Packungsbeilage FLUENZ Nasenspray, Suspension

Produktcode:
W70317002
Menge:
1
Angewendet bei:
Prävention der Influenza
Art der Anwendung:
nasal
ATC
J07BB03 — Antiinfektiva zur Systemischen Anwendung | Impfstoffe | Virale Impfstoffe | Influenza-Impfstoffe
Der Lebendimpfstoff gegen Grippe wird zur Vorbeugung von saisonaler Grippe eingesetzt, einer Viruserkrankung, die durch Influenza-Viren der Typen A und B verursacht wird. Der Impfstoff enthält lebende, abgeschwächte Influenza-Viren, die die Krankheit nicht verursachen können, aber das Immunsystem stimulieren, spezifische Antikörper gegen Influenza-Viren zu produzieren.

Der Impfstoff wird intranasal verabreicht und bietet eine Alternative zu injizierbaren Grippeimpfstoffen. Er wird insbesondere für gesunde Kinder und Erwachsene im Alter von 2 bis 49 Jahren empfohlen, die keine Kontraindikationen aufweisen.

Häufige Nebenwirkungen sind verstopfte Nase, Kopfschmerzen, leichtes Fieber und Müdigkeit. Der Impfstoff wird nicht für Personen mit geschwächtem Immunsystem, schwangere Frauen oder Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen empfohlen.

Der Lebendimpfstoff gegen Grippe ist eine wirksame und praktische Option zur Vorbeugung von saisonaler Grippe und trägt dazu bei, die Inzidenz und Schwere der Krankheit zu verringern und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Allgemeine Daten zu FLUENZ

Substanz:
Attenuierter Grippe-Lebendimpfstoff
Datum der letzten Medikamentenliste:
01-10-2026
Produktcode:
W70317002
Wirkstärke:
KEINE KONZENTRATION
Darreichungsform:
Nasenspray, Suspension
Menge:
1
Produktart:
Originalpräparat
Preis:
268.30 RON
Abgabebedingungen:
P-RF — Arzneimittel, die mit einer ärztlichen Verschreibung abgegeben werden, die in der Apotheke einbehalten wird und nicht erneuert werden kann.

Zulassung

Hersteller:
MEDIMMUNE PHARMA B.V. - OLANDA
Zulassungsinhaber:
ASTRAZENECA AB - SUEDIA
Zulassungsnummer:
1816/2024/03
Haltbarkeit:
15 sapatamani

Offizielle Dokumente

Zur Datenbank hinzugefügt:
26/06/2024
Quelldatensatz aktualisiert:
04/09/2026

Hinweise:

Anaphylaxie

Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.

Während der Schwangerschaft kontraindiziert

Dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht anwenden.

Lebendimpfstoffe vermeiden

Vermeiden Sie Lebendimpfstoffe während der Behandlung, wenn sie kontraindiziert sind.

Zusätzliche Überwachung

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Aufbewahrung im Kühlschrank

Gemäß Packungsbeilage im Kühlschrank aufbewahren.

Vor Licht schützen

Vor Licht geschützt aufbewahren.

Inhalt der Fachinformation zu FLUENZ Nasenspray, Suspension

Fachinformation zu FLUENZ

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Fluenz Nasenspray, Suspension

Influenza-Impfstoff (lebend, nasal)

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Reassortanten-Influenzavirus* (lebend-attenuiert) der folgenden drei Stämme**:

A/Missouri/11/2025 (H1N1)pdm09-ähnlicher Stamm(A/Switzerland/6849/2025, MEDI 400592) 107,0±0,5 FFU***

A/Darwin/1454/2025 (H3N2)-ähnlicher Stamm(A/Darwin/1369/2025, MEDI 406666) 107,0±0,5 FFU***

B/Tokyo/EIS13-175/2025-ähnlicher Stamm(B/Perth/115/2025, MEDI 407730) 107,0±0,5 FFU***.......................................................................................................je 0,2 ml-Dosis

* Vermehrt in befruchteten Hühnereiern aus gesunden Hühnerbeständen.

** Produziert in VERO-Zellen mittels reverser Gentechnologie (reverse genetic technology).

Dieses Produkt enthält genetisch veränderte Organismen (GVO).

*** Fluorescent Focus Units.

Dieser Impfstoff entspricht der WHO-Empfehlung (nördliche Hemisphäre) sowie dem EU-Beschlussfür die Saison 2026/2027.

Der Impfstoff kann Spuren folgender Substanzen enthalten: Eiproteine (z. B. Ovalbumin) und

Gentamicin. Die maximale Menge Ovalbumin beträgt weniger als 0,024 Mikrogramm pro 0,2 ml

Dosis (0,12 Mikrogramm pro ml), siehe Abschnitt 4.3.

Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Nasenspray, Suspension (Nasenspray)

Farblose bis blassgelbe, klare bis opaleszente Suspension mit einem pH-Wert von ungefähr 7,2. Kleineweiße Partikel können vorhanden sein.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Fluenz ist indiziert zur aktiven Immunisierung zur Prophylaxe einer Influenza-Erkrankung bei

Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 2 Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Fluenz sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.

4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Kinder und Jugendliche ab einem Alter von 2 Jahren bis unter 18 Jahren

Die empfohlene Dosis beträgt 0,2 ml, verabreicht als 0,1 ml in jedes Nasenloch.

Kinder im Alter von 2 bis 8 Jahren, die zuvor noch nicht gegen saisonale Influenza geimpft wurden,sollten frühestens nach 4 Wochen eine zweite Dosis verabreicht bekommen.

Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren

Fluenz darf bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden, da bei dieser

Gruppe Sicherheitsbedenken hinsichtlich einer erhöhten Hospitalisierungsrate und des Auftretens von

Giemen bestehen (siehe Abschnitt 4.8).

Art der Anwendung

Nur zur nasalen Anwendung.

Fluenz darf unter keinen Umständen injiziert werden.

Die Fluenz-Dosis wird aufgeteilt in beide Nasenlöcher verabreicht. Nach Verabreichung der halben

Dosis in ein Nasenloch wird die zweite Hälfte der Dosis sofort oder kurze Zeit später in das andere

Nasenloch verabreicht. Die zu impfende Person kann normal atmen, während der Impfstoffverabreicht wird - sie muss nicht aktiv einatmen oder Luft durch die Nase einziehen.

Fluenz soll von einem Angehörigen der Gesundheitsberufe oder unter dessen Aufsicht angewendetwerden.

Anweisungen zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung und Verabreichung des Impfstoffs sind der Information'Hinweise zur Anwendung“ zu entnehmen.

4.3 Kontraindikationen

* Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen

Bestandteile oder gegen Gentamicin (ein möglicher in Spuren enthaltender Rückstand).

* Schwere allergische Reaktion (z. B. Anaphylaxie) gegen Eier oder Eiproteine(z. B. Ovalbumin).

* Kinder und Jugendliche mit klinischer Immunschwäche aufgrund von Erkrankungen oderinfolge einer Therapie mit Immunsuppressiva, zum Beispiel akuter und chronischer Leukämie,

Lymphom, symptomatischer HIV-Infektion, zellulären Immundefekten und hoch dosierter

Corticosteroid-Behandlung. Fluenz ist nicht kontraindiziert bei Personen mit asymptomatischer

HIV-Infektion sowie bei Personen, die topische/inhalative Corticosteroide oder niedrig dosiertesystemische Corticosteroide erhalten oder die Corticosteroide als Ersatztherapie anwenden, z. B.

bei Nebenniereninsuffizienz.

* Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die eine Salicylat-Therapie erhalten, da Salicylate undeine Wildtyp-Influenza-Infektion mit dem Reye-Syndrom in Verbindung gebracht wurden(siehe Abschnitt 4.5).

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des

Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.

Überempfindlichkeit und Anaphylaxie

Wie bei den meisten Impfstoffen muss dafür gesorgt werden, dass zur Behandlung eineranaphylaktischen Reaktion oder einer schwerwiegenden Überempfindlichkeitsreaktion nach

Anwendung von Fluenz umgehend eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung zur

Verfügung stehen.

Begleiterkrankungen und chronische Erkrankungen

Fluenz soll nicht bei Kindern und Jugendlichen mit schwerem Asthma, oder die zum gegenwärtigen

Zeitpunkt giemen, angewendet werden, da es über diese Patientengruppe keine ausreichenden

Erkenntnisse aus klinischen Studien gibt (siehe Abschnitt 4.8).

Die Anwendung von Fluenz ist bei Personen, die an einer schweren akuten fiebrigen Erkrankung odereiner akuten Infektion leiden, zu verschieben. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder vonleichtem Fieber sollte nicht zu einem Aufschub der Impfung führen.

Auch bei Personen mit verstopfter Nase ist die Impfung zu verschieben, da bei dieser Personengruppemöglicherweise die Impfstoffaufnahme verringert sein könnte und keine Wirksamkeitsdaten vorliegen.

Das Vorliegen leichter Symptome einer gewöhnlichen Erkältung ohne verstopfte Nase sollte nicht zueinem Aufschub der Impfung führen.

Synkope

Nach der intranasalen Verabreichung von Fluenz wurden Synkopen (Ohnmacht) beobachtet (siehe

Abschnitt 4.8). Es sollten Maßnahmen getroffen werden, um Verletzungen durch Ohnmachtvorzubeugen und synkopale Reaktionen zu behandeln.

Immungeschwächte Personen

Die Geimpften sollen informiert werden, dass Fluenz ein attenuierter Lebendvirus-Impfstoff ist unddaher die Gefahr einer Virus-Übertragung auf immungeschwächte Personen besteht. Die Geimpftensollten sich bemühen, in den ersten 1-2 Wochen nach der Impfung soweit wie möglich jeden engen

Kontakt zu stark immungeschwächten Personen (z. B. Empfängern von Knochenmarktransplantatenwährend der Isolation) zu vermeiden. In klinischen Studien wurde 2-3 Tage nach der Impfung diemaximale Impfvirus-Konzentration beobachtet. In Situationen, in denen ein Kontakt zu starkimmungeschwächten Personen unvermeidbar ist, sollte das potenzielle Risiko, den

Influenza-Impfvirus zu übertragen, abgewogen werden gegen das Risiko, sich mit dem

Wildtyp-Influenzavirus zu infizieren und diesen zu übertragen. Die Wirksamkeit von Fluenz zur

Prophylaxe einer Influenza-Erkrankung bei immungeschwächten Personen wurde nicht untersucht(siehe Abschnitt 4.8).

Allgemein

Fluenz darf unter keinen Umständen injiziert werden.

Es liegen keine Daten zur Sicherheit einer intranasalen Anwendung von Fluenz bei Kindern mit nichtkorrigierten kraniofazialen Fehlbildungen vor.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Fluenz darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, wenn diese eine Salicylat-

Therapie erhalten (siehe Abschnitt 4.3). Salicylate dürfen bei Kindern und Jugendlichen innerhalb derersten 4 Wochen nach der Impfung nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist medizinischindiziert, da nach der Gabe von Salicylaten während einer Wildtyp-Influenza-Infektion über das

Auftreten eines Reye-Syndroms berichtet wurde.

Fluenz kann gleichzeitig mit attenuierten Lebendimpfstoffen gegen Masern, Mumps, Röteln,

Windpocken und oral angewendeten Polioviren angewendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Fluenz mit inaktivierten Impfstoffen wurde nicht untersucht.

Die gleichzeitige Anwendung von Fluenz mit antiviralen Wirkstoffen, die gegen

Influenza-A- und/oder Influenza-B-Viren wirksam sind, wurde nicht untersucht. In Anbetracht derpotenziellen Verminderung der Wirksamkeit von Fluenz durch antivirale Influenza-Wirkstoffe wirdjedoch empfohlen, den Impfstoff frühestens 48 Stunden nach Beendigung der antiviralen Influenza-

Therapie anzuwenden. Erfolgt in den ersten zwei Wochen nach Impfung eine antivirale Influenza-

Therapie, kann dies das Ansprechen auf den Impfstoff beeinflussen.

Im Fall einer gleichzeitigen Anwendung einer antiviralen Influenza-Therapie und Fluenz ist je nachklinischer Beurteilung eine Nachimpfung in Betracht zu ziehen.

4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Bisher liegen nur wenige Erfahrungen mit der Anwendung von Fluenz bei Schwangeren vor. In einer

Falldatenbank von US-Krankenversicherungen gab es für 138 Schwangere, bei denen die Anwendungvon Fluenz verzeichnet war, keine Hinweise auf signifikante negative Auswirkungen bei der Mutter.

Gemäß der AstraZeneca-Sicherheitsdatenbank wurden in mehr als 300 Berichten über die

Impfstoffgabe an Schwangere keine ungewöhnlichen Muster von Schwangerschaftskomplikationenoder fetalen Entwicklungen beobachtet.

Obwohl tierexperimentelle Studien keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche

Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität ergaben und sich aus Studien nach der

Markteinführung eine gewisse Sicherheit in Fällen unbeabsichtigter Anwendung des Impfstoffsableiten lässt, wird die Anwendung von Fluenz in der Schwangerschaft nicht empfohlen.

Stillzeit

Begrenzte verfügbare Daten weisen darauf hin, dass Fluenz beim Menschen nicht in die Muttermilchübergeht. Da jedoch nur begrenzte Daten zur Beurteilung der Auswirkungen auf den gestillten

Säugling vorliegen und manche Viren in die Muttermilch übergehen, sollte Fluenz während der

Stillzeit nicht angewendet werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zu den möglichen Wirkungen von Fluenz auf die männliche oder weibliche

Fertilität vor.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

von Maschinen

Fluenz hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8 Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die am häufigsten beobachtete Nebenwirkung war Nasenverstopfung/Rhinorrhoe (56,7 %).

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit trivalentem sowie tetravalentem

Influenza-Impfstoff (lebend, nasal) in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet. Die

Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklasse (system organ class, SOC) aufgeführt.

Innerhalb jeder SOC sind die Nebenwirkungen nach abnehmender Häufigkeit dargestellt undinnerhalb jeder Häufigkeitsgruppe nach abnehmendem Schweregrad. Die Nebenwirkungshäufigkeitensind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000,< 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf

Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1 Nebenwirkungen

MedDRA-SOC Nebenwirkung Häufigkeit

Erkrankungen des Überempfindlichkeitsreaktionen Gelegentlich

Immunsystems (einschließlich Gesichtsödem,

Urtikaria)

Anaphylaktische Reaktionen Sehr selten

Stoffwechsel- und Verminderter Appetit Sehr häufig

Ernährungsstörungen

Erkrankungen des Kopfschmerzen Häufig

Nervensystems Synkope Nicht bekannta

Guillain-Barré-Syndrom Nicht bekannta

Erkrankungen der Atemwege, Nasenverstopfung/Rhinorrhoe Sehr häufigdes Brustraums und Epistaxis Gelegentlich

Mediastinums

Erkrankungen der Haut und Ausschlag Gelegentlichdes Unterhautgewebes

Skelettmuskulatur-, Myalgie Häufig

Bindegewebs- und

Knochenerkrankungen

Kongenitale, familiäre und Exazerbation von Symptomen Nicht bekanntagenetische Erkrankungen der Leigh-Enzephalo-myelopathie (mitochondriale

Enzephalomyopathie)

Allgemeine Erkrankungen und Unwohlsein Sehr häufig

Beschwerden am Fieber Häufig

Verabreichungsorta Erfahrungen nach Markteinführung

Kinder und Jugendliche

In einer aktiv-kontrollierten klinischen Studie (MI-CP111) wurde bei Säuglingen und Kleinkindern im

Alter von 6 bis 11 Monaten über einen Zeitraum von 180 Tagen nach der letzten Impfdosis eineerhöhte Rate von Hospitalisierungen (jeglicher Ursache) verzeichnet (6,1 % Fluenz versus 2,6 %injizierbarer Influenza-Impfstoff). Die meisten Hospitalisierungen waren auf Infektionen des

Gastrointestinaltrakts und der Atemwege zurückzuführen und traten über 6 Wochen nach der Impfungauf. Bei Fluenz-Geimpften ab einem Alter von 12 Monaten war die Hospitalisierungsrate nicht erhöht.

In derselben Studie war bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten über einen

Zeitraum von 42 Tagen eine erhöhte Häufigkeit von Giemen zu beobachten (5,9 % Fluenz versus3,8 % injizierbarer Influenza-Impfstoff). Bei Fluenz-Geimpften ab einem Alter von 2 Jahren war die

Häufigkeit des Auftretens von Giemen nicht erhöht. Fluenz ist nicht für die Anwendung bei

Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren angezeigt (siehe Abschnitt 4.2).

Begleiterkrankungen und chronische Erkrankungen

In einer Studie (D153-P515) mit Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren mit Asthma (Fluenz: n=1 114,trivalenter injizierbarer Influenza-Impfstoff: n=1 115) wurden keine signifikanten Unterschiedezwischen den Behandlungsgruppen hinsichtlich der Inzidenz von Asthma-Exazerbationen, dermittleren exspiratorischen Spitzenflussrate (peak expiratory flow rate), der Asthma-Symptom-Scoresoder des nächtlichen Erwachens (night-time awakening scores) festgestellt. Die Inzidenz von Giemeninnerhalb von 15 Tagen nach der Impfung war bei Fluenz-Geimpften geringer im Vergleich zu

Geimpften, die den inaktivierten Impfstoff erhalten hatten (19,5 % versus 23,8 %, p=0,02).

In einer Studie mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren mit mittelschwerem bisschwerem Asthma (Fluenz: n=24, Placebo: n=24) wurde zwischen den Behandlungsarmen kein

Unterschied in Bezug auf das primäre Sicherheitskriterium, die prozentuale Veränderung dervorhergesagten exspiratorischen Einsekundenkapazität (forced expiratory volume in 1 second, FEV1),gemessen vor und nach der Impfung, festgestellt.

Obwohl die Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen mit leichtem bis mittelschwerem Asthmanachgewiesen wurde, sind Daten zu Kindern mit anderen Lungenerkrankungen oder mit chronischen

Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- oder Nierenerkrankungen oder anderen chronischen

Grunderkrankungen begrenzt. In einer Studie mit Erwachsenen im Alter von 60 Jahren und älter(n=3 242) hatte ein hoher Prozentsatz der Personen chronische Grunderkrankungen (87 %), darunter

Herzerkrankungen (15 %), Erkrankungen der Atemwege, Erkrankungen des Brustraums und

Mediastinums (13 %) sowie Diabetes mellitus (9,6 %). Das Sicherheitsprofil von Fluenz war beidiesen Personen vergleichbar mit dem Sicherheitsprofil bei Personen ohne diese Erkrankungen.

Immungeschwächte Personen

Bei HIV-infizierten Kindern (n=24) und HIV-negativen Kindern (n=25) im Alter von 1 bis 7 Jahrensowie bei HIV-infizierten Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 17 Jahren, die eine stabileantiretrovirale Therapie erhielten (Fluenz: n=122; trivalenter injizierbarer Impfstoff: n=121), waren

Häufigkeit und Dauer der Impfvirusausscheidung mit denen gesunder Personen vergleichbar. Nach der

Anwendung von Fluenz wurden keine unerwünschten Wirkungen auf die HIV-Viruslast oder die

CD4-Werte festgestellt.

Zwanzig leicht bis mittelgradig immungeschwächte Kinder und Jugendliche im Alter von5 bis 17 Jahren (die eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie erhielten oder vor Kurzem eine

Chemotherapie erhalten hatten) wurden im Verhältnis 1:1 auf Fluenz oder Placebo randomisiert.

Häufigkeit und Dauer der Impfvirusausscheidung bei diesen immungeschwächten Kindern und

Jugendlichen waren mit denen gesunder Kinder und Jugendlicher vergleichbar.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.

4.9 Überdosierung

Eine Überdosierung mit Fluenz ist unwahrscheinlich, da es sich um einen einzelnen Fertig-

Nasenapplikator handelt. Die Anwendung einer höheren als der empfohlenen Dosis von Fluenz wurdeselten berichtet und das Nebenwirkungsprofil war vergleichbar mit dem, das mit der empfohlenen

Dosis von Fluenz beobachtet wurde.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Influenza-Impfstoffe, ATC-Code: J07BB03

Wirkmechanismus

Fluenz ist ein trivalenter Impfstoff, der drei kälteadaptierte (cold-adapted, ca),temperaturempfindliche (temperature-sensitive, ts) und abgeschwächte (attenuated, att)

Influenzavirusstämme enthält, nämlich einen A/(H1N1)-Stamm, einen A/(H3N2)-Stamm und einen

B-Stamm von der Victoria-Linie. Nach intranasaler Anwendung replizieren sich die in Fluenzenthaltenen lebend-attenuierten Influenzavirus-Stämme im Nasopharynx und induzieren

Immunantworten gegen die drei im Impfstoff enthaltenen Influenzastämme.

Klinische Wirksamkeit

Die Daten zur Wirksamkeit von Fluenz in der pädiatrischen Population stammen aus 9 kontrollierten

Studien mit insgesamt mehr als 20 000 Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen, die übereinen Zeitraum von 7 Influenza-Saisons durchgeführt wurden. In vier placebokontrollierten Studienerfolgte in der zweiten Saison eine Nachimpfung. In 3 aktiv-kontrollierten Studien mit injizierbaren

Influenza-Impfstoffen hat sich Fluenz als überlegen erwiesen. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit in derpädiatrischen Population sind in den Tabellen 2 und 3 zusammengefasst.

Tabelle 2 Wirksamkeit von Fluenz nach 2 Dosen gegen kulturbestätigte Influenza-

Erkrankung in placebokontrollierten pädiatrischen Studien

Wirksamkeit

Wirksamkeit(95%-KI)(95%-KI)

Anzahl der alle Stämme

Studien- Alters- Influenza- überein-

Region Studien- unabhängig vonnummera bereichb Saison stimmendeteilnehmer der Über-(gematchte)einstimmung

Stämme(Match)85,4 % 85,9 %

D153-P502 Europa 6 bis 35 M 1 616 2000-2001(74,3; 92,2) (76,3; 92,0)

Afrika,73,5 % 72,0 %

D153-P504 Latein- 6 bis 35 M 1 886 2001(63,6; 81,0)c (61,9; 79,8)camerika

Asien/ 62,2 % 48,6 %

D153-P513 6 bis 35 M 1 041 2002

Ozeanien (43,6; 75,2) (28,8; 63,3)

Wirksamkeit

Wirksamkeit(95%-KI)(95%-KI)

Anzahl der alle Stämme

Studien- Alters- Influenza- überein-a Region b Studien- unabhängig vonnummer bereich Saison stimmendeteilnehmer der Über-(gematchte)einstimmung

Stämme(Match)

Europa,

Asien/78,4 % 63,8 %

D153-P522 Ozeanien, 11 bis 23 M 1 150 2002-2003(50,9; 91,3) (36,2; 79,8)

Latein-amerika

Asien/ 72,9 % 70,1 %

D153-P501 12 bis 35 M 2 764 2000-2001

Ozeanien (62,8; 80,5) (60,9; 77,3)93,4 %

AV006 USA 15 bis 71 M 1 259c 1996-1997 k.A.

(87,5; 96,5)a Per-Protokoll-Population, sofern nicht anders angegeben; keiner der Teilnehmer war zuvor gegen

Influenza geimpft.b Altersbereich wie im Studienprotokoll beschrieben. M=Monate.c Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer, die zwei Dosen erhielten (ITT-

Population).

In den klinischen Studien AV006 und D153-P504 wurde die Wirksamkeit einer Einzeldosis Fluenz beizuvor nicht geimpften Kindern im Alter von 15 bis 71 Monaten (n=288) und im Alter von 6 bis35 Monaten (n=1 877) untersucht. Die Wirksamkeit gegen kulturbestätigte Influenza durch einenbeliebigen übereinstimmenden Stamm betrug 88,8 % (95 %-KI: 64,5; 96,5) bzw. 57,7 % (95 %-KI:

44,7; 67,9).

Die geschätzte Wirksamkeit von Fluenz gegen alle übereinstimmenden Stämme bei Kindern, die im

Jahr 1 zwei Dosen und im Jahr 2 eine Nachimpfung erhielten, betrug 100 % (95 %-KI: 38,2; 100;n=1 110) in AV006, 84,3 % (95 %-KI: 70,1; 92,4; n=1 265) in D153-P501, 88,7 % (95 %-KI: 82,0;93,2; n=1 090) in D153-P502 und 73,6 % (95 %-KI: 33,3; 91,2; n=680) in D153-P504.

Die geschätzte Wirksamkeit von Fluenz gegen alle übereinstimmenden Stämme bei Kindern, die im

Jahr 1 zwei Dosen und im Jahr 2 ein Placebo erhielten, war niedriger: 56,2 % (95 %-KI: 30,5; 72,7;n=1 253) bei D153-P501 und 57,0 % (95 %-KI: 6,1; 81,7; n=718) bei D153-P504.

Tabelle 3 Relative Wirksamkeit von Fluenz gegen kulturbestätigte Influenza-Erkrankung inaktiv-kontrollierten pädiatrischen Studien mit einem injizierbaren Influenza-Impfstoff

Verbesserte

Verbesserte

Wirksamkeit

Anzahl Wirksamkeit(95%-KI)der (95%-KI)

Studien- Alters- Influenza- alle Stämmea Region b Studien- überein-nummer bereich Saison unabhängig vonteil- stimmendeder Überein-nehmer (gematchte)stimmung

Stämme(Match)

USA, Europa, 44,5 % 54,9 %

MI-CP111 6 bis 59 M 7 852c 2004-2005

Asien/Ozeanien (22,4; 60,6) (45,4; 62,9)d

D153-P514 Europa 6 bis 71 M 2 085e 52,7 % 52,4 %2002-2003(21,6; 72,2) (24,6; 70,5)f34,7 % 31,9 %

D153-P515 Europa 6 bis 17 J 2 211g 2002-2003(3,9; 56,0) (1,1; 53,5)a Per-Protokoll-Population.b Altersbereich wie im Studienprotokoll beschrieben. M=Monate. J=Jahre.c Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer, die zwei Dosen erhielten, wenn sie nichtgeimpft waren oder deren Impfgeschichte unbekannt war, und eine Dosis für diejenigen, die zuvor geimpftwaren.d Fluenz wies bei 3 686 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten 55,7 % (39,9; 67,6)weniger Fälle auf als der injizierbare Influenza-Impfstoff und bei 4 166 Kindern im Alter von 24 bis59 Monaten 54,4 % (41,8; 64,5) weniger Fälle.e Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer mit einer Vorgeschichte wiederkehrender

Atemwegsinfektionen, die zwei Dosen intranasalen Influenza-Impfstoff erhielten, im Vergleich zu denen, diezwei Dosen injizierbaren Influenza-Impfstoff erhielten.f Fluenz wies bei 476 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 6 bis 23 Monaten 64,4 % (1,4; 88,8) weniger

Fälle auf als der injizierbare Influenza-Impfstoff und bei 1 609 Kindern im Alter von 24 bis 71 Monaten48,2 % (12,7; 70,0) weniger Fälle.g Die dargestellten Daten beziehen sich auf Studienteilnehmer mit klinisch diagnostiziertem Asthma, die eine

Dosis intranasalen Influenza-Impfstoffs erhielten, im Vergleich zu denen, die eine Dosis injizierbaren

Influenza-Impfstoff erhielten.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nicht zutreffend.

5.3 Präklinische Sicherheitsdaten

Basierend auf konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe,

Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, lokalen Verträglichkeit und Neurovirulenz lassen diepräklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Saccharose

Kaliummonohydrogenphosphat (Ph.Eur.)

Kaliumdihydrogenphosphat

Gelatine

Argininhydrochlorid

Mononatriumglutamat-Monohydrat

Wasser für Injektionszwecke

6.2 Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieser Impfstoff nicht mit anderen

Arzneimitteln gemischt werden.

6.3 Haltbarkeit

15 Wochen

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Kühl lagern und transportieren (2 °C - 8 °C).

Nicht einfrieren.

Den Nasenapplikator im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Der Impfstoff kann vor der Verwendung aus dem Kühlschrank genommen und einmalig für biszu 12 Stunden bei einer Temperatur von nicht über 25 °C aufbewahrt werden. Stabilitätsdaten weisendarauf hin, dass die Bestandteile des Impfstoffes 12 Stunden lang stabil sind, wenn er bei

Temperaturen zwischen 8 °C und 25 °C gelagert wird. Nach diesem Zeitraum muss Fluenz sofortangewendet oder andernfalls entsorgt werden.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Fluenz ist erhältlich als Nasenspray, Suspension (0,2 ml) in einem Nasenapplikator zum

Einmalgebrauch (Typ 1-Glas) mit einem Sprühkopf (Polypropylen mit Polyethylen-Transferventil),einer Schutzkappe für die Sprühkopfspitze (synthetischer Gummi), einer Kolbenstange, einem

Kolbenstopfen (Butylgummi) und einer Dosierungsklemme.

Packungsgrößen mit 1 oder 10 Nasenapplikatoren.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Handhabung
Handhabung

Fluenz ist nur zur einmaligen nasalen Anwendung bestimmt.

* Nicht mit einer Nadel anwenden. Nicht injizieren.

* Verwenden Sie Fluenz nicht nach Ablauf des Verfalldatums oder wenn der Applikatorbeschädigt zu sein scheint, wenn beispielsweise der Kolben lose oder vom Applikator getrenntist oder wenn Anzeichen von Undichtigkeit bestehen.

* Prüfen Sie das Aussehen des Impfstoffes vor der Anwendung. Die Suspension muss farblos bisblassgelb, klar bis opaleszent sein. Wenden Sie den Impfstoff nicht an, wenn der flüssige Inhaltim Applikator verfärbt zu sein scheint. Kleine weiße Partikel können vorhanden sein.

* Nicht probeweise sprühen und versuchen Sie nicht, Blasen aus dem Applikator zu entfernen.

Detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung und Verabreichung von Fluenz mit dem Applikator sindder Information 'Hinweise zur Anwendung“ zu entnehmen.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenfür medizinische Abfälle zu entsorgen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

AstraZeneca AB

SE-151 85 Södertälje

Schweden

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/24/1816/001

EU/1/24/1816/002

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 03. Juni 2024

10. STAND DER INFORMATION

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen

Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

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Preis
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