fluenz in der pädiatrischen Population stammen aus 9 kontrollierten
Studien mit insgesamt mehr als 20 000 Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen, die übereinen Zeitraum von 7 Influenza-Saisons durchgeführt wurden. In vier placebokontrollierten Studienerfolgte in der zweiten Saison eine Nachimpfung. In 3 aktiv-kontrollierten Studien mit injizierbaren
Influenza-Impfstoffen hat sich Fluenz als überlegen erwiesen. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit in derpädiatrischen Population sind in den Tabellen 2 und 3 zusammengefasst.
Tabelle 2 Wirksamkeit von Fluenz nach 2 Dosen gegen kulturbestätigte Influenza-
Erkrankung in placebokontrollierten pädiatrischen Studien
WirksamkeitWirksamkeit(95%-KI)(95%-KI)
Anzahl der alle Stämme
Studien- Alters- Influenza- überein-
Region Studien- unabhängig vonnummera bereichb Saison stimmendeteilnehmer der Über-(gematchte)einstimmung
Stämme(Match)85,4 % 85,9 %
D153-P502 Europa 6 bis 35 M 1 616 2000-2001(74,3; 92,2) (76,3; 92,0)
Afrika,73,5 % 72,0 %
D153-P504 Latein- 6 bis 35 M 1 886 2001(63,6; 81,0)c (61,9; 79,8)camerika
Asien/ 62,2 % 48,6 %
D153-P513 6 bis 35 M 1 041 2002
Ozeanien (43,6; 75,2) (28,8; 63,3)
WirksamkeitWirksamkeit(95%-KI)(95%-KI)
Anzahl der alle Stämme
Studien- Alters- Influenza- überein-a Region b Studien- unabhängig vonnummer bereich Saison stimmendeteilnehmer der Über-(gematchte)einstimmung
Stämme(Match)
Europa,
Asien/78,4 % 63,8 %
D153-P522 Ozeanien, 11 bis 23 M 1 150 2002-2003(50,9; 91,3) (36,2; 79,8)
Latein-amerika
Asien/ 72,9 % 70,1 %
D153-P501 12 bis 35 M 2 764 2000-2001
Ozeanien (62,8; 80,5) (60,9; 77,3)93,4 %
AV006 USA 15 bis 71 M 1 259c 1996-1997 k.A.
(87,5; 96,5)a Per-Protokoll-Population, sofern nicht anders angegeben; keiner der Teilnehmer war zuvor gegen
Influenza geimpft.b Altersbereich wie im Studienprotokoll beschrieben. M=Monate.c Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer, die zwei Dosen erhielten (ITT-
Population).
In den klinischen Studien AV006 und D153-P504 wurde die Wirksamkeit einer Einzeldosis Fluenz beizuvor nicht geimpften Kindern im Alter von 15 bis 71 Monaten (n=288) und im Alter von 6 bis35 Monaten (n=1 877) untersucht. Die Wirksamkeit gegen kulturbestätigte Influenza durch einenbeliebigen übereinstimmenden Stamm betrug 88,8 % (95 %-KI: 64,5; 96,5) bzw. 57,7 % (95 %-KI:
44,7; 67,9).
Die geschätzte Wirksamkeit von Fluenz gegen alle übereinstimmenden Stämme bei Kindern, die im
Jahr 1 zwei Dosen und im Jahr 2 eine Nachimpfung erhielten, betrug 100 % (95 %-KI: 38,2; 100;n=1 110) in AV006, 84,3 % (95 %-KI: 70,1; 92,4; n=1 265) in D153-P501, 88,7 % (95 %-KI: 82,0;93,2; n=1 090) in D153-P502 und 73,6 % (95 %-KI: 33,3; 91,2; n=680) in D153-P504.
Die geschätzte Wirksamkeit von Fluenz gegen alle übereinstimmenden Stämme bei Kindern, die im
Jahr 1 zwei Dosen und im Jahr 2 ein Placebo erhielten, war niedriger: 56,2 % (95 %-KI: 30,5; 72,7;n=1 253) bei D153-P501 und 57,0 % (95 %-KI: 6,1; 81,7; n=718) bei D153-P504.
Tabelle 3 Relative Wirksamkeit von Fluenz gegen kulturbestätigte Influenza-Erkrankung inaktiv-kontrollierten pädiatrischen Studien mit einem injizierbaren Influenza-Impfstoff
Verbesserte
Verbesserte
WirksamkeitAnzahl Wirksamkeit(95%-KI)der (95%-KI)
Studien- Alters- Influenza- alle Stämmea Region b Studien- überein-nummer bereich Saison unabhängig vonteil- stimmendeder Überein-nehmer (gematchte)stimmung
Stämme(Match)
USA, Europa, 44,5 % 54,9 %
MI-CP111 6 bis 59 M 7 852c 2004-2005
Asien/Ozeanien (22,4; 60,6) (45,4; 62,9)d
D153-P514 Europa 6 bis 71 M 2 085e 52,7 % 52,4 %2002-2003(21,6; 72,2) (24,6; 70,5)f34,7 % 31,9 %
D153-P515 Europa 6 bis 17 J 2 211g 2002-2003(3,9; 56,0) (1,1; 53,5)a Per-Protokoll-Population.b Altersbereich wie im Studienprotokoll beschrieben. M=Monate. J=Jahre.c Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer, die zwei Dosen erhielten, wenn sie nichtgeimpft waren oder deren Impfgeschichte unbekannt war, und eine Dosis für diejenigen, die zuvor geimpftwaren.d Fluenz wies bei 3 686 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten 55,7 % (39,9; 67,6)weniger Fälle auf als der injizierbare Influenza-Impfstoff und bei 4 166 Kindern im Alter von 24 bis59 Monaten 54,4 % (41,8; 64,5) weniger Fälle.e Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer mit einer Vorgeschichte wiederkehrender
Atemwegsinfektionen, die zwei Dosen intranasalen Influenza-Impfstoff erhielten, im Vergleich zu denen, diezwei Dosen injizierbaren Influenza-Impfstoff erhielten.f Fluenz wies bei 476 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten 64,4 % (1,4; 88,8) weniger
Fälle auf als der injizierbare Influenza-Impfstoff und bei 1 609 Kindern im Alter von 24 bis 71 Monaten48,2 % (12,7; 70,0) weniger Fälle.g Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer mit klinisch diagnostiziertem Asthma, die eine
Dosis intranasalen Influenza-Impfstoffs erhielten, im Vergleich zu denen, die eine Dosis injizierbaren
Influenza-Impfstoff erhielten.
Nicht zutreffend.
Basierend auf konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe,
Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, lokalen Verträglichkeit und Neurovirulenz lassen diepräklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Kaliummonohydrogenphosphat (Ph.Eur.)
Kaliumdihydrogenphosphat
Gelatine
Argininhydrochlorid
Mononatriumglutamat-Monohydrat
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
15 Wochen
Kühl lagern und transportieren (2 °C - 8 °C).
Nicht einfrieren.
Den Nasenapplikator im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Der Impfstoff kann vor der Verwendung aus dem Kühlschrank genommen und einmalig für biszu 12 Stunden bei einer Temperatur von nicht über 25 °C aufbewahrt werden. Stabilitätsdaten weisendarauf hin, dass die Bestandteile des Impfstoffes 12 Stunden lang stabil sind, wenn er bei
Temperaturen zwischen 8 °C und 25 °C gelagert wird. Nach diesem Zeitraum muss Fluenz sofortangewendet oder andernfalls entsorgt werden.
Fluenz ist erhältlich als Nasenspray, Suspension (0,2 ml) in einem Nasenapplikator zum
Einmalgebrauch (Typ 1-Glas) mit einem Sprühkopf (Polypropylen mit Polyethylen-Transferventil),einer Schutzkappe für die Sprühkopfspitze (synthetischer Gummi), einer Kolbenstange, einem
Kolbenstopfen (Butylgummi) und einer Dosierungsklemme.
Packungsgrößen mit 1 oder 10 Nasenapplikatoren.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Fluenz ist nur zur einmaligen nasalen Anwendung bestimmt.
* Nicht mit einer Nadel anwenden. Nicht injizieren.
* Verwenden Sie Fluenz nicht nach Ablauf des Verfalldatums oder wenn der Applikatorbeschädigt zu sein scheint, wenn beispielsweise der Kolben lose oder vom Applikator getrenntist oder wenn Anzeichen von Undichtigkeit bestehen.
* Prüfen Sie das Aussehen des Impfstoffes vor der Anwendung. Die Suspension muss farblos bisblassgelb, klar bis opaleszent sein. Wenden Sie den Impfstoff nicht an, wenn der flüssige Inhaltim Applikator verfärbt zu sein scheint. Kleine weiße Partikel können vorhanden sein.
* Nicht probeweise sprühen und versuchen Sie nicht, Blasen aus dem Applikator zu entfernen.
Detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung und Verabreichung von Fluenz mit dem Applikator sindder Information 'Hinweise zur Anwendung“ zu entnehmen.
EntsorgungNicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenfür medizinische Abfälle zu entsorgen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.