Angewendet bei: Prävention von Erkrankungen der unteren Atemwege durch das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bei Neugeborenen und Sä
Art der Anwendung: Injektion
Substanz: Clesrovimab (antiviraler monoklonaler Antikörper)
ATC: J06BD10 (Antiinfektiva zur Systemischen Anwendung | Immunglobuline | Antivirale monoklonale Antikörper)
Bei Nierenerkrankungen kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.
Risiko einer schweren allergischen Reaktion. Suchen Sie bei schweren Symptomen sofort medizinische Hilfe.
Dieses Arzneimittel kann wichtige Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben.
Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.
Während der Stillzeit nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Während der Schwangerschaft nur auf ärztliche Empfehlung anwenden.
Clesrovimab ist ein monoklonaler Antikörper zur Vorbeugung von Erkrankungen der unteren Atemwege durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bei Neugeborenen und Säuglingen in ihrer ersten RSV-Saison. Es ist kein Impfstoff und behandelt keine bereits bestehende RSV-Infektion; es liefert fertige Antikörper für einen raschen passiven Schutz.
Der Wirkstoff bindet an das F-Protein auf der Oberfläche von RSV. Dieses Protein braucht das Virus, um in Körperzellen einzudringen. Durch die Blockade kann Clesrovimab das Risiko für Bronchiolitis, Lungenentzündung, Atemnot, Arztbesuche und Krankenhausaufnahmen senken. Die Anwendung ist vor allem in der RSV-Saison, meist Herbst bis Frühjahr, relevant.
Clesrovimab wird von medizinischem Fachpersonal einmalig als intramuskuläre Injektion verabreicht, meist in den Oberschenkel. Es kann ab der Geburt bei Kindern gegeben werden, die während der RSV-Saison geboren werden, oder vor Beginn ihrer ersten RSV-Saison. Informieren Sie den Arzt, wenn das Kind jemals schwere allergische Reaktionen auf Arzneimittel oder Injektionen hatte.
Mögliche Nebenwirkungen sind Rötung, Schwellung oder Beschwerden an der Einstichstelle sowie Hautausschlag. Schwere allergische Reaktionen sind selten, aber möglich. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Atemnot, Schwellung von Gesicht, Lippen oder Zunge, blaue Lippen, Schläfrigkeit, sehr schlechte Nahrungsaufnahme, Zeichen von Austrocknung oder Fieber mit deutlich schlechtem Allgemeinzustand auftreten.
Enflonsia 105 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze
Jede Fertigspritze enthält 105 mg Clesrovimab in 0,7 ml.
Clesrovimab ist ein vollständig humaner monoklonaler Immunglobulin-G1-kappa (IgG1κ)-Antikörper,der mittels rekombinanter DNA-Technologie in Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters (CHO-
Zellen) hergestellt wird.
Sonstiger Bestandteil mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 0,14 mg Polysorbat 80 in jeder Dosis von 105 mg (0,7 ml).
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Injektionslösung (Injektion)
Klare bis leicht schimmernde, farblose bis leicht gelbliche Lösung mit einem pH-Wert von 5,5 - 6,5und einer Osmolalität von 320 - 420 mOsm/kg.
Enflonsia ist indiziert zur Prävention von Respiratorischen-Synzytial-Virus(RSV)-Erkrankungen derunteren Atemwege bei Neugeborenen und Säuglingen während ihrer ersten RSV-Saison.
Enflonsia sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
Neugeborene und Säuglinge: erste RSV-Saison
Die empfohlene Dosis beträgt 105 mg, die als Einmalinjektion zu 0,7 ml intramuskulär (i.m.)angewendet wird.
Enflonsia ist bei Neugeborenen und Säuglingen, die während der RSV-Saison geboren werden, nachder Geburt anzuwenden. Bei Säuglingen, die außerhalb der RSV-Saison geboren werden, ist eseinmalig vor Beginn ihrer ersten RSV-Saison anzuwenden (siehe Abschnitt 5.1).
Die Dosierung bei Säuglingen mit einem Körpergewicht zwischen 0,5 kg und 1,1 kg basiert auf
Extrapolation; klinische Daten liegen nicht vor. Bei Säuglingen unter 1,1 kg ist mit höheren
Expositionen zu rechnen als bei Säuglingen mit höherem Gewicht. Die Vorteile und Risiken von
Clesrovimab für Säuglinge mit einem Gewicht von < 1,1 kg sind sorgfältig abzuwägen.
Für extrem frühgeborene Säuglinge (Gestationsalter [GA] < 29 Wochen), deren chronologisches Alterunter 8 Wochen liegt, liegen nur begrenzte klinische Daten vor. Für Säuglinge mit einempostmenstruellen Alter (GA plus chronologisches Alter) unter 32 Wochen liegen keine klinischen
Daten vor (siehe Abschnitt 5.1).
Säuglinge, bei denen eine Herzoperation mit einem kardiopulmonalen Bypass durchgeführt wird
Bei Säuglingen, bei denen während der RSV-Saison eine Herzoperation mit einem kardiopulmonalen
Bypass durchgeführt wird, wird eine zusätzliche Dosis von 105 mg empfohlen, sobald der Säuglingnach der Operation stabil ist, um einen ausreichenden Clesrovimab-Serumspiegel sicherzustellen.
Kinder im Alter von 1 Jahr bis 18 Jahre
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Clesrovimab bei Kindern im Alter von 1 bis 18 Jahren ist nichterwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Art der AnwendungEnflonsia darf ausschließlich als intramuskuläre Injektion angewendet werden.
Das Arzneimittel ist intramuskulär durch eine medizinische Fachkraft im anterolateralen Bereich des
Oberschenkels anzuwenden. Es sollte nicht in den Glutealmuskelbereich oder in Bereiche injiziertwerden, in denen sich ein großer Nervenstamm und/oder ein Blutgefäß befinden könnte.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen
Bestandteile.
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des
Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiertwerden.
Überempfindlichkeit einschließlich AnaphylaxieWenn Anzeichen und Symptome einer klinisch signifikanten Überempfindlichkeitsreaktion oder
Anaphylaxie auftreten, ist eine geeignete Behandlung und/oder eine unterstützende Therapieeinzuleiten.
Personen mit Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen
Wie bei allen intramuskulären Injektionen sollte Clesrovimab bei Säuglingen mit Thrombozytopenieoder einer Gerinnungsstörung mit Vorsicht verabreicht werden, da es bei diesen Personen nach einerintramuskulären Verabreichung zu Blutungen oder Hämatomen kommen kann.
Sonstige Bestandteile mit bekannter WirkungDieses Arzneimittel enthält 0,14 mg Polysorbat 80 pro Dosis. Polysorbate können allergische
Reaktionen hervorrufen.
Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Monoklonale Antikörper habentypischerweise kein signifikantes Interaktionspotenzial, da sie Cytochrom-P450-Enzyme nicht direktbeeinflussen und keine Substrate hepatischer oder renaler Transporter sind. Indirekte Effekte auf
Cytochrom-P450-Enzyme sind unwahrscheinlich, da das Ziel von Clesrovimab ein exogenes Virus ist.
Clesrovimab hat keinen Einfluss auf den diagnostischen Nachweis mittels Reverse Transkriptase-
Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) oder auf RSV-Antigen-Schnelltests, die kommerziellerhältliche Antikörper verwenden, die auf die Antigenstelle 0, I, II, III oder V des RSV-
Fusionsproteins (F) abzielen. Sind die Ergebnisse eines RSV-Diagnosetests mittels Antigen-
Schnelltests negativ, obwohl klinische Beobachtungen mit einer RSV-Infektion vereinbar sind, wirdempfohlen, dies durch einen RT-PCR-basierten Test zu bestätigen.
Gleichzeitige Anwendung mit Kinderimpfstoffen
Da Clesrovimab ein monoklonaler Antikörper zur RSV-spezifischen passiven Immunisierung ist, istnicht zu erwarten, dass es die aktive Immunantwort auf gleichzeitig angewendete Impfstoffebeeinflusst.
Zur gleichzeitigen Verabreichung mit Impfstoffen liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. In klinischen
Studien, in denen Clesrovimab zusammen mit üblichen Kinderimpfstoffen angewendet wurde, war das
Sicherheitsprofil des gleichzeitig angewendeten Regimes ähnlich dem Sicherheitsprofil, wenn
Clesrovimab und die Kinderimpfstoffe getrennt voneinander angewendet wurden. Clesrovimab kanngleichzeitig mit Kinderimpfstoffen angewendet werden.
Wenn Clesrovimab gleichzeitig mit Impfstoffen zur Injektion angewendet wird, ist es in einergetrennten Spritze und an einer anderen Injektionsstelle zu injizieren. Es ist nicht mit Impfstoffen oderanderen Arzneimitteln in derselben Spritze oder Durchstechflasche zu mischen (siehe Abschnitt 6.2).
Es liegen keine Daten hinsichtlich des Austauschs von Palivizumab durch Clesrovimab vor, soferneine Prophylaxebehandlung mit Palivizumab für die RSV-Saison begonnen wird.
Nicht zutreffend.
Nicht zutreffend.
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Schmerzen an der Injektionsstelle (6,5 %),
Erythem an der Injektionsstelle (4,4 %), Schwellung an der Injektionsstelle (3,2 %) und Ausschlag(2,3 %). Die meisten (> 96 %) Nebenwirkungen waren von leichter bis mittlerer Intensität.
Tabellarische Auflistung der NebenwirkungenDie Sicherheit wurde an 2 854 Säuglingen untersucht, die Clesrovimab in klinischen Studien der
Phase 2b/3 und Phase 3 erhielten (Studie 004 bzw. Studie 007) (siehe Abschnitt 5.1).
Tabelle 1 zeigt die Nebenwirkungen, die bei 2 409 frühgeborenen und reifgeborenen Säuglingen(Gestationsalter [GA] ≥ 29 Wochen), die Clesrovimab erhielten, berichtet wurden.
Nebenwirkungen, die unter Clesrovimab berichtet wurden, sind nach MedDRA-Systemorganklassenklassifiziert und nach abnehmender Häufigkeit aufgelistet. Die Häufigkeitsangaben zu
Nebenwirkungen sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich(≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt(Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Tabelle 1: Nebenwirkungen
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Erkrankungen der Haut und des Ausschlag* Häufig
Unterhautgewebes Urtikaria Gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen und Schmerzen an der Injektionsstelle† Häufig
Beschwerden am Verabreichungsort Erythem an der Injektionsstelle† Häufig
Schwellung an der Injektionsstelle† Häufig
*Ausschlag wurde mittels der folgenden zusammengefassten bevorzugten Begriffe definiert, die innerhalb von 14 Tagennach der Gabe auftraten: Ausschlag, erythematöser Ausschlag, papulöser Ausschlag, makulo-papulöser Ausschlag,vesikulärer Ausschlag, allergische Dermatitis und Medikamentenausschlag.†Strukturiert erfragt an Tag 1 bis Tag 5 nach Anwendung der Dosis
Das Sicherheitsprofil von Clesrovimab bei 445 Säuglingen mit einem erhöhten Risiko für eineschwere RSV-Erkrankung in ihrer ersten Saison (Studie 007, siehe Abschnitt 5.1) war dem von
Palivizumab (450 Säuglinge) ähnlich und entspricht dem Sicherheitsprofil von Clesrovimab bei
Säuglingen in Studie 004.
Schwerwiegende Nebenwirkungen, über die bei sehr frühgeborenen Säuglingen mit einem
Gestationsalter < 29 Wochen berichtet wurde, waren hinsichtlich Anzahl und Art zwischen den
Empfängern von Clesrovimab (21/97 Teilnehmer) und Palivizumab (31/108 Teilnehmer) ähnlich.
Subgruppenanalysen nach Altersgruppen bei der Randomisierung (< 3 Monate; ≥ 3 bis ≤ 6 Monateund > 6 Monate) in Studie 004 und Studie 007 zeigten ähnliche Sicherheitsprofile in den Clesrovimab-und Kontrollgruppen (siehe Abschnitt 5.1) über die Altersgruppen hinweg in jeder Studie.
Meldung des Verdachts auf NebenwirkungenDie Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sieermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung überin Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen.
Es gibt keine spezifische Behandlung für eine Überdosierung mit Clesrovimab. Im Fall einer
Überdosierung sollte das Kind hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen überwacht werdenund, falls erforderlich, eine symptomatische Behandlung erhalten.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsera und Immunglobuline, antivirale monoklonale
Antikörper, ATC-Code: J06BD10
WirkmechanismusClesrovimab ist ein vollständig humaner, neutralisierender monoklonaler Immunglobulin-G1-kappa(IgG1κ)-Antikörper mit einer dreifachen Aminosäuresubstitution (YTE) in der Fc-Region, was die
Bindung an den neonatalen Fc-Rezeptor erhöht und so zu einer verlängerten Serumhalbwertszeit führt.
Clesrovimab sorgt für passive Immunisierung, indem es das Fusionsprotein (F) der äußeren RSV-
Membran angreift und so das Eindringen des Virus in die Zellen verhindert.
Clesrovimab bindet an ein konserviertes Epitop an der Antigenbindungsstelle IV des Fusions-F-
Proteins. Clesrovimab bindet sowohl an das RSV-Präfusions-F-Glykoprotein als auch an das
Postfusions-F-Glykoprotein mit Gleichgewichtdissoziationskonstanten von KD = 71 pM bzw.480 pM.
RSV-A- und -B-Isolate wurden in vitro durch Clesrovimab gleich wirksam neutralisiert.
Pharmakodynamische WirkungenMithilfe eines In-vitro-Infektionsneutralisationstests wurde die Wirksamkeit von Clesrovimab gegendie RSV-Stämme A und B unter Verwendung von HEp-2-Zellen bestimmt. Im Labor neutralisierte
Clesrovimab RSV-A- und RSV-B-Stämme mit IC50 (mittlere inhibitorische Konzentration) ± SD-
Werten (Standardabweichung) von 6,0 ± 4,3 bzw. 3,0 ± 2,0 ng/ml.
Clesrovimab wurde anhand eines ähnlichen in-vitro-Tests auf seine Fähigkeit untersucht, 47 klinische
RSV-Isolate zu neutralisieren. Die IC50-Werte reichten von 0,18 ng/ml bis 11,11 ng/ml für RSV-A undvon 0,58 ng/ml bis 29,65 ng/ml für RSV-B. Der Pool der klinischen Isolate bestand aus einem breiten
Spektrum klinischer RSV, die zwischen 1987 und 2016 isoliert wurden. Aktuelle klinische Isolate(RSV A und RSV B) aus den Jahren 2016 bis 2021 wurden im Vergleich zu den Referenz-RSV-
Stämmen gleich wirksam durch Clesrovimab neutralisiert. Clesrovimab neutralisiert das Virus, ohnedass eine Fc-Effektor-Funktion erforderlich ist.
Antivirale ResistenzIn der Zellkultur
Monoklonale antikörperresistente Virusmutanten (MARMs) wurden nach serieller Infektion in
Zellkulturen mit RSV-A oder RSV-B identifiziert. Nach 6 Runden serieller Infektion wurden vier
RSV-Stamm-A-MARMs für Clesrovimab erzeugt. Die 4 MARM-Viren wurden vor ihrer
Charakterisierung weiteren 3 Runden serieller Infektion unterzogen. Die 4 RSV-A-MARMs wurdensequenziert und wiesen Substitutionen in der für Clesrovimab bekannten Bindungsepitopregion
G446E, S443P und K445N, S443P und G446E oder S443P auf. Ein in-vitro-Test bestätigte, dass
Clesrovimab die 4 MARMs nicht neutralisieren konnte. Ein RSV-B-MARM wurde nach 9 Rundenserieller Infektion identifiziert. Es wurde festgestellt, dass das RSV-B-MARM eine Substitution in derfür Clesrovimab bekannten Bindungsepitopregion S443P aufwies.
In Beobachtungsstudien
In Sequenzen, die in der GenBank-Datenbank gemeldet waren, war das RSV-Bindungsepitop für
Clesrovimab hoch konserviert (99,8 %). Dreizehn Clesrovimab-Epitopvarianten wurden identifiziert,darunter 1 Variante, I432T, die in 5 RSV-A- und 1 RSV-B-Probe (0,04 %) identifiziert wurde. Diese
Variante reduzierte die neutralisierenden Aktivitäten von Clesrovimab um das 4-Fache (RSV-A) und1,6-Fache (RSV-B). Die Variante I432T zeigte eine verringerte Aktivität im Vergleich zum Wildtyp-
Virus. Zwei RSV-A-MARMs wurden mit einer Substitution an Position 446 (G446E) identifiziert.
Diese Substitution wurde in 3 GenBank-Varianten-RSV-A-F-Sequenzen (0,02 %) in der Datenbankgefunden. Die in-vitro-Daten für das RSV A-MARM-Virus mit der G446E-Substitution weisen aufeine verringerte Aktivität im Vergleich zum Wildtyp-RSV-Stamm-A hin und es ist wenigerwahrscheinlich, dass es die Zirkulation in aufeinanderfolgenden Saisons dominiert als der Wildtyp.
In einer globalen Überwachungsstudie, die zwischen 2019 und 2023 in 8 Ländern durchgeführt wurde,die sowohl die nördliche als auch die südliche Hemisphäre umfassten, war die Clesrovimab-
Bindungsstelle hochkonserviert (100 %). Es wurden 652 RSV-positive klinische Proben von Personenunterschiedlichen Alters gesammelt. Davon bestanden die 555 RSV-positiven sequenziertenklinischen Proben aus 300 RSV A (54 %) und 255 RSV B (46 %). In der Clesrovimab-Bindungsstellewurden keine Sequenzvarianten identifiziert.
In klinischen StudienIn Studie 004 und Studie 007 waren Resistenzsubstitutionen nicht mit der Entwicklung einer RSV-assoziierten Erkrankung verbunden. Virale genotypische Testung von RSV-positiven Nasenabstrichenzeigten, dass die Mehrheit der Substitutionen der Clesrovimab-Bindungsstelle (IV) den Rest G446betraf, was zu folgenden Substitutionen führte: G446E, G446R oder G446W (RSV A) und G446Eoder G446R (RSV B). Die G446E-Substitution wurde zuvor in der GenBank-Datenbank und der RSV-
MARM-Studie gefunden. In Studie 004 gab es einen Fall einer RSV-assoziierten Hospitalisierung(RSV A) mit der Substitution G446W. Es gab keine Fälle einer RSV-assoziierten, medizinischbetreuten unteren Atemwegsinfektion (medically attended lower respiratory infection, MALRI), dieim Zusammenhang mit einer G446-Substitution stand. In Studie 007 wiesen ein Fall von RSV-assoziierter MALRI (RSV A) und ein Fall von RSV-assoziierter schwerer MALRI (RSV B) bei
Clesrovimab-Teilnehmern innerhalb von 2 Wochen nach der Gabe die G446R-Substitution auf. Im
Placebo- oder Palivizumab-Behandlungsarm wurden keine G446-Substitutionen festgestellt.
KreuzresistenzClesrovimab neutralisierte sowohl Palivizumab- als auch Nirsevimab-resistente Isolate. Clesrovimabwar 5,2-mal bzw. 1,7-mal wirksamer gegen die N262Y RSV A- und RSV B-Palivizumab-resistentenklinischen Isolatstämme im Vergleich zu den RSV A- bzw. B-Referenzstämmen. Nirsevimab-resistente Mutanten von RSV B-Stämmen (N208S, I64T+K68E, I64T+K68E+I206M+Q209R), die inder Klinik beobachtet wurden, wurden durch Clesrovimab im Vergleich zum RSV B-Wildtyp-
Kontrollvirus gleich wirksam neutralisiert. Die Wirksamkeit gegen L204S+I206M+Q209R+S211N
RSV B-Mutante war aufgrund unzureichenden Wachstums des Virus nicht bestimmbar.
ImmunogenitätIn Studie 004 und Studie 007 waren 12,0 % (124/1 033) bzw. 13,0 % (34/261) der Teilnehmer, die
Clesrovimab erhielten, bis Tag 240 Anti-Drug-Antikörper (ADA)-positiv.
Es wurden keine Auswirkungen von ADA auf die Pharmakokinetik, die RSV-
Serumneutralisierungsaktivität oder die Sicherheit von Clesrovimab während der ersten RSV-Saisonfestgestellt. Der Einfluss von ADA auf die Wirksamkeit konnte nicht festgestellt werden.
Klinische WirksamkeitDie Wirksamkeit und Sicherheit von Clesrovimab wurden in den klinischen Studien 004 und 007 bei
Frühgeborenen und Reifgeborenen untersucht.
Wirksamkeit gegen RSV-assoziierte MALRI, Hospitalisierung und schwere MALRI bei Neugeborenenund Säuglingen zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison (Studie 004)
Studie 004 war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, multizentrische Studie der
Phase 2b/3, die in 22 Ländern der nördlichen und südlichen Hemisphäre durchgeführt wurde, um die
Wirksamkeit von Clesrovimab bei gesunden frühgeborenen und mittelfrühgeborenen Säuglingen (≥ 29bis < 35 Wochen GA) sowie spät frühgeborenen und reifgeborenen Säuglingen (≥ 35 Wochen GA) zuuntersuchen. Die Teilnehmer wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten per intramuskulärer
Injektion eine 105 mg-Dosis Clesrovimab (n = 2 412, darunter 422 frühgeborene undmittelfrühgeborene Säuglinge) oder ein Placebo mit Kochsalzlösung (n = 1 202, darunter209 frühgeborene und mittelfrühgeborene Säuglinge).
Unter den Teilnehmern, die Clesrovimab oder eine Kochsalzlösung als Placebo erhielten, betrug dasmediane Alter der Säuglinge 3,1 Monate (Bereich: 0 bis 12 Monate); 14,9 % waren ≤ 1 Monat alt;34,5 % waren > 1 bis ≤ 3 Monate alt; 30,6 % waren > 3 bis ≤ 6 Monate alt; 20,1 % waren > 6 Monatealt und 51,1 % waren männlich. Von diesen Teilnehmern hatten 17,5 % eine GA von mindestens29 Wochen bis weniger als 35 Wochen und 82,5 % eine GA von mindestens 35 Wochen. Das mediane
Körpergewicht betrug 5,8 kg (Bereich: 1,6 bis 11,9 kg). Die ethnische Verteilung war wie folgt:
45,2 % waren Weiße; 26,6 % waren Asiaten; 13,8 % waren Schwarze oder Afroamerikaner; 12,2 %gehörten mehreren ethnischen Zugehörigkeiten an und 1,9 % waren amerikanische Indigene oder
Ureinwohner Alaskas; 28,1 % waren hispanischer oder lateinamerikanischer Abstammung.
Der primäre Endpunkt war die Inzidenz einer mit RSV-assoziierter MALRI, charakterisiert durch
Husten oder Atembeschwerden und erforderlichem ≥ 1 LRI-Indikator (Giemen,
Lungenrasseln/Knistern) oder Schweregrad (Trichterbrust/Retraktion, Hypoxämie, Tachypnoe,
Dehydratation wegen Atemwegssymptomen) bis 150 Tage nach Anwendung. Medizinisch betreut(Medically attended; MA) umfasst alle Besuche von medizinischem Fachpersonal in Einrichtungenwie Ambulanzen, klinischen Studienzentren, der Notaufnahme, dem Notfallzentrum und/oder dem
Krankenhaus. Das statistische Erfolgskriterium erforderte eine Untergrenze des 95 %-KI der
Wirksamkeit von über 25 %.
RSV-bedingte Hospitalisierung bis 150 Tage nach der Anwendung und RSV-bedingte MALRI bis180 Tage nach der Anwendung wurden ebenfalls als sekundäre Endpunkte ausgewertet. Als RSV-bedingte Hospitalisierung galt eine Hospitalisierung aufgrund von Atemwegssymptomen mit einempositiven RSV-Test. Für RSV-bedingte Hospitalisierung bis 150 Tage war als statistisches
Erfolgskriterium eine Untergrenze des 95 %-KI der Wirksamkeit von über 0 % erforderlich.
RSV-assoziierte schwere MALRI, ein vorab festgelegter explorativer Endpunkt, gekennzeichnet durch1) Husten oder Atembeschwerden und 2) schwere Hypoxämie oder die Notwendigkeit vonzusätzlichem Sauerstoff oder mechanischer Beatmungsunterstützung, wurde bis 150 Tage nach der
Anwendung ausgewertet.
Alle ausgewerteten Wirksamkeitsendpunkte erforderten eine RSV-positive RT-PCR-
Nasopharyngealprobe (NP).
Tabelle 2 zeigt die Wirksamkeitsergebnisse für RSV-assoziierte Krankheitsendpunkte in der
Reihenfolge zunehmender Schwere bei frühgeborenen und reifgeborenen Säuglingen von Tag 1 bis
Tag 150 nach der Anwendung.
Tabelle 2: Inzidenz von RSV-assoziierter Erkrankung bei frühgeborenen und reifgeborenen
Säuglingen Tag 1 bis Tag 150 nach der Anwendung der Dosis (Studie 004)
RSV-assoziierter Clesrovimab Placebo
Endpunkt (n=2 398) (n=1 201) Wirksamkeit(95 %-KI)*
Inzidenzrate
Inzidenzrate
Fallzahl Fallzahl überüber 5 Monate5 Monate
MALRI (erfordert 60,4 % (44,1; 71,9)≥ 1 LRI-Indikator 60 0,026 74 0,065 †oder Schweregrad)
Hospitalisierung‡ 84,2 % (66,6; 92,6)9 0,004 28 0,024 †
Schwere MALRI§ 2 0,001 12 0,01 91,7 % (62,9; 98,1)n=Anzahl der Teilnehmer, die für die Aufnahme in die vollständige Analysepopulation infrage kommen.
*Basierend auf der relativen Risikoreduktion gegenüber Placebo. Schätzung und 95 %-KI der Wirksamkeit wurden anhandder modifizierten Poisson-Regression mit robuster Varianzmethode geschätzt.†Vordefinierte kontrollierte Multiplizität; p-Wert < 0,001.‡Eine explorative Analyse bewertete RSV-assoziierte LRI- Hospitalisierung, die durch Husten oder Atembeschwerdengekennzeichnet waren und ≥ 1 Indikator für LRI oder Schweregrad bei hospitalisierten Säuglingen mit einer RSV-positiven
RT-PCR-NP-Probe (5 Fälle/2 398 im Clesrovimab-Arm und 27 Fälle/1 201 im Placebo-Arm; Endpunkt nichtmultiplizitätskontrolliert) erforderten. Die geschätzte Wirksamkeit lag bei 90,9 % (95 %-KI: 76,2; 96,5).§Explorativer Wirksamkeitsendpunkt, ohne Kontrolle der Multiplizität.
Subgruppenanalysen des primären Wirksamkeitsendpunkts der RSV-assoziierter MALRI nach
Gestationsalter, chronologischem Alter, Körpergewicht, Geschlecht, Ethnie und Region zeigten
Ergebnisse, die mit der Gesamtbevölkerung übereinstimmten.
Bei einer Analyse über 180 Tage nach der Anwendung lag die geschätzte Wirksamkeit für RSV-assoziierte MALRI (für die ≥ 1 Indikator für LRI oder Schweregrad erforderlich ist) bei 59,5 % (95 %-
KI: 43,3; 71,1).
Die Inzidenzraten von RSV-assoziierter MALRI (für die ≥ 1 Indikator für LRI oder Schweregraderforderlich ist) in der zweiten Saison ohne zusätzliche Prophylaxe (zwischen Tag 365 und Tag 515nach der Anwendung) waren zwischen Clesrovimab-Empfängern (53 Ereignisse/1008 Teilnehmer,
Inzidenz = 0,055 über 5 Monate) und Placebo-Empfängern (26 Ereignisse/501 Teilnehmer, Inzidenz =0,054 über 5 Monate) ähnlich.
Wirksamkeit gegen RSV-bedingte MALRI und Hospitalisierung bei Säuglingen mit erhöhtem Risikofür eine schwere RSV-Erkrankung zu Beginn ihrer ersten RSV-Saison (Studie 007)
Studie 007 ist eine randomisierte, teilweise verblindete, Palivizumab-kontrollierte, multizentrische
Studie der Phase 3, die in 27 Ländern der nördlichen und südlichen Hemisphäre durchgeführt wurde,um die Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von Clesrovimab bei frühgeborenen(< 29 Wochen GA) oder mittelfrühgeborenen Säuglingen (≥ 29 bis ≤ 35 Wochen GA) und Säuglingenmit chronischer Lungenerkrankung aufgrund von Frühgeburt oder angeborenem Herzfehler jeglicher
GA, die bei Eintritt in ihre erste RSV-Saison ein erhöhtes Risiko für eine schwere RSV-Erkrankunghaben, zu bewerten. Die Teilnehmer wurden randomisiert und erhielten Clesrovimab (n=446, darunter176 Säuglinge mit chronischer Lungenerkrankung (CLD) aufgrund von Frühgeburt oderhämodynamisch signifikantem angeborenen Herzfehler (CHD) und 270 frühgeborene odermittelfrühgeborene Säuglinge (≤ 35 Wochen GA) ohne CLD durch Frühgeburt oder CHD) oder
Palivizumab (n=450, darunter 175 Säuglinge mit CLD aufgrund von Frühgeburt oder CHD und275 frühgeborene oder mittelfrühgeborene Säuglinge (≤ 35 Wochen GA) ohne CLD aufgrund von
Frühgeburt oder CHD) per intramuskulärer Injektion. Die Teilnehmer, die für Clesrovimabrandomisiert waren, erhielten an Tag 1 eine einmalige Dosis von 105 mg, gefolgt von einer Dosis
Placebo einen Monat später; Palivizumab wurde an Tag 1 und danach jeden Monat angewendet,insgesamt 3 bis 5 Dosen von 15 mg/kg.
Unter den Teilnehmern, die Clesrovimab oder Palivizumab erhielten, betrug das mediane Alter der
Säuglinge 2,5 Monate (Bereich: 0 bis 12 Monate); 14,3 % waren ≤ 1 Monat alt; 44,3 % waren > 1 bis≤ 3 Monate alt; 30,6 % waren > 3 bis ≤ 6 Monate alt; 10,8 % waren > 6 Monate alt und 49,8 % warenmännlich. Von diesen Teilnehmern hatten 27,9 % CLD, 11,3 % hatten CHD, 5,6 % hatten eine GAvon weniger als 29 Wochen und weder eine CLD noch eine CHD und 55,2 % hatten ein GA vonmindestens 29 Wochen und weder eine CLD noch eine CHD. Das mediane Körpergewicht betrug3,3 kg (Bereich: 1,1 bis 9,6 kg). Die ethnische Verteilung war wie folgt: 52,2 % waren Weiße;18,1 waren Asiaten; 15,4 % waren Schwarze oder Afroamerikaner; 12,2 % gehörten mehrerenethischen Zugehörigkeiten an und 1,3 % waren amerikanische Indigene oder Ureinwohner Alaskas;31,7 % waren hispanischer oder lateinamerikanischer Abstammung.
Die Wirksamkeit von Clesrovimab bei Säuglingen mit erhöhtem Risiko für eine schwere RSV-
Erkrankung wurde durch Extrapolation der Wirksamkeit von Clesrovimab von Studie 004 auf
Studie 007 auf der Grundlage pharmakokinetischer Exposition bestimmt (siehe Abschnitt 5.2). In
Studie 007 betrug die Inzidenzrate von RSV-assoziierter MALRI (erfordert ≥ 1 Indikator für LRI oder
Schweregrad) bis 150 Tage nach Anwendung 3,6 % (95 %-KI: 2,0; 6,0; 14 Fälle/443 im Analysesatz)im Clesrovimab-Arm und 3,0 % (95 %-KI: 1,6; 5,3; 12 Fälle/437 im Analysesatz) im Palivizumab-
Arm.Die Inzidenzrate von RSV-assoziierter Hospitalisierung bis 150 Tage nach Anwendung betrug1,3 % (95 %-KI: 0,4; 3,0; 5 Fälle/443 im Analysesatz) im Clesrovimab-Arm und 1,5 %; (95 %-KI:0,6; 3,3; 6 Fälle/437 im Analysesatz) im Palivizumab-Arm.
Schutzdauer
Basierend auf den klinischen Wirksamkeitsdaten aus Studie 004 könnte die durch eine Einzeldosis
Clesrovimab gewährte Schutzdauer bis zu 6 Monate betragen. Diese Einschätzung wird jedoch durchdie geringe Anzahl von Ereignissen, die erst nach 5 Monaten nach der Gabe auftraten, eingeschränkt.
Die Pharmakokinetik (PK) von Clesrovimab ist nach einer einmaligen, intramuskulären Gabe von
Dosen zwischen 20 mg und 210 mg bei Säuglingen ungefähr dosisproportional.
ResorptionDie geschätzte absolute Bioverfügbarkeit von Clesrovimab beträgt 77,8 % und die mediane (Bereich)
Zeit bis zum Erreichen der maximalen Konzentration beträgt 6,5 (4,7; 11,0) Tage.
VerteilungDas geschätzte apparente Verteilungsvolumen von Clesrovimab beträgt 830 ml für einen typischen
Säugling mit einem Gewicht von 5 kg.
BiotransformationClesrovimab wird über katabolische Wege in kleine Peptide abgebaut.
EliminationDie terminale Halbwertszeit von Clesrovimab beträgt ungefähr 44,0 Tage und die geschätzteapparente Clearance beträgt 19,7 ml/Tag für einen typischen Säugling mit einem Gewicht von 5 kg.
Wie auch bei anderen monoklonalen Antikörpern ist die Clesrovimab-Clearance bei jüngeren
Säuglingen und/oder Säuglingen mit geringerem Körpergewicht geringer.
Besondere PatientengruppenEs wurden keine klinisch signifikanten Unterschiede in der Pharmakokinetik von Clesrovimabaufgrund der ethnischen Zugehörigkeit oder der Anfälligkeit für schwere RSV-Erkrankungen (d. h.
CLD, CHD oder GA < 29 Wochen) beobachtet. Es wurden keine klinischen Studien durchgeführt, umdie Auswirkungen einer Nieren- oder Leberfunktionsstörung zu untersuchen. Eine Auswirkung einer
Nieren- oder Leberfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Clesrovimab wird nicht erwartet.
Pharmakokinetische/Pharmakodynamische Zusammenhänge
Der RSV-serumneutralisierende Antikörpertiter (SNA-Titer) korreliert mit der Serumkonzentrationvon Clesrovimab. Nach intramuskulärer Gabe von Clesrovimab bei Säuglingen wurden die RSV-neutralisierenden Antikörpertiter im Serum etwa 7-fach höher als der Ausgangswert geschätzt, undzwar 4 Stunden nach der Injektion von Clesrovimab. Die maximalen Titer wurden an Tag 7 erreicht,basierend auf einem typischen Säugling mit einem Gewicht von 5 kg. An den Tagen 150 und 180 nachder Gabe von Clesrovimab wurden die RSV-neutralisierenden Antikörpertiter im Serum auf etwa das11-Fache bzw. das 7-Fache des Ausgangswertes geschätzt.
Aufgrund der flachen Beziehung zwischen Exposition und Wirksamkeit im untersuchten Bereich der
Expositionen in Studie 004 konnte kein Expositions- oder SNA-Titer-Schwellenwert identifiziertwerden, der einen Schutz vor RSV-Erkrankungen gewährleistet.
Präklinische Daten aus Studien zur Verträglichkeit bei Einmaldosen, Toxizität bei wiederholter Gabeund Gewebe-Kreuzreaktivität lassen keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Histidin
Histidin-Hydrochlorid-Monohydrat
Arginin-Hydrochlorid
SaccharosePolysorbat 80 (E433)
Wasser für Injektionszwecke
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen
Arzneimitteln gemischt werden.
3 Jahre
Enflonsia kann bei Raumtemperatur (20 °C - 25 °C) maximal 48 Stunden aufbewahrt werden. Nachder Entnahme aus dem Kühlschrank muss es innerhalb von 48 Stunden verwendet oder entsorgtwerden.
Im Kühlschrank aufbewahren (2 °C - 8 °C). Nicht einfrieren.
Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht schütteln.
0,7 ml Lösung in einer Fertigspritze (Typ-I-Glas) mit einem Kolbenstopfen und einer Verschlusskappemit oder ohne Nadeln.
Enflonsia ist in folgenden Packungsgrößen verfügbar:
* 1 Fertigspritze
* 1 Fertigspritze + 1 Nadel
* 1 Fertigspritze + 2 Nadeln
* 10 Fertigspritzen
* 10 Fertigspritzen + 10 Nadeln
* 10 Fertigspritzen + 20 Nadeln
* Bündelpackung mit 50 (5 Packungen zu 10) Fertigspritzen
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Nehmen Sie den Umkarton vor der Injektion aus dem Kühlschrank und warten Sie etwa 15 Minuten,damit die Fertigspritze Raumtemperatur annehmen kann. Parenteral anzuwendende Arzneimittel sindvor der Anwendung visuell auf sichtbare Partikel und Verfärbungen hin zu untersuchen. Sie sind nichtanzuwenden, wenn Partikel oder Verfärbungen sichtbar sind. Enflonsia ist nicht anzuwenden, wenndie Fertigspritze heruntergefallen ist oder beschädigt wurde oder wenn das Sicherheitssiegel des
Umkartons beschädigt ist oder das Verfallsdatum abgelaufen ist.
Die Bestandteile der Fertigspritze sind in Abbildung 1 dargestellt.
Abbildung 1: Bestandteile der Fertigspritze
Fingerauflage
Luer-Lock- Spritzenkappe aus
Anschluss Kunststoff
Druckstück fürden Daumen
Spritzen-zylinder
Kolbenstange Kolbenstopfen
Schritt 1: Halten Sie den Spritzenzylinder in einer Hand und schrauben Sie die Spritzenkappe ab,indem Sie sie mit der anderen Hand gegen den Uhrzeiger drehen. Entfernen Sie nicht den Luer-Lock-
Anschluss und die Fingerauflage.
Schritt 2: Befestigen Sie eine sterile Luer-Lock-Nadel durch Drehung im Uhrzeigersinn, bis die Nadelsicher auf der Spritze aufsitzt. Sofern sie nicht beiliegt, ist aufgrund der Viskosität des Produkts eine
Nadel der Stärke 25 Gauge oder größer zu verwenden.
Schritt 3: Geben Sie den gesamten Inhalt der Fertigspritze als intramuskuläre Injektion in denanterolateralen Bereich des Oberschenkels. Das Arzneimittel sollte nicht in den Glutealmuskelbereichoder in Bereiche injiziert werden, in denen sich ein großer Nervenstamm und/oder ein Blutgefäßbefinden könnte.
Enflonsia ist nur zur Einmalanwendung bestimmt. Nicht verwendetes Arzneimittel oder
Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen
Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.