Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophthalmika/Antineovaskuläre Mittel, ATC-Code: S01LA05
Aflibercept ist ein rekombinantes Fusionsprotein, bei dem Fragmente der extrazellulären Domänen derhumanen VEGF-Rezeptoren 1 und 2 mit dem Fc-Fragment des humanen IgG1 fusioniert wurden.
Aflibercept wird in Ovarialzellen chinesischer Hamster (CHO) vom Typ K1 mit Hilfe rekombinanter
DNA-Technologie hergestellt.
WirkmechanismusDer vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor A (VEGF-A) und der Plazenta-Wachstumsfaktor (PlGF)gehören zur VEGF-Familie der angiogenen Faktoren, die an den Endothelzellen als starke mitogeneund chemotaktische Faktoren und als vaskuläre Permeabilitätsfaktoren wirken können. VEGF bindetan die beiden Rezeptor-Tyrosinkinasen VEGFR-1 und VEGFR-2, die sich an der Oberfläche von
Endothelzellen befinden. PlGF bindet nur an VEGFR-1, welcher auch auf der Oberfläche von
Leukozyten zu finden ist. Eine zu starke Aktivierung dieser Rezeptoren durch VEGF-A kann zupathologischer Neovaskularisation und erhöhter vaskulärer Permeabilität führen. PlGF kannunabhängig davon den VEGFR-1 aktivieren, um eine Entzündungsreaktion in der Netzhaut zu fördern.
Weiter ist bekannt, dass PlGF bei pathologischen Zuständen wie nAMD, diabetischer Retinopathie(DR), DMÖ und retinalem Venenverschluss (RVV) erhöht ist.
Pharmakodynamische WirkungenAflibercept wirkt als löslicher Köderrezeptor, der VEGF-A und PlGF mit höherer Affinität als derennatürliche Rezeptoren bindet und so die Bindung und Aktivierung dieser artverwandten VEGF-
Rezeptoren hemmt.
In tierexperimentellen Studien kann Aflibercept die pathologische Neovaskularisation und dievaskuläre Leckage bei einer Reihe verschiedener Modelle von Augenerkrankungen verhindern.
nAMDDie nAMD zeichnet sich durch eine pathologische choroidale Neovaskularisation (CNV) aus. Das
Austreten von Blut und Flüssigkeit aus der CNV kann zu einem Netzhautödem und/oder sub-/intraretinalen Blutungen und damit zum Verlust der Sehschärfe führen.
Die pharmakodynamischen Wirkungen von Aflibercept 114,3 mg/ml, angewendet alle 12 (8Q12) undalle 16 (8Q16) Wochen, werden im Vergleich zu Aflibercept 40 mg/ml, angewendet alle 8 Wochen(2Q8), für das Anwendungsgebiet nAMD beschrieben. Diese Wirkungen werden als Veränderung der
CNV-Größe in Woche 12 im Vergleich zum Ausgangswert, als Veränderung der gesamten
Läsionsfläche in Woche 48, 60 und 96 im Vergleich zum Ausgangswert und als Veränderung derzentralen Netzhautdicke (CRT) im Vergleich zum Ausgangswert dargestellt.
In der gepoolten Gruppe der mit 8Q12 oder 8Q16 behandelten Patienten betrug die Reduktion der
CNV-Größe (LS-Mittelwert, basierend auf einem gemischten Modell für wiederholte Messungen[MMRM; mixed model repeated measures]) in Woche 12 -1,63 mm2 im Vergleich zu -1,17 mm2 beiden mit 2Q8 behandelten Patienten.
Pharmakodynamische Wirkungen wurden im Allgemeinen bis Woche 156 aufrechterhalten.
Tabelle 2: Pharmakodynamische Parameter (vollständiges Analyseset) in der PULSAR-Studie
Eylea 8Q12 Eylea 8Q16 Eylea 2Q8
Wirksamkeitsendpunkte Woche(N = 335) (N = 338) (N = 336)
Veränderung der gesamten Läsionsfläche im Vergleich zum Ausgangswert [mm2]
LS-Mittelwert A 12 -0,55 -0,30
Arithmetisches Mittel (SD),
- 0,4 (2,9) -0,2 (3,1) 0,1 (3,6)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 48 -0,46 (0,19) -0,35 (0,20) 0,09 (0,22)
Differenz der LS-Mittelwerte -0,55 -0,44(95 % KI) A,B (-1,04; -0,06) (-0,94; -0,06)
Arithmetisches Mittel (SD),
- 0,5 (2,8) -0,4 (3,2) -0,3 (3,2)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 60 -0,48 (0,20) -0,54 (0,21) -0,24 (0,20)
Differenz der LS-Mittelwerte -0,24 -0,29(95 % KI) A,B (-0,72; 0,24) (-0,79; 0,20)
Arithmetisches Mittel (SD),
- 0,3 (3,3) -0,3 (3,2) -0,2 (3,4)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 96 -0,43 (0,20) -0,42 (0,20) -0,18 (0,20)
Differenz der LS-Mittelwerte -0,25 -0,24(95 % KI) A,B (-0,72; 0,21) (-0,71; 0,22)
A LS-Mittelwert, KI und p-Wert basierend auf einem MMRM mit der Messung des Ausgangswerts als
Kovariate, der Behandlungsgruppe als Faktor, der Visite und den bei der Randomisierung verwendeten
Stratifizierungsvariablen (geographische Region, Kategorie BCVA-Ausgangswert) als feste Faktorensowie Termen für die Interaktion zwischen der Messung des Ausgangswerts und der Visite und für die
Interaktion zwischen Behandlung und Visite.
B Die absolute Differenz ist die Eylea 8Q12- bzw. 8Q16-Gruppe minus die 2Q8-Gruppe.
KI: Konfidenzintervall
LS: Kleinste Quadrate
SD: Standardabweichung
SE: Standardfehler
Abbildung 1: LS-Mittelwert-Veränderung der zentralen Netzhautdicke (CRT) vom
Ausgangswert bis Woche 96 (vollständiges Analyseset) in der PULSAR-Studie
- 146,82
- 148,75
- 151,97
Wochen
DMÖDas diabetische Makulaödem zeichnet sich durch eine erhöhte Gefäßpermeabilität und Schädigung der
Netzhautkapillaren aus, was zu einem Verlust der Sehschärfe führen kann.
Die pharmakodynamischen Wirkungen von Aflibercept 114,3 mg/ml, angewendet alle 12 (8Q12) undalle 16 (8Q16) Wochen, werden im Vergleich zu Aflibercept 40 mg/ml, angewendet alle 8 Wochen(2Q8), für das Anwendungsgebiet DMÖ beschrieben. Diese Wirkungen werden als Veränderung der
Leckage-Fläche in Woche 48, 60 und 96 im Vergleich zum Ausgangswert dargestellt.
LS-Mittelwert-Veränderungder CRT (µm)
Pharmakodynamische Wirkungen wurden im Allgemeinen bis Woche 156 aufrechterhalten.
Tabelle 3: Pharmakodynamische Parameter (vollständiges Analyseset) in der PHOTON-Studie
Eylea 8Q12 Eylea 8Q16 Eylea 2Q8
Wirksamkeitsendpunkte Woche(N = 328) (N = 163) (N = 167)
Veränderung der Leckage-FlächeA im Vergleich zum Ausgangswert [mm2]
Arithmetisches Mittel (SD), 48 -13,9 (13,91) -9,4 (11,50) -9,2 (12,11)beobachtet 60 -13,9 (13,54) -12,0 (13,26) -14,4 (12,89)96 -12,8 (10,98) -9,4 (10,61) -11,9 (11,26)
A basierend auf Fluoreszenzangiographie-Messungen
SD: Standardabweichung
Abbildung 2: LS-Mittelwert-Veränderung der zentralen Netzhautdicke (CRT) vom
Ausgangswert bis Woche 96 (vollständiges Analyseset) in der PHOTON-Studie
- 158,39
- 191,26
- 193,99
Wochen
ImmunogenitätNach einer bis zu 96-wöchigen Behandlung mit Eylea 114,3 mg/ml wurden bei 2,5 % bis 4,4 % der
Patienten, die wegen DMÖ und nAMD behandelt wurden, therapiebedingte Antikörper gegen Eylea114,3 mg/ml nachgewiesen. Es wurden keine Hinweise auf einen Einfluss von Anti-Drug-Antikörpernauf die Pharmakokinetik, Wirksamkeit oder Sicherheit beobachtet.
Klinische Wirksamkeit und SicherheitnAMD
Studienziele
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Eylea 114,3 mg/ml wurden in einer randomisierten,multizentrischen, doppelmaskierten, aktiv kontrollierten Studie (PULSAR) bei Patienten mittherapienaiver nAMD untersucht.
Das primäre Ziel war die Untersuchung der Nicht-Unterlegenheit der Veränderung derbestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) bei Patienten mit nAMD, die mit Eylea 114,3 mg/ml in
Intervallen von 12 (8Q12) oder 16 (8Q16) Wochen im Vergleich zu Eylea 40 mg/ml alle 8 Wochenbehandelt wurden.
Sekundäre Ziele waren die Untersuchung der Wirkung von Eylea 114,3 mg/ml auf morphologischeund andere funktionelle Parameter im Vergleich zu Eylea 40 mg/ml sowie die Bewertung der
Sicherheit, Immunogenität und Pharmakokinetik von Aflibercept.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Veränderung der BCVA in Woche 48 im Vergleich zum
Ausgangswert, gemessen anhand des Early Treatment Diabetic Retinopathy Study (ETDRS)
Buchstaben-Scores.
Die wichtigsten sekundären Endpunkte waren die Veränderung der BCVA in Woche 60 im Vergleichzum Ausgangswert und der Anteil der Patienten ohne intraretinale Flüssigkeit (IRF) und ohnesubretinale Flüssigkeit (SRF) im zentralen Teilfeld in Woche 16.
LS-Mittelwert-Veränderungder CRT (µm)
Weitere sekundäre Endpunkte waren unter anderen der Anteil der Patienten, die in Woche 48mindestens 15 Buchstaben der BCVA im Vergleich zum Ausgangswert gewonnen haben, der Anteilder Patienten, die in Woche 48 einen ETDRS-Buchstaben-Score von mindestens 69 (ungefähres
Snellen Äquivalent 20/40) erreichten und die Veränderung des Gesamtscores des National Eye
Institute Visual Functioning Questionnaire-25 (NEI-VFQ-25) in Woche 48 im Vergleich zum
Ausgangswert.
In der PULSAR-Studie wurden insgesamt 1 009 Patienten behandelt. Die Patienten wurden im
Verhältnis 1:1:1 einer von 3 parallelen Behandlungsgruppen zugeordnet:
1. Anwendung von Eylea 114,3 mg/ml alle 12 Wochen (8Q12)2. Anwendung von Eylea 114,3 mg/ml alle 16 Wochen (8Q16)3. Anwendung von Eylea 40 mg/ml alle 8 Wochen (2Q8)
Alle Patienten erhielten 3 initiale Injektionen der ihnen zugewiesenen Dosis in 4-wöchigen
Intervallen. Das Intervall der 8Q12- und der 8Q16-Gruppen war gemäß Studienprotokoll zuverkürzen, wenn beide der folgenden Kriterien erfüllt waren:
1. Verlust von > 5 Buchstaben der BCVA ab Woche 12 und2. Zunahme der CRT um > 25 µm ab Woche 12 oder neue foveale Blutung oder neue foveale
Neovaskularisation.
Unabhängig davon, ob die Intervalle der Patienten in Jahr 1 beibehalten oder verkürzt wurden, warengemäß Studienprotokoll alle Patienten der 8Q12- und der 8Q16-Gruppen für eine
Intervallverlängerung (in 4-wöchigen Schritten) ab Woche 52 geeignet, wenn die folgenden Kriterienerfüllt waren:
1. Verlust von < 5 Buchstaben der BCVA ab Woche 12 und2. keine Flüssigkeit im zentralen Teilfeld in der optischen Kohärenztomographie (OCT) und3. keine neu aufgetretene foveale Blutung oder foveale Neovaskularisation.
Bei Patienten, welche die Kriterien für eine Intervallverkürzung oder -verlängerung nicht erfüllten,wurde das Dosierungsintervall beibehalten. Der Mindestabstand zwischen den Injektionen betrug inallen Gruppen 8 Wochen.
Patienten mit bilateraler Erkrankung konnten für das andere Auge eine Behandlung mit
Eylea 40 mg/ml oder einem anderen Anti-VEGF-Arzneimittel erhalten.
Patientenmerkmale bei Studienbeginn
Die Patienten waren 50 bis 96 Jahre alt, wobei der Mittelwert 74,5 Jahre betrug.
Ungefähr 92 % (309/335) und 87 % (295/338) der Patienten, die in die 8Q12- bzw. 8Q16-Gruppenrandomisiert wurden, waren 65 Jahre oder älter, und ungefähr 51 % (172/335) und 51 % (171/338)waren 75 Jahre oder älter.
ErgebnissePatienten in den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen, die Woche 48 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 6,0 (6,1), 5,0 (5,2) bzw. 7,0 (6,9) Injektionen.
In Woche 48 behielten 79,4 % der Patienten in der 8Q12-Gruppe die Q12-Intervalle bei, während76,6 % der Patienten in der 8Q16-Gruppe die Q16-Intervalle beibehielten.
Patienten in den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen, die Woche 60 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 7,0 (7,1), 6,0 (6,2) bzw. 9,0 (8,8) Injektionen.
In Woche 60 wurde das Behandlungsintervall bei 43,1 % der Patienten in der 8Q12-Gruppe auf16 Wochen verlängert, und bei 38,5 % der Patienten in der 8Q16-Gruppe wurde das
Behandlungsintervall auf 20 Wochen verlängert.
Patienten in den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen, die Woche 96 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 9,0 (9,7), 8,0 (8,2) bzw. 13,0 (12,8) Injektionen.
In Woche 96 hatten in den gepoolten 8Q12- und 8Q16-Gruppen 71,0 % der Patienten ein
Behandlungsintervall von ≥16 Wochen, 46,8 % der Patienten ein Behandlungsintervall von≥20 Wochen und 27,8 % der Patienten ein Behandlungsintervall von 24 Wochen erreicht, wobei derfunktionelle und anatomische Befund erhalten blieben.
Die Behandlung mit 8Q12 und 8Q16 war der Behandlung mit 2Q8 in Bezug auf den primären
Wirksamkeitsendpunkt 'mittlere Veränderung der BCVA in Woche 48“ und den wichtigensekundären Wirksamkeitsendpunkt 'mittlere Veränderung der BCVA in Woche 60“ nicht unterlegenund klinisch gleichwertig. Der Behandlungseffekt von Eylea 114,3 mg/ml auf die mittlere
Veränderung der BCVA blieb bis Woche 96 erhalten.
Darüber hinaus war die Behandlung mit Eylea (gepoolte 8Q12- und 8Q16-Gruppen) der Behandlungmit 2Q8 in Bezug auf den wichtigen sekundären Wirksamkeitsendpunkt 'Anteil der Patienten ohneintraretinale Flüssigkeit (IRF) und ohne subretinale Flüssigkeit (SRF) im zentralen Teilfeld in
Woche 16“ überlegen (siehe Tabelle 4).
Tabelle 4: Wirksamkeitsendpunkte der PULSAR-Studie
Eylea 8Q12 Eylea 8Q16 Eylea 2Q8
Wirksamkeitsendpunkte Woche(N = 335) (N = 338) (N = 336)
Veränderung der BCVA, ermittelt durch ETDRS-Buchstaben-Score im Vergleich zum Ausgangswert D
Arithmetisches Mittel (SD), 6,7 (12,6) 6,2 (11,7) 7,6 (12,2)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 6,06 (0,77) 5,89 (0,72) 7,03 (0,74)
Differenz der LS-Mittelwerte -0,97 -1,14(95 % KI) A,B (-2,87; 0,92) (-2,97; 0,69)p-Wert (einseitiger Nicht-
Unterlegenheitstest mit einer Grenze 0,0009 0,0011von 4 Buchstaben) A,B
Arithmetisches Mittel (SD), 6,6 (13,6) 6,6 (11,7) 7,8 (12,6)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 6,37 (0,74) 6,31 (0,66) 7,23 (0,68)
Differenz der LS-Mittelwerte -0,86 -0,92(95 % KI) A,B 60(-2,57; 0,84) (-2,51; 0,66)p-Wert (einseitiger Nicht-
Unterlegenheitstest mit einer Grenze 0,0002 < 0,0001von 4 Buchstaben) A,B
Arithmetisches Mittel (SD), 5,9 (14,2) 5,6 (13,7) 7,4 (13,8)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 96 5,59 (0,77) 5,52 (0,75) 6,60 (0,73)
Differenz der LS-Mittelwerte -1,01 -1,08(95 % KI) A,B (-2,82; 0,80) (-2,87; 0,71)
Patienten ohne IRF und ohne SRF im zentralen Teilfeld D
Anteil (LOCF) 63,3 % 51,6 %
Adjustierte Differenz des Anteils(95 % KI) B,C 11,7 % (5,3 %; 18,2 %)p-Wert (einseitiger0,0002
Überlegenheitstest) B, C
Anteil (LOCF) 71,1 % 66,8 % 59,4 %
Adjustierte Differenz des Anteils 48 11,7 % 7,5 %(95 % KI) B,C (4,5 %; 18,9 %) (0,1 %; 14,8 %)
Anteil (LOCF) 74,6 % 72,2 % 74,6 %
Adjustierte Differenz des Anteils 60 0,0 % -2,2 %(95 % KI) B,C (-6,6 %; 6,7 %) (-8,9 %; 4,4 %)
Anteil (LOCF) 69,6 % 63,6 % 66,5 %
Adjustierte Differenz des Anteils 96 3,0 % -3,0 %(95 % KI) B,C (-4,1 %; 10,1 %) (-10,2 %; 4,2 %)
Patienten, die einen ETDRS-Buchstaben-Score von mindestens 69 (ungefähres Snellen Äquivalent 20/40)erreichten D
Anteil (LOCF) 56,9 % 54,3 % 57,9 %
Adjustierte Differenz des Anteils 48 -0,2 % -2,2 %(95 % KI) B,C (-6,6 %; 6,2 %) (-8,4 %; 4,0 %)
Anteil (LOCF) 56,3 % 54,6 % 58,2 %
Adjustierte Differenz des Anteils 60 -1,1 % -2,3 %(95 % KI) B,C (-7,5 %; 5,3 %) (-8,7 %; 4,1 %)
Anteil (LOCF) 96 53,3 % 53,1 % 56,7 %
Eylea 8Q12 Eylea 8Q16 Eylea 2Q8
Wirksamkeitsendpunkte Woche(N = 335) (N = 338) (N = 336)
Adjustierte Differenz des Anteils -2,7 % -2,4 %(95 % KI) B,C (-9,4 %; 4,0 %) (-9,1 %; 4,2 %)
Patienten mit einem Gewinn von mindestens 15 Buchstaben der BCVA im Vergleich zum Ausgangswert D
Anteil (LOCF) 20,7 % 21,7 % 22,1 %
Adjustierte Differenz des Anteils 48 -1,7 % -0,9 %(95 % KI) B,C (-7,8 %; 4,3 %) (-7,0 %; 5,1 %)
Anteil (LOCF) 23,7 % 23,1 % 23,3 %
Adjustierte Differenz des Anteils 60 0,1 % -0,7 %(95 % KI) B,C (-6,2 %; 6,3 %) (-6,9 %; 5,5 %)
Anteil (LOCF) 22,2 % 22,8 % 24,2 %
Adjustierte Differenz des Anteils 96 -2,4 % -2,0 %(95 % KI) B,C (-8,4 %; 3,6 %) (-8,0 %; 4,1 %)
Letzte vorgesehene Behandlungsintervalle
Patienten mit ≥Q12 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-87,8 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 86,6 % 89,0 % n/a
Patienten mit ≥Q16 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-71,0 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 63,6 % 78,4 % n/a
Patienten mit ≥Q20 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-46,8 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 40,5 % 53,1 % n/a
Patienten mit Q24 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-27,8 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 24,7 % 30,8 % n/a
A LS-Mittelwert, KI und p-Wert basierend auf einem MMRM mit der Messung des Ausgangswerts derbestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) als Kovariate, der Behandlungsgruppe als Faktor, der Visite und denbei der Randomisierung verwendeten Stratifizierungsvariablen (geographische Region, Kategorie BCVA-
Ausgangswert) als feste Faktoren sowie Termen für die Interaktion zwischen BCVA-Ausgangswert und
Visite und für die Interaktion zwischen Behandlung und Visite.
B Die absolute Differenz ist die Eylea 8Q12- bzw. 8Q16-Gruppe minus die 2Q8-Gruppe.
C Mantel-Haenszel gewichteter Behandlungsunterschied mit Stratifizierungsvariablen (geographische
Region, Kategorie BCVA-Ausgangswert), die für die Randomisierung verwendet wurden; Berechnungdes KI approximativ mit der Normalverteilung.
D Vollständiges Analyseset
E Sicherheitsanalyseset; Patienten, die zum jeweiligen Zeitpunkt als abgeschlossen betrachtet werden
KI: Konfidenzintervall
LOCF: Last Observation Carried Forward
LS: Kleinste Quadrate
SD: Standardabweichung
SE: Standardfehler
Behandlungsintervalle wurden in einer vorab festgelegten explorativen Weise analysiert.
Abbildung 3: LS-Mittelwert-Veränderung der BCVA ermittelt durch ETDRS-Buchstaben-
Score vom Ausgangswert bis Woche 96 (vollständiges Analyseset) in der PULSAR-Studie+6,60+5,59+5,52
Wochen
Abbildung 4: Letztes vorgesehenes Behandlungsintervall in Woche 96
Gepoolte 8Q12- und 8Q16-Gruppen27,8 % Q2446,8 %≥Q2071,0 %19,0 % Q20 ≥Q1687,8 %≥Q1224,2 % Q1616,8 % Q1212,2 % Q8
Aflibercept zeigte in allen Dosierungen (8Q12, 8Q16, 2Q8) einen relevanten Anstieg im Vergleichzum Ausgangswert hinsichtlich des vorspezifizierten sekundären Wirksamkeitsendpunkts National
Eye Institute Visual Function Questionnaire (NEI VFQ-25).
Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede zwischen den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen beiden Veränderungen im Gesamtscore des NEI VFQ-25 in Woche 48 und Woche 96 im Vergleich zum
Ausgangswert festgestellt.
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit in den auswertbaren Subgruppen für Alter, Geschlecht,geographische Region, ethnische Herkunft, BCVA-Ausgangswert und Läsionstyp entsprachen den
Ergebnissen in der Gesamtpopulation.
LS-Mittelwert-Veränderung der
Sehschärfe (Buchstaben)
Die Wirksamkeit wurde im Allgemeinen bis Woche 96 aufrechterhalten.
Ergebnisse - PULSAR-Extensionsphase
Am Ende der Hauptphase der Studie in Woche 96 konnten die Patienten in die 60-wöchige, offene
Extensionsphase aufgenommen werden. 417 Patienten, die ursprünglich 8Q12 und 8Q16 zugeteiltwurden, erhielten weiterhin Eylea 114,3 mg/ml unter Beibehaltung ihrer letzten Intervalle.
208 Patienten, die zu Beginn der Studie ursprünglich 2Q8 zugeteilt wurden, wurden auf
Eylea 114,3 mg/ml umgestellt und begannen mit 12-wöchigen Intervallen. Die Behandlungsintervallekonnten basierend auf dem funktionellen und/oder dem morphologischen Befund des Arztes weiterangepasst werden.
Bei den Patienten, die ursprünglich 8Q12 und 8Q16 zugeteilt wurden, wurde der Behandlungseffektvon Eylea 114,3 mg/ml im Allgemeinen über drei Jahre (Woche 156) aufrechterhalten. Die mittlere
LS-Änderung gegenüber dem Ausgangswert in den gepoolten 8Q12- und 8Q16-Gruppen betrug+3,41 Buchstaben bei der BCVA und -148,05 Mikrometer bei der CRT in Woche 156.
Bei den Patienten, die ursprünglich 2Q8 zugeteilt wurden, war der Behandlungseffekt mit
Eylea 114,3 mg/ml ähnlich. Die mittlere LS-Änderung der BCVA gegenüber dem Ausgangswertbetrug +4,58 Buchstaben und -145,21 Mikrometer bei der CRT in Woche 156.
Patienten in den 8Q12- und 8Q16-Gruppen, die Woche 156 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 13,0 (13,5) bzw. 11,0 (12,2) Injektionen.
Patienten, die auf Eylea 114,3 mg/ml umgestellt wurden und Woche 156 abschlossen, erhielten im
Median (Mittelwert) insgesamt 18,0 (17,7) Injektionen, von denen 5,0 (4,9) Injektionen nach der
Umstellung auf Eylea 114,3 mg/ml innerhalb der 60 Wochen der Extensionsphase der Studieangewendet wurden.
Das Sicherheitsprofil in der Extensionsphase war insgesamt dem in der Hauptphase ähnlich.
Tabelle 5: Wirksamkeitsendpunkte der PULSAR-Extensionsphase in Woche 1568Q12 fortgeführt 8Q16 fortgeführt 2Q8 umgestellt aufmit mit Eylea 114,3 mg/ml
Wirksamkeitsendpunkte
Eylea 114,3 mg/ml Eylea 114,3 mg/ml (N = 208)(N = 185) (N = 190)
Veränderung der BCVA im Vergleich zum+3,57 Buchstaben +3,23 Buchstaben +4,58 Buchstaben
Ausgangswert (LS-Mittelwert)
Veränderung der CRT im Vergleich zum
- 148,42 Mikrometer -147,54 Mikrometer -145,21 Mikrometer
Ausgangswert (LS-Mittelwert)
Letztes vorgesehenes Behandlungsintervall A≥12 Wochen 76,2 % 78,4 % 78,5 %≥16 Wochen 53,5 % 62,1 % 42,5 %≥20 Wochen 37,8 % 42,6 % 16,1 %24 Wochen 23,8 % 24,2 % NA B
A basierend auf Patienten, die Woche 156 abschlossen
B NA für Patienten, die ursprünglich für 2Q8 randomisiert wurden, aufgrund des Studiendesigns/der
Studiendauer
DMÖStudienziele
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Eylea 114,3 mg/ml wurden in einer randomisierten,multizentrischen, doppelmaskierten, aktiv kontrollierten Studie (PHOTON) bei Patienten mit DMÖuntersucht.
Das primäre Ziel war die Untersuchung der Nicht-Unterlegenheit der Veränderung der BCVA bei
Patienten, die mit Eylea 114,3 mg/ml in Intervallen von 12 (8Q12) oder 16 (8Q16) Wochen im
Vergleich zu Eylea 40 mg/ml alle 8 Wochen behandelt wurden.
Sekundäre Ziele waren die Untersuchung der Wirkung von Eylea 114,3 mg/ml auf morphologischeund andere funktionelle Parameter im Vergleich zu Eylea 40 mg/ml sowie die Bewertung der
Sicherheit, Immunogenität und Pharmakokinetik von Aflibercept.
Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war die Veränderung der BCVA in Woche 48 im Vergleich zum
Ausgangswert, gemessen anhand des Early Treatment Diabetic Retinopathy Study (ETDRS)
Buchstaben-Scores.
Ein wichtiger sekundärer Endpunkt war die Veränderung der BCVA in Woche 60 im Vergleich zum
Ausgangswert.
Weitere sekundäre Endpunkte waren unter anderen der Anteil der Patienten, die in Woche 48mindestens 15 Buchstaben der BCVA im Vergleich zum Ausgangswert gewonnen haben, der Anteilder Patienten, die in Woche 48 einen ETDRS-Buchstaben-Score von mindestens 69 (ungefähres
Snellen Äquivalent 20/40) erreichten und die Veränderung des Gesamtscores des National Eye
Institute Visual Functioning Questionnaire-25 (NEI-VFQ-25) in Woche 48 im Vergleich zum
Ausgangswert.
In der PHOTON-Studie wurden insgesamt 658 Patienten behandelt. Die Patienten wurden im
Verhältnis 2:1:1 einer von 3 parallelen Behandlungsgruppen zugeordnet:
1. Anwendung von Eylea 114,3 mg/ml alle 12 Wochen (8Q12)2. Anwendung von Eylea 114,3 mg/ml alle 16 Wochen (8Q16)3. Anwendung von Eylea 40 mg/ml alle 8 Wochen (2Q8)
Patienten, die von anderen Anti-VEGF-Arzneimitteln auf Eylea 114,3 mg/ml umgestellt wurden,erhielten die letzte Injektion der vorherigen Behandlung mindestens 12 Wochen vor Beginn der
Behandlung mit Eylea 114.3 mg/ml.
Alle Patienten in den 8Q12- und 8Q16-Gruppen erhielten 3 initiale Injektionen und alle Patienten inder 2Q8-Gruppe erhielten 5 initiale Injektionen in 4-wöchigen Intervallen.
Das Intervall der 8Q12- und der 8Q16-Gruppen war gemäß Studienprotokoll zu verkürzen, wennbeide der folgenden Kriterien erfüllt waren:
1. Verlust von > 10 Buchstaben der BCVA ab Woche 12 in Verbindung mit anhaltendem oder sichverschlechterndem DMÖ und2. Zunahme der CRT um > 50 µm ab Woche 12.
Unabhängig davon, ob die Intervalle der Patienten in Jahr 1 beibehalten oder verkürzt wurden, warengemäß Studienprotokoll alle Patienten der 8Q12- und der 8Q16-Gruppen für eine
Intervallverlängerung (in 4-wöchigen Schritten) ab Woche 52 geeignet, wenn die folgenden Kriterienerfüllt waren:
1. Verlust von < 5 Buchstaben der BCVA ab Woche 12 und2. CRT < 300 µm mit SD-OCT gemessen (oder < 320 µm bei Messung einschließlich RPE).
Bei Patienten, welche die Kriterien für eine Intervallverkürzung oder -verlängerung nicht erfüllten,wurde das Dosierungsintervall beibehalten. Der Mindestabstand zwischen den Injektionen betrug inallen Gruppen 8 Wochen.
Patienten mit bilateraler Erkrankung konnten für das andere Auge eine Behandlung mit
Eylea 40 mg/ml erhalten.
Patientenmerkmale bei Studienbeginn
Die Patienten waren 24 bis 90 Jahre alt, wobei der Mittelwert 62,3 Jahre betrug.
Ungefähr 44 % (143/328) und 44 % (71/163) der Patienten, die in die 8Q12- bzw. 8Q16-Gruppenrandomisiert wurden, waren 65 Jahre oder älter, und ungefähr 11 % (36/328) und 14 % (14/163) waren75 Jahre oder älter.
Der Anteil der Patienten mit vorbehandeltem DMÖ war zwischen den Behandlungsgruppenausgeglichen (43,6 % in der 8Q12-, 43,6 % in der 8Q16- und 44,3 % in der 2Q8-Gruppe).
ErgebnissePatienten in den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen, die Woche 48 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 6,0 (6,0), 5,0 (5,0) bzw. 8,0 (7,9) Injektionen.
In Woche 48 behielten 91,0 % der Patienten in der 8Q12-Gruppe die Q12-Intervalle bei, während89,1 % der Patienten in der 8Q16-Gruppe die Q16-Intervalle beibehielten.
Patienten in den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen, die Woche 60 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 7,0 (7,0), 6,0 (6,0) bzw. 10,0 (9,8) Injektionen.
In Woche 60 wurde das Behandlungsintervall bei 42,6 % der Patienten in der 8Q12-Gruppe auf16 Wochen verlängert, und bei 34,2 % der Patienten in der 8Q16-Gruppe wurde das
Behandlungsintervall auf 20 Wochen verlängert.
Patienten in den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen, die Woche 96 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 9,0 (9,5), 8,0 (7,8) bzw. 14,0 (13,8) Injektionen.
In Woche 96 hatten in den gepoolten 8Q12- und 8Q16-Gruppen 72,4 % der Patienten ein
Behandlungsintervall von ≥16 Wochen, 44,3 % der Patienten ein Behandlungsintervall von≥20 Wochen und 26,8 % der Patienten ein Behandlungsintervall von 24 Wochen erreicht, wobei derfunktionelle und anatomische Befund erhalten blieben.
Die Behandlung mit Eylea (sowohl in der 8Q12- als auch der 8Q16-Gruppe) war der Behandlung mit2Q8 in Bezug auf den primären Wirksamkeitsendpunkt 'mittlere Veränderung der BCVA in
Woche 48“ und den wichtigen sekundären Wirksamkeitsendpunkt 'mittlere Veränderung der BCVAin Woche 60“ nicht unterlegen und klinisch gleichwertig. Der Behandlungseffekt von Eylea114,3 mg/ml auf die mittlere Veränderung der BCVA blieb bis Woche 96 erhalten.
Tabelle 6: Wirksamkeitsendpunkte der PHOTON-Studie
Eylea 8Q12 Eylea 8Q16 Eylea 2Q8
Wirksamkeitsendpunkte Woche(N = 328) (N = 163) (N = 167)
Veränderung der BCVA, ermittelt durch ETDRS-Buchstaben-Score im Vergleich zum Ausgangswert D
Arithmetisches Mittel (SD),8,77 (8,95) 7,86 (8,38) 9,21 (8,99)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 8,10 (0,61) 7,23 (0,71) 8,67 (0,73)
Differenz der LS-Mittelwerte -0,57 -1,44(95 % KI) A,B (-2,26; 1,13) (-3,27; 0,39)p-Wert (einseitiger Nicht-
Unterlegenheitstest mit einer Grenze < 0,0001 0,0031von 4 Buchstaben) A,B
Arithmetisches Mittel (SD),9,05 (9,27) 7,96 (9,14) 9,62 (9,58)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 8,52 (0,63) 7,64 (0,75) 9,40 (0,77)
Differenz der LS-Mittelwerte -0,88 -1,76(95 % KI) A,B 60(-2,67; 0,91) (-3,71; 0,19)p-Wert (einseitiger Nicht-
Unterlegenheitstest mit einer Grenze 0,0003 0,0122von 4 Buchstaben) A,B
Arithmetisches Mittel (SD),8,82 (9,93) 7,50 (9,86) 8,41 (11,10)beobachtet
LS-Mittelwert (SE) A 96 8,15 (0,63) 6,59 (0,77) 7,70 (0,89)
Differenz der LS-Mittelwerte 0,45 -1,11(95 % KI) A,B(-1,55; 2,45) (-3,27; 1,05)
Patienten, die einen ETDRS-Buchstaben-Score von mindestens 69 (ungefähres Snellen Äquivalent 20/40)erreichten D
Anteil (LOCF) 65,3 % 62,6 % 63,0 %
Adjustierte Differenz des Anteils 2,45 % -0,67 %(95 % KI) B,C (-6,47 %; (-11,16 %; 9,82 %)11,36 %)
Anteil (LOCF) 64,7 % 62,0 % 60,6 %
Adjustierte Differenz des Anteils 60 4,34 % 1,63 %(95 % KI) B,C (-4,72 %; (-8,91 %; 12,17 %)13,40 %)
Anteil (LOCF) 66,9 % 61,3 % 63,0 %
Adjustierte Differenz des Anteils 96 4,01 % -1,51 %(95 % KI) B,C (-4,99 %; (-11,91 %; 8,89 %)13,01 %)
Patienten mit einem Gewinn von mindestens 15 Buchstaben der BCVA im Vergleich zum Ausgangswert D
Anteil (LOCF) 18,7 % 16,6 % 23,0 %
Adjustierte Differenz des Anteils -4,64 % -7,14 %
Eylea 8Q12 Eylea 8Q16 Eylea 2Q8
Wirksamkeitsendpunkte Woche(N = 328) (N = 163) (N = 167)(95 % KI) B,C (-12,30 %; (-15,45 %; 1,17 %)3,02 %)
Anteil (LOCF) 21,5 % 16,0 % 26,1 %
Adjustierte Differenz des Anteils -5,01 % -10,78 %(95 % KI) B,C (-13,04 %; (-19,27 %; -2,29 %)3,02 %)
Anteil (LOCF) 24,5 % 19,6 % 26,1 %
Adjustierte Differenz des Anteils -1,88 % -7,07 %(95 % KI) B,C 96(-10,03 %; (-15,94 %; 1,80 %)6,28 %)
Letzte vorgesehene Behandlungsintervalle
Patienten mit ≥Q12 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-92,9 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 91,8 % 95,0 % n/a
Patienten mit ≥Q16 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-72,4 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 64,1 % 87,8 % n/a
Patienten mit ≥Q20 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-44,3 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 43,0 % 46,8 % n/a
Patienten mit Q24 Behandlungsintervall E
Anteil (gepoolte 8Q12- und 8Q16-26,8 % n/a
Gruppen) 96
Anteil 23,8 % 32,4 % n/a
A LS-Mittelwert, KI und p-Wert basierend auf einem MMRM mit der Messung des Ausgangswerts derbestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) als Kovariate, der Behandlungsgruppe als Faktor, der Visite und denbei der Randomisierung verwendeten Stratifizierungsvariablen (geographische Region, Kategorie BCVA-
Ausgangswert) als feste Faktoren sowie Termen für die Interaktion zwischen BCVA-Ausgangswert und
Visite und für die Interaktion zwischen Behandlung und Visite.
B Die absolute Differenz ist die Eylea 8Q12- bzw. 8Q16-Gruppe minus die 2Q8-Gruppe.
C Mantel-Haenszel gewichteter Behandlungsunterschied mit Stratifizierungsvariablen (geographische
Region, Kategorie BCVA-Ausgangswert), die bei der Randomisierung verwendet wurden; Berechnungdes KI approximativ mit der Normalverteilung.
D Vollständiges Analyseset
E Sicherheitsanalyseset; Patienten, die zum jeweiligen Zeitpunkt als abgeschlossen betrachtet werden
KI: Konfidenzintervall
LOCF: Last Observation Carried Forward
LS: Kleinste Quadrate
SD: Standardabweichung
SE: Standardfehler
Behandlungsintervalle wurden in einer vorab festgelegten explorativen Weise analysiert.
Abbildung 5: LS-Mittelwert-Veränderung der BCVA ermittelt durch ETDRS-Buchstaben-
Score vom Ausgangswert bis Woche 96 (vollständiges Analyseset) in der PHOTON-Studie+8,15+7,70+6,59
Wochen
Abbildung 6: Letztes vorgesehenes Behandlungsintervall in Woche 96
Gepoolte 8Q12- und 8Q16-Gruppen26,8 % Q2444,3 %≥Q2017,5 % Q20 72,4 %≥Q1692,9 %≥Q1228,1 % Q1620,5 % Q127,1 % Q8
Eylea zeigte in allen Dosierungen (8Q12, 8Q16, 2Q8) einen relevanten Anstieg im Vergleich zum
Ausgangswert hinsichtlich des vorspezifizierten sekundären Wirksamkeitsendpunkts National Eye
Institute Visual Function Questionnaire (NEI VFQ-25).
Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede zwischen den 8Q12-, 8Q16- und 2Q8-Gruppen beiden Veränderungen im Gesamtscore des NEI VFQ-25 in Woche 48 und Woche 96 im Vergleich zum
Ausgangswert festgestellt.
Die Ergebnisse zur Wirksamkeit in den auswertbaren Subgruppen für Alter, Geschlecht,geographische Region, ethnische Herkunft, BCVA-Ausgangswert, CRT-Ausgangswert und vorherige
DMÖ-Behandlung entsprachen den Ergebnissen in der Gesamtpopulation.
Die Wirksamkeit wurde im Allgemeinen bis Woche 96 aufrechterhalten.
LS-Mittelwert-Veränderung der
Sehschärfe (Buchstaben)
Die Behandlungseffekte in der Subgruppe vorbehandelter Patienten waren denen ähnlich, die beitherapienaiven Patienten beobachtet wurden.
Ergebnisse - PHOTON-Extensionsphase
Am Ende der Hauptphase der Studie in Woche 96 konnten die Patienten in die 60-wöchige, offene
Extensionsphase aufgenommen werden. 195 Patienten, die ursprünglich 8Q12 und 8Q16 zugeteiltwurden, erhielten weiterhin Eylea 114,3 mg/ml unter Beibehaltung ihrer letzten Intervalle.
70 Patienten, die zu Beginn der Studie ursprünglich 2Q8 zugeteilt wurden, wurden auf
Eylea 114,3 mg/ml umgestellt und begannen mit 12-wöchigen Intervallen. Die Behandlungsintervallekonnten basierend auf dem funktionellen und/oder dem morphologischen Befund des Arztes weiterangepasst werden.
Bei den Patienten, die ursprünglich 8Q12 und 8Q16 zugeteilt wurden, wurde der Behandlungseffektvon Eylea 114,3 mg/ml im Allgemeinen über drei Jahre (Woche 156) aufrechterhalten. Die mittlere
LS-Änderung gegenüber dem Ausgangswert in den gepoolten 8Q12- und 8Q16-Gruppen betrug+7,2 Buchstaben bei der BCVA und -192,4 Mikrometer bei der CRT in Woche 156.
Bei den Patienten, die ursprünglich 2Q8 zugeteilt wurden, war der Behandlungseffekt mit
Eylea 114,3 mg/ml ähnlich. Die mittlere LS-Änderung der BCVA gegenüber dem Ausgangswertbetrug +6,5 Buchstaben und -197,4 Mikrometer bei der CRT in Woche 156.
Patienten in den 8Q12- und 8Q16-Gruppen, die Woche 156 abschlossen, erhielten im Median(Mittelwert) 13,0 (13,2) bzw. 11,0 (11,4) Injektionen.
Patienten, die auf Eylea 114,3 mg/ml umgestellt wurden und Woche 156 abschlossen, erhielten im
Median (Mittelwert) insgesamt 19,0 (18,6) Injektionen, von denen 5,0 (4,8) Injektionen nach der
Umstellung auf Eylea 114,3 mg/ml innerhalb der 60 Wochen der Extensionsphase der Studieangewendet wurden.
Das Sicherheitsprofil in der Extensionsphase war insgesamt dem in der Hauptphase ähnlich.
Tabelle 7: Wirksamkeitsendpunkte der PHOTON-Extensionsphase in Woche 1568Q12 fortgeführt 8Q16 fortgeführt 2Q8 umgestellt aufmit mit Eylea 114,3 mg/ml
Wirksamkeitsendpunkte
Eylea 114,3 mg/ml Eylea 114,3 mg/ml (N = 70)(N = 103) (N = 49)
Veränderung der BCVA im Vergleich zum+6,8 Buchstaben +8,1 Buchstaben +6,5 Buchstaben
Ausgangswert (LS-Mittelwert)
Veränderung der CRT im Vergleich zum
- 190,3 Mikrometer -198,1 Mikrometer -197,4 Mikrometer
Ausgangswert (LS-Mittelwert)
Letztes vorgesehenes Behandlungsintervall A≥12 Wochen 85,4 % 91,8 % 82,8 %≥16 Wochen 62,1 % 81,6 % 50,0 %≥20 Wochen 40,8 % 63,3 % 19,0 %24 Wochen 20,4 % 42,9 % NA B
A basierend auf Patienten, die Woche 156 abschlossen
B NA für Patienten, die ursprünglich für 2Q8 randomisiert wurden, aufgrund des Studiendesigns/der
Studiendauer
Kinder und JugendlicheDie Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Aflibercept eine Freistellung von der Verpflichtung zur
Vorlage von Ergebnissen zu Studien in allen pädiatrischen Altersklassen bei der nAMD und beim
DMÖ gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bzgl. Informationen zur Anwendung bei Kindern und
Jugendlichen).