Inhalt der Packungsbeilage des Arzneimittels FETCROJA 1g pulver zur herstellung einer konzentrat-infusionslösung
1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS
Fetcroja 1 g Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG
Jede Durchstechflasche enthält Cefiderocolsulfattosilat entsprechend 1 g Cefiderocol.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungJede Durchstechflasche enthält 7,64 mmol Natrium (etwa 176 mg).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
3. DARREICHUNGSFORM
Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Pulver für ein Konzentrat).
Weißes bis gebrochen weißes Pulver.
4. KLINISCHE ANGABEN
4.1 Anwendungsgebiete
Fetcroja wird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung von Infektionen durch aerobegramnegative Erreger, wenn nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen (siehe
Abschnitte 4.2, pct. 4.4 und 5.1).
Die offiziellen Leitlinien für den angemessenen Einsatz von Antibiotika sind zu berücksichtigen.
4.2 Dosierung und Art der Anwendung
Es wird empfohlen, Fetcroja bei Patienten einzusetzen, für die nur begrenzte
Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Allerdings muss zuvor Rücksprache mit einem Arztgehalten werden, der angemessene Erfahrung mit der Behandlung von Infektionskrankheiten hat.
DosierungTabelle 1 Dosierungsempfehlungen für Fetcroja1 bei Patienten mit einer Kreatinin-
Clearance (CrCL) von ≥90 ml/min2
Nierenfunktion Dosis Häufigkeit Behandlungsdauer
Normale Nierenfunktion 2 g Alle 8 Stunden Die(CrCL ≥90 bis <120 ml/min) Behandlungsdauerrichtet sich nach der
Lokalisation der
Infektion3.
Erhöhte renale Clearance 2 g Alle 6 Stunden Die(CrCL ≥120 ml/min) Behandlungsdauerrichtet sich nach der
Lokalisation der
Infektion3.1Wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass an der Infektion auch anaerobe Erreger und/oder grampositive
Erreger beteiligt sind, muss die Anwendung in Kombination mit Antibiotika erfolgen, die gegen derartige
Erreger wirksam sind.2Berechnung nach der Cockcroft-Gault-Formel.3Zum Beispiel beträgt die empfohlene Behandlungsdauer bei komplizierten Harnwegsinfektionen, einschließlich
Pyelonephritis, und bei komplizierten intraabdominellen Infektionen 5 bis 10 Tage. Bei nosokomialer
Pneumonie, einschließlich beatmungsassoziierter Pneumonie, beträgt die empfohlene Behandlungsdauer 7 bis14 Tage. Es kann eine Behandlungsdauer von bis zu 21 Tagen erforderlich sein.
Besondere PatientengruppenNierenfunktionsstörungTabelle 2 Dosierungsempfehlungen für Fetcroja bei Patienten mit einer CrCL von<90 ml/min1
Nierenfunktion Dosis Häufigkeit
Leichte Nierenfunktionsstörung 2 g Alle 8 Stunden(CrCL ≥60 bis <90 ml/min)
Mäßige Nierenfunktionsstörung 1,5 g Alle 8 Stunden(CrCL ≥30 bis <60 ml/min)
Schwere Nierenfunktionsstörung 1 g Alle 8 Stunden(CrCL ≥15 bis <30 ml/min)
Terminale Niereninsuffizienz 0,75 g Alle 12 Stunden(CrCL <15 ml/min)
Patient mit intermittierender Hämodialyse2 0,75 g Alle 12 Stunden1Berechnung nach der Cockcroft-Gault-Formel.2Da Cefiderocol durch Hämodialyse entfernt wird, ist Cefiderocol an Hämodialysetagen zum frühestmöglichen
Zeitpunkt nach Abschluss der Hämodialyse zu geben.
LeberfunktionsstörungBei Patienten mit Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Ältere PatientenEs ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Kinder und JugendlicheDie Sicherheit und Wirksamkeit von Fetcroja bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bishernoch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungIntravenöse Anwendung.
Fetcroja wird als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 3 Stunden gegeben.
Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe
Abschnitt 6.6.
Falls eine Behandlung mit einer Kombination aus einem anderen Arzneimittel und Fetcrojaunvermeidlich ist, darf die Anwendung nicht mit derselben Spritze oder nicht in derselben
Infusionslösung erfolgen. Es wird empfohlen, intravenöse Infusionsleitungen zwischen den
Anwendungen der einzelnen Arzneimittel gründlich zu spülen.
4.3 Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Überempfindlichkeit gegen Cephalosporin-Antibiotika.
Schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion, schwere Hautreaktion) gegen andere
Arten von Betalactam-Antibiotika (z. B. Penicilline, Monobactame oder Carbapeneme).
4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
ÜberempfindlichkeitsreaktionenEs liegen Berichte über Überempfindlichkeit gegen Cefiderocol vor (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).
Patienten mit anamnestisch bekannter Überempfindlichkeit gegen Carbapeneme, Penicilline oderandere Betalactam-Antibiotika können auch überempfindlich gegen Cefiderocol sein. Vor Einleitungeiner Fetcroja-Therapie sollte sorgfältig abgeklärt werden, ob in der Vergangenheit
Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betalactam-Antibiotika aufgetreten sind (siehe Abschnitt 4.3).
Bei Auftreten einer schweren allergischen Reaktion muss die Behandlung mit Fetcroja sofort abgesetztwerden und es muss eine angemessene Notfallbehandlung eingeleitet werden.
Clostridioides-difficile-assoziierte Diarrhö
Es liegen Berichte über Clostridioides-difficile-assoziierte Diarrhö nach Anwendung von Cefiderocolvor (siehe Abschnitt 4.8). Der Schweregrad der Erkrankung kann von leichter Diarrhö bis hin zu einertödlich verlaufenden Colitis reichen. Bei Patienten, die während oder nach der Behandlung mit
Cefiderocol eine Diarrhö entwickeln, ist an diese Diagnose zu denken. In einem solchen Fall ist zuerwägen, die Cefiderocol-Therapie zu beenden und unterstützende Maßnahmen sowie eine spezifische
Behandlung gegen Clostridioides difficile einzuleiten. Es sollten keine Arzneimittel mit hemmender
Wirkung auf die Darmperistaltik gegeben werden.
KrampfanfälleCephalosporine wurden mit der Auslösung von Krampfanfällen in Verbindung gebracht. Patienten mitbekannten Anfallsleiden sollten ihre Antikonvulsiva-Therapie fortsetzen. Patienten, die fokalen
Tremor, Myoklonus oder Krampfanfälle entwickeln, sollten neurologisch untersucht und mit
Antikonvulsiva behandelt werden, sofern eine solche Therapie nicht bereits besteht. Falls erforderlich,sollte die Dosis von Cefiderocol auf Grundlage der Nierenfunktion angepasst werden (siehe
Abschnitt 4.2). Alternativ ist Cefiderocol abzusetzen.
Begrenzungen der vorliegenden klinischen Daten
In klinischen Prüfungen wurde Cefiderocol nur zur Behandlung von Patienten mit folgenden Artenvon Infektionen eingesetzt: komplizierte Harnwegsinfektionen, beatmungsassoziierte Pneumonie,verschiedene andere Formen von nosokomialer Pneumonie (HAP, Hospital-Acquired Pneumonia;
HCAP, Healthcare-Associated Pneumonia), Sepsis und Bakteriämie (darunter Patienten, bei denenkein primärer Infektionsherd identifiziert werden konnte).
Die Anwendung von Cefiderocol zur Behandlung von Patienten mit Infektionen durch gramnegativeaerobe Erreger, für die es nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gibt, stützt sich aufpharmakokinetisch-pharmakodynamische Analysen für Cefiderocol und auf begrenzte klinische Datenaus einer randomisierten klinischen Prüfung, in der 80 Patienten mit Fetcroja und 38 Patienten mit derbesten verfügbaren Therapie gegen Infektionen durch Carbapenem-resistente Erreger behandeltwurden.
Gesamtmortalität bei Patienten mit Infektionen durch Carbapenem-resistente gramnegative Bakterien
In einer randomisierten, offenen klinischen Prüfung an schwerstkranken Patienten mit Infektionen, dienachweislich oder wahrscheinlich auf Carbapenem-resistente gramnegative Bakterien zurückzuführenwaren, wurde bei den mit Cefiderocol behandelten Patienten eine höhere Gesamtmortalitätsratefestgestellt als bei Patienten, die die beste verfügbare Therapie (BAT, Best Available Therapy)erhielten. Die höhere Gesamtmortalitätsrate unter Cefiderocol an Tag 28 betraf Patienten, die wegennosokomialer Pneumonie, Bakteriämie und/oder Sepsis behandelt wurden [25/101 (24,8 %) vs. 9/49(18,4 %) unter BAT; Differenz zwischen den Behandlungen: 6,4 %; 95 %-KI (-8,6; 19,2)]. Die höhere
Gesamtmortalität bei den mit Cefiderocol behandelten Patienten war bis zum Ende der Studie zubeobachten [34/101 (33,7 %) vs. 9/49 (18,4 %) unter BAT; Differenz zwischen den Behandlungen:15,3 %; 95 %-KI (-0,2; 28,6)]. Die Ursache der höheren Mortalität konnte nicht festgestellt werden. Inder Cefiderocol-Gruppe bestand ein Zusammenhang zwischen der Mortalität und einer Infektion mit
Acinetobacter spp. Diese Spezies waren für die meisten Infektionen durch nichtfermentierende
Bakterien (Nonfermenter) verantwortlich. Demgegenüber war die Mortalität unter Cefiderocol bei
Infektionen durch andere Nonfermenter nicht höher als unter der BAT.
Wirkungsspektrum von Cefiderocol
Cefiderocol hat nur eine schwache oder gar keine Wirkung gegen die meisten grampositiven undanaeroben Erreger (siehe Abschnitt 5.1). Wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass an der Infektionauch solche Erreger beteiligt sind, müssen zusätzliche Antibiotika angewendet werden.
Unempfindliche Erreger
Die Anwendung von Cefiderocol kann zu einer Überbesiedelung mit unempfindlichen Erregernführen, was eine Unterbrechung der Behandlung oder andere angemessene Maßnahmen erforderlichmachen kann.
Überwachung der NierenfunktionEs sollte in regelmäßigen Abständen die Nierenfunktion kontrolliert werden, da im Verlauf der
Therapie Dosisanpassungen erforderlich sein können.
Beeinflussung von Laborergebnissen durch das Arzneimittel
Cefiderocol kann zu falsch-positiven Ergebnissen bei Urinstreifentests (auf Protein, Ketone oderokkultes Blut im Urin) führen. Positive Tests sollten durch alternative Testverfahren bestätigt werden.
Serokonversion im Antiglobulin-Test (Coombs-Test)
Während der Behandlung mit Cefiderocol kann es zu positiven Ergebnissen im direkten oderindirekten Coombs-Test kommen.
Natrium-kontrollierte Diät
Jede Durchstechflasche mit 1 g enthält 7,64 mmol Natrium (etwa 176 mg).
Jede 2 g-Dosis Cefiderocol enthält nach der Rekonstitution mit 100 ml 0,9 %iger (9 mg/ml)
Natriumchloridlösung zur Injektion 30,67 mmol (705 mg) Natrium, entsprechend etwa 35 % der vonder WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der
Nahrung. Die durch die Cefiderocol-Therapie (2 g 3-mal täglich) zugeführte tägliche Gesamtdosis an
Natrium beträgt 2,1 g und liegt damit knapp über der von der WHO für einen Erwachsenenempfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g.
Jede 2 g-Dosis Cefiderocol enthält nach der Rekonstitution mit 100 ml 5 %iger Glukoselösung zur
Injektion 15,28 mmol (352 mg) Natrium. Die tägliche Gesamtdosis an Natrium, die nach
Rekonstitution mit 5 %iger Glukoselösung zur Injektion durch die Cefiderocol-Therapie (2 g 3-maltäglich) zugeführt wird, beträgt 1.056 mg, entsprechend etwa 53 % der von der WHO für einen
Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Auf Grundlage von In-vitro-Studien und zwei klinischen Studien der Phase I werden keinesignifikanten Arzneimittelwechselwirkungen zwischen Cefiderocol und Substraten, Inhibitoren oder
Induktoren von Cytochrom-P450-Enzymen (CYPs) oder Transportern erwartet (siehe Abschnitt 5.2).
4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit
SchwangerschaftBisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge)mit der Anwendung von Cefiderocol-Natrium bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studienergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine
Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von
Fetcroja während der Schwangerschaft vermieden werden.
StillzeitEs ist nicht bekannt, ob Fetcroja/Metabolite in die Muttermilch übergehen. Es muss eine Entscheidungdarüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Fetcrojaverzichtet werden soll/die Behandlung mit Fetcroja zu unterbrechen ist. Dabei soll sowohl der Nutzendes Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden.
FertilitätDie Wirkung von Cefiderocol auf die Fertilität beim Menschen wurde bisher nicht untersucht.
Ausgehend von den präklinischen Daten einer Studie mit subklinischer Exposition gibt es keine
Anhaltspunkte dafür, dass Fetcroja einen Einfluss auf die männliche oder weibliche Fertilität hat(siehe Abschnitt 5.3).
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
MaschinenFetcroja hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die
Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
4.8 Nebenwirkungen
Zusammenfassung des SicherheitsprofilsDie häufigsten Nebenwirkungen waren Diarrhö (8,2 %), Erbrechen (3,6 %), Übelkeit (3,3 %) und
Husten (2 %).
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie folgenden Nebenwirkungen wurden während klinischer Studien unter Cefiderocol gemeldet(Tabelle 3). Die Nebenwirkungen sind nach Häufigkeit und Systemorganklassen aufgeführt. Die
Häufigkeitskategorien sind folgendermaßen definiert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10);gelegentlich (≥1/1.000, <1/100); selten (≥1/10.000, <1/1.000); sehr selten (<1/10.000); nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder
Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad aufgelistet.
Tabelle 3 Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Systemorgan- Häufig Gelegentlich Nicht bekanntklasse(≥1/100, <1/10) (≥1/1.000, <1/100)
Infektionen und Candidiasis,parasitäre einschließlich orale
Erkrankungen Candidose, vulvovaginale
Candidose, Candida im
Urin und Candida-
Infektion,
Clostridioides difficile-
Kolitis, einschließlichpseudomembranöse
Kolitis und Clostridioidesdifficile-Infektion
Erkrankungen Neutropeniedes Blutes unddes
Lymphsystems
Erkrankungen Überempfindlichkeit,des einschließlich
Immunsystems Hautreaktionen und
PruritusErkrankungen Hustender Atemwege,des Brustraumsund
Mediastinums
Erkrankungen Diarrhö, Übelkeit,des Erbrechen
Gastrointestinaltrakts
Erkrankungen Ausschlag, einschließlichder Haut und makulöser Ausschlag,des Ausschlag makulo-
Unterhautzell- papulös, erythematösergewebes Hautausschlag und
Medikamentenausschlag
Allgemeine Reaktion an der
Erkrankungen Infusionsstelle,und einschließlich Schmerzen
Beschwerden an der Infusionsstelle,am Schmerzen an der
Verabreichungs Injektionsstelle, Erythemort an der Infusionsstelle und
Phlebitis an der
Injektionsstelle
Untersuchungen Alaninaminotransferase Harnstoff im Blut erhöhterhöht, Gamma-
Glutamyltransferaseerhöht,
Aspartataminotransferaseerhöht, Leberfunktionanomal, einschließlich
Leberfunktionstest erhöht,
Leberenzym erhöht,
Transaminasen erhöht und
Leberfunktionstestanomal, Kreatinin im Bluterhöht
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überdas in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
4.9 Überdosierung
Es liegen keine Informationen über die klinischen Befunde und Symptome einer Überdosierung mit
Cefiderocol vor.
Im Falle einer Überdosierung müssen die Patienten überwacht werden und es ist zu überlegen, die
Behandlung abzusetzen. Falls erforderlich ist eine allgemeine supportive Therapie einzuleiten.
Bei einer 3- bis 4-stündigen Hämodialysesitzung werden etwa 60 % des Cefiderocols entfernt.
5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antibiotika zur systemischen Anwendung. ATC-Code: J01DI04
WirkmechanismusCefiderocol ist ein Siderophor-Cephalosporin. Neben seiner passiven Diffusion durch die Porinkanäleder äußeren Membran besitzt Cefiderocol die Fähigkeit, sich über seine Siderophor-Seitenkette anextrazelluläres freies Eisen zu binden, was einen aktiven Transport über Siderophor-
Aufnahmesysteme in den periplasmatischen Raum von gramnegativen Bakterien ermöglicht.
Anschließend bindet Cefiderocol an Penicillin-bindende Proteine (PBPs) und hemmt die
Peptidoglycan-Synthese in der bakteriellen Zellwand, was zur Lyse und zum Tod der Zelle führt.
ResistenzZu den bakteriellen Resistenzmechanismen, die zu einer Resistenz gegenüber Cefiderocol führenkönnen, gehören mutierte oder erworbene PBPs; Betalactamase-Enzyme, die Cefiderocolhydrolysieren können; Mutationen, die die Regulierung der Eisenaufnahme durch die Bakterienbeeinflussen; Mutationen in Siderophor-Transportproteinen und die Überexpression von nativenbakteriellen Siderophoren.
In vitro haben die meisten Betalactamasen, einschließlich Metalloenzyme, keinen Einfluss auf dieantibakterielle Wirkung von Cefiderocol gegen normalerweise empfindliche Spezies. Aufgrund des
Siderophor-vermittelten Einschleusens von Cefiderocol in die Zelle haben ein Porinverlust oder eine
Efflux-vermittelte Resistenz bei Cefiderocol generell geringere Auswirkungen auf die In-vitro-
Aktivität als bei vielen anderen Betalactam-Wirkstoffen.
Aufgrund intrinsischer Resistenz hat Cefiderocol nur eine geringe bis gar keine Wirkung gegengrampositive oder anaerobe Bakterien.
Antibakterielle Wirkung in Kombination mit anderen Antibiotika
In vitro-Studien zeigten keinen Antagonismus zwischen Cefiderocol und Amikacin,
Ceftazidim/Avibactam, Ceftolozan/Tazobactam, Ciprofloxacin, Clindamycin, Colistin, Daptomycin,
Linezolid, Meropenem, Metronidazol, Tigecyclin oder Vancomycin.
Grenzwerte aus Empfindlichkeitsprüfungen
Die vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST; europäisches
Komitee für antimikrobielle Empfindlichkeitsprüfungen) für Cefiderocol ermittelten Grenzwerte fürdie minimale Hemmkonzentration (MHK) lauten wie folgt:
Minimale Hemmkonzentrationen (mg/l)
Erreger Empfindlich Resistent
Enterobakterien ≤2 >2(Enterobacterales)
Pseudomonas aeruginosa ≤2 >2
Pharmakokinetische/pharmakodynamische ZusammenhängeDie Zeit, in der die Plasmakonzentrationen von ungebundenem Cefiderocol die minimale
Hemmkonzentration (% fT>MHK) für den Infektionserreger überschreiten, korreliert nachweislich ambesten mit der Wirksamkeit.
Antibakterielle Wirkung gegen bestimmte Erreger
In-vitro-Studien deuten darauf hin, dass die folgenden Erreger gegenüber Cefiderocol empfindlichsind, sofern keine erworbenen Resistenzmechanismen vorliegen:
Aerobe gramnegative Erreger
Achromobacter spp.
Acinetobacter baumannii-Komplex
Burkholderia cepacia-Komplex
Citrobacter freundii-Komplex
Citrobacter koseri
Escherichia coli
Enterobacter cloacae-Komplex
Klebsiella (Enterobacter) aerogenes
Klebsiella pneumoniae
Klebsiella oxytoca
Morganella morganii
Proteus mirabilis
Proteus vulgaris
Providencia rettgeri
Serratia spp.
Pseudomonas aeruginosa
Serratia marcescens
Stenotrophomonas maltophilia
In vitro-Studien zeigen, dass die folgenden Arten von Erregern unempfindlich gegenüber Cefiderocolsind:
Aerobe grampositive Erreger
Anaerobe Erreger
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Fetcroja eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen bei der
Behandlung von Infektionen durch aerobe gramnegative Bakterien gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl.
Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Bei Mehrfachgabe von Cefiderocol alle 8 Stunden an gesunde erwachsene Probanden mit normaler
Nierenfunktion kommt es nicht zur Akkumulation.
VerteilungCefiderocol bindet zu 40 bis 60 % an menschliche Plasmaproteine, in erster Linie an Albumin. Dergeometrische Mittelwert des Verteilungsvolumens (CV %) von Cefiderocol in der terminalen Phasebetrug bei gesunden erwachsenen Probanden (n = 43) nach intravenöser Gabe einer 2 g-Einzeldosis
Cefiderocol 18,0 l (18,1 %) und entsprach damit in etwa dem extrazellulären Flüssigkeitsvolumen.
BiotransformationNach Gabe einer Einzeldosis von 1 g [14C]-markiertem Cefiderocol als 1-stündige Infusion entfielen92,3 % der AUC der Gesamtradioaktivität im Plasma auf Cefiderocol. Der vorherrschende Metabolit,
Pyrrolidin-Chlorbenzamid (PCBA, ein Abbauprodukt von Cefiderocol), machte 4,7 % der AUC der
Gesamtradioaktivität im Plasma aus, während auf andere, weniger bedeutende Metabolite jeweils<2 % der AUC der Gesamtradioaktivität im Plasma entfielen.
Wechselwirkungen mit anderen ArzneimittelnDie Pharmakokinetik von Midazolam (ein CYP3A-Substrat), Furosemid (ein OAT1- und OAT3-
Substrat) oder Metformin (ein OCT1-, OCT2- und MATE2-K-Substrat) wurde durch die gleichzeitige
Anwendung mit 2 g-Dosen Cefiderocol alle 8 Stunden nicht beeinflusst. Die gleichzeitige Anwendungmit 2 g-Dosen Cefiderocol alle 8 Stunden erhöhte die AUC von Rosuvastatin (ein OATP1B3-Substrat)um 21 %, was als nicht klinisch bedeutsam eingestuft wurde.
EliminationDie terminale Eliminationshalbwertszeit betrug bei gesunden erwachsenen Probanden 2 bis 3 Stunden.
Der geometrische Mittelwert (% CV) der Clearance von Cefiderocol wird bei gesunden Probanden auf5,18 l/h (17,2 %) geschätzt. Cefiderocol wird in erster Linie über die Nieren ausgeschieden. Nach
Gabe einer Einzeldosis von 1 g [14C]-markiertem Cefiderocol als 1-stündige Infusion wurden 98,6 %der Gesamtradioaktivität der gegebenen Dosis im Harn und 2,8 % der gegebenen Dosis in den Fäzesausgeschieden; 90,6 % der gegebenen Dosis Cefiderocol wurden als unveränderte Substanz im Harnausgeschieden.
Linearität/Nicht-LinearitätCefiderocol zeigt im Dosisbereich von 100 mg bis 4.000 mg eine lineare Pharmakokinetik.
Besondere PatientengruppenIn einer populationspharmakokinetischen Analyse hatten die Faktoren Alter, Geschlecht oderethnische Abstammung keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Cefiderocol.
Kinder und JugendlicheEs wurden keine pharmakokinetischen Studien zu Cefiderocol mit Kindern und Jugendlichen unter18 Jahren durchgeführt (siehe Abschnitt 4.2).
NierenfunktionsstörungDie Pharmakokinetik von Cefiderocol-Einzeldosen zu 1 g wurde bei Patienten mit leichter
Nierenfunktionsstörung (n = 8, geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] 60 bis<90 ml/min/1,73 m2), mäßiger Nierenfunktionsstörung (n = 7, eGFR 30 bis <60 ml/min/1,73 m2),schwerer Nierenfunktionsstörung (n = 6, eGFR von unter 30 ml/min/1,73 m2) oder terminaler
Niereninsuffizienz (ESRD, End-Stage Renal Disease) mit Dialysepflicht (n = 8) sowie bei gesunden
Probanden mit normaler Nierenfunktion (n = 8, geschätzte Kreatinin-Clearance von mindestens90 ml/min) untersucht. Die Verhältnisse der geometrischen Mittelwerte (GMR; leicht, mäßig, schweroder ESRD ohne Hämodialyse versus normale Nierenfunktion) und die 90 %-Konfidenzintervalle (KI)für die AUC von Cefiderocol betrugen 1,0 (0,8; 1,3), 1,5 (1,2; 1,9), 2,5 (2,0; 3,3) bzw. 4,1 (3,3; 5,2).
Durch eine 3- bis 4-stündige Hämodialysesitzung wird Fetcroja zu etwa 60 % entfernt.
Es wird erwartet, dass sich mit den empfohlenen Dosisanpassungen bei Patienten mit
Nierenfunktionsstörung unterschiedlichen Grades eine vergleichbare Exposition erzielen lässt wie bei
Personen mit normaler Nierenfunktion oder leichter Nierenfunktionsstörung (siehe Abschnitt 4.2).
Patienten mit erhöhter renaler Clearance
Simulationen mit dem populationspharmakokinetischen Modell zeigten, dass durch die empfohlene
Dosisanpassung bei Patienten mit erhöhter renaler Clearance eine vergleichbare Fetcroja-Exposition,einschließlich % T>MHK, erzielt wird wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion.
LeberfunktionsstörungDa die hepatische Metabolisierung/Exkretion für die Elimination von Fetcroja nur eine geringe Rollespielt, wird nicht erwartet, dass eine Leberfunktionsstörung Einfluss auf die Elimination von Fetcrojahat.
5.3 Präklinische Sicherheitsdaten
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie oder Genotoxizität lassendie präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Es wurden keine
Karzinogenitätsstudien mit Cefiderocol durchgeführt.
Cefiderocol zeigte in einem In-vitro-Rückmutationstest an Bakterien sowie in einem In-vitro-HPRT-
Genmutationstest an menschlichen Zellen keine Mutagenität. Ein In-vitro-
Chromosomenaberrationstest an kultivierten TK6-Zellen und ein In-vitro-Mauslymphomassay (MLA)fielen positiv aus. In-vivo-Tests (Mikronukleustest und Comet-Assay an Ratten) lieferten keine
Hinweise auf eine Genotoxizität.
Cefiderocol führte bei Ratten, die mit bis zu 1.000 mg/kg/Tag Cefiderocol intravenös behandeltwurden, zu keiner Beeinträchtigung der Fertilität oder frühembryonalen Entwicklung; dies entsprichteinem Sicherheitsfaktor gegenüber der klinischen Exposition von 0,8. Es gab keine Hinweise auf
Teratogenität oder Embryotoxizität bei Ratten oder Mäusen, die 1.000 mg/kg/Tag bzw.2.000 mg/kg/Tag erhielten, was einem Sicherheitsfaktor gegenüber der klinischen Exposition von 0,9bzw. 1,3 entspricht.
Cefiderocol hatte bei juvenilen Ratten, die vom postnatalen Tag 7 (PND7) bis PND27 subkutan1.000 mg/kg/Tag oder von PND28 bis PND48 intravenös 600 mg/kg/Tag erhielten, keineunerwünschten Auswirkungen auf Wachstum und Entwicklung, einschließlich derverhaltensneurologischen Funktion.
6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN
6.1 Liste der sonstigen Bestandteile
SaccharoseNatriumchlorid
Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)
6.2 Inkompatibilitäten
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
Falls eine Behandlung mit einer Kombination aus einem anderen Arzneimittel und Fetcrojaunvermeidlich ist, darf die Anwendung nicht mit derselben Spritze oder nicht in derselben
Infusionslösung erfolgen. Es wird empfohlen, intravenöse Infusionsleitungen zwischen den
Anwendungen der einzelnen Arzneimittel gründlich zu spülen.
6.3 Haltbarkeit
Pulver3 Jahre.
Stabilität der rekonstituierten Lösung in der Durchstechflasche
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde bei 25 °C für die
Dauer von 1 Stunde nach der Rekonstitution belegt.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die rekonstituierte Infusionslösung unverzüglich appliziert werden,es sei denn, das Öffnen/die Rekonstitution erfolgten mit Verfahren, die eine mikrobielle
Kontamination ausschließen. Wird die Infusionslösung nicht unverzüglich angewendet, liegen die
Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung in der Verantwortung des
Anwenders, und die Aufbewahrungsdauer sollte 1 Stunde bei 25 °C nicht überschreiten.
Stabilität der verdünnten Lösung im Infusionsbeutel
Die chemische, mikrobiologische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung nach der
Verdünnung ist für 6 Stunden bei 25 C sowie für 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C lichtgeschützt undanschließend für 6 Stunden bei 25 °C belegt.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die verdünnte Infusionslösung unverzüglich appliziert werden.
Wird die Infusionslösung nicht unverzüglich appliziert, liegen die Dauer und die Bedingungen der
Aufbewahrung vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders. Die Aufbewahrungsdauersollte im Normalfall 6 Stunden bei 25 °C oder 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C lichtgeschützt undanschließend 6 Stunden bei 25 °C nicht überschreiten, es sei denn, die Verdünnung wurde unterkontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen durchgeführt. Der 6-Stunden-Zeitraum bei25 °C sollte den Zeitraum der 3-stündigen Infusion einschließen (siehe Abschnitt 4.2). Falls die
Infusionslösung im Kühlschrank gelagert wurde, muss der Infusionsbeutel nach Entnahme aus dem
Kühlschrank vor der Anwendung Raumtemperatur erreichen.
Hinweise zur Zubereitung der Lösung für die Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung
Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels, siehe
Abschnitt 6.3.
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
14 ml-Durchstechflasche (Typ-I-Klarglas), Chlorobutyl-Elastomer-Stopfen, Aluminiumsiegel und
Flip-off-Verschlusskappe aus Kunststoff. Die Durchstechflaschen sind in einer Faltschachtel verpackt.
Packungsgröße mit 10 Durchstechflaschen.
6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
HandhabungJede Durchstechflasche ist nur zum einmaligen Gebrauch vorgesehen.
Das Pulver soll mit 10 ml 0,9 %iger (9 mg/ml) Natriumchlorid-Injektionslösung oder mit 5 %iger
Glukose-Injektionslösung rekonstituiert werden. Diese sind den 100 ml-Beuteln zu entnehmen, die zur
Herstellung der endgültigen Infusionslösung verwendet werden sollen. Zum Auflösen leicht schütteln.
Die Durchstechflasche(n) anschließend stehen lassen, bis sich der auf der Oberfläche entstandene
Schaum zurückgebildet hat (in der Regel innerhalb von 2 Minuten). Das endgültige Volumen derrekonstituierten Lösung in der Durchstechflasche beträgt etwa 11,2 ml (Achtung: die rekonstituierte
Lösung darf nicht direkt injiziert werden).
Um die gewünschte Dosis zu erhalten, wird das entsprechende Volumen der rekonstituierten Lösungaus der Durchstechflasche entnommen (siehe Angaben in Tabelle 4). Geben Sie das entnommene
Volumen in den Infusionsbeutel, der den Rest der 100 ml der 0,9 %igen (9 mg/ml) Natriumchlorid-
Injektionslösung oder der 5 %igen Glukose-Injektionslösung enthält, und kontrollieren Sie dieentstandene verdünnte Arzneimittellösung im Infusionsbeutel vor der Anwendung visuell auf Partikelund Verfärbungen. Verwenden Sie keine Lösung, die verfärbt ist oder sichtbare Partikel aufweist.
Tabelle 4 Herstellung der Cefiderocol-Dosen
Cefiderocol- Anzahl der zu Volumen, das den/der Erforderliches
Dosis rekonstituierenden rekonstituierten Gesamtvolumen der
Durchstechflaschen Durchstechflasche(n) zu Cefiderocol-Lösung zurmit 1 g Cefiderocol entnehmen ist weiteren Verdünnung inmindestens 100 ml 0,9 %iger
Natriumchlorid-
Injektionslösung oder 5 %iger
Glukose-Injektionslösung2 g 2 Durchstechflaschen 11,2 ml (Gesamtinhalt) 22,4 mlvon beiden
Durchstechflaschen1,5 g 2 Durchstechflaschen 11,2 ml (Gesamtinhalt) 16,8 mlaus der ersten
Durchstechflasche UND5,6 ml aus der zweiten
Durchstechflasche1 g 1 Durchstechflasche 11,2 ml (Gesamtinhalt) 11,2 ml0,75 g 1 Durchstechflasche 8,4 ml 8,4 ml
Die Herstellung und die Applikation der Lösung müssen mit standardmäßiger aseptischer Technikerfolgen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungenzu beseitigen.
7. INHABER DER MARKETING-ERLAUBNIS
Shionogi B.V.
Herengracht 464,1017CA Amsterdam
Niederlande
8. GENEHMIGUNGSNUMMER(N)
9. DATUM DER ERSTEN GENEHMIGUNG/ERWEITERUNG DER GENEHMIGUNG
ZULASSUNG
Datum der Erteilung der Zulassung: 23. April 2020
10. DATUM DER ÜBERARBEITUNG DES TEXTs
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.